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Freitag, 23. Mai 2025

Die neue Pachamamaverehrung – oder die jesuitische Rückkehr zum Göttinkult

 

Die neue Pachamamaverehrung – oder die jesuitische Rückkehr zum Göttinkult



Der Kath net Artikel:“Spanische Jesuiten in Broschüre: „Danke, Pachamama“ bringt es an das Tageslicht: So wollen die spanischen Jesuiten zur „Mutter Erde“ beten! „Das >Gebet zur Mutter Erde<der Jesuiten in Spanien lautet wörtlich: >Mutter Erde, lehre uns, einander wie Brüder zu lieben und mit Liebe für dich zu sorgen. Leite uns, damit wir Licht spenden und ausstrahlend sind wie die Sonne. Pachamama, Pachamama, wir sind gekommen, um dir für all die Reichtümer zu danken, die du uns schenkst. Nimm dieses Opfer an, damit es dem Land gut geht. Danke, Pachamama und gute Mutter.“ Im spanischen Originaltext stehen ausdrücklich die spanischsprachigen Varianten „Madre-Tierra“ und „Pachamama<“.

Dieser Göttin wird ein Opfer dargebracht, um sie gnädig zu stimmen, sodaß sie dann den sie Verehrenden die Gnade erweist, sie zu lehren, wie Brüder miteinander zu leben usw. Der so Betende glaubt nicht, daß er aus sich selbst heraus die Kraft besitzt, alle Menschen wie Brüder zu lieben, daß sie für alle anderen Menschen Lichtspender sein können. Er erinnert diese Göttin daran, was sie uns alles schon gewährt habe, wofür in dem Gebet ausdrücklich gedankt wird, in der Intention, daß sie ob des dargebrachten Lobes und des dargebrachten Opfers weitere Gaben gewähre. Unklar ist dabei, ob das dargebrachte Opfer nun ein von dem Danken verschiedener Akt ist, oder ob die Dankdarbringung schon selbst das Opfer sein soll.

Daß dies an die Göttin Pachamama nichts Christliches enthält, ist unüberlesbar und genauso eindeutig ist es antichristlich, denn hier wird statt dem dreifaltigen Gott einer Göttin gedankt und wird sie als die Geberin von all dem gepriesen, was der dreifaltige Gott gibt. Die „Mutter Erde“ wird dabei eindeutig als ein personales Wegen geglaubt, das Gebete und Opfer erhören kann und das gar Erkenntnisse und Fähigkeiten vermitteln kann. Das ist so eindeutig ein Fall von Apostasie, des vollkommenen Abfalles vom christlichen Glauben!

Aber vor einer bitteren Wahrheit darf man sich nun nicht die Augen verschließen: Der jesuitische Papst Franziskus setzte den Startschuß zur Verehrung dieser Erdengöttin, als er selbst sie auf der Amazonassyode öffentlich anbetete. Der Papst wurde bei dieser seiner Gebetsaktion gefilmt und das Video war im Weltnetz überall auf der Welt anschaubar: Der Papst selbst betet die Göttin Pachamama an.Der Papst Johannes Paul II küßte vor laufenden Kameras den Koran, so sehr liebte er diese antichristliche Religion, sein Nachfolger betet öffentlich eine Göttin an, und jetzt rufen spanische Jesuiten zum Gebet zur Göttin Pachamama auf!

Eine kleine Ausschweifung: Religionswissenschaftlich kann die Genealogie der Göttinverehrung so rekonstruiert werden: Den Menschen war der Zusammenhang zwischen dem Geschlechtsverkehr und dem Schwangerwerden der Frauen nicht bekannt. Die Frau bringe so aus sich selbst heraus das neue Leben hervor.In einem Analogieschluß wurde nun die ganze Natur, die Erde als etwas Weiblich-Mütterliches vorgestellt, daß das Leben hervorbringe wie eine Schwangere die Kinder. In der Epoche, als die Menschen noch Jäger und Sammler waren, säte noch niemand und erntete nicht, sondern man fand die Nahrung als Gabe der Natur vor. Zu einer religiösen Praxis kam es dann aber erst, als die Natur, die Erde als ein personales Wesen imaginiert wurde, zu dem gebetet werden konnte und dem man opfern konnte. Das Vermögen, selbstständig ohne ein Dazutuen des Mannes Kinder hervorzubringen qualifizierte die Frau als eine Teilhaberin an der großen göttlichen Mutter, der Erde. Die Natur wird so vergöttlicht zu einer Göttin.

Das Ende des Primates der weiblichen Gottheiten erwirkte dann der Übergang zur Landwirtschaft, denn da gilt nun: Nur wenn gesät wird,kann auch geerntet werden. Der Mann sät so seinen Samen in die Frau wie der Landwirt den Samen in den Boden. Nicht mehr die Frau sondern der Mann erscheint somit als der das neue Leben Hervorbringende, die Frau empfängt nur noch den Samen, der dann in ihr aufwächst.

In der Aufklärung reüssierten dann aber pan(en)theistische Gottesvorstellungen, die letztlich immer auf die Identifikation der Natur mit Gott hinauslaufen. Ein sol geartete Pantheismus kann dann auch wieder die religiöse Vorstellung von der Mutter Erde revitalisieren. Eine Revitalisierung erlaubt nun nämlich, die Mutter Erde wieder personalistisch zu denken, was im Pantheismus nicht möglich ist, sodaß nun auch die religiöse Praxis des Anbetens, des Opferns möglich wird.So verwandeln sich die so um ihre Zeit(geist)gemäßheit bemühten spanischen Jesuiten in Göttinverehrer der Jäger- und Sammlerepoche der Menschheit. Das ist eine einzigartige Regression, der hl Ignatius von Loyola wird wohl im Himmel toben vor Wut über diese Apostaten seines Ordens. 

Corollarium

Im Standpunktkommentar von Kath de am 23.5. 2025 lamentiert ein Jesuit, daß auch Papst Leo XIV das Frauenpriestertum nicht eingeührt hat: "Auch beim neuen Papst zelebrieren Männer – Frauen bleiben außen vor."  Wie wäre es, den christlichen Gott durch die Göttin Pachamama zu substiuieren um dann das Frauenpriestertum endlich einzuführen!

 


Dienstag, 20. Mai 2025

Das neue „Sexevangelium“ - eine Polemik und eine Klarstellung

 

Das neue „Sexevangelium“ - eine Polemik und eine Klarstellung



Einst trieb den großen Theologen Anselm von Canterbury die Frage um, warum denn nur Gott Mensch geworden sei und er fand darauf eine Antwort, die aber in der postkonziliaren Theologie nur noch neben der Erbsündenlehre paulinisch – augustinischer Fassung als der Sündenfall der Kirche schlechthin diffamiert wird.Wer nun die katholischen Internetseiten und die Weltmedien auf diese Frage hin befragt, stößt unweigerlich auf eine geradezu bahnbrechende Erkenntnis: Entweder Jesus kam, um uns Menschen von allen moralischen Restriktionen der Sexualität zu befreien, da er erkannt hatte, daß wir Menschen am meisten unter der Unterdrückung unserer Sexualität litten oder Jesus kam, um uns zu offenbaren, daß wir am besten auf jeden Sex zu verzichten hätten, und wenn dann nur, um in der Ehe Kinder zu erzeugen. Der Heilige Geist würde uns Neugeborenen ganz von den sexuellen Begiereden befreien, sodaß wir die Sexualität nur noch in der Ehe pflichtgemäß zur Weitergabe des Lebens praktizieren würden.

Wer so nun gut aufgeklärt das Neue Testament oder doch auch noch das Alte zur Hand nimmt, der muß völlig irritiert konstarnieren, daß dies allerwichtigste Thema in der Bibel kaum thematisiert wird! Es läßt sich auch bei noch so willkürlicher Auslegung der biblischen Texte weder plausibel machen, daß der Verzicht auf jeglichen Sex das Jesus und seine Mutter Maria Auszeichnende ist noch kann behauptet werden, daß eigentlich der Sex für diese zwei das Wichtigste gewesen wäre und daß sie nur deshalb enthaltsam gelebt hätten, da sie nicht den rechten Partner dazu gefunden hätten. Daß Leben sein soll, daß Gott deshalb allem Lebendigen den Auftrag der Fortpflanzung gegeben hat, wie es uns der Schöpfungsbericht offenbart, thematisiert den Sex als eigenes Thema nicht. Das Zentralthema der Bibel ist die rechte Gottesverehrung und wie das Volk Israel diesem Auftrage nicht gerecht geworden ist und wie der Apostelfürst Paulus dann in seinem Römerbrief es expliziert, daß alle Menschen der gebotenen Gottesverehrung nicht gerecht geworden sind.

Um die Morallehre des Neuen Testamentes angemessen zu verstehen, muß bedacht werden, daß ursprünglich in Bälde das Eintreten des Reich Gottes erwartet worden war, daß Jesus Christus wiederkommen wird in Herrlichkeit, um die Lebenden und die Toten zu richten. Darum spielte die Frage der Regulierung der Fortpflanzung keine bedeutsame Rolle. Erst als die Kirche in dem Thron- und Altarbündnis zu einer weltgestalten wollenden Kirche sich entwickelt hatte, konnte die Frage der Regulierung der Sexualität für sie eine bedeutsame Frage werden. „Wie hältst Du es mit dem Sex?“ wurde zu einer Frage der Biopolitik des Staates, der sich um einen genügenden Nachwuchs und die Gesundheit des Volkes zu sorgen anfing, denn das Volk war der Reichtum und die potentielle Macht eines Staates. „Wer wen wie heiraten durfte und wie mit unehelichen Kindern umzugehen sei“, sind nun Fragen des Staates und gehören so nicht primär in den Bereich der Individualethik. Die der christlichen Religion eigenste Frage war die, wie wir zu leben haben, um in das ewige Leben eingehen zu können.

Es darf gemutmaßt werden, daß die Sexualität erst zu einem Zentralthema der kirchlichen Morallehre wurde, als die Religion ihre Bedeutung für das öffentliche Leben verlor: Der Mann müsse hinaus in das feindliche Leben, der Lebensraum der Frau seien dagegen die drei Ks: Küche, Kinder und Kirche. Das „feindliche“ Leben, das waren alle Lebensräume außerhalb des Familienlebens, der Raum der Ökonomie, der Politik und des außerhäuslichen Vereinslebens, sie bildeten Subsysteme heraus, dir durch sich selbst hinreichend reguliert waren und die so keinen Raum mehr übrigließen für eine Fremdregulierung durch die kirchliche Morallehre. Der Mann zog sozusagen seinen Privatglauben wie seine Hausschuhe aus, um die Straßenschuhe anzuziehen, wenn er sein Daheim verließ. Daheim wurde dann die Religion noch privat gelebt verbunden mit dem Aufsuchen von Gottesdienste. Diese Entweltlichung bzw Verfamilisierung der Religion dürfte der Grund dafür sein, daß nun erst das Thema der Sexualität in den Vordergrund trat: Wie sind die Kinder diesbezüglich zu erziehen? Sollen sie von allem Sexuellen ferngehalten werden, oder sollen sie auf das spätere Liebes- und Eheleben vorbereitet werden?

Blickt man nun zurück zur ersten Aussage der Bibel zu dieser Causa, muß man irritiert konstatieren, daß Gott den ersten zwei Menschen den Auftrag gab, die Welt zu gestalten, sie sich zu unterwerfen, auch wenn das Klimakatastrophengläubige nicht gerne hören möchten, und daß sie sich vermehren sollten, damit sie diesen göttlichen Auftrag erfüllen können. Dies Gebot gab Gott Adam und Eva ja, als sie noch nicht dem Sterbenmüssen unterworfen waren, sodaß die ursprüngliche Intention dieses Gebotes: „Mehret Euch!“ nicht dem Erhalt des Gattungswesen des Menschen gelten konnte, denn das war noch nicht durch den Tod bedroht. Die ersten zwei Menschen sollten sich vermehren, damit die Menschen als Ganzes diesem Auftrage Gottes, dem der Weltgestaltung gerecht werden konnten. Das Gebot gehört so viel mehr in die Sozialethik der Kirche als in das Gebiet der Individualethik. Daraus resultiert dann auch die Legitimität der Biopolitik des Staates, nicht nur eine Gesundheitspolitik zu betreiben sondern auch eine Bevölkerungspolitik.

Theologisch heißt dies, daß die Sexualität in den Bereich der Schöpfungsordnungen anzusiedeln ist und nicht in den ordo salutis, der Erlösungsordnung. Es gilt also, um es ganz allgemein zu formulieren, Sorge dafür zu tragen, daß genügend Nachwuchs entsteht, um das Staatsvolk am Leben zu erhalten und so universalistischer gedacht, die Menschheit das Überleben zu ermöglichen. Die Regulierung der Sexualität hat also diesem Zwecke zu dienen, woraus sich dann erklärt, daß die Homosexualität negativ beurteilt wird, dagegen das Familienleben staatlich gefördert wird als dem günstigsten Ort der Nachwuchsheranbildung.

Gegen diese allgemeine Regulierung protestiert nun der Individualismus, der auf das Recht jedes Einzelnen pocht, sein Leben und isb das sexuelle als eine reine Privatangelegenheit zu betrachten. Diese Verprivatisierung entortet die Sexualität aber aus dem Bereich der Schöpfungsordnungen in die pure Privatheit, in die dann auch die kirchliche Morallehre nicht eingreifen dürfte. Verblüffend ist nun, daß die conservative Reaktion auf diese Verprivatisierung diese selbst bejaht, aber nun behauptet, daß die Sexualität, nur zwischen zwei sich Liebenden und miteinander Verheirateten eine beglückende Sexualität ermögliche, die dann ihre Krönung in den gemeinsamen Kindern fände. So kann man das Anliegen der sog. „Theologie des Leibes“ von Papst Johannes Paul II rekonstruieren, der in seiner Präferenz für die personalistische Philosophie den liberalistischen Individualismus in die Kirche implantierte.1

Eines sollte aber auch anthropologisch klar sein: Der Mensch besteht nicht einfach nur aus einer Seele und einem Körper, sondern damit ist immer ein hierarisches Über- und Untergeordnetsein mitgesetzt, daß die Seele das den Menschen Ausmachende und Bestimmende ist, sodaß deshalb schon die Sexualität nicht das Wesentliche des Menschen ausmachen kann. Weder kam Gott in die Welt, um uns zu éinem sexuell freizügigen Leben zu befreien noch kam er in die Welt, um uns von der Sexualität zu befreien, oder sie nur noch als ein notwendiges Übel zum Erhalt der Menschheit zu praktizieren. Wenn das Thema der Sexualität ein bedeutsames der Kirche heutzutage sein kann und soll, dann kann es sich nur um das Problem der zu wenigen Geburten handeln, daß, wenn alle Menschen so ihre Sexualität praktizieren würden wie wir Westeuropäer und Amerikaner, die Menschheit von dem Aussterben bedroht wäre. 

Merke: Gerade in einer Negativfixierung auf die Sexualität verharrt man ganz in ihr wie in ihrer Apotheose, das paulinische "als ob nicht" überwindet erst die Fixierung auf die Sexualität. (1.Kor 7,27) 

1Um die Folgen dieser Implantierung uns vor Augen zu führen: Hätten sich alle Kinder Evas und Adams an das Inzestverbot der Kirche gehalten, wäre die Menschheit mit dem Tode der Kinder Evas und Adams ausgestorben.Auch geht es in der Morallehre nicht darum, wie ich zu leben habe, um glücklich zu leben, sondern um erlaubt und nicht sündigend zu leben. Wer alle 10 Gebote Gottes einhält, lebt moralisch richtig aber das heißt nicht, daß er so auch glücklich lebte.

Dienstag, 14. Mai 2024

Spricht der Papst wie ein NGO-Vetreter?

 

Spricht der Papst wie ein NGO-Vetreter?



In der Tat gleicht auch die Sprache des Papstes heute jener eines etwas gehobenen NGO-Vertreters“, urteilt Martin Lichtmesz in seinem Werk: „Kann nur ein Gott uns retten“,S.204. Dem kosmopolitischen Universalismus der NGOs stellt nun Lichtmesz das dazu Gesagte von Thomas von Aquin entgegen, das so der politischen Korreltheit widerspricht, das es schwer vorstellbar ist,daß das dazu Gesagte noch in einer Universität zitiert wird.“Thomas von Aquin lehrte in seiner Summa Theologica (1265-1273), daß es die Pflicht des Christen sei,die Tugend der >Hingebung<oder>Pietät<analog zu blutsverwandten Banden auch auf das eigene Vaterland zu erstrecken.“ Der erste Kreis seiner Pflichterfüllung ist somit die Familie, die Verwandtschaft, der zweite dann aber das Vaterland. „Das bedeutet eine Anerkennung unserer Abhängigkeit,der Voraussetzungen unsres Seins.Wenn Gott >die höchste Vollendung und das erste Prinzip unseres Seins und Tuns ist,dann kommen in zweiter Linie >die Eltern und das Vaterland,von denen wir erzeugt und ernährt sind worden. Also nach Gott ist der Mensch am meisten Schuldner den Eltern und dem Vaterlande.“ (S.204f)

Das soll nicht mehr gelten. Die deutschen Bischöfe verdammen dies als einen „völkischen Nationalismus“,es ist einfach politisch unkorrekt,überhaupt noch von seinem Vaterlande zu reden oder gar von unseren Pflichten ihm gegenüber.

Für was engagiert sich dann die auf NGO-Kurs fahrende Kirche? Lichtmesz schreibt dazu: „Zugleich scheint der katholische wie evangelische Klerus fest entschlossen zu sein, der Ausbreitung des Islams freiwillig das Feld zu räumen,ja aktiv alle als unchristlich zu verdammen, die ihr wie die AfD oder die Bürgerbewegung PEGIDA entgegenzutreten.“ (S.385) .

Das Jahr 1999 war sicherlich ein Freudenjahr der Hölle, als der polnische Papst den Koran küßte, das Kußbild ging um die ganze Welt. Auf Kath de erschien dazu ein Jubelkommentar, in dem zu lesen ist: „Als Geste des Respekts küsste Johannes Paul II. den Koran. Das Bild ging um die Welt.“(14.5.2024). Ein Papst zeugt also seinen Respekt vor einem Buch, dessen Hauptansinnen die Verneinung der christlichen Religion ist, in dessen Namen so viel Christen wie sonst noch nie davor in der Geschichte der Christenverfolgung getötet worden sind. Dem Islamexperten stört das nicht, er bejubelt den Dialog mit dem Islam.

Auch dies gehört zur NGO-Ausrichtung der Kirche, daß eben alle Religionen als gleich wahr sich wechselseitig anerkennen und daß deshalb zumindest die Katholische Kirche und die Protestanten auf jegliche Mission verzichten. Stattdessen lassen sie sich von dem politischen Diskurs ihre Agenda vorschreiben, aktuell in Deutschland vor allem den Kampf gegen jeglichen Patriotismus, weil man ja ein Befürworter und Unterstützer des Globalismuses ist, daß eine Einheitswelt zu erwirken ist, in der es keine Vielfalt von Völkern mehr geben darf. Zu diesem Globalismus gehöre nun das“Recht,sich nach Belieben überall dort niederzulassen,wo man will, wogegen die Bürger des Landes,in dem man sich niederlassen will,offenbar kein Einspruchsrecht haben sollen.“ (S.215) Die Schöpfungsordnung der Völker soll so aufgelöst werden zugunsten einer uniformen Einheitswelt durch sie so durchgeführte Vermixung aller Völker. Das ist das Kernanliegen des Projektes der Globalisierung, dem die NGOs und nun auch die Kirche dient, sie spricht deshalb die Sprache der NGOs. 

Zusatz:

„Wenn ich das Evangelium soziologisch betrachte, dann ja, dann bin ich ein Kommunist, und auch Jesus ist einer.“  Papst Franziskus, Kath net am 14.5.2024- morgen Näheres dazu!



Montag, 18. Mai 2020

Der geküßte Koran- oder der schwarze Tag eines Papstes

Am Tage des 100.Geburtstages von Papst Johannes Paul II muß an einen der schwärzesten Tage in der Geschichte der Katholischen Kirche erinnert werden. Der Papst hat vor den Augen der Welt den Koran geküßt. Trotzdem ist er heilig gesprochen worden.
Als Petrus, der Erste der Zwölfte Jesus in die Versuchung führte, als er meinte, daß es für den Erlöser einen Weg am Kreuze vorbei gäbe, stieß ihn der Herr zurück: Weiche von mir, Satan! Ja, der Teufel selbst versuchte so den Erlöser durch den späteren ersten Papst.In Judas Ischariot fuhr der Satan hinein, damit so dieser Apostel zum Verräter an Christus werde.

Hat hier, beim Küssen, auch der Teufel den Papst in seinen Dienst gestellt.Wie ist es sonst erklärbar, daß er als Papst ein von seiner Intention her eindeutig antichristliches Buch, das heilige Buch des Islam per Kuß ehrt?

Wenn dieser päpstliche Kuß beurteilt werden soll, dann muß der Beurteilung eine theologische Kritik des Islam vorangehen. Zu solch einer Kritik soll nun hier ein Baustein geliefert werden, der aber schon ausreicht, um diesen Papstkuß theologisch zu beurteilen.

Der Apostelfürst Paulus warnt vor einem anderem Evangelium: Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt,als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel. (Gal 1,8)

Eine große Gefahr für das Funktionieren der Wirtschaft ist Falschgeld, „Blüten“, die dem echten Geld so ähnlich sind, daß sie kaum vom echten unterscheidbar in großen Mengen unter das Volk gebracht die Kaufkraft der Währung gefährden. Dem echten Evangelium wird hier die Möglichkeit eines gefälschten „Blütenevangeliums“ gegenübergestellt. Es ist auch ein Evangelium, aber ein gefälschtes.
Dies gefälschte soll nun das wahre bekämpfen. Darum, und nur darum wird es ersonnen. Und Paulus rechnet mit der Möglichkeit, daß ein Engel vom Himmel der Übringer dieses Blütenevangeliums sein kann. Wie kann das denkbar sein? Ein Engel des Himmels kann doch nicht gegen die Wahrheit des Evangeliums Jesu Christi streiten, sind doch die himmlischen Engel Jesus Christus subordiniert!
Nein, dieser Engel des Himmels erscheint nur als ein Engel Gottes, aber er ist einer im Dienste Luzifers. Das ist gerade seine erste Täuschung, daß ein gefallener Engel einen himmlischen Engel simuliert.
So schreibt der Apostelfürst selbst: Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichtes (1.Kor 10,14). Die Raffinesse der Geburt eines anderen Evangeliumes, von einem Engel des Himmels offenbart ist, daß gerade mit einem so himmlisch legitimierten anderem Evangelium die Wahrheit bekämpft werden soll.

Paulus spricht im Galaterbrief von der Möglichkeit eines solchen Blütenevangeliums. Er hält es so für denkbar, daß obwohl Gott die Welt regiert, er uns sich durch Jesus Christus offenbart hat, Gott selbst es zulassen kann, daß so ein falsches Evangelium in die Welt kommen kann.
Wer nun auf die Geburtsgeschichte des Islam schaut, wie Mohammed durch einen Engel der Koran offenbart wurde, drängt sich dem nicht der Verdacht auf, daß das hier von Paulus für möglich Erachtete in der islamischen Religion zur Tatsache wurde? Ist der Koran nicht genau dies andere Evangelium? Spricht nicht seine Erfolgsgeschichte auch für seinen übernatürlichen Charakter, daß eben der Islam nicht einfach nur ein Menschengemachtes ist. Und warum sollte die Kritik des Islam Mohammed einfach als plumpen Betrüger und Fälscher „entlarven“, wenn es doch wirklich keine überzeugenden Belege für eine bewußte Täuschungsabsicht dieses Propheten gibt?
Kennt doch schon die Bibel den spiritus mendax, (2.Chronik, 18,21 =Lügengeist), denn hier gar Gott aussendet, um Propheten in die Irre zu führen.So kann Gott es auch zulassen, daß der Lügengeist ein anderes Evangelium hervorbringt, indem er einen Propheten vortäuscht, daß ein himmlischer Engel zu ihm spräche.
Anders gefragt: Warum sollte Gott, nachdem er die wahre Religion durch Jesus Christus erschaffen hat, noch eine zweite erwirken, die in zentralen Fragen den Offenbarungswahrheiten widerspricht. Er kann ein Falschevangelium doch nur zulassen, sodaß sein Stifter ein anderer als Gott selbst sein muß.

Was küßte dann der Papst, als er den Koran küßte? Lucifers Täuschungsbuch, ein (sehr effektives) Werkzeug für den Kampf wider die wahre Religion!

Samstag, 26. Oktober 2019

Der Tod der Katholischen Kirche? Eine neue Religion- eine neue Kirche?

Bischof Robert Mutsaerts:

"Wenn man das Instrumentum Laboris der sogenannten Amazonassynode liest, hat es den Anschein, als laufe die Synode auf eine neue Religion hinaus: eine Art Öko-Sozialismus, eine Mischung aus Ökologie, Klimawandel, Ökumene, viri probati, Frauenweihe und, ach ja, ein einziges Mal wird Jesus erwähnt, jedoch nicht als der Sohn Gottes und Erlöser, sondern Jesus als der Philosoph, Revolutionär und Hippie. Jesus erhält seinen Platz im Pantheon als einer unter den Vielen."
„Im Instrumentum Laboris der sogenannten Amazonassynode wird kein Wort über das Erlösungswerk Christi verloren, oder über Bekehrung, Messopfer und Sakralität. Das Umarmen von Bäumen gilt als wichtiger.“ Zitiert nach Kath net vom 25.10.2019
Deutsche Augen haben sich wohl zu sehr auf das Thema der Abschaffung des Priesterzölibates und der Enführung der Diakonatsweihe für Frauen als der Vorstufe zur Einrichtung des Frauenpriestertumes focussiert,sodaß die Revolutionierung der christlichen Religion durch diese wahrhaftige "Räubersynode" nicht hinreichend erfaßt wurde. Es wird hier nicht nur eine neue Kirche kreiert, eine, in der das Priesteramt faktisch verweltlicht und somit umgeformt wird zu einem Job, darin Martin Luther folgend, sondern auch eine neue Religion: eine Ökoreligion mit einem Hauch von Pantheismus, Naturvergötterung und Glauben an das Gute im Menschen, Rousseau läßt grüßen, ach ja und irgendwie will man auch noch an den EINEN Gott (der vielen Religionen) glauben.
"Das Abschlussdokument sei bereits geschrieben, doch keiner wisse, von wem. Dies erläuterte der aus Österreich stammende Bischof Erwin Kräutler in einem Kommentar gegenüber LifeSiteNews am Dienstagabend. Er selbst zähle nicht zu den Autoren." Kath net am 24.10.2019.
Das paßt zum Regierungsstil des jetzigen Papstes: Er inszeniert ein großes Theater, eine Synode, aber die Ergebnisse dieser Synode standen schon fest,  bevor der erste Teilnehmer das Wort ergriff. Vielleicht, daß der Text dann nach der Synode noch etwas umformuliert werden muß, daß eben die Kernaussagen in die Fußnoten versteckt werden, um mit einem conservativ klingenden Haupttext von den Sprengsätzen der Fußnoten abzulenken.  
Zu nahe ist uns diese Katastrophensynode noch, als daß wir sie in ihrer ganzen Horribilität erfassen  könnten. In ihr besiegte die Welt die Kirche, indem die Kirche radical verweltlicht wurde, so könnte ein zukünftiges Urteil der Kirchengeschichtsschreibung lauten. Aber damit ist für das eigentlich theologische Problem noch nichts gewonnen: Wie ist es möglich, daß die Kirche, dessen lebendiges Haupt Jesus Christus ist, so zu Grunde gerichtet werden kann? Sicher, der Krieg gegen die Katholische Kirche, vom Modernismus eröffnet, erzielte nach anfänglichen Niederlagen im 2.Vaticanum seinen ersten Höhepunkt: Der Modernismus siegte schon in Vielem, aber jetzt triumphiert er auf dieser Räubersynode. 
Eines muß aber hier unbedingt gesagt werden: Jeder Erklärungsversuch, der hier nur rein menschliches Versagen oder menschliche Zerstörungslust am Wirken sieht, übersieht, daß diese Katastrophe in erster Linie ein Sieg Satans über die Kirche ist.  Paps Johannes Paul II. hatte schon gewarnt: „Wir haben das Gefühl, daß durch irgendeinen Spalt der Rauch des Satans in den Tempel Gottes eingedrungen ist." Wie oft ist der Papst ob dieses Rückfalles ins Mittelalterliche verspöttelt worden, aber nun zeigt dieser Rauch, daß er eine ganze Synode vom rechten Weg abführen und in die Irre führen kann, und das unter der Führung des jetzigen Papstes. 
„Der Papst spricht mehr wie der UNO-Generalsekretär oder der Chef von Greenpeace, als der Nachfolger des Petrus. Wie es scheint, will er die Brüder nicht im Glauben bestärken, sondern von der Welt bewundert werden.“ ein anonymer Vatacanist, zitiert nach Kath info am 25.10.2019:„Hat der Heilige Geist wirklich das Parteibuch der Bergoglio-Partei?“


    

Donnerstag, 21. September 2017

Papst Franziskus räumt auf

"Franziskus schleift durch seinen jüngsten Erlass mit dem lateinischen Titel "Summa familiae cura" (Die größte Sorge um die Familie) eine Hochburg seiner Kritiker in Sachen Ehe und Familie. Das von Johannes Paul II. 1981 nach der ersten Bischofssynode über die Familie gegründete Institut galt zuletzt als Thinktank jener Theologen, die Franziskus' vorsichtige Öffnung im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen als Verrat am Erbe Johannes Pauls II. und Widerspruch zum kirchlichen Lehramt betrachten." So offenherzig kommentiert Katholisch de den Papsterlaß "Summa familiae cura" am 20.9. des Jahres. Das von Johannes Paul II. gegründete Institut soll so auf Linie gebracht werden. Kritik verträgt dieser Papst eben nicht. 
"Hinter dem neuen Erlass des Papstes steht offenbar die Erkenntnis, dass das päpstliche Schreiben "Amoris laetitia" allein nicht ausreicht, um seinen moraltheologischen Paradigmenwechsel in der katholischen Kirche zum Durchbruch zu verhelfen."  Zu beachten ist dabei, daß wenn Kritiker im Namen der verbindlichen Lehre einen Bruch mit der Tradition durch "Amoris laetati" feststellen, dies verurteilt wird, wohingegen Befürworter ganz selbstverständlich von einem "Paradigmenwechsel" in der Moraltheologie der Kirche sprechen, was nichts anderes besagt, als daß man die Kontinuität der Lehre aufgeben will. 
Auf Kath net wird auf ein weiteres mögliche Anliegen der Schleifung dieses Institutes durch Papst Franziskus hingewiesen:"Eine mögliche Neuerung könnte eine Reinterpretation der Enzyklika „Humanae vitae“ sein, deren fünfzigjähriges Jubiläum die Kirche 2018 begeht. Die Lehren von Johannes Paul II. werden von Theologen als Haupthindernis für eine Abschwächung der Enzyklika gesehen."(20.9.2017) Es muß also viel Theologisches "entsorgt" werden, damit die Zulassung von Geschieden-Wiederverheirateten ohne den Verzicht auf den eheichen Verkehr in Einklang mit der bisherigen Lehre der Kirche zu bringen ist: Die bisher verbindliche Lehre ist eben so umzuinterpretieren, daß sie zu Papst Franziskus Reformanliegen paßt. Das ist nun die ehrwürdige Aufgabe des umbenannten Institutes, daß sie ihren eigenen Gründer jetzt zu widerlegen hat.
Aber es geht wohl noch um mehr als um die Geschieden-Wiederverheirateten, daß sie nun zur hl. Kommunion zulaßbar werden. Der Begriff des "Paradigmenwechsels" trifft das vortrefflich.Wikipedia erklärt den Begriff prägnant (Paradigmenwechsel):
"Der Ausdruck Paradigmenwechsel wurde 1962 von Thomas S. Kuhn geprägt und bezeichnet in dessen wissenschaftstheoretischen und wissenschaftshistorischen Schriften den Wandel grundlegender Rahmenbedingungen für einzelne wissenschaftliche Theorien, z. B. Voraussetzungen „in Bezug auf Begriffsbildung, Beobachtung und Apparaturen“, die Kuhn als Paradigmabezeichnet."
Es geht also nicht um die Änderung der materialen Aussagen der Lehre von der Familie bei einem Paradigmenwechsel, sondern die Kriteriologie, was sind die Bedingungen dafür, daß eine bestimmte Lehre als gültig im Raume der Katholischen Morallehre gelten kann, soll geändert werden. Papst Franziskus benennt dann auch das Neue dieser Kriteriologie! 
"Der Glaube solle in einem Kontext interpretiert werden, der die „komplexen Realitäten“ berücksichtige und „nicht auf die pastorale und missionarische Praxis“ der Vergangenheit beschränkt sei." Kath net vom 20.9. Die " komplexen Realitäten" sollen so zu einem Kriterium der normativen Aussagen der Katholischen Morallehre werden. Da die Realität der Familie sich geändert hat, muß eben auch die Praxis der Kirche sich ändern- das ist der Paradigmenwechsel, wenn man sich dabei vor Augen hält, daß eben auch die Morallehre der Kirche zugunsten der veränderten Realität geändert werden muß- am besten wohl im Geiste des Radio Eriwan-Prinzipes:
Im Prinzip ändert sich nichts, aber in Einzelfällen muß die Norm der Realität angepaßt werden. Leben die Menschen im Einzelfall nicht gemäß der Morallehre, dann wird eben die Morallehre dieser Einzelfallpraxis angepaßt. 
Davila hat in einem Aphorismus dieses neue moraltheologische Paradigma auf den Punkt gebracht:
"Nachdem sie es nicht erreicht hat, dass die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren." Nicolas Gomez Davila, Es genügt, dass die Schönheit unseren Überdruss streift...2017, S.113  

Freitag, 30. Juni 2017

Papst Franziskus und Bundeskanzlerin Merkel

Es wird einst Aufgabe der Historiker sein, diesen beiden Personen in ihrem Wirken gerecht zu beurteilen; uns sind sie noch zu nahe, als daß wir sie schon umfassend bewerten könnten. Eines fällt aber auf, den diese Beiden innewohnende Tendenz zur Auflösung. Vielleicht ist das eben als Spezifikum der Postmoderne auch die Tendenz, die diese zwei Personen groß werden ließ.
Wenn die CDU-Parteivorsitzende einmal von diesem Amt zurücktreten wird, dann wird das Christliche in dieser Partei nur noch eine Marginalie sein. Ihr gelang die Modernisierung dieser C-Partei so energisch, daß alles Christliche und Conservative in ihr faktisch ausgelöscht wurde. Hat die Partei überhaupt noch eine politische Substanz außer der, regieren zu wollen? Man kann sagen, daß Merkel einfach das einstige Parteiprogramm durch das politisch korrekte Gutmenschentum ersetzt hat. Zudem zeigt sie immer wieder, daß ihr das Wenige des Parteiprogrammes auch gleichgültig ist. Ob es um die Homosexehe jetzt geht, um die Beschlüsse der Partei zur Änderung des doppelten Staatsbürgerschaftsgesetzes oder vordem um die Haltung zur Atomenergie, lautet ihr Standpunkt: Die Partei bin ich und der Staat auch. 
Die Bundeskanzlerin Merkel wird aber auch, wenn nicht noch ein Wunder geschieht, eingehen als der Politiker, der Deutschland zu Grunde gerichtet hat oder wenigstens den Weg in die Selbstnichtung
Deutschlands eröffnet hat. Ihre Politik der offenen Grenzen leitete eben das Ende Deutschlands ein, seine Auflösung in eine multiethnische Gesellschaft. Alle einstigen Deutschen Kulturbestände opfert sie da auf auf dem Altar der Multikultiidologie.  
Stoßen wir nicht auf eine sehr ähnliche Tendenz im Pontifikat Franziskus? Fiel nicht schon bei seinem Amtsantritt seine Lust an der Destruktion aller Tradition auf in seiner Selbstinszenierung als bescheidener armer Franziskus-Nachfolger Papst? Ist nicht in all seinen ad hoc Interviews  eine Tendenz zur Vergleichgültigung der Katholischen Tradition erkennbar? Es ist eine Tendenz doch erkennbar der Auflösung allem spezifisch Katholischem zugunsten eines bloß nur Christlichem und das wird dann fast nur noch im Geiste der Gutmenschideologie interpretiert.
Führt nicht de facto die Zulassung Geschieden-Wiederverheirateter zum Empfang der hl.Kommunion, wenn ihnen ihr Gewissen das nur erlaubt, dazu, daß nun auch die Katholische Kirche die Auflösbarkeit der sakramentalen Ehe bejaht? Papst Franziskus Begisterung für Merkels Politik der offenen Grenzen ist bekannt, seine Vorliebe für den Islam ebenso, auch wenn er nicht wie Papst Johannes Paul II. den Koran öffentlich  küßte: So sagt auch er Ja zur Aulösung Deutschlands und Europas, was ihm als Nichteuropäer sicher auch leicht fällt, sind doch die Amerikaner und Europäer schuld am Elend Latinamerikas, zumindest aus Sicht der Befreiungstheologie.
Wie Merkel will auch dieser Papst modernisieren und so das Traditionelle und Conservative abschaffen. Mit der Modernisierung einherschreitet die Entindividualisierung: So wie man heute die CDU kaum noch von der SPD und den  Grünen unterscheiden kann, so liegt auch diesem Papst die Tendenz zu Grunde, das Katholische in einem Allgemein-Christlichen oder gar bloß Allgemein-Monotheistischen aufzulösen. Das Individuelle als Absonderung von den Anderen, ich bin ich und nicht wie du, sollen eben in der neuen Weltordnung des Einerleis verschwinden. Wer alle Grenzen auflösen will, der löst alles Individuelle damit auf. Ein grenzenloser Staat löst sich eben genauso auf wie eine grenzenlose Kirche! 
Die von Beiden  geliebte Gutmenschideologie bildet dabei den Hintergrund ihrer Auflösungstendenz und somit auch den Grund ihrer gemeinsamen Feindschaft gegen alle Kräfte der Bewahrung, verteufelt mit dem Begriff des Rechtspopulismus.   

Samstag, 11. Juni 2016

"Einige Aussagen von AL eignen sich objektiv für Missinterpretationeen"

So urteilt der Weihbishof Athanasius Schneider, Petrusbruderschaft in: Amoris laetitia: Klärungsbedarf zur Vermedung einer allgmeinen Verwirrung, hrsg von der Petrusbruderschaft 2016, S.5.
Wenn eine Aussage objektiv geeignet ist, mißinterpretiert zu werden, dann frägt sich doch, ob sie nicht wirklich objektiv der Lehre der Kirche widerspricht, da der Weihbischof ja meint, daß die Mißinterpretation die ist, die AL nicht in Übereinstimmung mit der bisherigen Lehre der Kirche sieht.
In dem ersten Kapitel: "Das Paradox der widersprüchlichen Interpretation von "Amoris laetitia" (S.4)dokumentiert er bischöfliche Stellungnahmen, die AL so auslegen, daß nun Geschieden-Wiederverheiratete zur Kommunion zulaßbar sind. Kardinal Schönborn zitiert er so, aber auch Pater Antonio Spadaro SJ, der zur Redaktion von AL gehört haben soll. Nicht erwähnt der Weihbischof, daß der Papst selbst Kardinal Schönborn als den authentischen Ausleger von AL bezeichnete, auf Distanz gehend zu Kardinal Müller, der eigentlich von Amtswegen für die authentische Interpretation zuständig ist. Das "Paradox der widersprüchlichen Interpretationen von AL" läßt sich nun aber gegen den Weihbischof leicht auflösen, wenn wahrgenommen wird, daß die Gegenthese, daß AL sich im Einklang mit der bisherigen Lehre befünde, reduzieren läßt auf den Imperativ, daß AL im Einklang mit der Lehrtradition der Kirche auszulegen ist. Da aber Papst Franziskus sich selbst dazu befugt sieht, eine bisher in der Kirche verbindliche Lehre mit der Begründung, sie sei nicht mehr zeitgemäß, für ab jetzt ungültig zu erklären, so prakiziert er es mit der Lehre von der Legitimität der Todesstrafe, kann nicht a priori ausgeschlossen werden, daß auch in dieser Causa der Papst mit der Lehrtradition bricht. 
"Einige Vertreter des Klerus und auch des Episkopats behaupten bereits, dass laut dem Geist des achten Kapitels von AL in Ausnahmfällen die wiederverheirateten Geschiedenen zur Heiligen Kommunion zugelassen werden können, ohne dass ihnen ein Leben in völliger Enthaltsamkeit verlangt werde." (S.8). 
Die Frage, ob also AL sich im Widerspruch oder in einer Kontinuität mit der bisherigen Lehre der Kirche befindet, konzentriert sich so auf die Frage, daß wenn Geschieden-Wiederverheiratete ohne eine Josephsehe zu führen die Kommunion empfangen dürfen, ob dies sich noch in der Kontinuität mit der bisherigen Lehre der Kirche befindet oder nicht. Anders gesagt: Ist diese Modifikation des Ausnahmefalles noch eine erlaubte Modifikation oder eine, die der Regelung der Ausnahme widerspricht?
Befremdlich ist nun, daß Kritiker der AL  mit der Möglichkeit rechnen, daß in diesem päpstlichen Schreiben etwas mit der Lehre der Kirche Inkompatibles steht, daß sie dies aber für die Lehre von der Ausnahme, daß Geschieden-Wiederverheiratete doch die hl. Kommunion empfangen dürfen von Papst Johannes Paul II,a priori ausschließen! Denn nicht erst AL erlaubt unter bestimmten Umständen doch diesen Paaren den Empfang der Kommunion sondern schon Familaris Consortio. Auch die in einer zivilen Zweitehe Zusammenlebenden leben ja eine irreguläre Ehe, auch wenn sie sich der Sexualität in ihr enthalten und dürfen dann trotzdem das Altarsakrament empfangen! Es ist m.E. möglich, nun den Wegfall der Sonderbestimmung der Enthaltsamkeitspflicht in der "Zweitehe" in Kontinuität mit Familaris Consortio (FC) zu lesen, wenn man urteilt, daß die Intention von FC die sei, Geschieden-Wiederverheiratete doch zur Kommunion wieder zuzulassen und daß jetzt nur die Conditionen für ihre Zulaßbarkeit modifiziert worden sind- etwa so, wie es jetzt möglich ist, seiner Pflicht zum Besuch der Sonntagsmesse nachzukommen, indem man die Samstagabendmesse besucht. Die Intention dieser Modifikation der Sonntagspflichtmesse dient ja der Erleichterung der Erfüllbarkeit der Sonntagsmeßpflicht und stellte auch keinen Widerspruch zur vorherigen Praxis dar, daß nur am Sonntag man seiner Sonntagspflicht nachkommen konnte. 
Als Widerspruch zur Lehre kann man AL aber genau genommen nur interpretieren, wenn man urteilt, daß Geschieden-Wiederverheiratete sehr wohl aus moralischen gründen  ihre irreguläre Ehe fortsetzen können, etwa um der gemeinsamen Kinder willen, daß aber diese Zweitehe so sehr der gültigen Erstehe widerspricht, daß sie nicht zur Kommunion zulaßbar sind, denn auch ohne eine in der Zweitehe gelebten Sexualität ist diese irreguläre Ehe gegenüber der Erstehe ein Ehebruch. Aber da das Papst Johannes Paul II. anders beurteilte, kann dann auch eine Zulassung von Geschieden-Wiederverheirateten ohne daß sie enthaltsam leben als im Einklang mit der Lehre dieses Papstes gedeutet werden.  

Freitag, 10. Juni 2016

Priesterbruderschaft St. Pius zu Amoris laetita- ein paar kritische Anmerkungen

Pater Matthias Gaudron von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betitelt "Amor laetitita"als einen Sieg des Subjektivismus". Mitteilungsblatt: Instaurare omnia in Christo" Juni 2016, S.33-39.Dem muß leider zugestimmt werden. Das Radio-Eriwan Prinzip bestimmt dies Schreiben: Im Prinzip ist weiterhin die verbindliche Lehre der Kirche gültig, aber in Einzelfällen der subjektiven Willkür unterworfen. Die auch von der Petrusbruderschaft beklage Uneindeutigkeit und Mehrdeutigkeit ist eben die Absicht dieses Textes, conservativere Leser zufrieden zu stellen und in Randsätzen dann alles Gesagte wieder zu relativieren, um liberal- modernisten zu erfreuen. Papst Franziskus Herz scheint dabei mehr den Modernisten zugeneigt zu sein, aber er will eben doch den erheblichen Widerstand gegen eine Modernisierung der Kirche, der deutlich auf den zwei Familinsynoden zum Ausdruck kam, mitberücksichtigen.
Nun liegt aber in jedem strikten Nein zu allem Subjektivismus selbst wieder eine Gefahr inne, die nämlich, abstrakte Prinzipien so zu proklamieren, daß sie in ihrer bloßen Abstraktheit selbst wieder falsch werden, weil sie die Komplexität des Lebens außer Acht lassen. So lesen wir, daß einen Unschuldigen zu töten, sei "immer und unter allen Umständen schlecht und kann daher auch durch keine noch so gute persönliche Absicht sittlich gut werden."(S.34) Das klingt im ersten Moment gut, ist aber unvereinbar mit der kirchlichen Lehre vom gerechten Krieg. In einer Schlacht stehen sich Soldaten feindlich gegenüber, aber wenn ein Deutscher Soldat im 1. Weltkrieg einen Französischen vor Verdun tötete, dann hat da kein "unschuldiger" einen "schuldigen" getötet, wie auch umgekehrt der Französische Soldat keinen schuldigen Deutschen. Der politisch-militärische Feind in einem Kriege ist nicht im moralischen Sinne ein Schuldiger. Thomas von Aquin geht von einer akuten Notwehrsituation aus, daß ein Angreifer mich töten will und ich dann das Recht habe, den Angreifer zu töten, wenn ich so nur mein Leben verteidigen kann. Hier ist der Angreifer dann realiter ein Schuldiger. Weil er nicht unschuldig ist, darf der Angegriffene, um sich zu verteidigen billigend die Tötung des Angreifenden in Kauf nehmen. Nur, ein Krieg als Ganzes gesehen besteht für einen Soldaten nie aus einer Serie von Notwehrsituationen, in denen ihm das Töten des Angreifers dann erlaubt wäre. Faktisch tötet im Krieg ein Soldat feindliche Soldaten, ohne daß sie als schuldig anzusehen sind. So gibt es also zumindest einen von der Kirche definierten Fall, in der das Töten von Unschuldigen erlaubt ist. 
Aber im Übereifer im Ringen um die Allgemeingültigkeit von bestimmten moralischen Prinzipien, daß sie ausnamhslose gelten sollen, wird hier eben über das Ziel hinausgeschossen, etwas als allgemeingültig behauptet, was es nach der jetzt geltenden Lehre der Kirche nicht ist. 
Das gilt auch für die Behauptung,daß die göttlichen Gesetze "die geschlechtliche Vereinigung von Mann und Frau nur in einer gültigen Ehe" erlauben. (S.34). 
Als erstes stoßen wir hier auf ein sehr delikates Problem für die christliche Moraltheologie: Stellen wir uns zwei Kinder Adams und Evas vor. Sie wollen eine Familie gründen, aber sie können es nicht, weil es für die Heiratswilligen nur leibliche Geschwister zum Ehelichen gibt. Hätten sich die Evaskinder nun an die Moral des Paters Gaudron gehalten, wäre die Menschheit, kaum auf der Weltbühne erschienen, auch schon wieder ausgestorben, weil sie ohne Nachwuchs geblieben wären. Sie hätten dann gegen das 1. Gebot Gottes verstoßen, das Gott den Menschen noch vor dem Sündenfall gab: seid fruchtbar und mehret euch! Aber sie pflanzten sich fort. Ohne diesen so praktizierten Inzest gäbe es uns heutige Menschen nicht. Nun kommt das Problem für die Morallehre der Kirche: Lebten die Kinder Adams und Evas in einer Inzestehe oder pflanzten sie sich ohne in einer Ehe zu leben fort? Entweder muß nun gelten, daß auch die Inzestehe eine legitime Ehe ist, aber wie könnte sie dann jetzt von der Kirche verurteilt werden, oder es war keine Ehe, sodaß die Nachkommen in einer "irregulären" Partnerschaft geboren worden wären.Eine Inzestehe als legitime Ehe anzusehen, halte ich für ausgeschlossen, aber: Wenn es unmöglich ist, eie gültige Ehe zu schließen (weil am Anfang nur leibliche Geschwister vorhanden waren für eine geschlechtliche Beziehung), Gott aber die Fortpflanzung der Menschen wollte, dann muß gelten, daß jetzt eine Fortpflanzung außerhalb  der Ordnung der Ehe erlaubt ist. Wäre das nicht, müßte die Menschheit ja mit dem Tode der Kinder Evas und Adams aussterben. Ergo ist eine Fortpflanzung außerhalb der Ordnung der Ehe genau dann erlaubt, wenn es unmöglich ist, um des ersten Gebot Gottes zu gehorchen, eine gültige Ehe zu schließen.
Die einzige Alternative wäre, daß man die Inzestehe als legitime Ehe ansieht! Dann müßte man lehren, daß genau dann eine Inzestehe erlaubt ist, wenn keine gültige Ehe schließbar ist. 
Aber die Bibel selbst gibt uns hierzu eine eindeutige Antwort, indem sie selbst für das Problem einer kinderlos bleibenden Ehe die Lösung der außerehelichen Zeugung des Nachwuchses lehrt.            
Die hl. Schrift selbst lehrt nämlich, denn in ihr wird als Lösung für das Problem einer kinderlosen Ehe die Möglichkeit, daß dann der Ehemann eine Zweitfrau nehmen darf, mit der er nicht verheiratet ist, um so mit ihr einen legitimen Nachwuchs zu erzeugen. Die Zweckursache der Ordnung der Ehe, daß sie um der Nachkommenschaft willen ist, wird im Konfliktfalle, daß die Ordnung der Ehe den Zweck der Ehe verunmöglicht, höherwertig beurteilt als die Ordnung der Ehe, sodaß die Ordnung um des Zweckes willen relativiert werden darf. 
Die heutige Diskussion über die Ordnung der Ehe leidet eben an der Tatsache, daß ihre Finalursache weitestgehend außer Acht gelassen wird. Das führt eben auch zu der Verkennung, daß sie eine Ordnung um eines Zweckes willen ist und so nicht selbstzwecklich ist. Damit ist für das Problem, wenn die Ordnung der Ehe den Zweck der Ehe verunmöglicht, daß dann um des Zweckes der Ordnung willen, damit der Zweck realisiert werden kann, die Ordnung relativiert werden darf! Genau das verkennt aber die Verabsolutierung der ehelichen Ordnung, wie sie  Pater Gaudron hier praktiziert. 

Scheint Pater Gaudron bis jetzt zu einem moralischen Rigorismus zu neigen,indem er die Ordnung der Ehe als etwas Selbstzweckliches ansieht, weil er ihre Zweckursache vernachlässigt, so verblüfft er nun, wenn er urteilt, daß Geschieden Wiederverheirateten doch das Sakrament der Eucharistie gespendet werden dürfte, wenn sie in ihrer Zweitehe auf die eheliche Intimität verzichteten. Diese von Papst Johannes Paul II. gelehrte Ausnahme ist nun doch in sich nicht unproblematisch.Denn das beinhaltet doch, daß die zweite zivilrechtlich geschlossene Ehe gegenüber der ersten gültigen Ehe keine Sünde wäre, wenn nur auf die Sexualität verzichtet würde. Das auch in der zivilrechtlichen Form gegebene Eheversprechen wäre dann kein sündiger Verstoß gegen die nicht aufgelöste noch bestehende Ehe mit ihrem Eheversprechen. Ja, nur die in der Zweitehe gelebte Intimität würde so zu dem einzigen Grund des Ausschlusses vom Empfang der Eucharistie avancieren! 
Es müßte eigentlich unterscheiden werden zwischen der Frage,ob eine zivilrechtliche Ehe aus moralischen Gründen fortzusetzen ist, etwa um der Sorge um der gemeinsamen Kinder willen und der Frage, ob nicht eine Zweitehe in der Form der Zivilehe eine Sünde wider die gültige Ehe ist, die ja durch die weltliche Scheidung nicht aufgelöst ist, sodaß dies "Zweit-Eheleben" einen gültigen Empfang der Eucharistie verunmöglicht. Papst Johannes Paul II. sagt hier nun, daß in diesem Falle Geschieden- Wiederverheiratete die Eucharistie empfangen dürfen, wenn sie ihre Zweitehe enthaltsam leben. Papst Franziskus Intention scheint ja nun nur die zu sein, auf dieser Ausnahmereglung aufbauend, die Bestimmung der Enthaltsamkeit für dispensierbar zu erklären und so nur die Ausnahmeregel zu liberalisieren. Aber im Prinzip setzt er damit nur das Anliegen des Papstes Johannes Paul II. fort, Geschieden Wiederverheirateten den Zugang zu den Sakramenten wieder zu eröffnen! 
Nicht alles, was Papst Johannes Paul II schrieb und tat, ist über jeden Zweifel erhaben: Man denke nur an einen der schwärzesten Augenblicke der jüngsten Kirchengeschichte, als dieser Papst öffentlich den Koran küßte!                     

Donnerstag, 12. November 2015

Papst Johannes Paul II. als Theologe-zum Freitod

Johannes Paul II. hat in seiner Enzyklika „Evangelium vitae“ (Evangelium des Lebens) vom 25. März 1995 dazu ausgeführt (Ziff 66):
„Nun ist Selbstmord immer ebenso sittlich unannehmbar wie Mord. Die Tradition der Kirche hat ihn immer als schwerwiegend böse Entscheidung zurückgewiesen. Obwohl bestimmte psychologische, kulturelle und soziale Gegebenheiten einen Menschen dazu bringen können, eine Tat zu begehen, die der natürlichen Neigung eines jeden zum Leben so radikal widerspricht und dadurch die subjektive Verantwortung vermindert oder aufgehoben sein mag, ist der Selbstmord aus objektiver Sicht eine schwer unsittliche Tat... In seinem tiefsten Kern stellt der Selbstmord eine Zurückweisung der absoluten Souveränität Gottes über Leben und Tod dar... Die Selbstmordabsicht eines Anderen zu teilen und ihm bei der Ausführung durch die sogenannte ‚Beihilfe zum Selbstmord‘ behilflich zu sein, heißt Mithelfer und manchmal höchstpersönlich Täter eines Unrechts zu werden, das niemals, auch nicht, wenn darum gebeten werden sollte, gerechtfertigt werden kann... Die Tat der Euthanasie erscheint umso perverser, wenn sie von denen ausgeführt wird, die – wie die Angehörigen – ihrem Verwandten mit Geduld und Liebe beistehen sollten, oder von denen, die – wie die Ärzte – aufgrund ihres besonderen Berufes dem Kranken auch im leidvollsten Zustand seines zu Ende gehenden Lebens behandeln müssten“. (zitiert nach Kath net vom 12.11. 2015)
Dieser Papst macht einem gläubigen Katholiken das Leben wahrlich nicht einfach! Man denke nur an den Kuß des Korans! Er küßte ihn, wie sonst nur ein Priester in der hl. Messe das Evangelium- und dann das unselige Friedensgebet zu Assisi! Aber dieser Text scheint doch gut katholisch, in der Lehrtradition der Kirche zu stehen! Nur, warum distinguiert dann dieser Text nicht zwischen Tötung und Mord? Das ist aber für die Moraltheologie von gravierender Bedeutung. Denn ein Soldat tötet zwar im Kriege, aber er mordet nicht, denn eine Tötungshandlung wird erst zum Mord, wenn sie die Tötung aus niederen Motiven erstrebt, etwa wie im Falle eines Raubmordes, wo ein Mensch getötet wird, um sich dann zu bereichern. So ist es keine Selbstverständlichkeit, daß jede Selbsttötung aus niederen Beweggründen erwünscht und vollzogen wird. Der evangelische Theologe D. Bonhoefer erachtet so den Freitod für legitim in dem Falle, daß ein Geheimnisträger in feindliche Gefangenschaft gerät, und der dann sich tötet, um einen Verrat unter Folter zu verunmöglichen.In biographischen Ausdeutungen dieser These wird gemutmaßt, daß der Theologe in Widerstandskreisen engagiert, damit  Stellung nimmt zur Frage: was tun, wenn einer der Verschwörer gegen Hitler verhaftet würde und er befürchten muß, zur Preisgabe der Mitverschwörer gezwungen werden zu können. 
Daß der Papst dann noch den Freitod als der "natürlichen Neigung"zum Leben widerspricht, verurteilt, ist noch peinlicher, denn die Kirche verlangt ja- rechtens, in guter Ordnung, daß Priester gegen ihre natürliche Neigung zölibatär leben müssen! Wenn alles, was wider die natürliche Neigung des Menschen gerichtet ist, sündhaft wäre, dann  müßte der Zölibat zu allerserst abgeschafft werden. Er ist widernatürlich, aber doch eine gute Ordnung für denPriesterstand! 
Nun wird der Text gar hochtheologisch mit seiner steilen These, daß der Freitod eine "Zurückweisung der absoluten Souveränität Gottes über Leben und Tod" sei. Aber in diesem Punkte vergaß der Papst schlichtweg die Lehre vom Staat, daß er nach der Katholischen Morallehre das Recht auf Kriegführen (wenn es ein gerechter Krieg ist) und das Recht zur Todessstrafe besitzt und daß beide Rechte Gott selbst dem Staate gegeben hat. Wie Gott eben das Privileg, daß nur er Sünden vergeben kann, auflöst, indem er Priestern die Vollmacht zur Sündenvergebung durch die Spendung des Weihesakramentes verleiht, so verleiht er auch dem Staat, in Extremsituationen als gottgewollte Schwertgewalt zu töten. 
Auch wird pauschaliter behauptet, ohne eine Begründung, daß das Gebot der Liebe jede Art von Beihilfe zum Freitod ausschlösse, obwohl doch gerade Anverwandte oft gerade aus Liebe zum den Freitod Wünschenden diesem Wunsche nachgehen. Einfach gesagt:der Anblick von Menschen im Sterbenskampf, ihr qualvolles Sterben, läßt gerade bei liebenden Angehörigen den Wunsch entstehen, der Bitte zur Beihilfe nachzugeben. Selbst wenn man dann eine solche Beihilfe noch moralisch verurteilen will, nicht abgesprochen werden kann dann dem Beihelfer, daß er aus Mitleid und somit aus Liebe handelte. 
Man wird aber auch theologisch tiefgründiger fragen dürfen, ob hier nicht des Papstes Neigungen und Sympathien für die philosophische Richtung des Personalismus zu solchen fragwürdigen Positionen ihn verleitet haben. Denn das philosophische Denken des Personalismus- als Hyperreaktion auf Denktraditionen, die um des Ganzen willen, das Einzelne und den Einzelnen zurückstellen (isb. so Hegel und ihm folgend Marx) wird dem Menschen nicht gerecht, weil sie ihn anthropologisch nicht mehr als Gattungswesen denkt, (das inkludiert immer auch den Vorrang der Gattung vor dem Individuum) und weil sie ihn abstrahiert aus seinem realen sozialen Leben, aus sozialen Zusammenhängen, die in Extremsituationen das Opfer des eigenen Lebens fordern zum Wohle der Gemeinschaft, der man angehört. 
Sinnvoll wäre der Text so nur, wenn der Begriff des SelbstMORDES ernst genommen werden würde, sodaß mit diesem Begriff der Unterschied mitgesetzt wäre zu einer gewollten Selbsttötung. Dann würde der Text so zu lesen sein: wenn ein Freitod aus  niederen Beweggründen erstrebt wird oder die Beihilfe zum Freitod aus niederen Beweggründen, dann ist das sündig. 
Aber das problematischste ist nun die Vita des Papstes selbst. In allen Medien wurde berichtet, daß er sterbend eine lebensverlängernde Operation unterließ, er wollte sich ihr nicht unterziehen, und so starb er wahrscheinlich früher, als wenn er sich noch dieser Operation unterzogen hätte. Wenn ich sterbend eine weitere medizinische Behandlung ablehne, obwohl ich weiß, daß durch diese Verweigerung ich wahrscheinlich früher sterben werde, als ließ ich sie zu, dann bestimme ich so über mein Leben, daß ich früher sterben werde als es notwendig wäre. Man kann ja den eigenen Tod nicht nur durch ein aktives Tun verursachen, sondern auch
durch ein Unterlassen herbeiführen, etwa indem die Einnahme überlebensnotwendiger Medikamente verweigert wird oder die Ausführung einer lebensnotwendigen Operation. In seiner eigenen Causa urteilte dieser Papst also ganz anders als in seinem Lehrschreiben, denn er erachtete es hier für sich als moralisch legitim, auf eine medizinische Maßnahme zu verzichten, die das Sterben nur hinausgezögert hätte, und so früher zu sterben! Damit tat er genau das, was er sonst als einen Verstoß gegen die Souveränität Gottes verurteilt, daß er sein Leben beenden ließ durch eine Unterlassung!    
Denn im Prinzip ist es kein wesentlicher Unterschied, ob ein Sterbender sich aktiv durch die Einnahme von Gift töten läßt oder passiv durch ein Einstellen von lebenserhaltenden Maßnahmen oder durch die Verweigerung von überlebensnotwendigen medizinischen Behandlungen. Immer entscheidet er sich dafür, daß er ein schnelleres Absterben einem Weiterleben, das aber schon ein auf den Tod zugehendes und davon bestimmtes ist, vorzieht. Er bestimmt damit über sein Leben, was er aber nach dem Urteil dieses Papstes eigentlich gar nicht dürfte!