Hängt die „Scheiß-Deutschlandflaggen“ab! Oder über eine Folge des Gottesglaubenverlustes
„ Der Chef der Grünen Jugend, Luis Bobga, hat nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft gegen die Deutschlandflagge gehetzt. Auf dem Kurznachrichtendienst Threads und auf Instagram schrieb Bobga, die Deutschen sollten jetzt ihre „Scheiß-Deutschlandflaggen“ wieder abzuhängen.“ Junge Freiheit1 Die unter Linken sehr populäre Musikband: „Feine Sahne, Fischfilet singt: „Deutschland verrecke“, „Deutschland ist Scheiße!“ Das Neinsagen zu Deutschland ist unter uns Deutschen sehr beliebt, das Zentralorgan der SED: „Neues Deutschland“ bezeichnet sich jetzt ja auch nur noch: „nd“ um sich von jeglichem deutschen Patriotismus zu distanzieren. Wie viele Linke freuten sich wohl über das blamable Ausscheiden unserer Nationalmannschaft bei der jetzigen Fußballweltmeisterschaft!
Die Selbstbejahung oder die Selbstverneinung gelten als die grundlegendsten Optionen des Verhaltens des Menschen zu sich selbst. Wir Menschen sind nicht durch unsere Eigennatur zu einer Selbstbejahung determiniert sondern wir können uns zu uns selbst kontingent verhalten. Was wir sind, normiert uns auch nicht dazu, uns als das zu bejahen, was wir sind. Wer so argumentierte, vollzöge den naturalistischen Fehlschluß, von dem, was ist, auf das zu schließen, was sein soll. Vgl dazu David Hume.
Aber hierbei wird der Begriff der Selbstbejahung wie auch der der Selbstverneinung unterkomplex verwendet. Denn konstitutiv zum Akt des Selbstbejahens wie des Selbstverneines gehört das als was man sich bejaht oder verneint. Wer als ein Deutscher einstimmt in die Parole: „Deutschland verrecke!“ verneint sich als Deutscher, nicht aber als Mensch, als Mann oder als Frau, auch nicht als Staatsbürger: Er sagt nur Nein zu seinem Deutschsein. Er kann das ob seiner Freiheit. Zu fragen ist aber, ob er so nicht seine Freiheit mißbraucht. Nur setzt dies Urteil voraus, daß ein Mensch so sein soll, wie er ist, daß er in seiner Geschlechtlichkeit, seiner Volks- und Rassenzugehörigkeit so sein soll, wie er ist.
Begreift sich ein Mensch als von Gott Erschaffener, wird er sich in diesen seinen Bestimmtheiten bejahen, denn er versteht diese Bestimmungen Gottes als seine Gaben an ihm, die ihm so auch Gottes Aufgaben sind. Wo aber der Gottesglaube sich auflöst, wird dem Menschen seine Eigennatur, all seine vorhandenen Bestimmtheiten zum Spielmaterial eines sich willkürlich Neukonzipierens: Deutsche, die keine Deutsche mehr sein wollen, Männer, die keine Männer mehr sein wollen usw. Die radicalste Selbstverneinung ist die der Verneinung des Menschseins: Der Mensch soll nicht sein!
Nicht jeder Freitod stellt eine Negation des Menschseins dar, sondern es wird im Regelfall nur das eigene Leben verneint. Der Freitod kann sogar gewählt werden, um durch das eigene Lebensopfer anderen Menschen das Leben zu retten. Aber es kann auch das menschliche Leben als solches verneint werden.
Im politischen Diskurs überwiegt die Tendenz zur Verneinung des eigenen Deutschseins. Die demokratischen Blockparteien wollen nur noch eine Politik für die Staatsbürger oder die hier lebenden Menschen machen, nicht aber für uns als Deutsche. Die Katholische Kirche Deutschlands stimmt diesem Trend zu, indem sie in ihrer Anti-AfD- Erklärung den völkischen Nationalismus perhorresziert, also den Selbstbejahungswillen des deutschen Volkes: Wir sollen nur noch Menschen, oder Staatsbürger oder Europäer oder Weltbürger sein, nur keine Deutschen.
Offenkundig ist diese Haltung die Frucht der Umerziehung in Westdeutschland nach 1945 und des eigentümlichen Schuldkomplexes, daß irgendwie wir Deutschen an allen Übeln der Welt schuld seien, die Ostdeutschen bedürfen hier aber noch des Nachhilfeunterrichtes. Wer „Deutschland verrecke“ singt, die „Scheiß-Deutschlandflagge“ abhängen will, ist somit ein Musterschüler der Reeducation.
Aber es gibt auch Nichtdeutsche, die diesen antideutschen Parolen zustimmen. Hier gilt wohl in der Regel, daß das Deutschsein von ihnen als etwas Fremdes verneint wird, daß sie sich als Nichtdeutsche bejahen und die Deutschen als Deutsche verneinen.
Ontologisch gilt: Jeder Mensch ist nur ein bestimmter Mensch, indem er das verneint, was er nicht ist eingedenk der Erkenntnis: Omnia determinatio est negatio! Als Frau verneint die Frau das Mannsein, als Deutscher das Nichtdeutschsein usw. Diese Negation kann nun aufgehoben werden als die Anerkennung des Anderen als Anderen, aber diese Anerkennung ist ein kontingenter Akt, es kann auch im ontologischen Negieren verharrt werden.
Zusatz:
Der Mensch verneint sich als Mensch, wenn er mehr als ein Geschöpf Gottes sein will aber auch, wenn er weniger als ein Geschöpf Gottes sein will.