Dienstag, 16. Juli 2019

„Seenotrettung im Mittelmeer: nicht Seenotrettung, sondern Migration“

"Bild-Redakteur Ralf Schuler: „Die Herbeiführung lebensgefährlicher Notlagen“ sei „zentraler Bestandteil der Einreiseerzwingung“. Zitiert nach kath net am 16.7.2019. Klarer kann dies Phänomen der "Seenotrettung im Mittelmeer" nicht erfaßt werden. Genau genommen wird die "Seenot" simuliert, damit dann ein Gutmenschschiff die absichtlich in Seenot Geratenen aufnimmt und nicht etwa, wie es bei einem realen Seenotfall der Fall wäre, in den nächstgelegenden Hafen zu bringen, damit dort die Seenotopfer versorgt werden können, sondern das Schiff überquert dann das ganze Mittelmeer, um die "Seenotopfer" dahin zu bringen, wohin sie wollen, nach Europa, hoffend auf ein gutes Leben da. 
Normalerweise würde dem Schiff mit seinen illegal einreisen Wollenden es nicht erlaubt, ihre Passagiere an Land gehen zu lassen. Nun wird aber die simulierte Seenot ins Spiel gebracht: Der europäische Hafen dürfe Seenotopfern die Landung nicht erwehren. Je länger nun das Schiff mit seinen Seenotfällen vor der Einfahrt des europäischen Hafens weilt und je mehr sich so die Lage der "Seenotopfer" verschlechtert, weil sie nicht angemessen versorgt werden, wie diés nur am Lande geschehen könne, umso mehr wüten die politisch korrekten Medien und die Gutmensch-organisationen gegen diese Unmenschlichkeit, bis daß dann ein Hafen ihnen erlaubt, ihre Senotpassagiere an Land gehen zu lassen. 
Da stellen sie dann ihre Asylanträge und Europa kann sie nicht mehr zurückschicken, da sie im Regelfall alle Ausweisdokumente vernichtet haben, damit nicht festgestellt werden kann, von woher sie kommen, um eine Abschiebung, ihre Repatriierung zu verhindern. 
Ein perfektes Zusammenspiel zwischen den Schlepperorganisationen, den Gutmenschschiffen  und den politisch korrekten Medien produziert so diese "Seenotrettung", die nichts anderes ist, als ein erfolgreiches Konzept zur Durchführung von illegalen Einwanderungen. Die Auflösung Europas durch das Projekt der Multiethnisierung bildet dabei den Hintergrund für diese Art von "Seenotrettung".
Kath net meldet dazu: "Rom (kath.net/KAP) Die katholische Kirche Italiens will eine mit Papst Franziskus abgestimmte Mittelmeer-Initiative zu den Themen Migration und Frieden starten". 16.7.2019. Die Katholische Kirche will eben bei diesem Auflösungskonzept selbst eine Führungsrolle einnehmen unter Anleitung von Papst Franziskus. Diese Aktivität gehört eben konstitutiv zum Umformungswillen der Kirche zu einer links-humanitaristischen NGO dazu, auch wenn so die Islamisierung Europas mit vorangetrieben wird.  Der Papst hat ja selbst sein Konzept der Multiethnisierung und Auflösung der Ordnung der Völker zu einer globalisierten Einheitswelt so zusammengefaßt:
BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS
ZUM 104. WELTTAG DES MIGRANTEN UND FLÜCHTLINGS 2018

[14. Januar 2018]
„Die Migranten und Flüchtlinge aufnehmen,
beschützen, fördern und integrieren“
 

Eine nicht oberflächlich bleiben wollende Betrachtung dieses Phänomänes verlangt aber nach einer schlüssigen Theorie der Dekadenz, des Erschlaffens des eigenen Lebenswillens, die Europa und seine Völker nun dazu bringt, sich selbst aufgeben zu wollen  und Fremden das Eigene als Erbe zu überlassen.

Corollarium 1

Schon 1989 erfaßten Antideutsche ein  politisches Konzept, daß die Parole: "Nie wieder Faschismus- nie wieder Deutschland" in ein politisches Projekt umsetzte. "Linke Utopie könne angesichts dieser Perspektive nur in der Zerstörung des deutschen Staates und  seiner Ersetzung durch einen Vielvölkerstaat sowie der Auflösung des deutschen Volkes in eine multikulturelle Gesellschaft liegen." M.Steffen, Geschichten vom Trüffelschwein. Politik und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971 bis 1991, 2002, S.325.

Die Selbstbejahung ist keine Selbstverständlichkeit für den Menschen. Er kann sich als Mensch auch verneinen oder als bestimmter Mensch verneinen. "Ich bin als Mann geboren, will aber eine Frau sein- ich bin als Deutscher geboren, will aber kein Deutscher sein. Die treibende Kraft der Gutmenschen Deutschlands ist es eben, daß sie keine Deutsche mehr sein wollen, das Deutsche ablehnen und seinen Untergang ersehnen. Die Aufnahme unbegrenzter Flüchlingsströme ist so nur ein Mittel für das Ziel der Auflösung unseres Volkes.  Dies Gutmenschentum ist nicht etwas Gesinnungsethisches, (vgl dazu die Unterscheidung von der Gesinnungsethik von der Verantwortungsethik nach Max Weber) sondern ein Produkt der Selbstverneinung und nur erklärbar aus einer Besonderheit des Deutschen Charakters, das Fremde mehr zu lieben als das Eigene, nur daß diese Tradition nun zum Willen zur Selbstnegation gesteigert wird. Den Hintergrund dafür bildet die "Vergangenheitsbewältigung" mit der Lehre, daß der Deutsche das Grundübel sei.    

Montag, 15. Juli 2019

Die neue Kirche- die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern, soll kommen!

Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern: Da man mit der Katholischen Kirche, so wie sie heute ist, trotz des großen Modernisierungsschubes mit dem 2.Vaticanum nicht mehr ankommt, muß eine neue Kirche her. Der synodale Weg in Deutschland und die Amazonassynode sollen so den Aufbruch zur neuen Kirche markieren. Die Drohbotschaften ertönen nun: Nichts wird so bleiben, wie es war. Nun schien Papst Franziskus den progressiven Kurs der Deutschen Bischofskonferenz etwas bremsen zu wollen, aber der Bremsbrief fiel nun eigentümlich unklar aus. 
Katholisch info präsentiert dazu eine bedekenswerte These. Unter der Überschrift: Hat Kardinal Marx die Kontrolle über Papst Franziskus?(13.7.2019) steht geschrieben:

Zum Hintergrund, warum der Brief so zweideutig formuliert ist, beruft sich Hickson auf „glaubwürdige Quellen“. Der päpstliche Brief ist demnach an der Römischen Kurie gereift, weil „einige Mitglieder der Kurie“ der Überzeugung sind, daß die Kirche in Deutschland in ihren „Reformen“ bereits zu weit gegangen ist. Sie drängten den Papst, mit einem Schreiben Einhalt zu gebieten. „Im Verlauf seiner Bearbeitung sei der Brief aber verwässert worden“, so Hickson. Sie schreibt dazu:

„Als Kardinal Marx von Papst Franziskus erfuhr, daß der Brief geschrieben wurde, und daß ‚viele besorgte Kardinäle und Präfekten einen klaren Brief angefordert hatten‘, verlangte Marx, den Briefentwurf vor seiner offiziellen Versendung nach Deutschland zu lesen. Marx soll ‚wütend‘ gewesen sein und sich ‚gerühmt‘ haben, weil er den Brief in wesentlichen Punkten ‚aufgeweicht‘ hat.“
Daß diese Meldung Kardinal Marx dementieren ließ, verwundert nicht, aber das besagt nicht, daß es sich nicht so ereignet hat. Bedenkt man, daß Rom wohl das meiste Geld von der Deutschen Kirche bekommt, ist es gut vorstellbar, daß dem Papst klar gemacht wurde, daß jetzt diese Deformen der Kirche nötig sind, damit fernherhin so viel Geld aus Deutschland zum Vatican fließen wird.

Eine "neue" Katholische Kirche droht uns so und es scheint, daß gerade Deutsche Bischöfe im Bunde mit dem Laien-ZK und dessen progressiven Kräfte die treibende Kraft dieses Projektes einer neuen Kirche sind. ((Vgl dazu den Kath info Artikel vom 13.7. 2019) Die "neue" soll den "Bruch" des 2.Vaticanumes mit der traditionellen Kirche, so die liberale Deutung dieses Reformkonziles, vorantreiben, ja eine modern zeitgemäße sein.
Da stören eben die bisherigen normativen Quellen, die hl. Schrift, die Tradition und das Lehramt und so sollen die entwertet werden durch die These, daß die Wirklichkeit, so wie die Menschen eben realiter leben, auch eine normative Quelle für die Kirche zu sein hat. Wenn die Mehrheit der heutigen Katholiken eben verheiratete Priester und Frauen als Diakone sehen wollen, dann hat die Kirchenleitung dem nachzugeben. Denn es gilt die Gleichung: Vox populi=vox dei!
Die neue Kirche soll so eine der Kundenorientierung sein und zugleich soll sie eine sein, die sich gut mit den Mächtigen und Einflußreichen der Welt gut steht.So muß eben auf die mächtige Stimme der Homosexlobby gehört werden, aber auch der einflußreichen  Klimakatastrohenhysterie soll sie Rechnung tragen. Das darf natürlich nicht mit einem popularistischen Trend verwechselt werden, denn um bei den Eurokraten beliebt zu bleiben, wird jeder oppositionelle Popularismus, der rechte also verurteilt, aber auch nur dieser.
Und theologisch? Das Schlimmste an Papst Benedikt XVI. war ja, daß er ein Theologenpapst war. Die Theologie als normative Größe  aber hindert die Kirche daran, konsequent nachfrageorintiert sich zu gestalten, daß eben die Demoskopie die dogmatische Theologie in ihrer normativen Funktion zu ersetzen hat. Faktisch soll so die Verprotestantisierung der Kirche das Wort geredet werden, weil nur so sie noch eine Chance hätte, bei den modernen Menschen anzukommen. Nun meldet Kath net aber zur selben Zeit (am 13.7.2019):
"Der Gottesdienstbesuch in den evangelischen Landeskirchen in Deutschland wird immer weniger besucht und hat einen neuen Tiefststand erreicht. 2017 gingen durchschnittlich nur noch 3,3 Prozent der 21,5 Millionen Mitglieder in die Kirche, das sind nur rund 734.000 Menschen in ganz Deutschland." Gerade der Protestantismus, der so energisch die Verweltlichung vorangerieben hat, steht ja nun vor immer leerer werdenden Kirchen und dem Verlust der Lebensrelevanz des Protestantischen. Versagt hier etwa das Projekt der Kundenorientierung?
Eines ist aber sicher: Die "neue" Kirche des synodalen Weges und der Amazonassynode soll die einer konsequenten Kundenausrichtung sein. Nur, daß die Vermutung sich aufdrängt, daß sie so noch schneller, als jetzt schon ihrem selbstproduzierten Untergang entgegenmarschiert.
Könnte evtl die Lust am eigenen Untergang die treibende Kraft dieses Destruktionsprogrammes der Kirche sein, wie ja auch der Wille der Gutmenschen, unbegrenzt viele "Flüchtlinge" aufzunehmen, ihnen Asyl zu gewähren, sich aus der Lust der Selbstnegation speist. Heideggers berühmte Frage seiner Rektoratsrede: Wollen wir noch Deutsche sein, das Deutsche Volk sein?, verneinen diese Gutmenschen und vielleicht wollen die Deformer der  Katholischen Kirche auch das Katholischsein so einfach nur negieren und überwinden.   

Aber damit die neue Kirche kommen kann, muß die alte erst liquidiert werden: "Kardinal Müller: Kirche unter Franziskus arbeitet an eigner Auflösung"Katholisch de am 15.7.2019


   

Sonntag, 14. Juli 2019

Kardinal "Marx trauert vermeintlich besseren Zeiten für die Kirche nicht nach " Die neue Kirche zeigt Flagge

"Früher war alles besser? Besonders in der Kirche? Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sieht das nicht so. Die Zeiten, in denen man mit der Hölle gedroht habe, seien Gott sei Dank vorüber."(Katholisch de am 12.7.2019

Früher,das war als ein gewisser Jesus Christus noch verkündigte: "Und fürchtet euch nicht vor denen, welche den Leib tödten, die Seele aber nicht tödten können;sondern fürchtet vielmehr denjenigen, der Seele und Leib in´s Verderben der Hölle stürzen kann." (Math 10,28). Also, der Sohn Gottes mahnt hier uns, Gott zu fürchten, denn er allein kann nur uns als Leib und Seele in die Hölle stürzen, das ist, im Endgericht zur Verdammnis verurteilen. Alle anderen Mächte der Welt können nur unseren Leib töten, also unser endliches Leben verkürzen, Gott aber kann uns das ewige Leben nehmen und uns zum ewigen Existieren in der Hölle verurteilen. Man überfliege mal das Neue Testament, wie häufig da von der Hölle die Rede ist und wie energisch Jesus vor diesem möglichen Ausgang unseres Lebens warnt!  Ein Beispiel für viele. So predigt der Sohn Gottes: "Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reiche alle Ärgernisse sammeln, und jene, die Unrecht thun, und werden sie in den Feuerofen werfen.Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein." (Math 13,41f)

So lehrt deshalb der Katholische Katechismus, der auch für diesen Kardinal verbindlich ist:

1034 Jesus spricht öfters von der „Gehenna" des „unauslöschlichen Feuers" [Vgl. Mt 5,22. 29; 13, 42. 50; Mk 9,43-48], die für jene bestimmt ist, die bis zum Ende ihres Lebens sich weigern, zu glauben und sich zu bekehren, und wohin zugleich Seele und Leib ins Verderben geraten können [Vgl. Mt 10,28]. Jesus kündigt in ernsten Worten an, daß er „seine Engel aussenden" wird, die „alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und ... in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt" (Mt 13,41-42), und daß er das Verdammungsurteil sprechen wird: „Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!" (Mt 25,41).


1035 Die Lehre der Kirche sagt, daß es eine Hölle gibt und daß sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, „das ewige Feuer" [Vgl. DS 76; 409; 411; 801; 858; 1002; 1351; 1575; SPF 12]. Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott, in dem allein der Mensch das Leben und das Glück finden kann, für die er erschaffen worden ist und nach denen er sich sehnt.

Aber das hat in der neuen Kirche des Kardinales Marx keinen Platz mehr! Die neue Kirche, die nun durch den synodalen Weg und die Amazonassyonde das Licht der Welt erblicken soll, die kennt nur noch die Furcht vor einer CO2 Klimakatastrophe, die Furcht vor Rechtspopulisten und unver-besserlichen conservativen und traditionalistischen Katholiken. Ihre Heilige ist Greta Turnberg, die ja auch viel zeitgemäßer ist als der Sohn Gottes mit seiner Predigt von der Hölle. Es gibt für die neue Kirche nämlich nur eine Hölle, die zu fürchten ist, die der Klimakatastrophe, die den Leib töten könnte, aber die Seele? Die ist wohl auch schon wegmodernisiert worden.

Kardinal Müller: „Die Amazonassynode ist ein Vorwand, um die Kirche zu verändern, und die Tatsache, daß sie in Rom stattfindet, will den Beginn einer neuen Kirche unterstreichen.“ Mit diesen Worten kritisiert Kardinal Gerhard Müller die bevorstehende Sondersynode über das Amazonas-Tiefland, dessen Agenda dunkle Schatten vorauswirft." Kath info am 12.7.2019. Dieser Kardinal sieht den Beginn einer neuen Kirche. Das Programm der neuen Kirche ist aber nun gar nicht mehr so neu: Das Konzept dieser neuen Kirche hat schon "Wir sind Kirche" ausformuliert, etwa in ihrer Parole: Evangelium statt Drohbotschaft! (vgl dazu mein Buch: Der zensierte Gott). Das ist nun bei Kardinal Marx angekommen! 

 

 

 

  

Samstag, 13. Juli 2019

Eiin „Festival für Meinungsfreiheit und politische Visionen“ Was wird alles ausgeschlossen?

Was ist das Substantielle eines Festivales der Meinungsfreiheit? Es könnte gemeint werden, daß hier jede beliebige Meinung frei geäußert werden kann und daß die Zuhörer auch ihnen nicht genehme Meinungen insoweit tolerieren, daß auch sie da ausgesprochen werden können. Aber wie sah die Realität dieses Festivales der Meinungsfreiheit aus? Die "Junge Freiheit" berichtet das am 12.7.2019: 
„Wer die AfD hören will, soll zu deren Veranstaltung gehen“, sagte der Vorzeige-Sozialdemokrat. Die Leiterin des Veranstaltungsortes – das Museum Burg Linn – hatte Gottschalks Anfrage zunächst zugestimmt. Auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Otto Fricke sagte im Hinblick auf die Situation, er hoffe, daß der AfD-Politiker in Ruhe ausreden könne. Der Bürgermeister machte dem ganzen Redefreiheitsspuk dann aber ein Ende, indem er sein Hausrecht durchsetzte." 
Also, ein liberaler Politiker wollte auch einem AfDler ein Rederecht auf diesem Meinungs-freiheitsfestival zubilligen, befürchtete aber, daß damit die Toleranz zumindest eines Teiles des erwarteten Publikumes überfordert sei, daß sie den AfDler also nicht ausreden lassen werden.Ein Festival der Meinungsfreiheit- das ist heutzutage eine Veranstaltung, auf der abweichende Meinung nicht ausgesprochen werden können, weil zumindest Teile der Zuhörerschaft politisch nicht korrekte Meinungen nicht tolerieren.
Aber dann schritt der SPD-Bürgermeister ein: Er verbot die Meinungsäußrung eines AfD-Politikers. Denn die Meinungfreiheit hat für diesen SPDler seine klaren Grenzen: Keine Meinungsfreiheit für Andersdenkende. Was bleibt denn da von der so gepriesenen Meinungsfreiheit übrig, wenn sie nur für die Meinungen der Bockpartein von der Linken bis zur CDU/CSU gilt, die ja in allen wesentlichen Fragen einer Meinung sind?
Es bedarf keiner prophetischen Begabung, um vorauszusagen,  daß auch auf dem "synodalen Weg", von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Laien-ZK beschlossen genauso ausgegrenzt wird.Denn die Ergebnisse stehen schon fest, bevor dieser Dialog veranstaltet wird und damit er die vordem schon fixierten Ergebnisse auch hervorbringt, müssen eben dementsprechend die Teilnehmer ausgewählt werden.
Eine wichtige Rolle wird dabei sicher das Laien-ZK übernehmen. Erstaunliches weiß kath net am 9.7. 2019 über diese Organisation zu berichten:
"Das ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) verkauft sich in der deutschen medialen Öffentlichkeit gerne als offizielle Vertretung der deutschen Katholiken. Was nur wenige wissen: Der eingetragene Verein mit dem Sitz in Bonn hat nur 231 Mitglieder, davon kommt der Großteil (97 Mitglieder) von der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands und von den Laienvertretungen (84 Mitglieder) der deutschen Diözesen. Dazu kommen noch weiter 45 Mitglieder, die meisten davon sind Politiker von verschiedenen Parteien, die es oft mit dem Glauben nicht so ernst nehmen wie z. B. Andrea Nahles (SPD) oder Winfried Kretschmann (Grüne), für eine ZdK-Mitgliedschaft aber kein Problem. " Aber als katholischer Laie kann man nicht Mitglied werden! Es gibt keine Aufnahmemöglichkeit! Das ZK wählt sich selbst ihre Mitglieder aus! Und ihm reichen 231. Da kann man dann schnell eine Einheitsmeinung des ZK herstellen, die alles nicht dem ZK Nichtgefallene ausschließt. Das ist dann das innerkatholische "Festival der Meinungsfreiheit".
Ja, darauf ist heutzutage Verlaß: Wo Pluralität und Diversität lautstark gefordert werden, da wird als erstes immer der Ausschluß von allem, was nicht politisch korrekt ist, verlangt!             

Freitag, 12. Juli 2019

Der Gutmensch und die Zerstörung der Nächstenliebe

Der hl. Augustinus, wohl neben Thomas von Aquin der bedeutendste Kirchenlehrer schreibt über die Praxis der Nächstenliebe im 1. Buch, im 29. Kapitel von: Über die christliche Lehre Folgendes:

"29. Es sollen zwar alle Menschen in gleicher Weise geliebt werden; da man aber nicht jedermann nützen kann, so muß man vornehmlich für jene Sorge tragen, die einem durch die Verhältnisse des Ortes, der Zeit oder irgendwelcher anderer Umstände gleichsam schon durch das Los näher verbunden sind. Wenn du z. B. von deinem Überfluß etwas an einen Dürftigen mit teilen sollst und du könntest es, falls dir zwei gleich bedürftige und gleich nahestehende Menschen begegneten, nicht beiden geben, so wäre es am gerechtesten, durch das Los den Empfänger einer Gabe zu bestimmen, die nicht beiden zugleich mitgeteilt werden kann. So hat man unter den Menschen, denen man nicht insgesamt helfen kann, die Innigkeit des gegenseitigen augenblicklichen Verbandes für die Entscheidung des Loses zu halten."

Damit die Nächstenliebe eine praktizierbare sein kann, hat sie sich auf die Nächsten zu fokussieren. Wer allen und jedem helfen will, der kann niemandem mehr helfen. Der Nächste ist so erstmal ein räumlicher  Begriff, und meint so den mir Nahestehenden. Dann ist der Begriff aber auch in einem übertragenen Sinne zu verstehen: der Verwandte als mir Nahestehender. Diese Nähe darf nun moraltheologisch nicht einfach als etwas Zufälliges bezeichnet werden. Denn Gott, indem er mich an einem bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit zur Welt kommen läßt, bestimmt mir so, wer mein Nächster ist. Nicht ich erwähle mir meine Nächsten, sondern Gott durch mein Geborenwerden an einem bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit, in eine bestimmte Familie und ein bestimmtes Volk.

Der Sohn Gottes kann und will allen Menschen ihr Heiland sein, aber die ihm Nachfolgenden können das nur particular realisieren, nur die Kirche als Ganzes kann so auch nur für alle Menschen da sein, aber nicht ist jedes Glied der Kirche für alle verantwortlich. Aber ein Mangel an Christologie und Ecclesiologie führt nun zu den Überspanntheiten der Gutmenschen, daß jeder für alle Menschen verantwortlich wäre. Das ruiniert aber das praktische Vermögen der so Aufgeforderten. Die Ordnung der Menschheit in Rassen und Völker ist so auch selbst eine Ordnung Gottes, durch die so Näheverhältnisse geschaffen werden, sodaß so die geforderte Nächstenliebe lebbar wird. 

Ein einfaches Beispiel möge das veranschaulichen: Wenn die Objekte der Mutterliebe alle Kinder der Welt wären, könnte keine Mutter die Mutteriebe leben. Nur weil es die Unterscheidung von eigenen und fremden Kindern gibt, kann eine Mutter ihre Mutterliebe praktizieren.Eine unlimitierte Ausdehnung auf alle Kinder der Welt dagegen machte so die Mutterliebe zu einer reinen Unmöglichkeit. 

Faktisch ist aber das Anliegen des Gutmenschen nicht, alle Menschen zu lieben, sondern all die legitim hassen zu dürfen, die wie der hl. Augustin die Nächstenliebe praktizieren wollen. Es mag wohl so sein, daß alle Menschen geliebt werden möchten, wie es Augustin hier sagt, aber es darf nicht vergessen werden, daß der Mensch der Sünde lieber haßt als daß er liebt!       



Donnerstag, 11. Juli 2019

Eine neue Kirche! Was alles wegfällt- ein Beispiel von Erzischof Schick



"Bischof Overbeck: Die alte Zeit ist zu Ende!" (Katholisch de am 13.Jänner 2019.  So enthusiastisch proklamiert Bischof Overbeck die neue der Zeit eingepaßte Kirche. Er wolle deshalb über den Zölibat und das Frauenpriestertum reden.  "Gläubige und Öffentlichkeit erwarten eine ernsthafte Erneuerung der Kirche, sagt Essens Bischof Franz-Josef Overbeck. Und deshalb will er wirklich über alles sprechen: egal ob Weihe, Zölibat oder Frauenamt."

Aber die Kaprizierung auf diese Fragen verdeckt auch den Blick auf wesentlichere Modernisierungen in der Kirche, was alles schon ad acta gelegt worden ist, weil es nicht mehr in die Zeit paßt. Achten wir mal darauf, was ein amtierender Erzischof zur Frage nach dem Leben nach dem Tode uns heutzutage zu sagen weiß:"Das denkt Erzbischof Schick über den eigenen Tod." Katholisch de 9.7.2019: "Mit Blick auf die Vorstellung vom Leben nach dem Tod sagte Schick, alle seine nächsten Verwandten seien bereits verstorben. "Ich fühle nicht, dass sie weg sind, sondern die sind schon da." Nichts, was auf dieser Welt sei, verschwinde einfach. "Es wird in andere Energieformen, Lebensformen, Existenzformen umgewandelt." So spüre er etwa, immer noch eine Beziehung zu seinen verstorbenen Eltern zu haben. Wenn er an sie denke, komme er selbst oft auf neue Gedanken, erklärte der Erzbischof."

Also: Nichts auf der Welt verschwinde einfach. Denn es wird alles in eine andere Energieform, Lebensform und Existenzform umgewandelt. Was hat diese Vorstellung mit dem christlichen Glauben an das ewige Leben, an die Auferstehung der Toten und das Gericht Jesu Christi über die Lebenden und die Toten zu tuen? Nichts! Und Gott? Er spielt bei dieser Vorstellung des Erzbischofes auch keine Rolle! Es ist wohl eher an eine naturalistische Umformung des Irdischen zu denken.

So spricht der Apostelfürst Paulus, von dem der Erzischof ein Nachfolger ist,  über das Leben nach dem Tode: "Wir wissen: Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird,dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel. Im gegenwärtigen Zustand seufzen wir und sehnen uns danach, mit dem himmlischen Haus überkleidet zu werden." 2.Korinther 5, 1f. Wir leben fern der Heimat (V.6) und sehnen uns nach ihr, das ist die Zentralaussage nicht nur des Apostels Paulus, sondern die der christlichen Religion! (Nebenbei: Paulus setzt sich hier, wie im 1.Korintherbrief, Kapitel 15) mit der gnostischen Vorstellung vom ewigen Leben auseinander: Nicht nur als bloße Seele, sondern auch ausgestattet mit einem  neuen himmlischen Leib werden wir postmortal ewig leben. Er betont aber auch die Gemeinsamkeit, die Sehnsucht nach der Erlösung aus diesem Leben.) 

Und was findet sich davon bei dem Erzbischof Schick noch wieder? Nichts mehr! Wichtig ist ihm, daß für ihn seine Verstorbenen nicht einfach weg sondern irgendwie noch nahe sind und daß auch sie irgendwie verwandelt noch sind, nicht sich in Nichts aufgelöst haben. Irgendwie verlöscht nichts Irdisches sondern existiert weiter in irgendeiner Form! Ist das nicht der völlige Ausverkauf des christlichen Glaubens an das ewige Leben als eines in der Gemeinschaft mit Gott? Soll das nun eine zeitgemäße Version des Glaubens an das ewige Leben sein? Zu befürchten ist es! Nicht irgendetwas wird so hier aufgegeben, sondern das Wesen der christlichen Religion, daß sie eine Erlösungsreligion ist.      

 

Mittwoch, 10. Juli 2019

Zur Todeskultur: "Das Geheimnis Europas ist, daß es das Leben nicht mehr liebt."

"Das Geheimnis Europas ist, daß es das Leben nicht  mehr liebt." Albert Camus,nach 1945, zitiert nach: Sloterdijk,Henrichs, Die Sonne und der Tod.Dialogische Untersuchungen,2001, S.33.Sloterdijk meint, daß diese Äußerung in dem Kontext der antideutschen Äußerungen von Georges Clemenceau zu interpretieren sei, über den deutschen Charakter, der das Leben nicht liebe (S.32). Alle Menschen liebten natürlich das Leben, nur die Deutschen nicht. Georges Benjamin Clemenceau (1841 - 1929), »Der Tiger«, franz. sozialistischer Politiker, Ministerpräsident von 1906-1909 und 1917-1920, verwirklichte als Ministerpräsident die Trennung von Kirche und Staat. Vertreter einer Politik der Revanche gegen Deutschland, war einer der Väter des Versailler Vertrags.

Prägnant formulierte dieser französische Politiker ja: "Es gibt in Europa zwanzig Millionen Deutsche zuviel." Aber es darf wohl bezweifelt werden, daß Camus nun einfach die Charakterisierung von uns Deutschen auf alle Europäer mit diesem Zitat vollzogen hätte: Alle seien wie die Deutschen geworden. Es muß wohl eher an Camus Diktum erinnert werden: "Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord. Die Entscheidung, ob das Leben sich lohne oder nicht". So eröffnet ja Camus seinen großen Essay: "Der Mythos von Sisyphos. Ein Versuch über das Absurde. Wie, wenn ein Kollektivsubjekt wie "Europa" zum Urteil kommt, daß das Leben sich nicht lohne? (Sebstredend meint Camus Westeuropa, wenn er von Europa spricht.)
Könnte nicht die Legalisierung der Abtreibung, daß es ein Menschenrecht sei, daß Mütter ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen dürfen (so Amnesty International) eine direkte Manifestation des Neins zum Leben sein?  Dazu paßt, daß in allen westeuropäischen Staaten pro Jahr mehr Menschen sterben als geboren werden. Kann diese Kultur des Todes, wozu auch die Glorifizierung der Homosexualität gehört, verstanden werden als direkter Ausdruck des Neins zum Leben, daß Europa das Leben nicht mehr liebt. Dies Nein zum Leben wäre dann nicht ein Produkt irgendeiner dunklen Verschwörung sondern die Praxis der  Dekadenz, des geschwächten oder ganz erloschenen Willens zum Leben.

Die Hl. Schrift irritiert ja manchen Leser, da sie als erstes Gebot, das Gott den Menschen gab, bekundet: Seid fruchtbar und mehret euch !   Wozu gebietet Gott das, wenn doch das Sichfortpflanzen das Natürlichste der Welt sei? Alles, was lebt, trägt in sich den Willen zur Fortpflanzung. Nur,weil es natürlich ist, ist es noch lange nicht auch das von Gott Gewollte. Gott sagt hier somit: So soll es auch sein. Der Mensch hat nun zum Natürlichen ein komplexes Verhältnis. Er kann auch sich dazu entscheiden,widernatürlich zu leben. Zudem ist es das Wesen des Menschen, nicht einfach natürlich zu leben, sondern das Natürliche zu kultivieren. Aber die Kultivierung der Sexualität zur gelebten Sexualität in der Formung der Ehe ist nicht etwas Widernatürliches, wohl aber die Erfindung der Homoehe.
So kann der Mensch sich auch individuell zum Freitod entscheiden, wenn er sein Leben als nicht mehr lebenswert beurteilt. Kann nun aber eine ganze Kultur, die westliche Nein sagen zum Leben? Praktiziert sie das schon jetzt in der aktuellen Politik? Ist die Politik der offenen Grenzen, die Politik des Massenimportes von Nichteuropären nach Europa nur die andere Seite der Lebensverneinung: Wir wollen nicht mehr und übergeben so unsere Heimat Fremden? Camus könnte mit dieser Aussage auf erschreckendster Weise nun recht bekommen!   

Zusätze:
Zu dieser Selbstverneinungskultur gehört auch der Selbsthaß des Westeuropäers. In dem Vortrag: "Was ist Europa" von Josef Kraus (Der Fels Juli 2019) finden sich dazu interessante Belege:
Kardinal Ratzinger sprach vom "Selbsthass des Abendlandes" im Jahre 2000
Sarte: Nach ihm habe der Europäer sich nur zum Menschen machen können, indem er Sklaven und Monstren hervorgebracht hätte,
der Philosoph Pascal Bruckner: "Die ganze Welt hasst uns, und wir haben es verdient:Das ist die feste Überzeugung der meisten Europäer, zumindest im Westen."
Alle Zitate, Der Fels Juli 2019, S.216) Der Hypermoralismus, sich selbst als für schuldig am ganzen Elend der Welt zu fühlen, führt zu einer Kultur der Selbstverneinung, des Neinsagens zum eigenen Leben, da die christliche Konzeption der Vergebung aus dem öffentlichen Bewußtsein verschwunden ist und somit auch die Praxis der Beichte.