Samstag, 20. Juli 2019

Trumps Rassismus- oder darf man noch an die Herkunftsbestimmtheit von Menschen glauben?

Daß der Amerikanische Präsident Trump ein Rassist, das weiß jeder Gutmensch,denn jeder Nicht-Gutmensch ist ja ein Rassist. Jetzt empört sich die ganze Gutwelt über ihn? Was hat der Präsident denn nun so Schreckliches geschrieben? Er schrieb:  
 „So interessant zu sehen, wie progressive demokratische Kongress-Frauen, die ursprünglich aus Ländern kommen, deren Regierungen eine komplette und totale Katastrophe und die schlimmsten, korruptesten und unfähigsten irgendwo auf der Welt sind, jetzt lautstark und bösartig den Menschen in den USA, der größten und mächtigsten Nation auf Erden, sagen, wie unsere Regierung geführt werden soll.“  Und dann fügte er noch hinzu:
„Warum gehen sie nicht zurück und helfen, die total zerbrochenen und von Kriminalität verseuchten Orte zu reparieren, aus denen sie gekommen sind. Und danach können sie ja zurückkommen und uns zeigen, wie es geht.“ (zitiert nach Berliner Morgenpost 16.7.2019)
Hinter dieser polemischen Aussage steckt ein einfacher Gedanke: der der Herkunftbestimmtheit des Menschen. Das Woher meiner Existenz ist auch eine Verpflichtung für dies Woher. Ein politischer Engagierter sollte sich so für seine Heimat einsetzen und er praktiziert das auch so. Trumps Kritik kann deshalb so erfaßt werden: Weil diese Kongreßfrauen nicht ihre Heimat in den USA haben, engagieren sie sich auch nicht für die USA, sondern sie betreiben da eine Politik für ihre Heimat bzw für ihre Volksangehörigen, die ebenso wie sie fern der Heimat in den USA lebend nicht integriert sind in die
Erinnern wir uns an Joseph, den nach Ägypten verschleppten Israeliten, der dann in Ägypten eine außergewöhnliche Karriere machte. Als seine Landsleute ob der Hungersnot im eigenen Lande nach Ägypten sich wandten, um dort dann zu leben, agierte da Joseph als ägyptischter Staatsdiener oder mehr als Volksgenosse, der seinen Landsleuten helfen wollte? Ist die Geschichte Josephs in Ägypten nicht ein beredtes Beispiel für die Wahrheit: Blut ist dicker als Wasser?
Nehmen wir etwas weniger Spektakuläres: Ein Bürgermeister hat über einen Baugenehmigungsantrag zu entscheiden und der Antragsteller ist sein Bruder. Wird er da nicht wegen einer möglichen Befangenheit nicht an der Entscheidung über diesen Bauantrag mitabstimmen? Kann jemand Richter in einem Mordprozeß sein, wenn der Angeklagte mit ihm eng verwandt ist, etwa der eigene Sohn? Es gibt Befangenheiten, resultierend aus Verwandtschaftsverhältnissen, die eine sachgemäße Ausübung eines Amtes in Frage stellen. 
Ist nun jeder, der mutmaßt, daß Joseph in Ägypten mehr das Volkswohl seines Volkes im Auge hatte als das des ägyptischen Volkes ein Rassist, weil er an die Herkunftsbestimmtheit der Menschen glaubt? Oder ist der, dem das Wohlergehen  der Angehörigen seines Volkes wichtiger ist als die Wohlfahrt des Volkes, in dem er nun lebt, ein Rassist? 
Ist es denn unmoralisch, Mitmenschen an ihre Verpflichtung für ihre eigene Heimat zu erinnern und den Verdacht zu hegen, daß sie, nun in der Fremde lebend, nicht so sehr das Wohl ihres Gastlandes als das ihrer Volksgenossen in der Fremde im Auge haben?  Einfacher gesagt, daß Afrikanern mit  einem amerikanischen Paß ausgestattet Afrika und die in den USA lebenden Afrikaner näher stehen als die Amerikaner, so wie ein Richter, wenn der Angeklagte sein eigener Sohn ist, eben auch aller Wahrscheinlichkeit befangen nicht objektiv richten wird?  
Ein pures Märchen ist ja die Erzählung von den USA als einem Schmelztiegel der Völker, daß aus Menschen aller Nationen da Amerikaner wurden, daß sie umgeschmolzen wurden zu Amerikanern. Sie blieben, was sie waren ob ihrer Herkunft. So entstand angesichts dieser Realität der Multiethnizität die Ideologie des Multikulturalismus in Amerika, als die angelsächsische Kultur in den USA ihre Vormachtstellung zu verlieren begann und die anderen Ehnien in den USA ihre Gleichberechtigung verlangten. Die USA sind durch den Vorrang der in der englischen Kultur ursprünglich Beheimateten und nach dem Sieg über die Südstaaten mit ihrer Kultur zur neuen Heimat  der angelsächsischen Kultur geworden, für die die Nichtangelsächsischen immer Fremde der USA blieben. Sie sind in den Augen des angelsächsischen Amerikaners Nichtamerikaner, da diese von ihrer Ursprungsheimat Bestimmte geblieben sind. Und als solche spricht diese der Amerikanische Präsident an. Aber das ist für einen Gutmenschen Rassismus!   

Merke: Wir sind und bleiben immer Kinder unserer Eltern und so Glieder des Volkes unserer Eltern.    

Wir werden immer weniger- die Kirche lehrt sich aber ist doch mit sich zufrieden

Im Jahr 2018 haben 216.078 Gläubige vor den staatlichen Behörden ihren Austritt erklärt, teilte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Freitag in Bonn mit. Gegenüber zum Vorjahr (2017:167.504) stiegen die Kirchenaustritte um nahezu 29 Prozent an. 
Aber auch Tröstliches weiß katholisch de zu vermelden: Stabil blieben die  Zahl der Taufen,Erstkommunionen,Firmungen und Bestattungen. Der Kirchenbesuch ging nur gering zurück, von 9,8 auf 9,3 Prozent. Katholisch de am 19.7.2019: "Zahl der Kirchenaustritte dramatisch angestiegen"
Für den aufmerksamen Leser dieser quasi offiziellen Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz sind die Ursachen dieser Entwickelung offensichtlich: Vordergründig.die Mißbräuchsfälle, aber die wahren Ursachen sind das Festhalten am Priesterzölibat, daß Frauen nicht Diakone, Priester und Bischöfe werden können, die nicht mehr zeitgemäße Sexualmorallehre der Kirche und daß sie noch nicht demokratisiert worden sei.
Aber es gäbe Hoffnungszeichen: "Initiativen wie "Maria 2.0" zeigten, "dass die Menschen sich Veränderungen in der Kirche wünschen". Diese Kritik werde der im Frühjahr 2020 beginnende "synodale Weg" aufgreifen, versprach der DBK-Sekretär. " 
Also, die Katholische Kirche müsse sich verprotestantisieren, je mehr Katholisches sie auflöst, desto mehr würden die Menschen zu ihr zurück finden.
Aber was lesen wir dann? Aber auch die evangelische Kirche verliert immer mehr Mitglieder. 2018 gab es rund 220.000 Austritte und damit 11,6 Prozent mehr als 2017. Kath net am 19.7.2019.In der evangelischen "Kirche" existieren doch all diese Mißstände der Katholischen Kirche nicht, ja da ist man doch noch progressiver als die Modernisten der Katholischen Kirche es einfordern!
Trotzdem wird auf Katholisch de unverdrossen an dem Alt68er Deformprogramm festgehalten:
"Es bleibt nichts anderes übrig als zu hoffen, dass die Bischöfe den Warnschuss dieses Mal endlich gehört haben: Sie müssen jetzt die Zügel in die Hand nehmen und schnell und sichtbar etwas ändern – sei es beim Zölibat oder bei der Rolle der Frauen."Katholisch de am 19.7.2019: "Kirchenaustritte 2018: Der letzte Warnschuss".
Trotzdem, der ganz und gar unaufgeregte Tonfall der bischöflichen Stellungnahmen fällt doch auf: Es klingt wie routinemäßig abgespieltes Betroffenheitsgerede. Die wirklich für die Kirchenleitungen relevanten Zahlen fehlen hier nämlich, die des Kirchensteueraufkommens. Was spricht auch gegen Kirchensteuerzahler, wenn sie die Dienstleistungen der Kirche nicht mehr in Anspruch nehmen, solange sie zahlen! 





Freitag, 19. Juli 2019

Zur Amazonassynode Eine Kritik einer überschäumenden Technikkritik


Das Axiom der platonischen wie die christlichen Ontologie sei der Kernsatz:"Alles Seiende ist gut". So urteilt wenigstens Sloterdijk (Sloterdijk, Heinrichs: Die Sonne und der Tod.Dialogische Untersuchungen, 2001, S.133.) Nun kritisierte die Gnosis dies Axiom schon und sprach von einem zweitklassigen Schöpfer, einem Demiurgen. Das ermöglichte nun die Vorstellung, daß, da das Seiende "aus der Hand eines Pfuschgottes" hervorgegangen sei, diese Schöpfung durch den Menschen zu optimieren sei. "In der Folge sind die Gedanken der frühen Europäer in bezug auf den ersten Macher gespalten in solche, die gutkatholisch die Optimalität der Schöpfung verteidigen, weswegen Eingriffe in die genetischen Tiefenstrukturen nicht in Frage kommen, und solche,die kritisch gegen das Seine meinen, daß die Schöpfung ein Ergbnis aus unzureichendem Können, also punktuell oder generell mißlungen ist." (S.133). Daraus ergäbe sich dann die Legitimität von Optimierungskonzepten. 
Das klingt beeindruckend, evoziert aber doch viele Anfragen. Versteht die Moderne die Natur wirklich in irgendeinem gnostischen Sinne als Hervorbringung eines schwachen Schöpfergottes, sodaß nun dessen Werk von uns Menschen zu optimieren sei? Meint der Begriff der Natur nicht im modernen Sinne einen noch nicht bearbeiteten Rohstoff, der zu etwas Wertollem erst durch die menschliche Arbeit wird? Wendete man ein, daß auch der Rohstoff im Verarbeitungprozeß einen Wert habe, (den Kaufpreis), dann resultiert ja auch der allein aus den Kosten seiner Bereitstellung als Rohstoff  für die Weiterverarbeitung, daß eben Bäume gefällt werden müssen, damit dann Holz als ein natürlicher Rohstoff für eine Weiterverarbeitung zur Verfügung stehen kann.
Was wird dann unter dem Gutsein des Seienden verstanden? Veranschaulichen wir uns das an einem simplen Beispiel. Ist ein Kaninchen ein gut Seiendes, sodaß seine Verarbeitung zu einem wohlschmeckenden Kaninchenbraten eine Verleugnung des Gutseins des Kaninchens ist? Oder besteht das Gutsein der Schöpfung gerade darin, daß es in ihr Tiere gibt, die dank menschlicher Zubereitungskunst in wohlschmeckende Speisen verwandelt werden können?
Bedenken wir daraufhin die Zentralaussage zur Stellung des Menschen in der von Gott gut geschaffenen Welt. Gott sagte: "Crescite et multiplicamini, et replete terram, et subjicite eam, et dominamini". (1.Mose 1,28) (= Seid fruchtbar und mehret euch, und erfüllet die Erde, und machet sie euch unterthan, und seid Herr über sie, Übersetzung Augustin Arndt SJ, Die Heilige Schrift, Vulgata 1903. Wie paßt das Gutsein der Schöpfung, des Seienden mit dem göttlichen Auftrage zusammen, dies gut Seiende sich zu unterwerfen und zu dominieren?  (In dem Vorbereitungsdokument der Amazonassynode wird dagegen diese göttliche Beauftragung des Menschen zur Beherrschung der Natur perhorresziert und so zurückgewiesen , damit der Mensch primär nur noch ein contemplativ die Natur in ihrem Gutsein Betrachtender sein darf!) 
Ein einfaches Beispiel gibt uns dafür eine Antwort: Ein Bube spielt mit Bausteinen. Schauen wir diesem kindlichen Architekten und Bauleiter zu, sehen wir, wie er mehr oder weniger geschickt aus den Bausteinen etwas erbaut, Türme, Häuser, Schlösser oder...Die Qualität der Bausteine ist ihre Potentialität, daß der Bub ganz Verschiedenes aus ihnen erbauen kann. Das Gutsein ist die Nützlichkeit für diesen Nachwuchsbaumeister, Gutes durch das Gute hervorbringen zu können. 
Nun tritt der Mensch auf dieser Bühne in zweifacher Weise auf, a) als Gegenüber zur Natur, das ist die Seinsqualität, die durch die Amazonassynode verdrängt werden soll  mit ihren pantheistischen Tendenzen, den Menschen in die Natur zu integrieren- also sein seelische Qualität zu verneinen  und b) als Teil der Natur, daß er als Leib zur Natur gehört. Nur als Seele ist er ein Gegenüber zur Natur. Das bedeutet nun, daß das Beherrschen und Dominieren sich auch auf den menschlichen Leib bezieht. Das fängt im Kleinen an, daß Frauen sich ihre Haare färben, um schöner auszusehen, geht bis zur Implantation von künstlichen Herzen, wenn das natürliche nicht mehr funktioniert und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis daß Eingriffe in die genetischen Tiefenstrukturen ein Routineeingriff sein werden. 
Zwei Momente sind dabei zu distinguiren: daß Menschen mit ihrer natürlichen Schönheit etwa unzufrieden, sich ästhetisch optimieren oder ob erkrankte Teile des meschichen Körpers durch künstliche Implantate ersetzt werden, damit die Funktionalität des menschlichen Körpers erhalten bleibt. So ist es gut vorstellbar, daß in der Zukunft Menschen, statt in Rollstühlen sich zu bewegen. mit künstlichen Beinen selbst wieder laufen können oder Blinde durch künstliche Augen sehen können werden. Es gibt hier prinzipiell keine Grenzen, außer denen des aktuell technisch Möglichen.Aber diese Grenzen verschieben sich. Jesus Christus entgrenzte die natürlichen Möglichkeiten der Heilung gar so sehr,  daß er gar durch Wunder Tote revitalisierte aus Liebe zu Menschen.  
Also: Durch eine Beherrschung des Körpers durch Techniken kann einerseits Defekte des menschlichen Körpers behoben werden, sodaß das natürlich Mögliche wieder vom Körper gekonnt wird, etwa das ein Erblindeter durch künstliche Augen wieder sehen kann oder aber andererseits, daß ein natürliches Vermögen durch künstliche Implantate optimiert werden kann. Es ist eine selbstverständliche Praxis, daß Objekte, die mittels der natürlichen Sehkraft nicht gesehen werden können, durch ein Mikroskop betrachtet werden, es riefe aber Empörung hervor,ließe sich ein Mensch seine Augen so optimieren, daß er, wenn er will, mit ihnen auch wie durch ein Mikroskop sehen könnte. Hier würde die Technik dem Menschen zu intim, könnte geurteilt werden- aber warum ist dann eine Installation eines Herzschrittmachers legitim, ist doch das Herz das Zentrum des Gefühlslebens des Menschen, war es zumindest, bis es in den Bauch verlegt worden ist: Bauchgefühle?
Oder sollte geurteilt werden, daß der Mensch eben natürlich zu leben habe, daß ihm seine Natur auch die  von Gott gesetzten Grenzen bilde. Der Mythos vom abstürzenden Ikarus bejaht das: Der hybrische Versuch des Menschen, wie ein Vogel fliegen zu wollen, sich so über die Grenzen seines Menschseins zu erheben, endet mit seinem Absturz. Aber das ist kein christlicher Mythos. Der Gott der Schöpfung sagt zum Menschen: Unterwerfe dir die Erde! und das realisiert er auch, indem er nun schneller und gewandter zu fliegen erlernt hat durch seine Flugzeuge. 
Die Welt, in die Gott den Menschen eingesetzt hat, ist deshalb gerade deshab eine  gute Welt, weil er sie optimieren kann, wie ein Bub aus einem Haufen von Bausteinen Häuser und Türme und was auch noch erbauen kann: Je vielfältiger das Baumaterial ist, desto besser ist es für das Kind.  
Aber von dieser Stellung des Menschen in der Natur will die Amazonassynode wohl nichts mehr wissen,  ganz naiv in neoromantischen Natur- und Edelindianerbetrachtungen  schwelgend. Der natürliche Edelindianer (vgl Karl May) fungiert dabei als Antithese zum durch Gott zur Naturbeherrschung berufenen Menschen der christlichen Kultur.            

Mittwoch, 17. Juli 2019

Was ist eine Haßrede?- jetzt wissen wir es!

Die Nachricht lautete: „Lasst uns niemals annehmen, dass unser Leben ohne Sünde sein wird, wenn wir ein gutes Leben führen; unser Leben soll nur gelobt werden, wenn wir ständig um Vergebung bitten. Die Menschen aber sind Verzweifelte und je weniger sie auf ihre eigenen Sünden schauen um so mehr interessieren sie sich für die Sünden anderer. Sie wollen kritisieren, nicht korrigieren. Unfähig, selbst um Verzeihung zu bitten, sind sie bereit, andere anzuklagen.“ (Sermo 19,2)  Kath net am 17.7.2019

Dies löschte Facebook als Haßrede!  Und wer wurde da zitiert? Der hl. Augustin. Die Zensur läßt eben nur noch 100 prozentig politisch Korrektes zu. Seit dem Zerfall der DDR, mitverursacht durch die in der DDR empfangbaren Westmedien weiß eben jede Regierung, daß unzensierte Medien eine Gefahr für eine Regierung bilden. Darum heißt jetzt die Parole nicht nur in der Türkei: Mehr Zensur!

Die neue Theologie der Kirche des "synodalen Weges" und der "Amazonassynode"- ein Fallbeispiel

Die neue  Kirche, die nun durch den synodalen Weg und die Amazonassynode hervorgebracht werden soll, wenn es nach den Initiatoren dieser beiden Vorhaben geht und Gott seine Kirche nicht doch noch vor ihrem Untergang bewahren will, beinhaltet auch eine neue Art des Theologisierens. Die neue Art präsentiert der Dogmatiker Bründl in einem Intervew mit katholisch de (14.7.2019, dem quasi offiziellen Organ der Deutschen Bischofskonferenz. Den  Anlaß,diese neue Art vorzuführen, bildet das bedauerliche Faktum, daß Past Franzisus so oft vom Teufel spricht.
So wird die Destruktion der Satanologie und damit der Predigt vom Teufel eingleitet:    
" Frage: Herr Bründl, Papst Franziskus redet oft über den Teufel, für manche Theologen zu oft. Wenn Sie an ihre Studenten oder die Gläubigen in den Gemeinden denken: Welche Rolle spielt der Teufel in deren Glaubensleben?"
Zu beachten ist,daß nicht gefragt wird, welche Bedeutung dem Teufel in der Lehre der Kirche vorkommt und wie diese Lehre durch das Zeugnis der hl. Schrift und der Tradition fundiert ist, sondern es wird danach gefragt, welche Rolle die Teufelsvorstellung heutzutage noch spielt.Diese Arrt des Herangehens an die Lehre vom Teufel ist hier nun nicht zufällig gewählt: Nicht mehr die hl. Schrift und die Tradition, schon gar nicht das Lehramt, sondern das, was jetzt geglaubt wird, bildet die Norm für die heutige Verkündigung und somit der Satanalogie.   
Es folgt die zu erwartende Antwort:
"Bründl: Gar keine, in der Regel. Als handlungsbestimmendes Moment hat der Teufel heute keine Aussagekraft." Dann muß aber eingeräumt werden: "Für einige Menschen ist er aber bisweilen noch eine angstbesetzte Figur," unter diese Gruppe fällt dann wohl der Papst und die ganze vorkonziliare Kirche, die stets den Satan als den Feind des Menschen und der Kirche thematisiert hat.Aber: " demgegenüber "das ist doch Schmarrn" eine gesunde Reaktion ist." Und da hat sich der Sohn Gottes noch eingebildet, vom Satan versucht zu werden, statt ganz aufklärerisch bayrisch ihm zu respondieren: "Du bist doch ein Schmarrn!" Also: "Dich gibt es gar nicht!" 
Woher weiß dieser Dogmatiker, daß es den Satan nicht gibt? Ganz einfach, weil die meisten heutigen Christen nicht mehr an ihn glauben. Die Wahrheit ist eben demokratisch: Was die Mehrheit nicht mehr glaubt, ist nicht mehr wahr, weil sie es nicht mehr glaubt.
"Frage: Welche Konsequenz hat es, dass der Teufel im Glaubensleben nicht mehr vorkommt?
Bründl: Es bedeutet einen rationaleren Umgang mit Schuld, der nach Zurechnung fragt. Es ist ein großer Vorteil, wenn man erkennt, dass man selbst Schuld trägt und nicht von einem bösen Geist – oder eben dem Teufel – zu etwas veranlasst wurde." Hier offenbart dieser modernistische Dogmatiker eine frappierende Unkenntnis der Satanologie, denn nie hat die Kirche gelehrt, daß der Mensch so vom Teufel zum Sündigen verführt wird, daß er der Versuchung nicht widerstehen könnend so exculpiert wäre: Für meine Sünde bin ich nicht verantwortlich.
Aber für diesen Dogmatiker ist diese kirchliche Lehre nur ein "Teufes-Aberglaube", der durch eine weltimmanente Erklärung des Bösen in der Welt zu überwinden ist. Und warum ist alles Böse in der Welt weltimmanent erklärbar? Weil die Mehrheit der Gläubigen den Teufel als Urheber des Bösen nicht mehr akzeptiert und die wissenschaftliche Theologie diesen Kundenwunsch zu respektieren hat. Die Serviveorientierung ist eben das Grundgesetz dieser zeitgenössischen Theologie.

Aufschlußreich für die Theologie der "neuen" Kirche ist auch das Interview, das Gloria TV am 17.9.2016 auszugsweise wiedergibt unter der irreführenden Überschrift: "Dogmatiker windet sich um die Hölle" Denn da sagt dieser Theologe klar aus, daß es keine gäbe, weil alle Menschen gerettet werden, nur die Täter anders als die Opfer. Die Sünder (Täter) würden durch das Gericht Gottes heil gemacht, sodaß sie so auch wie alle anderen gerettet werden werden. Da er so die Allversöhnung lehrt, verwirft er auch die Fürbitte für Verstorbene, denn die bedürfen keiner Fürbitte, weil ja alle gerettet werden.
Früge man diesen Theologen nun, woher er das wüsse, gegen das Zeugnis der hl. Schrift und der Lehre der Kirche, dann könnte er nur respondieren: Er könne doch nichts als wahr lehren, was der moderne Mensch nicht hören will. Denn die Theologie ist eben auch nur eine besondere Hervorbringung für die Unterhaltungsindustrie, für die Kirche als Freizeitangebotsanbieter.  





Dienstag, 16. Juli 2019

„Seenotrettung im Mittelmeer: nicht Seenotrettung, sondern Migration“

"Bild-Redakteur Ralf Schuler: „Die Herbeiführung lebensgefährlicher Notlagen“ sei „zentraler Bestandteil der Einreiseerzwingung“. Zitiert nach kath net am 16.7.2019. Klarer kann dies Phänomen der "Seenotrettung im Mittelmeer" nicht erfaßt werden. Genau genommen wird die "Seenot" simuliert, damit dann ein Gutmenschschiff die absichtlich in Seenot Geratenen aufnimmt und nicht etwa, wie es bei einem realen Seenotfall der Fall wäre, in den nächstgelegenden Hafen zu bringen, damit dort die Seenotopfer versorgt werden können, sondern das Schiff überquert dann das ganze Mittelmeer, um die "Seenotopfer" dahin zu bringen, wohin sie wollen, nach Europa, hoffend auf ein gutes Leben da. 
Normalerweise würde dem Schiff mit seinen illegal einreisen Wollenden es nicht erlaubt, ihre Passagiere an Land gehen zu lassen. Nun wird aber die simulierte Seenot ins Spiel gebracht: Der europäische Hafen dürfe Seenotopfern die Landung nicht erwehren. Je länger nun das Schiff mit seinen Seenotfällen vor der Einfahrt des europäischen Hafens weilt und je mehr sich so die Lage der "Seenotopfer" verschlechtert, weil sie nicht angemessen versorgt werden, wie diés nur am Lande geschehen könne, umso mehr wüten die politisch korrekten Medien und die Gutmensch-organisationen gegen diese Unmenschlichkeit, bis daß dann ein Hafen ihnen erlaubt, ihre Senotpassagiere an Land gehen zu lassen. 
Da stellen sie dann ihre Asylanträge und Europa kann sie nicht mehr zurückschicken, da sie im Regelfall alle Ausweisdokumente vernichtet haben, damit nicht festgestellt werden kann, von woher sie kommen, um eine Abschiebung, ihre Repatriierung zu verhindern. 
Ein perfektes Zusammenspiel zwischen den Schlepperorganisationen, den Gutmenschschiffen  und den politisch korrekten Medien produziert so diese "Seenotrettung", die nichts anderes ist, als ein erfolgreiches Konzept zur Durchführung von illegalen Einwanderungen. Die Auflösung Europas durch das Projekt der Multiethnisierung bildet dabei den Hintergrund für diese Art von "Seenotrettung".
Kath net meldet dazu: "Rom (kath.net/KAP) Die katholische Kirche Italiens will eine mit Papst Franziskus abgestimmte Mittelmeer-Initiative zu den Themen Migration und Frieden starten". 16.7.2019. Die Katholische Kirche will eben bei diesem Auflösungskonzept selbst eine Führungsrolle einnehmen unter Anleitung von Papst Franziskus. Diese Aktivität gehört eben konstitutiv zum Umformungswillen der Kirche zu einer links-humanitaristischen NGO dazu, auch wenn so die Islamisierung Europas mit vorangetrieben wird.  Der Papst hat ja selbst sein Konzept der Multiethnisierung und Auflösung der Ordnung der Völker zu einer globalisierten Einheitswelt so zusammengefaßt:
BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS
ZUM 104. WELTTAG DES MIGRANTEN UND FLÜCHTLINGS 2018

[14. Januar 2018]
„Die Migranten und Flüchtlinge aufnehmen,
beschützen, fördern und integrieren“
 

Eine nicht oberflächlich bleiben wollende Betrachtung dieses Phänomänes verlangt aber nach einer schlüssigen Theorie der Dekadenz, des Erschlaffens des eigenen Lebenswillens, die Europa und seine Völker nun dazu bringt, sich selbst aufgeben zu wollen  und Fremden das Eigene als Erbe zu überlassen.

Corollarium 1

Schon 1989 erfaßten Antideutsche ein  politisches Konzept, daß die Parole: "Nie wieder Faschismus- nie wieder Deutschland" in ein politisches Projekt umsetzte. "Linke Utopie könne angesichts dieser Perspektive nur in der Zerstörung des deutschen Staates und  seiner Ersetzung durch einen Vielvölkerstaat sowie der Auflösung des deutschen Volkes in eine multikulturelle Gesellschaft liegen." M.Steffen, Geschichten vom Trüffelschwein. Politik und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971 bis 1991, 2002, S.325.

Die Selbstbejahung ist keine Selbstverständlichkeit für den Menschen. Er kann sich als Mensch auch verneinen oder als bestimmter Mensch verneinen. "Ich bin als Mann geboren, will aber eine Frau sein- ich bin als Deutscher geboren, will aber kein Deutscher sein. Die treibende Kraft der Gutmenschen Deutschlands ist es eben, daß sie keine Deutsche mehr sein wollen, das Deutsche ablehnen und seinen Untergang ersehnen. Die Aufnahme unbegrenzter Flüchlingsströme ist so nur ein Mittel für das Ziel der Auflösung unseres Volkes.  Dies Gutmenschentum ist nicht etwas Gesinnungsethisches, (vgl dazu die Unterscheidung von der Gesinnungsethik von der Verantwortungsethik nach Max Weber) sondern ein Produkt der Selbstverneinung und nur erklärbar aus einer Besonderheit des Deutschen Charakters, das Fremde mehr zu lieben als das Eigene, nur daß diese Tradition nun zum Willen zur Selbstnegation gesteigert wird. Den Hintergrund dafür bildet die "Vergangenheitsbewältigung" mit der Lehre, daß der Deutsche das Grundübel sei.    

Montag, 15. Juli 2019

Die neue Kirche- die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern, soll kommen!

Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern: Da man mit der Katholischen Kirche, so wie sie heute ist, trotz des großen Modernisierungsschubes mit dem 2.Vaticanum nicht mehr ankommt, muß eine neue Kirche her. Der synodale Weg in Deutschland und die Amazonassynode sollen so den Aufbruch zur neuen Kirche markieren. Die Drohbotschaften ertönen nun: Nichts wird so bleiben, wie es war. Nun schien Papst Franziskus den progressiven Kurs der Deutschen Bischofskonferenz etwas bremsen zu wollen, aber der Bremsbrief fiel nun eigentümlich unklar aus. 
Katholisch info präsentiert dazu eine bedekenswerte These. Unter der Überschrift: Hat Kardinal Marx die Kontrolle über Papst Franziskus?(13.7.2019) steht geschrieben:

Zum Hintergrund, warum der Brief so zweideutig formuliert ist, beruft sich Hickson auf „glaubwürdige Quellen“. Der päpstliche Brief ist demnach an der Römischen Kurie gereift, weil „einige Mitglieder der Kurie“ der Überzeugung sind, daß die Kirche in Deutschland in ihren „Reformen“ bereits zu weit gegangen ist. Sie drängten den Papst, mit einem Schreiben Einhalt zu gebieten. „Im Verlauf seiner Bearbeitung sei der Brief aber verwässert worden“, so Hickson. Sie schreibt dazu:

„Als Kardinal Marx von Papst Franziskus erfuhr, daß der Brief geschrieben wurde, und daß ‚viele besorgte Kardinäle und Präfekten einen klaren Brief angefordert hatten‘, verlangte Marx, den Briefentwurf vor seiner offiziellen Versendung nach Deutschland zu lesen. Marx soll ‚wütend‘ gewesen sein und sich ‚gerühmt‘ haben, weil er den Brief in wesentlichen Punkten ‚aufgeweicht‘ hat.“
Daß diese Meldung Kardinal Marx dementieren ließ, verwundert nicht, aber das besagt nicht, daß es sich nicht so ereignet hat. Bedenkt man, daß Rom wohl das meiste Geld von der Deutschen Kirche bekommt, ist es gut vorstellbar, daß dem Papst klar gemacht wurde, daß jetzt diese Deformen der Kirche nötig sind, damit fernherhin so viel Geld aus Deutschland zum Vatican fließen wird.

Eine "neue" Katholische Kirche droht uns so und es scheint, daß gerade Deutsche Bischöfe im Bunde mit dem Laien-ZK und dessen progressiven Kräfte die treibende Kraft dieses Projektes einer neuen Kirche sind. ((Vgl dazu den Kath info Artikel vom 13.7. 2019) Die "neue" soll den "Bruch" des 2.Vaticanumes mit der traditionellen Kirche, so die liberale Deutung dieses Reformkonziles, vorantreiben, ja eine modern zeitgemäße sein.
Da stören eben die bisherigen normativen Quellen, die hl. Schrift, die Tradition und das Lehramt und so sollen die entwertet werden durch die These, daß die Wirklichkeit, so wie die Menschen eben realiter leben, auch eine normative Quelle für die Kirche zu sein hat. Wenn die Mehrheit der heutigen Katholiken eben verheiratete Priester und Frauen als Diakone sehen wollen, dann hat die Kirchenleitung dem nachzugeben. Denn es gilt die Gleichung: Vox populi=vox dei!
Die neue Kirche soll so eine der Kundenorientierung sein und zugleich soll sie eine sein, die sich gut mit den Mächtigen und Einflußreichen der Welt gut steht.So muß eben auf die mächtige Stimme der Homosexlobby gehört werden, aber auch der einflußreichen  Klimakatastrohenhysterie soll sie Rechnung tragen. Das darf natürlich nicht mit einem popularistischen Trend verwechselt werden, denn um bei den Eurokraten beliebt zu bleiben, wird jeder oppositionelle Popularismus, der rechte also verurteilt, aber auch nur dieser.
Und theologisch? Das Schlimmste an Papst Benedikt XVI. war ja, daß er ein Theologenpapst war. Die Theologie als normative Größe  aber hindert die Kirche daran, konsequent nachfrageorintiert sich zu gestalten, daß eben die Demoskopie die dogmatische Theologie in ihrer normativen Funktion zu ersetzen hat. Faktisch soll so die Verprotestantisierung der Kirche das Wort geredet werden, weil nur so sie noch eine Chance hätte, bei den modernen Menschen anzukommen. Nun meldet Kath net aber zur selben Zeit (am 13.7.2019):
"Der Gottesdienstbesuch in den evangelischen Landeskirchen in Deutschland wird immer weniger besucht und hat einen neuen Tiefststand erreicht. 2017 gingen durchschnittlich nur noch 3,3 Prozent der 21,5 Millionen Mitglieder in die Kirche, das sind nur rund 734.000 Menschen in ganz Deutschland." Gerade der Protestantismus, der so energisch die Verweltlichung vorangerieben hat, steht ja nun vor immer leerer werdenden Kirchen und dem Verlust der Lebensrelevanz des Protestantischen. Versagt hier etwa das Projekt der Kundenorientierung?
Eines ist aber sicher: Die "neue" Kirche des synodalen Weges und der Amazonassynode soll die einer konsequenten Kundenausrichtung sein. Nur, daß die Vermutung sich aufdrängt, daß sie so noch schneller, als jetzt schon ihrem selbstproduzierten Untergang entgegenmarschiert.
Könnte evtl die Lust am eigenen Untergang die treibende Kraft dieses Destruktionsprogrammes der Kirche sein, wie ja auch der Wille der Gutmenschen, unbegrenzt viele "Flüchtlinge" aufzunehmen, ihnen Asyl zu gewähren, sich aus der Lust der Selbstnegation speist. Heideggers berühmte Frage seiner Rektoratsrede: Wollen wir noch Deutsche sein, das Deutsche Volk sein?, verneinen diese Gutmenschen und vielleicht wollen die Deformer der  Katholischen Kirche auch das Katholischsein so einfach nur negieren und überwinden.   

Aber damit die neue Kirche kommen kann, muß die alte erst liquidiert werden: "Kardinal Müller: Kirche unter Franziskus arbeitet an eigner Auflösung"Katholisch de am 15.7.2019