Aber fragen wir: War Kaiser WilhelmII nach seinem erzwungenen Rücktritt und seinem niederländischen Exil nicht ein "toter" Kaiser, der nur noch als ein Privatmensch in seinem Exil lebte? Zu dem Kaisersein gehört konstitutiv daß er einerseite als Kaiser regiert und als so regierender von dem Volke anerkannt wird, Als in der Revolution am Ende des 1.Weltkrieges er nicht mehr als unser Kaiser anerkannt wurde, endete sein Kaisertum, es war revolutionär ermordet worden, aber als ein Privatmensch überlebte er.
Könnte man dann in einer Analogie dazu sagen, daß Gottes Gottsein nicht mehr anerkannt er zu einem Privatgott abgewertet wurde, daß er so entthront worden ist? Das evoziert nun eine sehr schwierig zu respondierende Frage: Welche Bedeutung hat das Nichtanerkennen Gottes für Gott selbst? Die traditionelle Vollkommenheitslehre Gottes müßte darauf antworten: "Keine!" Denn Gott wird hier als sich selbst so vollkommen genügend gedacht, er ist vollkommen saturiert, daß jede seiner Beziehungen zu anderen als ihm selbst, keine konstitutive Bedeutung haben kann.Diese gründet sich in der aristotelischen Handlungstheorie, daß jedes Handeln ein Gut erstrebt, das nur erstrebt wird, weil es dem Handelnden fehlt. Jedes Handeln ist so motiviert durch ein dem Handelnden innewohnenden Mangel.Gottes Besonderheit ist nun, daß ihm an nichts mangelt und er so nie handelt. So bewegt Gott nach diesem Philosophen alles andere auch nur, wie eine schöne Frau Männer dazu motiviert, ihr den Hof zu machen.Seine Anziehung zieht an und bewegt so alles.
In der traditionellen Gotteslehre wird die Vollkommenheitslehre Gottes expliziert, bevor seine Dreieinigkeit thematisiert wird,wodurch der Eindruck entstehen kann, daß Gott ganz unabhängig von seinem Dreieinssein schon vollkommen wäre und sich als reine Selbstbeziehung ohne die auf seinen Sohn und den Heiligen Geist schon genügen werde, er sei so schon saturiert. Das entwertet die Dreieinigkeir Gottes zu einem kontingnten Zusatz zu ihm. Im interreligiösm Dialog wirkt sich das vorteilhaft aus: Wir glauben monotheistisch alle an den einen Gott, seine Dreifaltigkeit ist eben ein letztlich überflüssiger Zusatz der christlichen Theologie.
Gott wird als die Liebe gedacht, das ist eine zentrale Vorstellung der christlichen Religion.Es glt nun, diese Liebe denkerisch zu begreifen. Gottes Liebe ist nicht einfach eine der reinen Selbstezüglichkeit sondern eine, die einen anderen setzt, seinen Sohn und die gesetztr Differenz aufhebt durch seine Liebe zu seinem Sohn und die Liebe des Sohnes zum Vater. Das ist das Fundament des innertrinitarischen Lebens Gottes.
Gottes Liebe ist also eine, die anderes als sich selbst setzt und diese gesetzte Differenz dann in der wechselseitigen Liebe aufhebt, Das gilt nun in ähnlicher Weise auch für das Wirken Gottes nach außen, für seine Schöpfung. Zu Gottes Liebe gehört die Differenz von ihm zu seiner Schöpfung, sie ist nichtgöttlich und die Aufhebung dieser Differenz durch die wechselseitige Liebe. Gott kann so unser "Nein" zu seiner Liebe nicht gleichgültig ihn untangiert sein lassend sein, Das "Nein" berührt, ja verletzt gar Gott selbst,
Man könnte vielleicht in einer sehr gewagten Analogie das "Nein" zu Gottes Liebe als den revolutionären Versuch deuten, nun auch Gott zu privatisieren, ihn ins Exil zu schicken: Nicht mehr soll er uns re
Aber fragen wir: War Kaiser WilhelmII nach seinem erzwungenen Rücktritt und seinem niederländischen Exil nicht ein "toter" Kaiser, der nur noch als ein Privatmensch in seinem Exil lebte? Zu dem Kaisersein gehört konstitutiv daß er einerseite als Kaiser regiert und als so regierender von dem Volke anerkannt wird, Als in der Revolution am Ende des 1.Weltkrieges er nicht mehr als unser Kaiser anerkannt wurde, endete sein Kaisertum, es war revolutionär ermordet worden, aber als ein Privatmensch überlebte er.
Könnte man dann in einer Analogie dazu sagen, daß Gottes Gottsein nicht mehr anerkannt er zu einem Privatgott abgewertet wurde, daß er so entthront worden ist? Das evoziert nun eine sehr schwierig zu respondierende Frage: Welche Bedeutung hat das Nichtanerkennen Gottes für Gott selbst? Die traditionelle Vollkommenheitslehre Gottes müßte darauf antworten: "Keine!" Denn Gott wird hier als sich selbst so vollkommen genügend gedacht, er ist vollkommen saturiert, daß jede seiner Beziehungen zu anderen als ihm selbst, keine konstitutive Bedeutung haben kann.Diese gründet sich in der aristotelischen Handlungstheorie, daß jedes Handeln ein Gut erstrebt, das nur erstrebt wird, weil es dem Handelnden fehlt. Jedes Handeln ist so motiviert durch ein dem Handelnden innewohnenden Mangel.Gottes Besonderheit ist nun, daß ihm an nichts mangelt und er so nie handelt. So bewegt Gott nach diesem Philosophen alles andere auch nur, wie eine schöne Frau Männer dazu motiviert, ihr den Hof zu machen.Seine Anziehung zieht an und bewegt so alles.
In der traditionellen Gotteslehre wird die Vollkommenheitslehre Gottes expliziert, bevor seine Dreieinigkeit thematisiert wird,wodurch der Eindruck entstehen kann, daß Gott ganz unabhängig von seinem Dreieinssein schon vollkommen wäre und sich als reine Selbstbeziehung ohne die auf seinen Sohn und den Heiligen Geist schon genügen werde, er sei so schon saturiert. Das entwertet die Dreieinigkeir Gottes zu einem kontingnten Zusatz zu ihm. Im interreligiösm Dialog wirkt sich das vorteilhaft aus: Wir glauben monotheistisch alle an den einen Gott, seine Dreifaltigkeit ist eben ein letztlich überflüssiger Zusatz der christlichen Theologie.
Gott wird als die Liebe gedacht, das ist eine zentrale Vorstellung der christlichen Religion.Es glt nun, diese Liebe denkerisch zu begreifen. Gottes Liebe ist nicht einfach eine der reinen Selbstezüglichkeit sondern eine, die einen anderen setzt, seinen Sohn und die gesetztr Differenz aufhebt durch seine Liebe zu seinem Sohn und die Liebe des Sohnes zum Vater. Das ist das Fundament des innertrinitarischen Lebens Gottes.
Gottes Liebe ist also eine, die anderes als sich selbst setzt und diese gesetzte Differenz dann in der wechselseitigen Liebe aufhebt, Das gilt nun in ähnlicher Weise auch für das Wirken Gottes nach außen, für seine Schöpfung. Zu Gottes Liebe gehört die Differenz von ihm zu seiner Schöpfung, sie ist nichtgöttlich und die Aufhebung dieser Differenz durch die wechselseitige Liebe. Gott kann so unser "Nein" zu seiner Liebe nicht gleichgültig sein, kann ihn nicht tangieren. Das "Nein" zu Gott könnte so auch gedeutet werden als den revolutionären Versuch, Gott selbst zu privatisieren, ihn zu exilieren, weil nun wir selbst nun sein Regieren übernehmen wollen., Diese Verprivatisierung Gottes könnte dann auch etwas eigentümlich aber nicht sinnwidrig als seine Tötung gedeutet werden.
Wichtig ist mir dabei die These, daß unser "Nein" zu Gott, wir haben ihn entthront, nicht nur negative Folgen für uns hat, sondern auch Gott berührt in seiner Liebe, die konstitutiv eine zu anderen als sich selbst ist, die dabei die Differenz aufhebt in der Gemeinschaft der Gottesliebe, der Kirche. Die Beziehungen zu uns Menschen ist so etwas ihm nicht Äußerliches sondern in seiner Entsprechung zur innertrinitarischen Liebe etwas Konstitutives. Der Überreichtum der göttlichen Liebe drängt ihn zur Liebe zu den Menschen, die nun um seiner Liebe willen zuvörderst ihn zu lieben haben.
Zusatz
Ist die Ablegung der päpstlichen Tiara ein Symbol für eine solche Verprivatisierungstendenz Gottes?