Mittwoch, 23. September 2026

Ein obskurantistischer Gedanke: wider den terrazentralistischen Provinzialismus

 

Ein obskurantistischer Gedanke: wider den terrazentralistischen Provinzialismus


(( Ist der Text lesbar- ich erprobte eine neue Schrift))


Wenn ich jetzt einen Lottoschein ausfüllt, hoffend auf „6 Richtige“, dann ist die Wahrschinlichkeit eines Erfolges so gering, daß der Versuch schon absurd ist.

Wenn dagegen 6 Millionen eíuen Lottoschein ausfüllen, ist es kaum vorstellbar, daß nicht mindestens einer „6 Richtige“ haben wird.

Daß auf einem Planeten intelligentes Leben entsteht, ist, wohl so unwahrscheinlich wie „6 Richtige“ bei einem einzigen ausgefüllten Lottoschein. Da es aber im Universum, das ist die Gesamtheit der Schöpfung Gottes, mehr Planeten gibt als Sandkörner in allen Wüsten der Erde zusammen, ist es naturwissenschaftlich eine fast unmögliche Vorstellung, daß nur auf dem Planeten Erde intelligentes Leben entstanden sei.

Wenn Gott das ganze Universum erschuf mit mehr Planeten als Sandkörnern auf der Erde, dann wäre das eine für einen Gott unvorstellbare Ressourcenverschwendung! Warum hätte Gott so viele Planeten erschaffen sollen, wenn er dann nur auf einem intelligentes Leben erschaffen hat, das zu einer religiösen Beziehung zu ihm also befähigt wäre?

Aus einer naturwissenschaftlichen wie aus der theologischen Perspektive ist die Meinung, daß nur auf dem Planeten Erde Leben entstanden sei, mehr als unglaubwürdig.

Was hat das aber für die Christologie für Folgen? Inkarnierte sich der göttliche Logos in so viele Intelligenzwesen, wie es sie im ganzen Universum gibt, einmal in einen Menschen und einmal in ein Intelligenzwesen des Planeten 2, des Planeten 3 usw?Ist der Sündenfall das kontingente Schicksal des Menschen, aber nicht das der vielen anderen von Gott erschaffenen Intelligenzwesen?

Ja, hier stehen wir vor den Toren wahrhaftig spekulativer Theologie. Könnten auch Antworten eruiert werden? Eines ist aber sicher: Es ist mehr als naiv, wenn wir meinen, nur uns Menschen gäbe es in dem ganzen Universum Gottes. Und vielleicht sind diese „Außerirdischen“ uns schon näher gekommen, als es uns lieb ist- ich denke an das Phänomen der Ufo-Sichtungen!

Als erfahrener Zukunftsromanleser kann ich mir den Gedanken nicht ganz verkneifen, ob nicht eventuell unser Sonnensystem mit der Erde sozusagen ein "Provinznest" jenseits der großen kosmiuschen Ereignisse ist, daß halt nur ab und zu mal Forscher bei uns vorbeischauen: Wie steht es denn nun um den Menschen,wie weit haben sie sich denn inzwischen weiterentwickelt? 

Dienstag, 22. September 2026

Zur Kirchenkrise und der Krise der christlichen Religion – ein weiterer Erklärungsversuch

 

Zur Kirchenkrise und der Krise der christlichen Religion – ein weiterer Erklärungsversuch


Wenn man sich weder mit der naiven Vorstellung, an der Krise sei primär die „Diskriminierung“ der Frau in der Kirche und die zu conservative Sexualmorallehre der Kirche schuld noch mit der, man bräuchte nur die vorkonziliare Kirche mit ihrer Theologie repristinieren, zu Frieden geben mag, der steht vor der Aufgabe, erst mal eine Genealogie dieser Krise sich zu erarbeiten.

Ich lege hierzu nun einen weiteren Versuch dar.

These: Die christliche Religion ist eine Buchreligion. Es gibt nur ein maßgebendes Buch, die Bibel und viele andere Bücher, die allerdings ihren Wahrheitsanspruch daraus ableiten, daß sie eine Sekundärliteratur zu dem einen Buch sind. Was wahr ist, erschließt sich so nur durch das Studium des einen und dann sekundär der vielen Bücher. Der Gebildete ist so der, der versteht, was er da in dem einen und dann abgeleitet in den vielen kommentierenden Büchern liest.


Die Aufklärung und der Humanismus setzte diese Vorstellung der Bildung voraus, um sie dann zu modifizieren: Nun sollte es viele gute Bücher geben, die gute Literartur, durch deren Studium der Mensch sich bildete. Der „Monotheismus“ des einen Buches wurde so ersetzt durch einen Bücherpolytheismus: Die guten Bücher avancierten nun zu der Quelle der Bildung und der Humanität. So blieb die Aufklärung in der Tradition des Glaubens an die Wirkkraft des Buches, des Geschriebenen.


Den Hintergrund bildet ein bestimmtes Wirklichkeitsverständnis, daß es die Wirklichkeit der Vielfalt der Erscheinungen gibt, die Wahrheit des Erscheinenden aber nicht einfach sie selbst sind, sondern das, was in ihnen erscheint. Zu diesem den Erscheinenden als Wahrheit zugrunde Liegendem führt das eine heilige Buch, da es das Buch der offenbarten Wahrheiten ist und die viele Kommentarbücher. Das Wahre ist so ein dem Erscheinenden, den Phänomenen gegenüber Transzendentes.


(So obskur es auch klingen mag: Selbst der orthodoxe Marxismus hielt noch an diesen Buchglauben fest, indem nun die marxistischen Klassikertexte als die die Wahrheit erschließenden gelesen wurden, die Gesamtausgaben von Marx, Engels, Lenin und Stalin.Man könnte den Marxismus als säkularisierte Erlösungsideologie somit als ein uneheliches Kind der christlichen Religion bezeichnen.)

Gegen diesen Buchglauben stellt die Weltanschauung des Empirismus einen rabiaten Bruch dar. Nun gilt das Urteil, das sei doch Bücherwissen, als ein Negativurteil . „Das hat der nur aus Büchern, vom wirklichen Leben dagegen hat er keine Ahnung.“ Der Büchermensch gilt nun als ein weltfremder Mensch, gebildet ist nur der, der seine Studierstube verläßt und hinausgeht, um alles zu erforschen. „Reisen bilde“ heißt es nun.1

Den Hintergrund dieses Wirklichkeitsverständnises bildet die Vorstellung, daß die Einzeltatsachen, die Dinge in sich das Wahre seien und daß nun alle Interpretationen und Theorien, die über das Einzelne als Wahrnehmbares hinausgehen,dem kritischen Verdacht unterliegen, haltlose Spekulationen über das einzig Erkennbare, dem Einzelnen zu sein.

Das Bücherwissen sei eben gar kein Wissen, sondern böte nur zweifelhafte Interpretationen des Wirklichen dar, die allein empiristisch erkennbar sei, was eben meß- und zählbar sei. Wenn die Bibel von Jesus als dem Sohn Gottes schreibt, dann ist das eben nur eine Deutung der Person Jesu von Nazareth. Die Umweltkatastrophe der Sintflut deutet die Bibel halt nur als ein Strafgericht Gottes, statt es bei einer naturwissenschaftlichen Erklärung sein zu lassen.

Das Buchwissen wird so zu einer Deutungskultur entwertet, dem die wirkliche Welt der Tatschen gegenüberstünde und die erschlössen sich eigentlich nur durch die Naturwissenschaften.


Die Krise der Kirche ist so auch die Krise des Buches, indem das, was ein Buch schreibt von dem, worüber es schreibt unterschieden wird als eine Polarität von dem, wie es ist, und dem, wie es beschrieben wird. Das Wie des Beschreibenwordenseins gerät dabei unter den Generalverdacht eines Verschreibens der Wirklichkeit. Bücher seien Verschreibungen der Wirklichkeit und keine Führer mehr zur Wahrheit, die sich in ihnen offenbare.


Dieser Zerfall des Wahrheitsgehaltes der Sprache setzt voraus, daß die Wirklichkeit selbst nichts sprachlich Strukturiertes sei und so genaugenommen nie von der Sprache erfaßt, begriffen werden könne.Die Theologie setzt dagegen, daß alles durch den göttlichen Logos ist und so selbst sprachlich strukturiert ist. „Gott sprach und es wurde!“ Der Zerfall des Wahrheitsgehaltes der Sprache wird aber gerade aus der Sprache selbst erst ermöglicht, indem in ihr die Differenz zwischen dem Zeichen, einer Zeichensprache und dem Bezeichneten ruht. Im Nominalismus begann dann der Zerfall, indem den abstrakten Begriffen keine reale von ihnen verschiedene Existenz zugebilligt wurde. Die Ideen von etwas galten nun ontologisch nicht mehr als ante rem, als die Idee Gottes von ihm sondern nur noch als post rem nachträglich produzierte Gedanken über es, wie auch die Bücher mit ihrem eigenen Buchwissen.


1In einem Reiseführer las ich mal: „Du siehst nur, was Du kennst!“. So offenkundig die Abzweckung dieser Aussage auch ist, mich zum Kaiuf dieses Buches zu animieren, so wahr ist doch diese Aussage.

Montag, 21. September 2026

Was die Kirche einst lehrte und von dem sie jetzt nichts mehr wissen will!

 

Was die Kirche einst lehrte und von dem sie jetzt nichts mehr wissen will!


In dem Buch: „Der Glaube der Kirche in den Urkunden und ihren Lehrverkündigungen“, des Jahres 19911 steht noch in der Glaubenslehre Nr. 369 geschrieben: „So verwerfen und verabscheuen Wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen, die auch der Vernunft widerstreitet.“

Die These von der „Gleichwertigkeit“ aller Religionen bildet nun das Fundament des sog. „interreligiösen Dialoges“ und führt zur faktischen Einstellung jeglicher kirchlicher Missionstätigkeit. Die Mission ist inzwischen vollständig durch die Diakonie substituiert, wobei die Diakonie dabei oft nur eine nichtstaatlche Entwickelungshilfe für unterentwickelte Regionen meint. Wenn doch noch mehr darüber Hinausgehendes getan wird, dann ist es das Eintreten für die Menschenrechte, wobei das Engagement für die Religionsfreiheit selbst wiederum nur die These der „Gleichwertigkeit“ aller Religionen bestätigt.


In der Glaubenslehre Nr. 382 heißt es gar: „Die Kirche hat kraft ihrer göttlichen Einsetzung die Pflicht, auf das gewissenhafteste das Gut des göttlichen Glaubens unversehrt und vollkommen zu bewahren und beständig mit größtem Eifer über das Heil der Seelen zu wachen.Deshalb muß sie alles entfernen und ausmerzen,was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil schaden könne...“.

Schon die Aussage, daß Gott die Katholische Kirche eingesetzt habe, dürfte heute einen Widerspruch provozieren, denn Jesus habe doch nur das Reich Goettes verkündet und als das sich verzögerte entstand die Kirche, die er nicht gründen wollte. Das „Gut des göttlichen Glaubens“ existiert genau genommen auch nicht mehr, denn der Glaube sei doch nur die menschliche Antwort auf die Offenbarung Gottes und deswegen sei sie selbst zeitgeschichtlich bedingt und in jeder Zeit neu auszuformulieren. „Das Heil der Seelen“- gibt es denn noch eine menschliche Seele? Ist das nicht ein Konstrukt der platonischen Philosophie? Gewiß sei doch, daß Gott jeden Menschen liebe, seine ihm eigene Menschenwürde zuerkenne und so erübrige sich doch jede Sorge um das Heil des Menschen. Relevant sei stattdessen die Frage, ob der Mensch gemäß seiner Würde in der jetzigen Weltgesellschaft leben könne und ob nicht Reformen der Weltgesellschaft nötig seien, um die Welt zu humanisieren.

So stünden heute alle Gläubigen jeder Religion und alle Atheisten guten Willens vor der Aufgabe, zur Humanisierung der Welt beizutragen und deswegen seien alle Differenzen untereinander hintenanzustellen: Alle Religionen seien gleich wahr. Es existiere so nur ein Feind, der Fundamentalismus, den es leider in allen Religionen gäbe, das ist der Irrglaube, daß nur eine Religion die wahre sei, statt daß die Gleichgültigkeit aller Religionen bekannt wird.

Letztendlich wird so auch die Verkündigung des Evangeliumes unwichtig, da der Verkündigungsauftrag der Kirche sich auf die Verkündigung der Würde des Menschen, den Gott ja liebe so wie er sei, zu reduzieren sei.

Die Katholische Kirche sei so für das Heil der Seelen irrelevant und Gott hätte auch nicht Mensch werden brauchen um für uns am Kreuze zu sterben, denn es reichte doch aus, Gott als den Schöpfer und Bejaher jedes Menschen zu verkündigen um so den Glauben an die unverlierbare Menschenwürde proklamieren zu können. .





1J.Neuner, H.Roos, Der Glaube..., 1991, 13.Auflage. Leider liegt mir diese Quelle nicht vor, ich kann sie nur nach :Armin Risi, Machtwechsel auf der Erde, 6.Auflage 2006, S.167 zitieren.

Sonntag, 20. September 2026

Die Totenruhe – Irritierendes und hoffentlich Aufklärendes dazu

 

Die Totenruhe – Irritierendes und hoffentlich Aufklärendes dazu



Oft sagen wir etwas, ohne nachzudenken, was wir damit sagen! So photographieren viele „Sonnenaufgänge“ und „Sonnenuntergänge“, sind aber völlig irritiert, wenn sie gefragt werden: „Wo war denn die Sonne, bevor sie aufging und wo ist sie, nachdem sie unterging?“

Mit dem Begriff der „Totenruhe“ scheint es sich ähnlich zu verhalten. Der stets zuverlässige KI bietet uns diese Information:

„Die Totenruhe bezeichnet den Anspruch und das Recht darauf, dass die sterblichen Überreste oder die Asche einer verstorbenen Person an ihrer letzten Ruhestätte dauerhaft und ungestört verbleiben.

Bedeutung und rechtlicher Schutz

  • Respekt und Würde: Die Totenruhe schützt das Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen über den Tod hinaus sowie das seelische Wohl der Angehörigen.“

  • Ein Toter hat also Rechte. Würde man nicht spontan eher urteilen, daß nur der lebende Mensch nicht erst nach seiner Geburt sondern pränatal bis zu seinem Tode Rechte habe, aber nicht mehr als ein Verstorbener? Setzt nicht das Persönlichkeitsrecht das Personsein voraus? Oder sollten wir den wahrlich unkonventionellen Gedanken wagen, daß auch der Verstorbene noch eine Person sei.

  • Wer schläft und in seinem Schlafe dann gestört und gar aufgeweckt wird, empfindet das nicht als eine Wohltat: „Ich wollte doch schlafen!“ Kann also ein Toter auch so oder so ähnlich gestört werden und gar auferweckt werden? Kann also durch Lärm, etwa zu laut miteinander Redenden oder durch ein Hundegebell die Ruhe eines Verstorbenen gestört werden? Das setzt nun aber denknotwendig voraus, daß der Verstorbene diesen ihn störenden Lärm überhaupt wahrnehmen kann und wahrnimmt. Bestritt man das, ergäbe der Begriff der Totenruhe keinen Sinn, da dieser Begriff ja eine störbare Ruhe meint, aus der gar der Tote auferweckt werden kann: „Wer stört mich da in meiner Ruhe?“

  • Der Begriff setzt zudem voraus, daß der Verstorbene entweder selbst in seinem Grabe liegt oder doch so nahe dem Grabe ist, daß er durch in der Nähe des Grabes verursachten Lärm gestört werden kann.

  • Wie verträgt sich dieser Gedanke nun aber mit der Vorstellung, daß ein Verstorbener so tot ist, daß er weder etwas außer sich noch in sich wahrnehmen könne, daß er also den Lärm hört und als ihn störenden auch wahrnimmt, also auch über eine Selbstwahrnehmung verfügt?

  • Wenn um den Verstorbenen Trauernden eine Störung der Totenruhe beklagen, meinen sie damit ja nicht primär, daß sie in ihrem Trauern sich gestört fühlen sondern daß sie sagen: „Unser Verstorbene wird durch den Lärm gestört!“

  • Könnte denn nun eine Störung der Totenruhe Folgen für die ihn gestört Habenden haben? Selbstverständlich, wenn man an die möglichen Reaktionen der um den Toten Trauernden denkt. Aber kann der Tote auch auf sein Gestörtwordensein reagieren? Wer in seinem Schlaf gestört wird, regiert ärgerlich, verärgert, wenn es eine Person gibt, die für diese Störung verantwortlich ist, etwa der Nachbar, der Mitternachts laute Musik hört. . Könnte ähnlich ein Verstorbener wider einen Ruhestörer ähnlich reagieren? Wäre die Vorstellung eines möglichen Reagierens auf eine Störung des Toten völlig ausgeschlossen, warum nimmt man dann so viel Rücksicht auf den Toten, wenn im Alltagsleben wir schon oft auf unsere Mitmenschen kaum eine Rücksicht nehmen, obschon die darauf negativ reagieren könnten?

  • Vielleicht ergeht es uns hierbei wie mit dem Photographieren eines Sonnenaufganges. Wenn wir den photographieren, denken wir die Sonne als einen um die Erde kreisende, die auf- und untergeht. Frägt man uns dann danach, verneinen wir diese Vorstellung, die wir gerade noch geglaubt haben. Der Begriff der Totenruhe bekommt seinen ganzen Gehalt tatsächlich erst, wenn damit der Gedanke verbunden wird, daß der gestörte Tote sich für die erlittene Störung rächen könnte.


  • Ein Toter scheint so viel „lebendiger“ zu sein, als wir es meinen, wenn wir über das Todsein reden. Er kann Störungen wahrnehmen, kann sie als ihn betreffende empfinden und könnte gar auf sie reagieren, und wohl negativ, den Störenden treffend. Positiv gewendet: Wer am Grabe eines Verstorbenen zu ihm spricht, für ihn betet, darf dann annehmen, daß ihn der Verstorbene hört, er also angenehm durch dies Reden mit und über ihn zu Gott berührt wird.

  • Anthropologisch stellt uns dieser Gedanke nicht vor Aporien, wenn wir gut katholisch an die Seele, ihre Unsterblichkeit glauben. Der Körper des Menschen zerfällt, bis er nur noch Staub ist, aber die Seele, aus ihrem Leibe entschwunden bleibt und sie verbleibt als eine, die wahrnehmen kann, wie die Lebenden sich dem Verstorbenen gegenüber verhalten, ja sie könnte sogar darauf reagieren.


  • Der KI informiert uns dann zum Thema: „Arme Seelen“ so:

Übersicht mit KI

„Als >arme Seelen< bezeichnet der Volksglaube und die katholische Tradition die Verstorbenen, die sich nach dem Tod in der Reinigung befinden (im Fegefeuer) oder als erdgebundene Geister auf der Erde umgehen.

Was sind Erscheinungen armer Seelen?

  • Definition: Es handelt sich um Manifestationen von Verstorbenen, die laut alten Überlieferungen keine Ruhe finden, weil sie noch ungesühnte Schuld tragen oder um Fürbitte bitten möchten.

  • Erscheinungsbilder: Sie zeigen sich in Sagen und Berichten als lichtlose Gestalten, Schatten, wehklagende Stimmen im Wind, in Tiergestalten oder als Poltergeister, die sich durch unerklärliche Geräusche bemerkbar machen.

  • Der Sinn der Erscheinung: Im Katholizismus gilt das Zeigen solcher Seelen als Hilferuf. Die Betroffenen sollen durch Gebete, Opfer oder Messen erlöst werden, um den Weg in den Himmel zu finden.“


Es ist nun nicht schwierig, in Ähnlichkeit zum Geschick der „Armen Seelen“ die Reaktion von in ihrer Totenruhe gestörten Seelen zu denken.


Wenn wir also von einer Störung der Totenruhe reden, meinen wir damit viel mehr als uns bewußt ist. Und diese Meinung ist keine falsche, da sie sich ganz im Einklang mit dem katholischen Glauben befindet. Nur eine modernistische Theologie, die stets auch den Volksglauben verachtet und „aufklären“ will, sagt dazu ihr „Nein!“ Daß dann noch der größte Philosoph, Platon dieser katholischen Seelenlehre zustimmt, spricht auch für sie! Der so viel geschmähte „Volksglaube“ steht so höher als die vulgärmaterialistische Vorstellung vom Ganztod des Menschen, der Bestreitung seiner Seele.

Freitag, 18. September 2026

„"Auf die schiefe Bahn geraten“ - die Entwickelung der Menschheit vom Polytheismus zum Atheismus- ein Eigentor?

 

„"Auf die schiefe Bahn geraten“ - die Entwickelung der Menschheit vom

   Polytheismus zum Atheismus- ein Eigentor?



Fortschrittsgläubig gestimmt könnte man sie die religiöse Entwickelung der Menschheit in etwa so zurechtlegen: von der animistischen Phase1 über die polytheistische zu dualistischen und dann monotheistischen Religionen, die dann ihr Ende in einem aufgeklärten Atheismus fände. Es müßte dann in diese Grobstruktur noch die magische Phase eungezeichnet werden, ihre Aufhebung in der religiösen als Zwischenphase zur wissenschaftlichen, die alle magischen und religiösen Praktiken ersetzen würden. Der Atheismus wäre so das Ziel dieser Entwickelung.

Man könnte gar geneigt sein, diese Entwickelungsstufen als Stufen der Entwickelung jedes Kindes zum Erwachsenen wie auch als die Stufen der Entwickelung der Menschheit zu deuten. Als Animisten fingen wir an, als Atheisten sind wir erst endlich erwachsen geworden.

Solange dieses Entwickelungschema nur ein der Kirche und ihrer Theologie äußerlich gegenüberstehendes wäre, wäre es noch kein gravierendes Problem für und in der Kirche aber es muß dazu avancieren, wenn die Kirche es sich selbst zu eigen gemacht hat, um dann aber in der vorletzten Stufe die „Notbremse“ zu ziehen, indem nun der Monotheismus als die letzte und höchste Stufe deklariert wird, die alle vorherigen Stufen nur noch als einen einzigen Irrtum ablehnen kann. Wenn alle religiösen Entwickelungsstufen nur Irrtümer wären, warum sollte dann die höchste und letzte nicht auch nur einer sein, da die Wahrheit die Negation aller religiösen Entwickelungsstufen und ihrer vorreligiösen, dem Animismus und der Magie sei. Dieses Entwickelungsnarrativ sieht ja den Menschheitsfortschritt allein in der Entzauberung der Welt bis hin zu einem rein wissenschaftlichem Verstehen der Welt, des Ganzen, in dem alles nichtwissenschaftliche Verstehen als religiös oder als vorreligiös magisch animistisch reprobiert wird, als eben irrationalistisch.

Magische Beschwörungen, Opfer und Gebete adressiert an Götter oder einem Gott seien eben doch nur Praxen, die ihren Grund in dem Mangel an dem naturwissenschaftlichen Verstehen der Welt haben und so mit jedem Mehr an Wissenschaft an Bedeutung verlieren müssen.

Nimmt die Kirche dieses Fortschrittsnarrativ in sich auf, sägt sie so auf dem Ast, auf dem sie selbst sitzt, denn wenn alles ein einziger Irrtum gewesen sein soll und daß dann nur die letzte Stufe der religiösen Entwickelung wahr sein soll, dieser Notbremsenstopp kann nicht überzeugen.

Meine These: Als wahr kann sich die christliche Religion nur erweisen, wenn sie die Entwickelung hin zu ihr selbst noch als den Weg erweist, in der die Wahrheit des vorreligiösen Weltverstehens wie des religiösen über die religiösen Entwickelungsstufen hindurch sich zur erkannten Wahrheit der christlichen Religion entwickelt,

Wie das Programm durchzuführen wäre, das kann ich jetzt noch nicht sagen!

1 Der Ki informiert: Bedeutung in verschiedenen Bereichen:

Religion und Ethnologie: Der Animismus bezeichnet die Überzeugung, dass nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Pflanzen, Steine, Gewässer, unbelebte Gegenstände oder Naturphänomene eine Seele, einen Geist oder eine persönliche Lebenskraft besitzen. Diese Weltsicht findet sich besonders in vielen indigenen und Naturreligionen.

Psychologie (Entwicklungspsychologie): Nach Jean Piaget versteht man darunter eine Phase in der geistigen Entwicklung von Kleinkindern (etwa im Alter von 2 bis 7 Jahren), in der sie unbelebte Dinge – wie Kuscheltiere oder Spielzeug – als lebendig ansehen und ihnen Gefühle oder Absichten zuschreiben.





Donnerstag, 17. September 2026

„Wir beide betreiben Theologie auf dem Boden des Konzils und verteidigen Demokratie, Rechtsstaat und die Würde des Menschen.“1

 

„Wir beide betreiben Theologie auf dem Boden des Konzils und verteidigen Demokratie, Rechtsstaat und die Würde des Menschen.“1

So unterstreicht in dem Kath de Artikel zur demokratischen Krise der Theologe Tück seine Gemeinsamkeit mit dem Laien- ZK- Theologen Söding: Eigentlich sind wir doch eines Geistes. Tück betont dann noch, daß er selbstverständlich die politische Theologie der Piusbruderschaft und den neuen Integralismus reprobiere und auch nicht der traditionellen Lehre der Kirche zustimme, eine Äquidistanz zu allen politischen Systemen zu vertreten. Dies Äquiidistanzthese besagt,daß die Kirche sowohl ein demokratisches wie ein aristokratisches und monarchisches System bejahen könne.

Aber jetzt sei nur noch die Demokratie bejahbar. Die Katholische Kirche in der DDR habe also, solange dieser ostdeutsche Staat existierte, ein Regierungssystem als eine legitime Obrigkeit anerkannt, die sie nicht hätte anerkennen dürfen. Aber es geht aktualistisch natürlich Tück wie Södinger um den Kampf gegen „Rechts“, daß nur die liberale Demokratie,das ist die oligarchische Herrschaft der demokratischen Blockparteien bejahbar sei.

Das „und“ in der Aussage:“Wir beide betreiben Theologie auf dem Boden des Konzils und verteidigen Demokratie, Rechtsstaat und die Würde des Menschen.“ ist hier nicht addidativ zu verstehen sondern explikativ: der „Boden des Konzils“ sei die Verteidigung der Demokratie, des Rechtsstaates und der Menschenwürde. Damit avancieren diese drei Größen zu Glaubensgütern der Kirche. Wenn das keine politische Theologie ist, was soll das dann sein. Als eine politische Theologie wird in diesem Artikel also nur eine sich zum herrschenden politischen System kritisch verhaltende diffamiert, aber eine rein affirmative als nichtpolitische bejaht.

Wie verhalten sich denn nun diese drei Größen zueinander? Traditionell unterschied der staatsphilosiophische Diskurs diese drei Staatsformen, die der Monarchie, der Aristokratie und der Demokratie und reflektierte deren spezifischen Depravationsmöglichkeiten, daß die Monarchie zur Diktatur, die Aristokratie zur Oligarchie und die Demokratie zur Ochlokratie entarten kann. Jetzt soll nur noch die Demokratie theologisch beurteilt legitim sein.

Wenn in einem Staat durch eine Volksabstimmung mit 75 prozentiger Zustimmung die Ausübung der christlichen Religion verboten werden würde, wäre das eine klare demokratische Entscheidung, die rechtens wäre, da sie formaldemokratisch hervorgebracht worden wäre. Die demokratische Staatsform garantiert ob ihres rein formalen Charakters in keinster Weise, daß ihre Entscheidungen gut, bzw wahr sind, daß gut oder schlecht regiert wird.

Wenn die Demokratie sich nicht selbst durch das Rechtsstaatsprinzip begrenzt, wird sie zur Ochlokratie, das ist zur Willkürherrschaft der Mehrheit. Unverkennbar ist eine Tendenz zur Ochlokratie darin zu sehen, daß in allen westlich- demokratischen Staaten massenhaft Kinder im Mutterleibe mit einer staatlichen Erlaubnis getötet werden dürfen, in Deutschland pro anno circa 100.000, in 10 Jahren 1 Million Kinder. Der undemokratisch regierte Iran dagegen verbietet jetzt mit wenigen Ausnahmen dies Kindertöten, wird aber im Westen als antidemokratisch und inhuman verdammt. Eigentlich sollte doch der Rechtsstaat die Menschenrechte auch gegen eine Willkürherrschaft der Mehrheit schützen, indem diese dem demokratischen Entscheiden entzogen ist: Der demokratische Staat darf so nicht Menschen ihre Menschenrechte aberkennen.

Wer also die Demokratie anerkennt, muß um der Menschenwürde willen, die Demokratie durch das Rechtsstaatsprinzip, daß nicht über alles demokratisch entschieden werden dürfe, limitieren. Sonst wird die Demokratie zur Ochlokratie. Die Wahrscheinlichkeit dieser Entartung ist nun nicht größer als die Gefahr, daß eine Monarchie zur Diktatur sich pervertiert.

Aber das Fundament sei doch die Menschenwürde und daß sei doch etwas genuin Christliches, oder allen Religionen und jedem Humanismus eigen.Nur, dazu gehören auch die Menschenrechte. Bei der Beurteilung eines Menschen müsse so die Gretchenfrage: „Wie hältst Du es mit der Religion?“ unbeantwortet bleiben, da kein Mensch wegen seiner Religion diskriminiert werden dürfe.Wenn Jesus Christus uns lehrt: „Wer glaubt und getauft ist, wird in Gottes Endgericht gerettet werden, wer nicht geglaubt hat, wird verdammt werden!“ dann verstößt somit Gott selbst gegen die Menschenwürde!

Alle Aussagen über die Heilsbedeutung des christlichen Glaubens, daß er heilsnotwendig ist, verstoßen so tatsächlich gegen die Menschenwürde. Die Kirche hat daraus die Konsequenz gezogen, die Mission ad acta zu leben und durch die Diakonie zu ersetzen, da der wahre Glaube für das Seelenheil als irrelevant anzusehen ist im Glauben an die Menschenwürde. Das 2.Vaticanum habe also die Gleichgültigkeit des christlichen Glaubens für das Heil gelehrt! Die Aufgabe der Kirche reduziere sich so darauf, in einer Cooperation mit allen anderen Religionen und den Atheisten die Welt zu humanisieren. Warum dazu nun aber die Demokratie besser geeignet sein soll als Staatsform als die Aristokratie oder die Monarchie ist nicht recht einsehbar.- man muß eben an sie glauben und als ein Glaubensgut verteidigen! Das ist eine politische Theologie ganz im Geiste des Eusebius von Caesarea,dem man seine Kaiserbejubelung vorwirft.



Ist es nun wohl erlaubt, die volkstümliche Lebensweisheit zu zitieren: „Wessen Brot ich eß, dessen Lieder ich sing“?



1 Kath de, 16.9.2026 :Weltverantwortung des Glaubens in Zeiten demokratischer Krise.

Werden unsere Kinder immer dümmer? Der PISA-Schock und eine Richtigstellung

 

Werden unsere Kinder immer dümmer? Der PISA-Schock


Die „Freie Welt“ klärt uns auf und zeigt uns so auch auf, warum so viele Politisch Korrekte die AfD dann auch mit ihnen nahestehenden Medien verbieten möchten! Am 16. 9. 2026 lesen wir dort im gleichnamigen Artikel: „Hoffnung für den Bildungsstandort Deutschland trotz PISA Schock.Deutsch und MINT-Fächer: Ohne Migranten würden deutsche Schüler zur europäischen Spitze gehören .Die jüngste internationale Vergleichsuntersuchung der Fünfzehnjährigen zeichnet auf den ersten Blick ein desaströses Bild. Die Gesamtleistungen deutscher Schüler liegen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung. Rechnet man den Faktor Migration heraus, kehrt sich das Bild jedoch um.

Weiter heißt es dort: „Der Gesamtabsturz entsteht vor allem durch die Zusammensetzung der Schülerschaft. 29 Prozent der getesteten Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. Rechnet man diese Gruppe heraus und betrachte die Kinder mit zwei in Deutschland geborenen Eltern, dann ergibt sich ein vollkommener anderer Wert. Die Ergebnisse "biodeutscher" Kinder liegen weit über dem deutschen Gesamtdurchschnitt und gehören in Europa zur Spitze.

Im Lesen erreichen sie 507 Punkte und damit den ersten Platz vor Irland. In Mathematik kommen sie auf 500 Punkte und belegen den zweiten Platz hinter Estland. In den Naturwissenschaften stehen sie mit 531 Punkten unangefochten an der europäischen Spitze, vor Estland und Finnland.“

Schüler von Nichtdeutschen erlangten etwa in den Naturwissenschaften nur 463 Punkte, Deutsche dagegen 521, „ Jugendliche, die erst ab dem elften Lebensjahr nach Deutschland kamen, liegen hingegen weit abgeschlagen bei 392 Punkten.“

Klar erfaßt der Artikel nun die Ursachen des Negativergebnisses der PISA- Studie: „Die Ursache für die deutsche Bildungskatastrophe läßt sich mit diesen Zahlen mithin klar ausweisen: Die unkontrollierte Migration und der ungesteuerte massenhafte Zuzug bildungsferner Menschen aus fremden Kulturen in ein hochspezialisiertes Bildungssystem westlicher Prägung.“

Aber diese Erkenntnis ist für Politisch Korrekte natürlich nur Propaganda, da wir zu glauben haben, daß alle Schüler gleich intelligent bzw gleich dumm seien und daß nur ein ungerechtes Schulsystem Ungleichheiten hervorbringe. Daß ein Schulerfolg direkt etwas mit der Sprachkompetenz zu tuen hat, wie gut kann ein Schüler Deutsch, und daß Migrantenkinder wenig Deutsch können, da im Regelfall sie Daheim kein Deutsch sprechen lernen, muß dann auch als eine rassistische Behauptung verurteilt werden.

Damit so etwas nicht weiterhin geschrieben werden kann, ist die Debatte um ein AfD-Verbot auch jetzt weiterhin aktuell.Der Pluralismus und die Vielstimmigkeit ist eben nur in den Grenzen der Politischen Korrektheit erwünscht.