Sonntag, 22. März 2026

Deregulierung- die Wunderwaffe gegen alle Mißstände in der Welt auch in der Kirche und der Politik?

 

Deregulierung- die Wunderwaffe gegen alle Mißstände in der Welt auch in der Kirche und der Politik?



Keine Kampfparole kommt ohne ihr Feindbild aus, in diesem Falle erfreut sich der Terminus der Bureaukratie größter Beliebtheit: Die Wirtschaft und überhaupt wir alle als Bürger leiden an einem Zuviel an bureaukratischen Vorschriften: Das Leben würde durch sie geradezu stranguliert. So müsse ein rabiater Vorschriftenabbau initiiert werden. Bertold Brechts kluge Bemerkung, daß schlechte Zeitungen kein Argument für deren Abschaffung sondern für dessen Verbesserung seien, finden in (neo)liberalen Zeiten wenig Gehör, daß also nicht die Vorschriften das Übel an sich seien sondern deren Qualität.

Einst lebten wir Menschen unsere Sexualität oder für romantisch Eingestelltere die Liebe unreglementiert natürlich, bis daß sie zum Opfer einer Moralbureaukratie wurde, die in ihrer Reglementierungslust alles und jedes verbot, was den Menschen eine Freude bereitete. Die Euphorie für die Ethnologie verdankte sich der Sehnsucht nach noch natürlich lebenden Völkern, die unreglementiert noch glücklich leben konnten in ihrer freien „Liebe“.

Im Bereich der Politik triumphiert nun auch das Projekt der Deregulierung: Die USA und Israel legen das Völkerrecht als verstaubt ad acta,indem sie nun einfach das natürliche Faustrecht repristinieren: Dem Mächtigen ist alles erlaubt,nur Schwache müssen sich an die von den Mächtigen ihnen diktierten Vorschriften halten. Das Völkerrecht erlaubt den Krieg als ein Mittel der Politik gemäß der auch von der Kirche bejahten Lehre vom „gerechten Kriege“. Der jetzige Angriffskrieg gegen den Iran ist eindeutig nicht durch das Völkerrecht legitimierbar und auch seine Befürworter bestreiten das nicht, wie etwa Kath net: Aber im Kampf gegen das Böse sei eben alles erlaubt! Wir erleben so das Ende der Epoche der regulierten Weltpolitik. Allerdings müssen die Nichtmächtigen weiter an Gesetz und Ordnung sich halten, nur die Großen nicht.

Das verleitet nun zu dem Bedenken, ob etwa eine Deregulierung der Wirtschaft: Mehr freier Markt, weniger staatliche Vorschriften auch nur den Mächtigen zu Lasten der Schwächeren dienen wird.Den auch in den zwei anderen Bereichen, dem der Sexualität und dem der Politik führt eine Deregulierung doch nur zum (natürlichen)Recht des Stärkeren.Wer die Macht hat, den Anderen zum Sex zu zwingen, darf das, so lautet das Credo des Radicalaufklärers de Sade und wer die Macht hat,Kriege zu führen in der Hoffnung, sie auch zu gewinnen, darf sie auch führen.

Im Raume der Theologie und Kirche sollte es so auch jedem freigestellt werden,zu glauben, was er wolle, solange nur die Kirchensteuer bezahlt wird.Eine solche Deregulierung der Theologie ist so nun doch das Kernanliegen der liberalen Theologie und der Kirchenreformer. Am besten wäre doch die gänzliche Abschaffung der Morallehre, sodaß der Christ nur die staatlichen Gesetze zu befolgen hätte, die als demokratisch gesetzte die einzig legitimen seien.

Daß das Recht des Stärkeren, der menschliche Naturzustand, den es faktisch aber nie gab, da wir unser Leben immer kulturell gestaltet haben, der Idee des Gemeinwohles dysfunktional gegenübersteht, ist offenkundig, da die Recht das des Egoismus ist.

Daß Regeln und Vorschriften dem Ziele einer vernünftigen Regulierung dienen sollen, auch wenn dann nicht alle Gesetze dem gerecht werden, darf nicht vergessen werden im Taumel der Begeisterung für das Ideal der Deregulierung.Unreguliert zu leben, ist eben unvernünftig. Gott selbst hat ja aus Liebe zu uns Menschen die Gebote und Satzungen gegeben, damit wir gut leben können, nicht um uns zu bevormunden. Und dieser Gott regiert uns auch durch die staatlichen wie durch die kirchlichen Gesetze und Vorschriften, was aber leider nicht ausschließt, daß schlechte Gesetze gegeben werden können, die dann aber es gilt, sie zu verbessern, statt von einer Gesetzeslosigkeit zu träumen.







Samstag, 21. März 2026

Eine kritische Anmerkung zum Kreuzweg des „Gotteslobes“

 

Eine kritische Anmerkung zum Kreuzweg des „Gotteslobes“



In der 2.Station des Kreuzweges: „Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern“ („Gotteslob“, 9.Auflage 1988, 775) heißt es: „Herr Jesus, du hast willig das Kreuz getragen,das die Sünde der Menschen dir auferlegt hat.“ Daß er „willig“ sein Kreuz auf sich genommen hat, gründet sich in dem Philipperhymnus, daß er „gehorsam bis zum Tode am Kreuze“ (Philipper 3,8) gewesen war- aber wem war Jesus denn nun so gehorsam? Hat die Sünde ihm das Kreuz auferlegt,sodaß er ihr gehorchend nun sein Kreuz trug? Nein, Gott, sein Vater legte ihm das Kreuz auf seine Schultern, damit er so die Sünde aller Menschen büße.

Nun heißt es aber auch in der 2.Station: „Er will den Kelch trinken,den der Vater reicht,“ Um Gottes Gerechtigkeit willen vergibt Gott nicht einfach in einer Generalamnestie allen Menschen ihre Sünden, sondern seine Gereechtigkeit fordert eine der von uns Menschen begangenen und begangen werdenden Sünde gemäße Strafe, die nun der Sohn Gottes auf sich selbst nahm, um uns von der Strafe Gottes zu befreien. Das Maß seines Kreuzesleidens ermaß sich aus dem Maß der Sünde aller Menschen, aber das Kreuz selbst legte der Vater ihm auf.

Nun steht in der 4.Station: Jesus begegnet seiner Mutter“: Noch immer leidet Christus in unserer Welt, in den Gliedern seines Leibes, in seinen Brüdern und Schwestern. Mit ihnen leidet Maria, seine und unsere Mutter.“ Leiden also Maria und diese Geschwister wie Jesus Christus, weil Gott es will, daß diese so für die Sünde der Menschen zu leiden haben um der Versöhnung der Gerechtigkeit Gottes willen?

Liest man den Text der 4.Station des Krezweges, suggeriert er doch eher, daß diese, weder Maria noch die Brüder und Schwestern leiden sollten, daß der Text so an seinen Leser appelliert, daß dieses Leiden nicht sein sollte. Nur, Jesu Leiden am Kreuze war ein von Gott gewolltes, das der Sohn Gottes gehorsam auf sich nahm. Soll das nun so auch für die Gläubigen gelten, daß auch sie so gehorchend ihr Kreuz zur Genugtuung der Gerechtigkeit Gottes zu tragen haben? Von dem Kreuz Christi wird nun eindeutig in der 9.Station: „Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz“ gesagt: „Doch er will das Werk vollebden,das der Vater ihm aufgetragen hat.“

Soll nun diese Aussage des Aufgetragenseins des Kreuzes für jedes Kreuz gelten, das ein Christ in der Nachfolge Christi zu tragen hat? Das Gebot der Nächstenliebe legte es doch näher, die Not leidender Christen abzuwenden zu helfen, als in ihrem Leid einen Beitrag zur Versöhnung mit Gottes Gerechtigkeit wahrzunehmen. Wenn aber in Predigten es heißt, in den leidenden Mitmenschen den leidenden Christus zu recognizieren, dann bedeutete das, nähme man das ernst, daß dies Leiden auch eines uns zum Heile wäre.

Der Apostelfürst Paulus schreibt in seinem Kolosserbrief: „Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleische, was an den Leiden Christi noch fehlt,für seinen Leib, das ist die Kirche.“ (1,24). Soll das nun für jedes Leiden gelten, das einem Christen in seinem Leben widerfährt? Oder wird es nur ein solches Ergänzungsleiden, wenn es ein Christ so als ein Ergänzungsleiden annnimmt und Gott so aufopfert?

Kein Mensch will leiden und kein Mensch soll leiden, das könnte als wohl von allen Menschen anerkannte Position zum Leiden angesehen werden. Nun sagt aber die christliche Religion über das Leiden Christi etwas völlig anderes, wie es auch wder Kreuzweg des „Gotteslobes“ ausdrückt. Verwirrend wird es nun aber, wenn von dem Leiden der Christen in ihrer Kreuzesnachfolge geschrieben wird: Leiden wir Christen dann auch so, daß Gott uns diesen Kelch des Leidens uns zu trinken aufgibt, oder ist das Leiden eher ein Appell an uns, dem leidenden Mitchristen in seiner Not zu helfen?

Diese Unklarheit läßt sich aus dem Kreuzweg des Gotteslobes nicht wegexegetisieren, denn er ist selbst in der Theologie des Kreuzes grundgelegt in der Spannung von dem, der ein Mal für unsere Sünden gestorben ist und der Kreuzesnachfolge, wenn isb in jedem Leidenden Christus als der Leidende recogniziert werden soll.Es scheint so, als wenn einmal das  Kreuz Christi allein heilgenügsam, dann, daß es ergänzungsbedürtig wäre.

Donnerstag, 19. März 2026

Fast vergessende Wahrheiten über Maria und ihrem Bräutigam, dem hl. Joseph

 

Fast vergessende Wahrheiten über Maria und ihrem Bräutigam, dem hl. Joseph



Es ist wohl der Selbstverprotestantisierungstendenz innerhalb der Katholischen Kirche verschuldet, daß dieses so bedeutsame Protoevangelium des Jakobus kaum noch bekannt und schon gar nicht mehr ernst genommen würde, als gälte nun auch in der Kirche die Parole: „Allein die Schrift“, sodaß die Tradition man zu verachten begann, isb wenn deren Gehalte aus der säkularitischen Weltsicht als zu anstößig empfunden werden, wenn Gott eben in die Wirklichkeit eingreifend im Zentrum steht, daß er Wunder wirkt.

Deshalb zitiere ich hier aus diesem Werk, da wohl kaum ein Leser diesen so gewichtigen Text zu seinen Händen hat!

7 Die Vorstellung der Maria im Tempel

1 Und dem Kind wurden die Monate hinzugefügt. Und das Kind wurde zweijährig, und Joachim sagte: "Lassen wir sie in den Tempel des Herrn hinaufgehen, damit wir das Versprechen erfüllen, das wir gelobt haben, damit nicht der Herr gegen uns zürnt und unsere Gabe nicht angenommen wird." Und Anna sagte: "Lass uns das dritte Jahr abwarten, damit sie nicht nach Vater oder Mutter verlangt." Und Joachim sagte: "Lass uns abwarten." 2 Und als das Kind drei Jahre alt wurde, sagte Joachim: "Lass uns die Töchter der Hebräerinnen rufen, die Unbefleckten." Und lasst sie jede mit einer brennenden Fackel stehen, damit sie sich nicht nach hinten wendet und ihr Herz sich nicht vom Tempel des Herrn abwendet. Und so verfuhren sie, bis sie in den Tempel des Herrn hinaufgingen. Und der Priester des Herrn nahm sie entgegen, küsste sie, segnete sie und sagte: "Gott der Herr, hat deinen Namen in allen Generationen groß gemacht. Durch dich wird der Herr den Söhnen Israels die Erlösung offenbaren am letzten der Tage." 3 Und er setzte sie auf die dritte Stufe des Altars, und Gott, der Herr, legte Gnade auf sie, und sie tanzte mit ihren Füßen, und das ganze Haus Israels liebte sie.



III Maria und Joseph (Kapitel 8-10)

8 Marias Frauwerdung

1 Und ihre Eltern gingen hinab, staunend und lobpreisend und verherrlichend Gott den Herrn, weil er sich nicht von ihnen abgewandt hat. Maria war aber im Tempel des Herrn, wie eine Taube, die genährt wird, und sie erhielt Nahrung aus der Hand eines Engels. 2 Als sie zwölf Jahre alt geworden war, hielten die Priester einen Rat und sagten: "Siehe, Maria ist zwölf Jahre alt geworden im Tempel des Herrn. Was sollen wir also mit ihr tun, damit sie das Heiligtum Gottes, unseres Herren, nicht verunreinigt." Und die Priester sagten zu ihm: "Du stehst am Altar des Herrn. Geh hinein und bete für sie, und was auch immer der Herr, dein Gott, dir offenbart, das werden wir tun." Der Priester nahm die zwölf Glöckchen 5, ging hinein in das Allerheiligste, und betete für sie. Und siehe, ein Engel des Herrn trat hervor und sagte: "Zacharias, Zacharias, geh hinaus und rufe die Witwer des Volkes zusammen, und lasst sie einen Stab mitbringen, und dem, dem Gott, der Herr, ein Zeichen zeigt, dem wird sie zur Frau." Und die Herolde gingen hinaus in die ganze Umgebung von Judäa, und die Posaune des Herrn ertönte, und siehe, alle liefen herbei.

9 Maria und Joseph

1 Josef, der das Beil weggelegt hatte, ging selbst hinaus, um ihnen entgegenzukommen, und als sie sich versammelt hatten, gingen sie gemeinsam zum Priester, indem sie die Stäbe nahmen. Der Priester nahm die Stäbe von ihnen, ging in den Tempel und betete. Nachdem er das Gebet beendet hatte, nahm er die Stäbe, ging hinaus und gab sie ihnen zurück. Und es war kein Zeichen an ihnen. Den letzten Stab nahm Josef, und siehe, eine Taube kam aus dem Stab hervor und setzte sich auf den Kopf Josefs. Und der Priester sagte: "Josef, Josef, du bist dazu bestimmt worden, die Jungfrau des Herrn zu nehmen und sie für ihn zu bewahren." 2 Und Josef entgegnete und sagte: "Ich habe Söhne und bin ein alter Mann, sie aber ist jung. Vielleicht werde ich zum Gespött für die Söhne Israels." Und der Priester sagte: "Josef, fürchte den Herrn, deinen Gott, und erinnere dich daran, was Gott Dathan, Abiram und Korach getan hat: wie sich die Erde öffnete und alle verschlungen wurden wegen ihres Widerspruchs. Und nun, fürchte dich, Josef, damit dies nicht in deinem Haus geschieht." 3 Und Josef, voller Ehrfurcht, nahm sie zu sich, um sie für ihn [den Herrn] zu bewahren, und er sagte zu ihr: "Maria, ich habe dich aus dem Tempel des Herrn aufgenommen, und nun lasse ich dich in meinem Haus zurück. Denn ich gehe fort, um Gebäude zu errichten. Und ich werde [wieder] zu dir kommen. Der Herr wird dich behüten."



Solche Texte machen den Reichtum der Kirche aus! Eine "Frucht" des Hyperkritizismus und des Priesterbetrugsnarratives ist der Generalverdacht, daß jede Traditionsbildung stets eine Verfälschung des Ursprünglichen sein soll, die so das Traditionsgut der Kirche entwertet wie dies so wunderbare Werk, das "Vorevangelium" des Jakobus. Grundlegend für dieses Werk ist die Einsicht in die Herkunftbesimmtheit jedes Menschen: Auch von Jesus mußte man, wenn man ihn erkennen wollte, sowohl den Vater, Gott also auch seine Mutter Maria kennen. Dies "Vorevangelium" trägt also das ganze Wissen um die Gottesmutter zusammen, damit seine Leser so ihren Sohn erkennen können. Maria hat so schon ab ihrem 3.Lebensjahr ihr Leben ganz Gott geweiht als eine Tempeljungfrau, die dann unter den Schutz Josephs gestellt wurde, um die Mutter Gottes zu werden. 



Erlöst durch Gottes Liebe oder durch das Leiden Christi?

 

Erlöst durch Gottes Liebe oder durch das Leiden Christi?


Mel Gibsons Jesusfilm: „Die Passion“ gehört wohl zu den meistdiskutierten und umstrittensten Jesus Filmen. Von linksliberaleren Kräften hagelte es nur so an Vorwürfen, hauptsächlich dem des Antisemitismus, Ganz offiziös wurde dieser Film gar gemaßregelt: „Eine gemeinsame Erklärung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, und des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, äußert sich jedoch kritisch zum Film: „Mit dieser drastischen Darstellung verkürzt der Film die Botschaft der Bibel auf problematische Weise. Der Film birgt die Gefahr in sich, das Leben Jesu auf die letzten zwölf Stunden zu reduzieren.“ Ein weiteres Problem liege in der Darstellung der beteiligten Juden. Die Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung bemerken die Möglichkeit einer antisemitischen Instrumentalisierung.“ 1

Einem Film über die Passion Jesu Christi den Vorwurf zu machen, er kapriziere sich auf seine Passion, zeigt das beeindruckende Niveau der damaligen Kritik.Wenn dem Film der Vorwurf des Antisemitismus gemacht werden kann, dann müßte man ihn an die vier Evangelien weiterleiten, den deren klare Tendenz, primär den Juden, bzw den damaligen Klerikern die Hauptschuld zuzuschreiben, spiegelt dieser Film einfach wider.

Aber der Vorwurf der Verkürzung ist in sich doch recht gehaltvoll, darum soll er hier erläutert werden: Die zentrale Heilsaussage der christlichen Religion lautet, daß wir durch das Kreuzleiden Christi erlöst worden sind. Aber genau diese Kernbotschaft ist seit dem Bemühen der Theologie, sich aufkärungskompatibel umzugestalten, in die Kritik geraten. Für den Aufklärungsphilosophen Kant ist die Vorstellung einer Erlösung durch ein Sühnopfer eine vernunftwidrige Absurdität.

Hedwig Courths Mahlers Roman: „Durch die Liebe erlöst“, sehr schön verfilmt,ist so faktisch zu der Alternative zur traditionellen Kreuzestheologie avanciert: Die Liebe Gottes erlöst uns. Genau genommen wird so das Kreuz Christi als sein Erlösungswerk völlig überflüssig, denn unsere Erlösung bestand und besteht eigentlich in unserer Aufklärung, daß Gott nie aufgehört habe, uns zu lieben und daß er uns immer auch lieben wird. Irgendwie kann dann noch versucht werden, das Kreuz Christi mit dieser Liebe in Einklang zu bringen, etwa, daß Jesus die Verkündigung des Liebesgottes so wichtig war, daß er auch durch Gewaltandrohungen nicht sich abhalten ließ, den Liebesgott zu verkünden, oder daß etwa Gottes Liebe darin bestünde, nicht mit Gegengewalt auf die Gewalt der Römer zu reagieren, daß Gott also eine Strategie der Gewaltdeeskalation praktiziert hätte. Gern werden Karfreitagspredigten dann noch mit Phrasen dekoriert, etwa, daß Gott uns seine Liebe im Kreuz Christi erwiesen habe, ohne daß dann irgendwie geklärt wird, was man sich dabei denn denken solle.

Dieser Passionsfilm hat nun eine klare Aussage, daß wir durch das Leiden Christi erlöst worden sind. Jesu wird versucht: „Glaubst Du, daß Du diesen Kelch wirklich auszutrinken vermagst?“ Eine klare Gerechtigkeitsidee liegt dem zugrunde, daß der Schwere der Sünde, der Sünden aller Menschen, der einstigen, der jetzigen und der zukünftigen die Schwere der Strafe entsprechen müsse, daß ein ausgewogenes Verhältnis erwirkt werden muß auf der Waage der Gerechtigkeit. Kann Jesus Christus wirklich dieses Maß an Strafe in der Gestalt seines Leidensmüssens ertragen?

Der Film zeigt uns nun in seiner kraftvollen Bildersprache, daß Jesus wirklich dieses Maß an Strafe erlitten und ausgehalten hat, sodaß wir dadurch erlöst wurden.

Wenn ein Arzt seinen Beruf auch um der Nächstenliebe willen erwählt hat, so heilt ein Chirug doch seine Patienten nicht durch seine Nächstenliebe sondern durch sein ärztliches Handeln, daß er den Patienten operiert. Die Liebe motiviert ihn dann zu dem Operieren, aber die Heilung verdankt der Patient der Operation, nicht einfach der Liebe zu ihm. So hat auch Jesu Christi Liebe zu uns ihn dazu motiviert, für uns am Kreuze zu sterben, aber sein Kreuzesleiden hat uns erlöst, nicht einfach seine Motivation.

Die Filme David Hamiltons zeichnet auch eine klare Botschaft aus: „Die Schönheit erlöst die Welt“, wie es Dostojewski in seinem Roman : „Der Idiot“ sagen läßt. Die ästhetische Qualität seiner Filme ist nun, daß es in ihnen gelingt, diesen Gehalt in eine überzeugende Bildersprache zu übersetzen. Als Photograph hat er ein Blick für schöne Bilder, sodaß seine Filme wie eine Aneinanderreihung wunderschöner Bilder erscheint.

Der Passionsfilm zeichnet sich genau durch diese Qualität der Hamiltonfilme aus: seine Bildsprache!

Manche Kritik des Passionsfilmes behandelt diesen Film, als wenn er ein Hörspiel wäre, da die Bildsprache völlig vernachläsigt wird. Aber gerade in ihr manifestiert sich die Erlösungsbotschaft dieses Filmes. Dabei mußte eben eine andere Bildsprache konzipiert werden als für einen Hedwig Courths Mahler Film: „Durch Liebe erlöst“ oder wenn man einen Film über das Dictum: „Schönheit erlöst die Welt“ schaffen wollte. M.E gelingt das den Filmen David Hamiltons.

Das Faszinierende des Passionsfilmes ist es nun, daß hier wirklich eine Bildsprache konzipiert worden ist, die genau diese Erlösungsvorstellung zum Ausdruck bringt in einzigartiger Qualität! Und genau das ist auch des Pudels Kern seiner Kritik: Man sähe lieber einen Liebesfilm, daß wir durch die Liebe erlöst im Sinne Courths Mahlers.

1Wikipedis: Mel Gibson: Die Passion.

Dienstag, 17. März 2026

Obskurantistisches zur Karfreitagsliturgie – oder wie war das mit den Juden und dem Karfreitag?

 

Obskurantistisches zur Karfreitagsliturgie – oder wie war das mit den Juden und dem Karfreitag?



Auch in der heutigen Kirche des Relativismus und des irgendwie weiß man nichts Gewisses über Gott gibt es noch unangefochtene Wahrheiten: Wie immer nun auch eine Mitschuld der christlichen Religion an dem Holocaut bestimmt wird, gilt es als Dogma, daß die Kirche keine Judenmission mehr betreiben dürfe und deswegen auch auf keinem Falle für ihre Bekehrung zum christlichen Glauben in der Karfreitgsliturgie beten dürfte. (Daß in der Ordnung der „Tridentinischen Messe“ in der Karfreitagsliturgie so gebetet wurde und wird, war und ist ja auch eines der Hauptargumente wider eine Wiederzulassung der „Alten Messe“.

Das Beten um eine Bekehrung zum christlichen Glauben sei also eine Sünde, wenn so für die Juden gebetet würde. Die Begründung ist nun wirklich so absurd, daß sie unglaublich erscheinen müßte, würde sie nicht wirklich so vertreten und das nicht nur im chritlich- jüdischen Dialog: Dem jüdischen Volke ist im Holocaust das allerschlimmste unvergleichliche Verbrechen angetan worden. Die christliche Religion habe an diesem Verbrechen eine wie auch immer näher bestimmte Mitschuld. Deswegen dürfe sie jetzt im Geiste einer „Theologie nach dem Holocaust“ keine Judenmission mehr betreiben.

Was hat denn nun der Holocaust mit der Judenmission zu tuen? Steht der Holocaust für den Vernichtungswillen des jüdischen Volkes so ist das Ziel der Judenmission das der Rettung des jüdischen Volkes durch den wahren Glauben. Ergo: Weil die Kirche irgendwie mitverantwortlich für den Vernichtungswillen des jüdischen Volkes gewesen sei, dürfe es nun nicht dies Volk durch die Mission retten wollen. Absurder geht es wirklich nicht mehr!

Wenn nun theologisch doch ein Nein zur Judenmission legitimiert werden soll, muß gelehrt werden, daß der christliche Glaube für das jüdische Volk nicht heilsnotwendig sei. Zwei Versionen sind dabei konstruierbar: Erste Version: Jesus Christus sei objektiv auch für das jüdische Volk gestorben am Karfreitag, und es bedürfte nicht des Glaubens an dies Heilsereignisses, da es ihm objektiv gälte, auch wenn es nicht daran glaubte.Zweite Version: Jesus Christus sei nur für die Heiden gestorben, dem jüdischen Volke reiche hinreichend ihre Art der Gottesverehrung zu ihrem Heile.

Beide Versionen sind nun aber weder mit dem Zeugnis der hl.Schrift noch mit der Lehre der Kirche vereinbar. Darum wird eine „Theologie nach dem Holocaust“ eingefordert, die der Lehre der Kirche, basierend auf der hl. Schrift und der Tradition widerspricht. Der Holocaust avanciert damit zu der bedeutsamsten Quelle der Lehre der Kirche, die sogar als wichiger als alle anderen Quellen, die natürliche Gotteserkenntnis, die hl. Schrift, die Tradition und die Lehre der Kirche zu bewerten sei.

Ja, die Annahme der christlichen Religion soll gar für einen Juden nicht nur etwas nicht Heilsnotwendiges sein, sondern etwas für ihn Negatives sein. Die Kirche solle ihm vor seiner Bekehrung bewahren, denn für ihn sei es besser, in der jüdischen Religion zu verharren oder als ein Atheist zu weiterzuleben als ein Christ zu werden. Der Heilnd hat so dem Saulus geschadet, ihm etwas Negatives angetan, als er ihn vor Damaskus zum christlichen Glauben bekehrte. Jesus hätte nämlich nur Heiden zu seinen Schülern berufen dürfen, da für einen Juden die christliche Religion nicht nur etwas Überflüssiges sondern gar etwas Negatives sei.

(Inzwischen ist aber die Mehrheitsmeinung selbst innerhalb der Kirche die, daß jeder in seiner Religion verharren solle, da jede wie auch die christliche ihm ein Weg zu seinem Heile sei und daß selbst ein Atheist das Heil erlangen könne, lebte er nur nach seinem Gewissen!)

Eine weitere eigentümliche Konsequenz des Holocaustes ist nun das Dogma, daß Juden immer nur als Opfer von Gewalt und niemals als Täter anzusehen seien. Deswegen muß nicht nur in den Karfreitagspredigten die Alleinschuld des Römischen Staates an der Hinrichtung Jesu herausgearbeitet werden und die völlige Unschuld der Juden, vielleicht mit der Ausnahme von den machtgierigen jüdischen Klerikern.(Das war auch einer der Hauptgründe der Verdammung des Filmes: „Die Passion“ von ;Mel Gibsen, daß sein Film sich an dieser einseitigen Schuldzuweisung nicht hielt. Ich möchte diesen Film gern als Karfreitagsfilm empfehlen: Er ist der beste Jesusfilm, der je gedreht wurde!) Bis zum jetzigen Angriffskrieg Israels im Bunde mit den USA gilt: Nie sind Juden Schuldige und alles, was sie tuen, ist gut, denn sie sind die Holocaustopfer, So wird dann auch die Geschichte zwischen der Synagoge und der Kirche vereinseitigt zu der der unterdrückerischen Kirche der Synagoge gegenüber, die immer nur das Opfer eines christlichen Antijudaismus geworden sei. Eigentlich müsse der „Märtyrer“ Stephanus schon selbst die frommen Juden so provoziert haben, daß sie nicht für die Steinigung des Stephanus verantwortlich zu machen seien.

Das Befremdlichste dabei ist aber: Wenn die christliche Religion für einen Juden etwas Negatives ist, wie kann dann diese Religion für andere etwas Gutes sein? Sollte sie etwa für jeden Menschen etwas Nichtgutes sein, das er so von sich abschütteln sollte? 

Corollarium

Ein großes Unrecht wird dabei aber auch dem Hohepriester Kaiaphas angetan, indem verkannt wird, daß er am Sühnopfertod Jesu Christi konstitutiv  beteiligt war als der Priester, dessen Aufgabe die Darbringung des Entsühnungsopfers war, daß eben das Priestertum Jesu nicht im Lichte des Priestertumes des Alten Bundes begriffen wird und sein Priestertum wiederum uns erst das Priestertum des Alten Bundes begreifen lehrt. Im Neuen Bund gibt es Priester, weil am Karfreitagsopfer gerade der Priester Kaiaphas konstitutiv beteiligt war und Jesus das Opfer nicht allein vollzog. Deswegen setzt Jesus das Priestertum ein, damit auch fernherin die Kirche an seiner Opferung beteiligt ist, aktiv und nicht nur empfangend.



Montag, 16. März 2026

So geht es nicht: Fremdenfeindlichkeit und religiöse Intoleranz in der Bibel, oder wie der weise König Salomo verunglimpft wurde!

 

So geht es nicht: Fremdenfeindlichkeit und religiöse Intoleranz in der Bibel, oder wie der weise König Salomo verunglimpft wurde!



Das 11. Kapitel des zweiten Buches der Könige ist eine einzige Diffamierung des theologischen Fortschrittes des 2.Vaticanumes und ein einziges Manifest antichristlicher Fremdenfeindlichkeit.

Da steht gleich im ersten Vers geschrieben: „Der König Salomon aber liebte viele ausländische Frauen“. Nicht, daß ihm hier seine Liebe zu den vielen Frauen zum Vorwurf gemacht wurde, einem König billigt die Bibel schon viele Frauen zu1,sondern daß es „ausländische“ waren, war das Skandalöse. Den (angeblich) sagte Gott über diese „ausländischen“ Frauen: „Gehet nicht zu denselben ein,und lasset sie nicht zu euren Frauen eingehen; denn sie werden eure Herzen sicherlich abwendig machen,daß ihr ihren Götzen folgt.“

(Vers 2): Die fremden Frauen verführen die Männer, wenn sie diese lieben zu den falschen Göttern. Darum soll jeder Jude den ausländischen Frauen aus dem Wege gehen, denn, liebt er sie, werden sie ihn verführen. So geschah es gar dem weisen König Salomon: „An diesen (den „ausländischen“ Frauen) hing Salomon mit brennender Liebe.“ (Vers 2)

Das ist doch pure Ausländerfeindlichkeit, denn dieser Text suggeriert doch, daß das ihm mit einheimischen nicht passiert wäre, daß er sich durch seine brennende Liebe dazu verführen ließ, für jeden der Götzen, den eine seiner „ausländischen“ Frauen verehrte, in Jerusalem einen Tempel zu bauen! (Vers 7f)

Nun wissen wir aber, daß hier diese Frauen doch nur auf ihr Recht der freien Religionsausübung insistierten und daß dieses Recht der weise König Salomon respektierte. Er hinderte sie dabei nicht nur an ihrer Religionsausübung sondern ermöglichte ihnen auch, ihr Recht auszuüben. Er erbaute für sie, für jede Religion einen angemessenen Ort der jeweiligen Gottesverehrung. Ja, der König nahm selbst an den anderen Gottesverehrungen teil. Die Bibel erhebt nun deswegen den Vorwurf, der König sei nicht mehr dem Gott Israels so treu geblieben. (Vers 9). Gott soll gar dem König deswegen gar gezürnt haben. (Vers 9).

Das ist natürlich ein völliges Fehlurteil, denn erstens kann Gott gar nicht zürnen, da er die Liebe und nichts als die Liebe sei, die es ausschließt, daß er einem Menschen zürnen könne und zweitens wird ja in jedem Gott jeder Religion immer nur der eine wahre Gott verehrt. Alle Religionen sind ja Wege zu dem einen wahren Gott. Daß hier von Götzen geschrieben wird, zeigt nur, daß hier noch ganz verhaftet im vorkonziliaren Denken zwischen der wahren und den falschen Religionen unterschieden wird, statt jede Gottesverehrung als eine wahre zu bejahen und wie König Salomon tatkräftig zu unterstützen.


König Salomon ist so uns ein Vorbild der Überwindung jeglicher Fremdenfeindlichkeit und einer Befürworter der Religionsfreiheit, der in jeder von einer seiner geliebten Frauen praktizierten Religionen einen Weg zur Wahrheit erkannte: Denn nur die Liebe öffnet uns den Weg zur Wahrheit, den diese Bibeltext völlig verkennt.


1In Berlin spendete eine evangelische Pfarrerin einer Gruppe von Homosexuellen ja schon den Ehesegen, um so auch der Polygamie eine Heimat in dieser Kirche zu gewähren, denn Liebe kann doch keine Sünde sein.

Ist der jetzige Krieg gegen den Iran ein politisches oder eher ein religiöses Ereignis- oder markiert er eine Rückkehr der politischen Religion?

 

Ist der jetzige Krieg gegen den Iran ein politisches oder eher ein religiöses Ereignis- oder markiert er eine Rückkehr der politischen Religion?


Der KI gab mir auf meine Anfrage nach der Bedeutung des Vernichtungskrieges diese sehr informative Auskunft (13.März 2026): Ein Vernichtungskrieg ist ein Krieg, dessen Ziel die vollständige Vernichtung

eines Staates, Volkes oder einer Volksgruppe ist, einschließlich der massen-haften Ermordung der Bevölkerung und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen.“

Nicht stünden politische oder territoriale Ziele im Vordergrund, sondern der Wille zur Vernichtung des Feindes.Dadurch unterschiede er sich von den sonstigen Kriegen, worunter im Sinne von der Kriegstheorie Clausewitz die Kriege als die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln zu verstehen sind.

Als das Gegenstück zum Krieg unter dem Primat der Politik möchte ich so den religiösen oder ideologischen Krieg verstehen, für den es den einen Feind gibt, der vernichtet werden muß, da er das Böse schlechthin ist, im religiösen Raum: der Teufel und dann auch seine Anhänger und im ideologischen Raum den zum Menschenfeind deklarierten Ersatzteufel. So distinguieren sich auch die Ziele eines politischen Krieges, etwa den Feind, ist er besiegt, auszubeuten, zu unterdrücken von dem religiösen, bzw ideologischen Krieg, der als das Endziel nur die Vernichtung des Feindes kennt.1

Zusammenfassend ist ein Vernichtungskrieg eine extrem gewalttätige, ideologisch motivierte Kriegsführung,die über militärische Auseinandersetzung hinausgeht und auf die komplette Auseinandersetzung hinausgeht und die komplette Vernichtung des Gegners abzielt, sowohl physisch als auch sozial und wirtschaftlich.“

So definiert nun der amerikanische Präsident Trump seine Kriegsziele:"Wir zerstören das terroristische Regime des Iran total – militärisch, wirtschaftlich und auf jede andere Weise. Und doch, wenn man die Failing New York Times liest, könnte man fälschlicherweise glauben, wir würden nicht gewinnen. Die Marine des Iran ist weg, ihre Luftwaffe existiert nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werden vernichtet, und ihre Führer wurden vom Antlitz der Erde getilgt. Wir verfügen über unübertroffene Feuerkraft, unbegrenzte Munition und reichlich Zeit – schaut euch an, was heute mit diesen verrückten Kerlen passiert. Sie töten seit 47 Jahren unschuldige Menschen auf der ganzen Welt, und jetzt töte ich sie als 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Was für eine große Ehre das ist! 2 

Damit charakterisiert der Präsident diesen Krieg eindeutig als einen Vernichtungskrieg, indem die Guten,die USA unter seiner Führung das Reich des Bösen auszutilgen haben. Die Bösen müssen getötet werden: „Ich töte sie“, das ist keine politische Kriegserklärung sondern eine,in der in einem heiligen Krieg dem Feind seine Vernichtung angekündigt wird. Dazu paßt die Methode des Lynchjustiz, das einfach zu Feinden Erklärte hingerichtet werden ohne einen rechtsstaatlichen Prozeß und daß nun auch Kopfgelder zur Erfassung dieser Feinde ausgesetzt werden.

Dieser Krieg ist eben nicht nur ein völkerrechtswidriger und einer der Lehre vom gerechten Krieg,so wie die Kirche diese Lehre bejaht, widersprechender, sondern tatsächlich ein quasi religiös interpretierter Vernichtungskrieg, in dem die Guten, die USA unter ihrem Präsidenten die Bösen von dem Angesicht der Erde zu vertilgen haben. Im politischen Raum kann kein absoluter Dualismus, der der Guten wider die Bösen geben, da nur Gott allein gut und der Teufel allein böse sein kann. Die Politik wird so quasi verreligiösiert, indem nun relative Unterschiede die des Mehr oder Weniger an Gutem oder Bösen zu absoluten Differenzen hochstilisiert werden und dem politischen Feind nun das Existenzrecht abgesprochen wird,indem er zum absoluten Feind erklärt wird.

1Es könnte vermutet werden, daß Carl Schmitts Verständnis des Feindes in seiner Bestimmung des Wesen des Politischen den „Feind“ im ursprünglich religiösem, als dem Antigott und dann im ideologischen Sinne meint und damit nicht in einem rein politischen Verständnis im Sinne der Kunst des Regierens.

2 Donald Trump auf Truth Social: "Wir zerstören das terroristische Regime des Iran total" Freie Welt 13.3.2026