Dienstag, 13. März 2018

"Wir haben einen Missionspapst" Papst Franziskus

Unbedarfte Christen meinen ja vielleicht noch immer, daß Mission etwas zu tuen habe mit dem Auftrag Jesu Christi, den er selbst seiner Kirche gab: "Gehet hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen läßt,wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden." (Mk 16, 16)
 Nur kommen uns da denn doch Zweifel: Die Kirche dürfe doch nicht von Verdammnis reden und so eigentlich auch nicht mehr von Rettung, denn die Rettung ist ja die Bewahrung vor der Verdammnis. Und daß die Taufe heilsnotwendig sei, das dürfe die Kirche auch nicht sagen, denn dann schlösse ja Gott alle Nichtgetauften aus vom ewigen Heil. Glaube wäre dagegen akzeptabel, wenn damit irgendein Glaube an Gott gemeint wäre, also auch der islamische und der jüdische- ach, die lieben Indianer glauben doch noch an Manitu als ihren Gott- das ist doch auch in Ordnung. 
Was kann und darf dann noch für die Mission der Kirche, von diesem Missionsauftrag übrigbleiben,soll nun keine Proselytenmacherei (Papst Franziskus) betrieben werden?  "Papst Franziskus wiederholte am vergangenen Sonntag seine Kritik an der Proselytenmacherei. „Schluß mit dem Proselytismus, es ist ‚Silence‘-Zeit, auch für die katholischen Missionen“, faßte der Vatikanist Sandro Magister zusammen."  Kath info am 10.Jänner 2017.
Aber der österreichische Missio Nationaldirektor hat es erkannt. Papst Franziskus ist ein wahrhaftiger Missionar; er zeigt uns, was heute Mission ist:       
"Im Pontifikat von Franziskus sieht Pater Karl Wallner ein „neues Paradigma des apostolischen Amts“, das sich nicht in Kategorien wie liberal oder konservativ stecken lasse. Die bisherige Amtszeit des Papstes ist für den Missio-Nationaldirektor eine Anfrage an die europäische Kirche, ob sie sich weiterhin „in theologischen Problemen und pastoralen Strategiespielen“ bewegen will. Die Alternative, die Franziskus vorlebt, ist ein Neuaufbruch, wie Wallner sagt: „Papst Franziskus lädt uns ein, mit den Menschen zu sein, ihre Nöte zu erkennen und konkret zu handeln: Genau das meint er mit Mission.“  Kath net 13.3.2018
Mission sei eben: a) bei den Menschen zu sein, b) ihre Nöte zu erkennen und c) konkret zu handeln. 
Und was soll die Kirche meiden? "Die bisherige Amtszeit des Papstes ist für den Missio-Nationaldirektor eine Anfrage an die europäische Kirche, ob sie sich weiterhin „in theologischen Problemen und pastoralen Strategiespielen“ bewegen will." (Kath net 13.3.2018). Das macht eben diesen Papst so populär in den Zeiten des Antiintellektualismus: einfach die ganze Theolgie und Dogmatik auf sich beruhen zu lassen, um nur noch für die Menschen da zu sein. 
So offenbart sich eben, was Papst Franziskus und der Leiter der Missio Österreichs unter der Mission der Kirche verstehen. Glaube, Taufe, Heil und Verdammnis kommen da nicht mehr vor- es geht ausschließlich um die zu praktizerende Humanität. Die Katholische Kirche soll eben nichts anderes mehr sein als eine Humanitäts-NGO! Alles andere ist überflüssig!
 

1 Kommentar:

  1. nun, er wird ja auch Tikkun-Olam-Papst genannt.

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