Dienstag, 19. Februar 2019

Katholische Bischöfe: Wehe dem, der Fenster und Türen seines Zuhauses verschließt

Katholische Bischöfe: Wehe dem, der Fenster und Türen seines Zuhauses verschließt.

"Donald Trump macht ernst: Um an zusätzliches Geld für den Bau einer Mauer zu Mexiko zu kommen, hat der US-Präsident den nationalen Notstand ausgerufen. Die Bischöfe zeigen sich über dieses Vorgehen besorgt – und berufen sich auf Papst Franziskus." So steht es geschrieben auf Katholisch de am 17.2.2019. Daß der amerikanische Präsident Donald Trump der Lieblingsfeind aller Gutmenschen aller Welt ist, ist eine unbestreitbare Tatsache, daß er so auch von Katholiken und Katholischen Bischöfen attackiert wird, verblüfft so auch Niemanden, zumal sich der Verdacht aufdrängt, daß dieser Präsident auch und gerade ob seines Engagements für den Lebensschutz verteufelt wird. 
Nun aber krönen die amerikanischen Bischöfe unter Führung von Papst Franziskus ihren Kampf gegen den verhaßten Präsidenten mit ihrer Mauerkriitk. Worum geht es? Wenn ich meine Wohnung verlasse, dann schließe ich die Türe ab und laß die Fenster nicht so weit offen stehen, daß jeder Beliebige in mein Daheim eindringen kann. Wer einen Urlaub plant, dem rät die Polizei insbesondere, sein Zuhaus abzuschließen, es so weit wie möglich einbruchssicher zu machen. So werden oft bei Beerdigungen die Adressen der Verstorbenen nicht mehr angezeigt, da geschickte Einbrecher sich darauf spezialisierten, in der Zeit der Beerdigung in das Trauerhaus einzubrechen in der Erwartung, daß Niemand dann da zugegen ist. Daß Menschen ihr Zuhause vor ungebetenen Eindringlingen schützen, gehört wohl zu den elementarsten menschlichen Verhaltensweisen.
Was für den Einzelnen seine Wohnung, für eine Familie ein Haus ist, daß ist für ein Volk sein Staat. Wohnungen, Häuser und Staaten gibt es nur, weil sie eine Differenz setzen zwischen Innen und Außen, daß das Innere durch eine Grenze abgesondert ist vom Außen und  daß es verschlossene, aber öffenbare Türen gibt, durch die dann auch Fremden, Gästen Einlaß gewährt werden kann.  
Aber genau das verurteilen nun amerikanische Bischöfe. Wenn es nach ihnen ginge, wären sie wirklich konsequent, müßte jeder Bürger Türen und Fenster seines Zuhauses offen stehen haben, damit jeder Beliebige in die Wohnung eindringen kann, um dann dort entweder alles ihm Gefallende zu entwenden, (getreu der Maxime, Eigentum  sei Diebstahl, deshalb dürfe jeder an einen Mangel Leidenden Besitzende berauben) oder aber -noch besser- sich als "neues" Familienmitglied und  Neubewohner aufnehmen zu lassen, um dann im Namen der Menschenrechte zum Mitbesitzer der Wohnung oder des Hauses zu werden, Kost und Logis selbstverständlich frei. Wer dagegen ungebetene Gäste per verschlossener Türe außer Hauses halten will, der handle unchristlich. Wenn dann noch diese ungebetenen Gäste das Zauberwort: "Asyl" oder "Armutsflüchtling" aussprechen, ist ihnen sofort ein roter Teppich auszurollen und alle Wünsche sind ihnen zu erfüllen.
Nur, glaubt irgendwer, daß diese Bischöfe auch nur eine Sekunde daran dächten, das selbst so zu praktizieren in ihrem Wohnhaus? Mitnichten, denn sie wollen ja nicht ihr eigens Daheim durch eine unbegrenzte Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen ruinieren, aber wenn es darum geht, den amerikanischen, den deutschen oder irgendeinen anderen Nationalstaat zu ruinieren, dann finden sie das ganz christlich.   
Warum das? Es geht um die Neue Weltordnung, in der es keine Nationalstaaten, keine Nationalkulturen mehr geben soll, sondern nur noch eine Einheitswelt mit Einheitsmenschen.              

Montag, 18. Februar 2019

Gott und das Böse: Ist Gott der Urgrund von Allem,so auch des Bösen?

Die Kirche habe die "ganz wichtige Aufgabe", deutlich zu machen, dass Gott ist und dass Gott im Grunde genommen der Urgrund von allem ist. " Mit dieser Aussage irritierte Kardinal Woelki einige Leser seines sonst doch erstaunlich katholisch ausgefallenen Votums zur Parole, daß wir eine neue Kirche bräuchten. Woelki kritisiert Mitbischöfe: 'Keine neue Kirche erfinden!' Kath net am 18.2.2019.Wenn Kardinal Woelki Gott als den Urgrund von allem verstehe, dann wäre er ja auch der Urgrund des Bösen- das darf nicht gesagt werden, wurde dann in Kommentaren dieser Internetseite publiziert. 
Hat nun dieser Kardinal statt einer neuen Kirche einen neuen Gott erfunden? Eine sehr einfache Lösung für diese Aussage böte sich an in der These, daß das Böse nichts sei, sondern nur ein Mangel an Sein. Alles, was ist, sei gut und das Böse sei nur ein Mangel an einem Gutsein. Aber wird dann ein Vertreter dieser These angefragt, ob er zu einer vergewaltigten Frau sagte, sie sei ein Opfer defizitärer Nächstenliebe, fällt diese These in sich zusammen. Der Teufel ist auch keinesfalls ein Wesen, daß sich durch sein Nichtgutsein auszeichnet. So kann das Böse nicht wegdiskutiert werden.
Genauso einfach fällt dann die Aussage aus, daß eben der sündigende Mensch allein bzw. verführt durch den Satan der Urheber allen Bösen sei. Sähe ich zu, wie eine Frau vergewaltigt wird, könnte ihr helfen, ja könnte die Vergewaltigung gar verhindern, täte das aber nicht, würde mir doch rechtens eine Mitschuld an diesem Verbrechen zugesprochen- und Gott könnte als Allmächtiger jedes Verbrechen verhindern. 
Zudem, bis jetzt ist ja noch völlig ungeklärt, was denn, wenn unter Alles auch das Böse zu subsumieren ist, das Böse überhaupt ist? Meint das nur das moralisch nicht zu Rechtfertigende, oder auch Naturkatastrophen, die Menschen töten, aber nicht moralisch beurteilbare Ereignisse sind, aber doch als Böse bezeichnet werden können, wenn darunter einfach das Lebensfeindliche und Lebesvernichtende  dieser Ereignisse zum Ausdruck gebracht werden soll. So war die Sintflut das gerechte Urteil Gottes über die sündigende Welt, aber es war für die vielen Sterbenden auch und gerade ein Übel, etwas Böses, das ihr Leben vernichtete. 
Seit der Aufklärung gibt es in der Gotteslehre die Tendenz, Gott auf den Gott der Moral zu reduzieren, der dann nur noch zuschaut- vom Himmel herab- ob denn auch die Menschen moralisch lebten, der aber auf jedes Regieren der Welt oder auch nur Einwirken verzichtet. Er ist nur noch ein moralischer Zuschauer. Wie anders fällt da das Gottesverständnis der Religionen und auch der Hl. Schrift aus! Er rettet die einen aus der Sintflut, aber viele tötet er durch sie. Er befreit sein Volk aus der ägyptischen Sklaverei  aber er tötet auch die Erstgeburt Ägyptens. Gott gibt den einen das ewige Leben, er verdammt aber auch andere in die ewige Hölle. 
Nun wird kein Christ das als ein unmoralisches Handeln Gottes bezeichnen wollen, weil Gott als heiliger immer auch ein gerechter Gott ist, daß aber Gottes ureigenstes Handeln Menschen Böses antut, im Sinne von Lebensfeindlichem und Lebenstötetenden, das kann auch nicht wegdiskutiert werden. Anders gesagt: Wenn die Welt fast nur noch negativ wahrgenommen wird, dann wird Gott, wenn er nur als die gute Liebe vorgestellt wird, zu einem weltlosen Gott und die Welt so gottlos. Dann kann Gott wohl noch als Schöpfer der Welt gedacht werden und vielleicht noch als endzeitlicher Erlöser, aber in unserer Welt ist er dann nur noch als moralischer Imperativ lebendig: Tuet doch endlich mal das Gute! (Vgl dazu auch mein Buch: Der zensierte Gott)     
   
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Sonntag, 17. Februar 2019

Irritationen: Naturbeherrschung und die göttliche Bestimmung des Menschen

Wird nach einem Spezificum der abendländischen Kultur gefragt, es müßte dann auch dieser Herrschaftsauftrag expliziert werden: "et replete terram, et subjicite eam"=und erfüllet die Erde, und machet sie euch unterthan, 1.Mose,1,28. Es liegt nun nahe, dies so zu verstehen, daß der Mensch, der Erde gegenüberstehend hier zur Unterwerfung der Erde durch Gott beauftragt wird. Das lateinische "subjicite" meint die Subjektivierung der Welt durch den Mensch als dem Subjekt, das der Erde gegenübersteht. Nicht erst das viel geschmähte: "Ich denke, also bin ich" Descartes setzte so aus sich heraus die Geschichte der Unterwerfung der Natur durch den Menschen. Es ist eben kein Zufall, daß das Abendland ob dieser religiösen Fundierung zu dem Ort des technischen Fortschrittes und noch gewichtiger des Fortschrittsglaubens wurde.
Ein Aspekt wird dabei aber leicht überlesen, daß der Mensch selbst einerseits als aus der Erde geschaffen zur Erde gehört und daß er andererseits als Seele, von Gott ihm eingehaucht, nichtirdisch ist: die materielle Welt, die Erde kann nicht aus sich heraus die Seele als rein Geistiges hervorbringen. Somit muß konsequenterweise der Mensch, insofern er körperlich-irdisch  ist, sich selbst auch zum Objekt seines Unterwerfens werden: Er subjektiviert sich selbst. 
Als erstes ist da an die Tugend der Selbstbeherrschung zu denken, aber damit erschöpft sich dieses Sichselbstunterwerfen nicht. Es fängt ganz unmerklich an, daß Menschen künstliche Zähne in ihrem Munde tragen, daß künstliche Hüften eingesetzt werden und dann auch künstliche Herzen, wo immer Defekte des natürlichen Körpers solche künstlichen Implantate verlangen zur Aufrechterhaltung der Gesundheit. 
Gibt es nun eine Grenze der Verkünstlichung des Menschen, daß eben nicht der ganze natürliche Körper durch einen Kunstkörper ersetzt werden darf, indem dann die menschliche Seele wohnte, wie einst im natürlichen Körper?Ein anderer Weg ist der der künstlichen Erzeugung und die Möglichkeit, schon pränatal eventuell gar in die DNA einzuwirken um entweder Erbkrankheiten vorzubeugen oder um nun doch den natürlichen Menschen zu "optimieren". Bisher war dies Optimieren nur etwas Äußerliches, wenn etwa die natürliche Seekraft durch Ferngläser oder Mikroskope verbessert wird, daß so das menschliche Auge sehen kann, was es rein natürlich nicht könnte  Wie nun aber, wenn dies Äußerliche zum Innerlichen des Menschen wird, daß er sich besser Implantate einsetzen ließe, so daß er besser  als allein mit den natürlichen Augen sehen könnte. 
Ist, um es abstrakter zu formulieren, der Mensch, der sich zum Cyborg umbildet, noch eine legitime Option im Rahmen dieses Unterwerfungsauftrages? Eines ist sicher: Unterwerfen meint nicht, was heutige Ökoconservative proklamieren, daß der Mensch die Natur so zu erhalten habe, wie sie ist. Gott hat dem Menschen eher eine große Baustelle vorgelegt mit dem Auftrage, nun daraus etwas dem Menschen Gemäßes zu machen, daß die Natur zu kultivieren ist. Das Gutsein der Natur ist dann die Gestaltbarkeit der Natur durch das Subjekt Mensch. Er kann die Natur subjektivieren, weil sie dazu erschaffen worden ist. 
Es drängt sich so der Eindruck auf, daß der Untergang  des Abendlandes auch sich in dem Mißtrauen gegnüber dem Willen und den Möglichkeiten der Unterwerfung der Natur manifestiert: Der postmoderne Mensch fängt an seiner Berufung zur Naturbeherrschung zu zweifeln.Ihm erscheint das als Willküranmaßung einer alles dominieren wollenden Subjektivität. Als Alternative bietet sich da die Vorstellung einer Reintegration des Menschen in die Natur an, daß er nur noch natürlich leben will und die Kultivierung der Natur, das ist seine Beherrschung als Irrweg perhorresziert. Aber so entseelt sich der Mensch in dem Willen,nur noch natürlich sein zu wollen. Als Seele ist er immer auch das ganz Andere der Natur gegenüber. So kann er nicht in ihr heimisch werden, ohne daß er die Natur für sich verkultiviert. Das ist die Subjektivierung der Erde durch den Menschen, die immer auch die Selbstkultivierung des Menschen inkludiert. Es ist aber eine offene Frage, wie sehr er sich selbst kultivieren will, ob es ihm gut täte, sich zu einer Cyborgexistenz zu kultivieren. Aber eine Tendenz zur Selbstcyborgisierung ist nicht verkennbar.
Verständlich wird diese Tendenz aber nur im Wissen um die dualistische Konzeption des Menschen als Seele-Leib- Wesen, dem so sein Leib selbst Objekt seines Beherrschen- und Gestaltenwollens wird. Dieser Dualismus setzt den Menschen erst als Gegenüber zur Welt, die er dann für sich gestalten will.          

Samstag, 16. Februar 2019

Der beste Kliaschutz: Kinder abschaffen!

Um den angeblich menschengemachten Klimawandel zu stoppen, empfehlen zwei Forscher eine äußerst perverse Strategie. Die Menschheit solle sich selbst ausrotten, so die krude Forderung der beiden CO2-Ideologen. Denn Kinder seien der größte Klimakiller und somit gehöre der Nachwuchs eingedämmt.


Weil immer mehr Bürger der Propaganda von Regierungen und Massenmedien erliegen, wonach der Mensch für eine Klimaerwärmung verantwortlich sei, werden auch die damit verbundenen „Lösungsvorschläge“ immer absurder. Zwei Forscher der Schwedischen Lund Universität haben nun die vermeintlich größten CO2-Sünder ausgemacht: Kinder. Sie haben richtig gelesen, unser Nachwuchs belastet das Klima angeblich massiv.

Deshalb stellten die beiden Klima-Ideologen unverblümt folgende These auf: Ein Kind weniger auf die Welt zu bringen, ist das Beste, was Menschen für die Umwelt tun können. Demnach „belasten“ Kinder das „Klimakonto“ der Eltern um durchschnittlich 58,6 Tonnen CO2 pro Jahr. Im Vergleich dazu sehen die 2,4 Tonnen Kohlenstoffdioxid, die ein durchschnittliches Auto pro Jahr produziert, geradezu lächerlich aus. Dabei seien Autos immerhin auf Platz zwei der angeblichen Klimakiller.

Normal denkende Menschen sind jedoch alarmiert. Weniger Kinder würden das Aussterben etwa von uns Deutschen noch weiter beschleunigen. Schon heute liegt die Geburtenrate in der Bundesrepublik laut Statistischem Bundesamt bei lediglich 1,57 Kindern. Bei einem Sprössling weniger würde ein Paar im Schnitt nur noch 0,57 Kinder bekommen und die Deutschen wären nach kurzer Zeit vollständig ausgestorben.

Doch genau das ist es offenbar, was die linksgrünen CO2-Ideologen fordern: Den Volkstod zugunsten des Klimas, aber natürlich nur in Europa und nicht etwa in Afrika, wo die Nachwuchsquoten um ein Vielfaches über den unsrigen liegen . Neben einer verminderten Reproduktionsquote verlangen die Klimatologen noch weitere Maßnahmen zur Einsparung von CO2, wie etwa auf ein Auto verzichten (2,4 Tonnen CO2-Einsparpotential pro Jahr), keine Fernflüge nutzen (1,6 Tonnen CO2-Einsparpotential pro transatlantischen Flug) und vegetarisch essen (0,8 Tonnen CO2-Einsparpotential pro Jahr).

Der Anteil von CO2 in der Erdatmosphäre liegt im Übrigen bei 0,03 Prozent. Lediglich ein Bruchteil davon wird vom Menschen in Umlauf gebracht. Allein deshalb ist es mittlerweile als schamlose Lüge entlarvt worden, dass wir durch unseren CO2-Ausstoß einen Einfluss auf das Klima hätten. Doch den menschenverachtenden Ideologen von schwarz bis grün ist jedes Mittel genehm, um ihre völkerfeindliche Agenda durchzusetzen. Da verwundert es auch nicht, dass die Jusos als Jugendorganisation der SPD die Abtreibung bis kurz vor der Geburt legalisieren wollen. Dient ja alles dem Schutz des Klimas…
(Aussendung Anonymousnews  15.2. 2019)

Freitag, 15. Februar 2019

Frauenverbände beten für gemeinsames Abendmahl

Läßt diese Überschrift auf Katholisch de am 12.2.2019 schon Schlimmstes erahnen, werden alle Negativerwartungen doch noch um Lichtjahre überboten:  In dem Aufruf appellieren die Organisationen, rund um den 1. März "für das gemeinsame Abendmahl und für eine gerechte Welt zu beten, in der alle Menschen mit am Tisch sitzen – unabhängig von ihrer Hautfarbe, Herkunft, Alter, sexueller Orientierung und Religion".

Die Unterstützer dieses ökumenischen Appelles:

Doris Hege, Vorsitzende, Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland K.D.ö.R (AMG) Lydia Ruisch, Vorsitzende, Bund alt-katholischer Frauen (baf) Katrin Brinkmann, Frauenseelsorge in den deutschen Diözesen e.V. Annette Grabosch, Sprecherin, Forum Frauen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland Michaela Labudda, Bundesvorsitzende, Bundesverband der Gemeindereferent/-innen Deutschlands e.V. Kommandeurin Marie Willermark, Territorialleiterin, Die Heilsarmee in Deutschland KdöRBenigna Carstens, Evangelische Brüderunität – Herrnhuter Brüdergemeine Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende, Evangelische Frauen in Deutschland e.V. Kerstin Pudelko-Chmel, im Namen der Vorsitzenden des Frauenwerkes der Evangelisch-methodistischen Kirche Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin, Katholischer Deutscher Frauenbund e.V. Mechthild Heil, Bundesvorsitzende, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

Was ist also das Abendmahl? Ein Tisch, um dem herum jeder Mensch, egal welcher Religion oder auch gar keiner angehört, sitzen darf. Die Abendmahlfeier ist also als multikulturelle Feier zu gestalten, die Niemanden ausgrenzt! Und sonst? Mehr ist das Abendmahl aus dieser ökumenischen Frauenperspektive nicht. Irgendwie wird diese Gemeinschaftstischfeier aber noch mit dem Appel nach dem Streben nach einer gerechten Welt zu tuen haben. Diese Erklärung ist auch vom größten Frauenverband der Katholischen Kirche, 450000 Mitglieder und 4000 Gruppen in den Pfarreien, dem größten Verband der Katholischen Kirche unterschrieben worden. Zu leicht machte Mann es sich wohl, dächte er nun an Paulus Rat, daß die Frau in der Gemeinde zu schweigen habe, denn dieser Aufruf fände sicher unter Männern dieser da beteiligten kirchenähnlichen Vereinigungen auch breite Zustimmung, auch unter Katholiken. Es sei nur an den Katholikentag erinnert, als ein Evangelischer mit einer Katholikin Verheirateter mit dem Argument, er zahle auch an die Katholische Kirche Steuern sein Recht auf die "Kekse" der Eucharistiefeier einforderte unter großem Beifall des Kirchentagspublikumes.

Dieser Aufruf zum "gemeinsamen" Abendmahl demonstriert eben nur aufs überdeutlichste, wie weit in Deutschland die christliche Religion schon verdunstet ist, daß selbst in christlichen Vereinigungen jedes Verständnis für dies Sakrament völlig verloren gegangen ist. Wo "Katholisch" draufsteht, ist oft fast nichts Katholisches mehr auffindbar- stattdessen weht hier nur noch der Zeitgeist, dem hier der Heilige Geist gewichen ist. Es gilt zwar der Katholischen Kirche die Verheißung, daß der Teufel sie nicht überwinden kann- nur diese Verheißung gilt nicht katholisch sich titulierenden Verbänden wie etwa Frauenverbänden oder dem BDKJ. Da ist wohl ein vollkommender Abfall vom katholischen Glauben eine reale Möglichkeit.
Merke: Der Teufel kämpft und er feiert in der heutigen Zeit viele Siege. Seit dem die Kirche nicht mehr am Ende jeder  hl Messe betet:
 "Heiliger Erzengel Michael, steh' uns bei im Kampf! Gegen die Bosheit und Nachstellungen des Teufels sei Du unser Schutz. 'Gott gebiete ihm!', so bitten wir flehentlich. Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen“. 
macht sie aber auch dem Teufel das Siegen leicht.      

Donnerstag, 14. Februar 2019

Triumphe einer Desinformationskampagne- die Täter der Mißbräuchsfälle unkenntlich machen!

„In einer Stellungnahme von Erzbischof Silvano Tomasi vor dem UN-Menschenrechtsrat am 22. September 2009 erklärte der Heilige Stuhl, dass die Mehrheit der katholischen Geistlichen, die einen Missbrauch verübt hatten, nicht als Pädophile gesehen werden sollen, sondern als Homosexuelle, die vom Sex mit jugendlichen Männern angezogen würden. Diese Stellungnahme hält fest, ‚dass es korrekter wäre, von Ephebophilie zu sprechen, einer homosexuellen Neigung mit Jugendlichen schlafen zu wollen. […] Von allen Priestern, die in die Missbrauchsfälle verwickelt waren, gehörten 80 bis 90 Prozent zu dieser sexuellen Orientierung, die zu sexuellen Aktivitäten mit Jungen im Alter von 11 bis 17 neigt.‚“ (nach Kath info 6.2.2019 zitiert9
So klar sprach die Katholische Kirche noch im Jahre 2019 über sexuelle Mißbräuche in der Kirche. Jetzt darf das nicht mehr wahr sein. "Unreife" Sexualität, Klerikalismus, die hierarische Struktur der Kirche, ja der Zölibat und die kirchliche Morallehre daß es Machtausübende in der Kirche gibt...,ja der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, um immer neue Tätergruppen und Ursachen zu kreieren, bloß um die Wahrheit zum Verschwinden zu bringen. Im Februar dieses Jahres wird gar  eine eigene Bischofskonferenz in Rom zum Thema der Mißbräuchsfälle inzeniert: Wehe dem. der da die Erklärung des Erzbischofes Tomasi zitierte. 
Die Homosexlobby hat ganze Arbeit geleistet, sodaß auch auf dieser  Konferenz die Tätergruppe verschwiegen wird.Stattdessen ist zu erwarten, daß modernistische Kreise ihre längst verstaubte Deformagenda der Kirche wieder herunterbeten werden: Abschaffung des Zölibates,die Einführung des Frauenpriestertumes, die Liberalisierung der Sexualmorallehre der Kirche und die Forderung der Demokratisierung der Kirche- also der x.te Aufguß des Destrutionsprogrammes der antikatholischen Vereinigung: "Wir sind Kirche". 
Der besondere Clou : Bischöfe werden fordern, daß Homosexuelle Priester werden können, daß sie nicht weiterhin "diskriminiert" werden dürfen!  
Geneigter Leser möge sich bitte einmal diese Antidiskriminierungskampagne vorstellen:
Alkoholtrinker werden permanent diskriminiert mit der durch nichts bewiesenen Behauptung, daß Alkohol am Steuer zu Unfällen führe. Unsere Antidis-kriminierungsforderung lautet deshalb: Jeder Fahrberechtigte darf mit soviel Alkohol wie er will, Auto fahren, er muß sich nur dazu verpflichten, unfallfrei zu fahren. Denn wie viele fahren alkoholisiert Auto, ohne Unfälle zu verursachen. Und wie viele nüchtern Fahrende verursachen Verkehrsunfälle! Also muß Schluß sein mit dieser Diskriminierung. Könnte diese Kampagne Erfolg haben?Ja, wenn es eine Alkoholinduustrielobby gäbe, die eine solche Kampagne durchführte! 

Mittwoch, 13. Februar 2019

Bündnis zwischen Papst und Islam? Verrät Franziskus die Katholische Kirche an den säkularen Humanismus?

Die "Freie Welt" berichtet am 8.Februar 2019 unter obiger Überschrift:  "Papst Franziskus unterzeichnete »Deklaration zur Geschwisterlichkeit aller Menschen« zusammen mit Moslems während seines Besuchs in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten."Schlimmstes läßt  dieser Titel erahnen. Und unsere Befürchtungen werden nicht enttäuscht:2 Zentralaussagen dieser "Deklaration":
1. Der Glaube lässt den Gläubigen im anderen einen Bruder sehen, den man unterstützt und liebt“, beginnt der Text.

 2. "Der wohl streitbarste Absatz des Dokumentes liest sich: „Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist der Ursprung, aus dem sich das Recht auf Bekenntnisfreiheit und auf die Freiheit, anders zu sein, ableitet." 

Gott selbst sei der Urheber der Pluralität der Religionen! Daraus ergäbe sich, daß jede Religion von Gott gewollt sei und daß sie so auch weiterhin existieren solle. (Daß Gott der Urheber der Rassen und Völker in ihrer jeweiligen Individualität ist und daß diese Vielfalt der  Völker zu bewahren es gilt gegen alle Globalisierungstendenzen, dem ist uneingeschränkt zuzustimmen.) Aber die Verschiedenheit der Religionen zu bejahen, das beedeutet, die ganze christliche Mission zu verurteilen. Nie hätten Missionare nach Germanien kommen dürfen, um dort unsere Vorfahren zu christianisieren, ja jede Heidenmission war dann wider Gottes Willen, denn diese Mission führte ja dazu, daß die Christianisierten ihre heidnische Religion aufgaben. 
Ja, angesichts der zu Zeiten Jesu Christi schon existierenden Religionen war die christliche völlig überflüssig, weil ja schon jeder in der damaligen sein Heil finden konnte. Die Kritik des Götzendienstes, daß da Götter verehrt würden, die gar keine sind, ist dann eine Empörung gegen Gottes Weisheit, die diese heidnischen Religionen erschuf und sie auch bewahren wollte.

Es darf dann auch nicht mehr zwischen der wahren und den unwahren Religionen distinguiert werden, ja auch nach der Wahrheit der jeweiligen Gotteserkenntnis nicht: Ist Gott trinitarisch oder monotheistisch, wie es die jüdische und islamische Religion lehrt oder gibt es viele Götter, wie es das Heidentum und der Hinduismus meinen? All diese Fragen sollen nicht mehr gestellt werden. volkstümlich einfach gesagt.. Dem Papst sind die Religionen Wurscht, denn auch Gott, oder den Göttern sind sie alle gleichgültig.

Kann ein Papst sich noch antichristlicher äußern? Aber worum geht es dem Papst? Offensichtlich will er eine große Verbrüderung aller Religionen mit dem Ziele, daß sie sich gemeinsam für die Humanisierung der Welt engagieren und um dieses Zieles willen die Religionen in ihren Differenzen für gleichgültig erklären. Das  Ziel der Humanisierung der Welt ist dabei als eines gedacht, das unabhängig von den Besonderheiten der jeweiligen Religion existiert  als eben rein humanitäres Ziel.Dr Glaube der verschiedenen Religionen reduziert sich dabei auf die Meinung, daß alle Menschen, weil sie Menschen sind, auch Brüder sind. Die Parole der Französischen Revolution blüht hier wieder auf:
"Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit". Damit diese Parole Wirklichkeit werden kann, sollen nun alle Religionen sich wechselseitig als gleichgültig erklären. Das ist der Tod aller Religionen im Geiste des Säkularismus, daß das, was der religiöse Mensch von Gott erwartete, er sich nun  selbst als (politische) Aufgabe stellt: ein rein irdisches Reich der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. 

Eine innere Unstimmigkeit bleibt aber in diesem Konzept: Einerseits betont es die Brüderlichkeit, daß alle Menschen eins sind, andererseits die Pluralität der Völker mit ihren Kulturen. Das Einheitsziel tendiert zur Auflösung der Differenzen um der Brüderlichkeit willen, während das Ideal der Pluralität genau die Differenzen betonen und bejahen will. "Willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein!"bezeichnet so die jeder Brüderlichkeit innewohnende Tendenz zur Gleichschaltung aller zu Einheitsbrüdern. Es sei an die vielen Getöteten der Französischen Revolution erinnert, eventuell 1 Million, die, weil sie nicht Brüder der Revolution der Gleichheit und Freiheit sein wollten, ermordet wurden: die Kehrseite jeder Verbrüderungsideologie.            


Dienstag, 12. Februar 2019

Der Friede Welt und wie dem die christliche Wahrheit zu opfern ist. Kardinal Kasper

Daß Kardinal Müllers Glaubensmanifest, weil  so furchtbar rechtgläubig, Kritik  provozierte auch und gerade unter deutschen Bischöfen wundert niemanden, daß Kardinal Kasper den Angriff auf dies Manifest eröffnete, auch nicht, las er da nicht zu unrecht eine Kritik seines Wunsches der Verramschung der Eucharistie zu "Kekse für Alle" heraus,um es auf dem heutigen Niveau der Ökumene zu formulieren. Also attackierte er, aber so dürftig, daß eine Replik sich erübrigt.
Auf Kath net unterzog man sich aber der Mühe, dieser Kritik eine Antwort zu geben. (kath net am 11.2. 20199) Da findet sich nun die bedenkendwerte Aussage:      
 "Es ist eine Binsenweisheit, dass wir Christen an denselben Gott glauben, wie die Juden und wir darüber hinaus mit den Moslems den Glauben an den einen Gott teilen. Welche Bedeutung das für die Selbstversicherung im Glauben der Katholiken haben soll, erläutert Kasper nicht. Das Argument des Weltfriedens ist recht nett, aber wenig hilfreich."
1. Es sei eine Binsenweisheit, daß Christen, Juden und Muslime an den selben Gott glaubten. Peinlich ist nun aber, daß der Sohn Gottes das ganz anders sieht, denn er selbst sagt: Wer den Vater nicht ehrt wie mich, der ehrt auch den Vater nicht. Das beinhaltelt selbstverständlich auch die Aussage, daß wer ihn nicht als Sohn Gottes glaubt, auch den Vater nicht glaubt. Der christliche Glaube an den dreifaltigen Gott ist nicht so auszulegen, als gläubten wir Christen wie die monotheistischen Juden und Muslime an einen Gott und dann noch zudem an die zwei anderen Personen der göttlichen Trinität, aber dieser Zusatzglaube ändere nicht daran, daß wir wie die beiden anderen monothistischen Religionen an den einen -nichttrinitarischen- Gott glauben, nur daß wir eben noch einen Zusatzglauben fröhnen.
2. Das Argument des Weltfriedens sei recht nett. Aber damit verkennt diese Kritik das Konzept der nachkonziliaren Theologie. Sie frägt nämlich nicht mehr danach, wie Gott wirklich ist, sondern wie er zu denken ist, damit Gott förderlich für den Weltfrieden sei. Differenzen in der Gottesvorstellung gelten dann als tendenziell Konflikt fördernd, insbesondere dann, wenn  eine bestimmte Auffassung von Gott als die allein wahre und zum Heile des Menschen notwendige beurteilt wird. Um dies Konfiktpotential zu entschärfen, soll nun ein bloßer Monotheismus als die Gemeinsamkeit der drei großen Weltreligionen behauptet werden, weil so nur Gott den Weltfrieden zuträglich gedacht ist. Dem soll nun die Wahrheit des christlichen Glaubens geopfert werden, daß Gott der dreieine ist. Kardinal Kasper will also die Selbstoffenbarung Gottes als dreieinigen ungeschehen machen,als wenn Jesus Christus eben nicht Gott so offenbart hätte oder als ob diese Offenbarung unwesentlich sei, so daß die Kirche zu einem simplen Monotheismus zurückkehren könnte.
Diese Rückkehr zum einfachen Monotheismus ist aber nun nicht etwa ein Ergebnis vertiefter Gotteserkenntnis, mitnichten,sondern nur die Fassung der christlichen Gotteserkenntnis, die dem Streben nach dem Weltfrieden zuträglich ist: Denn zuviel Wahrheit schadet dem Frieden der Welt.          
  

Montag, 11. Februar 2019

Der Papst und die Allversöhnung


„Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist der Ursprung, aus dem sich das Recht auf Bekenntnisfreiheit und auf die Freiheit, anders zu sein, ableitet."  So tönt es in der»Deklaration zur Geschwisterlichkeit aller Menschen« zusammen mit Moslems während des Papstbesuchs in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Heißt das nun nicht auch, daß der Mensch durch jede der existierenden Religionen das Heil erlangen kann? Oder ist es vorstellbar, daß Gott auch Religionen bejaht, durch die nicht das Heil erlangbar ist? Das wäre denkbar, würden die anderen Religionen als Vorbereitung auf die wahre aufgefaßt, so wie die Schulkinder eben, um das Addieren und Subtrahieren und vieles mehr zu erlernen, erst das Zählen beigebracht bekommen. Aber dann wäre die legitime Zeit dieser anderen Religionen nun  beendet, da nun die wahre von Gott offenbart wurde in Jesus Christus.
Die Intention der Deklaration ist aber die, jetzt den Pluralismus der Religionen als gottgewollt zu bejahen und somit auch auf jede Evangelisation zu verzichten. Das könnte aus Katholischer Sicht nur legitim sein, wenn durch jede Religion das Heil erlangbar sei.Zu erörtern wäre dann noch, ob das Heil durch die Religionen erlangt werden kann  oder unabhängig von ihnen.
Athanasius Schneider erinnert in seiner gediegenen Kritik an dieser "Deklaration" „Die Vielfalt der Religionen ist nicht gottgewollt“ (kath info vom 9.2.2018) auf die Gefahr einer Allversöhnungslehre, die dieser "Deklaration" zu Grunde liegen könnte:

"In seinem Essay „Die Kirche aus Juden und Heiden“ (1933) hatte der bekannte Konvertit und Exeget, Erik Peterson, schon lange zuvor vor der Gefahr einer solchen Theorie gewarnt , als er erklärte, daß wir das Christsein nicht auf die natürliche Ordnung reduzieren können, in der die Früchte der Erlösung, die von Jesus Christus gewirkt wurde, generell jedem Menschen als eine Art Erbschaft zugeschrieben werden, nur weil er die Menschennatur mit dem menschgewordenen Wort teile. Die Gotteskindschaft ist jedoch kein automatisches Ergebnis, das durch die bloße Zugehörigkeit zur Menschheit garantiert wird."
Liegt es nicht nahe, daß der Verbrüderungseuphorie dieser "Deklaration" ein solcher Heilsobjektivismus zu grunde liegt, daß alle Menschen durch das Kreuz Jesu Christi schon erlöst sind, egal wie sie sich subjektiv dazu verhielten. Dann würde durch keine Religion, auch nicht durch die Katholische Kirche das Heil vermittelt,weil es schon immer jedem gilt. Die Kirche erkennt nur an und bekennt, daß das Heil für alle gewirkt ist.(So lehrte schon  der reformierte Dogmatiker Karl Barth. der dann nach 1945 sehr einfußreich in der Ökumene war.) Allerdings ist zu vermuten, daß das theologische Niveau in den nachkonziliaren Zeiten gegenüber 1933 stark gesunken ist, auch das der Häresien, sodaß gemutmaßt werden darf, daß jetzt die theologische Begründung für die Allversöhnung einfach lautet: "Weil Gott jeden und alle liebt!"Das Kreuz Christi habe so gar keine soteriologische Bedeutung, Jesus habe nur die Allliebe Gottes verkündigt und diese Verkündigung sei ihm so wichtig gewesen, daß er sich auch durch den drohenden Tod ob dieser Gotteslehre nicht vom Verkündigen dieser Wahrheit abhielten ließ.
Die Universalverbrüderung wäre so die Konsequenz des Glaubens an die Allliebe Gottes, sodaß die Differenzen zwischen den Religionen so gleichgütig seien, daß sie eine allgemeine Verbrüderung verlangen. Das wäre nun faktisch die Totalnegation der Katholischen Kirche durch eine Allversöhnungslehre, weil sie so aussagt, daß es gleichgültig sei, wie es der Mensch mit der Religion halte. Statt sich um sein Seelenheil und das der Anderen zu sorgen, gälte es nun nur noch, alles Sorgen auf das Projekt einer Humanisierung der Welt zu kaprizieren! Das macht dann Papst Franzikus Liebe zu allen Linkenpolitikern aus, daß sie nämlich nach dem einen allein streben, was not tut: die Weltbeglückung einzuleiten.    
   

Sonntag, 10. Februar 2019

Das Glaubensmanifest Kardinal Müller

Glaubensmanifest
"Euer Herz lasse sich nicht verwirren!" (Joh 14,1)
Angesichts sich ausbreitender Verwirrung in der Lehre des Glaubens, haben viele Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien der katholischen Kirche mich um ein öffentliches Zeugnis für die Wahrheit der Offenbarung gebeten. Es ist die ureigene Aufgabe der Hirten, die ihnen Anvertrauten auf den Weg des Heils zu führen. Dies kann nur gelingen, wenn dieser Weg bekannt ist und sie ihn selber vorangehen. Dabei gilt das Wort des Apostels: "Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe" (1 Kor 15,3). Heute sind vielen Christen selbst die grundlegenden Lehren des Glaubens nicht mehr bekannt, so dass die Gefahr wächst, den Weg zum Ewigen Leben zu verfehlen. Es bleibt aber die ureigene Aufgabe der Kirche, die Menschen zu Jesus Christus, dem Licht der Völker, zu führen (vgl. LG 1). In dieser Lage stellt sich die Frage nach Orientierung. Nach Johannes Paul II. stellt der Katechismus der Katholischen Kirche eine "sichere Norm für die Lehre des Glaubens" (Fidei Depositum IV) dar. Er wurde mit dem Ziel verfasst, die Brüder und Schwestern im Glauben zu stärken, deren Glaube durch die "Diktatur des Relativismus" massiv in Frage gestellt wird.
1. Der eine und dreifaltige Gott, offenbart in Jesus Christus
Der Inbegriff des Glaubens aller Christen findet sich im Bekenntnis zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Wir sind durch die Taufe auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Jünger Jesu, Kinder und Freunde Gottes geworden. Die Verschiedenheit der drei Personen in der göttlichen Einheit (254) markiert im Hinblick auf andere Religionen einen fundamentalen Unterschied im Gottesglauben und im Menschenbild. Am Bekenntnis zu Jesus dem Christus scheiden sich die Geister. Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch, empfangen vom Heiligen Geist und geboren aus der Jungfrau Maria. Das Fleisch gewordene Wort, der Sohn Gottes, ist der einzige Erlöser der Welt (679) und der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen (846). Daher bezeichnet der erste Johannesbrief denjenigen als Antichrist, der seine Gottheit leugnet (1 Joh 2,22), da Jesus Christus, der Sohn Gottes von Ewigkeit her eines Wesens ist mit Gott, Seinem Vater (663). Mit klarer Entschiedenheit ist dem Rückfall in alte Häresien entgegenzutreten, die in Jesus Christus nur einen guten Menschen, Bruder und Freund, einen Propheten und Moralisten sahen. Er ist zu allererst das Wort, das bei Gott war und Gott ist, der Sohn des Vaters, der unsere menschliche Natur angenommen hat, um uns zu erlösen und der kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten. Ihn allein beten wir in der Einheit mit dem Vater und dem Heiligen Geist als den einzigen und wahren Gott an (691).
2. Die Kirche
Jesus Christus hat die Kirche als sichtbares Zeichen und Werkzeug des Heils gegründet, die in der katholischen Kirche verwirklicht ist (816). Er gab seiner Kirche, die "aus der Seite des am Kreuz entschlafenen Christus" hervorgegangen ist (766), eine sakramentale Verfassung, die bis zur Vollendung bleibt (765). Christus, das Haupt, und die Gläubigen als Glieder des Leibes sind eine mystische Person (795), weshalb die Kirche heilig ist, denn der einzige Mittler hat ihr sichtbares Gefüge verfasst und erhält sie unablässig (771). Durch sie wird das Erlösungswerk Christi in Zeit und Raum gegenwärtig in der Feier der heiligen Sakramente, vor allem im eucharistischen Opfer, der heiligen Messe (1330). Die Kirche vermittelt mit der Autorität Christi die göttliche Offenbarung, die sich auf alle Elemente der Lehre erstreckt, "einschließlich der Sittenlehre, ohne welche die Heilswahrheiten des Glaubens nicht bewahrt, dargelegt und beobachtet werden können" (2035).
3. Sakramentale Ordnung
Die Kirche ist in Jesus Christus das allumfassende Sakrament des Heils (776). Sie reflektiert nicht sich selbst, sondern das Licht Christi, das auf ihrem Antlitz widerscheint. Dies geschieht nur dann, wenn weder eine Mehrheit, noch der Zeitgeist, sondern die in Jesus Christus geoffenbarte Wahrheit zum Bezugspunkt wird, denn Christus hat der katholischen Kirche die Gnaden- und Wahrheitsfülle anvertraut (819): Er selbst ist in den Sakramenten der Kirche gegenwärtig.
Die Kirche ist kein von Menschen gegründeter Verein, über dessen Struktur seine Mitglieder nach Belieben abstimmen. Sie ist göttlichen Ursprungs. "Christus selbst ist der Urheber des Amtes in der Kirche. Er hat es eingesetzt, ihm Vollmacht und Sendung, Ausrichtung und Zielsetzung gegeben" (874). Die Mahnung des Apostels gilt bis heute, dass verflucht sei, wer ein anderes Evangelium verkündet, "auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel" (Gal 1,8). Die Vermittlung des Glaubens ist unlösbar mit der menschlichen Glaubwürdigkeit seiner Boten verbunden, die in einigen Fällen die ihnen Anvertrauten im Stich gelassen, sie verunsichert und ihren Glauben schwer geschädigt haben. Hier trifft das Wort der Schrift diejenigen, die der Wahrheit kein Gehör schenken und sich nach eigenen Wünschen richten, die den Ohren schmeicheln, weil sie die gesunde Lehre nicht ertragen (vgl. 2 Tim 4,3-4).
Aufgabe des Lehramtes der Kirche ist es, das "Volk vor Verirrungen und Glaubensschwäche zu schützen", um "den ursprünglichen Glauben irrtumsfrei zu bekennen" (890). Dies gilt besonders im Hinblick auf alle sieben Sakramente. Die hl. Eucharistie ist "Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens" (1324). Das eucharistische Opfer, in dem uns Christus in sein Kreuzesopfer einbezieht, zielt auf die innigste Vereinigung mit Christus (1382). Daher mahnt die Heilige Schrift im Hinblick auf den Empfang der hl. Kommunion: "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn" (1 Kor 11,27). "Wer sich einer schweren Sünde bewusst ist, muss das Sakrament der Buße empfangen, bevor er die Kommunion empfängt" (1385). Von der inneren Logik des Sakramentes versteht sich, dass standesamtlich wiederverheiratet Geschiedene, deren sakramentale Ehe vor Gott besteht, nicht voll mit dem katholischen Glauben und der Kirche verbundene Christen, wie alle, die nicht entsprechend disponiert sind, die heilige Eucharistie nicht fruchtbar empfangen (1457), weil sie ihnen nicht zum Heil gereicht. Darauf hinzuweisen entspricht den geistigen Werken der Barmherzigkeit.
Das Bekenntnis der Sünden in der heiligen Beichte wenigstens einmal im Jahr gehört zu den Kirchengeboten (2042). Wenn die Gläubigen ihre Sünden nicht mehr bekennen und die Lossprechung von ihren Sünden erfahren, dann läuft die Erlösung ins Leere, schließlich ist Jesus Christus Mensch geworden, um uns von unseren Sünden zu erlösen. Auch für die schweren und lässlichen Sünden, die wir nach der Taufe begehen, gilt die Vollmacht der Vergebung, die der auferstandene Herr den Aposteln und ihren Nachfolger im Bischofs- und Priesteramt übertragen hat. Die aktuelle Beichtpraxis lässt deutlich werden, dass das Gewissen der Gläubigen nicht ausreichend geformt ist. Gottes Barmherzigkeit ist uns geschenkt, dass wir seine Gebote erfüllen, um dadurch eins zu werden mit seinem heiligen Willen und nicht, damit wir der Forderung zur Umkehr ausweichen (1458).
"Der Priester setzt auf Erden das Erlösungswerk fort" (1589). Die Priesterweihe "verleiht ihm eine heilige Vollmacht" (1592), die unersetzbar ist, denn durch sie wird Jesus Christus in seinem Heilshandeln sakramental gegenwärtig. Daher entscheiden sich Priester freiwillig für den Zölibat als "Zeichen des neuen Lebens" (1579). Es geht um die Selbsthingabe im Dienst Christi und Seines kommenden Reiches. Im Hinblick auf den Empfang der Weihe in den drei Stufen dieses Amtes weiß sich die Kirche "durch [die] Wahl, die der Herr selbst getroffen hat, gebunden. Darum ist es nicht möglich, Frauen zu weihen" (1577). Hier eine Diskriminierung der Frau zu unterstellen, zeigt nur das Unverständnis für dieses Sakrament, bei dem es nicht um irdische Macht geht, sondern um die Repräsentation Christi, des Bräutigams der Kirche. 
4. Das sittliche Gesetz
Glaube und Leben gehören untrennbar zusammen, denn Glaube ohne Werke, die im Herrn getan werden, ist tot (1815). Das sittliche Gesetz ist Werk der göttlichen Weisheit und führt den Menschen zur verheißenen Seligkeit (1950). Demzufolge ist die Kenntnis des göttlichen und natürlichen Sittengesetzes notwendig, "um das Gute zu tun und sein Ziel zu erreichen" (1955). Seine Beachtung ist für alle Menschen guten Willens heilsnotwendig. Denn wer in Todsünde stirbt, ohne bereut zu haben, wird für immer von Gott getrennt sein (1033). Dies führt zu praktischen Konsequenzen im Leben der Christen, von denen viele heute verdunkelt sind (vgl. 2270-2283; 2350-2381). Das sittliche Gesetz ist nicht eine Last, sondern Teil jener befreienden Wahrheit (vgl. Joh 8,32), durch die der Christ den Weg des Heils geht und die nicht relativiert werden darf.
5. Das Ewige Leben
Viele fragen sich heute, wofür die Kirche eigentlich noch da ist, wenn sich auch Bischöfe lieber in der Rolle als Politiker gefallen, denn als Lehrer des Glaubens das Evangelium verkünden. Der Blick darf nicht durch Nebensächlichkeiten verwässert, sondern das Proprium der Kirche muss thematisiert werden. Jeder Mensch hat eine unsterbliche Seele, die im Tod vom Leib getrennt wird, indem er auf die Auferstehung der Toten hofft (366). Der Tod lässt die Entscheidung des Menschen für oder gegen Gott definitiv werden. Jeder muss sich unmittelbar nach dem Tod dem besonderen Gericht stellen (1021). Entweder ist noch eine Läuterung notwendig oder der Mensch gelangt unmittelbar in die himmlische Seligkeit und darf Gott von Angesicht zu Angesicht schauen. Es gibt auch die schreckliche Möglichkeit, dass ein Mensch bis zuletzt im Widerspruch zu Gott verharrt und indem er sich Seiner Liebe definitiv verweigert, "sich selbst sogleich und für immer verdammt" (1022). "Gott hat uns erschaffen ohne uns, er wollte uns aber nicht retten ohne uns" (1847). Die Ewigkeit der Höllenstrafe ist eine furchtbare Wirklichkeit, die – nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift – sich alle zuziehen die "im Stand der Todsünde sterben" (1035). Der Christ geht durch das enge Tor, denn "weit ist das Tor und breit der Weg, der ins Verderben führt, und es sind viele, die auf ihm gehen" (Mt 7,13).
Diese und andere Glaubenswahrheiten zu verschweigen und die Menschen entsprechend zu lehren ist der schlimmste Betrug, vor dem der Katechismus mit Nachdruck warnt. Er stellt die letzte Prüfung der Kirche dar und führt den Menschen zu einem religiösen Lügenwahn, um "den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit" (675); es ist der Betrug des Antichrists. "Er wird jene, die verloren gehen, mit allen Mitteln der Ungerechtigkeit täuschen; denn sie haben sich der Liebe zur Wahrheit verschlossen, durch die sie gerettet werden sollten" (2 Thess 2,10).
Aufruf
Als Arbeiter im Weinberg des Herrn haben wir alle die Verantwortung, diese grundlegenden Wahrheiten in Erinnerung zu rufen, indem wir an dem festhalten, was wir selber empfangen haben. Wir wollen Mut machen, den Weg Jesu Christi mit Entschiedenheit zu gehen, um durch die Befolgung Seiner Gebote das ewige Leben zu erlangen (2075).
Bitten wir den Herrn, Er möge uns erkennen lassen, wie groß das Geschenk des katholischen Glaubens ist, durch den sich die Tür zum Ewigen Leben öffnet. "Denn wer sich vor dieser treulosen und sündigen Generation meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommt" (Mk 8,38). Daher setzen wir uns ein für die Stärkung des Glaubens, indem wir die Wahrheit bekennen, die Jesus Christus selber ist.
Gerade wir Bischöfe und Priester sind angesprochen, wenn Paulus, der Apostel Jesu Christi, seinem Mitstreiter und Nachfolger Timotheus diese Mahnung mit auf den Weg gibt: "Ich beschwöre dich bei Gott und bei Jesus Christus, dem kommenden Richter der Lebenden und Toten, bei seinem Erscheinen und seinem Reich: Verkünde das Wort, tritt auf, ob gelegen oder ungelegen, überführe, weise zurecht, ermahne in aller Geduld und Belehrung. Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Begierden Lehrer sucht, um sich die Ohren zu kitzeln; und man wird von der Wahrheit das Ohr abwenden, sich dagegen Fabeleien zuwenden. Du aber sei in allem nüchtern, ertrage das Leiden, verrichte dein Werk als Verkünder des Evangeliums, erfülle deinen Dienst!" (2 Tim 4,1-5).
Möge Maria, die Mutter Gottes, uns die Gnade erflehen, am Bekenntnis zur Wahrheit Jesu Christi ohne Wanken festzuhalten.
Im Glauben und Gebet verbunden
Gerhard Cardinal Müller
Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre von 2012-2017



Samstag, 9. Februar 2019

Ein Sieg der Moderne über die Kirche, Tod den Engeln

"Heiliger Erzengel Michael, steh' uns bei im Kampf! Gegen die Bosheit und Nachstellungen des Teufels sei Du unser Schutz. 'Gott gebiete ihm!', so bitten wir flehentlich. Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen“. 
Manchmal verblüfft Papst Franziskus seine Kritiker und seine Bejubler völlig: 
"Papst Franziskus hatte den Gläubigen jüngst das Gebet zum heiligen Erzengel Michael empfohlen."  So meldet es Katholisch de am 8.2. 2019.  Man könnte geneigt sein, hier von einem kleinen Wunder zu sprechen, als wenn sich hier das Papstamt, was es jetzt zu sagen hat angesichts der katastrophalen Lage der Kirche gegen die Privat"frömmigkeit" des Papstes durchgesetzt hätte: Das sagte er nicht aus sich heraus, sondern weil er der Papst ist. Nur Katholisch de nimmt sofort den Kampf gegen so viel vorkonziliare Frömmigkeit auf.
"Doch wie soll man es einordnen? Professor Johann Hafner, katholischer Theologe und Religionswissenschaftler, ist Experte für Engel. Seine Meinung: Das Gebet könne man so heute nicht mehr beten"
Früher hätte man das wohl beten können, nur heute nicht mehr?  "Papst Leo XIII. hat das Gebet geschrieben und es im Jahr 1886 seiner Enzyklika beigefügt. In diesem Lehrschreiben sieht er die Welt in einem ständigen Kampf zwischen der Moderne, vor allem den Freimauren, und der Kirche." Reden wir Klartext. Dieser Papst hat die Moderne völlig falsch eingeschätzt als eine Zeit des Kampfes von antichristlichen Kräften gegen die Kirche. Zudem meinte er, daß der Teufel jetzt in dieser Endzeit gegen die Kirche den Kampf  aufnähme. All das sei ein einziger Irrtum. Da es solche Feinde der Kirche nicht gäbe, ist dies Gebet überflüssig. Und um den Teufel bräuchte sich die Kirche auch nicht sorgen, denn der kämpfe erst in der Endzeit.
Zudem bestünde so die Gefahr, daß der Engel Michael an die Stelle Christi trete. Also, dies Gebet hätte man auch zu Zeiten dieses Papstes nicht beten dürfen und ob des Mangels an Christozentrismus eigentlich nie.
Und dann kommt der Höhepunkt dieses Interviews auf katholisch de.
"Frage: Glauben Sie daran, dass es Engel überhaupt gibt? Hafner: Ich glaube nur an den dreifaltigen Gott. Im Mittelalter hat man an Engel geglaubt". "Im Mittelalter hat man an Engel geglaubt"- effektiver kann der christliche Glaube an die Engel nicht diffamiert werden. Dieser "Engelexperte" sagt damit, daß es etwas Mittelalterliches sei, an Engel zu glauben, aber seit der Moderne ist dieser Glaube erledigt. Soll das so verstanden werden, daß es bis zum Ende des Mittelalters die Engel Gottes wirklich gegeben hat und daß  Gott sie dann abgeschafft hat, dem modernen Menschen zu liebe? Sicher nicht. Dieser "Engelexperte" will damit nur sagen, daß bis zum Ende des Mittelalter die Christen, weil noch nicht auf der  Höhe der Moderne an solche Wesen geglaubt hätten, der moderne Mensch aber diesen Aberglauben hinter sich gelassen habe.Papst Leo XIII und Papst Franziskus wollen so zurück ins Mittelalter und das geht nicht!
Bedenken wir das genauer, kommen wir zu diesem Ergebnis: Die Hl. Schrift und die Kirche haben  den Glauben an die Engel Gottes bezeugt , sogar die Existenz daimonischer Engel, isb die Existenz des Satans selbst, aber die Moderne hat diesen Glauben besiegt. Und darum hat dieser Glaube keinen Platz mehr in der modernen Kirche.
Wenn Papst Leo XIII. die Kirche im Kampfe mit der Moderne sah, dann bezeugt katholisch de mit diesem Beitrag, daß die Moderne zumindest in diesem Punkte über die Wahrheit der Hl. Schrift und der Kirche gesiegt hat.
Aber was sind dann die Engel, wenn sie nicht wirklich die Engel Gottes sind? Eingedenk der Religionskritik Ludwig Feuerbachs sind die Engel nicht einfach nur Projektionen unserer Wünsche:
"dass die Engel nicht nur Personifikationen unserer Wünsche, vor allem in Gefahr, sondern so etwas wie unser besseres Selbst sind. Wir sollten sie nicht zur Projektionen unserer Bedürfnisse machen. Sie zeigen eher die Gestalt, wie es wäre, wenn wir frei von Leidenschaften, frei von räumlichen und zeitlichen Begrenzungen leben könnten, wenn wir endlich aufhören könnten, uns nur um uns selbst zu sorgen, anstatt um Gott und den anderen. " Die Engel zeigen uns so nur an, was wir Menschen sein könnten, würden wir uns wahrhaftig humanisieren. Das wußte Feuerbach schon über unsere Gottesvorstellung zu sagen, daß Gott nur die Chiffre sei für das, was der Mensch positiv aus sich machen könnte, wozu er sich selbst entwickeln könnte.
Klarer kann ein Sieg der atheistischen Moderne wider die Wahrheit des Engelglaubens nicht ausfallen und das beweist nun, wie recht Papst Leo hatte, als er die Moderne im Kampfe gegen die Kirche sah, die, seit sie dies Engelgebet nicht mehr spricht,  viele Schlachten gegen den Satan verloren hat. Der weitestgehende Abfall der universitären Theologie vom Glauben der Kirche ist leider auch ein Beleg für die Siege des Leibhaftigen gegen die Wahrheit. Vgl dazu: Georg May,, 300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie, 2017.

Zusatz: Augenfällig ist auch, daß dieser Modernist kein einziges Argument gegen den Engelglauben aufbringt und stattdessen einfach nur Feuerbachs Religionskritik appliziert.    
 

Freitag, 8. Februar 2019

Ein antikatholischer Kampfbegriff: Gewissensfreiheit- eine kleine Orientierungsskizze

In der Hl. Schrift nimmt der Apostelfürst Paulus den Gewissensbegriff aus der philosophischen Richtung der Stoa auf, um für ein Zentralproblem der Heidenmission eine Lösung zu konstruieren: Wie kann Jesus Christus für die Heiden der Erlöser sein, wenn sie entgegnen können: Von dem einen Gott und seinen Geboten wußten wir nichts, konnten auch nichts wissen, denn dieser Gott hat sich nur dem Volke Israel offenbart, sodaß uns unsere "Sünden" gegen diesen Gott und seine Gebote nicht als Sünde angerechnet werden können. Wenn auf der Internetseite: geschichtsverein-koegnen.de/RoeReligion.htm geschrieben wird:     "Die Lehre der Stoa hatte starke Nachwirkungen im Christentum. Den für die christliche Ethik zentralen Begriff "Gewissen" hat Paulus der Stoa entlehnt. Die Freiheit, dem eigenen Gewissen zu folgen, ist Teil des stoischen Systems. Unsere heutigen Vorstellungen vom Naturrecht, von der Naturreligion und von der Menschenwürde (der Mensch als Vernunftwesen!) basieren ebenfalls auf der Stoa." verkennt sie so völlig die paulinische Intention der Rezeption des Gewissensbegriffes. 
Nicht will Paulus sagen, daß jeder die Freiheit haben solle, nach seinem Gewissen zu leben, sondern: Weil alle Heiden in ihrem Gewissen vom Gesetz Gottes wußten und trotzdem gegen das so ihnen bekannte Gesetz verstießen, ist ihnen ihre Sünde anrechenbar. Deshalb bedürfen auch sie, wie die Juden, denen Gott das Gesetz durch Mose offenbart hat, der Vergebung der Sünden durch den Erlöser Jesus Christus. Das Gewissen ist so für Paulus der Ort des Wissens um das Gesetz Gottes.Es ist nicht individuell sondern allgmein die Stimme Gottes im Menschen als das göttliche Gesetz. Damit argumntiet Paulus: Weil Niemand gemäß diesem im Gewissen offenbaren Gesetz lebte, sind alle Sünder und bedürfen der Erlösung. Anders gesagt: Weil Jesus Christus der Erlöser aller Menschen ist, müssen auch alle Sünder sein, den ein Nichtsünder bedürfte des Erlösers ja nicht. Aus der Universalität des Heilswerkes schließt der Apostel auf die Universalität der Sünde und die konstruiert er durch den stoischen Begriff des Gewissens. Wenn der Apostelfürst darlegt, wie der Christ positiv zu leben habe, benutzt er den Begirff des Gewissens nie, auch nicht Heiden gegenüber indem er etwa sagen würde: Lebet nach eurem Gewissen und ihr lebt Gott wohlgefällig. Der Begriff des Gewissens wird nur negativ appliziert als Argument für die Universalität der Sünde als jedem anrechenbare.

Erst nach den innerchristlichen Religionskriegen des 17. Jahrhundertes begann dann die Karriere des Gewissensbegriffes, synonym zur Vernunft gebraucht. Einfach gesagt: Mit Blick auf das in katholisch und evangelisch zersplitterte und sich wechselseitig bekämpfende Christentum hieß die Parole: Keine der kirchlichen Morallehren ist für das Heil der Menschen von Nöten, es reiche allein die natürliche Religion mit dem Gewissen, der Vernunft, die dem Menschen hinreichend sagt, wie er zu leben habe.  Das Gewissen sollte  so den vernünftigen Menschen von der Katholischen Kirche wie auch von jeder anderen positiven Religion emanzipieren, denn es reiche das Gewissen und die Vernunft aus. Ja die "übernatürlichen" Kirchenehren hätten eigentlich nur die Priester erfunden, um ihre Herrschaft über die Gläubigen zu errichten. Der vernünftige Gewissensmensch bedarf keiner Kirche und nur der natürlichen Religion. Diese Religion skizzierte Kant in seiner Schrift: Die Religion in den Grenzen der bloßen Vernunft.

Im Namen des Gewissens und der Vernunft wurde nun jede Offenbarung als überflüssig erklärt und die Katholische  Kirche reprobiert. Deshalb lehnte die Katholische Kirche bis zum 2. Vaticanum die Gewissensfreiheit ab, denn dieser Begriff diente ja nur dazu, die Katholische Morallehre als unverbindlich zu beurteilen oder gar als widervernünftig zu verurteilen. 

Erst das Phänomen der totalitären Staaten, des kommunistischen und des nationalsozialistischen führte zu einem Richtungswechsel in der theologischen Beurteilung des Gewissens. Jetzt trat nämlich der Staat der Kirche gegenüber mit dem Anspruch, er sei im Besitz der Wahrheit und jeder habe nach dieser Wahrheit zu leben, denn diese sei die einzig wahre. Gegen diesen Totalitätsanspruch einer Staatsideologie prokamierte nun die Kirche das Recht jedes Einzelnen, seinem Gewissen  mehr gehorchen zu dürfen als dem  staatlich Verordnetem.
Jetzt galt das Gewissen nicht mehr als das Wissen des göttlichen Gesetzes sondern als etwas zutiefst Individuelles, dem jeder das Recht habe zu folgen, auch wenn das öffentliche Gesetz des Staates dies ablehnt. Die Parole der Gewissensfreiheit soll so totalitäre Ansprüche des Staates limitieren. Dies Konzept setzt einen der christlichen Religion indifferent oder ablehnend gegenüberstehenden Staat voraus, dem so Freiräume abgehandelt werden sollen, in denen Menschen nach ihrem individuellen Gewissen leben dürfen. 
Das Besondere ist nun: Nicht sagt die Kirche (mehr), daß der Mensch nicht durch den Staat zu etwas verpflichtet werden darf, das der Wahrheit, der christlichen Religion widerspricht, sondern, daß der Staat die Individualität des Gewissens zu respektieren habe.  Damit wird versucht, das staatliche Argument, daß jeder der Wahrheit der Staatsideologie zu gehorchen habe, zu unterlaufen: Nicht traut sich die Kirche mehr die Aussage, daß allein der christlichen Religion zu gehorchen sei, weil sie die wahre ist, sondern sie gibt den Wahrheitsanspruch auf, um nur noch das Recht des individuellen Gewissens zu fordern. Denn im Namen der vom Staate erkannten Wahrheit  lehnt ja der totalitäre Staat die Gewissensfreiheit ab und damit auch das Recht, katholisch zu leben, wenn das der Staatsideologie widerspricht. 
Statt also offensiv die Wahrheit der christlichen Religion gegen den Staat in Stellung zu bringen, geht die Kirche in die Defensive, und verzichtet auf das Argument der Wahrheit der Katholischen Kirche. Jetzt appliziert sie den antikatholischen Begriff der Gewissensfreiheit, um den Anspruch staatlicher Ideologien zu limitieren, wie vordem die Aufklärung die Macht der Kirche zu dekonstruieren versuchte mit der These, daß allein die  natürliche Religion ausreiche für das Heil der Menschen.  

Der so in Stellung gebrachte Begriff der Gewissensfreiheit gegen die Machtansprüche des Staates wendet sich nun natürlich  auch gegen die Wahrheitsansprüche der Kirche: Nun fordern Christen, daß sie im Namen der Gewissensfreiheit nicht mehr der Morallehre der Kirche zu gehorchen habe. Meine Gewissensfreiheit enthebt mich so dem Gehorsam Gott gegenüber, denn mein Gewissen steht gar über der göttlichen Offenbarung.Das ist das Ende der Katholischen Morallehre, das wir jetzt erleben.   

Corollarium 1
Ist das vorstellbar: Jesus Christus sagt: Zwar bin ich die Wahrheit, aber jeder hat das Recht, statt an mich, an Baal, Zeus, Wotan oder wen auch immer zu glauben. Jeder hat das Recht, statt auf mich zu hören, zu tuen, was ihm sein Gewissen sagt und Gott gab dem Menschen dies Recht, denn Gott ist es gleichgültig, wem ihr glaubt und wie ihr lebt? 



Donnerstag, 7. Februar 2019

"jeder that, was ihm recht schien" Moral und Staat

"In jenen Tagen war kein König in Israel, sondern jeder that, was ihm recht schien".(Richter 17,6 Vulgatatext) Nach der Erfahrung totalitärer Staaten und dem Faktum, daß (fast?) in allen demokratisch regierten Ländern die Tötung von Menschen im Mutterleibe erlaubt ist, euphemistisch: Abreibung genannt, könnte ewidert werden, daß wenn es eine Staatsgewalt gibt, die es dann noch schlimmer triebe, daß dann die Staaten Unrecht tuen, dies als Recht tuen bezeichnend. 
Trotz dieses Einwandes ist aber die humanisierende Kraft der Staatsgewalt nicht zu unterschätzen. Denn dort, wo es kein Gewaltmonopol des Staates gibt, da herrscht das Recht des Stärkeren, das Recht der Faust. Daß die Bürger auf das Mittel der Gewalt verzichten, um sich oder ihre Anliegen durchzusetzen, weil allein dem Staate das Recht zur Gewaltausübung zugesprochen wird, ist kulturell gesehen ein Akt der Versittlichung.  
Nun wird gern von Wirtschaftsliberalen geurteilt: Je weniger Staat, desto mehr Freiheit, desto besser entwickele sich die Wirtschaft. Was nun aber, wenn eine Firma eine Ware an den Käufer verschickt und der sie dann nicht bezahlt? Was, wenn ein Käufer zuvörderst zu bezahlen hat, damit ihm die Ware zugesandt wird, also Vorkasse und nach dem Bezahlen kommt dann die Ware nicht? Abstrakter formuliert: Funktionierte auch nur eine einzige ökonomische Handlung, das Bezahlen von Rechnungen etwa, wenn nicht auch hier die Staatsgewalt im Hintergrund steht, um Regelverstöße zu ahnen? Würde nur eine Moral die Bürger zum rechten Tuen auffordern, könnte da nicht jeder, wenn das moralisch Geforderte ihm nicht paßt, es unterlassen?
Wer daraufhin die letzten Kapitel des Buches der Richter, Kapitel 17- 19isb.nachliest, der bekommt vor Augen geführt, was es heißt, daß "jeder that, was ihm recht schien."
Nur stellt sich uns aktuell dazu ein gravierendes Problem: Wie, wenn gesellschaftlich relevante Gruppen das Gewaltmonopol des Staates nicht anerkennen wollen, wenn sie sich das Recht zusprechen, Gewalt selbst ausüben zu dürfen. Nach dem Attentat auf einen AfD Politiker wurde eine Umfrage durchgeführt, in wieweit Parteianhänger welcher Parteien Gewalt gegen Politiker der AfD befürworten. Das Ergebnis muß erschrecken: 12 Prozent der SPD Wähler hätten Verständnis dafür,daß gegen Politiker der AfD körperliche Gewalt appliziert wird, bei den Grünen und der Linkspartei je 10 Prozent und bei der Union 7.  
Im politischen wie auch im religiösen Raum unter Muslimen findet eine Abkehr von der Anerkennung des Gewaltmonopoles des Staates statt. Die politische Moral oder die religiöse erlaubt da, selbst gegen "Feinde" gewaltsam vorzugehen. Eine Religion dürfe nicht Gewaltanwendungen legitimieren, verkündet Papst Franziskus, aber er übersieht dabei, daß gerade Religionen Gewaltanwendungen legitimieren durch ihr Credo, daß Gott mehr zu gehorchen ist als Menschen und dem weltlichen Staate. Politische Ideologien als Surrogate für Religionen legitimieren nun ebeno Gewaltanwendungen gegen den "Feind".So war der Antifaschismus immer militant, Gewaltanwendungen bejahend  in seinem Kampfe gegen Rechts. Jetzt, wo dieser Kampf zur Staatsideologie avanciert ist, kann es dann nicht mehr verblüffen, daß auch Nichtlinksextremisten Gewalt gegen Rechts befürworten: SPD, Grüne, Linke.  
Die christliche Religion ist durch die innerchristlichen Kriege des 17. Jahrhundertes pazifiziert worden, aber das ist eben nur eine Sonderentwickelung in dem Raume der Religionen. Dort, wo eine solche Pazifizierung nicht stattfand, da ist in jeder Religion ein beachtliches Gewaltpotential, das sich gerade in Heiligen Kriegen aktualisiert. Wie politische Weltanschauungen zu Gewaltexzessen führen kann, wie etwa in der Weimarer Republik zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten, so können auch Religionen zu Gewaltausbrüchen motivieren. Die einzige Kraft, die das realiter verhindern kann ist die Staatsgewalt. Das erkannt zu haben, ist das große Verdienst des Philosophen Hobbes, der darum nicht genug gefeiert werden kann.   

 
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Mittwoch, 6. Februar 2019

Bittere Wahrheiten der Bibel oder die friedlich Gesonnen und der Krieg

Wer mit der Heiligen Schrift umgeht, als wenn es ein Verbrauchermarkt wäre, dem wird dies Zeugnis des Wortes Gottes nie ein Problem bereiten, er wird es aber auch ohne jeden Nutzen für sich lektüren, weil so nur das wahrgenommen wird, was dem Konsumenten gefällt, was ihn in seiner vorgefaßten Meinung nur bestätigt, während er das ihm nicht Passende einfach überließt. 
Jetzt soll sich auf eine Erzählung kapriziert werden, die wohl jedem Heutigen mißfallen muß,  die aber leider eine bittere Wahrheit enthält.
Dem Stamme Dan, einem der 12 jüdischen war per Los auch ein Gebiet zum Wohnen zugeteilt worden. Aber der Kommentar der Vulgata (Augustin Arndt, Die Heilige Schrift, 1903) weiß zu berichten, daß dieser Lebensraum für den Stamm Dan nicht ausreichte, "weil sie das, was ihnen nach Jos 19,40 gegeben war, nicht vollkommen eroberten." (S.600). Darum suchte dieser Stamm nach einer Möglichkeit der Erweiterung ihres Lebensraumes. Kundschafter wurden ausgesandt, um ein geeignetes Territorium zu finden: 5 Männer. 
"Es zogen die fünf Männer fort, und kamen nach Lais, und sahen ein Volk, das ohne Furcht nach der Weise der Sidonier dort wohnte, sorglos und ruhig, da ihnen Niemand feindlich entgegentrat, reich an Gütern, und fern von Sidon, und von allen Menschen abgesondert."  (Richter, 18,7)
Da sandte der Stamm Dan 600 Bewaffnete aus: Sie "kamen nach Lais über ein ruhiges und sorgloses Volk her, und schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, und überlieferten die Stadt dem Feuer." (Richter 18,27b) So verschaffte sich der Stamm Dan seinen weiteren Lebensraum, indem er die dort Einheimischen tötete, genau genommen ausrottete, weil sie so friedlich und wehrlos waren. 
Die alte Römerweisheit bestätigte sich hier wieder einmal: Wer in Frieden leben will, muß zum Kriege bereit sein. Sonst wird er leicht ein Opfer des Kriegsbereiten, die dann ohne Scheu die Verteidigungsunwilligen liquidiert, um sich deren Lebensraum anzueignen. Denn "es wird keine Mühe kosten" (Richter 18,9), das fremde Land zu erobern.  
Daß ihr Lebensraum Völkern zu klein wird, daß sie dann fruchtbare und reiche Länder für sich als neuen Lebensraum dazuerobern wollen, das ist wahrlich nicht moralisch, aber die Macht des Stärkeren erlaubt den expandierenden Völker so eine Eroberungspolitik- wehe den Völkern, die sich nicht dagegen zu verteidigen wissen. Können und wollen wir Deutsche unseren Lebensraum noch verteidigen?    

Dienstag, 5. Februar 2019

Papst vor historischer Arabien-Reise: ‘Wir sind Brüder’ Oder die Säkularisierung der Kirche

Papst Franziskus deklariert, daß wir Brüder sind:Der Glaube an den einen Gott vereine uns, nicht trenne er uns von einander. (Kath net am 1.2.2019). Brüder? War nicht Kain auch der Bruder Abels und was nützte das Abel? Aber wenn Papst Franziskus von "Brüdern" spricht, dann denkt er wohl eher im Geiste der Französischen Revolution an: "Freiheit,Gleichheit und Brüderlichkeit"- obgleich politisch korrekt doch von der Geschwisterlichkeit zu reden gewesen wäre.
Aber worauf beruht denn nun diese von Papst Franziskus heraufbeschworene Brüderlichkeit? Glauben Mohammedaner und Christen an den einen Gott,sodaß dieser monotheistische Glaube die Gläubigen dieser 2 Religionen zu Brüdern macht?  Dann glaubten wir Christen also wie die Muslime monotheistisch an den einen Gott und dann noch zusätzlich an den göttlichen Sohn und den Hl. Geist? Aber dieser Zusatzglaube trenne uns nicht vom islamischen Monotheismus, denn- so ist wohl nun zu ergänzen- der Glaube an den trinitarischen Gott sei den Christen nicht so wichtig, es käme allein auf den Glauben an den Vatergott an.
Das wußte bedauerlicherweise der Sohn Gottes noch nicht, denn er lehrte uns: (Joh5,23):"damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht."
Das bedeutet für den islamischen Glauben, daß weil er nicht den Sohn wie den Vater ehrt, er auch den Vater nicht ehrt, ja der islamische Glaube glaubt so den Vater nicht, weil er den Sohn nicht glaubt. Nur wenn der Glaube an Jesus Christus für den Christen etwas Nebensächliches wäre,könnte so von einer brüderlichen Einheit in den monotheistischen Religionen gesprochen werden. 
Zudem: Die islamische Religion wurde von Mohammed nach der Offenbarung Jesu Christi erschaffen. Wie kann diese Religion dann eine Bruderreligion sein,wenn sie als bewußtes Nein zur christlichen Religion gegründet wurde?  Vorchristliche Religionen, etwa die germanische, die griechische, die der Indianer können sehr wohl als Vorbereitungsreligion für die christliche angesehen werden, die als solche auch ihre Wahrheit in sich haben, aber eine Religion, die antichristlich inspiriert erschaffen wurde, wie sollte die eine Bruderreligon der wahren christlichen Religion sein!      

Montag, 4. Februar 2019

"Warum Papst Franziskus der Dialog mit Muslimen so wichtig ist "

Wer nun, von dem Artikel unter dieser Überschrift eine Antwort erwartet, wird enttäuscht werden: Daß "Warum?" bleibt im Dunkeln, aber der Text offenbart uns, was der Papst unter diesem Dialog verstehen will in 4 Punkten:   
"Erstens: Christen und Muslime sollen einander als "Brüder und Schwestern" anerkennen. Sie haben einen gemeinsamen Vater und stehen unter seinem Schutz. Sie sind Geschöpfe und Gerufene des einen Gottes." (3.2.2019) Diese Aussage ist eindeutig: Die Gretchenfrage: Wie hältst du es mit der Religion (Goethe, Faust) ist für diesen Dialog unwichtig. Muslime und Christen, wie auch alle anderen Menschen sind "Brüder und Schwestern", weil sie als Menschen Geschöpfe Gottes sind. Der Papst will also unter der Absehung der Religion hier von Mensch zu Mensch dialogisieren.
Zweitens: "Lernen wir den Schmerz des anderen zu verstehen." Dieser Aufruf zur Empathie ist für mich der Schlüssel zu seinem Engagement. Man solle sich in den anderen hineinversetzen und begreifen, dass es dort Zusammenhänge und Verstrickungen gibt, die ganz ähnlich auch unsere eigene Lage kennzeichnen."  Wird das pathetische Wortgeklingele bei Seite gelassen, heißt das, daß der Dialog dazu dienen soll, sich gegenseitig kennen zu lernen.
"Drittens wendet sich Franziskus entschieden gegen eine Rechtfertigung von Gewalt durch die Religion, gegen Gewalt im Namen Gottes."  Nur, was meint der Papst damit? Wir ahnen es schon: Er will wieder gegen den Fundametalismus kämpfen, den es in jeder Religion gibt und der den Dialog der Religionen so sehr stört. Aber: Wo gibt es denn christliche Fundamentalisten, die durch Selbstmordattentate und die Ausrufung des Heiligen Krieges den friedlichen Dialog stören? Oder ist jeder Christ schon ein Störfried dieses Dialoges, also ein Fundamentalist, der in Einstimmung mit der Hl. Schrift und der Lehre der Kirche sagt, daß nur die christliche Religion der Katholischen Kirche die wahre ist? Der jesuitische Kommentator fügt dem noch hinzu: 
"Die Religionskritik behauptet, die Religion sei der Ursprung von Gewalt; das wahre Wesen von Religion sei ganz anders. Aber worin besteht dieses Wesen – so dass man sagen kann, Religion kann Gewalt nicht rechtfertigen? Das ist eine Kernfrage an den interreligiösen Dialog. Meine Formel: Religion ist Anerkennung des anderen im vollen Sinne."  Seltsam, was hier der jesuitische Kommentar von sich gibt! Religionen haben Götter oder einen Gott in ihrem Zentrum, daß aber jeder Mensch als Mensch anzuerkennen sei, gehört nicht zum Wesen der Religion. Jede Stammes- und Volksreligion lebt eher aus der Differenz von Dazugehörgen und Nichtdazugehörigen und diese Differenz gehört auch zu den großen drei monotheistischen Religionen: Jede unterscheidet zwischen der wahren und den nichtwahren. Nur da, wo der Humanitarismus die Religion überwuchert, entsteht die Vorstellung einer allgemeinen Menschheitsverbrüderung. Aber die Französische Revolution als erstes tatkräftige Aufflammen dieser Menschheitsbeglückungsvorstellung kostete fast 1 Millionen Menschen das Leben zwischen 1789 bis 1799. (Karlheinz Weißmann, Alles was recht(s)ist, 2000, S.113). Die Getöteten waren eben die, die keine Brüder der Revolution sein wollten: "Willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein!" ist so immer die Rückseite solcher Menschheitsverbrüdeungsidyllen

"Der vierte Programmpunkt von Franziskus lautet: Arbeiten wir zusammen für Gerechtigkeit und Frieden." Und damit ist endgültig jede Unklarheit beseitigt: Für Papst Franziskus ist der interreligiöse Dialog praktizierter Humanitarismus (vgl A. Gehlen, Moral und Hypermoral), in dem die Religion nur noch als Motivationsverstärker zum humanitaristischen Handeln dient und in dem jedes Insistieren auf die Wahrheitsansprüche der Religion praktizierter Fundamentalismus ist.
Was besagt das für diesen christlich-islamischen Dialog? Es ergeht so die Aufforderung an die Christen wie die Muslime: Höret auf, Christen und Muslime zu sein, seid einfach Menschen, die jeden anderen Menschen anerkennen und die gemeinsam eine humane Welt der Gerechtigkeit und des Friedens erbauen möchten. Das ist, unzweifelhaft das Grundsatzprogramm des Freimaurertumes.
Ist dem Papst der Dialog mit den Muslimen etwa deshalb so wichtig, weil er so die Verwandlung der Katholischen Kirche in einer humanitaristische NGO vorantreiben will?
 

Sonntag, 3. Februar 2019

Weluntergänge, die nicht kamen- oder hysterische Umweltschützer

Weluntergänge, die nicht kamen- oder hysterische Umweltschützer

Die "Zeugen Jehovas" haben eine echte Konkurrenz bekommen: "Der Weltuntergang steht vor der Türe,es ist 5 vor 12." Wie war das noch mit dem "Sauren Regen" und dem "Waldsterben", als verängstigte Städter durch Wälder geführt worden- vielleicht die letzte Möglichkeit zum Waldspaziergang, denn der "Saure Regen" frißt die Wälder auf...und wenn erst der letzte Baum to ist. Leben ohne Bäume und Wälder.... Nie erlangte mehr ein Schlager so brisante Aktualität: Aexandra sang: "Mein Freund, der Baum ist tot".
Aber dann: Nichts geschah, die Bäume wuchsen weiter vor sich hin, nur Motorsägen beendeten das Dasein so manches Baumes...Das Waldstreben fand nicht statt und jetzt noch rauschen die Wälder.
Aber dann kam das Ozonloch. Das wuchs und wuchs. Jetzt kamen Strahlen von "Oben" herab auf uns, unsere Lebenswelt und bald würden sie das ganze Erdenleben vertilgen. Für naturwissenschaftlich Unbegabte: Ein Ozonloch ist wie ein Loch im Regenschirm: Man wird naß und je größer das Loch desto nässer...Ein Hauptangeklagter war das Fckw- eine chemische Formel, die irgendwie furchtbar giftig klang und eine Hysterie auslöste. Massenhaft mußten Kühlschränke und vieles andere, weil da dies "Gift" drinne war, reumütig eingetuscht werden durch Fckw -freie Geräte.Das Ozonloch wuchs und wuchs- besorgte Mütter frugen sich schon, ob sie ihre Kleinen noch im Freien spielen lassen dürften wegen der "Strahlen"...
Aber auch dieser Ozonloch-Weltuntergang fiel aus,das Ozonloch existiert nicht mehr in den Medien...
und es ist auch nicht mehr 5 nach 12.   
Dafür haben wir jetzt den Weltuntergang per Klimakatastrophe. Und Schüler Freitags schulfrei, weil sie hysterisiert durch die Städte demonstrieren dürfen: Rettet uns vor der Klimakatastrophe! Der Diesel und die Kohlekraftwerke sollen nun die Hauptübelverursacher sein. Der Papst ruft zum Glauben an die von Menschenhand verursachte Klimakatastrophe auf und die 5 vor 12 Rhetorik, der Weltuntergangsalarmismus übertönt alles andere.  Rudi Carrells Schlager: "Wann wirds mal wieder richtig Sommer", ein Protestsong wider zu naßkalt ausfallende Sommer, ist heuer wohl eine Sünde wider den Hl. Geist, wo jede Sommerwärme als Indiz des bäldigen Wärmetodes angesehen wird. Aber erstmal wird der Dieselmotor verteufelt und abgeschafft. Wer dann vorschlüge, auf die Atomkraft zu setzen, um den CO2 Austoß zu reduzieren, dem wird aber vorgehalten, er wolle den Teufel durch den Bezelbub austreiben.
Und wenn diese Weltuntergangsverkündigung wieder daneben geht? Macht nichts: Die "Zeugen Jehovas" verkünden schon seit dem 1.Tag ihrer Existenz, daß der Weltuntergang bäldigst eintreten wird, daß es eben 5 Minuten vor 12 ist: Daß ist eben die Dauerexistenz des Menschen, oder einfacher gesagt: Vom angekündigten Weltuntergang läßt sich gut leben.
Ach ja, als ich noch zur Schule  ging, da gab es noch das Fach: "Heimatkunde". Die Lehrerin erzählte, daß die Städte immer größer würden, zu Megastädten: daß sei der Tod unserer Heimattiere, denn die lebten auf dem Lande- die Großstadt sei der Tod der Tiere, des Lebens überhaupt, denn wie könnte der Mensch ohne Tiere leben? Aber warum hätte ich dann beinahe einmal die Frühmesse in St.Peter am Marienplatz Münchens versäumt, weil ich nicht recht wußte, wie ich mir einen Weg durch die Heerscharen der Tauben auf dem Marieplatz bahnen könnte, so viele Tauben gurrten da und ließen es sich da gutgehen! Auch diese Katastrophe fiel also aus!
Haben in den Zeiten allgemeiner Dekadenz kommen eben Weltuntergangsprophezeiungen immer gut an, denn im Tiefsten ist der Dekadente doch einverstanden mit seinem Untergange.
Darum kommt ein so lebensbejahender Optimismus einer Zarah Leander heutzuage nicht mehr so gut an: 

Zarah Leander:
Wenn mal mein Herz unglücklich liebt
Ist es vor Kummer unsagbar betrübt
Dann denk' ich immer
Alles ist aus
Ich bin so allein
Wo ist ein Mensch, der mich versteht
So hab ich manchmal voll Sehnsucht gefleht
Tja, aber dann gewöhnt man sich dran
Und man sieht es ein
Davon geht die Welt nicht unter
Sieht man sie manchmal auch grau
Einmal wird sie wieder bunter
Einmal wird sie wieder himmelblau
Geht's mal drüber und mal drunter
Wenn uns der Schädel auch raucht
Davon geht die Welt nicht unter
Sie wird ja noch gebraucht
Davon geht die Welt nicht unter
Sie wird ja noch gebraucht
Davon geht die Welt nicht unter
Sieht man sie manchmal auch grau
Einmal wird sie wieder bunter
Einmal wird sie wieder himmelblau
Geht mal drüber und mal drunter
Wenn uns der Schädel auch graut
Davon geht die Welt nicht unter
Sie wird ja noch gebraucht
Davon geht die Welt nicht unter
Sie wird ja noch gebraucht
       

Samstag, 2. Februar 2019

Irritierendes: Befremdlichkeiten über den Spiegel. Aufklärungskritisches

Wer kennt nicht Levis Carolls "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln"? Ein Zentralmotiv:  der Spiegel als Tür zu einer anderen Welt. Das Spiegelmotiv ist dem philosophisch Interessierten wohlvertraut als das Medium der Selbsterkenntnis: Selbsterkennen ist, sich im Spiegel wieder zu erkennen, was aber die Frage evoziert, wie den der Erkennenwollende in dem Spiegelbild sich selbst wiedererkennen kann, wenn er sich nicht schon vor seinem Blick in den Spiegel kannte und diese Selbsterkenntnis nicht wiederum durch einen Spiegel vermittelt sein kann.
Der Horrorromanleser kennt natürlich, spätesten nach der Lektüre des Dracularromanes den Spiegel als das Erkennungsmittel von Vampiren, denn die werfen kein Spiegelbild in den Spiegel.
Ebenso befremdlich ist die moderne Sage von der Bloody Mary Auf Wikipedia ist dazu zu lesen:
"Bloody Mary soll nur in Spiegeln (vornehmlich in Badezimmerspiegeln) erscheinen, meist als Mädchen oder junge Frau mit langen Haaren und blasser Haut. Von ihrer Stirn soll aus einer langen Schnittwunde Blut herablaufen. Alternativ soll ihr Geist nicht selbst erscheinen, dafür aber sieht der Beschwörer eine blutende Version seines eigenen Spiegelbildes. Sie ist auch unter den Namen Mary Worth, Mary Whales und Mary Jane bekannt. Aus der schwedischen Folklore wird von einer Svarta Madame[ erzählt, die der Bloody Mary entsprechen soll."  
So disperat die Vorstellungen auch sind, die hier mit dem Spiegel verbunden werden: Immer  scheint der Spiegel zu einer Erkenntnis zu führen, die ohne ihn nicht möglich wäre, daß es da andere Welten und Universen gibt jenseits unserer Welt, daß der Philosoph Schopenhauer unrecht bekommt, daß das Ich, das Subjekt allen Erkennens, sich selbst unerkennbar ist, daß durch den Spiegel Wesen erkennbar werden, die wir sonst verkennten und daß sie gar Tore sind, durch die Jenseitiges zu uns kommen kann.
Dies kann natürlich alles als bloße Phantasterei abgetan werden, und Alice ist ja nun wirklich nur ein bezauberndes Märchen und Horrorromane nur eben bloße Erdichtungen. Denn die Wirklichkeit ist ein in sich abgeschlossener Raum, ohne daß es Tore zu einer anderen Welt gäbe, durch die ein- und ausgetreten werden kann. Nur eine Frage läßt sich nicht ganz verdrängen (vgl: Zizek, Lacan. Eine Einführung): Könnte nicht die Wirklichkeit, das, was wir so benennen, nur ein soziales Konstrukt sein, um uns zu verschließen gegen diese Hinterwelten, die es für uns nicht geben soll?
Es soll sich nun nur auf einen Aspekt der göttlichen Schöpfung ex nihilo konzentriert werden,auf das: "Aus dem Nichts". Könnte mythologisierend gesagt werden, daß wenn Gott der Vater der Schöpfung ist, die Mutter das Nichts ist, daß so alles Geschaffene immer auch im Schatten des Nichts existiert, daß das die Nachtseite des Kreatürlichen ist? Nun schuf Gott eine bestimmte Welt und schloß damit all die möglichen Welten aus, die er nicht realisierte. Ist das Nichts, nachdem Gott eine bestimmte Welt schuf, der "Ort" der nichtrealisierten Welten? Die Nichtrealisierten wären dann nur Möglichkeitswelten, aber als solche wären sie.
Wer kann sich schon der Faszination der Welten eines H.P.Lovecraft entziehen! Aber was machen diese imaginierten Welten aus, die da so geheimnisvoll in unsere Realwelt eindringen- warum sprechen sie den Lesenden so sehr an? Könnte es sein, daß es da unbegreifliche Zusammenhänge geben könnte zwischen den nichtrealisierten Welten und diesen imaginierten und dem, was die Theologie die Unterwelt des Daimonischen nennt, die Welt der gefallenen Engel?
Der Mensch schafft sich seine Lebenswelt, in der er gut leben kann- die Welt der Aufklärung, die Welt,in der alles vernünftig ist und in der alles Unvernünftige ausgeschlossen wurde. Aber die Romantik protestierte dagegen: Für sie gab es Welten hinter dem Spiegel,aus der Jenseitiges mitten in unsere Lebenswelt eintreten kann. Man lese daraufhin einmal aufmerksam Lewis: Der Mönch! Kann man sich im Lesen dem Eindruck entziehen, daß hier ganz Reales, Wirkliches erzählt wird, das vielleicht realer ist als unsere Aufklärungswelt.  Bildlich gesprochen: Daß der Aufgeklärte sich in seiner von ihm geschaffenen Welt eingemauert hat und alle Fenster mit Blick ins Jenseitige verschossen hat (verdeckte Spiegel), um nichts mehr sehen zu wollen als diese künstliche Aufklärungswelt.    

Freitag, 1. Februar 2019

Ein weiterer Sieg der Homosexlobby

Wer nun erwartet hatte, daß ob des offenkundigen Zusammenhanges zwischen der Homosexualität und den Mißbräuchsfällen in der Kirche die Homosexlobby in Bedrängnis käme, sieht nun, wie erfolgreich eine gut durchgeführte Desinformationskampagne sein kann. 
Der erste Schritt: Es darf kein Zusammenhang zwischen der Homosexualität und den Mißbräuchsfällen ausgesagt werden. Das sei unmoralisch, indem so Homosexuelle diskriminiert würden.

Der zweite Schritt: Ersatztätergruppen werden ausfindig gemacht- die dürfen diskriminiert werden um des Täterschutzes willen: Der Klerikalismus, eine unreife Sexualität und die hierarchische Struktur. So kapriziert sich die Suche nach den Tätern auf klerikal, hierarisch eingesellte Priester. Das linksliberale innerkirchliche Milieu soll so entlastet werden.

Der dritte Schritt-jetzt geht es in die Offensive: Eigentlich sei der Zölibat und die conservative Sexualmorallehre schuld an den sexuellen Übergriffen. Die müsse jetzt modernisiert werden. Dabei steht im Zentrum der Kritik die kirchliche Beurteilung der Homosexualität als widernatürlich. Aus dem Faktum, daß gerade homosexuell Orientierte überdurchschnittlich häufig Täter waren, wird nun die Forderung, daß die Homosexualität nicht mehr als widernatürlich beurteilt werden darf, denn das diskriminiere Homosexuelle. 

Der vierte Schritt:"Der Priesterausbilder des Erzbistums Paderborn machte den Anfang. Jetzt meldet sich auch der Vorsitzende der Deutschen Regentenkonferenz, Hartmut Niehues, zu Wort: Ja, Homosexuelle könnten Priester werden. Der Vatikan müsse sich erklären." Katholisch de am 31.Jänner 2019. "Die Forderung der Kleruskongregation im Vatikan, Männer mit "tief sitzenden homosexuellen Tendenzen" vom Priesteramt auszuschließen, nannte Niehues erklärungsbedürftig." "Erklärungsbedürftig" bedeutet hier, daß sich auch dieser Priesterseminaregens nicht an die Bestimmung der Kleruskongregation halten will: Homosexuelle sollen eben Priester werden, eben noch mehr als jetzt schon. Wer auf dessen nun ein Ansteigen der innerkirchlichen Mißbräuchsfälle erwartet, beweist damit eben nur, daß er Vorurteile gegen Homosexuelle hegt: Es gibt ja gar keine homosexuellen Täter, sondern nur Heterosexuelle, unter dem Zölibat Leidende, die sich dann aber an junge Männer vergreifen, weil es so wenig Frauen in der Kirche gäbe. Das ist der große Erfolg der Homosexlobby.