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Samstag, 11. Januar 2025

Daß ein „völkischer Nationalismus“ unvereinbar sei mit dem christlichen Glauben -der Wahlkampfbeitrag der Kirche

 

Daß ein „völkischer Nationalismus“ unvereinbar sei mit dem christlichen Glauben -der Wahlkampfbeitrag der Kirche



Daß die Katholische Kirche und die EKD ihre Aufgabe in dem Kampf gegen Rechts sieht, ist offenkundig und daß sie nun in das aktuelle Wahlkampfgeschehen eingreifen wider die AfD. Dabei spielt die Behauptung der Unvereinbarkeit des christlichen Glaubens mit dem sog. Völkischen Nationalismus eine gewichtige Rolle.Der Kontext dieser kirchlichen Stellungnahme: daß die Parole: „Alles für Deutschland!“ verboten ist und die Parole: „Deutschland verrecke“ der Band: „Feine Sahne Fischfilet“ vom sozialdemokratischen Bundespräsidenten gelobt wird als ein Beitrag des Kampfes wider Rechts. Emanuel Hirsch urteilte schon 100 Jahre zuvor so über das Veehältnis der SPD zum eigenen Vaterland angesichts ihres Verhaltens zum Kriegsende hin: „Durch ihr Verhalten im Herbst 1918 hat die Sozialdemokratie sich unwiderruflich auf den Gegensatz gegen das festgelegt,was sie den Nationalismus nennt.“ („Deutschlands Schicksal“, 1925, S.110) Die Katholische Kirche und die EKD haben sich sozusagen versozialdemokratisiert, was ja auch den katholischen und evanglischen „Kirchentagen ans Tageslicht kommt, daß diese Veranstaltung geradezu „Rot-Güne“-Jubelfeiern sind.

Die Schrift: „Deutschlands Schicksal“, obzwar nun vor 100 Jahren in der 3.Auflage vorgelegt, beweist, daß die Geschichte der Theologie keine des Fortschrittes ist, sodaß das Neuere immer das Erkenntnisreichere und das Alte Entwertende sei.In diesem Werk findet der Leser Erkenntnisse, die heutigen Tages weitestgehend verloren gegangen sind und verdrängt werden. In ihm wird grundsätzlich, wie es für ein theologisches Denken sich gehört, gefragt, was denn die Begriffe des Volkes, des Staates bedeuten und wie das Verhältnis des Einzelnen zu ihm sich zu gestalten habe. Es wird an Treitschkes Bestimmung des Staates erinnert: „Der Staat ist das als unabhängige Macht rechtlich geeinte Volk.“ (S.82) Hirsch legt das so aus: „In Wahrheit soll das heißen:der Staat,das ist das oberste Gut der Nation in allen ihren Geschkechtern.Der Staat ist das über uns.“ (S.84). Das kann als der Kerngedanke dessen verstanden werden, was jetzt als „völkischer Nationalismus“ diffamiert wird. Deutlicher wird dies durch diese Aussage: „Der Geist und Wille,der einen Staat in all seinen Stücken gestaltet und bildet zum Ausdruck seines besonderen Wesens und Lebens, ist ohne Nationaleinheit nicht denkbar.“. (S.80)

Selbstredend meint dieser Theologe hier nicht, daß der deutsche Staat zu seiner Zeit dem entsprach, sondern er bestimmt hier, wie der Staat von seiner Idee her zu sein hat, um dann erst zu fragen, was zu tuen sei, damit der real existierende Staat wider zu dem wird, was er an sich ist. Im Staatsleben wird das Volk zu einem Volk für sich, um es etwas hegelianisierend zu formulieren, wird es sich als Volk bewußt und gestaltet von daher sein Leben. Ja, Hirsch deutet die Aufgabe des Staates nun auch theologisch, um nach seinem letzten und wahren Grund zu fragen: Die Aufgabe des deutschen Staates sei es, das zu ermöglichen, „wozu Gott es bestimmt har.“ (S.83).Von diesem Verständnis wird nun klar das Alltagsverständnis des Staates abgesetzt: „Wir sind heut meist der Meinung,daß wir jetzt lebenden Menschen unbedingter Herr unsers Staates seien,daß er unsern Bedürfnissen und Überzeugungen sich anzupassen habe.“ (S.82) Hier wird der Staat nicht mehr vom Volke her, sondern vom Individuum her gedacht, es entsteht so, um es mit Hegel zu sagen der Verstandesstaat. Aber diese Meinung verurteilt Hirsch: „Die Toten und die noch Ungeborenen gehören genauso zum deutschen Volke wie die Lebenden.“ (S.82)

Für dieses theologische Denken ist das Volk etwas von Gott Gewolltes, daß Gott den Völkern ihre je eigene Berufung gegeben hat, ihr Volkstum und daß dies von ihnen zu realisieren sei. Der Staat sei nun die Organisationsform, in der ein Volk sein je eigenes Leben gestaltet, indem es sich seiner in ihm bewußt wird. Objektiv gesehen sind die Völker Ordnungen der Menschheit, aber erst im Staatsleben entwickeln sie ihr Selbstbewußtsein, daß sie für sich werden, um so ihr Leben selbstbewußt zu führen.

Durch die Verunglimpfung des Staates als der Selbstorganisation eines Volkstumes soll nun an die Stelle des Volkes eine multiethnische und multikulturelle Gesellschaft treten, der der Staat nur noch ein Mittel des Interessenausgleiches der Partikularinteressen innerhalb der Gesellschaft sein. In das Zentrum rückt der Privatmensch mit seinen Interessen, die er im Verkehr mit den Anderen zu realisieren versucht.Dieser Privatmensch ist eben der Menschenrechte, daß jeder seine Geschäfte verrichten darf, möglichst unrelegitimiert durch den Staat, der aber doch sein muß, um die bürgerliche Ordnung des Primates des Individuumes aufrecht zu erhalten. Der verunlimpfte völkische Nationalismus ist eben antiegozentrisch: Der Staat“ fordert die schlechthinnige Unterordnung des einzelnen unter die Lebensnotwendigkeiten des Volkes“ (S.82) wohingegen für den liberal sich verstehenden Bürger das Allgemeine nur ein Mittel zur Verwirklichung seiner Partikularinteressen sein soll.

Das ist die pure Ideologie des Liberalismus, die nun die Katholische Kirche als einzig bejahbare den Christen diktiert und das obgleich noch im 19. Jahrhundert der Liberalismus als eine antikatholische Ideologie verurteilt worden ist. 

Corollarium

Selbst im theologischen Diskurs gelten die Größen: Staat und Volk nur noch als geschichtlich kontingente Hervorbringungen ohne eigentlich theologischer Qualität. Der Glaube an Gott,dem Schöpfer reduziert sich darauf, so die Menschenwürde zu begründen, daß Gott jeden Menschen als seiin Geschöpf bejahe und daß deshalb die Politik ihr Fundament in der Anerkennung dieser Menschen- bzw Personenwürde zu haben hat. Damit wird faktisch nur die bürgerliche Gesellschaft in ihrer ideologischen Selbstdeutung affirmiert. Alle Schöpfungsordnungen Gottes werden dabei säkularisiert und der freien Gestaltbarkeit übergeben. Der Mensch könne eben die Ordnung der Ehe und des Staates beliebig konstruieren, da all diese Ordnungen nur kontingente Entwickelungsprodukte seien.






Mittwoch, 27. März 2024

Notizen aus Absurdistan: Alles Gute Dir- verwerflich?

 

Notizen aus Absurdistan: Alles Gute Dir- verwerflich?


Es dürfte wohl keinen Menschen geben, der den Wunsch: „Alles Gute Dir“ als unmoralisch , verwerflich,ja als bei der Justiz als anzeigwürdig ansehen würde,und doch ist dies in Deutschland eine geläufige Praxis.Ob des Wunsches: „Alles für Deutschland“ ist nun wieder ein AfD-Politiker angeklagt. „Alles“ meint hier natürlich: Alles Gute. Der Wunsch: „Alles Gute für“ kann so als solcher nicht als etwas Unmoralisches und als etwas Strafwürdiges beurteilt werden, die Unmoralität kann also nur in der Adressierung, „für Deutschland“ begründet sein.

Als sich der oberste Repräsentant des deutschen Volkes,Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier,im Januar in Israel aufhielt, berichtete die Presse, er habe nicht deutsch gesprochen. >Steinmeier wolle den Zuhörern nicht Deutsch, sie <Sprache der Täte< zumuten.“ (zitiert nach: Konrad Low, Fairer Jude kämpft gegen Kollektivschuldthese, in „Theologisches,März/April 2024,Sp.172) Das ist der selbe Politiker, der die Musikband:“Feine Sahne, Fischfilet“ für ihren Einsatz gegen Rechts lobte, deren bekanntestes Lied lautet:“Deutschland verrecke,das wäre wunderbar“.Einem Volk,dem man den Tod wünscht, darf man eben nicht: „Alles Gute Dir“ wünschen.

Das Land der Täter“, diese Formulierung zeigt die Begründung für diese antideutsche Haltung an. Als den Anfang der moralischen Verdammung des deutschen Volkes ist wohl der Versaier-Vertrag anzusehen, in dem unserem Volke die Alleinschuld an dem 1.Weltkrieg zudiktiert worden ist. Dabei wurde die Unterschrift der deutschen Delegation unter diese Bestimmung des Versaier-Vertrages durch die Drohung, daß ansonsten der Krieg gegen Deutschland fortgesetzt würde,von den Siegermächten erpreßt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde wiederum die Alleinschuld Deutschlands an diesem Weltkrieg durch die „Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse“ festgeschrieben und gehört seit dem zur offiziellen Geschichtsschreibung Deutschlandes. Daß Josef Stalin dagegen urteilte, daß der 2.Weltkrieg erst zu einem Weltkrieg wurde durch die Kriegserklärung Englands und Frankreich 1939,davor sei es ein bilateraler Krieg gewesen, wird selbstverständlich mißachtet, obgleich man dem Regierungschef der Sowjetunion schwerlich klammheimliche Sympathien für Hitler vorwerfen kann.

Der Terminus „Das Land der Täter“gehört zu dem Vorstellugskomplex einer Kollektivschuld des deutschen Volkes. Der Wikipediaartikel: „Kollektivschuld“ erteilt dazu ´diese Informationen: „Bereits im Jahr 1944 hatten prominente Meinungsführer in den USA eine Propagandakampagne (die bis 1948 fortgesetzt wurde) für einen harten Frieden für Deutschland mit dem Ziel initiiert, die scheinbare amerikanische Gewohnheit zu beenden, Nationalsozialisten und deutsches Volk als getrennte Einheiten zu betrachten." Einfacher formuliert: Jeder Deutscher sei ein Nazi und so müsse die USA gegen das deutsche Volk nach deren militärischen Besiegung verfahren, daß das ganze Volk an allen Kriegsverbrechen der Deutschen die Schuld habe. Das ist die Kernaussage der Kollektivschullehre, die dann dadurch vertieft wird, daß Hitler als der Politiker Deutschlands war, der das vollbrachte, was das deutsche Volk schon immer wollte, daß in ihm sich eben der wahre Volkscharakter unseres Volkes offenbart habe.

Um das deutsche Volk in diesem Sinne zu erziehen, wurde die Reeducation, die Umerziehung des deutschen Volkes in Westdeutschland durchgeführt. Ihr Anliegen:

Direktive Nr. 1 von Robert A. McClure, Leiter der Information Control Division und Spezialist für Psychologische Kriegsführung, an die USA Heeresgruppenpresse erläutert das Verfahren:

Die ersten Schritte der Reeducation werden sich streng darauf beschränken, den Deutschen unwiderlegbare Fakten zu präsentieren, um ein Bewusstsein von Deutschlands Kriegsschuld zu erzeugen sowie einer Kollektivschuld für solche Verbrechen, wie sie in den Konzentrationslagern begangen wurden.“ Zitiert nach Wikipedia. In dieser Tradition singt dann „Feine Sahne,Fischfilet“: „“Deutschland verrecke“, wird vom „Volke der Täter“ gesprochen und bedauert, daß circa nur 20.000 Deutsche bei der Bombardierung Dresdens den Tod fanden.
Aber dann änderte sich etwas:Warum wurde nach 1948 die Propagierung der Kollektivschuld des deutschen Volkes mehr oder weniger eingestellt? Darauf gibt es eine klare Antwort: Ob des einsetzenden „Kalten Krieges“ sollte Westdeutschland als der Frontstaat gegen den Osten ausgebaut werden, in die Nato und die EU integriert werden und dazu verhielte sich die Weiterpropagierung unserer Kollektivschuld kontraproduktiv. Wir sollten ja zu Kriegswilligen gegen die Sowjetunion erzogen und motiviert werden.
Aber seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Warschauer Paktes änderte sich die Großwetterlage wieder. Westdeutschland brauchten die Westmächte nicht mehr als ihren Frontstaat wider den Osten und als in Ostdeutschland auf den Straßen statt: „Wir sind das Volk“ „Wir sind ein Volk“ gerufen wurde, sah man eine Renaissance eines deutschen Nationalismus. In Westdeutschland organisierten daraufhin Linke und Grüne Demonstrationen gegen die drohende Wiedervereinigung Deutschlands: „Nie wieder Deutschland“, „Deutschland verrecke“, das war die Stunde dieser und ähnlich lautender Parolen, auch die Geburtsstunde der sich selbst als „Antideutsche“ bezeichnende Bewegung. Seit dem gehört es zur Politischen Korrektheit, antideutsch zu sein.
Der Bundeskanzler Adenauer konnte 1953 noch sich gegen eine Kollektivschuld des deutschen Volkes aussprechen: „Das deutsche Volk hat in seiner überwiegenden Mehrheit die an den Juden begangen Verbrechen verabscheut und hat sich an ihnen nicht beteiligt.“ (Sp 173) Aber heute wird so geredet: „Wir sind ein Land,in dem ein Hitler an die Macht kam,ohne Militärputsch,demokratisch,wenn auch ohne Mehrheit in einer freien Wahl,...In dem eine verbrecherische Clique an der Staatsspitze sich auf Hunderttausende,vielleicht gar Millionen von Mittätern,Mitläufern und Mitwissern verlassen konnte...Wer,wenn nicht wir, soll denn dafür verantwortlich sein! Da scheinen sich in diesem unseren Land auch alle einig zu sein: Kollektivschuld -nein-...kollektive Verantwortung: Ja!“(Sp.173)
Was ist da nun passiert? Die Ideologie des Liberalismus, die seit ihrem Sieg über den Sozialismus 1989f zu der einzigen Ideologie des Freien Westens sich gemausert hat, kann unmöglich die Vorstellung einer Kollektivschuld in sich aufnehmen, da es dieser Ideologie nach gar keine Kollektive gibt, nur die Einzeletwasse in der philosophischen Tradition des Nominalismus stehend, daß allen Allgemeinbegriffen keine Realität außerhalb des Denkens zukommt. Es gibt keine Völker,nur Individuen mit ähnlichen Eigenschaften. Die Nato und die ihr subordinierte EU ist nun aber nur gegründet worden, um Westdeutschland und später ganz Deutschland klein zu halten, Rußland rauszuhalten aus Europa und die USA reinzuholen in ein Europa, in dem dann alle Völker Europas integriert sein sollen bis auf Rußland, damit es von den USA beherrscht werden kann.
Um Deutschland kleinzuhalten wurde so die Kollektivschuld des deutschen Volkes konstruiert, aber sie ist nun ein erratischer Fremdkörper in der Ideologie des Westens und kann so nicht aufrechterhalten werden. So versucht der politische Diskurs, an dem Anliegen der Kollektivschuld festzuhalten und gleichzeitig irgendwie kompatibel zu gestalten mit der Ideologie des Liberalismus. So sollen alle Deutschen verantwortlich für alle Kriegsverbrechen des 3.Reiches sein und es soll doch keine Kollektivschuld sein. Die politische Konsequenz ist nun, daß: „Alles für Deutschland“, alles Gute für Deutschland als eine unerlaubte Äußerung gilt,für die man gar bestraft werden kann, wohingegen: „Deutschland verrecke“ in den höchsten Tönen gelobt wird als eine Kampfparole gegen Rechts.
Nun könnte eingewandt werden, daß Hitler sich doch selbst als ein deutscher Patriot verstand, wenn er etwa über sich selbst aussagte: "Das Höchste aber, was mir Gott auf dieser Welt gegeben hat, ist mein Volk! In ihm ruht mein Glaube, ihm diene ich mit meinem Willen, und ihm gebe ich mein Leben." zitiert nach: "Wofür kämpfen wir", Personal-Amt des Heeres 1945, S.77. In diesem Buch wird die Lage Deutschlands in fast schon paronoiahaften Weise geschildert: Die ganze Welt habe sich unter der Führung des Judentumes gegen das deutsche Volk verschworen, um es nun zu vernichten aber das deutsche Volk kämpfe nun um seinen Selbsterhalt. Es muß aber doch gefragt werden dürfen, daß, wenn auch Hitler sich als ein Patriot verstand, deshalb jeder wie auch immer geartete Patriotismus uns Deutschen verboten sein muß. Die politisch Korrekten sehen das aber so.
Zusatz: 
Löw behauptet (Sp.174), daß Adolf Hitler "am Ende seiner Tage dem deutschen Volk den Untergang gegönnt" habe, da es sich als zu schwach erwiesen hätte. Gerade weil diese Behauptung öfters getätigt wird: Niemand konnte mir dafür eine Quellenangabe zeigen, ich halte diese Behauptung für mehr als unwahrscheinlich. Einen deutschen Patriotismus zu legitimieren zu versuchen, indem man den Nationalsozialisten abspricht, patriotisch ausgerichtet gewesen zu sein, erachte ich als indiskutabel.





Donnerstag, 14. März 2024

Kurienkardinal Koch: Am Wesen des Westen werden auch alle Kirchen zu genesen

 

Kurienkardinal Koch: Am Wesen des Westen werden  auch alle Kirchen zu genesen


So titelt es die „Tagespost“ am 14.3.2024:Koch: „Ökumene braucht Lernbereitschaft beider Seiten. Orthodoxie muss Verhältnis von Kirche und Staat, Glaube und Politik klären, meint Kurienkardinal Kurt Koch.“

Eigentlich ist ja die Zeit der Ökumene zumindest mit der Russisch-Orthodoxen Kirche abgelaufen, seit man sich ganz ökumenisch zur gemeinsamen Feindschaft gegen Rußland und die Orthodoxe Kirche entschieden hat gemäß den politischen Vorgaben der westlichen Regierungen. Der Kurienkardinal formuliert nun in diesem Geiste seine Kritik an den Orthodoxen Kirchen.

Nun frägt der Leser sich aber,hat den etwa die hier isb ins Fadenkreuz der Kirche geratene Russisch-Orthodoxe Kirche ihr Verhältnis zum Staate nicht schon längst geklärt? Oder ist die Klärung dem Kurienkardinal einfach entgangen?

Ein Tableu soll nun die 4 möglichen Verhältnisbestimmungen von der Kirche zum Staate aufzeigen:das der Überordnung der Kirche über den Staat, das der Unterordnung, das der Trennung und das der Synthese. Klassisch formulierte die Katholische Kirche ihre Verhältnisbestimmung der Kirche zum Staat in der Bulle:„Unam Sanctam“, daß gemäß er Verhältnisbestimmung von Natur und Gnade, Vernunft und Offenbarung der Staat der Kirche sich zu subordinieren hat. Die Anglikanische Kirche vertritt dagegen praktisch die Unterordnung der Kirche unter den Staat. Zu diesem Zweck ist sie ja vom englischen Königshaus gegründet worden, als die Katholische sich als zu widerständig erwies. Die Lutherkirche vertritt gemäß Luthers 2-Reiche-Lehre das Konzept der Bereichstrennung von der Kirche und dem Staat, wobei sie in dem Willen der Kirche,mehr als die Kirche zu sein, indem sie politisch wird und dem Willen des Staates,mehr als der Staat zu sein,indem er sich zu einem ideologischen,zu einem Weltanschauungsstaat pervertiert zwei potentielle Gefährdungen sieht. Die Orthoxen Kirchen sehen in einem harmonischen, symphonischen Verhältnis von der Kirche zum Staat ihr Ideal.

Ergo,es herrschen klare Verhältnisbestimmungen, wobei dann aber zu berücksichtigen ist, daß die jeweiligen Verhältnisbestimmungen normative Ideale sind, die dann im wirklichen Leben nur annähernd zu verwirklichen sind. Ein ökumenischer Diskurs könnte also den Dissenz in dieser Frage konstatieren. Aber das will der Kurdienkardinal nicht:

Eine „sensible, aber unabdingbare Frage“ im ökumenischen Dialog werde jene nach dem Verhältnis von Glaube und Politik sowie von Kirche und Staat sein. Die Kirche im Westen habe in einer langen und verwickelten Geschichte lernen müssen, aber gelernt, „dass in der Trennung von Kirche und Staat bei gleichzeitiger Partnerschaft zwischen beiden Realitäten die adäquate Ausgestaltung ihres Verhältnisses besteht“.

Jetzt wird alles klar:Im Westen habe die Kirche (welche:die Katholische, die Lutherkirche oder die Anglikanische oder alle?)gelernt und die Orthodoxen haben eben noch nicht gelernt! Daß die Trennung des Staates von der Kirche gegen den Willen der Katholischen Kirche durchgesetzt wurde, seinen Anfang nehmend mit der Französischen Revolution, vergißt deser Kardinal einfach und auch die Verurteilung dieser Trennung durch die Katholische Kirche bis zum 2.Vaticanum. Auf diesem Konzil stellte dann die Kirche fest, daß es keine realistische Möglichkeit mehr ist, das katholische Ideal zu realisieren und bescheidete sich auf ein dialogisches Verhältnis, daß die Kirche eine Organisation in eine pluralistisch verfaßten Gesellschaft sei, die als solche am öffentlichen Diskurs teilnehme,um so auch auf den Staat einzuwirken. Faktisch tendiert dies Konzept aber zu einer Subordination der Katholischen Kirche unter den Staat, wie es faktisch im Protestantismus immer auch praktiziert wurde.

Was wirft nun der Kurdienkardinal den Orthodoxen Kirchen vor? „Demgegenüber sei „in den Kirchen des Ostens eine enge Verbindung zwischen der staatlichen Herrschaft und der kirchlichen Hierarchie dominierend geworden und bis heute geblieben“. Das führe dazu, dass die orthodoxen Kirchen stark mit der jeweiligen Nation verbunden sind und als Nationalkirchen existieren. Das Risiko dieses Konzepts bestehe darin, „dass die Nationalkirchen nicht selten starke Tendenzen zum Nationalistischen aufweisen“. Der Hauptvorwurf lautet also:Die Orthodoxen Kirchen tendieren zum Nationalismus und der sei nun mal verwerflich.Die Ideologie des Liberalismus ist die vorherrschende im Westen. Sie vertritt einen Individualismus, für den jeder Nationalismus per se verwerflich ist,gilt doch für diese Ideologie der Einzelmensch als der höchste Wert und somit die Menschenrechte als das Fundament der staatlichen Politik, die eine Ausrichtung der Politik auf das Gemeinwohl des jeweiligen Volkes ausschließt.

Des Pudels Kern der Kritik lautet also: Die Orthodoxen Kirchen haben noch nicht die Ideologie des Liberalismus übernommen,die die Katholische Kirche in der innerkirchlichen Gestalt des Modernismus bis zum 2. Vaticanum bekämpft hatte, danach aber kritiklos übernommen hat. Alle Kirchen des Westens haben eben als ihr Fundament den Liberalismus,in dessen Namen sie nun auch vorbehaltlos den Kriegskurs der USA und der Nato gegen Rußland unterstützen, auch wenn der jetzige Papst mit seiner Präferenz für eine diplomatische Lösung des Krieges in der Ukraine diese Einmütigkeit des Westens stört. Mit der Zustimmung zu der im Westen vorherrschenden Ideologie des Liberalismus ordnen sich damit aber auch alle Kirchen des Westens den westlichen Staaten unter und akzeptieren ihre Rollenzuschreibung als die einer Stimme in der Meinungspluralität postmoderner Gesellschaften.

Die Stimme Gottes wird so zu einer der vielen der Beliebigkeit der postmodernen Talkshowkultur, des Geredes (Heidegger).

Zusatz:

Diese Kritik der Orthodoxen Kirchen, das sie zum Nationalismus tendierten,wobei hier die Russisch-Orthodoxe Kirche isb gemeint ist, da sie zu den Kriegsgegnern des Westens zählt, ist natürlich ein Teil des  hl.Kampfes gegen Rechts, positiv formuliert des Kampfes für die Neue Weltordnung, in der kein Platz mehr ist für selbstständige Völker, die ihr Recht auf ein eigenständiges Volksleben, ihren Nationalismus sich bewahren wollen. 



Mittwoch, 5. Juli 2023

Eine Apologie der verfemten Selbstbejahung der Völker , das Nein zum Eigenen

Eine Apologie der verfehmten Selbstbejahung der Völker „Reden wir nicht schlecht vom Nationalismus.Ohne die nationalistische Virulenz würde über Europa und die Welt schon ein technisches,rationales,uniformierte Imperium herrschen.Rechnen wir dem Nationalismus mindestens zwei Jahrhunderte geistiger Spontanität,freien Ausdrucks der Volksseele,reicher historischer Mannigfaltigkeit zum Verdienst an.Der Nationalismus war die letzte Zuckung des Individuums angesichts des grauen Todes,der seiner harrt.“ Nicolas Gomez Davila, Es genügt,dass die Schönheit unseren Überdruss streift... Aphorismen, 2017,S.60. Zu einer unhinterfragten Selbstverständlichkeit des heutigen politischen Diskurses gehört die Perhorreszierung des Nationalismus. Nun könnte das einen aufmerksamen Beobachter irritieren, gehört doch das Gebot: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“ zum Fundament der abendländischen Kultur. Was auf der Individualebene die Selbstbejahung ist, ist eben auf der Ebene der Völker der Nationalismus als die Selbstbejahung. Aber Davila schreibt hier auch vom Ende des Individuumes. Sollte so das sich nahende Imperium nicht nur das Ende der Völker sondern auch das Ende der Individualität mit sich bringen? Einleuchtend wäre das schon: Wie die Individualität der Völker so würde doch auch die Individualität der Einzelmenschen die Uniformität des neuen globalen Imperiums stören. Emanuel Hirsch verwies schon vor 100 Jahren nach dem Ende des 1.Weltkrieges auf die Tendenz zu einem Welteinheitsstaat auf, in dem alle Völker ihre Selbstständigkeit verlieren würden um der Verheißung eines Weltfriedens,der sonst durch eine weitere Selbstständigkeit der Völker permanent gefährdet wäre.(Hirsch,Deutschlands Schicksal) Hirsch charakterisiert so den 1.Weltkrieg: „Der englische Welt-Imperialismus fällt praktisch mit dem einzigen Pazifismus,der auf Erden möglich ist,zusammen.So durfte England auf Glauben rechnen,als es verkündete,daß es für dem Weltfrieden kämpfe,daß die Deutschen Friedensstörer seien.Wir dagegen kämpften nicht um die Weltherrschaft, sondern – bloß um unsre Freiheit und Selbstständigkeit.“ 6.Kapitel,Staat,Volk und Menschheit, 1925 S.81. Thomas Mann deutet ja den 1.Weltkrieg ähnlich als Kampf um unsere Selbstständigkeit und Bewahrung des Eigenen in: „Unpolitische Betrachtungen“. Der Wille zur Selbstständigkeit, der Wille, seine Eigentümlichkeiten zu bewahren, das gilt nun als verwerflich. Die Politik der offenen Grenzen, die Politik der großzügigen Vergabe der deutschen Staatsbürgerschaft an Nichtdeutsche gehört zum Kampf gegen die Tendenz jedes Volkes, sich selbst bewahren zu wollen. Eine Nichtuniformität beinhaltet nun aber auch ein Konfliktpotential, weil der Eine nicht ist wie der Andere. Nur würde ein Welteinheitsstaat zwar keine Kriege mehr zwischen Staaten kennen, dafür aber um so mehr staatliche Gewalt gegen all die, die nicht in der Uniformität leben wollen. Ein technisch-rationales alles Individuelle negierende Imperium zeichne sich also nach Davila ab als die Zukunft der Menschheit. Das ist hier nur ein anderer Ausdruck für den globalisierten Kapitalismus, der sich alles andere unterwirft. Hirsch hatte dabei den englischen Weltimperialismus im Auge, man spräche jetzt angemessener von der angloamerikanischen Weltherrschaft. Für die kämpfen ja nun aktuell die Ukrainer gegen Rußland. Es muß dabei auch klar sein, daß in diesem uniformierten Imperium (Davila) kein Platz mehr sein wird für die Katholische Kirche, weil zu diesem Welteinheitsstaat nur eine ihm subordinierte Einheitsweltreligion paßt.

Montag, 5. Dezember 2022

Die Fußballblamage – So geht es nicht weiter! Oder: Können wir noch siegen wollen?

Die Fußballblamage – So geht es nicht weiter Statt durch sportliche Erfolge sich zu profilieren versuchte die Nationalmannschaft auf dem Parkett der Politik zu reüssieren und rutschte dabei kräftig aus. Erst verwechselten die Verantwortlichen die Weltmeisterschaft mit einem Homosexevent. Als die Fifa dann das Tragen von Werbebinden für die Homosexualität untersagte: „Eine Liebe“, legte die Mannschaft bei ihrem Erstspiel die Hand vor den Mund, um gegen diese „Zensur“ zu protestieren. Nach der Recherche der „Jungen Freiheit“ vom 5.12.2022 sprachen sich nur 2 Fußballspieler für diese Protestaktion“ aus, es mußten sich dann aber alle daran beteiligen auf politischen Druck hin. Die JF spricht hier von einer Machination sozialdemokratischer Kreise. Sportlich läßt sich das Fiasko so resümieren: Nach den 2 Blamagen der letzten Weltmeisterschaft und der Europameisterschaft setzte die Mannschaft diese Niederlagenserie unter dem neuen Trainer ungebrochen fort, beginnend mit einer 1: 2 Niederlage gegen Japan, einem Unentschieden gegen Spanien und einem 4:2 Sieg gegen Costa Rica. Zu wenige Tore wurden geschossen und zu viele zugelassen! Dafür sind sicher 2 Personalentscheidungen mitverantwortlich, Thomas Müller als Stürmer spielen zu lassen und Neuer als Torwart: Der eine schießt fast keine Tore mehr und der andere war einmal ein Weltklassetorwart- beide leben nur noch von ihrem Mythos des einst, als man noch Weltklasse war. Es darf auch angezweifelt werden, ob die Mannschaft taktisch richtig aufgestellt war, mußte doch mit der Möglichkeit eines Sieges Japans gerechnet werden, sodaß von vornherein möglichst viele Tore zu erzielen waren, 7 evtl, weil man sonst ausscheiden würde. Stattdessen schaltete die Mannschaft nach dem Führungstor einen Gang zurück und handelte sich dann 2 Gegentore ein. Aber das sind eben doch nur vordergründige Symptome. Es bedürfte einer genauen Recherche, wie viele der in der 1., 2. und 3.Liga erzielten Tore noch von Deutschen erzielt werden. Meine Vermutung: Das Toreschießen übernehmen in diesen 3 Liegen fast nur noch Nichtdeutsche. Schwierigkeiten bereitet aber dieser Recherche das Faktum das Nichtdeutsche mit einem deutschen Paß als deutsche Spieler zählen, aber die jeweilige Staatszugehörigkeit nicht einfach zu erkennen ist. Es ist aber zu mutmaßen, daß das Reservoir möglicher Stürmer für unsere Nationalmannschaft klein ist, da viele der Torschießer nicht für diese Mannschaft auftreten können. Es fällt aber noch etwas auf: Es fehlte die kämpferische Einstellung, der unbedingte Wille, siegen zu wollen.Das ist aber jetzt nicht nur ein Mentalitätsproblem unserer Mannschaft, es fehlte viel mehr der Wille der Nation, unsere Mannschaft wieder siegen sehen zu wollen. (Vgl dazu das Lied von den „Böhsen Onkelz“) Schwer faßbar und doch gibt es so etwas wie eine Kollektivstimmung, die eben nicht einfach die Summe der individuellen Einzelgestimmtheiten ist. Es ist etwas Transsubjektives, das doch nur in den Einzelnen existiert und doch als etwas Allgemeines im Einzelnen und so auch von ihm Verschiedenes. Ein historisches Ereignis möge dies vedeutlichen: Als unser Kaiser Wilhelm II ausrief:Es gibt keine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche,dann manifestierte sich hierin die Willensgemeinschaft des ganzen Volkes, jetzt diesen Weltkrieg zu bestehen. Das war nicht nur das subjektive Empfinden dieses Kaisers, so sehr es auch seiner integralistischen Gestimmtheit entsprach, das durch vielfältige Konflikte veruneinte Reich zu einer Einheit zu führen, darin manifestierte sich die Gesamtstimmung des Kriegsanfanges. Daß der Krieg dann doch verloren ging, lag auch daran, daß diese Willensgemeinschaft zerfiel und partikularistische Interessen linker und linksradicaler Kräfte wieder die Oberhand gewannen. Wenn eine Nation nicht mehr siegen will, kann ihre Nationalmannschaft auch nicht mehr siegen wollen und so verliert sie.

Mittwoch, 17. Februar 2021

Die Selbstverachtung- die Aufgabe seiner selbst- unser Deutsches Schicksal?

Die Selbstverachtung- die Aufgabe seiner selbst- unser Deutsches Schicksal?


Vor 100 Jahren schrieb Emanuel Hirsch: „Keiner von uns weiß es z.B sicher, ob im deutschen Volke überhaupt noch soviel Wille zu einem eigenen Leben steckt, daß es der drohenden Selbstauflösung sich wird entziehen können.“ (Deutschlands Schicksal, 1920, S.33) Diese Frage ist heute noch aktueller als vor 100 Jahren, denn jetzt gilt in Deutschland jeder, der sich für den Erhalt des Deutschen Volkes engagiert, als Rechtsextremist und wird als solcher diskriminiert. Daß heute die große Mehrheit der in den Parlamenten demokratisch gewählten Parteien das so sehen und bejahen, erzwingt wohl die Erkenntnis, daß unser „Wille zu einem eigenen Leben“ verloschen ist.

Die Auslöschungsstrategie setzt dabei auf eine einfache Konzeption, die der Differenzierung von der Zugehörigkeit zum Deutschen Volke und der Zugehörigkeit zur Deutschen Staatsbürgerschaft. Diese Staats-bürgerschaft kann jeder erlangen, auch wenn er kein Deutscher im ethnischen Sinne ist, sodaß das Deutsche Staatsbürgervolk noch existieren würde, wenn es in ihm keinen einzigen Deutschen im ethnischen Sinne gäbe. Wer dagegen die Position vertritt, daß Deutscher Staatsbürger nur sein kann, der auch im ethnischen Sinne ein Deutscher sei, dem wird ein „völkisches“ Volksverständnis vorgeworfen, das angeblich nicht mit dem Grundgesetz kompatibel sei. Deshalb sei es die eigentliche Intention des Grundgesetzes, das Deutsche Volk, im ethnischen Sinne durch eine multiethnische Gesellschaft von Deutschen Paßinhabern zu ersetzen. Damit würde die Identität unseres Volkes aufgelöst werden, die Vorstellung eines „eigenen Lebens“ aufgegeben. Deutschland ist so zu entdeutschen. Das Bittere: Für dies Ziel gibt es unter uns eine demokratische Mehrheit: Wir wollen nicht mehr sein, was wir sind.


Corollarium 1


"Stefanie Drese SPD, stellvertretende Fraktionsvorstzende der SPD im
Landtag Mecklenburg-Vorpommerns:


"Den Antrag der NPD-Fraktion,den biologischen Fortbestand des deutschen Volkes zu bewahren, lehnen die Vertreter der demokratischen Fraktionen, in deren Namen ich heute spreche,mit aller Nachdrücklichkeit und aufs Schärfste ab. Dieser Antrag ist rassistisch und menschenverachtend".(zitiert nach W. Hackert, Antigermanismus, Globalismus,Multikulti, 2015, S.210).  Die demokratischen Parteien erachten es also als rassistisch und menschenverachtend, sich für das Leben des eigenen Volkes einzusetzen. Das ist eine eindeutige Antwort auf Emanuel Hirschs Frage.

 

Donnerstag, 4. Februar 2021

„Bätzing, Marx + Co. – Der Nationalkatholizismus im freien Fall“

(Der unbedingte Wille zur Verweltlichung der Kirche hat nichts mit

Patriotismus, Nationalismus= Liebe zum eigenen Voke zu tuen)



So titelte Kath net am 3.2.2021. Daß die Kirche in Deutschlands-schon seit dem 2.Vaticanum sich „im freien Fall“ nach unten befindet, wer könnte das ernsthaft bestreiten,und daß nun der „Synodale Irrweg“ die Verprotestantisierung und Verweltlichung der Kirche, ganz im Oppositionsgeist wider den Deutschen Papst forciert, ist auch unübersehbar.

Aber was hat das mit einem „Nationalkatholizismus“gemein? Der Nationalismus, wie auch der Patriotismus ist in erster Linie die Liebe zum eigen Volk, der Wille, das eigene Volk in seiner Besonderheit zu bewahren und weiterzuentwickeln. So kann die Russisch-Orthodoxe Kirche als die Nationalkirche Rußlandes angesehen werden, weil sie sich wirklich in das Russische Volk inkarniert hat und so fest verwurzelt ist im Kulturleben dieses Volkes.

Aber was haben die stets hundertprozentig politisch korrekten Bischöfe Deutschlands mit dem Patriotismus und Nationalismus im Sinne? Nichts! Denn wer heute sich für den Erhalt des Deutschen Volkes ausspricht, gilt als Rechtsradicaler und gar als Verfassungsfeind! So gilt die Partei „Der dritte Weg“ als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich, so der Bericht des Verfassungsschutzes Sachsens,weil sie Folgendes vertritt:

>Beibehaltung der nationalen Identität des deutschen Volkes<, die es vor Überfremdung zu schützen gelte.“ Das reicht zur Verurteilung dieser Partei. Wie kann dann da von einer „Nationalkirche“ fabuliert werden, die Deutsche Bischöfe mittels des „Synodalen Irrweges“ konstituieren wollten? Jede Art von Populismus lehnen diese Bischöfe entschiedenst ab! Das von ihnen betriebene Zeitgeistsurfing, der unbedingte Wille, sich der „Politischen Korrektheitsideologie“ zu unterwefen, hat nichts mit dem Wunsch nach einer nationalen, patriotischen Kirche zu tuen. Die Kirchenoberen hören auf die Stimme der Mächtigen und Einflußreichen, auf den Feminismus, die Homolobby, die politisch korrekten Medien, auf die Regierungspolitik, aber den Populismus als Hinhören auf des Volkes Stimme verachten sie. Sie wollen eben eine den Mächtigen genehme Kirche. In dieser Kirche kann es eben keinen Platz für einen „Fundamentalisten“ wie Johannes, dem Täufer geben, der sich dazu verstieg, die Ehe eines Königs als nicht legitim zu verurteilen.

Die Deformkräfte des „Synodalen Irrweges“ stehen nun aber vor einem praktischen Umsetzungsproblem, seitdem Papst Franziskus sich als zaudernder Modernist erweist, daß er immer noch nicht „Grünes Licht“ zur schrittweisen Abschaffung des Priesterzölibates gegeben hat und auch sich bisher noch uneinsichtig gegen die Einführung des Frauenpriestertumes erweist. Sie stehen so vor der Frage, ob sie in Deutschen Landen diese Modernisierungen auch ohne ein Ja aus Rom durchsetzen können, vertrauend auf ihre Machtstellung in der Katholischen Kirche, da sie ja Rom weitestgehend finanzieren: Was wäre der Vatican ohne das Deutsche Geld? Selbstverständlich erstreben sie keine nationale Partikularkirche, sondern dieser Irrweg soll das Laboratorium für die ganze Kirche sein, daß die Weltkirche dieser Synode hintermarschiert, daß an dieser „Synode“ die ganze Kirche genesen soll. Aber wenn das nicht auf einen Schlag realisierbar sein wird, dann könnte man doch hier eine modernistische Avantgardekirche kreieren, die dann ob ihrer Ausstrahlungskraft, das ist die enthusiastische Zustimmung zu diesem Konzept in den Medien, die Weltkirche „retten“, besser gesagt: zu Grunde richten wird! 

Zusatz:

"Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat die Wahrnehmung von Bischöfen beim Synodalen Weg kritisiert. "Bei den Beratungen des Synodalen Weges, bei denen sich Kräfte laut artikulieren, die die Kirche nach den Vorstellungen eines demokratisch regierten Gemeinwesens umgestalten und neu erfinden wollen, steht dementsprechend auch das Bischofsamt im Feuer", sagt Voderholzer laut Predigtmanuskript bei einem Pontifikalamt im Regensburger Dom am Dienstag. "   Kath de am 3.2.2021



 

Freitag, 11. September 2020

Notizen zur Selbstverachtung- das Eigene- Nein Danke

So äußert sich ein unter dem Pseudonym „Clark Darlton“ bekannter deutscher Schriftsteller, Walter Ernsting über den Schriftsteller Karl May: Karl May habe ja gut in die nationalsozialistische Zeit gepaßt, denn: „Es war immer sehr deutsch.Grauenhaft. Denn jeder Gute war ein Deutscher.“ Walter Ernstings frühe Einflüsse, Perry Rhodan report 150 in: Uwe Anton, Die Seele des Schulterreiters, Perry Rhodan Nr. 3068. Daß Karl May schon verstorben war, lang bevor es die NSDAP gab, interessiert hier nicht, es reicht schon, daß seine Romane deutsch waren, um sie jetzt zu Naziliteratur abzustempeln. Das Deutsche als solches sei schon grauenhaft. Und daß jeder Gute ein Deutscher sei in seinen Romanen, eine Aussage, die natürlich nicht stimmt, ist doch einer der bekanntesten Helden Mays, Winnetou ein Indianer und somit kein Deutscher, zeigt uns dann an, wie abscheulich dieser Autor sei.

Kann man sich vorstellen, daß die Tatsache, daß die Protagonisten der Romane Sartres und Camus m.W alle Franzosen sind, je diesen zum Vorwurf gemacht würde, oder daß in Dostojewskijs Werken die Hauptpersonen alle Russen sind? Nur in Deutschland ist es möglich, Romane zu verurteilen, weil da die Hauptpersonen,die Helden, weil es nun mal Abenteuerromane sind, deutsch sind. Und in Mays Heimatromanen treten selbstverständlich hauptsächlich Deutsche auf, weil sie nun mal in Deutschland spielen.

Nur die nach 1945 praktizierte Gleichsetzung von Deutsch=Nazi erklärt einen solche uns Deutschen jetzt eigene Selbstverachtung. Alles Deutsche ist, weil es einfach nur deutsch ist, schlecht. Seltsamerweise gibt man damit nachträglich Hitler sogar recht, denn der verstand sich ja selbst als einen deutschen Politiker, der alles, was er unternahm, nur für Deutschland tat- nur daß dies: „Alles für Deutschland“ jetzt als das Grauenhafte des Nationalsozialismus zu gelten habe.

Ohne diesen Nationalmasochismus ist aber das heutige Deutschland nicht zu verstehen. Diese Selbstablehnung bestimmt unsere Gegenwart. Wie kann aber ein Volk überleben, das sich selbst ablehnt?

Karl May gehört sicher zu den meist verkannten Schriftstellern Deutschlands. Was tun? Das beste: ihn lesen, aber bitte nur in der historisch-kritischen Ausgabe von Wiedenroth, die handelsüblichen sind leider alle redaktionell verschlimmbessert worden. So finden sich gerade seine großen Heimatromane, in denen er mehr als in den bekannteren Abenteuerromanen sein Erzähl- und Kompositionstalent erweist nur zerstückelt in den üblichen Ausgaben wieder, etwa: „Waldröschen“, „Die Liebe der Ulanen“, „Der verlorene Sohn“ und „Der Weg zum Glück“- Meisterwerke der Erzählkunst.

(Die wirklich große deutsche Literatur, etwa Thomas Manns „Der Zauberberg“, „Doktor Faustus“ oder Robert Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“ und das geniale Werk Thomas Bernhards würde ich nicht mehr unter dem Begriff der Erzählkunst subsumieren, hier wird nicht mehr einfach erzählt- aber was sind das dann für literarische Werke, oszillierend zwischen Roman und Essay? Müssen wir die nun alle auch verachten, weil diese Werke so ganz und gar deutsche Werke sind?)

 

Mittwoch, 8. Mai 2019

Christlicher Glaube-Nein zum Nationalismus?

Daß der christliche Glaube unvereinbar sei mit dem Nationalismus, gilt heute als so selbstver-ständliche Glaubenswahrheit, daß sie nicht mal mehr begründet zu werden braucht. Und wenn doch, dann reicht der Ausruf: Adolf Hitler war Nationalist. Wie nun aber, wenn gerade solche Selbstverständlichkeiten ideologische Konstrukte sind, die so jeder kritischen Erörterung entzogen werden sollen, vielleicht gerade, weil sie gar nicht selbstverständlich sind, daß sie aber so oft gelesen und gehört werden, daß sie den Schein, aber auch nur den Schein einer Selbstverständlichkeit annehmen. Oswald Spengler schrieb ja schon, daß als wahr gilt, was die Presse ununterbrochen wiederholend schreibt.
Fangen wir einmal ganz einfach an: Ein Mann sagt zu einer Frau: "Dich liebe ich!" Dann fügte er hinzu: "Weil ich jede Frau liebe, liebe ich auch Dich. Dich liebe ich wie jede andere Frau." Sagte das ein Ehemann zu seiner Frau, das wäre das Ende ihrer Ehe. Liebe ist immer eine Auszeichnung des Geliebten, ja das nicht Mitausgesagte: "Nur Dich und darum liebe ich alle anderen Frauen nicht!" gehört konstitutiv zu dieser Liebesaussage dazu. 
Was nun, wenn ein katholischer Moraltheloge erklärte, daß eine solche Liebe nicht nur unchristlich sei, sondern gar eine Sünde, weil der Mann als Christ alle, jede Frau zu lieben habe.Diese Bevorzugung  des nur Dich sei so unchristlich. Dann wäre die Ordnung der Ehe unchristlich, auch die Mutterliebe zu ihren eignen Kindern, wenn diese Liebe nicht jedes Kind der Welt einschlösse.
Was ist nun der Nationalismus anders als die Liebeserklärung an das eigene Volk, an das Vaterland, an die Heimat?  Aber hier protestiert die zeitgenössische Theologie: Unchristlich sei diese Liebe, weil sie die Liebe zu den anderen Völkern ausschlösse. Es sei unmoralisch, die Liebe ausgrenzend zu praktizieren. Das heißt aber, daß der Ehemann, der zu seiner Frau: "Dich liebe ich!" sündigt, wenn er nicht jede andere Frau genauso liebt wie seine Ehefrau. 
Aber Hitler war doch Nationalist! Hier muß eine desillusionierende Wahrheit angesprochen werden: Die Liebe, dies kraftvolle und starke Gefühl, sagt dem Liebenden nicht, was das Gute für den von ihm Geliebten ist, denn dies Gefühl bestimmt nur den Willen, das Gute für den Geliebten zu wollen, aber das nützt nichts, wenn der Liebende nicht erkannt hat und weiß, was das Gute für den Geliebten ist. Auch die Mutterliebe erlernt erst, was konkret für das geliebte Kind das Gute ist. Es wird der Liebe zu viel zugetraut, wenn gemeint wird, daß sie schon die Erkenntnis des Guten einschlösse. 
Das gilt auch für den Nationalisten, der sein Vaterland liebt- aber der deswegen lange noch nicht weiß, ob die friedliche Nutzung der Atomenergie für sein Volk gut oder nicht gut ist. Liebe erkennt nicht, sie fühlt. Sie sagt nur dem Denken: Suche das Gute für den Geliebten und dem Willen: Wolle das Gute für den Geliebten. So kann ein Nationalist ein sein eigenes Volk Schädigender werden, weil er das Gute für sein Volk verkennt.  

Zusatz:
"Ab 1. Mai tagt im Vatikan die Vollversammlung der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften. Drei Tage lang werden sich die Mitglieder mit dem Phänomen „Nationalismus“ befassen, der als Bedrohung gesehen wird, und vor dem mit Blick auf die EU-Wahlen gewarnt wird." Katholisch info am 1.5.2019         

Mittwoch, 28. November 2018

Ein politisierender Bischof: Wider Populismus und Nationalismus...für den Frieden

So legt sich ein Katholischer Bischof die politische Welt zurecht:
"Populismus und Nationalismus sind derzeit große Gefahren, meint Bischof Franz-Josef Overbeck. Am Totensonntag erinnerte der Militärbischof an das Ende des Ersten Weltkrieges und machte sich dabei besonders für Europa stark. " Katholisch de am 25.11.2018. Soll das nun so verstanden werden, daß schon an dem Ausbruch des 1.Weltkrieges der Populismus und der Nationalismus schuldig gewesen sei? Aber wo gab es denn da schon populistsche Bewegungen?Seit dem Versailler Vertrag gehört es zum guten Ton, daß Gutmenschen uns Deutsche als Alleinverschulder des 1.Weltkrieges ansehen, denn schließlich haben die Siegermächte uns rechtens allein die Kriegsschuld zugeschrieben in diesem Diktatsfrieden. Nur: Sind wir als Christen oder auch als Deutsche dazu verpflichtet, der Geschichte, wie sie die Sieger verfaßten,Glauben zu schenken? Vielleicht wäre es doch hilfreich, zu eruieren, was denn die Gründe dieses Weltkrieges wirklich waren, statt vorgegebene Phrasen einfach zu wiederholen, daß eben der deutsche Nationalismus schuld an allem trüge. Und warum wird dann das neue Feindbild desPopulismus noch in den 1. Weltkrieg rückprojiziert- sollen etwa Vorläufer der AfD die Verursacher des 1.Weltkrieges gewesen sein? 
Aber dieser Bischof kennt sich eben in der Politik aus und weiß eben, daß die europäische Integration das Gegenmittel zu dem deutschen Nationalismus ist:       "Die Idee der europäischen Integration wurde geboren als Friedensprojekt", sagte der Essener Bischof. Aus einstigen Erzfeinden seien Verbündete geworden, was sich in der deutsch-franzöischen und der deutsch-polnischen Freundschaft ausdrücke." Katholisch de am 25.11.2018. Hier kann man doch nur staunen, denn seit wann diente die Gründung der Euopäischen Wirtschaftsgemeinschaft, später zur EU umgefirmt und der  Aufbau der Nato dem Frieden? Ist es nicht offensichtlich, daß sich Westeuropa in der Nato und der die Nato wirtschaftlich stützenden EWG ein Instrumentarium schufen für einen Konfrontationskurs gegen die osteuropäischen Staaten unter der Führung der Sowjeunion, daß eben das Ziel nicht nur die Abwehr des Kommunismus war sondern ebenso der Wille zur Reintegration der sozialistischen Staaten in den Weltkapitalismus? Schon die Namensgebung spricht ja für sich, daß eben ein Teil Europas, der westliche unter der Hegemonie der USA sich für das ganze Europa erklärte und somit schon den Anspruch erhob, den Osten in das westliche Europa zu integrieren. Der Osten sollte westlich werden- das ist keinesfalls eine rein friedliche Absicht, sondern ein Ausdruck eines westlich- amerikanischen Expansionswillens.
Die potentielle Feindschaft zwischen den westeuropäischen Staaten  wurde so nur durch die Proklamation des gemeinsamen Feindes, dem Osten und der  Sowjetunion isb, überwunden. Die gewaltige Aufrüstung in West- und Osteuropa, der Kalte Krieg zeigt dann überdeutlich, wie wenig das westeuropäische Konzept der Nato und ihrer ökonomischen Basis, der EWG ein Friedenskonzept war und ist. Aus "Erzfeinden" wurden nur Freunde angesichts des gemeinsamen Feindes! Genau das Feindbild der Sowjetunion hielt die westeuropäischen Staaten unter der Vorherrschaft Amerikas zusammen, sodaß jetzt nach der Auflösung der sozialistischen Staaten des Ostens dies Feindbild wegfiel als das Vergemeinschaftungsprinzip Westeuropas. Nun wird zwar versucht, daß alte Feindbild zu revitalisieren in dem Feindbild Rußlands unter Putin, aber die Auflösungstendenzen der EU vitalisieren sich nun doch- man denke an den Austritt Englands aus der EU. 
Nein, die EU und die Nato sind und waren kein Friedensprojekt sondern gespeist aus dem Willen zur Expansion der Ordnung des Westens. Europa stand bis 1989 permanent an der Schwelle zum heißen Kriege, mal näher, mal weiter entfernt davon, aber der Krieg war immer als politische Möglichkeit vorhanden. Und für uns Deutsche hätte das gehießen, daß in diesem Kriege nun Deutsche gegen Deutsche Krieg geführt hätten! Für uns Deutsche hatte es in dieser so kriegsnahen Zeit nur eine Möglichkeit gegeben, aus diesem Unglück eines möglichen Krieges zweier Deutscher Staaten gegeneinander herauszukommen. Stalin bot uns 1953 die Möglichkeit einer Wiedervereinigung an, und daß wir als souveräner Staat dann unsere Interna selbst  regulieren könnten, wenn wir nur uns für neutral erklärten, also weder dem westlichen und dem östlichen Bündnissystem beiträten, bzw. wieder austräten.Selbstredend hat Stalin uns diese Offerte nicht ohne Eigeninteresse unterbreitet. So wäre eben ein neutrales Deutschland zwischen den Blöcken ein Sicherheitspuffer für die Ostblockstaaten, denn nun hätte der Westen den Ostblock nicht angreifen können, ohne zuvor Deutschland anzugreifen und besiegen zu müssen. Stalin agierte eben in den 50er Jahren eher defensiv, den Sozialismus im eigenen Lande aufzubauen und in den neu mit ihm Verbündeten zulasten einer weiteren Expansionspolitik, wie sie eigentlich die kommunistische Ideologie verlangte.
Aber die Regierung Wéstdeutschlands lehnte diese Offerte an, um im westlichen Bündnis, der Nato und der  EWG zu verharren. So verkauften wir um das Linsengericht der Mitgliedschaft in der Nato und in der EWG unsere nationale Einheit und Freiheit, die durch dieses Stalinangebot eine Möglichkeit geworden war.  
Nein, die Nato und die ihr subordinierte EU waren nie ein Friedensprojekt und die jetzige agressive antirussische Ausrichtung, aktuell mit dem Versuch, die Ukraine zum Fontstaat gegen Rußland aufzubauen, zeigt, daß weiterhin dies kein Friedensprojekt ist, sondern ein Mittel des Kampfes um die Vorherrschaft über Europa.