Freitag, 19. Juli 2024

„CDU jubelt: Erste muslimische Kita in Schleswig-Holstein“

 

CDU jubelt: Erste muslimische Kita in Schleswig-Holstein“


Die „Junge Freiheit“ berichtet über dies alle Multikultianhänger beglückende Ereignis am 19.Juli 2024. Die Kindertagesstätte sei strengestens Scharia orientiert: „Auf 2.500 Quadratmetern bekommt Neumünster eine muslimische Kita in der Innenstadt. Die CDU freut sich über „kulturelle Bereicherung“.

Stellen wir uns mal vor, stattdessen hätte eine evangelikal-charismatische Gemeinschaft oder gar eine sagen wir mal vorkonziliar traditionalistische Vereinigung eine solche Kindertagesstätte also mit einer dezidiert christlichen Ausrichtung eröffnet. Entweder würde dies Ereignis in den Medien und von der Politik überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder besonders „qualifizierte“ Journalisten schrieben: „Rettet die armen Kinder vor solcher christlicher Indoktrinierung“. Ja, als Kämpfer gegen Rechts müsse man hier das Schlimmste befürchten, wüsse man doch, wie rechte Kräfte die christliche Religion mißbräuchten .Als eine „kulturelle Bereicherung“ würde diese Kindertagesstätten keine Zeitung, schon gar nicht eine kirchliche bezeichnen.

Ganz anders verhält es sich nun, wenn eine streng an der Scharia orientierte Kindertagesstätte gegründet wird. Ob die Scharia denn mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar sei und ob eine religiöse Erziehung im Geiste der Scharia denn politisch akzeptabel sei, all das frägt nicht einmal mehr die CDU. Die Begeisterung für den Islam ist einfach grenzenlos. Wer hier kritische Anfragen stellt,ist einfach nur als islamphob zu verdammen.

Das politische Konzept der Auflösung des einst noch recht homogenen Deutschlandes, wie Deutschland auch nach 1945 in Ost- und Westdeutschland noch gewesen war, schreitet so voran: Der Multiethnisierung, daß immer mehr Nichtdeutsche und auch Nichteuropäer in Deutschland leben korreliert eben ihre Multikultivierung, denn diese Multikulturalität ist ja nicht mehr eine soziologisch bestimmbare, daß etwa zwischen der Hochkultur des Bildungsbürgertumes und der Populärkunst des Volkes unterschieden wird, sondern eine ethnisch fundierte. Nichtdeutsche können und sollen sich hier ihre eigenen ethnisch fundierten Lebenswelten aufbauen, in denen sie dann ihre Kultur leben, wozu dann gerade auch ihre Religion gehört. Die Idee einer Integration in die deutsche Kultur wird dafür aufgegeben, stattdessen soll die deutsche Gesellschaft sich ausdifferenzieren in viele verschiedene ethnisch-kulturell formierte Parallelgesellschaften, verbunden mit der optimistisch gestimmten Vision eines friedlichen Nebeneinanders dieser Subsysteme,der Parallelgesellschaften.

Es frägt sich aber, ob ein Land im politischen Sinne, noch zusammengehalten werden kann, wenn die Bürger eines solchen Staates nichts mehr verbindet außer daß alle ethnisch-kulturellen Gemeinschaften sich in ihr nur noch durch ihre Differenzen untereinander verbinden: Ich bin a, weil ich nicht -a bin, und so ist jede Gemeinschaft in einem Lande nur eine bestimmte, indem sie anders ist als alle anderen.Aber dies so bestimmte Anderssein als die Konstitution der jeweiligen Eigenidentität ist nun im höchten Grade konfliktträchtig, weil sie von der Negation der Identität des Anderen lebt. Aber dies identittätstheoretisch rekonstruierbare hohe Konfliktpotential läßt sich auch einfacher erklären: Wo viele verschiedene Kulturen sich in einem gemeinsamen Lebensraum gegenüberstehen, stellt sich die Machtfrage: Wer setzt sich wie den anderen gegenüber durch? Die Entchristlichung Westeuropas evoziert eine kulturelle Pluralisierung, die massenhafte Aufnahme von Nichteuropäern evoziert nun darüberhinaus eine Multiethnisierung der Völker Europas und somit deren Auflösung. So starke Auflösungstendenzen erwirken eine Zeit lang pluralistische Verhältnisse, da die einstig bestimmende europäische Kultur ihre Bestimmungkraft verloren hat, es sei an Novalis: „Christentum oder Europa“ erinnert und noch keine andere zur neuen Bestimmungsmacht aufgestiegen ist.

Es könnte sein, daß die jetzige Phase der zunehmenden Schließung der Kirchen und der wachsenden Zahlen der Moscheen und der Eröffnung von Schariakindergärten nun wirklich den „Untergang des Abendlandes“ anzeigt, aber ganz anders als Oswald Spengler ihn prognostiziert hat. Gerade die CDU gibt so das „Christliche“ auf und reiht sich ein in die Phalanx der Zugrundetreter der Restbestände des einst christlichen Abendlandes.

Donnerstag, 18. Juli 2024

Das neue „Dogma“ der postkonziliaren Kirche: Gott liebe jeden unbedingt, voraussetzungslos. Eine Kritik

 

Das neue „Dogma“ der postkonziliaren Kirche: Gott liebe jeden unbedingt, voraussetzungslos. Eine Kritik


Ein irritierender Befund: Im Neuen Testament wird nur 4x von der Lieb Gottes zu uns Menschen geschrieben, 1x im Römerbrief, 1x im Johannesevangelium und 2x im 1.Johannesbrief. Jesus Christus selbst spricht nie selbst von einer Liebe Gottes zu den Menschen, schon gar nicht von einer unbedingten.


In Röm 5,8 heißt es: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns dadurch,daß Christus für uns gestoben ist,da wir noch Sünder waren.Um so viel mehr werden wir jetzt, da wir durch sein Blut gerechtfertigt sind,durch ihn vor dem Zorngericht bewahrt bleiben.“ (5,8f)

Wer ist mit : „zu uns“ hier gemeint? Wir, der Schreiber des Briefes und seine Adressaten, bzw alle Christgläubigen oder alle Menschen. Das postkonzilare „Dogma“ meint,daß damit alle Menschen gemeint sind, daß also alle objektiv gerechtfertigt seien. Aber nach Paulus gilt, daß nur der an Christus Glaubende durch dessen für ihn vergossenes Blut ein Gerechtfertigter sei.Den Nichtglaubenden droht das Zorngericht Gottes! Wenn nun nicht behauptet werden soll, daß unter dem „uns“ in den zwei Sätzen Verschiedene gemeint sind, dann meint hier das „uns“: uns Christen.

Gerechtfertigt sind wir wirklich, wenn wir das objektiv Geschehene subjektiv uns aneignen, das Blut Christi wird uns durch unseren Glauben zu unserer Rechtfertigung. Die Liebe Gottes zu uns ist somit noch nicht selbst unsere Rechtfertigung sondern bezeichnet die Motivation Gottes, uns durch das Blut Christi zu rechtfertigen, indem wir es glaubend uns aneignen. Die Bedingung unserer Rechtfertigung ist so der Glaube an das für uns vergossene Blut Jesu Christi. Und was ist nun mit den Ungläubigen? Ihnen droht das Zornesgericht Gottes.


Im 1.Johannesbrief wird gleich 2x von Gottes Liebe zu uns geschrieben:

3,16: „Darin haben wir die Liebe Gottes erkannt,daß er sein Leben für uns dahingegeben hat.So müssen auch wir das Leben für die Brüder hingeben.“ Auch hier ist mit dem Wir wir Christen gemeint und der Glaube an Jesus Christus erwirkt uns das Heil. (Die Aufforderung zur Lebenshingabe als der Nachfolge Jesu Christi stürzt die Moraltheologie nun in Aporien, da sie einerseits lehrt, daß ein Sichtötenlassen, auch wenn es dem guten Zweck der Rettung des Lebens diene,eine schwere Sünde sei, da es ein besonderer Fall eines Suizides wäre und andererseits kann sie nicht behaupten,daß hier zu etwas Sündigem aufgerufen würde gar durch den Sohn Gottes selbst.)


Dann heißt es: „Gott ist ja die Liebe. Gottes Liebe hat sich uns darin geoffenbart, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn das Leben haben.“ 1.Joh 4,9. Man sollte nach der Aussage, daß Gott die Liebe sei, einen Doppelpunkt setzen und das dann Folgende als die Explikation der Aussage: Gott sei die Liebe, lesen. Die Liebe ist hier die Motivation zur Gabe des ewigen Lebens an die, die an den Erlöser Jesus Christus glauben.

In allen 3 Fällen geht es darum,zu ergründen, warum Gott uns durch Jesus Christus, durch sein Kreuz erlösen, rechtfertigen will und aus dem Kontext ergibt sich, daß wir durch den Glauben an Jesus Christus gerechtfertigt werden bzw das ewige Leben erlangen.


Joh 3,6 weicht nun leicht davon ab: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn dahingab,damit jeder,der an ihn glaubt, nicht verloren geht,sondern das ewige Leben habe.“ Wer glaubt, hat das ewige Leben, wer nicht glaubt, geht verloren. Aber hier und nur hier heißt es, daß Gott „die Welt geliebt“ hat! Hier wird eindeutig von allen Menschen ausgesagt, daß Gott sie liebe, aber es werden dann nur die, die an Christus glauben, als Nichtverlorengehende bezeichnet. Die Universalität des Heils-willen Gottes führt also nicht zum Heil aller sondern nur zum Heil der an ihn Glaubenden.

Das Heil, die Rechtfertigung bzw das ewige Leben wird so in allen 4 Stellen nur von den Christgläubigen erlangt.Die Liebe Gottes zu allen Menschen oder die zu uns ist deshalb noch nicht selbst das Heil,sondern bezeichnet nur die Motivation Gottes,uns oder alle Menschen zu erlösen.

Wenn aber heutzutage von der Liebe Gottes gesprochen wird, dann heißt es,daß Gottes Liebe zu uns Menschen schon das Heil wäre.Ja, das Kreuz Christi und der Glaube an ihn sind dann keine Conditionen des Heiles für uns, denn unser Geliebtwerden durch Gott allein sei schon die Rechtfertigung jedes Menschen. Gott liebe jeden Menschen und das sei schon hinreichend für seine Rechtfertigung. Der Glaube an Gottes Liebe zu allen Menschen erkennt und bekennt dann dies Geliebtwerden jedes Menschen, ist aber so selbst für das Gerechtfertigtwerden gleichgültig. Das Geliebtwerden ist somit in einer Analogie zu den jedem Menschen qua seines Menschseins zukommenden Menschenrechten etwas ihm von seiner Natur aus Zukommendes,da Gott eben seine Geschöpfe liebt,weil es von ihrer Natur her seine Geschöpfe sind. Daß Gott die Welt und somit alle Menschen liebt,ist einfach deduzierbar aus der Aussage, daß Gott der Schöpfer der Welt sei und macht somit den christlichen Glauben überflüssig, da diese eine Aussage des Schöpferseins Gottes faktisch ausreicht.  Der Grund dieses neuzeitlichen "Dogmas" ist die von der Kirche anerkannte Normativität der Menschenrechtsideologie, die eine Umformung der Theologie erheischt.


Völlig unbegreiflich muß dieser neuzeitlichen Theologie aber diese Aussage des 1.Johannesbriefes sein: „Wer die Welt liebt,hat die Liebe zum Vater nicht.“ 2, 15. Die "Welt" ist nämlich die sich Gottes Welt zu ihr verschließende im Johannesevangelium und den Briefen.








Mittwoch, 17. Juli 2024

„Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Wohlstand, kultureller Reichtum „- sind das die Früchte des christlichen Glaubens?

 

Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Wohlstand, kultureller Reichtum „- sind das die Früchte des christlichen Glaubens?


So schade, dass Europa weitgehend vergessen hat, dass es ganz viel davon dem Christentum verdankt“, meint der Augsburger Theologe Hartl (Kath net am 16.7.2024). Zwei Fragen drängen sich angesichts dieser wohlgemeinten Apologie der christlichen Religion auf: a) Zeichnet sich Europa durch „Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Wohlstand, kultureller Reichtum“aus und b) verdankt Europa das der christlichen Religion?

Rechtsstaatlichkeit? Allein in Deutschland werden jährlich mit staatlicher Erlaubnis mehr als 100.000 Kinder im Mutterleibe getötet, euphemistisch zu Abtreibungen verklärt: In einem Rechtsstaat wäre so ein elementarer Verstoß gegen die Menschenrechte und die Würde des Menschen nicht möglich.

Freiheit? Seit der Französischen Revolution wird unter der Freiheit negativ verstanden, daß die Menschen nicht mehr an Gottes Gebote und der Morallehre der Kirche gebunden seien und positiv, daß der Bürger,möglichst nicht reglementiert durch den Staat seine Geschäfte betreiben dürfe. Es ist die Freiheit des Bürgers, als ein Egoist leben zu dürfen, wenn er den Egoismus der anderen Bürger als deren Privatsphäre akzeptiert. Diese Freiheit ist zumindest in Westeuropa gegeben, in den osteuropäischen, isb in Rußland gilt sie als noch nicht vollständig realisiert.

Wohlstand“? In Deutschland sind allein sind 2 Millionen Bürger auf die Armenspeisungen der „Tafel“ angewiesen; es gibt Reichtum und Reiche in Deutschland, aber viele sind nicht wohlhabend.

Kultureller Reichtum“? Nein, der kulturelle Reichtum unterliegt der Zensur durch die Politische Korrektheit und ihrer Derivate: Was alles schon nicht mehr erlaubt ist. Die Kirche schreitet da gar voran in dem Kampf gegen den kulturellen Reichtum indem die „Tridentinische Messe“ zusehens verboten wird, sieht durch Papst Franziskus eine seine Hauptaufgaben in der Bekämpfung der „Alten Messe“, der Gestalt, in der Europa seit dem Trienter Konzil der katholische Gottesdienst zelebriert wurde.

Nur, wenn heutzutage von dem Reichtum, der Pluralität und der Diversität geschrieben wird, dann wird darunter primär die Homosexkultur und die Kultur der LGBT- Menschen verstanden.

Was von dem könnte denn nun als eine Frucht der christlichen Religion angesehen werden? Das moderne Europa zeichnet sich doch seit der Aufklärung und ihrem Praktischwerden in der Französischen Revolution durch eine sukzessiv voranschreitende Emanzipation von der christlichen Religion aus! Den Wohlstand verdankt Westeuropa und mit Einschränkungen jetzt auch Osteuropa dem Kapitalismus und wenn auch Max Weber in ihm eine Frucht des Protestantismus und somit der christlichen Religion ansieht, so dürfte Ernst Niekisch doch richtiger liegen mit seiner These, daß die moderne Welt sich durch die Abwendung von der ersten Sorge um das Seelenheil hin zu dem Primat der Ökonomie, der ersten Sorge um den Geldgewinn und der Steigerung der Gewinne auszeichnet.

Der kulturelle Reichtum verdankt sich, so wie er jetzt verstanden und praktiziert wird gerade der Abkehr von der Normativität der christlichen Religion, ja ihre Existenzberechtigung wird ja selbst in Frage gestellt, sei sie doch „islam“- „homosexuell“ - und „transgenderfeindlich“ und gar noch „frauenfeindlich“. Wolle die Kirche weiterhin zur westlichen Kultur gehören,müsse sie sich eben dem postmodernen Zeitgeist unterwerfen und auf jeden Fall darauf verzichten, Jesus als die eine Wahrheit zu bezeugen, er dürfe nur eine unter ganz vielen gleichwahren anderen sein.

Daß die Freiheit darin bestünde, so zu leben, als existiere Gott nicht und gäbe es keine Gebote Gottes, kann man nun wirklich nicht als eine Frucht der christlichen Religion qualifizieren.

Es bleibt dann nur noch der Rechtsstaat übrig: Wenn es rechtsstaatlich ist, daß Kinder im Mutterleibe massenhaft getötet werden dürfen, ja es gar ein Menschenrecht auf die Kindestötung gibt, dann kann dieser Rechtsstaat nicht als eine Frucht der christlichen Religion angesehen werden. Zudem,wenn die Monarchie nicht als ein Rechtsstaat angesehen wird, weil er nicht demokratisch ist, dann muß konzediert werden, daß die Kirche nie die Monarchie als Staatsform abgelehnt hat, obgleich sie dann nicht als rechtsstaatlich beurteilt werden könnte. Ob das positive Recht im Einklang sich mit dem Naturrecht befindet, war bis zum 2. Vaticanum das Prüfkriterium der Rechtmäßigkeit eines Staates und nicht,daß das Recht demokratisch und das ist dann auch rechtsstaatlich hervorgebracht wird.

Für altmodisch conservative Christen: Wo verheißt Jesus Christus den Gläubigen:  Wohlstand und kulturellem Reichtum, Freiheit und Rechtstaatlichkeit?


Dienstag, 16. Juli 2024

Eine Polemik wider den Glauben an Engeln - oder über ein gestörtes Verhältnis zur Volksfrömmigkeit

 

Eine Polemik wider den Glauben an Engeln - oder über ein gestörtes Verhältnis zur Volksfrömmigkeit

Auf der Internetseite: „Communio“ erschien am 17.5.2024 der wirklich nicht lesenswerte Artikel: „Unser Bild von den Engeln:Himmlische Helfer oder furchteinflößende Boten?“ Da heißt es dann: „Der Engelglaube wird heute als gefälliger und tröstlicher empfunden als der Gottesglaube. Das ist das Ergebnis einer merkwürdigen Entwicklung.“, um dann gegen die als kitschig diffamierten Engelbilder zu polemisieren, ja überhaupt den Glauben an Engel als eine problematische Alternative zum Glauben an Gott zu situieren.

Statt von einer merkwürdigen Entwickelung zu schreiben, wäre es angebrachter, diese Entwickelung zu rekonstruieren zu versuchen. Deshalb biete ich hier einen Versuch: Bis zur Exilierung Israels in die babylonische Gefangenschaft glaubte man in Israel an die Existenz vieler Götter, aber daß nur einer, Jahwe für ihr Volk zuständig sei, es nur ihn zu verehren hätte.Das meint der Begriff der Monolatrie.In der exilisch-nachexillischen Zeit entwickelte sich erst der monotheistische Glaube. Das mußte auch dazu führen, daß der Name des Gottes Israels an Bedeutung verlor, denn nur unter der Voraussetzung, daß es viele Götter gibt, hat es einen Sinn, einen Gott mit seinem Namen anzurufen, damit klar ist, welcher von den vielen denn gemeint sei. Gott, monotheistisch durchdacht, wird dabei jenseitiger, transzendent gedacht, als über und außer der Welt seiend. Daraus generiert sich die Tendenz, daß der monotheistisch gedachte Gott nicht mehr unmittelbar in die Welt eingreifend gedacht wird, sondern vermittelt durch seine Engel. In den Engeln wirkt so der uns Menschen zugewandte Gott, der aber selbst der weltjenseitige bleibt.

In der Vorstellung der Engel steckt aber noch ein weiter greifendes Potential, daß nun die früher als Götter geglaubten Götter zu Engeln depotenziert und so doch in eine monotheistische Religion integrierbare gewandelt werden.Da es nun nach dem Mythos vom Engelfall gute und böse Engel, Daimonen gibt, bekommen so die Engel eine große Bedeutung für das religiöse Leben.Zwar wird Gott auch weiterhin als unmittelbar selbst wirkend geglaubt, aber seine Primärhände,durch die er in der Welt wirkt, sind seine Engel und nicht, wie man es leider zu oft in Predigten zu hören bekommt,unsere menschlichen Hände,durch die allein Gott noch in der Welt wirken könne.

Ich verweise hier auf das gediegenste Werk der christlichen Angellogie: „Über die himmlische Hierarchie“ von Dyonisus Aeropagita und muß mich hier auf Weniges limitieren: Es gilt zu unterscheiden zwischen den Engeln des himmlischen Gottesdienstes, von dem unser irdischer ein Abbild, nur ein Abbild aber deshalb auch ein wahrer Gottesdienst ist und den Engeln, die im Auftrage Gottes in der Welt wirken.Als in der Welt wirkenden repräsentieren sie Gottes Macht gegen die Kräfte des Bösen und Gottes liebende Zuwendung zu den Menschen als ihre Schutzengel. Jesus Christus selbst spricht von den besonderen Schutzengeln der Kinder. Mt 18,10 heißt es:

Hütet euch davor,einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.“ Mit den „Kleinen“ sind hier die Kinder gemeint.Die Kunst stand somit vor der Aufgabe, diese Schutzengel der Kinder zu malen, um gerade so das Vertrauen der Eltern auf die Fürsorge des Schutzengels für ihre Kinder zu stärken. Daraus entspringen dann die lieblichen,manchem kitschig vorkommenden Engelbilder. Aber sie müssen eben auch den Kindern und den Eltern in ihrer Sorge um ihre Kinder gerecht werdenden Weise dargestellt werden. Ganz anders fallen natürlich die Bilder der wider die bösen Mächte streitenden Engel aus und davon sind dann noch die daimonischen Engel zu distinguieren.

Die Engel symbolisieren also in einer monotheistisch durchreflektierten Religion die Zuwendung Gottes zu uns Menschen und sein Kämpfen wider die bösen Mächte.Aber die Engel dürfen nun aber nicht nur symbolisch verstanden werden, denn sie sind als real existierend und lebend zu glauben.Im Sinne der Tranzendentalienlehre, der metaphysischen Gotteslehre gilt: Alles Seiende ist nur ob seiner Teilhabe am Sein, an Gott.Es gibt weniger und mehr vollkommendes Seiendes.Je ähnlicher Gott etwas ist, desto vollkommener ist es, je weniger ähnlich Gott etwas ist, desto unvollkommener ist etwas. Nun ist Gott reiner Geist und der Mensch ein Kompositum von Geist und Materie. So ist er vollkommener als alle anderen Geschöpfe Gottes, die unbeseelt sind. Gäbe es keine Engel, dann hätte Gott darauf verzichtet,ihm die am ähnlichst möglichen Wesen zu erschaffen, die Engel, die als körperlose reine Geistwesen ihm ähnlicher wären als wir Menschen. Das wäre so,als wenn es die Schulnote 1 und dann die von 3 bis 6 gäbe, aber nicht die Schulnote 2. Wie das ein Mangel in der Schulnotenordnung wäre, so wäre die Nichtexistenz der Engel ein Defizit in der Schöpfungsordnung Gottes.

Liebhaber der zeitgenössischen Kunst mögen die heutigen Engelbilder als kitschig und unästhetisch verurteilen, aber sie sollten dann auch konzedieren,daß die zeitgenössische Hochkultur von den meisten Menschen als unverständlich und als häßlich abgelehnt wird. Mit solch modernistischer Kunst treibt man in der Regel die Menschen nur aus der Kirche heraus, zumal in ihnen von Schönheit in der Regel kaum zu sprechen ist. Der Volksglaube an die Engel sollte so nicht verurteilt werden, sondern als ein legitimer Bestandteil des katholischen Glaubens gewürdigt werden!

Zum Ästhetischen: Wie für die Darstellung der Mutter Gottes die Maxime gilt, daß sie als die schönste aller Frauen darzustellen ist, so gilt eben für die Engel, daß sie einerseits die Macht Gottes, aber auch die uns zugewandte Liebe Gottes und die Schönheit der Himmelsliturgie darzustellen haben und isb sie auch als die lieblichen Schutzengel unserer Kinder. .Daß zur heutigen Ästhetik die Mißachtung alles Volkstümlichen und des von viele Menschen Wertgeschätzten gehört, zeigt eben aber nur den Elitärismus des Kunstdiskurses an,er ist deshalb aber gerade auch antikatholisch.


Es drängt sich aber generell der Verdacht auf, daß in der Kritik an dem Engelsglauben sich nicht primär ästhetische Vorbehalte äußern sondern daß sich da die Meinung manifestiert, daß Gott überhaupt nicht mehr, weder selbst noch durch seine Engel in die Welt hineinwirke und so man nichts von den Engeln Gottes wissen will.

Zusatz:

"Als der Höchste den Göttern die Völker übergab,als er die Menschheit aufteilte,legte er die Gebiete der Völker nach der Zahl der Götter fest." (5.Mose 32,8). Eine theologische Deutung wird die Götter hier als die Völkerengel lesen. Diese Aussage könnte fruchtbar gemacht werden für das Verstehen der heidnischen Volksreligionen!











Montag, 15. Juli 2024

„Den letzten Bus – Donald Trump – leider knapp verpaßt.“

 

Den letzten Bus – Donald Trump – leider knapp verpaßt.



So kommentiert der Mitarbeiter des großen Kämpfers gegen Rechts, dem ZDF-Mann Böhmermann das Attentat auf den Ex-US- Präsidenten Trump: „Hotz, der auch für den RBB-Radiosender „Fritz“ arbeitet, hatte unmittelbar nach dem Mordanschlag geschrieben: „Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben.“ Eingeleitet hatte der ZDF-Mann, der für Böhmermann auch als Ghostwriter tätig ist, seinen Post mit der Bemerkung: „Den letzten Bus – Donald Trump – leider knapp verpaßt. („Junge Freiheit am 15.7.2024)

In seriöseren Medien lamentiert man nun darüber, daß die Partei des Präsidentschaftskandidaten Trump dies Attentat zu Wahlkampfzwecken instrumentalisiere. Selbstverständlich sei der Täter ein Einzeltäter und diese Tat habe überhaupt nichts mit der Hetze der Medien in den USA gegen diesen Kandidaten zu tuen. Für die ganze westliche Welt ist eben Donald Tump völlig inakzeptabel und muß so bekämpft werden, nur daß eben der Mitarbeiter des Medienvorzeigekämpfers gegen Rechts die Feindschaft gegen diese Unperon zu drastisch ausgedrückt habe.

Was macht denn Trump so inakzeptabel. Hier muß deshalb an den klar profilierten Wahlkampf des jetzigen US-Präsidenten Biden erinnert werden, der Trump eine zu große Nachgiebigkeit Rußlands gegenüber vorwarf. Der Epoche der Entspannungspolitik müsse ein Ende gesetzt werden und der Kalte Krieg neu infacht werden. So tönte es vor dem Angriff Rußlands auf die Ukraine. Jetzt entsetzt Drump die westliche Welt, daß er für ein Ende des Ukrainekrieges sorgen werde, daß er eine diplomatische Lösung des Konfliktes anstrebe. Da die Wiederwahlaussichten für Trump günstig sind, läuft der Westen Amok. Man will jetzt den Konfrontionskurs gegen Rußland und den Wirtschaftskrieg gegen China. Da paßt das außenpolitische Konzept Trumps nicht, der sich primär auf die Innenpolitik kaprizieren will, um Amerika innerlich zu erneuern, während die Bidenregierung primär außenpolitisch engagiert die Vormachtstellung der USA in der Welt behaupten will gegen den ökonomischen Herausforderer China und den noch Machtstaat Rußlands.

Trump steht so für eine jetzt als einen Fehlweg verurteilten Epoche der Entspannungspolitik, man will zurück in die Zeit des „Kalten Krieges“. Wollte man diesem Paradigmenwechsel der westlichen Politik wirklich angemessen interpretieren, müßte man diesen Bruch im Kontext des großen Planes der Globalisierung, der Etablierung einer neuen Weltordnung unter dem Primat der USA diskutieren, daß nun die Staaten, die dem sich widersetzen als sog. Schurkenstaaten bekämpft werden sollen: China und Rußland, dann aber auch der Iran. Dem liegt aber schon das ursprüngliche Expansionskonzept der sich zur Nato und EWG (Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft) zusammengeschlossen habenden westeuropäischen Staaten zu Grunde, ganz Osteuropa in die EWG und Nato zu integrieren und Rußland rauszuhalten aus diesem zu erwirkenden Europa, damit es dann von den USA dominiert werden kann. Deutschland als der besiegte Feindstaat sollte dabei klein gehalten werden, mußte dann aber als Westdeutschland zu dem Frontstaat gegen den Osten stark gemacht werden. Da Rußland sich nun dem widersetzte und den Ausbau der Ukraine als einem neuen Frontstaat gegen sich nicht akzeptieren wollte, avanciert Rußland zum Hauptfeind des Westens. Der Präsidentschaftskandidat Trump steht nun diesem Aggressionskurs entgegen und darum ist er eben völlig inakzeptabel.

Irritierend ist nun, daß doch spontan die politische Rechte mit einer aggressiven Außenpolitik assoziiert wird, die auch vor dem politischen Mittel des Krieges nicht zurückschrecke, wohingegen Links mit eher einer friedliebenden und gar pazifistischen Politik assoziiert wird. Einfacher gesagt: Die Rechten sind doch die Militaristen und Kriegstreiber! Aber der Realität entspricht das nicht, denn seit der Französischen Revolution existiert im linken politischen Diskurs die Vorstellung eines Revolutionsexportes durch das Mittel des Krieges. Die kommunistische Führung Rußlands setzte eben auch nach dem Scheitern aller Revolutionsversuche in Deutschland nach dem 1.Weltkrieg einen neuen Weltkrieg, in dem dann die „Rote Armee“ Deutschland und andere Länder zum Sozialismus befreien sollte, wenn die Völker kriegsmüde geworden sein werden, wenn der neue Weltkrieg nur lang genug anhalten wird. Die westliche Version dazu lautet, daß alle nichtdemokratischen Staaten eben eine Gefährdung des Weltfriedens darstellten, denn die neigten zum Kriege und deshalb müßten die, wenn es nicht anders geht, auch durch Kriege beseitigt werden um des Weltfriedens willen. Man denke hier an die Angriffskriege des Westens gegen Afghanistan , gegen Jugoslawien und den Irak und wie durch die militärische Unterstützung der Opposition gegen die Libysche Regierung diese geradezu weggebombt worden ist, immer um der Demokratie zum Siege zu verhelfen. M.E wird man auch Napoleons Kriegen nicht gerecht, wenn sie nicht auch als Exportversuche der Errungenschaften der Französischen Revolution verstanden werden.Auch damals hieß der Haupfeind das antirevolutionäre zaristische Rußland im Bunde mit Preußen und Österreich- der späteren hl. Allianz wider alle Revolutionsbestrebungen. 

Der aggressiven Außenpolitik des freien Westens korreliert so der aggressive Kampf gegen die Opposition im Inneren, der "Rechten", an die man sich schon gewöhnt hat, etwa an die Parole: "Nazis töten". Das ist nur die Spitze des Eisberges der Ausgrenzung allen rechten Denkens aus dem öffentlichen Diskurs: Mit wem man nicht redet! 

Zusatz:

Eine Leseempfehlung:   "Bedford-Strohm: Attentat auf Trump ist eine Zäsur" Kath de am 17..5.2024. Der Ex-EKD-Vorsitzende polemisiert hier nur gegen das Attentatsopfer Trump!












Sonntag, 14. Juli 2024

Der allsonntägliche Kampf wider das Evangelium – Kath de schlägt zu!

 

Der allsonntägliche Kampf wider das Evangelium – Kath de schlägt zu!



Das Evangelium Mk 6,6-13 ist so bekannt, daß es schon nicht mehr bekannt ist, aber da nun am 14.6.(„Leben als Mission“) es zu predigen war, ergriff einer der Autoren von Kath de die Chance, auch hier den Kampf gegen die Kirche zu führen.

Der Reihe nach: Jesus Christus sandte die 12 Apostel aus, damit sie das Evangelium von Stadt zu Stadt gehend verkündigen. Die Apostel werden gestrichen und stattdessen von den ausgesandten Jüngern zu predigen und das seien nun mal wir alle, alle Getauften. Die Kirche hat zwar als Ganzes die Aufgabe der Mission von ihrem Herrn her bekommen, aber nicht jeder einzelne. Der Apostelfürst Paulus vergleicht die Kirche gern mit einem Leib, in dem jedes einzelne Organ seine bestimmte Aufgabe hat und so gerade der Leib als Ganzes lebt. So soll etwa das Auge nicht sagen, daß es hören und nicht mehr sehen will. Man möge sich eine Fußballmannschaft vorstellen, in der jeder Stürmer sein will und niemand in der Abwehr oder gar nur der Torwart sein! Eine so eingestellte Mannschaft verlöre jedes Fußballspiel.Zudem ist allseits bekannt, daß wenn die Parole ausgegeben wird, daß jeder für x zuständig sei, niemand sich mehr für x verantwortlich fühlt, weil doch alle und das sind dann faktisch immer nur die Anderen dafür verantwortlich seien.

Warum gebot Jesus ihnen nun nichts mitzunehmen, außer einem Wanderstab? Da diese Bestimmung nun gar nicht paßbar gemacht werden kann mit der Behauptung: Wir alle, alle Christen seien zur Mission berufen, ließ die der Prediger einfach weg. Ein kurzer Blick in den Paralleltext des Matthäusevangeliumes hätte diese Frage eindeutig, aber völlig unpassend zur Predigt geklärt: „Wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt.“ (Mt 10,10). Die Gemeinden bzw die Christen vor Ort waren nämlich dazu verpflichtet, für den Unterhalt der Wanderprediger zu sorgen, damit die sich ganz ihrer Aufgabe widmen konnten. In der großen Gerichtsrede Jesu (Mt 25,31-46) lehrt Jesus selbst ja, daß wie wir uns seinen missionarischen Wanderpredigern verhalten, so wir uns zu ihm verhalten und so den Lohn bekommen werden oder bestraft werden. „Wer sie aufnimmt, nimmt mich auf!“ bildet dabei das Zentrum dieser Gerichtsrede. Im Hintergrund steht eine Ausdifferenzierung des Konzeptes der Nachfolge Jesu, einerseits wörtlich verstanden als als Wanderprediger von Ort zu Ort zu ziehen, um das Evangelium zu verkünden und andererseits daß man sein weltlich-bürgerliches Leben christlich gestaltete. Aus dem entstanden dann die christlichen Gemeinden und dem standen dann die von Ort zu Ort ziehenden Wanderprediger gegenüber, wobei das Verhältnis zueinander nicht spannungsfrei war. Deshalb wird ja so energisch dazu aufgerufen, die Wanderprediger auch wirklich zu unterstützen.

Nur daß je zwei als wurden, thematisiert die Predigt, daß eben das Zeugnis von Zweien, weil es zwei sind, glaubwürdig sei.

Was verkündigten nun die Ausgesandten: Wenn wir Christen an einen Gott glauben, der den Menschen bedingungslos liebt, ohne Vorleistung, wenn wir aber eine Gesellschaft akzeptieren, die Kinder nach ihren Schulabschlüssen, ihrer Karriere und sozialem Status bemisst, wer will uns dann unseren Glauben abnehmen? Das glaubt uns doch keiner.“ In dieser Ausage verseckt der Prediger den Verkündigungsinhalt:daß Gott den Menschen bedingungslos liebe. Das ist aber nun ein Phantasmata liberaler Theologie.Daß Jesus das hier auf keinen Fall gemeint haben kann, beweist ein kurzer Blick in den Paralleltext des Matthäusevangeliumes, in dem Jesus sagt, daß denen die das gepredigte Evangelium nicht annehmen, es in Gottes Endgericht schlimmer ergehen wird als Sodom und Gomorra (V 15) Zu der Vorstellung der Bedingungslosigkeit der Liebe Gottes zu jedem Menschen paßt diese Gerichtsankündigung in keinster Weise, denn es kann nicht gesagt werden: Gott liebe jemanden und verdamme ihn dann im Endgericht.

Jesus gab den 12 Aposteln die Vollmacht, die bösen Geister auszutreiben. (Mk6,7). Indem sie also Exorzismen vollzogen, demonstrierten sie, daß Gott mit ihnen zusammen wirke, denn nur so konnten sie Daimonen austreiben. Das macht auch ihre Evangeliumsverkündigung glaubwürdig, da so erstens der Anfang des Reich Gottes erlebbar wird in den Exorzismen und daß das von ihnen Gepredigte wahr ist, weil Gott mit ihnen diese Austreibungen wirkt. Das paßt nun natürlich gar nicht in eine liberal ausgerichtete Predigt und wird so eskamotiert. Stattdessen wird ein sozialpolitisches Engagement der Christen gefordert. Es solle dabei isb um die Chancengleichheit für Kinder gehen!

Nun ist gegen ein Sozialengagement nichts einzuwenden, aber das Evangelium beinhaltet nun wirklich etwas völlig anderes! Erst soll die Aufgabe der Mission die Aufgabe jedes Christen sein und dann soll das Evangelium nur noch Gottes Liebe zu jedem Menschen beinhalten, sodaß das wichtigste das Sozialengagement sei, sich für die soziale Gerechtigkeit einzusetzen.

Das Elend dieses Missionsverständnisses, bzw des Evangeliums-verständnisses offenbart sich in dieser Predigtaussage: „Seht, wie sie ihren Glauben in die Tat umsetzen.“ Der Glaube und damit auch die ganze christliche Religion wird als etwas bloß Theoretisches abgetan, wenn der Glaube nicht zur Tat, zur Praxis wird. Und die Praxis der christlichen Religion ist eben ihr soziales Engagement. So wird eben die christliche Religion auf einen Humanitarismus reduziert und somit all seines eigenen religiösen Wesens beraubt. Für ein so geartete Sozialarbeit ist dann aber auch Gott und Jesus und auch die Kirche überflüssig, es reicht doch die Caritas. 

Merke:

Es gab Zeiten, da die Christen die Bedrohung durch die Daimonen als relevanter ansahen als den Skandal, daß nicht jeder Schüler die Matura schafft!  

Zusatz:

Man achte mal darauf, wie  häufig  es im Gottesdienst heißt: Und da lud Jesus seine Jünger, seine Freunde zum letzten Abendmahl ein, statt die 12 Apostel! Daß es die erste Eucharistiefeier war, wird dabei auch vergessen, stattdessen suggeriert, es sei eben das letzte mal, daß er mit seinen Jüngern zu Abend aß! 



Samstag, 13. Juli 2024

Die Katholische Kirche Deutschlands und die „Flüchtlinge“, die „Migranten“: welch eine Confusion!

 

Die Katholische Kirche Deutschlands und die „Flüchtlinge“, die „Migranten“: welch eine Confusion!



Papst Benedikt XVI schrieb zu dieser Causa: „Natürlich hat jeder Staat das Recht,die Migrationsströme zu lenken und eine Politik umzusetzen,die von den generellen Bedürfnissen des Gemeinwohles bestimmt wird,dabei aber immer die Achtung der Würde jedes Menschen gewährleistet.“ (zitiert nach: Martin Lichtmesz, Kann nur ein Gott uns retten?, 2014, S.313) Wie politisch mit dem Problem der „Flüchtlinge“, der Papst spricht hier deutlich von Migrationsströmen umzugehen habe, muß das Allgemeinwohl des Volkes berücksichtigen, in das die „Flüchtlinge“ aufgenommen werden wollen. Es gäbe wohl ein Recht auf eine Auswanderung aus seiner Heimat, dem stünde aber nun auch die Pflicht der Politik gegenüber, dabei das Allgemeinwohl des potentiellen Aufnahmelandes zu berücksichtigen.

Papst Johannes XXIII schrieb in seiner Enzyklika: „Pacem in terris“: Jedem Menschen muß das Recht zugestanden werden,innerhalb der Grenzen seines Staates seinen Wohnsitz zu behalten oder zu ändern, ja es muß ihm auch erlaubt sein, sofern gerechte Gründe dazu raten,in andere Staaten auszuwandern und dort seinen Wohnsitz aufzuschlagen.“ (a.a.O. S.314). Die Einschränkung: „sofern“akzeptieren nun die Multikultipolitiker und die Katholische nicht mehr, indem sie faktisch den Standpunkt vertreten, daß der Wunsch,in Deutschland leben zu wollen, weil man sich hier ein besseres Leben als in der Heimat verspricht, schon ausreiche, um hier leben zu dürfen. Bei der Prüfung, ob denn „gerechte Gründe“ überhaupt vorliegen, wäre ja auch das Recht des Staates zu bedenken, denn seine Bürger verfügen ja nicht nur Rechte dem Staate gegenüber sondern auch Pflichten, die die Rechte des Staates seinen Bürgern gegenüber sind. Konkret ist das die Frage, ob es dem Gemeinwohl zuträglich ist, wenn der Staat bestimmten Bürgern das Recht gewährt, auswandern zu dürfen. Man denke etwa an Afghanistan und Syrien, zwei von Kriegen verwüstete Länder, in denen nun alle Kräfte zum Wiederaufbau gebraucht werden. Daß es Bürger in diesen Ländern gibt, die ob der jetzigen dortigen Lage lieber in Deutschland als in ihrer Heimat leben wollen, ist verständlich, aber dann muß auch das Recht des Staates gesehen werden, um des Allgemeinwohles willen, dies Recht auf eine Auswanderung nicht oder nur teilweise zu gewähren.

Die Crux der Menschenrechtspolitik ist eben, daß in ihr der Gedanke, daß Menschen nicht nur Rechte sondern auch Pflichten haben, nicht berücksichtigt ist, daß so auch die Individualrechte dem Gemeinwohl subordinierbar sein müssen. Hierbei ist dann sowohl das Gemeinwohl des Auswanderlandes als auch das des Einwanderlandes zu berücksichtigen. Aber seitens der Multikultipolitiker und der Kirche Deutschlands wird nur das „Recht“ des „Flüchtlinges“ betont, leben zu wollen, wo es ihm gefällt ohne eine Rücksicht auf das Gemeinwohl der beiden davon betroffenden Staaten. Ja aus dem Recht auf eine Auswanderung wird nun gar“ eine Pflicht der Aufnahmeländer gemacht“, die Migranten aufzunehmen. (S.214)

Die Praxis des sog. „Kirchenasyles“ gründet sich darin, letztinstnzlich abgewiesene Asylbewerber in Kirchenräumen vor ihrer Abschiebung zu bewahren, hoffend, daß sie doch noch einen Aufenhaltstitel bekommen, weil sie ja das „Recht“ hätten, leben zu dürfen, wo sie es möchten, ohne eine Rücksicht auf das davon tangierte Gemeinwohl des Aufnehmvolkes. In dieser Nichtrücksichtsnahme verbirgt sich die antideutsche Intention der Multikultianhänger.

Eines ist aber nicht übersehbar: Die heutige Politik der unlimitierten Aufnahme von Migranten kann sich nicht einfach auf die Lehre der Kirche stützen und rechtfertigen, denn es wird da der Einschub, sofern gerechte Gründe vorliegen, außer Acht gelassen wird und Papst Benedikts Aussage, daß der Staat das Recht habe, bei der Frage der Aufnahme von „Flüchtlingen“ das Gemeinwohl des eigenen Volkes zu berücksichtign. Was hielte man denn von einer säugenden Mutter, die fremden Kindern die Brust gäbe, für die eigenen dann aber nicht mehr genug an Muttermilch hätte! Sollte das etwa praktizierte Nächstenliebe sein? 

Corollarium

Dem Problem der Migration, der "Flüchtlinge" wird die Politik von vornherein nicht gerecht, wenn man es nur individualistisch sieht, daß da Einzelmenschen in Deutschland leben möchten, weil sie Zuhause nicht mehr leben möchten, denn diese Individuen agieren ja als ein Teil eines bestimmten Volkes, einer Sprachgemeinschaft. Das Migrationsproblem ist ein Problem der Beziehung verschiedener Völker zueinander. Stark wachsende Völker erschließen sich durch die Migration neue Lebensräume in stagnierenden Völken. Als Eingewanderte schließen sie sich so ja auch der jeweiligen in dem Einwanderungsland schon existierenden landsmännischen Gemeinschaft an, wird von ihr aufgenommen, sodaß sie hier zwar in Deutschland aber nicht mit den Deutschen zusammenleben wollen. Der ideologische Ausdruck dafür ist die Multikulturalität als Zielbestimmung, obzwar der Begriff der Multiethnizität das Anliegen sachgemäßer benennen würde.