Zur Demokratisierung der Kirche – ein abschreckendes Fallbeispiel
„In einem öffentlichen Hörbeitrag einer Ruhrgebietspfarrei wünscht der Pfarrgemeinderatsvorsitzende die Streichung des Agnus Dei in der Messe. Hintergrund ist die angeblich nicht mehr vermittelbare Deutung des Todes Jesu als ein Sühnopfer für unsere Sünden. Eine Diskussion entsteht.“ 1
Ob das Agnus Dei noch theologisch akzeptabel oder zu streichen sei, das soll nun urdemokratisch der Pfarrgemeinderat entscheiden! Wie immer nun diese Entscheidung ausfiel, der Skandal ist die Anmaßung eines Pfarrgemeinderates, selbstherrlich über diese Causa entscheiden zu dürfen.Denn hier gilt nun, daß nur das als „wahr“ gelten dürfe, was eine Mehrheit dieses Gremiumes als wahr bestimmt.
Wie viele Pfarrgemeinderäte existieren in Deutschland? Soll es so so viele „Wahrheiten“ geben, wie es Pfarrgemeinderatsbeschlüsse gibt? Das wäre aber nun eine rabiate Umsetzung des Subsidaritätsprinzipes auf das Innenleben der Kirche, daß alles Relevante auf der untersten Ebene der Kirche entschieden würde und nur das dort nicht Entscheidbare auf eine höhere Entscheidungsebene hochdelegiert wird. Das wäre der Tod der Katholischen Kirche!
1Communioartikel: „War der Kreuztod Jesu ein heilswirksames Opfer?, 31.7.2026, Kommentar: Zimmerer.