Montag, 26. Oktober 2026

Eine Frage: Existieren Mindesstandards an theologischem Wissen für Bischöfe?

 

Eine Frage: Existieren Mindesstandards an theologischem Wissen für Bischöfe?

In dem Kath net Artikel: „Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration >nach einem neuen Gleichgewicht<“am 25.10.2026 wurde erfreulicherweise das Hirtenwort der nordischen Bischöfe publiziert. Auch wenn es nun nach einer übertriebenen Polemik klingen mag, dieses Hirtenwort hätte wirklich einen „Hein-Blöd-Preis“ verdient.

Gleich am Anfang steht da geschrieben: „Als Gott seinen Sohn in die Welt sandte, kam er als Migrant vom Himmel auf die Erde. In der Herberge war kein Platz für ihn; er fand nur eine ärmliche Krippe inmitten der Tiere. Kaum war er geboren, wollten Menschen ihn töten, und er musste nach Ägypten fliehen. Als Gott Mensch wurde, teilte er von Anfang an das schwere Schicksal, das unzählige Migranten im Laufe der Geschichte erfahren haben.“

Der Sohn Gottes floh also vor seinem Vater aus dem Himmel, um auf Erden für sich einen Asylort zu finden!Das ist an Absurdität nicht mehr überbietbar. Im Glaubensbekenntnis heißt es stattdessen von Jesus Christus: „Qui propter nobis et propter nostram salutem descendit de caelis = der wegen uns und wegen unseres Heiles von den Himmeln herabgestiegen ist“ . Aber Bischöfe, die noch das katholische Glaubensbekenntnis kennen und bejahen, gibt es die noch?

Das Schicksal des Asylanten Jesus wäre es nun, keinen angemessenen Aufenhaltsort zu finden, er wurde in einer Krippe geboren. So beliebt auch das Narrativ ist, daß Jesu Eltern von allen abgewiesen in einem Stall nächtigen mußten, so wenig sagt das Neue Testament.Jesu Eltern waren nicht arm, denn sonst hätten sie sich für die angesagte Steuerschätzung nicht nach Bethlehem begeben müssen: Arme zahlen keine Steuern. Da zu Zeiten Jesu das Gastronomiegewerbe und Hotels noch nicht so viel gab wie heute, ist es wahrscheinlich, daß es üblich war, auf Reisen in Scheunen zu übernächtigen.

Warum flohen Jesu Eltern nach Ägypten? Weil ein Engel Gottes Joseph dazu beauftragte, so sein Pflegekind zu schützen! Welchem „Flüchtling“ ist denn wohl ein Engel erschienen, um ihm zu sagen: „Flieh“? Die allermeisten Flüchtlinge erstreben in Europa und isb in Deutschland ein besseres Leben. „Jeder Mensch hat das Recht auf ein gutes, friedliches Leben.“ , heißt es in dem Hirtenwort und offenbart damit unfreiwillig die Motivation der „Flüchtlinge“: Da sie in ihrer Heimat nicht gut leben können, kommen sie zu uns, um hier ein gutes Leben einzufordern.

„Als Christen dürfen wir unsere Herzen nicht vor den wehrlosen und verletzlichen Menschen verschließen, die vor unserer Tür stehen. Wir müssen Jesus in dem bedürftigen Menschen erkennen, der auf unsere Hilfe hofft.“

Nie hat Jesus gesagt, daß wir in „bedürftigen Menschen“ ihn zu erkennen haben. Wahr ist, daß Jesus Christus lehrt: Was wir einem Mitchristen an Gutem tuen, daß wird uns im Endgericht Gottes als ein gutes Werk angerechnet. Was wir einem Mitchristen nicht an Gutem tuen, das wird uns dann als Schuld zugerechnet. Wenn Jesus von Brüdern spricht, meint er damit stets den Mitchristen und nicht jeden Menschen, als ob die Menschheit eine einzige Familie wäre, in der wir alle Geschwister wären.

In der Aussage: „Dennoch müssen wir stets bereit sein, einen leidenden Bruder oder eine leidende Schwester, die uns um Hilfe bitten, nicht abzuweisen.“ wird aber der Bruder und die Schwester im Geiste der freimaurerisch inspirierten Parole der Französischen Revolution: „Brüderlichkeit“ mißverstanden.

Dann wird gar behauptet: „Die Erde ist unser gemeinsames Zuhause, in dem alle Menschen einen Platz zum Leben finden dürfen.“ Nur redet die hl.Schrift von der irdischen Heimat, dem „Zuhause“ ganz anders: „Als der Höchste den Göttern (den Engeln) die Völker übergab,als er die Menschheit aufteilte,legte er die Gebiete der Völker, nach der Zahl der Götter (Engel) fest.“ 5.Buch Mose, 32,8.Jeder Mensch gehört einem Volke an und dem ist von Gott sein „Zuhause“zugewiesen. Wer aus seiner Heimat flieht, flieht so von dem ihm von Gott zugewiesenen Lebensort, seinem „Zuhause“.

Es gibt nicht nur Rechte des Bürgers seinem Staate und seinem Volke gegenüber sondern auch Pflichten seinem Staate und seinem Volke gegenüber! Wer flieht, verstößt erstmal gegen diese seine Pflichten. Extreme Ausnahmen können dann eine Flucht erlauben, aber die meisten heutigen Flüchtlinge wandern nach Europa und isb nach Deutschland aus, weil sie sich hier ein besseres Leben als in ihrer Heimat erhoffen! Es wäre aber ihre Aufgabe, einen Beitrag dafür zu leisten, daß in ihrer eigenen Heimat das Leben besser wird.

Kardinal Müller urteilte, daß die Massenmigration der Zerstörung nationaler Identitäten diene.Damit hat dieser Kardinal die politische Intention der Massenmigration erfaßt, die Erschaffung einer Einheitswelt, in der alle nationalen Identitäten aufgelöst sind und der Mensch nur noch ein atomisierte Element dieser Einheitswelt sein soll, der „letzte Mensch“ Nietzsches. 

Zur Erinnerung:

"Freimaurerei – Großmeister lobt Wirken von Papst Franziskus"

Kath net 29. April 2025 



"Die Enzyklika ‚Fratelli tutti‘ sei ein Manifest, in dem mit Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit das dreifache Wertesystem der Freimaurerei zum Ausdruck gebracht werde, schreibt Luciano Romoli, Großmeister der Großloge von Italien.

Die Großloge von Italien der Alten, Freien und Angenommenen Maurer (AFAM) hat das Wirken von Papst Franziskus als „resonant mit den Grundsätzen der Freimaurerei“ gelobt.

„Die Großloge von Italien der AFAM schließt sich der weltweiten Anteilnahme anlässlich des Todes von Papst Franziskus an, einem Hirten, der mit seinem Lehramt und seinem Leben die Werte der Brüderlichkeit, der Demut und der Suche nach einem planetarischen Humanismus verkörperte“, schrieb Luciano Romoli, der Großmeister der Großloge in einer Stellungnahme, die am 22. April, einen Tag nach dem Tod von Papst Franziskus, veröffentlicht wurde."

 



Samstag, 24. Oktober 2026

 

Illusionen Kardinal Ratzingers über die Fundamente (West)Europas – oder irgendwie war der Anfang doch christlich



Europa sei nach 1945 eine „Friedensperiode“ geschenkt worden, die sie Churchill.Adenauer,Schumann und De Caspari zu verdanken habe.1 „Wir haben dafür zu danken,dass nicht der Gedanke der Bestrafung oder gar der Rache und der Demütigung der Unterlegenden bestimmend wurde2,sondern allen ihr Recht gewährt werden sollte“.3 Die „Mitte dieser friedensstiftenden Politik war die Bindung des politischen Handelns an die Moral.“ 4 Damit wird nun die These vorbereitet, auf die es dem Kardinal ankommt: „Sie haben eine Politik der Vernunft gemacht – der moralischen Vernunft; ihr Christentum hatte sie nicht von der Vernunft entfernt, sondern ihre Vernunft erleuchtet.“5

Antithetisch wird dann der durch den Glauben erleuchteten Vernunft die durch Ideologien „geknechtete und entstellte Vernunft“ entgegengestellt.6 Auf eine simple Formel heruntergebracht: Vernunft plus Ideologie = entstellte Vernunft, Vernunft plus Glaube = erleuchtete,wahre Vernunft. Deswegen müsse auch weiterhin das Fundament Europas diese erleuchtete Vernunft bilden, denn ohne den Zusatz der christlichen Religion entarte die Vernunft, die das Opfer dann von Ideologien würde.

Aber von welchen Ideologien schreibt hier der Kardinal und von welcher eben nicht? Er denkt an die nationalsozialistische und vor allem an die kommunistische, und kein Wort verliert er über die Ideologie des Westens, den Liberalismus.

Die Realgeschichte der Entstehung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG, später zur Europäischen Union umgefirmt und der NATO wird dabei völlig ausgeblendet.

Es ging dabei in keinster Weise um Moral, sondern Churchill faßte es knapp in diesem Diktum zusammen: „Wir haben den Falschen geschlachtet.“Der russische Stalin sei ein noch größere Feind als der deutsche Hitler. Westdeutschland sollte nun zu dem Frontstaat gegen den Osten, den Staaten des Warschauer Paktes und des Comecons aufgebaut werden. Zuvor galten wir aus der westlichen Sicht als das Feindvolk, das zu besiegen war, nicht zu befreien.

Zwei Ziele der Gründung der NATO und der EWG sind klar erkennbar: Einerseits sollte das ein Vertei-digungsbündnis gegen den Osten sein, ökonomisch fundiert durch die EWG, und andererseits als ein Offensivbündnis zur Reintegration aller Staaten des Ostblockes in den kapitalistischen Westen. Nur westeuropäische Staaten gründeten diese zwei Vereinigungen, aber sie proklamierten schon durch ihren Namen, daß ganz Europa in diese zwei Vereinigungen, die militärische und die ökonomische integriert werden sollten und daß somit deren Vereinigungen aufzulösen seien.

Die Parole lautete so: Deutschland klein zu halten, Rußland aus Europa rauszuhalten und die USA reinzuhalten. Wir sollten nie mehr ein starkes Volk werden können, sondern der NATO und Europa subordiniert werden.

Angesichts des gemeinsamen Feindes vertagten alle westeuropäischen Staaten ihre Zwistigkeiten untereinander, um gemeinsam gegen den Osten zu kämpfen. Daß der so entfesselte „Kalte Krieg“ nicht zu einem wirklichen Krieg sich auswuchs, verdankte sich einzig und allein der wechselseitigen Drohung eines Einsatzes der Atombomben. Mit einer vom christlichen Glauben erleuchteten Vernunft hat das nun wirklich wenig gemein.

Könnte denn nun der westliche Liberalismus, die ideologische Grundlage der Europäischen Union und der NATO als ein Resultat, eine Manifestation der christlich erleuchteten Vernunft rekonstruiert werden? Das ideologische Fundament ist die heilige Dreieinigkeit von „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ und nicht der dreieinige Gott, bzw der Glaube an ihn. Das Bündnis mit der liberalen Ideologie ging die Kirche nur ein, weil diese Ideologie als die effektivste antikommunistische sich nach 1945 erwiesen hatte. Der Liberalismus läßt sich nun selbst nur in die Theologie und Kirche integrieren, indem die christliche Religion auf den Glauben an Gott als den Schöpfer des Menschen, woraus seine Menschenwürde und die Menschenrechte abgeleitet werden, reduziert wird. Die Philosophie des Personalismus vermittelt dann zwischen der christlichen Religion und dem Liberalismus durch diesen Reduktionismus auf die Person als den höchsten Wert.Jede Ideologie, die stattdessen einen anderen höchsten Wert kennt, wird dann als totalitär verurteilt. 

Zusätze

Wer über Adenauer schreibt, darf die fatalste Fehlleistung seiner Regierung nicht unerwähnt lassen, sein "Nein" zur Stalinofferte 1952,daß uns die Wiedervereinigung ermöglicht werden sollte in einem sich neutral erklärenden Deutschland!

Wer über unser Schicksal nachdenkt, muß die Verwestlichung Deutschlands als einen kulturellen Verlust an unserer Identität bedauern. 

1Kardinal Joseph Ratzinger,Werte in Zeiten des Umbruchs, 2005, S.124f.

2Warum mußte dann Deutschland nach 1945 so viele Gebiete abtreten, sie als Kriegsbeute den Siegern zuerkennen? Warum darf in Deutschland nie mehr ein Bundesland „Preußen“ gegründet werden? Warum gelten wir mit Japan zusammen als „Feindstaaten“, sodaß es den Siegern erlaubt ist, gegen uns einen Krieg zu führen, wenn wir nicht mehr eine den Siegern gefällige Politik betrieben? Hat der Grünen Politiker Fischer recht, wenn er in seinem Buch: „Risiko Deutschland“ die Europäer vor uns warnt: Halter dies Volk unter die Kontrolle durch die EU?

3A.a.O. S.125.

4A.a.O. S.125.

5A.a.O.S.125.

6A.a.O. S.125.

 

Wenn die Regierenden mit ihrem (Wahl)Volk unzufrieden sind oder: Die Islamisierung Deutschlands schreitet voran



Man könnte ja meinen, daß das Regieren eine Dienstleistung für das regierte Volk sei und daß wenn dieses mit den erbrachten Regierungsleistungen unzufrieden sei, dies die Regierung dazu auffordere, ihre Regierungspolitik zu ändern.

Aber was nun, wenn die Regierenden zu dem pragmatischen Urteil kommen, daß, wenn die Mehrheit oder zumindest sehr viele der Wähler sie nicht mehr wählen will, es sich selbst ein neues Wahlvolk erwählt? Berthold Brecht machte diesen klugen Vorschlag schon als eine Reaktion suf den Volksaufstand in der DDR.

In Berlin wurde das so versucht: „Wegner bürgerte 40.000 Ausländer ein. Wegner hatte seine Beamten angewiesen, jedes Jahr 40.000 Ausländer einzubürgern. Auf persönliche Gespräche mit den Migranten musste aus Zeitgründen verzichtet werden.“ 1

Da die CDU nicht mehr auf die Stimmen der deutschen Wähler hoffen kann, zu viele wollen ihr Kreuz nicht mehr da machen, setzt diese Partei auf mit deutschen Pässen beschenkte Ausländer, die dann dafür dankend bei der CDU ihr Kreuz machen mögen.

Aber die Partei „Die Linke“ reüssierte in Berlin von den wahlberechtigten Ausländern am meisten, und zwar unter den mohamedanischen. Je höher der Bevölkerungsanteil der Muslime in einem Wahlkreis Berlins war,desto besser schnitt diese Partei ab. Linke und Muslime finden nicht nur in Berlin zueinander,in Frankreich kämpfen sie schon Seit an Seit solidarisch gegen den Staat Frankreich: Revolutionsträume, linke sollen nun unter dem Banner des Islam wahr werden!

Da nun aber mancher Muslim sich nicht in den westlich- dekadenten Staat integrieren möchte, aber die „Linke“ deren Stimme in den nächsten Wahlen bekommen möchte, hatte sie eine gute Idee: Jeder Ausländer, wenn er nur 5 Jahre lang in Berlin weilt, bekäme das Wahlrecht. SPD und Grüne stimmten zu, gehen auch sie davon aus, daß Deutsche diese zwei Parteien wegen ihrer antideutschen Politik kaum noch wählen werden. Wahlberchtigte Muslime dagegen werden gewiß nicht die AfD wählen, und so könnten dann dauerhaft die Blockparteien in Berlin regieren.

Die „Junge Freiheit“ schreibt dazu: „Das Wahlrecht für alle mindestens seit fünf Jahren in Deutschland lebenden Ausländer zum Berliner Abgeordnetenhaus ist nun auch beim früheren Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio auf Kritik gestoßen. Er hält die in den Sondierungen von Linken, Grünen und SPD festgelegte Änderung für verfassungswidrig.“

Denn nun sollen ja um des Machterhaltes willen gar Nichtstaatsbürgern das Wahlrecht geschenkt werden, nur damit die dann nicht die AfD wählen sondern eine der Blockparteien, sodaß die dann ewig in Berlin regieren können. „Neukundengewinnung“ nennt man das in der Wirtschaft. Wenn einem die Stammkunden verloren gehen, braucht man Neukunden.

Daß man die Politik ändern könnte, um bei den deutschen Staatsbürgern wieder gut anzukommen, das liegt den demokratischen Parteien fern, denn sie machen ja alles richtig, nur der dumme Deutsche goutiert das nicht, er stellt eben so hohe Ansprüche. Er ersehnt eben einen Versorgungsstaat, statt daß er einsieht, daß er nun den Gürtel enger zu schnallen habe, daß eben die guten Jahre für ihn vorbei sind, denn die Regierenden haben Gewichtigers im Auge als die Wohlfahrt des eigenen Volkes.

Die Islamisierung nicht nur Berlins schreitet so voran, denn diesen Neukunden muß ja auch was geboten werden, damit sie nicht zukünftig eine islamistische Partei ihre Stimme geben. „Die Linke“ hat das nun erfaßt und präsentiert sich für ihre Neukunden eben auch als für Antisemiten wählbare Partei! Linke und Islamisten finden so zueinander! Das Antibürgerliche verbindet sie.

1Junge Freiheit, 23.10.26 Jetzt wird die Kritik am Ausländerwahlrecht in Berlin lauter.

Ein dauerhafter Frieden auf Erden - eine notwendige Desillusion

 

Ein dauerhafter Frieden auf Erden – eine notwendige Desillusion



Wer einen dauerhaften, gar den ewigen Frieden auf Erden für eine reale Möglichkeit hält, der hat seine Rechnung ohne den Wirt, also dem Teufel gemacht.Solange dieser Feind des Friedens nicht völlig entmachtet ist, kann es keinen dauerhaften Frieden geben, bis also Jesus Christus wiederkommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten.



Von einer blauäugigen Naivität zeugt die Vorstellung, daß wenn jeder Mensch mit sich im Einklang, im Frieden lebt und wenn es den innerfamiliären Frieden dann gäbe, wäre der Weltfriede nicht mehr fern.Kriege sind politische Ereignisse und resultieren nicht aus innerfamiliären Konflikten oder aus mit sich nicht mit sich im Einklang befindenden Menschen.



Das schöne Narrativ, daß in Demokratien das Volk einen so starken Einfluß auf die Regierungen habe, daß sie kaum Krieg führen würden, denn welches Volk wolle schon einen Krieg, wohingegen diktatorische Regime leicht Kriege führen könnten, da die Diktatoren ohne eine Rücksicht auf des Volkes Meinung Krieg führen könnten, widerlegt die Tatsache, daß die demokratisch regierte USA im 20. und 21. Jahrhundert sehr viele und das kommunistisch regierte China keinen einzigen Krieg in diesem Zeitraum führte.

Gott wolle aber auf jeden Fall keinen Krieg. Ein Blick in die Bibel beweist das Gegenteil: Es gibt von Gott gewollte Kriege, etwa die der Eroberung Kanaans durch das jüdische Volk.



Und dann sagt Jesus Christus selbst Mt 10,34:

„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin,Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert“.

Die Kirche ist zwar im Himmel die triumphierende, in Fegefeuer die leidende, aber auf Erden die kämpfende, die ecclesia militans. Sie muß gegen die äußeren Feind kämpfen, die sie bekämpfen und gegen die inneren, die durch Irrlehren sie bekämpfen. Und jeder Christ ist auch einer, der gegen seine eigene Neigung zum Sündigen zu kämpfen hat.
Wie sollte da ein Friede möglich sein? Immer wird die Unwahrheit wider die Wahrheit streiten und kämpfen.



Donnerstag, 22. Oktober 2026

Eine fragwürdige Idee - in Hinsicht auf das Eheleben: ein Zuviel an Askese

 

Eine fragwürdige Idee - in Hinsicht auf das Eheleben: ein Zuviel an Askese



In dem wunderbaren Gebetsbuch: „Maria,meine Zuflucht und mein Trost“ steht in dem Traktat: „Von der Hoffart“: geschrieben: „Es wird der Hoffärtige mit einem Sarg verglichen.Wie der Sarg nur geziert wird,wenn man einen Toten in denselben hineinlegt,so schmücken auch Männer, besonders aber die Weiber ihren Leib nur mit eitler Kleiderpracht,wenn ihre Seele im Leibe durch die Hoffart gestorben ist.“1

Ein verheiratetes Paar, beide über 50 Jahre alt. Jetzt tue ich mal so. als verstünde ich etwas von der Computertechnik, daß es da Programme auf der Festplatte installiert gibt und dann liebt es ein Computer, noch „Updates“ zu machen. Auf den Mann übertragen heißt das, daß auf seiner „Festplatte“ ein viel Speicherplatz einnehmendes Fortpflanzungs-programm installiert ist, zu dem auch sein Beutechema gehört, das dazu führen soll, daß ein Mann nur Frauen als sexuell begehrenswert wahrnimmt, die geschlechtsreif sind, also nicht zu jung oder zu alt zum Kinderbekommen sind. Nicht jede geschlechtsreife Frau wird nun aber als begehrenswert wahrgenommen, sondern das Beuteschema schließt nur aus, daß nichtgeschlechtsreife Frauen vom Mann begehrt werden.

Es ist davon auszugehen, daß so der Ehemann seine über 50 Jährige Frau nicht mehr als begehrenswert wahrnimmt, da das Beuteschema diese Wahrnehmung verhindert. Es „startet“ sozusagen ein „Störprogramm“, daß den Mann einerseits seine Frau als begehrenswert wahrzunehmen verhindert und daß andererseits ihm andere jüngere Frauen um so attraktiver wahrnehmen läßt. Das Ziel des „Störprogrammes“ ist es also, den Mann zum „Fremdgehen“, ja zum Verlassen gar seiner Ehefrau zu verführen, damit er mit einer geschlechtsreifen Frau verkehrt.

„Updates“ können und sollen nun den Ehemann zur ehelichen Treue motivieren, als kulturelle Regulierungen des natürlichen „Beuteschemas“, aber es ist zu befürchten, daß sich die natürliche „Festplattenprogrammierung“ erfolgreich den „Updates“ gegenüber durchsetzt, sichert das „Fortpflanzungsprogramm“ ja die Weiterexistenz des Menschen und hat so ein starkes, durchsetzungsfähiges Programm zu sein.

„Was tun?“ Die Frau hat nun für dieses gravierende Problem die Lösungsstrategie der Kosmetik konzipiert: Durch die Kosmetik täuscht die Frau das „Beuteschema“ des Mannes, in dem durch die Kosmetik die Frau simuliert, noch fortpflanzungsfähig zu sein. Die so geschmähte „Kleiderpracht“ ist so das Konzept der Frau, ihre Ehe mit dem Mann aufrecht zu erhalten, wenn das „Beuteschema“ des Mannes ihn zum „Fremdgehen“ und gar gänzlichem Verlassen seiner Ehefrau motivieren will. Eine kluge Frau vertraut in dieser Causa mehr ihrer künstlich arrangierten Schönheit als der Effektivität des Moralapdates des Mannes. Die Kosmetik ist so nun mal die Geheimwissenschaft der Frau, ohne die das Eheleben sehr gefährdet wäre.

Das Geschlechternarrativ: Die schöne Burgfrau und der edle Ritter: „Schönste Frau, nur eines begehre ich, Dich, die Allerschönste zu ehelichen!“ Die Burgfrau: „Wenn Du ein Held bist...“ Der Ritter zieht hinaus in einen finstren Wald, tötet da den feuerspeienden Drachen, legt der Burgfrau das abgeschlagene Drachenhaupt zu ihren Füßen und sie heiraten.



Nur, was soll eine Frau machen, wenn so viele andere Frauen rufen: „Ich bin viel schöner“, wenn der Spiegel auf die Frauenfrage: „Sprich, wer ist die Schönste im ganzen Lande?“ antwortet: „Nicht Du, denn die und die und die sind viel schöner!“ Sie greift zur Kosmetik, denn sie begehrt einen Prinzen, einen Helden und den bekommen nur schöne Frauen. Wie ein Mann einer Frau nun demonstriert, ein Held zu sein, da inzwischen alle Drachen getötet worden sind,ist ebenso ein gravierendes Problem, das ein Mann aber in der Regel nicht durch den Einsatz von Kosmetik löst.

Wie viele Ehen wären wohl nicht zustande gekommen, verstünden es die Frauen nicht, durch die Kosmetik und die „Kleiderpracht“ Männer für sich zu gewinnen!

Der Mensch, auch der Mann ist viel mehr, als er sich eingestehen will ein von seinen „Festplattenprogrammen“ bestimmter. Es spricht für die weibliche Klugheit, das zu wissen und demgemäß zu handeln.





















1Michael Sintzel, Maria,meine Zuflucht und mein Trost, 1919, S.194.

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Gewißheiten im Meer des postmodernistischen Relativismus:Totalitäre Staaten bekämpfen die Kirche, liberal ausgerichtete Staaten schützen die Freiheit der Kirche

 

Gewißheiten im Meer des postmodernistischen Relativismus:Totalitäre Staaten bekämpfen die Kirche, liberal ausgerichtete Staaten schützen die Freiheit der Kirche



In unserer Epoche der Postmoderne scheint es nur noch wenige Gewißheiten zu geben, zumindest werden die traditionellen außer Kraft gesetzt, die der christlichen Religion insbesondere. Die Kirche habe so nach den Erfahrungen mit dem Konzept des totalitären Staates eines dazugelernt: Für sie ist nur das System der liberalen Demokratie bejahbar. Die stalinistische und die nationalsozialistische Diktatur bewiesen das hinlänglich.

Um diese Entscheidung der Kirche für das System der westlichen Demokratie zu legitimieren,lag es nahe, sowohl den Nationalsozialismus als auch den Stalinismus als nihilistische Ideologien zu deuten, denen dann das auf die Menschenrechte und Menschenwürde im christlichen Sinne sich auferbauende westliche System gegenübergestellt wird.

Unübersehbar ist nun aber,daß diese zwei Ideologien auch ganz anders interpretierbar sind, daß im Geiste der Postmoderne beide totalitäre Systeme als Wahrheits-diktatuen verstehbat sind, die im „Besitz der Wahrheit“ sich wähnend alles davon abweichende Denken bekämpften: „Es gibt nur eine Wahrheit und jeder, der die nicht anerkennt, ist ein Feind, der zu bekämpfen ist!“ Das könnte auch als die Substanz des Konstruktes jedes totalitären Systemes gedeutet werden. Dann aber gerät die Kirche und somit auch die christliche Religion unter einen Totalitarismusverdacht, da auch sie von der Erkenntnis der Wahrheit ausgeht: In der Kirche ist die Wahrheit als erkannte und als von jedem zu erkennende präsent. Man schaue auf die immer wiederkehrende Kampagne in den Medien, daß der christlicher Fundamentalismus die Demokratie gefährde, da dieser Fundamentalismus von sich behauptet, daß die christliche Religion die einzig wahre sei!

Aber eines so doch sicher: Beide Diktaturen, die stalinistische wie die nationalsozialistische wollten doch die Kirche und die christliche Religion vernichten.

Stimmt das so? Sicher war in der Anfangsphase der Entstehung der Sowjetunion, der leninistischen Phase der Kampf gegen die christliche Religion und die Russisch- Orthodoxe Kirche ein wesentliches Anliegen der Revolutionsregierung. Aber man wird das Verhältnis des Revolutionsstaates unter Stalin zur Russisch-Orthodoxen Kirche als diffiziler betrachten müssen.

Mein Verdacht: Stalin hat von unserem Kaiser Wilhelm gelernt, als der erklärte, daß er nun keine Parteien sondern nur noch Deutsche kenne. Er erklärte den Krieg gegen Deutschland zum großen vaterländischen Krieg, nicht als den Verteidigungskrieg der Errungnschaften des Kommunismus wider den deutschen Faschismus. Zu diesem Kriegskonzept gehörte dann auch die Einbindung der Kirche in diesen Vaterlandsverteidigungskrieg. Meine These lautet also, daß die Russisch- Orthodoxe Kirche seit der stalinistischen Phase nicht mehr von der Kirche unterdrückt und gar verfolgt wurde, solange sie politisch sich dem sowjetischen Staat gegenüber loyal verhielt.Wie im heutigen China die Katholische Kirche nicht verfolgt wird, wenn sie als patriotisch ausgerichtete das chinesische System bejaht und nur die sogenannte „Untergrundkirche“ verfolgt wird, da ihr aus Sicht des Staates eine staatsfeindliche und antipatriotische Haltung vorgeworfen wird.

Das ist nun ein sehr grobes Schema und wird in seiner Abstraktheit nicht der wirklichen Beziehung zwischen diesen zwei kommunistischen Staaten und der Kirche ganz gerecht, aber dies Schema reicht aus, um die simple These, daß jeder totalitäre Staat wesensnotwendig kirchenfeindlich sein muß, in Frage zu stellen.

Aber bei Hitler sei die Sache doch klar: Der wollte von Anfang an die Kirche zerstören. Als der Kronzeuge dafür gilt Rauschnings Deutung des Nationalsozialismus als einer rein nihilistischen Ideologie, die Hitler nur benutzte, um seinen Machtwillen durchzusetzen und da er der Alleinherrscher sein wollte, mußte er die Kirche darum zerstören wollen.

Aber das Parteiprogramm der NSDAP besagte genau das Gegenteil, es bejaht die christlichen Kirchen Deutschlands. Dann muß man eben seine Zuflucht nehmen zu der These,daß die Partei ihr eigenes Programm nicht ernst genommen hätte und in Wirklichkeit etwas ganz anderes vertreten hätte. Dann liegt es ja nahe, in Hitlers Schrift: „Mein Kampf“ die wahre Absicht Hitlers erkennen zu können, die in dem Parteiprogramm dann verschleiert worden sei.

Nur enttäuscht dieses Buch den noch so kritisch Lesenden noch mehr. Hitlers These lautet, daß der Niedergang der christlichen Religion für Deutschland fatale Folgen zeitige, daß um der Abwehr gegen nihilistische Tendenzen die christliche Religion gar notwendig sei! „Die breite Masse eines Volkes besteht nicht aus Philosophen;gerade aber für die Masse ist der Glaube häufig die einzige Grundlage einer sittlichen Weltanschauung überhaupt:“ 1

Ja, da heißt es auch noch darüber„hinaus: „Bemerkenswert ist auch der immer heftiger einsetzende Kampf gegen die dogmatischen Grundlagen der einzelnen Kirchen,ohne die aber auf dieser Welt von Menschen der praktische Bestand eines religiösen Glaubens nicht denkbar ist.“ Hitler urteilt hier also, daß die Dogmenkritik die sittliche Substanz der christlichen Religion destruiere, daß die von der Kirche gelehrte Moral alo in ihrer Dogmatik fundiert sei und deshalb auch zu bewahren sei. Es heißt dann da auch: „Die verschiedenen Ersatzmittel haben sich im Erfolg nicht als so zweckmäßig erwiesen,als daß man in ihnen eine nützliche Ablösung der bisherigen religiösen Bekenntnisse zu erblicken vermöchte.“

Ja, er ermahnt die Kirche, statt in Afrika zu missionieren, Sorge dafür zu tragen, daß nicht noch mehr Menschen sich von der Kirche abwendeten!

Wenn man nun noch beachtet, daß diese Aussagen in dem Kapitel: „Ursachen des Zusammenbruches“ = Ursachen der Niederlage im 1.Weltkrieg getätigt sind, müssen sie den Leser irritieren, hätte man doch mutmaßen müssen, daß ein so antichristlich eingestellter Hitler den Kirchen eine Mitschuld an dieser Niederlage zuschreibt.

Meine These: Der nationalsozialistische Staat war nicht an sich kirchen- und religionsfeindlich, aber er bekämpfte Christen dann, wenn sie aus ihrem Glauben politische Konsequenzen zogen, die dieser Staat nicht bereit bereit war, zu tolerieren.

Politisch wäre es auch sehr unklug, wenn die Partei sich als die antikommunistische Kraft profilieren wollte, ich folge hier Ernst Nolte, die Kirche als Feind anzusehen, statt sie als einen Verbündeten gegen den kommunistischen Atheismus anzuerkennen, was im Gefolge des Präventivkrieges gegen Rußland 1941 dann auch getan wurde.



Weder ist der Stalinismus noch der Nationalsozialismus wesensnotwendig antichristlich bzw antikirchlich, es sind politische Ideologien, die dann aber Christen bekämpft, wenn diese politisch oppositionell agieren.

Erst nach 1945 wurde der Mythos von dem Nazi-Staat, der die Kirche bekämpfte, hervorgebracht, um im Kampfe gegen den Kommunismus in der Kirche die guten Deutschen zu finden, die nicht für Hitler waren und so nun gute Verbündete gegen Stalin sein konnten.Bis 1945 galten ja alle Deutschen als „Nazis“- wie hätte dann der Westen mit uns Westdeutschen Front gegen den Osten machen können? Es mußten erst „gute Deutsche“ gefunden werden, die Antinazis waren, keine Kommunisten und keine preußischen Militärs, da das Preußische ja als der Hort des Bösen von den Siegermächten verteufelt wurde- da fand man nur die Christen, die objektiv die Feinde des Nationalsozialismus waren, weil dieser sie vernichten wollte und die dann auch teilweise subjektiv den Kampf aufgenommen hatten wider Hitler und jetzt so gegen die Kommunisten zu kämpfen hätten.

Der Liberalismus avancierte nach 1945 dann zu der antitotalitären Ideologie, der die Kirche dann auch zustimmte. Damit verschob sich aber die Interpretation der totalitären Ideologien im postmodernen Denken dann: Sie galten nicht mehr als nihilistisch sondern als totalitär, weil sie antiliberal ausgerichtet Wahrheitsdiktaturen waren , da sie von ihrer Wahrheit als der einzig wahren überzeugt alle anderen Weltanschauungen bekämpften im Namen ihrer Wahrheit.

































1Adolf Hitler, Mein Kampf, Kapitel: Religiöse Verhältnisse, im 10.Kapitel: Ursachen des Zusammenbruches.

Wie Gott irrelevant (gemacht) wurde? - „Wenn nichts fehlt,wo Gott fehlt“.

 

Wie Gott irrelevant (gemacht) wurde? - „Wenn nichts fehlt,wo Gott fehlt“.1



Die religiöse Indifferenz, die in dem Buch Loffelds konstatiert wird, ist wesentlich eine Indifferenz dem Glauben an Gott gegenüber. Nicht mehr die Kontroverse, gibt es einen Gott oder gibt es keinen?, bestimmt den religiösen Diskurs, sondern die Vergleichgültigung dieser Frage. Debattiert wird zwischen Conservativeren und Liberaleren, ob und mit wem wer Sex haben darf, ob das Heil der Kirche in ihrer Verdemokratisierung oder in ihrem Bewahren der hierarischen Struktur liege, ob das Wichtigste ihr Engagement gegen Rechts sei. Nur Gott wird nicht mehr thematisiert, nicht weil in der Gotteslehre alle Fragen geklärt wären, sondern aus Desinteresse.

Armin Kreiner zitiert in seinem Buch: „Das wahre Antlitz Gottes“ J. R.Searle: „ Heutzutage schert sich niemand darun,und es bezeugt einen gewissen Mangel an gutem Geschmack,überhaupt nur die Frage nach der Existenz Gottes aufzuwerfen.Mit den religiösen Dingen ist es wie mit den sexuellen Vorlieben: Man erörtert sie nicht in der Öffentlichkeit, und selbst die abstrakten Fragen werden nur noch von Langweilern erörtert.“2

Wie wurde Gott uninteressant?, oder um sich auf den kirchlichen und theologischen Eigenanteil der Vergleichgültigung Gottes zu kaprizieren ist ist zu fragen: Wie wurde Gott gleichgültig gemacht?

Es soll nun der Versuch gemacht werden, zu konstruieren, welche Aussagen über Gott notwendig zu machen sind, damit er als für das Leben relevant und nicht als irrelevant erscheint. Die pure Aussage, daß Gott ist, ist nämlich zwar die notwendige Voraussetzung dafür, daß Gott für uns Menschen relevant ist, aber nicht ist sie hinreichend genügend.

Meine These dazu: Von Gott muß notwendig um seiner Relevanz willen ausgesagt werden, daß es einen für uns Menschen erkennbaren Willen gibt, daß und was er von uns Menschen will und daß er auf unser Verhalten seinem Willen uns gegenüber auch reagiert. Jede Religion, gleichgültig, ob sie an einen oder viele Götter glaubt, präsumiert, daß der Wille Gottes oder der Götter uns bekannt ist, wie auch immer, etwa durch eine Offenbarung oder durch ein regelmäßiges Befragen Gottes oder der Götter und daß der Gott oder die Götter auf unser Verhalten ihm, bzw ihnen gegenüber auch reagieren. Ein Gott, der nur existierte, aber weder in Hinsicht auf uns agierte noch auf unser Reagieren hin selbst noch mal reagierte, wäre ein Gott ohne eine Relevanz für uns.

Genau diese notwendigen zwei Prämissen werden in der heutigen Theologie und Kirche weitestgehend in Frage gestellt.

Erstens ist die Tendenz erkennbar, zwar noch von einer Offenbarung Gottes in Jesus Christus zu schreiben, aber was er denn da offenbart habe, als faktisch kaum erkennbar zu dekonstruieren: Die Religion, der Glaube sei eben nur eine (mögliche) Antwort auf die Offenbarung und zwar eine zeitgeschichtlich bedingte, sodaß sie keine wirkliche Verbindlichkeit für uns mehr haben, da wir in einer anderen Zeit lebten.Die zeitgeschichtliche Bedingtheit alles theologischen Denkens schlösse so die Möglichkeit einer wahren Erkenntnis Gottes und seines Willens an uns aus.

Zweitens: Solange geglaubt wird, daß es Gott bzw den Göttern nicht gleichgültig ist, wie wir uns ihnen gegenüber verhielten, muß die Frage: Wie ist wahrhaft Gott oder den Göttern zu dienen ist, von existentieller Bedeutung sein. Wenn es aber keine gewisse Erkenntnis über die wahre Gottesverehrung gibt und jede Religion eine ihr eigentümliche als die einzig wahre glaubt, dann könne es zu keinem Frieden zwischen den Religionen geben, da ja geglaubt wird, daß es Gott nicht gleichgültig sei, ob und wie er verehrt wird, Gott also als uns wohltuend geglaubt wird, verehren wir ihn gemäß seinem Willen und uns strafend, wenn wir ihm ungehorsam sind.

Deswegen ist um des interreligiösen Friedens willen von Gott bzw den Göttern (es sei an den Polytheismus der indischen Religion gedacht) zu glauben, daß er oder sie sich selbst indifferent unserem Verhalten ihnen gegenüber verhalten. „Gott ist es doch gleichgültig, ob wir ihn katholisch, evangelisch, islamisch, jüdisch oder als Göttin Erde in indianischen Religionen verehren. Ja, wenn Gott vernünftig gedacht wird, kann Gott oder den Göttern es doch nur wichtig sein, daß wie Menschen „anständig“, humanistisch miteinander umgehen, das sei die Vernunfteinsicht der natürlichen= vernünftigen Gottes-(v)erkenntnis.

Dem so irrelevant gemachten Gott korreliert dann die Gleichgültigkeit des Menschen Gott gegenüber.

Theologiegeschichtlich begann dieser Vergleichgültigungs-strategie Gottes in der Aufklärung, daß alle religiösen Kontroversen über das Wie der wahren Gottesverehrung gleichgültig seien, da es allein auf die vernünftige ankäme.In der Epoche der Globalisierung wird diese Vergleich-gültigungsstrtegie auf das Verhältnis aller Religionen zueinander appliziert: Alle Religionen seien als gleich wahr und gleichgültig anzuerkennen um des innerreligiösen Friedens willen. Nur die fundamentalistischen Richtungen in jeder Religion existent bedrohen durch ihre Lehre, nur die eigene Verehrung Gottes sei die wahre, diesen Religionsfrieden.

Drittens:Diese Vergleichgültigungsstrategie um des innereligiösen Friedens willen resultiert nicht aus einer besseren Gotteserkenntnis, sondern ist die Antwort auf die Frage: „Wie muß Gottes Verhältnis zu uns gedacht werden, damit alle Religionen als gleich wahr und gleichgültig behauptet werden können?“Der Nichterkennbarkeit des Willens Gottes, keine Religion könne verifizieren, daß die ihrige „Erkenntnis“ die wahre sei, fungiert somit als die denknotwendige Präsumption dafür, alle Religionen als gleich wahr anzuerkennen um des Friedens willen.

Viertens:Diese Vergleichgültigungsstrategie devitalisiert um der Domestikation der Religionen willen die Religionen, denn nur so erscheinen sie dem postmodernen Denken gegenüber friedensfähig. Es sei an das postmoderne Credo erinnert: Jede erkannte oder als erkannte behauptete Wahrheit erzwinge eine Wahrheitsdiktatur- nicht nur in den totalitären Staaten, etwa denen Hitlers oder Stalins. Nicht waren diese Diktaturen Diktaturen eines Nihilismus sondern die Konsequenz der Behauptung der Wahrheitserkenntnis und des Wahrheitserkenntnisbeseitzes. Deswegen gilt ja für Popper Platon und Hegel als die Vordenker des Totalitarismus, da in ihrem philosophischen Denken die Wahrheit als eine erkannte zu stehen käme.

Religionen dürften so nur Suchbewegungen nach der Wahrheit sein, verbunden mit der Einsicht, daß sich die Wahrheit aller menschlichen Erkenntnis entzöge.

Damit stehen wir vor dem Resultat, daß Loffeld in seinem Buch feststellt, daß Gott uns Menschen nicht mehr fehlt, da er uns gleichgültig geworden ist. Nicht enthält dieses Buch aber die Genalogie dieses festgestellten Indifferentismus, daß Gott um des Friedens willen domestiziert und vergleichgültigt worden ist.

Die Moderne glaubte, daß durch die Transformation aller positiven Religionen in die eine vernünftige Religion, die wahre also der innerreligiöse Friede erwirkbar sei, die Postmoderne dagegen fordert den Verzicht auf jede Wahrheitserkenntnis und jeden Wahrheitsbesitz um der Freiheit und des Friedens willen. Wahrheit sei eben auch nur eine Maske des Willens zur Macht, Nietzsche.



1Jan Loffeld, Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt..

2Armin Kreiner, Das wahre Antlitz Gottes, 2006, S.9.