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Sonntag, 19. April 2026

Zur Wiederkehr einer conservativen Ordnungsmacht Europas - eine Orientierungsskizze

 Die Französische Revolution wollte die ganze Welt auf ein neues Fundament stellend neu erschaffen, dem der Vernunft mit seinen der Vernunft evidenten Menschenrechten, um die alte Ordnung des christlichen Abendlandes, die des Thron und Altarbündnisses aufzulösen, stattdessen die Kirche zu verprivatisieren und anstatt der Monaechie die demokratische Republik zu setzen. 

Die hl. Allianz, Preußen, Österreich und  Rußland stellten sich dem conservativ antirevolutionär entgegen ganz im Geiste des christlichen Abendlandes.

Das Ende des 1.Weltkrieges erbrachte den Siegeszug der Ideen der Französischen Revolution, die drei conservatien Mächte wurden selbst revolutioniert.Rußland schlug dabei durch die bolschwistische Revolution und dem  darauf folgendem Stalinismus einen Sonderweg ein, indem es eine auf die Vernunft fundierte totalitäre Ordnung sich gab,die des Marxismus-Leninismus, Unter Lenin vollzogen die Bolschewisten eine Synthese der kommunistischen Ideologie mit dem Feminismus, der Befreiung der Frau aus der Herrschaft der drei Ks: Kinder, Küche, Kirche. Die Abtreibung wurde erlaubt, die Kindererziehung sollte vollständig verstaatlicht werden und so die Ordnung der Ehe und Familie aufgelöst werden. Der Stalinismus löste nun diese Synthese auf und initiierte eine wirklich conservative Familienpolitik: Die Abtreibung wurde verboten , die Familie als das Fundament der sozialistischen Ordnung wieder restituiert. Stalin proklamierte 1941 den großen Vaterländischen Krieg und nahm dabei die Russisch-Orthodoxe Kirche mit ins Boot, die Lenin noch unbedingt bekämpfen woll

So charakterisiert den Stalinismus eine ihm eigentümliche Ambiguität,daß er einerseits linksradical revolutionär war, andererseits Conservatives restituierte, den russischen Patriotismus, die Ordnung der Familie und sein Zugehen auf die russische Kirche.

Deutschland schloß so 1939 den sog.Hitler-Stalin- Pakt, da man meinte, Stalin hätte den auf das Ziel der Weltrevolution ausgerichteten Kommunismus in einen National-Kommunismus transformiert,sodß es ein Nebeneinander des National- Sozialistischen Deutshlandes mit dem National-Kommunistischen Rußland geben,aber 1941 erwies sich das als eine Fehldeutung: Deutschland führte einen Präventievkrieg gegen das sowjetische Projekt, die Revolution durch einen Krieg zu exportieren.

Mit dem Zerfall der sozialistischen Staaten siegte nun endgültig die Französische Revolution.Die siegreiche Ideologie hat sich dabei auch weiterentwikelt: der Feminismus, der von dem Narrativ der vermeintlichen Frauenunterdrückung lebt, über die Radicalisierung des Selbstbestimmungsrechtes in der Genderideologie, der LGBTQ-Bewegung bis zur propagierten Auflösung der Völker und der Nationalstaaten durch die Massenemigration von "Flüchtlingen".

Das Rußland unter Putin stellt dagegen eine conservative Ordnungsmacht dar mit seinem Patriotismus, seiner Ablehnung der heutigen Ideologien des Westens, auch mit seinem Verhältnis zur Russich-Orthodoxen Kirche, einer Art des Thron- und Altarbündnisses.  




 

Montag, 26. Januar 2026

Eine Verschwörungstheorie wider den US- Präsidenten aus dem Hause „Communio“ oder ein katholisches Märchen

 

Eine Verschwörungstheorie wider den US- Präsidenten aus dem Hause „Communio“ oder ein katholisches Märchen



Der „Communio“ - Artikel „Teile und herrsche: Darum fördern die USA Europas Nationalisten“ vom 21.Jänner 2026 beginnt wie ein Märchen, wie drei große Männer als Freunde des Friedens das friedliebende Europa gründeten. So ließt sich das: „Es waren nicht zufällig drei überzeugte Katholiken – Konrad Adenauer, Robert Schuman, Alcide de Gasperi – die vor 75 Jahren die Grundlagen für die europäische Einigung gelegt haben, weil sie verstanden dass von Kooperation und Gemeinwohlorientierung auf Dauer alle mehr profitieren als von Abschottung und Konfrontation.“

Ach, wie prosaisch nimmt sich da die Wirklichkeit aus: „Deutschland kleinhalten, Russland rauszuhalten, Amerika reinzuhalten.Die Nato-hat die Aufgabe, die Russen aus Europa herauszuhalten, die Deutschen und die Amerikaner drinnen zu halten. Dieses Prinzip wurde von Lord Hasting Imay,dem ersten Generalsekretär der Nato formuliert und ist ein zentrales Konzept der Nato-Strategie.“ (Ki generiert)

Das Wunder der deutsch- französischen Aussöhnung war nicht das Resultat grenzüberschreitender katholischer Frömmigkeit, sondern Frankreich band damit Westdeutschland ein in die gemeinsame Gegnerschaft gegen Ost-europa, den sozialistischen Staaten. Die „Europäische Wirtschafts-gemeinschaft“ , später in die EU umfirmiert fungiert dabei als das ökonomische Fundament des Militärbündnisses der Nato. Diese Versöhnung war somit zugleich die Feindschaftserklärug gegen Ostdeutschland und somit keine Versöhnung mit Deutschland, sondern nur mit Westdeutschland, das zu einem Frontstaat gegen den Osten ausgebaut werden sollte.

Die EWG war nur von westeuropäischen Staaten gegründet worden, aber von Anfang an in der Intention, alle osteuropäischen Staaten in sie zu integrieren, sodaß deren eigene Wirtschaftsgemeinschaft dazu aufgelöst werden sollte. Nicht der Wille zu einer „Kooperation“ und eine „Gemeinwohlorientierung“ verhinderte so eine Neuauflage eines Versaier Diktatfriedens sondern die gemeinsame Feindschaft wider den Osten und gegen Rußland.

Erst durch diese NATO- Doktrin, Rußland herauszuhalten, entstand das Märchen von der Nichtzugehörigkeit Rußlands zu Europa. Zu den Zeiten der „Heiligen Allianz“ Preußens,Rußlands und Österreichs“ wider den französischen Revolutionsvirus wäre niemand auf den Gedanken gekommen, daß Rußland kein europäisches Land sei!

Der Kanzler Adenauer wurde ob seiner Außenpolitik als ein „Kanzler der Allierten“ kritisiert, zu recht.Daß er 1952 die Offerte Rußlands verwarf, daß wir Deutschen uns wiedervereinigen könnten unter der Bediingung einer außenpolitischen Neutrlität, muß wohl als eine der größten Fehlleistungen der westdeutschen Politik angesehen werden. Dem CDU Kanzler war aber die Westintegrtion und damit der Konfronttionskurs auch gegen Ostdeutschland wichtiger als unsere deutschen Interessen.

In der EWG hörten nun natürlich die Interesensgegensätze zwischen den einzelenen Staaten nicht auf, sie wurden nur zurückgestellt ob der gemeinsamen Feindschaft gegen den Osten. Jetzt, wo dieser Feind besiegt und die NÁTO direkt vor den Grenzen Rußlands stehen, ist dieser Feind entmachtet, auch wenn er in der Ukrine noch ein Rückzugsgefecht führt.Deswegen revitalisieren sich nun wieder die nationalen Interessengegensätze. So erzählt Bundeskanzler Kohl ja in seinen Memoaren, wie vehement Frankreich und England die Wiedervereinigung Deutschlands zu hintertreiben versuchten. Auch kann man sich darauf verlasen, daß von der EU beschlossene Boykotmaßnahmen zuvörderst die deutsche Exportindustrie schädigen.

Was für eine Verschwörungstheorie serviert uns dazu nun aber dieser „Communio“- Artikel? „Ein zerstrittener Kontinent nützt der Trump-Regierung. Gerade Konservative müssen verstehen, dass es jetzt auf das Gemeinwohl ankommt.“ Wenn der katholische Kanzler Adenauer gemeinwohlorientiert gehandelt hätte, also für das Deutsche Volk Politik gemacht hätte, dann hätten wir schon in den 50 Jahren eine Wiedervereinigung erlebt und hätten keinen Krieg befürchten müssen, in dem wir Deutsche auf beiden Seiten der Front gestanden hätten.

Aber die Trumpregierung braucht gar keine Intrigen zu spinnen, denn jetzt, wo der Feind fast besiegt ist, revitalisieren sich nur die vordem zurückgestellten Interesengegensätze zwischen den einzelnen Völkern Europas. Jede Nation denkt jetzt wieder für sich selbst gemeinwohlorientiert, nur wir Deutschen spielen die Kosmopolitischen:

Gemäß der Ordnung der Liebe (Thomas von Aquin) heißt das, daß für unsere Politik die Ausrichtung an unseren Volksinteressen den Vorrang hat und dazu paßt ein Konfrontaionskurs wider Rußland überhaupt nicht. Der begabteste deutsche Politiker, Otto von Bismarck erfaßte es so: Wenn wir uns gegen Rußland stellen und Rußland gegen uns, dann hat das für unsere beiden Völker nur die schlimmsten Folgen! Kulturell paßt Deutschland nach dem Urteile Thomas Manns in seinem genialen Werk: „Betrachtungen eines Unpolitischen“ auch nicht in das Westeuropäische. Dies Werk ist sicher das Beste, was je über Deutschland verfaßt worden ist!

Den Antipol offeriert uns der Grünen Politiker J. Fischer in seinem antideutschen Opus: „Risiko Deutschland“: M.Sattler erfaßt so das Zentralanliegen dieses antideutschen Konzeptes der „Grünen“: „Wichtigster Mechanismus, um das außenpolitische >Risiko Deutschland< zu minimieren, ist nach Fischer die EU. Den Deutschen ihre Selbstbestimmung zu entziehen und die Macht in Deutschland auf eine von den Deutschen nur noch sehr indirekt kontrollierbare Institution zu verlagern, ist für ihn die wichtigste Voraussetzung, die vermeintliche Gefahr, die von den Deutschen für den Rest der Welt ausgeht, endgültig einzudämmen.“1 Dieser Grünenpolitiker hat eben klar die Intention auch der EU, nicht nur der Nato erkannt, uns Deutsche klein zu halten. Eine gemeinwohlorientierte Politik würde also unseren Austritt aus der NATO und der EU verlangen.





1Zitiert nach: https://www.pi-news.net/2012/10/die-fischer-doktrin-einhegen-und-verdunnen

Dienstag, 6. Januar 2026

Wie man sich die Welt nach den zwei Weltkriegen zurecht legen könnte und an der Realität kläglich scheitert

 

Wie man sich die Welt nach den zwei Weltkriegen zurecht legen könnte und an der Realität kläglich scheitert


Eine schöne Erzählung, daß nach den zwei Weltkriegen die Einsicht unter den Politikern gewachsen sei, daß der Krieg kein Mittel der Politik mehr sein dürfe und daß so supranationale Vereinigungen,die UNO etwa und Institutionen den Krieg aller Staaten gegeneinander bändigen können, wie der leviatanische Staat den Bürgerkrieg ein Ende gesetzt habe, abgesehen vom Problem der innerstaatlichen Kriminalität, die nur irgendwie nicht stimmte.Als wir Westdeutschen noch vehement , vielleicht von Kants Erwägungen zur Möglichkeit eins ewigen Friedens in einer Weltrepublik beflügelt träumten, ging die reale Politik des Willens zur Macht weiter.

Der „Kalte Krieg“ stelle uns West- wie Ostdeutsche vor die Möglichkeit, uns gegenseitig bekriegen zu müssen und stellte die ganze Welt vor die reale Möglichkeit,die Erde als Ganzes vernichten zu können durch die Atombombe.

Aber das hätte man sich in Westdeutschland ja noch so zurecht dichten können, daß es da den „Freien Westen“ als das „Friedensreich“, auferbaut auf den Säulen der Demokratie, der Menschenrechte und der Marktiwirtschaft existiere, das leider von der „barbarischen Macht des Kommunismus“ bedroht sei, aber in sich selbst schon die Barbarei des Nationalismus überwunden hätte. Europa sei das Friedensprojekt, dem das Christentum, der.Liberalismus und der Antitotalitarismus ein festes Fundament gegeben hätte.

Der Zusammenbruch des Ostens, die Auflösung des sozialistischen Lagers rief gar die Utopie des Endes der bisherigen Geschichte hervor in der nun im Liberalismus vereinten einen Welt. Aber aus was für einem Traum erwachten wir da? Die reale Geschichte der Politik, daß es einen ideologischen und machtpolitischen Kampf zwischen dem Westen und dem Osten seit 1945 gegeben hat, in dem der Westen siegte, indem nun fast ganz Osteuropa in die westliche Welt, die kapitalistische reintegriert wurde und Rußland aus Europa rausgedrängt wurde. Daß die EWG, die EU und die Nato genau zu diesem Zwecke errichtet worden ist, uns klein zu halten, den Osten zu reintegrieren und dabei Rußland herauszuhalten und die USA als die Hegemonialmacht Europas einzusetzen, vergißt man da zu gerne angesichts des Erfolges wider die Expansionsziele des Ostens, die Welt mit ihrem Sozialismus zu beglücken.

Aber da nun der eine die westliche Welt bedrohende Feind Sowjetunion besiegt und Rußland sich als unfähig erweist, militärisch den Ukrainekrieg siegreich zu beenden, steht die USA wieder als einzige reale Weltmacht dar, auch wenn China andeutet, hier eine Konkurrenz sein zu können, zumindest ökonomisch. So gestaltet sich die Außenpolitik der USA neu. Als einzige reale Weltmacht zeigte sie nun, daß es für sie nur noch eine Politik des Rechtes des Stärksten gibt. Unter völliger Mißachtung des Völkerrechtes griff die USA Venezuela an, setzte die dortige Regierung ab, um ihr in den USA einen Schauprozeß angedeihen zu lassen mit dem klar benannten Ziel, so das Erdölvorkommen Venezuelas sich zu eigen zu machen. Ganz Lateinamerika wird zum Besitzstand der USA erklärt, mit dem Recht,in jedem dieser Staaten ganz nach Belieben ihr gemäße Regierungen installieren zu dürfen.

Die „Zeit“ berichtet am 5.Jänner 2026: „Donald Trump bekräftigt Anspruch der USA auf Grönland >Wir brauchen Grönland<, wiederholt der US-Präsident nach dem Schlag in Venezuela. Grönland und skandinavische Länder weisen die Äußerung als respektlos zurück.“ Die Großmacht USA hat es nicht mehr nötig,irgendeinem anderen Staat einen Respekt zu erweisen und selbst einst Verbündete des Kampfes gegen die Sowjetunion können nun in das Fadenkreuz der rein imperialistischen Politik der USA geraten!

Die deutsche Regierung hat diese Lexion schon gelernt und verzichtet auf jede Kritik an der völkerrechtswidrigen Politik der USA.Das Völkerrecht scheint sein Ablaufdatum überschritten zu haben, denn nun, da die Sowjetunion als die Gegenmacht ausgeschaltet ist,un durch den Ukrainekrieg in die Defensive gedrängt ist, kann die USA zu einer reinen Machtpolitik zurückkehren, der alles Recht nur bureaukratische Hindernisse ihrer Machtpolitik ist.

Die Machtpolitik ist wieder da, da die Epoche der sich wechselseitig in Schach haltenden Supermächte, der USA und der Sowjetunion beendet ist.Und wir haben uns nun als vereintes Deutschland den USA subordiniert, hierbei war die Entscheidung des „Kanzlers der Alliierten", Adenauer: „Nein“ zum Angebot Stalins für ein neutrales wiedervereintes Deutschland 1952 zu sagen, der Verzicht auf die Möglichkeit eines souveränen Deutschlandes. Aber die USA ist eine Macht, die nur Politik für ihre eigenen Interessen mach ohne irgendeine Rücksichtsnahme gegenüber uns und andere.

Daß die Welt nach 1945 vernünftiger und friedlicher geworden sei, diesen Anschein verdankt sich so nur der zeitweiligen Pattsituation der zwei Supermächte. Jetzt zeigt die USA wieder, wer der Herr der Welt ist. 

Man wird auch mutmaßen dürfen, daß die Einheit der EU zerfallen wird, wo es den einenden Feind faktisch nicht mehr gibt, auch wenn die jetzige Propaganda an dem Feindbild Rußland festhält. 

Zum Schluß: Solange Jesus Christus nicht wiedergekommen sein wird, zu richten die Lebenden und die Toten, wirkt der Teufel in der Welt,sodaß es keinen dauerhaften Frieden geben kann.  







Freitag, 29. August 2025

Wie ein Chefankläger des Ostens zu einer unerwünschten Person wurde – oder wie das Seelisch- Geistige zu verschwinden begann, auch die Religion!

 

Wie ein Chefankläger des Ostens zu einer unerwünschten Person wurde – oder wie das Seelisch- Geistige zu verschwinden begann, auch die Religion!



Als der russische Schriftsteller seinen „Archipel Gulag“ publizierte, avancierte er nicht nur in der antikommunistischen Presse zu dem Chefankläger der Sowjetunion, ja er galt nun als der Widerleger des orthodoxen Marxismus, (so Professor Eßbach in seiner Vorlesung über die Postmoderne) der die freie westliche Welt damit verteidigte als die einzig gute und vernünftige Gesellschaftsordnung. Der Vernunft stand so die irrationalistischen Ideolgien des Nationalsozialismus und des Kommunismus gegenüber und jeder Christ wußte so nun auch, auf welcher Seite er zu stehen habe und wo sein Feind stünde.

Aber dann schrieb dieser russische Schriftsteller solches: „Die massengesellscchaftlichen Systeme des Kommunismus und Kapitalismus sind identisch,verankert in den Dogmen der Aufklärung eines ideologischen Liberalismus, in der seelischen Entwurzelung der Völker. Ethnoizd beginnt mit dem Mischmasch der Nationalkulturen.“1

Daß dieser russische Schriftsteller sich damit völlig ins Abseits gestellt hat, ist offenkundig, aber vielleicht könnte man ja Papst Franziskus Parole: „Raus zu den Rändern, raus aus der Komfortzone“ ja auch ganz eigenwillig so deuten, daß man Autoren liest, die man nicht mehr zitieren darf, will man nicht aus dem öffentlichen Diskursen ausgeschlossen werden.

Der Kapitalismus und der Kommunismus sind also beide gleichermaßen in der Aufklärung fundiert. Die vernünftige Ordnung des Kapitalimus und die irrationalistische des Kommunismus basierten beide in der Aufklärung. Was wird denn nun der Aufklärung entgegengesetzt? Der Vorwurf der „seelischen Entwurzelung der Völker“ setzt als etwas Positives die Vorstellung voraus, daß die Völker sich durch eine ihnen eigene Seele auszeichneten und daß das bewahrt werden solle. Der „Mischmsch der Nationalkulturen“ löse diese Volksseelen auf und aus den Völkern werden Massen von Menschen, die Massengesellschaften bildeten.

Das dem Kapitalismus wie dem Kommunismus Gemeinsame ist somit ihr Antinationalismus: Sie wollen Beide eine globale Ordnung, eine für die ganze Welt sein, ín der dann alle Nationalkulturen sich aufzulösen hätten. Noch eine andere Antithetik spielt hier eine Rolle, die von der Aufklärung und der Seele. Die Seele steht hier, um es mit einem wunderschönen romantischen Begriff zu benennen für das Gemüt, das eigentümlich Individuelle, die Aufklärung dagegen für das Verstandesdenken2, das seinen authentischten Ausdruck in der Rechenkunst findet. Daß heißt etwa:Statt metaphysisch über die Qualität eines Kunstwerkes nachzudenken, wird gezählt, wie viel Gewinn man damit erzielen kann. Das Wahre und Gute transforiert sich dabei zur Frage des Nützlichen und die Nützlichkeit von etwas ist berechen- und zählbar.

Der „ideologische Liberalimus“ soll dabei einerseits den Willen der Auflösung aller nationalen Identitäten bezeichnen im Namen des Einzelbürgers als eines Individuumes und soll anderersseits die Nationalkulturen auflösen durch die Propagierung des gemeinsamen Menschseins aller Menschen, die eine nationale Identität nicht zuließe. Und der Liberalismus steht für den Primat der Ökonomie. Liberale wie auch die orthodoxen Kommunisten erstreben als den Endzustand eine staatslose Weltgesellschaft an, die allein durch die vernünftig gestaltete Ökonomie lebe.3

Für diesen russischen Autoren ist der Mensch in seine ihm eigene Volkskultur eingebunden und die ist etwas Seelisches, Geistiges, das als solches weder in den Kapitalismus noch in dem Kommunismus hineinpaßt. Für diese Beiden ist stattdessen die Technik, der technische Fortschritt das Eigentliche für den Menschen, das Geistige verkommt im Kapitalismus zu einer Ware und im Kommunismus soll alles Geistige nur noch der kommunistischen Propaganda dienen, die das Heil des Menschen in der immer besser werdenden Naturbeherrschung und der vernünftigen Gestaltung dieser Beherrschung ansieht.Für die Religion als etwas Geistigem für das Seelenleben eines Volkes haben so beide Systeme letztendlich nichts übrig, sind beide doch materialistisch denkend und das heißt immer, der Ökonomie den Primat zuzusprechen!







2Mit der Differenz von Verstand und Vernunft versuchte nicht nur Hegel, die Einseitgkeit des aufklärerischen Denkens und die romantische Kritik daran in das phillosophische Denken zu integrieren, sodaß diese Philosophie nicht einfach als aufklärerische bezeichnet werden kann, sondern sie ist ideallistisch!

3Hierzu muß an Lenins Schrift: „Der Staat und die Revolution“ erinnert werden, in der die Diktatur des Proletariates nur für eine Übergangszeit als notwendig gelehrt wird, daß aber das Ziel die staatslose Menschheitssgesellschaft verkündigt wird. Auch dem Liberalen ist der Staat nur ein notwendiges Übel, das immer die Freiheit des Unternehmers gefährdet.

Freitag, 25. April 2025

Der neue Feind: „die Friedensbewegung“ in der Zeit der Kriegsvorbereitung, einst in der Kirche gern gesehen!

 

Der neue Feind: „die Friedensbewegung“ in der Zeit der Kriegsvorbereitung, einst in der Kirche gern gesehen!



So diffamiert die „Tagespost“ am 23.42025 die Ostermärsche der Friedensbewegung in Deutschland, die trotz allem Totsagens doch noch existent ist: Foto: „ Diether Dehm, ehemals SPD, ehemals Linkspartei , Ex-Stasi-Spitzel und Schlager-Poet, bei einer Friedensprozession am Karfreitag unter dem Motto „Frieden kennt keine Brandmauern" auf dem Postplatz in Dresden.“ Die Friedensbewegung ist halt eine von Moskau ferngesteuerte Bewegung, sodaß in ihr nun „Stasi-Spitzel“ führend mitwirken und politisch Linksstehende. Letzteres betont dieser Artikel: „Sie marschieren wieder“ in Hinsicht auf die Leserschaft der „Tagespost“, die wohl Antipathien gegen die SPD und die“Linke“ hegt.

Aber ein aufmerksamer Leser muß doch etwas irritiert werden durch diese Zuordnung der Friedensbewegung in das „linke“ Lager, wird sie doch jetzt als etwas „Rechtes“ diffamiert. Am 24.4.2025 berichtet die Internetseite: „NachDenkseiten“: „Dieter Hallervorden hat Gesicht gezeigt und eine bemerkenswerte Rede gehalten, die auf einer Friedensdemo am Karfreitag in Dresden eingespielt wurde. Doch anstatt auf den Inhalt der Rede einzugehen und Hallervordens Kritik aufzugreifen, hatten zahlreiche Medien nichts Besseres zu tun, als die Veranstaltung als „rechts“ zu framen. Hallervordens Appel für Frieden wurde kurzerhand zur „Kurzschlussverschwörungsrede“ (FAZ) umgedeutet.“ Der populäre Komiker erwiderte: „Die sollten eher dagegen aufstehen, wenn jemand Goebbels‘ Lieblingswort ‘kriegstüchtig’ wieder en vogue bringt"“

Für die „Tagespost“ ist deswegen die jetzige Friedensbewegung ein Querfrontphänomen, daß da Linke und Rechte gemeinsam gegen die demokratische Mitte agitieren. Früher war das noch einfach: Die Linken sind für den Frieden, sind Antimilitaristen und gar Pazifisten, wohingegen die Rechten als Militaristen den Krieg liebten, und ihn eigentlich gar als etwas Selbstzweckliches verherrlichten. Wie kommt es denn nun zu dieser Konfusion, daß Friedensbewegte als „rechts“ verunglimpft werden und die Demokraten „Ja“ sagen zum Krieg als dem geeigneten Mittel zum Kampf gegen Rußland? Noch irritierender ist doch nun, daß Rußland seit der Oktoberrevolution positiv beurteilt wurde, auch wenn nicht jeder Linke den sowjetischen Sozialismus als gelungen guthieß, wohingegen die „Rechten“ doch eher als rußlandfindlich angesehen werden, schließlich hätte doch Hitler als der Rechte schlechthin seinen sog. „Vernichtungskrieg“ gegen Rußland geführt. Die demokratisch regierten Länder kamen dann ja auch 1941 Stalin zur Hilfe in seinem Kampf gegen das rechtsregierte Deutschland.

Diesem Phänomen wird man wohl nur gerecht, wenn man die Oberflächlichkeit der heutigen Medienwelt mitbedenkt, daß die Vokabel „Rechts“ einfach zur Diffamierung von allem dient, was politisch oppositionell sich artikuliert. Wie die Qualifizierung von etwas als „Kitsch“ nichts anderes mehr bedeutet als: „Das ist auf keinen Fall akzeptabel“ so besagt das so auch die Vokabel: „Rechts“Alles Beliebige kann so als „Kitsch“ oder als „Rechts“ verteufelt werden, weil damit ja auch nur ausgesagt wird, daß es vollkommen inakzeptabel sei.

Aber doch verbirgt sich hinter dieser Diffamierungskampagne mehr: Die ersten ideologisch geführten Kriege führte Napoleon, der so die Errungenschaften der „Französischen Revolution“ zu dem Fundament Europas machen wollte und so das christliche Abendland überwinden. In der kommunistischen Partei Rußlands wurde dann, als die Hoffnungen auf eine kommunistische Revolution in Deutschland in der Weimarer Republik scheiterten, diskutiert, ob ein Revolutionsexport durch die Rote Armee dann dem Sozialismus in den anderen europäischen Ländern,isb in Deutschland möglich sein könnte, auch als eine Hilfe für die weltpolitisch isolierte Sowjetunion. Daß der Krieg so ein unter Linken bejahtes Mittel der (revolutionären)Politik war ud ist, wird nun völlig verdrängt, als wären „Rechte“ die Befürworter ideologischer Kriege. Um von dieser linken militaristischen Tradition abzulenken, soll nun das „Ja“zum Kriege etwas „Rechtes“ sein. Liest man daraufhin rechte Texte, selbst Hitlers „Mein Kampf“ findet sich eher eine antiutopistische Haltung, daß Kriege nun mal ein Mittel der Politik sind und es keine berechtigte Hoffnung dafür gibt, daß Staaten ein für alle mal auf dies Mittel verzichten werden.1

Aber wenn es um Rußland geht, dann müßten doch die antikommunistisch gesonnenen Rechten für einen Krieg gegen Rußland sein und tatsächlich existiert in Deutschland eine rechtsradicale Partei diese Position, die „Partei des dritten Weges“, aber damit steht sie im rechten Lager isoliert dar! Ein Blick in ein Geschichtsbuch erklärt uns diese Eigentümlichkeit: Den Linken und allen Demokraten war die Französische Revolution das Ereignis der politischen Geschichte Europas, in der die Vernunft praktisch wurde. Aber diesem aufblühenden Reich des Lichtes stellten sich finstere Mächte entgegen, die sich zur „Heiligen Allianz“ gegen den Fortschritt verschwörten: das zaristische Rußland, das preußische Deutschland und das reaktionäre Österreich. Den antirevoluionären Conservativen wurde so gerade Rußland zu dem Bollwerk wieder die Ideale der Französischen Revolution. Es kann als eine Ironie der Geschichte angesehen werden, daß nun das postsozialistische Rußland unter der Führung Putins zu der conservativen Gegenmacht gegen das ultraliberal permissive Westeuropa avanciert. Das jetzige Rußland hat kaum noch etwas mit dem Rußland Lenins gemein, aber viel mit der einstigen Heiligen Allianz wider den französischen Revolutionsvirus. Man vergleiche dazu einmal Thomas Manns Einschätzung Deutschlands im Spannungsfeld zwischen Frankreich und Rußland in seinen „Betrachtungen eines Unpolitischen“.

Für Linke und Linksliberale steht so der Kampf gegen Rußland als der reaktionärsten Macht Europas in der Tradition des Krieges Napoleons gegen das zaristische Rußland, während Conservative und Rechte im heutigen Rußland in der Tradition der „Heiligen Allianz“ einen Verbündeten gegen den heutigen Zeitgeist der Auflösung aller Traditionen sieht. Der Schulterschluß zwischen den Kaisern und der Kirche in dieser Allianz findet ja seine Entsprechung in dem Schulterschluß der jetzigen russischen Regierung mit der Russisch-Orthodoxen Kirche, gegen den dann gerade alle liberalen Theologen auf das heftigste polemisieren, nicht nur die“Tagespost“.

So avanciert nun tatsächlich die Friedensbewegung zu dem Feind, da sie sich der Aggressionspolitik des Westens gegen Rußland widersetzt, wohingegen Linke und Liberale ihre neue Liebe zum Kriege als das Mittel gegen reaktionäre Mächte neu entdecken. Auf den Straßen wird innenpolitisch die Parole: „Afdler töten!“ gerufen und außenpolitisch heißt die Parole nun: „Kriegsbereit gegen Rußland werden!“. So kämpfen die Ideale der Französischen Revolution aufs Neue wider ihre Gegner, auch mit dem Mittel der Gewalt, des Krieges.





1Das Narrativ, Rechte seien Kriegsenthusiasten beruht ja auf dem Narrativ, daß Hitler bzw besser die NSDAP schon von Anfang an, also vor 1933 einen Plan zur Welteroberung in der Tasche hatten, daß Deutschland durch Kriege die ganze Welt erobern sollte und daß dann die ganze Poitik des 3.Reiches auf dies Ziel ausgerichtet gewesen sei. Es hält dies Narrativ keiner historisch-kritischen Untersuchung stand, gehört aber zu den Grundlagendogmen der offiziellen Geschichtsschreibung.Vgl hierzu, komprimiert und gediegen: Florian Urban: "99 populäre Irrtümer über den Zweiten Weltkrieg".

Samstag, 9. November 2024

Die Liebe zum eigenen Volk – eine Sünde? Die „Tagespost“ läuft Amok

 

Die Liebe zum eigenen Volk – eine Sünde? Die „Tagespost“ läuft Amok


Wenn es darum geht, gegen Rußland und die Russisch-Orthodoxe Kirche zu polemisieren, ist die „Tagespost“ immer mit dabei, gilt es doch den Kampf gegen den Hort des Bösen zu führen. Es wäre mehr als verdienstvoll, den Ursprung dieser antirussischen Haltung zu eruieren. Ich vermute, daß diese Haltung in der Begeisterung für die Französische Revolution sich gründete, daß gerade das zaristische Rußland dazu den reaktionären Gegenpol bildete. Schließlich war ja neben Preußen und Östereich gerade Rußland die Kraft der antirevolutionär ausgerichteten „Heiligen Allianz“. Auch heutigen Tages gilt ja das Rußland unter Putin als das reaktionärste Land Europas, das sich den Errungenschaften des „Freien Westens“ , etwa der Genderideologie, dem Feminismus und dem Konzept des Multikulturalismus widersetzt und damit leider gar unter Conservativen Deutschlands Sympathien gewinnt: Rußland als der Hort der Ewiggestrigen.

Aber nun entdeckt die „Tagespost“ eine weitere Todsünde Rußlands: „Patriotismus als Pflichtfach.Mit der zunehmenden Propagierung patriotischer Werte verfolgt der Kreml das Ziel, die nächste Generation für den Staat zu formen. Ein bedenklicher Trend, der sich tief im russischen Bildungssystem verankert.“So heißt es wirklich in dieser antirussischen Zeitung! Hätte man,bevor man zu polemisieren anzufangen, in den Katechismen und kirchlichen Auslegungen zum Gebot der Elternliebe nachgelesen, wäre man darauf gestoßen, daß die Vaterlandsliebe, bzw die Liebe zur Heimat in der Liebe zu den Eltern sich gründet als das angemessene gebotene Verhalten zum eigenen Vaterland.Aber selbstverständlich findet man von diesem in der Elternliebe begründeten Patriotismus in den jetzigen Aussagen der Kirche nichts mehr, verstößt doch die Liebe zum eigenen Volke der politischen Korrektheit.

Daß der Schulunterricht nicht nur Wissen zu vermitteln hat und die Fähigkeit, sich Wissen zu erarbeiten, sondern auch eine ethische Erziehung beinhaltet, sollte ein katholisch sich nennende Zeitung wissen. Aber die Feindschaft wider das reaktionäre Rußland verhindert hier, daß gerade in dieser Erziehung zum Patriotismus die Schule ihrem Bildungsauftrag gerecht wird. Man lese dazu einmal die wirklich wunderbaren Reden des Philosophen Fichte an die deutsche Nation nach, als es galt, Deutschland von der Fremdbeherrschung durch Frankreich zu befreien, erst geistlich und dann auch realpolitisch militärisch.

Außenpolitisch unterstützt die „Tagespost“ ja uneingeschränkt die Natokriegspolitik gegen Rußland. Während es in Deutschland doch noch Kräfte gibt, die im Geiste der Entspannungspolitik für eine diplomatische Lösung dieses Ukrainekrieges plädieren, setzt diese Zeitung mit allen Kriegsliebhabern auf einen militärischen Endsieg der Ukraine. Dazu gehört es dann auch unweigerlich, die Interessenlage Rußlands völlig zu mißachten, daß die russische Bevölkerung in dem multiethnischen Staat der Ukraine von der nationalistich antirussischen Regierung diskriminiert wurde und wird und daß der russischen Bevölkerung nicht der Austritt aus diesem Staate erlaubt wurde, sondern daß stattdessen die ukrainische Regierung die sich als unabhängig erklärt habenden russischen Volksrepubliken bekämpfte. Erst wegen der Angriffe auf diese Republiken baten die dortigen Regierungen Rußland um einen militärischen Beistand gegen die ukrainische Aggression.

Prinzipiell offenbart sich hier das Problem, daß die Staatsgrenzen Rußlands und der Ukraine nicht übereinstimmen mit den Lebensräumen der Völker. Zu viele Russen leben in dem ukrainischen Staatsgebiet, zu dem sie sich aber als Russen nicht zugehörig wissen. Das ist ein sehr konfliktträchtiges Potential, das dann explodierte, als die prowestlich eingestellte ukrainische Regierung die Russen innnerhalb des Staates zu ihrem Feind erklärte. Typisch dafür ist, daß diese Regierung der dortigen Kirche verbot, weiterhin, Russisch-Orthodox zu heißen und nun will sie sie gar ganz verbieten wegen prorussischer Äußerungen. Ein russische Regierung ist nur dann eine russische Regierung, wenn sie sich auch für das Geschick der in einem Ausland lebenden Russen verantwortlich fühlt. Das gehört konstitutiv zu einer patriotistisch fundierten Außenpolitik dazu. Darum intervenierte sie auch zugunsten der russischen Bevölkerung der Ukraine. Man kann nun über die Verhältnismäßigkeit der Intervention geteilter Meinung sein, aber es muß klar sein, daß solange die ukrainische Regierung der russischen Bevölkerung ihr Selbstbestimmungsrecht abspricht, es keinen Frieden in diesem Konfliktgebiet geben kann.

Daß im russischen Schulunterricht der Ukrainekrieg aus der patriotischen Sicht dargelegt wird, ist aber eine Selbstverständlichkeit, denn in jeder staatlichen Schule wird die Geschichte aus einer patriotischen Perspektive dargestellt. Nur für unseren Geschichtunterricht gilt das nicht, denn die Geschichtsbücher lassen wir uns immer noch nach dem verlorenen Krieg von den westlichen Siegermächten schreiben. Um ein Gespür zu bekommen von der Differenz zwischen der offiziösen Geschichtsschreibung und dem Bemühen, sie so zu rekonstruieren, wie sie wirklich war, gvl: Leopold von Ranke, empfiehlt sich das Lesen des Buches: „99 populäre Irrtümer über den Zweiten Weltkrieg“ von Florian Urban.

Den Patriotismus als Lernziel staatlicher Schulen zu verdammen, das kann nur in einem besiegtem Volke geschehen, daß sich auch noch den Inhalt des Schulunterrichtes von den Siegern diktieren läßt. Mit dem christlichen Glauben ist zudem eine Perhorreszierung der Liebe zum eigenen Volke, zum Patriotismus unvereinbar. Jesus Christus lehrt uns nicht die Selbstverachtung. Wie die Liebe zu Gott, zum Nächsten und damit notwendigerweise die zum eigenen Volkstume zusammengehört, das könnten wir Christen Deutschlandes gerade von der Russisch-Orthodoxen Kirche lernen! Die Kirche hat sich eben auch in das jeweilige Volkstum zu inkarnieren, die Fähigkeit dazu ist die Stärke der orthoxen Kirchen.

Lesefrucht: 

Aus NachDenkSeiten 8.11.2024 "Offener Brief von ukrainischen Linken":

"Die linken Parteien der Ukraine, insbesondere die Union der Linken Kräfte der Ukraine, wurden allein deshalb verboten, weil sie für den Frieden, die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und die Aufnahme von Friedensverhandlungen eintraten; weil sie erklärten, dass eine nukleare Katastrophe bevorstehe; weil sie direkt auf die Nutznießer des Krieges in der Ukraine hinwiesen – die Oligarchie und den militärisch-industriellen Komplex; weil sie über Korruption katastrophalen Ausmaßes schimpften, über den Höhepunkt des Neonazismus im Land, über die Zerstörung der nationalen Wirtschaft und die Bereicherung von Oligarchen und dem Präsidenten nahestehenden Beamten; im Allgemeinen über alles, was auch die Massenmedien im Dienste der Weltoligarchie heute verkünden." 

Corallarium 

Daß die Gnade die natürlichen Ordnungen nicht zerstört, wird hierbei völlig verdrängt.  

Mittwoch, 24. Juli 2024

Frieden droht – unfaßbar, aber wahr: Über die Drohbotschaft eines möglichen Friedens in der Ukraine

 

Frieden droht – unfaßbar, aber wahr: Über die Drohbotschaft eines möglichen Friedens in der Ukraine



„Moskau setzt auf Trump: „Er ist für Frieden- das können wir nur begrüßen“, meldet die Internetseite: „Zuerst“ am 22.7.2024. Gewönne der Expräsident die nächste Präsidentenwahl der USA, droht ein Frieden in der Ukraine. Der jetzige Amtsinhaber hatte sich ja klar als ein Vorkämpfer einer Neuauflage des „Kalten Krieges“ gegen Rußland und China profiliert, Trump den Vorwurf machend, den Feinden des Westens zu nachgiebig sich zu verhalten. Nun kämpft die heldenhafte Ukraine gegen den Feind des Westens, dank der massiven Militärunterstützung. Aber wie sollte die Ukraine ihre politischen Kriegsziele verwirklichen und gar die der Nato ohne die kraftvolle Unterstützung der USA?

„Michael Kretschmer (CDU) sorgt sich, dass Trump den Ukraine-Krieg beenden könnte »Stellen Sie sich mal vor, dieser Trump wird gewählt. – Man will es sich gar nicht vorstellen! – Und der sorgt dann dafür, dass dieser Krieg beendet wird! Wie stehen wir da? Was machen wir mit diesem Chaos dann?« So ist es auf der Internetseite „Freie Welt“ am 22.7.2024 zu lesen. „Beatrix von Storch kritisiert ungeheuerliche Aussagen von Michael Kretschmer“.Die größte Sorge dieses christlichen Politkers ist es, daß ein wiedergewählter Trump den Ukrainekrieg beenden könnte, daß Rußland zu Friedensverhandlungen bereit sei und daß so der Friede auf der Tagesordnung stünde. Die ungarische Regierung sondierte just in Moskau die Möglichkeiten einer diplomtischen Lösung dieses Konfliktes und wurde deshalb mit Sanktionen durch die EU abgestraft. Die „Tagespost“ polemisierte als wortgewaltiger Unterstützer des Natokriegskurses so wider Orbans Friedens-gespräche: „Orbáns Moskau-Reise dient nicht dem Frieden“.

„Stärker noch als Scholz ist Baerbock eine entschiedene Befürworterin nicht nur immer mehr und immer durchschlagenderen Waffenlieferungen an die Ukraine. Und anders als der Kanzler vertritt Baerbock die Meinung, die Ukraine müsse den von Wladimir Putin begonnenen Angriffskrieg gewinnen.“. Meldet „Focus Online“ am 16.7.2024.

Um diese Angst vor einem Frieden zu verstehen, ist es vonnöten, die Kriegsziele der ukrainischen Regierung und der Nato zu erfassen. Das gerade ist nun ein prinzipielles Problem, da im Verlaufe eines Krieges die sich ändern können, politisch also neu fixiert werden können. So liegt es nahe, anzunehmen, daß das anfängliche Ziel der Ukraine die Zurückdrängung des russischen Angriffes und die Eroberung der sich als selbstständig erklärten russischen Republiken war, daß jetzt aber angesichts der massiven Unterstützung durch den Westen mehr erstrebt wird, möglichst viele Gebiete, auch wenn die Wohnbevölkerung da mehrheitlich Russen sind, der Ukraine einzugliedern. Das erforderte dann auch eine Politik der sog ethnischen Säuberungen, wie sie etwa Polen erfolgreich gegen die Deutschen nach dem 2.Weltkrieg praktizierte in den nun von ihr beanspruchten deutschen Ostgebieten. Die Natokriegsziele sind davon klar zu unterscheiden. Am klarsten tritt dabei das amerikanische Interesse hervor, Rußland als ein gewichtiges Hindernis für ihre Eine-Welt-Ordnung zu beseitigen, indem in Rußland eine Amerika genehme Regierung an die Macht gebracht wird. Es wird eben auf einen langen Zermürbungskrieg gesetzt, hofffend daß dann in Rußland, ähnlich wie zum Ende des 1.Weltkrieges hin, die russische Regierung durch einen Putsch gestürzt wird. Ein Kriegsverbrecherprozeß gegen die russische Regierung, ähnlich den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, bildete dann der triumphalen Schlußpunkt dieses Krieges.

Mit den Mitteln der Diplomtie lassen sich nun weder die ukranischen noch die amerikanischen Kriegsziele erreichen und darum wird auf den Krieg bis zum Sieg über Rußland gesetzt. Die Partei der „Grünen“, einst sich als friedensbewegt inszenierend identifiziert sich inzwischen so sehr mit den Interessen der amerikanischen Vormacht, daß sie deren Kriegspolitik vorbehaltlos bejaht, Die grüne deutsche Außenministerin hatte ja schon ganz euphorisch Rußland den Krieg erklärt, mußte dann aber doch zurückrudern. Die „Tagesschau“ vom 26.1.2023 vesuchte dann, wie viele anderen Medien auch, diesen „freudschen“ Versprecher der Grünenpolitikerin wieder aus der Welt zu schaffen: „Kriegserklärung gegen Russland? Wie Annalena Baerbock in einem verrutschten Statement mal eben vom Krieg des Westens mit Russland spricht - und was das mit der Realität zu tun hat.“ Man wird doch mal von einem Krieg gegen Rußland träumen dürfen, der dann eben besser ausgeht als der Napoleons.

Einst demonstrierte die deutsche Friedensbewgung gegen die aggressive Aufrüstungspolitik der Nato und auch die „Grünen“ waren dabei, jetzt, wo die gefahr eines 3.Weltkrieges größer ist als damals, existiert faktisch keine Friedensbewegung mehr und die „Günen“ stellen sich an die Spitze der Kriegswilligen. Daß „Compact“ nun von der Regierung verboten wurde, hängt eben auch, nicht nur damit zusammen, daß dies Mgazin so energisch sich gegen die Natokriegspolitik stellte. Die Politik der Entspannung ist eben vorbei, jetzt gilt es, aus den Archive des „Kalten Krieges“ abzuschreiben um einer Neuauflage des bewährten Feindbildes Rußland willen.

In bewundernswerter Schneidigkeit entdeckt so nun auch die katholische Presse das dazu gehörige Feindbild der Russisch-Orthodoxen Kirche, mit der man nun jeden Kontakt aussetzt: Mit Feinden reden Christen nicht!Und wer der Feind ist, läßt sie sich von der Regierung vorschreiben. Der Friede wird so zur größten Bedrohung, weil man den Krieg will, bis die politischen Ziele erreicht sind.







Dienstag, 5. September 2023

Bischof Bätzing: Zur Zukunft der Kirche – Entlarvendes!

Bischof Bätzing: Zur Zukunft der Kirche – Entlarvendes!



In dem Artikel der „Jungen Welt“ „Bätzing: Kirche und Religion auf dem Rückzug“ am 4.9.2023 wird die Zukunftsvision der Kirche dieses Bischofes enthüllt. Er konstatiert erst mal: „die Fähigkeit der Kirche, »Menschen für das Evangelium zu gewinnen und Orientierung zu geben, nimmt mit jeder Generation ab«. »Der Glaube an Gott droht zu verdunsten«.

Wie soll nun die Kirche darauf reagieren. Der Bischof verzichtet auf ein Lamentieren über diese mißliche Lage sondern weist auf Auswege hin: „Als Konsequenz daraus müsse die Kirche heute neue Wege gehen, wenn sie überhaupt noch eine Rolle spielen wolle. Dabei seien konkrete Taten für die Mitmenschen entscheidend, und deshalb sei es wichtig, dass die Kirchen als Träger des sozialen Netzes in Deutschland erhalten blieben. Sie könnten trotz aller Schwierigkeiten noch immer dazu beitragen, »diese Gesellschaft zusammenzuhalten und den Einfluss menschenfeindlicher Ideologien zu begrenzen«.

Konkrete Taten der Kirche, darauf käme es jetzt an.Nur, frage ich nun meine mitdenkende Leserschaft: Was ist nun wohl eine konkrete Tat in ihrer Differenz zu einer abstrakten Tat? Was mögen nur abstrakte Taten sein? Diese konkreten Taten sollen im Raume des sozialen Netzes stattfinden und Taten an, zugunsten von Mitmenschen sein. Läßt man dies Wortgeklingel beiseite, bleibt nur die Aussage, daß die Diakonie das wichtigste Tuen der Kirch sei, übrig. Dann könnte die Vokabel: konkret so gedeutet werden: Es solle sich um eine pure Diakonie handeln, die nicht mit Theologischem, gar Dogmatischen verkomplifiziert werden soll. Das Evangelium, die Orientierung, das stünde so unter dem Verdacht, unkonkret, gar theoretisch zu sein. Es soll so allein die praktisch helfende diakonische Tat zählen.

Die Kirche wolle die Aufgabe übernehmen, dazu beizutragen, „diese Gesellschaft zusammenzuhalten“. Und wie kann sie das? Sie kann dies, indem sie dazu beitragen will, „den Einfluss menschen-feindlicher Ideologien zu begrenzen«.“ Der angestrebte Zusammenhalt der Gesellschaft wird also durch die Ausgrenzung „menschenfeindlicher Ideologien“ produziert. Damit sind alle politischen Positionen rechts von denen der ehemaligen Bundeskanzlerin Frau Merkel gemeint. Also, die Kirche soll ihre gesellschaftliche Relevanz nicht nur durch ihre diakonischen Dienste verifizieren sondern ebenso auch durch ihre Teilnahme an dem ideologischen Kampf gegen Rechts. Es sei zur Veranschaulichung an den vorbildlichen Einsatz von Pfarrern erinnert, die durch ein Kirchenglockengeläut Kundgebungen rechter Parteien zu übertönen versuchen. Merksatz: Je inhomogener eine Gesellschaft ist, desto nötiger braucht sie einen Feind,durch dessen Ausgrenzung dann der Zusammenhalt produziert werden soll: „Wir alle sind gegen Rechts“.

Und warum diese Strategie? Weil die Vermittelung des Evangeliumes nicht mehr klappt und der christliche Glaube in unserer Zeit immer mehr verdunstet. Die Kirche soll eben ohne die christliche Religion auskommen, um sich ganz auf die Sozialarbeit zu kaprizieren. Ergänzend will man sich aber auch energisch im politischen Kampf gegen Rechts engagieren. Damit könne sich die Kirche als systemrelevant erweisen, um ihren Fortbestand abzusichern. 

Bezeichnend dafür ist auch, in welch trauter Übereinstimmung Kath de, Kath net und die "Tagespost" das neue und doch schon alte Feindbild Rußland propagieren. Auch der äußere Feind dient dem Zusammenhalt einer postmodernen Gesellschaft, die durch fast nichts mehr zusammengehalten wird. Der "Putinversteher" avanciert dabei zum neuen Lieblingsfeind und selbst Papst Franziskus fällt in Ungnade, äußert er sich nicht hinreichend antirussisch!  

 

Corollarium

Bischof Marx  hatte ja schon unlängst kritisiert, daß die Kirche zu viel von Gott rede,von dem man genaugenommen nichts Genaues wüsse. 



 

Dienstag, 29. August 2023

Papst Franziskus fällt in Ungnade – er vergaß die Feindschaft gegen...

Papst Franziskus fällt in Ungnade – er vergaß die Feindschaft gegen... Wie konnte Papst Franziskus nur vergessen, daß Rußland der Hort des Bösen ist, der mit allen Mitteln des Wirtschaftskrieges und militärisch zu bekämpfen ist. Stattdessen sprach der Papst zu jungen Russen: „“Vergesst niemals das Erbe. Sie sind die Erben des großen Russlands: des großen Russlands der Heiligen, der Herrscher, des großen Russlands von Peter I., Katharina II., diesem Reich – groß, aufgeklärt, [einem Land] mit großer Kultur und großer Menschlichkeit. Geben Sie dieses Erbe niemals auf, Sie sind die Erben der großen Mutter Russland, machen Sie weiter damit. Und danke – danke für Ihre Art zu sein, für Ihre Art, Russen zu sein.“ Das sagte Papst Franziskus vor einigen Tagen auf italienisch in freier Rede am Schluss seiner Video-Telefonkonferenz mit russischen katholischen Jugendlichen. (zitiert nach Kath net vom 29.8.2023:Papstworte an russische Jugendliche ziehen internationale Kritik nach sich“. Wer kritisiert nun den Papst? Hauptsächlich: Ukrainische Stimmen werden zitiert. Daß die den Papst kritisieren für diese Äußerung, verwundert nun nicht, befindet sich doch die Ukraine mit Rußland im Kriege, sodaß dort niemand irgendetwas Positives über Rußland hören will. Schließlich gehört es zur Kriegsrhetorik, den politischen Feind als moralisch verwerflichen zu verteufeln. Was hat nun aber Papst Franziskus so Verwerfliches hier gesagt? Er sagte zu jungen Russen, daß das russische Volk ein großes Kulturvolk sei, daß es ein von der christlichen Religion tief geprägtes Land sei und daß sie, die Jugend nun in der Tradition und Pflicht stehen, diese russische Tradition fortzusetzen. Ja, ganz gegen die Ideologie der propagierten Eineweltuniformität sieht der Papst hier gar in dem dem russischen Volke eigenen Volkscharakter und seiner Kultur etwas sehr Bewahrenswertes. Sie sollen das bleiben, was sie sind. Dies Votum ist nun mehr als erstaunlich, sollen doch alle nationale Eigentümlichkeiten überwunden werden in dem Großprojekt der Einewelt.der neuen Weltordnung. Damit stärkt der Papst nicht nur die Kräfte Rußlands, die nicht an die Normativität der westlichen Kultur glauben, daß die ganze Welt zu verwestlichen sei, sondern alle Kräfte, die für ihre Völker eigene ihnen gemäße Wege als erstrebenswert ansehen. Darin artikuliert sich der aktuelle Grundkonflikt: Ob es eine für die ganze Welt verbindliche Ordnung gibt, die weltweit zu realisieren sei, oder ob eine Vielheit von Kulturen geben soll, weil das gerade der Reichtum der Menschheit im Ganzen wäre, wenn jedes Volk seine besondere Art bewahrt und weiterentwickelt. Papst Franziskus plädiert hier ganz im Geiste des Ethnopluralismus für ein Eigenrecht der nationalen Kulturen. Die russische Kultur ist dafür sicher ein besonders gediegenes Anschauungsbeispiel; der Papst fand hier wirklich schöne und gute Worte, um den jungen Russen, seiner Zuhörerschaft die Größe ihrer eigenen Kultur vor Augen zu führen. Daß daran Anstoß genommen wird, zeigt nur mal wieder, wie die Kriegspropaganda auch und gerade in unserer Medienzeit einen vorurteilsfreien Blick jetzt auf die russische Kultur verumöglicht: Man sieht nur noch den Russen als Feind. In der TAZ, einst die Zeitung der Friedensbewegung stand vor kurzem zu lesen: Dieser Ukrainekrieg ist längst unser Krieg! Wir führen Krieg gegen Rußland, jubelte diese Zeitung nun. In solchen Zeiten darf Rußland eben nur noch als das Reich des Bösen wahrgenommen werden. Ein ukrainischer Politiker forderte gar, daß wir Deutschen Dostojewski nicht mehr lesen dürften, weil er ein russischer Schriftsteller sei. Papst Franziskus ist gewiß kein „Mozart der Theologie, aber kirchenpolitisch überrascht er immer wieder positiv, indem er die Lage der Christen in China durch eine kluge Diplomtie verbessert und jetzt auch den Kontakt zur Russisch Orthodoxen Kirche nicht völlig abbrechen läßt. Rußland hat kulturell, aber gerade auch religiös der Welt viel Gutes zu bieten, von dem wir alle profitieren könnten, ließen wir uns nicht völlig von der westlichen Kriegspropaganda vereinnahmen. Man denke nur an den deutsch-russischen Dialog, den Thomas Mann in den "Betrachtungen eines Unpolitischen" so geistvoll führt. 1.Zusatz: "Debatte um Dostojewski: Ist er ein Prophet Putins, den wir nicht mehr lesen dürfen? Der ukrainische Ex-Botschafter in Deutschland behauptet, die russischen Klassiker seien Inspirationsquellen der heutigen Kriegstreiber." Tagblatt 4.7.2023 2-Zusatz Warum kritisiert die ukrainische Regierung den Papst so heftig? Kath de enthüllt dies in dem Artikel "Lob aus Moskau" am 30.8.Der Papst sucht nach einer diplomatischen Lösung für diesen Konflikt, die lehnt diese Regierung ab: "Bei allem Respekt für Seine Heiligkeit, wir brauchen keine Vermittler. Wir brauchen einen gerechten Frieden. Wir laden den Papst ebenso wie alle anderen Führer ein, für einen gerechten Frieden einzutreten, aber vorher müssen wir alles Übrige erledigen", so Selenskyj im Mai. Mit Blick auf einen möglichen Verhandlungsfrieden sagte er: "Mit Putin kann man nicht verhandeln, kein Staat der Welt kann das machen." (fxn)"Vorher müssen wir das Übrige erledigen" heißt also: Wir wollen den Krieg gewinnen. Wir verhandeln nicht. Der Rückzieher:

Mittwoch, 19. Juli 2023

Anmerkungen zur Moralisierung der Politik: Kann es rein sachliche Politik geben? Oder die effektivste Ideologie ist die, die keine sein will

Anmerkungen zur Moralisierung der Politik: Kann es rein sachliche Politik geben? Die jetzige deutsche Außenministerin präsentiert sich als eine Musterschülerin der Vermoralisierung der Politik, indem für sie der Ukrainekrieg einfach ein Krieg der Bösen gegen die Guten ist, der die Verurteilung der bösen Russen verlangt, sind die ja der alleinige Aggressor. Diese dichotomische Weltsicht macht jede Analyse dieses Konfliktes überflüssig, verbietet auch jede diplomatische Lösung sondern kennt nur die Option des Endsieges der Guten. Zu dem gehöre dann auch, daß die russische Regierung vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt wird, das sie dann abzuurteilen habe. Für die Grünenpolitikerin sind da die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse ein leuchtendes Vorbild, daß die Sieger die Verlierer zu den alleinigen Kriegsverbrechern erklären. So fordert diese Politikerin ja vehement eine Änderung des Völkerrechtes, um Putin als Kriegsverbrecher verurteilen zu können. Angesichts dieses vermoralisierten Politikverständnisses, daß keine realen Interessengegensätze kennt, die dann auch zu Kriegen führen können, ist die Lektüre des Artikels: „Moralraush oder Interessenpolitik“des Internetblogges von Klaus Kunze vom 5.7.2023 mehr als lesenswert. Dort heißt es: „Die Moralisierung des Politischen ist eine politische Frage, keine moralische.Ein alter Trick im politischen Machtkampf besteht darin, Interessen moralisierend vorzutragen. Ein moralisch maskierter Machtanspruch wirkt auf schlichte Gemüter gerechter als ein offener“. Als Beleg dafür wird Panajotis Kondylis, „Macht und Entscheidung“1984 ,zitiert: „Ideen und Werte sind Funktionen, ja Funktionsweisen des um Selbsterhaltung und Machterweiterung kämpfenden sozialen Existenz.“ (S.119) Das präsumiert, daß der so Agierende zuerst seine Interessen erfaßt, die im Raum der Politik als Wille zur Selbsterhaltung und Machterweiterung definiert werden, um dann in einem zweiten Schritt diese Interessen moralisch verpackt, um sie so besser durchzusetzen. Emanuel Hirsch offeriert uns dafür in seinem Werk: „Deutschlands Schicksal“ den 1.Weltkrieg als Anschauungsbeispiel: „Der englische Welt-Imperialismus fällt praktisch mit dem einzigen Pazifismus,der auf Erden möglich ist,zusammen.So durfte England auf Glauben rechnen,als es verkündete,daß es für den Weltfrieden kämpfe,daß die Deutschen Friedensstörer seien“ (1925,S.87) England führte diesen Krieg im Namen der Moral,es kämpfe für den Weltfrieden und Deutschland kämpfe wider die Friedensordnung. Diese Entlarvungssstrategie steht in der aufklärerischen Tradition des Priesterbetrugsnarratives: Die Priester hätten die Götter nur für sich erfunden, um damit ihre Herrschaft zu legitimieren. Sie selbst glaubten natürlich nicht an ihre Götter, aber sie simulierten diesen Glauben, um das dumme Volk zu täuschen. (Bedenkenswert, daß so zur Aufklärung konstitutiv diese Priester-verschwörungstheorie dazugehörte, während jetzt alle Verschwörungstheorien als rein irrationale Phantasmata abgbetan werden.) Nur existiert kein einziger Beleg dafür, daß diese Priester nicht an ihre Götter geglaubt haben. (Vgl dazu: Peter Slotterdijk, Kritik der zynischen Vernunft) „Das ist der Grund, warum alle festen und langlebigen Herrschaften in der bisherigen Geschichte im Namen von objektiv gültigen Prinzipien und nicht einer nackten Entscheidung ausgeübt wurden; der Herrscher muß theoretisch dienen, um praktisch herrschen zu können.“ verallgemeinert Kondylis S.56 dann dieses aufklärerische Narrativ, das dadurch auch nicht wahrer wird. Die Prämisse ist nämlich das Prioblem, daß zuerst ganz objektiv die Welt, die besondere Lage und die eigenen Interessen wahrgenommen würden, und daß dann erst sekundär die ideologisch bzw moralisch verpackt im öffentlichen Diskurs präsentiert würden. Man bräuchte eigentlich nur die Schlüssellochperspektive wählen, wie die Diener ihre Herren belauschen, um zu erkennen, daß sie alle nicht an ihre eigene Moral und Ideologie glaubten. Nur gibt es außerhalb dieses Narratives auch für diese Schlüssellochwahrheiten keinen Beweis. Realistischer ist es, daß die vorherrschende Ideologie von den Herrschenden selbst geglaubt wird, wie die Priester an ihre Götter, denen sie opferten, daß das gerade die herrschende Ideologie ausmacht. In der Anfangszeit Westdeutschlands soll das nun aber anders gewesen sein.Kunz schreibt: „Jene waren hervorragend ausgebildet gewesen. Ein antitotalitärer Grundkonsens verband sie. Dieser schloß ideologische Konstrukte weitgehend aus, verpönte politische Propaganda und widmete sich pragmatisch dem Aufbau der deutschen Institutionen und unseres Wohlstandes.“ Anfänglich hätte es also ideologiefreie Eliten gegeben, die nach 1945 Deutschland rein vernünftig aufgebaut hätten. Aber der hier zitierte antitotalitäre Konsens ist nun mal ein rein ideologisches Gebilde, fußend auf einer kritisierbaren Interpretation des deutschen National-sozialismus und des russischen Stalinismus als Totalitarismus. Die Ideologie des Liberalismus fundierte diese Totalitarismustheorie, die, wen wundert es, den Liberalismus dann als einzig wahr Alternative zu allen Totalitarismen propagiert. Daß der Pragmatismus und der ihm anverwandte Utilitarismus genuin angelsächsische Hervorbringungen sind und sich so wenig mit unserer deutschen Kultur vertragen, zeigt dann an, wie sehr die Ideologie der westlichen Siegermächte den Werdegang Westdeutschlands nach 1945 bestimmte. Daß dann kein „Pragmatismus“, wenn man darunter eine Politik ausgehend von den Interessen des deutschen Volkes, die westdeutsche Politik bestimmte, zeigte dann die schroffe Ablehnung der Stalinofferte, daß Deutschland wiedervereint werden könnte, wenn es sich außenpolitisch für neutral erklärte. Nein, die Welt wird nicht erst rein sachlich objektiv wahrgenommen, um sie dann in einem zweiten Schritt ideologisch zu verklären. Die Welt ist uns immer nur als eine ausgedeutete, interpretierte. Die Vermoraliserung der Politik stellt nun mal ein mögliches Politikverständnis dar, das ob seiner Dichotonomie von den rein Guten und den rein Bösen extrem friedensgefährdend ist, da es nicht den diplomatischen Kompromiß sondern nur den Sieg über den bösen Feind kennt. Nietzsche hat wahrscheinlich mit seinem Votum: „Gegen den Positivismus,welcher bei den Phänomen stehen bleibt,>es giebt nur Thatsachen< ,würde ich sagen:nein,gerade Thatsachen giebt es nicht, nur Intepretationen.“ mehr Recht als die Verkünder einer ideologiefreien Politik. (Nietzsche zitiert nach:Norbert Fischer,Die philosophische Frage nach Gott, 1995,S.266 Anders gesagt: Mannschaften können nicht miteinander Ball spielen, ohne festgelegt zu haben, welches Ballspiel sie spielen wollen.ob Hand- oder Fußball oder....Es gibt eben keinen pragmatischen richtigen Umgang mit dem Spielgerät Ball ohne ein bestimmtes Ballspielregelsystem und so auch keine Politik ohne eine ihr zugrunde liegende Ideologie. Zusatz: Die Außenministerin verlangt nun die moralische Verächtung des Angriffskrieges. Nur, als England und Frankreich uns 1939 den Krieg erklärten,war das nicht auch ein Angriffskrieg, da es keine Kriegsabsichten Deutschlands gegen diese 2 Länder gab? Und wie war das noch mit den Angriffskriegen gegen Afghanistan und Jugoslawien? Selbstverständlich sollen die nicht verurteilt werden, sondern nur unsere vor 1945 und alle russischen, denn nur wenn Böse Kriege führen sind das verwerfliche.