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Freitag, 26. Dezember 2025

Ein Kardinal erklärt den Tod der Kirche und ihre Metamorphose

 

Ein Kardinal erklärt den Tod der Kirche und ihre Metamorphose


Was ist die Botschaft des Christentumes? Bevor nun weitergelesen wird.möge doch der Leser für sich selbst diese Frage zu beantworten versuchen, bevor er nun die Kardinalsantwort zu lesen bekommt. Die Botschaft ist die „der Freiheit,der Würde und der Geschwisterlichkeit“.1 „In seiner Weihnachtspredigt an Heiligabend im Münchner Liebfrauendom fordert der Erzbischof von München und Freising daher die Christen laut Manuskript auf, in Europa ihren Platz einzunehmen, "deutlich, klar und präsent inmitten der gegenwärtigen Herausforderungen". Sie sollten die Vision einer geschwisterlichen Welt gegen Eigeninteressen, Resignation und Zynismus verteidigen.“

Die „Vision“ der Kirche,nein so gar des ganzen Christentumes sei also die politisch korrekt umformulierte Parole der Französischen Revolution,die Parole der Brüderlichkeit. Ob dann die „Vision“ der „Würde“, der der Gleichheit entspricht? Aus der Dreieinigkeit von „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ wäre so die der „Freiheit, Würde und Geschwisterlichkeit“ geworden .

Aber spielt ein gewisser Jesus nicht auch zu Weihnachten irgendeine Rolle, wenn auch nur in einer Nebenrolle? Was sagt also dieser Kardinal über ihn?

„Marx erinnert auch an die Verletzlichkeit Jesu. Dieser sei als jüdisches Kind inmitten einer widersprüchlichen Welt geboren worden, die geprägt gewesen sei von Misstrauen, Angst, Gewalt, Krieg und Ungerechtigkeit. In diesem Zusammenhang zeigt sich der Kardinal entsetzt über den wachsenden Antisemitismus weltweit und fügt hinzu: "Wir stehen an der Seite unserer älteren jüdischen Geschwister!"

Jesus sei ein „jüdisches Kind“ und riefe uns,jeglichem Antisemitismus zu widersetzen. Gott kommt bei diesem Kardinal überhaupt nicht mehr vor und die christliche Religion entsorgt dieser Kardinal im Vorübergehen: Die christliche Religion ist ihm nicht einmal ein kritisches Wort würdig, sie wird einfach in ein Museum eingemottet. Stattdessen verkündet dieser Kardinal einen seichten Humanismus, der ganz gut auf Gott verzichten kann, den man dann aber auch als dekoratives Element mal in eine Predigt einbauen könnte,wenn da noch Hörer wären, die diese Vokabel noch hören möchten.

So einfach proklamiert Kardinal Marx den Tod der christlichen Religion,Karl Marx hielt eine Religionskritik noch für notwendig und würdigte ihr so noch einer Kritik,für diesen Kardinal ist die christliche Religion eine erledigte Sache. Als Surrogat empfiehlt er dann, unter dem Etikett des „Christentums“ einen seichten moralistischen Humanismus, der sich aus der Parole der Französischen Revolution speist. 

Bischof Bätzing praktiziert so das, was er schon 1 Jahr vorher verkündet hat: "Georg Bätzing äußerte sich beim Eröffnungsgottesdienst zur Frühjahrsvollversammlung der deutschen Oberhirten. „Wir tun ja als Kirche immer noch so, als wüssten wir eindeutig, wie Gott ist und was er von uns erwartet. Doch in weiten Teilen haben unsere Bilder von Gott und unser Reden über ihn den Anschluss an das Wissen unserer Zeit verloren“, sagte er in seiner Predigt."  Vatican News 20.2.2024:"Bischof Bätzing: Neu von Gott reden." Das Verschweigen Gottes ist die Praxis dieser bischöflichen Einsicht.

Aber auch Bischof Bätzing beglückte uns alle mit geraezu revolutionären Erknenntnissen.So preigte er nach Kath de am 25.12.2025: "Weihnachten ist eine Einladung, die Perspektive zu wechseln und den Blick auf das Wesentliche zu richten, sagt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, in einer Videobotschaft für katholisch.de. In einer Zeit gesellschaftlicher Debatten erinnere das Weihnachtsfest daran, dass das Kleine und Unscheinbare im Mittelpunkt steht. Gerade inmitten gesellschaftlicher Debatten lenkt Weihnachten den Blick auf das Geschenk des Lebens – und auf jenen einen Anfang, der die Welt verändert hat."  Ein Komentar erübrigt sich1 

1) kath de, am 24.12.2025,Kardinal Marx: Christentum wird eine Renaissance erleben.

Sonntag, 28. September 2025

Der „Mensch muss im Mittelpunkt stehen.“ oder die Selbstaufgabe der Kirche!

 

Der „Mensch muss im Mittelpunkt stehen.“1 oder die Selbstaufgabe der Kirche!



Ein Predigtausbilder plaudert auf Kath de die Geheimnisse einer Predigerausbildung aus: Was mache eine Predigt zu einer guten? „Für Claudius Kroker ist eine gute Predigt Beziehungsarbeit. Sie müsse die Lebenswelt der Menschen aufgreifen, Impulse geben und Halt vermitteln. Sein Wunsch ist eine Kirche, die sich stärker am Menschen orientiert.“ Die Predigt habe den Menschen zu „bereichern“ und nicht moralisch zu belehren! "Die Rede muss immer passen zum Anlass und zum Publikum." Ebenso wichtig sei es zu überlegen: "Wer sitzt da eigentlich?" Auch müsse die Predigt zum Redner passen. Fehle die Authentizität, falle das sofort auf.“

Die Gottesdienstgemeinde ist also ein „Publikum“ und das habe sich die Predigt auszurichten. Damit die Predigt ihr Publikum besser erreiche, seien aber auch Reformen von Nöten:“Dazu zählen Dialogpredigten, musikalische Elemente oder das bewusste Verlassen des Ambos, um näher bei den Menschen zu sein. Auch die Laienpredigt spiele dabei eine Rolle. >Die Predigt muss eine neue Form haben, aber eingebunden in eine Liturgie, die ihrerseits eine neue Form haben muss<."

Denken wir dabei ruhig an einen Showmaster, der auf der Bühne stehend, auf ihr sich hin- und herbewegt, damit er von allen Plätzen im Zuschauerraum gut gesichtet werden kann, der weiß, daß alles darauf ankommt, beim Publikum gut anzukommen.Würde das Publikum Beifall klatschen oder gar wie in einem Fußballstadion eine Laolawelle das Publikum inszenieren würde... Authenzität wäre dabei besonders wichtig, daß der Predigende also den Eindruck erweckt, daß er selbst an das glaubt, was er da predigt.

Wenn nun ein irritierter Leser sich frägt, was denn da zu predigen sei, ob es auch einen Gehalt der Predigt gäbe, dem muß gesagt werden,daß die Predigt eine Beziehungsarbeit ist, die des Predigers, dem Publikum zu gefallen, sodaß sich die Frage des Inhaltlichen reduziert auf die: „Was gefällt dem Publikum?“ Die Formulierung,der Mensch habe im Mittelpunkt zu stehen, ist also zu konkretisieren zu der, was denn die Unterhaltungs-bedürfnisse des Publikumes seien. Die Gemeinde ist somit nichts anderes als ein Publikum und der Altarraum nichts anderes als eine Bühne, auf der für die Zuschauer hoffentlich etwas sie Ansprechendes aufgeführt wird.

Dieser Herr ist „als Dozent für Predigt in der Ausbildung von Priestern tätig.“ Hierzu erübrigt sich jeder Kommentar! Aber Kath de scheint diesem Neupredigtkonzept doch selbst nicht viel zuzumuten,findet sich am 27.9.2025 doch dieser Artikel: „Kann sich die katholische Kirche noch retten?“ Die Selbstrelativierung der Kirche wird in diesem Artikel als eine letzte Chance behauptet, aber schon früher stellte der für diese Diagnose zuständige Theologieprofessor fest: „Dogmatiker Sander sieht Scheitern der Kirche als unaufhaltbar“ (Kath de 16.3.2023). Die Kirche habe sich zu relativieren und ihre „Herrschungs- und Deutungsansprüche“ als Wahrheit aufzugeben. Damit ist einfach gemeint, daß die Produkte der Kirche als Angebote für ein Publikum zu produzieren seien, wobei dann allein der Konsument über die Qualität der Angebote bestimme, denn,um es simpel auf den Punkt zu bringen: Der Kunde entscheidet durch sein Konsumverhalten, ob ein kirchliches Angebot,um es altmodisch metaphysisch zu formulieren, „wahr oder „unwahr“ sei.

Der Konsument habe auch bei diesem „Theologen“ im Mittelpunkt zu stehen!Jan Loffelds Studie: „Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt“ reüssiert wohl deshalb, weil in ihr auf den Punkt gebracht wird, was man in der Gegenwartstheologie und der Kirche zumindest in Deutschland schon seit längerem weiß:Mit Gott kann man kein Geschäft mehr machen!

1.Zusatz:

Es sei hier an Kardinal Marx "Erkenntnis" erinnert: (CNA, 12. Oktober 2022, 14:00 Uhr.)

Kardinal Reinhard Marx hat davor gewarnt, „zu viel“ von Gott zu reden. In einem Beitrag für „Herder Korrespondenz Spezial“ (aktuelle Ausgabe) erklärte er: „Ich denke, dass in der Vergangenheit vielleicht doch manchmal zu selbstverständlich von Gott, von seinem Wesen, von seinen Absichten, von seinem Willen die Rede war und dass damit eher verdunkelt wurde, dass Gott das ‚absolute Geheimnis‘ bleibt und jede Aussage über ihn immer nur analog sein kann.“

„Die Krise der Kirche ist vielleicht deshalb auch eine Krise einer Institution, die behauptet hat und behauptet, ziemlich viel von Gott zu wissen und seinen Willen autoritativ allen Menschen übermitteln zu können“, schrieb der Erzbischof von München und Freising in seinem Beitrag. „Natürlich werden viele sagen: ‚Das ist doch Vergangenheit!‘ Aber ist es das wirklich?“ Einsichtigen leuchtet es  ja ad hoc ein, daß das Predigen gegen "Rechts" und alles "politisch Inkorrekte" jetzt die Aufgabe der Kirche sei, die sich so selbst aufgibt!

2.Zusatz:

"Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat mit einem Gottesdienst den Monat der Weltmission in Deutschland eingeläutet. Dabei rief er am Sonntag zur Verteidigung von Menschenwürde und Demo-kratie weltweit auf."  Kath de, 28.9.2025: Bischof Overbeck: Demokratie und Rechtsstaat sind ein hohes Gut. Der Gehalt der "Mission" ist also die Demokratie, der Rechtsstaat und die Menschenwürde.

 




1Kath de am 27.9.2025: Predigt-Experte: Mensch muss im Mittelpunkt stehen, nicht die Kirche

Dienstag, 28. Mai 2024

Ein Theologe verspricht sich und spricht das Geheimnis der zeitgenössischen Theologie aus -oder die Wiederkehr der "politischen Theologie"

 

Ein Theologe verspricht sich und spricht das Geheimnis der zeitgenössischen Theologie aus



„Angesichts der öffentlichen Wahrnehmung,dass Religion potenziell gefährlich ist und deshalb,zugespitzt formuliert, der Domestikation bedarf,bin ich davon überzeugt, dass die Theologie auch deshalb unverzichtbar ist, um die kritische Selbstaufklärung in den je eigenen Religionsgemeinschaften zu leisten. Wissenschaft steht im Dienst der Aufklärung, und die akademische Theologie bietet einen Schutz vor religiösem Fundamentalismen -religionsintern und politisch.“

So steht es geschrieben in dem Beitrag:“Wir Theologen haben uns das Lehramt stehlen lassen“ des Sonderheftes: „Theologie“ der „Herder Korrespondenz“ 2024, S.8. Die „Herder Korrespondenz“ gehört nun bekanntermaßen der großen Armada der politisch korrekt ausgerichteten Schlachtschiffe an, deren Kernanliegen die Bekämpfung alles Abweichlertumes ist, damit wir alle eins werden in diesem Geist der Politischen Korrektheit. Auch innerkirchlich gilt es, sie von jedem oppositionellen Denken zu purifizieren.

Was trägt nun diese Aussage zur Erhellung des Selbstverständnisses der akademischen Theologie bei? Das hier Geäußerte soll die universitäre Theologie als eine auch in unserer Zeit berechtigt an den Universitäten existierende Wissenschaft legitimieren. Sie sei gesellschaftlich nützlich und darum für die heutige Gesellschaft systemrelevant.Die Gesellschaft würde nämlich durch religiöse und politische Fundamentalismen bedroht, der mitdenkende Leser assoziiert dabei sofort den sog. „Rechtspopulismus“ und die „rechten“ Tendenzen in der Kirche,etwa die fundamentalistischen Abtreibungsgegner oder Verächter der Einführung des Frauenpriestertumes, um nur zwei der innerkirchlichen Fundamentalismen zu markieren.

Die beste Lösung wäre nun, wenn die Theologen sich das Lehramt der Kirche zurückerobern könnten, das ihnen das vermaledeite 1. Vaticanum geraubt hatte, um dann so die Kirche auf den „rechten“, nein natürlich allein selig machenden linksliberalen Kurs zu bringen, aber bis das geschieht, muß die akademische Theologie erstmal alle Fundamentalismen in und außerhalb der Kirche bekämpfen. Die „Aufklärung“ wird dabei treffend als die Domestikation der christlichen Religion begriffen, mit dem Potential, so jede Religion domestizieren zu können.Ein Jahrhundert an innerchristlichen Religionskriegen, ihren Gipfel im 30 Jährigen Kriege findend, beweise hinreichend die potentielle Gefährlichkeit der christlichen Religion im Besonderen und der aller im Allgemeinen. Die Religionen müßten also domestiziert und das heißt auch devitalisiert werden: Niemand möge seine Religion so ernst nehmen, daß er wegen ihr gegen Andersgläubige streite. Vor einiger Zeit las ich in einem Illustriertenartikel, ungefähr betitelt mit: „Wie vermeide ich,ins Fettnäpfchen zu treten!“ den Rat: „Rede nicht über Religion und wenn Du glaubst, nicht über den, denn das könnte einen Streit evozieren!“ Die Religion sei also so zu domestizieren, so in ihren Wahrheits- und Geltungsansprüchen zu relativieren, daß sie als vergleichgültigte jedes Konfliktpotentiales beraubt ist.

Aber dem steht jede fundamentalistisch sich verstehende Religionsauffassung entgegen, die sich als wahr, als einzig wahr oder als wahrer versteht als die anderen Auffassungen. So muß jeder Fundamentalismus bekämpft werden als die Vorstellung, es existierte eine erkennbare und erkannte Wahrheit.

So gehört es nun zum Kerngeschäft der akademischen Theologie, alles von der Kirche je als wahr Gelehrtes zu dekonstruieren als eine Hypostatisierung zeitgeschichtlich bedingter Vorstellungen über Gott und die Welt. „Alles fließt!“, hieß es doch schon bei Heraklit: Es darf keine absoluten Wahrheiten geben, wer solche als von sich erkannte behauptet und lehrt, sei eben ein Fundamentalist.Das Kerngeschäft sei also die Vergleichgültigung aller Wahrheitsansprüche der Kirche, die so dazu befreit wird, sich für alles Zeitgeistgemäße zu öffnen, da es für sie keine ewigen fundamentalistischen Wahrheiten existieren, die ihr die Aufnahme des Zeitgeistgemßen sich widersetzen könnte.

Das Gediegene oder nüchterner gesprochen das Gesellschaftsrelevante ist nun das klare Feindbild dieses Domestikationsvorhabens. Der Devitalisierung der Religion stellt sie das Vorhaben der Revitalisierung entgegen in ihrem Kampfaufruf gegen das Nichtolerierbare, das nun vehement auszuschließen ist aus dem öffentlichen Diskurs:Mit Fundamentalisten, Rechten, Traditionalisten etc redet man nicht,man schreibt nur über sie, um sie zu bekämpfen. Diese seien eben unwissenschaftlich und darum können und dürfen die nicht am Diskurs teilnehmen.

Die akademische Theologie ist also durch ihre gesellschaftspolitische Relevanz legitimiert, indem sie der Feinderklärung des politischen Diskurses Folge leistend, die bekämpft, die die Politik bekämpft. Der ehemalige EKD- Vorsitzende Bedford -Strom konkretisiert dies Anliegen in seinem Beitrag zur Legitimierung der akademischen Theologie : „Gegen den Selbstbetrug“ so: Sie könne die Regierungspolitik unterstützen dadurch, daß sie „wieder an die Verantwortung für einen humanen Umgang mit Flüchtlingen“ erinnert „gegenüber populistischen Bewegungen.“ Jede Kritik an der Regierungspolitik in dieser Causa sei eben widerchristlich.

Bei dem Linken-Politiker Ramelow ist diese politische Dienstleistung der Kirche mit ihrer Theologie gut angekommen: „Ramelow würdigt Einsatz der Kirchen gegen Rechtsextremismus. Er fühle sich durch die Ansagen der Kirchen bestärkt“ konnte Kath de am 24.5. befriedigt melden. Die antifaschistische SED,jetzt umgefirmt zu der Partei der „Linken“ wußte eben, daß gegen Rechts „Brandmauern“, sprich : der „Antifaschistische Schutzwall“ von Nöten sind,um intolerables Denken auszugrenzen.

Zusatz:

Einst wurde gegen das Konzept der "politischen Theologie " polemisiert, Eusebius von Caersarea galt wegen seiner positiven Beurteilung des Kaiser Konstantins als der Exponent einer staatshörigen Theologie- vgl dazu Carl Schmitt: Politische Theologie, aber nun revitalisiert sich diese Art von politischer Theologie in ihrem Ringen um eine gesellschaftspolitisch relevante Kirche. Kardinal Marx praktiziert diese politische Theologie nun schon mustergültig:"Er könne AfD-Funktionäre in kirchlichen Gremien nicht akzeptieren. Kardinal Marx: Verzicht auf christliche Traditionen fördert Radikale". Die christliche Religion empfiehlt sich so als ein Schutz gegen Rechts und somit die Kirche als eine systemrelevante Kraft.

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Montag, 25. Dezember 2023

Wie Kardinal Marx das Weihnachtsfest und den christlichen Glauben liquidiert

 

Wie Kardinal Marx das Weihnachtsfest und den christlichen Glauben liquidiert


Der Tatort: Die hl.Abendmesse im Münchner Dom. Der Kardinal predigte den christlichen Glauben zu Tode. Wie gelang ihm diese zweitklassige Beerdigung? Gott wurde Mensch, das heißt, wir sind eine Menschheit von Brüdern,denen sich Gott brüderlich zur Seite stellt.So ist uns die Hoffnung gegeben, daß eine brüderliche Welt entstehen kann, eine des Friedens und der Gerechtigkeit. Weil wir alle von dem ersten Menschenpaar stammen, seien wir alle eine Familie, berufen zur Brüderlichkeit.Gott bejahe jeden Menschen, gleichgültig was er glaubt.

Hoffnungszeichen gibt es nun, positive Narrative, die wir als Erzählgemeinschaft weiterzugeben haben: Erstens die Menschenrechtserklärung! Wie viel gutes Potential enthalte die doch, ja die Auflösung des Ostblockes ermöglichte erst diese Deklaration. Zweitens: die Gründung der EU, daß nun in Europa ein friedliches Miteinander entstanden ist. Drittens, daß ein ägyptischer Präsident im jerusalemer Parlament eine Rede zum Frieden hielt, auch wenn er später dann von Fanatikern ermordet wurde.

Eine brüderliche Welt ist möglich, das zu erzählen, dazu sind wir Christen berufen. Das ist möglich, weil die ganze Menschheit eine Familie sei! Nimmt man das Gepredigte ernst, heißt das, daß Weihnachten uns nur sagt, daß die Menschheit eine Familie, eine Gemeinschaft der Brüder sei (die Schwestern vergaß der Kardinal politisch völlig inkorrekt), was wir allein schon aus der Schöpfungserzählung des 1. Buches Mose entnehmen konnten. Das bestätigte Jesus. Das wichtigste Dokument, das uns nun voranbringt, sei die Menschenrechtserklärung! Tatkräftig sei das Anliegen der Menschenrechte und der Brüderlichkeit dann durch die Gründung der EU vorangebracht worden.

Die christliche Religion und die Kirche sind nun genaugenommen völlig überflüssig , es sei denn sie wirken als Propagandisten der Menschenrechte und der EU und der Demokratie, wobei er letztere in Europa als gefährdet ansähe. (Auch wenn der Kardinal es nicht direkt aussprach,meint er damit die Wahlerfolge rechter Parteien in Europa.) Kardinal Marx glaubt eben an die Möglichkeit einer brüderlichen Weltbürgergemeinschaft, wenn jeder in jedem seinen Bruder erkennt und anerkennt. Der christliche Glaube hat nun keinen anderen Gehalt als das Hoffen auf diese universalistische Weltbürgerverbrüderung! Das ist nichts anderes als eine zweitklassige Beerdigung der christlichen Religion in freimaurerischen Humanitarismus. 

Ergänzende Kritik:

Die Menschenrechte sind in antikirchlich-antichristlicher Intention verfaßt, um durch sie die Gebote Gottes als bisheriges Fundament des christlichen Abendlandes zu ersetzen.Die Kirche hat sie folgerichtig abgelehnt und erst bejaht, als sie ein Opfer totalitärer Staaten wurde als Abwehrrechte  dem Staate gegenüber.

Die EU, anfänglich Europäische Wirtschaftsgemeinschaft EWG genannt, bildete das ökonomische Fundament für das Militärbündnis Nato, denn eine leistungsfähige Wirtschaf ist die notwendige Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit eines effektiven Militärbündnisses. Das Ziel der EU wie der Nato war so alle europäischen Staaten des Ostblockes in den Weltkapitalismus zu reintegrieren und dabei Rußland aus dem zu erschaffenden Europa auszuschließen, damit Europa als ganzes den USA subordiniert werden kann. Westdeutschland sollte dabei klein gehalten werden, aber dies Anliegen wurde eben auch konterkarriert durch den Willen, Westdeutschland zu dem Frontstaat gegen den Osten stark zu machen. So war dies Bündnis defensiv gegen das Ziel einer kommunistischen Weltherrschaft und zugleich offensiv zur Zurückgewinnung der osteuropäischen Staaten in den Weltkapitalismus ausgerichtet. Ein Friedensbündnis war die Nato/EU gewiß nicht und schon gar nicht manifestierte sich in ihm die Einsicht, daß der Krieg kein Mittel der Politik mehr sein solle; die westeuropäischen Staaten verbanden sich nur in ihrer gemeinsamen Feindschaft gegen den "Osten"!

Die westeuropäischen Staaten setzten so ihre Interessengegensätze zurück um der gemeinsamen Feindschaft dem Osten gegenüber. Inzwischen gilt ja die sog. Entspannungspolitik der Sowjetunion gegenüber als Fehler, man hätte den "Kalten Krieg" gegen den Osten nicht beenden sollen. Daß dies Militärbündnis keine Friedensvereinigung ist, zeigte es überdeutlich in seinem Angriffskrieg gegen Jugoslawien mit dem Ziel, diesen osteuropäischen Staat zu zerschlagen. 

Daß Frieden auf Erden zu einer irdischen Wirklichkeit wird, ist eine Verheißung Gottes, die erst nach der Wiederkunft Jesu Christi und nach der Apokalypse sich erfüllen wird. Denn solange der Satan auf Erden wirkt, wird ein dauerhafter Friede nicht möglich.  

Samstag, 4. November 2023

Aus der Traumwelt eines deutschen Kardinales und der Realwelt eines Schiitenführers

Aus der Traumwelt eines deutschen Kardinales und der Realwelt eines Schiitenführers



Kardinal Marx beglückt die Leserschaft der quasi offiziellen Internetautrittsseite der deutschen Bischöfe mit seiner Behauptung: „Hamas-Terroristen missbrauchen die Religion“. (3.11.2023) Ob etwa dieser Kardinal intensiv den Islam studiert hat, um begründet behaupten zu können, daß aus der Sicht dieser Religion der Krieg ein Mißbrauch dieser Religion sei?

Zudem mag es für eine Polemik gegen die Schiiten angemessen sein, von den „Hamas Terroristen“ zu sprechen,sachlich angemessener wäre es aber, von einem Krieg zwischen dem palästinensischen und jüdischen Volke zu sprechen. Religiös politische Organisationen wie die Hamas führen diesen Krieg zwar, aber man kann schwerlich übersehen, daß sie diesen Krieg im Namen des palästinensischen Volkes führen War einst die PLO die politische Kampforganisation des palästinensischen Volkes links- marxistisch orientiert, so haben jetzt in Palästina islamistische Kampforganisationen die Führung des Volkes übernommen.

Daß Kriege religiös legitimiert werden, ist nun kein Sonderfall in der Geschichte der Religionen. Man lese dazu nur mal in der Bibel nach, wie viele Kriege Israel im Namen Gottes geführt hat, isb bei der militärischen Eroberung des ihm von Gott verheißenden Landes. Auch wenn Papst Franziskus und nun auch Kardinal Marx behaupten, daß jede religiöse Begründung ein Mißbrauchsfall der Religion sei, die Religionen sahen und sehen das anders. Nun könnte eingewendet werden, daß dies doch eine normative und nicht eine deskriptive Aussage sei. Dann stellt sich aber die Frage, mit welchem Recht ein katholischer Papst und ein katholischer Kardinal der islamischen Religion diktieren dürfen, was im Namen der Religion im Allgemeinen jeder Religion und somit auch dem Islam als ein Mißbrauch der Religion zu gelten habe. Liegt da die Annahme nicht näher, daß jede Religion für sich selbst bestimmt, was für sie ein Mißbrauch der Religion sei! Führende Vertreter des Islam sehen das eben ganz anders als Vertreter der christlichen Religion.

„Hisbollah erklärt Israel den »umfassenden Krieg« Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah hat in einer anti-jüdischen und anti-israelischen Hetzrede Israel den »umfassenden Krieg« erklärt. Sollte es keinen sofortigen Waffenstillstand in Gaza geben, folge eine Generalmobilisierung seiner Kräfte für einen umfassenden Krieg gegen Israel an allen Fronten.“ Das ist eine klare Kriegserklärung durch den Führer einer islamistischen Organisation. (Freie Welt am 3.11.2023: Hetzrede von Schiiten-Führer Hassan Nasrallah)



Auf Kath wurde der Leser noch deutlicher mit der Realität konfrontiert.Denn da war am 2.11.2023 zu lesen:

„Der Hamas-Prediger Yunis Al-Astal hat laut "oe24" in einem neuen Video den "Kreuzrittern in Rom" und der Welt mit dem Hamas-Kalifat gedroht. "Allah hat Euch für die "militärische Eroberung" aller "Hauptstädte" und der "Welt" ausgesucht. Die Hamas-Terrororganisation möchte laut eigenen Angaben ein radikal-islamistischen Kalifat von Jerusalem bis Rom einrichten. "Sehr bald ... wird Rom erobert sein. Heute ist Rom die Hauptstadt der Katholiken. Die Hauptstadt der Kreuzritter, die dem Islam die Feindschaft deklariert haben", wettert Yunis Al-Asal dann weiter.“

Hier wird in unmißverständlicher Klarheit der Krieg nicht nur Israel sondern auch dem Christentum erklärt, Rom soll für den Islam erobert werden! („Hamas-Irrsinn: "Werden Rom, dann ganz Europa, die Welt erobern")

In dieser Realität lebt sowohl Kardinal Marx als auch Papst Franziskus, nur weigern sich beide, diese Realität wahrzunehmen! Sie träumen eben von einer Welt, in der Kriege nicht religiös motivierbar sind, aber das ist eben nur ein Traum! Lebensgefährlich werden solche Phantasten aber, wenn sie dann noch dem unbeschränkten Zuzug von Islamisten das Wort reden, daß wir sie doch als „Flüchtlinge“ aufzunehmen hätten.





 

Montag, 16. Oktober 2023

„Verschwinden von Religion sei gefährlich für Demokratie. Kardinal Marx

„Verschwinden von Religion sei gefährlich für Demokratie. Kardinal Marx: Aus arabischer Welt zu wenig Widerspruch gegen Terror“


Kardinal Marx sorgt sich nicht nur um die Zukunftsfähigkeit der christlichen Religion und der Kirche,sondern er propagiert auch ein Konzept, wie christliche Religion sich als systemrelevante Kraft erweisen und so seine Zukunftsfähigkeit erwirken kann. Er präsumiert dabei, daß die jetzige Demokratie auch die Staatsgestaltung der Zukunft sein wird. Nun will er die Nützlichkeit, gar eine Notwendigkeit der christlichen Religion für die Demokratie erweisen, um so ihre Zukünftsfähigkeit als eine Notwendigkeit für den demokratischen Staat zu begründen.

In dem Kath de Artikel am 15.10.2023 unter obigem Titel liest sich das so: „Der Kardinal ergänzte: "Demokratie setzt Religion voraus. Denn die Grundlage unserer Zivilisation ist die biblische Botschaft, dass alle Menschen gleich an Würde sind." Marx würdigte die "befreiende, universalistische Kraft des Evangeliums". In diesem Sinne sei "das Christentum die Religion der Zukunft".

Für diesen Kardinal fällt die Zivilisation und die westliche Demokratie ineins. Demzufolge waren Österreich und Deutschland, solange sie monarchisch regiert wurden, nicht zivilisiert. Aber zu solchen Exzessen verleitet nun mal den Kardinal seine Demokratiebegeisterung. Aber diese zivilisierte Demokratie setzt die christliche Religion und/oder andere Religionen voraus, die besagen, daß „alle Menschen gleich an Würde sind." Das Zentrum der christlichen Religion sei also der Glaube an die gleiche Menschenwürde aller Menschen. Der Kardinal hatte ja früher schon eine beachtliche Kirchenkritik formuliert, daß sie zu viel von Gott rede, von dem sie selbstkritisch betrachtet doch gar nicht recht viel Gewisses wüsse. Da ist es doch sinnvoller, mehr von dem Menschen zu reden. Aber es soll nun nicht irgendeine theologische Anthropologie der Welt gelehrt werden sondern die Kirche wolle und solle sich auf diese Aussage kaprizieren, die von der gleichen Menschenwürde. Denn diese Gleichheit der Menschenwürde sei konstitutiv für die Demokratie.

Aber hier wird vergessen, die Menschenwürde und die Bürgerrechte, die in einem demokratischen Staat den Bürgern zukommen, zu unterscheiden. So kommen zwar jedem Menschen die Menschenrechte zu, als Derrivat seiner Menschenwürde, aber nur dem Staatsbürger etwa das Recht, an den demokrtischen Wahlen teilzunehmen.Auch noch nicht 18 Jährige dürfen nicht wählen und das Grundgesetz sieht gar die Möglichkeit vor, Staatsbürgern das aktive wie passive Wahlrecht zu entziehen, ohne daß das ein Verstoß gegen die Menschenwürde ist. Jeder Staat und somit auch der demokrtische lebt aus der Differenz von Staatsbürgern und Nichtstaatsbürgern, ohne daß diese gesetzte Differenz die Gleichheit der Menschenwürde aller Menschen widerspräche.

Theologisch ist aber mehr als zweifelhaft, ob das Zentrum der christlichen Religion in dem Glauben an die gleiche Menschenwürde bestünde! Im Zentrum steht Gott und die Differenz der an ihn Glaubenden und der Nichtglaubenden, steht das Evangelium von unserer Erlösung durch Jesus Christus.

Es ist mehr als bezeichnend, daß für Kardinal Marx eigentlich nur noch der Schöpfungsglaube relevant ist, daß, weil Gott der Schöpfer der Menschen sei, alle Menschen gleich an Würde sein. Dies ist eine Neuauflage der politischen Theologie, als dessen Vordenker Eusebius von Caesarea gilt, der so seine Kritiker die Kirche umzuformen versuchte durch seine politische Theologie zu der Herrschaftslegitimationsinstitution des Römischen Reiches.Diese Art von politischer Theologie geriet dann in den die Kritik, Carl Schmitt liefert zu dieser Kontroverse in seinem Buch: „Politische Theologie“ eine gediegene Darstellung. Wenn es eine politische Theologie geben dürfte, dann nur als staats- und gesellschaftskritische, hieß es dann später ganz im Geiste der Studentenprotestbewegung.

Kardinal Marx kehrt so gesehen zu einer affirmativen Theologie zurück, die dem Staate, so wie er jetzt ist, sich als nützlicher Legitimationsdiskurs empfehlen möchte. Dazu wird die Theologie auf den Glauben an die Würde jedes Menschen ob seines Erschaffenseins durch Gott reduziert. Aber für den demokratischen Staat ist genau das keine sinnvolle Legitimierung, lebt er doch, wie jeder Staat aus der Differenz von den Staatsbürgern und den Nichtstaatsbürgern, wobei diese gesetzte Differenz nicht der gleichen Menschenwürde aller Menschen widerspricht. Einen Sinn ergäbe die Rede von der gleichen Menschenwürde aller Menschen für einen demokratischen Staat nur, wenn dieser ein einziger demokratischer Weltstaat wäre, sodaß jeder Mensch dann automatisch auch ein Staatsbürger dieses Staates wäre. Das präsumiert dann aber die Auflösung aller Nationalstaaten zugunsten eines einzigen Weltstaates , also den Tod des demokratischen Nationalstaates, den die Theologie eigentlich so legitimieren will.


Zusatz:

Augenfällig verstoßen zudem alle demokratischen Staaten gegen die gleiche Würde jedes Menschen, indem sie ganz demokratisch die Tötung von Menschen im Mutterleibe erlauben. Die Demokratie erlaubt so sich selbst, die Menschenwürde bestimmten Menschen abzuerkennen!


 

Dienstag, 20. Dezember 2022

Kardinal Marx: Nicht mehr, sondern weniger über Gott reden

Kardinal Marx: Nicht mehr, sondern weniger über Gott reden Hier spricht dieser Kardinal sicher ganz aus dem tiefsten Herzen des Synodalen Irrweges in ihrem Streben, eine neue „Katholische“ Kirche zu gründen, in der eben lieber über „Genderstudies“, Homosex und das Frauenpriestertum und die seligmachende Demokratie geredet wird als über Gott. Auf Kath de Marx: „Deutsche Bischöfe haben in Rom "keine Watschn" bekommen“ (19.12.2022) liest man dazu diese erklärenden Worte: „Marx zeigte sich zudem davon überzeugt, dass man nicht mehr, sondern weniger über Gott reden sollte. Diese These sei eine Provokation, räumte er ein. "Aber was wissen wir denn über ihn?" Der Kirchenmann plädierte dafür, "ein bisschen" zurückhaltender zu sein; es werde in Gott zu viel hineinfantasiert. Schon der Theologe und Jesuit Karl Rahner (1904-1984) habe einmal gesagt, dass jedes Wort und Bild in Bezug auf Gott nur analog zu verstehen sei. Der Anhaltspunkt für Christen sei der "Mann aus Nazareth". Nun könnte man irritiert erwidern, daß angesichts des großen Volumens der hl. Schrift, deren Hauptakteur nun mal dieser ach so unbekannte Gott ist, die Kirche doch recht viel von ihm wüsse. Von seinen ersten Taten, der Schöfpung bis zum Ende, des Sieges des Reich Gottes, wie den uns die Johannesoffenbarung vor Augen führt, berichtet und diese Quelle der Gotteserkenntnis. Aber das da über ihn uns Offenbarte zählt wohl in dem Urteile dieses Kardinales sehr wenig,sodaß er ausrufen kann: "Aber was wissen wir denn über ihn?" In traute Gesinnugsgemeinschaft mit Pontius Pilatus ergißt sich hier dieser Kardinal in einen erkenntnistheoretischen Skeptizismus: Zu viel werde in Gott hineinphantasiert. Mit dem Subjekt dieses Hineinphantasierens wird wohl die Katholische Kirche mit ihrer Glaubenslehre gemeint sein. Das sei eben ein Phantasieprodukt, das nur unser Unwissen über Gott verdecken soll. Nur ein „Anhaltspunkt“ sei uns mit mit dem „Mann aus Nazareth“ gegeben. Ist für die Kirche Jesus Christus die Selbstoffenbarung Gottes, so wird hier diese Offenbarung zu einem bloßen „Anhaltspunkt“ herabgestuft. Die Bezeichnung Jesu Christi als einen Mann aus Nazareth dysqualifiziert diese Quelle der Gotteserkenntnis dann endgültig. Von einem Nazarethbürger kann eben unmöglich ausgesagt werden: Wer ihn sieht, sieht Gott, daß er als der Sohn den Vater kennt und uns diese seine Erkenntnis vermittelt hat. So geht es der Kirche wie Pontius Pilatus, der resigniert die Wahrheit für unerkennbar hält: Nichts Gewisses weiß die Kirche von Gott und so solle sie nicht so viel von ihm reden, so das Nichtwissen über Gott doch nur vertünchend. Könnte ich jetzt meine Leser fragen: „Gibt es Fiktivtransmitter?“, könnte wohl keiner diese Questio respondieren, weil keiner der Leser weiß, was dieser Begriff bezeichnet. Über eine Vorstellung, was damit bezeichnet wird, muß man verfügen, um diese Frage beantworten zu können. (Die richtige Antwort lautet: Das ist ein Begriff aus dem Perry Rhodan Kosmos und bezeichnet ein technisches Gerät, durch das Gegenstände wie auch Personen zu einem entfernten Ort transportiert werden können und zwar in Nullzeit. In ontologischer Hinsicht interessant: Über einen real nicht existierenden Gegenstand können unwahre Aussagen getätigt werden, daß nur wenige Kilometer so überbrückbar wären!) Wer also von Gott reden will, muß ein Mindestverständnis über Gott bei sich und den Hörern voraussetzen, sonst kann nicht einmal die Aussage, daß wir über Gott nur sehr wenig wüßten, verstehbar sein. Als Minimalverständnis von Gott sollen hier nun 2 Aussagen getätigt werden, die für das hier debattierte Thema des Wissens über Gott relevant sind: 1. Gott ist als allmächtig zu denken. 2. Gott ist sich selbst erkennend. Ein Subjekt, von dem diese 2 Aussagen nicht getätigt werden können, wäre so auf keinen Fall eines, das als Gott bezeichnet werden könnte. Gott verfügt so über eine objektive Erkenntnis von sich selbst. Denn in jedem Erkennen wird das Zuerkennende zum Objekt. Gott ist sich selbst objektiv. Selbst wenn bestritten würde, daß es diesen Gott gibt, müßte eingeräumt werden, daß Gott so zu denken wäre. Wenn Gott nun auch noch als allmächtig zu denken ist, hat das zur Konsequenz: Dieser so gedachte Gott könnte anderen als sich selbst seine eigene Selbsterkenntnis vermitteln; könnte er das nicht, wäre er nicht als allmächtig gedacht. Wenn Gott also seine objektive Erkenntnis Menschen vermitteln will, kann er dies als sich selbst Kennender und Allmächtiger. Der Begriff der Offenbarung bezeichnet nun dies Geschehen der Vermittelung seiner Selbsterkenntnis. Primär darf so nicht die Frage gestellt werden, ob wir Menschen Gott erkennen können, sondern ob Gott seine Selbsterkenntnis anderen als sich durch eine Offenbarung vermitteln kann! Könnte er seine Selbsterkenntnis nicht so an uns Menschen vermitteln, wäre er aber nicht als allmächtig gedacht und somit nicht als Gott. Und diese Offenbarung hat sich nun in Jesus Christus ereignet, daß Gottes Sohn uns die objektive Gotteserkenntnis, so weit Gott sie uns offenbaren wollte, vermittelte, aus der sich die kirchliche Lehre von Gott dann generierte: Sie ist eine wahre Erkenntnis von Gott. Aber dieser Kardinal und viele mit ihm wollen eben nicht mehr wissen, was die Kirche so von Gott gewiß weiß!

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Kardinal Marx Kirchenkrisenanalyse: Die Kirche wüsse zu viel von Gott!

Oder wie man das Fundament der Kirche destruiert


Wer den Kampf um Rom aus einer Vogelperspektive betrachtete, dem würde sich er Eindruck aufdrängen, daß bisher nur in Nebengebieten angegriffen und gekämpft würde, daß eben die Sexualmorallehre liberalisiert und den innerkirchlichen Gremien mehr Macht zukommen solle. Das Zentrum der christlichen Religion, der dreifaltige Gott, daß er sich uns offenbart hat und daß seine Offenbarung kraft des Heiligen Geistes in der Lehre der Kirche präsent ist, blieb davon untangiert. Großzügig interpretiert verlangten die modernistischen Reformer doch nur, daß die Morallehre der Kirche daraufhin überprüft würde, ob sie sich so wirklich eindeutig aus der Offenbarung Gottes ergäbe, ob ihre Deduktionen zwingend sind.


In vorkonziliaren Zeiten wären die Glaubensaussagen, die direkt offenbart worden sind, von den aus ihr deduzierten unterschieden worden und eingeräumt, daß je weiter entfernt eine Glaubensaussage von den offenbarten Wahrheiten ist, desto weniger gewiß seien sie. Der Ursprung der Theologie, der Erkenntnis von Gott ist ja Gottes Selbsterkenntnis, sein Wissen von sich, an dem Gott selbst durch seine Selbstmitteilungen uns Menschen Anteil gibt vermittels der Kirche. So existiert in der Kirche ein objektives Wissen von Gott, denn Gott ist sich selbst Objekt seines Erkennens.


Was sagt nun Kardinal Marx zu diesem Fundament der Katholischen Kirche?


„Eine der Ursachen der Krise der katholischen Kirche liegt nach Ansicht des Erzbischofs von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, in ihrer Dogmatik. "Die Krise der Kirche ist vielleicht deshalb auch eine Krise einer Institution, die behauptet hat und behauptet, ziemlich viel von Gott zu wissen und seinen Willen autoritativ allen Menschen übermitteln zu können", schreibt Marx in der in Freiburg erscheinenden "Herder-Korrespondenz" (Spezial-Ausgabe Oktober 2022).“


So steht es auf Kath de am 12.10.2022 geschrieben: „Kardinal: Marx plädiert für weniger dogmatische Kirche.“ Die Kirche behaupte also, viel von Gott zu wissen. In dem „behauptet“ manifestiert sich des Kardinals Kirchenkritik. Diese Institution beanspruche damit etwas, was ihr nicht zukäme. Das „ziemlich viel“ fungiert dabei als Polemik gegen die Lehre der Kirche, daß Gott selbst das zum Heile Notwendige der Kirche offenbart hat, damit sie es weitervermittele an die Welt. In der Kirche ist somit das heilsnotwendige Wissen von Gott und seinem Willen uns gegenüber und was wir zu unserem Heile zu tuen und zu lassen haben, präsent, damit das Offenbarte der Welt verkündigt werden kann. Die Autorität der Kirche resultiert so daraus, daß sie nur die ihr offenbarten Wahrheiten lehrt.


Dies Fundament der Kirche will nun dieser Kardinal destruieren. Wo die Kirche die Wahrheit lehrt, da maße sie sich nur ein Wissen an, daß sie nicht habe. Das setzt nun voraus, daß entweder gar keine Offenbarung Gottes geschehen sei oder daß die Offenbarung so unklar gewesen sei, daß es nicht sicher sei, ob die Lehre der Kirche wirklich mit der Offenbarung Gottes übereinstimme oder in ihr fundiert sei. Simpler formuliert: Die Kirche verfügt nur über menschliche Meinungen über Gott und weiß so nichts Gewisses, aber sie maßt sich an, ihre Meinungen als Wahrheiten zu proklamieren, denen Glauben zu schenken sei.


„Jesus habe offensichtlich auch keine Doktrin verkündet, sondern durch Beispiele und Gleichnisse vom Reich Gottes verdeutlicht, was die Gegenwart Gottes bedeute.“


Daß die Evangelien stattdessen regelmäßig von der Lehre, die Jesus selbst lehrte, berichten, überliest dieser „Theologe“ geflissentlich, er frägt auch nicht, was denn der Lehrer Jesus tat, wenn er nicht gelehrt hätte und doch ein Lehrer war. Das Amt des Lehrers paßt eben nicht in das Jesusbild liberaler Theologie und wird so eskamotiert: Jesus wäre ein Lehrer gewesen,der nicht lehrte. Deshalb und das ist der Zweck der Behauptung, Jesus habe nichts gelehrt ist, daß so auch die Kirche nicht lehren kann.


Manche Evangelisierungskonzepte kämen dem Kardinal so vor, „als fungiere die Kirche als bloßer Sender von Wahrheiten, denen die Empfängerseite zuzustimmen habe.“ Nein, es gibt keine Erkenntnisse, keine Wahrheiten, die die Kirche zu lehren habe. Es gäbe nur Gotteserfahrungen, die dieser Jesus gemacht habe und die uns die Bedeutung von Gottes Gegenwart verdeutlichen können. Die Abneigung Erkenntnissen gegenüber gehört zum heutigen Repertoire des Antiintellektualismus. So übersetzt die „Einheitsübersetzung“ ja auch „die Erkenntnis des Heiles“ Lk 1,77 mit: „der Erfahrung des Heiles“. Erfahrungen sind eben etwas Subjektivistisches und ermöglichen so die Rede von einem Gott, den jeder anders erfährt und der in jeder Religion eben als je anders erfahrener präsent sei.


Aber damit ist wohl die Lehre der Kirche noch nicht hinreichend destruiert.Kardinal Marx fügt hinzu: „Gott bleibe jedoch das absolute Geheimnis, jede Aussage über ihn könne nur eine Annäherung an die Wahrheit sein“. Wenn Gott wirklich „das absolute Geheimnis“ bliebe, dann wäre es unmöglich, eine Aussage über Gott als ihm nahekommend zu qualifizieren, denn dieses Urteil präsumiert das Vermögen, zwischen dem,was über Gott ausgesagt wird und dem, wie er wirklich objektiv ist, das ist, wie er sich selbst weiß,zu unterscheiden und eine Ähnlichkeit zwischen der Aussage über Gott mit dem, wie Gott objektiv ist, festzustellen. Das wäre aber nur dem Gott objektiv Erkennenden möglich. Den kann es aber nach dieser Behauptung gar nicht geben, denn Gott bleibt trotz der Gotteserfahrungen Jesu ein absolutes Geheimnis. Gott hat sich also nicht offenbart, Jesus Christus hat uns nicht den Vater und seinen Willen bekannt gemacht. Wir leben eben nur in einer Welt, in der rein subjektivistische Gotteserfahrungen existieren, die man getrost alle als irgendwie ein bißchen wahr ansehen kann.


Nur einen dogmatischen Lehrsatz gibt es noch und der stammt vom größten Kirchenlehrer des 20.Jahrhundertes, von Willy Millowitsch: Wenn wir auch alle kleine Sünderlein sind,so kommen wir doch alle in den Himmel hinein!





 

Donnerstag, 14. Juli 2022

Kardinal Marx: Andeutungen für die neue "Katholische?" Kirche

Kardinal Marx: Andeutungen für die neue „Katholische?“ Kirche


In dem Kath de Artikel: „Söder vermisst Stimme der Kirchen in wichtigen Debatten“ am 13.7. 2022 finden sich ein paar wenige aber doch bedeutsame Aussagen dieses Kardinales zur Konstitution der auf dem „Synodalen Weg“ neu sich erschaffenden Kirche Deutschlands. Alle Religionen der Welt bedürften einer Selbstreinigung und einer Erneuerung. Das Ziel müssen mit den Vorgaben der modernen Gesellschaft kompatible Religionen sein. Sie müßten alle nationalistischen und seperatistischen Tendenzen in sich überwinden. Die Katholische Kirche müsse klarstellen, daß sie eine Kirche für alle Menschen sei, daß sie ein Zeiwechen der Einheit der Menschheit sei. Irgendwie sieht der Kardinal dabei einen Zusammenhang zwischen dieser Einheitsmenschheitsvision und der Reich Gottes Verkündigung Jesu, der aber nicht expliziert wird.

In der Parole, die christliche Religion aufklärungs- und zeitgemäß zu modernisieren, reaktiviert Kardinal Marx offenkundig das Anliegen des von den vorkonziliaren Päpsten einhellig verurteilten Modernismus: also, Schnee von Vorgestern. Neu hingegen ist die Betonung der Kirche als dem Symbol der Einheit der Menschheit. Das Faktum der verschiedenen Religionen, die sich je als die wahre verstehen, ist schwerlich als kompatibel mit der Konstruktion der Einheitsmenschheit anzusehen. Soll das also bedeuten, daß alle Religionen ihr Selbstverständnis zu ändern haben, daß sie sich alle als gleich wahre wechselseitig anzuerkennen haben?

Wie soll dann noch die Katholische Kirche ihre Identität sich bewahren, wenn sie eine Kirche für alle Menschen sein soll, die die Wahrheit aller anderen Religionen anerkennt? John Lennon träumt in seinen Lied „Imagine“ von einer Einheitswelt ewigen Friedens, weil es in ihr keine Nationen und keine Religionen mehr geben wird. Nicht nur Kardinal Marx möchte nun an dieser Vision festhalten, aber in ihr auch noch ein Reservat für die Religionen und die Katholische Kirche einrichten. Dazu müßten sie diesem Projekt gegenüber kompatibel umgeformt werden. Faktisch läuft das auf eine Neuauflage des Konzeptes der Aufklärung der rein vernünftig natürlichen Religion hinaus, die alle positiven Religionen ablösen soll. Das wäre eine Religion, die im Namen des einen Gottes die Einheit der Menschheit verkündigte, in der alle Differenzen entwertet werden sollen. Daraufhin soll dann auch die Katholische Kirche purifiziert werden. Katholisches wird dabei aber kaum noch übrigbleiben. Wie das aussehen könnte, das wird nun ja praxisorientiert auf dem „Synodalen Weg“ diskutiert. Könnte am Ende nicht gar eine „Synode aller Religionen“ tagen, die so eine Einheitsreligion hervorbringen soll? Natürlich verlangte dies den Ausschluß alle Fundamentalisten und Traditionalisten in jeder Religion,aber dafür engagiert sich ja schon Papst Franziskus. Steht also auf der Reformagenda die Entkatholisierung der Kirche um der noch zu erwirkenden Einheitsreligion ganz oben auf der Tagesordnung? Erste Schritte dahin sind schon erkennbar.


Es muß aber betont werden, daß solch eine Einheitsvision ganz und gar nicht in die Glaubenswelt der christlichen Religion integrierbar ist, lebt sie doch aus der Realität des Widerstreites zwischen Gott und dem Teufel und aus der Differenz zwischen der wahren und den unwahren Religionen und dann auch aus der Differenz von Kirche und Welt. Einheitsutopien wollen und müssen nun diese Differenzen nichten, um eine Einerleiwelt zu kreieren, in der selbst die Differenz von wahr und unwahr keine Bedeutung mehr spielen darf.

 

Zusatz:

Es gehört zum guten Ton, jede Rede von dem Willen zur Erschaffung einer "Neuen Weltordnung" als Verschwörungstheorien zu perhorreszieren. Befremdlich ist aber, wie viel Engagement für dieses Projekt in den verschiedendsten Diskursen aufzufinden ist und jetzt auch ganz praktisch in dem faktischen Krieg gegen Rußland, den die Ukraine für die Nato jetzt führt. 

 

Montag, 11. Juli 2022

Kardinal Marx "sieht Anbruch einer neuen Epoche des Christentums"

Kardinal Marx „sieht Anbruch einer neuen Epoche des Christentums“


So steht es geschrieben auf Kath de am 10.6.2022. „Aber die Botschaft des Mannes aus Nazareth wird nicht zu Ende gehen.“ So proklamiert es dieser Kardinal. Die neue Epoche des Christentumes, das wird zuvörderst eine Kirche ohne den „Zwangszölibat“ sein und eine, in der es das Frauenpriestertum geben soll. Der Kardinal erklärt ja nun schon regelmäßig, trotz eingehender Kritik, daß die Diskussion um die Legitimität eines Frauenpriestertumes nicht beendet sei. Unüberlesbar ist dabei zwischen den Zeilen des Kardinals Wohlwollen dieser Reformidee gegenüber. Das allein wird noch nicht das Ganze der neuen Epoche des Christentumes ausmachen, in die neue Kirche gehört noch ihre Verdemokratisierung und die Liberalisierung ihrer Moral- und insbesondere ihrer Sexualmorallehre.

Nun heißt es aber im Kirchenrecht (Canon 1024): „Die heilige Weihe empfängt gültig nur ein getaufter Mann.“ Wäre die Weihe nur verboten, könnte dies Verbot aufgehoben werden, aber wenn die Weihe von Frauen nicht gültig empfangen werden kann, dann kann dieseUngültigkeit nicht durch eine Gesetzesänderung beseitigt werden. Einem Priester kann die Kirche verbieten, die hl.Messe zu lesen und somit auch jedem, in dieser die hl. Kommunion zu empfangen, aber wenn ein Gläubiger sie dann da doch empfängt, empfängt er sie gültig, wenn auch verboten. Zelebrierte nun aber ein Diakon die Eucharistie, selbst wenn ihm das der Papst oder ein Bischof erlauben würde, empfinge ein Gläubiger aus den Händen des Diakones nur Brot und Wein, weil er keine geistliche Vollmacht zur Wandlung besitzt. Würde ein Ungetaufter zum Priester geweiht, empfinge er nicht diese Vollmacht zur Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi, denn das Getauftwordensein ist eine der 2 notwendigen Vorraussetzungen für den gültigen Empfang der Priesterweihe. Die zweite notwendige Vorraussetzung für den gültigen Empfang ist nun das männliche Geschlecht. So lehrt es die Kirche in dem 1024 Canon. Eine Frau empfinge so genauso ungültig die Weihe wie ein Ungetaufter. Von diesen 2 Conditionen kann die Kirche die Weihekandidaten nicht dispensieren.

Aber wie kann es dann eine Zukunftskirche mit einem Frauenpriestertum geben und wie kann die Kirche den Zölibat beseitigen, wenn doch Jesus Christus selbst als der wahre Priester zölibatär lebte? Alles kirchliche Priestertum ist ja nur ein abbildliches des Urbildes des Priestertumes Jesu Christi selbst. Nur ob dieser Methaxis ist es ein wahres Priestertum.

Aber Kardinal Marx und seine vielen Kombattanten sehen all das ganz anders. Es könnte sein, daß sich diese so ganz andere und nichtkatholische Sichtweise aus dieser Äußerung: „Aber die Botschaft des Mannes aus Nazareth wird nicht zu Ende gehen“ generiert. Das Zentraldogma des katholischen Glaubens lautet ja, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist. Aber in dieser Aussage wird aus diesem ein Mann aus Nazareth,der eine Botschaft hatte. Diese auf den ersten Blick so salopp daherkommende Formulierung ist aber voller metaphysischer Tücken. Es wird dabei präsumiert, daß hinter dem von der ganzen Bibel verkündigten und dargestellten Jesus Christus ein Mensch aus Nazareth verborgen liegt, der dann posthum in verschiedenster Weise gedeutet und interpretiert worden sei in den urchristlichen Gemeinden. Der heutige Leser der Bibel stünde so vor der großen Aufgabe, Schicht um Schicht der urchristlichen Interpretation abzutragen, bis sie auf den historischen Kern, dem Mann aus Nazareth vorstöße. Dabei soll es diesen Tiefengräbern aber nun nicht wie einem Zwiebelerforscher ergehen, der nie auf einen Kern vorstoßen kann, sondern es wird der kernige Jesus mit seiner Kernbotschaft aufgefunden. War der Jesus Christus das Fundament und die Legitimierung der Katholischen Kirche, so wie sie jetzt geworden ist, so ist dieser neu gefundene Mann aus Nazareth die Deligitimierung der Katholischen Kirche: Dieser „ echte“ Jesus, der hat eben was ganz anderes gesagt und gewollt als der verkirchlichte Jesus Christus. Der war eben gegen den Zölibat, für das Frauenpriestertum, für eine laxe Sexualmoral und für all das, was den Heutigen gefällt. Und von diesem neu erdichteten Jesus her soll nun die Kirche ganz neu auferbaut werden, alles Katholische, auf Jesus Christus sich Gründende hinter sich lassend in der neuen Epoche des Christentums.

Nur eines irritiert nun, daß diese neue Epoche schon mit der Reformation und in der Lutherkirche ihre Gestaltung schon längst gefunden hat!


 

Montag, 27. Juni 2022

Kardinal Marx Jein zum Priestertum in der Katholischen Kirche

Kardinal Marx Jein zum Priestertum in der Katholischen Kirche


Der mit Mehrheit des „Synodalen Irrweges“ angenommene Beschluß, zu prüfen, ob es in der Kirche nicht auch ohne Priester ginge, offenbarte so eindeutig die antikatholische Tendenz diese „Räubersynode“,daß nun auch Kardinal Marx auf Distanz gehen möchte. „Marx: Es gibt keine katholische Kirche ohne Priester“, so der Titel von Kath de am 25.6.2022 zu dieser Causa, wäre eine Aussage, der jeder Katholik aus ganzem Herzen zustimmen würde, stammte sie nicht von diesem Kardinal: Ist der etwa katholisch geworden? Das wäre doch so als wenn sich der jetzige Präsident der USA, Herr Biden für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder sich ausspräche.

Nicht sei es wahr, daß auf dem „Synodalen Weg“ eine Mehrheit für eine priesterlose Kirche gäbe. Tatsächlich, es soll nur geprüft werden, ob es ohne Priester nicht auch ginge. Daß dieser Antrag aber in der Hoffnung gestellt wurde, daß das Ergebnis lauten wird: Die Kirche braucht keine Priester!, ist aber sehr wahrscheinlich. Der Skandal ist nämlich schon, daß dies aus Katholiken bestehende Gremium überhaupt es als überprüfenswert erachtete, die Notwendigkeit des Priesteramtes in Frage zu stellen. Wer behauptete, daß die Demokratie auch ohne politische Parteien sein könnte, wird sicher als extremistischer Verfassungsfeind deklariert und genauso wenig kann es die Kirche ohne ein Priesteramt geben.

Aber das, was so sonnenklar ist, ist und wird ja durch die Ökumene in Frage gestellt, denn da wollen katholische Ökumeniker die protestantischen Religionsgemeinschaften als Kirche anerkennen, obgleich in ihnen das Priesteramt abgeschafft ist. Es war geradezu ein Herzensanliegen Luthers, das Priestertum in der Kirche abzuschaffen mit der Begründung, daß, wenn die Eucharistie kein Opfer mehr sein dürfe, es auch kein Priesteramt mehr geben könne. Denn wo es kein kirchliches Meßopfer mehr gäbe, kann es auch kein Priestertum mehr geben.

Was sagt nun Kardinal Marx dazu? Der Priester sei in der Kirche notwendig, weil er in ihr Christus repräsentiere. Nur, warum muß in der Kirche wer dasein, um Christus zu repräsentieren? Was macht denn das Priesterliche des Priesters aus. (Wer sich knapp und präzise über das, was die Kirche als wahr und zu glauben lehrt, informieren möchte: Ludwig Ott,Grundriß der Dogmatik ist immer noch eine der besten Quellen dafür, denn hier wird der Glaube der Kirche ohne kreatives Sondergut und bewunderswerte Innovationen dargelegt.) Dem Priester wird durch die Weihe durch den Bischof „eine geistliche Gewalt übertragen und Gnade zur gottwohlgefälligen Ausübung derselben verliehen.“ (Das Sakrament der Weihe (Ordo), §1 Begriff und Sakramentalität der Weihe) „Der Priester erhält hauptsächlich die Konsekrations-und die Absolutionsgewalt“. (§4. 2 Das Weihesakrament prägt dem Empfänger einen Charakter ein).

Durch das Sakrament der Weihe wird so der Priester befähigt, Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi zu verwandeln und so als Opfer Gott in der Messe darzubringen. Und der Priester empfängt so die Vollmacht, gültig Sünden vergeben zu können. In der Beichte bittet der Priester nicht um die Sündenvergebung, sondern er spricht sie gültig aus.

Wie kann nun der Kardinal hier von der Notwendigkeit des Priesteramtes sprechen, aber seine 2 wichtigsten und sein Priesteramt ausmachende Aufgaben nicht erwähnen? In „Lumen gentium heißt es dazu: „er vollzieht in der Person Christi das eucharistische Opfer und bringt es im Namen des ganzen Volkes Gott dar“. Wenn die vorkonziliare Theologie, soweit ich sie überblicke nicht lehrt, daß der Priester Christus repräsentiere,sondern daß er bevollmächtigt das Meßopfer Gott darbringt, sagt nun Lumen Gentium (Denzinger Hünermann, 2005, 4126, daß der Priester „in persona Christi“ das Meßopfer darbringe. Das darf selbstredend nicht so gedeutet werden, als wenn nicht der Priester sondern Jesus Christus das Opfer darbringe. Dieses „in“ bedeutet die Teilhabe, die Methaxis an dem Priestertum Jesu Christi. Der Priester ist sozusagen das Abbild des einzig wahren Priesters, seines Urbildes und so abbildlich auch ein Priester. Wenn man dies als eine Repräsentationsfunktion deuten will, dann müßte aber klar hervorgehoben werden, daß es hier um den Priester Jesus Christus geht, daß die Repräsentation ein Moment des kirchlichen Meßopfers ist.

Aber wenn es kein Meßopfer und keine Beichte mehr in der Kirche gibt, dann könnte die Kirche auch ohne Priester auskommen, dann wäre sie aber ohne die Eucharistie, wenn sie stattdessen nur noch ein protestantisches Abendmahl feierte, auch keine Katholische Kirche mehr. Aber ist nicht unübersehbar eine objektive Tendenz zur Selbstverprotestantisierung auf diesem „Synodalen Irrweg“ vorherrschend.

Der Kardinal sagt so Ja zum Priestertum und Nein, indem er das das Priestertum Konstituierende, daß er Gott Opfer darbringt, einfach vergißt- aber ohne einen Opferkult kann es auch keine Priester in der Kirche geben. Der Reformator Luther wußte das und indem er das kirchliche Meßopfer abschuf, beseitigte er auch folgerichtig das Priestertum. Das Priestertum aber conservieren zu wollen gegen die starke Tendenz der Verprotestantisierung der Katholischen Kirche, ohne das kirchliche Meßopfer wieder in den Vordergrund zu stellen, das ist absurd.


 

Montag, 7. Juni 2021

Kardinal Marx: Die Kirche - am toten Punkt

„Wir sind – so mein Eindruck – an einem gewissen »toten Punkt«, der aber auch, das ist meine österliche Hoffnung, zu einem »Wendepunkt« werden kann.“, schreibt Kardinal Marx in seinem Bittschreiben zu seiner Amtsenthebung. Kann die Kirche Jesu Christi an einen „toten Punkt“ angelangen? Wer so frägt, hat sich mit dieser Frage schon die Antwort gegeben: Da Jesus Christus das lebendige Haupt seines Leibes, das ist seine Kirche ist, kann es für sie keinen „toten Punkt“ geben, es sei denn, daß ihr Haupt, Jesus Christus verstorben wäre.

Irrt also hier der Kardinal einfach, will er nur die Lage der Kirche verdramatisieren, um dann die Deformagenda des „Synodalen Irrweges“ als einzig noch mögliche Rettung zu feiern. Also die Kirche erlebte ihre österliche Auferstehung, wenn die Frauen zu allen Weiheämtern zugelassen sind, die ausgelebte Homosexualität bejaht wird, überhaupt die ganze reaktionäre Sexualmorallehre der Kirche modernisiert würde und die Kirche endlich wie jeder ordentliche Kaninchenzüchterverein demokratisch organisiert wäre. Das wäre das wahre Osterfest der Kirche.

Offensichtlich sind für Marx Ostern Gott, Jesus Christus, der Hl. Geist, das Evangelium, die Sakramente usw völlig unwesentlich! Und das genau offenbart uns, warum die Katholische Kirche zumindest im deutschsprachigen Raum an einen „toten Punkt“ angelangt ist. Denn sie gleicht einer Rebe, die von ihrem Weinstock abgefallen am Boden liegend nun stirbt und keine Frucht mehr hervorbringen kann. Davor warnte Jesus in seiner Gleichnisrede vom Weinstock. Es ist eben leider möglich, daß einzelne Christen und wohl gar ganze Bistümer so von Christus abfallen, daß in ihnen der Glaube so sehr verdunstet, daß ihr geistliches Leben erstirbt. Die Kirchenorganisation Deutschlands lebt noch aus den reichen Geldzuflüssen, aber der Geist hat sich aus ihr verabschiedet, auch wenn hier und da es noch Einzelne und kleine Gruppen lebendigen Glaubens geben mag.

Nicht beweist so erschütternd wie der „Synodale Irrweg“ mit seiner Deformagenda, diesem österlichen Auferweckungsprogramm, wie tot diese Kirche schon ist, als hänge die Zukunft der Kirche vom Sex für Pfarrer, der Bejahung des Homosex und der Einführung des Frauenpriestertumes ab und damit all das umsetzbar wird: die Forderung der Verdemokratisierung der Kirche.

Daß es im Urchristentum, von dem sich ja angeblich die Katholische Kirche völlig entfremdet haben soll, so daß mit Luther die Repristination des Urchristentumes einzufordern wäre, nicht demokratisch zuging, verdrängen dabei diese „Reformer“ (reformieren heißt ja, in die ursprüngliche Form zurückzugestalten). Jesus wählte ganz autokratisch 12 zu seinen Aposteln aus, ohne daß er eine demokratische Entscheidung zuließ, er erwählte allein Petrus zum Hirten seiner Kirche ohne eine Konsultation mit den anderen 10 Aposteln, ja er lud nur die 12 Apostel zur Einsetzung seiner Eucharistiefeier ein, sonst niemanden und das erste Apostelkonzil: Auf ihm entschieden in der Kraft des Hl. Geistes die Apostel und die Presbyter und kein Laie wirkte mit! Die Kirche war so von Anfang an hierarisch strukturiert und so ist sie es deshalb auch heute noch, auch wenn der „Synodale Irrweg“ erfüllt vom Ungeist der Rotte Korach dagegen revoltiert. 

 

Zusatz:

Auf kath de (7.6.2021) wird dem seinen Rücktritt angeboten habenden Kardinal eine große Zukunft prophezeit: "Marx dagegen könnte bald als Berater des Papstes dessen weltweiten Synodalen Prozess begleiten und/oder Nachfolger des Ex-Finanzchefs Kardinal Pell im Vatikan werden. Attraktive Aussichten? In Deutschland, auch beim Synodalen Weg, sind nun wohl die Jüngeren dran."  Kardinal Woelkis Tage seien dagegen gezählt, denn er würde nun wegvisitiert werden, auch dank dieses Rücktrittsgesuches von Kardinal Marx.   

 

Samstag, 5. Juni 2021

Alle Welt rätselt über das Rücktrittsangebot von Kardinal Marx...

 Meine persönliche Vermutung, aber in diesem Punkte könnte ich mich irren: Kardinal Marx Karriere ist jetzt in einer Sackgasse für ihn geendet. Als Münchner Kardinal kann er nicht weiter aufsteigen, die noch amtierende Bundeskanzlerin hat ihn nicht zu ihrem legitimen Nachfolger gekürt, obzwar er dafür prädestiniert war, predigte er doch jetzt schon wie ein gediegener Regierungssprecher. Ihm drohen aber, wenn die Mißbräuchsfälle weiter aufgeklärt werden, eventuell Rücktrittsforderungen, sicher nicht mit solcher Wucht und Wut vorgetragen wie gegen Kardinal Woelki, der vom Star der Politischen Korrektheit mit seiner: "Wir lieben unsere Flüchtlinge über alles" Kampagne zum Buhmann der Kirche herabgewürdigt wurde und wird, weil er die Reformagenda des Synodalen Irrweges zu kritisieren wagte und da ergriff er die Flucht nach vorne: zurückzutreten bevor er selbst zurückgetreten wird. 

Aber dieser so schön inszenierte Rücktritt ist wohl eher ein Anlaufnehmen, um aus der Sackgasse herauszukommen um so neue Karrierechancen sich zu eröffnen. Er empfiehlt sich eben Papst Franziskus, daß er nun gemäß seinem Gewicht im Vatican selbst zu wirken habe. Ob diese Karriere-planung aufgehen wird, das wird entscheidend davon abhängen, ob sein Beförderungswunsch in Rom auf Wohlwollen stoßen wird. Eines ist aber sicher: Kardinal Marx hat nicht resigniert um seine Amtsenthebung gebeten, sondern weil er von einem anderen Posten aus seinen Kampf gegen die Katholische Kirche fortführen will . 

Eine andere denkbare Deutung: Der Kardinal vertrauend darauf, daß Papst Franziskus sein Abtrittsgesuch nicht annehmen wird, will so den Kritiker des Synodalen Irrweges, Kardinal Woelki zum Rücktritt zwingen: Jetzt muß auch der zurücktreten wie ich es vorgemacht habe. Der Synodale Irrweg soll eben einheitlich ohne eine Gegenstimme die Entkatholisierung der Katholischen Kirche einfordern.



 

Dienstag, 5. Mai 2020

20 Jahre "Donum vitae" und sein größter Gratulant

„20 Jahre "Donum Vitae": Ein Nein der Laien zum Nein des Papstes“ 20 Jahre „Donum Vitae“, das heißt auch 20 Jahre „Nein“ zum Leben. Es gehört zu den befremdlichsten Aporien unserer Zeit,daß die überwältigende Mehrheit die Todesstrafe ablehnt, ja Vegetarier gar das Töten von Tieren moralisch als verwerflich finden und selbst Liebhaber von rustikalen Fleischgerichten die Verarbeitung von Hunde- und Katzenfleisch zu Fleischspeisen ablehnen, solche Tiere darf man nicht töten, um sie zu verspeisen, aber das Töten von Kindern im Mutterleibe ganz in Ordnung finden.

Da werden Todesurteile ausgesprochen, in Abtreibungskliniken exekutiert und das sei in Ordnung. Was haben sich denn nun diese getötet werdenden Kinder zu Schulden kommen lassen, daß sie zum Tode verurteilt werden? Nichts, außer daß die eigene Mutter beschlossen hat, das Kind töten zu lassen.Der Gesetzgeber baute hier nun eine kleine bureaukratische Schranke ein: Wenn eine Mutter ihr Kind in ihrem Mutterleibe töten lassen will, muß sie davor eine einer staatlich anerkannte Schwangerschafts-beratungsinstitution aufsuchen und nach der erfolgten Beratung eine Bescheinigung der stattgefundenen Beratung ausgeben lassen. Nur mit dieser Bestätigung in den Händen darf dann die Mutter ihr Kind im Mutterleib töten lassen. Darum sind diese Bescheinigungen Lizenzen zum Töten.

Als nun der Papst entschied, daß die Ausstellung solcher Tötungslizenzen mit dem christlichen Glauben unvereinbar sei und so auch die Katholische Kirche Deutschlands ihre derartige Beihilfe zum Töten unschuldiger Kinder im Mutterleibe, euphemistisch „Abtreibung“ vernannt, einstellen mußte, gründete sich die Organisation „Donum Vitae“ mit dem Zweck, weiterhin solche Tötungslizenzen auszustellen. Die von der Katholischen Kirche anerkannten Beratungsstellen weigern sich, solche Lizenzen auszustellen und beschränken sich auf die Beratung der Mütter. Das reichte aber den Initiatoren von Donum Vitae nicht, denn sie wollten eben solche Tötungslizenzen ausstellen, damit so die Mütter ihre Kinder im Mutterleibe straflos töten lassen können. Nicht geht es um die Beratungstätigkeit, die kann ja auch in den kirchlich anerkannten Beratungsstellen praktiziert werden, sondern allein um das Privileg, solche Tötungslizenzen auszustellen.



Daß nun das Laien-ZK die Gründung von Donum Vitae unterstützt, verwundert niemanden. Aber hier soll das Augenmerk auf den größten Freund und Unterstützer dieser Organisation gerichtet werden, dem Satan selbst. Seit 20 Jahren freut er sich über „Donum Vitae“, weil so viele Kinder ungetauft sterben und sie so nicht postmortal zur ewigen Gemeinschaft zu Gott gelangen können ob ihrer Erbsündlichkeit. Welch ein Triumph für den Satan. Wenn dann noch eine Organisation, wie „Donum Vitae“ den Eindruck erweckt, daß dies Kindertöten mit dem Willen Gottes übereinstimme, dann ist das aus teuflischer Sicht der perfekte Sieg gegen den Gott, der Ja sagt zum menschlichen Leben. So braucht sich auch niemand sorgen um diesen Verein, denn der Teufel sorgt schon für die Seinen.


Aber Katholisch de benennt noch einen weiteren Gratulanten: "Darin finden sich anerkennende Worte des Münchner Erzbischofs für "Donum Vitae": Nicht nur die Schwangerenberatungsstellen der Bistümer, sondern auch der Verein setzte sich für den Lebensschutz ein." Kardinal Marx ist eben ein geschulter Dialektiker,sodaß einfache Gemüter er des öfteren überfordert. So besteht für einen dialektisch Denkenden die Nachfolge Christi in dem Akt seines Verleugnens statt und so bekannte sich dieser Kardinal zu Jesus Christus, indem er aus Respekt vor dem Islam sein Kreuz abnahm. So besteht auch folgerichtig der Lebensschutz darin, Tötungslizenzen für Kinder im Mutterleibe auszustellen. Ich schütze das Leben, indem ich es töten lasse.
Das ist natürlich nicht für jedermann nachvollziehbar, aber wahr.Da ist der Feminismus doch einfacher gestrikt. Offenherzig bekennen da Frauen: Wenn Maria abgetrieben hätte, wär das(das Christentum mit seinem Ja zum menschlichen Leben) uns erspart geblieben. Der Feminismus kann sich ja inzwischen damit rühmen, daß in seinem Namen mehr Menschen getötet wurden als Hitler und Stalin töten ließen.
Wo Ja zum menschlichen Leben gesagt wird, da ist der Teufel nie fern mit seinem Nein. Und der Teufel ist dabei sehr erfolgreich: 20 Jahre „Donum vitae“!


Freitag, 22. November 2019

"Kardinal Marx und das gemeinsame Abendmahl"

Kardinal Marx Kampf gegen die Eucharistie, so hätte Katholisch de besser ihren Artikel zu dieser Causa übertitelt. (24.6.2019). In einer "Bibelarbeit" sagte dieser Kardinal:
 "Glaubst Du wirklich, Jesus steht an der Tür bei den Evangelischen, und dann setzen die sich zum Abendmahl zusammen und dann sagt Jesus: Nee, mit euch setz ich mich nicht hin. Das können wir uns doch nicht vorstellen, oder?" Einleitend steht da geschrieben:
"Ob Jesus zu den Protestanten gesagt hätte: Mit euch setze ich mich nicht an einen Tisch? Vermutlich nicht. Diese These stellt auch Kardinal Reinhard Marx auf - und macht Christoph Strack so Hoffnungen für den Ökumenischen Kirchentag 2021"
Unklar ist nun, ob die Formulierung: an einem Tisch nun selbst vom Kardinal oder von dem Kommentator Strack stammt. Klar ist aber, daß das, was hier so flapsig "Tisch" genannt wird, der Altar ist, auf dem der Priester das Meßopfer darbringt, während er danach vom Altar hin zu den Kommunikanten geht, um ihnen die Kommunion auszuteilen, der Katholik also nicht an einem Abendmahlstisch sitzend die Kommunion empfängt. Entweder dachte nun Kardinal Marx oder dieser Kommentator, wenn vom "Abendmahl" gesprochen wird, wohl an ein Abendessen, bei dem alle um einen Tisch versammelt sind, um zu essen und zu trinken, aber nicht an die zentrale Kulthandlung der christlichen Religion, in der sich der Opferkult des Jerusalemer Tempels prolongiert. 
Die  Evangelischen mögen sich tatsächlich bei ihren Abendmahlsfeiern um einen Tisch zusammensetzen- meiner Kenntnis nach wird das so nur in einigen Reformierten Gemeinden  praktiziert und dann eben als reine Erinnerungsfeier an Jesu letztes Abendessen- die Katholische Kirche zelebriert dies Sakrament nicht so. 
Warum sollte nun Jesus Christus gleichermaßen in der evangelischen Abendmahlsfeier und der katholischen Eucharistiefeier gegenwärtig sein? Es müßte präsumiert werden, daß ihm diese Differenz zwischen evangelisch und katholisch gleichgültig sei. Das widerspricht aber fundamental der gesamten Glaubenslehre der Kirche. 
Nach der Glaubenslehre der Katholischen Kirche ist nämlich für die Realpräsenz Christi ein geweihter Priester notwendig, der die Konsekrations- bzw. Wandungsworte spricht, während nach lutherischer Meinung jeder Getaufte die Einsetzungsworte so sprechen kann, daß Jesus Christus in Brot und Wein gegenwärtig ist. Entweder irrt nun die Katholische Kirche oder es irrt die lutherische, aber Beide können nicht recht haben. Hätten die Lutheraner recht, wäre der katholische Priester überflüssig, wir Katholiken könnten also auch ohne einen Priester gültig Eucharistie feiern oder wenn die katholische Lehre wahr  wäre, dann empfangen die Kommunikanten in der lutherischen Abendmahlsfeier nur Brot und Wein.
Prinzipieller gefragt: Warum sollte dem Sohn Gottes die Differenz zwischen der wahren Kirche, der Katholischen und der von ihm in wesentlichen Glaubenslehren abgefallenen "Kirche" gleichgültig sein? Keinem Weinkenner ist es gleichgültig, ob ihm ein Qualitätswein kredenzt wird oder ein billiger Tetrapakwein, denn Wein ist nicht Wein, aber dem Sohn Gottes soll die Differenz von rechter Lehre und einer religiösen Vereinigung, die in vielem Häretisches lehrt und lebt, gleichgültig sein. Da hätte also Christus am Gründonnerstag nicht nur die eucharistische Kultfeier für seine Kirche eingesetzt  und die Apostel zu Priestern geweiht, damit sie diesen Kult vollziehen können, sondern gleichzeitig hätte er gemeint, daß diese Weihe zu Priestern, von ihm selbst vollzogen, völlig überflüssig sei, da jeder Laie diese Kultfeier vollziehen könnte ganz im Kontrast zum Alten Bund, in dem geweihte Priester von Nöten waren. 
Nein, weder Gott noch sein Sohn verhalten sich indifferent gegenüber der wahren und einer unwahren Kultfeier. Der Sohn Gottes stiftete sie nicht seiner Kirche, um danach zu sagen, daß es ihm gleichgültig sei, wie dann der Kult vollzogen würde. 
Die Katholische Kirche hat nämlich eindeutig festgesetzt, daß diese Meinung ein Irrtum ist, der nicht gelehrt werden darf:
"Der Protestantismus ist nichts anderes als eine unterschiedliche Form derselben wahren christlichen Religion, in der es ebenso wie in der katholischen Kirche möglich ist, Gott zu gefallen." Pius IX, Syllabus. Nr.18. Aber von dieser Wahrheit hat wohl weder Kardinal Marx noch die sonstigen enthusiastischen Ökumeniker der Katholischen Kirche je etwas gehört.