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Sonntag, 1. Februar 2026

Das Ende des Synodalen Weges : sein Abschlußdokument- purer Säkularismus

 

Das Ende des Synodalen Weges : sein Abschlußdokument-purer Säkularismus


So beeindruckend klingt der Titel dieses einstimmig beschlossenen End-dokumentes:“Für eine Welt, die Zukunft hat – mit einer Kirche, die Hoffnung macht. Die katholische Kirche in Deutschland auf dem Synodalen Weg.Eine Erklärung der Synodalversammlung.“

Am 31.Jänner 2026 wurde diese Erklärung verabschiedet. Sein erster Satz wird sicher in alle danach verfaßten Ecclesiologien eingehen ob seines revolutionären Neuansatzes des theologischen Bedenkens über das Wesen und die Aufgabe der Kirche! „Freude, Hoffnung, Angst und Leid der Menschen müssen das Handeln der Kirche bestimmen.“ Das Verb: „bestimmen“ ist ernst gemeint:Nicht bestimmt der Herr der Kirche, was und wozu seine Kirche ist,ein gewisser Jesus Christus, der aber in diesem Dokument nicht ein Mal erwähnt wird, sondern die Kirche müsse sich ganz auf ihre Adressaten kaprizieren, besonders ihren emotionalen Befindlichkeiten.

Was ist nun der Auftrag „unserer Kirche“, man beachte das besitzanzeigende „unsere“? „Denn unsere Kirche hat die Aufgabe, in unserer zerrissenen Welt die Frohe Botschaft sichtbar zu machen. Ihre Sendung ist es, sich aus Liebe zu Gott für die Menschenwürde und die Menschenrechte einzusetzen, für den Frieden in Freiheit, für Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.“

Was versteht dieser Text nun unter der Frohen Botschaft? Aus dem Text heraus ergibt sich dieser Gehalt der Frohen Botschaft: sich für die „Menschenwürde und die Menschenrechte einzusetzen“. Das ist nun nichts spezifisch Christliches und könnte von jedem atheistischen Humanisten und Anhänger der Französischen Revolution auch so vertreten werden.Das wird dann noch konkretisiert durch die Zielbestimmung: „Frieden in Freiheit, für Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.“ Meines Wissen stammt die Parole „Frieden in Freiheit“ von der CDU, ihrem Generalsekretär Geißler und ward gegen die Friedensbewegung gerichtet, dem eine zu große Nachgiebigkeit gegen Rußland vorgeworfen wurde: Wir müßten aufrüsten, um unsere Freiheit gegen Rußland zu verteidigen! Daß eine kirchliches Dokument von der Bewahrung der Schöpfung“ spricht, ist eine theologische Bankrotterklärung: Nur Gott kann seine Schöpfung bewahren, da sie das ganze Universum beinhaltet und nicht nur den einen Planeten Erde!


Aber viel wichtiger war diesem letzten Treffen doch der Kampf um die Demokratisierung der Kirche, der Kampf wider ihre hierarische Ordnung: „Mit der Synodalkonferenz wird die katholische Kirche in Deutschland ein Instrument gewinnen, um dauerhaft die systemischen Dimensionen des Machtmissbrauchs zu bekämpfen. Das Ziel der Synodalkonferenz ist es, Partizipation, Transparenz und Rechenschaft zu sichern, Diskriminierung zu

bekämpfen und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Die Synodalkonferenz führt durch gemeinsame Beratungen zu gemeinsamen Beschlüssen.“


Hiermit soll ein neues nationales Leitungsgremium installiert werden,in dem das Laien-ZK und die Bischöfe bestimmen da den Kurs der Kirche.Aber nun wird es problematisch:Laut Dom radio vom 30.Jänner 2026: Bischof Overbeck rechnet mit Ja aus Rom zu neuem Kirchengremium handelt es sich bei der Synodalkonferenz um ein kirchliches Beratungsgremium, wohingegen das Abschlußdokument von dort zu treffenden Beschlüssen spricht! Klar ist, daß die Vertreter des Synodalen Weges zur Verdemokratisierung der Kirche ein nationales Entscheidungsgremium einsetzen wollen,das so den Bischöfen übergeordnet ist. Das ist aber mit der hierarchischen Struktur der Kirche unvereinbar. Will nun etwa Bischof Overbeck Rom dies neue Leitungsgremium als einen Beraterkreis verkaufen, das faktisch aber ein Leitungsgremium sein soll- so eine Neuvariante des „trojanischen Pferdes“?


Diese Abschlußerklärung zeigt aber in erschreckender Weise den Grad der Selbstsäkularisierung der Kirche.Die christlichen Gehalte spielen keine Rolle mehr, man segelt ganz unter der Flagge des Menschenrechts-humanitarismus.Die Erklärung zeigt aber noch eines überdeutlich, daß es geelungen ist, die Mißbräuchsfälle für das linksliberale Deformprogramm der Kirche zu instrumentalisieren. Das "Kirchenvolksbegehren" von "Wir sind Kirche" ist nun avanciert zum offiziellen Reformprogramm der Kirche in Deutschland. Das Mittel dazu war das Konstrukt der sogenannten "sexualisierten Gewalt",daß also nicht die Gewalt eingesetzt würde, um sexuelle Begierden zu befriedigen, sondern daß die Mißbräuche im Herrschaftsinteresse der Kleriker ausgeübt werden, also ein Beherrschungsmedium des Klerikalismus sei.


Freitag, 5. Dezember 2025

Ein neuer Stardogmatiker, der der katholischen Theologie und Kirche den Krieg erklärt

 

Ein neuer Stardogmatiker, der der katholischen Theologie und Kirche den Krieg erklärt



Nicht auf Nebenschauplätzen kämpft Professor Seewald sondern er attackiert das Zentrum der christlichen Religion. Erteilen wir so diesem Kämpfer das Wort: "Wenn Jesus im Bett gestorben wäre, würden wir heute seinen Namen nicht mehr kennen und kein Wort mehr über ihn verlieren." Gerade das Scheitern Jesu mache einen wesentlichen Teil seiner Faszination aus, so Seewald weiter. "Die Faszination Jesu besteht ja auch darin, dass er eine gescheiterte Person ist und nicht auf der Seite derer steht, die alt und lebenssatt im Bett sterben." 1

Jesus sei also, als er am Kreuz starb, gescheitert! Na, ja bei so viel Begeisterung für den Gescheiterten kann ein Theologe schon mal Ostern vergessen. Da behaupten Ewiggestrige, Vorkonziliare, daß dieser Jesus von den Toten auferweckt und auferstanden sei! Dann wäre er aber kein Gescheiterter mehr und wie sollte man dann sich noch für ihn so begeistern können! Er stünde so aber auf der Seite der Verlierer. Was haben denn nun die Verlierer von diesem Jesus,daß auch er ein Verlierer gewesen sei?

Imaginieren wir uns das: Da setzte sich Jesus zu einen blinden Bettler, um ihm zu erklären: „Genauso arm wie Du bin ich und auch blind! So bin ich solidarisch mit Dir!“ Faktisch wäre er so nur ein Konkurrent um die Almosen der Vorübergehenden gewesen,sonst nichts.

Aber dieser Dogmatiker spricht auch noch eine Warnung aus: Was icht mehr zu lehren ist! „Gleichzeitig warnte der Dogmatiker davor, die christliche Erlösungslehre zu stark auf das Kreuz zu konzentrieren. Die Vorstellung, dass der Tod Jesu als notwendiges Opfer oder als eine Art Lösegeld zu verstehen sei, hält er für theologisch problematisch – davon "wahrt man besser einen intellektuellen Sicherheitsabstand".

Problematisch“, das ist nun eine höfliche Umschreibung dafür, daß man das nicht mehr lehren dürfe.Für ein Wohlfühlchristentum ist alles Problematische eben etwas das Harmoniebedürfnis Störrende. Daß in allen Religionen es einen Opferkult gibt,daß es zu den religiösen Pflichten gehört,den Göttern bzw dem einen Gott zu opfern und auch Versöhnungsopfer darzubringen, davon hat dieser „Theologe“ selbstverständlich noch nie etwas gehört.Dieser consensus gentium interessiert ihn nicht, ist ihm das doch einfach zu vulgär. Der ewig in seinen Rollen scheiternde Charly Chaplin oder einer der Woody Allen Figuren sind ihm halt genehmer.

Aber dieser „Dogmatiker“ kämpft noch an anderen Frontabschnitten gegen die Katholische Kirche. Da hatten nun avantgardistische Zeitgeist-surftheologen einen Plan ausgeheckt: Die Kirche bräuchte ein 3,Vaticanum: „Der laufende synodale Prozess könne zwar eine wichtige Grundlage schaffen, reiche aber nicht aus, so die Einschätzung der Experten. Irgendwann müsse es konkrete Entscheidungen geben, erklärte der Salzburger Fundamentaltheologe Hoff. Das betreffe etwa die Frauenordination, den Umgang mit homosexuellen Partnerschaften sowie neue Herausforderungen wie Klimakrise, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.“2 Die Einführung des Frauenpriestertumes und das Ja zum Homosex, das seien eben die wichtigsten Aufgaben der Kirche. Ach ja, eine Prise Technophobie neben dem Dogma der allein von Menschenhand verurachten Klimaveränderungen wären auch wohlfeile Tages-ordnungspunkte des erstrebten Konziles.

Aber der Höhepunkt wäre sicher der Kampf gegen den Rechtskatholizismus!Das „Zudem“ wird dabei aber dem anvisierten Gewicht dieses Tagesordnungspunktes nicht gerecht: „Zudem wachse ein "rechtskatholisches Moment", das darauf abziele, "eine offene Kirche in eine geschlossene Gesellschaft zu verwandeln". Unter der offenen Kirche ist selbstredend die gemeint, die Ja sagt zum Frauenpriestertum und zur praktizierten Homosexualität und die alles Conservative und Rechte auschließt, wie jetzt es vorbildlich die Münchner Jesuitenhochschule praktizierte, als sie einen Vortrag eines Philosophieprofessors absagte, da der zu conservative Positionen vertrete, die polarisierten. Vielleicht könnte man ja auf dieem Konzil alle exkommunizieren, die gegen die neuesten Erkenntnisse der LGBTQ- Lobby weiterhin darauf insistieren, daß der Mensch zweigeschlechtlich sei!

Aber unser Stardogmatiker erhebt hier Einspruch: So nicht! „Der Münsteraner Theologe Michael Seewald hält ein Drittes Vatikanisches Konzil derzeit für unsinnig. "Wäre es denn sinnvoll, dass 5.500 Männer über Zukunftsfragen entscheiden, während Frauen nur beratend dabei sein dürften?", sagte der Theologe im Interview mit der Zeitschrift "Publik-Forum". Kirche und Gesellschaft hätten sich seit dem Zweiten Vatikanum grundlegend verändert – besonders im Amtsverständnis und in den Geschlechterrollen. Dies müsse vor einem neuen Konzil in der Kirchenstruktur rezipiert werden.“

Ein Drittes Vaticanum wäre kein demokratisch legitimiertes Entscheidungsgremium.Zuerst müßte also das Konzil sich eine demokratische Ordnung geben, bevor seine Beschlüsse eine Gültigkeit beanspruchen könnten. Das Lebenselexier der Kirche sei eben eingedenk der Einsicht Heraklits: „Alles fließt“ der Wille, stets sich den sich veränderndem Zeitgeschmack einzupassen, das Nichtmehrgefällige abzustoßen und der Tagesmode zu folgen. So kann und darf die Kirche eben nicht mehr den für unsere Sünden gekreuzigten Jesus verkündigen, sondern den Verlierertyp Jesus, und überhaupt: Jetzt müsse die Kirche sich endlich verdemokratisieren und von dem Muff von 2000 jähriger Theologie sich verabschieden, wie es in der 68er Rhetorik hieß.Damit dieser Zeitgeistgeschmack eben auch getroffen wird, sei eine Verdemokratisierung der Kirche von Nöten, bevor überhaupt ein neues Konzil tagen könnte.

Aber vielleicht wäre der Königsweg der Kirche viel einfacher, daß sie eben auf alle Lehren verzichtet, sie als wahr zu behaupten und alles in die Beliebigkeit ihrer Konsumenten zu stellen. Aber wo bliebe da der hl. Keuzzug gegen Rechts!

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1 Kath de, am 3.12, 2025: Derzeitiges, auf Autorität setzendes Leitungsmodell der Kirche sei am Ende.Dogmatiker Seewald: Neues Konzil wäre aktuell Unsinn,

2 Kath de am 26. 11.2025: „Zeit reif für eine erneute grundlegende Klärung zentraler Streitfragen.Theologen fordern neues Konzil – Kirche am Wendepunkt.


Montag, 24. November 2025

Die Machtergreifung durch das Laien-ZK oder: „Auctoritas, non veritas facit legem“

 

Die Machtergreifung durch das Laien-ZK oder: „Auctoritas, non veritas facit legem“



Bei dieser Aussage ist zu beachten, daß es nicht heißt, daß die „auctoritasdas Gesetz geben solle oder geben möge, also nicht in einem imperativischen noch in einem optativischen Sinne gemeint ist, sondern aussagt, wie es sich real mit dieser Sache verhält. Es ist nun zu konzedieren, daß diese Tatsache das linksliberale Reform/Deformlager innerhalb der Kirche klar erfaßt hat, indem es sich auf die Machtfrage kaprizierte: Haben wir erstmal die Macht okkupiert, dann bestimmen wir auch den Kurs der Kirche zumindest hier in Deutschland. Der Synodale Weg war nun meisterhaft inszeniert, um den Weg zur Machtergreifung frei zu machen. Der Diskurs über die Mißbräuchsfälle wurde nun sehr geschickt dazu instrumentalisiert, um die schon recht eingestaubte Reformagenda der antikatholischen Initiative: „Wir sind Kirche“ mit ihrem Kirchenvolksbegehren als die einzig angemessene Antwort auf die Mißbräuchsfälle zu kredenzen.

Dabei setzte man die anvisierte Therapie voraus, um dann eine zu ihr passende Diagnose zu konstruieren. Die Therapie ist nun identisch mit den Kernforderungen des „Kirchenvolksbegehrens“. Da nun die Verdemokratisierung der Kirche, die Überwindung des innerlkirchlichen Klerikalismus, zu der wichtigste Forderung eingedenk der Einsicht, daß man zuerst die Macht zu ergreifen habe und daß man danach die einem vorschwebenden Inhalte durchsetzen kann, avancierte, wurde die Einsetzung eines die Kirche faktisch regierenden Leitungsgremiumes auf nationaler Ebene zur wichtigsten Aufgabe des Synodalen Weges. Dazu erfand man den Begriff der sexualisierten Gewalt.1 Damit sollte suggeriert werden, daß die Machtstrukturen der Kirche der Hauptgrund der sexuellen Mißbräuche sei, daß der Klerus per Gewaltanwendung seine Herrschaft errichtet habe und aufrecht erhielte. Eine besondere Gestalt dieser Herrschaftsgewalt soll nun ihre sexualisierte Gestalt sein. So sei es nun an der Zeit, einen Herrschaftswechsel durchzusetzen, damit der Klerus entmachtet und die Laien die Macht übernehmen.

Das neu so zu konzipierende Gremium, zuerst: „Synodaler Rat“ genannt jetzt umgefirmt zu der „Synodalkonferenz“ soll nun dieses neue Regierungsgremium der Kirche Deutschlands werden. Jetzt wird auf Kath de gejubelt, denn dieses Gremium ist nun einstimmig beschlossen worden auf der letzten Tagung des Synodalen Weges. Kath de bringt es auf den Punkt: „die Synodalkonferenz "berät und fasst Beschlüsse im Sinne 'synodaler Entscheidungsprozesse'" zu wichtigen überdiözesanen Fragestellungen.“2 Aus 81 Stimmberechtigten soll dieses Regierungsgremium bestehen, 27 wird das Laien-ZK bestimmen, 27 Bischöfe sollen dabei sein und 27 andere Personen werden noch dazugewählt. (Es ist mir noch nicht gelungen, herauszufinden, wie die dritte Gruppe dieses Gremiums hineingewählt werden sollen, aber ich gehe davon aus, daß das Laien-ZK so viel Einfluß darauf haben wird, daß nur ihm Genehme zu den 27 anderen zugelassen werden. )

Da nun die überwältigende Mehrheit der deutschen Bischöfe unter ihrem Vorsitzenden sich ganz zum Linksliberalismus bekehrt haben, garantiert dies Leitungsgremim einen klaren Grün-Roten Kurs. Die ZK-Voritzende proklamierte ja gleich den Kampf gegen Rechts als die Aufgabe der Kirche.3 Das ist doppeldeutig zu lesen: es bedeutet eben auch das Sich-Aufgeben der Kirche zugunsten der Gestalt einer linkspolitisch orientierten NGO, die so sich ihrer Finanzierung durch den Staat durch die staatlich eingezogene Kirchensteuer versichert. Wer Macht ausüben will, muß auch über Geld verfügen!

Ein Hürde gilt es nun noch zu überspringen, daß dies neue Leitungsgremium von Rom abgesegnet werden muß, damit es seine Gültigkeit erlangt.Ich bin kein Prophet, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß Rom dieses trojanische absegnen wird, da der jetzige Papst nicht einer der Konfrontation wie sein Vorgänger sondern eher ein Integrist ist.

Auctoritas, non veritas facit legem“, das heißt nun: Wir usurpieren jetzt die Macht, um dann zu bestimmen,was als wahr zu gelten habe in der Kirche.





1Dieser Begriff verkehrt die Mittel- Ziel Relation um: Nicht mehr wird Gewalt angewendet, um Sex zu erzwongen, sondern nun soll gelten: Zur Herrschaftspolitik gehöre die Unterdrückung auch durch die besondere Gestalt der Gewalt, der sexualisierten. Deshalb müsse nun die Herrschaftsmacht des Klerus beendet werden.

2 „Hart diskutiert, aber beschlossen: Satzung der Synodalkonferenz steht“ Kath de 22.11.2025.

3„Stetter-Karp: Neue Synodalkonferenz ist kein Papiertiger“ Kath de 22.11.2025

Montag, 15. September 2025

„Leo XIV.: 'Demokratie nicht notwendigerweise die beste Lösung für alles.'“

 

Leo XIV.: 'Demokratie nicht notwendigerweise die beste Lösung für alles.'“



Skandalös, aber wahr: So äußerte sich Papst Leo XIV laut dem so betitelten Kath net Artikel. In dem Artikel heißt es dann weiter: „Papst Leo sprach sich im Interview zudem dagegen aus, dass die katholische Kirche künftig durch demokratisch gewählte Gremien geführt wird.“.Die Aussage, daß die Demokratie nicht notwedigerweise die beste Ordnung sei, ist sicher nicht nur auf den Raum der Kirche zu beziehen, sondern alllgemein gemeint, auch wenn dann in dem Text die Frage einer Demokratisierung der Kirche im Vordergrund steht.

Bei der Frage der Demokratisierbarkeit geht es um die Spannung zwischen dem Willen zur Ursprungstreue und dem Willen, die Kirche zeitgemäß zu strukturieren, um so besser den Zeitgenossen erreichen zu können. Materialiter heißt das in der Regel, daß die Kirche sich der aktuellen Staatsform anähnelt, um so, wie die von den Staatsbürgern anerkannte Staatsform auch anerkannt zu werden. Die Gegenposition besagt, daß aus dem Glauben heraus, also theologisch die Ordnung der Kirche zu gestalten sei und daß heißt, die Ordnung, wie sie ihr der Herr der Kirche eingestiftet hat zu bewahren und zu entwickeln, Ein conservatives Bewahren und ein organalogisches Wachsen bilden dann die zwei bestimmenden Momente der Struktur der Kirche, die in ihrem Kern eine hierarische ist. Der Herr der Kirche setzte autokratisch seine 12 Apostel ein, nur sie lud er zur ersten Eucharistiefeier ein und sie bestimmten die Presbyter, mit denen zusammen die Apostel auf dem ersten Apostelkonzil die da anstehenden Entscheidungen trafen.

Es kann aber gefragt werden, ob jenseits der Kontroverse von dem Willen zur Ursprungstreue und dem pastoraltheologisch motivierten Willen zur Zeitgemäßheit auch rein spekulativ, das meint in dem dogmatischen Denken ohne einen Rekurs auf die hl,Schrift, die Tradition und das Lehramt diese Skepsis gegen die Forderung nach einer Demokratisierung der Kirche begründbar ist.

Da das Fundament der Kirche die von Gott selbst offenbarten Wahrheiten stehen, ich erachte die Reduction auf eine einzige offenbarte Wahrheit für problematisch, auch wenn das legitmierbar sein könnte durch die Aussage, daß Jesus Christus die Wahrheit sei, Denn so wird verdrängt, daß die ganze hl, Schrift das Fundament der Kirche bildet, daß so etwa die Wahrheit, daß Gott der Schöpfer und der Erhalter der Welt ist, nicht erst durch Gottes Sohn uns offenbart worden ist, auch nicht, daß Gott von uns als Gott kultisch verehrt werden soll, muß dem die Struktur der Kirche entsprechen: Denen die Offenbarung Gott anvertraute, die vermitteln die weiter und die dann den Nachfolgenden. Da nun keine allgemeinen jedem vernünftig Denkenden zugängliche Erkenntnisse das Fundament der Kirche bilden, bedarf es einer Vermittelungsstruktur und das ist eine hierarische Struktur.

Wenn dagegen die christliche Religion nur im Geiste der Aufklärung aus Vernunftwahrheiten bestünde und alles andere nur dekorative Ausschmückungen wären, die der Klerus als nur ihnen zugängliche Erkenntnisse anböt, dann ergäbe sich als die Struktur der Kirche der Kreis: Alle sind der Wahrheit gleich nahe und gleich ferne und durch den Dialog aller mit- und untereinander würden dann, ganz demokratisch die Erkenntnisse hervorgebracht werden. Simpler formuliert: Was die Mehrheit als wahr meint, hat dann auch als wahr zu gelten, bis sich die Mehrheitsmeinung ändert und die alte Wahrheit durch eine so neu hervorgebrachte ersetzt wird. Aber so lösen sich die wahren Glaubensgehalte der Kirche auf in einen Strom sich beständig ändernden Meinungen über Gott und seine Relation zu uns und unserer zu ihm. Was wahr war, wird somit herangestuft zu einer zu einem bestimmten Zeitpunkt als wahr festgesetzten Meinung, die nur als wahr gelten könne, da sie demokratisch hervorgeracht worden sei und immer auch revidierbar sei.

Die Vorstellung einer offenbarten Wahrheit setzt dagegen voraus, daß Gott als sich erkennender und wissend, was er von uns Menschen will, das offenbart und daß diese Offenbarung an dafür eigens Erwählte sich ereignet, die dann die ihnen eigenen Erkenntnisse weitervermitteln. Statt der Struktur des Kreises entsteht so die Struktur der Pyramide, daß das ursprünglich nur Gott eigene Wissen von Oben nach unten weitervermittelt wird. Der sinnfällige Ausdruck dafür ist die von der Kanzel herab der Gemeinde gepredigte Lehre der Kirche. Für eine verdemokratisierte Kirche steht so die Struktur des Kreises, und als die Kirchenorganisationsform die Rätestruktur während für die Pyramide die hierarische Struktur steht.1 So ist es auch kein Zufall, daß die platonische Philosophie in ihrer Staatslehre zu einer aristokrstischen Herrschaft der Philosophen tendiert,während die Demokratie der Französischen Revolution mit einem Atheismus einherging.

Die entscheidende Differenz ist dabei: Gilt es eine vorhandene Wahrheit zu erkennen und dann auch anzuerkennen oder gilt es, Wahrheiten hervorzubringen, also bestimmte Meinungen zur Geltung zu bringen, indem sie durch ein formal korrektes Verfahren zu Wahrheiten erhoben werden. "Auctoritas non veritas facit Legem" , Thomas Hobbes und Carl Schmitt zu eigene Position, müßte dabei im Geiste der Demokratie so umgeformt werden: Das korrekte demokratische Entscheidungsverfahren substituiert die Auctoritas, das festsetzt, was als wahr zu gelten habe, was als ein Gesetz zu gelten habe. Theologisch ist die Aussage: "Auctoritas non veritas facit Legem" aber wahr, denn Gott allein setzt, was wahr und was unwahr ist kraft seiner Auctoritas als seine Dezision. 



1Donoso Cortes urteilte dann, daß dem Glauben an einen als Person geglaubten Gott die Staatsform der Moarchie, dem Pantheismus die Staatsform der Demokratie korreliere. Man könnte hinzufügen, daß dann dem Atheismus die Anarchie korreliere, sofern nicht ein Ersatzgott eingeführt wird.

Mittwoch, 6. August 2025

Ein orthodoxes Plädoyer für eine demokratisch sich verstehende Kirche -ein irritierend kluger Gedanke!

 

Ein orthodoxes Plädoyer für eine demokratisch sich verstehende Kirche -ein irritierend kluger Gedanke!



Wer noch ganz unzeitgeitgemäß die Mahnung des Apostels Paulus im Ohr hat: „Habet Acht auf euch und auf die gesammte Herde,in welcher euch der heilige Geist zu Bischöfen gesetzt hat, die Kirche Gottes zu regieren, welche er mit seinem Blute erworben“, (Apg 20,28), wobei hier der Vulgatatext das griechische „weiden“ mit „regere“= regieren angemessen übersetzt im Gegensatz zur Einheitsübersetzung, die mit „sorgen“ das Gemeinte nicht ganz trifft, dem muß die Vorstellung einer demokratischen Kirche ad hoc sehr dubios vorkommen: nicht durch die Gläubigen sondern durch den Heiligen Geist eingesetzte Bischöfe, die die Kirche zu regieren haben! Die Demokratie bedeutet im Kontrast dazu doch die Selbstregierung der Kirche, in der sich Kirchenvorsteher doch nur durch ihr demokratisches Gewähltseinworden legitimieren könnten.

Aber für so manchem Leser der „Orthodoxie“ von G.K.Chesterton irritierend plädiert gerade dieser für ein demokratisches Kirchenverständnis! Das macht eben auch das Charakteristische dieses genialen Denkers aus, daß er immer wieder seine Leser durch ganz und gar unorthoddoxe Gedankengänge irritiert, denen der Leser trotzdem spontan zustimmt, so überzeugend werden sie vorgebracht. Es soll so Chesterton das Wort in dieser Causa erteilt werden:

Wenn wir bei den Alltagsgeschäften der einhelligen Meinung gewöhnlicher Menschen große Bedeutung beimessen1, dann ist nicht einzusehen, warum wir diese Meinung geringschätzen sollten, wenn es sich um Geschichte oder Volksüberlieferung handelt. Tradition bedeutet, daß man der am meisten im Schatten stehenden Klasse2, unseren Vorfahren,Stimmrecht verleiht.Tra- dition ist die Demokratie für die Toten.Sie ist die Weigerung,der kleinen,anmaßenden Oligarchie3 derer,die zufällig gerade auf der Erde wandeln,das Feld zu überlassen.“ 4

Die Lehre der Kirche, das sei die Tradition, dtas, was all die vor uns Warenden geglaubt haben und was wir nicht gegen sie nun abschaffen dürfen, wenn wir uns als Demokraten verstehen. Wir Heutigen müßten eben den Glauben der vielen vor uns als auch für uns verbindlichen respektieren, da wir uns nicht anmaßen dürften, willkürlich sich dagegen zu stellen wie eine Oligarchie, die den Willen der Mehrheit einfach mißachtend regiert. Die Bejahung der Tradition gehöre so konstitutiv zu einer sich demokratisch verstehenden Kirche. Nichtdemokratisch wäre es, wenn wir Jetzigen einfach die Tradition für nicht mehr maßgeblich verwerfen würden, auch wenn dies unter dem Gewand einer Modernisierung bzw Weiterentwickelung der Tradition unternommen wird.

Chesterton führt diesen Gedanken nun weiter aus: „Bei unseren Beratungen sind die Toten zugegen.Die alten Griechen stimmten mit Steinen ab; jene stimmen mit Grabsteinen ab.All das ist ganz in Ordnung und vorschriftsgemäß,da die meisten Grabsteine wie die meisten Wahlzettel mit einem Kreuz markiert sind.“5

Dies evoziert aber eine gewichtige Anfrage: Kann in der Kirche das als wahr gelten, wofür die meisten, die allermeisten gestimmt haben? Wird Jesus als der Christus rechtens geglaubt, weil die Mehrheit oder alle Christen am Anfang ihn als den Messias geglaubt haben, sodaß wir Jetzigen nun diesem Entscheid unsererseits zuzustimmen hätten, da bis jetzt die Mehrheit aller vor uns auf Erden gewesenen Christen diesem Glauben zugestimmt haben? Als Jesus seine Schüler frug: „Und für wen haltet ihr mich?“ und Petrus antwortete: „Für den Christus“, war da dieses Bekenntnis wahr, weil alle oder die Mehrheit seiner Schüler dieser Aussage zustimmten?

Die Aussage, der 30 Jährige Krieg begann 1618 ist doch auch nicht deshalb wahr, weil jeder Historiker dieser Aussage zustimmt. Man könnte so meinen, daß nur bei Fragen, wo nicht erkannt werden kann, ob eine Antwort wahr oder falsch sei, die Antwort dann als wahr gilt, die die meiste Zustimmung erhält. Bei dem europäischen Singwettbewerb gilt das Lied als das beste, das am meisten Punkte auf sich versammeln kann aber als Musikkenner dürfte man wohl ein großes Fragezeichen in dieser Entscheidung setzen, daß die Quantität der Jastimmen zu einem Lied die Qualität des Liedes bestimmt.

Aus der orthodox katholischen Perspektive gilt, daß die Tradition wahr ist, weil Jesus Christus das lebendige Haupt seiner Kirche ist,sdaß er dafür sorgt, daß die Kirche nie in Gänze irren kann, sondern nur einzelne Glieder von ihr. Das, was die Kirche so zu allen Zeiten und allen Orten geglaubt hat, ist so wahr, weil die Kirche in der Kraft des Heiligen Geistes ihre Tradition herausgebildet hat. Deswegen sagt ja auch Jesus zu Petrus, daß sein Bekenntnis, daß Jesus der Christus ist, ihm durch Gott selbst offenbart worden ist (Mt 16,17)und daß so dies Bekenntnis nicht das Ergebnis seiner Interpretation der Person Jesu sei. 

Corollarium:

Es fehlt dem demokratischen Verständnis der Kirche der Begriff der Offenbarung Gottes, die sich selbst in der Kirche expliziert. Das verlangt nämlich eine Dezentrierung des Menschen in der Kirche.

1Ein ironischer Unterton ist hier aber nicht überhörbar, denn in der Demokratie wählt ja der gewöhnliche Mensch die Regierung.

2Das ist eine feine Anspielung an das marxistische Theorem von der unterdrückten Arbeiterklasse.

3Die Oligarchie wird hier als die Antithese zur Demokrtie verwendet, daß Wenige und nicht alle herrschen.


4Chesterton, Orthodoxie, 2015, S.99.

5A.a.O. S.100.

Montag, 2. Juni 2025

„Unverbindlich Mitberaten genügt nicht für überzeugende Synodalität“ Vorwärts im Kampf gegen die Ordnung der Kirche!

 

Unverbindlich Mitberaten genügt nicht für überzeugende Synodalität“ Vorwärts im Kampf gegen die Ordnung der Kirche!



Der Kath de Standpunktkommentar vom 2.6.2025 stellt klar, womit sich das linksliberale Deformlager nicht zufrieden geben wird: Unter der „Synodalität“ müsse verstanden werden, daß die Kirche enthierarichiert würde, sodaß Laien gleichberechtigt mit den Bischöfen und wohl dann auch mit dem Papst die Kirche regierten. Das heißt auf Deutschland bezogen, daß das nun im Geiste des Synodalen Weges neu konzipierte nationale Kirchengremium, auch wenn es nun nicht mehr:“Synodaler Rat“ heißen kann, ein Beratungs- und Leitungsgremium zu sein habe.

Der Kommentar stellt dann sachgemäß fest, daß dies Anliegen nicht mit dem 2.Vaticanum vereinbar sei, denn da steht nun mal (leider) geschrieben: „Die Bischöfe haben "das heilige Recht und vor dem Herrn die Pflicht, Gesetze für ihre Untergebenen zu erlassen, Urteile zu fällen und alles, was zur Ordnung des Gottesdienstes und des Apostolats gehört, zu regeln", und diese Gewalt üben sie persönlich aus“. Diese Aussage des Konziles kommentiert nun der Standpunktkommentar so: „Absolute Monarchie, nicht partizipatorische Demokratie ist die korrespondierende säkulare Herrschaftsform.“

Das meint, daß die Synodalität sich zur hierarchischen Struktur der Kirche so verhalte wie die partizipatorischen Demokratie zur absoluten Monarchie.Dabei bilden die Hierarchie und die absolute Monarchie die Negativfolie für die Synodalität als eine Form der partizipatorischen Demokratie. „Das ist lehramtlich abgesichert.“, gemeint ist der hierarische Aufbau der Kirche, den leider auch noch das letzte Reformkonzil bestätigt hatte. Aber dann wird zum Angriff auf die Hierarchie und somit auch auf die Ecclesiologie des 2.Vaticanumes geblasen: „Und dennoch bröckelt die Plausibilität dieser hierarchischen Verfasstheit. In der säkularen Welt hat sich die Demokratie als jeder Autokratie moralisch und in ihren Ergebnissen überlegen erwiesen. Das strahlt auf die Gläubigen aus, die in der Welt gleichberechtigte Staatsbürger sind.“

Die Kirche habe also das Ordnungsprinzip der westlichen Demokratie zu übernehmen, sich dieser Staatsordnung anzugleichen und warum? Weil sich die Demokratie als moralisch überlegen erwiesen habe! Hier kann man nur staunen: Worin soll denn die moralische Überlegenheit der jetzigen Demokratie Deutschlands gegenüber dem Kaiserreich 1871 bis 1919 bestehen? Etwa in den mehr als 100.000 pro Jahr getöteten Kinder im Mutterleibe, in der progressierenden Säkularisation oder etwa in der Homoehe? Bei noch so intensiven Suchens kann ich keinen Punkt finden, in der unsere jetzige Demokratie moralisch dem Kaiserreich überlegen wäre!

Dann soll die Demokratie effektiver sein, als „in ihren Ergebnissen überlegen“. Daß ein gewaltiger technischer Fortschritt seit dem Kaiserreich gegeben sich ereignet hat, ist unbestreitbar, aber verdankt der sich der Demokratie. Auch China erlebt einen gewaltigen technischen Fortschritt und wird nicht demokratisch regiert, ja man darf sogar skeptisch sein, ob dieses Land heute technisch und ökonomisch da stehen würde, wo es jetzt steht, wenn es nach dem Sturz der chinesischen Kaiser demokratisch regiert worden wäre. (Einst warf man China vor, daß ob ihrer Planwirtschaft die Wirtschaft nicht effektiv sein könne, nun, daß ihre ökonomischen Erfolge mit der fehlenden Demokratie erkauft würden.)

Ob 3 Millionen Arbeitslose und 1,6 Millionen Menschen, die auf die Armenspeisungen der „Tafel“ angewiesen sind, nun für den Erfolg der westlichen Demokratie in Deutschland sprechen, dürfte auch bezweifelt werden, nicht aber daß im Kaiserreich durch Bismarck die Fundamente eines modernen Sozialstaates gelegt worden sind.

Aber noch problematischer ist die Behauptung, die Kirche müsse sich einfach der jetzigen Staatsform angleichen: Weil der Bürger, präziser der Citoyen sch als gleichberechtigter Staatsbürger wahrnehme, müsse er so auch in der Kirche gelten. Daß die Kirche zwar in der Welt ist, aber nicht aus ihr ist, und deswegen der Welt gegenüber etwas anderes ist, verkennt dieser Kath de Kommentar völlig.Die Kirche hat nun mal ihren Auftrag wie ihre innere Ordnung nicht sich selbst gegeben und kann dann auch beides nach ihrem Belieben ändern, sondern beides hat sie von ihrem Herrn: ihren Auftrag wie ihre Organisationsstruktur. Das Wesen der Kirche wird hier völlig verkannt, indem sie als ein rein weltliches Konstrukt betrachtet wird, das ganz frei sich jede ihm wohlgefällig erscheinende Organisationsstruktur geben könne. 

Corollarium

Das sonst als so reomerisch bejubelte 2.Vaticanum wird hier bedenkenlos in seiner Ecclesiologie als inakzeptabel verworfen. Signifikant ist dabei der völlige Verzicht auf eine theologische Begründung.









Donnerstag, 15. Mai 2025

„Nicht der Zölibat ist das Problem“ - eine progressive Pfarrerin widerspricht der Reformagenda des Synodalen Weges!

 

Nicht der Zölibat ist das Problem“ - eine progressive Pfarrerin widerspricht der Reformagenda des Synodalen Weges!


So charakterisiert der „Tagespost Kommentar vom 14.5.2025: „Nicht der Zölibat ist das Problem“ diese protestantische Pfarrerin: „Wer das jüngst erschienene „Spiegel“-Interview mit der evangelischen Pfarrerin Maike Schöfer liest, begegnet einer Theologin, die mit kaum zu überbietender Selbstsicherheit die gängigen Positionen des dem Zeitgeist verfallenen Protestantismus sowie ultraliberaler, an deutschen Hochschulen sitzender Berufskatholiken vorträgt: Von Sexualität als sakralem Erlebnis bis zu Selbstbefriedigung als Akt der Selbstliebe, über einen Gott mit Gendersternchen und die Bibel als patriarchales Herrschaftsinstrument, alles ist dabei.“ Diese Frau würden die Regenten des Synodalen Weges mit Begeisterung als katholische Priesterin begrüßen, wenn, ja wenn sie nicht dieses ausgesagt hätte:

Nicht der Zölibat ist das Problem“. Aber die Deformagenda, dies Wunschprogramm des linksliberalen Katholizismus wird noch ärger desavouiert: „Schöfer verweist auf die evangelische Kirche, in der es keinen Zölibat gibt, wohl aber Missbrauchsfälle. Auch dort, wo vermeintlich flache Hierarchien und sexuelle Selbstbestimmung herrschen, haben sich Abgründe aufgetan. Belegt wurde dies unter anderem durch die vielbeachtete „Forum-Studie“. Ihre Schlussfolgerung: Nicht der Zölibat ist das Problem, sondern Machtmissbrauch, fehlende Kontrolle und strukturelles Wegsehen.“

Damit wird ausgesagt, daß weder die anvisierte Enthierarchisierung der Kirche unter dem Banner der Versynodalisierung noch der Verliberalisierung der Sexualmorallehre mittels der Parole der sexuellen Selbstbestimmung das Problem der Mißbräuchsälle in der Kirche lösen würden. Diese Mißbräuchsfälle ereigneten sich ja genauso in der evangelischen „Kirche“, in der die gesamte Deformagena schon längst umgesetzt worden ist.

Allerdings fällt ihre Ursachenerforschung der Mißbräuchsfälle nun selbst sehr dürftig aus. Warum wird denn da die Macht mißbraucht, warum existiert da keine Kontrolle und warum ereignet sich da ein „strukturelles Wegsehen“? Die Täter und das Warum sie das tuen, wird völlig ausgeblendet und stattdessen nur Strukturen für diese Vorfälle verantwortlich gemacht. Es scheint so Taten ohne Täter zu geben! Der gesamte Bereich der Sexualität wird somit aus dem Diskurs über die Mißbräuchsfälle entfernt. Bei einer progressiven Theologie, für die die Sexualität, egal wie sie praktiziert wird, etwas nur Positives ist, irritiert das nun nicht, kann doch etwas nur Gutes, die ausgelebte Sexualität nicht in einen Zusammenhang gebracht werden mit den Mißbrauchsfällen.

Eine unkontrollierte Macht führe also zu den Mißbräuchsfällen, die im Prinzip nichts mit der Sexualität zu tuen haben soll! Denn für den Sex soll gelten, was der hl. Augustin so formulierte: Ama et fac quod vis“= Liebe und tue, was Du willst“. Nur hat der hl.Augustin damit nicht einen Freibrief für jede beliebig praktiziere Sexualität ausstellen wollen. Nur verschließt eben eine progressive Theologie die Augen vor der Wahrheit, daß eine moralisch nicht regulierte Sexualität höchst destruktive Gestalten annehmen kann, wie es Marquise de Sade1 in seinen Werken so beeindruckend zu Papier gebracht hat.


1Dieser Autor wird im deutschen Sprachraum meist unterschätzt, da es bei uns nicht gängig ist, daß Philosophen ihre Philosophie in literarischen Werken entfalten, wie es in Frankreich usus ist, von Voltaire, Rousseau bis Sartre und Camus. Könnte man sich überhaupt einen Roman, geschrieben von Kant oder Hegel überhaupt vorstellen? De Sade verstand sich selbst als einen raicalen Aufklärer, und so will er auch gelesen werden.

Sonntag, 15. Dezember 2024

Droht die Machtübernahme durch das Laien-ZK? Der Synodale Ausschuß tagte und kämpfte

 

Droht die Machtübernahme durch das Laien-ZK? Der Synodale Ausschuß tagte und kämpfte

Ein neues Kirchengremium soll in Deutschland das Licht der Welt erblicken, aber sein angekündigter Taufnahme mißfiel dem Vatican und so muß ein neuer weniger anstößiger erfunden werden. Aber in der Sache soll es beim alten Konzept bleiben: Ganz beflügelt vom päpstlichen Kampf wider den Klerikalismus gälte es nun, die Kirche zu enthierachisieren, also zu verdemokratisieren und somit auch zu laisieren. Von diesem noch namenlosen Gremium soll gelten, „dass von diesem „zusammen beraten und entschieden“ werden müsse, aber mit „Rücksicht auf die Bischöfe“. So berichtet es die „Tagespost“ am 14.12.2024 in dem Bericht: „Bilanz zum Synodalen Ausschuss:„Synodaler Rat“ soll unter neuem Namen starten.“

Das neue Leitungsgremium soll aus insgesamt 100 Personen bestehen, 27 stellt dabei das Laien-ZK, 27 sollen aus den Bistümern kommen und 27 Bischöfe. 19 Personen sollen dann noch koptiert werden, sie werden also von diesen vorig gennanten Gruppen gewählt. Eine Zweidrittel sei dann für die Gültigkeit eines Beschlusses nötig. 75 Jastimmen braucht also ein Antrag. Ohne die 27 Bischöfe werden aber die anderen Gruppen nur 73 Stimmen zählen, also müßten wenigstens 2 Bischöfe auch mit Ja stimmen, da sonst die nötige Mehrheit verfehlt würde. Die Leitung der Kirche durch ihre bischöflichen Hirten reduziert sich so auf die Option, daß, wenn alle vereint mit „Nein“ stimmen, ein Vorhaben des Zks , bzw der Laien verhindert werden kann. Minderheitenvoten könnten auch publiziert werden, wenn sie, so nach der „Tagespost“ als berechtigt angesehen werden. Was als berechtigt angesehen wird, entscheidet dann selbstverständlich dies zukünftige Leitungsgremium, wozu aber eine 75 prozentige Mehrheit gebraucht werden wird.

Das stellt das faktische Ende der hierarchisch strukturieren Kirche dar, gleichgültig auf welchen Namen dies Trojanische Pferd dann getauft wird. Der römischen Kritik an dem Konzept des „Synodalen Rates“ trägt der Synodale Ausschuß nun nur in soweit seine Beachtung, als daß nun für die Gültigkeit eines Beshlusses auch 2 Jastimmen von 27 möglichen der Bischöfe verlangt sein werden, daß also die Bischöfe alle Beschlüsse blockieren könnten, wenn sie vereint: Nein sagen würden. Leiten können sie überhaupt nicht mehr, sie müssen über Mehrheiten der Laien für ihr Vorhaben gewinnen. Wer auf die bisherige Praxis des „Synodalen Weges“ blickt, wird nicht verkennen können, daß das faktische die Herrschaft des ZKs bedeutet, daß faktisch diese hundertköpfige Versammlung nur ein Abnickgremium des Laien-ZKs sein wird. Durch die Ausgrenzungsbeschlüsse gegen die AfD und damit aller, die sagen wir mal rechts von der Exbundeskanzlerin Merkel sich positionieren, ist auch gesichert, daß dies neue Gremium nur aus politisch Korrekten besteht, daß somit auch richtig entscheiden wird.





Dienstag, 10. Dezember 2024

Wenn ein Wahlvolk sein Wahlrecht mißbrauch und eine Wahl deshalb wiederholt werden muß

 

Wenn ein Wahlvolk sein Wahlrecht mißbrauch und eine Wahl deshalb wiederholt werden muß

Eine Wahl ist genau dann demokratisch verlaufen, wenn das Wahlvolk die richtige Partei und die richtigen Kandidaten wählt. Nun ereignete sich in Rumänien ein Skandal, der so noch nie dort sich ereignet hat: Das Volk wählte überraschenderweise einen rechten und als prorussisch diffamierten Kandidaten im 1. Wahlgang mit großer Mehrheit, sodaß dieser in die Stichwahl gekommen wäre. Die „Freie Welt“ berichtet dazu am 10.Dezember 2024 in dem Artikel „Die EU im Krisenmodus und mit Demokratie auf Kriegsfuß“ : „Präsidentschaftswahl in Rumänien wird wiederholt.Der Wahlvorgang für die Kür des Präsidenten in Rumänien endete wie erwartet: Wegen mutmaßlicher Wahlbeeinflussung durch TikTok ordnet das Verfassungsgericht Rumäniens die Wiederholung der Präsidentschaftswahl an.“

Angeblich hätten viele Wähler auf den Internetseiten von „TicTok“ manipulierende Texte gelesen, sodaß sie den falschen Kandidaten gewählt hätten. Ob und wie viele diese Internetseiten gelesen hätten, dazu konnte das Gericht nichts sagen, es reichte einfach die Behauptung einer Beeinflussung durch die Wähler, um die Wahl als ungültig zu erklären.

TikTok wies die Vorwürfe unterdessen zurück. Der Blog merkt zudem an, dass TikTok in Rumänien nur von einer Minderheit verwendet wird. Wahlsieger Călin Georgescu spricht von einem »Putsch«, Kontrahentin Elena Lasconi verurteilt die Entscheidung ebenfalls als »illegal und demokratiefeindlich«.“

Ein Szenenwechsel: Ein Klassenlehrer läßt eine Schülerbibliothek einrichten: Romane von den Klassenkameraden zum Lesen empfohlen reingestellt, um so die Lesebereitschaft zu erhöhen. Aber dann ereigneten sich besorgniserrende Mißbrauchsfälle: Die Schüler stellten statt Romane Comichefte in die Schülerbibliothek. Da sah sich der Aufsichtslehrer genötigt, zu intervenieren und er hob die Bibliothek auf.

Vergleichbar ist die westliche Demokratie konzipiert: Solange das Volk die richtigen Parteien und Kandidaten wählt, also prowestliche antirussische, ist die Welt in Ordnung, mißbraucht das Volk aber sein Wahlrecht, dann muß interveniert werden. Da es in jedem Staate, solange es da noch eine Pressefreiheit gibt, auch Medien existieren, die die falschen Parteien unterstützen, kann somit jede stattgefundene Wahl als ungültig, da durch diese falschen Medien manipuliert, dysqualifiziert werden: Sie war ungültig. Eigentlich könnte es so gesehen nur wirklich demokratische Wahlen geben, wenn die Pressefreiheit abgeschafft und nur noch prowestlich antirussische Medien vorhanden sind.

Also, die Rumänen müssen noch lernen, wie sie demokratisch wählen und deswegen müssen sie noch mal wählen- solange, bis das Ergebnis stimmt.Oder könnte man nicht einfach die Kandidatur des falschen Kandidaten gerichtlich verbieten?

In der Katholischen Kirche Deutschlands geht man da viel gescheiter mit der Gefahr eines möglichen Wahlmißbrauches um! Da nun der Synodale Weg die Verdemokratisierung der Kirche auf die Tagesordnung gesetzt hat, er eine Rätekirche anstrebt, müssen ja Vorkehrungen getroffen werden, daß nicht falsche in die Entscheidungsgremien gewählt werden können. Die einfache und schlichte Lösung lautet, daß „Rechten“ einfach das passive Wahlrecht entzogen wird: Die Falschen dürfen erst gar nicht gewählt werden und würde doch einer gewählt,kann ihm das Mandat wieder entzogen werden. Diese Anti-AfD- Gesetzgebung wird natürlich von allen Demokraten bejubelt, zeigt hier doch die Kirche mustergültig, wie sie jeden Mißbrauch des Wahlrechtes auszuschließen weiß! Unter der Demokratie versteht man nämlich, daß der Bürger zwischen verschiedenen Kandidaten der Blockparteien frei wählen darf, aber er mibraucht diese Freiheit, wählt er andere Nichtblockparteien.



Mittwoch, 20. November 2024

Der Synodale Weg marschiert weiter....in den Abgrund -Altes neu aufgekocht

 

Der Synodale Weg marschiert weiter ….in den Abgrund



Die Laien-ZK-Vorsitzende stellt fest: „Die Weltsynode stärkt die Reform-bemühungen“, (Kath de am 19.11.2024), um dann diese Stärkung wie folgt zu konkretisieren:“Sie halte es für realistisch, dass 2026 ein Gremium eingerichtet werde, in dem Laien und Bischöfe gemeinsam in die Verantwortung gehen. "Für pastorale Grundsatzfragen, aber auch für die Finanzen."

Der Synodale Rat, auch wenn man sich genötigt sehen sollte, diesem Kinde einen anderen Namen zu geben, soll also in 2 Jahren installiert werden, um die hierarische Ordnung der Kirche durch eine Räteordnung zu ersetzen, diesmal aber nicht durch Arbeiter- und Soldaten-Räten, wie es die Bolschewisten propagierten, sondern durch einen Rat, in dem Bischöfe und Laienfunktionäre den Kurs der Kirche Deutschlands bestimmen sollen.

Ein interessantes Narrativ liegt dem als eine Legitimtionserzählung zugrunde. Am Anfang stand die antikatholische Reformbewegung: „Wir sind Kirche“ mit ihrem „Kirchenvolksbegehren“, deren Zentralforderungen hießen:die Einführung des Frauenpriestertumes, die Bejahung der Homosexualität, die Liberalsierung der Morallehre und die Abschaffung des Zölibates. Um diese Ziele verwirklichen zu können, verlangte diese Reformbewegung die Demokratisierung der Kirche. Als nun die Mißbräuchsfälle publik wurden, wurde dies altlinksliberale Reformprogramm wieder entstaubt und als die notwendige Reaktion auf die Mißbräuchsfälle neu aufgelegt. Dazu bediente man sich eines rhetorischen Kunstgriffes, indem der Kirche zueigenen systemischen Gründe für die sexuellen Mißbräuche erfunden wurden.

Diese systemischen Gründe korrelierten nun genauestens mit der linksliberalen Reformagenda des sog „Kirchenvolksbegehrens“, daß eben die nichtdemokratische Ordnung der Kirche, der Zölibat und die Morallehre der Kirche schuld seien an den Mißbrauchsfällen. Daß in der evangelischen Kirche, die all das nicht hat, ebenso viele Mißbräuchsfälle sich ereigneten, tangierte das katholische Reformlager nicht, denn man will unbedingt an diesem Narrativ der systemischen Gründe festhalten zu der Legitimierung ihrer Reformagenda. Daß selbst die in Auftrag gegebenen Studien zu diesen Vorfällen keinen kausalen Zusammenhang zwischen den Mißbräuchsfällen und dem Zölibat, der hierarischen Ordnung usw feststellen konnten, verunsicherte das Reformlager auch nicht: Man glaubt fest an sein Narrativ.

Die Spitzenleistung dieser Legitimierungserzählung der Reformagenda ist die Kreierung des Begriffes der sexualisierten Gewalt. Dieser Begriff dient in erster Linie dem Täterschutz und soll darüber hinausgehend noch mals die Reformagenda legitimieren. Der entscheidende Grund der Mißbräuche sollen nämlich nicht die sexuellen Begierden der Täter sein, sondern deren Machtwille, der Wille der Kleriker, über das Volk herrschen zu wollen. Ginge man nämlich statdessen realistisch davon aus, daß zur Befriedigung sexueller Begierden Gewalt angwendet wird, da die Opfer nicht freiwillig zum Sex bereit sind, müßte die Frage erörtert werden, warum nur in der Katholischen Kirche der Mehrheit der Opfer männlichen Geschlechtes sind, wohingegen überall sonst Mädchen und Frauen die Mehrzahl der Opfer bilden. Um diese Frage zu vermeiden, wurde der Begriff der sexualisierten Gewalt konstruiert, um von dem wahren Grund der Mißbrauchsfälle, den sexuellen Begierden abzulenken.

Die große Weltsynode muß nun für das linksliberale Lager eine große Enttäuschung gewesen sein, da kein einziges ihre Reformanliegen sie da durchsetzen konnte.Statt nun sich diese Niederlage einzugestehen, werden die Ergebnisse der Weltsynode uminterpretiert, wie schon alle vorherigen Abmahnungen des Papstes zu den Vorhaben des Synodalen Irrweges. Was auch immer der Papst schrieb, alles wurde zu einer Bestätigung der Reformvorhaben umgedeutet. Die Laien-ZK-Präsidenten stellt klar: Wir marschieren weiter auf unserem Weg der Entkatholisierung der Kirche. Papst Franziskus ironische Anfrage, daß es doch in Deutschland schon eine gut funktionierende protestantische Kirche gäbe, wozu noch eine weitere erschaffen? , bekommt so nur die Antwort: Wir sind so verliebt in das Protestantische und verachten das Katholische so sehr!







Samstag, 5. Oktober 2024

Wie einfältig dürftig die quasi offizielle Internetauftrittsseite der deutschen Bischöfe die Kirche sieht! Ein Tag offenbart alles, der 4.10.2024

 

Wie einfältig dürftig die quasi offizielle Internetauftrittsseite der deutschen Bischöfe die Kirche sieht!

Bischof Kohlgraf entdeckt zusammen mit den hypermodernistischen Altkatholiken den Wert der Demokratie für die Kirche und den Staat und ruft zum Kampf gegen die AfD auf: ,Am Vortag hat der alt-katholische Bischof Matthias Rinng betont: dass Synodalität und Demokratie eng zusammenhängen und sich gegenseitig befruchten. "So wenig ich persönlich in einer Kirche leben möchte, in der einige wenige sagen, wo es lang geht, so wenig möchte ich in einem Staat leben, der so funktioniert. Es wäre für mich nicht nachvollziehbar, wenn Alt-Katholiken Synodalität bejahen und gleichzeitig zuschauen, wie das demokratische Gemeinwesen mutwillig ruiniert wird oder am Ende noch daran mitwirken - und sei es nur mit dem Wahlzettel", so Ring.“Kath de am 4.10.2024: „Synodalität wird in der Kirche oft falsch verstanden.“ Nein, die Kritiker verstehen die Forderung nach der Syodalität nicht falsch, wenn sie argwöhnen, daß diese geforderte Synodalität nichts anderes ist als der Wille des linksliberalen Katholizismuses durch die Demokratisierung der Kirche selbst an die Macht zu kommen. Offenherzig bekennt dabei dieser altktholischer Modernist sein Kriterium des Wiegestaltens der Kirche: Wie ich persönlich in der Kirche leben möchte. Die Kirche ist halt für die Befriedigung der Wünsche ihrer Mitarbeiter zuständig- wozu auch sonst.

Wen wundert es, daß dann die Anliegen feministischer Kirchenkritikerin besonders lautstark auf Kath de zu Gehör gebracht werden: "Tiefes Gefühl der Desillusionierung" beim Thema Frauendiakonat .Südafrikanische Frauen enttäuscht von Papst Franziskus.“ Kath de 4.10.2014 Am selben Tage wird dann triumphierend gemeldet: "Aus Frust wird nun aber produktive Wut" Nach Rede von Glaubenspräfekt: Frauen wollen in Rom protestieren.“

Ein aufmerksamer Leser wird nun doch sich fragen, wo denn nun die wichtigste Gruppe der Kirche bleibt, ob sie gar von Kath de vergessen worden sein könnte!Es ist natürlich der an der Sexabstinenz leidende Priester: „Benediktiner Werlen: Zölibat in seiner jetzigen Form überdenken“ 4.10.2024.

Die (un)heilige Dreifaltigkeit von: Wir wollen Demokratie, wir wollen das Frauenpriesterum und Sex für Priester, das ist die Substanz der Kirche, aber das ist doch nicht die ganze Wahrheit. Die Kirche müsse nun sich ganz auf ihre Kerntruppe kaprizieren: die LGBTQ-Lobbyisten! Am 4.10. 2024 lesen wir dazu auf Kath de: „Jesuit und Aktivist erwartet nichts Bemerkenswertes zu LGBTQ-Fragen. James Martin zur Weltsynode: Wohl kaum Neues für queere Menschen.“

Aber ist das nicht eine sehr verkürzende Wahrnehmung der Kirche, sieht Kath de sie nicht vielgestaltiger als so? Richtig: Die wichtigste Verkündigungsaufgabe der Kirche ist doch ihr Aufruf zum Kreuzzug gegen Rechts und die Propagierung der unbegrenzten Aufnahme von Flüchtlingen. Deutschland sei zu multiethnisieren und zu multikultivieren auch aus der besonderer Liebe zum Islam und aus der Verachtung des eigenen Volkstumes willen. Wenn nun wer nach Gott, Jesus und sonstigem Christlichen fragen sollte, dem ist zu antworten, daß an Gott und Jesus zu glauben heißt: für die Demokratiesierung der Kirche, für ihre Feminisierung, für den Sex für alle und für die LGBTQ- Anliegen zu kämpfen und gegen Deutschland für die Flüchtlinge sich zu engagieren.

Dienstag, 1. Oktober 2024

Wie ein Theologe die Parole der Demokratisierung der Kirche schön redet, aber sie doch zur Destruktion freigibt!

 

Wie ein Theologe die Parole der Demokratisierung der Kirche schön redet, aber sie doch zur Destruktion freigibt!



In dem Artikel: „Seewald:Wer Teilhabe in Kirche möchte,will nicht Glauben diktieren“(Kath de am 30.9.2024) versucht der Theologieprofessor Seewald die Kirche anzuzünden und gleichzeitig: „Keine Feuergefahr“ zu verkündigen. Es wolle doch niemand demokratisch bestimmen, was als wahr und was als unwahr in der Kirche zu gelten habe, wenn er eine Demokratisierung der Kirche einfordere: „Das allerwenigste, was in der Kirche entschieden werde, habe mit Glaubensfragen zu tun, sondern sei pragmatischer Natur. "Denjenigen, die mehr Teilhabe in der Kirche fordern, geht es eher darum, an solchen praktischen Entscheidungen beteiligt zu werden – und nicht darum, die Trinitätslehre oder die Christologie neu zu definieren."

Erstens wäre zu fragen, ob es wirklich in der Kirche praktische Entscheidungen gäbe, die nichts mit den Glaubensfragen zu tuen hätten. Auch wenn das zugestanden würde, wenn etwa entschieden wird, wann das Sommerfest der Kirche stattfinden solle, so enthält doch die Reformagenda des Synodalen Irrweges nur Themen, die das Glaubensgut der Kirche betreffen, von der Frage der Beurteilung der Homosexualität bis zur Frage der Weihemöglichkeit von Frauen und es sei an die Standartforderungen nach einer Liberalisierung der Morallehre der Kirche erinnert.

Zweitens muß konstatiert werden, daß die Trinitätslehre und die Christologie kaum noch jemanden in der Kirche interessieren, sodaß hier auch keine Revisionen gefordert werden. Sie will so auch keiner neu definieren, da sie durch ihre Nichtpräsenz in der Kirche faktisch abgeschafft sind. Man möge nur an die so beliebte Phrase: „Wir glauben an einen persönlichen Gott“ denken, ohne daß da mitreflektiert wird, daß der EINE Gott keine Person ist sondern EIN Gott in 3 Personen, er selbst aber nicht nochmals eine Person ist. Auch die Phrase: „In Jesus begegne uns Gottes unbedingte Liebe zu uns“ besagt nicht, daß Jesus wahrer Gott ist, denn es heißt ja oft dann auch: „In der Liebe der Mutter zu ihrem Kinde erfährt das Kind Gottes Liebe zu ihm!“ Die so liebende Mutter ist aber in keinster Weise göttlich. Nur auf das Verb „lieben“ bezieht sich der Vergleich: Wie die Mutter ihr Knd liebe, so liebe Gott das Kind, ergo gilt: Wie der Mensch Jesus die Menschen liebe, so liebe Gott jeden Menschen. Hier schafft die kirchliche Praxis ab, was nur noch in den Dogmatiken und im Katechismus steht. Schon Erasmus von Rotterdamm empfahl dem Reformator Luther, statt die katholische Dogmatik zu kritisieren, sie einfach nicht mehr zu beachten und so aus dem Verkehr zu ziehen.

Die Demokratie führe nicht zu einer Verweltlichung der Kirche, proklamiert dann dieser Theologe. Aber wie lautet nun die Begründung für diese These? "In manchen Kreisen, die betonen, die Kirche sei keine Demokratie, wird Demokratie als wahrheitsindifferente Herrschaft wechselnder Mehrheiten verstanden. Dabei handelt es sich jedoch um ein Zerrbild, da demokratische Organisationsprinzipien mehr beinhalten als nur die Herrschaft der numerisch stärksten Interessengruppe." Auch die Mehrheit bewege sich in einem normativen Rahmen, der etwa durch das Recht vorgegeben werde und dessen Einhaltung sogar gegen den Willen der Mehrheit von dazu befugten Amtsträgern durchgesetzt werden müsse. "

Hier irrt der Theologe. Ganz Verschiedenes wird hier konfundiert: Die Demokratie ist in sich selbst völlig wertneutral. Das Rechtsstaatprinzip dagegen, insofern es Grundrechte als nicht dem demokratischen Entscheiden unterworfene bestimmt,stellt eine Limitierung der Demokratie dar. Es gibt Dinge, die nicht der demokratischen Entscheidung unterworfen sind. Juristisch gesehen stehen wir hier vor einem beachtlichen Problem: Einmal ist entschieden worden, daß dem Staatsbürger unveräußerliche Grundrechte zukommen und daß diese ihm faktisch nur gelten, weil das so entschieden worden ist. Anderersseits könnte dann aber auch diese Entscheidung wieder revoziert werden, da ihre einzige Legitimität die des Soentschiedenhabens ist. Die Demokratie limitiert sich so selbst und könnte so auch diese Limitierung wieder revidieren. Das Rechtsstaatsprinzip soll das aber verhindern.

Übertrüge man nun diese Unterscheidung des demokratischen Prinzipes von dem rechtsstaatlichen, müßte das Glaubensgut der Kirche als nicht mehr Revidierbares gesetzt werden und das demokratische Prinzip dürfte sich dann nur auf Materien beziehen, die nicht zum Glaubensgut und der Tradition der Kirche sich beziehen. Nur genau das lehnen nun die linksliberalen Reformer ab. Da dem Urteile dieses Reformlagers nach das ganze Glaubensgut der Kirche nur ein Archiv angefüllt mit zeitgeschichtlich bedingter Aussagen sei, müsse alles einer Prüfung, ob es zeirgemäß sei, unterzogen werden und eventuell dann auch revidiert werden müssen. Das demokratische Prinzip frißt so alle Glaubenswahrheiten auf, sofern es nicht durch ein Analogon zum Rechtsstaatsprinzip eingegrenzt wird. Nur ist diese Limitierung nicht selbst in der Kirche demokratisch entschieden worden und wird so in ihrer Gültigkeit in Frage gestellt! Der normative Rahmen der Demokratie ist somit der Demokratie selbst etwas Äußerliches und begrenzt es wie der Rahmen ein Bild begrenzt.

Ein jeden Leser rechtens wohl irritierendes Beispiel möge das Problem veranschaulichen: Der Diktator Stalin verbot ganz undemokratisch die Kindestötung im Mutterleibe, nachdem Lenin sie zuvor erlaubt hatte. Da das Recht auf die Abtreibung dem Rechtsstaatsprinzip widerspricht, es darf die Mehrheit einer Minderheit nicht das Recht auf das Leben absprechen, setzte hier Stalin undemokratisch dies Grundrecht gegen Lenins feministische Anliegen durch. In Deutschland nun wurde ganz demokratisch faktisch das Recht auf das Leben Kindern im Mutterleibe für eine bestimmte Zeit abgesprochen, da das Leben des Kindes in diesem Zeitraum der Willkür der Mutter unterworfen wird. Diese Entscheidung ist eindeutig demokratisch gefaßt, widerspricht aber dem Rechtsstaatsprinzip, daß keiner Menschengruppe das Grundrecht auf das Leben abgesprochen werden darf. Hieran erweist sich die völlige Wertneutralität des demokratischen Prinzipes.

Man kann sich dies auch an dem aktuellen Ukrainekonflikt veranschaulichen: Die ukrainische Regierung verwehrt der russischen Minderheit, sich vom ukrainischen Staat zu separieren, um einen eigenständige rusische Republik zu gründen. Darum führt die ukrainische Regierung seit der Unabhängigkeitserklärung dieser russischen Republiken ihren Krieg gegen sie: Die Mehrheit verweigert ganz demokratisch einer ethnischen Minderheit ihr nationales Selbstbestimmungsrecht. Dies Vorgehen ist nun eindeutig demokratisch aber nicht rechtstaatlich, wenn dazu das Recht von Minderheiten gehört, auch selbstbestimmt zu leben.

Anders gesagt: Das Recht, das den normativen Rahmen der Demokratie bildet, kann als Recht demokratisch außer Kraft gesetzt werden und genauso erlaubt das demokratische Prinzip die gänzliche Abschaffung der Lehre der Kirche, da sie demokratisch delegitimiert werden kann.