Dienstag, 5. Mai 2026

Unsere Mutter als unsere Fürbitterin

 

Unsere Mutter als unsere Fürbitterin (Auszug aus meinem Buch: "Der zensierte Gott"


Der heilige Dominikus und der heilige Franziskus von Assisi waren beide von ihrer Kindheit an bis zu ihrem Tode ganz besondere Verehrer Mariä, der allerseligsten Jungfrau. -Sie nahmen in allen großen und wichtigen Angelegenheiten ihre Zuflucht zur himmlischen Gottesmutter. -Der heilige Dominikus betete, wie er selbst erzählt, nach seiner Gewohnheit nachts in der Kirche. -Da sah er, wie der Sohn Gottes zur Rechten des Vaters ganz erzürnt aufstand, um alle Sünder auf Erden zu vertilgen. -Er schwang drei Lanzen: eine wider die Hochmütigen, eine wider die Habsüchtigen und eine wider die Wollüstigen. -Da sich niemand widersetzen durfte, kam die Mutter Gottes, umfing Jesu Füße und bat ihn, doch diejenigen,die er mit seinem Blute erlöst hätte, zu verschonen und Barmherzigkeit vor Recht walten zu lassen.- „Siehst du nicht“, sagte ihr Sohn, „wie viele Unbilden sie mir zufügen? -Länger kann meine Gerechtigkeit so viel Böses in allen Ständen nicht dulden.“ -Allein die Mutter erwiderte: „Du weißt alles, also auch die Weise, wie du sie wieder zu dir zurückführen kannst. -Sieh, ich habe einen Diener, einen eifrigen Verehrer, den du in die Welt hinaussenden wirst, auf daß er ihnen deinen Willen verkünde, und so werden sie sich wieder zu dir, ihrem Heilande bekehren. -Und dann habe ich noch einen treuen Verehrer und Diener. Diesen will ich dem ersten zum Gehilfen geben.“ Da sagte der Sohn: „Ich bin versöhnt, aber zeige mir jene, welche du zu diesem großen Geschäfte ausersehen hast.“ -Da führte die Gottesmutter ihm den heiligen Dominikus zu. Dieser sah auch im Gesichte den heiligen Franziskus, den er vormals nie gekannt hatte. -Da er ihn am anderen Tage in der Kirche sah, erkannte er ihn und sagte: „Du bist mein Gefährte! Laß uns zusammenstehen, und kein Feind wird uns besiegen.“1


Soweit diese Geschichte! Da sagte der Sohn: „Ich bin versöhnt.“ Das ist die Zentralaussage dieser Szene aus dem Leben Jesu. Jesus Christus kann unversöhnt sein! Die Sünden der Menschen, ihr Hochmut, ihre Habsucht, ihre Wollust zerstören das Liebesverhältnis Gottes zu den Seinen. Er zürnt denen, die er selbst mit seinem Blut erlöst hat. Diesen Erlösten zürnt er. Diese will er vertilgen, weil sie so viel sündigten, und das, obwohl sie durch Jesu Blut Erlöste sind. So ernst nimmt Jesus Christus unser Sündigen. Ob unserer menschlichen Sünden stehen wir, obgleich Getaufte und durch sein Blut Erlöste, wieder unter Gottes Zorn.

Die Mutter Gottes versöhnt nun Jesus, indem sie ihm ihren Plan aufzeigt zur Bekehrung und Umkehr der sündigenden Menschen. Jetzt wollen wir aber nicht auf diesen marianischen Rettungsplan schauen, nein, sondern auf die Umkehr Jesu. Zuerst kehrt er um, indem er abläßt von seinem Zorn. Maria bittet Jesus, und diese Bitte, ihr Gebet ändert Gott. Er will jetzt, was er vorher nicht wollte.

Wer dies nun für eine mythologisierende Erzählung hält, die Gott und seinem Sohn nicht gerecht werden, weil der dreieinige Gott nichts als die Liebe ist, der möge jetzt Paulus Römerbrief 1-8 überfliegen. Es ist eine große Erzählung vom Zorn Gottes über die Menschen, Juden wie Heiden, und wie sie alle gegen Gott sündigten, obwohl sie wußten, wie sie zu leben haben gemäß Gottes Willen, bekannt gemacht durch die Offenbarung des Gesetzes und im Gewissen und wie durch das Kreuz Christi und den Glauben die Wende eintritt, daß Gott, durch das Kreuz Christi versöhnt, sich wieder liebend den Menschen zuwendet, die an Jesus Christus glauben. Hier braucht uns nur die Struktur zu interessieren: daß Gott den Menschen zürnt, weil sie Sünder sind und daß durch das Kreuz versöhnt, Gott sich wieder neu den Menschen zuwendet.


Die Zentralaussage lautet also: Gott kann sich ändern! Er kann zürnen und er kann seinen Zorn wieder zurücknehmen. Was wird aber aus der Geschichte Gottes mit den Menschen, streichen wir diese Vorstellung aus dem Gottesbild heraus? Was bleibt von der Geschichte, wenn es weder Gottes Zorn noch Gottes Umkehr gibt? Es entstünde ein Aufklärungsroman über Gott, der immer nur der uns Menschen Liebende war, ist und sein wird und die Einsicht, daß wir Menschen uns viele falsche Vorstellungen von Gott gemacht haben, von denen uns Jesus befreite, indem er verkündete: „Gott ist die Liebe! Befreit euch von euren falschen Gottesbildern, daß er auch heilig und gerecht, zürnend und vergebend ist, daß er Opfer fordert, daß er unsere Nachfolge will. Er will nichts von uns! Er ist einfach nur Liebe.“ Nur, dieses Gottesbild ist nicht das des Alten Testamentes, nicht das von Jesu Christi, nicht das, das die Kirche verkündete, sondern ein erdichteter Gott, ein Phantasiegott, den es nur in den Vorstellungen modernistischer Theologen gibt!


Halten wir so dies fest: der Philosoph Platon sagt, daß um der Moral willen folgende religionsphilosophischen Voraussetzungen gemacht werden müssen. Von Gott bzw. von den Göttern muß gedacht werden, daß sie sind, daß sie sich um die Menschen kümmern und daß es nicht leicht sei, ihre Gunst zu erlangen.2 Platon sieht als Gefahr für die Moral die Vorstellung an, daß der Mensch leicht die Gunst Gottes wiedererlangen könnte durch das Darbringen von Opfern und Gebeten. Es sei en passant daran erinnert, daß auch heute noch im Verborgenen über Katholiken gelästert wird, daß sie es mit der Moral nicht so genau nähmen, bräuchten sie doch nur, wenn sie gesündigt haben, einen Rosenkranz beten, und ihnen sei alles vergeben! Wer bemühte sich schon um ein moralisches Leben, wenn man so leicht seine Sünden los werden könnte! Die christliche Religion sieht dies anders, denn sie glaubt an Jesus Christus, das wahre Gott dargebrachte Opfer, und dies Opfer ist kein leichtes! Die christliche Religion weiß aber, daß wenn Gott zürnt, es eines Opfers bedarf, das Gottes Zorn stillen kann. Welches Opfer das vermag, das wird uns erst das Kreuz Christi zeigen und uns vor die Frage stellen: wie verhält sich dies eine Opfer Christi zu den vielen anderen Opfern? Jetzt soll aber nur dies festgehalten werden: Gott kann und will umkehren. Er kann und will über uns Menschen zürnen, wenn wir gegen ihn sündigen. Er kann und will aber auch seinen Zorn von uns wieder abwenden. Ihn kann sein Zorn reuen, wenn er uns wieder gnädig sein will!


Ganz anders der zensierte Gott! E. M. Mørstad schreibt dazu treffend: „Weg mit einem heiligen Zorn Gottes über die Sünde, weg mit dem lieblosen, strafenden Gott! Das Golgatha war ja ein Zusammentreffen ungünstiger Umstände durch Menschen, die nichts wußten; das sagte ja Jesus selbst am Kreuz. Ach, diese reine Gestalt Jesus, dieser Verwirklicher der Nächsten- und Gottesliebe! Er starb aus Liebe zu allen Menschen, nicht weil er von einem brutalen, primitiven Gott als Sühne für die Sünden der Welt geopfert wurde! Da war Paulus noch ganz jüdisch und alttestamentlich. Das Evangelium der Liebe verstand sogar er nun eben nicht so ganz hundertprozentig, obwohl er, und das geben wir immerhin zu, so ergreifend schön von der Liebe sprach: Die Liebe `duldet alles`.


JHWH nunmehr geleugnet - sollte das sogenannte `Heil` nur unter der Kategorie der `Liebe`konzipiert werden, und also zugleich der sogenannte `Gott`?. Nicht länger durfte Jesus der in seinem Blut unter dem Zorn Gottes des Vaters sterbende Gott und Mensch sein, der unbedingt notwendige Versöhnungspriester, Stellvertreter und Heiland des Menschen, für alle Menschen das notwendige Opferlamm.“3 Mørstad malt uns hiermit das Musterbild des der Zensur zum Opfer gefallenen Gottes aus. Weil Gott nur noch die Liebe sein soll, wird aus dem religiösen Gottesbild alles den modernen Menschen Anstößige gelöscht: Gott darf nicht mehr zürnen über die Sünde des Menschen, er darf keine Opfer mehr fordern. Damit wird notwendigerweise das Gottesbild des Alten Testamentes als für uns Heutige nicht mehr zumutbar ausgelöscht. Ein paar wenige Stellen kann man dann vielleicht noch stehen lassen, etwa das Bild des Gottes, der Israel aus dem Sklavenhaus Ägyptens befreit, selbstverständlich unter Ausblendung des Bildes der um ihr Kind und ihren Ehemann weinenden Mutter, aber das meiste muß weg. Aber auch das Neue Testament ist leider angefüllt mit widrigen Gottesbildern. Insbesondere der Apostelfürst Paulus gilt spätestens seit Nietzsches Pauluskritik als der Verfälscher des Lebens Jesu, als der Übeltäter schlechthin. Was bleibt? Nur noch ein Liebesgott und sein Aufklärer, der uns Menschen aus der selbstverschuldeten Gottesfurcht befreite, indem er lehrte: Gott hat uns alle lieb, so als Vorläufer des einzig wahren Kirchenlehrers der Moderne, Willy Millowitsch: „Wir sind alle kleine Sünderleins“ und kommen alle in den Himmel.


1Sintzel, M., Maria, meine Zuflucht und mein Trost, 9.,verbesserte Auflage 1919, S.705f.

2Vgl. Platon, Gesetze X, 885b.

3Mørstad, E.M., Mein Weg zur katholischen Kirche, Leben, Denken und Konversion eines norwegischen lutherischen Theologen, 2001, S.263

Montag, 4. Mai 2026

Von der Religion zur Kultur: etwa eine Verfallsgeschichte?

 

Von der Religion zur Kultur: etwa eine Verfallsgeschichte?


Die zentrale Frage lautet: Warum ist >Kultur< zu unserer zentralen lebensweltlichen Kategorie geworden? Im Hinblick auf Religion glauben wir nicht länger >wirklich<,wir folgen einfach (einigen)religiösen Ritualen und Sitten als Teil unseres Respekts vor dem >Lebensstil< der Gemeinschaft zu der wir gehören.“ „>Ich glaube nicht daran.es ist nur Teil meiner Kultur< scheint die vorherrschende Art für den verleugneten oder verschobenen Glauben zu sein,der für unsere Zeiten charakteristisch ist. Vielleicht ist dann der >nichtfundamentalistische< Begriff von >Kultur< , der sich von >wirklicher> Religion,Kunst usw unterscheidet,in seinem innersten Kern der Name für das ganze Feld verleugneter oder unpersönlicher Glaubenssätze - >Kultur< als der Name für all die Dinge,die wir praktizieren, ohne wirklich an sie zu glauben, oder >ernst zu nehmen<.“ Slavoj Zizek, Der neue Klassenkampf, 2020, S.52f.

Drei Begriff sind so in ihrer Beziehung zueinander zu klären:der der Religion, der der fundamentalistischen und der der nichtfundamentalistischen Kultur. Ich versuche das nun anhand der Vorstellung vom „Wünschen“ zu klären.

In einer Religion wird diese Vorstellung etwa so artikuliert: „Gott, ich wünsche von Dir für mich oder für einen Anderen, daß...“ Von Gott wird dabei geglaubt, daß er den geäußerten Wunsch erfüllen kann, da er allmächtig geglaubt wird und daß er ihn auch erfüllen will, aber das Wünschen ist keine magische Beschwörung, als müsse Gott, wenn wir nur richtig unser Wünschen formulieren, unsere Wünsche erfüllen.

In einer fundamentalistische Kultur wird der Wunsch etwa so formuliert: „Ich wünsche Dir alles Gute!“ Man glaubt, daß dieser ausgesprochene Wunsch sich auch erfüllen wird, obgleich man dabei nicht mehr an Gott glaubt, der der mögliche Realisierer dieses Wunsches ist.

In einer nichtfundamentalistischen Kultur wird der Wunsch zwar noch ausgesprochen: „Ich wünsche Dir alles Gute etwa zum Geburtstage, aber niemand glaubt mehr, daß dieser Wunsch sich wirklich erfüllen wird. Man sagt das halt zu Geburtstagen oder sonstigen Gelegenheiten. Bezeichnend dafür ist, daß der Wunsch: „Ich wünsche Dir einen guten Tag“ reduziert wird auf: „ Guten Tag“ oder gar auf „Tag“.

Im Raume der Politik formte sich so das Ja zur katholischen Religion der Partei des „Zentrums“ der Weimarer Republik zur Bejahung christlicher Werte um in den C-Parteien, an die jetzt, spätestens seit der Regentschaft von Frau Merkel selbst diese Parteien nicht mehr glauben und sie nur noch als eine Tradition zitieren.

Eine nichtfundamentalistische Kultur ist also eine, die nach dem Tode Gottes auch nicht mehr an die eigene Kultur glaubt, sondern sie nur noch praktiziert.Eine Genalogie müßte nun die Gründe dieser Verfallsgeschichte erforschen, aber das kann ich jetzt (noch) nicht leisten.


Sonntag, 3. Mai 2026

Umkehrpredigten – unzeit(geist)gemäß und an die Falschen adressiert?

 

Umkehrpredigten – unzeit(geist)gemäß und an die Falschen adressiert?


Der Regierung muß man wegen ihrer überschäumenden Kreativität in der Findung immer neuer Steuereinnahmequellen seine Anerkennung zollen. Selbst der Naivste glaubt ja nicht, daß diese Steuer uns Konsumenten dazu motivieren solle, nun uns gesünder zu ernähren sondern die Regierung hofft so auf eine weitere ergiebige Einnahmequelle neben der reichlich fließenden Tabaksteuer. Wehe, die Staatsbürger kehrten wirklich um, rauchten weniger und äßen weniger Zuckerhaltiges!

Da Gott nur noch die uns alle bejahende Liebe ist, so zumindest in den meisten Predigten, ist eine Umkehrpredigt eine faktische Unmöglichkeit geworden. Sozialpsychologisch ist das sinnvoll, stabilisiert diese Predigtaussage die Bürger in ihrem Selbstwertgefühl angesichts einer Lebenswelt, die oft als überfordernd erlebt und erlitten wird: Ich werde bejaht und kann mich so auch selbst bejahen, wenn es mir nicht gelingt, allen an mich gestellten Anforderungen gerecht zu werden.

Aber gelegentlich wird doch noch eine Umkehr gepredigt.Aber eine undifferenzierte Umkehrpredigt birgt ein gravierendes Problem in sich: Christsein heißt, auf dem Wege zu sein, das Ziel des ewigen Lebens anvisierend. Sagen wir mal, um der Anschaulichkeit willen,daß er bei 0 startet und nun 1 erreicht hat. „Kehre um!“ und folgsam rückt er retour auf 0, um dann wieder auf 1 umzukehren, um wieder auf 0 zu landen. So beständig umkehrend wird er nie ein Ziel, schon gar nicht des ewigen Lebens erreichen. Startete er bei 0 und ginge zu minus 1, dann müßte ihm dringend eine Umkehr gepredigt werden, und wenn er dann 0 und 1 erreicht hat ein: „Weiter vorangehen!“ gepredigt werden und auf keinem Falle eine Umkehr in die entgegengesetzte Richtung.

Wer heute noch in eine hl. Messe geht, hat ja schon einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Statt zu einer Umkehr wäre ein: „Weiter so!“ zu predigen.“Gelegentlich kommen Sie zum Gottesdienst, das ist besser, als wenn Sie nie kämen. Weitaus besser ist es, wenn Sie regelmäßig kommen!“ Um der Zahnhygene willen putzen wir 2 Mal täglich unsere Zähne, aber für unsere Seelenhygene sei es uns zu viel, jeden Sonntag zur Messe zu gehen? Man fange ruhig mit kleinen Schritten an, zuerst ein Mal pro Monat zur Messe zu gehen und erst wenn das einem zu einer guten Gewohnheit geworden ist, zwei mal und dann jeden Sonntag zu gehen. Jeder um Frömmigkeit sich Bemühender kennt die Versuchung des Aufschiebens auf Morgen: Nicht diese sondern die nächste Woche werde ich zur Messe gehen, nicht heute sondern Morgen den Rosenkranz beten...So geht man dann nie zur Messe und betet nie den Rosenkranz. Ein ordentliches religiöses Leben muß dieser Neigung in sich den Kampf ansagen: Es ist schon eine kleine Schlacht gewonnen, wenn ich ein Mal pro Monat regelmäßig zur hl.Messe gehe und in jeder Woche ein Mal den Rosenkranz bete.

Man kann sich auch viel mehr vornehmen, nur zeigt die Erfahrung, daß dann ganz schnell wie bei einem Strohfeuer von viel auf 0 zurückgefallen wird. Das christliche Leben ist aber kein Strohfeueraktivismus, sondern das beharrliche Voranschreiten, ein stetes Wachsen in den Glauben der Kirche hinein, der dann aber auch zu praktizieren ist.

Samstag, 2. Mai 2026

Eine eigentümliche Mißbrauchstradition: "So soll es nicht unter Euch sein!"

 "Früher durften wir am 1.Mai nicht gegen die Massenarbeitslosigkeit, explodierende Lebensmittelpreise, Wuchermieten, daß alles immer teurer wird und unser Geldbeutel an chronischer Schwindsucht leidet, aber jetzt nach der Wende 1989 dürfen wir all dies." Ein "Ostalgiewitz",dem man leicht den Vorwurf machen kann, die Errungenschaften der friedlichen Revolution in Ostdeutschland völlig zu ignorieren.

Jesus Christus belehrte seine Schüler so über eine wesentliche Differenz zwischen dem staatlichen Regieren und wie das Leben in der Kirche, in seiner zu sein habe: "Ihr wißt,daß die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigeen ihnen Gewalt antuen. So soll es nicht unter Euch sein,sondern wer unter Euch der Erste sein will,der sei Euer Knecht." Mt 20,26f. Soll das nun heißen: So wird eben regiert, das ist halt so, nur in der Kirche dürfe das nicht so sein? Entlastet diese Jesusaussage die Regierenden, daß das regierte Volk halt vom Staate nicht viel Gutes zu erwarten habeOder soll das nur zeitbedingt gelten, daß halt zwar zu Jesu Lebzeiten so regiert wurde, daß es aber auch anders sein könnte. 

Im liberal- conservativen Diskurs wird einerseits die Gehorsamspflicht, um es mal lutheranisierend zu formulieren, der Obrigkeit gegenüber betont, andererseits aber ganz liberal von zu hohen Fürsorgean-sprüchen des Volkes dem Staate gegenüber gewarnt. Als Bürger habe man zuerst für sich selbst zu sorgen und nur in Notfällen eine staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen: Je weniger Staat, desto mehr Freiheit, je freier staatlich nicht reglementiert die Wirtschaft agieren könne,desto mehr Wohlstand für alle Bürger! 

Aber in der christlichen Religion ist auch eine ganz andere Tradition lebendig, die des "guten Hirten". Ursprünglich war das eine Königsideologie, eine zweigesichtige: Der König sagt: "Weil ich Euch wie ein guter Hirte regiere, habt Ihr mir zu gehorchen! und das Volk sagt: "Weil Du unser König bist, hast Du uns gut zu regieren!" Diese Vorstellung von dem "guten Hirten" wird nun auf Gott bzw Jesus Christus übertragen, aber damit hört diese Vorstellung nicht auf, auch das Idealbild guten staatlichen Regierens zu sein. Jesus stellt so mit seiner Äußerung über das staatliche Regieren fest, daß nicht so regiert wird, wie es nach dem Willen Gottes zu sein hätte, den Gott selbst hat die Ordnung des Staates als die eines politisch regierenden "guten Hirten"eingesetzt. Es soll regiert werden, aber zum Wohle des regierten Volkes und das darf so auch anspruchsvoll den Regierenden entgegentreten.

Der Staat setzt die Ordnung der Volkswirtschaft, damit dann in ihr die Akteure der Wirtschaft in dieser Ordnung wirken können. Das ist nicht unähnlich dem Regelsystem des Schachspieles, das erst den Spielern Spielzüge individueller, also freier Art ermöglicht. Ohne dies Regelsystem wären Spielzüge von Nichtspielzügen ununterscheidbar und so ein sinnvolles Agieren unmöglich. 

Darf denn nun der Staatsbürger auch eigene Ansprüche an die Ordnung der Volkswirtschaft erheben? Ist eine Wirtschaftsordnung eine gute, die 3 Millionen Arbeitslose zuläßt, eine in der circa 1,6 Millionen auf Armenspeisungen angewiesen sind? Das kann man wohl nicht mehr einfach als eine Folge individuellen Fehlverhaltens verurteilen? Es bedarf gar nicht eines philosophisch-politischen Gerechtigkeitsdiskurses, um zu urteilen, daß die elementarste Aufgabe jedes Staates die Lebenser-haltung des ihm anvertrauten Staates ist. Wenn Jahr für Jahr mehr Staatsbürger sterben als geboren werden, dann ist hier von einem Versagen der Staatspolitik zu reden. Der Staat darf die Frage des Überlebens des ihm anvertrauten Volkes nicht den Privatmenschen allein zuschreiben, statt eine Rahmenordnung zu setzen, die das Überleben des Volkes ermöglicht. 

Ein  Volk kann also auch zuwenig vom Staate verlangen, zu geringe Ansprüche an die Regierenden stellen. Wenn mein Auto defekt ist, bringe ich in eine Autowerkstatt in der Erwartung, daß dort Fachkräfte es  reparieren können und werden. Früge mich nun ein KFZ-Mechaniker: "Wie soll ich denn ihr Auto wieder in Ordnung bringen?" antwortete ich zu recht: "Das weiß ich nicht. Sie sind die Fachkraft, reparieren Sie mein Auto, sodaß ich wieder mit ihm fahren kann!" So darf auch jeder Staatsbürger seiner Regierung entgegentreten. 

Jesu Aussage über die schlechte Qualität des staatlichen Regierens darf also nicht zu einer Exculpation der Regierenden vernutzt werden,sondern es muß darauf insistiert werden, daß die Völker ein Recht darauf haben, vom Staat wie von einem "guten Hirten" regiert zu werden.Die Ostdeutschen zeichnen sich anscheinend gegenüber den Westdeutschen aus, daß sie nicht so bescheiden sind gegenüber dem Staat wie die "Wessis".    

 

Freitag, 1. Mai 2026

"Berliner Jusos wollen Ehe abschaffen"

 

 

 Die "Junge Freiheit" berichtet am 29.4.2026:

 "Die Jugendorganisation der Berliner SPD will die Ehe abschaffen. „Das Patriarchat ist eines der Kernunterdrückungssysteme unserer Gesellschaft, das durch den Kapitalismus massiv weiter verstärkt wird und ihm dient“, schrieben die Jungsozialisten (Jusos)"  Die Begründung:  "Die Ehe sei Teil des Patriarchats und sichere „die Unterdrückung von Frauen durch Cis-Männer“ ab. „Daher fordern wir: Die Zivilehe wird abgeschafft. Alle sich auf sie beziehenden Gesetze und Regelungen werden angepasst beziehungsweise ebenfalls abgeschafft.“

"Eine Verantwortungsgemeinschaft soll durch einen Antrag beim Standesamt angemeldet werden können. „Auf Wunsch kann eine Probephase vereinbart werden, mit deren Ablauf die Verant-wortungsgemeinschaft durch alle Mitglieder aktiv und schriftlich verlängert werden muss, um fortzubestehen.“

"Stattdessen soll eine Verantwortungsgemeinschaft eingeführt werden. „In diesen können Menschen anlass-, verwandtschafts-, gender- und anzahlunabhängig Verantwortung füreinander und Angehörige übernehmen.“ 

Einst verstand sich die SPD als die Partei der "Kleinen Leute", nachdem sie sich von dem Marxismus endgültig verabschiedet hatte und nun die "soziale Gerechtigkeit" als ihre Kernkompetenz prokla-mierte. Jetzt souffliert die LGBTQ- Ideologie das Programm der Nachwuchssozialdemokraten. Selbst für die Polygamie begeistern sie sich, wenn es dann nur nicht als eine Ehe sondern als eine "Verant-wortungsgemeinschaft" tituliert wird. 

Lieber Leser, das ist kein verspäteter Aprilscherz sondern ein Exzeß des Feminismus: Nie wurden im Namen einer Ideologie so viele Menschen getötet wie in dieser!  

 

Mittwoch, 29. April 2026

Eine gefährliche Illusion des christlichen Glaubens?

"Ich habe ihnen versprochen, ihr Leben zu schonen,falls sie ein offenes Geständniß ablegen; sie haben dies gethan, und nun ist es meine Pflicht, mein Wort zu halten."

"Hm, das ist nicht vorsichtig.Diese Kerls haben den Strick verdient.Werden sie ohne Strafe entlassen,so sind Sie Ihres Lebens ja gar nicht mehr sicher."

"Das sage ich auch,aber ich habe mein Wort noch nie gebrochen und werde es auch jetzt nicht thun. Vielleicht macht meine Nachsicht einen bessernden Eindruck auf sie." Karl May, "Waldröschen" Bd 3, Zweite Abtheilung, Die erste Menschenjagd, 5.Kapitel, Tief unter der Erde, S.1450. Praktizierte Nachsicht verbessere (vielleicht) Menschen, das ist die hier zu bedenkende Aussage. Die nachsichtig Behandelten wollten einen Auftragsmord begehen und kamen doch straffrei davon, da sie ihren Anstifter benannten. Das war das Wesentliche ihres "offenen Geständniß", nicht aber eine ehrliche Reue.

Gehört der Glaube an das Gute im Menschen, daß er ein besserer wird, wenn man ihn gütig begegnet und behandelt zum christlichen Glaubensgut? In dem Roman erfolgt diese Antwort: "Dies glaube ich nicht; auf diese Art von Menschen macht Liebe keinen Eindruck, da sie die Milde doch nur für Schwäche halten." (S.1450f) Aber besagt denn nun Jesu Gebot: "Liebet Eure Feinde" nicht genau das Gegenteil, daß ein Mensch durch die ihm entgegengebrachte Liebe wohl ein besserer wird?   

Die Auslegung der Bergpredigt Jesu Christi gehört zu den schwierigsten Aufgaben der Moraltheologie, wie diese in Einklang zu bringen ist mit dem Gebot der Nächstenliebe und dem darin eingeschlossenen Gebot der Selbstliebe. Eindeutig ist  nun aber die Intention der Bergpredigt: Sie lehrt uns, wie wir zu leben haben, um in das ewige Leben eingehen sollen in der Tradition des 15.Psalmes, der Einlaßbedingungen in das Allerheiligste. Das schließt nun aus, daß Jesus uns hier die Feindesliebe lehrt, um ein innerweltliches Ziel zu erreichen, etwa daß durch die praktizierte Feindesliebe die Welt friedlicher würde, der Feind durch die ihm erwiesende Liebe in einen Nichmehrfeind verwandelt würde, daß vielleicht der Feind, mit liebenden Augen gesehen, sich als verkannter Freund erwiese. 

Für Jesus gibt es zwei grundlegenden verschiedene Belohnungen, den irdischen oder den himmlischen. Wer also seine Freunde liebt, der wird dann auch von denen wiedergeliebt und darin empfängt er seinen Lohn, den irdischen. Wer aber seine Feinde liebt, wird von diesen nicht wiedergeliebt und empfängt so keinen irdischen Lohn. Gott wird ihm dafür aber einen himmlischen Lohn geben. Zu handeln, ohne dabei auf einen innerweltlichen Gewinn zu erstreben, hofft auf den Himmelslohn. Darum ist es ja auch konsequent, daß Jesus uns rät, nicht die einzuladen, die gewiß einen dann eine Gegeneinladung aussprechen werden, denn das wäre dann der intendierte Lohn, sondern Menschen, arme, die nicht dann selbst wieder einladen können. Dieser Einladungspraxis verheißt Jesus einen Himmelslohn.

Aber ist es nicht Gottes Wille, daß wir zu besseren Menschen uns entwickeln sollen, daß er uns wie ein Erzieher von den Anfängen hin zur Sittlichkeit führt, bis daß dann die Menschheit die Reifeprüfung bestanden habend in das ewige Leben versetzt wird? Was sagt uns dazu die hl.Schrift selbst? "Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen,denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf."1.Mose, 8,21) Eigentlich wollte Gott die Menschen vertilgen etwa durch eine weitere Sintflut,weil die Menschen so böse sind, wie sie nun mal sind. Daß Gott nun den Menschen als eine erzieherische Aufgabe ansieht und ein Pädagogikprogramm startet, damit sie in das Gute Liebende verwandelt werden, das steht hier nicht. Diese Aussage klingt eher resignativ: Aus denen wird nichts Ordentliches mehr! Nun könnte man meinen, daß das nur eine Einzelaussage der Bibel sei, aber die Geschichte Gottes mit seiner Menschheit sei doch eine erzieherische, in der  am Ende die Menschheit die Maturaprüfung bestehen wird und so in das Reich Gottes eingehen werde. 

Wer nun aber daraufhin den letzten Text der Bibel liest, in der uns das zukünftige Ende der Menschheitsgeschichte offenbart wird,der findet da keine Spuren einer so allgemeinen Versittlichung des Menschen, daß nun ihre Herzen zum Guten geneigte wären!

Warum vertilgt dann Gott die Menschheit nicht endgültig? Dieser Mosetext offenbart es uns, auch wenn die Antwort der zeitgenössischen Theologie und Kirche zuwider ist: "Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar." (1.Mose,8,20) Gottes Reaktion auf das ihm so dargebrachte Opfer steht dann im 21.Vers: " Und der Herr roch den lieblichen Gerich". Um dieses ihm so wohlgefälligen Opfers verzichtet nun Gott auf die Vertilgung der Menschheit, die ihre Vertilgung ob ihrer Boshaftigkeit verdient hätte. Dieser Mosetext stellt also eine  Reflexion über die Frage des Wozus des Opferkultes dar, erzählend dargelegt.Das ein Mal so dargebrachte Opfer Noahs ist so der Urtypus aller Gott wohlgefällig dargebrach-ten Opfer.Der Opferkult setzt so eine Störung der Beziehung des Menschen zu Gott voraus, er ist und lebt nicht so, wie es Gott von uns will, aber um der Opfer willen hebt Gott diese Störung auf, indem er auf die Vernichtung der Menschheit verzichten will. 

Daß Menschen, dessen Herz zum Bösen geneigt ist, durch die Nächstenliebe oder durch Nachsicht bessere Menschen werden, das ist nun leider eine humanitaristische Vorstellung, die nicht in der christlichen Religion fundiert ist!         

 

Ist die (Drogen- Alkohol)Sucht eine säkularisierte Version der Besessenheit und was ist dann ein Teufelspakt?

 Erwägungen angesichts einer Bekannten, die sich einer Drogenentzugstherapie unterziehen muß

 

Besessenheit sei ein voraufklärerisches Mißverstehen einer Sucht oder einer psychischen Erkrankung, das wird auch so gepredigt, wenn es gilt, Jesu Exorzismen zeitgemäß zu verkünden. Aber ist etwas dran an dieser Aktualisierung? 

Unter einer Besessenheit wird ein Überweltigwerden eines Menschen durch einen oder mehrere Daimonen verstanden, sodaß das Opfer von diesen Mächten beherrscht wird und es für das Opfer keine Möglichkeit einer Selbstbefreiung gibt. Ein Exorzist allein kann mit der Kraft Gottes ihn befreien, der Befallene verhält sich dabei nur passiv.

Ganz anders verhält sich bei einem Teufelspakt: Der Teufel bietet dem Menschen sozusagen ein Geschäft an: "Übergebe mir Deine Seele und dafür helfe ich Dir bei Deinen Angelegenheiten!"Nur wenn der so Versuchte freiwillig sein "Ja" zu dem offerierten Pakt gibt, entsteht er. Es ist dem Menschen dann auch möglich, wenn auch nur mit Gottes Hilfe, diesen Pakt aufzulösen.

Wird eine Sucht, etwa die Drogen- oder die Alkoholsucht ähnlich einer daimonischen Besessenheit vorgestellt, heißt das, daß es keinen Eigenanteil des Süchtigen an seiner  Entwickelung zu einem Süchtigen gibt und daß er nicht selbst aktiv an seiner Überwindung seiner Sucht mitwirken kann.

Sinnvoll ist es, die Entstehung einer dieser zwei Süchte anhand des aristotelischen Begriffes des Habitus zu rekonstruieren, als eine in Fleisch und Blut eingegange schlechte Gewohnheit. Am Anfang stünde ein Schmerz, eher psychisch als körperlich verursacht. Der Schmerz selbst ist ein Handlungs-appell, daß hier ein bedrängendes Problem vorliegt, das zu behandeln ist. Nun kann der Schmerz als das Problem wahrgenommen werden und nicht als ein Warnzeichen für ein vorliegendes Problem. So wird nun das Schmerzempfinden beseitigt durch Schmerzbetäubungsmittel. "Wer Sorgen hat, hat auch Likör", heißt es im Volksmunde. Wer nun alle seine Sorgen mit Likör bekämpft, wem das zur Gewohnheit geworden ist, der ist zum Alkoholiker geworden, dem der Griff zur Flasche zu der Problemverdrängung schlechthin geworden ist., zumal die Alkoholosierung kontinuierlich erhöht werden müssen, um eine betäubende Wirkung zu erzielen. 

Auf Probleme kann der Mensch prinzipiell in dreierlei Weise reagieren: Flüchten, standhalten und angreifen. Der Griff zu Drogen ist eindeutig eine Untervariante des Flüchtens.Das Problem selbst determiniert nicht selbst, welche der drei Möglichkeiten erwählt wird. Es muß also in den Menschen je nach seiner Individualität eine Disposition, eine Tendenz dazu geben, welche von den drei Optionen er für sich bevorzugt. Ich selbst vermute, daß diese Tendenz in der frühkindlichen Phase entwickelt worden ist und sich dann in aktuellen erlebten Problemen aktualisiert. Daß hieße dann aber auch, daß die Entstehung dieser Dispositon dem Süchtigen selbst nicht transparent, bewußt ist und nur durch eine Analyse im Stile S. Freuds erhellbar sein dürfte.

Wenn aber die Sucht ähnlich einer Besessenheit interpretiert wird, dann wird der Eigenanteil an der Genese der Sucht nicht analysiert: Das Suchtmittel habe eben süchtig gemacht. Die Sucht sei das Resultat des süchtig machenden Stoffes. Adam wußte schon, daß er ganz unschuldig sei, da  ihn Eva verührte, wobei er sein Sichverführenlassen tunlichst vergaß, das ist sein Eigenanteil an dieser Sünde.Wenn es aber keinen Eigenanteil an der Genese der Sucht gibt, wie soll dann der Süchtig-gewordende selbst aktiv mit der Unterstützung eines Therapeuten seine Sucht überwinden können. Müßte dann ein Therapeut nicht wie ein Exorzist wirken? 

Der Favorisierung der Form der Gruppentherapie anstelle der Analyse auf der Couch S.Freuds hängt mit einer gesellschaftskritischen zusammen. Adornos Votum: "Im falschen Leben könne es kein wahres geben!", grob versimplifizierend wurde: Da die Gesamtgesellschaft krank sei, was sich in den gestörten Kommunikationsbeziehungen manifestiere, müssen die Menschen ja erkranken, zumindest die sensibleren und Nichtabgehärteten und Verhärteten. Deshalb müssen nun in einer Gruppe Kommunikationsweisen erprobt und erlernt werden, die  diese krankmachenden transzendieren. 

Verkannt wird dabei, daß eine Sucht ein erlerntes Fehlverhalten ist, das zum Habitus geworden ist, zu einer  in Fleisch und Blut übergangen wordenen Gewohnheit, die nicht schon durch eine intellektulle Einsicht überwunden werden kann: Schlechte Gewohnheiten können nur durch bessere oder gute ersetzt werden, urteilt in kritischer Intention Aristoteles gegen Platon.