Mittwoch, 22. April 2026

Ewiges Leben- eine Illision, eine Vertröstung und völlig unglaubwürdig?

 Eine Illusion?  Diese Kritik übersieht,daß die Vorstellung von einem postmortalem Leben in allen monotheistischen Religionen und wohl auch in allen anderen eine ambivalente ist, daß das postmortale ein paradisisches oder ein höllisches, verdammtes sein kann. Eine Illusion, eine sehr erfolgreiche über den Tod konstruierte nun der Philosoph Epiktet: "Wenn ich bin, ist der Tod nicht und wenn der Tod ist, bin ich nicht, sodaß es meinen Tod nicht geben kann. Wer sich also vor seinem Tode fürchtet, fürchtet, fürchtet sich vor etwas, was es nicht geben kann!"

Das ist so sinnvoll, als wenn ein Schaf erklärte: "Solange wir nicht glauben, daß der Wolf ein Vegetarier ist, werden wir in Furcht vor ihm leben. Deshalb wollen wir nun glauben, daß er ein Vegearier ist." Keine Illusion ist dagegen der Glaube an eine postmortale Existenz ob der Möglichkeit eines ewig verdammten Lebens.

Eine Vertröstung? Diese Kritik basiert auf der Vorstellung, daß es die eigentliche Aufgabe des Menschen sei, die Welt humaner und gerechter zu gestalten und daß nun der Glaube an ein ewiges Leben ihn von dieser Aufgabe abhält. Nun ist aber die Verheißung des ewigen Lebens an Bedingungen geknüpft, wie wir Menschen zu leben haben, um das ewige Leben zu erlangen. In der christlichen Religion ist das neben der Gottesliebe die Nächstenliebe. Diese Nächstenliebe motiviert so zum Streben nach einer gerechteren Welt. Ein völlig unpolitische gelebte Nächstenliebe würde ihr selbst nicht gerecht werden.

Zudem ist jedes menschliche Streben nach einer gerechten Welt in einer eigenümlichen Aporie befangen: Die vielen gelitten Habenden können keinen Anteil an der noch zu erwirkenden gerechten Welt erlangen und die Verursacher des Leidens der Vielen werden nie zu einer Rechenschaft gezogen.Auch wenn es eine Menschenmöglichkeit wäre, eine vollkommen gerechte Welt  zu erschaffen, wäre sie so notwendigerweise keine vollkommen gerechte. Nur der Glaube an eine allgemeine Totenauferstehung und ein göttliches Endgericht vermag wirklich einer universalistischen Gerechtigkeit Genüge leisten. 

Unglaubwürdig? Warum sollten alle Religionen in diesem Punkte sich irren und nur die Epiktet Zustimmenden nicht. Es kann nicht bewiesen werden, daß es einen Gott gibt, der Menschen das ewige Leben geben will, wenn sie gemäß seinem Willen leben und es kann nicht bewiesen werden, daß das nicht wahr ist. Wie kann nun eine Entscheidung getroffen werden, wenn nicht erkennbar ist, was wahr ist?

4 Möglichkeiten existieren, 2 Möglichkeiten, daß die richtige Entscheidung getroffen wird:

Erstens: Ich entscheide mich dafür, es für wahr zu halten, daß es einen Gott gibt, der uns so das ewige Leben gibt und es ist wahr, daß es so ist.

Zweitens: Ich entscheide mich dafür, das für unwahr zu halten und es ist unwahr.

Es gibt nun 2 Möglichkeiten einer falschen Entscheidung:

Drittens: Ich entscheide , daß das wahr ist und es ist unwahr.

Viertens: Ich entscheide, daß es unwahr ist und es ist wahr.

Zur Kriteriologie

Ich wähle von der dritten und vieten Option die, die in Folge meiner Fehlentscheidung das geingere Übel hervorruft. Wählte ich die dritte Option, hätte ich umsonst gemäß Gottes Willen versucht zu leben,ja hätte  Epiktet recht, würde der sich falsch Entschiedende nie erkennen können, daß er sich falsch entschieden habe, da er tot das nicht mehr erkennen könn.

 wählte ich die vierte Option verlöre ich nicht nur das ewige Leben sondern erlangte ein ewig verdammtes Leben. Deswegen ist es vernünftig, an Gott zu glauben, der uns ein ewiges Leben verheißt, wenn wir gemäß ihm leben, als das nicht zu glauben.

Diese vernünftige Entscheidung zum Glauben ist nun nicht ein Vertrauensglaube im katholischen Sinne, aber ein "kleiner", der dann in den Katholischen Glauben der Kirche hineinwachsen kann. Dem Protestantismus, und nicht nur den Evangelicalen wohnt eine Tendenz inne, den Glauben auf einen Entscheidungsakt zu reduzieren: "Glaub an Jesus, übergib Dich ihm!"aber das ist nicht katholisch.Hier gilt, daß der Glaube ein Wachstumsprozeß ist,in dem der Christ in den Glauben der Kirche hineinwächst. Dafür wäre dann diese vernünftige Entscheidung der erste gute Schritt.

 

  

Dienstag, 21. April 2026

Spurensuche: Vorstellungen von einem postmortalen Leben

Von den Indianen heißt es: sie "haben den Glauben,daß wer ohne Scalp ,ohne Waffen und richtiges Begräbniß aus diesem Leben geht,dort nicht in die ewigen Weidegründe gelangen kann." Karl May.Waldröschen,Bd 1,Erste Abtheilung.Lebendig begraben, S.698.Der Autor bezeichnet hier diese Indianer als "Wilde".da sie nicht zu den christianisierten gehören. So sei der Glaube der indianischen Religion. 

Auf Seite 688 heißt es dazu ergänzend: "Er wird nicht in die ewigen Jagdgründe kommen,denn er wurde von den Thieren gefressen."  "Seine Seele wird bei den unglücklichen Schatten wandeln,die sich vor Kummer und Unmuth verzehren.Der Apache ist verflucht in diesem und im anderen Leben."

Es gibt also auch in dieser Religon die Vorstellung von einem postmortalen Leben und mann glaubt, daß wie man in diesem Leben gelebt hat, die Qualität des postmortalen Lebens bestimmt, ob ein Indianer eingeht in die "ewigen Jagdgründe" oder ein unglückliches Schattendasein führen wird.

Kann diese Vorstellung als eine Invariable aller Religionen angesehen werden und eben nicht als ein Sondergut der christlichen? Drängt sich da nicht der Verdacht auf, daß der Glaube an die Endgültigkeit des Todes eine Hervorbringung dekadenter Zeiten ist,Zeiten des geschwächten Willens zum Leben?

Zudem müßte nicht der Glaube an die Endgültigkeit des Todes fatale Folgen für die Sittlichkeit zeitigen, da egal wie ein Mensch gelebt hat, sein Ende immer das gleiche ist: sein Todsein?

Montag, 20. April 2026

Spurensuche: Grabbeilagen und das Verständnis vom Tode

 Grabbeigaben sind eine übliche Praxis der Beerdigungspraxis zumindest in vormodernen Zeiten.Zwei Deutungen gibt es dazu, daß sie als Gebrauchsgegenstände für das postmortale Leben gedacht sind oder als Begrüßungsgschenke zur Erleichterung des Einganges in das Jenseitsleben.Der Körper des Verstorbenen ruht nun zwar im Grabe, er selbst soll aber irgendwie postmortal leben, vielleicht in einer Unterwelt oder in einer Art Paradies. Diese Dualität läßt sich durch eine dualistische Anthroplogie erklären, daß der Körper im Grabe weilt, die Seele aber postmortem weiterlebt.Aber wie verhalten sich dazu die Grabbeigaben,die doch für das postmortale Leben bestimmt sind, aber im Grabe liegen? Verdoppeln die sich auch,sodaß sie hier im Grabe sind und doch auch jenseitig sind?

Wahrscheinlicher ist es, daß an eine Auferstehung der Toten geglaubt wird, sodaß sie dann die beigegten Grabbeigaben nutzen können, Das  evoziert nun die Frage, was denn mit dem Verstorbenen ist, wenn sie schon gestorben sind und noch nicht auferstanden sind. Dazu geben die Grabbeigben keine Auskunft, denkbar ist aber ein Zwischenzustand der Seele in einer Art Unterwelt.

Sonntag, 19. April 2026

Zur Wiederkehr einer conservativen Ordnungsmacht Europas - eine Orientierungsskizze

 Die Französische Revolution wollte die ganze Welt auf ein neues Fundament stellend neu erschaffen, dem der Vernunft mit seinen der Vernunft evidenten Menschenrechten, um die alte Ordnung des christlichen Abendlandes, die des Thron und Altarbündnisses aufzulösen, stattdessen die Kirche zu verprivatisieren und anstatt der Monaechie die demokratische Republik zu setzen. 

Die hl. Allianz, Preußen, Österreich und  Rußland stellten sich dem conservativ antirevolutionär entgegen ganz im Geiste des christlichen Abendlandes.

Das Ende des 1.Weltkrieges erbrachte den Siegeszug der Ideen der Französischen Revolution, die drei conservatien Mächte wurden selbst revolutioniert.Rußland schlug dabei durch die bolschwistische Revolution und dem  darauf folgendem Stalinismus einen Sonderweg ein, indem es eine auf die Vernunft fundierte totalitäre Ordnung sich gab,die des Marxismus-Leninismus, Unter Lenin vollzogen die Bolschewisten eine Synthese der kommunistischen Ideologie mit dem Feminismus, der Befreiung der Frau aus der Herrschaft der drei Ks: Kinder, Küche, Kirche. Die Abtreibung wurde erlaubt, die Kindererziehung sollte vollständig verstaatlicht werden und so die Ordnung der Ehe und Familie aufgelöst werden. Der Stalinismus löste nun diese Synthese auf und initiierte eine wirklich conservative Familienpolitik: Die Abtreibung wurde verboten , die Familie als das Fundament der sozialistischen Ordnung wieder restituiert. Stalin proklamierte 1941 den großen Vaterländischen Krieg und nahm dabei die Russisch-Orthodoxe Kirche mit ins Boot, die Lenin noch unbedingt bekämpfen woll

So charakterisiert den Stalinismus eine ihm eigentümliche Ambiguität,daß er einerseits linksradical revolutionär war, andererseits Conservatives restituierte, den russischen Patriotismus, die Ordnung der Familie und sein Zugehen auf die russische Kirche.

Deutschland schloß so 1939 den sog.Hitler-Stalin- Pakt, da man meinte, Stalin hätte den auf das Ziel der Weltrevolution ausgerichteten Kommunismus in einen National-Kommunismus transformiert,sodß es ein Nebeneinander des National- Sozialistischen Deutshlandes mit dem National-Kommunistischen Rußland geben,aber 1941 erwies sich das als eine Fehldeutung: Deutschland führte einen Präventievkrieg gegen das sowjetische Projekt, die Revolution durch einen Krieg zu exportieren.

Mit dem Zerfall der sozialistischen Staaten siegte nun endgültig die Französische Revolution.Die siegreiche Ideologie hat sich dabei auch weiterentwikelt: der Feminismus, der von dem Narrativ der vermeintlichen Frauenunterdrückung lebt, über die Radicalisierung des Selbstbestimmungsrechtes in der Genderideologie, der LGBTQ-Bewegung bis zur propagierten Auflösung der Völker und der Nationalstaaten durch die Massenemigration von "Flüchtlingen".

Das Rußland unter Putin stellt dagegen eine conservative Ordnungsmacht dar mit seinem Patriotismus, seiner Ablehnung der heutigen Ideologien des Westens, auch mit seinem Verhältnis zur Russich-Orthodoxen Kirche, einer Art des Thron- und Altarbündnisses.  




 

Samstag, 18. April 2026

"Was tun?" Lenin und eine provokannte katholische Antwort

 Das Rosenkranzgebet "ist das Bittgebet um den Frieden in der Welt und in den Herzen,ein Sühnegebet für die Sünden,ein wirkungsvolles Rettungsggebet für die Seelen,ein heiliges Werkzeug für die Bekehrung der Sünder,das Gebet,das schmerzvolle Herz Mariens tröstet. Kurz gesagt:Das Rosenkranzgebet ist das Sturmgebet der Katholischen Kirche, vor dem die Hölle zitiert."

Papst Pius X sagt, "dass für den Priester nach der heiligen Messe und dem Brevier das Rosenkranzgebet von höchster Bedeutung sei;für den Laien soll der Rosenkranz nach der heiligen Messe den ersten Platz unter den christlichen Andachtsübungen einnehmen."

Fatimanovene,.7.Tag, 13.Oktober 1917 -Parvis Verlag 2009, S.22f,

 Als Christen vertrauen wir weit mehr auf Gott, den Allmächtigen als auf unser Vermögen zum Guten. 

Freitag, 17. April 2026

Luthers (Un)Geist unter den Traditionalisten und unter.....

 Luther müßte begeistert sein, wenn er den Siegeszug seiner Kampfparole:"Konzile können irren" in der heutigen Zeit in der Katholischen Kirche erleben könnte. Demun einen extremen Standpunkt nimmet der ein,der urteilt, daß alle Konzilien die Wahrheit gelehrt hätten, daß dann aber im 2.Vaticnum Irrlehren in der Kirche sich eingeheimatet hätten. die nun zur aktuellen Kirchenkrise führten. Den anderen der, der urteilt, daß endlich erst das 2.Vaticanum die Kirche aus dem Sumpf der kirchlichen Irrtümer befreite oder begann, sie zu befreien. Beide Positionen setzen damit voraus, daß es innerhalb der Kirchengeschichte Phasen gegeben hätte oder gibt, in denen der Hl.Geist die Kirche verlassen hätte, soff daß sie dann in Irrtümer fallen konnte, wenn sie nur noch ein Menschenwerk sei.

Ein einfaches Experiment: Aus dem Fenster schaue ich, sehe,daß es regnet. Ich schreibe nun auf einen Zettel: "Jetzt regnet es!"und hebe diesen Zettel auf, Ein paar Stunden später schaue ich wieder aus dem Fenster und sehe, daß die Sonne scheint, Die vordem wahre Aussage: "Jetzt regnet es!" hat sich entwahrheitet, Vor mir steht ein Baum und ich schreibe: "Hier steht ein Baum!" und ich wende mich um und sehe: "Hier steht ein Strauch!" Auch diese vorherige Wahrheit hat sich entwahrheitet. Sollten wir uns die Wahrheitsfähigkeit von den Lehren der Kirche ähnlich denken, daß jede wahre Aussage zeit- und raumbedingt sich so entwahrheitet? Modernisten scheinen das so zu sehen.

Aber frägt man sie, ob den Kirche anfänglich im Recht war, die Ideologie der Menschenrchte, die Parole der Französischen Revolution: "Freiheit, Gleichheit und Brüderlicdhkeit" zu verwerfen, so lautet das Urteil: "Mitnichten, die Kirche habe nun erst anerkannt, was sie von Anfang an hätte bejahen müssen!"Das gälte eigentlich auch für die Anliegen der Reformatoren, die sie, statt sie zu reprobieren, positiv hätte rezipieren sollen, was nun ja dank des 2.Vaticanumes geschähe. 

Wie konnte dann aber so lange die Kirche sich in so wesentlichen Fragen irren? Das ist nur vorstellbar, wenn Konzilien sich irren könnten, da sie der Hl.Geist verlassen habe. Der Conträrstdandpunkt  stimmt nun Luther auch zu, indem er urteilt, daß dieses Reformkonzil nicht eines aus der Kraft des Hl.Geistes gewesen wäre. Nun wenden Traditionalisten mit guten Argumenten ein, daß in gar Gewichtigem das 2.Vaticanum Lehren verträte, die nicht mit der bisherigen Lehre der Kirche übereinstimme. Die modernistische Auslegung der Texte des Konziles bestätigt dann auch diese Kritik.

Grundsätzlich gilt: Texte sind polyinterpretabel. Das schlichte Kommunikationsmodell des Senders, der eine Botschaft vermittelt, die dann der Leser eindeutig verstehen kann, scheitert an jedem komplexen Text. Die Erfahrung zeigt, daß es soviele Bibelstellendeutungen gibt, wie es Leser gibt. Jede Deutschunterrichtsstunde zeitigt das Resultat, daß es keine eine wahre Auslegung eines literarischen Textes gibt, 

Es bedarf einer Auslegungsnorm, um angemessene von nichtangemessenen Interpretationen zu distinguieren. Die Auslegungsnorm der Texte des 2,Vaticanumes ist nun die, daß als wahr nur eine beurteilt werden kann, die die Texte als übereinstimmend mit der bisherigen Lehre auslegen. Faktisch wird aber anders ausgelegt, daß die Texte sich in einem Widerstreit zur bisherigen Lehre befänden sodaß entweder die Tradition oder die jetzigen Texte falsches lehren. Unbestreitbar ist eine Auslegung, die die Reformkonzilstexte als übereinstimmend mit der Traad ition liest, keine leichte Aufgabe, aber nur eine solche kann als wahrhaft katholisch beurteilt werden. Die Alternative dazu ist, daß wir Luther zustimmen, daß die Kirche sich in wesentlichen Lehren irren kann.

 

 

Donnerstag, 16. April 2026

"Wir haben Gott getötet!" ein obskurer Deutungsversuch

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Aber fragen wir: War Kaiser WilhelmII nach seinem erzwungenen Rücktritt und seinem niederländischen Exil nicht ein "toter" Kaiser, der nur noch als ein Privatmensch in seinem Exil lebte? Zu dem Kaisersein gehört konstitutiv daß er einerseite als Kaiser regiert und als so regierender von dem Volke anerkannt wird, Als in der Revolution am Ende des 1.Weltkrieges er nicht mehr als unser Kaiser anerkannt wurde, endete sein Kaisertum, es war revolutionär ermordet worden, aber als ein Privatmensch überlebte er.

Könnte man dann in einer Analogie dazu sagen, daß Gottes Gottsein nicht mehr anerkannt er zu einem Privatgott abgewertet wurde, daß er so entthront worden ist? Das evoziert nun eine sehr schwierig zu respondierende Frage: Welche Bedeutung hat das Nichtanerkennen Gottes für Gott selbst? Die traditionelle Vollkommenheitslehre Gottes müßte darauf antworten: "Keine!" Denn Gott wird hier als sich selbst so vollkommen genügend gedacht, er ist vollkommen saturiert, daß jede seiner Beziehungen zu anderen als ihm selbst, keine konstitutive Bedeutung haben kann.Diese gründet sich in der aristotelischen Handlungstheorie, daß jedes Handeln ein Gut erstrebt, das nur erstrebt wird, weil es dem Handelnden fehlt. Jedes Handeln ist so motiviert durch ein dem Handelnden innewohnenden Mangel.Gottes Besonderheit ist nun, daß ihm an nichts mangelt und er so nie handelt. So bewegt Gott nach diesem Philosophen alles andere auch nur, wie eine schöne Frau Männer dazu motiviert, ihr den Hof zu machen.Seine Anziehung zieht an und bewegt so alles.

In der traditionellen Gotteslehre wird die Vollkommenheitslehre Gottes expliziert, bevor seine Dreieinigkeit thematisiert wird,wodurch der Eindruck entstehen kann, daß Gott ganz unabhängig von seinem Dreieinssein schon vollkommen wäre und sich als reine Selbstbeziehung ohne die auf seinen Sohn und den Heiligen Geist schon genügen werde, er sei so schon saturiert. Das entwertet die Dreieinigkeir Gottes zu einem kontingnten Zusatz zu ihm. Im interreligiösm Dialog wirkt sich das vorteilhaft aus: Wir glauben monotheistisch alle an den einen Gott, seine Dreifaltigkeit ist eben ein letztlich überflüssiger Zusatz der christlichen Theologie.

Gott wird als die Liebe gedacht, das ist eine zentrale Vorstellung der christlichen Religion.Es glt nun, diese Liebe denkerisch zu begreifen. Gottes Liebe ist nicht einfach eine der reinen Selbstezüglichkeit sondern eine, die einen anderen setzt, seinen Sohn und die gesetztr  Differenz aufhebt durch seine Liebe zu seinem Sohn und die Liebe des Sohnes zum Vater. Das ist das Fundament des innertrinitarischen Lebens Gottes.

Gottes Liebe ist also eine, die anderes als sich selbst setzt und diese gesetzte Differenz dann in der wechselseitigen Liebe aufhebt, Das gilt nun in ähnlicher Weise auch für das Wirken Gottes nach außen, für seine Schöpfung. Zu Gottes Liebe gehört die Differenz von ihm zu seiner Schöpfung, sie ist nichtgöttlich und die Aufhebung dieser Differenz durch die wechselseitige Liebe. Gott kann so unser "Nein" zu seiner Liebe nicht gleichgültig ihn untangiert sein lassend sein, Das "Nein" berührt, ja verletzt gar Gott selbst, 

Man könnte vielleicht in einer sehr gewagten Analogie das "Nein" zu Gottes Liebe als den revolutionären Versuch deuten, nun auch Gott zu privatisieren, ihn ins Exil zu schicken: Nicht mehr soll er uns re

Aber fragen wir: War Kaiser WilhelmII nach seinem erzwungenen Rücktritt und seinem niederländischen Exil nicht ein "toter" Kaiser, der nur noch als ein Privatmensch in seinem Exil lebte? Zu dem Kaisersein gehört konstitutiv daß er einerseite als Kaiser regiert und als so regierender von dem Volke anerkannt wird, Als in der Revolution am Ende des 1.Weltkrieges er nicht mehr als unser Kaiser anerkannt wurde, endete sein Kaisertum, es war revolutionär ermordet worden, aber als ein Privatmensch überlebte er.

Könnte man dann in einer Analogie dazu sagen, daß Gottes Gottsein nicht mehr anerkannt er zu einem Privatgott abgewertet wurde, daß er so entthront worden ist? Das evoziert nun eine sehr schwierig zu respondierende Frage: Welche Bedeutung hat das Nichtanerkennen Gottes für Gott selbst? Die traditionelle Vollkommenheitslehre Gottes müßte darauf antworten: "Keine!" Denn Gott wird hier als sich selbst so vollkommen genügend gedacht, er ist vollkommen saturiert, daß jede seiner Beziehungen zu anderen als ihm selbst, keine konstitutive Bedeutung haben kann.Diese gründet sich in der aristotelischen Handlungstheorie, daß jedes Handeln ein Gut erstrebt, das nur erstrebt wird, weil es dem Handelnden fehlt. Jedes Handeln ist so motiviert durch ein dem Handelnden innewohnenden Mangel.Gottes Besonderheit ist nun, daß ihm an nichts mangelt und er so nie handelt. So bewegt Gott nach diesem Philosophen alles andere auch nur, wie eine schöne Frau Männer dazu motiviert, ihr den Hof zu machen.Seine Anziehung zieht an und bewegt so alles.

In der traditionellen Gotteslehre wird die Vollkommenheitslehre Gottes expliziert, bevor seine Dreieinigkeit thematisiert wird,wodurch der Eindruck entstehen kann, daß Gott ganz unabhängig von seinem Dreieinssein schon vollkommen wäre und sich als reine Selbstbeziehung ohne die auf seinen Sohn und den Heiligen Geist schon genügen werde, er sei so schon saturiert. Das entwertet die Dreieinigkeir Gottes zu einem kontingnten Zusatz zu ihm. Im interreligiösm Dialog wirkt sich das vorteilhaft aus: Wir glauben monotheistisch alle an den einen Gott, seine Dreifaltigkeit ist eben ein letztlich überflüssiger Zusatz der christlichen Theologie.

Gott wird als die Liebe gedacht, das ist eine zentrale Vorstellung der christlichen Religion.Es glt nun, diese Liebe denkerisch zu begreifen. Gottes Liebe ist nicht einfach eine der reinen Selbstezüglichkeit sondern eine, die einen anderen setzt, seinen Sohn und die gesetztr  Differenz aufhebt durch seine Liebe zu seinem Sohn und die Liebe des Sohnes zum Vater. Das ist das Fundament des innertrinitarischen Lebens Gottes.

Gottes Liebe ist also eine, die anderes als sich selbst setzt und diese gesetzte Differenz dann in der wechselseitigen Liebe aufhebt, Das gilt nun in ähnlicher Weise auch für das Wirken Gottes nach außen, für seine Schöpfung. Zu Gottes Liebe gehört die Differenz von ihm zu seiner Schöpfung, sie ist nichtgöttlich und die Aufhebung dieser Differenz durch die wechselseitige Liebe. Gott kann so unser "Nein" zu seiner Liebe nicht gleichgültig sein, kann ihn nicht tangieren. Das "Nein" zu Gott könnte so auch gedeutet werden als den revolutionären Versuch, Gott selbst zu privatisieren, ihn zu exilieren, weil nun wir selbst   nun sein Regieren übernehmen wollen., Diese Verprivatisierung Gottes könnte dann auch etwas eigentümlich aber nicht sinnwidrig als seine Tötung gedeutet werden. 

Wichtig ist mir dabei die These, daß unser "Nein" zu Gott, wir haben ihn entthront, nicht nur negative Folgen für uns hat, sondern auch Gott berührt in seiner Liebe, die konstitutiv eine zu anderen als sich selbst ist, die dabei die Differenz aufhebt in der Gemeinschaft der Gottesliebe, der Kirche. Die Beziehungen zu uns Menschen ist so etwas ihm nicht Äußerliches sondern in seiner Entsprechung zur innertrinitarischen Liebe etwas Konstitutives. Der Überreichtum der göttlichen Liebe drängt ihn zur Liebe zu den Menschen, die nun um seiner Liebe willen zuvörderst ihn zu lieben haben.

Zusatz

Ist die Ablegung der päpstlichen Tiara ein Symbol für eine solche Verprivatisierungstendenz Gottes?