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Donnerstag, 20. Oktober 2022

Kurz und bündig: Globalisierung- wer globalisiert sich?

Kurz und bündig: Globalisierung- wer globalisiert sich?


Unter einer oder der Globalsierung ist die planetenweite Ausdehnung von etwas zu verstehen bzw die Tendenz zur weltweiten Ausdehnung. So könnte das Römische Reich zu Zeiten Jesu Christi als das Weltreich qualifiziert werden, da es die damals bekannte Welt umspannte. Eusebius von Caesarea, dem gern eine zu große Nähe zu Kaiser Konstantin nachgesagt wird, betrachtete dies römische Weltreich als den Ermöglichungsgrund für eine weltweit sich ausdehnende Kirche, von der ewigen Stadt Rom ausgehend.

Eine Ausdehnung, die sich ausdehnt, ist eine Absurdität, weil es die Möglichkeit eines Sichausdehnens suggeriert ohne ein Subjekt, das sich ausdehnen will. Wenn jetzt von der Globalisierung gesprochen wird, ist so danach zu fragen, wer sich da ausdehnt. Die Kirche hat diese Aufgabe, das Evangelium der ganzen Welt zu verkünden, schon längst hat acta gelegt, mit der theologischen Begründung, daß jede Religion den Menschen zu Gott führe und einem Atheisten genüge zu seinem Heile sein Gewissen. Das Konzept der kommunistischen Einheitswelt ist endgültig 1989f gestorben und die Faschisten und Nationalsozialisten erstrebten nur partikularistische Ziele. So verbliebe nach A. Dugin nur noch der Liberalismus, der die ganze Welt uniformieren möchte. Aber das ist erst mal nur eine Ideologie, die um weltweit sich durchsetzen zu können, einen sozialen Träger braucht.

Meine These dazu: Die USA im Verbund mit England sind die Subjekte der Globalisierung der Kultur der westlichen Welt, des Liberalismus. Nach den aus ihrer Sicht gewonnenen 2 Weltkriegen gab es nur noch die Sowjetunion und China als Gegenmächte. Diese Beiden sollen nun abgewickelt werden, damit es nur noch eine Welt, beherrscht durch ein Weltzentrum geben soll.

 

Mittwoch, 6. Mai 2020

Kurz und bündig: Alles Ideologie? Und sonst nichts?

"so wie man sagen kann, dass der ideologische Akt darin besteht,eine klare Trennlinie zwischen Ideologie und >wahrem< nichtideologischem Wissen ziehen zu wollen“.Zizek, Weniger als nichts, 2016,S.110.
Die Konstitution eines nichtideologischen Wissens ist so die Tat, durch die sich eine Ideologie als Nichtideologie hervorbringt, indem sie alle anderen mit ihr konkurrierenden Ideologien als Ideologie kritisiert. Diese Strategie setzt das Vorurteil voraus, daß das wahre Wissen immer ein nichtideologisches ist, einfacher gesagt, daß Wissen und Erkennen den Gegenpol zur Ideologie bildet. Ideologen verkennen eben die Wirklichkeit.
Geht man von der Wortbedeutung der Ideologie aus, daß sie die Lehre von den Ideen ist, daß also der Gegenstand der Ideologie die Frage des Verhältnisses des Denkens zu dem Gedachten ist, dann muß dieses Vorurteil geradezu absurd erscheinen. Man müßte doch urteilen, daß jedes Denken, das nicht einfach naiv das was ich denke mit dem, worauf sich mein Denken bezieht, als identisch zu setzen: So wie ich denke, so ist es auch!
Spätestens wenn zwei miteinander inkompatible Weltanschauungen eine Aussage über etwas machen, wir also zwei differente Aussagen vor uns haben, evoziert diese Differenz den Glauben an dies etwas, das entweder von einem der zwei gedachten Etwassen verschieden sein muß, oder gar ganz anders sei als beide gedachten Etwasse. Nur, daß dies so ganz anders seiende Etwas auch nur als Denkvorstellung in unserem Denken existiert.
Gibt es denn überhaupt nichtideologisches Wissen? Nahe läge es nun, so das Wissen der Naturwissenschaften zu qualifizieren. Aber ist der methodische Atheismus dieser Wissenschaften, daß alles in der Welt weltimmanent zu erklären sei, nicht selbst eine ideologische Setzung, ein Akt, der so erst diese Wissenschaften zu ideologiefreiem Wissen kürt?
Wie verändert sich die Frage der Ideologiehaftigkeit des Wissens, wenn das Denken nicht einseitig auf indikativische Aussagen beschränkt wird, ist die Aussage, das ist so, wahr, sondern auch imperativische Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu diskutieren sind: Das soll man nicht! Das Denken kennt dann auch noch optativische Aussagen,o möge es doch so sein und konjunktivische: wenn das nicht geschehen wäre. Verlangt diese Diversität des Denkens nicht nach einer Klärung des Verhältnisses des Denkens zu dem Gedachten, das es so ist, sein sollte, oder sein möge oder wenn es doch so wäre.Wo all diese Fragen diskutiert und beantwortet werden, entsteht da nicht so eine Ideologie? Wäre so die Ideologiefreiheit nichts anderes als der Verzicht auf die Reflexion des Denkens über sich selbst, daß dann naiv einfach gesetzt wird: Wie ich denke, so ist es?

Corollarium 1
Ein Ausweg könnte die Distinktion der Tatsachenaussage und der Interpretation der Aussage sein. Aber genau mit der Setzung dieser Differenz vollziehen wir ja den ideologischen Akt. Und sind Tatsachen wirklich ideologiefreies Wissen. Enthält nicht die "Tatsachenaussage",Friedrich Nietzsche ist der Autor des "Zarathustras" einen ganzen Vorstellungskomplex über das Verhältnis eines Autoren zu seinem Werk, der dieser Aussage erst ihren Sinn gibt. Dieser damit mitgesetzte Vorstellungskomplex der Autorenschaft ist nun selbst nicht einfach eine Summe von "Tatsachenaussagen", sondern selbst wiederum ein Teilelement einer , wenn man will, ideologischen Vorstellung etwa einer "Ich-Philosophie": Ich schreibe Werke. Nietzsche ist nun gerade aber ein Philosoph, der jeder "Ichphilosphie" (in der Tradition Descartes) ablehnend gegenübersteht. Ist er dann im descartischen Sinne der Autor seiner Werke?   

Mittwoch, 25. März 2020

Kurz und bündig: Blasphemie und religiöse Gefühle

Die religiösen Gefühle des Anderen nicht zu verletzen, das gehört zu den guten Umgangsformen und reguliert so auch das Gespräch über Religiöses im zwischenmenschlichen Bereich und nicht nur den öffentlichen Diskurs. Das private, persönliche Gespräch ist durch das: Was man wie zu sagen und nicht zu sagen hat, mehr als man individuell merkt, reglementiert, der öffentliche sowieso.
Was hat das für eine Konsequenz für den Dialog zwischen Vertretern verschiedener Religionen oder Confessionen einer Religion? Eine der wichtigsten Spielregeln lautet, daß es in dem Raum der Religionen und Confessionen nicht ein Unterscheiden von wahr und unwahr geben darf. Die berühmte Gretchenfrag, wie hältst Du es mit der Religion? (Goethe,Faust) ist also so zu respondieren: Damit kann jeder es halten, wie es ihm beliebt, er muß nur jede andere Religiösität akzeptieren, egal welche er selbst auch präferieren mag. Kann unter dieser Condition überhaupt noch missioniert werden? Die Antwort fällt eindeutig aus:Die notwendige Voraussetzung jeglicher Art von Mission ist, daß es eine wahre oder zumindest wahrere gibt, zu der Missioniernde den Anders- oder Nichtgläubigen bekehren möchte. Weiterhin muß präsumiert werden, daß es für den Menschen wichtig ist, daß er die wahre Religion praktiziert und daß es gerade Gott selbst nicht gleichgültig ist, wie er geglaubt und verehrt wird.
Aus diesem Vorstellungskomplex ergibt sich erst das Urteil der Verwerflichkeit der Blasphemie, daß so unwahr von Gott gedacht wird, er so unwahr verehrt wird, daß dies a) den Zorn Gottes provoziert und b) auch dem Menschen und der Gesellschaft schadet. Das Gemeinwohl ist eben gerade von der rechten Gottesverehrung abhängig, denn alle guten Gaben kommen von Gott und ein erzürnter Gott könnte so seine guten Gaben verwehren.
Von dieser Vorstellung hat nun die modern aufgeklärte Gesellschaft sich verabschiedet. Das Gemeinwohl einer Gesellschaft ist etwas, daß wir Menschen allein durch uns zu realisieren haben, wobei dann religiös Motivierte auch einen nützlichen Beitrag dazu liefern können. Aber was hier das Gute ist, das ist etwas, was die politische Vernunft ohne jede Religion erkennen kann. Auch ist es für den einzelnen Bürger gleichgültig, wie er es mit der Religion hält und darum darf er jede beliebige, aber auch gar keine praktizieren. Und deshalb darf auch niemals ein Anhänger einer Religion Andersgläubigen gegenüber den Vorwurf der Blasphemie erheben. Denn, selbst wenn es einen Gott gibt, und sehr viele glauben noch an einen Gott, muß dieser Gott als einer sich allen Religionen gegenüber gleichgültig verhaltenden gedacht werden. Das ist nun selbst keine Gotteserkenntnis, daß Gott sich so realiter verhalte, sondern nur eine Spielregel für jede religiöse Kommunikation, die der pluralistisch strukturierten Gesellschaft kompatibel ist. Darum kann und darf es in modernen/postmodernen Gesellschaften das Urteil, das ist blasphemisch, nicht mehr geben- es kann nur noch das Gebot geben: Respektiere jede Religion, halte alle für gleichgültig, egal welche du nun auch rein privat präferierst. Das ist das endgültige Ende des christlichen Abendlandes, aber auch jeder religiös fundierten Gesellschaft.
Nur eines bleibt dabei ungeklärt: Verhält der wirkliche Gott sich so, wie es ihm dieser Diskurs vorschreibt, daß ihm alle Religionen und auch der praktizierte Atheismus gleichgültig ist.

Montag, 23. März 2020

Kurz und bündig: Der liberale Staat in der (aktuellen)Krise


Ein Standartvorwurf conservativen Denkens an die liberale Staatsordnung lautet ja,daß sie nur ein Konzept für gute Zeiten sei, sobald stürmische Zeiten anbrechen, müsse sich dann der Staat entliberalisieren. Wer sich den aktuellen Maßnahmenkatalog der Bundesregierung und der Länderregierungen anschaut, kann nicht umhin, in der jetzigen Praxis eine Bestätigung dieser Kritik zu sehen.Wer hätte es denn vor dieser Coronaepidemie für möglich gehalten, daß fast die ganze Wirtschaft heruntergefahren wird, daß fast keine Geschäfte mir aufgesperrt werden dürfen außer zum Leben unverzichtbare, ja daß gar Ausgehverbote erlassen werden müssen, um die Epidemie einzudämmen?
In Italien stehen Ärzte vor Problemen, die es moralphilosophisch gar nicht geben dürfte, daß Ärzte vor 2 Erkrankten stehen, daß beide künstlich beatmet werden müssen, damit sie überleben können, es aber nur für einen von den Zweien der dazu notwendigen Apparat zur Verfügung steht. Hier muß der Arzt so über Leben und Tod von (unschuldigen)Menschen entscheiden, denn wenn er einen beatmen läßt, verurteilt er den Anderen zum Tode. In den Zeiten des allgemeinen Reichtumes ist eben vergessen worden,daß es solche Notsituationen geben kann. Soll hier nun der Arzt individuell vor Ort entscheiden, oder hat der Staat auch solche Extremfälle gesetzlich zu regeln?
Der Glaube an ein unlimitiertes Wachstum von allem Herstellbaren bot für alle Probleme eine Lösung: Wachstum. Wenn der gesellschaftliche Reichtum sehr ungleich verteilt war, dann konnte auch noch dem Kleinverdiener zum Troste gesagt werden, daß auch er Jahr für Jahr eine Gehaltsaufbesserung sich erhoffen dürfe und somit auch es ihm und später dann seinen Kindern und Enkeln besser gehen würde. Zum Funktionieren des liberal verfaßten Staates gehört so konstitutiv die Ideologie des unbegrenzten Wachstumes in seiner sozialintegrativen Funktion. Verliert dieser Glaube an die Möglichkeit unendlichen Wachsens seine Plausibilität, revitalisieren sich die Verteilungskämpfe der verschiedenen Gruppen. Der Gruppenegoismus erkennt nämlich, daß die jeweilige Gruppe nur zu Lasten anderer wachsen kann, wenn das Gesamte nicht mehr wächst. So verschafft der Wohnungsmangel Vermietern die Möglichkeit zu Wuchermieten zu Ungunsten der Mieter, wenn der Mangel an Wohnungen nicht durch eine erhöhte Bauaktivität beseitigt werden kann.
Der liberale Staat würde dies Problem dem freien Markt überlassen, dem freien Kräftespiel des Marktes, auf dem jetzt die Partei der Vermieter triumphiert mit ihrer Möglichkeit der Wuchermiete. Ein auf das Allgemeinwohl ausgerichteter Staat kann aber diese Situation der Wuchermieten nicht akzeptieren, er wird gesetzgeberisch eingreifen, um bezahlbaren Wohnräume zu ermöglichen.
Auch dieses Beispiel zeigt an, daß die liberale Ordnung nur für gute Zeiten etwas taugt, daß aber, sobald es ernsthafte Probleme gibt, der Staat sich entliberalisieren muß um des Allgemeinwohl willens.

Freitag, 6. März 2020

Kurz und bündig: Zu Irrtümern über das Fasten

Wunderliche Dinge ereignen sich in der Kirche: Wir fasten, das ist, wir verzichten auf gesundheitlich Schädliches, prüfen, wo konsumiere ich zuviel, wo wäre weniger mehr, wo könnte ich einen einfacheren (=besseren?)Lebensstil pflegen, usw.
Nun evoziert das eine Frage: Warum sollte ich denn nur in der Fastenzeit auf meine Gesundheit Schadendes verzichten, isb, auf Süßigkeiten, Genußmittel wie Tabak und Alkohol? Warum darf ich dann am Ostersonntag und jeden Sonntag in der Fastenzeit nicht fasten? Ja, am Ostersonntag zu fasten, gilt gar als Sünde, an dem Tage zu fasten, an dem die Kirche Jesu Christi Auferstehung von den Toten feiert! Daß hieße ja, daß ich am Ostersonntag mir mich Schädigendes zu mir nehme aus Freude über die Auferstehung Jesu Christi. Ist das nicht mehr als absurd?
Als Jesus Christus 40 Tage in der Wüste fastete, und darum wird auch in der Kirche 40 Tage lang gefastet,und darum an den Fastensonntagen nicht, dann war das ganz gewiß keine Wellness- oder Gesundheitsförderungsmaßnahme Jesu!
Eines ist dabei signifikant: Es geht um das Wohlergehen des Körpers: dem Körper Gutes tuen, indem auf ihn Schadendes verzichtet wird. Und die Seele? Von der spricht auch kaum noch die Kirche, als wäre man sich nicht mehr sicher, ob es die denn noch gäbe. Wird in der Kirche noch eine Seelsorge praktiziert, dann geht es dabei nicht mehr um die Sorge um die Seele- Jesus lehrte ja noch:Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. (Math 10,28)- sondern nur noch um die Sorgen der Seele,worum sie sich sorgt, jetzt um den Klimawandel, die Corona-Seuche, oder individueller um die Konflikte in der Ehe...Ja, liest man Magazine von Missionsgesellschaften der Katholischen Kirche, so dominieren da die Sorgen des Leibes, ach ja, und für die Seele wird eine bessere Schul- und Ausbildung gefordert.
Ein Zusammenhang existiert zwischen der Seelenvergessenheit und der Umgestaltung des Fastens zu einem Programm: Meide deinem Körper Schädliches und optimiere dein Leben, indem du dich auf dir Guttuendes focussierst. Fasten ist dagegen eine religiöse Praxis, die ihren Anfang hat in der Furcht vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Das kann aber nur einer: Gott. Bismarcks berühmtes Votum, wir Deutschen fürchten nur Gott, sonst Niemanden, ist nur wahr, wenn dabei die Gottesfurcht ernst genommen wird, ganz in Jesu Christi Sinne.
Wenn aber diese Gottesfurcht als nicht mehr zeitgemäß abgelehnt wird, wenn uns ein Jesusbild vorphantasiert wird, das jede Furcht vor Gott ausschließt, weil Jesu Gott ja ein reiner Liebesgott ist, dann kann das Fasten keine sinnvolle religiöse Praxis mehr sein. Die Furcht um den Leib, um sein Wohlergehen tritt dann an die Stelle der Gottesfurcht: Was tut meinem Leibe gut, was schadet ihm? Das Fasten wird so konsequenterweise zum Aufruf zu mehr Gesundheit für den Körper.
Es wäre ein sehr verdienstliches Werk, die Geschichte der Verdrängung der Gottesfurcht in der Kirche zu rekonstruieren. (Vgl dazu: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott) Seinen ersten großen Erfolg feierte diese Verdrängungsstrategie in der antikatholischen Bewegung: „Wir sind Kirche“ mit der Parole, keine Drohbotschaft. Jesus hätte nur eine frohmachende Botschaft für uns Menschen verkündigt. Deshalb könne Jesus nie von einer Gottesfurcht gesprochen haben.In diesem Punkte hat sich nun diese antikatholische Bewegung durchgesetzt gerade in der Kirche. Das zeitigte Konsequenzen, daß in der Kirche nicht mehr gefastet werden kann, weil diese Praxis so zu einer sinnwidrigen werden muß! Wir fasten nicht mehr!

Sonntag, 16. Februar 2020

Ein erstaunliches Umfrageergebnis zum Frauendiakonat!

Die Herder Korrespondenz gibt auf ihrer Internetseite dies Umfrageergebnis bekannt
Teilnehmer bisher: 305 (abgeschlossen)

Auswertung der Umfrage

  • Sollen Frauen künftig zu Diakoninnen geweiht werden können?

    • Ja, denn Frauen üben immer schon Aufgaben aus, die als „diakonisch“ gelten.
      28 %
    • Nein, eine sakramentale Weihe für Frauen kann es in der katholischen Kirche nicht geben.
      72 %

Dienstag, 11. Februar 2020

Kurz und bündig: Wenn Kirchenreformer fehlplaciert sind!

Wäre ich davon überzeugt, daß die Kernenergie der beste Beitrag zum Umweltschutz wäre, träte ich dann in die Partei: "Die Grünen" ein,um da Mehrheiten für mein Atomkraftprogramm zu suchen? Wüßte ich nicht, daß die Parole: "Atomkraft-Nein danke" so sehr zur Identität dieser Partei gehört, daß sie aufhörte, die Grüne Partei zu sein, sagte sie Ja zur Kernkraft? Aber in der Katholischen Kirche ist das ganz anders: Da kommen viele ganz und gar protestantisch Gesonnene zusammen, um nun auf synodal-demokratischen Wege die Katholische Kirche Deutschlands in eine protestantische zu transformieren, indem alles spezifisch Katholische wegmodernisiert werden soll. 
Warum ist man nicht ehrlich, sieht, daß Alles, was von den Reformern erstrebt wird und noch viel mehr in der EKD, dem Protestantismus schon realisiert ist, um dann in die EKD einzutreten. Die katholisch bleiben Wollenden blieben in der Kirche und die Reformer fänden endlich all das, was sie erstreben, in den protestantischen Gemeinschaften verwirklicht, die längst schon ihre geistliche Heimat geworden sind.
Das wäre die Lösung der faktischen Kirchenspaltung, aber es würde so übersehen, daß es den Reformern nicht nur um das Schaffen einer neuen Kirche geht sondern genauso sehr um das Zerstören der Katholischen Kirche. Die Lust am Destruktiven übersieht leicht der, der nur den Willen zum Neuen wahrnimmt und nicht die Lust am Zerstören des Alten. Buben auf dem Jahrmarkt, wie viel Freude macht ihnen das Umwerfen von zu Pyramiden aufgestellten Blechdosen, besonders wenn sie mit viel Getöse zu Boden fallen. Aufgestellt werden dann die Dosen nur, um sie wieder umzuwerfen. Diese Kinderlust am Destruktiven bewahren sich nun viele bis zu ihrem Lebensende, jetzt eine fast 2000 währende Kirche mit ihrer gottgewollten Ordnung umwerfen zu können, Alles zu destruieren, das ist die Umsturzlust der Rotte Korach, die nun den Synodalen Weg beflügelt und wohl auch den Kirchenzerstörer Papst Franziskus. 

Ein zu humanistisch rouseauisch gezeichnetes Menschenbild verhindert eben die Erkenntnis des realen Verhaltens des Menschen, weil es seine Destruktionslust nicht wahrnehmen will.

Freitag, 17. Januar 2020

Kann die Moratheologie rein vernünftig begründet und durchgeführt werden? kurz und bündig

Früge man ganz simpel, was denn das Ziel der Moraltheologie sei, so müßte ganz simpel respondiert werden, daß es die Lehre ist, wie der Mensch zu leben hat, damit er gottgefällig vor Gott ist. Kann nun aber das Gottgefällige durch rein vernünftiges Denken erfaßt werden?
Das setzte voraus, daß
a) Gott so vernüftig ist, daß nur Vernunftgemäßes und nichts anderes von uns Menschen will und
b) der Mensch so vernünftig ist, daß er das Vernunftgemäße selbst erkennen kann und
c) so Gott nicht seinen Willen als Gestz und Gebot offenbaren bräuchte.

Nur, Gott ist als Freiheit zu denken; er könnte so auch Nichtvernünftiges vom Menschen fordern als das ihm Wohlgefällige. Zudem hat Gott doch selbst erst bestimmt, was vernünftig und was so unvernünftig ist, denn es kann ja kein Vernünftigsein unabhängig von Gott geben, also unabhängig von seiner Dezision. Was vernünftig ist, ist so erst durch Gott. (Vgl dazu Wilhelm Ockham)
Das Ziel, das vernünftiges menschliches Denken erreichen kann, ist eine Lehre vom guten Leben für alle Menschen, worin dies gute Leben besteht und wie das für alle erreichbar sei. Aber ob damit auch schon ein Gott wohlgefälliges Leben erreicht werden würde, kann das vernünftige Denken nicht beweisen.

Dienstag, 14. Januar 2020

Kurz und bündig: Die Kirchenkrise als Gotteskrise?

Eine Frage muß sich jeder nachdenkliche Theologe angesichts des jetzigen Zustandes der Kirche stellen: Wie ist es möglich, daß die Kirche als Leib Christi in einen so desolaten Zustand geraten konnte?Anthropozentristisch gestimmt können wir nur menschliches Tuen und Unterlassen als Ursache denken, aber könnte das Elend der Kirche nicht noch viel tiefgründiger sein, daß Gott sich zurückgezogen hat von seiner Kirche? Hat Gott nicht auch im Alten Bund, wenn das erwählte Volk sich von íhm abgewandt hatte, auch sich von ihm abgewandt? Wie konnte es denn zur Katastrophe der Exilierung kommen (586 v Chr), wenn Gott sich nicht abgewandt hätte von seinem Volke, ja vielmehr er es durch die Exilierung straffte. 
Gibt es einen triftigen Grund zu glauben, daß Gott im Neuen Bund nicht mehr strafft, daß er seinem Volke nun alles durchgehen läßt? Ja einen, daß er Heil der Menschen will und daß er dies durch die Kirche auch und gerade durch das Mitwirken von Menschen, so kann er nicht die Kirche so weit zu Grunde gehen lassen oder richten, daß sie diese Aufgabe nicht mehr erfüllen kann.
Aber daß Gott einfach immer nur seine Kirche liebt und ihr alles durchgehen läßt, das ist nicht praktizierte Liebe Gottes! Erleben und erleiden wir so nun den Zorn Gottes über seine Kirche in dieser Kirchenkrise? 

Sonntag, 22. Dezember 2019

Wer ist Jesus Christus? Eine jesuitische Antwort kurz und bündig

"Es geht um einen symbolischen, einen göttlichen Stern, der auf einen äußerst wichtigen Menschen hinweist, der in seiner unbeschreiblichen Einmaligkeit das größte Ereignis der Weltgeschichte ankündigt, den Retter der Welt!" Theo Schmidkanz SJ, zitiert nach dem Faltblättchen: "Meine Augen haben das Heil gesehen!" Die Maristen an der Votivkirche Passau, Weihnachten 2019.
Jesus war also ein äußerst wichtiger Mensch, er ist der Retter der Welt als äußerst wichtiger Mensch.Wie kann  nur ein Mensch der Retter der Welt sein?

Und der Jesuit Papst Franziskus?   Scalfari schreibt: „Wer wie ich mehrfach das Glück hatte, ihm zu begegnen und mit ihm in größter kultureller Vertrautheit zu sprechen, weiß, daß Papst Franziskus Christus als Jesus von Nazareth, als Mensch und nicht als menschgewordenen Gott versteht.“ Kath info am 9.Oktober 2019.

Freitag, 20. Dezember 2019

Volksumtausch kurz und bündig

Bertold Brecht schrieb einmal, wenn die Regierung ihr Vertrauen in das Volk verloren habe, könne es sich ja ein neues erwählen. Wer heute in Deutschland das als Volksumtausch bezeichnet, gilt als rechtsextrem. Daraus ist zu konsekutieren, daß das deutsche Grundgesetz die Auflösung des Deutschen Volkes verlangt, seine Umformung zu einer multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft. Der Wille zum Erhalt des eigenen Volkes sei so faktisch verfassugsfeindlich. 
Es sei erinnert an diesen Offenbarungseid der demokratischen Parteien:
  
"Stefanie Drese SPD, stellvertretende Fraktionsvorstzende der SPD im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns: "Den Antrag der NPD-Fraktion,den biologischen Fortbestand des deutschen Volkes zu bewahren, lehnen die Vertreter der demokratischen Fraktionen, in deren Namen ich heute spreche,mit aller Nachdrücklichkeit und aufs Schärfieser ab. Der Antrag ist rassistisch und menschenverachtend".(zitiert nach W. Hackert, Antigermanismus, Globalismus,Multikulti, 2015, S.210). Sein eigenes Volk bewahren zu wollen, ist also für die großen Volksparteien CDU und SPD rassistisch und menschenverachtend und wer gegen die Auflösung des eigenen Volkes ist, der ist rechtsextrem. Wenn die Regierenden mit ihrem Volke also unzufrieden sind, dann haben sie eben das gute Recht, sich ein neues, ihnen komodere zu erschaffen und dem Volke steht nicht das Recht zu, dagegen Einspruch zu erheben. 

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Amerikanischer Pragmatismus- Kurz und bündig

Selig sind, die Frieden schaffen, wohl für die meisten die Zentralaussage der Bergpredigt Jesu. Im Lateinischen heißt das: pacem facere. In den Hochzeiten der Friedensbewegung wurde dann aus dem pacem facere ein Pazifist: Selig sind die Pazifisten! Aber Pazifismus ist eine Gesinnung, das pacem facere ist aber resultativ gemeint: Wer den Frieden erwirkt!
Im Amerikanischen heißt das dann Peacemaker (Friedensmacher). Was versteht nun ein Amerikaner unter einem Peacemaker? Einen Revolver! Und wie schafft nun ein Amerikaner Frieden? Ganz einfach, indem er all seine Feinde erschießt. So einfach geht Friede pragmatisch. Und wie verträgt sich das mit dem jesuanischen Gebote der Feindesliebe? Ganz einfach pragmatisch. Erst erschießt man seinen Feind und dann liebt man ihn, denn tote Feinde zu lieben, geht ganz einfach.

Zusatz:
Den Amerikaner wird ein Kontinentaleuropäer nie begreifen, wenn er die amerikanische Kinderstube vergißt, den "Wilden Westen", als es nur einen sehr schwachen Staat gab und jeder, mit seinem Revolver in der Hand selbst sein Recht durchsetzte. Der Staat erschien da nur als Gefährdung der individuellen Freiheit, die jeder sich nahm kraft seines Revolvers.   

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Ehebruch-warum nicht? Kurz und bündig

Kurz und bündig: "Wann wirst du begreifen,daß es heute um die Summe des menschlichen Glücks geht und daß der Ehebruch gerechtfertigt ist, weil er zwei Menschen glücklich und nur einen unglücklich macht?" Claude des Olbes, Emilienne, in dem Kapitel: "Schatten in der neuen Ehe", 1970, S.206. Es ist doch bezeichnend für unseren menschlichen Verstand, daß er für jede Sünde eine Rechtfertigung findet, sodaß mit gutem Gewissen gesündigt werden kann.