Sterben wir aus? Papst Leo XIV zur demographischen Fehlentwickelung in Europa und was Papst Pius XI dazu zu sagen hat
Der "KI", über Google angefragt erteilte am 8.6.2026 diese Auskunft: "Papst Leo XIV. warnte bei einer Audienz für Mitglieder des Europäischen Parlaments vor den gravierenden Folgen der demografischen Krise in Europa. Er bezeichnete die schrumpfende Bevölkerung und Überal-terung als „drastische Unfruchtbarkeit“ und forderte eine neue Allianz für die Familie, um den demografischen Wandel umzukehren." Insbesondere kritisierte er die Diskriminierung der Mutterschaft.
Papst Pius äußerte sich nun in seiner Enzyklika " Quadragesimo anno", zur Soziallehre der Kirche: "Zunächst einmal ist dem Arbeiter ein Lohn zu gewähren,der für seinen Unterhalt und den seiner Familie ausreicht," Dann heißt es da: "Die Familienmütter sollen ihre Arbeit in erster Linie zu Hause oder in der Umgebung des Hauses verrichten,indem sie für den Haushalt sorgen.Übelster und mit ganzem Bemühen zu beseitigender Mißbrauch aber ist es,daß die Familienmütter gezwungen werden,wegen der Dürftigkeit der Entlohnung des Vaters außerhalb der häuslichen Wände einen Erwerbsberuf auszuüben und dabei ihre besonderen Aufgaben und Pflichten und vor allem die Erziehung der Kinder zu vernachlässigen." 1
Im ersten Paulusbrief an Timotheus 2,15 wird der Ordo salutis der Frau, grundlegend für die Familienlehre Pius XI, so skizziert: „Die Frau wird aber gerettet werden dadurch, daß sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie bleiben mit Besonnenheit im Glauben und in der Liebe und in der Hoffnung.“ Aus dem Kontext, daß die Frau nicht in der Kirche lehren solle (2,12) ergibt sich, daß sie statt in der Kirche als die Mutter ihrer Kinder die im christlichen Glauben erziehen solle.
Diese drei Texte sind als zusammengehörende zu lesen: Dort, wo die Aufgabe der Frau, ihre Bestimmung zur Mutterschaft verkannt wird und wo sie primär wie der Mann als eine Wirtschaftsfunktion angesehen wird, daß auch sie eine Erwerbstätigkeit ausüben muß, da der Lohn des Ehemannes nicht ausreicht, da kann das Familienleben nicht gedeihen. Die demographische Katastrophe, daß Jahr für Jahr mehr Menschen in Deutschland sterben als geboren werden, ist die Folge dieser Verkennungen.
Die feministische Ideologie mit ihrer Forderung, die Frau von der Mutterschaft zu e-mann-zipieren, ist aber nun nicht der einzige Grund dieser Fehlentwickelelung. Der Kapitalismus duldet es eben nicht, daß die Frau ihre Berufung im Familienleben findet, denn sie soll wie der Mann eine für den Arbeitsmarkt frei verfügbare Arbeitskraft sein. Ein Familienleben über nur ein Gehalt zu finanzieren, das hieße, zu hohe Lohnkosten auf sich zu nehmen!Aber der Kapitalismus bringt auch die ideologische Verklärung der Erwerbstätigkeit mit sich: Aus der Notwendigkeit, dem Zwang zur Arbeit wird das "Recht" auf Arbeit, die Verpflichtung, für den Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen.
In letzter Zeit getätigte Umfragen bestätigen dies: Kinder gelten für viele Bürger als nicht mehr finanzierbar, selbst wenn beide Eltern arbeiten gehen!
Zusatz:
Das Urgestein des Feminismus, Simone de Beauvoir bringt
diese Erkenntnis auf den Punkt: „Keine Frau sollte berechtigt sein, zu
Hause zu bleiben und ihre Kinder zu erziehen. Die Gesellschaft sollte
anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, gerade weil, wenn es
eine solche Wahl gibt, zu viele Frauen diese Wahl treffen werden.“ Zitiert nach dem „Tagespostartikel": „Männer sind anders“ vom 8.3.2025.
1Denzinger/Hünermann, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lrhrentscheidungen 40.Auflage 2005, Nr.3735.