Dienstag, 29. November 2022

Bischof Bätzing und nicht nur er: Das Frauenpriestertum muß kommen- nur was passiert, wenn Frauen Priester werden? + 2 Corallarien

Bischof Bätzing und nicht nur er: Das Frauenpriestertum muß kommen- nur was passiert, wenn Frauen Priester werden? Rom hat gesprochen und die Sache ist entschieden – das galt so in der Kirche,ja war ihr Markenzeichen, bis dann in deutschen Landen der Heros der Freiheit, Luther sein: „Ich höre nicht auf Rom!“ entgegenschleuderte. Ganz lutherisch antirömisch gestimmt stimmen nun Bischof Bätzing und seine Gesinnungskollegen in diesen Schlachtruf ein. Kath de mußte am 28.11. 2022 berichten: „Kirchenoberhaupt bekräftigt Nein zum Frauenpriestertum“, aber man hofft weiter:   „Rückblick auf den Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe. Bischof Bätzing: Frage nach Frauenpriestertum liegt auf dem Tisch“ (25.11.2022). Die Mehrheit der deutschen Bischöfe haben sich nach dem Ad-limina-Besuch in Rom, obzwar ihnen da überdeutlich die Gelbe Karte gezeigt wurde, entschlossen, ihren antikatholischen Kurs konsequent weiterzufahren: wahrhafte Protestanten! Dabei ist die Sachlage eindeutig: Die Weihe von Frauen zu Priestern ist unerlaubt und ungültig. So sagt es das Kirchenrecht. Die Befürworter der Einführung des Frauenpriestertumes stellen den Sachverhalt einfach so das, als existierte in der Kirche nur ein Verbot, das dann auch wieder aufgehoben werden könnte, als existierte nicht die weitreichendere Aussage, daß eine Weihe von Frauen zum Priesteramt ungültig wäre. Da in dieser Causa gerade in Folge des ökomenischen Dialoges eine völlige Confusion herrscht, muß hier die Kunst des Unterscheidens appliziert werden gegen die Tendenz zur Vereinerleiung der Ökumene. Zur Veranschaulichung: Im Rechenunterricht kann, wenn das Kopfrechnen erlernt und eingeübt werden soll, die Frage aufgeworfen werden, ab wann den Schülern der Gebrauch von Taschenrechnern erlaubt wird. Erstkläßlern wird man, damit sie das Addieren und Subtrahieren lernen, den Gebrauch eines Taschenrechners verbieten müssen, aber ab wann ist er zu erlauben? Hier kann ein Verbot auch wieder aufgehoben werden. Wenn aber der Lehrer frägt, was 7 plus 5 ist?, dann kann die falsche und ungültige Antwort 11 nicht durch den Lehrer zu einer gültigen umerklärt werden. Eine ungültige Aussage kann durch keinen Lehrer auch nicht kraft seines Lehramtes in eine gültige verwandelt werden. Das gilt genauso für die Ungültigkeit einer Frauenpriesterweihe. Hier muß nun an das differente Amtsverständnis zwischen der Luther- und der Katholischen Kirche erinnert werden, weil oftmals hier Verwechslungen vorherrschen. Zur Veranschaulichung: Das lutherische Amtsverständnis läßt sich leicht durch einen Vergleich mit der Vergabe eines Führerscheines vergleichen. Der, der die theoretische und praktische Prüfung bestanden hat, wird der Führerschein vergeben, als Erlaubnis, nun Autofahren zu dürfen, nachdem der Kandidat seine Fähigkeit des Autofahrens durch die 2 bestandenen Prüfungen erwiesen hat. Zum Pfarrer wird so in den evangelischen „Kirchen“ der ordiniert, der durch das Bestehen des 1.und 2.Examens seine Fähigkeit dazu bewiesen hat. Die Ordination berechtigt ihn nun dazu, das, was er kann, auch beruflich ausüben zu dürfen. Für die Katholische Kirche ist dagegen die Weihe ein wirksames Sakrament, das den Geweihten erst dazu befähigt, das Priesteramt auszuüben. Für einen Anhänger des lutherischen Amtsverständnisses muß also das Nein zur Frauenpriesterweihe so vorkommen, als urteilte die Kirche: Frauen können den Beruf des Priesters nicht ausüben und deshalb wird ihnen diese Weihe verweigert. Denn die Weihe, würde sie lutherisch verstanden, vermittelt nichts, befähigt zu nichts, sondern setzt die Befähigung als erwiesene voraus, damit der Kandidat dann berechtigt wird, das Amt auszuüben. Für die Katholische Kirche dagegen ist die Weihe ein Sakrament, durch das dem Empfänger die geistlichen Vollmachten zur Ausübung des Priesteramtes vermittelt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Konsekrationsvollmacht, Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandeln zu können. Wenn nun es nur ein Verbot der Weihe von Frauen zum Priesteramt gäbe, hätte das zur Konsequenz, daß wenn die Verbot aufgehoben würde, Priesterin gültig das Meßopfer zelebrieren könnten, indem sie das Wunder der Transsubstantion vollziehen könnten. Wenn aber diese Weihe ungültig wäre, dann könnte auch eine zur Priesterin Geweihte das Meßopfer nicht gültig darbringen, bei ihr blieben nämlich das Brot Brot und der Wein Wein. Das macht die Ungültigkeit der Eucharistiefeier aus. Die Gläubigen könnten dann nichts außer Brot und Wein in der Eucharistie empfangen, auch wenn sie rein subjektivistisch meinten, den Leib Christi und das Blut Christi zu empfangen. Merke: Nicht durch den subjektivistischen Glauben wird das empfangene Brotstück zum Leibe Christi. Das resultiert nun die schwieriger zu respondierende Frage: Warum kann eine Frau die Priesterweihe nicht gültig empfangen? Könnte sie sie unerlaubt aber gültig empfangen, könnte sie ja gültig das Meßopfer darbringen.Es wäre ihr nur verboten, wie man eine lange Zeit lang gültig aber unerlaubt bei den Priestern der Piusbruderschaft beichten konnte. Wer dagegen bei irgendeinem Laien beichten würde, würde keine gültige Lossprechung seiner Sünden erlangen können. Ein kleiner Umweg soll nun helfen, diese Frage zu beantworten. Gesetz den Fall, ein Priester nähme statt des Weines Bier, um darüber die Wandlungsworte zu sprechen. Nehmen wir an, das geschähe in Bayern in der Hoffnung, daß dann mehr zur Kommunion kämen, auch Männer und der Jesus habe doch auch nur den Wein genommen, weil es da kein gescheites Bier gab. Was würde man dann dort empfangen: das Blut Christi oder nur Bier? Die durch die Weihe vermittelte Konsekrationsvolllmacht bezieht sich auf den Wein, daß er so in das Blut Christi verwandelt wird. Es gibt keine Vollmacht, etwa Bier oder Coca Cola in das Blut Christi zu verwandeln- so vielen vielleicht auch Cola und Bier mehr munden würden, wenn unter beiderlei Gestalten die Kommunion ausgeteilt würde. Da die Priesterweihe von einer Frau nur ungültig empfangen werden kann, selbst wenn sie erlaubt würde, kann das nur bedeuten, daß sie die geistlichen Vollmachten, die durch die Weihe vermittelt werden, nicht empfangen kann, wie das Bier nicht in das Blut Christi verwandelt werden kann. Heutzutage wird dagegen oft das Argument vorgebracht, eine Frau könne nicht Jesus Christus in der Eucharistiefeier repräsentieren, weil er ein Mann ist. Das plausibel klingende Argument vermag nun aber theologisch nicht zu überzeugen, denn a) bringt die Kirche das Meßopfer dar und das könnte dann auch eine Frau, da auch sie als kirchliche Priesterin dann das Opfer darbringen könnte, zumal die Kirche die Braut Christi ist und das dann gar eher für Priesterin sprechen könnte und b) der Priester nicht primär Christus darstellt, denn die gewandelte Hostie ist Christus selber, der sich dann selbst auch in der Eucharistie zum Opfer darbringt. Wird dagegen so sehr sich auf die Aussage kapriziert, daß der Priester Christus präsentiere, besteht die Gefahr, daß die Kirche, die in der Gestalt des Priesters dies Opfer darbringt, in Vergessenheit gerät! Wenn bedacht wird, daß die Frauenpriesterweihe ungültig ist, und wenn sie doch erlaubt werden würde, evtl von ganz progressiven Bischöfen, dann wären die von Priesterin zelebrierten Eucharistiefeiern nur Simulationen, in denen die Gläubigen nur Brot und Wein empfingen! 1.Corollarium Gott ist in seinem Erwählungshandeln stets diskriminierend: Er erwählte Israel und somit alle anderen Völker nicht, er erwählte dann den Stamm Levi, sie sollten ihm der Priesterstamm sein, alle anderen 11 Stämme nicht, 12 Männer erwöhlte Jesus Christus zu Aposteln und nur einen zu dem einen Hirten seiner Kirche- wen alles somit nicht! 2.Corollarium Wenn der Priester Jesus Christus präsentiet, dann wäre Christus zwei mal in der Eucharistie gegenwärtig, als der opfernde Priester und als die Opfergabe. Wenn aber das Meßopfer das Abbild des Urbildes des Kreuzaltaropfers ist, dann fände diese Doppelpräsenz in dem Urbild keine Entsprechung, denn hier ist der Opfernde und der Geopferte in eins und nicht zweifach. Wenn aber die Differenz zwischen dem Opfernden und dem Geopferten konstitutiv für das Opfer angesehen wird, dann findet diese Differenz sich im Urbild in der Differenz zwischen dem Hohepriester als dem Opfernden und Christus als dem Geopferten wieder.  

Montag, 28. November 2022

„Deutsche Kirchen auf "linksextremen Irrwegen" - Kooperation mit der Antifa!“ oder Kriegswaffen statt Diplomatie!

„Deutsche Kirchen auf "linksextremen Irrwegen" - Kooperation mit der Antifa!“ oder Kriegswaffen statt Diplomatie! So titelt Kath net am 26.11.2022. Worum geht es: „Sowohl der Bischof von Speyer als auch protestantische Kirchenführer haben zu einer Demo gegen die AfD aufgerufen - mit dabei bei dieser Allianz war auch die Antifa, die mit Gewalt ihre Ziele durchsetzen möchte.“ Daß heutzutage sowohl die Katholische Kirche als auch „protestantische Kirchenführer“ mehr auf die Vorgaben der „Politischen Korrektheit“ als auf das Evangelium hören, ist nun leider eine bekannte Tatsache. Da nun die militante Antifa aus der Perspektive der Politischen Korrektheit beurteilt zu der Gruppe der Gutmenschen gehört, steht eben einer Cooperation mit ihnen nichts im Wege: Die kämpfen ja auch gegen den einzigen Feind, den es wirklich gibt: alles, was Rechts ist. Aber irritieren muß nun doch eines. Wofür und wogegen demonstrierte denn nun der Bischof mit den Protestanten? Die AfD- Kundgebung wandte sich gegen die Ukrainepolitik der Regierung, immer mehr Kriegswaffen an die Ukraine zu richten, statt sich für eine diplomatische Lösung einzusetzen. Dagegen demonstrieren nun Vertreter der Katholischen Kirche, protestantische Kirchenführer Seit an Seit mit militanten Antifaschisten! Vereint will man so die Regierungspolitik unterstützen, die auf einen militärischen Sieg der Ukraine setzt,hoffend, daß ein langwieriger am Ende verloren gehender Krieg zum Sturz der russischen Regierung führe. Einst übersetzte man noch ganz pazifistisch gesonnen die Bergpredigtverheißung: „Selig sind die Sanftmütigen“ falsch: „Selig sind die, die keine Gewalt anwenden“, jetzt würden sie am liebsten übersetzen: „Selig sind die, die Waffen denen geben, die die Bösen besiegen wollen“; mit dem Zusatz: Wer der Böse ist, entscheidet die jeweils amtierende Regierung. Noch verblüffender ist nun aber die Umkehr der Linksradicalen, die einst noch gegen den Nato- und USA-Imperialismus kämpfen wollten und die nun sich ganz auf die Seite des Westens schlagend auf den Endsieg über Rußland hoffen. (Darin manifestiert sich der Rollenwechsel der Linken nach 1989, daß aus einer antkapitalistischen Bewegung eine wurde, die den Kapitalismus bejaht, aber die bürgerliche Kultur revolutionieren will, da diese selbst zu einem Hindernis für die Weiterentwickelung des Kapitalismus geworden ist.) Auch muß doch irritieren, daß nun die beiden Kirchen gegen die AfD-Kritik, daß der „kleine Mann“ die Zeche für den Wirtschaftskrieg (Sarah Wagenknecht) protestieren. Ob sie wohl, bevor sie da zum Protest aufriefen, bei der Caritas oder bei der Diakonie nachgefragt haben, wie arg sich die Lebensbedingungen vieler Deutscher verschlechtert haben und weiterhin verschlechtert durch diese Regierungspolitik? Wohl nicht, man hört wohl lieber auf die kraftvolle Stimme der Kriegsgewinnler, die nun durch Wucherpreise ihre Portemonnaies anfüllen. Nein, die Bischöfe der Katholischen Kirche Deutschlands und die protestantischen Laienbischöfe lassen sich im Puncto Regierungstreue von Niemandem in der Welt übertreffen. Da demonstriert man gar zusammen mit militanten Antifaschisten, geeint in der „Wahrheit“, daß im Kampf gegen Putin wie auch im Kampf gegen die deutschen Putinversteher der AfD Gewalt legitim ist. Daß das Versammlungsrecht und das Recht, öffentlich seine Meinung zu äußern, nicht für Rechte und die AfD gilt, das demonstrieren ja couragierte Pfarrer regelmäßig dadurch, daß sie mit lautstarken Kirchenglockengeläut rechte Kundgebungen zu übertönen versuchen, getreu der Antifaparole: „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“. So kämpfen politisch ganz korrekt die Kirchen mit der Antifa Hand in Hand für die Wirtschaftskriegspolitik der Regierung gegen die AfD und das eigene Volk! Corollarium Die Lehre vom gerechten Krieg läßt das Kriegsziel, eine andere Regierung stürzen zu wollen, nicht zu. So war denn auch der westliche Angriffskrieg gegen Afghanistan nicht mit dieser Lehre vereinbar.

Samstag, 26. November 2022

Daß in der Kirche fast nichts mehr, auch religiöse Praxen vor ihrem Mißbrauch sicher sind...

(oder daß selbst in der Kirche die christliche Religion zur "terra incognita" wurde) Gott erhört Gebete, aber dieses: „Gott, laß Gehirn regnen!“, leider sehr selten. Pessimisten meinen zwar, daß gegen die Dummheit selbst die Götter vergeblich ankämpften, aber Gott offenbarte sich ja, um uns aus der Dunkelheit selbstverschuldeter Unwissenheit zu befreien. Nur, was nützt dies helle Licht der Wahrheit, wenn selbst in der Kirche nicht mehr auf das wahre Wort gehört wird. Ein schönes Beispiel der allgemeinen innerkirchlichen Verdummung offeriert uns nun das Diozesankomitee des Bistumes Regensburg. Kath de schreibt am 26.11.2022: „ Der Vorstand des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Regensburg hat die Gläubigen zum sogenannten Freitagsopfer aufgerufen. Die Gläubigen könnten auf diese Weise einen erheblichen Beitrag zum Einsparen von CO2 leisten.“ Zum theologischen Grundlagenwissen gehört: Was ist ein Opfer, ein Freitagsopfer isb? Das Freitagsopfer erinnert an das Karfreitagsopfer Jesu Christi, daß er für unsere Sünden gestorben ist. Da wir Christen nun trotz dieses Opfers wieder sündigen und uns so den gerechten Zorn Gottes wieder auf uns ziehen, bringen wir nun ein Sühnopfer dar, damit so Gott seinen Zorn von uns abwende. Im Klartext heißt das, daß unsere Selbstbestrafung Gott zum Anlaß nimmt, auf sein gerechtes Strafen zu verzichten. Gerecht verhielte sich Gott nun dann, wenn die von uns uns selbst auferlegte Strafe so gewichtig wäre wie die Strafe, die wir von Gott her für sie verdient hätten. Das drückt das Symbol der Waage aus: Der Schwere der Strafe korreliert die Schwere der Sünde. Nun ist aber das Gewicht der selbst auferlegten Strafe nie so groß wie das Maß der gerechten Strafe, ist doch jedes Sündigen ein Vergehen wider Gott als den so Geschädigten. Aber als gnädiger Gott rechnet er zu dem Gewicht unseres Sühnopferers das Gewicht des Sühnopfers Christi hinzu und dann ergibt sich erst das ausgewogene Verhältnis von der Sünde und der Strafe. Das Sühnopfer des Freitages kann nun für die Sünden der Anderen oder auch für die eigenen erbracht werden: Durch den Verzicht auf das Fleischessen schädigt sich so der Verzichtende zur Sühne von Sünden. Dies Komitee verwandelt nun die urchristliche und wohl in allen Religionen bekannte Praxis des Fastens, einer Sühnepraxis in ein Aktiönchen zur Einsparung von CO2! Lassen wir die Frage außer Acht, ob wirklich das CO2 die Schuld an dem ungünstigen Klima habe und ob die Produktion von Fleisch ein wesentlicher Grund der Erhöhung des CO2 Gehaltes in der Luft sei, unbestreitbar hat dieses Nichtfleischessen nichts gemein mit dem Freitagsopfer der christlichen Frömmigkeitspraxis. Ihres religiösen Gehaltes wird dies Freitagsopfer völlig entleert, um dann populistisch ein kleines Aktiönchen: „Auch wir tun was für den Umweltschutz“ zu inszenieren. Dieser Mißbrauch der religiösen Praxis des Fastens ist eben einfach nur noch peinlich, aber symptomatisch für das Absterben der christlichen Religion. Selbst in der Kirche steht man der eigenen Religion völlig verständnislos gegenüber und transformiert nun eine ureigenst religiöse Praxis zu einer politischen Symbolhandlung um. Viel effektiver wären sicher für das Klima, das nicht mehr prima ist, längere Laufzeiten der Kernkraftwerke und die Optimierung der Filteranlagen von Kohlekraftwerken, statt solch eine Symbolpolitik, die nur dem guten Gewissen der Fleischverzichtler dienlich ist. Zusatz: Was ist das eigentlich für ein Komitee? So beschreibt es sich selbst auf seiner Internetsauftrittssite: "Das Diözesankomitee steht für eine demokratisch legitimierte Form des Dialogs innerhalb der Kirche. Hier kann jeder äußern, was ihn beschäftigt. Kirche mitgestalten. Das Diözesankomitee steht für eine Mitgestaltung der Laien im Bistum durch Anträge und Abstimmungen der Mitglieder." So triumphiert also die innerkirchliche Demokratie! Dies zeigt aber auch überdeutlich, daß selbst in der Kirche die Vermittelung der Gehalte der christlichen Religion nicht mehr gelingt; selbst engagierten Laien fehlt jedes Verständnis elementarster religiöser Praxtiken!

Freitag, 25. November 2022

Rom zensiert den "Synodalen Weg" + 2 Zusätze

Rom zensiert den „Synodalen Weg“ Die Bischöfe Deutschlands pilgerten nach Rom, um sich die Leviten lesen zu lassen. So diplomatisch höflich auch die Ansprachen an die versammelten deutschen Bischöfe gehalten wurden, über Kath net sind sie lesbar( Vatikan veröffentlicht römische Kritik am Synodalen Weg, 24.11.2022), das Fazit lautet, daß der Synodale Weg redlich bemüht gewesen sei, aber fast nur unzumutbare Resultate hervor-gebracht habe. Kath net zitiert Kardinal Quellet so: „Es entstehe der Eindruck, dass die Missbrauchsfälle "ausgenutzt wurden, um andere Ideen durchzusetzen, die nicht unmittelbar damit zusammenhängen". Und weiter: "Es scheint uns, dass wir vor einem Projekt der 'Veränderung der Kirche' stehen und nicht nur vor pastoralen Neuerungen." Sachlich ist diese Kritik nicht widerlegbar: 1. Die Reformagenda des Synodalen Weges repristiniert im Wesentlichen die sattsam bekannten Reformvorschläge des „Kirchenvolksbegehrens“ der antikatholischen Bewegung: Wir sind Kirche:die Abschaffung des Zölibates, die Einführung des Frauenpriestertumes, die Demokratisierung der Kirche und die Liberalisierung der Sexualmorallehre der Kirche und die Positivbewertung der Homosexualität. Diese Forderungen haben ursprünglich nichts mit den Mißbräuchsfällen in der Kirche gemein, werden nun aber sachwidrig als die notwendige Reaktion auf die Mißbräuchsfälle vermarktet.Auch in den viel zitierten Mißbrauchsstudien wird kein Zusammenhang behauptet zwischen den in der Kirche sich ereignet habenden Fällen und dem Zölibat, der hierarischen Verfaßtheit der Kirche und ihrer Sexualmorallehre. Die banale Wahrheit ist, daß es in allen Bereichen unserer Gesellschaft sexuellen Mißbrauch gibt, isb im Raume der Familie und deren Umfeld und daß es keinen Grund dafür gibt, daß es in der Kirche für die dortigen Fälle spezifisch kirchliche Gründe gäbe. Nur in einem Punkte unterscheiden sich die Mißbräuchsfälle in der Kirche von denen außerhalb von ihnen, daß nur in der Kirche die Mehrzahl der Opfer männlichen Geschlechtes sind. Aber genau dies Faktum wird in der gesamten Debatte um die Mißbräuchsfälle ausgeklammert, um des Täterschutzes willen. Stattdessen wurde das Feindbild des Klerikalismus aufgebaut, um die schon angestaubten Forderungen des „Kirchenvolksbegehrens“ neu aufzukochen. Das Ziel ist tatsächlich eine andere Kirche, die zwar noch den Namen „Katholisch“ tragen soll, aber in der alles Katholische dem Zeitgeist aufgeopfert wird. Eine Frage bleibt aber: Kann Rom den Irrweg des Synodalen Weges noch stoppen? Es scheint mir so, daß die Durchsetzungskraft der deutschen Bischöfe unterschätzt wird. Durch die Reform des kirchlichen Arbeitsrechtes wird faktisch die Sexualmorallehre der Kirche und isb ihre Ehelehre außer Kraft gesetzt, weil nun jeder kirchliche Mitarbeiter in seinem Bette tuen kann, was er will, weil kein Fehlverhalten mehr sanktioniert werden soll. Somit ist faktisch auch der Zölibat abgeschafft. Die Installation der Räte auf allen Ebenen der Kirche verdemokratisiert die Kirche so sehr, daß faktisch auch das Bischofsamt aufgelöst wird, der Bischof wird zum Ausführungsorgan der Räte degradiert. So können die Bischöfe zwar nicht die Lehre der Kirche verändern, bzw durch eine „Weiterentwickelung“ abschaffen, aber außer Kraft setzen. In der Praxis sind die Fortschritte dieses Deformprogrammes unübersehbar: Frauen predigen in Sonntagsmessen, homosexuelle Paare werden gesegnet und die Lehre der Kirche wird wohl fast flächendeckend als nicht mehr zeit(geist)gemäß in den Kirchen-archiven eingemottet. Und Rom interveniert nicht. Es sind auch keine Anzeichen erkennbar, daß die Reformbischöfe eine Kurskorrektur erwägen: Sie wollen weitermarschieren, eine neue Kirche errichten, in der Katholisch nur noch als eine Fassadenaufschrift einer völlig entkernten modernisierten Kirche fungieren wird. 1.Zusatz: Verblüffend ist nun aber, daß die antikatholische Vereinigung: "Wir sind Kirche" nun so wenig in den Vordergrund tritt, obzwar sie doch nun ihre größten Triumphe feiert. (Vgl dazu: Mein Buch: Der zensierte Gott) 2.Zusatz: Bischof Bätzing stellt klar: Trotz des eindeutigen Neins zur Einführung des Frauenpriestertumes durch Rom hält er an dieser Forderung fest. Daß die Kirche nicht die Vollmacht besitzt, diese Ordnung des Weiheamtes zu ändern, akzeptiert dieser Rotten-Korach-Bischof nicht.

Donnerstag, 24. November 2022

Irritierendes: Die Ehe, auflösbar von Gott? Löst Gott Bünde auf?

Irritierendes: Die Ehe, auflösbar gar von Gott? Löst Gott Bünde auf? Wer in der hl. Schrift liest und sie dabei nicht nur als ein Dokument vergangener und längst überholter Vorstellungen ansieht, kann in ihr auf sehr Irritierendes und Verwirrendes stoßen. Besonders befremdlich wirken da die Propheten, die nicht einfach nur Zukünftiges voraussagen sondern auch offenbaren, was Gott will und wirkt mitten in unserer Geschichte, als existierte nicht der Grundsatz, daß in ihr nur wir Menschen agieren, wenn auch gelegentlich aus religiösen Motivationen heraus. Gott versteht seinen Bund mit dem Volke Israel wie eine Ehe. Er hat sich mit diesem Volke verehelicht, wobei er die Rolle des Ehemanns, Israel die Rolle der Ehefrau einnimmt. So lesen wir es auch beim Propheten Jeremia. Diese Identifizierung des Bundes mit der Ordnung der Ehe setzt nun auch ein Problem aus sich heraus: Welche Folgen hat ein Ehebruch des Volkes, der Ehefrau für diesen Bund? Der Prophet Jeremia spricht Klartext: „daß ich Israel,die Abtrünnige, weil sie die Ehe gebrochen,entlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben hatte“.(3,8). Ein „libellum repudii“stellte Gott so selbst aus, um Israel aus der Ehe zu entlassen! Aber ist das denn vereinbar mit dem Glauben an Gottes Treue zu seinen Erwählten? Wer so frägt, hat vergessen, daß Gott einen Bund mit Menschen schließt, in dem Gott seine Zusagen, ich will euer Gott sein und für euch da sein, an Bedingungen schließt, daß die Menschen, mit denen er einen Bund schließt, auch ihre Bundesverpflichtungen einhalten. Durch den Ehebruch hat hier sein Volk selbst den Bund gebrochen und deshalb entläßt Gott dies Volk aus seinem Bund. Gottes Treue bedeutet also im Puncto des Ehebruches, daß er gemäß der Ordnung der Ehe die Ehebrüchige aus der Ehe entläßt. Vordem rief er zu ihr: „Kehre um zu mir!“ (3,7), aber Israel wollte nicht umkehren. Genau diesen zentralen Gedanken finden wir in Paulus Traktat über die Juden in seinem Römerbrief (9-11) wieder: Ob des Unglaubens an Jesus Christus hat Gott die Juden aus dem Bund entlassen und die Christgläubigen in den Bund aufgenommen. Aber er mahnt: Wenn Gott schon sein ersterwähltes Volk aus dem Bund entlassen kann ob ihres Unglaubens, um wie viel mehr kann er dann die Heiden wieder aus dem Bund entlassen, ihnen sozusagen den Scheidebrief ausstellen, wenn sie vom Glauben abfallen. Ja, Gott kann sogar die Verstoßenen wieder in den Bund aufnehmen, bekehren sie sich zum Glauben an Jesus Christus. Aber im jüdisch christlichen Dialog hört sich das dann ganz anders an: Hier wird gelehrt, daß Gottes Bund mit dem Volke Israel unkündbar sei und daß so auch der Zusatzbund mit den Heiden in der Gestalt der Kirche unkündbar sei! Gott könne und wolle so keinen „Scheidebrief“ ausstellen. Die Ehe sei eben auch und gerade für Gott unkündbar. Der Vorteil dieser Unkündbarkeitsvorstellung ist offensichtlich: „Kehret um!“, diese göttliche Aufforderung hat keine Bedeutung mehr für Juden und Christen, denn wir leben in der unaufkündbaren Liebe Gottes zu uns und sogar zu allen Menschen. Aber nicht nur der Prophet Jeremias kennt einen solchen Bund nicht, nicht einmal Gott selbst!

Klare Kriegsziele- selten werden sie so offenherzig bekannt nicht nur von der Ukrainisch-Katholischen Kirche

Klare Kriegsziele - selten werden sie so offenherzig bekannt nicht nur von der Ukrainisch- Katholischen Kirche Auf Kath de, eine Internetseite mit einer klaren antirussischen Positionierung offenbart das Oberhaupt der Ukrainisch-Katholischen Kirche: „Oberhaupt der Ukrainisch-katholischen Kirche: Ohne Regimewechsel in Moskau wohl keine Friedensverhandlungen möglich“ (24.11.2022) Diese leicht verklausulierte Formulierung läßt sich aber leicht dechiffrieren: Die ukrainische Kirche unterstützt vorbehaltlos den Regierungskurs: Es soll keine diplomatische Lösung dieses Konfliktes angestrebt werden, denn man setzt auf einen militärischen Sieg, vertrauend auf die westliche Militärhilfe. Erst wenn die jetzige russische Regierung gestürzt wäre, wäre man zu diplomatischen Verhandlungen bereit. Dahinter zeichnet sich die Hoffnung ab, daß ein langwieriger Krieg zum Sturz der russischen Regierung führe. Das dürfte den Plänen der Nato entsprechen, um so den politischen Feind zu besiegen. Man schenkt der Ukraine so viele Waffen, daß sie nicht besiegt werden können, aber auch nicht den endgültigen Sieg einfahren können. Das Zarenregime stürzte ja auch in Folge des 1. Weltkrieges durch eine Revolution, zu der Deutschland eigens russischen Berufsrevolutionären die Einreise nach Rußland ermöglichte,damit die dann den Zaren stürzten. Der jetzige „Verteidigungskrieg“ dient so dem Zwecke, in Rußland eine dem Westen genehme Regierung zu etablieren. Es wundert nicht, daß die deutschen Bischöfe die Waffenlieferungen an die Ukraine gutheißen und nicht darauf insistieren, daß es für diesen Krieg eine diplomatische Lösung geben solle. In der Ukraine werden indessen von der dortigen Kirche Bischöfe, die die Kriegspolitik der Regierung nicht bejahen, suspendiert, weil sie „prorussisch“ seien, um sie sicher in Bälde durch regierungstreue zu substituieren. Aber diese Regierungstreue wird in unseren Medien natürlich begrüßt. Eines wird zukünftige Kirchenhistoriker vielleicht irritieren: Ließ man die Bergpredigtverheißung: „Selig sind die Sanftmütigen“ in der „Einheitsübersetzung“,dem Zeitgeiste folgend falsch übersetzen: „Selig, die keine Gewalt anwenden,“ (Mt 5,6) so müßten sie jetzt übersetzen: „Selig der, der der Ukraine Waffen gibt, um den Russen, den Feind des Westens zu besiegen! Ob der „Freie Westen“ sein großes Kriegsziel, den Sturz der Putin-Regierung durch ihren Wirtschaftskrieg und durch die militärischen Unterstützung erreichen wird, wird dann wohl aber primär davon abhängen, ob starke zum Putsch Bereite und Befähigte in Rußland gefunden werden. Ich selbst vermute, aber das ist nur meine persönliche Vermutung, daß das geglückte Autobombenattentat auf die Tochter von Alexander Dugins ein Bewerbungsversuch war: Unterstützt uns, wir können jetzt schon Regierungstreue liquidieren, traut uns einen erfolversprechenden Putsch zu, gibt uns somit Geld zur Finanzierung des Putsches. Wer aufmerksam die Diskussion um die Kriegsziele in den westlichen Medien verfolgt, dem könnte aufgefallen sein, daß immer mal wieder angedacht wird, die russische Regierung vor ein Kriegsverbrechertribunal zu stellen, eingedenk der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse: Sieger haben eben das Recht, die Verlierer als Kriegsverbrecher zu verurteilen. Dafür müßte aber ein Regimewechsel in Rußland gelingen, damit dann eine prowestliche Regierung ein solches Tribunal durchführt. Gewisser ist aber, daß wenn dieser Regimewechsel gelingt, daß dann auch in Moskau Homosexparaden stattfinden werden und der „Freie Westen“ diese Befreiung Rußlands bejubeln wird. Es kommt eben auf die Werte an, für die der „Freie Westen“ unsere „Eine Liebe“-Fußballer in Katar und wir alle kämpfen! Zusatz: Die Lehre vom "gerechten Krieg" heißt nicht, die Welt der Staaten in "gute" und "böse" einzuteilen, um dann alle Kriege der Guten, der Nato zu bejahen unnd alle Kriege der Bösen (Deutschland bis 1945, Rußland nach 1945) zu verurteilen!

Dienstag, 22. November 2022

"Eine Liebe" -verboten! Der "Freie Westen" tobt!

„Eine Liebe“- verboten! Der „Freie Westen“ tobt! Unfaßar aber wahr: Die Fußballer der Deutschen Nationalmannschaft dürfen in der Fußballweltmeisterschaft in Katar keine Werbung für den Homosex auf ihren Trikots tragen! Der ganze freie Westen und nicht nur die „Bildzeitung“ ist empört. Wäre es nicht am besten, wenn die Mannschaft so nicht zu ihren Spielen anträte! Die TZ schreibt dazu am 22.11. 2022: „Das Verbot der „One Love“-Binde durch die FIFA und das damit verbundene Einknicken der sieben Verbände löste weltweit Reaktionen hervor. Während in Europa die Empörung auf vielen Seiten groß ist und vor allem gegen den Fußball-Weltverband geschossen wird, gilt die Aktion in den arabischen sozialen Netzwerken als „heldenhafter Sieg“ von Katar „über den westlichen Zwang“ Aber es gibt noch wirklich mutige Kämpfer, die für die Grundwerte des „Freien Westens“ eintreten: „Der dreimalige Rodel-Olympiasieger Felix Loch hat das DFB-Team nach der Eskalation der Diskussion um die „One Love“-Kapitänsbinde zur Abreise von der WM in Katar aufgefordert. „Wir alle lieben den Fußball – unsere Freiheit, Demokratie und Menschenrechte aber mehr! Packt‘s zam und kommt‘s nach Hause!“, twitterte der 33-Jährige.“ Ob wir den Wirtschaftskrieg gegen Rußland und den anhebenden gegen China nicht auch auf Katar und alle arabisch-islamischen Länder ausdehnen sollten, die immer noch nicht die Homosexualität als die höchste Entwickelungsstufe der Sittlichkeit und Freiheit bejubeln? Wenn nun eingewandt würde, daß doch auf den Trikots von Nationalmannschaften nie Werbung für politische Anliegen stehen durften, verkennt eben die Bedeutung frei ausgelebter Homosexualität für das Wohlergehen der Menschheit! Leider konnten sich die „One-Love“-Bischöfe Deutschlands ja in Rom nicht durchsetzen, aber Homosexpaare sollen weiterhin gesegnet werden! Nein, am Homosex wird die Welt genesen, auch wenn sich so Reaktionäre wie Rom, Katar und ein paar Restkatholiken damit nicht abfinden wollen. Summa summarum: Kann noch an der Dekadenz des „Freien Westens“ gezweifelt werden,daß wir so zugrunde gehen werden wie einst das „Alte Rom“? .Zusatz: Gesetz den Fall, daß Spieler erklärten,bei den Spielen eine Binde zu tragen mit: "Jesus-Gottes Liebe zu uns!" und die Fifa hätte das untersagt, hätte irgendwer im "Freien Westen" dagegen protestiert oder auch nur die Kirche? Aber der Discounter "REWE" hat die Cooperation mit dem DFB eingestellt, weil die Spieler nicht für die Homosexualität werben durften! Die Prioritäten des "Freien Westens" sind klar. Eigentümlich, daß jetzt ein Element der Dekadenz des "Alten Roms" als ein konstitutives Element der modernen aufgeklärten Gesellschaft gelten soll!