Dienstag, 6. Oktober 2026

„Woher kommt eigentlich die Vorstellung, dass jeder Mensch Gott braucht?“ Oder wie die christliche Religion sich selbst als überflüssig erklärt.

 

„Woher kommt eigentlich die Vorstellung, dass jeder Mensch Gott braucht?“1 


Diese Frage wirft der Praktische Theologe Loffeld auf in seiner besonderen Hinsicht auf die christliche Religion. Nicht wird also gefragt, wie es denn dazu gekommen sei, daß heutzutage so vielen Gott gleichgültig sei, das sei das Problem des heutigen Christentumes2, sondern wie sei es überhaupt dazu gekommen, daß man meinte, daß der christliche Gott für jeden Menschen von höchster Relevanz sei.

Die Theologie des Apostelfürsten Paulus rekonstruiert er dazu mit dem Schwerpunkt auf dessen Erbsündenlehre. Da diese Rekonstruktion in seinem Buch sehr knapp ausfällt, erlaube ich mir eine ausführlichere hier darzulegen, an Hand des Römerbriefes, Kapitel 1 bis 8 in der Intention Loffelds.

Paulus sieht sich mit dem Einwand der Heiden konfrontiert: „Uns kannst Du nicht vorwerfen, daß wir Sünder seien und so der Erlösung durch Jesu Christi bedürfen, da wir ja gar nicht wußten und erkennen konnten, daß es einen Gott nur gäbe, den wir zu verehren hätten und wie wir gemäß ihm zu leben gehabt hätten. Kann uns so aber nicht der Vorwurf, Sünder zu sein, gemacht werden, auch nicht von diesem christlichen Gott, bräuchten wir auch keine Erlösung.“

Paulus beweist nun, daß jedem Menschen Gott erkennbar sei kraft der Möglichkeit der natürlichen Gotteserkenntnis und daß jeden sein Gewissen bezeuge, wie er zu leben habe, denn im Gewissen spräche Gott zu ihm. So sind nicht nur die Juden, denen Gott sich offenbart hatte Sünder, weil sie nicht gemäß Gottes offenbartem Willen lebten sondern auch die Heiden. Beide wußten von dem einen Gott und wie sie zu leben hätten.

Nun könnte aber ein weiterer Einwand jetzt von den Juden wie von den Heiden erhoben werden: Jeder Mensch könne nun doch umkehren,und dann so leben, wie Gott es von ihm wolle, sodaß es keines Erlösers bedürfe. Das Vermögen zur natürlichen Gotteserkenntnis und das Wissen um wie man zu leben habe im Gewissen jedes Menschen reiche doch aus.

Paulus konstruiert deswegen die Erbsündenlehre, um mit ihr zu beweisen, daß kein Mensch ohne die Erlösung durch Jesus Christus und die Aneignung des Heilswerkes Jesu Christi durch den Glauben an ihn gerettet werden kann.

„Der Mensch ist unfreiwilliges Opfer bzw Teil einer universalen Sündenverfallenheit, aus der er sich aus eigener Kraft nicht befreien kann. Daher müssen Kinder möglichst früh getauft werden, um diesem allgemeinen Zusammenhang möglichst schnell entzogen zu werden.“3

„Von nun an wird der Monotheismus missionarisch, was er vorher nicht war.“ 4Damit deutet der Autor die Intention seines Buches an, eine nicht mehr missionarische Kirche,die den christlichen Glauben nur noch anbietet als eine Option unter vielen möglichen Weltanschauungen und Religionen, wobei der Kunde letztlich frei entscheidet, welche er präferieren will. So lautet dann die folgende Überschrift: „Ein Hauptproblem: >Leben in Fülle< funktioniert ohne Gott.“ 5 Daß hier einfach der Autor die subjektive Meinung, ein „Leben in Fülle“ zu haben mit der Frage, ob es denn auch objektiv ein Leben in Fülle sei, verwechselt, ist offensichtlich aber das ist bei eine konsumentenrenorientierten Untersuchung eine Selbstverständlichkeit: Nur die Meinung des Kunden zählt.

Daß also jeder Mensch Gott, den christlichen Gott gar mit seinem spezifischen Erlösungswerk benötige, sei nur eine theologische Konstruktion, um die Ware: „christlicher Glaube“ im Prinzip an jeden Menschen verkaufen zu können.So rechtfertigte sich die große Missionsbewegung der Kirche.6

Der Apostelfürst Paulus legitimierte nun so also die Heidenmission neben der Judenmission als notwendig, weil auch die Heiden nur durch den Glauben an Jesus Christus das Heil erlangen könnten. Aber damit sei es nun zu Ende. Die Kirche hat ja schon ihr „Nein“ zur Judenmission gesprochen und faktisch hat sie sich auch von jeder Mission Mission verabschiedet: Kein Mensch bedürfe um seines Heiles willen der christlichen Religion und jeder könne auch ohne sie gut leben.

Versimplifiziert veranschaulicht: Jeder Getränkeproduzent weiß, daß es viele Getränke zum Durstlöschen gibt, mit denen viele Kunden zufrieden sind. Deswegen versucht er aber trotzdem, dafür zu werben, seine Getränke zu kaufen, auch wenn er weiß, daß die anderen Getränke auch gut sind. Nur, es könnten sich ja Konsumenten auch für seine Getränke entscheiden. Nur in einem Punkte hinkt dieser Vergleich: Jeder Mensch muß eine Flüssigkeit zu sich nehmen, sonst verdurstet er, aber kein Mensch muß eine Religion oder eine Weltanschauung für sich erwählen, da er auch ganz gut ohne irgendeine Religion oder Weltanschauung leben könne.

Letztendlich bietet so die Kirche Überflüssiges an, aber auch das könne sich verkaufen lassen trotz des gravierenden Desinteresses an den kirchlichen Angeboten. 

Bezeichnend ist die völlige Ausklammerung der Wahrheitsfrage zugunsten der Marketingstrategie: Wie verkauft man das Produkt "christliche Religion", wenn die Strategie, jeder Mensch bedürfe sie zu seinem Seelenheit nicht mehr "ankommt" bei den potentiellen Kunden? Nur die Verkaufbarkeit zählt.

1Jan Loffeld, Wenn nichts fehlt,wo Gott fehlt. 2024, S.98.


2Der Untertitel des Buches von Loffeld lautet: Das Christentum vor der religiösen Indifferenz.

3A.a.O. S.99f.

4A.a.O. S.99.

5A.a.O. S.100.

6A.a.O. S.99.

Versagt die Caritas in ihrem Kernbereich?

 

Versagt die Caritas in ihrem Kernbereich?


So bejubelt die Caritasvorsitzende den Wahlerfolg der „Linken“ in Berlin.„“Dass Elif Eralp als Spitzenkandidatin der Linken in Berlin so viel Unterstützung gewonnen hat, empfinde ich persönlich als Überraschung. Sie ist eine türkischstämmige, feministische Politikerin, die sich vernehmlich gegen Diskriminierung eingesetzt und Netzwerke gegen Rassismus gegründet hat. Angesichts der ständigen Verhetzung von Migranten und Migrantinnen durch die Rechtspopulisten und deren Vorliebe, sich über Geschlechtergleichstellung lächerlich zu machen, hätte ich es nicht mehr für möglich gehalten.“ 1

Frägt man sich nun aber, warum diese Linkspartei so sehr in Berlin reüssierte, dann fällt die Antwort sehr leicht: Sie kaprizierte sich auf das Thema der Wohnungsnot und rückte ihre linksradicalen Lieblingsideen in den Hintergrund. Sie tat so das,was ihr Sarah Wagenknecht empfohlen hatte, als sie selbst noch ein Mitglied dieser Partei war.

Die Stimmen für die „Linke“ sind so nicht in erster Linie Stimmen für ein feministisches multikulturelles Programm, sondern in ihnen manifestiert sich, daß man der Marktwirtschaft eine Lösung der Wohnungsnot nicht mehr zutraut.

Auch wenn es einem Theologen schwer fällt, aber den meisten Bürgern Berlins ist die Sorge um einen bezahlbaren Wohnraum weit wichtiger als alle theologischen Fragen. Nun wäre es dann doch die Aufgabe der Caritas, in diesem Problemfeld sich zu profilieren. Man muß sich dabei die Wahrheit vor Augen halten, daß die Akzeptanz der Kirche heute in Deutschland vorrangig sich in dem „Ja“ zur Caritasarbeit gründet, daß die Kirche eigentlich nichts anderes sei als eine Nächstenliebeorganisation.

Aber diese Zentralsorge der Bürger Berlins und auch vieler Bürger Deutschlands nimmt die Caritasvorsitzende nicht zur Kenntnis; sie ist begeistert von dem Feminismus und von dem antideutschen Programm der „Linken“.


Im Grundgesetz steht tatsächlich geschrieben:Artikel 14 „Absatz 3 des Grundgesetztes lautet:  

„Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.“

Daß die „Linke“ nun mit der Marktwirtschaft unvereinbare Lösungen für die Wohnungsnot in ihr Wahlprogramm aufnahm, spricht für die politische Klugheit gerade der Berliner Linkenpartei. Ob nun eine „Vergesellschaftung“, eine „Verstaatlichung“ oder eine „Enteignung“ großer Immoblienfirmen gefordert wird von dieser Partei, das sind diffizile Unterscheidungen, die wohl kaum die Bürger Berlins verstanden haben dürften, aber daß dies Wohnungsproblem nicht mehr marktwirtschaftlich gelöst werden kann, sodaß der Staat nun dies Problem in Angriff nehmen muß, das ist erkannt worden!


Unser Grundgesetz markiert in diesem Artikel eine Grenze des Liberalismus auf, daß um des Gemeinwohls willen, eine „Enteignung“ von Privatbesitz erlaubt ist. Hiermit wird dem Staate eine großer Handlungsspielraum eröffnet, allgemeinwohlorientiert zu agieren, auch wenn dafür eine particulare Negation der heiligsten Kuh der Marktwirtschaft, dem Recht auf Privateigentum notwendig ist.

Die Bestimmung: „Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen.“ ist sehr klug formuliert: Die Höhe der zu erbringenden Entschädigung darf nicht den Nutzen für das Allgemeinwohl beseitigen.

Es gibt wirklich gute Gründe, zwar an Gott zu glauben aber nicht an die Marktwirtschaft als das Alleinheilmittel für alle ökonomischen Probleme! Die Bürger Berlins votierten hier eben unideologischer als die Marktwirtschaftsideologen. Aber sie gaben damit ihr Stimme ab für ein Programm, das als für das Gemeinwohl mehr als destruktiv zu beurteilen ist. Diese Melange aus Feminismus, Multikulturalismus und Antideutschtum ist ein giftiger Mix, der aber so erfolgreich war, da die Partei so geschickt die Lösung der Wohnungsnot in den Vordergrund stellte.

(Eigentlich ist der Gedanke einer Verstaatlichung eher eine conservative denn eine linke Idee, denn der Conservatismus fordert einen „starken Staat“, um das Gemeinwohl auch gegen Particularinteressen durchzusetzen.)


Die Caritas kapriziert sich nun auf ihr Lieblingsklientel: die ach so unterdrückten Frauen und die „Flüchtlinge“ und „Asylanten“ und jetzt entdeckt die berlinerische Linke noch ihre Liebe zum Islam! Wird damit nicht die Caritas ihrer eigenen Aufgabe untreu, isb wenn sie die „Ordnung der Liebe“ als ihre eigentlichen Grundlage reprobiert und stattdessen antideutsch agiert.

1Vgl meinen Artikel vom 30.9.2026: „Wir sind längst zum Lieblingsfeind der AfD geworden“ oder daß der zum Feind Erklärte sich nicht wehren darf!

Sonntag, 4. Oktober 2026

Die Lust an der Selbstliquidation der christlichen Religion und der Kirche

 

Die Lust an der Selbstliquidation der christlichen Religion und der Kirche

In dem Kath de Standpunktkommentar:">Erstes< statt >Altes< Testament: Endlich – und doch nicht genug“ vom 29.9.2026 heißt es:

„Alle Predigten und jede Beschäftigung mit den biblischen Texten der nächsten Sonntage aus dem Evangelium nach Matthäus kommen ohne theologischen oder rhetorischen Antijudaismus aus! Dann streiten in den Evangelien der nächsten Sonntage nicht "die Christen" mit "den Juden", sondern eine der innerjüdischen Gruppen hat Konflikte mit anderen innerjüdischen Gruppen, zum Beispiel mit Pharisäern, Schriftgelehrten und Ältesten. Jesus und mit ihm Matthäus streiten dann nicht gegen sondern um die Erneuerung des Judentums.“

Jesus habe also nur eine „Erneuerung“ der jüdischen Religion erstrebt und seine Kontroversen mit den Schriftgelehrten und Pharisäern, die Sadduzäer werden in dem Text vergessen wie auch Jesu Auseinandersetzung mit den Zeloten. Dann muß die Entstehung der christlichen Religion und ihrer Kirche als ein Mißgeschick bewertet werden, weil da nun etwas entstanden sei, was Jesus selbst nicht gewollt habe.

Es reiche so eben nicht aus um des jüdisch- christlichen Dialoges willen das „Alte Testament“ durch den Terminus das „Erste Testament“1 zu substituieren, um der Synagoge zu gefallen bräuchte es weiterer Schritte.

Bisher gilt das „Nein“ zur Judenmission als der größte Erfolg des jüdisch- christlichen Dialoges. Wikipedia informiert uns dazu treffend:

„Als Judenmission bezeichnet man eine Missionstätigkeit von Christen, die Juden zum Glauben an Jesus Christus bringen soll, das heißt an die Messiaswürde und Gottessohnschaft des Juden Jesus von Nazaret. Judenmissionare setzen dabei voraus, dass Juden das Heil nur durch die christliche Taufe erlangen könnten. Ihre Bekehrungsversuche verlangen die Aufgabe des jüdischen Glaubens und tendieren damit zur Aufhebung des Judentums im Sinne der Substitutionstheologie.

Die Judenmission ist Bestandteil des christlichen Antijudaismus, von dem die Großkirchen seit dem Holocaust allmählich abgerückt sind. Ob und in welcher Form Judenmission danach fortgesetzt werden kann und soll, wird im Christentum seit etwa 1960 diskutiert. Die Römisch-Katholische Kirche, der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK), die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und andere Kirchen vollzogen seitdem eine schrittweise Abkehr von der Judenmission.“

Hier bedarf es einer kleinen Korrektur: Die Katholische Kirche wie auch die EKD verzichten vollständig auf diese Mission.

Das heißt: Jesus Christus ist nur für die Sünden der Heiden gestorben, die Taufe ist so auch nur für die Heiden heilsnotwendig und der christliche Glaube ist nur für die Heiden.

Als „Antijudaismus“ wird somit die Lehre der Kirche diffamiert, die besagt, daß auch für die Juden im ethnischen wie im religiösen Sinne der christliche Glaube heilsnotwendig sei, Diesen „Antijudaismus“ lehrte nun leider Jesus und die Kirche ihm folgend bis über das 2.Vaticanum hinaus. So lehrte Jesus ja dem Juden Nikodemus, daß für ihn die Taufe heilsnotwendig sei, (Joh, 3) Der Apostelfürst Paulus legt in seinem Römerbrief 1-8 dar, daß die Heiden wie die Juden vor Gott Sünder sind und allein durch den Glauben an Jesus Christus gerettet werden können.

All das soll nun unwahr sein. Aber der Kath de Standpunktkommentar schreitet nun noch weiter voran: Die christliche Religion beriefe sich zu Unrecht auf Jesus von Nazareth und seinen Schülerkreis, denn die waren gläubige Juden und wollten so auf keinen Fall eine Kirche der christlichen Religion stiften.Einzig legitim wäre es, wenn wir uns als eine Reformbewegung innerhalb der jüdischen Religion ansähen, die eigentlich in das Haus der jüdischen Religion zurückzukehren hätte.

Das evoziert dann aber das Problem, ob es dann noch einen Heilsweg für die Heiden gäbe, wenn Jesus doch nur für das jüdische Volk sich verantwortlich wußte! Er wollte ja nur ein Reformer innerhalb der jüdischen Religion sein!

Innerhalb der jüdischen Religion zu Zeiten des Reformers Jesu wurde die Position vertreten, daß Heiden, wenn sie sich vom heidnischen Polytheismus abkehrten zum Glauben an den einen wahren Gott und moralisch anständig lebten, auch das ewige Heil erlangen konnten. Sie bräuchten so nicht zu Juden sich beschneiden lassen sondern konnten sls Heiden auch Teilhaber des ewigen Lebens werden.

Dieser innerjüdisch vertretende Heilsweg für die Heiden würde so die christliche Religion völlig überflüssig machen.Die Kirche bräuchte dann nur noch den Glauben an Gott und „lebt anständig“ zu verkünden, denn die christliche Religion ist somit nicht nur für die Juden sondern ebenso auch für die Heiden völlig überflüssig!

Das wäre dann das wahre Ergebnis des Dialoges zwischen der Synagoge und der Katholischen Kirche, die Erkenntnis der völligen Überflüssigkeit der christlichen Religion und ihrer Kirche!



1Gäbe es ein „erstes“ und ein „zweites Testament“ so würde durch das „zweite“ das davor verfaßte „erste“ ungültig.

Wie man über seine eigene Füße stolpert – ein antikatholischer katholische Theologe

 

Wie man über seine eigene Füße stolpert – ein antikatholischer katholische Theologe



„Theologe warnt vor Vereinnahmung des Christentums von rechts“ Mit dieser Warnung beglückte das stets um hundertprozentig politische Korrktheit beflissene Zentralorgan des Kirchenkampfes gegen Rechts, kath de seine Leserschaft am 29.9. 2026.

Da heißt es nun unter der Überschrift: „Theologe sieht auch Kirche selbst in der Pflicht“: Die bösen Rechten deuteten die Zentralbegriffe der christlichen Religion um. „Als Beispiel nannte er das Gebot der Nächsten- und Feindesliebe.“ „In neurechten Interpretationen werde Nächstenliebe deshalb stärker auf Familie, unmittelbares soziales Umfeld und das eigene Volk bezogen, so der Akademiedirektor.“

Bedauerlicherweise ist das nun keine neurechte Verfälschung sondern so lehrt die Kirche die zu praktizierende Nächstenliebe im Geiste des „Ordo amoris“, isb bei Thomas von Aqiun. Erst seit die Kirche dem Umvolkungsprogramm zustimmt, entledigte sie sich dieser katholischen Lehre. Sie unterschied nämlich davor zwischen „Nächsten“ und weniger „Nahen“ und stufte so auch die Verbindlichkeit ab. Eine Mutter ist eben zuvörderst für ihre eigenen Kinder zuständig und nicht gleichermaßen für alle Kinder der Welt.

Dann heißt es da gar weiter: „Dieses passe nicht zu einem politischen Denken, das die Gesellschaft in Freunde und Feinde einteile.“ Wer nur oberflächlich die kath de Artikel überfliegt, fällt eines sofort aus: Hier wird klar zwischen „Freund“ und „Feind“ unterschieden und stets zum Kampfe gegen den rechten Feind aufgerufen! Alles, was rechts von der Politik der Bundeskanzlerin Merkel verortbar ist, wird als „Feind“ bekämpft und innerkirchlich alles Conservative, Traditionalistische, Fundamentalistische.“

Aber es gibt auf dem Schlachtfeld gegen Rechts auch im Heer der Angreifer Schwachstellen: „Als problematische Felder nannte er unter anderem Fragen des Geschlechterbilds, der Homosexualität, kirchlicher Machtstrukturen und der Beteiligung von Frauen. Die Kirche müsse sich deshalb neu mit ihrem eigenen Verhältnis zur Moderne auseinandersetzen.“

Damit sind Lehren der Kirche gemeint, die für den „Feind“ anknüpfungsfähig sind,da der „neurechte Feind“ hier fast genauso sich positioniert. Das Geschlechterbild der Katholischen Kirche entspricht eben dem der Neutechten. Deshalb müsse hier die Kirche ihre Lehre revidieren, um diese Gemeinsamkeit zu beenden. Es dürfe eben keine Gemeinsamkeiten mit dem „Feind“ geben, das schwächte nur den Kampf gegen ihn. Das gälte so auch für die kirchliche Lehre über die Homosexualität und ihres hierarischen Aufbaues.

Die Kirche habe also in allen Lehrfragen, in denen die Neurechten ähnlich dächten, ihre Lehren aufzugeben, um sie nicht anknüpfungsfähig für Rechte zu machen. Das gälte isb wohl für die Notwendigkeit einer Einführung des Frauenpriestertumes. Grundsätzlicher habe die Kirche ihre modernitätskritische Haltung zu überwinden. Hierbei wird suggeriert, daß Rechte modernitätskritisch ewiggestrich wären und daß deswegen die Kirche, um keine Gemeinsamkeiten mit den Rechten aufzuweisen, alles Modernitätskritische aus ihr zu exkommunizieren habe.

Der „Feind“ bestimmt so letztlich, was die Kirche zu lehren habe und was nicht, denn sie müsse alles, was irgendwie rechtslastig in ihr ist, beseitigen, um eine klare Front im Kampfe gegen den „Feind“ aufbauen zu können.

Um also die Kirche gegen ihre „Feinde“ zu schützen, müsse sie weitgehend ihre eigene Lehren aufgeben, denn nur so könne sie in der Kampfgemeinschaft gegen den „Feind“ ein wahrer Kampfgefährte sein! So wird hier eine wahrhaft militante Theologie und Kirche gefordert, die so ihre Systemrelevanz den uns Regierenden gegenüber beweisen will.

So will dieser Theologe in seinem Kampf gegen Rechts die eigene katholische Kirche und Theologie liquidieren.

Zusatz: 

"Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: 

Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht. Ein Fall aus Salzgitter sorgt für juristisches und gesellschaftliches Aufsehen: Eine Erzieherin wurde von der Caritas entlassen, weil sie für die AfD bei der Kommunalwahl kandidiert hatte. Nun wehrt sich die Politikerin vor dem Arbeitsgericht."  Kath net am 30.9.2026 - Vorwärts  im Kampf gegen Rechts: Die Kirche und die ihr nahestehenden Organisationen müssen eben"gesäubert" werden.


 

Freitag, 2. Oktober 2026

Ein paar traurige Bemerkungen zum Tage der Deutschen Einheit und ein aktueller Zusatz

 

Ein paar traurige Bemerkungen zum Tage der Deutschen Einheit



Wir haben den 2.Weltkrieg verloren, auch wenn die offiziöse Geschichtsschreibung uns das Gegenteil erzählt, daß wir „befreit“ worden wären. Nur, nicht Hitler wurde besiegt sondern wir, wie wenn unsere Fußballnationalmannschaft verliert, nicht sein Trainer sondern wir verloren haben.

Eingedenk der Devise : „Teile und herrsche!“ wurde unser Volk dreigeteilt, in Ostdeutschland, aus dem sich die DDR herauskristallisierte und Westdeutschland, der BRD und Österreich. In unserer jüngernen Geschichte war die Nichteinheit unseres Volkes der „Normalzustand“: Bismarck gelang nur die „Kleindeutsche Lösung“, Österreich blieb außen vor und nach dem verlorenen 1.Weltkrieg untersagten die Siegermächte uns den Zusammenschluß mit Östereich.Daß dem nationalsozialistischen Deutschland dann die Einheit mit Österreich gelang, gilt für die politisch korrekte Geschichtsschreibung als das Argument, daß es nie mehr eine Vereinigung des deutschen Volkes in einem deutschen Staate geben dürfe.

Das preußisch- protestantische Deutschland nahm und nimmt einen Schaden daran, daß ihm das innerdeutsche Korrektiv, das katholisch österreichische fehlt und umgekehrt gilt das auch.

Wenn nun es auch einen Anschluß der DDR an die BRD gegeben hat, so darf doch auch traurig gestimmt angemerkt werden, daß diese Einheit nicht ein Syntheseversuch der beiden unterschiedlichen politischen Staatssysteme war sondern nur eine Überstülpung des westlichen Systemes auf Ostdeutschland. Man tat so, als hätte das, was die Ostdeutschen im politischen Raum erwirkt haben, keine Bedeutung,und wäre nur eine Serie von Fehlern gewesen. Es wurde versäumt, aus dem Projekt der DDR zu lernen, man negierte es einfach, statt dies System politisch aufzuheben in einem hegelischen Sinne.

Ganz vergessen werden an diesem Tage der „Einheit“ aber all die deutschen Gebiete, die wir nach dem verlorenen 1. und 2.Weltkriege „abtreten“ mußten, das uns die Siegermächte raubten, um es klarer zu formulieren. Kriege mit dem Ziele der Erweiterung des eigenen Territoriums zu Lasten der Kriegsverlierer zu führen und so „Beute“ zu machen, gelten zwar als völkerrechtswidrig, aber für das zweimal besiegte Deutschland gilt das Völkerrecht nicht. Die unser Land regierende Oligarchie hat ein für allemal den unsrigen Verzicht auf unsere einstigen Gebiete erklärt.

Wer ernsthaft über unser deutsches Schicksal nachdenkt,stößt unweigerlich auf unsere Sünde, unsere Jerobeamssünde1, die der Reformation, daß durch sie die wahre Kirche so sehr geschädigt worden ist und daß so das Ende der Konstantinischen Epoche eingeleitet worden ist, die nun in unsere postchristliche Epoche eingemündet ist.

Daß es nun noch 2 und nicht mehr 3 deutsche Staaten gibt, ist als ein Geschenk Gottes an unser Volk anzusehen und dafür haben wir als Christen zu danken. Aber von der Einheit sind wir noch weit entfernt, nicht nur weil Österreich als ein anderer Deutscher Staat noch nicht in die noch zu erwirkende Einheit aufgehoben ist, sondern auch, weil wir erst wieder Deutsche werden müssen: Wir Westdeutschen sind von unserem eigenen Volkstume entfremdet worden isb durch das nach 1945 durchgeführte Umerziehungsprogramm der "Reeducation", es gilt nun, sich unsere eigene Kultur wieder anzueignen und dabei darf das Östereichisch- Katholische nicht fehlen! 

1.Zusatz

In dem Artikel der Jungen Freiheit, 3.10.2026: "Antifa attackiert Polizisten" werden auch die Parolen gezeigt, die auf der antideutschen Kundgebung wider den Tag der Deutschen Einheit vertreten wurden: "Was wir feiern Vaterlandsverrat" "Kein Frieden mit der Nation" "Kein Frieden mit Deutschland".

2.Zusatz

"Gerade am 3.Oktober sollten wir aber die Deutschlandfahnen runterreißen und uns bewusst machen, was uns wirklich unterscheidet. Macht den Tag der Deutschen Einheit zum Tag der deutschen Spaltung." TAZ am 3.10.26: "Tag der deutschen Spaltung". Die Linken- Antideutschen sollen ihr Nein zu allen Deutschen so zum Ausdruck bringen. 

Die Linke ist antideutsch eingestellt. 



1Die Jerobeamssünde meint im Alten Testament, daß der König Jerobeam nach seinem Abfall von Juda ein eigenes Heiligtum gründete als der Alternative zu dem Jerusalemer Tempel, und so den wahren Gott verließ. Das Festhalten an diesem falschen Heiligtum ist dann die Sünde Jerobeams, die zur Vernichtung des abgefallenen jjüdischen Staates durch Gott führte.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Ein grobes Mißverständnis über die Kinder, die es gilt aufzunehmen?

 

Ein grobes Mißverständnis über die Kinder, die es gilt aufzunehmen?



Was meint in dem Text Matthäus 18, 1-5 die Vokabel „Kind“? Die in der „Einheitsübersetzung“ diesem Text vorangestellt Überschrift: „Der Rangstreit der Jünger“ ist dabei zu beachten, trifft diese Betitelung doch die Materie, um die es hier geht. Wir lesen dort:

„1 In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist denn im Himmelreich der Größte? 2 Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte 3 und sagte: Amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen. 4 Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. 5 Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.“

Meint hier „ein solches Kind“ jedes Kind als Kind? Dann würde „in meinem Namen“ wohl eine Kindesaufnahme motiviert durch das Gebot der Nächstenliebe unter der besonderen Berücksichtigung des Schutzbedürfnisses jedes Kindes meinen, oder von besonders in eine Notlage geratener Kinder. Die Errichtung von Waisenhäusern wäre dann die angemessendste Praxtizierung dieses Bibeltextes.

Nur, dann hätte dieser Text überhaupt nichts mit der Überschrift zu tuen und das in den Versen 1 bis 4 Ausgesagte wäre völlig bedeutungslos.

Die Jünger Jesu, besser übersetzt die Schüler streiten darüber, wer (von ihnen) wohl der Größte, der Angesehnendste im Himmel sein wird. Jesus bestreitet nun nicht, daß es auch im Himmel Rangstufen gibt bzw geben wird. Der Sohn Gottes ist kein Anhänger der Französischen Revolutionsparole der „Gleichheit“!

Es lehrt nun aber die Kriterien,die jemand erfüllen muß, um überhaupt in den Himmel kommen zu dürfen. „Bevor Ihr über den zukünftigen Rang im Himmelreich Euch streitet, erfüllt erst mal die Bedingungen für den Eintritt in das Himmelreich.“

Hier lehrt Jesus Christus uns, daß wir werden müssen wie das Kind,das er in die Mitte der Schüler gestellt hatte. Das verlangt eine Umkehr. Was macht nun die Qualität der Kinder aus, sodaß gilt: Wer so ist, wird eingehen in das Himmelreich? Es muß eine Qualität sein, die Erwachsene nicht schon ob ihres Erwachsenseins besitzen, die sie aber erwerben können durch ihr Umkehren. Für die Kinder dagegen ist damit eine Qualität gemeint, die ihnen wegen ihres Kindseins zukommt. Aber diese natürliche Kindeigenschaft muß nun für einen Erwachsenen eine erwerbbare Eigenschaft, wohl eine Tugend sein und kann so keine natürliche Eigenschaft mehr sein.

Ob der Schüleranfrage, wer den der Größte im Himmel von ihnen sein wird, liegt es nahe, die hier gemeinte jedem Kinde ob seines Kindseins innewohnende Eigenschaft als die ihres Kleinseins anzunehmen.

„Wer groß, gar der Größte sein will im Himmel, der muß hier klein sein wollen, der Kleinste unter Euch sein wollen!“Das kann sich natürlich nicht auf die körperliche Größe beziehen sondern auf ein „Sich als klein einschätzen und wahrnehmen.“ KEigenschaft jedes Kindes1, klein zu sein, zu einer Tugenind, zu der Erwachsene umkehren können.

Der 4.Vers bewahrheitet dann diese Deutung. Das Sichkleinmachen meint die Tugend der Demut.

„ein solches Kind“ meint also einen Erwachsenen, der sich so klein, wie jedes Kind ist, gemacht hat, der also ein demütiger Mensch geworden ist.Wer einen so Demütigen aufnimmt der wird in das Himmelreich eingehen, wenn er einen Demütigen in Jesu Christi Namen aufnimmt.

Damit ist eine weitere Condition als eine Einlaßberechtigung in das Reich Gottes gemeint. Damit ist zuvörderst der christliche Glaube gemeint, aber vielleicht ein spezifizierter, der Glaube, daß die Demut eine von Gott besonders geliebte Tugend ist.

„ein solches Kind“ meint somit nicht ein „natürliches“ Kind, sondern einen sich zur Demut bekehrt habenden Erwachsenen.

Matthäus 10, 40 -42 erklärt das im 18 Kapitel Ausgesagte: »Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen gering Geachteten auch nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, einfach weil er ´mein` Jünger ist, der wird – das versichere ich euch – nicht ohne Lohn bleiben.«

Wer also einen Demütigen aufnimmt im christlichen Glauben, der wird den Lohn eines Demütigen empfangen, daß er in den Himmel aufgenommen werden wird.“euch“ meint damit die Schüler Jesu Christi und damit jeden Christen, dann aber besondere Christen, die Propheten, die Gerechten, aber auch die Geringgeachteten unter den Christen.

So sehr nun auch die Liebe zu Kindern ein wesentlicher Bestandteil der Praxis der Nächstenliebe ist, hier geht es Jesus nicht um die Liebe zu Kindern, sondern darum: Wie muß ich leben, um in das ewige Leben eingehen zu dürfen? Wer nun einen Christen um des Glaubens willen aufnimmt, der wird dafür belohnt mit dem ewigen Leben. Besonders gilt das für die Aufnahme von Gerechten, Propheten und für Demütige und für unter Christen selbst als „klein“ Erachtete. Mit einem universalistischen Humanitarismus hat diese „Kinderliebe“ aber nichts gemein!





1Kindern zugeschriebene Eigenschaften wie, ihren Eltern vertrauen, oder Gehorsam sein, kindlich glauben= vertrauend haben den Nachteil, daß so nicht alle Kinder sind, hier Jesus aber keine Näherqualifizierung vornimmt.

Wird die christliche Religion abgeschafft in der Kirche von ihr selbst?

 

Wird die christliche Religion abgeschafft in der Kirche von ihr selbst?



Das muß als eine maßlos übertriebene Polemik wider die heutige Kirche erscheinen, aber könnte dieser Verdacht der Selbstabschaffung der christlichen Religion nicht doch begründet sein? Zu Zeiten Jesu war die Frage, ob es denn auch ein Heil für Nichtjuden geben könnte, virulent und man darf sich sicher sein, daß es darauf in der jüdischen Theologie keine einheitliche Meinung gegeben hat.

Aber es wurde die Position vertreten, daß es einen Heilsweg für einen im ethnischen Sinne Nichtjuden gäbe, ohne daß er durch die Beschneidung zu einem jüdischen Volksgenossen werden müßte. Das war der Weg der Prosyliten bzw Gottesfürchtigen, die sich vom heidnischen Polytheismus hin zu dem Glauben an den einen wahren lebendigen Gott bekannten und versprachen, moralisch anständig zu leben, die so dann vom ganzen Gesetz Mose befreit waren.

Jesus von Nazareth soll ja nach den „Erkenntnissen“ des jüdisch- christlichen Dialoges ein jüdischer Reformer gewesen sein, der aber nichts lehrte, was damals nicht auch schon inherhalb der jüdischen Religion vertreten worden sei. Daß dann aus der Jesusbewegung die christliche Religion mit ihrer Kirche entstanden sei, muß so als eine Fehlentwickelung beurteilt werden. Die Apostel seien keine Christen gewesen, sondern jüdisch Gläubige.

Für die Heilsmöglichkeit für Nichtjuden reiche der Ordo salutis der Gottesfürchtigen aus, alles, was Jesus gelehrt und vorgelebt habe, sei so für die Heiden irrelevant, das seien doch nur Lehrmeinungen des Jesus von Nazareth gewesen für jüdische Ohren bestimmt.

An Gott glauben und anständig leben, auf mehr käme es doch nicht an! Damit ist die christliche Religion vollständig aufgelöst zugunsten eines simplen humanistisch ausgelegten Monotheismus.

Ist nicht eine Tendenz in der Kirche zu erkennen, so die christliche Religion auf einen simplen Humanitarismus, fundiert in dem Glauben an einen jeden Menschen bejahenden Gott, zu reduzieren? Sagt etwa das Sakrament der Taufe noch etwas anderes aus als daß die Taufe zeige, daß Gott zu dem Getauftwerdenden sein Ja gesagt hatte, und dieser Taufritus nun dies Ja symbolisch darstelle. Begegnet in der Eucharistie nur noch die Liebe zu uns, die allen Menschen gilt, unabhängig vom Empfang des Sakramentes? Gilt die Menschenwürde und die Menschenrechte nicht jedem, egal wie er es mit der Religion hält?

Die Verkündigung der Menschenwürde substituiert so die Evangeliumsverkündigung. Ein schlichter Monotheismus in der Tradition der „Gottesfürchtigen“ bzw der Prosyliten ersetzt so den christlichen Glauben. Eine Tendenz dahin ist m.E nicht mehr übersehbar.

Ein Quellgrund dieser Auflösungstendenz der christlichen Religion ist nun der jüdisch – christliche Dialog, in dem es vor allem darum geht, die Gleichgültigkeit der christlichen Religion für jeden Juden zu bekennen und damit dann auch für jeden Menschen: Ein schlichter Monotheismus reiche doch, zumal wenn er humanitaristisch ausbuchstabiert wird, daß der Glaube an die Menschenwürde das Zentrum jeder monotheistischen Religion sei!