Mittwoch, 3. Juni 2020

Der Kampf gegen das Kreuz Christi- eine unendliche Fortsetzungsgeschichte


Das Berliner Staatschloß ist nun doch wieder auferbaut worden. Proteste gab es deswegen, denn der Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV hatte es erbauen lassen und alles Preußische ist ja Politisch Korrekten ein einziges Greuel. Dabei stützen sie sich auf eine Entscheidung der Siegermächte nach 1945:“Immerhin hatte der Alliierte Kontrollrat, der nach dem Krieg die Regierungsverantwortung für Deutschland wahrnahm, am 25. Februar 1947 beschlossen, dass Preußen als »Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland« aufgelöst ist.“ Jüdische Allgemeine vom 28.5. 2020: „Mit dem Kreuz gegen religiöse Vielfalt.“

Aber es käme noch schlimmer: Das einst dies Gebäude krönende Kreuz soll ebenso wieder aufgerichtet werden. Das verstöße aber gegen die Toleranz, erklärt der Kommentar der Jüdischen Allgemeinen. Ist Berlin eine tolerante Stadt? Diese Frage wird klar respondiert. „Nein. Berlin ist eine Stadt, die offenbar weiter mit der Vorstellung lebt, dass allein Kreuz und Christentum glückselig machen.“ Nebenbei: Kardinal Marx, ganz vom Geiste der Toleranz erfüllt, hatte ja zu Jerusalem sein Kreuz abgehängt, leider sind noch nicht alle so tolerant und verzichten so auf das Zurschaustellen ds Kreuzes!)

Aber es käme noch schlimmer, denn es soll nicht beim aufgerichteten Kreuz Christi bleiben!
Nun freilich kommt die Wahrheit ans Licht, denn nicht nur das Kreuz, sondern auch der verschwurbelte, aus Zitaten des Neuen Testaments zusammengesetzte Widmungsspruch des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. schwebt wieder an alter Stelle über Berlin: »Es ist kein anderer Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.«“

Diese Widmung eines Preußenkönigs, zusammengesetzt aus Apg 4,12 und Phil 2,10 ist für diesen jüdischen Kommentar unzumutbar. Das Gebot der Toleranz verböte es, solche Aussagen der Bibel öffentlich zu zitieren! Die geforderte Toleranz verlangt so von den heutigen Christen und ihren Kirchen, dem Sohn Gottes in seiner Aussage, daß er die Wahrheit ist, daß nur in seinem Namen das Heil ist, abzuschwören. Jesus darf nur noch ein Weg zum Heil neben vielen anderen möglichen sein. Und die Erinnerung an sein Kreuz sollte auch nur in Privaträumen und kirchlichen Räumen stattfinden, denn die Toleranz verbietet es, daß die christliche Religion so öffentlich sich manifestiert.

Was bedeutet dann die beschworene Vielfalt? Wenn ein öffentliches Kreuz der Vielfalt widerspricht, dann müßte gefolgert werden, daß ein Verschwinden aller religiösen Symbole aus der Öffentlichkeit zu verlangen sei, da wohl jedes religiöses Symbol Anhänger einer anderen Religion stört. Die Religionsfreiheit hieße dann im Geiste der Toleranz ausgedeutet, daß jeder das Recht habe, nicht mit religiösen Symbolen konfrontiert zu werden, da ja jedes bestimmte dann die eigene Religion oder Religionslosigkeit in Frage stellen könnte. Aber so konsequent wird meist nicht weitergedacht: Es reicht das Nein zum Kreuz Christi.

1.Zusatz:
Daß der preußische Staat Feindschaft auf sich zieht, darf nicht verwundern, ist gerade dieser Staat doch fest in der christlichen Religion fundiert. Das demonstriert gerade diese Widmung dieses preußischen Königs.

2.Zusatz
Daß das Kreuz Christi den Juden ein Ärgernis, den Heiden eine Torheit ist, daß bezeugt schon der Apostelfürst Paulus 1.Kor 1,18. Mehr als peinlich ist es aber, daß die Kirche anfängt, des Kreuzes sich zu schämen und es zu verleugnen, um der Welt zu gefallen.

Dienstag, 2. Juni 2020

Erleben wir eine bürgerliche Revolution?

Erleben wir eine bürgerliche Revolution?- diese Frage wird in einem Video der Internetseite „Gegenstrom“: Im Gespräch mit Frank Kraemer“ (1.6.2020) erörtert. Gemeint sind damit die zahlreichen Proteste und Demonstrationen gegen die staatlichen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronaseuche. Aus theologischer Sicht ist dabei die Frage des in diesen Protesten sich artikulierenden Staatsverständnissses von großer Relevanz, gehört doch die Frage: Was ist der Staat, was macht sein Staatssein, seine Essenz?, nicht nur in den Raum der Philosophie und der Politikwissenschaft sondern primär in den Raum der Theologie.

Auf der Internetseite wird dies Thema so eingeleitet: Bürgerliche Revolution? Man könnte meinen, diese beiden Begriffe schließen sich von vorne herein aus da doch die sogenannte bürgerliche Mitte der Garant dafür scheint, daß sich herrschende Zustände niemals ändern. Doch was ist, wenn genau diese bürgerliche Mitte anfängt, gegen Maßnahmen der Herrschenden auf die Straße zu gehen?

Offensichtlich wird hier das geschichtliche Ereignis der Französischen Revolution vergessen, die ja gerade die bürgerliche Revolution schlechthin ist. Daß heutige bürgerliche Frankreich, wenn das heutige Frankreich noch als bürgerlich begriffen werden kann, verdankt sich dieser Revolution. Das Bürgertum trat so in der Geschichte als die revolutionäre Kraft auf, als der 3.Stand, der die Vormacht des Adels und des Klerus beenden wollte mit der Parole: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Wie jede Revolution wurde auch sie von Utopien vitalisiert, die nach der Revolution enttäuscht werden mußten. Erst diese Desillisonierung evozierte dann im Bürgertum antirevolutionäre Stimmungen, verstärkt durch die Erfahrung des revolutionären Terrors.Zudem sah sich das Bürgertum bedroht in seiner neuen privilegierten Stellung durch die Emanzipationsbestrebungen des 4.Standes, der sich herausbildenden Arbeiterklasse: Wie kann nun die Revolution beendet werden angesichts der Drohung der Fortsetzung der Revolution durch eine antibürgerllich-sozialistische, die dann ja auch in Rußland sich ereignete?
So wurde das Bürgertum antirevolutionär und schuf sich einen bürgerlichen Staat, dem gerade auch die Aufgabe zukam, die bürgerliche Ordnung gegen Revolutionsversuche zu schützen. Zu diesem Staat unterhält nun das Bürgertum in seiner liberalen Ideologie ein paradoxes Verhältnis:
Einerseits muß es den Staat bejahen, denn durch ihn wird die bürgerliche Ordnung aufrechterhalten, ohne ihn implodierte diese Ordnung, andererseits erleidet das Bürgertum den Staat aber immer auch als Bedrohung und faktische Grenze seiner Freiheit.Je weniger Staat, desto mehr Freiheit, aber ohne Staat gibt es überhaupt keine Freiheit. Die bürgerliche Freiheit ist das wechselseitige Anerkennen der Willkürfreiheit, wobei die wechselseitige Anerkennung durch den Staat erzwungen wird, sodaß die Willkürfreiheit zur bürgerlich domestizierten Freiheit wird,
Da der bürgerliche Staat nun die bürgerliche Ordnung aufrecht erhalten soll, muß er sich zum Sozialstaat weiterentwickeln. Für Bismarck war der Kampf gegen die antibürgerlich-revolutionären Bestrebungen nur gewinnbar durch eine Integrationspolitik der Herausbildung des Sozialstaates. Aber genau diesen empfindet nun das Bürgertum auch als eine Begrenzung seiner Freiheit.
Zur Veranschaulichung: Der heutige staatlich fixierte Mindestlohn limitiert die Freiheit des Arbeitgebers, den Lohn frei mit dem Arbeitnehmer aushandeln zu können, (so protestierte die liberal-conservative „Junge Freiheit“ gegen den Mindestlohn als ein sozialistisches Projekt), der Kündigungsschutz limitiert die unternehmerische Freiheit, der Mieterschutz die Freiheit des Vermieters etc.Die liberale Ideologie entwickelt daraus das Konzept des Bureaukratieabbaues als ewige politsche Aufgabe. Denn die Bureaukratie begrenzt so die bürgerliche Freiheit, andererseits muß das staatliche Regieren ein bureaukratisches sein, denn die Alternative wäre eine Willkürherrschaft, in der der despotische Wille allein bestimmt.
Der Idealstaat ist so für den Liberalismus der Nachtwächterstaat als die Alternative zum Ideal des Starken Staates des politischen Conservatismus.

1.These:In der Coronakrise erlebten wir, wie der bundesrepublikanische Staat sich in einen Starken Staat verwandelte. Irritieren muß nun aber, daß trotz der ideologischen Verurteilung des chinesischen Staates im Namen der Wertegemeinschaft aller westlichen Staaten, das Krisenmanagement Chinas zum Vorbild aller westlichen Staaten wurde. Nicht die Europäische Union, nicht WHO sondern der autoritäre chinesische Staat gab den Takt an und fast alle übernahmen das Konzept des Starken Staates. Es ist erstaunlich und nicht komptibel zu den vielfältigen Coronaverschwöruungstheorien, daß a) man sich an diesen „Schurkenstaat“ orientierte und daß b) die Nationalstaaten als die Akteure auf der politischen Bühne auftraten und nicht die EU, oder die UNO oder sonstige transnationale Kräfte. Der Starke Staat war also auch in dieser Coronakrise die Rückkehr des Nationalstaates, ein eigentlich doch schon als überwunden angesehenes Staatskonzept.

2.These: Dieser Starke Staat evoziert nun eine Kritik aus der bürgelich liberalen Ideologie. Der Staat ist nun nämlich das, was er aus liberaler Sicht nicht sein darf: ein Starker Staat, der um des Allgemeinwohles willen, die bürgerlichen Grundrechte einschränken darf. Die Proteste gegen die jetzige Regierungspolitik sind so wirklich genuin bürgerliche Proteste im Geiste des Liberalismus.Sie sind natürlich nicht revolutionär, sondern fordern nur einen bürgerlich liberalen Staat, der den Primat der Ökonomie anerkennt und der nicht in Namen eines fiktiven Allgemeinwohles die bürgerliche Freiheit, die des Geschäftemachens einschränken darf. Denn der Staat ist und hat der Ermöglichungsgrund des Geschäftemachens, des Kaufens und Verkaufens zu sein, zum Schurkenstaat pervertiert er, wenn er diese Freiheit drastisch einschränkt.Genau das tat die Regierung mit ihrem Herunterfahren der Wirtschaft. Wenn marxistische Kritker das Privateigentum als die heilige Kuh des bürgerlichen Staates ansehen, dann wird dabei a) verkannt, daß das Lebenselexier der bürgerlichen Gesellschaft die Ware, das Kaufen und das Verkaufen ist, und daß nur darum dem Privateigentum so viel Wert beigemessen wird, und daß b) der bürgerliche Staat in seiner Möglichkeit zum Starken Staat auch die bürgerlichen Eigentumsrechte einschränken kann und darf, wenn dies das Allgemeinwohl erfordert.

3.These: Die Essenz des Staates ist zu distinguieren von seinen mannigfalltigen Erscheinungsformen. Die Essenz des Staates erscheint in den empirisch wahrnehmbaren Staatsausgestaltungen und muß so aber auch von ihnen unterschieden werden. Der bürgerlich liberal ausgelegte Staat ist so als eine eher deformierte Auslegung der Substanz, der Idee des Staates anzusehen, im Konzept des Starken Staates ist so die Substanz des Staatsseins virulenter, im Willen, alles Einzelne und Particulare auf das Gemeinwohl des Ganzen, des Volkes hin auszurichten, daß der Staat eben ein Volksstaat ist, der so nicht von Particularinteressen, etwa des liberal gesonnenen Bürgetumes usorpiert werden darf.

4.These: Aus theologischer Sicht ergibt sich a) daß der Staat ein Volksstaat zu sein hat ob der Schöpfungsordnung der Aufgliederung der einen Menschheit in die vielen Völker, und daß er b)ein Starker Staat zu sein hat ob der Destruktivität des zum Bösen geneigten Staatsbürgers und c) der Aufgabe des Menschen, seine natürliche Egozentrik zu überwinden, indem er sich als Glied einer Gemeinschaft versteht, aus der und für die er lebt.

Zusatz:
Mehrheit befürwortet geltende Lockerungen der Corona-Maßnahmen
Weiterhin beurteilen die meisten Befragten (56 Prozent) die jetzt geltenden Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen als gerade richtig, 32 Prozent gehen die Lockerungen zu weit und 11 Prozent nicht weit genug. Den Vorschlag von Bodo Ramelow, mit Ausnahme der Maskenpflicht in Thüringen künftig auf verpflichtende Corona-Maßnahmen weitgehend zu verzichten, unterstützen 25 Prozent, eine Mehrheit von 72 Prozent lehnt das ab . Politbarometer Mai II 2020.

Das ist erstaunlich, wenn bedacht wird, wie lange wir nun schon in einer Spaßkultur leben, dessen oberste Maxime lautet: Es gibt nur eine Sünde, keinen Spaß zu haben.

Montag, 1. Juni 2020

Ein Wink mit dem Zaunpfahl wider das zu erfolgreiche Augsburger Gebetshaus

Das Gebetshaus zu Augsburg ist natürlich für  den Augsburger Bischof, für die Verantwortlichen der Diozöse und nicht nur für die Offiziellen der kirchlichen Jugendarbeit ein ernstes Problem, da dies Gebetshaus a) erfolgreich und b) fromm-conservativ ist und c) alles falsch macht, was man falsch machen kann und trotzdem,“ankommt“. Das darf es nicht geben, denn schließlich macht hier der BDKJ die Jugendarbeit in der Erkenntnis, daß man mit der christlichen Religion bei Jugendlichen keinen Fuß in die Türe bekommt, sodaß die Angebote möglichst religionsfrei zu sein haben und den Jesus man am besten gleich eingepackt im Bücherschrank verstauben läßt: Der ist nicht mehr vermittelbar. Zudem ist der Kampf für das Frauenpriestertum und für die Homosexualität auch wichtiger als dieser Jesus.


Nun ergriff der neue Bischof in dieser Causa das Wort, er winkte ganz dezent mit dem Zaunpfahl: Frage: Wer in Augsburg über Neuevangelisierung redet, kommt nicht herum um den katholisch-charismatischen Theologen Johannes Hartl samt seinem 24-Stunden-Gebetshaus und der zweijährlichen Glaubenskonferenz "Mehr" mit etwa 12.000 Besuchern. Wie stehen Sie dazu?
Meier: Einerseits sind die Zahlen der Leute beeindruckend, die Johannes Hartl versammelt. Andererseits frage ich mich, wie nachhaltig ein Event wie die "Mehr" ist. Zudem sehe ich bei Hartl eine Schwebe in seinen theologischen Äußerungen. Er verortet sein Wirken mal als überkonfessionell, mal als ökumenisch. Das ist aber nicht dasselbe. "Überkonfessionell" ist mir zu unverbindlich, erinnert an Freikirche. Bei "ökumenisch" heißt das Ziel: sichtbare Einheit als Gemeinschaft verschiedener Kirchen. So steht es geschrieben. Zahlen beeindrucken ihn, aber sofort kommt die Kritik: Sind solche Events auch nachhaltig? Selbstverständlich stellt diese Frage der Bischof nicht, wenn es um katholische Kirchentage geht, wenn es um die päpstlichen Weltjugendevents geht und schon gar nicht befrägt er so die Arbeit des BDKJ. So wird nur kritisiert, was ihm nicht gefällt.
Dann kritisiert er theologissche Äußerungen des Leiters des Gebetshauses, denn er mache nicht deutlich, ob er ökumenisch oder überkonfessionell sein Wirken ausgerichtet verstünde. Diese sophistische Unterscheidung soll aber nur eines aussagen, daß ihm das ganze Projekt nicht gefalle, weil der Träger kein kirchlich anerkannter ist. Hier maßt sich wer an, was Christliches zu unternehmen, dem es nicht geziehmt und dann widerspricht das Projekt den Grundsätzen heutiger Jugendarbeit: Jesus bitte nur in homöopathischen Mengen und bitte frei von Religion. 
 
Und so reagiert der Leiter des Gebetshauses:
"Den Wunsch eines ehrlichen Miteinanders und konstruktiven Dialogs ohne jeweilige Vereinnahmung teilt das Gebetshaus zutiefst. Hier ist in den letzten Jahren einiges an Vertrauensvollem gewachsen, an dem wir sehr gerne mit Bischof Bertram weiterbauen wollen." Mit diesen Worten gegenüber kath.net kommentierte der Augsburger Theologe Johannes Hartl, Leiter des bekannten Gebetshauses Augsburg, Aussagen von Bertram Meier, dem neuen Bischof von Augsburg, die dieser gegenüber der KNA gemacht hat. "Wir müssen im Gespräch bleiben, um der Menschen willen einander im Blick behalten und darauf achten, dass aus dem Gebetshaus nicht eine neue Art von Kirche entsteht." kath de 29.5.
Die bischöfliche Drohung ist unmißverständlich klar formuliert in der kirchen-diplomatischen Sprache: Ich habe den Eindruck, daß hier eine neue Kirche entsteht und da werde ich mir Schritte überlegen, dagegen vorzugehen. Gegen die Neuerfindung der Katholischen Kirche durch den „synodalen Weg“ wird der Bischof nichts einzuwenden haben, aber sehr viel gegen alles fromm Charismatiche. Im Blickbehalten meint so hier selbstredend kritisch überwachen.



Nun war auf der Internetseite des Gebetshauses am 29.5. 2020 zu lesen:

In den letzten Wochen haben wir Tag und Nacht live aus dem Gebetsraum gestreamt. Stunden voll Lobpreis, Fürbitte und Anbetung des Herrn, um sich in der von Corona geprägten Zeit von Zuhause aus einklinken zu können.Der Livestream wird nun in der Nacht zu Pfingstmontag wieder abgeschaltet. Die Beschränkungen werden nach und nach gelockert, so dass wieder mehr außerhalb der eigenen vier Wände stattfinden kann.


Ist das zufällig, oder ist das eine erste Reaktion auf den bischöflichen Zaunpfahlwink? Der Vorwurf hätte so gelautet: Durch eure Liveübertragungen verhindert ihr, daß Menschen zu unseren kirchlichen Angeboten kommen, denn eingestanden werden muß eben, daß die attraktiver sind als die amtlich kirchlichen. Also müssen die eingestellt werden. Das ist eben eine unliebsame weil erfolgreiche Konkurrenz.
Aber bietet denn dann die Kirche zu Augsburg nun Lobpreis, Fürbitte und Anbetung des Herrn alternativ zum Gebetshaus auch wirklich an? Wer die heutige offizielle Jugendarbeit der Katholischen Kirche kennt, dem fällt das schwer, sich vorzustellen: Das ist alles viel zu fromm, vorgestrig und nur was für Randgruppen, aber auf die ist die kirchliche Jugendarbeit nicht ausgerichtet. Die Zielgruppe sind eben normale Jugendliche, weitestgehend desinteressiert an Jesus und der christlichen Religion, dafür aber kreativ kirchenkritisch, daß die Kirche doch das Religiöse sein lassen solle um sich aufs Sozialcaritative zu kaprizieren. Wir machen keinen Lobpreis sondern wir demonstrieren gegen CO2!


Was tun? Es wird schwierig für das Gebetshaus, weil es zu gut und zu erfolgreich arbeitet. Merke: Nicht alles, was dem Herrn der Kirche, Jesus Christus wohlgefällig ist, erbaut auch Kirchenleitungen. Erfolg, basierend auf guter Arbeit evoziert Neid auch und gerade in der Kirche. Daß dann das Konzept dieses Hauses gegen sämtliche Grundprinzipien zeitgenössischer Jugendarbeit verstößt, sowenig Christliches wie irgendwie möglich, macht es noch schlimmer. Es ist zu befürchten, daß wenn der Bischof Möglichkeiten findet, das Gebetshaus zu beenden, dann wird er sie ergreifen.Toleranz ist zwar die Lieblingsparole aller Politisch Korrekten, aber Conservatives, Frommes, Charismatisches ist eben nicht tolerierbar.


Sonntag, 31. Mai 2020

Ist die Kirche geistlos oder schon erfüllt vom Heiligen Geist?

Probleme mit Pfingsten

Sende aus Deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu“, gern zu Pfingsten gesungen- aber hat Gott nicht seinen Hl. Geist längst schon, 50 Tage nach Ostern ausgegossen, sodaß wir seit dem in der erneuerten Welt leben? Oder sollen wir das so verstehen, daß Gott zwar seinen Hl.Geist in seine Kirche zu Pfingsten eingegossen hat, sodaß sie nun aus ihm lebt, ja sie Pfingsten ihren Geburtstag feiert, aber noch nicht in die Welt, sodaß sie weiterhin geistlos lebt?
Nur, wie verhält sich dann das pfingstliche Beten der Kirche, sende aus Deinen Geist in die Kirche!, zur Realität, daß die Kirche seit ihrer Geburt geisterfüllt ist? Das Kirchenrecht belehrt uns über das Sakrament der Firmung (Can 879):
Das Sakrament der Firmung, das ein Prägemal eindrückt, beschenkt die Getauften,die auf dem Weg der christlichen Initiation voranschreiten, mit der Gabe des Heiligen Geistes und verbindet sie vollkommener mit der Kirche; es stärkt sie und verpflichtet sie noch mehr dazu, sich in Wort und Tat als Zeugen Christi zu erweisen sowie den Glauben auszubreiten und zu verteidigen.“
Der Komparativ bezieht sich auf die Gaben des Taufsakramentes, als einzig spezifische Gabe des Firmsakramentes bleibt so nur das Gegebensein des Hl.Geistes. Wenn dies dann ein unverlierbares Prägemal ist, jedes Sakrament, das nur einmal gültig empfangen werden kann, darf auch nur einmal gültig empfangen werden, weil es einen unverlierbaren Charakter einprägt, dann ist das nach dem Kirchenrecht die Eingießung des Hl. Geistes. So lebt in jedem Gefirmten der Heilige Geist, er ist geisterfüllt. Nicht vermittelt das Taufsakrament schon den Hl.Geist, man kann sagen, daß durch den Hl. Geist die Sünden, isb die Erbsünde abgewaschen wird, also in der Taufe bewirkt der Geist Gottes etwas, aber er gibt nicht sich selbst.
Die Kirche lebt also aus den Hl.Geist und jedem Gefirmten wohnt er inne. Wie betet dann die Kirche zu Pfingsten um die Gabe des Hl. Geistes? Oder soll das Pfingstfest nur eine Erinnerungsfeier an den der Kirche 50 Tage nach Ostern gegeben wordenen Hl Geist sein?
Spontan würde wohl mancher meinen, daß die Kirche geistlos geworden sei, ihn verloren habe, sodaß so nun um diese Gabe zu beten sei, oder gemäßigter, daß der Hl. Geist in ihr so schwach geworden ist, daß sie um: „mehr Heiligen Geist“ beten müsse. Kann aber die Kirche den Hl. Geist verlieren oder könnte sich dieser Geist aus der Kirche zurückziehen, wenn sie zu arg sündigt?
Was aber sind denn nun die Gaben dieses Geistes? Die 7 Gaben sind: „Weisheit, Erkenntnis, Einsicht, Rat, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht.“ Das dürfte manchen enttäuschen, denn spontan wird doch eher der Geist mit Enthusiasmus, einer Begeisterung für assoziiert und nicht mit so Intellektualistischem. Zudem ist die Frömmigkeit, gern als Frömmelei diffamiert, dem modernen Christen etwas Zweifelhaftes und von der Gottesfurcht möchte der Aufgeklärte schon gar nichts mehr wissen.
Könnte es sein, daß die Kirche nur deshalb als geistlos empfunden wird, weil mit dem Hl. Geist mancherlei assoziiert wird, was mit diesen sieben Früchten des Geistes gar nichts gemein hat? Leben wir etwa in der Kirche aus der Fülle des Hl. Geistes und bemerken es dann aber überhaupt nicht, weil wir uns ganz Unangemessenes unter den Früchten dieses Geistes imaginieren? 
Auch heute noch versammeln sich einige- auch wenn es wenige sind- zum Rosenkranzgebet: Ist das nicht eine wahre Frucht des Hl. Geistes? Und wie viele andere gibt es, schaute man nur genau hin! 



Zusatz: 
Kath de titelt:   Lasst euch vom Geist be-geistern! (31.5.2020) Wem gefiele eine ihn begeisternde Kirche nicht mehr als die, wie sie ist. Nur wie, wenn der Enthusiasmus gar keine Gabe des Hl. Geistes wäre, oder dieser sich zu den Gaben des Hl, Geistes verhielte wie die Schwärmerei, das erste Verliebtsein zur gereiften Liebe? Oder, um es preußisch zu formulieren, könnte auch der gelebte, praktizierte Glaube viel mehr mit dem Ideal der Pflichterfüllung als mit Enthusiasmus und überschwenglicher Fröhlichkeit zu tuen haben.Aber dem Liebenden bleibt doch das schwärmerische Verliebtsein als das Schönste der Liebesbeziehung in lebendiger Erinnerung und es ist kein Zufall, daß Liebesfilme und Liebesromane mit dem begeisterten wechselseitigem Bekenntnis: Ich liebe Dich!,enden und die Geschichte der Sichliebenden dann ausblendet. 

Samstag, 30. Mai 2020

Wir kreieren eine neue Kirche

Nachdem nun fast 2000 Jahren die Katholische Kirche lebt, mal in guten, mal in schlechten Zeiten erkennt nun im Jahre 2020 die Katholische Kirche Deutschlands unter der Anleitung des Laien-ZKs und der Deutschen Bischöfe, daß diese Kirche ein Auslaufmodell ist, daß wir nun eine andere, zeitgemäße Kirche neu erschaffen müssen. Dies Neukreierung ist nun möglich geworden, da die universitäre Theologie die bisherige Verbindlichkeit der hl. Schrift, der Tradition und des Lehramtes relativert hat durch die wundersame Kampfformel, daß alles in der Bibel, in der Tradition und vom Lehramt Ausgesagte zeit(geist)geschichtlich bedingt ist und so keine uns Heutige verbindliche Wahrheiten sein können. Die Universitätsprofessorin Rahner bringt es auf den Punkt:Die Kirche lehrt keine ewig gültigen Wahrheiten.

Dieser radicalen Relativierung: Was ist schon Wahrheit?, korreliert die Ausrichtung auf die heutigen Konsumentenwünsche, wobei mächtigen Lobbygruppen natürlich aufmerksamer zugehört wird, so jetzt isb der Homosexlobby. Der frisch gekürte Bischofskonferenzvorsitzende Bätzing will nun sogleich, nachdem die Coronaseuche den Neukirchenfindungsprozeß etwas in die Vergessenheit verdrängt hatte, den synodalen Irrweg neu beleben. Kath net titelte so am 29.5.2020: "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule! Die neue Kirche bekommt so Kontur:

1.Schwulensegnung

2.Weihe von Frauen:
Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz möchte auch das Verbot der Frauenweihe in der katholischen Kirche nicht akzeptieren und möchte "bestimmte Formulierungen" im Katechismus "weiterentwickeln"



3. Verramschung der Eucharistie:
Jeder soll laut dem Bischof von Limburg "nach eigenem Gewissen entscheiden", um an der Eucharistie- oder Abendmahlsfeier der je anderen Konfession teilzunehmen. Wörtlich behauptet Bätzing: "Weil es im Sinngehalt dessen, was wir glauben und feiern, doch mittlerweile so viel Übereinstimmung gibt."


Originell ist das alles nicht, denn es sind ja die nur wieder aufgewärmten Parolen der antikatholischen Bewegung: Wir sind Kirche. Wer die Geschichte der Kirche in ihrem Kampfe wider Häresien vor Augen führt, wird eines nicht übersehen können, daß es die Kirche noch nie mit so vulgär-primitiven Häresien zu tuen hatte wie jetzt, daß aber gerade diese vulgäre wohl als die erfolgreichste anzusehen ist. Es gelang der Kirche nicht, ihren größten innerkirchlichen Feind, den Modernismus zu besiegen, der nun durch das 2. Vaticanum ermöglicht zu der vorherrschenden Universitätstheologie wurde und jetzt auch die Bischöfe erfüllt. Besonderes Gewicht erlangt dabei die Parole des Gewissens als Letztentscheidungsinstanz, die so die Autorität der hl. Schrift und der Lehre der Kirche nichtet und die Kirche der Demoskopie unterwirft als dem Offenbarwerden der Gewissensstimmen der heutigen potentiellen Konsumenten kirchlicher Angebote. Die marktorientierte Kirche soll so die Kirche der Wahrheit überwinden durch nachfrageorientierte Neuangebote.

Freitag, 29. Mai 2020

Der Gutmensch und der Rassismus der weißen Polizei

Für politisch korrekte Gutmenschen ist der Fall klar, wenn ein weißer Polizist einen „Schwarzen“ bei einem Polizeieinsatz tötet: praktizierter Rassismus. Und dann:“Am Donnerstagabend hatten bei Protesten in Minneapolis wütende Demonstranten eine Polizeiwache am Donnerstagabend (Ortszeit) gestürmt und in Brand gesteckt. Es war der zweite Tag in Folge, an dem es in Amerika zu Ausschreitungen kam. Ausgelöst hatte die Proteste der gewaltsame Tod des Schwarzen Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis.
Die wütende Menge stürmte Barrikaden und drang in die Polizeiwache ein. Die Behörden hatten zu diesem Zeitpunkt bereits sämtliche Personen aus dem Gebäude evakuiert, berichtete unter anderem die „New York Times“. Eine CNN-Reporterin vor Ort sprach von einer „gefährlichen und volatilen Situation“. Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, sagte der „New York Times“, die Proteste würden den Wut der schwarzen Community über 400 Jahre Ungleichheit widerspiegeln.“
So lesen sich diese Ereignisse in einem der deutschen Flaggschiffe der Politischen Korrektheit, der FAZ am 29.5.2020. Der „Schwarze“ ist das Opfer eines brutalen Polizeieinsatzes. Warum ging denn die Polizei gegen diese Person vor? Diese Frage braucht erst gar nicht gestellt zu werden, denn es wird auf die Suggestivkraft der Hautfarbe des Opfers gesetzt: Farbige sind eben immer Opfer weißer rassistischer Gewalt; sie sind reines Opfer- also ganz unschuldiges Willküropfer. Ausgeblendet wird dabei selbstverständlich die zu diesem Narrativ nicht kompatiblen Fakten, die so Falschtatsachen sind, daß Schwarze verglichen an ihrem Anteil an der Wohnbevölkerung überproportional häufig straffällig werden und so auch überproportional viele in Gefängnissen Strafen abbüßen müssen. Aber das ist eben eine rasssistische Statistik.
Die Ausschreitungen der „schwarzen Community“ sind dagegen moralisch legitimiert, sind sie doch eine Reaktion auf eine vierhundertjährige Ungleich-behandlung. Eine Polizeiwache wurde so moralisch legitim in Brand gesetzt,denn Polizeiwachen sind nun mal Zentren weißen Rassismuses.
Aber könnten die Fakten nicht auch ganz anders gedeutet werden als so gutmenschlich mit der klaren Unterscheidung von dem bösen Weißen und den guten schwarzen Opfern des weißen Rassismus? Ist dies vielleicht ein Symptom eines ethnischen Konfliktes, daß die schwarze Community eben anfängt, den amerikanischen Staat nicht mehr als den ihrigen anzuerkennen? Anders gefragt: Wie legitimiert sich den der Staat der USA als Staat aller amerikanischen Staatsbürger?Gibt es denn ein amerikanisches Volk, dem der jetzige Staat sein Staat ist? Ein großer Mythos belebte lange die USA, daß alle Einwanderer in Amerika, wo immer sie auch hergekommen sein mögen, aus welchen Gründen auch immer sie hierher emigrierten hier zu einem Volke zusammengeschmelzt werden, die USA sei eben ein Schmelztiegel der Nationen. Aber überdeckte dieser Mythos nicht die Realität der Herkunftsbestimmtheit der Einwanderer, daß sie in der neuen Heimat doch blieben, zu was sie geboren worden waren? Ist nicht spätestens nach dem Ende des Bürgerkrieges mit dem Sieg über die Südstaaten die USA ein engländisches Land geworden, in dem der Engländer als Yankee den Ton angab? Waren die anderen Ethnien dann nur noch Minderheiten, die den Vorrang der engländisch-amerikanischen Kultur anzuerkennen hatten? Aber blieben diese Ethnien dann nicht trotzdem ihrer Heimatkultur verbunden, lebten weiter aus ihr?
Die Multikultiideologie kann so auch rekonstruiert werden als Produkt des gescheiterten Mythos von dem Amerika als dem Schmelztigel der Nationen. Die Multikulturallität fundiert in der Multiethnizität spiegelt so die Realität der Inhomogenität der USA wider und verklärt diese Realität zu einem politischem Ideal. Damit steht dieses Konstrukt aber vor einem gravierendem Problem: Wie legitimiert sich der bisher von weißen zu Amerikanern modifizierte Engländern bestimmte Staat zu einem von allen da lebenden Ethnien mit ihren Kulturen anzuerkennenden Staat?


Manifestiert sich etwa in den jetzigen Ausschreitungen der schwarzen Community ihr Nein zum US-Staat, der eben nicht (mehr?) als der ihrige von ihnen anerkannt wird? Ist die praktizierte Kriminalität eben nicht einfach, wie es die zeitgenössische Soziologie lehrt eine Reaktion auf eine nicht zugebilligter Chancengleichheit von Unterprivilegierten sondern ein ethnische Konfliktstrategie, daß eben durch die praktizierte Kriminalität die Nichtanerkennung der staatlichen Gesetze vollzogen wird: Eure Gesetze sind nicht die unsrigen, denn euer Staat ist nicht unser? Akzeptiert, daß wir euren Staat, eure Gesetze und eure Polizei nicht anerkennt.


Amerika war einst die Heimat der Indianer, bis daß Europäer kamen und das Land für sich eroberten. Als die besiegten Indianer sich als ungeeignet für das Arbeitsleben erwiesen, wurden sie als unnütz ausgerottet und es begann der Import der Afrikaner, die man zur Sklavenarbeit besser gebrauchen konnte. Was sollte nun positiv die Nachkommen dieser importierten afrikanischen Sklaven mit dem weißen Engländerstaat verbinden? Sind sie eine in die Fremde verschleppte Ethnie, die nun konstatiert, daß sie eigentlich gar keine Amerikaner sind und sagen so ihr Nein zum amerikanischen Staat? Der jetzige Präsident will die USA wieder groß machen—aber kann er das schaffen, wenn Ethnien in den USA aufhören, Amerikaner sein zu wollen, wie eben auch der Kunststaat Jugoslawien sich auflöste, als die Albaner und Kroaten keine Staatsbürger dieses Staates mehr sein wollten, weil sie Albaner und Kroaten sind.


Donnerstag, 28. Mai 2020

Totalitärer Relativismus- oder der Krieg gegen die Kirche


Was im ersten Augenblick wie ein Widerspruch in sich selbst erscheinen muß, ist die Wahrheit über den postmodernen Relativismus. Wer urteit, daß er nichts wüsse, der weiß, daß sein ganzes vermeintliches Wissen ein Irrtum ist und das ist selbst ein vollkommenes totalitäres Wissen, denn hier wird das ganze Wissen als Unwissen erkannt. Kardinal Ratzinger warnte so vor der Diktatur des Relativismus: Er sprach von der gegenwärtigen "Diktatur des Relativismus", die nichts als endgültig anerkennen wolle, die sogar einen "klaren Glauben nach dem Credo der Kirche" als Fundamentalismus abstempele.
Die Theologieprofessorin Rahner demonstriert nun mustergültig diesen totalitären Relativismus: Rahner: Die Kirche soll von der Wahrheit sprechen, aber auch wissen: Keiner besitzt sie. Wir sind alle auf der Suche. Es gibt in der katholischen Kirche verbindliche Lehrentscheidungen, den Versuch der Beschreibung der Wahrheit für eine jeweilige geschichtliche Stunde. Doch gilt auch die Erkenntnis Karl Rahners: "Jede Wahrheit kann eine Minute nach ihrer Verkündigung schon falsch sein." Johanna Rahner, Zeit online 10.Juli 2014 Zum Amen gehört das Amen
Daß die Wahrheit niemand besäße, das ist nun seit des freimauererischen Lessing-parabel vom verlorenen Ring die Kampfparole gegen die Katholische Kirche. Die Wahrheiten des Glaubens sind nur zeitbedingte Wahrheiten mit sehr geringer Haltbarkeit. Damit wird die ganze Wahrheit des Katholischen Glaubens in Frage gestellt, denn alles in ihr sei doch nur zeitbedingt.
In der Tagespost vom 26.5.2020 klingt das dann so: Die Theologin Johanna Rahner sprach sich gegen die Vorstellung von starren, unveränderlichen Glaubensinhalten und Kirchenlehren aus. Von „Ewigen Wahrheiten“ zu schwadronieren, ordnete die Dogmatikerin einer Ideologie der „Geschichtsenthobenheit“. Damit formuliert sie selbstredend eine ewige geschichtsenthobene Wahrheit, daß alles geschichtsbedingt sei und ob dieser kontextuellen Bedingtheit keine ewige Wahrheit sein kann. Entweder ist diese Aussage nun selbst wieder eine geschichtsbedingte, dann ist sie aber nur für den jetzigen Augenblick war, oder sie sagt die Wahrheit über alle Lehren der Kirche aus, dann ist diese Aussage selbst eine ewige Wahrheit. Frau Rahner vertritt offensichtlich die letztere Position: Nur sie, und nicht die Kirche lehrt ewige Wahrheiten.
Wörtlich sagte Rahner: „Ich möchte die klassische Dogmatik nach außen hin öffnen. Wir können nicht den Menschen an die Regeln anpassen, sondern müssen die Regeln menschlich verstehen.“ In diesem Zusammenhang meinte die Theologin zudem: „Wenn die Kirche die Welt scheut, wird sie esoterisch.“ Ihr Verständnis von der katholischen Kirche brachte Johanna Rahner auf den Punkt, indem sie die Kirche als „keusche Hure“ bezeichnete. Kath info 9.Juli 2014
Die Prostitution mit dem Zeitgeist, das meint diese Theologin, wenn sie von der Welt spricht, soll so die Tugend der Katholischen Kirche sein. Die offenbarten Wahrheiten der Katholilischen Kiche müssen menschlich verstanden werden, eben als rein menschliche Hervorbringungen, die eben so ihren Wert auch verlieren können, wenn sie nicht mehr gefragt sind. Dann sind sie eben durch neue Produkte zu ersetzen, die sich besser auf dem freien Markt durchsetzen können, weil sie marktkonformer produziert werden. Wichtig ist ihr, daß eben die Prostitution den Freier, hier die Welt als den Herrn der Kirche anerkennt, dem sie zu dienen hat, indem sie sich ihr subordiniert. Da die Wünsche der Welt sich wandeln können, ist es die Aufgabe der Kirche, hier flexibel sich nach den Konsumwünschen der Welt auszurichten.
Der synodale Irrweg sei dafür jetzt der richtige Ort, Denn: Johanna Rahner: Glaubensinhalte und Kirchenlehren nicht unveränderlich Kath de 26.52020. Das ist die totale Kriegserklärung gegen die Katholische Kirche..