Mittwoch, 20. Mai 2026

Christ ist, wem Jesus ein, das Vorbild schlechthin ist....

 

Christ ist, wem Jesus ein, das Vorbild schlechthin ist....


Man könnte meinen, daß es so viele Vorstellungen von dem, was einen Christgläubigen ausmache gäbe, wie es Christen gibt, daß nun mal die Indivdualisierung oder Privatisierung der christlichen Religion das notwendig mit sich brächte, spätestens in der Epoche der Postmoderne.Selbst unter den Gliedern der Katholischen Kirche fände man kaum zwei, die in allem das Gleiche glaubten.

Was wäre dann davon zu halten, daß man den Glauben, daß Jesu Leben vorbildlich, ja das vorbildliche sei, als das Wesentliche der christlichen Religion erfaßte? Überprüfen wir diese These einmal.

Gesetzt den Fall, morgen entschlössen sich alle Menschen der Erde, so wie Jesus zu leben und sie führten diesen Beschluß auch wirklich aus, was zeitigte das für Folgen? Spätestens nach circa 120 Jahren wäre die Menschheit ausgestorben, da dann ja ab morgen alle Menschen enthaltsam leben würden!Nur extremistische „Umweltschützer“ begrüßten das, da so der größte „Feind“ der Natur von der Weltbühne abträte.

Jesus ist als das Sühnopfer für unsere Sünden am Kreuze Gott gehorchend gestorben, aber gerade nicht in der Intention, daß wir nun sein Kreuzaltaropfer nachzuahmen hätten, daß nun jeder Christ sein Leben so zu opfern hätte.

Jesus war der Lehrer, aber gerade nicht so, daß wir Christen nun auch wie er Lehrer sein sollten, sondern nur so, daß wir seine „Hilfslehrer“ sind, die lehren, was er lehrte.

Jesus wirkte Wunder und erwies sich so als der Sohn Gottes. Ihm nachzufolgen,müßte das dann nicht auch miteinschließen, daß wir solche Wunder auch zu tätigen hätten?

Ein Meer an Absurditäten ergäbe eine derartige Jesusnachfolge!

Deshalb ist die Vorstellung einer Jesusnachfolge so zu präzisieren: Nur das, was uns ausdrücklich Jesus geboten hat, ist uns zur Befolgung aufgegeben, nicht aber eine Nachahmung seines ganzen Lebens. Das Wesentlichere aber ist, daß auch die christliche Religion nicht auf eine Morallehre reduzierbar ist, auch wenn sie verpersonalisiert wird als: Wie Jesus hätten wir zu leben. 

Populär unter kirchenkritisch Eingestellten ist die Parole: Wenn doch jeder Christ Jesus sich zum Vorbilde nähme, besonders wenn man dabei an die anderen Christen denkt, nur nicht an sich, aber wird das ernsthaft durchdacht, zeitigte das die schlimmsten Folgen, die des Todes der Menschheit als die fatalste.





Die „Junge Freiheit“ warnt vor dem Sozialismus- aber nicht jeder müsse den Gürtel enger schnallen

 

Die „Junge Freiheit“ warnt vor dem Sozialismus- aber nicht jeder müsse den Gürtel enger schnallen


So steht es nun in dem „JF“ Artikel: „Ifo-Präsident Fuest fordert Obergrenze – und warnt vor Sozialismus“ am 18.5.2026 geschrieben: „Fuest sieht Umbau der Gesundheits- und Altersversorgung als Notwendigkeit an.In diesem Zusammenhang müsse unausweichlich über eine Umgestaltung der staatlichen Gesundheits- und Alterssicherung nachgedacht werden, die sich stärker auf eine Grundversorgung konzentriere und durch private Vorsorge ergänzt werde.“

Der Terminus der „Grundversorgung“ bedeutet faktisch, daß das Rentenniveau auf das der Grundsicherung der Sozialhilfe reduziert werden soll. Wer mehr Rente erstrebt, der habe eben privat dafür zu sorgen, die staatliche solle nur dieser Grundversorgung dienen. Es bedarf keiner hellseherischen Begabung, daß so eine Privatvorsorge sich nur Gutverdiener leisten können angesichts der horrenden Preisexplosion im Lebensmittelbereich, der Mieten und der Energiekosten.

Die staatliche Gesundheitsfürsorge meint den Versorgungsstandard der gesetzlichen Krankenkassen, der wohl auch noch zu reduzieren ist, sodaß eine gute Versorgung nur den Privatkrankenversicherten zukommt. Ein Anschauungsbeispiel aus einer norddeutschen Kleinstadt, Aurich: 3 Cardiologen sind dort tätig, 2 behandeln nur Privatpatienten, 1 sowohl Private als auch Gesetzliche. Bei diesem beträgt die Wartezeit zwischen 12 bis 15 Monaten. Mir ist allein von 3 Herzerkrankten berichtet worden, die vor ihrem Termin an ihrer Herzerkrankung verstarben. Gesundheit soll eben auch ein Privileg der Gutverdiener sein und werden.


Aber es müsse gehandelt werden: „Handlungsdruck erzeugten insbesondere die steigenden Verteidigungsausgaben. Deren Anstieg mache es nötig, den Anteil anderer Ausgabenbereiche – wie für Soziales – zu senken.“

Kanonen statt Butter“ - da die Regierung nun Deutschland kriegsfähig machen möchte und den Krieg gegen Rußland weiter großzügig zu finanzieren gedenkt, muß das gemeine Volk den Gürtel enger schnallen.

Aber da gibt es ein Problem: „Dies stehe jedoch im Widerspruch zur alternden Gesellschaft, die steigende Ansprüche an Gesundheit, Renten und Pensionen hat. Ein „unangenehmer Weg“, dem Problem habhaft zu werden, sieht Fuest darin, „die Leistungen in der Gesundheits- und Altersvorsorge nach einer Übergangszeit in Richtung einer Grundversorgung fortzuentwickeln und darüber hinaus private Vorsorge zu verlangen“.

fortzuentwickeln“ ist hier natürlich ironisch gemeint und meint ein Rückentwickeln auf das Allernotwendigste.Nur den Gutverdienern kommt dann ein gutes Leben im Rentenalter und eine gute Gesundheitsfürsorge zu.

Also: Sozialismus ist, wenn alle eine gute Rente und Gesundheitsfürsorge erlangen, aber da das nicht finanzierbar sei, müsse das eben zum Privileg der Besserverdiener und Vermögenden umgestaltet werden.

Völlig außer achtgelassen wird hierbei aber der Hauptgrund der jetzigen Probleme des Sozialstaates, daß in der Folge von zu wenigen Geburten immer weniger die Versorgung der immer mehr Werdenden, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr selbst erwirtschaften Könnenden, finanzieren müssen. Zudem leisten wir uns 3 Millionen Arbeitslose, die zukünftig Armen und jetzt sind schon 1,6 Millionen Bürger auf die Armenspeisungen angewiesen.

Aber die „Junge Freiheit“ glaubt unerschütterlich an die freie Marktwirtschaft und daß nun eben fast alle den Gürtel enger zu schnallen haben, denn die Wirtschaft ist nicht für das Volk sondern die Menschen sind für die Wirtschaft dar.

Montag, 18. Mai 2026

„Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“

 

Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“



So frug Kardinal Müller (Kath net, 17.5.2026) und die Kathnet Leserschaft wird wohl keine Antwort erwarten als ein klares: „Nein“! Dennoch könnte gegen dies eindeutige: „Nein“ Einwände erhoben werden: Sollte das nur für den Westen gelten und so, warum eigentlich nicht,nicht für China oder Indien?

Ein Orientierungsversuch:

Dem großen Soziologen Max Weber verdanken wir diese Erkenntnis: „ Eine empirische Wissenschaft vermag niemanden zu lehren,was er soll,sondern nur was er kann und unter Umständen – was will.“1Im Sinne Humes besagt das, daß die Wissenschaft nur erkennen kann, was ist,nicht was sein soll. Handlungstheoretisch formuliert besagt das, das wissenschaftlich geprüft werden kann, ob bestimmte Mittel das erstrebte Ziel erwirken kann, aber nicht, ob ein Ziel an sich vernünftig ist. Die persönlichen Werte oder die Weltanschauung eines Kritikers ermöglichen erst Werturteile, eine Kritik angestrebter Ziele. Diese Werte bzw Weltanschauung ist nun selbst aber nicht mehr wissenschaftlich fundierbar. Zwischen „Weltanschauungen“2 würde nun der Streit zwischen den differierenden Wertordnungen geführt, der zwar deskriptiv rekonstruiert werden kann, aber nicht präskriptiv beurteilt werden.

Wenn die Wissenschaften diese selbstkritische Beschränkung akzeptieren müssen, um nicht spekulativ zu werden. „Nur unter der Voraussetzung des Glaubens an Werte jedenfalls hat der Versuch Sinn,Werturteile nach außen zu vertreten.Aber die Geltung solcher Werte zu beurteilen, ist Sache des Glaubens,daneben vielleicht eine Aufgabe spekulativer Betrachtung und Deutung des Lebens und der Welt auf ihren Sinn hin,sicherlich aber nicht Gegenstand einer Erfahrungswissenschaft“.3

Die Wissenschaften sind also nach M.Weber erkenntnis-theoretisch begrenzt in dem, was sie erkennen können und was nicht. Sie können weder erkennen, was der Mensch soll, noch kann sie die Welt als Ganzes deuten, ihren Sinn verstehen sondern nur ursächlich ergründen. Sie können nur erkennen, nicht beurteilen.

Die Orientierungsskizze nach dieser Problemexplikation

Deshalb muß dieser Mangel nun behoben werden und dazu bieten sich nun die Religionen oder die Weltanschauungen mit ihren ihnen eigenen Werten an. Folgende Unterscheidungen möchte ich hier verwenden: Weltanschauungen sollen als säkularisierte Religionen verstanden werden, der Glaube als die subjektive Zustimmung zu einer Religion oder Weltanschauung, die Theologie bzw Ideologie dann als die Selbstreflexionsgestalt der Religion bzw der Weltanschauung.

Drei differente Handlungsziele können nun benannt werden: a) das Überleben der Menschheit, b) das gute Leben in der Spannung von einem moralisch richtigen Leben und dem guten Leben im Sinne eines Gemeinwohles und c) dem ewigen Leben als religiösem Ziel.



Kardinal Müllers These lautet nun, daß diese drei Handlungsziele der Westen nur erreichen kann durch seine Rückkehr zur christlichen Religion. Ginge es nur um das Ziel des ewigen Lebens,könnte dem zugestimmt werden, aber doch nur für dieses Ziel könnte dies gelten. Es existieren Gottes Schöpfung- und Erhaltungsordnungen, die Ehe und die Familie, das Volk und der Staat, die unabhängig von der christlichen Religion das Überleben sichern. Auch ein an das Allgemeinwohl orientiertes (politisches) Handeln setzt nicht die christliche Religion voraus. Diese Aufgaben können auch Weltanchuungen erfüllen, nur es muß entweder eine Religion mit ihrer eigenen Theologie oder eine Weltanschauung mit ihrer Selbstreflexion als einer Ideologie diese Aufgaben übernehmen. Die Wissenschaften können das nicht.

So kann man im Sinne Webers die Notwendigkeit einer Religion oder Weltanschauung begründen. Diese dürfen aber jetzt nicht nur Privatangelegenheiten seien, sondern müssen eine Geltung besitzen für die Gesellschaft. Der Mensch kann sich nicht völlig verprivatisieren und nur noch privat für sich die Frage: Was soll sein?,und:Gibt das Ganze einen Sinn?, beantworten. Eine nichtreligiös fundierte Gesellschaft muß so eine ideologisch fundierte sein.

In der Französischen Revolution begann der Siegeszug der Ideologie des Liberalismus mit seinem Glauben an die Menschenwürde und die Menschenrechte, die in der Epoche des „Kalten Krieges“ zu der des Westens avancierte,der Weltanschauung des Marxismus-Leninismus entgegen-gesetzt.4 Die Katholische Kirche ging nun angesichts dieser ideologischen Konfrontation des Westens mit dem Osten eine Mesalliance mit dem westlichen Liberalismus ein.

Moeller van den Bruck stellte nun aber schon fest, daß am Liberalismus die Völker zugrunde gingen!5 Das bestätigt nun Kardinal Müllers Situationsbeschreibung des Westens. Das heißt aber nicht,daß nur die christliche Religion umser Überleben sichern kann.





















1Zitiert nach: Max Weber, Rationalisierung und entzauberte Welt, Reclam Leipzig 1989,Die „Objektivität“ sozialwissenschaftlicher Erkenntnis, S.53.

2A.a.O. S.55.

3A,a.O. S.54.

4Vgl, Katechismusartig zusammengefaßt: J.Stalin,Über dialektischen und historischen Materialismus.

5Vgl: van den Bruck: Das dritte Reich.


„Aus deutschem Elend“ :bittere Wahrheiten

 

Aus deutschem Elend“ :bittere Wahrheiten


Zu den größten Demütigungen der Deutschen gehört es,die Tatsache der Niederlage von 1945 als historische Errungenschaft und als unverbrüchliche Freundschaft mit den Siegern preisen zu müssen.“ Bernhard Willms, Identität und Widerstand. Rede aus dem deutschen Elend, 2013, S.23. In einem Konzert die Musikband „Varg“ wird lapidar mal festgestellt: „Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man“, aber wie arg ist es um uns Deutsche gestellt, wenn wir nicht mal unser eigenes Geschick anerkennen, verloren zu haben, sondern uns davon überzeugen ließen und lassen, daß wir doch von den Siegern befreit worden seien, daß sie doch immer nur unseres Bestes gewollt hätten. Oder sollte diese „Servilität“ S.23) eine besonders raffinierte Strategie sein, unsere Lage als Verlierer zu verbessern?

Willms schreibt von der „Kultivierung des Schuldgefühles“, der „Selbstverachtung“,der Verwerfung „eines deutschen Sonderweges“, daß uns die Niederlage 1945 zu einer Art „Weltgericht“ über uns wurde, sie uns so gelehrt wurde von den Siegern. (S.23)

Nicht wie es denn wirklich gewesen war bestimmt unsere gegenwärtige Selbstwahrnehmung, sondern die uns diktierte Interpretation unseres Geschickes.Sorgfältig zu erforschen, wie es denn wirklich gewesen war, das wäre die Aufgabe der Geschichtswissenschaft und übersteigt meine Kompetenz bei weitem: Nur die deutsche Geschichtswissenschaft ist eine politisch reglementierte: Sie schreibt unsere Geschichte gemäß der offiziellen Sicht der Sieger.

Wer hält uns unser eigenes Geschick auf? Wer darf ein prophetisches Wort über unser Schicksal sprechen? 

Es sei an Emanuel Hirsch: "Deutschlands Schicksal" erinnert. Gott regiert auch unser Volk und sein Geschick.

Sonntag, 17. Mai 2026

Wenn das Christentum ineinsgesetzt wird mit dem Liberalismus

 

Wenn das Christentum ineinsgesetzt wird mit dem Liberalismus


Daß in der stets politisch korrekten Internetseite „Communio“ die Unvereinbarkeit von der „Neuen Rechten und dem Christentum“ (12.5.2026) behauptet wird, wird niemanden irritieren, aber die Begründung müßte irritieren.

Die christliche Religion wird hier einfach ineinsgesetzt mit dem Credo des Liberalismus:

Im Mittelpunkt der katholischen Soziallehre steht weder das Volk noch die Nation oder die Kultur als letzter Maßstab, sondern die menschliche Person. Das Personalitätsprinzip geht davon aus, dass der Mensch als Person eine unverfügbare Würde besitzt, die allen politischen Ordnungen vorausgeht und sie begrenzt. Diese Würde ist nicht abhängig von irgendeiner Gruppenzugehörigkeit. "Grund, Träger und Ziel aller gesellschaftlichen Institutionen", heißt es in "Gaudium et Spes", ist >die menschliche Person<".

Diesem Glauben an die Person des Menschen wird nun, wie originell die Focussierung der „neuen Rechten“, die sich in diesem Punkte aber nicht von der traditionellen Rechten unterscheidet, auf das Volk und die Nation entgegengesetzt. Moeller van den Brucks Votum, daß am Liberalismus die Völker zugrunde gingen, demonstriert dieser „Communio“ Artikel nun wieder ein Mal.

Dem atomistischen Personalismus korreliert dann ein kosmopolitischer Universalismus, in dem alles Soziale und der Mensch als in Gemeinschaften Eingebundender aufgelöst wird. Faktisch existiert in dieser Ideologie der Mensch nur als der homo oeconomicus, dem jeder andere Mensch nur als Geschäftspartner zugeordnet ist, als Käufer und Verkäufer auf dem freien Markt. Allen Bindungen soll er von sich abschütteln, um nur noch als ein Akteur der globalisierten Marktwirtschaft zu fungieren. Die Ideologie der Menschenrechte und seiner Würde etablieren dabei diesen homo oecomomius.

Mit der christlichen Religion hat dieser atomistische Personalismus des Liberalismus nichts gemein, denn in dieser Religion steht der erlösungsbedürftige und zum Bösen geneigte Mensch mit seiner Tendenz zur Selbstdestruktion im Zentrum, daß er auf Jesus Christus als seinen Erlöser angewiesen ist. So wird die Theologie immer auf einen starken Staat, keinen liberalen insistieren, also eher rechts als liberal votieren. In der chrisltichen Religion steht in der anthropologischen Hinsicht nicht der Einzelmensch im Zentrum, sondern im Alten Bund das von Gott erwählte Volk Israel und im Neuen Bund das Volk der Kirche. Der Einzelne ist so eingezeichnet in diese Volksgemeinschaften und hat sein Leben aus ihnen. So lehrt der hl. Cyprian, daß Niemand Gott zu seinem Vater haben könne, der die Kirche nicht zu seiner Mutter habe.

Wer nach Gottes Willen frägt, was will Gott von mir?, der bekommt in dem als was ihn Gott erschaffen hat, seine Antwort: Er soll das sein, als was ihn Gott erschaffen hat: Sein Geschlecht, seine Familien- und Volkszugehörigkeit ist ihm Gottes Aufruf, das zu sein. Gott erschafft nämlich nicht abstrakte Menschen sondern konkrete und das sind wir nicht im Geiste eines atomistischen Personalismus sondern als bestimmte Menschen, das ist als durch ihr Geschlecht und ihr Volkstum und ihre Rassenzugehörigkeit Bestimmte. In diesen Bestimmungen hört der Gläubige Gottes Anruf an ihn: „Sei, wozu Gott Dich bestimmt hat!“ Der atomistische Personalismus ist die Revolte des Menschen gegen seinen Schöpfergott in seinen Schöpfungsordnungen der Ehe, der Familie, des Volkes und des Volksstaates!

Der atomistische Liberalismus widerstreitet diesen Schöpfungsordnungen und widerstreitet so auch dem Gebot der Nächstenliebe, indem er in letzter Konsequenz die Liebe der Mutter zu ihren eigenen Kindern als eine Sünde verurteilt, weil eine Mutter alle Kinder der Welt wie ihre eigenen zu lieben habe und der Staat für alle Menschen zu sorgen habe als ein guter Hirte und nicht zuvörderst für das ihm anvertraute Volk. Aus der Ordnung der Liebe des Thomas von Aquin wird dann ein universalistisches Weltbe-glückungsprogramm, in dem die Nächstenliebe der Fernstenliebe geopfert wird.

Freitag, 15. Mai 2026

Eine mutterlose Gesellschaft - oder Kinder ohne eine Mutter

 
Den ideologischen Startpunkt setzte der Feminismus mit seiner Parole, daß die Frau von der Mutterschaft und der Idee nach ihrem Kinderwunsch zu befreien sei, denn das ist ihre Emanzipation. Aber wünschen die Frauen diese Emanzipation?  Das Urgestein des Feminismus, Simone de Beauvoir nimmt sich dieses Problemes an: „Keine Frau sollte berechtigt sein, zu Hause zu bleiben und ihre Kinder zu erziehen. Die Gesellschaft sollte anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, gerade weil, wenn es eine solche Wahl gibt, zu viele Frauen diese Wahl treffen werden.“  Zitiert nach dem „Tagespostartikel: „Männer sind anders“ vom 8.3.2025.

 Also aus der Sicht dieser Feministin würden zu viele Frauen, wenn sie ihr Leben selbst frei bestimmen könnten, das Falsche wählen: Sie würden nämlich das Leben als einer Familienmutter einem Berufsleben gegenüber bevorzugen."  Wie wird nun den Frauen diese von ihnen bevorzugte Option weitestgehend verunmöglicht? Nicht durch staatliche Gesetze sondern durch die Zwänge, den Lebensunterhalt für eine Familie sich zu verdienen haben, daß eben im Regelfall der Verdienst des Mannes dazu nicht ausreicht und die Frau dazuzuverdienen hat. Diesen Zwang verklärt nun der Femi-nismus zum Recht der Frau, wie der Mann arbeiten zu dürfen. Damit eine Mutter nun im Idealfall so viel arbeiten kann wie der Mann, muß ihr die Kindererziehung weitestgehend entzogen werden. Der radicale Feminismussympathisant Lenin wollte gar die ganze Kindererziehung verstaatlichen, damit die Mutter unbeeinträchtigt durch ihre Kinder arbeiten gehen kann. 

Nicht um des Wohlergehens der Kinder willen werden nun die Kinder zu den Kindertagesstätten, den Kindergärten und Ganztagsschulen geschickt, sondern nur, damit die Frauen unlimitiert durch ihre eigenen Kinder berufstätig sein kann und zusehens auch muß ob des zu geringen Lohnes für die Männer. Wegen der Finanzierungsprobleme eines Familienlebens verzichten so viele Frauen auf das Glück des Familienlebens oder können nur eingeschränkt Mutter ihrer Kinder sein. Aber eine Mutter ist nun mal die beste Erzieherin ihrer Kinder! 

Die Wirtschaft hat nun ein Interesse daran, daß die Frau wie der Mann frei zur Verfügung auf dem Arbeitsmarkt gestellt ist, kann so ja auch das Lohnniveau gesenkt werden, daß der Familienvater nicht mehr allein den Familienlebensunterhalt zu verdienen hat. Die ökonomistisch billigste Lösung wäre nun die, daß in Deutschland keine Frau mehr Kinder bekäme und die deswegen fehlenden Arbeitskräfte durch den Import von "Flüchtlingen" substituier werden, da eine Ausbildung zu einer nützlichen Arbeitskraft bei uns viel teurer kommt, als schon Ausgebildete zu importieren und dann  hier in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die demographische Fehlentwickelung, daß Jahr für Jahr mehr Menschen bei uns sterben als geboren werden, ist so unser Verhängnis geworden.Das Resultat sind nicht nur Kinder ohne Mütter sondern auch Frauen ohne eigene Kinder.

Eines muß dabei bedacht werden: Selbst die Vordenkerin des Feminismus muß einräumen, daß man die Frauen zu dieser Emanzipation zwingen muß, denn freiwillig würden sie so nicht leben wollen, gerade weil es der Natur der Frau widerspricht.  

Im Bereich der christlichen Religion ist dieser Trend zur Mutterlosigkeit der, Christ zu sein unabhängig von der Kirche als der Mutter der Gläubigen.


Absurdes zur Meinungsfreiheit in der Kirche

 

Absurdes zur Meinungsfreiheit in der Kirche


Der Kath de Standpunktkommentar vom 11.5. 2026, man entschuldige bitte die Deftigkeit meiner Ausdrucksweise,ist „Hein-Blödpreis“ verdächtig.Unter der Überschrift: „Meinungsfreiheit ist das Bollwerk der pilgernden Kirche“ steht tatsächlich geschrieben:

Am Anfang steht die von Jesus erbetene freie Meinungsäußerung: "Für wen halten die Leute den Menschensohn?" (Mt 16,13). Und auch Pfingsten gibt es nicht ohne freimütige und vielfältige Rede (Apg 2,11). Petrus relegiert die Menschen nicht. Er wertet die Vielstimmigkeit der freimütigen Rede auf. Sie sei von Gottes Geist gewirkt (Apg 2,17). Im Apostelkonzil plädiert er mit dem Argument, dass alle den gleichen Geist empfangen haben, für interkulturelle Vielfalt (Apg 15,9). Am Anfang der Kirche stehen Vielfalt und Meinungsfreiheit. Beide werden durch Petrus gewürdigt und durch Gottes Geist legitimiert.“

Die Lehrerfrage Jesu an seine Schüler, für wen man ihn denn halte, hat mit der Meinungsfreiheit überhaupt nichts zu tuen sondern dient als Auftakt, das wahre Bekenntnis von den falschen Meinungen über Jesus Christus zu unterscheiden.Daß nicht irgendwer, sondern der Apostel dann das wahre Bekenntnis ausspricht, ist ecclesiologisch von größter Bedeutung, denn hier agiert er schon als Apostel und als der designierter Hirte der Kirche.

Die „freimütige und vielfältige Rede“ der Apostel meint, daß sie ohne eine Furcht vor den Juden den christlichen Glauben predigten und die Vielfalt meint, daß die eine Wahrheit in vielen verschiedenen Sprachen verkündet wurde, aber meint keine Pluralität von Glaubensmeinungen. Der eine Geist, den sowohl die Juden- wie die Heidenchristen empfingen durch den Ritus der Handauflegung nach der Taufe, steht für die Einheit der Kirche und nicht für eine „interkulturelle Vielfalt“. Judenchristen beschnitten ihre Söhne nicht mehr, wie es der jüdischen Kultur entspräche sondern ließen sie taufen!

Das Urchristentum glaubte an die eine Wahrheit und kämpfte darum, daß diese verkündigt werden darf, weil sie zu verkündigen ist. Mit der Idee der Meinungsfreiheit und der Pluralität hat das überhaupt nichts gemeinsam.

Wollte man nun wirklich eine theologische Begründung der Meinungsfreiheit konstruieren, dann sollte dafür Gottes Erlaubnis, dem Teufel als der Versucher Adams und Evas, im Paradiese das Wort ergreifen zu dürfen, angeführt werden. Der Teufel durfte die Unwahrheit sagen, Gott ließ es zu, um Adam und Eva zu prüfen, ob sie dieser Versuchung standhalten werden.

In der Kirche selbst ist nun mit der selben Selbstverständlichkeit wie im Rechenunterricht zwischen richtigen und falschen Aussagen unterschieden wird und falsche diskriminiert werden, 5 plus 7 ist nun mal 12 und nicht 11, zwischen wahren und falschen Aussagen zu unterscheiden. Ein Pluralismus an Meinungen über eine theologische Frage ist somit nur dann erlaubt, wenn nicht erkennbar ist oder noch nicht erkannt worden ist, welche von den Meinungen die wahre Aussage ist.

Kein Geschichtslehrer wäre begeistert davon, erhielte er auf die Frage, wann begann der 30 Jährige Krieg die Antworten: 1518, 1818, im Mittelalter oder zu Zeiten Napoleons, ja ganz intolerant und pluralismusfeindlich eingestellt akzeptiert er nuraa eine Antwort: 1618.

In der Kirche geht es nun um weit Wichtigeres und deswegen ist hier ein Tolerieren unwahrer Aussagen noch weniger hinnehmbar. Die Wahrheit des christkatholischen Glaubens gründet sich nun nicht primär in unserem menschlichen Erkenntnisvermögen sondern darauf, daß das Fundament des Glaubens der Kirche die ihr von Gott offenbarten Wahrheiten sind und das verbietet einen Pluralismus des: „Gewisses weiß man nicht genau von Gott und dem Dazugehörigen.


Zusatz:

Der Standpunktkommentar ist zudem politisch völlig deplaciert, erkennen doch alle etablierten demokratischen Parteien in der Meinungsfreiheit die größte Bedrohung ihrer Herrschaft und fordern so Zensurmaßnahmen.Die Kirche unterstützt diesen Kurs nun uneingeschränkt in ihrem Kampf zur Bewahrung der Demokratie, der Herrschaft der demokratischen Blockparteien. Die „Politische Korrektheit“ diktiert schon längst dem Staatsbürger, was er sagen darf und was nicht. In der Kirche darf inzwischen jeder Prediger die immer währende Jungfräulichkeit Mariae bestreiten, aber wehe, jemand urteilt, daß die massenhafte Einwanderung von „Flüchtlingen“ unserem Gemeinwesen großen Schaden zufüge.