Montag, 9. März 2026

Denkwürdige Gespräche – im Meer des Relativismus gibt es doch noch Gewißheiten

 

Denkwürdige Gespräche – im Meer des Relativismus gibt es doch noch Gewißheiten



Mein Vorzugsopfer waren und sind Germanistikstudenten m/w/d, m/ w/de, da in diesen Kreisen sehr viel Wert auf politisch korrekten Verhalten in allen Lebensbereichen gelegt wird. Das Gespräch eröffnete ich gern mit dem Bekenntnis, daß ich nun nicht vom Fache sei, aber gerne von m-w-d Germanisten erfrüge, wie sie ein Werurteil begründen. Daß Thomas Mann oder Robert Musil literarisch Hochwertiges hervorgeracht hätten, sei doch wohl unbestritten. Wie begründe man aber die Minderwertigkeit der Werke etwa der Schriftstellerin Hedwig Courts Mahlers?  Ich wüsse das  nicht und hörte gern eine Begründung dieses Werturteiles.

"Ihre Romane seien Kitschromane!" Das wüsse doch jeder. Aber warum seien denn ihre Romane kitschig? Wenn mein Dialogpartner ob solcher Inkompetenz nicht das Gespräch sofort beendete,hieß es: „Weil deren Romane alle mit einem „Happy End“ abschlössen, sind sie kitschig.“ Mein Gegenargument lautete dann: „Dann sind alle Kriminalfilme auch kitschig, weil am Ende immer der Mörder überführt und der Mordfall aufgeklärt wird.“

Nein, so könne man das nicht sehen. Morde sind nicht kitschig, nur die Liebesfilme und Romane sind kitschig, weil es da um die Liebe geht!“ Mein Einwand: „Frägt man, womit Menschen das Glücklichsein verbinden, dann antworten sie: „ Mit der Liebe“ und nur Ältere urteilen, daß das Allerwichtigste ihr Nichtkranksein sei.“ Sollte also der Glaube an ein mögliches Glücklichsein kitschig sein, da jeder Realist wüsse, daß es auf Erden kein Glück geben könne? Hier könnte sich eine erste gewichtige Spur des Grundes des Kitschvorwurfes andeuten: Das Darstellen am Ende glücklich sich Liebender evoziert Neidgefühle: Wenn mir das Glück in der Liebe nicht möglich ist, dann soll das auch keinem anderen vergönnt sein: „Denn wie könnte ich noch mit meinem Leben zufrieden sein, gäbe es wirklich glücklich Liebende?“

Aber dieser Verdacht transzendiert den Raum der Literaturkritik. Der Verdacht liegt nun näher im Raume der Literaturkritik,daß diese Autorin ihre eigenen Werke „klein gemacht hatte“. Erfolg ruft Neid hervor. Karl May wurde so ein Opfer einer Neidkampagne, seine Werke seien unsittlich, jugendgefährdend. Courths Maler wehrte eine solche Kampagne mit ihrer ihr eigenen Klugheit ab: „Liebe Männer, ich schreibe doch nur Märchen für Erwachsene. Solche Werke braucht doch kein Schriftsteller ernst zu nehmen!“ Eine feministische Literaturkritik könnte das nun als eine kluge Strategie bezeichnen, wie eine Frau in der von Männern dominierten Welt der Romane sich ihren Platz eroberte und eine der Vielgelesendsten wurde. Aber da ihre Romane Liebesromane sind, kam und kommt sie nicht zu dieser sssEhre,klug agiert zu haben.

Gelegentlich wurde auch das Argument des "Klischeehaften" vorgetragen. Aber auf die Nachrfrage,warum denn Klischees etwas Negatives seien, konnte niemand etwas erwidern. Eingedenk der Anthropologie Arnold Gehlens könnte zur Verteidiung des Klischees könnte gesagt werden, daß wir Menschen ob unserer defizitären Bestimmtheit durch unsere Natur die Kontingenz, daß es viele Handlungsoptionen für uns gibt, bewältigen, indem kulurell bestimmte Handlungsversionen vorgegeben sind,die wir dann realisieren. 

Wie viele Mölichkeiten ließen sich ausdenken, wie ein Mann einer Frau seinen Heiratsantrag macht. Es gibt nun ein "Klischee", wie ein Mann den Antrag richtig macht, kniend und dazu der Frau einen Ring anstekend. Wer das so macht, der weiß daß die Frau das als einen richtig gemachten anerkennen wird, sodaß sie dann auch ihr "Ja" sagen kann, wohingegen ein ganz anders gemachter bei der Frau Zweifel entstehen lassen könnte, ob den der Antrag auch wirklich ernst gemeint sei.  Klischees helfen so als Kontingenzbewältigungskonzeptionen und entlasten so den Einzelnen, eine angemessene Praxis für sich zu konzipieren. So entlasten nicht nur die Instituionen sondern auch die kulturell vorgegebenen Klischees den Einzelnen. Diese selbst werden nun durch die Kunst vermittelt, durch die Medien und dazu gehört immer auch noch die Literatur: "So kannst Du Dich in so einer Angelegenheit verhalten, vertrauend darauf, so nichts falsch zu machen. " Warum sollte eine so geartete Hilfe für das Leben ästhetisch minderwertig sein?

Man weiß eben als m/w/d Germanist, welche Romane man auf keinen Fall schätzen darf, um nicht bei allen Kommilitonen unten durch zu sein. „Ernst Jünger darf man auf keinen Fall lesen, denn er ist ein Nazi!“ Meine Gegenfrage: „Woher wissen Sie denn, daß er ein Nazi ist, wenn Sie nie eine Zeile von ihm gelesen haben?“ bekam die Antwort: „Nazibücher lese ich nicht, es reicht, daß ich weiß, daß der einer war!“Und woher weiß man das? Das wüsse doch jeder. Lebt etwa die germanistische Wissenschaft von solchen Vorurteilen?

Wenn es im Raume der Ästhetik noch Gewißheiten gibt, dann sind es Vorurteile, die in bestimmten Milieus vertreten werden und die man teilen muß, wenn man dazugehören will. Ist das der Ausgang der Aufklärung, des Willens zum selbstständigen Denken?

Einen „Ausweg“ bietet das Konzept der politisch engagierten Kunst: Hier entscheidet allein die politische Gesinnung eines Werkes über seinen ästhetischen Wert. So wird wohl kein israelischer Künstler mehr in Österreich oder Deutschland irgendein Werk ausstellen können, ohne daß da gegen ihn heftigst protestiert wird und die Ausstellung dann untersagt wird: Er sei, da er ein Jude sei, ein Unterstützer des zionistischen Imperialismus.

Aber was macht denn stattdessen die ästhetische Qualität eines Kunstwerkes aus? Aber der totale Relativismus macht nicht im Raume der Ästhetik halt: „Was macht eine Aussage zu einer wahren und was qualifiziert das Gute als das Gute?“ Auch die theoretische wie auch die praktische Vernunft ist eben von dem Virenschadprogramm des Relativismus befallen! 

Kein Germanist, auch nicht seit es m/w/d Germanisten gibt, konnte mir meine Fragen zur Qualitätserkennung literarischer Werke beantworten!



Sonntag, 8. März 2026

Eine Aufklärung über ein populäres Mißverständnis der Fastenzeit

 

Eine Aufklärung über ein populäres Mißverständnis der Fastenzeit



Eigentlich wollte Anton A ja schon längst den Rat seines Lungenarztes befolgen, das Rauchen aufzuhören und täglich hört er ja auch zehn Mal auf nur daß er dann auch zehn Mal wieder anfängt mit dem Rauchen: Ein bißchen Tabakgenuß wird man sich doch noch gönnen dürfen! Aber in der vorösterlichen Fastenzeit, da soll und wird das dann anders: 40 tabakfreie Tage! Fasten ist also, wenn ich mich dazu durchringe, auf etwas mir Schadendes wenigstens 40 Tage zu verzichten und die Krönung des Fastens wäre es dann, wenn ich dann gar stattdessen 40 Tage lang etwas wirklich Gesundes und Gesundmachendes esse, etwa statt dem Schweinsbraten nur noch Bio-Öko-Salate zu mir nehme.

Aber es soll natürlich nicht nur um das Essen und Trinken gehen: Auch darüberhinaus könnte ich mich Schädigendes aussetzen, nur halb so viel Zeit im Internet surfen und lieber doppelt so viel Zeit mit meiner Famllie kommunizieren.

Dies Modell des Versichtens auf etwas mir nicht gut Tuendes und daß stattdessen ich mir Gutes dann tue, läßt sich nun mit den vielfältigten Materialien anfüllen, was denn irgendwie mir nicht gut täte und was ich stattdessen an mir Gutem tuen könnte. Eines fehlt mir aber auf, daß ich noch nie als einen Fastentipp gelesen habe:öfters zur hl. Messe zu gehen, täglich den Rosenkranz zu beten,,,aber das ist wohl zu „religiös“.

Nur ist dies Fastenverständnis eine einzige Persiflage auf das, was ein Fasten im religiösen Sinne meint! Will man die Praxis des Fastens begreifen, müßten diese Vorstellungen geklärt werden, um dann in diesem Vorstellungsraum diese Praxis überhaupt begreifen zu können: Erstens straft Gott unsere Sünden, entweder in unserem Erdenleben oder jenseitig. Zweitens: Gott ist einerseits ein gerecht Strafender aber er ist auch ein gnädig Vergebender. Drittens: Das Fasten ist nun ein Akt des Sichselbstbestrafens, wenn der Faster somit seine eigenen Sünden büßt oder ein Sühnopfer, wenn er so die Sünden anderer büßt. Viertens: Die Quantität der Selbstestrafung ist weit geringer als die, die gerecht von Gott zu erwarten wäre, es ist von der Qualität her eine Strafe, aber von der Quantität her keine ausreichende zur Abbüßung der Sünde. Fünftens: Gott nimmt gnädig die im Verhältnis zur begangenen Sünde zu geringe Selbstbestrafung als ausreichend an.

Sechtens wird dann noch zusätzlich Gutes getan, um so darüberhinaus Gottes Wohlgefallen wieder zu gewinnen.

Das Fasten und das Tuen von guten Werken hat so direkt überhaupt nichts mit einem mir Gutes Tuen und mir Schädigendes Verzichten gemein, und wenn dann nur indirekt: Wenn Gott mir meine Sünden verzeiht, ist er mir wieder gut.

Aber all das sind theologische Vorstellungen, die die Theologie und dann auch die Kirche seit dem 2.Vaticanum völlig aufgegeben hat: Wenn Gott nur noch als die „unbedingte Liebe“ vorgestellt wird, die immer nur zu uns sagt: „Dich habe ich lieb!, egal wie schlimm Du auch sündigen magst“, dann kann das Fasten nichts Sinnvolles mehr sein. Es wird zu einer absurden Praxis, dem Beschluß, auf mich Schädigendes eine Zeit lang zu verzichten und stattdessen mir Guttuendes zu gewähren! 

Zu diesem Gottesverständnis gehört dann auch konstitutiv die Bestreitung der Glaubenswahrheit, daß Jesus Christus am Kreuze für unsere Sünden gestorben ist, denn Gott als die Nurliebe strafe keinen Menschen, schon gar nicht seinen eigenen Sohn"

Merke: Wer 40 Tage auf den Tabakkonsum verzichtet und kein Tröpfchen Alkohol zu sich nimmt in der Intention, so für sich Gutes zu tuen, der fastet nicht. 



Samstag, 7. März 2026

Ein Pastoraltheologe weist der Kirche den Ausweg aus der Kirchenkrise

 

Ein Pastoraltheologe weist der Kirche den Ausweg aus der Kirchenkrise


Der Täter: Professor Matthias Sellmann, sein Gebiet ist die Marketingabteilung der Universitätstheologie, also die Pastoraltheologie, sein Anliegen das, angesichts schwindender Einnahmen der Kirchen zu klären, wo mehr Geld auszugeben ist und wo dann zur Gegenfinanzierung der Rotstift anzusetzen ist. Dieses einzigartige Dokument reformerischer Kreatiität ist anschaubar unter : „www.youtobe com> watch Matthias Sellmann – Tag der Jugendpastoral 2025.“

Pastoraltheologisch auf der Höhe der Zeit ersetzt er die Krisenanalyse durch eine Kundenbefragungsstudie: „Was wollt Ihr denn, damit die Kirche ihr Vertrauen zurückgewinnt?“. Die überwältigende Mehrheit der Befragten habe nämlich kein Vertrauen mehr in die Kirche! 80 Prozent der Befragten stimmten der Reformagenda des Synodalen Weges als einem Programm zur Wiedererbringung des Vertrauens in die Kirche zu, und darum müsse diese Agenda in die Tat umgesetzt werden. Jegliche theologische Reflexion ist da völlig überflüssig, denn es gilt die Parole: „Der Kunde ist König!“

Das gravierendste Problem sei eben das des Verlustes in das Vertrauen in die Kirche.Aber dafür weiß nun dieser Pastoraltheologe den Ausweg: a) müßte die Reformagenda des Synodalen Weges umgesetzt werden, isb müsse es den Hauptamtlichen freigestellt werden, wie sie ihr Sexualleben gestalten und b) müsse die Kirche ihr Engagement für die Anliegen der Zivilgesellschaft steigern, gemeinwohl orientiert.

Unsere Gesellschaft leide überhaupt an einem Zuviel an Mißtrauen dem Staate, den wichtigen Institutionen und auch der Kirche gegenüber. Aber Gläubige seien weniger mißtrauisch, seien befähigter zu einer Vertrauenshaltung. Ein wichtiges Mittel sei so für den Kampf gegen den Rechtspopulismus die Stärkung des Vertrauens in die Institutionen der Gesellschaft. Das sei eine wesentliche Aufgabe der Kirche.

Dem fügt der Pastoraltheologe etwas unvermittelt die These an, daß der Primärort solch einer Rückgewinnung in eine allgemeine Vertrauenshaltung nicht die Gemeinden seien, sondern überörtliche Aktivitäten, isb die Bildungsstätten.Die Kirche gäbe zu viel Geld aus für das Gemeindepastoral aus, und das obzwar die Ortsgemeindeaktivitäten kaum noch Menschen erreichten. Sozial- caritative Engagement sei so der Vorrang vor dem üblichen Gemeindeleben zu geben, das sollen Beiträge zur Verbesserung des sozialen Miteinanders sein.

Das in dem Video vorgestellte 8 Punkteprogramm kapriziert sich dabei auf die Frage der Rückgewinnung des Vertrauens in die Institution der Kirche unter der völligen Absehung davon,daß die Kirche, um es mal vorsichtig zu formulieren, wesentlich etwas mit der christlichen Religion zu tuen habe. Religiöse Gehalte, christliche spielen überhaupt keine Rolle, die Kirche will sich hier nur noch als ein gesellschaftsrelevantes Subsystem verkaufen als ein Optimierungsunternehmen der Zivilgesellschaft für diese. Deswegen sei es das Wichtigste, daß sie professionell die Leistungserwartungen der Gesellschaft und isb des Staates zur Stärkung der Demokratie erfülle.

Sollte die christliche Religion oder Elemente aus ihr dafür vernutzbar sein,könnten die dann aber so auch legitimiert werden.Sonst heißt die Parole: Nach dem Abschied vom Teufel könne man nun auch Gott verabschieden, um sich ganz den Menschen und seinen Bedürfnissen zuzuwenden.Dabei wird aber nun auch das Konzept des "kritischen Bürgers" verabschiedet, denn das Ziel soll der vertrauensselige Staatsbürger sein, also der Gläubige. 

 

 



Freitag, 6. März 2026

„Wortgottesdienste mit oder ohne Kommunionausteilung? Bei der Frage scheiden sich die Geister.“ Welch eine Confusion!

Wortgottesdienste mit oder ohne Kommunionausteilung? Bei der Frage scheiden sich die Geister.“ Welch eine Confusion!


Es ist schon fast eine theologische Spitzenleistung, wie viel an Confusion der Kath de Artikel :“Priestermangel prägt die liturgische Praxis.Kranemann: Liturgie lebt von Vielfalt, nicht von Verengung“1 anrichten kann. Ein Liturgieprofessor, Herr Kraenemann stimmt dabei die übliche Laudatiogesänge über die liturgische „Vielfalt“ an, verkennt dabei dann aber, daß man seitens Kath de doch nur daran interessiert war, zum zigsten Male den Priestermangel als einen Vorwand zur Abschaffung des Zölibates und der Einführung des Frauenpriestertumes zu vernutzen.

Statt nun die dargebotenen Confusionen zu dieser Causa nachzuerzählen, versuche ich nun eine kleine Übersichtsskizze zu dieser Problematik.


Erstens muß festgestellt werden, daß ursprünglich es nur eine Gestalt des Gottesdienstes im Alten Bund gab, die des Opferkultes, wobei nach der Errichtung des Jerusalemer Tempels nur noch in ihm dieser Gottesdienstzelebriert werden durfte.

Zweitens: Im babylonischen Exil, da dort die Priester keine Opfer Gott mehr darbringen durften, wurde als ein Surrogat der sog. „Wortgottesdienst“ kreiert, der jetzige Synagogengottesdienst, in dem die Predigt: „Warum sind wir aus unserer Heimat vertrieben worden und was haben wir nun zu tuen?“ im Zentrum stand.

Drittens: Nicht das ganze jüdische Volk kehrte in seine Heimat zurück, viele blieben im Exil als Diasporagemeinden und die hielten dann an der Praxis des synagogalen „Wortgottesdienstes“ fest. Jetzt existierte die Pluralität der Gottesdienste, der des kultischen im Tempel und der des „Wortgottesdienstes“ in der Synagoge.

Viertens: Nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels und ob der politisch bedingten Unmöglichkeit einer Restitution des Tempels avancierte der Synagogengottesdienst zu der einzigen Gestalt der jüdischen Religion. Die Kirche erschuf nun eine Synthese, indem der synagogale Gottesdienst und das Meßopfer der Eucharistie als die christliche Version des Tempelkultes zu einem Gottesdienst verschmolzen wurde mit der Unterscheidung von der Vormesse, dem Wortgottesdienst und der eigentlichen Messe, der Eucharistie zelebriert als Sacrificium und als Sakrament,

Fünftens: Die Reformation löste diese Synthese auf und erachtete den „Wortgottesdienst“ als den wahren Gottesdienst und reduzierte die Eucharistie auf ein heiliges sakramentalistisches Essen, das den Status eines Appendix des Wortgottesdienstes erhielt, lutherisch ein Mal im Monat, reformiert 4 bis 6 Mal im Jahr zu feiern.



So weit der Überblick. Eine Messe ohne die Eucharistiefeier kann so katholisch geurteilt nur ein defizitärer Gottesdienst sein. Es muß dabei an der Erkenntnis festgehalten werden, daß der „Wortgottesdienst“ ursprünglich nur ein Ersatz für den Tempelkult war.

Die Eucharistie setzt sich nun selbst aus zwei religiösen Praktiken zusammen, der des Opferkultes und der des heiligen Essens, daß entweder etwas Heiliges gegessen wird oder daß mit den Göttern oder mit einem Gott zusammen etwas gegessen wird.

Wenn nun in Folge eines Priestermangels die Eucharistie nicht als heiliges Meßopfer zelebriert werden kann, kann sie sehr wohl noch als das Sakrament des Altares zelebriert werden. Dazu ist kein Priester notwendig, es reicht ein Kommunionausteiler. Die Hostien werden dann als schon von einem Priester gewandelte dem Tabernakel entnommen, um sie an die Gläubigen auszuteilen. Für den gläubig Empfangenden entsteht dadurch kein Nachteil, denn für den gültigen Empfang ist es gleichgültig, ob ein Priester in der Eucharistie erst die Elemente transsubstantionalisiert hat oder ob sie schon vorher gewandelt worden aus dem Tabernakel entnommen werden.

Um den Eindruck einer Meßsimulation zu vermeiden, die ist eine schwere Sünde, empfiehlt es sich, die Liturgie auf die Austeilung und den Empfang der Hostie zu reduzieren: „Das ist mein Leib“

Es gibt keinen legitimen Grund, den Gläubigen das Sakrament der Eucharistie vorzuenthalten, ihnen den Empfang der Kommunion zu verwehren durch eine Reduktion des Gottesdienstes auf einen bloßen „Wortgottesdienst“. Die Zelebration des Meßopfers muß dann zwar ob des Priestermangels entfallen, die Gläubigen können aber gültig das Sakrament der Eucharistie empfangen.


Zudem: Zur Gültigkeit der Eucharistie reicht es, wenn ein Priester die Messe ließt und dann die heilige Kommunion empfängt auch wenn kein sonstiger Gläubiger an dem Gottesdienst teilnimmt. Es ist aber für das Heil der Gläubigen gut, wenn sie so oft es ihnen möglich ist, die hl. Kommunion empfangen und deswegen sollten keine „Wortgottesdienste“ ohne einen Empfang der Kommunion durchgeführt werden,da sonst ihnen ein sehr wichtiges Gut vorenthalten wird.

Jeder Gottesdienst wird in erster Linie zur Ehre Gottes zelebriert, deshalb kann er auch gültig ohne eine Gemeinde gefeiert werden, Um der Gläubigen willen sollte aber stets ein Empfang der Euchariste ermöglicht werden, auch dann, wenn die Feier des hl. Meßopfers in dem Gottesdienst dann nicht möglich ist.

Außerdem sollte die Bedeutung der Realpräsenz Jesu Christi im Tabernakel, in den gewandelten Hostien nicht unterschätzt werden: Der Herr der Kirche ist stets in ihr lebendig gegenwärtig und deswegen versammeln sich die Gäubigen da, wo er schon immer für sie da ist. Jede Kirche ist eben ein Wohnort Gottes, der im Tabernakel, dem Begegnungszelt auf seine Gläubigen wartet.

1Kath de am 3.März 2026.

 

Mittwoch, 4. März 2026

Wenn die Guten gegen die Bösen Krieg führen und die Politik zu Kreuzzügen aufruft

 

Wenn die Guten gegen die Bösen Krieg führen und die Politik zu Kreuzzügen aufruft


Für die Medienwelt ist die Sache klar: Da gibt es die zwei Guten, Trump und Netanjahu und die Bösen des Irans. Wie in einem Fantasyroman stellen nun die Guten die Bösen zum Endkampf.Nur eines müßte uns Nachrichten- konsumenten etwas irritieren: Galten diese zwei Regierungschefs nicht vor kurzem selbst noch als die Bösen?

Aber daß der Iran eine menschenverachtende Diktatur ist, das ist doch eine unbestreitbare Tatsache! Die Übersicht mit KI , abgefragt am 4.3.2026 meldet: „Abtreibungen sind im Iran unter der aktuellen Gesetzgebung zur „Verjüngung der Bevölkerung“ (seit 2021) weitgehend verboten und gelten als Straftat. Ausnahmen sind nur bei direkter Gefährdung des Lebens der Mutter zulässig. Zudem wurden staatliche Verhütungsmittelprogramme eingeschränkt.“ Wie paßt diese Meldung denn nun zu der Verurteilung des iranischen Regimes als Menschen verachtend? Aus der feministischen Sicht beweist dies geradezu den Frauen unterdrückerischen Charakter des iranischen Staates und so wird dann auch in den westlichen Medien dies Antiabtreibungsprogramm perhorresziert. Wenn bei uns in 10 Jahren circa 1 Million Kinder im Mutterleibe getötet werden, dann beweist das die Humanität unseres demokratischen Rechtsstaates, wohingegen ein Verbot der Kindestötungen eine Diktatur auszeichnet. Aber die Realität dieses Regimes wird eben durch ein so simples Schwarz-Weiß- Denken nicht erfaßt, die Realität ist in sich selbst sehr widersprüchlich.

Aber das islamistische Regime unterdrücke doch auf das Brutalste das eigene Volk. So meldete die „Tagesschau“ am 20.Jänner 2026: „Wie die unterschiedlichen Todeszahlen zustande kommen“: Über die Opferzahlen im Zusammenhang mit den Protesten in Iran kursieren viele verschiedene Angaben. Wie die Daten ermittelt werden und wie schwierig es ist, an verlässliche Informationen zu kommen.“ Die angegebenen Opferzahlen schwankten zwischen 2000 bis 18000 Getöteten. Die iranische Regierung sprach dann von circa 500 getöteten Polizisten.

Da ich nun über keine hellseherischen Fähigkeiten verfüge, verzichte ich auf eine Festlegung, wie viele es denn nun gewesen seien mit dem Urteil, daß jeder Getötete einer zu viel sei. Die Proteste seien völlig friedlich gewesen, aber das Regime habe dann auf die Protestler das Feuer eröffnet. Wie kam es dann aber zu den circa 500 getöteten Polizisten, oder auch weniger als 500, wenn man den Verdacht hegt, daß diese Zahl übertrieben sei? Sollten die etwa durch (Küchen)Messer getötet worden sein, obgleich sie polizeilich ausgerüstet waren? Oder, wenn die Protestler ursprünglich völlig gewaltfrei demonstriert hätten, woher bekamen sie dann plötzlich die Waffen,mit denen sie so viele bewaffnete Polizisten töten konnten?

Meiner Einschätzung nach, ich möchte nicht urteilen, daß das so wahr, ich erachte es nur für wahrscheinlicher als das Narrativ vom gewaltfreien Protest, gab es von Anfang an eine militante Opposition, die gewaltsam vorging hoffend auf eine gewaltsame Reaktion der Polizeikräfte,daß es so zu einer Eskalation der Gewalt käme, die den Sturz der Regierung herbeiführen sollte.Ich bin zudem mir sicher, daß der beste Geheimdienst der Welt, der israelische und dann auch der amerikanische diese Eskalation der Gewalt unterstützten, um so den Umsturz zu ermöglichen. Als diese Umsturzhoffnung sich als eine Illusion erwies, da setzten dann Israel und die USA auf einen Angriffskrieg, um den Systemwechsel zu erreichen.


Weder vom Völkerrecht noch von der Lehre des „Gerechten Krieges“ , wie sie die Kirche lehrt, ist aber die Beseitigung einer inhumanitär das eigene Volk regierende Staatsführung legitimierbar.

Um einer moralischen Rechtfertigung dieses Angriffskrieges wird deswegen der Angegriffene im wahrsten Sinne des Wortes verteufelt. Ich empfehle hierzu das „Compact“ Video: „Iran Krieg- Kessseltreiben gegen AfD- Friedenskurs“ vom 3.3.2026, in dem gut recherchiert die Haltlosigkeit der Antiiranpropaganda entlarvt wird: Es gibt keine Beweise dafür, daß der Iran das Haupt eines islamistischen Terrorismus sei.


Aus der theologischen Perspektive muß gesagt werden, daß nur Gott gut und nur der Teufel böse ist und wir Menschen weder so gut wie Gott noch so böse wie der Teufel sein können. Jede Politik, die den Gegner verteufelt, ist so nicht hinnehmbar. Eine solche Verteufelung verunmöglicht a priori eine diplomatische Lösung von Konflikten, indem sie faktisch nur noch die Gewalt und den Krieg als das Lösungsmittel zuläßt.

Aus der theologischen Perspektive muß gar geurteilt werden, daß wie die Kirche den Römischen Staat als legitimen ansah, da jede Obrigkeit von Gott ist, daß erstmal auch ein islamischer Staat als eine Obrigkeit anzuerkennen ist, was selbstredend eine Kritik an einem solchen Staat nicht ausschließt. Fragwürdig ist aber, ob zu einem gewaltsamen revolutionären Umsturz die Kirche ein Ja sagen darf. So beteiligten sich auch die Judenchristen nicht an dem Volksaufstand gegen die römische Besatzungsmacht und lehrten stattdessen die Legitimität des heidnischen Römischen Staates. Auf keinen Fall darf die Kirche aber einen Angriffskrieg mit dem Ziel eines Systemwechsels bejahen, auch wenn der Staat ein islamischer ist. Denn wenn das die Kirche dürfte, mit welchem Recht dürfte sie dann dem Islam verbieten, Angriffskriege gegen jeden nichtislamischen Staat zu propagieren, um die Menschen dort von den falschen Religionen oder dem Atheismus zu „befreien“?

Aus der theologischen Perspektive ist selbstredend eine Lynchjustiz, daß Regierende einfach als Kriegsverbrecher angeklagt getötet werden ohne eine richterliche Verurteilung, ohne die Gewährung einer Verteidigung vor einem unabhängigen Gericht, inakzeptabel. Eine Lynchjustiz kann nicht der Gerechtigkeit dienen, auch wenn die USA dafür ihr Vorliebe hegen ob ihrer „Wild-West“-Kultur. Für den Weltfrieden wäre China als Weltmacht Nummer Eins ein Gewinn, denn der Chinese ist ein geborener Diplomat.

1. Zusatz

"Die Junge Welt" kommentiert am 4.März 2026 in dem Artikel: "Merz beräbt Völkerrecht": "Friedrich Merz hatte den Ton für seinen Besuch am Dienstag im Weißen Haus bereits am Sonntag gelegt und dabei nicht weniger als die Abkehr vom Völkerrecht zum offiziellen Kurs der Bundesregierung von CDU/CSU und SPD erklärt." Den Krieg Rußlands wider die Ukraine wurde noch lautstark als ein Verbrechen wider das Völkerrecht gebrandmarkt, nun wird angesichts des  amerikanischen Angriffskrieges schlicht das Völkerrecht als nicht mehr zeitgemäß ad acta gelegt, denn Israel und die USA stünden über jedem Gesetz!  

2.Zusatz

Erklärung der Abgeordneten des BSW im Europäischen Parlament:

„Wir sind zutiefst schockiert über den Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf die Islamische Republik Iran. Wir fordern alle Parteien auf, die Feindseligkeiten sofort einzustellen und unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Wir finden es unerträglich, dass weder die Europäische Union noch die deutsche Bundesregierung den illegalen militärischen Angriff klar verurteilt hat.

Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Angriff. Er stellt einen Verstoß gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen dar, denen alle beteiligten Staaten beigetreten sind. Was diese Entwicklung noch beunruhigender macht, ist die Tatsache, dass der Angriff – wie bereits der Angriff auf den Iran im Juni 2025 – in einer Zeit stattfand, während die Vereinigten Staaten und der Iran noch diplomatische Bemühungen um eine friedliche Lösung unternahmen. Laut Quellen aus dem Oman waren diese Verhandlungen nicht ins Stocken geraten, sondern machten greifbare Fortschritte. Selbst Einschätzungen des US-Geheimdienstes bestätigten, dass der Iran keine Atomwaffen entwickelte.

Es liegt auf der Hand, dass der Angriff der USA nicht stattgefunden hätte, wenn der Iran über ein eigenes Atomwaffenarsenal verfügen würde. Der Angriff untergräbt deshalb auch das Vertrauen in die Logik und Glaubwürdigkeit des Vertrages der Vereinten Nationen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen. Das Vorgehen gegen den Iran dürfte immer mehr Staaten zu dem Schluss verleiten, dass der einzige wirksame Schutz vor willkürlichen Militärschlägen, wie im Fall Nordkoreas, der Besitz von Atomwaffen ist.“

3.Zusatz

So urteilt Rom (Kath de am 4.3.2026):

"Keine hinreichenden Gründe für einen Krieg. Brandgefährlich – Vatikan verurteilt Präventivkrieg im Iran". "Auch die Unterdrückung der Menschenrechte durch das Mullah-Regime ist aus seiner Sicht kein hinreichender Kriegsgrund." 

 


  

Bischof Feige kämpfte und fiel – aber er kämpft gewiß unangefochten weiter: „Mein Kampf gegen Rechts“.

 

Bischof Feige kämpfte und fiel – aber er kämpft gewiß unangefochten weiter: „Mein Kampf gegen Rechts“.



Bischof Feige hat sich, ganz im Widerspruch zu seinem Namen als ein wahrhaftiger Kämpfer gegen Rechts und vor allem gegen die AfD profiliert, viele Meritien unter allen Antifaschisten sich erarbeitet, streitet er doch sozusagen als Frontsoldat direkt in Ostdeutschland gegen die braunen Fluten. So verwundert es auch nicht, daß für diesen Bischof sein Fastenbrief des Jahres 2026 eine gute Gelegenheit bot, wieder seiner Berufung zum Kämpfer gegen Rechts nachzukommen.

Da predigte er: „Im Prinzip des Gemeinwohls drückt sich schließlich die Überzeugung aus, dass es über alle menschlichen Konflikte und Gegensätze hinweg gemeinsame Werte und Ziele gibt, die Achtung und Berücksichtigung beanspruchen und häufig sogar Vorrang vor Einzelinteressen haben. Gesellschaftliches Zusammenwirken wird hierbei nicht als„Null-Summen-Spiel“ angesehen, bei dem der eine nur das gewinnen kann, was der andere verliert, sondern bringt für alle Vorteile, wenn auch in verschiedenem Umfang.Man könnte auch sagen: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz.“

Diese Aussage aus dem Brief des Magdeburger Bischofes zur österlichen Bußzeit „Von christlichen Prinzipien gesellschaftlichen Zusammenlebens“ hat es nun wirklich in sich! Es muß hier nun der 24. Programmpunkt der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zitiert werden:

Wir fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat, soweit sie nicht dessen Bestand gefährden oder gegen das Sittlichkeits- und Moralgefühl der germanischen Rasse verstoßen.
Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines
positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. Sie bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und außer uns und ist überzeugt, daß eine dauernde Genesung unseres Volkes nur erfolgen kann von innen heraus auf der Grundlage:“

Und dann benennt diese Partei die Grundlage ihres Gesamtprogrammes in dem vorletzten Programmpunkt:“Gemeinnutz vor Eigennutz“. Es ist mit hundertprozentiger Sicherheit prognostizierbar, daß, wenn ein AfD- Parteimitglied diese NS-Parole zustimmend zitiert hätte, a) er angezeigt worden wäre, b) vehement ein Parteiverbot gefordert werden würde: „Jetzt reicht es!“ und c) das Parteimitglied aus der AfD ausgeschlosen worden wäre wegen dieses parteischädigenden Verhaltens.

In Deutschland ist ja die Parole: „Alles für Deutschland“, gemeint ist natürlich: „Alles Gute für Deutschland“ verboten1, da das auch die NSDAP vertrat und so müßte auch diese Parole: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ verboten sein.

Wie konnte nun ein so profilierter Kämpfer gegen Rechts so arg sich vertuen? Hat da niemand seinen Brief kontrolliert, hätte dieser antifaschistische Bischof nicht den braunen Stall richen müssen, aus dem diese Kloakenparole entstammt? Zudem paßt der Terminus des Gemeinwohles nicht in den heutigen politischen Diskurs, gilt doch die Parole: „ Wenn jeder zuerst an sich selbst denkt und für sich selbst sorgt, dann geht es letztendlich allen gut“: Das Gemeinwohl könne doch nur die Summe aller egozentrischen Interessensverwirklichungen sein, da es ja keine über den Einzelnen hinausgehende Entität wie etwa das Volk oder die Gemeinschaft, gibt, der sich der Einzelne zu subordinieren hätte. Das wäre doch eine antiliberale Idee.

Bischof Feige sündigte also, als er im Übereifer des Kampfes gegen Rechts selbst einen der wesentlichen Punkte des Parteiprogrammes der NSDAP sich zu eigen machte. Aber ihm wird man das verzeihen, besteht doch kein Zweifel an seiner hundertprozentigen antifaschistischen Gesinnung, daß er seinen Kampfauftrag gegen Rechts ernst nimmt als staatsstreuer Hofprediger und bischöflicher Regierungssprecher! Die österliche Kreuzesnachfolge verlangt nämlich zuvörderst sein Kreuzmachen bei den Regierungsparteien!

1Die Parole: „Deutschland verrecke“ der Band: „Feine Sahne, Fischfilet“ ist dagegen politisch korrekt und erfreut sich unter den Antifachisten großer Beliebtheit.

Dienstag, 3. März 2026

Weltpolitik in Wild-West- Manier ( Und die Zensur von Kath net)

 

Weltpolitik in Wild-West- Manier



Für die USA ist und bleibt die Bergpredigt eine politische Handlungsmaxime: „Selig, der Frieden schafft“, übersetzt man in Amerika mit „Peacemaker“ und meint damit einen Cowboyrevolver: „Schieße all Deine Feinde tot, und Du hast Frieden!“ Man könnte gemeint haben, daß unter dem jetzigen Präsidenten der USA, und auch ich hing dieser Illusion einer längerern Zeit an, eine weniger agressiv- imperialistische Außenpolitik betrieben würde, daß tatsächlich etwa für den Ukrainekrieg eine diplomatische Lösung gesucht wird, statt einseitig die Entscheidung auf dem Schlachtfeld zu suchen, wie es etwa Deutschlands Außenpolitik favorisiert.

Aber seit dem jetzigen Angriffskrieg der USA im Verbund mit dem Kriegspartner Israel gegen den Iran ist unübersehbar geworden, daß auch die jetzige Regierung die Außenpolitik in der bekannten Wild-West-Manier betreibt. Das heißt: Der Revolver ist das primäre Mittel der Politik. Statt mit anderen in Konfliktfällen zu verhandeln, erschießt man ihn lieber, den Feinde haben nichts anderes als eine Kugel verdient. Begeistert berichten die Medien der USA nun, wie viele der Regierung man schon erledigt hat und den Rest werde man auch noch töten. Vor ein Gericht die Angeklagten zu stellen, ihnen Verteidiger zuzubilligen und einen rechtsstaatlichen Prozeß zu gewähren, das ist für eine Cowboykultur einfach nur unnötige Bureaukratie: Man weiß doch, wer der Schuldige ist und den lyncht man dann einfach. So einfach geht Gerechtigkeit.

Das Völkerreecht, ja jegliches Recht kann dann völlig ignoriert werden.Niemand kann ernsthaft sagen können, daß dieser Angriffskrieg in irgendeiner Weise mit dem Völkerrecht vereinbar wäre. Es existierte weder für den Staat Israel noch für die USA eine Bedrohungssituation durch den Iran. Der rein politische Wille, die Regierung des Iran zu stürzen, um dann eine den USA und Israel genehmere einzusetzen, kann in keinster Weise als eine Legitimation dieses Angriffkrieges beurteilt werden. Aber die USA und Israel demonstrieren hier, daß sie als Mächtige über dem Gesetz und dem Recht stehen, da sie über die (Militär)Macht verfügen, zu tuen und zu lassen, was sie wollen,

Daß es nun Exiliraner gibt, die diesen Angriffskrieg gegen ihre eigene Heimat bejahen, ja gar bejubeln, zeigt aber auch, daß die Machtpolitiker der Welt überall auf Verbündete setzen können, die um selbst an die Macht zu kommen, sogar einen Krieg gegen das eigene Volk gutheißen. Wehe dem Volk, das durch so Machtgierige dann regiert werden wird..

Der Bundeskanzler als ein getreuer Lehrling des „Kanzlers der Allierten“ Adenauer legt nun auch das Völkerrecht und Recht beiseite, um der puren Machtpolitik der USA und Israels Beifall zu zollen. Überhaupt ist das die Stunde der „Transatlantiiker“, die eine zeitlang von dem Präsidenten Tump enttäuscht, nun wieder die alte USA bejubeln können: Mit Feinden verhandelt man nicht, man bekämpft sie mit dem Revolver. 1

Diese pure Machtpolitik ist nun keine amoralische, sie lebt geradezu von der Hypermoralisierung der Politik: Es gibt keine Konkurrenten, keine Konfliktparteien, sondern nur die „Bösen“, gegen die die „Guten“ ihren Krieg zu führen haben. Der Gegner ist schlechthin einfach nur der „Böse“, den es zu vernichten gilt, auch ganz wörtlich, indem man ihn tötet. „Der Zweck heiligt dabei das (jedes)Mittel“ ,ist der Grundsatz dieser hypermoralistischen Politik.

In der Welt des „Wilden Westens“ gibt es eben keine Differenzieungen: Da stehen sich einfach die Helden den „Bösen“ gegenüber, um die dann zu töten.

Die Kriegsziele sind dabei wohl noch nicht eindeutig abgeklärt zwischen den USA und Israel. Für Israel wäre ein in einem Bürgerkrieg sich selbst zerfleischender Iran die beste Option, den ein so sich selbst zerstörender iranischer Staat könnte keine Bedrohung für Israel sein, wohingegen die USA woll eher eine Regierungsübernahme durch ihnen hörige Politiker präferieren dürfte.2

Aber noch einen weit verbreiteten Irrtum korrigiert dieser Angriffskrieg, daß Kriege vorrangig von diktstorisch regierten Staaten geführt werden, demokrstische zu einer freidlicheren Politik tendieren. Die meisten Kriege nach dem 2.Weltkrieg wurden von demokratischen Staaten geführt, das kommunistische China führte keinen einzigen, der islamisch regierte Iran keinen einzigen und Rußland werden fragwürdig zwei Kriege angelastet, wobei die russische Regierung wie im Fall Afghanistans und jetzt der Ukraine immerhin behaupten kann, von souveränen Staaten zum militärischen Eingreifen aufgefordert worden zu sein – nur daß der Westen den rusischen Republiken das Recht auf eine Selbstverteidigung abspricht, da sie nicht aus dem Vielvölkerstaat der Ukraine austreten durften.

Für demoktatisch regierte Staaten ist der Krieg eben auch ein Mittel der Politik, von dem die USA besonders viel Gebrauch pflegt. Das hat auch etwas mit der Cowboymentalität des Amerikaners zu tuen, und mit der Erfahrung, seit dem inneramerikanischen Bürgerkrieg, in dem den Südstaaten ihre Seperation nicht erlaubt wurde, nie mehr selbst Kriege im eigenen Land erlitten zu haben und daß die USA dann fast alle Kriege gewann ohne schwerwiegende Eigenverluste erleiden zu müssen. 

Zusatz:

Wir Deutschen sollten uns gut und reiflich überlegen, ob wir zu den USA passen, ob diese Kultur eine uns genehme sein kann. 

Zensur

Mein kritischer Kommentar zu dem Kath net Artikel: "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"" vom 3.3,2026 wurde, wie von mir erwartet,der Zensur unterworfen, denn Kath net publiziert nur Prokriegsartikel! So wird ja auch kein ausgewogener Artikel zum Ukrainekrieg veröffentlicht, nur antirussische Kriegsartikel! 

 

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1Vgl hierzu die Berichterstattung der „Jungen Freiheit“ zu diesem Krieg. "Kath net" schreibt so ganz euphorisch: "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen" am 2.2.2026, trunken vor Kriegsbegeisterung.- Transatlantiker unter sich! In dem Kath net Artikel wirdgar das Ende des Völkerrechtes bejubelt: " Ganz ehrlich: Das Gerede vom „Völkerrecht“ kann kein vernünftiger Mensch mit Empathie mehr hören." Der "Tagespostkommentar vom 2,2,2026 lautet: "Nur ein Regimewechsel in Teheran und die Befreiung des iranischen Volkes könnten den israelisch-amerikanischen Krieg in der Rückschau rechtfertigen." Das heißt dann aber auch, daß jeder islamische Staat jeden nichtislamischen angreifen , ihn bekriegen darf, wenn das Ziel das der Befreiung von der Gottlosigkeit eines Säkularstaates ist. Es  wäre so der Krieg aller Staaten gegen alle im Namen des Guten gegen die Wenigerguten. die säkularisierte Version des Religionskrieges, 

 

 

2In Afghanistan scheiterte dies Konzept aber kläglich: Die Afghanen wollten weder russisch sozialistsch noch amerikanisch demokratisch regiert werden.