Mittwoch, 8. April 2026

»Gott will es« oder der Krieg als ein Mittel der Religion(spolitik)

 

»Gott will es« oder der Krieg als ein Mittel der Religion(spolitik)

Die „Junge Welt“ meldet am 28.März 2026 unter der obigen Überschrift: „USA: Evangelikale in der Trump-Regierung wollen die Streitkräfte zum Heer von Glaubenskriegern umbauen – ohne »dumme Rules of Engagement«“.

Näherin wird dazu dann ausgeführt: „US-Kriegsminister Pete Hegseth inszeniert sich seit Beginn des Iran-Kriegs als Vollstrecker göttlicher Vorsehung. »Gelobt sei der Herr, mein Fels, der meine Hände geschickt macht für den Kampf, meine Finger für den Krieg«, las er aus Psalm 144 des Alten Testaments bei einer Pentagon-Pressekonferenz und versprach, »Tod und Zerstörung« auf die Feinde herniederregnen zu lassen. Hegseth, Träger von Tattoos mit dem Jerusalemer Kreuz und dem Schlachtruf der Kreuzfahrer »Gott will es«, betonte bei einem nationalen Gebetsfrühstück, dass die »Krieger« der USA nicht nur mit dem »Arsenal der Freiheit«, sondern auch mit dem »Arsenal des Glaubens« bewaffnet seien.“

Weiterhin heißt es da: „Dass die Trump-Regierung die Option beansprucht, die Fesseln der Haager und Genfer Abkommen sowie der Zusatzprotokolle zu sprengen und einer Kriegführung unbeschränkter Rücksichtslosigkeit nachzugehen, hat ihr Kriegsminister bereits im Fall Iran deutlich gemacht: »Das sollte nie ein fairer Kampf sein, und es ist kein fairer Kampf. Wir schlagen sie, während sie unten sind«, verkündete Hegseth Mitte März auf einer Medienkonferenz.“

Unüberlesbar ist hier der „Feind“ keiner in dem politischen Sinne sondern einer in einem religiösen, den es nun nicht zu besiegen gilt,um politische Ziele zu erreichen, sondern um ihn zu vernichten. Gegen den „Feind“ im religiösen Sinne können und dürfen dann auch alle rechtlichen Bestimmungen, warum und wie dann ein Krieg erlaubt zu führen ist, ad acta gelegt werden. Das ist nun kein Anwendungsfall der moraltheologisch äußerst problematischen Maxime: „Der Zweck heiligt die Mittel“, denn diese Maxime impliziert, daß so politische Ziele realisiert werden sollen. Aber das Ziel der Vernichtung des „Feindes“ ist kein politisches Ziel. König Saul wurde der Sünde bezichtigt durch den Propheten Saul, weil er den kriegsgefangenen König nicht getötet hatte. Der Prophet tötete ihn dann. Das Volk hätte den Krieg nicht führen dürfen, um Beute zu machen, sondern um den „Feind“ zu vertilgen.

Der KI informiert uns zu dieser Causa:



In der biblischen Erzählung (1. Samuel 15) ist der gefangene König, den Saul nicht tötet, König Agag von Amalek. Obwohl Gott Saul durch den Propheten Samuel den ausdrücklichen Befehl gegeben hatte, das Volk der Amalekiter und all ihren Besitz vollständig zu vernichten (den sogenannten "Bann" zu vollstrecken), hielt Saul sich nicht strikt daran. 

Die Details des Ungehorsams

  • Schonung von Agag: Saul nahm König Agag lebendig gefangen, anstatt ihn wie befohlen zu töten.

  • Schonung des Viehs: Saul und sein Volk verschonten zudem die besten Schafe, Rinder und das Mastvieh, während sie nur das minderwertige Gut vernichteten.

  • Begründung: Saul behauptete später gegenüber Samuel, das Volk habe die besten Tiere verschont, um sie Gott zu opfern. Bibelkommentatoren vermuten jedoch auch andere Motive, wie etwa die Hoffnung auf Lösegeld für Agag oder schlichten Eigenwillen. 

Die Folgen

Dieser Ungehorsam markiert den Wendepunkt in Sauls Herrschaft:

  1. Verwerfung durch Gott: Samuel erklärte Saul, dass Gott ihn als König verworfen habe, weil "Gehorsam besser ist als Opfer".

  2. Samuels Handeln: Da Saul seinen Auftrag nicht ausführte, ließ Samuel Agag zu sich kommen und tötete den gefangenen König eigenhändig.

  3. Ende der Dynastie: Gott entzog Saul seinen Geist und ließ Samuel später David zum neuen König salben.“

(Kleine private Anmerkung: je öfter ich den KI befrage, desto mehr nimmt meine Zufriedenheit mit ihm zu! Er ist einfach gut!)  

Klarer kann das Spezifische eines religiös fundierten Krieges mit einem politisch geführten nicht distinguiert werden: Der politische will den Besiegten beherrschen,ihn dabei ausnutzen, die simpelste Gestalt ist dabei die des ihn Beraubens und Ausplünderns, der religiöse will die Vernichtung des Feindes und verschmäht dabei gar jedes Beutemachen.

Die amerikanische Regierung im Bunde mit Israel will so den „Bann“ an den Iran vollziehen und deswegen werden die Staatsmänner des Iran auch einfach gelyncht.Es bedarf gegen so einen „Feind“ einfach keines fairen Gerichtspozesses: Er ist einfach wie der König Agag zu töten.

Für die Moderne galt die Emanzipation der Politik von der Religion als die kulturelle Leistung der Aufklärung, die nun postmodernistisch durch die jetzige amerikanische Politik ad acta gelegt wird: Jetzt avanciert der Krieg zu einem Mittel der Religion, den „Feind“ im religiösen Sinne zu vernichten.

Zusatz:

Gott ist allein vollkommen gut, der Teufel allein vollkommen böse.Uns Menschen ist es so nicht gegeben, so vollkommen gut wie Gott oder so vollkommen böse wie der Teufel zu sein, wir sind eben stets Grauwesen, ein Gemisch aus Weiß und Schwarz. Wo so relative Gegensätze des politischen Diskurses durch die Verteufelung des „Feindes“ verabsolutiert werden, da endet das mit dem Vernichtungswillen des Feindes, weil der wahre Feind mit feindlich gesonnenen Menschen verwechselt wird.



Dienstag, 7. April 2026

Weitere Anmerkungen zu Ostern -Irritierendes

 Weitere Anmerkungen zu Ostern -Irritierendes

Paulus hat nicht ob seiner Christusoffenbarung zu Damaskus an die Auferstehung der Toten geglaubt, sondern als ein schriftgelehrter Pharisäer. Sein Damuskuserlebnis bestätigte diesen Glauben.

Daß Jesus Ostern auferweckt, seinen Schülern erschien, bewies nicht schon, daß er schon zum ewigen Leben erweckt worden ist. Erst seine Himmelfahrt bewies das.

Die Bedeutung des ewigen Lebens im Jenseits erschließt sich uns erst, wenn wir unser Erdenleben als ein Exilsleben, fern der Heimat begreifen.Wir sind der Erde zu treu geworden. (Nietzsche)

Gott erweckt zum ewigen Leben aber der Mensch verhält sich dabei nicht nur passiv- als Seele steht er auch auf, denn sie ist unsterblich, ihr Tod ihr völliges Getrenntsein von Gott,  Gott wendet sich ihr wieder zu und sie sich ihm, das ist die Auferweckung und die Auferstehung.

Sonntag, 5. April 2026

Eine kleine Anmerkung zu Ostern

 Jesus Christus auferweckt oder/und auferstanden von den Toten.Auferweckt betont die Aktivität Gottes und die Passiität Jesu: Er wurde auferweckt, Auferstehen betont die Aktivität Jesu: Er überwand den Tod, er entriß sich der Fesseln des Todes.Das Medium: Er ließ sich auferwecken, so ungebräuchlich diese Form auch ist,betont die Aktivität Gottes als die Erstursache und die Mitaktiviät Jesu,daß er sich auferwcken ließ. Diese sehr unübliche Form wäre theologisch geurteilt die angemessenste.Gott handelt nicht an uns ohne unser Mitwirken- wider einen überspannten  Monergismus, den die Reformatoren lehrten. Aus einem "sola gratia" wird eben leicht ein "sola natura",daß dann nur noch der Mensch als handelnd gedacht wird,motiviert durch seinen Glauben. .

Ostern – eine verblassende Botschaft

 

Ostern – eine verblassende Botschaft



Über oder zu Ostern etwas zu schreiben, stellt jeden Theologen und somit auch mich vor ein ernstes Problem: Kann ich da noch irgendetwas schreiben, was nicht schon zigfach geschrieben worden ist und oft auch besser, als ich es kann? „Dinner for one“ schauen Millionen und auch ich jedes Jahr zu Sylvester und jedes Jahr begeistert dies Theaterstück. Müßte uns die Osterbotschaft nicht viel mehr begeistern?

Könnte es gute Gründe für diese verblassende Ausstrahlungskraft des Osterevangeliumes geben? Wer nicht glauben kann oder will, daß Jesus von den Toten Ostern auferweckt worden ist, den kann die Osterbotschaft nicht begeistern. Wer nun glaubte, daß dieser Jesus von Nazareth wohl auferweckt worden ist, daß das aber nur für ihn gälte, wie auch Hennoch und der Prophet Elia ohne zu sterben in den Himmel entrückt worden sind aber es deswegen keine Hoffnung für uns gibt, ebenso in den Himmel aufenommen zu werden, und wir weiterhin stattdessen sterben müßten ohne eine Hoffnung auf ein ewiges Leben, wie sollte den Ostern begeistern können?

Aber ich hege noch einen anderen Verdacht. „Der Münchner im Himmel“ destruiert doch die christliche Hoffnung viel effektiver: Es kann für uns Menschen gar nicht erstrebenswert sein, ewig im Himmel zu leben. Unser Erdenleben, das ist viel schöner. Denn ein ewiges Himmelsleben, wenn die Ewigkeit als unbegrenzte Zeit verstanden würde, wäre uns ein langweiliges Leben und wenn das ewige Leben als ein zeitloses verstanden wird, dann ist es von einem ewigen Todsein nicht unterscheidbar. Unsere Epoche ist eine der Dekadenz, des geschwächten Willens zum Leben, sodaß die Botschaft von einem ewigen Leben keine Begeisterung hervorrufen kann.

Samstag, 4. April 2026

Achtung- Achtung! Wichtig Achtung!!!

 Es könnte sein, daß ich wegen Anmeldeproblemen dieser Internetseite nach einer  Reperatur meines Computers nicht mehr auf dieser Seite mehr publizieren kann. Ich würde dann die neue Seite  unter dem Kommentar  zum Artikel: 

Confusionen über das Gebet oder das Verwirrspiel des „Gotteslobes“1.4.2026

publizieren. 

Ein technisch unbegabter Theologe!!! 

Wider eine obskure aber zeit(geist)genössische Kreuzestheologie

 

Wider eine obskure aber zeit(geist)genössische Kreuzestheologie



So rechtfertigen die Götter das Menschenleben,indem sie es selbst leben- die allein genügende Theodicee“. Dies schreibt Nietzsche in seinem Werk: „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“, im 3.Kapitel. Es fällt nun uns Christen sehr leicht,diesen Gedanken auf das Leben und Sterben Jesu Christi zu applizieren: Gott wurde ein Mensch, um unser Leben selbst zu leben und auch zu erleiden bis zum schmählichen Tode am Kreuz. Die Theodiceefrage; „Warum müssen wir Menschen auf Erden so viel leiden, wenn doch ein uns gut gesonnener und allmächtiger Gott unsere Welt regiert?“ fände so diese Antwort; „Wenn selbst Gott dieses Menschenleben auf sich nahm, wie könnte dann noch ein Mensch sich über sein Leidensleben beschweren“.

Abstrakter formuliert: Wenn selbst für einen Gott (jetzt im Sinne Nietzsches) das Leben ein Leidensleben ist, dann kann das Leben gar nicht anders sein, denn es ist alternativlos so wie es ist.Die Theodicee lebt nämlich von der Prämisse, daß unser Leben anders sein könnte, anders sein sollte, aus dem konjunktivischen wie dem optativischen Denken. Nietzsche setzt dagegen, daß das Leben nicht anders sein kann, als wie es ist und das auch so zu bejahen sei – Nietzsche als amor fati-Lehrer.

Verlockend ist diese Deutung des Kreuzes Jesu nun für jede moderne Theologie, die die Theologie von allen Altlasten befreien möchte, isb von Anselm von Canterburys Kreuzestheologie, sodaß sein Kreuztod auf keinen Fall als ein Sühnopfer, ein Opfer für uns, uns zum Heile verstanden werden solle. Die Pointe eines Ansatzes im Sinne dieses Nietzschevotums wäre also: Gott rechtfertige sich uns Menschen gegenüber, indem er das unserige Leben, das wir ihm vorwerfen: „Warum müssen wir so elend leben?“ selbst zu leben auf sich nimmt und es so rechtfertigt: „Selbst Gott lebt nicht anders als ihr Menschen!“

Diese Versöhnung des Menschen mit Gott hat natürlich überhaupt nichts mit dem Erlösungswerk Jesu Christi gemein, aber würde man jetzt zeitaufwendig forschen, fänden sich sicher Kreuzestheologien in Sinne dieser Nietzsche -Theodicee, evtl bei Professor Magnus Striet, aber seine diesbezüglichen Texte liegen mir jetzt nicht vor.Die Erlösung transformierte sich so zu einem großen Jasagen zu dem Leben, wie es nun mal ist ohne eine Hoffnung auf ein anderes besseres Leben.



Freitag, 3. April 2026

Über das gravierendste Fehlverständnis des Heilswerkes Jesu Christi, sein Kreuz

 

Über das gravierendste Fehlverständnis des Heilswerkes Jesu Christi, sein Kreuz



Dieser Irrtum läßt sich leicht an zwei Kontrollfragen erkennen: „Gesetz den Fall , daß von mir gerade Gehörte oder Gelesene über das Kreuz Christi sei wahr, wäre das Verhältnis Gottes zu uns Menschen ein anderes, wenn er nicht gekreuzigt worden wäre, oder wäre unser Verhältnis zu Gott ein anderes, wenn er nicht gekreuzigt worden wäre?

Wenn das Verhältnis Gottes zu uns Menschen, sagen wir mal, daß er uns liebe,unabhängig davon ob Jesus gekreuzigt worden wäre oder nicht und wenn dies Geliebtsein die notwendige und hinreichende Bedingung für unser Heil wäre, dann hätte Jesu Heilswerk keine Heilsbedeutung im objektiven Sinne. Leicht schließt sich dieser Vorstellung eine Priesterbetrugserzählung an, daß die Priester zu ihren Gunsten einen zornigen, durch Rituale versöhnbaren Gott sich erdichteten,wobei nur sie in der Lage wären, diese zu vollziehen, um so das Volk beherrschen zu können. Jesus habe uns nun einfach aufgeklärt und uns von dieser falschen Gottesvorstellung befreit. Da eine solche Aussage aus dem Munde Jesu kein Evangelium bezeugt, heißt es dann, daß Jesus mehr in seiner vorbehaltlosen Zuwendung zu allen Menschen diese Liebe Gottes verkündet habe als durch seine Lehren.

Wird dann aber von uns Menschen Gottes objektive Liebe erst subjektiv im Kreuz von uns erkennbar oder erst in Gänze erkennbar? Wenn sein Kreuzestod für uns eine Heilsbedeutung hätte, dann könnte in diesem Heilswerk Jesu Liebe zu uns erkannt werden: Um uns zu retten, nahm er diesen Tod auf sich. Wenn aber das Kreuz Christi keine Heilsbedeutung hat, dann kann in ihm auch nicht die Liebe Gottes zu uns erkannt werden.

So wird das Heilswerk Christi völlig entleert und bedeutungslos. .