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Freitag, 7. August 2026

Ein Musterbeispiel der Selbstdestruktion der Katholischen Kirche

 

Ein Musterbeispiel der Selbstdestruktion der Katholischen Kirche


Sehr löblich ist nun die Intention des Kath de Artikels vom 6.8.2026, zum zigsten Male der Piusbruderschaft und allen Conservativen in der Katholischen Kirche den Krieg zu erklären: „Kritik an Piusbruderschaft. Dogmatikerin: Es gibt keine fixierte katholische Identität.“ Diese Kräfte behaupten ja, daß durch das 2.Vaticanum bzw deren Weiterentwickelung die Identität der Kirche gefährdet sei. So repliziert dieser Kath de Artikel nun diese Kritik.

Letztlich sei die Identitätsbildung Aushandlungssache – auch wenn es Eckpfeiler gebe, an denen sich die Aushandlung orientieren müsse. Als Beispiele nannte sie die Anerkennung eines universalen Heilswillen Gottes, der auf das Heil aller Menschen und nicht nur einer exklusiven Gruppe ziele, das gemeinsame kirchliche Wirken zugunsten einer Einheit der Menschheit, die Anerkennung der >Geschichtlichkeit der Offenbarung< sowie den Einsatz für soziale Gerechtigkeit und das Gemeinwohl.“

Findet sich in diesem Zitat eine spezifisch katholische oder christliche Aussage? Nein, was hier ausgesagt ist, das hätte im Namen jeder monotheistischen Religion ausgesagt werden können. Daß Gott das Heil aller wolle, das bestreitet nun weder die Piusbruderschaft noch sonst ein Katholik, nur die Anhänger der doppelten Prädestinationslehre des Calvinismus bestritt das, die aber von der Kirche reprobiert worden ist.

Bestritten wird aber, daß jeder Mensch das Heil erlangen wird und zwar durch Jesus Christus selber, wenn er lehrt: „Wer an mich glaubt und getauft ist, wird im Endgericht gerettet werden, wer nicht glaubt, wird verdammt werden.“ Mk 16,16.

Die Aufgabe der Kirche ist nun die Evangelisation, die Verkündigung des Evangeliumes und nicht die Hervorbringung einer Einheitsmenschheit, denn es wird bis zum Jüngsten Gericht die Differenz zwischen den Gläubigen und den Nichtgläubigen geben, die diese Einheit nicht zuläßt. Die Kirche hat das Reich Gottes zu verkünden und nicht eine Sozialutopie einer gerechten Welt.

Der Terminus der „Geschichtlichkeit der Offenbarung“ dient nun dazu, das Offenbarsein der Offenbarung in Frage zu stellen, da sowohl die Offenbarung selbst als auch ihre Aneignung so sehr geschichtlich bedingt sei, daß daraus keine ewigen Wahrheiten herauskristallisierbar seien.

Die christliche Religion rediuziert sich somit auf einen schlichten Humanitarismus mit etwas theologischem Dekor, daß es da einen jeden Menschen liebenden Gott gäbe. Die Identität der Katholischen Kirche sei die einer humanitaristischen NGO, die sich dann noch in katholisch anmutende Kleider aufschmücken mag, solange sie dabei humanitaristisch bleibt.

Für diese Dogmatikerin ist das 2.Vaticanum nichts anderes als die Selbsterkenntnis der Katholischen Kirche, sich selbst liquidieren zu haben, um als eine Links-NGO dann von den Toten aufzuerstehen!Das hier skizierte Kirchenprogramm scheint auch mehr dem Geiste des Freimaurertumes zu entsprechen,daß alle Religionen gleich wahr wären und daß es hauptsächlich um die Humanisierug der Welt ginge  als daß es katholisch wäre.


Dienstag, 28. Oktober 2025

„Die Kirche darf nicht um jeden Preis neue Mitglieder wollen“ oder wer in der Synodalkirche unerwünscht ist!

 

Die Kirche darf nicht um jeden Preis neue Mitglieder wollen“ oder wer in der Synodalkirche unerwünscht ist!


So lautet die Neuerkenntnis des Standpunktkommentars vom 27.10.2025,nur daß dies Überschrift über das hier Gemeinte täuscht:Nicht ist damit gemeint, daß die Kirche nicht zu viel Geld ausgeben solle,um eine Neuevangelisation zu beginnen, hier etwas despektierlich als neue Mitglieder gewinnen wollen verzeichnet. Sie habe auf die Qualität ihre neuen Mitglieder zu achten, wen sie denn als ein Neumitglied wolle und wen nicht!

So gäbe es Menschen,die das „Anhalten zum sexuellen Verzicht vor der Ehe“ das dieser Standpunkt als „völlig aus der Zeit gefallen“ansieht,attraktiv finden. Solche Menschen dürfe die Kirche nicht als neue Mitglieder gewinnen wollen. Weiter heißt es dann im Text: „Plötzlich muten traditionalistische und längst überwunden geglaubte Wertvorstellungen, die eng verbunden sind mit einer hierarchischen Ordnung, seltsam progressiv an. Es könnte sein, dass gerade die katholische Kirche in einer Zeit starker Autoritäten, einer Schwächung des Minderheitenschutzes und der Frauenrechte und eines neuen Gehorsams- und Standesdünkels (diesmal nicht des Adels, sondern der Geldelite) wieder anziehend wird.“

So wirke die Kirche jetzt „wieder anziehend“ auf Menschen, die sie nicht in ihren Reihen sehen wollen darf! Das sind Traditionalisten, an „längst überwunden geglaubte Wertvorstellungen Festhaltende und Befürworter der kirchlichen Hierarchie.Erklang bisher in linksliberalen Kreisen die Klagelitanei, daß niemand mehr zur Kirche kommen wollte, weil sie so ewiggesterich sei, so tönt es nun: Gerade deswegen sei nun die Kirche wieder attraktiv, aber die so zu ihr Wollenden dürfe die Kirche nicht aufnehmen wollen. Ein ganz anderes Klientel habe die Kirche anzusprechen:Menschen,die in Jesus primär den sich bedingungslos den Schwachen Zuwendenden. Aber die Fortsetzung macht erst klar, was genau damit gemeint ist: „Wenn meine Kirche sich allerdings nicht entschieden davon distanziert, auf der Welle neuer rechtskonservativer, populistischer Strömungen mitzuschwimmen, kann ich nicht mehr für diese Kirche stehen.“ Rechtskonservativ und populistisch Eingestellte, das sind die, die das Gegenteil zu Jesu Hinwendung zu den Schwachen propagieren,hätten in der Kirche nichts zu suchen. Die Kirche dürfe also auf keinen Fall, versuchen, solche für sich zu gewinnen! Simpler formuliert: Christsein heißt politisch linkssein und wer nicht links ist, hat nichts in der Kirche verloren! Praktisch gewendet hieße das,daß wenn jemand in die Kirche eintreten möchte, sollte er gefragt werden, welche Partei er bei der letzten Bundestagswahl gewählt habe, und hat er weder Grün,SPD oder die Linke gewählt, sollte der nicht aufgenommen werden.


Am 27.10.2025 beglückte Kath de seine Leserschaft mit einem weiteren Artikel mit einer Warnung vor falschen Sympathisanten der Kirche: „Nach wachsenden Taufzahlen junger Menschen in westlichen Ländern Polak: Rückkehr zu Religion bei Jugendlichen nicht unkritisch bejubeln.“ Der Verdacht lauter dabei, daß sich hier Falsche taufen ließen,Menschen, die die Kirche besser nicht aufnehmen sollte. Daß plötzlich viele junge Menschen taufen ließen,habe primär etwas mit der „Sehnsucht nach ambivalenzbefreiten und sicheren Zugehörigkeiten in Gesellschaften“ zu tuen. Die heutige Zeit mit ihren vielen Krisen lasse „viele junge Menschen nach Halt, Orientierung und Refugien suchen“. Aber solche Suchende habe die Kirche keine Heimat zu sein. Eine Suche nach einem Halt, einer Orientierung und nach Zufluchtsorten, sei eben etwas aus sozialpsycholigischer Sicht kritisch zu Beurteilendes.

Den Alltag strukturierende Rituale, eindeutige Antworten auf komplexe Fragen, spirituelle Erfahrungen und unbekannte alte Traditionen machten Religion als Option interessant.“ Die Formulierung, „eindeutige Antworten au komplexe Fragen“ 1markiert deutlich, wer da alles gemeint ist: alles, was irgendwie nach conservativ und traditionalistisch klingt.Angesprochen werden soll stattdessen ein Klientel, das sich durch seine Bereitschaft zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Religion und besonders mit ihren Schattenseiten auszeichnet,simpler formuliert: Kirchenkritische sollen angesprochen werden, und nur sie, damit die dann mithelfen, die Kirche zu modernisieren, statt daß noch mehr in sie hineinströmende Conservative den innerkirchlichen Fortschritt aufhalten.


Am 26.10.2025 eröffnete Bischof Meier den Kampf um die Ausgrenzung Mißliebiger aus der Kirche in dem Kath de Artikel: „Bischof Meier: Ausgrenzung in jeder Form unchristlich.“ Dieser Bischof weiß klar und eindeutig den Feind zu benennen, den es nun in und außerhalb der Kirche zu bekämpfen gilt: „Weltkirche-Bischof Bertram Meier hat eindringlich dafür geworben, an der Vision der Einen Welt festzuhalten. Diese sei gefährdet durch Egoismus und eine ausbeuterische Wirtschaft, aber auch durch einen neu erstarkenden Nationalismus, sagte der Augsburger Bischof am Sonntag in Memmingen. Populisten schürten Ängste und Aggressionen. Völkischer Nationalismus sei jedoch mit dem Christentum unvereinbar. Dies gelte auch für alle Formen der Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe und Religion.“

Für ihn gehört die „Vision der Einen Welt“ zum Glaubensgut der Kirche, obgleich sie eher eine Freimauerervision ist,und verurteilt nun jeden Kritiker so einer Einheitsweltutopie als einen Egoisten, wenn er für den Erhalt seiner eigenen Kultur plädiert oder gar eine nationale Selbstständigkeit für bejahenswert hält. Dann gibt er sich etwas kapitalismuskritisch,um dann sogleich den Hauptfeind zu markieren: den Nationalismus und den Populismus. Das sind zwei Bewegungen, die das Projekt der Einheitswelt ablehnen und deswegen von diesem Bischof daimonisiert werden. Stattdessen fordert er um des Zieles der Einheitswelt die Auflösung der bisher noch bestehenden mehr oder weniger noch homogenen Gesellschaften durch ihre Multiethnisierung und Multikultivierung. In jedem Staate habe jeder Erdenmensch das Recht, zu leben und als Bürger des Staates anerkannt zu werden. Damit sollen alle Nationen und Nationalstaaten aufgelöst werden zugunsten einer einzigen Weltbürgerrepublik.

Mit der christlichen Religion oder der Lehre der Kirche hat das nun gar nichts gemein,denn die Gnade Gottes zerstört nicht die Natur und die natürlichen Ordnungen, wobei dann hier die Natur nicht den Gegenpol zur Kultur sondern zur Gnade bedeutet.Aber Bischof Meier stellt damit fest, wer alles nicht in die Synodalkirche hineingehört, die nun in Deutschland unter der Führung des Laien-ZKs und des Bischofsvorsitzenden das Licht der Welt erblickt.

Diese drei Artikel passen von ihrer Tendenz zusammen:Es soll geklärt werden, wer nicht zur Kirche gehört,nicht in sie hineinkommen und aus ihr möglichst ausgegrenzt werden soll.Wo andere das Schrumpfen der Kirche beklagen, wird hier für eine Säuberung und eine Reinhalteaktion geworben.


Dabei ist zu bedenken, daß das Ja zur Einheitswelt sich zumindest in Deutschland primär speist aus dem Nein zum eigenen Volke mit seiner Kultur "Stefanie Drese SPD, stellvertretende Fraktionsvorstzende der SPD im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns:

"Den Antrag der NPD-Fraktion,den biologischen Fortbestand des deutschen Volkes  zu bewahren,lehnen die Vertreter der demokratischen Fraktionen, in deren Namen ich heute spreche,mit aller Nachdrücklichkeit und aufs Schärfste ab. Dieser Antrag ist 

rassistisch  und menschenverachtend"

.(zitiert nach W. Hackert, Antigermanismus, Globalismus,Multikulti, 2015, S.210).




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Montag, 22. September 2025

Die Dogmen des Freimaurertumes und der Katholische Glaube (Kardinal Ratzinger)

 

Die Dogmen des Freimaurertumes und der Katholische Glaube



Kardinal Joseph Ratzinger spricht in seinem Essay: „Was ist Wahrheit“ unter dem Verweis auf den katholischen Philosophen Maritain „von den freimaurerischen Dogmen des notwendigen Fortschritts,des anthropologischen Optimismus,der Vergötterung des Individuums“. 1 Das Anliegen Maritains ist es nun, ein für den Katholischen Glauben bejahbares Verständnis der Demokratie zu konstruieren,indem die Idee der Demokratie aus ihrem freimaurerisch dogmatischen Kontext herausemanzipiert werden soll.

Eines der Kernanliegen des Freimaurertumes könnte in dem Kampf gegen das Thron- und Altarbündnisses, dem Zentrum der Konstantinischen Epoche angesehen werden, sodaß als das Endziel eine bürgerliche Weltrepublik entstünde, in der die Kirche und alle Religionen, wenn sie dann noch existieren nur noch als eine Marginiale. Hier steht extra ein Konjunktiv dubitationis, denn ganz Gewisses kann über eine so geheime Organisation wie die der Freimaurer nicht ausgesagt werden, zumal die existierenden Gerüchte über einen Zusammenhang zwischen dem Templerorden und der Gründung der Freimaurerei noch Dunkleres und Verborgeneres vermuten lassen könnten. Ob die Behauptung, daß gar in dem Templerorden ein/der Behemoth verehrt wurde, wahr ist, wird wohl erst im göttlichen Endgericht endgültig geklärt werden.

Es ist aber zu fragen, ob das Konzept der Demokratie tatsächlich vollständig von diesen freimaurerischen Dogmen emanzipiert werden kann. Daß die bürgerliche Gesellschaft mit ihrer Staatsform der Demokratie besser ist als das Herrschaftssystem der Konstantinischen Epoche, setzt das nicht voraus, daß das Nacheinander, daß nun die bürgerliche Gesellschaft an die Stelle der früheren tritt, eine Weiterentwickelung ist, daß darin also der Fortschritt sich manifestiert.

Eine auf den ersten Blick störende Ausschweifung zu dieser Causa

In dem Thomas Mann Roman: „Doktor Faustus“ finden sich tiefgründige Erwägungen und ein Durchdenken dessen, was die Musik und dann wohl auch die Kunst ist. Dabei wird von einer Unterscheidung „zwischen kultischen und kulturellen Epochen“ der Kunst gesschrieben, daß eine „Säkularisierung der Kunst,ihre Trennung vom Gottesdienst“ sich ereignet habe.2 Aber die habe ihr ihren Gehalt beraubt, so daß die „Säkularisierung“ „nur oberflächlichen und episodischen Charakter trage.“3



Was allgemein als ein Beispiel des Fortschrittes gedeutet wird, daß sich die Kunst aus ihrem ursprünglichen Eingebundensein in magische und kultische Praktiken emanzipiert hat, wird hier zu etwas Bezweifeltem, als ein Verlust gedeutet,sodaß die Frage aufgeworfen wird, ob und wie die Kunst sich neu wo wieder beheimaten könnte, da sie ihre ursprüngliche durch die Säkulariisation verlustig gegangen ist. ( Nebenbei: Der ganze Roman ist dieser Suchbewegung gewidmet!)

Die bürgerliche Demokrtie lebt von dem Pathos, daß die Politik, wenn sie sich ganz von allen Religiösem emanzipiert zu einer Tätigkeit der Vernunft wird. Das ist auch einer der Gründe, warum die jetzige Staatsregierung Israels zu heftig attackiert wird, weil in ihr jüdisch-religiöse Parteien Einfluß hätten und das schon allein als vernunftwidrig und demzufolge als extremistisch verurteilt wird. Es ist ja nun auch gerade das Anliegen des Kardinals und späteren Papstes Benedikt, darauf zu insistieren, daß die Demokratie eines Fundamentes moralischer Art bedarf, die der Staat nicht selbst hervorbringen kann. Aber genau das bildet das Zentrum des dogmatischen Optimismus, daß die menschliche Vernunft, befreit aus der Bevormundung durch die Kirche und der Religionen erst zu einer wahrhaft humanen Praxis befähigt.

Daß dasdaß Ordnungsprinzip der bürgerlichen Gesellschaft das Streben nach dem Eigenutz ist, das stellte nicht nur Karl Marx sondern schon Hegel fest in seiner immer noch bedenkenswerten Kritik der bürgerlichen Gesellschaft, dem Hegel dann die Ordnung des Staates ges genüberstellt. Versimplifiziert könnte man den Staat im Sinne Hegels mit einem Dirigenten vergleichen, der so ein Orchester regiert, daß statt daß jeder nach seiner Lust, spielt wie es ihm gefällt, das Orchester auf ein gemeinsames Ziel hin geleitet wird, daß da staat einer Katzenmusik etwa eine Synphonie erklingt. Führt aber die Staatsform der Demokrtie eher dazu, daß der Staat sich von lobbyistischen Machtgruppen angeeignet wird, sodaß der Staat nicht mehr der erste Diener des Allgemeinwohles, des Staatsvolkes ist.

Den Menschenrechten und der Menschenwürde liegt ja primär die Idee, den Einzelnen vor eih nem übergriffigen Staat zu schützen, daß jeder sein Privatleben führen dürfe, aber es fehlt so die Ausrichtung auf das Allgemeinwohl. Der Bürger tritt hier nur als ein vernünftig egoistisch leben Wollender auf, der stets seine Freiheit durch die Freiheit des Anderen bedroht sieht, aber nicht als Zoon politicon, als von seiner Natur her auf ein soziales Leben Ausgerichteter.

Die „Vergötterung des Individuums“ manifestiert sich in den aktuellen politischen Debatten in dem Nein zu einem sozialen Pflichtjahr bzw dem Nein zur Wiedereinführung der Wehrdienstpflicht, denn wo wird deutlicher als da, daß der Einzelne eingebunden lebt in einer Gemeinschaft, die ihm viel gibt aber auch Anforderungen an ihn stellt, daß er Pflichten seiner Gemeinschaft gegenüber hat. Das andere Extrem zeigt die Debatte um dasß Asylrecht auf, daß hier ohne eine Rücksicht auf das Allgemeinwohl die unbegrenzte Aufnahme von „Flüchtlingen“ verlangt wird, daß also das vermeintliche Recht, daß jeder leben dürfe, wo es ihm gefalle, anerkannt wird zum Schaden des eigenen Volkes, sowohl des Aufnahmelandes wie dessen, aus denen deren Bürger so fliehen, ihre Pflichten ihrer Heimat gegenüber untreu werdend. Die Frucht einer „Vergötterung des Individuums“ ist nun mal der praktizierte Egoismus, durch den sich die bürgerliche Gesellschaft auszeichnet. Es ist so eine offene Frage, ob der demokratische Staat stark genug sein kann, sich seiner Usurpation durch Gruppenegoismen zu widersetzen.

Kardinal Ratzinger setzt dabei auf eine moralische Fundierung der bürgerlichen Gesellschaft, aber auch die muß dann auch staatlich unterstützt und gestärkt werden.

Man könnte sagen, daß die Freimaurerei mit dem Sturz der letzten großen christlichen Monarchien Europas, des zaristischen Rußlandes, und des deutschen und österreichischen Königsreiches am Ende des 1.Wetkrieges ihr Ziel der Zerstörung des Thron- und Altarbündnisses erreicht hatten und daß nun nach 1989 in ganz Europa die Demokratien blühen, aber ob das in jeder Hinsicht ein Fortschritt im Guten ist, da darf man wohl ein Fragezeichen setzen.

Man kann sich aber nicht des Eindruckes erwehren, daß die Kirche im „Geiste des 2.Vaticanums“ sich diese freimaurerischen Dogmen selbst zu eigen gemacht hat, sich selbst dabei als die Erlösungsreligion verleugnend. Denn wenn diese Freimaurerdogmen wahr wären, wäre jeder Erlöser und jede Erlösungsreligion völlig überflüssig!



1Joseph Kardinal Ratzinger, Was ist Wahrheit?, in: Werte in Zeiten des Umbruchs, 2005,S.59.

2Thomas Mann, Doktor Faustus VIII Kapitel.

3Thomas Mann, a.a.O.

Donnerstag, 22. Mai 2025

Wandelt Papst Leo XIV etwa in den Spuren seines Vorgängers Papst Franziskus?

 

Wandelt Papst Leo XIV etwa in den Spuren seines Vorgängers Papst Franziskus?


Wer die tonangebenden Medien diesbezüglich durchforscht, stößt auf ein relativ einheitliches Bild des neuen Papstes, schwankend zwischen der Aussage, er wird den sog. Reformkurs prolongieren oder er möge ihn doch fortsetzen oder gar imperativisch, daß er ihn weiterzuentwickeln habe. An den Rändern des öffentlichen Diskurses kann man aber etwas ganz anderes lesen und eingedenk des Aufrufes des Vorgängerpapstes, raus aus der Komfortzone, hin zu den Rändern. könnte man solche extremen Randvoten ja auch mal zur Kenntnis nehmen. Auf der rechtsradicalen Internetseite „NS-heute“ wurde am 11.5.2025 eine Polemik wider Papst Leo XIV unter der Überschrift: „Der neue marxistische Papst“ publiziert. Dabei wird Bezug genommen auf eine ultraliberale Kritik in den USA an dem Sozialengagment Papst Leo XIII, der tatsächlich den Wirtschaftsliberalismus kritisierte und die nun eine Fortsetzung dieser Kritik am der wirtschaftsliberalen Richtung befürchtet.

Aber die Polemik kapriziert sich nun auf einen anderen Punkt: „US-Vizepräsident Vance gesagt: „Es gibt ein christliches Konzept, demzufolge man zuerst seine Familie liebt, dann seinen Nächsten, dann seine Gemeinschaft, dann seine Mitbürger – und erst danach den Rest der Welt. Ein großer Teil der radikalen Linken hat das völlig auf den Kopf gestellt.“ Er berief sich dabei auf die Aussage eines der bedeutendsten Kirchenlehrer der katholischen Kirche, dem Theologen und Philosophen Thomas von Aquin aus dem 12. Jahrhundert, wonach die Liebe zu anderen Menschen einer Ordnung folgen muss.“

Hier muß man dem amerikanischen Vizepräsidenten Anerkennung zollen, denn über so gute Theologiekenntnis verfügt kaum noch ein katholischer Moraltheologe und schon gar kein Bischof mehr. Prägnant und zutreffend erfaßt hier ein amerikanischer Politiker die katholische Lehre von der ordo amoris, daß die Liebe in einer vorgegebenen Ordnung zu praktizieren sei, die von der Nähe hin in die Ferne. So sündigt eine Mutter, wenn sie aus ihrer Liebe zu den Nachbarkindern ihre eigenen vernachlässigen würde, ja wenn sie keinen Unterschied machte zwischen ihrer Liebe zu ihren eigenen Kindern und den fremden Kindern.

Was erwiderte nun der jetzige Papst als er noch ein Kardinal war: Dazu hat der damalige Kardinal und heutige Papst geantwortet: „Vance irrt sich: Jesus fordert uns nicht dazu auf, unsere Liebe zu anderen zu bewerten oder zu gewichten.“ In einer anderen Übersetzung: „Vance irrt sich: Jesus verlangt nicht von uns, dass wir unsere Liebe für andere Menschen in eine Rangordnung bringen.“ Hier wird der ordo amoris außer Kraft gesetzt, um ihn durch einen universalistischen Humanitarismus zu ersetzen. Seit Donald Trump wieder der Präsident der USA ist, attackieren ihn amerikanische Bischöfe, daß er gegen die Ideologie dieses Humanitarismus verstoße. Daß dieser nun selbst nicht mit der Ordnung der Liebe, wie die Nächstenliebe zu praktizieren ist, vereinbar ist, wird dabei völlig ausgeblendet. Statt katholisch die Gnade, hier die Liebe als die Vollendung der Natur und somit der Naturordnung zu begreifen, wird sie als die schlichte Negation der Naturordnung propagiert. Für die mütterliche Liebe dürfe es so keinen Unterschied geben zwischen ihren eigenen Kindern und den fremden Kindern. Damit wird selbstredend die Ordnung der Familie zerstört und darüberhinausgehend auch die des Volkes.

So wird nun gegen den christlichen Glauben in diesem Artikel agitiert:„Rieger schreibt, dass die Juden ursprünglich im Alten Testament die Nächstenliebe als Liebe zum eigenen Volk verstanden, die Christen aber, mit weltweitem Anspruch, setzten sie der Fernstenliebe gleich, also das Erweisen von Wohltaten unabhängig von Verwandtschaft oder Volk, das ist der entscheidende Punkt.Deswegen werden inzwischen alle Missstände auf der ganzen Welt bekämpft, ohne Rücksicht auf eigene Interessen – ursprünglich nur von den Kirchen mit „Brot für die Welt“, Kirchenasyl und Ähnlichem, inzwischen auch von der herrschenden Politik mit ausufernder Entwicklungshilfe und der Einladung an alle, nach Deutschland zu kommen.

Diese Fortsetzung der christlichen Moral im linken und kommunistischen Denken ist immer wieder zu beobachten.“1

Hier hat der Polemiker schlicht die sachlich angemessene Darlegung der Ordnung der Liebe durch den amerikanischen Vizepräsidenten vergessen und kritisiert dann das politisch korrekt verformte Christentum als das einzig wahre, das er dann als völlig inakzeptabel verwirft. Daß dieses politisch korrekt verformte Liebesverständnis gar gegen das Gebot der Nächstenliebe verstößt, indem so amerikanische Bischöfe2 die Regierung zu einer das eigene Volk schädigenden Politik auffordern, muß dann auch noch gesagt werden. Aber noch ein Fehler unterläuft dieser Polemik: Der humanitaristische Universalismus ist nicht eine Neuversion des kommunistischen Zieles einer klassenlosen Gesellschaft sondern nur das ideologische Beiwerk des Projektes des globalisierten Kapitalismus, um es etwas altmodisch auszudrücken, daß die ganze Welt nur noch ein einziger Wirtschaftsraum sein soll mit einem unregulierten Kapital- Waren- und Arbeitsmarkt. So wenig Staat wie nur irgendwie notwendig und so viel Markt wie irgendwie möglich, ein Konzept, dem Papst Leo XIII selbst noch kritisch gegenüberstand. Daß dann der universalistische Eineweltstaat ein extrem repressiver sein muß3, um alle Menschen ihm zu subordinieren und jeden Widerstand gegen ihn zu bekämpfen, diese Einsicht unterscheidet dann den klassischen Liberalen vom sog. Neoliberalen. Zu diesem Konzept paßt dann aber vorzüglich das politisch korrekt verformte Christentum, wie es in dieser Polemik dargestellt wird, nur ist das nicht die Weiterentwicklung der Ordnung der Liebe im katholischen Verständnis.

Als Papst Leo XIV noch nicht Papst war, hat er sich so negativ zur Politik Trumps geäußert,aber es muß nun beobachtet werden, ob er weiterhin sich gegen die Ordnung der Liebe, wie sie die Katholische Kirche lehrt, stellt. Alle politisch Korrekten hoffen darauf!Dies politisch korrekt verformte Christentum hat aber mit den Anliegen des Freimaurertumes mehr Gemeinsamkeiten als mit der Ordnung der Nächstenliebe der katholischen Tradition.



1Hier wird der orthodoxe Marxismus mit dem „Kulturmarxismus“ der Zeit nach 1989 verwechselt, der den Kapitalismus bejaht, aber die bürgerliche Kultur revolutionieren will. Dazu paßt aber die ultraliberale Kritik an Papst Leo XIII, der eben schon zu sozial engagiert gewesen sein soll. Das Übel ist nun nicht mehr der Kapitalismus sondern die Herrschaft des“Weißen Mannes“,die marxistisch gefaßte Soziologie wird durch eine rassistisch gefaßte Biologie substiuiert. Die Rassen- und Geschlechtszugehörigkeit qualifiziert einen Menschen.

2Ich würde gern wissen, wie viele der amerikanischen Bischöfe wirklich im ethnischen Sinne Amerikaner sind.

3Vgl dazu: Emanuel Hirsch, Deutschlands Schicksal.

Donnerstag, 13. März 2025

Die Kirche – auf der Suche nach neuen Freunden: die Freimaurerei? Oder richtet sie sich zugrunde?

 

Die Kirche – auf der Suche nach neuen Freunden: die Freimaurerei?


Kath de beglückte seine Leserschaft am 12.3. 2025 mit dieser Frohbotschaft: „Experte: Nicht alle Freimaurer waren Gegner der Kirche“.Wer sich auch nur ein wenig über das Aufbauprinzip der Freimaurerei informiert hat, weiß, daß diese Geheimorganisation streng hierarisch strukturiert ist, daß nur die da „Ganz Oben“ über alles Bescheid wissen und daß nach „Unten“ hin immer weniger gewußt wird, anders formuliert, daß mit jedem Aufstieg ein Mehr an Enthüllungen über das Wesentliche der Freimaurerei verbunden ist. Es existieren halt mehr oder weniger Eingeweihte. So kennt eben nicht jeder die wahren Ziele der Freimaurerei und gerade deswegen können sie so effektiv verfolgt werden.

Die Katholische Kirche hat von Anfang an die Freimaurerei als ihren Feind erkannt, dem der Kampf gegen das Thron- und Altarbündnis ihr Anliegen war, die Monarchien aufzulösen und durch die Demokratie zu ersetzen und die Kirche und die Religion in die Privatsphäre zu verbannen, daß sie jeden Einfluß auf das öffentliche Leben verlieren sollte.Mit dem Ausgang des 1.Weltkrieges, dem Sturz der drei christlichen Monarchien Europas, der Österreichs, Deutschlands und Rußlands und der Trennung des Staates von der Kirche erwirkte sie den bisher größten Erfolg,sodaß oft gemutmaßt wird, daß sie auch einen maßgeblichen Einfluß auf den Ausbruch des 1.Weltkrieges hatte, in der ja die „Entente-Staaten“ für diese Ziele kämpften.

Aber man darf nun auch das große Endziel nicht außer Acht lassen, das der Errichtung einer einzigen Weltrepublick unter ihrer Vorherrschaft.

Wie kann da nun der Eindruck entstehen, daß es ein gutes Verhältnis zwischen der Freimaurerei und der Kirche geben könnte? Dazu wären beachtliche Trans-formationen der Kirche notwendig: Erstens müßte sie das Ziel des Reich Gottes ersetzen durch die Utopie einer gerechten und friedlichen Welt, die durch alle Menschen guten Willens auch erschaffbar sei.Zweitens müßte sie alle Religionen für gleich wahr und gleichgültig erklären, denn es käme allein auf das gemeinsame Zie der Verhumanisierung der Welt an. Drittens muß die Anthropologie geändert werden, daß der Mensch trotz der Sünde ein von Natur aus das Gute Wollender und auch das Gute realisieren Könnender ist, daß er so ohne die Gnade Gottes ein guter Mensch . Viertens müßte sie den Feind der Kirche damit neu definieren als alle Kräfte, die sich diesem Weltoptimierungskonzept widersetzten. Das sind die conservativen,rechten und reaktionären Kräfte im politischen Raum und im religiösen all die, die die ihrige Religion als die einzig wahre glauben.

John Lennon vertritt in seinem Lied „Imagine“ die etwas conservativere freimaurerische Position, daß um des irdischen Friedensreiches willen neben allen Nationen auch alle Religionen zu verschwinden hätten,aber effektiver ist die Strategie, alle Religionen für gleichgültig zu erklären,um dann alle Gutmenschen aufzurufen zum Kampf für eine gerechte und friedfertige Welt, die keine Utopie sein soll, sondern ein von allen Gutwilligen realisierbares Ziel sei. Nur müssen dafür die Feinde dieses Projektes bekämpft werden: alle patriotischen Kräfte, von der Kirche bei uns als „völkisch“ verteufelt und alle Conservativen, Traditionalistischen und Reaktionäre in der Kirche und in allen Religionen.

Ja, tatsächlich, spätestens seit Papst Franziskus ist die Kirche dabei, sich dem Freimaurertum anzuähneln, übernimmt man doch deren Agenda! Man lese einmal nach, wie oft der jetzige Papst von Freimaurern gelobt wird!

So berichtete Kath net dazu am 18.2,2021: "Spanische Freimaurer loben Papst Franziskus’ Engagement für den ‚Tag der Geschwisterlichkeit’. 

 "Der gemeinsame Auftritt von Papst Franziskus und Großimam Al-Tayyeb sende eine Botschaft des Friedens und der Geschwisterlichkeit an alle Menschen, schreibt die spanische Großloge in einer Stellungnahme.Die Gran Logia de España, die Großloge der Freimaurer Spaniens, hat die Botschaft von Papst Franziskus zum ersten „Internationalen Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen“ am 4. Februar 2021 ausdrücklich gut geheißen.

„Geschwisterlichkeit [ist] der neue Horizont der Menschheit“, hat Papst Franziskus in seiner Videobotschaft zum Internationalen Tag der Geschwisterlichkeit wörtlich gesagt. Mit diesem Zitat beginnt eine Reihe von Twitternachrichten der Spanischen Großloge, in der die Freimaurervereinigung zu dem von der UNO eingeführten Gedenktag Stellung nimmt. Die universale Geschwisterlichkeit aller Menschen gilt als ein Hauptprinzip der Freimaurerei."

Der Terminus der universalen Geschwisterlichkeit ist der terminus technicus für das Projekt der Einheitswelt unter der Führung der Freimaurer, in der alle Differenzen, die zwischen  den Geschlechtern, den Völkern und  Rassen und den Religionen abgeschafft werden sein sollen. Daraus erklärt sich auch das Ja der Kirche zur Politik der offenen Grenzen: Jeder müsse reingelassen werden und niemand dürfe repatriiert werden,



Samstag, 14. September 2024

„Führen wirklich alle Religionen zu Gott?“ Papst Franziskus klarer Kurs der Vergleichgültigung der Religionen!

 

Führen wirklich alle Religionen zu Gott?“ Papst Franziskus klarer Kurs!



Papst Franziskus offenbart nun in wohltuendster Klarheit seine Position zu dieser Zentralfrage der christlichen Religion. In diesem Kath net Artikel heißt es dann am 14.9.2024: "Alle Religionen sind Wege, um zu Gott zu gelangen. Sie sind – um einen Vergleich anzustellen – wie verschiedene Sprachen, verschiedene Dialekte, um dorthin zu gelangen. Aber Gott ist Gott für alle. Wenn Sie anfangen zu kämpfen und sagen: 'Meine Religion ist mehr', wohin führt uns das? Es gibt nur einen Gott, und jeder von uns hat eine Sprache, um zu Gott zu gelangen. Manche sind Sikhs, Muslime, Hindus, Christen verschiedene Wege zu Gott."

Der Papst lehrt also, daß alle Religionen gleich wahr sind. Woher weiß er das, woher nimmt er die Courage gegen das Zeugnis der hl. Schrift, der Tradition und dem verbindlichen Lehramt, dies zu lehren? Die rhetorische Frage: „wohin führt uns das?“ zeigt, wie der Papst zu dieser Ansicht kommt. Er urteilt, daß wenn die Religionen ungleich wahr wären, wenn es gar eine gäbe, die sich als die allein wahre behauptete, das zu Konflikten und gar zu Kriegen zwischen den Religionen führen könne. Um das zu vermeiden, müßten alle Religionen sich wechselseitig als gleich wahr anerkennen. John Lennon meinte noch in seinem Eine-Welt-Friedensutopielied: “Imagine“, daß die Abschaffung aller Religionen eine notwendige Voraussetzung eines ewigen Weltfriedens sei, Papst Franzisus präferiert stattdessen die Vergleichgültigung aller Religionen um des Weltfriedens willen. Die christliche Religion als die von Gott offenbarte Religion ist deshalb ihm ein Hindernis für den Weltfrieden und muß deshalb depotenziert werden zu einer unter den vielen gleich wahren Religionen. Diese neue Papstlehre verdankt sich nun nicht in irgendeiner Weise neuen theologischen Erkenntnissen, sondern der Papst fordert einfach diese Umdeutung der christlichen Religion um der rein politischen Einschätzung willen, daß eine sich als allein wahr wahrnehmende Religion den Weltfrieden stören würde.Das höchste Gut, (summum bonum) ist diesem Papst also der Weltfriede, dem die Katholische Kirche sich zu subordinieren habe, indem sie sich vollständig vergleichgültigt.

In dem Artikel: „Dialog über alles“ (Kath info am 12.9.2024) ist ergänzend dazu zu lesen: „In den zahlreichen Ansprachen von Franziskus an die Scholas ist das Schweigen über den christlichen Gott, Jesus und das Evangelium fast tödlich. Die vorherrschende Formel ist der ‚neue Humanismus‘ mit dem dazugehörigen ‚gemeinsamen Haus‘, der ‚universellen Solidarität‘, der ‚Brüderlichkeit‘, der ‚Konvergenz‘, dem ‚Willkommen‘. Auch die Religionen werden in einen Topf geworfen und in einem undeutlichen Dialog neutralisiert.“

Der „neue Humanismus“ ist für Papst Franziskus das Ziel des Dialoges der Religionen miteinander. Dies Ziel ist nun kein spezifisch religiöses oder gar christliches, sondern ein rein weltlich- politsches. Alle Religionen sollen sich nun aber diesem höchsten Ziel unterordnen, ihre Differenzen untereinander als völlig nebensächlich beurteilen, um so einen Beitrag zu einer humanistischen Einheitswelt zu erbringen. Die Ähnlichkeit zu den Weltbeglückungsvorstellungen des Freimaurertumes sind hier leider unverkennbar. Christlich oder gar katholisch ist das auf keinen Fall! Es bleibt nur noch die bedrückende Frage: Wie konnte es zu solch einem Abfall vom katholischen Glauben kommen? 

Einige Päpste schenkt Gott, andere duldet er, mit wieder anderen straft er."  Vinzenz von Lérins

1.Corollarium

Wer nun meinte,Papst Franziskus stünde mit diesem Konzept der Subordination der christlichen Religion unter die Politik alleine,der lese den Jubelartikel über Bischof Feige auf Kath de am 14.9.2024: "Feige feiert silbernes Bischofsjubiläum" :Es meine auch eine Wachsamkeit für soziale Verwerfungen und gesellschaftliche Polarisierungen, für Krieg, Flucht und Umweltzerstörung. "Dazu gehört, sich jeglichem Extremismus entgegenzustellen und noch entschlossener für die Würde eines jeden Menschen einzusetzen, für Freiheit und Demokratie, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sowie ein tolerantes und friedliches Miteinander", so Feige." 14.9.2024. Die christliche Religion kommt hier nicht vor!

2.Corollarium

Keine Religion kann nur unwahr sein,denn dann wäre sie gar keine Religion,denn  jede existiert nur als ejne Teilhabe an der Idee der Religion, und somit immer auch wahr.Aber jede Religion partizipiert in unterschiedlichem Grade  an der Wahrheit der Idee der Religion. 

3.Corollarium

Wenn Papst Franziskus recht hätte,wäre die Mission von Anfang an ein Fehler der Kirche gewesen.der Germanenmissionar Bonifatius hätte uns die Odin- und Wotanreligion lassen sollen! Odin ist nämlich genauso wahr wie Jesus Christus!   


Montag, 12. August 2024

Ein Fallbeispiel über den kirchlichen Opportunismus – oder die Furcht vor der Welt

 

Ein Fallbeispiel über den kirchlichen Opportunismus – oder die Furcht vor der Welt



Aus dem Geschick des Täufers Johannes ist viel zu lernen, etwa: „Widerspräche nicht den Mächtigen, es könnte Dir den Kopf kosten.“ Die kirchliche Morallehre müsse eben flexibel gehändelt werden, einem König dürfe man einfach nicht einen Verstoß gegen die Ehelehre der Kirche vorwerfen. Aber jetzt soll sich auf ein weit bedeutsameres Ereignis kapriziert werden, auf das der Französischen Revolution und wie sich die Kirche dazu verhielt und verhält.

In dem Kath de Artikel: „Kirchenhistoriker: Schwächere Päpste kann man sich nicht mehr leisten“ vom 12.8.2024 findet sich zu dieser Causa Aufschlußreiches:“Bei den Päpsten bis zum Zweiten Vatikanum lässt sich natürlich ein Abarbeiten an der Französischen Revolution feststellen. Man verurteilt immer wieder die Idee der Menschenrechte, von Gregor XVI. über Pius IX. mit seinem "Syllabus errorum", Pius X. mit dem "Antimodernisteneid" bis hin zu Pius XII., der noch 1953 in seiner berüchtigten "Toleranzrede" ausdrücklich die Religionsfreiheit ablehnt. Das war ein langer, schmerzlicher Prozess, bis sich die Kirche zu den Prinzipen der Grundrechte bekannt und schließlich auch die Demokratie als Regierungsform bejaht hat.“

Eine Selbstverständlichkeit ist für den da interviewten Kirchenhistoriker, daß die Kirche sich in ihrer Ablehnung der Französischen Revolution geirrt hatte und daß es deshalb zu begrüßen sei, daß dieser Irrtum nun korrigiert worden ist. Liegt nicht der Gedanke, daß hier die Kirche bis zum 2.Vaticnum sich nicht geirrt hatte und nun aber die faktischen Machtverhältnisse anerkannte, nahe? Erstens:Die Französische Revolution war eine Revolution, in der die legitime Herrschaft des französischen Königs gestürzt worden ist. Eine Revolution gegen eine legitime Herrschaft zu bejahen, ist nun der Kirche ob ihrer Lehre vom Staat unmöglich. Zweitens: Für die Kirche gelten als die oberste Norm die 10 Gebote Gottes und ihre kirchliche Entfaltungen. Wie könnte sie da die in der Französischen Revolution proklamierte Alternative der Menschenrechte bejahen? Die Freimaurer bekennen ganz offenherzig in einem ihrer eigenen Lexika: „Die Freimaurer haben zu dem Ausbruch der französischen Revolution vieles beigetragen, nicht zuletzt die Devise: Freiheit,Gleichheit und Brüderlichkeit, und die Deklaration der Menschenrechte“. (Zitiert nach: Hans Tranced, Freimaurer, Reprint 2022, S.13). Allein aus dieser Urheberschaft ergibt sich hinreichend der antichristliche Charakter sowohl dieser Revolution als auch der Menschenrechte. Die Menschenrechte sollten ja die Bürger Frankreichs aus der Herrschaft der Kirche befreien, indem nun das Leben rein vernünftig gestaltet werden sollte und die Menschenrechte dazu das Fundament bilden sollten.Dem 1.Gebot setzen die Menschenrechte eben das Recht, so viele Götter, wie es einem gefällt verehren zu dürfen oder auch gar keine!

Es gibt keine theologisch zwingende Gründe, die Demokratie als eine legitime Regierungsform zu reprobieren, aber auch keine, sie als einzig legitime zu glorifizieren. Faktisch lehrt heute aber die Kirche in erster Linie die Menschenrechte und die westliche Demokrtie als das Beste, was es auf Erden gibt. Die Funktion Gottes reduziert sich dabei auf die einer Letztbegründung der Menschenrechte als die Konsequenz der Liebe Gottes zu allen Menschen.

Mehr als sinnvoll wäre es nun, da die Epoche der Moderne zu Ende gegangen ist, das ganze Projekt der Moderne zu analysieren. Man könnte das auch mit einem kleinen Wortspiel rechtfertigen: Das Wesen von etwas ist sein Gewesensein. Meine These lautet: Die Moderne stellt den Versuch der Aufhebung der christlichen Religion dar, indem das in der Religion Erhoffte zu der Aufgabe der Politik, des menschlichen Wirkens umgeformt wurde. Das ist nicht einfach eine pure Negation der Religion, sondern sein Gehalt, der einer Erlösungsreligion sollte dabei bewahrt werden, aber das Subjekt der Erlösung sollte nicht mehr Gott sein, sondern der Mensch als das revolutionäre Subjekt. Die Ausdifferenzierung der Moderne resultierte nun aus der verschiedenen Näherbestimmung des revolutionären Subjektes, ob es der humanistisch gebildete Weltbürger, der revolutionäre Arbeiter oder eine als eine Geheimorganisation auftrende Avantagarde ist. Der Tod der Hoffnung auf ein solches Subjekt ist dann der Tod der Moderne. Die dazu passende Geschichtsphilosophie, die die Geschichte als einen einzigen Menschheitsfortschritt konstruierte, wobei immer das Jetzt der Kairos des Durchbruches des Endzieles der Geschichte gedeutet wurde, löste sich damit auch endgültig auf. Der Marxismus-Leninismus darf dabei als die letzte große Konstruktion einer so gearteten Geschichtsphilosophie angesehen werden.

So gesehen ist die Moderne vergleichbar einem unehelichen Kind der Kirche, die so das Projekt der Moderne von Anfang an als etwas Inkzeptables verurteilt hat. Aber die Kirche beugte sich dann der Macht des Faktischen, daß die Moderne alles Vormoderne delegitimierte, um sich als das allein Wahre zu inszenieren. 

Merke:

Die Geschichte der Moderne ist vor allem eine in Blut geschriebene, von dem Terror der Französischen Revolution über den stalinitischen Terror bis zum "Menschenrecht" der Kindestötung im Mutterleibe. Der Nationalsozialismus ist hierbei auszunehmen, da er kein modernes Projekt der Welterlösung war und sich auch nicht so verstand.Von seinem Wesen her ist er antimodern.  

Zusatz:

Wer über Macht verfügt,bestimmt,was als wahr gilt.  













Dienstag, 6. August 2024

Es gibt nicht nur den bösen Donald (Trump) sondern auch den guten Donald (Tusk) oder was einen guten Europäer ausmacht!

 

Es gibt nicht nur den bösen Donald (Trump) sondern auch den guten Donald (Tusk)


Polen hat nun gut gewält und so schreiben die Medien auch nicht von manipulierten Wahlen, wie in der Causa Venezeuela, sondern begeistert von der neuen Mitte-Links-Regierung unter der Führung des proeuropäischen Donald Tusk. Was begeistert nun die Medien an diesem guten Donald`? Er verhieß, daß nun endlich auch die Frauen Polens wie die alle Westeuropas ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen dürfen! Leider scheiterte er dann dank einiger uneinsichtiger Koalitiönäre in seinem Kampf um dies Tötungsrecht, aber das war ja nur der erste Veruch. Außenpolitisch bekommt er Bestnoten für sein beherztes Eintreten für den Primat einer militärischen Lösung des Ukrainekonfliktes, aber er setzt doch auch deutlich andere Akzente!

Kath de berichtet darüber: „Bischöfe beklagen Handeln der Regierung. Reform des Religionsunterrichts in Polen stößt auf Kritik.“ (5.8.2024. Hinter dem Euphemismus der Reform verbirgt sich der Wille der Regierung, den Religionsunterricht in den Schulen zu kürzen. Polen ist eben aus der Sicht der proeuropäischen Regierung noch zu katholisch und müsse so entkatholisiert werden. Daß in Polen immer noch kein liberales Abtreibungsrecht existiert, ist eben eine Negativfolge des Zuvieles an dem christlichen Glauben in Polen.

Klar hat die neue Regierung auch die Pressefreiheit als den größten Feind der Demokrtie erfaßt: „Des Weiteren löste Tusks Regierung noch im selben Monat alle öffentlich-rechtliche Medien in Polen, die als Propagandamedium der PiS galten, formell auf, um eigenen Aussagen zufolge eine Umstrukturierung dieser zu ermöglichen.“ weiß der „Wikipediaartikel“ über den guten Donald zu berichten. Die neue polnische Regierung hat die gesamte Führungsriege der öffentlich-rechtlichen Medien in dem Land entlassen. Zuvor hatte das Parlament eine Resolution zur Wiederherstellung der Unparteilichkeit der Medien beschlossen.“ meldete die „Tagesschau“ am 20.12.2023! Die „Wiederherstellung der Unparteileichkeit der Medien“ bedeutet so also, daß alle der bisherigen Regierung zugewandten Journalisten durch neue regierungstreue ersetzt werden. Zu kritischer Journalismus stört eben auch demokratische Regierungen, so hat ja auch die Bundesregierung das „Compact- Magazin“ verboten. Das ist eben der europäische Standard der Pressefreiheit.

Aber was bedeutet nun die antikatholische Ausrichtung der neuen proeuropäischen Regierung? Einst war die Lage doch sonnenklar, gut übersichtlich, denn da verteidigte der „Freie Westen“ die christliche Religion doch gegen den kommunistischen Atheismus des Ostens. Rückblickend geurteilt scheint das nun ein teilweises Fehlurteil gewesen zu sein, denn es wurde zwar die westliche Freiheit verteidigt aber gleichzeitig säkularisierte sich der Freie Westen so sehr, daß jetzt die christliche Religion nicht mehr recht in das Projekt Europa hineinpaßt. Es ist kein Zufall, daß im Jahre 2024 in der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris die christliche Religion verspottet wurde: Das jetzige Europa zeigt, daß es das in ihr noch währende christliche Abendland gänzlich überwinden will. Dazu gehört nun auch, daß die neue proeuropäische Regierung ihren Kampf gegen die christliche Religion aufnimmt. Polen ist erst dann ein wahrhaft europäisches Land, wenn in ihm wie in ganz Westeuropa die Mütter ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen dürfen, Paris hat dies just zum neuen Menschenrecht erklärt und wenn, formulieren wir es mal grob, an den „Christopher Street Day“ Kundgebungen viel mehr Polen als an den Fronleichnamsprozessionen teilnehmen.

Auch wenn es vielleicht einigen Lesern als zu verschwörungstheoretisch klingen mag: Im Freimaurerlexikon, eines Lexikons von Freimaurern verfaßt. steht schwarz auf weiß geschrieben: „Die Freimaurer haben zu dem Ausbruch der französischen Revolution vieles beigetragen, nicht zuletzt die Devise: Freiheit,Gleichheit und Brüderlichkeit und die Deklaration der Menschenrechte“. (zitiert nach: Hans Tranced: Freimaurer, 1938, S.13) Es ist zu befürchten, daß hier das wahre Fundment des heutigen Europas sich anzeigt und daß eben das heutige Europa nicht in der Idee des christlichen Abendlandes sich aufbaut, wie sie uns Novalis so glanzvoll vor Augen malte. Und dazu paßt nun wirklich der Kampf der neuen polnischen Regierung gegen die christliche Religion und für das Menschenrecht auf die Kindestötung im Mutterleibe! 

Die "Freie Welt" schreibt am 6.8.2024:"Umfrage der Freien Welt nach der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris: 98,3 Prozent der FW-Leser finden, der Westen sollte entschiedener für seine Werte einstehen." Es ist nur anzunehmen, daß die "Werte" die die Leserschaft der "Freien Welt" vor Augen haben, nicht die des Westens sind!

 



Samstag, 6. Juli 2024

Ein kommunikatives Mißverständnis: Als die Türken Wien belagerten... Islamophobie

 

Ein kommunikatives Mißverständnis: Als die Türken Wien belagerten...


Der christlich – islamische Dialog verlangt eben auch nach einer Neuinterpretation der zwei Angriffe Wiens durch das türkische Heer in den Jahren 1529 und 1683. Muslime zogen gen Wien, angezogen durch die Rede von der sagenhaften Geschmacksqualität der dortigen Sachatorte und statt sie zu Kaffee und Kuchen friedfertig einzuladen,griffen die ausländerfeindlich gesonnen Wiener, erfüllt von einer unbegreiflich irrationalen Islamphobie, zu den Waffen.

Carl Schmitt, politisch völlig inkorrekt schrieb 1932 in seiner Erwägung zur Bedeutung der Feindesliebe noch: „Auch ist in dem tausendjährigen Kampf zwischen Christentum und Islam niemals ein Christ auf den Gedanken gekommen, man müsse aus Liebe zu den Sarazenen oder den Türken Europa,statt es zu verteidigen,dem Islam auszuliefern.“ („Der Begriff des Politischen“, S.29) Wenn Jesus Christus so von der Liebe zum Feind spricht,meinte er damit den Feind in der Privatsphäre, nicht etwa den öffentlichen Feind, etwa den Feind der christlichen Religion,den sonst würde er ja auch zur Liebe zum Teufel aufrufen, denn der ist nun mal der Feind der christlichen Religion überhaupt.

Wenn ein Zentralanliegen der Erörterung über das Eigentümliche des politischen Diskurses seitens Carl Schmitt die Betonung der Bedeutung des Feindes ist, so könnte geurteilt werden, daß in der nachkonziliaren Kirche eine Feindvergessenheit den theologischen Diskurs bestimmte: Weder der kommunistische Atheismus noch der Islam werden seit dem 2.Vaticanum noch als Feinde wahrgenommen sondern stattdessen als Dialog- und mögliche Cooperationspartner für das Projekt der Humanisierung der Welt.

Wir haben keine Feinde mehr!“ Kamen wir so dem Reiche Gottes nicht schon beachtlich näher, wenn man gar anfing,mit dem Freimaurertum, dem Erzfeind der Kirche zu dialogisieren und nun Papst Franziskus seitens des Freimaurertumes mit Komplimenten überschüttet wird?

Jesus Christus sprach zwar viel davon, daß, weil die Welt ihn gehaßt und bekämpft hat, sie auch die Kirche bekämpfen wird, weil sie wie ER zwar in der Welt aber nicht aus ihr ist, aber diese dunklen Zeiten sind nun vorbei. Ganz Progressive könnten gar mutmaßen, daß erst diese Negativeinstellung zur Welt, daß die Christen von ihr nur Schlechtes erwarteten,die Bekämpfung der Kirche durch die Welt hervorgerufen habe. Aber das ist nun vorbei, denn jetzt dialogisieren wir mit den einstigen Feinden, die nie welche waren. Um ein besseres Gesprächsklima zu erwirken, verzichtet ja nun auch die Kirche auf jede Art von Mission und verkündet stattdessen, daß Gott jeden, egal wie er es mit der Religion halte, von Gott ein Bejahter ist, dem so die Menschenwürde und die Menschenrechte zukämen.

Aber was, wenn nun die Feinde das einfach als eine Kapitulation vor ihnen ansehen, daß die Kirche tatsächlich es aufgegeben hat, Europa etwa vor einer Islamisierung beschützen zu wollen! Ja, die Verquerung geht ja so weit, daß die Kräfte, die zur Verteidigung dessen aufrufen, was an Restbeständen des christlichen Abendlandes noch existent ist, aufrufen als die wahren Feinde der Kirche zu bekämpfen.

Haben wir keine Feinde mehr? Was geschähe, wenn morgen irgendein katholischer Theologieprofessor an einer österreichischen oder deutschen Universität einen Vortrag ankündigte: „Gott schuf den Menschen als Mann oder Frau“, oder: „Das Recht auf Leben gilt auch den Kindern im Mutterleibe“ oder gar: „Die christliche Religion, die einzig wahre - deshalb Mission“? Es bedarf keinerlei prophetischer Eingebungen, um voraussagen zu können, daß keine dieser Vorträge stattfinden könnte, da der Vortragende niedergebrüllt würde von politisch korrekten Kämpfern gegen Rechts.

Aber in der Kirche kennt man nun doch wieder einen Feind: alles was rechts ist und selbst Conservatives gilt als nicht mehr hinnehmbar. Die Zeiten der Feindlosigkeit sind nun zu Ende, die Lust auf die Feindschaft ist neu erweckt, aber jetzt läßt sich der theologische Diskurs von der Politik vorschreiben,wer als der Feind anzusehen ist und somit werden die eigenen vergessen.


Mussolini hat versucht, aus Italienern wieder Römer zu machen, so ein neues römisches Reich zu errichten. Er scheiterte, aber das Scheitern dieses Großprojektes war keine Geschichtsnotwendigkeit, der Versuch der heutigen Türkei, ein neues islamisch Osmanische Reich zu gründen, ist so auch nicht von vornherein zum Mißlingen verurteilt,zumal es kaum noch Verteidigungswillige gibt, in Westeuropa zumindest und die Katholische Kirche und der Protestantismus schon längst vor dem Islam kapituliert haben. 

Zusatz:

Solange der Teufel auf  Erden kämpft, wird die Kirche immer von Außen wie auch von Innen bekämpft werden. Die Wölfe im Schafsfeld stellen dabei immer die größere Gefahr dar, sind sie doch schwerer als Feinde recognizierbar. Ein unreflektiertes Gerede von einer zu erstrebenden innerkirchlichen Pluralität verkennt eben, daß gerade die Feinde im Inneren der Kirche sie arglistig und oft erfolgreich bekämpfen. 



Samstag, 13. April 2024

Irrwege der Kirche: Bischöfe fordern deutliches Bekenntnis zu "Projekt Europa"

Irrwege der Kirche: Bischöfe fordern deutliches Bekenntnis zu "Projekt Europa"



Es ist fast schon peinlich, wie sich deutsche Bischöfe als ein Wahlhilfsverein der in die Bedrängnis geratenden Rot-Grüne Regierungsparteien in Szene setzt, jetzt wieder mit einem Appell zur Kreuzesnachfolge an der Wahlurne der auf uns zukommenden EU-Wahl am 9.Juni 2024.

Aber lassen wir diese Selbstdegeneration der Kirche zu einen Wahlhilfekampfverein auf sich beruhen, und kaprizieren uns auf dieses Ja zum „Projekt Europa“. Das „Projekt Europa“ im Verbund mit seinem Zwillingsbruder, dem Projekt Europa hatte den Zweck, wie man es auch ganz offenherzig bekannte, Deutschland klein, Amerika rein- und Rußland rauszuhalten. Es setzte die Spaltung Europas in Westeuropa und Osteuropa voraus mit seinen 2 Militärbündnissen und den 2 sie flankierenden transnationalen Wirtschaftsverbänden. Gegenüber dem Narrativ eines nur defensiv ausgerichteten Westeuropas offenbarte die Namensgebung den Offensivcharakter der Nato und der zuerst: Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft titulierten EU. Wenn anfänglich auch nur die westeuropäischen Staaten unter der Führung der USA hier sich verunionierten, so war doch das Ziel klar: Ganz Europa soll in die EU und die NATO integriert werden. Das hieß, daß alle damals noch dem „Warschauer Pakt“und derem Wirtschaftsverband angehörigen Staaten aus diesem Verbund herausgelöst und dem Westverbund integriert werden sollten. Aber nicht ganz Europa sollte so verwestlicht werden, denn die Großmacht Rußland sollte davon ausgeschlossen werden. Rußland, das bis zum „Kalten Krieg“ selbstverständlich zu Europa gehörte,sollte daraus exkommuniziert werden. Dies Vorhaben war so erfolgreich, daß heutigen Tages von Rußland so gesprochen wird, als gehörte es nicht dazu!

Stattdessen hat sich die Großmacht der USA isb über seinen Juniorpartner England so fest in Westeuropa „integriert“, das es dazuzugehören erscheint, faktisch als die Hegemonialmacht West- und jetzt ganz Europas. Als man noch kapitalismuskritisch diskutierte, hätte es gehießen, daß das sozialistisch gewordende Osteuropa in die kapitalistische Welt reintegriert werden sollte, wobei dann die Großmacht Rußland rausgedrängt werden sollte, um dies Land dann rauszuhalten aus dem zu erwartenden Machtkampf in Europa um die Vormachtsstellung in ihm. Europa war immer ein umkämpfter Raum,wer in ihm die Vormachtsstellung einnehmen würde: England, Frankreich oder Spanien. Als dann aber 1871 das Deutsche Reich unter seinem Architekten Bismarck die europäische Bühne betrat, wurde es als Parvenüstaat angesehen, als illegitimen Konkurrenten und so in 2 Weltkriegen bekämpft. Deutschland sollte nie mächtig werden sollen in dem zu erschaffendem Europa und so sollte es kleingehalten werden.

Mit dem christlichen Abendland,mit christlichen Werten hat dies nichts gemein und die aktuelle Verteufelung der Russisch-Orthodoxen Kirche schon gar nicht, hält sie doch unbestreitbar fest an der Substanz der christlichen Religion, wohingegen im Westen die Kirche ihre Religion gegen das Linsengericht der Politischen Korrektheit und der Ideologie des Liberalismus eingetauscht hat. Die antikommunistische Ausrichtung der Nato und der EU verdeckte dabei erfolgreich die Entfremdung des Westens vom Abendland ,sodaß der postchristliche Charakter des Europaprojektes von der Kirche verkannt wurde.So förderte die Kirche faktisch auch mit dem 2. Vaticanum die Selbstsäkularisation Westeuropas und jetzt die Osteuropas.

Dies Projekt will nun die Kirche weiterhin unterstützen.konkret die Aggressionspolitik gegen Rußland, das seinen Anfang fand in dem Krieg des revolutionären Frankreichs unter Napoleon gegen die reaktionärste Macht Europas, dem zaristischen Rußlands. Das revolutionäre Frankreich der „Freiheits-Gleichheits-Brüderlichkeitsideologie“, der Ideologie des Freimaurertumes kämpfte so gegen die 3 Thron-und Altarstaaten Preußens,Österreiches und Rußlands, die dann als die Reaktion darauf  die antirevolutionäre „Heilige Allianz“ bildeten!

Seit dem nun die Ideologie der Französischen Revolution das Fundament Westeuropas und jetzt fast ganz Europas bildet, ist die Entchristlichung des einstigen Abendlandes, so ist es zu befürchten,zu ihrem Abschluß gekommen! 

 

Zusatz:

Das "Projekt Europa" war nie ein friedliches sondern ein auf Expansion ausgerichtetes. in dem die nationalen Differenzen nur zurückgestellt wurden ob des gemeinsamen Feindes, dem Osten, und dann isb dem Feind Rußland. 





 

Donnerstag, 7. März 2024

Eine Mesalliance: Die Katholische Kirche und der freie Westen

 

Eine Mesalliance: Die Katholische Kirche und der freie Westen


Eigentlich war die Sache klar:Nach dem endgültigen Untergang des christlichen Abendlandes, der Konstantinischen Epoche mit seinem Thron-und Altarbündnisses, das letzte Relikt dieser Epoche als einer Spätgeburt war das mit dem faschistischen Italien ausgehandelte Konkordat,in dem die katholische Religion als die Religion Italiens anerkannt worden war, suchte die Kirche einen neuen Bräutigam als ein Surrogat für den Thronpartner und fand ihn im „Freien Westen“. Hier stand das Lager der Freiheit, der Bejahung zumindest der christlichen Wurzeln des Abendlandes und da stand dem konträr gegenüber das sozialistisch-atheistische Lager: Amerika,das Land der Freiheit und die Sowjetunion als das Land der kommunistischen Diktatur mit seiner atheistischen Ideologie.

Die Kirche positionierte sich eindeutig als prowestlich, sah sie doch in der kommunistischen Ideologie ihren größten Feind, so sehe sie sich auch gegen den Liberalismus kritisch absetzte und einen dritten Weg zwischen dem Sozialismus und dem liberalen Kapitalismus präferierte, das Konzept einer sozialen Marktwirtschaft. Aber ein Problem konnte dabei eigentlich nicht übersehen werden, auch wenn nicht nur in Deutschland die Kirche nun in den dezidiert sich als christlich verstehenden Parteien nun ihre Parteien sahen,daß die Ideologie des Liberalismus das geistige Fundament Westeuropas bildete und diese Ideologie stets kirchenfeindlich ausgerichtet war und ist: Die Kirche und auch die christliche Religion gilt dem Liberalismus als ein Feind der Freiheit: Der Mensch habe sich aus der kirchlichen Bevormundung zu emanzipieren und autonom vernünftig sein Leben zu gestalten. Die Marktwirtschaft gilt dann als der Raum der Freiheit,der vor einem in sie einwirken wollenden Staat zu schützen sei.

Die Menschenrechtsideologie avancierte dabei zum fundamentalistischen Glaubensgut des „Freien Westens“, der Osten ob seiner Planwirtschaft zum Hort der Unfreiheit. Verdrängt werden mußte dabei seitens der Kirche, daß die Menschenrechte ein, das erfolgreichste Produkt des Freimaurertumes ist und klar antikirchlich und antichristlich inspiriert war. An die Stelle der Gebote Gottes und der Kirchengebote des christlichen Abendlandes trat die Menschenrechtsideologie, in der nun der Mensch autonom selbst bestimmte, was Gut und Böse, was Recht und Unrecht sei. Der liberalistisch sich als frei verstehende Mensch ist der, der ohne Gott leben will um seiner Freiheit willen.

In Frankreich, dem Lande der Revolution und der Deklaration der Menschenrechte,in dem der große Revolutionsführer Robespierre die christliche Religion durch die Verehrung der Göttin Vernunft substituieren wollte, ereignete sich nun eine weitere Revolution:Mit einer überwältigenden Mehrheit des Parlamentes kreierte man das Menschenrecht auf die Tötung von Kindern im Mutterleibe! Spontan könnte dies als ein Verstoß gegen die Menschenrechte interpretiert werden und ist es auch,wird an dem Wortlaut der Menschenrechte festgehalten. Aber doch verkennt dies das Wesen der Menschenrechte, denn die spricht der Mensch sich frei zu in einem dezisionistischen Akt und kann somit den Gehalt auch immer wieder ändern, da es keine den Menschenrechten gegenüber übergeordnete Norminstanz gibt. Die Menschenrechte sind eben nur Rechte, weil sie der Mensch sich sie zuschreibt und somit können sie auch durch den Souverän abgeändert werden. Denn das französische Parlament hat ja nun den Menschen das Recht auf Leben abgesprochen, solange sie noch im Mutterleibe leben,um sie der Willkür ihrer Mütter auszuliefern.Eine Mutter darf nun über ihr Kind im Mutterleibe entscheiden, ob es leben darf oder ob es getötet werden soll.So schlägt die liberalistisch ausgelegte Freiheit um in eine reine Willkürherrschaft über das Leben anderer Menschen.

Es ist nun zu fragen, ob diese Tendenz zur Willkürherrschaft nicht der Menschenrechtsideologie von ihrem Anfang an in den Schoß mithineingelegt ward. Zu den proklamierten Menschenrechten der Französischen Revolution gehört eben janusköpfig die Praxis der Guillotine dazu:“Willst Du nicht mein Bruder sein,so schlag ich Dir den Schädel ein!“ Zu dem Gründungsakt des „Freien Westens“ gehört so die Guillotine und der Kampf gegen die Kirche. Kann das wirklich nur als ein paar Betriebsunfälle einer eigentlich gut gemeinten Sache angesehen werden oder offenbart sich in dem jetzt proklamierten Recht auf die Kindestötung im Mutterleibe nicht der antikirchlich-antichristliche Charakter der Ideologie des „Freien Westens“?

Im ach so finsteren Mittelalter und auch unter keinem noch so despotisch regiert habenden russischen Zaren hat es ein vergleichbares Greuel gegeben,der Fortschritt der Aufklärung brachte solches erst hervor. Die Kirche ging in der Epoche des „Kalten Krieges“ eine Mesalliance mit dem „Freien Westen“ ein als ein Surrogat für das Thron-und Altarbündnis:Das könnte ein großer Fehlgriff gewesen sein! 

Auch bleibt in dieser Bejahung der Marktwirtschaft als dem Zentrum der Ordnung des "Freien Westens" unbedacht, ob ein so auf die Freiheit des Unternehmers sich kaprizierendes Freiheitsverständnis die Ausrichtung der Wirtschaft auf das Allgemeinwohl nicht vernachlässigt und damit nicht der Sozialethik der Kirche entpricht.  




Montag, 4. März 2024

Eine neue Liebe:die Kirche und die Freimaurerei?

 

Eine neue Liebe:die Kirche und die Freimaurerei?

Kardinal Francesco Coccopalmerio befürwortet bei einer gemeinsamen katholisch-freimaurerischen Konferenz in Mailand einen »permanenten« Dialog zwischen beiden Gruppen.“ So berichtet es die „Freie Welt“ am 1.3.2024. Irritiert diese Meldung auch jeden, der sich auch nur ein wenig in der Katholischen Kirche auskennt, verurteilte sie doch von Anfang an die Freimauerei als eine antichristliche Organisation, deren Ziel die Bekämpfung der Kirche sei und gilt auch heute noch der Unvereinbarkeitsbeschluß, daß ein Katholik nicht ein Mitglied einer Loge werden dürfe, so verblüfft sie doch nicht, hält man sich die heutige Selbstpositionierung der Kirche vor Augen.

Vertrit das Freimaurertum von Anfang an die Position der Gleichgültigkeit und somit auch die der Bedeutungslosigkeit aller Religionen, so stimmt faktisch im interreligiösen Dialog die Kirche genau dieser Position zu.

Vertritt das Freimaurertum die Position der Einheit der Menschheit, daß deshalb alle Grenzen, die zwischen den Rassen und Völkern und Religionen zu überwinden sind in einer großen universalistischen Weltverbrüderung, dann sagt Papst Franziskus das im Prinzip genauso, nur daß er die Differenzen zwischen den Religionen durch die Gleichgültigkeitserklärung aller Differenzen beheben möchte. So könnten alle Religionen auf den Punkt, des Appelles zum Streben nach einer humanitären Umgestaltung der Welt im Namen Gottes gebracht werden. Selbst in der Stellungnahme der Verurteilung der AfD durch die Bischöfe Deutschlands zeigt sich dieser politische Universalismus, in dessen Namen die Bejahung des eigenen Volkstumes als völkischer Nationalismus diffamiert wird.

Die Kirche wie auch das Freimauertum glaubt nun an das Gute im Menschen, daß im Prinzip alle Menschen kraft ihrer Vernünftigkeit einsehen, daß die Welt zu humanisieren sei und jetzt aktuell der Kampf gegen die menschenverursachte Klimakatastrophe in dem Vordergrund zu stehen habe! Das heißt nun aber auch, daß die Kirche faktisch nur etwas verkündet, was eben rein vernünftig ist, sofern man die Meinung vertritt, daß die politisch Linke für die Vernunft und die politisch Rechte für eine irrationale Politik stünden.

Darum könne es für die Kirche jetzt nur noch einen Feind geben, alles, was rechts ist und das sind die Freimaurer ja nun nicht als geistige Väter der Französischen Revolution. Verdrängt wird dabei völlig, daß die Kirche in der Französischen Revolution bis aufs Blut verfolgt wurde und dann noch ärger in der kommunistischen Revoution Rußlands, während der Faschist Franco die Kirche Spaniens vor dem Bolschewismus rettete und der Faschist Mussolinie ein für die Kirche sehr vorteilhaftes Konkordat abschloß.(Das Verhältnis Hitler zu der christlichen Religion ist dagegen sehr komplex und ambivalent, sodaß ich hier ihn aussparre, aber man kann zumindest nicht urteilen, daß er als Atheist die Religion bekämpfen wollte.) Heute sieht aber die Kirche nur noch rechts Feinde und das paßt zum Freimaurertum, daß ihren größten Feind in dem Thron-Altarbündnis sah, in der Monarchie wie in der Katholischen Kirche. Wenn es aber nun gelänge, die Kirche für das Projekt des universalistischen Humanitarismus zu gewinnen, könnte diese Feindschaft ja beendet werden, wenn dabei die Religion verdünnt würde auf den einen Gott, der die Einheit der Menschheit garantiert verbunden mit dem Appell zur Humanisierung der Welt. Daß dann die Einheitswelt von dem Freimaurertum regiert werden soll, verschweigt man dabei dezent. Auch Robspierre wollte ja nicht herrschen sondern nur der Vernunft zum Siege verhelfen.

Zusatz:

Taylor R.Marshall denkt in zu personalistischen Kategorien, wenn er in seinem Buch:"Infiltriert.Die Verschwörung zur Zerstörung der Kirche"die Infiltration als Einschleusung von dem Freimaurertum genehmen Menschen sich vorstellt, statt als Infiltration durch Ideologien,die die Kirche von ihrer Aufgabe abweichen lassen.



Donnerstag, 22. Februar 2024

„Absolute Wahrheiten“ „müssen niedergerissen werden“. Daß es keine Wahrheit geben darf

 

Absolute Wahrheiten“ „müssen niedergerissen werden“.


So schreibt es der Großmeister der größten Freimauerloge Italiens Herr Bisi . (Kath info am 22.2.2024).Man debattiert mal wieder über eine Verbesserung des Verhältnisses der Katholischen Kirche zum Freimaurertum. Der Großmeister lamentiert:

In den mehr als 300 Jahren ihres Bestehens ist keine Institution so sehr bekämpft, mystifiziert, verleumdet und gefürchtet worden wie die Weltfreimaurerei“, sagte Bisi und kritisierte dafür die katholische Kirche, „die in der Freimaurerei einen potenziellen Konkurrenten bei der Vergeistigung und Erhebung des Menschen gesehen hat“. (Kath de)

Daß 300 Jahre lang das Weltfreimaurertum die Kirche angegriffen hat und attackiert, vergaß der Großmeister dabei im Eifer des Gefechtes. Dafür geht er dann gleich zum Angriff über:“Warum ist die Freimaurerloge so schön und warum gefällt sie den kirchlichen Autoritäten nicht?“, fragte Bisi: „Weil unter demselben Himmel – der die Schöpfung darstellt – jeder Mensch ein Bruder für den anderen ist, das Band der Brüderlichkeit ist unabhängig vom Glauben. Man muß nur an den großen Baumeister des Universums glauben. Der Sternenhimmel ist derselbe für den Buddhisten, für den Katholiken, für den Waldenser, für den Moslem, für alle, die an ein höheres Wesen glauben. (…) Absolute Wahrheiten und Mauern des Verstandes gehören nicht zu uns, und für uns müssen sie niedergerissen werden“.

Die Katholische Kirche lehrt nun aber absolute Wahrheiten,das ist gerade ihre Substanz, daß sie nicht einfach menschlich, allzumenschliche Ansichten über Gott und die Welt vertritt, sondern daß ihre Lehre in der Offenbarung Gottes fundiert ist. Was hier niedergerissen werden soll,ist also eindeutig die Katholische Kirche selbst.

An die Stelle des katholischen Glaubens soll der Glaube an eine universalistische Brüderlichkeit treten, die sich in gründen soll in dem Glauben an den einen „Baumeister des Universums“. Dem nun sollen alle Religionen gleichgültig sein.Woher weiß das nur das Freimaurertum: Hat ihnen das dieser Baumeistergott etwa selbst offenbart? Wird damit dann nicht selbst die Gleichgültigkeit dieses Gottes allen Religionen gegenüber als die absolute Wahrheit gelehrt? Das bedeutet dann aber für alle Religionen, daß sie diese eine absolute Wahrheit der Gleichgültigkeit aller Religionen anerkennen sollen und somit die eine Wahrheit der Freimaurerei.

Der Wunsch von Bisi, „die Zugehörigkeit zu einer Freimaurerloge und die Zugehörigkeit zum katholischen Glauben für vereinbar zu erklären“, ist somit nichts anderes als die Aufforderung an die Kirche, sich dem Glauben der Freimaurer zu subordinieren, und so den dreieinigen Gott nur als einen anderen Namen für diesen Baumeistergott der Freimaurer anzuerkennen.

Zu befürchten ist, daß diese Freimaurerbotschaft in der Kirche auf fruchtbarem Boden fallen dürfte. Die Parole einer universalistischen Menschheitsverbrüderung, auch wenn Feministin da lieber von einer Verschwisterung lesen würden, gehört ja zur „Dogmatik“ des Humanitarismus, ja ist ihr Zentrum, von dem sich dann die vielfältigsten Weltverbesserungsprojekte ableiten lassen. „Wir sind eben alle Brüder, und da sei es eben gleichgültig,ob und was wir glauben, Hauptsache, wir übernehmen unsere Weltverantwortung. Genau dieser Humanitarismus hat sich nun ja schon in der Kirche eingenistet und läßt dabei die eigentlich religiösen Gehalte in den Hintergrund treten.Alle Religionen können dann als gleichgültig angesehen werden, stimmen sie nur in diesem Kern, dem Humanitarismus überein.

Die Hoffnung auf die Erlösung durch Gott wird so substituiert durch den Appell an alle Menschen guten Willens, die Welt humaner zu gestalten.Die eigentlich religiösen Gehalte werden dabei völlig säkularisiert durch diesen Appell und der Funktionalisierung der religiösen Gehalte für diesen Appell. Dabei wird dann aber faktisch auch der Primat des Freimaurertumes anerkannt mit seinem Baumeistergott,dem alle Religionen gleichgültig sind, wenn sie nur zur universalistischen Verbrüderung aufrufen-und es ist zu ergänzen unter der Herrschaft des Freimaurertumes. Damit das möglich werden kann,muß aber nun die Kirche mit ihren absoluten Wahrheiten niedergerissen werden. Dabei stößt der Freimaurer Bisi nun aber auf eine Kirche, die selbst schon sich aufgibt, weil sie selbst nicht mehr an ihre ihr offenbarten Wahrheiten glauben will,die sich selbst dem Relativismus übergeben will. 

Corollarium

Dieser Relativismus, daß alle Religionen irgendwie gleich wahr seien, ist theologisch rezipierbar durch die Setzung der Differenz, wie Gott an sich sei und wie er in den Religionen er- und auch immer verkannt würde. Alle Religionen besaäßen nur Vorstellungen, Bilder von Gott, aber keine sei dann identisch mit dem Gott, wie er wahrhaftig sei. So sei dann auch die christliche Gotteserkenntnis nur ein Bild von Gott. Wenn dann noch an der Vorstellung von Gottes Sichoffenbaren festgehalten werden soll, dann wird zwischen der Offenbarung und unserem menschlichen Verständnis der Offenbarung unterschieden: Gott ist dann absolut, aber keine der Religionen, die doch nur das Produkt eines menschlichen Verstehens der Offenbarung seien. 

Wie kann dann aber die Gleichgültigkeit aller Religionen vertreten werden? Da uns Gott, wie er wahrhaftig ist, unerkennbar sei, kann die These der Gleichgültigkeit der Religionen nicht in einer Gotteserkenntnis begründet sein. Diese These der Gleichgültigkeit ist die Antwort auf die Frage: Wie muß Gott gedacht werden, damit er dem  Ziel der universalistischen Verbrüderung nicht nur konträr gegenübersteht, das täte er, wenn ihm die Religionen ungleich legitim wären, sondern die Verbrüderung geradezu verlangt. Die Vergleichgültigung aller Religionen wie auch aller anderen Differenzen ethnischer und kultureller Art ist eben die Voraussetzung einer uniformen Weltgesellschaft beherrscht durch eine Zentralmacht.