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Sonntag, 2. Juni 2024

Ein völlig inakzeptaber Gedanke über die Hölle, weil er das Gutsein des Menschen verkennt

Ein völlig inakzeptaber Gedanke über die Hölle, weil er das Gutsein des Menschen verkennt


Die Hölle ist der Ort,an dem der Mensch all seine Vorhaben verwirklicht sieht“ urteilt Nicolas Gomez Davila („Es genügt, dass die Schönheit unseren Überdruss streift...Aphorismen, 2017, S.61) Das meint, weil dieser Ort der der Verwirklichung aller menschlichen Vorhaben ist, ist dieser Verwirklichungsort als „die Hölle“ zu qualifizieren. Das widerstreitet nun offenkundig dem Glauben der Aufklärung und der Moderne, daß der Mensch von Grund auf gut sei oder doch zum Guten geneigt sei, aber dann korrimpiere ihn die Gesellschaft irgendwie, sodaß er nicht so lebt, wie er leben wollte, könnte er nur seine guten Anlagen realisieren. Das Reich der Natur, des Natürlichen, in dem sei doch alles gut und dazu gehöre doch auch der Mensch zumindest in seiner Natürlichkeit. Er könne so doch eigentlich nur gute Vorhaben sein Eigen nennen, sofern ihm nicht seine gute Natur irgendwie korrumpiert worden sei. Ja die Macht korrumpiere den Menschen, das ist ja auch die Kernaussage der Romantriologie: „Der Herr der Ringe“ Tolkiens, daß der eine Machtring zu zertören sei, da er, wer ihn immer auch besäße, auch wenn er dessen Macht nur zum Guten verwenden möchte, den zum Bösen verderben würde.

Aber der Radicalaufklärer de Sade urteilt hier ganz anders: Nur der Machtmensch könne so leben, wie er es wirklich möchte, denn solange er anderen subordimiert ist, müsse er ja sein Wollen und Tuen von dem ihm Vorgesetzten sich bestimmen lassen.Der soziale Kontext humanisiert den Menschen, sodaß er sein ihm eigenes Begehren und Wünschen als sozial verwerflich gebrandtmarkt verdrängen müßte. Davila rekuriert hier also nicht auf die im öffentlichen Diskurs geäußerten Wünsche, sondern auf das dahinter verborgene und sich verbergene Begehren.

Nietzsches Beispiel könnte diesen Gedankengang erhellen: Weil es gute Gründe für einen Krieg gibt, wird er dann auch geführt, aber tatsächlich findet der Wille zum Kriege dann auch Gründe zur Rechtfertigung des Krieges.Nur im reflektierenden Bewußtsein erscheint uns das Sekundäre, die Kriegsgründe als das Ursprüngliche. Davila mutet uns so zu, unserem eigenen: Wir wollen doch immer nur das Gute, nur es läßt sich halt nicht immer realisieren, zu mißtrauen. Die Geschichte der Menschheit, angefangen habend mit einem Brudermord bis zum heutigen Tage scheinen doch zumindest dem Anscheine nach de Sade und Davila mehr recht zu geben als allen humanitaristischen Aufklärern. Als die Vernunft der Aufklärung praktisch wurde, war das die Epoche der Guillotine, als endlich der Mensch befreit von der Herrschaft der Vorurteile und Kirchendogmen sich befreit hatte. „Die Reaktionäre rekurrieren sich aus den ersten Reihe der Zuschauer bei einer Revolution.“ (Davila, S.147). Davilas Aphorismus ist nun keine Anthropologie, kann und will sie auch nicht ersetzen aber dieser Aphorismus ist ein Warnschild, nicht zu gutmütig blauäugig vom Menschen zu denken.






 

Montag, 4. Dezember 2023

Davillas Kritik des Synodalen Weges: Reformen?

Davillas Kritik des Synodalen Weges: Reformen?


Kurz und bündig urteilt der bedeutende Kulturkritiker Nicolas Gomez Davila über den Reformatismus in der Kirche: Früher griffen die Narren die Kirche an, heute reformieren sie sie.“ (Das genügt,dass die Schönheit unseren Überdruss streift...Aphorismen, 2017, S.116) Und: „Wer einen Ritus reformiert,verletzt einen Gott.“(S.114)

Hier wird unter einer Reform nicht der Begriff in seiner ursprünglichen Bedeutung verstanden als eine Zurückkehr zum normativen Anfang, von dem man sich entfremdete, wie Philipp Melanchthon es einmal formulierte: Das Anliegen der Reformation sei es nur, die unerlaubt eingeführten Neuerungen wieder aus der Kirche zu entfernen, um die ewigen Wahrheiten so wieder in das Zentrum zu rücken, sondern das Mitmarschieren mit dem vermeintlichen Fortschritt der Menschheit. Ein unter Protestanten beliebtes Narrativ lautet nämlich, daß die Katholische Kirche im Mittelalter stecken geblieben sei, wohingegen Luther die Kirche modernitätsfähig umgestaltete. Reform heißt hier die Modernisierung der christlichen Religion, die zur Gründung der Lutherkirche führte, da die Katholische festhaltend am alten Glauben, sich dieser notwendigen Modernisierung verschloß.

Die Substanz der christlichen Religion fundiert sich in den Offenbarungen Gottes: Er hat uns Menschen offenbart, was wahr ist. Dies Offenbarte ist nun auch zu einer Lehre zusammenfaßbar und systematesierbar. Der Angriff auf dies Fundament der Religion erfolgt nun durch die These, daß Gott, wie es nicht nur die Theologieprofessorin Wendel („In Freiheit glauben) behauptet, nichts offenbart habe, und wenn doch eingeräumt wird, daß er doch etwas offenbart habe, dann sei das Glaubensgut der Kirche nur eine rein menschliche Ausdeutung des Offenbarten. Da nun alle so hervorgebrachten Erkenntnisse durch ihren Kontext beeinflußt seien, alles Denken sei ein Denken seiner Zeit, müsse, da die Zeiten sich ändern auch die Theologie sich stets ändern, damit sie als zeitgemäße noch bei ihren Zeitgenossen ankommen könne.

So sei die Wahrheit des Gottesdienstes, der Liturgie, des Ritus nicht die Angemessenheit in ihrer Relation zu Gott, sondern ob der Ritus zeitgemäß, den Zeitgenossen gemäß sei. Wenn aber ein Ritus, der seine Wahrheit in seiner Angemessenheit zu Gott hin hat, verändert wird, dann verliert er so an dieser ihm eigenen Qualität der Gottangemessenheit. Es ist, als wenn durch eine Liturgiereform dann ein anderer Gott verehrt werden würde. Der Anthropozentrismus ermöglicht erst die Vorstellung einer permanenten Reformbedürftigkeit der Liturgie, weil die Wünsche der Menschen sich im Laufe der Zeiten ändern, wohingegen eine theozentrische Ausrichtung der Liturgie, da Gott nicht den Gezeitenwechseln unterworfen ist, auf das Immérgleichbleiben insistieren wird. Wo aber die Frage dominiert: Was kommt wie bei den Menschen gut an?, da muß regelmäßig der Ritus reformiert werden, gemäß der Unbeständigkeit der Welt.

Wie Gott verehrt werden will, kann nur gewußt werden, wenn es Gott selbst offenbart, sonst gliche der Kult dem Lotteriespielen: Vielleicht gefällt es Gott ja so oder vielleicht doch anders? Wo aber der Gottesdienst wie auch die Theologie nur noch als rein menschliche Hervorbringungen verstanden werden, da sind die auch den wandelnden Wünschen der Menschen stets neu anzupassen. Wenn dann gar noch präsumiert wird, daß die Menschheitsgeschichte eine des Fortschrittes sei, dann wird der moderne Mensch mit seinem Begehren geradezu zum Maßstab des Wahren. So muß so ein Reformismus die Kirche zerstören, da so die Kirche von der Wahrheit, der offenbarten entfremdet dem Zeitgeist unterworfen wird.

Ein befremdlicher Zusatz:

Eduard Bernstein ist der Namenspatron des Revisionismus, als er in Opposition zur zu seiner Zeit sich noch orthodox marxistisch gebenden SPD erklärte: Es gehe um Reformen, einem unendlichen Prozeß der Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse, nicht um eine Revolution, durch die das Endziel der sozialistischen Gesellschaft erreicht würde. Übersetzte man das in den theologischen Diskurs, hieß es dann: Es käme nicht auf das Reich Gottes als endgültige Erlösung an, sondern darauf, die Welt durch einen ewigen Prozeß von Reformen immer gerechter und besser zu gestalten. Revisionismus ist so die Abkehr von dem Glauben an eine endgültige Erlösung zugunsten des Vertrauens auf einen unendlichen Reformprozeß der Selbstoptimierung.

 

Freitag, 14. Juli 2023

Eine verdrängte Wahrheit: Die religiöse Toleranz sei etwas Selbstverständliches, nur bei Christen nicht

Eine verdrängte Wahrheit: Die religiöse Toleranz sei etwas Selbstverständliches, nur bei Christen nicht Das dazugehörige Narrativ ist wohlbekannt: Das Christentum sei die intolerante Religion per se, betrieb die doch Mission, indem sie im Bund mit dem Kolonialismus Afrika, Indien aber auch Amerika half zu unterwerfen, glaubend, daß die westliche, vermeintlich christliche Kultur die einzig seligmachende sei. Aber von diesem Kulturimperialismus habe sich die Kirche im 2.Vaticanum energisch distanziert und betreibe jetzt die Mission als reine Diakonie. Der Dialog der Religionen, der Wunsch, von einander zu lernen, ersetze die Vorstellung von der einen wahren Religion, der christlichen, die die Mission habe, alle anderen Religionen zu überwinden. Jetzt leben wir eben in der Epoche der religiösen Toleranz und des gemeinsamen Eintretens für eine Humanisierung der Welt. Aber dann müssen wir auf der stets politisch korrekten Internetauftrittsseite der Bischöfe Deutschlands lesen: „Auch er selbst sei bereits angespuckt worden Jerusalemer Patriarch: Attacken auf Christen fast "normales Phänomen". (14.7.2023). In Jerusalem sei von dieser Epoche der religiösen Toleranz kaum etwas zu merken: „Neben Beleidigungen würden Christen vor allem bespuckt – auch er selbst sei bereits anspuckt worden, gab der Patriarch an. Die Gründe dafür sieht der aus Italien stammende Geistliche hauptsächlich in der Erziehung. "Es gibt Kinder, die Christen anspucken und anschreien – irgendjemand muss ihnen das beigebracht haben.“ Politisch ganz korrekt werden dann jüdischen Rechten die Schuld zugeschrieben. Die Kinder erlernten das Bespucken der Christen wohl von nationalistischen Juden.Aber auch das widerspricht trotz der politisch korrekten Fassung noch dem Narrativ, daß in alle Konflikte zwischen Juden und Christen, wir stets die reinen Täter und die Juden die reinen Opfer sind. Es existiere nur ein christlicher Antijudaismus bzw Antisemitismus, wohingegen die jüdische Religion ganz frei von irgendwie gearteten Abneigungen gegen die christliche Religion gewesen sei und ist. Das evoziert Fragen: Warum wurde dann der hl. Stephanus, der erste Märtyrer von Juden gesteinigt und warum betonen alle Evangelisten die Hauptverantwortlichkeit der Juden an der Zutodeverurteilung Jesu Christi? Warum schreibt dann der Apostelfürst Paulus: „Ich ertrug mehr Mühsal,war häufiger im Gefängnis,wurde mehr geschlagen,war oft in Todesgefahr.Fünfmal erhielt ich von Juden die neununddreißig Hiebe,dreimal wurde ich ausgepeitscht,einmal gesteinigt“. 2.Kor 11,23ff. Sollte dafür Paulus selbst verantwortlich sein, weil er zu aufdringlich das Evangelium verkündete? Daß Paulus sich dann gar zu der Äußerung: Die Juden haben Jesus Christus getötet : „Sie mißfallen Gott und sind Feinde aller Menschen;sie hindern uns daran,den Heiden das Evangelium zu verkünden und ihnen so das Heil zu bringen“ (1. Thessalonicher, 2,15f) hinreißen ließ, verbietet es natürlich, Paulus als heilig zu bezeichnen, eigentlich müßte er deswegen exkommuniziert werden, ginge es politisch korrekt zu. Aber es bleibt das Phänomen einer von Anfang an reich dokumentierten Feindschaft der Synagoge der christlichen Religion gegenüber. Der Dualismus von Kirche und Welt der johanneischen Theologie, daß die Welt die Wahrheit haßt, hat hier ihren Emergenzpunkt in dem Verhalten der Juden Jesus Christus gegenüber. Diese reichlich dokumentierte Feindschaft läßt sich nun auch nicht einfach zurückführen auf ein ursprünglicheres feindseliges Verhalten der christlichen Urgemeinde der Synagoge gegenüber. Was heutzutage Christen in Jerusalem erleben und erleiden, bespuckt und beschimpft zu werden, das erlebten und erlitten die Christen der ersten Stunde in Jerusalem ebenso. Wenn nun eingewendet wird, daß es doch den christlich-jüdischen Dialog gäbe, der diese ursprüngliche Feindschaft überwinde, der verdrängt, daß dieser Dialog nur einer mit dem liberal gestimmten Judentum ist, diese Richtung aber nicht die maßgebende ist. Ja, das nichtliberale Judentum, das orthodoxe in seiner gelebten Diversität, scheint das einzig wirklich noch vitale Judentum im religiösen Sinne zu sein. Es könnte ein Signum der Postmoderne sein, daß in ihr gerade die antipluralistischen Richtungen der großen Religionen nicht nur des Islams, sondern auch des Hinduismus und des Judentumes vital sind, dagegen die sich auf die Postmoderne einlassenden sich devitalisieren. Tendenziell gilt das wohl auch für die christliche Religion. Nicolas Gomes Davila: "Der Respekt vor allen Religionen ist irreligiös.Wer glaubt, verehrt keine Idole." (Es genügt,dass die Schönheit unserern Überdruss streift...Aphorismen, 2017, S.115)

Montag, 10. Juli 2023

Die Befreiung des Menschen: die Emanzipation von seinen Ketten 2.Versuch (vgl meinen Artikel vom 13.Jänner 2021)

Die Befreiung des Menschen: die Emanzipation von seinen Ketten 2.Versuch „Die dem Menschen seine Ketten nehmen,befreien nur ein Tier“. Nicolas Gomez Davila, Es genügt,dass die Schönheit unseren Überdruss streift...Aphorismen, 2017,S.71. Was kann in diesem Aphorismus der Begriff des Tieres meinen? Sicher kann hier der Begriff nicht wörtlich gemeint sein, denn ein Tier plus Ketten ergibt nun mal keinen Menschen. Ein an einer Kette angeleinter Hund bleibt nun mal ein Hund, auch wenn so seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Hier meint „Tier“dann wohl eher den Unmenschen. Kein Tier kann sich untierisch verhalten, der Mensch aber unmenschlich. Ein Tier verhält sich von seiner Eigennatur her tierisch und somit so, wie es sich verhalten soll. Es verwirklicht so sein Sein. Wenn Nietzsche von dem Menschen schreibt als einem Seil ausgespannt zwischen der Möglichkeit des Tier- und des Übermenschenseins, dann gilt auch hier: Der Mensch kann nicht im biologischen Sinne zum Tier werden, wohl aber sich zum Unmenschen machen: zum nichtmenschlichen Menschen. Die Kultur, das wären dann die Ketten, die den Menschen zu einem menschlich lebenden Menschen machen. Entkultivert entmenschlichte sich der Mensch. Warum bringt nun wie auch Nietzsche den sich verfehlenden Menschen als „Tier“zur Sprache? Vielleicht könnte dies so ausgedeutet werden: Der Mensch ist ein animal rationale- nach Aristoteles. Die Vernunft soll das das Leben des Menschen Bestimmende sein. Aber der Körper-Seele-Dualismus ermöglicht es auch, daß die Vernunft in den alleinigen Dienst des Körpers gestellt wird, als hätte der Mensch sein Vernunftvermögen evolutionsbiologisch gedacht nur hervorgebracht und entwickelt, um seine Überlebenschancen zu verbessern. Das Kochbuch wäre dann der Höhepunkt dieser kulturellen Entwickelung, da dadurch nun der Mensch sein leibliches Bedürfnis nach der Nahrungsaufnahme mit wohlschmeckenden Speisen befriedigen könne. Der Zweck der Vernunft wäre somit einzig in dem Optimierungsstreben der Bedürfnisbefriedigung des Leibes zu sehen. So reduzierte sich der Mensch selbst auf ein animalisches Leben, wozu der Körper die Vernunft instrumentalisierte. Die Ketten wären dann die Ketten, die den Menschen zu einem Höherem sich verpflichtet wissendem Leben ausrichteten. In diesem Übersichhinaus wäre der Mensch dann erst Mensch. Dies Übersichhinaus wäre der Raum der Religion oder des philosophischen Strebens nach der Wahrheit. Fehlte so ein Übersichhinaus verkrümmte sich die Vernunft zu einem bloßen Mittel der Optimierung der Befriedigung der Körperbedürfnisse. Es entstünde so ein entseelter Mensch, der Mensch des Materialismus, der homo oeconomicus.

Mittwoch, 28. Juni 2023

Notizen zum Untergang des Abendlandes

Notizen zum Untergang des Abendlandes „Gewalt reicht nicht,um eine Zivilisation zu zerstören. Jede Zivilisation stirbt an der Gleichgültigkeit gegenüber ihren eigentümlichen Werten,die sie begründen.“ Nicolas erGome7 Davila, Es genügt,dass die Schönheit unseren Überdruss streift...Aphorismen,2017, S.73. Da hier von den begründenden Werten die Sprache ist, würde ich: Kultur statt Zivilisation lesen wollen. „In der ökonomischen Interpretation der Geschichte kommt eine genuine Überzeugung des Bürgertums zum Ausdruck.“ Davila, S.77. Nur 4 Seiten von einander getrennt könnte diese Nähe der 2 Aphorismen dazu anregen, hier einen Zusammenhang zu vermuten. Die ökonomische Interpretation produziert ja auch ein dementsprechendes Menschenverständnis, daß der Mensch ein homo oeconomicus ist.Das Abendland ist das christliche, das der Konstantinischen Epoche, die ihr endgültiges Ende mit dem Sturz der letzten großen Monarchien Rußlands,Deutschlands und Österreichs nach dem 1.Weltkrieg fand. Die Kirche ratifizierte dies Ende dann im 2.Vaticanum. Aber dies gewaltsame Ende zerstörte doch nur ein Gebilde, das vor dem schon schon innerlich zerfallen war. Auch hier könnte nun das Augenmerk auf ein gewaltsames Ereignis gerichtet werden als den Anfang der Selbstdestruktion des Abendlandes, dem 30 Jährigen Krieg, diesem innerchristlichen Religionskrieg, der die Domestikation der christlichen Religion erzwang und so sie devitalisierte durch die Aufklärung. Aber dieser Ansatz könnte zu kurz greifen. Wie, wenn die das Abendland fundierenden Werte durch die äkonomische Interpretation der Geschichte und des in ihr agierenden Menschen aufgelöst worden wären? Diese ökonomische Interpretation definiert den Menschen eben anders als die christliche Religion: Das Glück des Menschen besteht nun in seiner Fähigkeit, zu konsumieren, daß im Idealfall er alles erwerben kann, was er möchte. Dazu befähigt ihn das Geld als seine Kaufkraft, sodaß die Zentralfrage der Lebensführung die nach der Kaufkraftbeschaffung wird.Die Ökonomie avanciert damit zu der wichtigsten Lebenssphäre als der Ort der Produktion aller möglichen Konsumwaren und als dem Ort der Erwerbsarbeit, daß da die Kaufkraft erworben werden kann. Die Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie bestimmen so das Leben, die Politik degradiert zur Aufgabe, für die Ökonomie günstige sie förderliche Rahmenbedingungen zu setzen. Wo ist in dieser Sphäre noch ein Platz für die christliche Religion? Der homo oeconomicus ist sozusagen der nachmetaphysische Mensch, der nun als homo oeconomicus auch gut ohne jede Religion leben kann, er frägt nicht mehr metaphysisch, sodaß er in einer Religion dann seine Antworten fände. Es spricht einiges dafür, daß Nietzsches „letzter Mensch“ nur der zum bloßen homo oeconomicus reduzierte Mensch ist. Zusatz Wie weit das ökonomische Denken schon außerhalb des Raumes des Ökonomischen lebendig ist, zeigt der Gebrauch des Begriffes des Wertes in dieser These. Der Gebrauchs- und der Tauschwert einer Ware, daß die unbeständig sind, ist eine Selbstverständlichkeit für den ökonomischen Diskurs, für den philosophischen sind die Idee des Guten,Gerechten,Whren und Schönen dagegen Invarianten.

Montag, 19. Juni 2023

Über die beste aller denkbaren Staatsformen. Eine unzeitgeist gemäße Kritik + 1Zusatz

Über die beste aller denkbaren Staatsformen. Eine unzeitgeist gemäße Kritik „Die demokratische Gesellschaft begnügt sich selbst im besten Fall damit,das Zusammenleben zu sichern.Die aristokratischen Gesellschaften dagegen errichten au der menschlichen Scholle einen Palast von Zeremonien und Riten, um den Menschen zu erziehen.“ Nicolas Gomez Davila, Es genügt,dass die Schönheit unseren Überdruss streift...Aphorismen, 2017,S.72 Dieser Aphorismus ist wahrlich ein grober Verstoß gegen den guten Geschmack, ist es doch eine Selbstverständlichkeit, die Demokratie als die beste aller denkbaren Staatsformen zu qualifizieren,sodaß die auch in dieser Beststaatsform antreffbaren Mängel nur ein Effekt eines Mangels an Demokratie sein können. Das Zusammenleben der Bürger regeln, das sei die Aufgabe der demokratischen Gesellschaft. Das Zusammenleben soll gesichert werden. Aber so gut das auch klingen mag, dieser Bestimmung fehlt doch Wesentliches: Ein Trainer einer Fußballmannschaft regelt ja nicht nur das Zusammenspiel aller Einzelspieler sondern er richtet die Mannschaft auf ein Ziel aus, etwa das nächste Spiel zu gewinnen und erteilt so jedem Einzelnen der Mannschaft seine speziellen Aufgaben zu, damit dann die Mannschaft das Spiel gewinnen kann. So wäre zu fragen, ob denn nicht auch eine Gesellschaft ein Ziel bräuchte, auf das hin sie sich als Ganzes auszurichten habe. Nach Aristoteles ist alles Seiende aus seinen 4 Ursachen her begreifbar. Zur Veranschaulichung: Ein Haus. Die Wirkursache ist der Erbauer des Hauses, die Stoffursache die Summe aller Baumaterialien, die Formursache die Formen, durch die einzelnen Baustoffe zu den Elementen des Hauses gestaltet werden, bis die Form des Hauses gegeben ist und die Zweckursache, daß das Haus zum Bewohnen erbaut wurde. Davila urteilt also, daß die Demokratie keine Zweckursache für die soziale Gemeinschaft mehr kennt. Wenn es denn überhaupt noch Zweckursachen gibt, dann könnten die nur noch im reinen Privatleben der Menschen auffindbar sein, als Bürger des demokratischen Staates existiert für ihn keine Zweckursache. Das wäre vergleichbar einem Schiff, auf dem der Kapitän demokratisch das Zusammenleben der Schiffsmannschaft regelt, aber keine Vorstellung davon hat, wohin man denn segeln will. Das Schiff segelt ziellos durch die Winde mal da mal dorthin getrieben über die Meere. In den Arbeitspausen könne dann ja jeder der Seemänner für sich Privatzwecke verfolgen, für die Schiffsmannschaft gäbe es eben keine. Dem stellt Davila nun die aristokratisch verfaßte Gesellschaft gegenüber. Das ist gewiß eine sehr komplexe Vorstellung. Für das jetzige Anliegen reicht es, sich auf den Aspekt der Zielgerichtetheit zu konzentrieren. Die Menschen sollen erzogen werden. Das Aristokratische bedeutet hier also, daß die Gesellschaft auf ein Ziel ausgerichtet ist, das über den bloßen Erhalt der Gesellschaft hinausgeht. Der Erhalt der Gesellschaft ist dann nur die Voraussetzung dafür, daß sie sich ein Ziel gibt oder daß ihr eines vorgegeben ist, auf daß sie sich dann ausrichtet. Bei einer Fußballmannschaft ist das Ziel ob der Ordnung des Fußballes vorgegeben: Jede Mannschaft will ihr nächstes Spiel gewinnen, darauf richtet sich dann jedes Glied der Mannschaft aus. Davila scheint zu meinen, daß eine demokratisch verfaßte Gesellschaft für eine Zielfestsetzung nicht in der Lage ist. Das Aristokratische scheint dann als die Alternative das Ziel der Gesellschaft in sich schon zu leben als das Vorbild, auf das hin dann die Bürger erzogen werden sollen.Das Aristokratische wäre dann der Lebensstil, der über ein Leben, das sich nur selbst erhalten will, hinauszuweisen. Aber es fehlt in diesem Aphorismus jede inhaltliche Bestimmung, wozu denn erzogen werden soll. Der Grund liegt nun nicht einfach in der Form des Aphorismus, das in dieser Form etwas so Komplexes nicht expliziert werden kann, sondern in dem Ansatz mit dem Begriff der Gesellschaft. Nach Ferdinand Tönnies ist ja die Gesellschaft schon selbst das Zerfallsprodukt der vorgängigen Gemeinschaft, die in ihrem Zerfall eben kein gemeinsames Ziel mehr haben kann, das können nur Gemeinschaften. Als Bürger von postmodernen Gesellschaften haben wir so keine gemeinsamen Ziele mehr.Dazu paßt dann auch die Ziellosigkeit der Demokratie. Theologisch könnte das so formuliert werden: Gott ist die Wirkursache, das Volk die Stoffursache, der Staat die Formursache, das jeweilige Volkstum zu entwickeln die Zweckursache. Zusatz: Der Protestantismus rühmt sich gelegentlich demokratieaffiner zu sein als die Katholische Kirche. Nur während der Weimarer Republik findet man sehr schwer Bejahungen der Demokratie aus protestantischen Federn. Erst nach 1945 entdeckten dann die deutschen Theologen, die katholischen wie die protestantischen ihre einmütige Liebe zur westlichen Demokratie in Westdeutschland.

Dienstag, 13. Juni 2023

Religiöser Progressismus - eine Kritik

Religiöser Progressismus - eine Kritik „Der religiöse Progressismus ist das Bestreben, die christlichen Lehren den von den Nachrichtenagenturen und Werbeagenturen favorisierten Meinungen anzuupassen.“Nicolas Gomez Davila, Es genügt,dass die Schönheit unseren Überdruss streift...Aphorismen, 2017, S.110. Dieser Aphorismus lebt aus der Differenz von Lehre und Meinung. Eine Lehre ist auf Wahrheit bezogen und beansprucht, eine Erkenntnis oder ein Komplex von Erkenntnissen zu sein. Eine Meinung ist dagegen eine rein subjektive Ansicht über etwas, ist eine Lehre so objektbezogen, so ist eine Meinung subjektbezogen. Die Medien, Davila führt hier seiner Medienzeit angemessen Nachrichtenagenturen und Werbeagenturen an, produzieren Meinungen über alles Mögliche, das, wenn sie erfolgreich wirken, dann auch von den Medienkonsumenten geglaubt wird. Treffend erfaßt dieser Aphorismus, daß die Medien kein Tatsachenwissen vermitteln sondern Meinungen, die dann auch durch zitierte Tatsachen beglaubigt werden sollen. Spontan wird man wohl urteilen, daß über jede Causa Meinungen aber auch Erkenntnisse vermittelt werden können, daß so eben die Medien und die Erkenntnisproduzierenden auf die selben Gegenstände bezogen agieren, aber in differenter Weise: objektiv oder subjektiv, als eine Lehre oder als eine Meinung. So unstrittig das auch uns erscheinen mag, so umstritten ist diese Ansicht im philosophischen Denken.Denn hier gilt nicht nur bei Platon, daß Erkenntnisse nur von ewig sich gleich Bleibendem möglich sei, wohingegen die uns so scheinbar vertraute Welt nur Meinungen zuläßt. Die Ideen sind so nur erkennbar, die Erscheinungen der Ideen in der Welt, über sie wären nur Meinungen möglich, wenn nicht alles Erscheinende an der Idee des Erscheinenden partizipierte. Ein Baum ist eben nur als eine Exemplifikation der Idee des Baumes erkennbar. Die christlichen Lehren könnten so, da sie sich auf Gott beziehen bzw anderes in seiner Relation zu Gott wahr sein, wohingegen die Medien, da sie sich nur auf Weltliches beziehen und dies ohne seine Relation zu Gott beachten, nur Meinungen hervorbringen. Das Abstruse ist nun, daß der christliche Progressismus die Erkenntnisse des Glaubens, zu Lehren zusammengefaßt den rein subjektivistischen Meinungen anpassen will, als könnten solche Meinungen wahrer sein als objektive Erkenntnisse. Warum bevorzugen dann dabei die Progressisten die favorisierten Meinungen, doch nicht etwa in der Meinung, diese seien wahrer als die Minderheitenmeinungen? Ein Verdacht drängt sich da auf: Sollte das Anliegen dieses Anpassungswillens der einfache Wunsch sein, sich bei den Medien beliebt zu machen, ihre Macht fürchtend: Wehe dem, der die zu seinen Feinden hat?

Montag, 22. August 2022

Der "Great Reseat"-Zusätze zur "Neuen Weltordnung" Antichristlich?

Der „Great Reseat“ - Zusätze zur „Neuen Weltordnung“ Antichristlich?


Der Kampf um die Durchsetzung der „Neuen Weltordnung“eskaliert wohl seit dem Amtsantritt der neuen amerikanischen Regierung, auch wenn die „Süddeutsche Zeitung“ ernüchtert von einer „Kriegsmüdgkeit“ im Westen sprach und das, obgleich doch nun der 2 Frontenkrieg gegen Rußland und China forciert werden soll, primär als Wirtschaftskrieg aber in der Ukraine eben auch als Militärkrieg. Täglich wird ja nun die deutsche Bevölkerung zu neuen Opfern für diesen Krieg aufgefordert: frieren und fasten für den Sieg der Ukraine über Rußland. Waschlappen sollen das Strom verbrauchende Duschen ersetzen und Kaltspeisen Gekochtes und Gebratenes und überhaupt sind die „guten Zeiten“ des Wohlstandes vorbei, denn jetzt gälte es, die neue Weltordnung, die Weltherrschaft der USA und seiner Subalternen durchzusetzen gegen Renitenzköpfe. Irgendwie paßt es dazu, daß nun ein Autobombenattentat auf einen der führenden Kritiker der „Neuen Weltordnung“, Alexander Dugin versucht wurde.

Aber jetzt soll das Augenmerk auf einen altehrwürdigen Kritiker der Moderne gerichtet werden, der wohl ob seiner seinen Aphorismen innewohnenden Zeitlosigkeit immer ein aktueller Denker ist:Nicolas Gomez Davila.

Reden wir nicht schlecht vom Nationalismus. Ohne die nationalistische Virulenz würde über Europa und die Welt schon ein tech-nisches,rationales,uniformes Imperium herrschen. Rechnen wir dem Nationalismus mindestens zwei Jahrhunderte geistiger Spontanität, freien Ausdrucks der Volksseele,reicher historischer Mannigfaltigkeit zum Verdienst an.

Der Nationalismus war die letzte Zuckung des Individuums angesicht des grauen Todes, der seiner harrt.“ (Es genügt, dass die Schönheit unseren Überdruss streift...Aphorismen, 2017, S.60)

Ein konstitutives Element der „Neuen Weltordnung“ wird hiermit erfaßt, das der Überwindung des Nationalismus. Das Narrativ, daß die Nationalismen der Völker und insbesondere der deutsche an den zwei Weltkriegen die Hauptschuld trüge legitimiert dabei die völlige Perhorreszierung des Nationalismus wie auch das ergänzende Narrativ, daß der Nationalismus zu einer Unmenschlichkeit den Fremden gegenüber führe und so den Aufbau einer „bunten“ multikulturellen und multiethnischen Gesellschaft verunmögliche. Der Nationalismus als der Wille zur Bewahrung und Lebendigerhaltung der Individualität behindere eben die Errichtung eines einzigen Weltsttaatssystemes, das die Uniformität aller Beherrschten verlangt.

Dieser Aphorismus zeigt ein gutes Gespür, daß aus der Perspektive eines technisch-rationalen-uniformen Universalismus gesehen die Individualtät der Völker, etwas Irrationales sein muß. Die Volkssele eines Volkes darf es eben nicht geben und wenn sie doch existiert, ist sie wegzuvernünfteln. Wo es nur noch den „homo oeconomicus“ geben soll, da verschwindet dann die Volksseele als etwas in einem vernünftigen System nicht Integrierbarem.


In großer Nähe zu diesem Aphorismus, auf Seite 61 findet sich dieser:


Wir verrwefen den Kapitalismus nicht, weil er die Ungleichheit fördert,sondern weil er dem Aufstieg von niederen Menschentypen begünstigt.“


Dieser sicher polyinterpretable Aphorismus könnte im Kontext des obigen Aphorismus so gedeutet werden: Der sich globalisierende Kapitalismus der angloamerikanischen Version läßt den homo oeconomicus zu dem Menschen der Gegenwart werden. Dieser Menschentyp, dem die ganze Welt nur noch eine einzige des Kaufens und Konsumierens ist, in der alles sich nur noch um den Gelderwerb dreht, ist eben der niedere Menschentyp. Ihm nivelliert sich alles zu einer auf dem freien Markt erkaufbaren Ware, wozu er sich die nötige Kaufkraft zu verschaffen hat, in der Regel, indem er sich als eine Arbeitskraft verkauft. Alles traditionell als „Höheres“ Angesehende, die Kulturgüter, das Gute und das Schöne aber auch das Wahre, degradiert sich nun auch nur zu etwas, das für den Markt produziert wird, um gekauft zu werden. Spätestens wenn gar die Religion auch nur noch ein Sammelsurium von potentieller Konsumgüter geworden ist, hat der niedere Menschentyp in Gänze gesiegt, indem er alle anderen Möglichkeiten des Menschseins wegrationalisiert.


Wie viel tiefgründiger ist diesem Menschentypus gegenüber der, der Anteil ist an einer Volkssele,die ihn individuiert und doch Anteil gibt an einer Gemeinschaft und so nicht atomisiert und vereinzelt.Eines ist aber unübersehbar: Der auf den homo oeconomicus reduziertes Menschsein ist notwendigerweise ein antireligiöses und so auch antichristliches Menschsein, weil sie den Menschen auf seine Funktionen für die Ökonomie verdinglicht.



 

Samstag, 20. August 2022

Denkwürdigkeiten über „progressive Christen“

 

Denkwürdigkeiten über „progressive Christen“


Für den progressiven Katholiken ist das Gebet eine Ermahnung an sich selbst.“ Nicolas Gomez Davila, Es genügt,dass die Schönheit unseren Überdruss streift... Aphorismen, 2017,S.116


Ergänzend: Im Gottesdienst werden die Gebete in ein Mikrophon in Richtung der Gemeinde gesprochen, damit sie das Gebetete gut verstehen kann, natürlich in der Landessprache. Ist noch ein Hochaltar vorhanden steht der Beter mit dem Rücken zum im Tabernakel gegenwärtigen Herrn der Kirche, um zur Gemeinde zu beten. Wer soll wohl so adressierte Gebete hören und erhören?


Die Wandlungsworte sind über Brot und Wein zu sprechen, damit sie gewandelt werden. Warum spricht man sie in der nachkonziliaren Zeit, als sollte hier der Gemeinde etwas verkündet werden, zu ihr? Seit dem der Priester während der ganzen Messe zur Gemeinde schaut, hat er sie nicht nur im Auge sondern auch im Sinn.


Kann Gott denn überhaupt Gebete erhören? Aus dem Allmächtigen, dem Pantokrator, dem Herrn der Heerscharen (das ist ein astro-militärischer Begriff: Gottes Heer ist so zahlreich wie die Sterne am Himmelszelt und übernatürlich mächtig, weil himmlisch) wurde der Gott der Liebe, der nur noch: „Lieb hab ich Euch alle“ murmeln kann.


Früher griffen die Narren die Kirche an, heute reformieren sie sie.“

Davila, S.116 Ob Davila prophetisch begabt war, war das ihm offenbart worden? Unbestreitbar ist das der beste Kommentar zum „Synodalen Weg“.


Der fortschrittliche Klerus tadelt die >Ghettomentalität< des heutigen Altchristen. Diese Kleriker ziehen die Handels- und Börsenaktivität des modernen Juden dem Ghetto vor, in dem die Treue Israels blühte.“

Davila, S.116


Die Kirche müsse mit der Welt gehen, auf der Höhe der Zeit sein, sich auf den Zeitgenossen ausrichten usw – alles Parolen zur Auflösung der Kirche, daß sie sich eben verweltlichen solle. Der Sohn Gottes wurde Mensch, hörte aber damit nicht auf, Gott zu sein, die Progressiven raten der Kirche, sich zu verweltlichen und dabei aufzuhören, die Kirche, der mystische Leib Jesu Christi zu sein, damit sie endlich den Weltmenschen gefalle. Betritt eine Dame einen Schweinestall, wird sie darauf achten, mit dem Interieur dieses Stalles nicht in Kontakt zu geraten. Das ist ihre Ghettoexistenz! Was dieser Dame ihre Reinlichkeit ist, hat der Kirche ihre Heiligkeit zu sein.


Wer einen Ritus reformiert, verletzt einen Gott.“

Davila, S.114


Wer könnte das noch nach der nachkonziliaren Liturgiereform bestreiten! Der Ritus ist nämlich auf Gott ausgerichtet und nur wenn Gott sich geändert, sich reformiert hätte, wäre eine Litur-giereform legitimierbar!