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Sonntag, 21. Juni 2026

Weiteres aus einem Gespräch mit einer evangelischen Christin

 





 vgl 13.6.2026 Aus Dialogen mit evangelischen Christen

 

Weiteres aus einem Gespräch mit einer evangelischen Christin 

 

Das hat mich gefreut, daß Du geantwortet hast und dann gar noch zustimmend,als wüßtest Du nicht, daß die Reformatoren eine Fürbitte an die Mutter Gottes verworfen haben und alle protestantischen Kirchen ihnen darin gefolgt sind.

Da unser Gespräch so gut anfängt, möchte ich es gerne fortsetzen.

Stelle Dir einmal vor, eine Deiner Töchter heiratete und ihr Zukünftiger erkläre, daß er zwar Deine Tochter heiraten wolle, Dich aber auf der Hochzeit nicht sehen wolle. Was würdest Du dazu sagen und wie würde Deine Tochter reagieren?

Stelle Dir vor, ein Prinz heiratet eine Bürgerliche, gar eine Magd und seine Untertanen erklärten, daß dies eine Mesalliance sei und verweigerten so der einstigen Magd den ihr als einer Prinzessin zukommenden Respekt.

Gott hat Maria zur Mutter seines Sohnes erwählt, sie wurde die Mutter Gottes. Kannst Du Dir vorstellen, daß es Gott und seinem Sohn gefallen könne, wenn sie nicht als Mutter Gottes respektiert und geehrt wird, da sie eine Magd gewesen sei, nun aber die Mutter Gottes ist? Mägde= Dienerin Gottes gibt es viele, aber nur eine ist die Mutter Gottes,

Selbstredend wird Maria nicht wie Gott angebetet sondern so respektiert und verehrt, wie es ihr als die Mutter Gottes zukommt.

Joh 19,26f: Jesus setzt dem Jünger, den er lieb hat, Maria zu seiner Mutter ein und sie als die seinige. Wozu bedurfte er einer Mutter, wenn er doch Gott zu seinem Vater und Jesus als seinen Erlöser hat? So wie Jesus Petrus als den Hirten seiner Kirche eingesetzt hat und nicht urteilte, er selbst genüge als der Hirte, so setzte er Maria als die Mutter des Jüngers ein, den er liebte, damit er nicht mutterlos als ein Halbwaise zu leben habe. Nun glauben wir, daß Jesus nicht nur diesen Jünger liebte sondern jeden Christgläubigen und daß er deshalb jedem Maria zu seiner Mutter eingesetzt hat.

Der terminus technicus dafür ist der der Akkommodation: Gott paßt sich uns an, damit wir ihn verstehen und wir mit ihm kommunizieren können. Da es für uns ein Unglück ist, mutterlos als eine Halbwaise leben zu müssen, gibt er uns eine Mutter, die dann nach ihrer Aufnahme in den Himmel als unsere Mutter im Himmel fungiert. Als solche ehren und respektieren wir sie und wenden uns in all unseren Nöten an sie wie ein Kind sich zu seiner Mutter verhält, denn wir sind ja als Christen Kinder Gottes, der Mutter bedürftig. .

Freitag, 8. Mai 2026

Eine vergessene oder verdrängte Revolution im Himmel

 

Eine vergessene oder verdrängte Revolution im Himmel


Man möge sich bitte dies Szenario vorstellen: Ein Prinz verliebt sich in eine Stallmagd, heiratet sie und so avanciert sie zur Königin und nun grüßte sie ein Bauer mit: „Ja, Maria, unsere Stallmagd!“

Empörte sich nicht der König über diese Titulierung, daß sie- seine Frau als eine Magd gegrüßt wird? Maria, die Gottesmutter ist nicht nur leiblich in den Himmel aufgenommen worden sondern da zur Königin des Himmels gekürt worden. Sie ist jetzt nicht nur eine Königin sondern die einzige des Himmels.Die Bestimmung einer jeden Königin ist es, zu regieren, zu herrschen.Auch Maria regiert nun, herrscht – aber wem ist sie dann als ihre Königin vorangestellt? Sie ist inthronisiert worden zur Königin der Engel!

Eine wahrhafte Revolution hat sich somit hier ereignet: Ein Mensch, gar eine Frau avanciert durch Gott selbst zur Königin des Himmels. In einer sehr schönen Predigt hörte ich, daß die größte Freude der Engel es sei, ihrer Königin ihre Wünsche von den Lippen abzulesen, um sie dann zu erfüllen.

Hätten wir Menschen nur einen Vater im Himmel, wir glichen Halbwaisen und deswegen stellte Gott die Mutter Gottes sich als die Himmelskönigin zur Seite,damit wir nicht mutterlos zu leben haben.

Unsere Gebetspraxis zeigt das: Es existiert wohl keine katholische Kirche, in der kein Marienaltar installiert ist, sodaß wir da zu unserer Mutter beten, Opferkerzen anzünden vertrauend auf ihre mütterliche Hilfe. Wie Kinder sich mit ihren Wünschen und Anliegen lieber an ihre Mutter als an ihren Vater wenden, so wenden wir Kinder Gottes uns auch lieber an sie.

Gott selbst hat uns diese Ordnung gegeben, damit uns so die Kommunikation mit ihm leichter fällt, indem unsere Mutter unser Beten in Gott wohlgefälliges umwandelt.

Das ist wirklich eine Revolution des Himmels dar: Maria ist unsere Himmelskönigin!

Donnerstag, 19. März 2026

Fast vergessende Wahrheiten über Maria und ihrem Bräutigam, dem hl. Joseph

 

Fast vergessende Wahrheiten über Maria und ihrem Bräutigam, dem hl. Joseph



Es ist wohl der Selbstverprotestantisierungstendenz innerhalb der Katholischen Kirche verschuldet, daß dieses so bedeutsame Protoevangelium des Jakobus kaum noch bekannt und schon gar nicht mehr ernst genommen würde, als gälte nun auch in der Kirche die Parole: „Allein die Schrift“, sodaß die Tradition man zu verachten begann, isb wenn deren Gehalte aus der säkularitischen Weltsicht als zu anstößig empfunden werden, wenn Gott eben in die Wirklichkeit eingreifend im Zentrum steht, daß er Wunder wirkt.

Deshalb zitiere ich hier aus diesem Werk, da wohl kaum ein Leser diesen so gewichtigen Text zu seinen Händen hat!

7 Die Vorstellung der Maria im Tempel

1 Und dem Kind wurden die Monate hinzugefügt. Und das Kind wurde zweijährig, und Joachim sagte: "Lassen wir sie in den Tempel des Herrn hinaufgehen, damit wir das Versprechen erfüllen, das wir gelobt haben, damit nicht der Herr gegen uns zürnt und unsere Gabe nicht angenommen wird." Und Anna sagte: "Lass uns das dritte Jahr abwarten, damit sie nicht nach Vater oder Mutter verlangt." Und Joachim sagte: "Lass uns abwarten." 2 Und als das Kind drei Jahre alt wurde, sagte Joachim: "Lass uns die Töchter der Hebräerinnen rufen, die Unbefleckten." Und lasst sie jede mit einer brennenden Fackel stehen, damit sie sich nicht nach hinten wendet und ihr Herz sich nicht vom Tempel des Herrn abwendet. Und so verfuhren sie, bis sie in den Tempel des Herrn hinaufgingen. Und der Priester des Herrn nahm sie entgegen, küsste sie, segnete sie und sagte: "Gott der Herr, hat deinen Namen in allen Generationen groß gemacht. Durch dich wird der Herr den Söhnen Israels die Erlösung offenbaren am letzten der Tage." 3 Und er setzte sie auf die dritte Stufe des Altars, und Gott, der Herr, legte Gnade auf sie, und sie tanzte mit ihren Füßen, und das ganze Haus Israels liebte sie.



III Maria und Joseph (Kapitel 8-10)

8 Marias Frauwerdung

1 Und ihre Eltern gingen hinab, staunend und lobpreisend und verherrlichend Gott den Herrn, weil er sich nicht von ihnen abgewandt hat. Maria war aber im Tempel des Herrn, wie eine Taube, die genährt wird, und sie erhielt Nahrung aus der Hand eines Engels. 2 Als sie zwölf Jahre alt geworden war, hielten die Priester einen Rat und sagten: "Siehe, Maria ist zwölf Jahre alt geworden im Tempel des Herrn. Was sollen wir also mit ihr tun, damit sie das Heiligtum Gottes, unseres Herren, nicht verunreinigt." Und die Priester sagten zu ihm: "Du stehst am Altar des Herrn. Geh hinein und bete für sie, und was auch immer der Herr, dein Gott, dir offenbart, das werden wir tun." Der Priester nahm die zwölf Glöckchen 5, ging hinein in das Allerheiligste, und betete für sie. Und siehe, ein Engel des Herrn trat hervor und sagte: "Zacharias, Zacharias, geh hinaus und rufe die Witwer des Volkes zusammen, und lasst sie einen Stab mitbringen, und dem, dem Gott, der Herr, ein Zeichen zeigt, dem wird sie zur Frau." Und die Herolde gingen hinaus in die ganze Umgebung von Judäa, und die Posaune des Herrn ertönte, und siehe, alle liefen herbei.

9 Maria und Joseph

1 Josef, der das Beil weggelegt hatte, ging selbst hinaus, um ihnen entgegenzukommen, und als sie sich versammelt hatten, gingen sie gemeinsam zum Priester, indem sie die Stäbe nahmen. Der Priester nahm die Stäbe von ihnen, ging in den Tempel und betete. Nachdem er das Gebet beendet hatte, nahm er die Stäbe, ging hinaus und gab sie ihnen zurück. Und es war kein Zeichen an ihnen. Den letzten Stab nahm Josef, und siehe, eine Taube kam aus dem Stab hervor und setzte sich auf den Kopf Josefs. Und der Priester sagte: "Josef, Josef, du bist dazu bestimmt worden, die Jungfrau des Herrn zu nehmen und sie für ihn zu bewahren." 2 Und Josef entgegnete und sagte: "Ich habe Söhne und bin ein alter Mann, sie aber ist jung. Vielleicht werde ich zum Gespött für die Söhne Israels." Und der Priester sagte: "Josef, fürchte den Herrn, deinen Gott, und erinnere dich daran, was Gott Dathan, Abiram und Korach getan hat: wie sich die Erde öffnete und alle verschlungen wurden wegen ihres Widerspruchs. Und nun, fürchte dich, Josef, damit dies nicht in deinem Haus geschieht." 3 Und Josef, voller Ehrfurcht, nahm sie zu sich, um sie für ihn [den Herrn] zu bewahren, und er sagte zu ihr: "Maria, ich habe dich aus dem Tempel des Herrn aufgenommen, und nun lasse ich dich in meinem Haus zurück. Denn ich gehe fort, um Gebäude zu errichten. Und ich werde [wieder] zu dir kommen. Der Herr wird dich behüten."



Solche Texte machen den Reichtum der Kirche aus! Eine "Frucht" des Hyperkritizismus und des Priesterbetrugsnarratives ist der Generalverdacht, daß jede Traditionsbildung stets eine Verfälschung des Ursprünglichen sein soll, die so das Traditionsgut der Kirche entwertet wie dies so wunderbare Werk, das "Vorevangelium" des Jakobus. Grundlegend für dieses Werk ist die Einsicht in die Herkunftbesimmtheit jedes Menschen: Auch von Jesus mußte man, wenn man ihn erkennen wollte, sowohl den Vater, Gott also auch seine Mutter Maria kennen. Dies "Vorevangelium" trägt also das ganze Wissen um die Gottesmutter zusammen, damit seine Leser so ihren Sohn erkennen können. Maria hat so schon ab ihrem 3.Lebensjahr ihr Leben ganz Gott geweiht als eine Tempeljungfrau, die dann unter den Schutz Josephs gestellt wurde, um die Mutter Gottes zu werden. 



Montag, 16. Februar 2026

Sind Protestanten Halbwaisen? Aus einem katholisch- lutherischem Gespräch

 

Sind Protestanten Halbwaisen? Aus einem katholisch- lutherischem Gespräch



Wir haben Gott zum Vater, eine Mutter Gottes im Himmel als unsere Mutter ist so völlig überflüssig, denn der Vater genügt!“ „Aber“, so könnte ein Katholik erwidern, „bedauern wir nicht jedes Kind, daß ohne seine Mutter nur bei seinem Vater aufwächst? Darüberhinaus erscheint doch eine Kindheit ohne die eigene Muttter beklagenswerter als eine ohne den eigenen Vater!“

Unser leiblicher Vater und unser himmlischer Vater: Das „und“ ist erläuterungsbedürftig. Gott als der himmlisshche Vater ist der wahre Vater, wohingegen der irdische nur ein Vater ist, insofern er an der göttlichen Vaterschaft partizipiert, also anders gesagt, ein Abbild des Urbildes der göttlichen Vateschaft ist. Nun hat uns Jesus Christus, indem er seine Mutter Maria in dem Himmel gekrönt hat zur Himmelskönigin die Mutter des Himmels geschenkt. Somit ist sie nun zum Urbild aller Mütter avanciert.

Was es für ein Kind bedeutet, ohne seine leibliche Mutter auf Erden aufzuwachsen, ist leicht vorstellbar, ist uns Katholiken aber im ökomenischen Dialog auch bewußt, daß der Protestant ohne diese himmlische Mutter leben will oder zu leben meint zu müssen?

In jeder, fast jeder katholischen Kirche exisistiert ein Marienatar, wo wir zu unsere Himmelsmutter beten und das weit häufiger als zu ihrem Sohn. Wir sind und verhalten uns als Kinder Gottes eben auch hier wie Kinder, die in gewichtigen Angelegenheiten lieber uns an unsere Mutter denn an unseren Vater wenden! Wie auf Erden, so auch im Himmlischen.

Man könnte sagen, daß Gott in seiner Liebe zu uns, uns die Kommunikation mit ihm erleichtern möchte, indem er uns nun seit Mariae Himmelfahrt eine Mutter im Himmel eingeetzt hat, die Mutter Gottes. Jesus sagt ja selbst zu uns: „Wenn ihr nicht werdet wie Kinder!“ und Kindsein heißt nun mal auch, auf die eigene Mutter vertrauen, auf ihre Liebe zu uns! Nun setzen wir gar unser Vertrauen auf Maria als die Himmelskönigin, die so eine mächtige Mutter ist.

Wahrlich, dem Protestanten fehlt diese Himmelsmutter, da er nicht an sie glauben will, obzwar auch sie seine Himmelsmutter ist!

Ein befremdliches Gespräch zwischen einem Lutheraner und einem Katholiken

 

Ein befremdliches Gespräch zwischen einem Lutheraner und einem Katholiken


Maria“, die Mutter Jesu Christi anrufen, sie um eine Fürbitte zu bitten, das ist nicht erlaubt! Nur zu Jesus, bzw Gott dürfen wir unsere Gebete richten!“

Wenn das wahr wäre, dürfte ich dann, nehmen wir mal an, daß ich mich in der nächsten Woche einer schweren Operation unterziehen müßte, nicht einen Freund bitten: „Bete für mich“? Der lutherische Einwand: „Bete doch zu Jesus!“ Dem erwidert der Katholik: In der Kirche beten wir regemäßig für andere Menschen. Soll das nun unerlaubt sein, da jeder nur für sich selbst beten könne und dürfe?“ „Das machen wir Lutheraner ebe nso.“ „Wenn nun alsp die Fürbitte für andere erlaubt ist, wie kann dann meine Bitte zu einem anderen: „Bete für mich!“ unerlaubt sein. Die Bitte um etwas Erlaubtes kann doch nicht selbst etwas Unerlaubtes sein!“

Jetzt kommt der lutherische Einwand: „Aber Maria ist schon längst gestorben. Tote können keine Fürbitte leisten und somit ist auch die Bitte: „Maria, bete für mich!“ eine sinnlose.“ Das evoziert den Einwand: „Also ist die Bitte an Maria, bete für mich zwar eine erlaubte, aber dann eine sinnlose, da Tote nicht mehr beten können.“ Woher weiß nun der Lutheraner, daß ein Verstorbener postmortal nicht mehr beten kann? Man kann sich das Todsein so vorstellen, aber das ist nur eine möglliche Vorstellung. Wenn Jesus am Kreuze zu dem reumütigen Sünder sagt: „Heute noch wirst Du im Paradiese sein“, dann meinte er doch nicht, daß er jetzt immer noch tot in der Erde begraben liege in der Erwartung seiner zukünftigen Auferstehung. Für diesen Reumütigen gilt, daß er einerseits nch seiner Kreuzigung begraben wurde und daß er anderesseits im Paradiese ist, wie es ihm der Sohn Gottes verheißen hat. Eine dualistische Anthroplogie muß vorausgesetzt werden, um diese zwei wahren Aussagen verstehen zu können: Leiblich ist er begraben, seelisch lebt er im Himmel. Wenn er aber als Seele im Himmel bei Gott ist, dann kann er da wohl auch für andere beten.

Nun kommt der lutherische Einwand: „Wir bedürften der Fürbitte der Mutter Gottes nicht, da Gott selbst entweder unser Gebet erhören wird oder nicht erhören wird. Undenkbar ist es aber, daß Gott ein Gebet von uns nicht erhören wolle, es dann aber um der Fürsprache von Maria doch erhört. Es ist also nicht verboten,nicht sinnwidrig, sondern nutzlos, sie um eine Fürbitte zu bitten.

Es ist auch in unseren Zeiten noch eine gängige Praxis, daß ein Kind sich an seine Mutter wendet: „Bitte doch den Papa, daß er mir dies oder das erlaubt!“Das Kind erwartet von seiner Mutter ein gößeres Entgegenkommen ihm gegenüber als von seinem Vater und es hofft und vertraut darauf, wenn seine Mutter für es ein gutes Wort einlegt, daß dann der Vater mehr geneigt ist, den Wunsch des Kindes zu erfüllen, als wenn es selbst den Wunsch dem Vater gegenüber äußern würde.

Als ersten Einwand könnte der Katholik also sagen: Gott passe sich uns Menschen an, um uns unsere Kommunikation mit ihm zu erleichtern. So wie wir es im Raume der Familie praktizieren, so können wir es nun auch in Hinsicht auf den väterlichen Gott praktizieren: Unsere irdische wie auch unsere himmlische Mutter agiert eben als unsere Fürsprecherin vor dem irdischen wie dem himmlischen Vater.

Der zweite Einwand ist nun anpruchsvoller: Wird Gott nicht eher bereit sein, der Bitte der Mutter Gottes nachzukommen als der von uns sündigen Menschen? Jeder Mensch erhört doch die Bitte eines Freundes eher als die eines ihm Unbekannten oder gar eines ihm feindselig Gegenüberstehenden.Akkomodiert sich Gott auch hierbei an unsere menshliche Praxis, daß auch wir Freunden eher Wünsche erfüllen als Nichtfreunden, sodaß wir nun die Freunde Gottes, die Heiligen und isb Maria bitten, so für uns zu bitten, da wir so oft gar nicht als Freunde Gottes uns erweisen? Das impliziert aber wirklich die Möglichkeit, daß Gott ein Gebet von uns erhört, weil die Mutter Gottes für uns ein gutes Wort eingelegt hat, daß Gott ein Gebet ohne diese Fürsprache nicht erhört hätte.


Freitag, 2. Januar 2026

Ein paar Anmerkungen zu: „ et incarnatus est de Spirito Sancto ex Maria Virgine!“ - „aus der Jungfrau Maria“

 

Ein paar Anmerkungen zu: „ et incarnatus est de Spirito Sancto ex Maria Virgine!“ - „aus der Jungfrau Maria



Daß Maria einst eine Jungfrau gewesen ist, das gilt für jede Frau und somit auch für sie, daß sie aber, als sie schwanger wurde, schöner formuliert, als sie empfangen hatte noch eine Jungfrau gewesen war und es selbst noch war nach der Geburt ihres Kindes blieb, ist ein Wunder. Zarah Leander singt zwar: „Ich weiß, daß einmal ein Wunder geschehen wird...“, aber wo Gott nicht mehr als allmächtig geglaubt wird, kann an die immerwährende Jungfräulichkeit Mariae nicht mehr geglaubt werden. Joseph war dann selbstverständlich der Vater Jesu oder Maria war eben fremdgegangen und bekam ein uneheliches Kind. Daß dann, wenn Joseph und Maria die leiblichen Eltern waren, Jesus auch nur ein Menschenkind gewesen sein kann, ergibt sich daraus notwendig.

Anbei: Für den interreligiösen Dialog ist diese Herabstufung Jesu sehr dienlich, denn dadurch wird die These, daß alle Religionen gleich wahr seien, plausibler als wenn die eine von Gottes Sohn gestiftet, alle anderen aber nur von Menschen hervorgebracht vorgestellt werden.



Die Vorstellung der immer währenden Jungfräulichkeit Mariens beinhaltet auch ein moralisches Urteil, daß sie in Treue zu Gott gelebt hat und so nur die Mutter Gottes sein wollte und nicht noch die Mutter anderer Kinder. Wie die Kirche nur ein Ort für heilige Handlungen ist und in ihr nichts Profanes getan werden darf, so war Maria ausschließlich zum Muttersein Gottes bestimmt.



Es ist mehr als bedauerlich, daß die Kirche dem Protoevangelium des Jakobus so wenig beachtet, daß seine Auskunft, die Geschwister Jesu seien Kinder aus der ersten Ehe Josephs, nicht berücksichtigt wird, um die Frage der Geschwister Jesu zu klären.

Anbei: Es gibt auch keine überzeugenden Argumente, die Wahrhaftigkeit dieses Protoevangeliumes zu verneinen, denn es ist nicht vorstellbar, daß im Urchristentum, weil man nichts oder fast nichts von Maria wußte, alles in diesem Evangelium Berichtete erphantasiert habe, weil man der Ansicht wahr, man müsse Jesu Christi Mutter kennen, um ihren Sohn erkennen zu können und daß man dann betrügerisch dies Erphantasierte zu Papier gebracht hätte.



Wenn schon Engel mit Menschenfrauen Kinder zeugen konnten, (1.Mose, 6,1-4) dann kann nicht mehr eingewandt werden, daß Jesus einen menschlichen Vater haben müsse, da er sonst kein Mensch sein könne.



Die Jungfräulichkeit darf nun aber nicht als das Vorbild für jede Frau gelten,denn wenn jede Frau so lebte, stürbe die Menschheit in kürzester Zeit aus. Für die Frau gilt der Ordo Salutis des 1Timotheusbriefes 2,15,daß sie Mutter von Kindern sein soll und die christlich zu erziehen habe.



Als Jungfrau setzte Jesus Christus, ihr Sohn sie als die Mutter aller Gläubigen ein, (Joh 19,25-27)und so erfüllte sich ihr Muttersein als geistliche Mutter aller Christen, die wir nun keine Halbwaisen mehr sind, sondern denen auch eine himmlische Mutter geschenkt worden ist. 

Die Behauptung,die Jngfräulichkeit Mariae sei nicht blologisch sondern spirituell zu verstehen,etwa als eine Offenheit für alles,ist abwegig, denn zuvörderst ist sie bilogisch zu verstehen.



Donnerstag, 25. Dezember 2025

Eine obskure Vorweihnachtsgeschichte – oder ein Bibeltext, der einst als evtl jugendgefährdend mißachtet und dann noch regelmäßig verkannt wurde und wird

 

Eine obskure Vorweihnachtsgeschichte – oder ein Bibeltext, der einst als evtl jugendgefährdend mißachtet und dann noch regelmäßig verkannt wurde und wird


Wer zu Weihnachten sich verpflichtet sieht, etwas auf das Papier zu bringen, steht auch vor diesem Problem, daß dazu nichts mehr gesagt werden kann, was nicht schon zigtausendmal geschrieben worden ist und selbst unter theologisch Interessierten kein Interesse mehr zu erwecken weiß.

Dies Problem verführte nun mich, zwei biblische Ereignisse mit einander ins Gespräch zu bringen, die man nur weit entfernt von einander behandelt, wenn man die alttestamentliche Skandalgeschichte überhaupt eines Blickes würdigt und nicht gleich als ungenießbar sich vom Halse schafft.


Die Skandalgeschichte steht in 1.Mose 6,1-4 und läßt sich kurz so nacherzählen: Engel Gottes verliebten sich in Menschenfrauen, heirateten und gründeten mit ihnen Familien, deren Kinder: „die Helden der Vorzeit“, hochberühmt waren. Als wenn der Autor dieses Textes die Entmyrhologisierer schon vorausgewußt hatte, daß die Engel keine Himmelswesen sonden Menschen als von Gott Beauftragte meine, schrieb er: „Gottessöhne“. (6,2) Es muß so gegen unseren ach so menschlich allzumenschliochen Mittelpunktswahn konstatiert werden, daß nicht wir Menschen, sondern die Engel Gottes vollkommendste Geschöpfe sind. Die sahen nun, „wie schön die Töchter der Menschen waren“ (6,2), sie verliebten sich in sie und heirateten sie. Kann Frauen ein schöneres Kompliment gemacht werden als dies, daß Engel den Himmel verließen, um Menschenfrauen zu ehelichen.

Als skandalös kann nun die Vorstellung empfunden werden, daß a) Engel von der Schönheit von Frauen so angetan sein können. Das verkennt aber, daß das Schönsein von allem,was schön ist, sein Abbildsein des Schönseins Gottes, der Idee des Schönen ist, daß b) Engel Menschen lieben können. Das verkennt, daß ein Nichtliebenkönnen ein Mangel wäre, und wenn schon Gott Menschen lieben kann, dann auch seine Engel, daß c) Engel keine Kinder mit Menschen hervorbringen können. Wenn Gott der Vater Jesu sein konnte, warum sollen dann Engel die Fähigkeit zu einer Vaterschaft nicht besitzen, partizipieren sie doch an der Macht Gottes weit mehr als wir Menschen und wir können ja Nachwüchse hervorbringen.

Die hochberühmten Helden darf man sich nicht nur als außergewöhnlich kriegerische vorstellen, sondern im DDR Sprachgebrauch hätte man sie wohl als „allseits entwickelte Persönlichkeiten“ betitelt.

Ontologisch gefaßt heißt das, daß dies Mischwesen sind, weniger mächtig als die Engel und mächtiger als wir Menschen.

Nun könnte einem aufmerksamen Leser eine gewisse Analogie zur Geburt Jesu Christi auffallen: Der Vater ist nun kein Engel, sondern Gott und die Mutter, Maria, von ihr heißt es, sie sei „die schönste aller Frauen“ (im Marienlied: Sag an,wer ist doch diese) und ihr gemeinsames Kind: der Gottmensch Jesus1. Daß Jesus wirklich wahrer Gott und wahrer Mensch ist, das ist nur erklärbar aus dem Faktum, daß er Gott zum Vater und Maria zu seiner Mutter hatte. Alle vier Evangelien sind eindeutig durch die Intention geprägt, aufzuweisen, daß hier mehr als ein Mensch ist, daß er wahrhaftig übermenschlich ist, ja er steht auch ontologisch über den Engel, wie es der Hebräerbrief ausdrücklich lehrt. (1,5- 14).

Dürfte man so etwa die hochberühmten Helden dieser alttestamentlichen Geschichte als eine Art von Vorabbildung des Gottmenschen Jesus Christus ansehen? Und darf man umgekehrt nun sagen: Weil Gott mit Maria den Sohn Gottes hervorbringen konnte, darum konnten Göttersöhne, Engel auch mit Frauen Heldenkinder hervorbringen? Und auch wenn Femistin das nicht gerne hören, dürfte man dann auch erwähnen, daß die Schönheit der Menschenfrauen dabei auch eine Rolle gespielt hat? In allem Schönen spiegelt sich ja das Schönsein Gottes wieder und darum ist die Mutter Gottes auch die schönste aller Frauen.


1Mir liegt das Schreiben von frommen Texzen nicht, dazu bin ich zu intellektualistisch ausgerichtet, so empfehle ich statt meiner Texte: Maria Valtorta: "Der Gottmensch".Nie wirde Schöneres und so Frommes über Jesus Christus geschrieben als in diesem großen Werk! 

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Die Magd des Herrn, Maria hat „Ja“ gesagt. Ein paar kritische Anmerkungen

 

Die Magd des Herrn, Maria hat „Ja“ gesagt. Ein paar kritische Anmerkungen


Alle Augen sind nun auf unsere Weihnachtskippen gerichtet, in der nun nicht nur das Jesuskindlein in Windeln liegt sondern auch die Mutter Gottes ihren großen Tag erlebt: Sie hat uns den Heiland geboren.


Aber doch erlaube ich mir dazu ein paar kritische Anmerkungen, die hoffentlich nicht die Besinnlichkeit stören. Nicht in medias res sondern über einen Umweg soll sich nun der Gottesgebärerin zugewandt werden. Man stelle sich einen König vor, der auf einem seiner Spazierritte sich auf den ersten Blick in eine (Stall)Magd verliebt und sie dann ein Jahr später ehelicht. Nach ihrer Hochzeit reiten sie zu dem Ort, wo sie sich zum ersten Male gesehen haben. Und dann ruft da eine Nachbarsfrau: „Da ist ja unsere Stallmagd Maria!“ Aber sie ist doch nun die Ehefrau des Königs, sie ist die Königin des Landes. Ist sie jetzt noch eine Stallmagd, ist sie jetzt noch so zu bezeichnen? Würde es dem König gefallen, daß seine Frau als eine Magd bezeichnet wird, statt daß sie als die Königin gehuldigt wird?


Maria, die Mutter Gottes ist durch ihren Sohn zur Himmelskönigin gekürt und inthronisiert worden. Wäre es da nicht ein Gebot der Pietät, weniger von ihr als einer Magd als von ihr als unsere Königin zu reden?


Ein Szenenwechsel: Da sagt einer: „Ich bin der Trainer von FC Krähwinkel“, der andere: „ch der von Austria Wien, und der letzte: „Ich bin der Trainer von Bayern München, dem Rekordmeister!“ Jeder von ihnen ist ein Fußballspieltrainer, aber was für ein Riesenunterschied ist es, ob wer Trainer von FC Krähwinkel oder vom FC Bayern München ist. Maria ist eine Magd, wie viele Frauen Mägde sind, aber sie ist die Magd des Herrn. Das qualifiziert ihr Magdsein. Nur ihr übertrug Gott die Aufgabe, die Mutter Gottes zu sein. So wurde sie sozusagen die erste Magd Gottes, der viele andere Mägde in untergeordneten Aufgaben subordiniert sind.Die Magd des Herrn, das ist wie der (erste)Diener des Staates ein Ehrentitel. Nicht das Magdsein sondern das Magdsein Gottes ist das sie Bestimmende.


Eva hat ihr Nein zu dem Gebot Gottes gesagt, Maria hat ihr Ja zu Gottes Anordnung, daß sie die Mutter Gottes sein soll, gesprochen. Darauf rekurriert das Sprachspiel: Warum grüßte der Engel Gottes Maria mit seinem „Ave“? Weil sie die umgekehrte Eva ist. Evas Ja zur Verführung der Schlange brachte das Unheil über die Welt, Marias Ja zu Gottes Willen das Heil für die Welt. So wie freiwillig Eva ihr „Nein“ zu Gottes Gebot sprach, so freiwillig sprach Maria ihr „Ja“ zu Gottes Willen ihr bezüglich. Der Ungehorsam Evas wie der Gehorsam Mariae setzt beidesmal voraus, daß Eva auch Nein zur Versuchung des Teufels und daß Maria auch Nein zu Gottes Willen hätte sagen können. Sonst wäre Evas Ja zur Versuchung der Schlange kein Ungehorsamsakt Gott gegenüber und Mariae Ja zu Gottes Willen kein Gehorsamsakt.

Würde man das Ja von Maria als ein durch Gottes Gnade erwirktes Ja deuten, sodaß sie nicht anders konnte, als Ja zu sagen, dann wäre das nicht nur eine Manipulation Mariae gewesen sondern eitene Ausschaltung ihrer Freiheit. Sie würde so nicht als die Magd Gottes sondern als seine Sklavin gedacht und selbst das stimmte nicht, denn selbst eine Sklavin kann gehorchen oder auch nicht gehorchen.

Seit der Erklärung: „Mater populi fidelis“ wird nun viel geschrieben und diskutiert über die Frage der Miterlöserschaft Mariae und es wird noch viel dazu zu schreiben sein ob der Komplexität dieser Frage. Ich möchte hier auf : „Warum die römische Verteidigung von Mater populi fidelis nicht überzeugt“ (Kath info am 22.5.2025) isb verweisen.Ich möchte hier nur eine Frage stellen, die aber nicht rhetorisch gemeint ist: Wie ist die Miterlöserschaft der Mutter Gottes zu bestreiten, wenn sie doch kraft ihres freien Willens „Ja“ gesagt hat zu Gottes Willen und so sie zur Mutter Gottes wurde gemäß der Wahl Gottes? Könnte das nicht nur bestritten werden, wenn gelehrt würde, Maria konnte nicht anders als Ja zu sagen, daß sie da ihres freien Willens beraubt worden sei?