Donnerstag, 24. Januar 2019

Lesefrüchte: Selbstgewähltes Schicksal

"Jede Klage über vermeintliche Ungerechtigkeit des Schicksals mußte verstummen angesichts des Gedankens, daß keiner einen anderen Weg ging, als den selbstgewählten."  Gustav Meyrink, Das grüne Gesicht, 5.Kapitel. Untertitelt ist dieser Roman mit : "Ein okkulter Schlüsselroman". Wie könnte dieser Gedanke verstanden werden? Nicht nach der Autorenintention wird so gefragt, denn das ist die Privatangelegenheit dieses Autoren, sondern nachdem dieser Satz nun mal geschrieben und gedruckt vor uns steht, wie er jetzt verstanden werden kann, nachdem die Autorenintention mit dem Tod des Autors verstorben ist. (Vgl: Roland Barthes, Der Tod des Autors) 
Der Gedanke soll nun eingeschrieben werden in die Vorstellung von der Welt als dem Theater Gottes. In ihm, dem da stattfinden sollenden Theaterstück sind Rollen zu vergeben. Die Rollen sind die Schicksale der Menschen auf Erden. Nun könnte das sich so vorgestellt werden, etwa stoisch: Gott gibt jedem seine Rolle, die er auf der Erdenbühne zu spielen hat, aber wie er sie dann spielt, das ist in das individuelle Vermögen der Menschen gelegt. So ergäbe sich eine Einheit von Bestimmtsein und Selbstbestimmung und das wäre das Schicksalhafte des menschlichen Lebens. Stoisch  würde dann der Protest, warum der eine die Rolle eines Königs, dem Anderen die Rolle eines Bettlers zukommt. entkräftet werden durch die These, daß es vor Gott nicht darauf ankäme, welche Rolle wer spiele, sondern wie er sie spiele. 
Welche Alternative bietet nun die obige Aussage?Daß Gott den Menschen Rollen anböte, aus denen er sich dann die ihm gefällige auserwählte. Vor Beginn des Welttheaters hätten wir Menschen uns unsere Rolle  im Stück selbst erwählt, daß wir sie auf der Erdenbühne spielten. Ergo: Dein Schicksal, über das du jetzt klagst, hast du dir selbst erwählt. 
Partiell überschneidet sich diese Vorstellung mit dem Geschick Adams, daß wir, indem wir in ihm sündigten, unser Schicksal als durch die Erbsünde Bestimmte frei erwählt haben. Aber doch sagt diese Vorstellung doch viel mehr: Daß Gott als Vorsehung einem Schauspieldirektor gliche, der für sein Theaterstück nun die Rollen mit Schauspielern besetzt und dabei den Menschen die freie Wahl unter den Rollen überläßt, weil er sie als freie Wesen geschaffen hat.
So problematisch diese Vorstellung auch ist,daß so die Menschheitsgeschichte determiniert ist, wie jedes Theaterstück durch den Gesamttext,  der ihm zugrunde liegt, so ist doch einzuräumen, daß so die theologische Aussage, daß Gott die Welt regiert, gerecht versucht zu werden, wohingegen die Reduzierung auf Gott als Zulassender um der Kontingenz der Geschichte willen, das göttliche Regieren fast zu einem bloßen göttlichen Zugucken verkümmert. In die Predigtsprache der heutigen Zeit übersetzt ergibt das die Phrase von einem Gott, der uns nur noch begleitet auf all unseren Wegen und Irrwegen, nie uns aber führt. Es gibt nur noch sein inaktives Dabeisein. 
Geschichtsphilosophisch gesprochen: Gott wird klein gemacht, damit der Mensch sich als der Herr seines Geschickes verstehen kann. Nur deutet uns der Begriff des Schicksales nicht an, daß unser Leben nicht auf Selbstbestimmung reduziertwerden kann, daß da noch mehr ist!    

Mittwoch, 23. Januar 2019

Der Mensch der Zukunft oder der schon jetzige - Lesefrüchte

"Jede Zeit, die für etwas anderes verwendet wird, als zu konsumieren oder Konsumgüter zu scheffeln, wird als vergeudet gelten."
"Je einsamer der Mensch sein wird, desto mehr wird er  konsumieren und desto mehr wird er sich vergnügen, um seine Einsamkeit zu übertünchen. Eine -wenigstens scheinbar- ständig zunehmende individuelle Freiheit wird in wachsendem Umfang dazu führen, daß sich jeder für sein persönliches, berufliches  und privates Leben selbst verantwortlich fühlen und sich scheinbar von nichts anderem leiten lassen wird als von seinen eigenen Launen sowie von den Normen, welche die Bedingungen seines eigenen Überlebens festlegen."
"Der Mensch wird den anderen nur noch als Werkzeug seines eigenen Glücks sehen, als Mittel, um sich Vergnügen oder Geld oder beides zugleich zu beschaffen. Niemand wird noch auf den Gedanken verfallen, sich um  andere zu kümmern: Warum soll man denn teilen, wenn es zu kämpfen gilt? Warum soll man etwas gemeinsam mit anderen unternehmen, wenn diese doch Konkurrenten sind?"
"Jede kollektive Akion- und darum auch jede politische Veränderung - wird aus diesem Grund undenkbar scheinen. Die Einsamkeit beginnt schon in der Kindheit. Niemand wird Eltern, seien es nun biologische oder Adoptiveltern, noch dazu zwingen können, ihre Kinder lange genug zu achten und zu lieben, um sie aufzuziehen." Vincent Reynouards Utopie des zukünftigen Menschen. (zitiert nach: J.Graf, Der geplante Volkstod, 2016,S.86.) 
 Dies ist wirklich als positive Zukunft von dem Autoren gemeint: So soll es werden! Diese Utopie ist eben die Frucht eines radical zu Ende gedachten Liberalismus, der alles Gemeinschaftliche, isb die Ordnung der Familie und des Volkes auflösen will, damit nur noch atomisierte Einzelmenschen übrigbleiben als Korrelat zur Welteinheitsregierung des globalisierten Kapitalismus.      

Dienstag, 22. Januar 2019

Antideutsch -Lesefrüchte

Ute Sacksofsky, SPD Mtglied und Juraprofessorin:
"Gehen wir davon aus, daß es um die Weitergabe deutschen Erbgutes nach der natiolsozialistischen Gewaltherrschaft nicht mehr gehen kann. Was wäre eigentlich so schlimm daran, wenn die Deutschen aussterben sollten?[...]Das Territorium, auf dem sich derzeit Deutschland befindet, könnte der Natur zurückgegeben oder (das ist wahrscheinlicher) von anderen Menschen besiedelt werden." zitiert nach: Jürgen Graf, Der geplante Volkstod, 2016, S.413f)

Werner Patzeld, Politologe, Dresden: "Der Deutsche an sich neigt [...]zum Faschismus. Wenn wir die deutsche Kultur aufbrechen, weltweit öffnen, liberal machen und das Deutsche in Deutschland durch Aufnahme anderer Kulturen verdünnen, dann machen wir dieses Land nazisicher."(S.590) 
  
"Stefanie Drese SPD, stellvertretende Fraktionsvorstzende der SPD im
Landtag Mecklenburg-Vorpommerns:

"Den Antrag der NPD-Fraktion,den biologischen Fortbestand des deutschen Volkes zu bewahren, lehnen die Vertreter der demokratischen Fraktionen, in deren Namen ich heute spreche,mit aller Nachdrücklichkeit und aufs Schärfste ab. Dieser Antrag ist rassistisch und menschenverachtend".(zitiert nach W. Hackert, Antigermanismus, Globalismus,Multikulti, 2015, S.210).  

"Der Deutsche, oder zumindest der Nazi, ist der säkulariserte Teufel einer aufgeklärten Gegenwart.Diese mündig und autnom gewordene Welt benötigt ihn als die Negativfolge, vor der sie sich rechtfertigen kann." 

"Aus der Kollktivschuld der Deutschen, die auf Auschwitz zurückgeht, folgt ebenfalls der Aufruf zur permanenten Buße, doch fehlt in dieser säkularsierten Form der Erbsünde das Element der Gnade und Liebe vollständig. Der Deutsche ähnelt daher nicht dem Menschen, dessen Schuld durch die Liebe Gottes zwar nicht revidiert, aber kompensiert wird, sondern dem Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben wird und der für alle Zeiten in der Finsternis verharren wird." Rolf Peter Sieferle, Finis Germania, 2017,S.66

"Entscheidend ist, daß hier der Nationalsozialismus, oder einfacher Hitler ganz aus dem deutschen Volkscharakter, seinen Genen, seiner Natur erklärt wird, sodaß nun gilt: Nur wer antideutsch ist, hat aus dem  Holocaust gelernt. Die Begeisterung für Multikulti ist so nur die Rückseite des Neins! zum Deutschen Volke. Das Deusche Volk soll aufgelöst werden durch die Multethniesierung.  

Schon 1989 erfaßten Antideutsche ein  politisches Konzept, daß die Parole: "Nie wieder Faschismus- nie wieder Deutschland" in ein politisches Projekt umsetzte. "Linke Utopie könne angesichts dieser Perspektive nur in der Zerstörung des deutschen Staates und  seiner Ersetzung durch einen Vielvölkerstaat sowie der Auflösung des deutschen Volkes in eine multikulturelle Gesellschaft liegen." M.Steffen, Geschichten vom Trüffelschwein. Politk und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971 bis 1991, 2002, S.325. 

Montag, 21. Januar 2019

Die Kirche im Bann der politischen Korrektheit

" Heute wird Verkündigung durch politisch korrekte Verlautbarungen ersetzt. Das ist Verrat, das ist Selbstmord aus Angst vor dem Tod." kath.net-Interview mit Prälat Wilhelm Imkamp - Von Roland Noé  am 21. Jänner 2019. Der Prälat faßt  hier die Misere der Katholischen Kirche nicht nur in Deutschland treffend in diesem einen Satz zusammen. Unklar bleibt nur, warum denn die Kirche so ihre Botschaft verrät, indem sie sich der politischen Korrektheit unterwirft.
Hierzu eine These: Bis zum Ende der Konstantischen Epoche war in Europa die öffentliche Religion die christliche. Privat konnte dann wohl auch so manches Nichtchristliche geglaubt und praktiziert werden, aber das war limitiert auf das Privatleben, das dann sehr wohl auch vereinsmäßig sich gestalten konnte. Aber bis zum  Ende des 1. Weltkrieges war das Christentum noch die öffentliche Religion, die so das öffentliche Leben mitbestimmte. 
Mit dem Ende des Krieges begann dann die Privatisierung der christlichen Religion, den öffentlichen Diskurs bestimmten nun politische Ideologien, der Liberalismus, der Marxismus und der Faschismus/Nationalsozialismus. 
Jetzt wird in Europa eine neue öffentliche Ideologie institutionalisiert: Die politische Korrektheit mit ihrem Zentrum, dem Holocaust. Die christliche Religion wird nun zur Privatreligion, die als solche den Primat dieser neuen Religion anzuerkennen hat. Sie bildet so ein funktionales Äquivalent zur christlichen Religion (wie etwa- zur Veranschaulichung- Fußball auch mit einer Blechdose gespielt werden kann in Ermangelung eines Fußballes) Die Anerkennung dieses Primates hat nun für die kirchliche Praxis die Folge, daß die Praxis selbst durch diese neue öffentliche Religion reguliert wird. Zum Wahrheitskriterium der kirchlichen Praxis avanciert dann geradezu diese Unterordnung unter die politische Korrektheitsideologie. 
Zu fragen ist aber, ob der dazu antreibende Movens wirklich die Macht der politischen Korrektheitsideologie und somit die Angst vor ihr ist, oder nicht viel einfacher, daß sie als die vorherrschende Ideologie auch selbst von den Oberen der Kirche geglaubt wird. Die Macht der herrschenden Ideologie wird unterschätzt, wird hier Herrschaft primär als eine alles  unterrückende vorgestellt, und nicht als eine, die die Zustimmung zu ihr sich selbst verschafft.

Sonntag, 20. Januar 2019

Papst Franziskus: Die Katholische Kirche irrte von Jesus bis zum 2. Vaticanum antijudaistisch!

"Wem die Fortschritte im christlich-jüdischen Gespräch nicht schnell genug gehen, dem gibt Franziskus zu bedenken, "dass wir neunzehn Jahrhunderte christlichen Antijudaismus hinter uns haben und dass einige Jahrzehnte des Dialogs im Vergleich dazu sehr wenig sind". Immerhin sei es in letzter Zeit zu sehr vielen Schritten aufeinander zu gekommen. "Juden und Christen sollten sich als Brüder und Schwestern fühlen, vereint im Glauben an den einen Gott und durch ein reiches, gemeinsames geistliches Erbe, auf das sie sich stützen und die Zukunft weiter aufbauen können", heißt es im Vorwort." Kath net am 18.Jänner 2019 zum Tage des Judntumes. 
1900 Jahre lang habe der Antijudaismus die Katholische Kirche bestimmt, also von Anfang an bis (natürlich) zum 2. Vaticanum, dann wurde alles besser. Nur, kann es sein, daß die Kirche 1900 Jahre lang in einer so gewichtigen Frage geirrt hat? Wie steht es dabei um die Kontinuität von Jesus Christus zu diesem 1900 jährigen kirchlichen Antijudaismus? Wir brauchen uns nur die Zentralaussagen Jesu zu vergegenwärtigen, um schwarz zu sehen! Denn Jesus selbst war -nach dem heutigen Verständnis- der erste christliche Antijudaist. Hat er doch gelehrt, daß wer den Vater nicht ehrt wie seinen Sohn, nicht den Vater ehrt. In der Synagoge wird also nach dem Urteil Jesu Christi Gott nicht geehrt.
Und das schlimmste: Jesus bekehrte Juden zum christlichen Glauben und das ist nach dem heutigen Verständnis praktizierer Antijudaismus. Wer bekennt, daß Jesus auch für die Juden am Kreuze gestorben ist, daß er auch  ihr Heiland ist, der sie zum Glauben an ihn aufruft, der ist ein Antijudaist. Das hat die Katholische Kirche wirklich bis zum 2. Vaticanum gelehrt, ganz in Übereinstimmung mit Jesus Christus. 
Nur, für Papst Franziskus war das ein Irrtum, den nun das Reformkonzil beendet hat, indem nun in seinem Geiste auf die Judenmission verzichtet wird, weil für den Juden  die Wahrheit Jesu Christi gleichgültig sei.   

Samstag, 19. Januar 2019

Lesefrüchte: Der Gesinnngsstaat- der Gutmenschstaat

"Der Nationalismus scheint für die meisten Menschen eine Notwendigkeit zu sein, das räume ich ein, aber es ist hoch an der Zeit, daß es endlich auch einen >Staat< gibt, in dem die Bürger nicht durch Grenzen und gemeinsame Sprache zusammengehalten werden, sondern durch die Denkungsart und leben können, wie sie wolle." Das schrieb Gustav Meyrink 1916 in seinem Roman: Das grüne Gesicht, im 7.Kapitel. 100 Jahre später, 103 um es genauer zu sagen, ist dieser Nationalismus zur unverzeihbaren Sünde geworden, ja gilt unter den Gutmenschen als wohl das größte Übel schlechthin. 
Aber was soll dann den neuen nicht-nationalistischen Staat zusammenhalten? Die Antwort: "Die Denkungsart". Das ist ein anderer Begriff für die Gesinnung der Staatsbürger. In diesem Staate gehören die Bürger nicht mehr zusammen, weil sie einem Volke angehören, sondern weil sie eine Gesinnung eint. Eine neue Grenze wird so gezogen, die der richtigen Gesinnung.  Wer sie nicht hat, der kann nicht mehr Bürger dieses neuen Staates sein. Demzufolge gehört die Prüfung der Gesinnung der Staatsbürger zur wichtigsten Aufgabe des Staates.
Wie sieht das praktisch aus? Ganz einfach: "Nazis raus!" Was ist nun ein Nazi? Dem Gutmenschdiskurs ist es vorbehalten, zu definieren, wer ein Nazi ist. Das Ergebnis überrascht nicht: jeder, der nicht politisch korrekt denkt. Der soll aus der Bürgergemeinschaft der richtigen Denkungsart ausgeschlossen werden. Das ist seine Ausbürgerung. Stattdessen soll nun jeder Flüchtling aufgenommen werden, denn die Ethnizität darf in dem neuen Gesinnungsstaat keine Rolle mehr spielen.  Der Kampf gegen Rechts schafft so die Gesinnung für den neuen Staat, der kein Staat  mehr sein soll für das Volk, das sich auch durch eine gemeinsame Sprache konstiuiert, sondern einer für Gutmenschgesinnte.  
So ist es nur konsequent, wenn wir zu lesen bekommen (Freie Welt am 14.Jänner 2019):
"In einer gerechten Welt müsste man AfD-Fans das Wahlrecht entziehen«. Das meinte der Redakteur Ralf Dorschel in der Hamburger Morgenpost, die seinen Kommentar unter dem Titel: »Nach Lügen, Hetze und Panikmache. Standpunkt: Redet AfD-Fans nicht mehr nach dem Mund!« veröffentlichte. " Das wäre dann die Vollendung des politisch korrekten Gesinnungsstaates.  Nur wer gutmenschmäßig gesinnt ist, kann  Bürger dieses Staates sein. Dem Nationalsaat wird vorgeworfen, daß er zwischen den Volkszughörigen und den Nichtdazugehörigen distinguiere, wie jede Familie nur lebt, indem auch sie so unterscheidet. Der neue Gesinungsstaat dagegen frägt nach der Gesinnung seiner Bürger und läßt nur die politisch korrekte Denkungsart gelten. Und das soll nun ein mehr an Toleranz und Pluralität sein! 

Freitag, 18. Januar 2019

Gebetswoche für die Einheit der Christen oder wie die Katholische Kirche verschwand

Oberflächlichen Betrachtern ist diese Causa eine klare Angelegenheit: Da gibt es unzählig verschiedene christliche Confessionen, evangelisch, katholisch, orthodox, anglikanisch, um nur die allerbekanntesten aufzuzählen, und obgleich sie alle an Jesus Christus glauben, das Apostolicum bekennen, sind sie sich untereinander uneins. Worin nun die Differenzen im Einzelnen bestehen, das wissen genau genommen nur spezialisierte Fachdogmatiker- für den Christen an der Basis sind das aber nur sophistische Spitzfindigkeiten. Na gut, Papst und Zölibat und die unzeitgemäße Sexualmorallehre der Kirche sind dann noch Stolpersteine auf dem Wege zur Einheit, aber katholische Ökumeniker verlangen ja schon seit längerem die Abschleifung dieser katholischen Skurilitäten.
Es gibt also Differenzen zwischen den christlichen Confessionen, die um der Einheit der Christen willen behoben werden sollen. Wie könnten den nun Differenzen beseitigt werden?
Im Deutschunterricht: "Die Nachtwachen des Bonaventura" sei das bedeutendste Werk der deutschen Romantik- aber diesem Werturteil wird widersprochen: Novalis: "Heinrich von Ofterdingen" wäre viel bedeutsamer. Wie wird diese Differenz gelöst? "Das ist letztendlich eine Geschmacksfrage, und: bedeutsam seien schon beide; jeder bleibe da bei seiner persönlchen Vorliebe." Die Differenz wird vergleichgültigt verbunden mit der Anforderung an jeden, das Werturteil des anderen zu tolerieren. Die Voraussetzung dabei ist, daß die Wahrheit, was ist das bedeutsamste Werk?, nicht erkennbar sei, sodaß jeder bei seiner Privatmeinung bleiben könne. Das ist das Modell der versöhnten Verschiedenheit der Ökumene.
Im Sportunterricht: 2 Fußballmanschaften spielen gegeneinander und jede will gewinnen. Die Differenz ist klar: Nur einer kann gewinnen, sodaß der andere verlieren muß. Könnte diese Differenz überwunden werden durch die "Lösung": Dann spielen wir eben unentschieden"? Nein, diese Differenz muß auf dem Spielfeld ausgetragen werden und dann kann das Ergebnis ein Unentschieden sein, das aber in der Regel keinen der Beiden zufrieden stellt.
Im Wirtschaftsleben: Die streikende Gewerkschaft verlangt 5 Prozent mehr Gehalt, die Arbeitgeber bieten 2 Prozent an- da kann dann die Lösung der Kompromiß: 3,5 lauten. 
Aber im Rechenunterricht geht dieser Kompromiß nicht. "Was ist 6 plus 7? Antworten nun die Schüler auf diese Lehrerfrage: 13 bzw 15, dann ist der Kompromiß 14 völlig inakzeptabel, denn auf diese Frage gibt es genau eine wahre Antwort: 13 und  alle anderen sind unwahr.
Mit welchem der Beispielfälle sind nun die innerchristlichen Differenzen zu vergleichen? Die Antwort fällt auf den ersten Blick enttäuschend aus: Jede dieser Möglichkeiten wird in Hinsicht auf die innerchristlichen Differenzen im öffentlichen Diskurs vertreten, wobei aber die, das sei alles doch nur eine Frage des individuellen Geschmackes die verbreiteste ist. Aus dieser Haltung speist sich dann auch die Ökumene. 
Das besagt aber, daß die Katholische Kirche in dieser Ökumene schon sich selbst aufgegeben hat. Denn die Katholische Kirche ist die der Wahrheit. In ihr und nur in ihr ist die ganze Wahrheit präsent.Aber zwischen wahr und unwahr kann es keine Vermittelung geben, einen Kompromiß. Wie sollte etwa eine Versöhnung zwischen der Aussage, Goethe verfaßte den "Faust" und Schiller verfaßte ihn, möglich sein? Ja, wird der Ökumeniker respondieren: Es gibt Bereiche, in denen klar zwischen einer wahren und einer unwahren Aussage unterschieden werden könne, aber das gälte nicht für den religiösen Diskurs! Hier herrsche das Nichterkennen, das bloße Meinen: Das glaube ich so, aber es könnte auch ganz anders sein, vor. Im Raume des bloßen Meinens, des subjektiven Geschmackes, da könne doch die Einheit am einfachsten erreicht werden durch das Gleichgültigerklären jeder beliebigen Meinung.
Die Gebetswoche  zur Einheit der Christen ignoriert so konsequent das Offenbarsein der Wahrheit in der Katholischen Kirche in ihrer Suche nach einer Einheit von der einen Wahrheit und den vielen Unwahrheiten. Nur, eine Einheit von wahr und unwahr kann selbst keine Einheit sein.     
  

Donnerstag, 17. Januar 2019

Anmerkungen zu:"Die Wüstenväter widmeten ihr Leben der Suche nach Gott" Gott suchen?

Katholisch de beglückte seine Leserschaft am 17. Jänner mit dieser Überschrift. Verweilen wir einfach mal bei dem Begriff der Suche nach Gott, überlesen wir ihn nicht.Was noch zu suchen ist, das ist noch nicht gefunden. Wie und wo ist denn nun Gott zu suchen, wenn er noch nicht gefunden worden ist? Und wie ist er dann erkennbar, daß das Gefundene dann als Gott identifiziert werden kann? Müßte der Suchende so also nicht schon eine Kenntnis von Gott besitzen, wenn er überhaupt eine Chance haben will, Gott zu finden? Es sei hier an die Einsicht erinnert,daß wir nur sehen, was wir kennen. Wenn wir aber schon eine Kenntnis von Gott besitzen, haben wir ihn dann nicht auch schon in dieser Erkenntnis gefunden? 
Oder sollen wir uns die Gottessuche imaginieren wie eine Suche nach dem verlorenen Haustürschlüssel? Bei diesem Suchen gilt aber, daß wir den verlorenen nur suchen können, weil wir ihn vordem besaßen und so auch kennen, sodaß ein gefundener Schlüssel geprüft werden kann, ob er denn auch der gesuchte ist. Aber ohne eine Kenntnis Gottes, wie sollte er dann suchbar sein? 
Nun verwundert eines aber doch! Hat sich Gott denn nicht in Jesus Christus offenbart, sodaß Gott in Jesus nicht nur erkennbar ist, sondern schon erkannt ist? Ist denn die Gotteserkenntnis, präsent in der Kirche als die Theologie, als die Gotteslehre, nicht schon da, sodaß sie nicht mehr gesucht werden braucht?
Sagt zu mir ein Freund, morgen, 18 Uhr werde ich in der Restauration: "Zum Goldenen Lamm" sein, wer würde dann seinen Freund noch suchen wollen, wenn er verläßlich ist, sodaß ich weiß, daß er dann da sein wird? Als Katholiken wissen wir doch, wo Gott für uns da ist. Da, wo er uns verheißen hat, da zu sein: in seinen Kirchen, in den Tabernakeln, wie vordem im Begegnungszelt und dem Jerusalemer Tempel. Die Erkenntnis Gottes? Sie ist die Theologie der Kirche. Im Glauben der Kirche ist doch die Gotteserkenntnis gegenwärtig. Was bedarf es da noch des Suchens? 
Eine absurde Szene aus dem Film: "Der diskrete Charme der Bourgeoise " von Bunuel, wo Polizisten aufgefordert werden, eine Vermißte zu suchen und ihre Frage, wie denn die Vermißte aussähe,respondiert wird mit: Hier ist sie! So sieht sie aus!
Aber die seltsame Vorstellung einer Suche nach Gott wird wohl kaum einem der Leser aufgefallen sein, weil sie so schon üblich geworden ist. Dadrin verbirgt sich aber ein bedeutsames antikatholisches Anliegen: Obgleich Gott sich in Jesus Christus selbst offenbart hat, kennen wir Gott noch nicht. Die aus  dem Ereignis der Offenbarung gewonnene Gotteserkenntnis ist noch gar keine Erkenntnis- wir sind selbst noch Suchende: Uns werden nur Lehren über Gott in der Theologie offeriert, aber ob sie wahr sind, das ist für uns noch nicht erkennbar. Gott ist zwar wahr, aber wir stehen in der Kirche auch und gerade angesichts des Glaubens der Kirche noch außerhalb der Wahrheit, denn die muß noch von uns gesucht werden! Die Offenbarung Gottes habe zwar sich ereignet in Jesus Christus, aber sie blieb uns so dunkel, daß wir immer noch im Finsteren wandeln ohne die Gotteserkenntnis.
Wozu das? Wenn alle Religionen nur Suchbewegungen nach Gott sind, aber keine schon zur Gotteserkenntnis vorgedrungen ist, dann kann keine Religion mehr als "wahrer" als die anderen qualifiziert werden, oder gar als die wahre Religion. Dann kann dialogisiert werden: Nichts Genaues weiß niemand- aber wir reden miteinander...der interreligiöse Dialog, in dem es keine Gotteserkenntnis geben darf, sondern nur ein Suchen ohne je Gott zu erkennen.     

Mittwoch, 16. Januar 2019

Kritik eines naiven dogmatischen Naturalismus



Ein naiver naturalistischer Dogmatisus ist es, wenn geurteilt wird, daß alle Ereignisse in der Welt rein weltimmanent zu erklären sind und daß es keine gäbe, zu deren Erklärung übernatürliche Ursachen heranzuziehen seien. Jede Religion lebt aber davon, daß sie mitten in der Welt mit übernatürlich Gewirkten rechnet. Nun kann eine Religion als Apologetik ihrer Aussage, daß es in der Welt übernatürlich Gewirktes gibt, nun nicht einfach auch nur behaupten, daß das so sei. Sie muß auch in der Lage sein, das plausibel zu machen. Ich versuche nun hier eine solche Plausibilisierung an Hand einer Erzählung meines Vaters.   



Mein Vater hat mir diese Begebenheit mehrmals erzählt, darum nehme ich sie, da ich hier die Ehrlichkeit des Erzählers voraussetzen kann. Im Kriege, irgendwo an der Ostfront (Rußland): mein Vater in einem Gefechtsstand, da rief ihn wer: "Austreten" und er stürmte aus dem Gefechtsstand.Kurz darauf erhielt dieser Stand einen  Volltreffer, wäre mein Vater noch da gewesen, er wäre wohl tot. Er frug dann herum, wer ihn denn gerufen hätte, aber er hörte nur: Ich nicht...Niemand rief. Aber er hat auf den gehörten Ruf gehört und überlebte so.

Kann diese Geschichte wahr sein? Fangen wir ganz einfach an und um der Klarheit willen mathematisch, denn in keiner anderen Wissenschaft wird doch so klar gedacht wie in dieser und um so mysteriöser die Fälle sind, die zu klären sind, desto wichtiger ist dabei die Klarheit des Denkens.
Schalten wir uns ein in den Elementarunterricht des Rechnenlernens. Das Subtrahieren soll nun von den Taflklässlern erlernt werden. Eines ist dabei so sicher wie das Amen in der Kirche. Irgendein Schüler frägt sicher die Lehrkrft: "Und wie viel ist 2 minus 3? Da heißt die Lehrerantwort: "Das geht nicht. Es kann nur von einer Zahl, die größer ist als die Zahl, die abgezogen wird, etwas abgezogen werden. In der Menge der positiven ganzen Zahlen gibt es keine Lösung für 2-3. Aber da bleibt der Rechenunterricht nicht stehen. Die Schüler werden später in das Reich der negativen Zahlen eingeführt und dann wissen sie, daß 2-3  -1 ergibt. Ob es für das Probem, was ist 2-3 eine Lösung gibt, hängt davon ab, in welchem Zahlenraum diese Operation durchgeführt wird. 

Welchen Zahlenraum wäht man für welches Problem?
Habe ich 1000 Euro auf der Bank, hebe 1100 ab und frage, wie viel muß ich einzahlen, um 0 Geld auf dem Konto zu haben, ist es sinnvoll, einschließlich der negativen Zahlen zu arbeiten: 1000-1100= -100. -100 plus100= Null. Soll eine Bodenfläche 36 Quadratmeter umfassen, ist mathematisch 6 Meter und -6Meter als Antwort richtig, da aber -6 Meter eine sinnlose Aussage ist, ist bei diesem Problem auf die negativen Zahlen zu verzichten. Nun gibt es Ereignisse, die geklärt werden sollen. Auch hier gilt nun die Frage: Welcher Vorstellungsraum als Summe aller möglichen Subjekte (wie in der Mathematik der Zahlenraum) soll gewählt werden, um das Probem zu lösen.
Zur Veranschaulichung: Soll das Phänomen des Versprechens erklärt werden, dann ist nach Sigmund Freud der Vorstellungsraum von Ich und dem Unterbewußtsein zu wählen, um das Versprechen als Einwirken des im Unterbewußtsein Verdrängten in die Rede des Iches zu erklären. Wer aber das Ergebnis eines Fußballspieles zu erklären hat, wird gewiß nicht auf den psychologischen Vorstellungsraum von: Ich, Es und Überich rekurieren und wer das Entsehen von Rost erklären soll, wird  das nicht tuen mit Begriffen der Beriebswirtschaftslehre.  
In welchem Vorstellungsraum ist dann das von meinem Vater Erzählte zu erklären? Setze ich als Vorstellungsraum nur den Raum der natürlichen Ursachen an, wird es mir ergehen wie dem Tafelkläßler, der frägt, was 2-3 ist. Dafür gibt es keine Antwort im Raume der positiven ganzen Zahlen. Denn wie wollte man dies Ereignis natürlich erklären? Daß da jemand sich eingebildet hat, eine Stimme zu hören und daß nur weil auf diese Stimme gehört wurde, der Soldat überlebte? Dieser Fall ist so unwahrscheinlich, daß er als nicht vorstellbar geschehen anzunehmen ist, besonders dann,wenn der Soldat nur dies einenmal eine Stimme gehört hat, die nicht "real" war, wenn man eine übernatürliche Ursache ausschließt. Wenn sie aber nur eine Einbildung war, wie erklärt sich dann der Gehalt, daß diese Stimme genau zu der einzig möglichen Handlung aufrief, durch die dieser Soldat sein Leben hat retten können? Kann das zufällig sein?
M.E. gibt es Ereignisse, die ohne die Annahme übernaürlicher Ursachen faktisch nicht erklärbar sind, oder daß zumindest die Erklärung so unwahrscheinlich klingt, daß doch eine Erklärung, die übernatürliche Ursachen als Ursachen miteinschließt, der Vorzug zu geben ist.
Naturalistischer Dogmatismus wäre es nun, schlösse man a priori übernatürliche Ursachen als Erklärungsmöglichkeit  aus. supranaturalistischer Dogmatismus, wenn jedes Ereignis nur als erklärbar gelten würde, wenn übernatürliche Ursachen als Ursache appliziert würden.   Sinnvoller ist es dagegen, in Hinsicht auf ein Problem, zu fragen: In welchem Vorstellungsraum kann für dies Problem eine Lösung gefunden werden. Dann wird es sich zeigen, daß es für bestimmte Probleme angemessen ist, übernatürliche Ursachen anzunehmen, weil es ohne diese Annahme keine plausible Lösung für dies Problem gibt. Naiv und unrflektiert wird dagegen da verfahren, wo keine explizite Rechenschaft abgegeben wird, warum für ein bestimmtes Problem welcher Vorstellungsraum gewählt wird, um es zu lösen.

Dienstag, 15. Januar 2019

Wissenschaftsfreiheit in den Zeiten der Politischen Korrektheit

Eine schöne (antikirchliche)Erzählung: Die Dogmen der Kirche und Märtyrer der Wissenschaft, die von ihr verfolgt wurden, weil sie wissenschaftlich zu Erkenntnissen kamen, die den kirchlichen Dogmen widersprechen. So lehrte die Kirche, die Erde sei eine Scheibe, über die die Sonne auf- und unterginge und als dann der tapfere Galilei dem widersprach, wurde er von der Kirche verfolgt. So hat sich das abgespielt, schenkt man Bertold Brechts "Leben des Galieo Galelei" Glauben. Die Kirche ist eben der Feind der Wissenschaft. Daß faktisch die Kirche gerade indem sie die Bestimmung des Menschen, machet euch die Welt untertan, gerade der Inspirator aller Wissenschaften war, wird dabei geflissentlich übersehen.
Aber wie sieht das nun heute aus? In der "Jungen Freiheit" vom 14.Jänner (Internetseite)ist unter der Überschrift: "Biologe verliert nach Aussagen über Intelligenz von Schwarzen" zu lesen:  
"Watson hatte Anfang Januar in einem TV-Interview geäußert, die Gene seien verantwortlich für die unterschiedlichen Ergebnisse von Schwarzen und Weißen bei Intelligenztests. Bereits 2007 hatte der Wissenschaftler, der als einer der Pioniere der DNA-Forschung gilt, mit ähnlichen Aussagen für Empörung gesorgt. Damals hatte er der Sunday Times gesagt, er sehe die Zukunft Afrikas sehr pessimistisch. Denn „all unsere Sozialpolitik basiert auf der Annahme, daß ihre Intelligenz dieselbe ist wie unsere obwohl alle Tests sagen, daß dies nicht wirklich so ist“.  
Also, Watson legt wissenschaftlich fundierte Forschungsergebnisse vor. Diese widersprechen der Politischen Korrektheit und das Kesseltreiben gegen ihn wird eröffnet. Als "wissenschaftlich" gilt eben nur, was politisch korrekt ist.
Wikpedia berichtet über einen ähnlichen Fall (Artikel: Philippe Rushton):
"Im Jahr 1995 erschien das umstrittene Buch Race, evolution, and behavior. Rushton vertrat die Meinung, dass individuelle Unterschiede von Angehörigen der drei von ihm postulierten menschlichen Populationsgruppen (Schwarze, Kaukasier und Asiaten; von ihm als "Rassen"  bezeichnet) in Bezug auf Intelligenz, Persönlichkeit, kriminelle Veranlaguung und anderer Eigenschaften in erster Linie nicht durch soziale oder kulturelle Rahmenbedingungen bedingt, sondern genetisch determiniert seien, und meint die Ursachen dieser Unterschiede in der Evolutionsgeschichte zu finden. Laut Rushton gebe es eine Überlegenheit der asiatischen Rasse hinsichtlich der Intelligenz und Lebenserwartung, während die schwarze Rasse am anderen Ende der Skala stehe. " Selbstredend wurde  und wird auch dieser Wissenschaftler verteufelt. Es sei alles unwissenschaftlich, weil nur Forschungsergebnisse, die der Politischen Korrektheit entsprechen, wissenschaftlich sind.
Also: Die politische Korrektheit definiert, was als wissenschaftliches Ergebnis gelten kann. Kommt ein Forscher zu anderen Ergebnissen, wird er als unwissenschaftlich perhorresziert.
Auch in der Geschichtswissenschaft ist das die Praxis:  Ariel Toff, ein jüdischer Historiker hatte in einem Buch geschrieben, daß es tatsächlich jüdische Ritualmorde gegeben habe. Nach energischten Protesten nahm der Verlag dies Buch nicht nur vom Markt, nein in einer revidierten Neuausgabe mußte diese Aussage gestrichen werden: Sowas habe es nie gegeben.
Daß über die Homosexualität nicht mehr frei geforscht werden kann, ist so selbstverständlich geworden, daß es nicht mal mehr erwähnt werden braucht. 
Die Grenzen der Wissenschaftsfreiheit unter dem Diktat der Politischen Korrektheit, das wäre wahrlich eine Studie wert. Oder wer wollte dieser Aussage widersprechen:
"Deutsche Ex-Handball-Star Stefan Kretzschmar hat in BILD-Zeitung mangelnde Meinungsfreiheit in Deutschland kritisiert: "Hat man eine kritische Meinung, gesellschaftskritisch oder regierungskritisch, dann darf man das in diesem Land nicht sagen." Kath net am 15. Jänner 2019.
Nun könnte eingewandt werden, daß das Faktum, daß diese Aussage in der Bild-Zeitung getätigt werden konnte, nicht diese Aussage selbst widerlegt. Klarheit in dieser Causa ist wohl nur zu erreichen, wenn hier zwischen der Aussagenintention des Exhandballers und der Intention der Publizierung dieser Aussage distinguiert wird. Kritisiert Kretschmar diesen Zustand, so sagt der Artikel der Zeitung: So ist es, halte dich, lieber Leser daran, denn sonst ergeht es dir übel.  


 

 

Montag, 14. Januar 2019

Weniger Kinder-mehr Asylanten

Nun wissen wir alle, daß nur Rechte behaupten, daß das Boot voll sei, sodaß keine weiteren Asylanten mehr in Deutschland und auch in den anderen europäischen Staaten aufgenommen werden könnten,Gutmenschen dagegen proklamieren, daß in einem endlich großen Raum mit limitierten Ressourcen unbegrenzt viele Flüchtlinge aufnehmbar seien und daß so wir jeden aufzunehmen haben, bloß weil er hier leben will.
Aber nun kamen einem Französischen Grünenpolitiker doch Bedenken, ob es nicht doch Grenzen der Aufnahmefähigkeit gäbe. Und es wurde eine grüne Lösung gefunden:  
 „Im übrigen: Die Beschränkung der Geburten würde es uns erlauben, mehr Migranten aufzu- nehmen, die an unsere Tür klopfen, und sie besser aufzunehmen.“
"Am 3. Januar forderte Cochet im linken Wochenmagazin L‘Obs die Europäer auf, weniger Kinder zu zeugen, „um die ökologischen Kosten“ zu reduzieren, vor allem aber, „um mehr Einwanderer aufnehmen zu können“.
Jede Ermunterung, Kinder zu zeugen, solle abgeschafft werden. Die Politik müsse „auf den Kopf gestellt“ werden. Das eingesparte Geld solle Familien mit weniger Kindern zugute kommen. Ab dem dritten Kind solle es gar keine Förderung mehr geben. Der Staat müsse signalisieren, daß verantwortungslos gegenüber der Umwelt handle, wer mehr als zwei Kinder zeugt." (Zitate: katholisch info am 11.Jänner 2019)
Wenn also im Idealfall Frauen höchstens noch 2 Kinder bekommen,dann soll das dem Umweltschutz dienen. Dann sollen aber mehr Flüchtlinge als jetzt schon aufgenommen werden, weil so Platz geschaffen worden sein wird für eine massenhafte Aufnahme von  Asylanten. Warum sind also französische und deutsche Kinder eine Umweltbelastung, aber die vielen dann mehr aufnehmbaren Flüchtlinge nicht? Belasten also nur deutsche und französische Kinder die Umwelt, sind dagegen die Flüchtlingsströme nicht nur Kulturbereicherer sondern auch Umweltschützer, sodaß sich ein Volksaustausch empfiehlt: Tausche umweltbelastende Franzosen und Deutsche gegen umwelterhaltende Flüchtlinge ein!
Geht es hier wirklich um den Umweltschutz oder nicht doch in erster Linie um eine antifranzösische und auch antideutsche Politik: Die Völker Europas sollen zum Verschwinden gebracht werden, damit Europa von den außereuropäischen Flüchtlingen übernommen werden kann. 
Merke: Es gibt nicht nur antideutsche Grüne, es gibt genauso auch antifranzösische Grüne. Ihr Nein! zum eigenen Vaterland vereint sie zu den Grünen Europas.       




Sonntag, 13. Januar 2019

Kardinal Marx gegen Begriff "christliches Abendland"

Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz: "Davon halte ich nicht viel,weil der Begriff vor allem ausgrenzend ist." (zitiert nach Kath net vom 12.Jänner 2019). Kardinal Marx lehnt den Begriff des "christlichen Abendlandes" ab. Ob dieser Kardinal da wohl an Novalis Schrift: "Christentum oder Europa" gedacht hat, "oder" ist hier explikativ gemeint, ist nicht klar. Ja, was meint der Kardinal denn überhaupt mit diesem Begriff? Etwas, was nicht mehr ist, oder etwas, was noch ist, aber überwunden werden sollte? 
Die einfachste Erklärung ist wohl die, daß Kardinal Marx unter dem "christlichen Abendland" die Antithese zum multikulturell und multiethnisch umgeformten Europa versteht. Ein multikulturelles und multiethnisches Europa kann eben kein von der christlichen Religion mehr bestimmtes Europa sein. Europa soll sich auch nicht mehr als das Abendland verstehen, denn wenn erst viele nichteuropäische Kulturen in dem jetzigen Europa eingewandert sind, dann soll damit auch das Abendländische verschwinden.  
Für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz ist somit dieser Begriff doch eindeutig: Wer jetzt vom "christlichen Abendland " spricht, der will damit sein Nein! sagen zum Multikultieuropa. Und der Kardinal ist eben ein enthusiasmierter Befürworter der endgültigen Auflösung der abendländischen Kultur und der Beseitigung der Hegemonie der christlichen Religion in Europa- denn er will im Einklang mit den Eurokraten die Multikultivierung und Multiethnisierung Europas. Daraum unterstützt er ja auch mit 50.000 Euro ein den Schlepperorgaisationen zur Hilfe kommende Privatseenothilfsschiff, um so viele Flüchtlinge als Asylanten nach Europa und isb. Deutschland zu importieren. 
Nun könnte eingewendet werden, daß dieser Kardinal doch ein Eigeninteresse an dem Erhalt der christlichen Religion haben müßte, aber scheinbar handelt er hier gegen sich selbst, indem er selbst die Entchristianisierung Deutschlands und Europas unterstützt. Das ist wahrlich befremdlich. Aber: Vielen ist schon aufgefallen, daß dieser Kardinal mehr wie ein Europapolitiker als wie ein katholischer Bischof redet. Könnte es sein, daß er eine Zukunftsperspektive für die Organisation der Katholischen Kirche sieht, wenn sie sich zu einer linkshumanitaristischen NGO umwandelt, die dann so in einem entchristlichen Europa gut weiterleben könnte?   





Samstag, 12. Januar 2019

Deutschland klein zu halten


Im Spiegel 2/2019 ist als Vorankündigung für einen Artikel (5.Jänner 2019) dieser Ausgabe auf dessen Internetseite zu lesen:  "Vom ersten Nato-Generalsekretär Hastings Lionel Baron Ismay (1952 bis 1957), einem britischen General und Politiker, stammt das Bonmot, die Nato habe drei Aufgaben: die Sowjetunion von Westeuropa weg, die Amerikaner in Westeuropa drinnen und die Deutschen klein zu halten".
Das sei nun keine schnoddrige Nebenbemerkung gewesen, wird in dem Spiegelartikel festgestellt: "Bislang geheime US-Dokumente aus den Sechzigerjahren belegen nun, dass der lockere Spruch durchaus ernst gemeint war.In internen Vermerken des US-Außenministeriums wurde 1965 und 1966 offen benannt, dass die westliche Allianz "Westdeutschlands Stärke und Vorherrschaft auf dem Kontinent eindämmen" solle. Der Begriff "Eindämmung" ("containment") fand in der Öffentlichkeit sonst nur für die US-Politik gegenüber der Sowjetunion Verwendung."
Seitens der USA wurde ein Bündnis Westdeutschlands mit der Sowjetunion befürchtet. Deshalb diene "die militärische US-Präsenz auf dem alten Kontinent [...]  der "Abschreckung jeder bilateralen Sicherheitsabsprache".  Das heißt im Klartext: Die amerkanischen Truppen wurden auch deshalb in Westdeutschland stationiert, um eine westdeutsche Annäherung an die Sowjetunion zu verhindern. Nicht schützten uns so die amerikanischen Truppen vor dem bösen Russen, sondern sie sollten (und sollen noch) eine Annäherung Deutschlands an Rußland verhindern, weil ein solches Bündnis die Vorherrschaft Amerikas im Verbund mit England über Westeuropa und jetzt über fast ganz Europa beenden würde. Deutschland wird mit Rußland entzweit , damit es so klein gehalten wird.
Sicher würden die meisten spontan sagen, daß der sogenannte West-Ost-Konflikt bis 1989, der Kalte Krieg isb. ein ideologischer war, in der der Freie Westen gegen den totalitaristichten Osten unter der Führung Rußlands stand. Aber so ideologisch war der Freie Westen schon vor 1945 gar nicht, denn man sah kein Problem darin, mit dem Kommunisten Stalin sich gegen Deutschland zu verbünden, um Deutschland zu besiegen. Jetzt ist die Sowjetunion aufgelöst, der Kommunismus auch im ersten sozialistischen Staat der Welt, Rußland ad acta gelegt und trotzdem ist weiterhin Rußland der beliebteste Feind in den politisch korrekten Medien und weiterhin wird durch eine antirusische Außenpolitik der Nato und der EU eine Annährung Deutschlands an das jetzige Rußland verhindert, damit das wiedervereinte Deutschland klein gehalten wird. Nicht so sehr ideologische sondern geopolitische Machtpolitik bestimmt so den antideutchen und antirussischen Kurs der Nato und der ihr zugeordneten EU.   


 

Freitag, 11. Januar 2019

Das Geheimnis modernistischer Theolgie: Die Ineinssetzung vom Hl. Geist mit dem Zeitgeist

Einen "Brandbrief" gegen Kardinal Brandmüller provozierte seine Aussage, daß Homosexuelle  schuld sind an den Mißbräuchsfällen. Zudem warf der Kardinal der Kirche vor, sich dem herrschenden Zeitgeist anzupassen. So tönte nun der Angriff auf den Kardinal  auf der de facto offiziellen Internetseite der Deutschen Bischhofskonferenz am 11.Jänner 2019
"Sie kritisieren, dass die Kirche in Deutschland und Westeuropa sich dem gesellschaftlichen Mainstream und dem Zeitgeist anpasst.Sie sagen das, als wäre es immer etwas Schlechtes, eine Beleidigung. Aber waren nicht die Evolutionstheorie, die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder die Ächtung der Todesstrafe auch zunächst Zeitgeist, dann Mainstream und erst viel später kirchlich legitimiert? Vielleicht sollten Kardinäle und Bischöfe noch öfter ein Ohr für den Mainstream und das Kirchenvolk haben. "Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt." (Offb 2,7)". 
Diese Aussage sticht doch merklich aus der inzwischen schon standardisierten Desinformationskampagne der Homosexlobby hervor, in der um des Täterschutzes willen jeder Zusammenhang zwischen der Homosexualität und den Mißbräuchsfällen abgeleugnet wird. Das Verblüffende, daß hier die Zeitgeistanpassung gar nicht verneint wird:"Nein, die Kirche paßt sich dem Zeitgeist nicht an, sondern...". Offenherzig wird nun das, was Kritiker als Opportunismus verurteilen, als Tugend qualifiziert! Wie ist das möglich? Es wird  aus der Offenbarung 2,7 zitiert und dann der Geist, der den Gemeinden etwas sagt, mit dem Zeitgeist identifiziert. Hier wird der Hl Geist emanzipiert von seinem Sein aus Gott, dem Vater und dem göttlichen Sohn zu einem Geist, dem es gleichgültig ist, was die Hl. Schrift und was die Kirche in der Kraft des Hl. Geistes gelehrt hat, der eben Neues verkündet, als wenn das bisherige Zeugnis des Hl. Geistes nun antiquiert.
So lehrt die Hl. Schrift, daß Gott der Schöpfer ist und daß er die Welt in 7 Tagen schuf- aber der Zeitgeist revidiert dies, indem er uns die Evolutionsthorie verkündet. Da dieser Zeitgeist der Hl. Geist ist, heißt das, daß er sich selbst geirrt hatte, als er durch die Hl. Schrift die Schöpfung durch Gott lehrte. Noch schlimmer: Die Bibel irrt in Gänze, wenn  sie die Todesstrafe bejaht, und wenn die Kirche so fundiert die Todesstrafe stets bejahte. Auch in diesem Falle irrte also der Hl. Geist als Inspirator der Bibel und der Lehre der Kirche über 2000 Jahre lang, bis dann der zeitgeisthörige Papst Franziskus die Lehre der Kirche eigenmächtig außer Kraft setzte, um stattdessen das Gegenteil zu lehren. Was muß das nur für ein Heiliger Geist sein, der 2000 Jahre lang sich irrte und der selbst in der Hl. Schrift so fatal geirrt hatte, die Todesstrafe als von Gott gewollt zu bejahen. 
Ach, und dann hätten wir noch die "Gleichberechtgung von Mann und Frau". Die verdanken wir auch dem Zeitgeist. Das ist wahr, wenn unter der "Gleichberechtigung" die Nivilierung der Geschlechterdifferenz verstanden wird, wenn es nur noch Menschen geben soll. Daß Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, soll so ersetzt werden durch die Genderideologie, daß die Frau nur ein soziales Konstrukt der patrichachalistischen Gesellschaft sei, das nun zu dekonstruieren sei, damit die Frau von ihrem Frausein erlöst werde. 
Der Zeitgeist widerspricht so vehement der Hl. Schrift, die vom Heiligen Geist selbst inspiriert und darum wahr ist und der Lehre der Kirche, die in der Kraft des Heiligen Geistes lehrt. Wie kann da gemeint werden, daß der Zeitgeist und der Hl. Geist eins sind, daß der Heilige Geist so wirr ist, daß er heute verneint, was er gestern als wahr offenbart hat? Das ist unmöglich. 
Ergo: Nicht jeder Geist ist identisch mit dem Zeitgeist! Es gibt auch einen daimonischen Geist, der durch den Zeitgeist zu uns spricht. Der Hl. Geist ist nun klar daran erkennbar, daß er nie etwas als wahr offenbart, was der Hl. Schrift und der Lehre der Kirche widerspricht. Wer auf diesen daimonischen Zeitgeist hört, der stellt sich so in den Dienst des Antichrist.  

Donnerstag, 10. Januar 2019

Der Papst und das Freimaurertum: Hand in Hand als Brüder?

„Brüderlichkeit zwischen Menschen jeder Nation und Kultur.
Brüderlichkeit zwischen Menschen mit verschiedenen Ideen, die aber fähig sind, einander zu achten und zuzuhören.
Brüderlichkeit zwischen Menschen verschiedener Religionen. […] Unsere Verschiedenheit schadet uns also nicht, sie bedeutet keine Gefahr; sie ist vielmehr ein Reichtum. Es ist wie bei einem Künstler, der ein Mosaik gestalten will: Es ist besser, Steine mit vielen Farben zur Verfügung zu haben, als nur mit wenigen Farben zu arbeiten!
Das sei die Weihnachtsbotschaft, nach Papst Franziskus. Katholisch info am 9.Jänner 2019. Sie kam an. „Alle Freimaurer der Welt schließen sich diesem Aufruf von Papst Franziskus für eine ‚Brüderlichkeit zwischen Menschen verschiedener Religionen‘ an“, verkündete die Großloge von Spanien-Spanischer Großorient 1889 auf ihrer Internetseite El Oriente." Kath info am 9.Jänner 2019.
John Lennon sang das so, dem Freimaurertum wohl etwas wohlgefälliger: Imagine
Stell dir vor, es gibt kein Himmelreich,
Es ist ganz einfach, wenn du's nur versuchst.
Keine Hölle unter uns,
Über uns nur der Himmel.

Stell dir vor all die Menschen
Leben nur für den Tag.

Stell dir vor, es gäbe keine Länder,
Das ist nicht so schwer.
Nichts, wofür es sich zu töten oder sterben lohnt.
Und auch keine Religion.

Stell dir vor, all die Leute
Lebten ihr Leben in Frieden.
Yoohoo-Ooh

          Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer,
         Aber, ich bin nicht der Einzige!
         Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein,
         Und die ganze Welt wird eine Einheit.

          Stell dir vor, es gäbe keinen Besitz mehr.
          Ich frage mich, ob du das kannst.
          Keinen Grund für Habgier oder Hunger,
          Eine Menschheit in Brüderlichkeit.

          Stell dir vor, all die Menschen,
          teilen sich die Welt

          Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer,
         Aber, ich bin nicht der Einzige
         Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein,
         Und die ganze Welt wird eine Einheit.

zitiert nach der Übersetzung:




Eine Menschheit in Brüderlichkeit, das darf wohl seit der Französischen Revolution als das Ziel des Freimaurertumes angesehen werden.Der Text des Liedes "Imagine" bringt dabei deutlich die antichristliche Intention der Verbrüderungsideologie zum Ausdruck: Erst wenn es keine Religion mehr gibt, kann diese Verbrüderlichung Wirklichkeit werden. Auch sollen die Völker abgeschafft werden, es soll keine Länder mehr geben. Damit sind Heimatländer gemeint. Politisch korrekt, daß jede Liebe zur Heimat als Patriotismus und Nationalismus zu perhorreszieren ist.


Aber wie verhält sich dazu der päpstliche Aufruf zur Brüderlichkeit?Wenn er etwas ganz anderes meinte als die Freimarerutopie des Liedes: "Imagine", warum sind dann die spanischen Freimaurer so enthusiasmiert? Ja, sie applaudieren gar im Namen der ganzen weltweiten Freimaurerei. Das Gemeinsame und die Differenz kann so bestimmt werden: Die verschiedenen Religionen sind ein Hindernis für die universalistische Verbrüderung, weil durch die Unterscheidung von der wahren zu den unwahren Religionen eine Verbrüderung verunmöglicht wird. Wie sollte sich auch das Wahre mit dem Unwahren verbrüdern. 


John Lennon weiß noch genau, warum die Verschiedenheit der Religionen ein Problem ist: Weil es die Vorstellung von Himmel und Hölle gibt und weil die Religionen sagen, daß nur durch die wahre, und nicht durch die unwahren der Himmel erreichbar wird. Die radicale Lösung lautet nun: Der Verzicht auf die Vorstellung von Himmel und Hölle und somit auf jede Religion, die den rechten Weg zum ewigen Leben weist.


Die gemäßigte Lösung: Daß alle Religionen gleich wahr seien, daß alle Wege in den Himmel seien, sodaß die verschiedenen Religionen nur noch eine schöne Vielfalt der einen  Wahrheit sind. Und so könnten sie brüderlich miteinander leben. Die Vergleichgültigung der Religionen ist so die päpstliche Alternative zur Abschaffung der Religionen. Das Ziel ist dabei das Selbe: Die Einheitswelt, in der alles Differente als gleichgültig untergehen soll. Auch die nationalen Kulturen sollen so untergehen in dem großen Einerlei der Vergleichgültigung. Darum engagiert sich der Papst wie das Freimaurertum auch so energisch für die "Flüchtlinge" und den Migrationspakt, um die Masseneinwanderung von Fremden nach Europa und den USA zu fördern, damit sich auch die westliche Kultur auflöst durch den Multikulturalismus.


Die Katholische Kirche hat dagegen in aller Klarheit im Freimaurertum den  Feind der Katholischen Kirche erkannt. Und jetzt applaudiert der Feind enthusiasmiert Papst Franziskus. Das ist das schlimmste Lob, das einem Papst widerfahren kann.  





Zusatz: 


Die Katholische Religion für gleichgültg zu erklären, ist wohl die effekivste Weise, sie zu bekämpfen.






Mittwoch, 9. Januar 2019

Schock: Vertrauen in Papst sank in nur einem Jahr um 20 Prozent

"Forsa-Umfrage: Nur noch 18 Prozent der Deutschen vertrauen der Katholischen Kirche, 9 Prozent weniger als noch im Vorjahr.." 
"Aktuell gaben nur noch 34 Prozent der repräsentativ Befragten an, dass sie Papst Franziskus vertrauen. Damit liegt der Papst hinter der Evangelischen Kirche (38 Prozent), hinter den Gewerkschaften (46 Prozent) und sogar hinter der Presse (41 Prozent – die Presse legte gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent zu)"  So meldet es kath  net am 8.Jänner 2019. 
Der Medienstar Papst Franziskus stürzt also ab- 20 Prozent Vertrauen verlor er. Joachim Kardinal Meisner sagte zur Lage der Kirche in Deutschland: "Wir stehen als (katholische) Kirche in  Deutschland in der Gefahr, uns selbst überflüssig zu machen, indem wir unser Proprium verlieren, das heißt unser Ureigenes: Unsere Identität.Wenn die Kirche zur Welt geworden ist,hat sie der realen Welt nichts mehr zu sagen.Die Kirche ist dann keine Alternative zur Welt".  Zitiert nach:Der Fels Januar 2019, Gehört das Christentum in 20 Jahren noch zu Deutschland?, S.13. 
Auf den ersten Blick haben die Ergebnisse der Forsa-Umfrage und diese Äußerung Kardinal Meisners nichts miteinander zu tuen. Und doch existiert zwischen beiden ein Zusammenhang: Die Kirche, die ihr Proprium aufgibt und sich als linksmoralische NGO inzeniert und der Verlust ihrer Glaubwürdigkeit, weil sie selbst diesen linksmoralischen Ansprüchen nicht genügt, das Beides gehört zusammen. Die Wahrheit der Katholischen Kirche, das ist die offenbarte und in ihr offenbare Wahrheit Gottes kann nicht an Glaubwürdigkeit verlieren, weil Glieder der Kirche sündigen, auch wenn dies so spektakuläre Sünden wie die des sexuellen Mißbrauches sind. 
Wenn aber die Kirche nur noch organisierte Moralität sein will, eine Institution des Humanitarismus, der Weltbeglückung durch das Gutmenschentum, dann müssen die sexuellen Übergriffshandungen gerade von Priestern begangen, das Ansehen der Kirche ruinieren. Die Selbstmoralisierung der Kirche,  daß sie unter Aufgabe ihres Propriumes nur noch eine Moralanstalt sein will, das macht sie so anfällig für jede Kritik, die feststellt, daß es in der Kirche gar nicht so moralisch zugeht, daß die Moralprediger selbst wider die Moral leben.

Dienstag, 8. Januar 2019

Wenn Frauen sich falsch entscheiden! Oder: Wem gehört die Frau?


"Frauen investieren viel Zeit und Geld in ihre Ausbildung. Doch kaum sind die Kinder da, ziehen sich viele in die Teilzeit zurück." Nicht nur die FAZ ist ob solchen Fehlverhaltens entsetzt. (7.Jänner 2019). Nun gehört das Selbstbestimmungsrecht der Frau zwar zu den Lieblingsparolen von der TAZ bis zur FAZ, aber was, wenn nun Frauen ihr Selbstbestimmungsrecht mißbrauchen, indem sie dem Familienleben den Vorzug geben und nur noch Teilzeit arbeiten wollen? 
Eine Horrormeldung der FAZ: "Frauen in Deutschland wollen nicht voll berufstätig sein. Zumindest die Hälfte von ihnen nicht. In der Altersklasse von 30 bis 54 Jahren arbeitet derzeit jede zweite Frau in Teilzeit. Und sie ist damit offenbar sehr zufrieden. Ein Großteil dieser Teilzeitfrauen will daran auch bis zur Rente nichts ändern. Mehr noch: Auch die vollzeitbeschäftigten Frauen sind auf dem Rückzug. Knapp die Hälfte von ihnen würde ihre Arbeitszeit am liebsten um durchschnittlich neun Stunden reduzieren." 
Nun wissen wir doch, daß der Mensch, der Mann wie auch die Frau für die Wirtschaft da ist. Wie können sich da so viele Frauen einfach teilweise, manche ganz dem Erwerbsleben entziehen, um Familienmutter zu sein, die nebenbei dann nur erwerbstätig ist? Die totale Mobilmachung für die Ökonomie erlaubt es einfach nicht, daß es noch Teilzeit- oder Ganztagsmütter geben darf. Das Ziel ist klar, daß die Frau ganz auf ein Familienleben zu verzichten hat, um unlimitiert ganz der Wirtschaft zur Verfügung zu stehen.
Die Bolschewisten unter ihrem Revoluionsführer Lenin träumten auch schon davon, die Frau ganz von der Familie zu emanzipieren, damit sie nur noch für die Arbeit lebe. Dazu sollte die Kindererziehung total verstaatlicht werden, ja es sollten gar Wohnungen ohne Küchen gebaut werden, weil so die Frau von dieser Hausarbeit befreit werden sollte. Das Kantinenessen sollte dann zur Pflicht werden! Und Lenin erlaubte den Frauen das Töten ihrer Kinder im eigenen Mutterleibe, damit sie durch eigene Kinder nicht vom Arbeiten abgehalten werden. Aber diese frauenfeindliche Politik korrigierte dann Stalin schon in den 30er Jahren, weil er begriff, daß auch der Sozialismus nicht ohne ein intaktes Familieleben aufbaubar ist. Die Familienförderung stand plötzlich auf der Tagesordnung dieses Kommunisten ganz oben. 
Ganz anders sieht es da in der westlichen Welt aus: Hier gilt die Familie als Hindernis für die Weiterentwickelung des sich globalisierenden Kapitalismus. Anders gesagt: Der Kapitalismus entbürgerlicht das Leben der Menschen, weil die bürgerliche Kultur in ihrer Zentrierung auf das Familienleben dysfunktional ist. Ein einfacher Gedanke steht wohl hier im Zentrum. Karl Marx meinte noch, daß der Mindestlohn für einen Arbeiter so hoch sein müsse, daß davon eine Familie ernährt werden kann, damit die Kinder in der Familie die Arbeitskräfte von morgen bilden. Wenn nun Mann und Frau beide Vollzeit arbeiten,könnte der Lohn so sinken, daß nun erst durch beide Gehälter die Familie finanzierbar wird. Dann entstehen als Kollateralschaden zwar hohe finanzielle Aufwendungen für eine Totalbetreuung der Kinder durch den Staat, die durch Steuern aufzubringen sind. Eine kluge unternehmensorientierte Steuerpolitik hat dann aber dafür zu sorgen, daß die Arbeitnehmer dann die Hauptlast der Steuern zu tragen haben, was zwar die Unternehmer entlastet, aber sie andererseits dazu nötigt, so viel an Gehalt zu zahlen, daß die Arbeitnehmer die erhöhten Steuern bezahlen können. Offensichtlich rechnet sich das für die Wirtschaft, auch wenn die Ideallösung die wäre, daß die Frauen in Europa und Amerika ganz auf eigene Kinder verzichten und stattdessen Arbeitskräfte aus der 3.Welt importiert werden könnten, sodaß für die Ausbildung dieser Arbeitskräfte das jeweilige Heimatland aufkommt, das dann seine Staatsbürger zum Export in die westliche Welt freigibt  als (Wirtschafts)Flüchtlinge. 
Hauptsache aber: Die Globalisierung des Kapitalismus  verträgt sich nicht mit dem Konzept der bürgerlichen Familie. Mann und Frau sollen eben nur noch als Funktion der Wirtschaft angesehen werden und da darf eben die Frau nicht,statt, uneingeschränkt als Arbeitskraft zur Verfügung zu stehen sich lieber ihrem Familienleben widmen, gar eigene Kinder und das Leben mit ihnen für wichtiger zu erachten als die Karriere im Beruf, wenn die auch nur darin besteht, von der Putzfrau zur Raumkosmetikerin aufzusteigen.        

Montag, 7. Januar 2019

Ein Stimmungsbild der Kirche 2.Versuch

Womit könnte die Stimmung der Katholischen Kirche -wohl nicht nur im deutschsprachigen Raume- verglichen werden? Eine Weingaststätte: Der Kellner schenkt gerade aus der Tetrapacktüte, 1,5 Liter Inhalt den Rotwein in einen seiner Plastikbecher, trinkt ihn selbst aus. "Wein kommt einfach nicht mehr bei den Kunden an! Früher- aber jetzt sind eben die Zeiten des Weintrinkens vorbei."
Im Keller des Weinlokales lagern nun noch die vollen Weinfässer, erlesendster Qualität, staubbeschichtet. "Ja, diesen alten Wein kann ich doch Niemanden mehr offerieren! Neues ist gefragt.
Zudem müßte ich da ja erst den Wein in Flaschen abfüllen und dann gar noch wie früher in Weingläsern kredenzen. Welch ein unzeitgemäßer Aufwand, wenn es doch den Tetrapackvino und die dazu gehörigen Einmalgebrauchsbecher gibt- nie mehr abwaschen!" So klagt der Kellner fast ohne Gäste: "Aber die Leute gehen halt lieber ins Bierlokal nebenan."
Was hat das mit der Katholischen Kirche zu tuen? Viel, sehr viel, weil es ein Bild der nachkonziliaren Kirche ist: Die katholische Tradition ruht in den Kellerarchiven der Kirche, und die Kirche bietet ihren Gläubigen und der Welt nur noch "Katholisches"in der Qualität von Tetrapackwein an, sich wundernd, daß ihr Softchristentum,  mit viel Wasser verdünnt, nicht ankommt! Aber die Wahrheit, im Keller abgelagert, die läßt sie da verstauben, da sie nicht mehr zeitgemäß sei.  

Zusatz:
Ist die Differenz zwischen der alten Liturgie und der nachkonziliaren Reformliturgie nicht wirklich mit der zwischen dem Trinken des Weines aus Weingläsern zum Trinken aus Plastikbechern vergleichbar? Und dann wird nur noch Fuselwein ausgeschenkt. Qualität- was für eine altmodische Vorstellung, so antiquiert wie die Frage: Wie sieht die von Gott gewünschte Liturgie der Kirche aus?

Sonntag, 6. Januar 2019

Zum Untergang der Völker Europas

«Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden, jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass, dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.»  Miloš Zeman, dem sozialdemokratisch tschechischen Ex-Präsidenten. Zitiert nach:

Wohl dem Lande, das so einen guten Präsidenten hat. Daß dies gar ein Sozialdemokrat sagt, verblüfft nun noch mehr, gilt doch seit Bismarck die Sozialdemokratie als eine politische Parteienrichtung, der Liebe zum eigenen Volke, jeder Patriotismus fern liegt. 
Aber stimmt es denn wirklich, daß die Eurokraten mit ihrem Willen zur Auflösung der Völker Europas "Idioten"sind? Sind denn nicht Völker, politisch souverän in Nationalstaaten organisiert, Hindernisse für den sich globalisierenden Kapitalismus mit seinem Ziele eines einzigen freien Weltmarktes? Die Massenproduktion erheischt eben als Ideal den Massenmenschkonsumenten und das ist eben einer, jeder nationalen Kultur ledige ganz ungebundene Konsument. Der Massenmensch soll idealerweise überall auf der Welt, wo er eine Arbeit findet, sich auch heimisch fühlen können, weil er realiter heimatlos ist. Die Entheimatung des Einzelnen, sodaß er zum nomadischen Weltbürger umgeformt werden kann, um dieses Zieles willen sollen nun erstmal die Völker Europas aufgelöst werden durch den Massenimport durch "Flüchtlinge" und "Asylanten".  Das ist keine Idiotie, sondern Hardcore-Liberalimus, an dem die Völker zu grundegehen sollen. (Möller van den Bruck)  
Der Französische Präsident formuliert so erfrischend eindeutig seine antifranzösische antinationale Politik:"Macron hat schon mehrfach die französische Identität, Nationalität, ja sogar die französische Kultur als solche verneint und sie als europäische bezeichnet. Diese Ideen will er umsetzen. Er ist stolz, dass er zum »kulturellen Wandel« in Europa beiträgt. Heißt dieser Wandel Selbstverleugnung?"  Freie Welt am 3.1.2019. Es ist der Wandel zum identitätslosen Massenmenschen, leicht regierbar und gut funktionierend für den globalisierten Kapitalismus.  

Samstag, 5. Januar 2019

Ein Stimmungsbild der Kirche 1.Versuch

Womit könnte die Stimmung der Katholischen Kirche -wohl nicht nur im deutschsprachigen Raume- verglichen werden? Mit einer Fußallmannschaft, 0:3 zurückliegend in der 60.Spielminute. Es wäre noch ausreichend Zeit, um sich wenigstens ein Unentschieden herauszuerkämpfen, aber der Kommentator: "Die Mannschaft hat sich aufgegeben, sie glaubt nicht mehr an ihre Möglichkeiten. Die Beine sind bleischwer geworden, es wird nicht mehr hineingegangen in die Zweikämpfe,sie spielt nur noch ihr Pflichtpensum herunter."
Ist das nicht auch die Stimmung in der Kirche? Nur, daß hier das Schwarze-Peter-Spiel gespielt wird: Die Liberalen schieben die Schuld den Conserativen zu, die den Modernisten, die einen dem Papst, die Anderen den Papstkritikern, die Laien den Klerikern, die der bösen  Welt und so ist irgendwie jeder schuld, nur nie der Kritisierende. Aber so routiniert auch die Schuldzuweisungen abgesondert werden, es fehlt das Pathos, daß, wenn das oder dies getan würde, es noch mal aufwärts gehen könnte mit der Kirche. So erschöpft sich das Repertoire der Kirchenreformer ja auf  die simple Forderung  nach der Protestantisierung der Katholischen Kirche- nur um die steht es ja noch ärger, die liegt, um im Bilde zu bleiben, schon 0:6  zurück. Der Schwarze Peter wird so die Kirchbänke  hindurch hin- und hergeschoben, wie den Ball die 0:3 zurückliegende Mannschaft es tut, ohne eine Hoffnung noch auf eine Resultatsverbesserung. 
Das große Opus Oswald Spenglers, "Untergang  des Abendlandes" haben die wenigsten gelesen, aber vom eigenen Untergehen scheint die Kirche selbst überzeugt zu sein.   

Freitag, 4. Januar 2019

"Als das Wünschen noch geholfen hat" Säkularisiertes Leben?

Wir wünschen einander "ein gutes neues Jahr", manchmal auch "Gesundheit" oder "viel Glück". Nur, was bedeutet denn dabei das Verb: "wünschen". Slavoj Zizek schreibt dazu: ">Kultur< ist der Name für all diese Dinge, die wir praktizieren, ohne tatsächlich an sie zu glauben."  Zizek, Lacan.Eine Einführung, 2006, S.45.  Ist unser Wünschen also so eine kulturelle glaubenslose Aktivität?  Wünschen meint ja, wie das Segnen, daß durch das Wünschen das Gewünschte dem Bewünschten auch geschehen wird, so wie das Verfluchen den Verfluchten auch wirklich verflucht. Ist das nun ein Glaube an die Kraft der Sprache, daß das Aussprechen von Wünschen wie das Verfluchen das bewirkt, was  gesagt wird? 
Vertraut ist uns die elterliche Mahnung, fluche nicht! Ja, in dieser Mahnung klingt die archaische Vorstellung noch mit, daß das Verfluchen wirklich etwas bewirkt, nämlich wirklich, daß das Verdluchte so verflucht wird. Darum: Fluche nicht! im Sinne von: verfluchen. Der moderne Mensch glaubt an soetwas natürlich nicht mehr, dazu ist er viel zu aufgeklärt.  
Zizek erzählt folgende Begebenheit. Es besuchte wer Herrn Bohr und als der Besucher  ein Hufeisen über dessen Tür sah, bekannte er, daß er nicht den Aberglauben teile, daß dies Hufeisen Glück brächte. Herr Bohr respondierte: "Ich glaube auch nicht daran; es hängt nur dort, weil man mir gesagt hat, es funktioniere auch, wenn man nicht daran glaubt." (S.45) Wünschen und Fluchen wir etwa auch so? Meinen wir, daß unser Wünschen helfen wird, auch wenn wir selbst nicht glauben, daß es helfen wird? 
Ist die Kultur soetwas Verwickeltes?Wenn die Kultur säkularisierter Gottesdienstkult ist, dann könnte gesagt werden, daß kultische Praktiken zu kulturellen werden, wenn sie praktiziert werden, ohne daß an sie noch geglaubt wird. Daß also das Wünschen und das Verfluchen ursprünglich kultische Handlungen waren, die wir jetzt nur noch säkularisiert vollziehen. 
Aber wie begründet sich dann die heute noch antreffbare Abneigung gegen das Verfluchen? Ist das wirklich nur eine Moralvorschrift, daß niemandem Schlechtes gewünscht werden darf, weil das unmoralisch ist? Oder ist da noch ein Restglaube lebendig, subkutan, der doch noch mit der Möglichkeit rechnet, daß eine Verfluchung etwas Negatives bewirken könnte?
Vielleicht macht das auch den besonderen Reiß des Romanes: "Hilfe aus dem Totenreich" von Mary  Cotten aus, dies Spiel mit der Möglichkeit einer Realität des Fluches:
Sam: "Damals,als Angela und Ian heirateten, verfluchte ich sie an ihrem Hochzeitstag vor gekränktem Stolz." [...]"Ich kann dich verstehen, Sam, deine Gefühle und auch deine Verzweiflung"  [... ]"Doch niemals hättest du dich dazu hinreißen lassen dürfen, die Familie..." " ...zu verfluchen, unterbrach er sie gequält. "Glaubst du nicht selbst, ich hätte mir das nicht auch schon hundertmal vorgeworfen? Doch es ist ausgesprochen, und all meine Bitten an ein gütiges Schicksal oder wen auch immer sind unerhört verhallt."
"Du glaubst also, daß der Fluch, den du ausgesprochen hast, auf deine eigene Familie zurückgefallen ist."   (S.38) 
Eigentümlich, vieles, was für die Aufklärung tumper Aberglaube ist, subkutan sind Reste davon noch in unserem Alltagsleben präsent, daß wir Glück wünschen und das Verfluchen  meiden, ja eine Scheu vor Flüchen empfinden. In der so viel geschmähten Trivialliteratur  meldet dann erstaunlicher Weise dies Verdrängte  sich wieder zurück, mit einem Vielleicht vorangesetzt, daß doch was dran sein könnte, aber so erreicht es dann den Lesenden, der in eine abergläubige Welt so entführt wird, in der er sich doch befremdlicher Weise zuhause fühlt und mit Begeisterung sich in diese Welt weiter hineinliest. Ob der Mensch wohl aufklärerisch denken , aber nicht in dem Lichte der Aufklärung leben kann oder will?

Donnerstag, 3. Januar 2019

Kardinal Marx: Müssen Kirchenlehre weiterentwickeln Zeitgeist könne hilfreich sein

Selten gelingt es katholisch de (31. 12. 2018) so gut, den Gehalt eines ganzen Artikels in einer Überschrift so treffend zusammen zu fassen. Kardinal Marx erklärt:  "Zu einer wahren Erneuerung gehöre auch der Blick auf den Zeitgeist, denn die Tradition der Kirche sei nichts Abgeschlossenes."  Der Zeitgeist wird so neben der hl. Schrift, der Tradition und dem Lehramt der Kirche zur Quelle der Katholischen Theologie. Nun wird schwerlich behauptet werden können, daß die Kirche vordem nie auch dem gerade herrschenden Zeitgeist nie Tribut gezollt hat, aber Kardinal Marx darf sich sicher rühmen, der erste Kardinal zu sein, für den im Zeitgeist ein für die Kirche normativer Geist spricht. 
Das Reich der Geister war und ist für die Kirche immer ein gefährliches Reich gewesen, denn nicht jeder Geist, der zu uns spricht, ist der Hl. Geist. Machtvolle Geister können gerade auch daimonische sein. Aber Kardinal Marx sieht da klar. Der Rechtspopularismus  ist  natürlich etwas, auf den die Kirche nicht hören darf; ganz anders hat sich die Kirche aber dem herrschenden Zeitgeist gegenüber zu verhalten, der in postmodernen Gesellschaften nicht mehr das Gerede auf Marktplätzen und Biertischstammtischen ist- das wäre popularistisch- sondern die veröffentlichte Meinung in den maßgebenden Medien ist. Darunter fallen aber nicht die nicht hinreichend der (Selbst)Zensur unterworfenen neuen sozialen Medien, sondern nur die Stimme der politisch korrekten Medien von FAZ bis TAZ. 
Diese Stimme ist also die neue Offenbarungsquelle, durch die Kirche ihre Theologie  weiter zu entwickeln habe- das Quasilehramt der politisch korrekten Medien. Ein großer Theologe beschränkt sich nicht einfach darauf, die Anbiederung an den herrschenden Zeitgeist opportunistisch kalkulierend zu vollziehen, er erfindet dazu auch noch eine theologische Legitimierung. Nur, worin besteht sie? Warum muß die Kirche in dem Zeitgeist eine Stimme wahrnehmen, auf die sie zu hören hat? Soll dieser Kardinal etwa meinen, daß der aktuell vorherrschende Zeitgeist selbst zur lebendigen Tradition der Kirche gehört, die so die bisherige Tradition ergänzt ? Aber der Zeitgeist gehörte nie zur Tradition der Kirche, es sei denn die Kirche selbst hätte den Zeitgeist geformt. Kardinal  Marx fordert ja aber ein Hören auf einen Geist außerhalb der Kirche, ja auf Medien, die bewußt antikatholisch ausgerichtet sind. Fragen wir nun nach den Gehalten des Zeitgeistes, die die Kirche zu rezipieren hätte, dann reicht uns dazu ein Blick in die antikatholische Vereinigung: "Wir sind Kirche", die sicher die Avantgardorganisation der Unterwerfung unter den herrschenden Zeitgeist ist. Vergleiche dazu meine kritische Analyse dieses Vereines in: "Der zensierte Gott".
De facto bedeutet bei Kardinal Marx die Weiterentwickelung der Theologie ihre Abwickelung durch ihre Ersetzung durch die Demoskopie: Was wollt ihr hören? Nur darf das nicht zu demokratisch gedacht werden, denn  wenn die Vox Populi nicht politisch korrekt ertönt, muß sie ignoriert werden. Auf die Stimme der Jugend der Jungendysnode konnte der Papst und die Bischöfe ja unbekümmert  hören, weil hier  nur Gutmenschjugndliche sich zu Wort meldeten.
Grundsätzlicher gesagt: Der herrschende Zeitgeist ist nicht einfach identisch mit der Mehrheitsmeinung eines Volkes- das ist nur die Zielvorgabe des Zeitgeistes, die Meinung des Volkes zu werden. Dafür arbeiten ja die seriösen Medien in ihrer volkspädagogischen Intention, aber sie sind nicht immer erfolgreich gerade in Zeiten defizitärer Zensur, auch wenn facebook hier sich aus Sicht der Herrschenden schon gebessert hat. Der Zeitgeist, auf den Kardinal Marx die Kirche hören lassen will, ist so das direkte Gegenstück zu jedem (Rechts)popularismus sondern meint, daß auf die Ideologie der Herrschenden zu hören ist, auf den Linksliberalismus  als der Ideologie des sich globalisierenden Kapitalismus.          

Mittwoch, 2. Januar 2019

Multikulti= ein liberales Projekt?

"in unserem Zeitalter des globalen Kapitalismus und seines ideologischen Supplements,des liberal-demokratischen Multikulturalismus"-so charaktrisiert Slavoj Zizek, "Die Tücke des Subjekts" in der Einleitung unsere heutige Zeit. (2001, S.11).Diese Charakterisierung muß irritieren, denn linke Kritiker des sich globalisierenden Kapitalismus sind in der Regel Apologeten der Ideologie des Multikulturalismus und Kritiker von Multikuli kritisieren nicht den Kapitalismus. So erweist sich auch hier wieder einmal Zizek als Querdenker höchsten Niveaus. 
Dem sich globalisierenden Kapialismus ist eine ihm eigene Ideologie zugeordnet, die des Multikulturalismus. Ernst Niekisch erklärte schon 1935 in  seinem Werk:"Die dritte imperiale Figur, daß die Weltanschauung des Bürgers, des Subjektes des Kapitalismus der Liberalismus sei,nämlich, daß die ganze Welt als Absatzmarkt zu organisieren sei, ja, daß der Zweck der Welt das Profitmachen sei. ( Siehe  dazu das Kapitel: "Die liberale Versuchung" ) Damit ist schon das Projekt der Globalisierung angedacht und müßte nur noch ergänzt werden durch die Vorstellung der ganzen Welt als ein einziger Warenmarkt und Produktionsort. Wird in diesen globalisierten Warenmarkt nun die Ware Arbeitskraft eingezeichnet, dann ergibt das das Idealbild der Arbeitskraft, die sich auf dem einen gloalisierten Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt. Das ist dann der Kern der Multikultiiologie, daß die Arbeitskräfte nicht mehr an einen nationalen Arbeitsmarkt eingebunden sind, sondern als Nomaden des globalisierten Kapitalismus von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle wandern.  
Das impliziert die Trennung der technischen Seite des Arbeitslebens von der den Arbeitsplatz umgebenden Kultur. Jeder kann überall auf der Welt arbeiten, weil- um es einfach zu formulieren- die Technik überall gleich funktioniert, die am jeweiligen Arbeitsplatz angewendet wird. Die Technik als universelle hat sich so von jeder Kultur emanzipiert. Es gibt nun mal nicht deutsch, russisch oder islamisch funktionierende Computer. Die Kultur der Arbeitskraft wird so gleichgültig für das Arbeitsleben. So kann jeder überall arbeiten, ohne sich die Kultur des Landes, in dem er arbeitet, anzueignen. Und da die vorherrschende Kommunikationsform im globalisierten Kapitalismus das Geld ist, alles ist überall mit Geld kaufbar, reicht der Besitz von Geld, um überall leben zu können.
Das ist der materielle Gehalt der Multikultiideologie.    
Möller van den Brucks Votum, am Liberalismus gehen die Völker zugrunde, beweist sich so gerade in unserer Zeit als bittere Wahrheit: Der Unternehmer, der weltweit Geschäfte macht und die Arbeitskraft, die sich weltweit auf dem einen Arbeitsmarkt anbietet.  

Corollarium 1
Nachdem nun die Katholische Kirche durch das Ende der Konstantnischen Epoche mit dem Ausgang des 1.Weltkrieges ihren Sitz im gesellschaftlichen Leben als Partner des Staates im Gegenüber zur Gesellschaft verloren hatte, versucht sie nun als konsequenter Unterstützer der Globalisierung sich in der neu sich gestaltenden Weltordnung  zu etablieren. 

Dienstag, 1. Januar 2019

Generalangriff auf die Katholische Kirche- eine Bischofsattacke

 Generalangriff auf die Katholische Kirche- eine Bischofsattacke

"Im Kern geht es auch um die Frage, ob wir eigenständige Gewissensentscheidungen von Menschen unterstützen und damit den Menschen zugestehen, mit Hilfe des Wortes Gottes und auch mit Hilfe seelsorglicher Begleitung zu eigenen Entscheidungen zu kommen - oder ob wir im letzten die Deutungshoheit beanspruchen, der sich die anderen Menschen dann einfügen." So greift Bischof Kohlgraf die Katholische Kirche an, er stellt ihre "Machtansprüche" in Frage, ja er greift sogar zu der Lieblingsparole aller Schismatiker und Härtker, daß die Kirche nicht gleichzustzen sei mit Jesus Christus.
Daß diese antikatholischen Ergüsse auf der quasi offiziellen Internetseite katholisch de der Deutschen Bischofskonferenz publiziert werden, erstaunt uns aber nicht. (30.12.2018)
Von zwei Seiten her wird hier der Angriff gegen die Katholische Kirche geführt. Die erste Kampfparole ist die der freien Gewissensentscheidung. Nicht mehr die Morallehre der Kirche sondern das individuelle Gewissen soll die höchste Entscheidungsinstanz darüber sein, was ich darf und was ich nicht darf. Damit wird die Lehre der Kirche entmachtet, indem sie nun nur noch ein Angebot für mögliche Handlungsoptionen ist. Die eigene Entscheidung, daraufhin sei auch die Morallehre der Kirche ausgerichtet.Einfacher gesagt: Die Kirche bietet in ihrem Bestellkatalog der Morallehre Verschiedenes an, woraus der Konsument das ihm Gefällige sich aussuchen kann oder er ordert eben woanders. Kreative Menschen erstellen sich dabei gar eine eigene Moral, ganz privat für sich. Der Erfolg: Jährlich werden in Deutschland circa 100.000 Menschen im  Mutterleibe getötet.Hier triumphiert die freie Gewissensentscheidung. 
Leider gibt es da immer noch Conservative, die tötungswilligen Müttern mit dem Machtanspruch der Kirche kommen, daß Abtreibung eine schwere Sünde sei. Diese wollen dann diese tötenwollenden Mütter dem Machtanspruch der Kirche unterordnen, daß sie nicht tuen dürfen, was ihnen ihr Gewissen erlaubt. Das sei ferne, denn die Kirche, wenn sie die Gewissensfreiheit endlich akzeptieren würde, müßte damit aufhören, Frauen so zu bevormunden. 
Wenn die Kirche etwas als für alle verbindliche Wahrheit lehrt, dann maßt sie sich etwas an, was ihr nicht zusteht. Um diese Entmachtung der Kirche, ihrer Kompetenz zur Wahrheitserkenntnis zu legitimieren, baut dieser Bischof nun die Antithese von Jesus Christus und die Kirche auf. Das ist die zweite Seite, von der her nun die Kirche attackiert wird. Das hat der Bischof von Luther gelernt, daß die Kirche so weit von Christus entfernt ist, daß Alles, was sie lehrt, unter dem Generalverdacht steht, nicht mehr mit den Anliegen Jesu Christi in Einklang zu stehen. So ist Jesus Christus nicht mehr das lebendige Haupt seiner Kirche, die Kirche wird so auch nicht mehr durch den Heiligen Geist geführt, sondern sie ist ein bloßes irrtumfähiges  Menschenwerk, sodaß ihre Lehren nicht letztverbinlich sein können. Das kann so nur noch das individuelle Gewissen sein. Damit wird das Offenbarsein der Offenbarung Jesu Christi in der Kirche verleugnet, um die Moral der Willkür des individuellen Gewissens zu unterwerfen.  100.000 im Mutterleibe jährlich getötete Kinder sind das Produkt dieser antikatholischen Gewissensmoral!   

Zusatz: 
Wie denn, wenn nicht durch Macht soll der Mensch vom Bösestuen abgehalten werden? Gedenke, o Mensch deiner letzten Dinge, und du wirst in Ewigkeit nicht sündigen. (Jesus Sirach, 7,40) In "Maria, meine Zuflucht und mein Trost", Michael Seitzl, 1919 findet sich dazu diese Erläuterung S.200f:"Wer würde wohl je sündigen, wenn er von dem Gedanken an den nahen Tod und das darauf folgende Gericht durchdrungen wäre! -Gedenke oft jenes schrecklichen Augenblickes, wo du vor dem göttlichen Richter erscheinen mußt, um Rechenschaft über dein ganzes Leben zu geben."