Dienstag, 7. April 2026

Weitere Anmerkungen zu Ostern -Irritierendes

 Weitere Anmerkungen zu Ostern -Irritierendes

Paulus hat nicht ob seiner Christusoffenbarung zu Damaskus an die Auferstehung der Toten geglaubt, sondern als ein schriftgelehrter Pharisäer. Sein Damuskuserlebnis bestätigte diesen Glauben.

Daß Jesus Ostern auferweckt, seinen Schülern erschien, bewies nicht schon, daß er schon zum ewigen Leben erweckt worden ist. Erst seine Himmelfahrt bewies das.

Die Bedeutung des ewigen Lebens im Jenseits erschließt sich uns erst, wenn wir unser Erdenleben als ein Exilsleben, fern der Heimat begreifen.Wir sind der Erde zu treu geworden. (Nietzsche)

Gott erweckt zum ewigen Leben aber der Mensch verhält sich dabei nicht nur passiv- als Seele steht er auch auf, denn sie ist unsterblich, ihr Tod ihr völliges Getrenntsein von Gott,  Gott wendet sich ihr wieder zu und sie sich ihm, das ist die Auferweckung und die Auferstehung.

Sonntag, 5. April 2026

Eine kleine Anmerkung zu Ostern

 Jesus Christus auferweckt oder/und auferstanden von den Toten.Auferweckt betont die Aktivität Gottes und die Passiität Jesu: Er wurde auferweckt, Auferstehen betont die Aktivität Jesu: Er überwand den Tod, er entriß sich der Fesseln des Todes.Das Medium: Er ließ sich auferwecken, so ungebräuchlich diese Form auch ist,betont die Aktivität Gottes als die Erstursache und die Mitaktiviät Jesu,daß er sich auferwcken ließ. Diese sehr unübliche Form wäre theologisch geurteilt die angemessenste.Gott handelt nicht an uns ohne unser Mitwirken- wider einen überspannten  Monergismus, den die Reformatoren lehrten. Aus einem "sola gratia" wird eben leicht ein "sola natura",daß dann nur noch der Mensch als handelnd gedacht wird,motiviert durch seinen Glauben. .

Ostern – eine verblassende Botschaft

 

Ostern – eine verblassende Botschaft



Über oder zu Ostern etwas zu schreiben, stellt jeden Theologen und somit auch mich vor ein ernstes Problem: Kann ich da noch irgendetwas schreiben, was nicht schon zigfach geschrieben worden ist und oft auch besser, als ich es kann? „Dinner for one“ schauen Millionen und auch ich jedes Jahr zu Sylvester und jedes Jahr begeistert dies Theaterstück. Müßte uns die Osterbotschaft nicht viel mehr begeistern?

Könnte es gute Gründe für diese verblassende Ausstrahlungskraft des Osterevangeliumes geben? Wer nicht glauben kann oder will, daß Jesus von den Toten Ostern auferweckt worden ist, den kann die Osterbotschaft nicht begeistern. Wer nun glaubte, daß dieser Jesus von Nazareth wohl auferweckt worden ist, daß das aber nur für ihn gälte, wie auch Hennoch und der Prophet Elia ohne zu sterben in den Himmel entrückt worden sind aber es deswegen keine Hoffnung für uns gibt, ebenso in den Himmel aufenommen zu werden, und wir weiterhin stattdessen sterben müßten ohne eine Hoffnung auf ein ewiges Leben, wie sollte den Ostern begeistern können?

Aber ich hege noch einen anderen Verdacht. „Der Münchner im Himmel“ destruiert doch die christliche Hoffnung viel effektiver: Es kann für uns Menschen gar nicht erstrebenswert sein, ewig im Himmel zu leben. Unser Erdenleben, das ist viel schöner. Denn ein ewiges Himmelsleben, wenn die Ewigkeit als unbegrenzte Zeit verstanden würde, wäre uns ein langweiliges Leben und wenn das ewige Leben als ein zeitloses verstanden wird, dann ist es von einem ewigen Todsein nicht unterscheidbar. Unsere Epoche ist eine der Dekadenz, des geschwächten Willens zum Leben, sodaß die Botschaft von einem ewigen Leben keine Begeisterung hervorrufen kann.

Samstag, 4. April 2026

Achtung- Achtung! Wichtig Achtung!!!

 Es könnte sein, daß ich wegen Anmeldeproblemen dieser Internetseite nach einer  Reperatur meines Computers nicht mehr auf dieser Seite mehr publizieren kann. Ich würde dann die neue Seite  unter dem Kommentar  zum Artikel: 

Confusionen über das Gebet oder das Verwirrspiel des „Gotteslobes“1.4.2026

publizieren. 

Ein technisch unbegabter Theologe!!! 

Wider eine obskure aber zeit(geist)genössische Kreuzestheologie

 

Wider eine obskure aber zeit(geist)genössische Kreuzestheologie



So rechtfertigen die Götter das Menschenleben,indem sie es selbst leben- die allein genügende Theodicee“. Dies schreibt Nietzsche in seinem Werk: „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“, im 3.Kapitel. Es fällt nun uns Christen sehr leicht,diesen Gedanken auf das Leben und Sterben Jesu Christi zu applizieren: Gott wurde ein Mensch, um unser Leben selbst zu leben und auch zu erleiden bis zum schmählichen Tode am Kreuz. Die Theodiceefrage; „Warum müssen wir Menschen auf Erden so viel leiden, wenn doch ein uns gut gesonnener und allmächtiger Gott unsere Welt regiert?“ fände so diese Antwort; „Wenn selbst Gott dieses Menschenleben auf sich nahm, wie könnte dann noch ein Mensch sich über sein Leidensleben beschweren“.

Abstrakter formuliert: Wenn selbst für einen Gott (jetzt im Sinne Nietzsches) das Leben ein Leidensleben ist, dann kann das Leben gar nicht anders sein, denn es ist alternativlos so wie es ist.Die Theodicee lebt nämlich von der Prämisse, daß unser Leben anders sein könnte, anders sein sollte, aus dem konjunktivischen wie dem optativischen Denken. Nietzsche setzt dagegen, daß das Leben nicht anders sein kann, als wie es ist und das auch so zu bejahen sei – Nietzsche als amor fati-Lehrer.

Verlockend ist diese Deutung des Kreuzes Jesu nun für jede moderne Theologie, die die Theologie von allen Altlasten befreien möchte, isb von Anselm von Canterburys Kreuzestheologie, sodaß sein Kreuztod auf keinen Fall als ein Sühnopfer, ein Opfer für uns, uns zum Heile verstanden werden solle. Die Pointe eines Ansatzes im Sinne dieses Nietzschevotums wäre also: Gott rechtfertige sich uns Menschen gegenüber, indem er das unserige Leben, das wir ihm vorwerfen: „Warum müssen wir so elend leben?“ selbst zu leben auf sich nimmt und es so rechtfertigt: „Selbst Gott lebt nicht anders als ihr Menschen!“

Diese Versöhnung des Menschen mit Gott hat natürlich überhaupt nichts mit dem Erlösungswerk Jesu Christi gemein, aber würde man jetzt zeitaufwendig forschen, fänden sich sicher Kreuzestheologien in Sinne dieser Nietzsche -Theodicee, evtl bei Professor Magnus Striet, aber seine diesbezüglichen Texte liegen mir jetzt nicht vor.Die Erlösung transformierte sich so zu einem großen Jasagen zu dem Leben, wie es nun mal ist ohne eine Hoffnung auf ein anderes besseres Leben.



Freitag, 3. April 2026

Über das gravierendste Fehlverständnis des Heilswerkes Jesu Christi, sein Kreuz

 

Über das gravierendste Fehlverständnis des Heilswerkes Jesu Christi, sein Kreuz



Dieser Irrtum läßt sich leicht an zwei Kontrollfragen erkennen: „Gesetz den Fall , daß von mir gerade Gehörte oder Gelesene über das Kreuz Christi sei wahr, wäre das Verhältnis Gottes zu uns Menschen ein anderes, wenn er nicht gekreuzigt worden wäre, oder wäre unser Verhältnis zu Gott ein anderes, wenn er nicht gekreuzigt worden wäre?

Wenn das Verhältnis Gottes zu uns Menschen, sagen wir mal, daß er uns liebe,unabhängig davon ob Jesus gekreuzigt worden wäre oder nicht und wenn dies Geliebtsein die notwendige und hinreichende Bedingung für unser Heil wäre, dann hätte Jesu Heilswerk keine Heilsbedeutung im objektiven Sinne. Leicht schließt sich dieser Vorstellung eine Priesterbetrugserzählung an, daß die Priester zu ihren Gunsten einen zornigen, durch Rituale versöhnbaren Gott sich erdichteten,wobei nur sie in der Lage wären, diese zu vollziehen, um so das Volk beherrschen zu können. Jesus habe uns nun einfach aufgeklärt und uns von dieser falschen Gottesvorstellung befreit. Da eine solche Aussage aus dem Munde Jesu kein Evangelium bezeugt, heißt es dann, daß Jesus mehr in seiner vorbehaltlosen Zuwendung zu allen Menschen diese Liebe Gottes verkündet habe als durch seine Lehren.

Wird dann aber von uns Menschen Gottes objektive Liebe erst subjektiv im Kreuz von uns erkennbar oder erst in Gänze erkennbar? Wenn sein Kreuzestod für uns eine Heilsbedeutung hätte, dann könnte in diesem Heilswerk Jesu Liebe zu uns erkannt werden: Um uns zu retten, nahm er diesen Tod auf sich. Wenn aber das Kreuz Christi keine Heilsbedeutung hat, dann kann in ihm auch nicht die Liebe Gottes zu uns erkannt werden.

So wird das Heilswerk Christi völlig entleert und bedeutungslos. .

Donnerstag, 2. April 2026

Wider ein paar populäre Mißverständnisse des Kreuzes Jesu

 

Wider ein paar populäre Mißverständnisse des Kreuzes Jesu 



Jesus war eben ein so guter Mensch, daß die Bösen ihn nicht ertrugen konnten und so ihn töteten. Diese einfache Deutung seines Kreuztodes kann dann sehr vielfältig ausgeschmückt werden, wobei isb um des christlich- jüdischen Dialoges willen Wert darauf gelegt wird, die jüdische Schuld zu minimalisieren, sodaß Pontius Pilatus zum Hauptschuldigen befördert werden muß, ganz im Kontrast zu den Aussagen der 4 Evangelien dazu. (Kennern der Serie: „Sturm der Liebe“ ist diese Konstellation wohl bekannt, daß die guten Herzens immer wieder das Vorzugsopfer der böswilligen Intriganten werden, gerade weil sie selbst nicht mit so viel Niedertracht ihrer Feinde rechnen.) Aber dies Interpretationschema verkennt völlig, daß es Gottes Wille war, daß sein Sohn sich als das Sühnopfer darbringe. Gottes Wille geschah, als Jesus Christus am Karfreitag gekreuzigt wurde.

Jesu Hinrichtung war eine Willkürentscheidung der Römischen Justiz, ein Fehlurteil, weil Pilatus einen Unschuldigen zum Tode verurteilt. Wenn ich zu all meinen Freunden sagte: „All Eure Schulden übernehme ich, ich trete vor Eure Gläubiger, um Eure Schulden zu begleichen“,dann bin ich dadurch zum Schuldner geworden,auch wenn ich selbst bei niemanden Schulden gemacht hätte. Pilatus verurteilte so wirklich in Jesus einen Verbrecher, und nicht nur einen, sondern den, der alle Verbrechen auf sich selbst genommen hat,weil er um unseres Heiles willen der Sünder schlechthin werden wollte.



Der Hohepriester Kaiaphas ist ein abschreckendes Beispiel all der klerikalistischen Untugenden, der nicht mal davor zurückschreckt, aus Neid einen Populären und beim Volke Beliebten töten zu lassen. Kaiaphas agiert hier nicht als eine Privatperson sondern als ein Amtsinhaber: Sein Beruf ist die Darbringung des Versöhnungsopfers für die Sünden des Volkes.Völlig abgesehen von seinen Privatmotiven handelt er als Priester hier amtlich, indem er dazu beiträgt, daß Jesus nicht nur für die Sünden des jüdischen Volkes sondern der der ganzen Menschheit geopfert wird.Nur durch das Mitwirken des Hohepriesters wird Jesu Kreuzestod ein kultisches Sühnopfer. Wäre Pilatus allein der Akteur,wäre seine Kreuzigung allein eine Tat im Raume des Rechtes und der Gerechtigkeit gewesen, durch den Hohepriester wird es aber eine Tat im Raume des Kultes, des Opferkultes. Wäre Jesus nur wie der hl. Stephanus gelyncht worden und hätte ihn dann Gott nach 3 Tagen auferweckt, hätte sein Tod keine Heilsbedeutung außer der, daß Gott seine Märtyrer durch die Gabe des ewigen Lebens belohnen will.

Jede historisch-kritische Rekonstruktion der Kreuzigung Jesu eruiert nur eine Anzahl von kontingenten Ereignissen, die sich menschlichen Entscheidungen verdanken. So wird notwendig das Eigentliche verkannt, daß gerade im Ereignis der Kreuzigung Gottes Wille selbst sich verwirklichte.