„CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren“
Weiter heißt es dann in diesem Kath net Artikel vom 13.10.2026: „Der CDU-Politiker und Chef der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei Nathanael Liminski hat die Kirchen aufgefordert, die genuin christliche Botschaft stärker in den Mittelpunkt ihrer öffentlichen Verkündigung zu stellen.“
Welcher Christ würde dieser Aufforderung nicht sofort zustimmen, zumindest der, der noch etwas weiß von dem Auftrag der Kirche, dem ihr von ihrem Herren Jesus Christus gegebenen und der immer wieder feststellen muß, daß in der Kirche vieles unternommen wird, aber nicht das,wozu sie berufen ist. Nur ist doch zu fragen,seit wann denn CDU- Politiker sich für eine ihren Auftrag erfüllenden Kirche einsetzen?
Eine Verdachtsthese: Es war nicht von vornherein klar, daß sich das westliche System, die Einheit von der parlamentarischen Demokratie und der Marktwirtschaft fundiert im Geiste des Liberalismus als dem östlichen, einer sozialistischen Einparteienregierung und der Planwirtschaft im Geiste des Marxismus- Leninismus als überlegen erweisen wird.
Ein realer Kampf begann 1945, der 1989 mit dem Sieg des westlichen Systemes endete. Für diesen Sieg war die Konstruktion der „sozialen Marktwirtschaft“ und eines Sozialstaates, der kaum noch eine Ähnlichkeit mit dem Ideal des liberalistisch sich verstehenden Staates, dem „Nachtwächterstaat“ aufwies.
Die Kirche, angesichts der Drohung des atheistischen Kommunismus des Ostens schloß ihren Frieden mit dem ideologischen Fundament des Westens, dem Liberalismus als der effektivsten antikommunistischen Ideologie, nachdem die antikommunistische Alternative des Nationalsozialismus in Deutschland und in Italien der Faschismus sich 1945 erledigt waren.
Aber der so konstruierte Sozialstaat war eine recht teure Konzeption, die man aber für notwendig erachtete, damit auch das „gemeine Volk“, der „kleine Mann“ und auch der „Arbeiter“ das westliche System bejahte. Nur, seit dem Endsieg über den „Real existierenden Sozialismus“ erscheint die Konstruktion des Sozialstaates als zu teuer, die Marktwirtschaft durch ein Zuviel an den sozialpolitischem bureaukratischen Reglementierungen zu leiden, die unternehmerische Freiheit zu mißachten.
Vulgärer formuliert: Das Volk habe auf zu großem Fuße gelebt, es habe nun den Gürtel wieder enger zu schnallen!Insbesondere jetzt, wo es gilt, den Krieg gegen Rußland zu finanzieren, müsse das Volk eben auf die „Butter auf dem Brot“ verzichten, denn Kanonen müssen nun der Ukraine geschenkt werden für den Endsieg auf dem Schlachtfeld.
Aber noch grundlegender: Die zu hohen Löhne, das zu hohe Anspruchsniveau des Volkes nach einer umfassenden Fürsorge durch den Staat ist nicht mehr hinnehmbar nach dem Sieg über den Osten, jetzt wo das westliche System als alternativlos sich erwiesen hat.
Da stört nun die Kirche, die an dem Konstrukt des Sozialstaates und der „sozialen Marktwirtschaft“ festhält. Der liberale Geist will nun einen Abbau des Sozialstaates, ein Weniger an Sozialpolitik und ein Mehr an unternehmerischer Freiheit. Die linkspolitisch ausgerichtete Kirche paßt da nicht mehr in das aktuelle Konzept, solange sie das Sozialpolitische zu stark hervorhebt.
Aber es zeigt sich auch hier eine Wende zum Guten: Die Kirche engagiert sich nun primär für Kulturpolitisches, für die Genderideologie, für die Homosexualität und propagiert eifrigst den Multikulturalismus und so die Liebe zu den „Flüchtlingen“. Auf die Kirche und die EKD als Kampfgefährten wider Rechts will die CDU/CSU ganz gewiß nicht verzichten, aber sie solle hat sozialpolitisch abrüsten: Dem Volke, nicht den „Besserverdienern“ muß wieder Wasser zu trinken gepredigt werden, der Wein wird wieder reserviert für die „Leistungsträger“ der Gesellschaft, den „Besserverdienern“.
Besonders das Gesundheitssystem ist zu kostspielig. Die Zweiklassenmedizin ermöglicht so nun schon eine angemessene Verteilung, daß halt nur die, die es sich leisten können, wirklich gut versorgt werden - aber ein weiteres Kürzen für das „Gemeine Volk“ ist von Nöten.
Dazu will nun die CDU/CSU die Kirche ins Boot holen: Sie müsse sich halt von den sozialpolitischen Flausen der Zeit der Systemkonkurrenz freimachen und für das real Finanzierbare sich einsetzen: ein Weniger an Sozialstaat und ein Weniger an Sozialer Marktwirtschaft, mehr Kapitalismus pur!
Aber für den Kampf gegen Rechts, da möchten die C-Parteien die Kirche instrumentalisieren.