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Donnerstag, 19. März 2026

Fast vergessende Wahrheiten über Maria und ihrem Bräutigam, dem hl. Joseph

 

Fast vergessende Wahrheiten über Maria und ihrem Bräutigam, dem hl. Joseph



Es ist wohl der Selbstverprotestantisierungstendenz innerhalb der Katholischen Kirche verschuldet, daß dieses so bedeutsame Protoevangelium des Jakobus kaum noch bekannt und schon gar nicht mehr ernst genommen würde, als gälte nun auch in der Kirche die Parole: „Allein die Schrift“, sodaß die Tradition man zu verachten begann, isb wenn deren Gehalte aus der säkularitischen Weltsicht als zu anstößig empfunden werden, wenn Gott eben in die Wirklichkeit eingreifend im Zentrum steht, daß er Wunder wirkt.

Deshalb zitiere ich hier aus diesem Werk, da wohl kaum ein Leser diesen so gewichtigen Text zu seinen Händen hat!

7 Die Vorstellung der Maria im Tempel

1 Und dem Kind wurden die Monate hinzugefügt. Und das Kind wurde zweijährig, und Joachim sagte: "Lassen wir sie in den Tempel des Herrn hinaufgehen, damit wir das Versprechen erfüllen, das wir gelobt haben, damit nicht der Herr gegen uns zürnt und unsere Gabe nicht angenommen wird." Und Anna sagte: "Lass uns das dritte Jahr abwarten, damit sie nicht nach Vater oder Mutter verlangt." Und Joachim sagte: "Lass uns abwarten." 2 Und als das Kind drei Jahre alt wurde, sagte Joachim: "Lass uns die Töchter der Hebräerinnen rufen, die Unbefleckten." Und lasst sie jede mit einer brennenden Fackel stehen, damit sie sich nicht nach hinten wendet und ihr Herz sich nicht vom Tempel des Herrn abwendet. Und so verfuhren sie, bis sie in den Tempel des Herrn hinaufgingen. Und der Priester des Herrn nahm sie entgegen, küsste sie, segnete sie und sagte: "Gott der Herr, hat deinen Namen in allen Generationen groß gemacht. Durch dich wird der Herr den Söhnen Israels die Erlösung offenbaren am letzten der Tage." 3 Und er setzte sie auf die dritte Stufe des Altars, und Gott, der Herr, legte Gnade auf sie, und sie tanzte mit ihren Füßen, und das ganze Haus Israels liebte sie.



III Maria und Joseph (Kapitel 8-10)

8 Marias Frauwerdung

1 Und ihre Eltern gingen hinab, staunend und lobpreisend und verherrlichend Gott den Herrn, weil er sich nicht von ihnen abgewandt hat. Maria war aber im Tempel des Herrn, wie eine Taube, die genährt wird, und sie erhielt Nahrung aus der Hand eines Engels. 2 Als sie zwölf Jahre alt geworden war, hielten die Priester einen Rat und sagten: "Siehe, Maria ist zwölf Jahre alt geworden im Tempel des Herrn. Was sollen wir also mit ihr tun, damit sie das Heiligtum Gottes, unseres Herren, nicht verunreinigt." Und die Priester sagten zu ihm: "Du stehst am Altar des Herrn. Geh hinein und bete für sie, und was auch immer der Herr, dein Gott, dir offenbart, das werden wir tun." Der Priester nahm die zwölf Glöckchen 5, ging hinein in das Allerheiligste, und betete für sie. Und siehe, ein Engel des Herrn trat hervor und sagte: "Zacharias, Zacharias, geh hinaus und rufe die Witwer des Volkes zusammen, und lasst sie einen Stab mitbringen, und dem, dem Gott, der Herr, ein Zeichen zeigt, dem wird sie zur Frau." Und die Herolde gingen hinaus in die ganze Umgebung von Judäa, und die Posaune des Herrn ertönte, und siehe, alle liefen herbei.

9 Maria und Joseph

1 Josef, der das Beil weggelegt hatte, ging selbst hinaus, um ihnen entgegenzukommen, und als sie sich versammelt hatten, gingen sie gemeinsam zum Priester, indem sie die Stäbe nahmen. Der Priester nahm die Stäbe von ihnen, ging in den Tempel und betete. Nachdem er das Gebet beendet hatte, nahm er die Stäbe, ging hinaus und gab sie ihnen zurück. Und es war kein Zeichen an ihnen. Den letzten Stab nahm Josef, und siehe, eine Taube kam aus dem Stab hervor und setzte sich auf den Kopf Josefs. Und der Priester sagte: "Josef, Josef, du bist dazu bestimmt worden, die Jungfrau des Herrn zu nehmen und sie für ihn zu bewahren." 2 Und Josef entgegnete und sagte: "Ich habe Söhne und bin ein alter Mann, sie aber ist jung. Vielleicht werde ich zum Gespött für die Söhne Israels." Und der Priester sagte: "Josef, fürchte den Herrn, deinen Gott, und erinnere dich daran, was Gott Dathan, Abiram und Korach getan hat: wie sich die Erde öffnete und alle verschlungen wurden wegen ihres Widerspruchs. Und nun, fürchte dich, Josef, damit dies nicht in deinem Haus geschieht." 3 Und Josef, voller Ehrfurcht, nahm sie zu sich, um sie für ihn [den Herrn] zu bewahren, und er sagte zu ihr: "Maria, ich habe dich aus dem Tempel des Herrn aufgenommen, und nun lasse ich dich in meinem Haus zurück. Denn ich gehe fort, um Gebäude zu errichten. Und ich werde [wieder] zu dir kommen. Der Herr wird dich behüten."



Solche Texte machen den Reichtum der Kirche aus! Eine "Frucht" des Hyperkritizismus und des Priesterbetrugsnarratives ist der Generalverdacht, daß jede Traditionsbildung stets eine Verfälschung des Ursprünglichen sein soll, die so das Traditionsgut der Kirche entwertet wie dies so wunderbare Werk, das "Vorevangelium" des Jakobus. Grundlegend für dieses Werk ist die Einsicht in die Herkunftbesimmtheit jedes Menschen: Auch von Jesus mußte man, wenn man ihn erkennen wollte, sowohl den Vater, Gott also auch seine Mutter Maria kennen. Dies "Vorevangelium" trägt also das ganze Wissen um die Gottesmutter zusammen, damit seine Leser so ihren Sohn erkennen können. Maria hat so schon ab ihrem 3.Lebensjahr ihr Leben ganz Gott geweiht als eine Tempeljungfrau, die dann unter den Schutz Josephs gestellt wurde, um die Mutter Gottes zu werden. 



Freitag, 7. März 2025

„Glaubensdikasterium distanziert sich von Maria Valtorta“- das war nicht anders zu erwarten: zu fromm!

 

Glaubensdikasterium distanziert sich von Maria Valtorta“- das war nicht anders zu erwarten: zu fromm!



Wer auch nur ein einziges Kapitel aus dem Werk Valtortas: „Der Gottmensch – Leben und Leiden unseres Herrn Jesus Christus“ gelesen hat, wird diese Distanzierung verstehen, ist diese Jesusdarstellung doch einfach zu fromm. Wenn dann in dem Buch gar noch Papst Pius XII und der hl. Padre Pio als Befürworter ihrer Schriften angeführt werden, wenn Papst Pius XII gar so zitiert wird: „Veröffentlicht dieses Werk, so wie es ist.Wer es liest,wird verstehen.“,dann sind das ja schon Gründe genug,den Werken dieser Mystikerin eine ablehnende Haltung einzunehmen. Pater Pio und dieser Pius Papst sind eben dem linksliberalen Katholizismus inakzeptable Personen.

Kath info offenbart uns nun die Gründe für diese Distanzierung am 7.3.2025. Die da angeführten Gründe zeichnen sich nun aber durch solch eine Dürftigkeit aus, daß man nun eher sich animiert sieht, endlich dies Gesamtwerk zu lesen!

Maria Valtorta beschreibt in ihren Schriften viele Details über das Leben Jesu, seine Familie, seine Jünger und verschiedene Ereignisse aus dem Evangelium, die in den biblischen Texten nicht ausdrücklich erwähnt werden.“ Woher wenn nicht aus dem Protoevangelium des Jakobus wissen wir, daß die Mutter Mariae Anna hieß? Im Neuen Testament wird die Mutter Mariae nie erwähnt! Müssen wir also nun auf die hl. Anna verzichten und müssen wir dann nicht auf dies Detail im Leben Mariae, daß sie leiblich in den Himmel aufgenommen worden ist, auch verzichten, da das auch in der Bibel nicht bezeugt ist? Für die Katholische Kirche galt und gilt immer noch, daß die Tradition neben der Hl.Schrift das Fundament der Theologie bilden!

Außerdem wäre zu fragen, welches Gewicht denn dann diese Details haben, etwa die Landschaftsschilderung oder die Aussagen über das Aussehen der Personen? Im Neuen Testament finden wir keine einzige Beschreibung Jesu – sind deshalb alle Jesusbilder illegitim? Und seit dem Jesus uns durch die hl. Faustyna sein Angesicht offenbart hat, soll das nun verworfen werden, weil sein Angesicht nicht im Neuen Testament bezeugt ist?

Dann heißt es: „Valtorta selbst glaubte, daß ihre Visionen und Schriften von Gott inspiriert waren. Sie verstand ihre Erfahrungen als eine mystische Offenbarung, ähnlich der von Heiligen und Mystikern. Einige Kirchenvertreter stellten diese göttlicher Herkunft jedoch in Frage: Verschiedene Details weichen von der offiziellen kirchlichen Lehre ab, da sie nicht in den kanonischen Schriften der Bibel belegt sind.“ Also muß nun doch Mariae Himmelfahrt aus der Glaubenslehre der Kirche gestrichen werden! Es muß hier unmißverständlich gesagt werden, daß die Behauptung, daß eine Lehre nur wahr sei, wenn sie aus der Bibel belegbar sei, ein rein protestantisches Dogma ist!

Valtorta gibt in ihren Schriften der Rolle der Jungfrau Maria und der Heiligen eine herausragende Bedeutung. Insbesondere Maria wird als eine zentrale Figur im Heilsgeschehen und im Leben Jesu dargestellt, was von einigen Theologen als Übertreibung oder nicht mit der kirchlichen Lehre vereinbar betrachtet wird.“

Das ist unschwer erkennbar der Hauptgrund der Abneigung gegen das Werk Valtortas! Seit dem 2.Vaticanum versucht die Kirche sich dem Protestantismus anzuähneln und deswegen versucht sie, isb die in der Volksfrömmigkeit verankerte Marienfrömmigkeit zurückzudrängen. Es ist zwar wohl nur ein Gerücht, mir gelang es bis heute nicht, es zu verifizieren, daß zur Ablehnung von Priesteramtsbewerbern es ausreiche bei einigen Priesterseminaren, wenn sie dem Regens sagten, daß sie täglich den Rosenkranz beteten. Die zeitgenössische protestantische Theologie war christozentristisch orientiert, isb durch die Wirkmacht des reformierten Theologen Karl Barth, er verwarf gar jegliche Art einer natürlichen Gotteserkenntnis, weil es die nur in und durch Jesus Christus geben könnte und da wollten katholischen Theologen nicht abseitsstehen und forderten so eine Entmarianisierung der Kirche.

Der „Gottmensch“ von Maria Valtorta ist nun die beste Medizin gegen solch einem protestantischen Christozentrismus.Die Theologen, die hier die Mariologie dieses Werkes kritisieren, dürften in der Theologie Luthers und Karl Barths wohl mehr beheimatet sein als in der Katholischen Kirche, zu der immer auch die Volksfrömmigkeit dazugehörte und dazugehört.Eine einfache Frage: Gibt es eine katholische Kirche ohne einen Marienaltar, an dem selbst in so glaubensschwachen Zeiten wie der unserigen nicht Kerzen für die Gottesmutter brennen, vor denen nicht gebetet wird?Und dann suche man bitte in der Kirche eine Christus geweihten Altar, an dem die Gläubigen Kerzen entzünden und da beten!

Nein, Voltartas Werk wird in frommen Kreisen gern gelesen und deshalb von Zeitgeistheologen verworfen. Ob es wirklich sich eines übernatürlichen Ursprunges verdankt, das kann ich weder bejahen noch verneinen, aber gewiß ist der „Gottmensch“ von Valtorta eine wunderbare Quelle für das Glaubensleben jedes Christen!


Dienstag, 21. Mai 2024

Maria, ökumenistisch entleert....was bleibt von ihr noch übrig? 2 Zusätze

 

Maria, ökumenistisch entleert....was bleibt von ihr noch übrig?



Karl Rahner wird in dem Artikel: „Maria,ökumenisch“, in „Christ in der Gegenwart, 21/2024 S.5 so zitiert: „Maria ist die Mutter Jesu. Dieser ganz einfache Satz ist der immer bleibende Ausgangspunkt jeder Glaubenslehre über Maria.“ Nur ist dieser Ausgangspunkt nicht selbst schon das Produkt einer drastischen Abstraktion davon, daß sie die nämlich die Mutter Jesu Christi, die Mutter Gottes ist und daß sie, obschon sie die Mutter Gottes ist, jungfräulich blieb, da sie vom Hl. Geist ihr Kind empfing und die immerwährende Jungfrau blieb?

Wie lautet nun aber das Resümee des Urhebers dieses Artikels, des Jesuiten Batlogg über die Mutter Gottes? Die letzten Sätze über sie in diesem Artikel lauten: „Maria ist Mama,Schwester,Gefährtin im Glauben – eine Frau mit weitem Herzen. Sie kann Horizonte öffnen. Ob wir von ihr lernen (wollen)?“ Armseliger und dürftiger geht es wohl nicht mehr! Was da über die Mutter Gottes geschrieben worden ist, über welche gläubige Frau, die ein Kind hat, könnte das nicht genauso ausgesagt werden!

Aber vielleicht findet sich in diesem einseitigen Text doch noch Gehaltvolleres? Einer Katholiken wird da diese Aussage über die Mutter Gottes in den Mund gelegt: „Für mich steht Maria für die Kraft,die jede Frau besitzt. Jede Frau, die Schmerzen und Leid erlebt,aber auch großes Vertrauen im Leben erfahren hat- wild und kämpferisch für das, woran sie glaubt,und für das,wofür sie einsteht.Eine Frau, die ihre Stärke aus der alten Linie der Eva schöpft.Maria ist für mich ein Symbol der reifen Frau,die alt wird und weiß,dass alles irgendwann einen Sinn hat.Und die dshalb Vertrauen schenken kann.“

Auffällt, was alles da nicht geschrieben wurde, ja daß Maria hier völlig entchristlicht wird. Daß ihr Sohn der Erlöser der Welt ist, wird mit keinem Worte erwähnt, daß sie gläubig war, daß sie glaubte, daß sie als Jungfrau eine Mutter werden wird, da der Vater ihres Kindes kein menschlicher Vater ist. Gott kommt hier überhaupt nicht vor!Sie, die sich als die Magd Gottes bezeichnet, wird hier völlig ihres Gottes beraubt. Sie wird reduziert auf die Idealvorstellung einer modernen selbstbewußten Frau.

Warum grüßte der Engel sie mit einem „Ave“? Weil sie die umgekehrte Eva ist: Durch die Sünde Evas kam das Unheil in die Welt, durch das „Ja!“ Marias das Heil in die Welt, unser Erlöser. Dem Ungehorsam der Eva wird so der Gehorsam der Maria entgegengestellt. Als die Kinder Evas sind wir Verbannte und Exilierte, als die Kinder Marias die geretteten Kinder, die ausschauen auf unsere himmlische Heimat. Aus der Kraft des Ungehorsams Eva schöpfte Maria nicht, sie ist ihr Antityp.

Als Maria Mutter wurde, war sie 16 Jahre alt, sie war also nach unserem Verständnis eine sehr junge,ja für eine Mutterschaft zu junge Frau aber so jung wurde sie ihrer Aufgabe als der Mutter des Erlösers gerecht. Unter dem Kreuze ihres Sohnes stehend, setzte ihr Sohn sie dann als unserer aller Mutter ein und nahm sie dann in den Himmel auf,um sie dort zur Himmelskönigin zu krönen!

All das, was Maria ausmacht, wird in diesem Artikel weggestrichen, um aus ihr nichts anderes als eine moderne selbstbewußte Frau zu machen,die uns nur ein paar Allerweltsweisheiten mitzuteilen hat: Reife, sei mutig,vertraue in das Leben, stehe zu dem, wovon du überzeugt bist! 

1.Zusatz:

Die Ökumene ist der Totengräber der Katholischen Kirche:Um den Protestanten zu gefallen,entledigt man sich alles Katholischen! 

2.Zusatz:

Gerade in dem heutige Redeweise über die Gottesmutter zeigt sich, wie sehr die Kirche ihre Selbstsäkularisierung vorantreibt. Maria wird eben umgeformt zu dem Ideal einer modernen Frau, für die der christliche Glaube völlig ohne eine Bedeutung ist . 

Montag, 12. Dezember 2022

Maria - eine junge Frau oder/und eine Jungfrau? Ein paar Klarstellungen

Maria – eine junge Frau oder/und eine Jungfrau? Ein paar Klarstellungen Das Narrativ, daß Maria historisch kritisch erforscht eine junge Frau war,aus der dann spätere Theologen die Jungfrau Maria gemacht haben, gar eine immer währende, erfreut sich unter liberalen Theologen großer Beliebtheit, ja man darf davon ausgehen, daß jeder Theologiestudent, bejaht er Jungfräulichkeit Mariae als immer währende als ewigestriger Hinterweltler stigmatisiert wird. Es sei einfach eine widerwissenschaftliche Vorstellung, die dem theologischen Diskurs als nicht zurechenbare exkommuniziert werden müsse. Nur, wie sicher ist denn dies historisch-kritisch fundierte Urteil, daß Maria halt nur eine junge Frau gewesen sei, aus der dann schon das Urchristentum eine Jungfrau gemacht hätte? Eine Trivialität mag vorausgeschickt werden: Eine 80 jährige Frau, die auch ein galanter Kavlier nicht mehr als eine junge Frau titulieren kann und wird, kann noch eine Jungfrau sein, despektierlicher formuliert: „ein altes Mädchen“ sein, wohingegen ein 13 jähriges Mädchen sehr wohl keine Jungfrau mehr sein muß! Es ist nur wahrscheinlicher, daß Mädchen und junge Frauen Jungfrauen sind als ältere Frauen. In den Evanglien und in der kirchlichen Theologie war man nie besonders interessiert an dem jugendlichen Alter der Maria sondern nur an ihrer Jungfräulichkeit. Das „Protoevangelium“ des Jakobus teilt uns zwar ihr Alter mit, als sie Jesus gebar, daß sie 16 Jahre alt war, aber viel wichtiger ist diesem Text der Nachweis, daß ihr Verlobter Joseph als Witwer Kinder aus seiner ersten Ehe mitbrachte, sodaß die in den Evangelien erwähnten Geschwister Jesu nicht leibliche Geschwister waren,denn Jesus war der einzige Sohn Mariae und nur so konnte sie als immerwährende Jungfrau geglaubt werden. Den Sohn Gottes konnte sie empfangen und gebären, ohne ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, aber bei rein natürlichen Kindern nicht, denn die hätten dann ja Joseph als leiblichen Vater. Hyperkritizistisch ist nun das Urteil, daß dies Protoevangelium kein zuverlässigen Aussagen über Maria enthielte. Dies Evangelium wurde ja verfaßt, um das damals vorhandene Wissen über Maria, die Mutter Jesu zusammenzufassen, denn es galt: Wenn wir wissen wollen, wer dieser Jesus war und ist, müssen wir seine Eltern kennen. Gott war sein Vater, aber wie sollte Jesus erkannt werden ohne ein solides Wissen über seine Mutter! Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, das wußte man auch damals schon. Nun ist zu fragen: Ist es vorstellbar, daß dann Christen, als sie erkennen mußten, eigentlich (fast) nichts über seine Mutter wußten, all das über sie dann Erzählte frei erfunden haben, daß also selbst die Geschichten von Maria, bevor sie das Kind bekam und daß sie es so wie das Weihnachtsevangelium uns erzählt, reine Phantasiestücke sind? Bismarck urteilt treffend, daß nie so viel gelogen wird wie während der Wahlkämpfe, aber daß das Urchristentum sich auch durch so einen laxen Umgang mit der Wahrheit auszeichnete, ist zu bezweifeln! Erstens würden ja so die Gläubigen, die nach Jesus fragen, so getäuscht über Jesus selbst und man setzte sich der Gefahr aus, als Lügner verurteilt zu werden, wenn etwa Gegner der Christen nachweisen konnten, daß all das da Erzählte reine Phantasiegeschichten seien. So bezweifelten jüdische Kritiker ja auch nicht daß das Grab Jesu leer war, sondern erzählten von dem Schülerbetrug, daß sie den Leichnam entfernt hätten und sie gaben den Evangelien recht, daß dieser Jesus wirklich Wunder gewirkt habe, nur interpretierten sie das so: Jesus habe in der Kraft des Teufels diese Wunder gewirkt, um die Juden zu täuschen. Der Babylonische Thalmud vertieft diese Wunderkritik gar durch die These, Jesus sei während seines Exiles in Ägypten dort zu einem Schwarzmagier ausgebildet worden. Beachtlich ist, daß so nicht die Historizität seiner Wunder bestritten wurde. Wenn nun alle in den Evangelien erzählten Wunder Jesu nur Gemeindebildungen, Erfindungen wären, er also nie ein Wunder gewirkt hätte, wie es die historische Kritik „beweist“, warum konnten dann diese Kritiker nicht die Nichthistorizität beweisen: Hier soll Jesus Wunder gewirkt haben, aber keine der hier Lebenden weiß etwas davon noch hat er je davon etwas gehört? Wenn um 70 n. Chr. Schon so viele Wunder Jesu erzählt wurden, ja es eine eigene Sammlung von Wunderberichten Jesu gab, schriftlich, die dem Verfasser des Johannesevangeliumes als schriftliche Quelle schon vorlag, wie konnte dies so kurz nach Jesu Tod erzählt werden, (nehmen wir mal an, daß er um 30-35 gestorben ist), ohne daß es den Protest provozierte: Diese Wunder sind da, wo sie sich ereignet haben sollen, nicht bekannt! Niemand weiß davon. Die historisch-kritische Methode überschätzt so die künstlerische Phanntasietätigkeit der ersten Christen und unterstellt ihr ein gehöriges Maß an moralischer Skrupellosigkeit, frei Erfundenes als Wahrheit auszugeben. Dabei gingen sie dann noch das Risiko ein, als Lügner entlarvt zu werden von ihren Zeitgenossen: Das da Erzählte stimmt ja alles nicht!Wahrscheinlicher sind die urchristlichen Erzähler so vorgegangen, wie es uns der Evangelist Lukas über seine Arbeitsweise berichtet: Den Anfang bildete ein sorgfältiges Studium aller Quellen, der schriftlichen wie wohl auch der mündlichen. Lukas war eben viel mehr Historiker als es der modernen Theologie genehm ist. Gibt es nun wirklich legitime Zweifel an der Wahrhaftigkeit der Aussage der Jungfräulichkeit Mariae? Da Gott, der Allmächtige der Vater Jesu Christi ist, kann es kein theologisches Argument gegen diese Aussage geben. So begründet die hl. Schrift ja auch selbst die Möglichkeit der Wahrheit dieser Aussage. Daß dies mögliche Ereignis ein wahrhaftiges ist, dafür spricht nun die Glaubwürdigkeit der Evangelien des Lukas und des Matthäus und ein theologisches Argument: Die Jungfräulichkeit Mariae beweist ja, daß weder Joseph noch ein anderer Mann der Vater Jesu sein kann, sondern nur Gott. Wie sollte sonst ein von einem Manne Erzeugter wahrhaftig der Sohn Gottes sein können? Dies Argument spricht für die Sachhaltigkeit des Glaubens an die Jungfräulichkeit der Maria. Und was spricht dagegen? Nur das Vorurteil,daß in der Welt keine von Gott gewirkten Wunder es geben könne, daß die Welt ein in sich hermetisch abgeschlossener Kausalnexus sei, in dem kein Platz sei für ein Wirken Gottes in ihr! Dies Vor-Urteil ist aber selbst kein wissenschaftlich erwiesenes oder fundiertes, sondern eine bloße axiomatische Setzung der modernen Geschichtswissenschaft! Corollarium 1 Weil Maria die Mutter Gottes ist, weil sie Gottes Sohn zur Welt brachte, wäre es mehr als unziehmlich, hätte sie dann noch einfache Nurmenschenkinder hervorgeracht. ür eine Frau, erwählt zu dieser nur ihr zukommenden Berufung zur Mutterschaft Gottes, wäre es eine unzumutbare Profanisierung, noch für andere Kinder eine Mutter zu sein, das wäre so, als gebräuchte man den Kelch, der zum Empfang des Blutes Christi bestimmt ist, dann auch noch zu einem profanen Weintrinken. Daß Maria nicht nach dieser ihrer Mutterschaft durch andere profanisiert worden ist, besagt die Lehre von der immer währenden Jungfräulichkeit von ihr.

Samstag, 25. Dezember 2021

Weihnacht - das große Jawort an uns? (Auch zu Papst Franziskus Weihnachtsgeschenk an die Mitarbeiter des Vaticans: 2G!)

Weihnacht – das große Jawort an uns? (Auch zu Papst Franziskus Weihnachts-geschenk an die Mitarbeiter des Vaticans 2G)


Im Kindelein in der Krippe zu Bethlehem und hoffentlich auch in unseren heimischen verkündet uns Gott sein Ja zu uns Menschen. Er offenbart da seine Liebe zu allen Menschen. Das feiere die Kirche in der „Heiligen Nacht“.

Nur, warum lehrte uns dann die Mutter Jesu in Fatima so zu beten:

O mein Jesus, verzeihe uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle. Führe alle Seelen in den Himmel,besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“ (4.Tag: 13. Juli 1917 zur Mittagszeit). Hat etwa Maria Weihnachten, ihr Kind in der Kirche auch noch bis 1917, obgleich leiblich in den Himmel aufgenommen immer noch nicht verstanden? Wenn das Kind in der Krippe Gottes Ja zu jedem Menschen wäre, wie bräuchte es da noch des Gebetes, verzeihe uns unsere Sünden, verschone uns vor der Hölle, sei barmherzig? Gott hätte doch schon längst sein Jawort uns gegeben, so daß wir, vertrauend auf seine Liebe, uns der Vergebung der Sünden und der Aufnahme in den Himmel gewiß werden. Wie könnte Gott denn auch einen Menschen lieben und dann ihm die Sündenvergebung nicht gewähren und ihn so nicht in den Himmel aufnehmen!

Aber das Jesuskind, wie es heutzutage verkündet wird, verkündet eben nicht mehr das Reich Gottes, dessen Nähe noch die Umkehr und die Hinwendung zu Gott, sondern Gott ist nur noch die reine Affirmation, das große Ja zur Welt und den Menschen, so wie sie sind.Das Reich Gottes hingegen meinte ursprünglich die Negation der gefallenen Welt und des gefallenen Menschen: Die Welt und der Mensch mußte erlöst werden! Gott sandte deshalb seinen Erlöser in die Welt, damit dieser die Erlösten in die neue Welt mit ihrem neuen Himmel führe.

Jetzt sagt Gott in seinem Gotteskinde nur noch sein Ja zur Welt und den Menschen. Der Himmel ist so nicht mehr die Kritik der gefallenen Welt, nicht mehr die Verheißung eines jenseitigen Lebens jenseits dieses Erdenlebens im Tal der Tränen- vgl das „Salve Maria“, aber auch nicht mehr eine Jenseitsvertröstung. Gott sagt nur noch Ja.

Zeitigt diese reine Affirmation nun auch Folgen in der Praxis der Kirche? Ja, so affirmativ Gott sich so zur Welt verhält, so affirmativ verhält sich nun die Kirche auch zur Politik der Weltstaaten. Kaum ein anderer „Großer“ unserer Zeit engagiert sich so vehement für das politische Ziel der politischen Welteinheitsregierung, der neuen Weltordnung, wie der jetzige Papst.

Predigt er nicht überall den Europäern und Amerikanern, alle „Flüchtlinge“, isb islamische aufzunehmen. Dadurch soll das politische Ziel der Auflösung aller Nationalkulturen erreicht werden, daß alles Homogene durch das Konzept der Multiethnisierung und Multikultivierung aufzulösen ist für die zukünftige Einheitswelt. Engagiert er sich nicht vehement für die Vergleichgültigung aller Religionen, daß sie nun alle eins sein sollen in ihrem Streben nach der Erschaffung einer geschwisterlichen Welt? Wie sehr wird er dafür von Freimaurern gelobt, die sich in diesem Punkte ganz eins wissen mit ihm. Und engagiert er sich nicht leidenschaftlicher als alle anderen jetzt für die Zwangsimpfung gegen den Coronavirus. Der ach so „autoritär“ regierende Putin lehnt eine Zwangsimpfung ab, bisher wird sie nur in Österreich und wohl in Bälde in Deutschland verlangt, aber Papst Franziskus erklärte nun zu Weihnachten, daß Ungeimpfte, selbst wenn sie als virenfrei getestet worden sind, nicht mehr im Vatican arbeiten dürfen! Radicaler als jeder Politiker der Welt engagiert er sich für die Zwangsimpfung.

In all diesen Fällen praktiziert der Papst das „bedingungslose Ja“ Gottes zur Welt! Wie könnte denn noch die Kirche Jesu Christi kritisch sich zur Welt bzw der Politik der Welt verhalten, wenn der Gott Jesu nur noch die reine Affirmation der Welt und der Menschen, so wie sie sind, ist? Die Welt nimmt Papst Franziskus in ihren politischen Tendenzen wahr, der des Prozesses der Globalisierung, der Überwindung alles Nationalen und Individuellen zugunsten einer zukünftigen Einheitsmassenwelt. Darum soll auch das Besondere der Christlichen Religion verschwinden im Einerlei der monotheistischen Religionen und aller Religionen überhaupt. Darum engagiert er sich für den Welteinheitszukunftsstaat als ihr vortrefflichster Diener durch seine Entschiedenheit, jetzt die Zwangsimpfung in seinem Kirchenstaat vorbildlich durchzusetzen. Und so kämpft er auch gegen die „Alte Messe“, als dem Kristallisationspunkt der Christlichen Religion, um eine neue zeitgeistgemäße „Katholische Kirche“ zu kreieren, die eben in das Projekt des zukünftigen Welteinheitsstaates hineinpaßt.

Wenn der Gott Jesu Christi nichts anderes mehr ist als die reine Affirmation der Welt und ihrer Menschen, wie sollte sich dann auch die Kirche noch anders als rein affirmativ zum politischen Weltgeschehen verhalten? Sie beraubt sich ja jeder Möglichkeit eines kritischen Gegenübers zur Welt durch ihr bedingungsloses Jasagen zu ihr, das sie in Gottes Kind meint erkennen zu können.


 

Freitag, 1. Januar 2021

Sie hat Ja gesagt! Eine kleine mariologische Erwägung

(ein Beitrag zur Frage des freien Willens, wie ist Marias Ja zu verstehen)

Maria hat Ja gesagt: „Ja, ich nehme meine Berufung, die Mutter Gottes zu sein, an.“ Hätte sie auch: Nein sagen können? Mit dieser Frage steht und fällt nicht nur ihr Menschsein sondern das von uns allen. War Maria ein freier Mensch, oder sprach sie der Engel Gabriel so an, daß sie nicht anders konnte, als Ja zu sagen zu ihrer Berufung? Meint ihr Erfülltsein von der göttlichen Gnade, daß es ihr als so Begnadete unmöglich war, nicht Ja zu sagen? Wäre dann aber dieses Ja noch das ihrige oder spräche die göttliche Gnade durch sie dies Ja? Wirkte Maria mit bei der Menschwerdung Gottes oder wirkte Gott durch sie diese Menschwerdung?

Wenn die Gnade Gottes die Natur des Menschen nicht einfach negiert und so den Menschen entmenschlicht, dann muß ihr Ja als ein frei gesagtes gedacht werden. Frei gesprochen ist es aber nur, wenn sie auch Nein hätte sagen können. Unser Freiheitsbewußtsein manifestiert sich nämlich in der Befähgung zum konjunktivischen Denken, daß ich denken kann: „Dies tat ich, ich hätte es aber auch nicht tuen können. Es könnte nun weiter gefragt werden, ob es ein Freiheitsbewußtsein gibt, daß sich dann sekundär im konjunkivischen Denken zum Ausdruck bringt, oder ob es dies Bewußtsein nur im und durch dies Konjunktivdenken gibt.

Maria sagte so ihr Ja; Eva hat so auch ihr Ja gesagt aber zum Teufel, sie hörte auf sein Wort, Maria hörte auf das Wort Gottes. Darum sagte ja der Engel zu ihr: Ave- da sie die umgekehrte Eva sein sollte. Dazu sagte Maria ihr Ja. Jetzt ist sie ob ihres Jasagens zur Königin des Himmels gekürt. Sie wollte die Magd des Herrn sein, nun steht sie als unsere Himmelskönigin den Herrscharen der Engel voran.

Welche Freude im Himmel, daß sie nicht eine zweite Eva war sondern als Maria Ja sagte. Denn hätte sie nicht ihr Ja gesagt, uns wäre nicht der Heiland geboren, nicht hätte er sein Heilswerk vollbringen können. Maria ist so wahrhaftig unsere Miterlöserin- bedauerlicherweise aus ökumenischer Rücksicht traut sich die Kirche nicht, dies zu lehren.



Sieh, o Mutter meines Gottes, hier vor deinen Füßen einen elenden Sünder, der zu dir seine Zuflucht nimmt und sein ganzes Vertrauen auf dich setzt. Ich verdiene zwar nicht, daß du mich eines Blickes würdigst, allein ich weiß, daß du, seitdem du deinen Sohn für die Sünder sterben sahest, sehnlich wünschest, ihnen zu helfen. O Mutter der Barmherzigkeit, siehe mein Elend an und habe Mitleiden mit mir. Alle nennen dich die Zuflucht der Sünder, die Hoffnung der Unglücklichen, welche der Verzweiflung nahe sind, die Hilfe der armen Verlassenen. Sei du also meine Zuflucht, meine Hoffnung, meine Hilfe. Durch deine Fürbitte kannst du mich retten. O gütige Mutter, stehe mir bei; ich beschwöre dich um deines göttlichen Sohnes willen, reiche deine hilfreiche Hand einem Armseligen, der sich dir nach seinem Falle empfiehlt, damit du ihm helfest. Ich weiß, daß du, wenn es möglich ist, dem Sünder mit Freuden zur Hilfe eilest. Hilf mir denn jetzt, da du es kannst. Durch meine Sünde habe ich zugleich die Gnade und meine Seele verloren. Nun aber werfe ich mich in deine mütterlichen Arme und bitte dich, du wollest mich lehren, was ich tun soll, um die Gnade meines Gottes wiederzuerlangen. Siehe, ich bin bereit, alles ohne Aufschub zu tun. Er ist es ja, der mich an dich weist, damit du mir beistehest. Er will, daß ich mich an deine Barmherzigkeit wende, auf daß mir in dem großen Geschäfte meines Heils nicht nur durch die Verdienste deines Sohnes, sondern auch durch deine Fürbitte geholfen werde. Ich nehme nun meine Zuflucht zu dir, o mächtige Jungfrau; bitte deinen göttlichen Sohn für mich und zeige, was du Gutes denjenigen erweisest, welche ihr Vertrauen auf dich setzen. O Maria, erhöre mein dringendes Flehen und verschmähe es nicht. Amen.“1


1 Sintzel,M., Maria, meine Zuflucht und mein Trost, 9. Auflage, 1919, S. 135f.

 

Samstag, 26. September 2020

Mutter: Nein Danke oder katholische Feministin im Kampf gegen Maria


Der feministische Kampfverband kfd („katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) unterstreicht nun seine Staatstreue, indem er sich die Feinderklärung der demokratischen Blockparteien und der Regierung zu eigen macht: Die Mitgliedschaft in der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist nach einem Beschluss ihrer Bundesversammlung nicht mit der Mitgliedschaft in der AfD vereinbarDas teilte der Verband am Samstag nach der Versammlung in Mainz mit. Man positioniere sich damit "klar gegen Rechtspopulismus, Rassismus und überholte Geschlechterrollen", hieß es. (Kath de am 19.9.2020.) Damit zieht sie gleich mit dem BDKJ und dem KAB.

Warum darf nun kein AfD-Frau mehr Mitglied der kfd sein? Die Suffragettenorganisation fand dafür eine besondere Begründung! „Mit dem heutigen Beschluss zeigen wir, dass wir für eine vielfältige, offene und geschlechtergerechte Gesellschaft stehen und uns klar gegen populistische Tendenzen von rechts einsetzen", sagte die kfd-Vorsitzende Mechthild Heil.“ Was hat die politisch korrekte Zielvorgabe einer vielfältigen offenen und geschlechtergerechten Gesellschaft mit dem katholischen Glauben gemein? Nichts, denn die Kirche verkündet das Reich Gottes und nicht die Utopie einer multikulturellen Einheitswelt mit 50 prozentiger Frauenquote in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen. Zudem: Muß jetzt nicht auch jede Katholikin aus der kfd ausgeschlossen werden, die nicht für die Einführung des Frauenpriestertumes ist, weil die Forderung danach zur Ideologie der Geschlechtergerechtigkeit gehört?

Aber das „veraltete“ Rollenbild der Frau der AfD verbiete eben eine Zugehörigkeit von AfD-Frauen in dieser Organisation. Das heißt im Klartext, daß das traditionelle Verständnis der Frau als die Berufung zur Mutterschaft (oder zu einem geistlichen Leben, wie es die Kirche selbst lehrt) nicht mehr im kfd vertreten werden darf. „Frau“ redet zwar gern ganz feministisch vom Selbstbestimmungsrecht der Frau, aber Frauen, die für sich das traditionelle Frauenbild erwählen, sind eben im kfd fehl am Platze. Die Mutter Gottes, Maria müßte so auch exkommuniziert werden, da sie es versäumt hatte, für sich und andere Frauen das Priesteramt von ihrem Sohne zu erbitten, um stattdessen nur die Mutter Gottes sein zu wollen. Skandalös!

Zuvor hatte die kfd-Bundesversammlung beschlossen, dass die Mitgliederzeitschrift des Verbands "Frau und Mutter" künftig "Junia" heißen soll. Der neue Name ist zurückzuführen auf eine Stelle im Römerbrief. Dort erwähnt Paulus eine gewisse Junia, die er als herausragend unter den Aposteln bezeichnet.“ Das soll ein Beitrag zum Kampf um die Einführung des Frauenpriestertumes sein. Aber wenden wir uns hier einem gewichtigerem Aspekt zu als dem des Projektes der Verprotestantisierung der Katholischen Kirche. „Frau und Mutter“darf diese Zeitschrift nicht mehr heißen! Denn das klingt doch zu eindeutig nach dem traditionellen und „veralteten“ Frauenbild, als wäre die Bestimmung der Frau die Mutterschaft. Diese Suffragettennachfolger sehen gerade in der Mutterschaft etwas die Frau Unterdrückendes. Simone de Bevauvoir, die Mutter des heutigen Feminismus rief ja aus "Mutterschaft ist heute eine wahre Sklaverei“. Dieser Aufruf ist nun beim kdf angekommen und darum darf ihr Zentralorgan auch nicht mehr „Frau und Mutter“ heißen. Ob wohl das Projekt des radicalen Feministen Lenin, die Frau ganz von der Mutterschaft zu befreien, indem die gesamte Kindesaufzucht verstaatlicht wird, beim kdf auf Zustimmung stoßen würde? Aber Frauen der AfD dürfen so nicht mehr Mitglieder dieses Verbandes sein, nicht weil die AfD antikatholisch ausgerichtet wäre, sondern weil diese Partei nicht feministisch ist und so die Mutterschaft als Berufung der Frau nicht verwirft.

 

Samstag, 15. August 2020

Kurze Anmerkungen zu Mariä Himmelfahrt

Gelegentlich, isb von protestantischer Seite wird dies Dogma kritisiert, daß es dafür keinen Schriftbeweis gäbe. Auch wenn katholischer Seite das darin zum Anschlag gebrachte: „Allein die Schrift“ nicht akzeptiert werden kann (wir wissen ja auch nicht aus ihr sondern aus dem Protoevangelium des Jakobus, daß die Mutter Maria Anna hieß, die hl. Anna), so ist doch dies ein gutes Argument für diese Lehre: Wenn schon Henoch und der Prophet Elischa, ohne zu sterben in den Himmel aufgenommen wurden, wie könnte da Gott der Mutter Gottes dies verwehren, was er diesen zwei gewährte?



Maria ist mit ihrem Leib in den Himmel aufgenommen worden. Die Vorstellung einer leiblichen Auferstehung war im Urchristentum nicht unumstritten. Die Pauluskritiker des 1. und 2. Korinterbriefes argumentierten nämlich so: Zum Wesen der Leiblichkeit gehört konstitutiv sein Sterbenmüssen- wäre Jesus leiblich auferstanden, hätte er so wir der vom Tode auferweckte Lazarus wieder sterben müssen, die Auferstehung der Toten wäre so nur ein Aufstehen, um wieder sterben zu müssen. (Ein gnostisch-platonischer Hintergrund ist so anzunehmen). Paulus widerlegt dies Argument naturphilosophisch, daß es verschieden qualifizierte Körper es gäbe, daß nicht alle dem Sterbenmüssen unterworfen seien. Unser Leib wird also in einen nichtsterben müssenden umgewandelt.



Was besagt das aber für den Himmel aus? Der Leib ist notwendigerweise ein dreidimensionaler Körper, sonst wäre er keiner (es sei denn, daß ein Körper mit dem Volumen 0 als Körper angesehen werden würde) und somit muß auch der Himmel etwas Dreidimensionales sein,denn sonst könnte in ihr nicht ein dreidimensionaler Körper existieren.



Wie kann es „über“ dem dreidimensionalen Raum, in dem wir leben, noch einen anderen dreidimensionalen Raum geben, der nicht identisch oder teilidentisch mit unserem dreidimensionalen Raum ist? Eine einfache Vorstellung kann uns in dieser Frage weiterhelfen: So wie zwei unendlich große Flächen in einem dreidimensionalen Raume parallel existieren können, so können zwei unendlich große Räume parallel in einem „Hyperraum“ (mehr als 3 Dimensionen) existieren, sodaß wir, in dem einen lebend keinen Kontakt mit dem anderen Raum haben können, weil wir nicht den „Hyperraum“ durchqueren können.



Wie muß nun das Verhältnis des Himmels als dreidimensionaler Raum zu unserem Lebensraum gedacht werden? Zumindest so, daß die Mutter Gottes jedes unserer Gebete da hören kann und in unseren Lebensraum einwirken kann. Was besagt das aber zur Dimension der Zeit, daß aus dem „Jenseits“ in unsere Zeit eingegriffen werden kann? Wenn der Himmel mit der Vorstellung der Ewigkeit als Zeitlosigkeit assoziiert wird, wie könnte dann aus einer Zeitlosigkeit in die irdische Zeit eingewirkt werden? Oder ist dann diese Vorstellung der himmlischen Ewigkeit als Zeitlosigkeit eine irrtümliche Vorstellung, daß etwa Gott als er den Himmel erschuf, ihn nicht nur als dreidimensionalen Raum erschuf sondern ihn auch mit der Dimension der Zeitlichkeit ausstattete, damit in ihm eine lebendige Beziehung von ihm zu seinen Geschöpfen und der Geschöpfe untereinander möglich ist? Eine schwer respondierbare Frage.

Aber eines ist gewiß: Wir sind auf Erden keine Waisenkinder, denn wir haben nicht nur einen himmlischen Vater sondern auch eine Mutter im Himmel, Maria, unsere Hoffnung im Leben wie im Sterben.









 

Dienstag, 14. Mai 2019

Aufstandstheologie oder Maria 2.0

" Ausrichtung der Sexualmoral der Kirche an der Lebenswirklichkeit der Menschen" so lautet nun eine der Zentralforderungen des "Frauenstreikes" Maria 2.0. Das klingt nun nicht sehr originell, aber diese Streikforderung demonstriert aufs deutlichste den Niedergang des moraltheologischen Diskurses in der Katholischen Kirche. 
Aber fragen wir erstmal, gegen welchen Arbeitgeber denn diese Rotten-Korach-Frauen streiken? (Vgl hierzu 4.Mose 16). Oberflächlich lautet die Antwort: gegen die aktuellen Kirchenleitungen und die moraltheologische Lehrtradition der Kirche, wie eben auch die Rotte Korach gegen Mose und Aaron revoltierte. Aber so wird diese Insubordination nicht in ihrer ganzen Gewichtigkeit erfaßt. Im Weinberg des Herren, der Kirche streiken eben hier angestellte und ehrenamtlich tätige Frauen gegen ihren Arbeitgeber Gott selbst, da sie mit seinen Ansprüchen, wie wir Menschen im Allgemeinen und kirchliche Mitarbeiter im Besonderen zu leben haben, nicht mehr einverstanden sind. 
"Wenn Du, Gott die Conditionen, wie wir in Deinem Weingarten zu arbeiten und zu leben hast, nicht änderst, stellen wir unsere Arbeit ein!" Ja, hier wird wirklich im Geiste von Gewerkschaften gestreikt. Da sich das Gerücht hartnäckig hält, daß Gott, bzw. sein Sohn keine anderen Hände habe zum Wirken in dieser Welt als die unsrigen, wird gehofft, daß Gott diese Streikdrohung ernst nimmt, daß die Frauen ihren Dienst  in Gottes Weingarten einstellen, wenn er  nicht die Conditionen dafür verbessert. 
So wird nun ein Generalangriff auf die Moraltheologie der Kirche vorgetragen, indem gefordert wird, daß die normativen Aussagen der Morallehre angepaßt werden sollen an die Realität, wie Menschen heutzutage eben leben. Wenn also Bismarck, der Politiker Deutschlands schlechthin feststellte, daß nie so viel gelogen wird wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd, dann muß eben die Moraltheologie das  zur Kenntnis nehmen und weil so es gelebt wird, auch gutheißen: Vor Wahlen, während der Kriege und nach der Jagd ist das Lügen erlaubt, weil das so nun mal wir heutzutage  praktizieren. Wie gelebt wird, ist es richtig, weil so gelebt wird: Das ist das Herzstück einer zeitgemäßen  Morallehre der Kirche. 
Es ist der Untergang jeder Morallehre, wenn das Indikativische, die Realität, wie Menschen leben zur Norm für die Moralehre erhoben wird. Jede Morallehre sagt imperativisch, wie zu leben ist und das ist etwas völlig anderes als festzustellen, daß so oder so wir Menschen heute leben, um diese Lebenspraxis dann als die normative auszugeben. Eine Kritik einer Morallehre kann sachgemäß  nur in der Überprüfung der Plausibilität einer bestimmten Lehre bestehen, daß sie hinreichend gut begründet ist, daß sie sich als angemessene Ableitung aus den Grundsätzen einer Morallehre verifizieren kann. Aber die Aussage, daß Menschen nicht gemäß einer Morallehre lebten, ist kein legitimes Argument gegen eine normative Lehre.  
Maria 2.0 steht ist so  nicht nur  als Antithese zur Muttergottes gedacht, denn sie lebte den Gehorsam Gott gegenüber, der sie dann deshalb zur Himmelskönigin kürte, sondern auch als  Verneinung des Wesens jeder Morallehre, daß sie expliziert, wie der Mensch zu leben habe und das ist etwas völlig anderes als einfach die Lebenswirklichkeit zur Norm der Morallehre zu erheben.    

Corollarium 1
Die einfachste Lösung der Mißbräuchsfälle: A) Da Mitarbeiter der Kirche sich so verhalten haben, ist das auch in Ordnung. Die bisherige Morallehre muß nur der Realiät angepaßt werden. B) Opfer der Mißbräuche gäbe es ja nur, weil die alte, der Lebenswirklicheit noch nicht angepaßte Lehre, sie erst zu Opfern macht. Befreien sich die Opfer von dieser veralteten Moral, befreien sich davon, hören sie auf, Opfer zu  sein. Die Mißbräuchsfälle gibt es nämlich nur,weil es eine der Lebenswirklichkeit noch nicht angepaßte kirchliche Morallehre gibt.

Sonntag, 12. Mai 2019

Aufstand gegen die Gottesmutter- oder der Kampf gegen Gottes Ordnungen

Der Geist der Rotte Korach  (4.Mose 16) ist einer, der, sooft er auch besiegt wird in der Kirche, immer wieder sich revitalisiert und so von neuem den Kampf gegen die Kirche führt. Was macht ihn so attraktiv? Da gibt es eine Ordnung Gottes, eine hierarchische für das Gottesvolk Israel und im neuen Bund für die Kirche. Das Herzstück dieser Ordnung bildet die Differenz von dem Priester und dem Volke, daß Gott nur Bestimmte zum Priestertum erwählt und somit andere nicht. Den erwählte Gott, mich aber nicht!- das ist das Lebenszentrum dieses Rottengeistes. 
In zwei Varianten kann er sich dann manifestieren: entweder, daß es gar keine Hierarchie geben dürfe oder daß nun auch Nichterwählte Priester werden dürfen. Gottes Erwählen, das ist eben die "Ungerechtigkeit", daß Gott erwählt, wen er will und wen er nicht erwählt, der ist dann auch nicht erwählt. Das empört. Den Modernisten Magnus Striet etwa empört die "Erwählungsrhetorik" so sehr, daß er gar bestreitet, daß Gott das Volk Israel erwählt habe, denn Gott habe alle Menschen und alle Völker erwählt:"Gott hatte Israel immer bereits erwählt, so wie er auch alle anderen Menschen immer bereits erwählt hatte: Israel hat es für sich erkannt." Homolka,Striet, Christologie auf dem Prüfstand, 2019, S.124. Einem ethischen Monotheismus, das ist nach Striet das Zentrum die Verkündigung des Jesus von Nazareth, den so auch die "hebräische" Bibel bezeuge, widerspräche die Vorstellung daß Gott ein Volk sich erwählt habe, Israel und die anderen nicht. Und so ist natürlich auch für Frauen Gottes Wahl, Männer und nicht Frauen zum Priestertum zu erwählen, inakzeptabel. Gott darf eben nicht erwählen!
Gegen das Erwählen  Gottes soll nun protestiert werden:  
"Die Vor­sit­zende des „Ka­tho­li­schen Deut­schen Frau­en­bun­des“ (KDFB) der Di­ö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart Ka­rin Wal­ter ruft die Ka­tho­li­kin­nen vom 11. bis 18. Mai zum „Kir­chen­streik“ auf. Die Frau­en sol­len ge­gen se­xu­el­len Miss­brauch durch Geist­li­che und ge­gen den Aus­schluss von Frau­en zum Pries­ter­amt pro­tes­tie­ren, in­dem sie sich statt zu den Got­tes­diens­ten vor den Kir­chen­tü­ren ver­sam­meln" (Ka­tho­li­sches Sonn­tags­blatt, 31.3.2019). zitiert nach Kat net:10 Mai 2019,  Hier wird der se­xu­el­le Miss­brauch in­strumentalisiert.
Am 10.5. präzisiert Kath net die Berichterstattung über diesen "Kirchenstreik/boykott" dann noch mit den Forderungen  diese Aufstandsaktion: 

• Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche
• Aufhebung des "Pflichtzölibats"
• Ausrichtung der Sexualmoral der Kirche an der Lebenswirklichkeit der Menschen
• kein Amt mehr für Missbrauchstäter, -dulder und –vertuscher
• die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte


Kaprizieren wir uns nun auf die erste Rotten-Korach-Forderung. Und sofort erfahren wir sehr Wundersames: Bischof Bode unterstützt "Maria 2.0". So benennt sich diese Neuauflage der Rotte Korach. (Kath de am 12.5. 2019). Dieser Bischof ist eben immer an vorderster Front, wenn es gilt, eine Attacke gegen die Katholische Kirche zu reiten. Wenn das Voltaire: Vernichtet die Infame, die Katholische Kirche noch erleben dürfte! Aber jetzt gilt es, auf die Namensgebung dieser Suffragettenaktion zu achten. Sie ist nach Maria, der Gottesmutter benannt. Hat diese Frau- nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen feministischer Theologie von ihrem Sohn zuerst ihre Einsetzung als Apostelin gefordert und dann eine paritätische Zusammensetzung des 12er Apostelkreisees, 6 Frauen und 6 Männer?
Und hat Jesus ihr dann gar den Vorsitz im Apostelksollgium zugesprochen, daß sie nun mütterlich die Kinder Gottes hüte? Wie die Kinder benehmen sich die Schüler Jesu, das Christenvolk oft. 
Wir kennen diese energischen Kinder, die mit der Mutter vor der Kasse eines Verbrauchermarktes stehend die Quengelware im Regal entdecken, ganz viel Süßes extra für Kinder platziert, und dann schreien und schreien, als müßten sie gleich des Hungers sterben, wenn die Mama nicht sofort die heiß begehrte Süßigkeit in den Einkaufswagen legt. Es gibt nun Kinder, die eines erlernt haben: Quengele ich nur lange genug, dann bekomme ich alles, was ich will.  So verhalten sich nun auch kindische Frauen der Mutter Kirche gegenüber: Wir quengeln so lange, bis wir Priesterin und Bischöfin und Päpstin werden können. Und Erfolge zeichnen sich ab. Wenn nun Papst Franziskus zum Sturmangriff auf den Zölibat auf seiner Amazonassynode bläst, warum sollen da Feministin nicht ihr Frauenpriestertum einfordern.  
Aber wie war das nun mit der Gottesmutter und dem Priesteramt? Warum erwählte Jesus sie nicht zu einer Apostolin und zur Hüterin der Urgemeinde? Jetzt ist noch nicht beachtet worden, daß diese Streikaktion Maria 2.0 heißt. 2.0- steht das etwa dafür: Was die Gottesmutter versäumt hat, für sich ein Apostelamt einzufordern, das holen wir jetzt nach.Maria war eben keine vom Geiste Korachs erfüllte Frau, ja, sie bezeichnete sich als die Magd des Herrn- wie fürchterlich patriachalisch klingt das doch- statt daß Gott unser Arbeitgeber ist, den wir Frauen jetzt bestreiken, weil wir mit unseren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. Wie richtige Gewerkschaftler verstehen sie sich, denen der Streik das wichtigste Instrument ist, Forderungen- nun aber gegen Gott- einzuklagen. Gott habe sich eben verwählt, das muß jetzt korrigiert werden, sonst arbeiten wir nicht weiter für diesen Chef. Der Modernist Magnus Striet bringt das so auf den Punkt: Gott habe uns Menschen gegenüber "moralisch ethische Pflichten". (S.103).  Ob dazu wohl auch es gehört, Quengelkindern jeden Süßigkeitenwunsch zu erfüllen?  
So streiken nun unsere Suffragetten gegen Gott und gegen Maria, die Gottesmutter, denn die ist und lebte all das, was diese Rottengeisterkinder verachten: Gott zuzustimmen:Dein Wille geschehe, denn ich bin die Magd des Herrn.   

Daß Katholisch de angesichts solch kämpferischen Modernismus, die Kirche muß sich ganz der modernen Welt anpassen und ihr gleichförmig werden, verblüfft niemanden.      

Samstag, 4. Mai 2019

Lesefrucht: Maria, unsere Fürbitterin

Der selige Johannes Exolto erzählt, daß ein verheirateter Mann wegen schwerer Sünden in Gottes Ungnade lebte. - Da es seine Frau nicht dahinbringen konnte, daß er die Sünde unterließ, so bat sie ihn, er möchte doch eine kleine Andachtsübung zur Mutter Gottes machen und sie jedesmal, wenn er vor einem Marienbilde vorübergehe, mit einem Ave Maria begrüßen. Der Mann fing wirklich an, diese Andachtsübung zu verrichten. - Als er nun einmal in der Nacht eine Sünde begehen wollte, erblickte er ein schwaches Licht. Er sah es näher an, ging darauf zu und erkannte, daß es eine Lampe sei, welche bei einem Bilde brannte, das Maria mit dem Jesuskindlein auf dem Arme vorstellte. Sogleich betete er sein Ave Maria. - Da sah er, wie das Kindlein mit Wunden bedeckt war, aus denen frisches Blut herabrann. - Bestürzt, aber zugleich voll Reue fing er an zu weinen, weil er erkannte, daß er durch seine schweren Sünden seinen Heiland so verwundet hatte. - Zudem merkte er, daß das Jesuskindlein seinen Blick von ihm wegwandte. - Dies betrübte ihn. - Nun wandte er sich voll Scham und Reue an Maria. - „O Mutter der Barmherzigkeit“, rief er aus, „dein Sohn verstößt mich; ich kann keine mächtigere Fürsprecherin als dich, seine Mutter, finden. - O meine Königin, hilf mir! - Bitte für mich!“ Da schien es, als wenn die Mutter aus jenem Bilde antwortete: Ihr Sünder nennt mich Mutter der Barmherzigkeit und unterlasset es dennoch nicht, mich zu einer Mutter der Leiden zu machen, weil ihr die Leiden meines Sohnes von der Krippe im Stalle bis zum Kreuzestod und meinen Schmerz erneuert. - Weil jedoch Maria den, der sie aufrichtig anruft, nicht ohne Trost von sich lassen will, wandte sie sich an ihr göttliches Kind und bat es, es wolle diesem Elenden verzeihen. Jesus schien anfangs nicht geneigt, ihre Bitte zu erfüllen. Da legte die allerseligste Jungfrau das Kind auf die Erde, kniete vor ihm nieder und sprach: „O mein Sohn, ich werde nicht mehr aufstehen, bis du diesem Sünder vergeben hast.“ - Darauf antwortete das holde Jesuskindlein: „Meine Mutter, ich kann dir nichts abschlagen. - Aus Liebe zu dir und aus Erbarmung über ihn verzeihe ich ihm. Laß ihn kommen, daß er meine Wunden küsse.“ - Der Sünder weinte heftig, küßte die Hände und Füße des Kindes, die nun geheilt waren. - Endlich umarmte ihn Jesus zum Zeichen seiner Versöhnung. - Der Sünder änderte zu seinem Troste und zur Freude seiner Frau seine ganze Lebensweise und führte voll Liebe und Dank gegen Jesu und Maria für die unendliche Gnade einen wahrhaft christlichen heiligen Wandel, wodurch er zur ewigen Vereinigung mit Jesu und Maria und allen Heiligen gelangte.“1

Eine Geschichte der Bewegungen: Aus einem Sünder wird ein praktizierender Christ, der einen heiligen Lebenswandel führt. Die erste Bewegung: Wenn er an einem Marienbilde vorübergeht, betet er sein Ave Maria. So machte er es immer, auch in dieser Nacht. Aber Jesus wendet sich von ihm, dem Sünder ab. Er sieht Jesus auf dem Arm seiner Mutter mit frischen Wunden. Durch meine Schuld, durch meine Schuld, erkennt er, sind diese frischen Wunden.
Der Sünder wendet sich hin zur Mutter Gottes. Ihr Sohn hatte sich ja von ihm abgewandt. Das ist die Dramaturgie der Fürbitte. Jesus Christus wendet sich ab vom Sünder! Aber der Sünder wendet sich zu Maria, seiner Fürsprecherin. Sie übernimmt es nun, die Beziehung zwischen ihrem Sohn und dem Sünder wieder in Ordnung zu bringen. Dem Sünder stellt sie die Schwere seines Sündigens vor Augen, sein Tun verharmlost sie nicht.
Dann wendet sie sich zu ihrem Sohn mit ihrer Fürbitte für ihn. Jesus schien anfänglich nicht gewillt, die Fürbitte seiner Mutter zu erhören. Man sollte hier nicht das „Schien“ lesen als: Aber eigentlich wollte er doch gleich die mütterliche Fürbitte erhören. Es zeigt an, was uns dies Bild zeigt, den Schein, aber dieser Schein ist nicht einfach eine Täuschung.
Maria kniet vor ihrem Sohn und bittet, und sagt: Ich werde erst wieder aufstehen, bis du diesem Sünder verziehen hast. Jetzt erhört der Sohn die Bitte seiner Mutter. Dem Sünder verzeiht er. Aus Dankbarkeit für die gewährte Verzeihung ändert er nun seinen Lebenswandel - er lebt christlich.

1Sintzel, M., Maria, meine Zuflucht und mein Trost. 9. verbesserte Auflage 1919, S. 731f. 

Vgl zum Thema Fürbitte: Uwe C. Lay, Der zenzierte Gott

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Die Lebenden und die Toten= eine Familie- oder: Hilft Maria?

"Kannst du jetzt noch leugnen, daß wir alle eine Familie sind, die Toten und die Lebenden?"Mary Cotten, Hilfe aus dem Totenreich, S.45.Der Romantitel hält, was er verspricht: Tote aus dem Jenseits kommen hier Familenangehörigen in Notlagen zur Hilfe, nicht nur, wie es der Roman: "Der Hungerpastor" Wilhelm Rabes erzählt,daß eine Frau Tote sehen kann an ihren einstigen Lebensorten. 
Ist das katholisch, oder ist das ein überspannter Spiritualismus? Zur Familie gehört die Mutter, ohne sie kann es keine Familie geben. Unsere aller Mutter ist so die Gottesmutter Maria, die ihr Sohn selbst nicht nur zur Mutter des Schülers Johannes sondern aller einsetzte.
Liegt es da nicht nahe, daß diese Mutter, nun zur Himmelskönigin gekürt, auch ihren Kindern zur Hilfe eilt, weil wir eine Familie sind? Nicht nur die Interntseite: "Christliches Forum", viele andere auch, lehnen diese Vorstellung ab: Maria ist nun zwar im Himmel, aber sie kann nicht "herunterkommen", um ihren Kindern zu helfen. Und als Fürbitterin ist sie ja genau genommen auch überflüssig, denn dazu ist ja Jesus Christus schon zuständig. Ganz  Aufgeklärte wissen dann darüber hinaus, daß Gott selbst gar keine Gebete erhören kann (vgl dazu: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott), sodaß die Vorstellung der Fürbitte Mariae schon mehr als naiv sei. 
Unreflektiert bleibt dabei die Frage des Vermögens der Seele nach ihrer Trennung von ihrem Leibe: Was kann die Unsterbliche? Stillschweigend wird wohl ein rein materi-alistisches  Menschenbild präsumiert, daß also mit dem Tode des Körpers auch die Seele sich auflöst.Nur, das ist kein christliches Verständnis. Was die Bibel im Alten Testament über das Weiterexistieren der Verstorbenen in der Unterwelt sagt,ist damit unvereinbar,auch daß Jesus dem reuigen Sünder am Kreuze verheißt: "Heute noch wirst du im Paradiese sein.": Denn wie kann er gleichzeitig nach seinem Kreuzestod begraben unter der Erde ruhen, wenn er zu gleicher Zeit im Paradiese ist? Diese Jesusaussage impliziert eben, daß nur der Körper in der Erde ruht, während seine Seele im Himmel ist. 
Was kann die Seele,losgelöst vom Körper im Himmel? Nach der Lehre der Kirche kann sie unsere Gebete hören und fürbittend an den dreieinigen Gott weiterleiten. Darum ist ja Luthers Meinung, die Seelen schliefen im Himmel bis zur Totenauferstehung, reprobiert worden.  Der Reformator Zwingli wandte sich mit einem sehr bedenkenswerten Argument gegen diese lutherische Vorstellung: Da der menschliche Körper des  Ausruhens bedürfe, schliefen wir, aber die Seele bleibt dabei aktiv, sie muß nicht ruhen und darum bleibt sie auch tätig, wenn der Körper schläft: Sie träumt dann. Wenn nun die Seele,befreit vom Körper ist, dann wird sie noch weniger schlafen, sondern sie wird viel aktiver sein.  
Also, es gibt keinen zwingenden Grund, warum die Seele nach ihrer Trennung vom Leibe nicht vom Jenseits her Menschen auf Erden erscheinen kann, wie das ja auch die Engel als Körperlose können. 
Maria, unsere Himmelsmutter ist nun mit ihrem Leibe in den Himmel aufgenommen worden als Privileg.Sollte das nun aber dazu führen, daß sie ob ihrer Leiblichkeit weniger vermag als die körperlosen Seelen der Verstorbenen im Himmel? Die hl. Schrift gibt uns darauf aber eine klare Antwort:Der Prophet  Elijas wird leiblich in den Himmel entrückt (2.Könige 2,1-18) und dieser Prophet erscheint Jesus auf dem Berge der Verklärung. Wenn das dieser Prophet vermochte, wie sollte das dann die Gottesmutter nicht können?
Wir sind alle eine Familie, die Lebenden und die Toten- und auch unsere Toten stehen für uns ein, durch ihre Fürbitte, aber sie könnten uns auch durch ihr Erscheinen hier auf Erden zur Hilfe kommen, wie es die Mutter Gottes auch tatsächlich praktiziert, etwa in Fatima oder in  Lourdes. Wir haben eben eine Mutter im Himmel, auf deren Hilfe wir als ihre Kinder vertrauen dürfen.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Papst Franziskus: Angriff auf die Mutter Gottes

Es wird kolportiert, daß an einer jesuitischen Hochschule ein Professor am Anfang  seiner Vorlesung die Hörerschaft durch: "Ich grüße sie, ich grüße sie..." solange enervierte, bis es den ersten zu viel wurde. Als Erklärung habe der Jesuit dann hinzugefügt, daß er den Studenten andemonstrieren wolle, wie unsinnig der Rosenkranz sei, in dem die Mutter Gottes 50 mal gegrüßt wird. Hätte er eigene Kinder, wüßte er, daß keines in Not sich darauf beschränkt, einmal:"Mama" zu rufen, sondern es ruft nach seiner Mutter: "Mama, Mama..." 
Aber wie dem auch sei: Die Mutter Gottes steht bei den heutigen Jesuiten nicht hoch im Kurs, denn a) ist das im Sinne der Ökumene, daß die katholische Frömmigkeit so weit wie irgendwie möglich entkatholisiert wird und b) ist Gott ja sowieso nur die Liebe, sodaß wir die Mutter Gottes auch nicht als Fürsprecherin gebrauchen und c) ist Maria ja auch bei den Feministin nicht so beliebt, hat sie doch ihre ungewollte Schwangerschaft nicht abgetrieben.
Papst Franziskus eröffnet so nun einen weiteren Kampfplatz in seinem Pontifikat, indem er die katholische Marienfrömmgkeit attackiert. Dieser Papst verfügt eben unter dem Gewand seiner inszenierten Demutsfrömmigkeit über ein fast unlimitiertes Reservoir an Destruktionskraft.    
"Für Papst Franziskus ist die Gottesmutter Maria  eine ganz normale Frau. "Maria ist normal, sie ist eine Frau, die von jeder anderen Frau in dieser Welt nachgeahmt werden kann", zitierte die italienische Zeitung "Corriere della Sera" am Sonntag das Kirchenoberhaupt."Katholisch de am 9.10.2018. Hier tobt sich die Gleichmacherei der Französischen Revolution aus mit ihrem Willen zum Nivellieren: Es darf nur noch Brüder und Schwestern geben- wehe dem, der da Unterschiede wahrnimmt. Maria soll also nach Papst Franziskus eine gewöhnliche Frau gewesen sein!
Müssen wir nun den Papst so verstehen, daß nicht nur Maria sondern jede Frau unbefleckt voll der Gnade geboren wird, daß jede leiblich in den Himmel aufgenommen wird, daß jede Gott zur Welt bringt- wie viele Gottessöhne gibt es denn da inzwischen schon? Milliarden von Jesus Christussen?Und ihr Leben vor ihrer Himmelfahrt? Ist da irgendetwas normal, gewöhnlich? Das Protoevangelium des Jakobus gibt uns über ihr Leben Gott sei es gedankt zuverlässige Auskünfte. Dies Buch wurde nicht in den Kanon der Bibel aufgenommen, da es den Leser nur vorbereitet auf das Evangelium, es ist sozusagen ein Vorwort zum Evangelium. (Anders gesagt: Es ist nicht mehr aber auch nicht weniger historisch zuverlässig als die Evangelien.) Hier lesen wir, daß ihre Mutter Anna ihr Kind, als es dreijährig war, in den Tempel gab als Dank für die Erhörung ihrer Gebete, wo sie bis zu ihrem 12. Lebensjahr als Tempeldienerin lebte, bis daß sie dann mit Joseph verlobt wurde. Das soll das Leben einer "normalen Frau" gewesen sein? Und dann trug sie den Sohn Gottes 9 Monate lang in ihrem Bauche unter ihrem Herzen! Das soll dann eine "normale" Schwangeschaft gewesen sein? Das wäre doch so, als behauptete ich, daß der Empfang der hl. Eucharistie sich in nichts vom Verzehr von Keksen unterschiede! Und was war mit der Mutter Maria, als sie unter dem Kreuze stehend den Opfertod ihres Sohnes mitlitt? Welche Mutter erlitt je solchen Herzensschmerz? Das soll alles "normal" sein? 
Und jetzt ist sie unsere Himmelskönigin, sie thront über die Herrscharen der Engel und Papst Franziskus erblickt in ihr nur eine gewöhnliche Frau. Und dann wird Papst Franziskus völlig irre, wenn er meint, daß jede Frau Maria nachahmend Mutter Gottes werden könne! 
Der Wille zur Gleichmacherei gebiert nicht nur Guillotinen, nein er muß auch alles Große und Erhabene klein machen, denn nur das Vulgäre lieben die Gleichmacher, um nicht ihre eigene Dürftigkeit gewahr zu werden. Es ist das Ressentiment gegen das Erhabene, das seit der Französischen Revolution unser Geistesleben beherrscht. Da darf die  Mutter Gottes nicht mehr etwas Einmaliges, Unnachahmbares sein, da soll sie nur noch ein Vorbild für jedermann sein, denn sie lebte ja auch nur so, wie jede anständige Frau auch es tut und mehr nicht.   

Zusatz:
"P. Rosica hat vor kurzem mit der Aussage Aufsehen erregt, Papst Franziskus breche mit katholischen Traditionen, wann immer er wolle, „weil er frei von ungeordneten Anhänglichkeiten ist“. kath.net hat hier berichtet: Mit Papst Franziskus beginnt ‚neue Phase’ für die Kirche
kath net am 10.10.2018 

Sonntag, 24. Dezember 2017

Maria- Miterlöserin?

Maria sagte Ja zu ihrer Berufung, die Mutter des Sohnes Gottes zu werden, Ja sagte sie dazu. Was, aber, wenn sie Nein gesagt hätte? Hätte sie Nein sagen können? Wollten wir nicht annehmen, daß der Engel sie hypnotisiert hätte, dann war ihr Jasagen ein freiwilliges; Nein hätte sie auch sagen können.
Gott hatte einen Heilsplan zur Rettung. In diesem Plan kommt alles auf die Magd des Herrn an, daß sie freiwillig ihr Ja sagt. Gott sah ihr Ja voraus, er wußte es von Ewigkeit her, aber dies göttliche Vorauswissen determinierte das Jawort Marias nicht, denn Gott weiß  notwendig geschehen werdende Ereignisse als notwendig geschehen werdende voraus und die kontingent sich ereignende als kontingente.  Er determiniert nicht. Paulus sagt das so: "Nicht ist sondern die Gnade mit mir"- "sed gratia Dei mecum" (1.Kor. 15, 10)Dies "mecum" besagt, daß der freie Wille Mariä mitgewirkt hat am Jawort. 
Das bestreiten nun energischst die Reformatoren Luther, Zwingli und Calvin, indem sie lehren: Gott wirke durch die Menschen, aber nicht mit ihnen, denn genaugenommen ist Gott das einzige Handlungssubjekt. Er wirkt durch alles andere wie durch Instrumente. 
Teilt man diesen theozentrischen Determinismus nicht, gesteht den Menschen zu, daß sie kraft ihres freien Willens mitwirken, dann sind wir nur durch Jesus Christus erlöst worden, weil Maria ihr Ja freiwillig gesagt hat. Sie hätte Nein sagen können, aber das tat sie nicht und so wurde sie zur Miterlöserin, denn ohne ihr Jawort hätte das Erlösungswerk nicht geschehen können.
Es war der dramatischste Augenblick in der Menschheitsgeschichte: Wird Maria Ja sagen? Eva hatte Ja  gesagt zum Teufel im Paradiese, Maria sagt Ja zu Gott.  Das eine Ja stürzte die Menschheit ins Elend des irdischen Exiles: "Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas,zu dir seufzen wir, trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen", heißt es ja im Salve Regina und nun sind wir durch Jesus Christus Heilswerk erlöst, aber damit das geschehen konnte, mußte Maria ihr Ja sagen, daß sie die Gottesmutter werden will. 

Vom heiligen Alfons M. Liguori

Sieh, o Mutter meines Gottes, hier vor deinen Füßen einen elenden Sünder, der zu dir seine Zuflucht nimmt und sein ganzes Vertrauen auf dich setzt. Ich verdiene zwar nicht, daß du mich eines Blickes würdigst, allein ich weiß, daß du, seitdem du deinen Sohn für die Sünder sterben sahest, sehnlich wünschest, ihnen zu helfen. O Mutter der Barmherzigkeit, siehe mein Elend an und habe Mitleiden mit mir. Alle nennen dich die Zuflucht der Sünder, die Hoffnung der Unglücklichen, welche der Verzweiflung nahe sind, die Hilfe der armen Verlassenen. Sei du also meine Zuflucht, meine Hoffnung, meine Hilfe. Durch deine Fürbitte kannst du mich retten. O gütige Mutter, stehe mir bei; ich beschwöre dich um deines göttlichen Sohnes willen, reiche deine hilfreiche Hand einem Armseligen, der sich dir nach seinem Falle empfiehlt, damit du ihm helfest. Ich weiß, daß du, wenn es möglich ist, dem Sünder mit Freuden zur Hilfe eilest. Hilf mir denn jetzt, da du es kannst. Durch meine Sünde habe ich zugleich die Gnade und meine Seele verloren. Nun aber werfe ich mich in deine mütterlichen Arme und bitte dich, du wollest mich lehren, was ich tun soll, um die Gnade meines Gottes wiederzuerlangen. Siehe, ich bin bereit, alles ohne Aufschub zu tun. Er ist es ja, der mich an dich weist, damit du mir beistehest. Er will, daß ich mich an deine Barmherzigkeit wende, auf daß mir in dem großen Geschäfte meines Heils nicht nur durch die Verdienste deines Sohnes, sondern auch durch deine Fürbitte geholfen werde. Ich nehme nun meine Zuflucht zu dir, o mächtige Jungfrau; bitte deinen göttlichen Sohn für mich und zeige, was du Gutes denjenigen erweisest, welche ihr Vertrauen auf dich setzen. O Maria, erhöre mein dringendes Flehen und verschmähe es nicht. Amen.“1

1 Sintzel,M., Maria, meine Zuflucht und mein Trost, 9. Auflage, 1919, S. 135f.
  
 

Samstag, 7. Oktober 2017

Die Seeschlacht von Lepanto: Mit Kardinal Marx und Papst Franziskus wäre das nicht geschehen!

"Die Seeschlacht in der Meerenge von Lepanto fand im Rahmen des Krieges um Zypern statt. Die christliche Insel, seit 1489 unter venezianischer Herrschaft, war 1570/1571 von den Osmanen erobert worden. Am längsten konnte das befestigte Famagusta, das griechische Ammóchostos den osmanischen Angreifern standhalten. Nach langer Belagerung mußte die Stadt kapitulieren. Die Osmanen sicherten den Verteidigern und den Bewohnern der Stadt Unversehrtheit zu. Am 4. August 1571 wurde die Stadt unter diesen Bedingungen übergeben. Am 5. August brachen die Osmanen jedoch die Vereinbarung und richteten ein Blutbad an. Alle Christen wurden in einem Massaker niedergemetzelt und die Stadt zerstört." Kath info 9.10. 2014
Wie immer berichtet Kath info hier politisch völlig inkorrekt. Denn niemals massakrieren fromme Muslime Christen ab, zudem darf ein militärischer Sieg niemals auf Gottes Einwirken zurückgeführt werden und schon gar nicht darf gedacht werden, daß Gott Mariae Fürbitte erhört hätte und deshalb zu Gunsten der Christen eingegriffen hätte in einen Krieg oder eine Schlacht und auf keinen Fall darf diese Fürbitte in einen Zusammenhang gebracht werden mit dem Beten des Rosenkranzes.  
Richtig ist dagegen, daß das Osmanische Reich eine Realisierung der Ideale einer multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft war, die  durch Frieden, Gerechtigkeit und gelebte Humanität sich auszeichnete.
Dann kamen militante fundamentalistische Christen um dies Friedensreich zu destruieren. Die Seeschlacht war da einer der traurigen Höhepunkte. Die Katholische Kirche war eben noch nicht erfüllt vom Geiste des interreligiösen Dialoges, es fehlte noch der Mut, die Grenzen zu öffnen, um die Boten der islamischen Friedensreligion aufzunehmen, ihnen Willkommen zuzurufen: "Was unser ist, soll euer werden!" Erschütternd ist es einfach, wie sehr diese Wahrheit durch Falschnachrichten entstellt wird. Das verlangt nach einer politisch korrekten Umschreibung in den Darstellugen dieser "Schlacht". Denn nur was politisch korrekt ist, kann ein mögliches Ereignis in der Geschichte sein. So wie die Aussage: "Da sah ich einen schwarzen Schimmel!", nie wahr sein kann, so sind eben auch alle Aussagen über ein Geschichtsereignis unwahr, wenn die Aussagen der Politischen Korrektheit widersprechen.  
Mit Papst Franziskus und Kardinal Marx hätte es keine Seeschlacht gegeben, sondern das Friedensheer des Islam wäre in Rom und Deutschland willkommt , mit Speis und Trank verköstigt  worden, damit dann Europa sich dem Islam  unterwirft- aus Respekt vor dieser wunderbaren Liebes- und Gerechtigkeitsreligion!

Dienstag, 5. September 2017

Maria Magd des Herrn und Himmelskönigin- Eine Randnotiz

Spräche ich einen Handwerksmeister mit "Geselle" an, wird er mir wohl, vielleicht sogar etwas pikiert, respondieren, daß er das vor vielen Jahren gewesen sei, jetzt ist er aber Meister und leite den Betrieb. Ist Maria,die Mutter Gottes noch die Magd des Herrn, wenn Gott sie nun zur Königin des Himmels inthronisiert hat? Einige "übersetzen" ja gern, daß sie EINE Magd des Herrn gewesen wäre, um so ihre einzigartige Würdestellung herunterzusetzen.  Sie sei doch nur eine von vielen und jede Frau könne so gleichermaßen "eine" Magd des Herrn werden.
Aber nur sie hat Gott dazu auserwählt, die Mutter des Erlösers zu sein und dies Privileg ist nur und ausschließlich ihr vorbehalten.
"Lehrjahre sind keine Herrenjahre", dieser Spruch ist allseits bekannt. Gilt der auch für die Gottesmutter, daß sie auf Erden sozusagen ihre Lehrjahre als Magd des Herrn ableistete, um dann zur Königin des Himmels gekrönt zu werden? Ganz gewiß bleibt sie als Himmelskönigin dem dreieinen Gott subordiniert, aber sie steht als diese Königin doch dem Heer der Engel und der Heiligen im Himmel voran: Sie ist ihre Königin. 
Warum wird Gott männlich gedacht und nicht als ein Neutrum, oder doch als zweigeschlechtlich? Hat die Bezeichnung: Gott Vater denn einen Sinn, wenn es keinen weiblichen Gegenpol gibt? Männliche Menschen gibt es doch nur, weil es auch weibliche Menschen gibt. Nun schießt jeder Monotheismus die Vorstellung eines göttlichen Vaters und einer göttlichen Mutter aus. Aber die Theologie denkt Gott als das Gute, Wahre und Schöne, indem sie den Teufel, als Gott zwar subordinierten aber gegen ihn Ausgerichteten dazudenkt- damit meine ich, daß das Gute doch nur das Gute ist als Negation des Nichtguten und des Nichtwahren und Nichtschönen. Gäbe es das Nichtgute gar nicht, wie wäre dann das Gute? Indem Gott den Sündenfall Luzifers zuließ, entstand so gesehen das Negative, das so Gott als das Gute zum Erscheinen bringt. 
Man könnte vielleicht so distinguieren: Damit Gott als der, der an sich gut ist, auch für andere gut ist und als solcher für andere erkennbar ist, bedarf es des rein Negativen,des Satans.
Damit Gott als Vater für andere als Vater erkennbar ist, erhebt er Maria zur Himmelsköngin, damit sie im Himmel den weiblichen Gegenpol zum männlichen Gott bildet. Beide Gegenpole, der des Teufels und der der Himmelsmutter wären so Gott subordiniert, aber in zwei entgegen gesetzten Richtungen. Maria ist und bleibt die Magd des Herrn, weil sie sich Gott subordiniert, während der Teufel die Insubordination in Persona ist. So ist Maria aber als Subordinierte Magd und Königin zugleich. 
Nur problematisch ist es, wenn sie einseitig nur als die Magd expliziert wird und ihre königliche Stellung in der Himmelshierarchie dann vernachlässigt würde. Denn dadurch, daß die Magd nun Gott selbst zu seiner Himmelskönigin kürte, ist sie ja nicht mehr einfach nur die Magd, sondern eine königliche Magd.        
Nur, dem demokratischen Geschmack mißfällt das wohl zu sehr. Wenigstens im Himmel müße die Gleichheit aller Dortigen doch gewährleistet sein, selbstredend als himmlisches Vorbild für irdische Nivellierungsprogramme im Geiste der Französischen Revolution.
Nur Mt 5,19 heißt es: Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten auflöset und lehret die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groß heißen im Himmelreich. Soviel Unterschiede im Himmel und Maria ist dann als die Königin des Himmels zu denken und zwar als einzige: nicht ist allen Frauen verheißen, daß sie auch zu Himmelskönigin intronisiert werden. (Und wir Männer werden auch nicht zu Königen gekürt!)

Mittwoch, 27. August 2014

Maria, meine Zuflucht und mein Trost Teil 1

Der selige Johannes Erolto erzählt, daß ein verheirateter Mann wegen schwerer Sünden in Gottes Ungnade lebte.-Da es seine Frau nicht dahinbringen konnte, daß er die Sünde unterließ, so bat sie ihn, er möchte doch eine kleine Andachtsübung zur Mutter Gotte+ machen,-und sie jedesmal, wenn er vor einem Marienbilde vorübergehe, mit einem Ave Maria begrüßen. Der Mann fing wirklich an, diese Andachtsübung zu verrichten.-Als er nun einmal in der Nact eine Sünde begehen wollte, erbli$kte er ein scwace+ Lict. Er sah e+ näher an, ging darauf zu und erkannte, daß e+ eine Lampe sei, welce bei einem Bilde brannte, da+ Maria mit dem Jesu+kindlein auf dem Arme vorstellte.

Sogleic betete er sein Ave Maria.-Da sag er, wie da+ Kindlein mit Wunden bede$kt war, au+ denen frisce+ Blut herabrann. -Bestürzt, aber zugleic voll Reue fing er an zu weinen, weil er erkannte, daß er durc seine scweren Sünden seinen Heiland so verwundet hatte,-
Zudem merkte er, daß da+ Jesu+kindlein seinen Bli$k von ihm wegwandte.- Die+ betrübte ihn. -Nun wandte er sic voll Scam und Reue an Maria.- „O Mutter der Barmherzigkeit,“rief er au+, „dein Sohn verstößt mic; ic kann keine mäctigere Fürsprecerin al+ dic, seine Mutter, finden._O meine Königin, hilf mir! Bitte für mic!“ Da scien e+, al+ wenn die Mutter au+ jenem Bilde antwirtete: Ihr Sünder nennt mic Mutter der Barmherzigkeit und unterlasset e+ dennoc nict, mic zu einer Mutter der Leiden zu macen, weil ihr die Leiden meine+ Sohne+ von der Krippe im Stalle bis zum Kreuze+tod und meinen Scmerz erneuert.-

Weil jedoc Maria den, der sie aufrictig anruft, nict ohne Trost von sic lassen will, wandte sie sic an ihr göttlice+ Kind und bat e+, e+ wolle diesem Elenden verzeihen. Jesu+ scien anfang+ nicr geneigt, ihre Bitte zu erfüllen. Da legte die allerseligste Jungfrau da+ Kind auf die Erde, kniete vor ihm nieder und sprac: „O mein Sohn, ic werde nict mehr aufstehen, bi+ du diesem Sünder vergeben hast.“-

Darauf antwortete da+ holde Jesu+kinflein: „Meine Mutter, ic kann dir nict+ absclagen.-Au+ Liebe zu dir und au+ Erbarmung über ihn verzeihe ic ihm.Laß ihn kommen, daß er meine Wunden küsse.“ -Der Sünder weinte heftig, küßte die Hände und Füße de+ Kinde+, die nun geheilt waren.-Endlic umarmte ihn Jesu+ zum Zeicen seiner Versöhnung._

Der Sünder änderte zu seinem eigenen Troste und zur Freude seiner Frau seine hanze Leben+weise und führte voll Liebe und Dank gegen Jesu und Maria für die unendlice Gnade einen wahrhaft cristlicen heilgen Wandel, wodurc er zur ewigen Vereinigung mit Jesu und Maria und allen Heiligen gelangte.



Sintzel, Michael: Maria, meine Zuflucht und mein Trost. 9.Auflage 1919, S.731f

Freitag, 15. August 2014

Liberale Märchenstunde: Mariä Himmelfahrt

Liebe Gemeinde,
 als erstes muß ich mich wohl dafür entschuldigen, daß wir Katholiken noch Mariä Himmelfahrt feiern. Muß das nicht Anstoß erregen in den Ohren unserer protestantischen Mitchristen?" So oder so ähnlich eröffnete einst ein Katholischer Priester seine Predigt zu Mariae Himmelfahrt. Denn wir wissen ja: das Wichtigste an Maria ist, daß wir nichts über sie sagen, daß Evangelische stören könnte. So soll ja auch das  von einer Vorbereitungskommission erarbeitete Papier zur Mariologie mit diesem Argument vom Tisch gefegt worden sein! Das können wir Protestanten nicht zumuten.

Nicht, daß es unwahr gewesen wäre, aber es gäbe halt Wichtigeres: daß es möglichst vielen gefalle. Denn: Gott liebt uns sowieso- "bedingungslos"- jetzt bräuchten wir uns nur noch darum zu sorgen, daß die Weltmenschen uns auch lieben.

Aber auch innerkatholisch steht Mariae Himmelfahrt nicht hoch im Kurs! Der Liberale verzieht schon beim Begriff "Himmel" den Mund. "In Gott", wäre ja noch akzeptabel, aber: "in den Himmel aufgenommen"?
Ach, und wir wollen jetzt treu zur Erde leben und den Himmel den Spatzen überlassen:
Also: bei Mariä Himmelfahrt gehe es um das ganze Leben Mariae, zu dem Gott sein Ja gesagt habe.
Jetzt sei sie "aufgehoben" in Gott, verkündete der liberale Prediger heut in der Messe! Und was meint das? Daß Maria mit ihrem ganzen Leben von Gott nicht vergessen werde! Ihr Leben ist sozusagen als vollkommener Datensatz im göttlichen Gehirn ein für alle mal abgespeichert! Und Gott denkt liebend an sie. Das wär alles, mehr bleibt nicht von diesem Hochfest, fällt es in die Hände liberaler Katholiken.

Im Himmel meint aber etwas anderes als "in Gott" sein! Es benennt einen "Lebensraum", so daß es eine lebendige Beziehung Gottes zu Maria und eine lebendige Mariae zu Gott geben kann. Eine Beziehung setzt eine Differenz voraus, Gott ist nicht Maria und Maria ist nicht Gott und eine Beziehung, die Liebe, die diese Differenz aufgebt und in eine Gemeinschaft verwandelt, ohne daß Gott aufhört Gott und Maria aufhört Maria zu sein. Das ermöglicht die Vorstellung vom Himmel als einen von Gott geschaffenen Raum. in dem er sich zu anderen als sich selbst verhält.

Wo ist dieser Raum? Es gibt ihn doch nicht in dem uns bekannten Universum! Eine kleine Anleihe aus der Mathematik kann uns da weiterhelfen. Zwei unendlich große Flächen können in einem dreidimensionalen Raum so parallel sein, daß es keine Berührung zueinander gibt. Zwei dreidimensionale Räume können ebenso,obgleich unendlich groß, ohne gemeinsame Punkte sein, wenn sie parallel zueinander in einem n-dimensionalen "Raum" sind. Unser Kosmos, der Himmel und die Erde könnten so als dreidimensionale Räume parallel in einem n-dimensionalen Hyperraum existieren.Sie wären, ohne Berührung zueinander und doch könnten alle drei unendlich groß sein. Mit dieser Hilfsvorstellung kann man dem Sinn der Vorstellung von Himmel und Hölle gerecht werden, daß es sich um räumliche Größen handelt, die so aiuch eine Beziehung ermöglichen. Die Rede vom "In-Gott-Sein" dagegen evoziert ja die bildliche Vorstellung von einem Aufgehen in Gott: wie ein Wassertropfen im Meer aufgeht!

Und die für uns wichtigste Frage: Was tut die Muttertgottes den, leiblich in den Gimmel aufgenommen?
Davon hört man in der Regel in liberalen Predigten überhaupt nichts!
Wir haben eine Mutter,unsere Mutter im Himmel bei Gott-das ist die Verheißung dieses Festes!
Sie ist die Königin des Himmels geworden. Das ist unser Glück!