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Freitag, 10. Juli 2026

Die Theologie und die Kirche im Dienste der Regierungspolitik oder: „Wir sind systemrelevant!“

 

Die Theologie und die Kirche im Dienste der Regierungspolitik oder: „Wir sind systemrelevant!“



Wo anders als im Kampfe gegen alles Nichtkonformistische, also Rechte kann die Theologie und die Kirche ihre heutige Relevanz beweisen? Der Communioartikel: "Marine Le Pen – Retterin der Grande Nation?: Wider die rechtspopulistische Vereinnahmung des Kreuzesdes 7.9. 2026 demonstriert das auf das Eindrücklichste. Heißt es da doch: „Marine Le Pen inszeniert sich nach ihrem politischen Comeback als Retterin Frankreichs – und nutzt dabei bewusst christliche Symbolik. Warum ihre rechtspopulistische Vereinnahmung des Kreuzes dem christlichen Universalismus widerspricht. Von Jan-Heiner Tück“.

Selbstverständlich wäre es im Sinne des Konzeptes der wehrhaften Demokratie gewesen, dieser Politikerin jede weitere Kandidatur zu verbieten, da eben wie auch in Deutschland zu viele Bürger ihr Wahlrecht mißbrauchend der Parteienoligarchen nicht akzeptable Parteien wählen. Nun sieht es die Theologie als eine ihrer dringlichsten Aufgaben, für diese Oligarchie den Kampf gegen die politischen Feinde zu führen, um sich als die Univeritätstheologie als politisch relevant zu legitimieren, da die Kirchen selbst an Relevanz verlieren.

Der christliche Universalismus widerspräche dem politischen Willen, Frankreich zu retten. Das ist so absurd, als verträte ich die These, daß die Ehe dem christlichen Universalismus widerstreite, da die Eheordnung der Liebe zu allen Menschen widerspreche oder die Liebe der Mutter zu ihren Kindern der von ihr geforderten Liebe zu allen Kindern der Welt.

Der Politikerin wird einfach vorgeworfen,für das französische Volk Politik machen zu wollen, es also gut regieren zu wollen. Nicht wirft dieser Theologe nun der Politikerin vor, daß sie das, was sie so verspricht, nicht erfüllen kann oder will, sondern daß sie überhaupt das Beste für ihr Volk wolle. Es muß hier an das Faktum erinnert werden, daß die Parole „Alles für Deutschland!“ bestraft wird, die „Deutschland verrecke“ dagegen da politisch korrekt erlaubt ist.

Innerhalb der katholischen Theologie gilt das Prinzip,daß die Gnade die Natur nicht zerstört sondern vollendet. Wenn der Begriff der Gnade oppositionell zu dem der Natur verwendet wird, wird die Natur nicht biologistisch naturwissenschaftlich gebraucht sondern als die Summe aller menschlichen Hervorbringungen, die er ohne die Gnade Gottes erwirkt, etwa die natürliche Gotteserkenntnis in ihrer Opposition zur offenbarten. Die offenbarte Gotteserkenntnis negiert nun nicht die natürliche sondern bestätigt sie und vollendet sie, denn sie ist selbst der Vollendung bedürftig. Zu den natürlichen Ordnungen in diesem Sinne gehört die Ordnung der Familie und der Ehe, wie die des Volkes und des Nationalstaates.

Dieser Antirechtstheologe fordert so die Liquidierung der natürlichen Ordnung des Volkes und des Nationalstaates im Namen eines christlichen Universalismus. Die Ordnung der Liebe (Thomas von Aquin) fußend auf der Distinktion der Nächsten- und der Fernstenliebe wird dabei ebenso negiert. Die Politik dürfe sich nicht für das Gemeinwohl des eigenen Volkes einsetzen, sondern habe eine für die Menschheit zu sein, und darum keine für das französische Volk.

Faktisch paßt das zur politischen Praxis der Eurokraten,denen das Ergehen der Völker Europas gleichgültig ist. Zu dieser Art von Theologie paßt es dann auch, wenn die quasi offizielle Internetsauftrittsseite der Deutschen Bischöfe vermelden kann: „Militärbischof äußert Verständnis für steigende Verteidigungsausgaben“ (7.7.2026) um so die Rückkehr in die Zeiten des „Kalten Krieges“ zu begrüßen. Die „Entspannungspolitik“ war eben ein Irrtum. Die Politik: „Kanonen statt Butter“ läßt zudem eine Politik zum Wohlergehen des eigenen Volkes nicht zu.

Die neue Kriegsbefürwortungstheologie schimmert dann auch in dem Communioartikel   „Allein den Betern kann es noch gelingen: Gebet um Frieden oder Krieg gegen Gewalt?“ vom 9.7.2026 durch: Gegen Diktatoren müsse doch das Mittel des Krieges erlaubt sein, da reiche das Beten eben nicht.Als die aktuellen anzugreifenden Diktaturen sind wohl der Iran, Rußland und China, aber auch Kuba anzusehen: Um der Menschenrechte willen dürfe man doch wohl völkerrechtswidrige Angriffskriege führen wie jetzt gegen den Iran.Damit erleben wir eine Renaiscance der politischen Theologie.



Dienstag, 7. Oktober 2025

Wir werden aufgeklärt: Womit steht und fällt die Theologie und Kirche!

 

Wir werden aufgeklärt: Womit steht und fällt die Theologie und Kirche!



Theologiegeschichtlich Visierte werden an die lutherische Position erinnert, daß die Kirche stehe und falle mit ihrer Rechtfertigungslehre, daß sie recht Gesetz und Evangelium zu unterscheiden wüsse, aber was sagt heute ein katholischer Pastoraltheologe zum Stehen und Fallen der Theologie und der Kirche? Die Internetseite „Feinschwarz“ offenbart es uns am 3.10.2025 mit dem Artikel; „Nur als kritisches Projekt hat die Theologie Zukunft“, wobei der Leserschaft dann auch die einzige Zukunftsperspektive der Kirche erklärt wird. Dieser Artikel enthusiasmierte Kath de sosehr, daß sie ihn in dem Artikel: „Theologe: Kirche muss sich mit moderner Welt auseinandersetzen“  am 06.10.2025  besprach!

Die Theologie habe also eine kritische Wissenschaft zu sein! Das evoziert nun ein paar Klärungsfragen: Wer soll da anhand welcher Kriteriologie wie kritisiert werden? Schon ein flüchtiges Überlesen beantwortet uns, wer zu kritisieren sei, nämlich die jetzige Theologie und die Kirche. Als die Quellen, von wo aus die Theologie und die Kirche zu kritisieren ist, gelten in der Katholischen Kirchen die hl. Schrift, die Tradition und das Lehramt und selbstversändlich als ein immanentes Kriterium das der Prüfung der Konsistenz der zu untersuchenden Theologie, ob sie etwa sich selbst widersprechende Aussagen enthält.

Es dürfte keinen Leser dieser zwei Artikel irritieren, daß diese Kritikinstanzen nicht angeführt werden, sondern ganz andere. In dem Kath de Artikel liest sich das so: „Der emeritierte Grazer Pastoraltheologe Rainer Bucher fordert von Kirche und Theologie eine Auseinandersetzung mit der sich ändernden Welt. "Ohne die nachholende Entwicklung in Sachen Gewaltenteilung, Sexualmoral, Klerikalismus und Geschlechtergerechtigkeit wird es keine relevante Zukunft der katholischen Kirche geben und der katholischen Theologie auch nicht", schreibt er in einem Beitrag für das Portal "Feinschwarz" am Freitag.“

Wer nun aufmerksam geworden, die zwei Artikel liest, wird feststellen, daß der Begriff der „Auseinandersetzung“ den Modus des Umgehens mit den Grundlagen der modernen Welt nicht trifft. Diese Grundlagen werden einfach als normativ für die Theologie und Kirche gesetzt.Nun muß die Reihe des die Moderne konstituierenden Elemente irritieren, denn was haben die „Gewaltenteilung“, Sexualmoral“ ,“der Klerikalismus“ und die „Geschlechtergerechtigkeit“ miteinander zu tuen, außer daß diese Punkte seit dem sog. „Kirchenvolksbegehren“ der antikatholischen Organisation: „Wir sind Kirche“ die Deformagenda des linksliberalen Katholizimus bilden? Es wird dabei suggeriert, daß diese Deformanliegen Derrivate der Grundlagen der modernen Gesellschaft seien, aber was sind dann diese selbst?

Der Feinschwarzartikel klärt uns darüber auf: „Nicht ausweichen kann die Theologie auch der Frage nach der sachlichen und nicht nur histo­rischen Akzeptanz gesell­schaftlicher Demo­kra­tisie­rung und Plura­lisierung. Sicher: Es bedeutet etwas, wenn das II. Vatikanische Konzil ad extra die Menschenrechte normativ anerkannte.“ Also die Grundlage der modernen Gesellschaft seien die Menschenrechte und die davon abgeleitete Bejahung der Demokrtie und des Pluralismus. Nur wenn die Kirche und die Theologie dieses als ihre eigene Grundlage anerkennt und sich daraufhin kritisch prüft, wird die Kirche und auch die Theologie diesem gerecht, ist die Kirche zukunftsfähig.

Der Pastoraltheologie präzisiert das nun noch so. Zu bejahen sei die liberale Demokratie, ihre Freiheitsprinzipien und Menschen--rechtsnorm, ihre post­traditionale Lebensform. Damit konzipiert dieser Pastoraltheologie eine politische Theologie ganz im Geiste Eusebius von Caesarea, dem ja vorgeworfen wird, das Römische Kaiserreich theologisch zu beweihräuchern, es als die beste aller denkbaren Ordnungen zu bejubeln. Von diesem Modus der politischen Theologie wollte sich die politisch engagierte Theologie im Gieiste der 68er gänzlich emanzipieren, indem sie nun politische Theologien konzipierte, nicht nur die marxitische Befreiungstheologie, die so unterschiedlich sie auch konzipiert waren, eine Gemeinsamkeit aufwiesen: Sie waren gesellschaftskritisch und lehnten meist die Vorstellung einer sukzessiven Optimierung der Gesellschaft durch eine permanente Reformierungsse ab, denn die gesellschaftlichen Verhältnisse verlangten eine Veränderung von ihren Wurzeln her, eine Revolutionierung der Gesellschaft.

Seit des Endes des Real existierenden Sozialismus 1989f versteht sich die kapitalistische Gesellschaft mit ihrer Ideologie des Liberalismus als alternativlos, und die politische Theologie begann, sich neu zu erfinden. Sie wurde wieder zur rein affirmativen, das ist, sie erklärte die moderne Welt zur besten aller denkbaren Welten, um dann die doch noch vorhandenden Probleme als eine Folge einer defizitären Modernisierung zu erfassen. Hierbei rückt dann isb die Katholische Kirche in das Fadenkreuz der Kritiik, weil in ihr nicht, oder nur unvollständig die Moderne anerkannt und zu dem Fundament der Kirche erkoren worden sei!

Aber diese gute Welt ist nun auf das ärgste bedroht durch obskurantistische Dunkelmännervereinigungen: daßin den USA in rechtskonservativen Intellektuellenkreisen ein neo-integralistisches Denken Boden gewinnt, das mehr oder weniger unverblümt die Unterordnung der „weltlichen Gewalt“ , also des Staates, unter die „geistliche Gewalt“ fordert, da das weltliche Ziel des Menschen dem geistlichen Ziel nachgeordnet sei.“ Diese genuin katholische Verhältnisbestimmung von Natur und Gnade, Vernunft und Offenbrung und den endlichen zu den ewigen Zielen, wird nun im Namen der Ideale der modernen Gesellschaft der Kampf erklärt. Die Kirche habe sich stattdessen dem Staate zu subordinieren und seine liberal-demokratische Ordnung gegen alle Kritiker zu verteidigen.

Das Projekt der Moderne wird so verstanden als das der Emanzipation von der (christlichen) Religion zugunsten einer rein vernünftig konstruierten Gesellschaft. Das habe die Kirche und die Theologie anzuerkennen und so selbst endlich rein vernünftig zu werden. Die Welt, so wie sie ist, avanciert somit zur höchsten Norm für die Kirche und für die Theologie!

Dies Anliegen dieser politischen Theologie ließe sich auch simpler auf den Punkt bringen: „Der Kunde ist König“ und deswegen habe die Kirche sich auf die Konsumwünsche ihrer potentiellen Kunden auszurichten, wenn es nicht reaktionäre Konsumwünsche gäbe, die der Kirche nicht nachgeben dürfe. Sie darf nicht popularistisch sich geben, sondern dürfe nur die Konsumwünsche bejahen, die den Idealen der bürgerlichen Aufklärung kompatibel sind.

Eines dürfe die Kirche aber auf keinen Falle: „wenn die Kirche menschenrechtlich massiv problematische Identitätsmarker wie die Abwertung von Frauen oder Homosexuellen oder ihren eigenen innerkirchlichen Absolutismus geradezu demonstrativ weiterführt, ja ausstellt". Die Kirche müsse sich also vollständig der modernen Gesellschaft einpassen, sich so verweltlichen, daß sie als ein eingepaßtes Subsystem der Gesellschaft fiunktionieren kann. Auf alle religiösen bzw theologischen Gehalte könne sie dabei verzichten, es sei denn sie dienten als Dekorationsmaterial zur Beweihraucherung unser so wunderbaren Welt, die so wunderbar wäre, gäbe es nicht ihre Gefährdung durch conservative, rechte Kräfte in der Politik und der Kirche. Diese politische Theologie soll so die Kirche als eine systemrelevante Kraft legitimieren, seit dem Traumata ihrer Infragestellung ihrer gesellschaftlichen Relevanz in der Coronazeit

Zusätze:

Daß wir nicht mehr in der Moderne leben, ist diesem Pastoraltheologen entgangen, und das obschon die Pastoraltheologie als eine Marketingwissenschaft ihre Haupttätigkeit in der Erforschung der aktuellen Kundenwünsche hat und so die Gegenwart zu erfassen hat.

Ihr eigentlicher Gehalt, Gott und alles in seiner Relation von, in und zu Gott verliert dabei die Theologie und Kirche aus den Augen, es sei denn, daß diese Gehalte unstrumentalisierbar sind für die Apologetik der modernen Gesellschaft.wenn die liberale Ideologie als nicht ausreichend sich erweist..

Als aktuelle Aufgaben der politischen Theologie ergibt das für jetzt: Stärkung des Kampfes gegen Rechts, Steigerung der Kriegsbereitschaft gegen Rußland und andere Feinde und die Forderung, daß das gemeine Volk den Gürtel enger schnallen muß für die Politik: Kannomen statt Butter!  



Samstag, 28. Juni 2025

Das Ende der „politischen Theologie“ und ihre jetzige Wiederkehr

 

Das Ende der „politischen Theologie“ und ihre jetzige Wiederkehr

1935 proklamierte Erik Peterson das wohlverdiente Ende der „politischen Theologie“ in seiner Studie: „Der Monotheismus als politisches Problem;ein Beitrag zur Geschichte der politischen Theologie im Imperium Romanum“.1Eusebius von Caesarea wird hier als der Repräsentant der politischen Theologie entlarvt, dessen Anliegen nun mal die Apotheose der Herrschaft Kaiser Konstantins gewesen sein soll. Dieser Typ von Theologie gäbe alles dem Kaiser und vergesse ganz, Gott zu geben, was ihm geziehmt.Diese Art von Theologie sei also eine Art Regierungspropaganda. Das stünde in einem engen Zusammenhang mit einer pur monotheistischen Gotteslehre, die das Dreifaltigsein Gottes marginalisiere. Carl Schmitt widerlegte nun diese Fundamentalkritik der politischen Theologie und sorgte damit endgültig für ihren Ansehensverlust, wird doch dieser Jurist als Nazijurist verteufelt, womit doch auch hinreichend bewiesen sei, daß jede Art von politischer Theologie nur sie zur Magd des jeweiligen Staates herabwürdige.

Aber dabei blieb es nicht: Eine neue Art von politischer Theologie setzte sich auf die Tagesordnung, ganz erfüllt vom Studentenrevolutionsgeist der 68er! Die Gesellschaftskritik avancierte nun zu dem einzigen Kriterium der Qualität einer Theologie: Wie sehr befördert sie Emanzipationsprozesse, wie enerhisch kritisiert sie die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse? Die Krönung dieser neuen politiischen Theologie fand sich in den Syntheseversuchen zwischen der Theologie und dem Marxismus in der „Befreiungstheologie“. Ein so großes Meer unterschiedlichster politischer Konzepte der Revolutionierung der bürgerlichen Gesellschaft wurden publiziert und diskutiert, daß es keine allzu große Übertreibung sein dürfte, daß nur Gott sie selbst überschauen konnte und wohl doch irritiert gewesen sein könnte über all das Neurevolutionäre, was ER da alles über sich erfuhr.

Die Vorstellung eines unpolitischen Christentumes galt als ultrareaktionär und es galt: Nur wer poilitisch links stand, war ein Christ. Die bürgerliche Gesellschaft galt als das neue ägyptische Sklavenhaus, aus dem es sich galt zu befreien durch ein revolututionär avantgardistisches Basischristentum.

Das scheinen Erinnerungen an eine längst untergegangene Epoche zu sein, die wie ein Feuerwerk, ausgebrannt nur noch zu einer blaßen Erinnerung verdünnt präsent ist. Ist damit nun endlich das Ende der politischen Theologie gekommen? Mitnichten! Der Zentralkommiteesexeget stellt uns sein neues Pogramm der politischen Theologie vor: „Gegen den Fundamentalismus,für die Freiheit.Die politische Aufgabe der Exegese.“ 2 Die wissenschaftliche Untersuchung des Neuen Testamentes habe der Kritik des Fundamentalismus zu dienen, wobei hier der Begriff des Fundamentalismus gleichermaßen conservative- traditionalistische Auslegungen der Bibel meint als auch die Kritik von rechten bzw popularistischen politischen Kritiikern an den demokratischen Blockparteien. Die Exegese habe sich so in den Dienst der uns jetzt Regierenden zu stellen, indem sie ihre Kritiker bekämpft.Isb die Glorifizierung der Homosexualität und des Projektes der Auflösung des deutschen Volkes durch seine Vermultiethnisierung gälte es, apologetisch zu begleiten.

Wurde in der Zeit der Corona die Sytemrelevanz der Kirche in Frage gestellt zum Entsetzen der Kirche und der Theologie der staatlichen Universitäten, galt es nun, eine neue politische Theologie zu konzipieren, die sich durch ihre systemerhaltende und ihre Kritiker bekämpfende Funktion legitimiert für die Gesellschaft. Ein Musterknabe dieser neuen politischen Theologie stellt Bischof Feige dar. Kath de berichtet: "Zum Glück leben wir heute in einer Demokratie". Bischof Feige würdigt Demokratie bei Jahresempfang“3Diesen Hoftheologen unterstützte dann noch der Hofhistoriker Herr Kowalczuk: Deutlichere Worte fand der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk. "Wir müssen die Demokratie verteidigen", sagte er und kritisierte Romantisierungen der SED-Diktatur. "Wenn die faschistische AfD und das leninistische BSW so tun, als würden wir in einer Diktatur leben, dann wird mir übel", sagte Kowalczuk, der selbst in der DDR aufgewachsen ist. "Wir leben in einem der freiesten und sichersten Länder." 4

Hier werden klar die zwei fundamentalistischen Feinde der Herrschaft der demokratischen Blockparteien benannt, die faschistische AfD und die leninstische BSW, auch wenn einem aufstoßen könnte, warum die AfD hier nicht als eine Nazi-Partei und die BSW nicht als stalinistische diffamiert werden, aber Hauptsache: den Feind daimonisieren.

Diese politische Theologie kann nun aber auch in einem intellektuell anspruchsvolleren Gewand auftreten, daß die Hauptaufgabe der Theologie und Kirche die Menschenwürde und die Menschenrechte seien! Die seien zwar im Freien Westen schon weitestgehend realisiert und desalb sei der Kampf für sie in den Schurkenstaaten der Welt, Rußland, China und der Iran vor allem die außenpolitische Aufgabe der Kirche nebst ihres Kampfes gegen Rechts. So skizziert die Dogmatikerin Frau Rahner die Grundsätze dieser politischen Theologie:“Die christliche Botschaft enthalte eine "Grundintuition", die von der Menschenwürde und der Gleichheit aller ausgehe, so Rahner. Themen wie Solidarität, soziale Gerechtigkeit oder Klimagerechtigkeit seien daher Kernthemen des Christentums.“5

Zwei Momente dieser neuen politischen Theologie sind dabei zu unterscheiden: das kirchenkritische, daß die Kirche der positiven Entwickelung in der Gesellschaft hinterherhinke und das gesellschafts-kritische, daß die bürgerlichen Ideale der Französischen Revolution noch nicht in Gänze überall realisiert worden seien. Das Verbindende sei dabei der Glaube an die Menschenwürde und die Forderung nach der Humanisierung der Welt. Die Erlösugsbotschaft wird dazu ungewandelt in ein sozialpolitisches Reformweltoptimierungsprogramm.Diese Umwandelung sei dann die Aufgabe der Theologie, damit sie eine politische Theologie wird.



1Vgl hierzu: Carl Schmitt, Politische Theologie II,. Die Legende von der Erledugung jeder politischen Theologie.

2Die Internetseite „Feinschwarz“ am 24.6.2025.

3Kath de 18.6.2025

4Hier hätte man doch gern als Ergänzung im Geiste Robespierres gelesen: „Und wer das bestreitet, ist ein Feind der Freiheit und für den darf es keine Freiheit geben!“

5Theologin fordert Perspektivwechsel Theologin fordert Perspektivwechsel, Kath de 25.6.2025