Dienstag, 25. September 2018

Das Imperium der Homosexlobby schlägt zurück

Der Mißbrauchsskandal evoziert nun eine propagandistische Meisterleitung der Homo-sexlobby.Katholische de proklamiert ganz im Geiste dieser Vernebelungs-propaganda:"Homosexualität und Missbrauch: Der Zusammenhang, der keiner ist" (katholisch de am 25.9.2018) Nun gibt es zwar Kardinäle, die da einen Zusammenhang sehen, wie etwa die Kardinal Burke, der behauptet, "dass es sich bei dem Missbrauch vor allem "um homosexuelle Handlungen mit jugendlichen, jungen Männern" gehandelt habe.", der von einer Homosexunkultur in der Katholischen Kirche spricht.(katholisch de am 25.9.20189) aber das ist natürlich völlig unwahr.
Denn die "Forscherin Margaret Smith[ kam] sogar schon 2009 ausdrücklich zu dem Befund, dass "sexuelle Identität und sexueller Missbrauch klar getrennt werden müssen". Es gebe keinen nachweisbaren Zusammenhang "zwischen homosexueller Identität und größerer Wahrscheinlichkeit von Missbrauch." 
Das leuchtet jedem Gutmenschen ad hoc ein, daß wenn bei 5 sexuellen Mißbräuchen 4 die Opfer männlichen Geschlechtes sind, die Täter genauso gut heterosexuelle wie homosexuelle Männer sein könnten. Frägt man aber nach, warum denn ein hetero-sexueller Mann sich sexuell an Buben oder jungen Männern befriedigen solle, stößt man auf eisiges Schweigen. Läse man die Aussage dieser Forscherin zudem genau, stieße man auf eine weitere Ungereimtheit: Wenn es wahr wäre, daß Homosexuelle so selten oder auch so häufig wie Heterosexuelle sexuelle Mißbräuche begingen, dann würden die einen sich an Buben und junge Männer, die anderen an Mädchen und junge Frauen vergreifen, sodaß wenn die überwiegende Anzahl der Opfer männlichen Geschlechtes ist, weiterhin gilt, daß für die Mißbräuche in der Kirche überwiegend Homosexuelle verantwortlich sind.
Was so offensichtlich ist, muß eben verschleiert werden. So wird dann auch der jesuitische Homosexapologet Martin als Kronzeuge angeführt, daß die Mißbräuchsfälle nichts mit ausgelebter Homosexualität zu tuen habe. 
Ja, Papst Franziskus, auch ein Jesuit hat eigens den "Klerikalismus" als die Ursache entdeckt -und jetzt muß erklärend wider katholisch de hinzugefügt werden- um von den wahren Tätern abzulenken. Vollmundige Betroffenheitserklärungen Deutscher Bischöfe werden nun zu Hauf pubiziert, aber in jeder wird der Zusammenhang von der Homosexualität und den sexuellen Übergriffen ausgespart. Ja, auf die Opfer sei jetzt zu hören, so ausschließlich, daß von den Tätern nicht mehr die Rede ist: perfekter Täterschutz.

Szenenwechsel: 
"Der Kardinal von Chicago, [Erzbischof Blase Cupich] hat einen Pfarrer vom Dienst suspendiert, der ein Regenbogenbanner verbrannt hatte."  (Katholisch de 25.9.2018) Dieser so ob des Verbrennes einer Homosexfahne gemaßregelte Priester ist laut diesem Artikel selbst zweimal sexuell mißbraucht worden, einmal von einem Pfarrer. Die Mißbräuche seien  "definitiv eine schwule Sache", urteilte dies Opfer. "Der Erzbischof von Chicago[Cupich]hat behauptet, die Missbrauchsskandale hätten nichts mit gelebter Homosexualität von Priestern zu tun.  Kath net:16 August 2018, 11:0 und das Opfer wurde suspendiert! Man darf eben- auch als Opfer- nicht von den Tätern sprechen!   

Eine Aussicht:
Die Homosexlobby ist in der Katholischen Kirche und wohl auch in dem Klerus fest verankert- ja, sie hat schon so viel Macht, daß nur noch Außenseite hier sich trauen, die Wahrheit zu sagen. Das hat eine Folge: Weil die Täter verschwiegen werden, werden sie wie bisher auch weiter machen können. Sie genießen den Täterschutz der politischen Korrektheit.  


Montag, 24. September 2018

Papst Franziskus: "Ich bin ein Teufel"

"Papst Johannes Paul II. „war ein Heiliger, ich [aber] bin ein Teufel“. Das hat Medienberichten zufolge Papst Franziskus wörtlich gegenüber Journalisten gesagt, als ihm während seiner Litauenreise am Samstag eine Biografie über den polnischen Papst geschenkt wurde."  Katholisch de am 24.9.2018. Zu diesem Zeitpunkt haben schon 63 Leser ihren Kommentar zu dieser Selbstaussage des Papstes publiziert. Viel Lesenswertes findet sich dadrunter. 
Was soll und kann man zu diesem päpstlichen Ausspruch sagen? Daß zu fragen sei, was die Sprecherintention dieser Aussage gewesen sei oder ist zu konstatieren, daß, nachdem diese Aussage erst einmal getätigt worden ist, sie sich von der Aussagenintention des so Gesprochenhabenden emanzipiert  und jetzt eine Eigenbedeutung erhalten hat? 
Soll auf der Sachebene im Vertrauen auf Gottes Regieren geurteilt werden, daß " ein Teufel" nicht Papst werden kann? Soll geurteilt werden, daß zwar Jesus Christus selbst zu Petrus, dem Papst in spe sagte: "Weiche von mir,Satan" (Mt 16,23), daß aber das nur geschehen konnte, da Petrus zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Papst eingesetzt war?
Oder soll angesichts der destruktiven Amtsführung des Papstes die Frage gestellt werden, ob diese Aussage nicht zutreffend die Qualität dieses Pontifikates bezeichnet, völlig unabhängig davon, was der Papst sich dabei gedacht haben mag, als er das ausrief?
Oder soll der Leser sich einfach denken, daß hier Papst Franziskus sich mal wieder öffentlich als ach so Demütiger in Szene setzen wollte, nur daß er da eben sich verformuliert hätte? Oder wird Papst Franziskus so maßlos unterschätzt- daß er, der jetzt so sehr im Feuer der Kritik steht, sich durch diese paradoxe Intervention aus dem Schußfeld seiner Kritiker nehmen wollte: etwa im Sinne von, daß wer ihn kritisiere in ihm, statt den Papst zu sehen, einen Teufel sähe? Aber er könne kein Teufel sein, weil er der Papst sei.Denn die meisten Leser werden doch wohl spontan mit einem Nein! reagieren: Das kann der Papst nicht sein. War das seine Intention?
Fragen und keine Antworten! 

Sonntag, 23. September 2018

Ein Christ darf niemals Nationalist sein! oder politisch korrekte Nächstenliebe

In dem Jesuiten-Magazin 2018/3 dem Thema: "Die Welt-unser Haus" gewidmet, schreibt auch eine evangelische Publizistin und Mitglied des Präsidiums des "Deutschen Evangelischen Kirchentages",
Beatrice von Weizäcker.Ihr Vater ist der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizäcker, der ja in diesem Amt Stalins Position, daß Deutschland 1945 befreit wurde zur Staatsdoktrin erklärte. Der Beitrag seiner Tochter enttäuscht dann die Leserschaft nicht: 100 prozentig politisch korrekt  kämpft sie auf 2 Seiten gegen den politisch unkorrekten "Nationalismus" (S12f):" Eine Christin darf niemals Nationalistin sein."
Jetzt stünden wir vor einem beachtlichen Interpetationsproblem, würde uns die Weizäcker Tochter nicht selbst in diesem Text sagen, was sie unter " Nationalismus " versteht.
Nationalist ist, wer von "Illegalen" spricht- damit sind Menschen gemeint, die ohne eine Aufenhaltsgenehmigung in Deutschland leben, oft abgelehnte Asylantragssteller, die sich nun widerrechtlich in Deutschland bleiben. Wenn ich also in die Wohnung von Frau von Weizäcker einbreche und mich dann da verköstige, während ich: "Asyl, Asyl" vor mich hin murmele und mich als Armutsflüchtling bezeichne, ist meine dortige Anwesenheit kein illegales Eindringen und kein illegaler Aufenhalt. Würde aber die Wohnungsbesitzerin den Eindringling als illegalen Eindringling bezeichnen, der kein Recht hat, hier in dieser Wohnung zu leben, dann wäre sie eine Nationalistin .So urteilt eine Juristin. Es gibt also kein Recht auf eine eigene Wohnung, auf ein eigenes Haus, denn jeder ist moralisch verpflichtet, jeden, der in seiner Wohnung oder seinem Haus leben will, dort auch wohnen zu lassen bei freier Logie! 
Nationalist ist, wer solchen Besuch in seinen vier Wänden auffordert, diese Wohnung zu verlassen, in der er unerlaubt weilt, während er von dem Wohnungsbesitzer auch noch kostenfrei eine Vollversorgung einfordert. Die Rückführung von ungebetenen Gäste ist eine unmoralische Handlung, also daß man sie aus der eigenen Wonung hinauskomplimentiert.
Nationalist ist, der angesichts der Tatsache, daß Einbrecher bei dem Versuch, durch eine eingeschlagene Fensterscheibe in das fremde Haus einzudringen sich schwerste Verletzungen zuziehen, weiterhin die Fenster und Türen verschlossen hält, und so für die Eindringlinge ein unzumutbares Verletzungsrisiko in Kauf nimmt. Nein, das Verschließen von Türen und Fenstern zur Abwehr illegaler Eindringlinge ist per se etwas Unmoralisches, denn doch nur Not und Armut läßt doch diese armen Menschen zu Einbrechern werden. Es ist wohl auch zutiefst unmmoralisch, sein Auto abzuschließen und den Zündschlüssel abzuziehen, weil es so "Armen" erschwert wird, das Auto in Eigenbesitz zu übernehmen.Wenn Einbrecher bei dem Versuch des Eindringens  in eine Bank etwa sich verletzen, gar tödlich beim Versuch des Aufschweißens des Banktresors, dann ist das ein unverzeiliches Fehlverhalten der Bank, die doch sowieso so viel Geld hat, daß sie eine Ausleerung ihres Tresores gut verkraften kann.   
Denn es gehört zu der "Würde des Menschen", überall, wo er will sich niederzulassen und zu wohnen, auch und gerade im Eigentum anderer! Denn der Wille zum Eigentum ist Nationalismus!Nur wer sagt, alles, was mir ist, gehört auch jedem Anderen, will er es nur, ist kein Nationalist. Ob das wohl auch für die Ehefrauen gilt, die jeder Ehemann Fremden dann frei zur Verfügung zu stellen hat, besonders dann, wenn der Fremde lang ohne Sex leben mußte? 
Ach ja, und das alles ist dann praktizierte "Nächstenliebe". Aber eigentlich ist das praktizierte Fernstenliebe: Die Moral dieses evangelischen Gutmenschen gleicht der einer Mutter, die sich um alle fremden Kinder in der Umgebung kümmert, aber ihre eigenen dann vernachlässigt- denn die Liebe zum Eigenen ist gelebter Nationalismus. Wenn es war wäre, daß ein Christ nicht Nationalist sein darf, dann heißt das, daß die Selbstliebe Sünde ist. Und darum besteht diese pseudochristliche Nächstenliebe im Willen, das Eigene zu zerstören. 
Zu fragen ist nun nur noch, was wohl bei solchen Gutmenschen  das beherrschende Motiv ist: die Liebe zum Fremden oder das Nein zum Eigenen. Fragen wir doch die Gutmenschen selbst, statt daß hier spekuliert wird: "Mehrere tausend Teilnehmer sind auch in diesem Jahr dem Aufruf zum „Marsch für das Leben“ gefolgt, um in Berlin für den Schutz ungeborenenen Lebens zu demonstrieren. Begleitet wurden sie vom Protest radikaler Feministen und Vertretern der Homo-Lobby die wütende Parolen wie „Deutschland stirbt aus, Applaus, Applaus“ skandierten.Junge Freiheit am 22.8.2018   Oder wie es eine politisch korrekte Musikband auf dem Antirechtskonzert in Chemnitz so treffend auf den Punkt bringt: Deutschland ist Scheiße, Deutschland ist Dreck. Das sind authentische Antinationalisten. Soll das jetzt auch praktiziertes Christentum sein? 

Corollarium 1
Wie Familien in Wohnungen oder Häusern wohnen, so Völker in Staaten als ihrem Wohnhaus. Das Recht des jeweiligen Wohnungsinhabers ist es, frei zu entscheiden, wer als Gast aufgenommen wird und wer nicht. Der FDP Chef Lindner erfaßt das so: „Es gibt kein Menschenrecht, sich seinen Standort auf der Welt selbst auszusuchen.“

Samstag, 22. September 2018

Gesellschaf ohne Religion? Geht das?

" Die religiösen Kräfte der sozialen Integration sind infolge eines Aufklärungsprozesss erlahmt, der so wenig rückgängig gemacht werden kann, wie er willkürlich produziert worden ist.", stellt Jürgen Habermas, Der philosophische Diskurs der Moderne, 1988, S.104 fest. Damit steht für Habermas fest, daß die Religion nur noch im Privatleben von Relevanz sein kann, wohingegen für die "soziale Integration" andere Größen nun die Verantwortung zu übernehmen haben. Später wird Habermas einem "Verfassungspatriotismus" diese Aufgabe der Sozialintegration zuschreiben.Damit konzediert er, daß die modern bürgerliche Gesellschaft aus sich heraus diese Sozialintegration nicht leistet. Als Beleg zitiert er Friedrich Schillers bekanntes Votum, daß die bürgerliche Gesellschaft das "System des Egoismus" sei (S.60). Hegel wird dann als weiterer Beleg der Zerreißung der Einheit  der vormodernen Gesellschaft zitiert: " In der bürgerlichen Gesellschaft ist jeder sich Zweck, alles andere ist ihm nichts. Aber ohne Beziehung auf andere kann er den Umfang seiner Zwecke nicht erreichen.Diese anderen sind daher Mittel zum Zweck des Besonderen." (S. 50)
Anders gesagt: Der freie Markt als das Ordnungsprinzip der modernen Gesellschaft konstituiert den Menschen als homo oeconomicus, der nur noch Beziehungen zu anderen als Geschäftsbeziehung unterhält, daß der andere ihm zum Mittel der Realisierung seiner Interessen wird in der Differenz von Arbeitgeber und Arbeitnehmer und der von Produzent und Konsument. Die bürgerliche Gesellschaft ist das Leben der endlich vielen Einzelinteressen, die nach Verträgen zu wechselseitigem Nutzen strebt. Aber es ist so keine soziale Gemeinschaft. Die Vergemeinschaftung habe nun in voraufkärerischen Zeiten die Religion übernommen, aber die sei durch die Aufklärung ihrer sozialen Integrationskraft verlustig gegangen. Sie würde nur noch privat individualistisch gelebt.  
Habermas evoziert nun den Eindruck, als wenn der Prozeß der Aufklärung ein sich notwendig ereignen müssender Vorgang sei, der so auch nicht revozierbar sei. Dagegen muß festgestellt werden. daß a) die Reformation kein notwendiges Ereignis gewesen war, das sich aus dem Wesen der christlichen Religion ergeben mußte, sondern ein kontingentes Ereignis. Der aus der Reformation dann sich ergebende innerchristliche Religionskrieg des 17.Jahrhundertes schuf dann erst die Voraussetzung für das Projekt der Aufklärung als den Domestikationsprozeß der christlichen Religion. Daß nicht jede Religion so einen Domestikationsprozeß durchlaufen muß, zeigt die islamische Religion, die als nichtdomestizerte sich nun der christlichen Religion gegenüber so auch als die weitaus vitalere erweist. 
Ist aber der Verlust der Vitalität der christlichen Religion durch die Aufklärung, ihre Domestikation das letzte Wort über die christliche Religion? Faktisch soll in den postmodernen Gesellschaften der Komplex der Politischen Korrektheit und der Holocaustreligion die Funktion der christlichen Religion als der des öffentlichen Lebens übernehmen.Wir verdanken  Novalis Schrift:"Christentum oder Europa" die geistvollste Rekonstruktion der Idee der mittelalterlichen Welt als die Einheit in der wahren Religion gerade als Kontrastfolie zur Zerreißung alles Gemeinschaftlichen in der Moderne. In dieser Tradition frägt dann auch Habermas noch nach einer neuen Möglichkeit füt eine Einheit der modernen Gesellschaft, die die christliche Religion nicht mehr leisten kann.
Wird auf den innerchristlichen Diskurs geschaut, dann findet sich da eine eindeutige Antwort: Die Kirche stimmt Habermas zu, daß die christliche Religion nicht mehr das Einheitsband für unsere postmoderne Gesellschaft sein kann, sodaß sie sich selbst der neuen öffentlichen Einheit stiften sollenden politischen Korrektheitsideologie verbunden mit der Holocaustreligion subordiniert und sie so als die öffentliche Religion der Postmoderne anerkennt.
Damit zeigt sich aber auch, daß die aufklärerische Hoffnung auf eine vollkommen säkularisierte Welt sich als Utopie erwies. Zu beachten ist dabei, daß sehr wohl der Einzelmensch vollkommen religionslos sein Leben führen kann, daß aber Gesellschaften eine öffentliche Religion brauchen, um für sich eine kulturelle Einheit hervorzubringen, die eine Auflösung in nur noch ausgelebte Einzelinteressen verhindert als völlige Privatisierung des gesellschaftlichen Lebens.  

Freitag, 21. September 2018

Die Besessenheit und die Sucht- eine Spurensuche

Eingedenk des Votums von Carl Schmitt, daß zentrale Begriffe des politischen Diskurses säkularisierte Begriffe der Theologie sind könnte doch gefragt werden, ob nicht etwa auch der zeitgenössische Begriff der Sucht mit all seinen Derivaten eine Umformung des Begriffes der Besessenheit ist. Die Vorstellung einer daimonischen Besessenheit und die Aufgabe des Exorzisten, den so Besessenen zu befreien, ist uns als Bibelleser wohl vertraut, auch wenn die biblischen Erzählungen vom Wirken des Exorzisten Jesus Christus nicht nur der modernen Bibelkritik ein Ärgernis ist. Die kritische Leben Jesuforschung weißt nur wenig Konsense auf, zu sehr werden da Idealbilder der Exegeten in die Person Jesu hineinprojiziert, aber daß Jesus sich als Exorzist verstand, dem stimmen wohl alle zu.
Die Theologie steht somit vor einem gravierenden Problem, da sie präsumiert, daß es keine Daimonen und somit auch keine Besessenheit geben kann, sodaß auch der Exorzismus eine Unmöglichkeit ist. Was tat Jesus also, wenn er Besessene heilte? 
A) Jesus tat nur so, als ob er Daimonen austreibe aus Rücksicht auf die "Primitivität" seiner Jünger.
B) Leider war auch Jesus als Mensch eingebunden in das antike Weltbild, in dem es Daimonen und
     Besessenheiten gibt. Jesus meinte so zwar, daß er Exorzismen vollzöge, realiter tat er aber etwas
     ganz anderes, was er selbst nicht verstand: Seine "Exorzismen" müssen nachträglich psycholo-
     gisch erklärt werden.
C) Er vollzog gar keine Exorzismen, die Exorzismuserzählungen sind reine Phantasieprodukte der    
     Gemeinden, die ihr Jesusverständnis so in Vorstellungen des antiken Weltbildes ausdrückte.

Somit wäre das Thema der "Besessenheit" und das des Exorzismus erledigt.Aber wie nun, wenn das aus der Theologie und Religion Herausgebannte sich in anderen Diskursen neu beheimatete? Was fällt uns da im Diskurs über Sucht/Süchte auf? Wird die Sucht da nicht phänomälogisch so beschrieben wie eine daimonische Besessenheit? Spricht dieser Diskurs nicht von dem Verlust des Herrseins im eigenen Hause, daß also der Süchtige so sehr durch die Sucht bestimmt wird, daß es nicht mehr heißen kann: Ich habe eine Sucht sondern die Sucht hat mich (fest im Griff)? Der Verlust des Selbstbestimmungsvermögens ist geradezu die Sucht, die Aufgabe des Iches, seine Unterwerfung unter die Sucht, deren Appendix das Ich dann wird. Solange das Ich noch die Instanz ist, dem ich all mein Tuen als Subjekt zuschreibe, bin ich nicht süchtig- süchtig bin ich eigentlich erst, wenn die Sucht in mir mich bestimmt, daß ich nicht mehr aufhören kann, Alkohol zu trinken, weil nicht ich trinke, sondern die Sucht durch mich.
Diesen Subjektswechsel kann der Apostelfürst Paulus auch positiv als Besessensein durch Jesus Christus bezeichnen:Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ Gal 2,20 -die negative Besessenheit ist dann die Einwohnung eines Daimons in dem Menschen, sodaß da gilt: Nicht ich lebe mehr, sondern der Daimon in mir. Die Sucht wird so wie eine Besessenheit durch den Daimon "Sucht" beschrieben! Die zeitgenössische Vorstellung von den "Süchten" ist so die moderne Version der alten Daimonenlehre. 
Welche Folgen hat das? 
A) Das Wesen der Sucht wird verkannt und nähme man die Interpretation der Sucht als "Besessen-
     heit" ernst, wäre keine Therapie mehr möglich, sondern der Patient müßte exorzisiert werden.
     Sucht ist nüchtern gesehen ein erlerntes Fehlverhalten, das zum Habitus (Aristoteles), zur 
     "schlechten Angewohnheit geworden ist, daß es einem in Fleisch und Blut eingegangen ist.
      Das Ich bleibt dabei Herr im eigenen Hause, es reproduziert nur spontan immer wieder das zum
      Habitus gewordene Verhalten. Zur Veranschaulichung: Am Anfang ist der Likör: Wer Sorgen hat,
      der hat auch Likör- eine Lernerfahrung stellt sich ein: Gegen Sorgen hilft der Alkohol, er betäubt
      den Schmerz der Seele und je größer der Schmerz, desto mehr Alkohol ist zu trinken, damit die
      betäubend wohltuende Wirkung einsetzt. Es wird zur Regel, daß stets alle Sorgen so mit dem 
      Alkohol "beseitigt" werden, nur daß ernüchtert die Sorgen wieder auferstehen, sodaß die Sucht
      dann erst vollständig entwickelt ist, wenn der Trinker nur noch alkoholisiert sein Leben- betäubt-
      erträgt.
      Wird so eine Sucht analysiert, ist klar, daß die Sucht eine angelernte dysfunktionale Umgangs-
      weise mit einem Problem ist, die zur festen Gewohnheit wurde, zu einem Habitus. Da das Ich
      dabei aber das Subjekt des Tuens bleibt, kann es durch eine Therapie eine andere Umgangsweise
       mit dem Problem erlernen, die dann wiederum zu einem Habitus werden muß, damit die 
       schlechte Gewohnheit durch eine gute oder bessere ersetzt wird. Ein Habitus kann nur durch das
       Erlernen eines anderen ersetzt werden, den die allein cognitive Einsicht in die Verkehrtheit eines
       erlernten Verhaltens löscht dieses noch nicht aus dem Verhaltensrepetoire eines Menschen. 
       Ist dagegen das Subjekt "besessen", kann es nicht umlernen, und das falsche durch ein besseres
       Verhalten ersetzen. Als "Besessener" ist der Patient nicht mehr lernfähig; er muß erst von dem
        "Daimon" Sucht befreit werden, und hier verhält sich der Besessene rein passiv, nur der 
        Exorzist wirkt.
B)    Sucht als "Besessenheit" sich vorzustellen, hat aber einen "Vorzug": Der Patient ist ein reines 
        Opfer; er ist einfach nur noch "besessen", sodaß diese Besessenheit ihn bestimmt und nicht 
        mehr er sich selbst. So wird die Schuldfrage gestrichen; es ist einfach ein Schicksal, daß 
        jemand "besessen" ist. Aber genau diese Suchtanalyse verunmöglicht eine Therapie, denn
        ein "Besessener" ist nicht therapierbar, weil er nicht mehr das Subjekt seines Lebens ist:
        Nicht mehr ich lebe, sondern die Sucht in mir. 
So zeitigt diese Auswanderung der Vorstellung der Besessenheit in den Raum der medizinischen Therapie für den Umgang mit Suchtkranken fatale Folgen. Es zeigt sich damit aber auch prinzipieller
ein Problem, das, was passieren kann, wenn Begriffe und Vorstellungen aus einem Vorstellungsraum, dem der Religion hier -ungeprüft- in einen anderen- den der Suchttherapie übernommen werden! Begriffe leben immer in einem bestimmten Vorstellungsraum, darin haben sie ihr recht, aber emigrieren sie in andere Vorstellungräume,können sie da höchst dysfunktional sich auswirken.    

 

Donnerstag, 20. September 2018

Ein neuer Angriff des Papstes auf die Kirche!

"Neues Papstdokument schreibt verpflichtende Synodenumfragen vor"- ein neuer päpstliche Angriff auf die Kirche. Zu offensichtlich ist hier die Intention dieser Reform für Synoden. Ganz realistisch geht Papst Franziskus davon aus, daß er für alle Punkte seines Deformprogrammes der Kirche "demokratische" Mehrheiten hinter sich hat. Es sei nur an die massenhafte Unterstützung durch Laien für das Kirchenvolksbegehren von: "Wir sind Kirche" erinnert, (Vgl dazu mein Buch: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott) das konsequent durchgeführt den Tod der Katholischen Kirche herbeiführte, wäre es denn eine Möglichkeit der Kirche, sich selbst zu nichten. 
Aber es ist noch mehr: Dieser Papsterlaß signalisiert selbst schon den Paradigmenwechsel der Kirche: Sie will eine Marktwirtschaftskirche werden. Die Filialen vor Ort stehen dabei im Ruf, besser als die römische Zentrale die Nachfrage, die Konsumbedürfnisse erfassen zu können. Die Befragungsaktion, vor Ort im regionalen Absatzmarkt durchgeführt, ist sozusagen eine kirchliche Marktanalyse, welche Produkte der Kirche wie verpackt auf einen Absatz hoffen können: Was wollen unsere potentiellen Kunden von uns, wenn sie denn noch was von der Kirche wollen? 
Der Papst der Medien, der sich so medienwirksam in Szene zu setzen weiß, wird eben nicht nur den Mißbrauchsskandal überstehen, weil ihn die Medien stützen- wäre Kardinal Ratzinger noch Papst, die Medienwelt  skandalierte jetzt Tag und Nacht: Kreuzigt den Papst!-sondern er wird sein Destruktionsprogramm prolongieren. 
Schlimmstes ist zu befürchten. Auf der Amazonassynode ist der große Angriff auf den Zölibat zu erwarten: Er soll wohl prinzipiell erhalten werden, nur wird es dann großzügig Ausnahmen in Einzelfällen geben, vielleicht gar für ganze Regionen- so wie jetzt der Papst den Empfang der heiligen Kommunion für Geschieden-Wiederverheiratete als Einzelfallzulassung zum Regelfall machen will.
Die Jugendsynode- wird sie ein anderes Thema haben als Sex für alle, daß die Kirche alles, was Spaß macht, sie zu bejahen hat?  Die Bejahung der Homosexualität ist wohl das 1.Thema dieser "Räubersynode", auch wenn jetzt die Homosexlobby in die Defensive geraten ist, da es zu offensichtlich ist, daß homosexuelle Kleriker den größten Anteil an den Sexualmißbrauchsfällen stellt.Aber sie kämpft:
"Einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Missbrauch herzustellen, wäre "unverantwortlich und würde alle homosexuell veranlagten Menschen in unerträglicher Weise stigmatisieren", sagte Zollner" Jesuit und Mitglied der Päpstlichen Kinderschutzorganisation . katholisch de am 20.9.2018. 
Der Angriff  aufs Zölibat, die Bejahung der Homosexualität, die Auflösung der kirchlichen Morallehre durch die Zauberformel, daß das individuelle Gewissen die Letztinstanz des Entscheidens in allen Moralfragen ist, das ist wohl das Herzstück der päpstlichen Deformagenda, für die er sicher demokratische Mehrheiten unter den (organisierten) Laien finden wird. Die sollen so per Meinungsbild auf den Synoden Druck machen, daß sie dann richtig entscheiden. 

Corollarium 1
Wesentlich ist der Punkt, daß die Frage, was ist wahr?, respondiert wird mit der These: Wahr ist, was die Mehrheit will.  Das ist genaugenommen gut jesuitisch. Denn wenn vorkonziliar galt, wahr ist das, was die oberste Autorität als wahr deklariert, und diese Autorität war Gott oder das kirchliche Lehramt so gilt jetzt für einen Jesuiten, daß die Mehrheit die höchste Autorität ist: Was die Mehrheit will, ist wahr, weil sie es will. Da nun das Meinen der Mehrheit das Produkt des in den Medien Veröffentlichten ist, herrscht so demokratisch in der Kirche die vorherrschende veröffentlichte Meinung.

Mittwoch, 19. September 2018

Das Nein zum Zölibat und das Ja zum Homosex, das Allheilmittel?

"Rektor Klaus Mertes vom Canisius-Kolleg stellte die These auf: „Meine Kirche leidet an Homophobie.“ Nach Schätzungen gelten etwa 20 Prozent der römisch-katholischen Priester als homosexuell. In der katholischen Kirche gibt es seit Jahren einen vorsichtigen Wandel in ihrer generellen Haltung gegenüber gleichgeschlechtlich Veranlagten." So konnte man es schon am 1.2.2010 auf der Internetseite der "Welt" lesen unter der uns nicht verblüffenden Überschrift: "Missbrauch-Skandal entfacht neue Zölibat-Debatte".
Das Erfrischende an dem Diskurs über die Lage der Kirche ist doch, daß unabhängig vom jeweiligen Problem der Kirche die Lösung immer lautet, daß der Zölibat aufzuheben ist. Stellt man sich dann aber die Frage, warum denn eine Ehe einen Priester davon abhalten soll, sich an Buben zu sexuell zu vergreifen, findet auch der Phantasiebegabteste darauf keine Antwort, denn schließlich finden nur Heterosexuelle in einer Ehe auch die Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse, aber ein Homosexueller eben nicht und schon gar keiner, dem es nach jungen Männern oder Buben gelüstet. 
Aber nun gesellt sich zur Lieblingsforderung aller Kirchenreformer, weg mit dem Zölibat ja noch die Begeisterung für die Homosexualität.Für den Gutmenschen ist dieser ja der "homo superior", der nur verächtlich auf den Mann mit natürlichem Sexualverlangen herabschaut. Wenn nun in 4 von 5 Mißbrauchsfällen die Opfer männlichen Geschlechtes sind, dann liegt es wohl auf der Hand, daß Homosexuelle mit besonderer Vorliebe für Knaben den Täterkreis stellen. Sollte es wahr sein, daß 20 Prozent der katholischen Priester homosexuell sind, dann erklärte sich eben auch daraus das Faktum, daß in keiner anderen Organisation, in der sexuelle Mißbräuche vorkommen, der männliche Anteil der Opfer so hoch ist. 
Aber was folgern unsere Reformer daraus? Richtig! Die Kirche soll endlich die Homosexualität trotz ihrer Naturwidrigkeit positiv werten und so Homosexuellen die Tore weit öffnen zum Priesteramt. Wer nun aber darauf respondierte, daß dann wohl die Anzahl der sexuellen Mißbräuche an Knaben zunähme, der wird sicher medial gesteinigt, denn das ist politisch unkorrekt. Nein, die Homophobie führt allein zu solchen sexuellen Mißbräuchen an Knaben! 
Nur, eines irritiert: Wer Marquise de Sade, diesen Radicalaufklärer liest, kommt vor Augen geführt, daß gerade Homosexuelle, die ihre Sexualität frei und ohne moralische Beeinträchtigung ausleben, gerade an der Unzucht mit Knaben besonders viel "Freude" haben! Die Befreiung von aller Moral, die dieser Aufklärer so vehement predigt, realisiert sich ja gerade im sexuellen Mißbrauch der Mitmenschen. Je mehr die christlich-bürgerliche Sexualmoral aufgeweicht und in Frage gestellt wird, desto mehr wird hier mit gutem Gewissen gesündigt! 

Ein großer Verschleierer:
"Der Churer Weihbischof Marian Eleganti hat letzte Woche sexuelle Übergriffe in der katholischen Kirche mit Homosexualität in Verbindung gebracht. Ihr Bistum hat sich distanziert. Es sei kontraproduktiv. Warum?
Wer diese Verbindung macht, lenkt vom Thema ab. Es geht hier um sexuelle Übergriffe in der katholischen Kirche, um Machtmissbrauch – und nicht um Homosexualität."  So tönt der Kanzler des Bistumes St.Gallen in einem Interview am 2.9.2018 in der "Berner Zeitung".  Wenn eine heterosexueller Mann eine Frau vergewaltigt, hat das selbstverständlich etwas mit seiner männlichen Sexualität zu üben: er übt sie so aus, aber wenn ein Homosexueller Knaben sexuell mißbraucht, dann soll das kein Akt seiner Homosexualität sein? Absurd! Sicher wird man in beiden Fällen der angewandten Gewalt gegen das Opfer nicht gerecht, wenn sie allein als Mittel zur Realisierung der praktizierten Gewalt gedeutet wird, sondern sie muß als Mittel zur Steigerung des Lustgewinnes begriffen werden, wovon gerade Marquise de Sade authentisch Auskunft gibt. Aber dieser Radicalaufklärer zeigt auch, wie gerade die Auflösung der traditionellen Sexualmorallehre den Menschen zur sadistisch genossenden Sexualität emanzipiert!