Freitag, 18. September 2026

 

"Auf die schiefe Bahn geraten“ - die Entwickelung der Menschheit vom

   Polytheismus zum Atheismus- ein Eigentor?



Fortschrittsgläubig gestimmt könnte man sie die religiöse Entwickelung der Menschheit in etwa so zurechtlegen: von der animistischen Phase1 über die polytheistische zu dualistischen und dann monotheistischen Religionen, die dann ihr Ende in einem aufgeklärten Atheismus fände. Es müßte dann in diese Grobstruktur noch die magische Phase eungezeichnet werden, ihre Aufhebung in der religiösen als Zwischenphase zur wissenschaftlichen, die alle magischen und religiösen Praktiken ersetzen würden. Der Atheismus wäre so das Ziel dieser Entwickelung.

Man könnte gar geneigt sein, diese Entwickelungsstufen als Stufen der Entwickelung jedes Kindes zum Erwachsenen wie auch als die Stufen der Entwickelung der Menschheit zu deuten. Als Animisten fingen wir an, als Atheisten sind wir erst endlich erwachsen geworden.

Solange dieses Entwickelungschema nur ein der Kirche und ihrer Theologie äußerlich gegenüberstehendes wäre, wäre es noch kein gravierendes Problem für und in der Kirche aber es muß dazu avancieren, wenn die Kirche es sich selbst zu eigen gemacht hat, um dann aber in der vorletzten Stufe die „Notbremse“ zu ziehen, indem nun der Monotheismus als die letzte und höchste Stufe deklariert wird, die alle vorherigen Stufen nur noch als einen einzigen Irrtum ablehnen kann. Wenn alle religiösen Entwickelungsstufen nur Irrtümer wären, warum sollte dann die höchste und letzte nicht auch nur einer sein, da die Wahrheit die Negation aller religiösen Entwickelungsstufen und ihrer vorreligiösen, dem Animismus und der Magie sei. Dieses Entwickelungsnarrativ sieht ja den Menschheitsfortschritt allein in der Entzauberung der Welt bis hin zu einem rein wissenschaftlichem Verstehen der Welt, des Ganzen, in dem alles nichtwissenschaftliche Verstehen als religiös oder als vorreligiös magisch animistisch reprobiert wird, als eben irrationalistisch.

Magische Beschwörungen, Opfer und Gebete adressiert an Götter oder einem Gott seien eben doch nur Praxen, die ihren Grund in dem Mangel an dem naturwissenschaftlichen Verstehen der Welt haben und so mit jedem Mehr an Wissenschaft an Bedeutung verlieren müssen.

Nimmt die Kirche dieses Fortschrittsnarrativ in sich auf, sägt sie so auf dem Ast, auf dem sie selbst sitzt, denn wenn alles ein einziger Irrtum gewesen sein soll und daß dann nur die letzte Stufe der religiösen Entwickelung wahr sein soll, dieser Notbremsenstopp kann nicht überzeugen.

Meine These: Als wahr kann sich die christliche Religion nur erweisen, wenn sie die Entwickelung hin zu ihr selbst noch als den Weg erweist, in der die Wahrheit des vorreligiösen Weltverstehens wie des religiösen über die religiösen Entwickelungsstufen hindurch sich zur erkannten Wahrheit der christlichen Religion entwickelt,

Wie das Programm durchzuführen wäre, das kann ich jetzt noch nicht sagen!

1 Der Ki informiert: Bedeutung in verschiedenen Bereichen:

Religion und Ethnologie: Der Animismus bezeichnet die Überzeugung, dass nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Pflanzen, Steine, Gewässer, unbelebte Gegenstände oder Naturphänomene eine Seele, einen Geist oder eine persönliche Lebenskraft besitzen. Diese Weltsicht findet sich besonders in vielen indigenen und Naturreligionen.

Psychologie (Entwicklungspsychologie): Nach Jean Piaget versteht man darunter eine Phase in der geistigen Entwicklung von Kleinkindern (etwa im Alter von 2 bis 7 Jahren), in der sie unbelebte Dinge – wie Kuscheltiere oder Spielzeug – als lebendig ansehen und ihnen Gefühle oder Absichten zuschreiben.





Donnerstag, 17. September 2026

„Wir beide betreiben Theologie auf dem Boden des Konzils und verteidigen Demokratie, Rechtsstaat und die Würde des Menschen.“1

 

Wir beide betreiben Theologie auf dem Boden des Konzils und verteidigen Demokratie, Rechtsstaat und die Würde des Menschen.“1

So unterstreicht in dem Kath de Artikel zur demokratischen Krise der Theologe Tück seine Gemeinsamkeit mit dem Laien- ZK- Theologen Söding: Eigentlich sind wir doch eines Geistes. Tück betont dann noch, daß er selbstverständlich die politische Theologie der Piusbruderschaft und den neuen Integralismus reprobiere und auch nicht der traditionellen Lehre der Kirche zustimme, eine Äquidistanz zu allen politischen Systemen zu vertreten. Dies Äquiidistanzthese besagt,daß die Kirche sowohl ein demokratisches wie ein aristokratisches und monarchisches System bejahen könne.

Aber jetzt sei nur noch die Demokratie bejahbar. Die Katholische Kirche in der DDR habe also, solange dieser ostdeutsche Staat existierte, ein Regierungssystem als eine legitime Obrigkeit anerkannt, die sie nicht hätte anerkennen dürfen. Aber es geht aktualistisch natürlich Tück wie Södinger um den Kampf gegen „Rechts“, daß nur die liberale Demokratie,das ist die oligarchische Herrschaft der demokratischen Blockparteien bejahbar sei.

Das „und“ in der Aussage:“Wir beide betreiben Theologie auf dem Boden des Konzils und verteidigen Demokratie, Rechtsstaat und die Würde des Menschen.“ ist hier nicht addidativ zu verstehen sondern explikativ: der „Boden des Konzils“ sei die Verteidigung der Demokratie, des Rechtsstaates und der Menschenwürde. Damit avancieren diese drei Größen zu Glaubensgütern der Kirche. Wenn das keine politische Theologie ist, was soll das dann sein. Als eine politische Theologie wird in diesem Artikel also nur eine sich zum herrschenden politischen System kritisch verhaltende diffamiert, aber eine rein affirmative als nichtpolitische bejaht.

Wie verhalten sich denn nun diese drei Größen zueinander? Traditionell unterschied der staatsphilosiophische Diskurs diese drei Staatsformen, die der Monarchie, der Aristokratie und der Demokratie und reflektierte deren spezifischen Depravationsmöglichkeiten, daß die Monarchie zur Diktatur, die Aristokratie zur Oligarchie und die Demokratie zur Ochlokratie entarten kann. Jetzt soll nur noch die Demokratie theologisch beurteilt legitim sein.

Wenn in einem Staat durch eine Volksabstimmung mit 75 prozentiger Zustimmung die Ausübung der christlichen Religion verboten werden würde, wäre das eine klare demokratische Entscheidung, die rechtens wäre, da sie formaldemokratisch hervorgebracht worden wäre. Die demokratische Staatsform garantiert ob ihres rein formalen Charakters in keinster Weise, daß ihre Entscheidungen gut, bzw wahr sind, daß gut oder schlecht regiert wird.

Wenn die Demokratie sich nicht selbst durch das Rechtsstaatsprinzip begrenzt, wird sie zur Ochlokratie, das ist zur Willkürherrschaft der Mehrheit. Unverkennbar ist eine Tendenz zur Ochlokratie darin zu sehen, daß in allen westlich- demokratischen Staaten massenhaft Kinder im Mutterleibe mit einer staatlichen Erlaubnis getötet werden dürfen, in Deutschland pro anno circa 100.000, in 10 Jahren 1 Million Kinder. Der undemokratisch regierte Iran dagegen verbietet jetzt mit wenigen Ausnahmen dies Kindertöten, wird aber im Westen als antidemokratisch und inhuman verdammt. Eigentlich sollte doch der Rechtsstaat die Menschenrechte auch gegen eine Willkürherrschaft der Mehrheit schützen, indem diese dem demokratischen Entscheiden entzogen ist: Der demokratische Staat darf so nicht Menschen ihre Menschenrechte aberkennen.

Wer also die Demokratie anerkennt, muß um der Menschenwürde willen, die Demokratie durch das Rechtsstaatsprinzip, daß nicht über alles demokratisch entschieden werden dürfe, limitieren. Sonst wird die Demokratie zur Ochlokratie. Die Wahrscheinlichkeit dieser Entartung ist nun nicht größer als die Gefahr, daß eine Monarchie zur Diktatur sich pervertiert.

Aber das Fundament sei doch die Menschenwürde und daß sei doch etwas genuin Christliches, oder allen Religionen und jedem Humanismus eigen.Nur, dazu gehören auch die Menschenrechte. Bei der Beurteilung eines Menschen müsse so die Gretchenfrage: „Wie hältst Du es mit der Religion?“ unbeantwortet bleiben, da kein Mensch wegen seiner Religion diskriminiert werden dürfe.Wenn Jesus Christus uns lehrt: „Wer glaubt und getauft ist, wird in Gottes Endgericht gerettet werden, wer nicht geglaubt hat, wird verdammt werden!“ dann verstößt somit Gott selbst gegen die Menschenwürde!

Alle Aussagen über die Heilsbedeutung des christlichen Glaubens, daß er heilsnotwendig ist, verstoßen so tatsächlich gegen die Menschenwürde. Die Kirche hat daraus die Konsequenz gezogen, die Mission ad acta zu leben und durch die Diakonie zu ersetzen, da der wahre Glaube für das Seelenheil als irrelevant anzusehen ist im Glauben an die Menschenwürde. Das 2.Vaticanum habe also die Gleichgültigkeit des christlichen Glaubens für das Heil gelehrt! Die Aufgabe der Kirche reduziere sich so darauf, in einer Cooperation mit allen anderen Religionen und den Atheisten die Welt zu humanisieren. Warum dazu nun aber die Demokratie besser geeignet sein soll als Staatsform als die Aristokratie oder die Monarchie ist nicht recht einsehbar.- man muß eben an sie glauben und als ein Glaubensgut verteidigen! Das ist eine politische Theologie ganz im Geiste des Eusebius von Caesarea,dem man seine Kaiserbejubelung vorwirft.



Ist es nun wohl erlaubt, die volkstümliche Lebensweisheit zu zitieren: „Wessen Brot ich eß, dessen Lieder ich sing“?



1 Kath de, 16.9.2026 :Weltverantwortung des Glaubens in Zeiten demokratischer Krise.

Werden unsere Kinder immer dümmer? Der PISA-Schock und eine Richtigstellung

 

Werden unsere Kinder immer dümmer? Der PISA-Schock


Die „Freie Welt“ klärt uns auf und zeigt uns so auch auf, warum so viele Politisch Korrekte die AfD dann auch mit ihnen nahestehenden Medien verbieten möchten! Am 16. 9. 2026 lesen wir dort im gleichnamigen Artikel: „Hoffnung für den Bildungsstandort Deutschland trotz PISA Schock.Deutsch und MINT-Fächer: Ohne Migranten würden deutsche Schüler zur europäischen Spitze gehören .Die jüngste internationale Vergleichsuntersuchung der Fünfzehnjährigen zeichnet auf den ersten Blick ein desaströses Bild. Die Gesamtleistungen deutscher Schüler liegen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung. Rechnet man den Faktor Migration heraus, kehrt sich das Bild jedoch um.

Weiter heißt es dort:Der Gesamtabsturz entsteht vor allem durch die Zusammensetzung der Schülerschaft. 29 Prozent der getesteten Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. Rechnet man diese Gruppe heraus und betrachte die Kinder mit zwei in Deutschland geborenen Eltern, dann ergibt sich ein vollkommener anderer Wert. Die Ergebnisse "biodeutscher" Kinder liegen weit über dem deutschen Gesamtdurchschnitt und gehören in Europa zur Spitze.

Im Lesen erreichen sie 507 Punkte und damit den ersten Platz vor Irland. In Mathematik kommen sie auf 500 Punkte und belegen den zweiten Platz hinter Estland. In den Naturwissenschaften stehen sie mit 531 Punkten unangefochten an der europäischen Spitze, vor Estland und Finnland.“

Schüler von Nichtdeutschen erlangten etwa in den Naturwissenschaften nur 463 Punkte, Deutsche dagegen 521, Jugendliche, die erst ab dem elften Lebensjahr nach Deutschland kamen, liegen hingegen weit abgeschlagen bei 392 Punkten.“

Klar erfaßt der Artikel nun die Ursachen des Negativergebnisses der PISA- Studie: „Die Ursache für die deutsche Bildungskatastrophe läßt sich mit diesen Zahlen mithin klar ausweisen: Die unkontrollierte Migration und der ungesteuerte massenhafte Zuzug bildungsferner Menschen aus fremden Kulturen in ein hochspezialisiertes Bildungssystem westlicher Prägung.“

Aber diese Erkenntnis ist für Politisch Korrekte natürlich nur Propaganda, da wir zu glauben haben, daß alle Schüler gleich intelligent bzw gleich dumm seien und daß nur ein ungerechtes Schulsystem Ungleichheiten hervorbringe. Daß ein Schulerfolg direkt etwas mit der Sprachkompetenz zu tuen hat, wie gut kann ein Schüler Deutsch, und daß Migrantenkinder wenig Deutsch können, da im Regelfall sie Daheim kein Deutsch sprechen lernen, muß dann auch als eine rassistische Behauptung verurteilt werden.

Damit so etwas nicht weiterhin geschrieben werden kann, ist die Debatte um ein AfD-Verbot auch jetzt weiterhin aktuell.Der Pluralismus und die Vielstimmigkeit ist eben nur in den Grenzen der Politischen Korrektheit erwünscht.



Dienstag, 15. September 2026

Der Kampf eines Musterschülers der politischen Theologie gegen die Eucharistie

 

Der Kampf eines Musterschülers der politischen Theologie gegen die Eucharistie





Professor Paul Zulehner ist nun nicht einfach ein linksliberaler immer hundertprozentig politischer Korrekter sondern auch ein Musterschüler der politischen Theologie.Mit gemischten Gefühlen erinnere ich mich an einen (Wahlkampf)Vortrag dieses Professors, wo ich am Ende nur noch eine Frage hatte: Hat uns Jesus Christus oder die aller- aller christliche Bundeskanzlerin Merkel erlöst?

Kath de berichtet nun von einem neuen Einfall dieses „Pastoraltheologen“, von seinem Kampf wider die Eucharistie. Im Hintergrund könnte eine gewisse Renaissance der eucharistischen Frömmigkeit stehen, es sei an die Heiligsprechung von Carl Acutis und an die Widerbelebung der eucharistischen Anbetung erinnert. Schon der Reformator Luther polemisierte gegen diese Anbetungspraxis mit dem phantastischen Argument: Jesus wolle von uns im Abendmahl gegessen und getrunken und nicht angebetet werden.

In dieser Tradition steht wohl auch diese Äußerung des Pastoraltheologen: „Laut Paul Zulehner ist die Eucharistie ein Auftrag zur Veränderung von Kirche und Gesellschaft. Wenn Menschen sich von der Eucharistiefeier tatsächlich verwandeln ließen, müsste dies Folgen für den Umgang mit Geflüchteten, für den Schutz der Schöpfung und für den Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit haben, sagte der Pastoraltheologe“.1

Also, nicht ist die Eucharistie ein gnadenvermittelndes Sakrament und schon gar nicht das Meßopfer der Kirche, sondern ein Appell an die Empfänger, sich selbst zu verändern. Theologegeschichtlich Interessierte könnten hier eine Rezeption der reformierten Theologie Karl Barths vermuten, der die letzten zwei Sakramente innerhalb des Protestantismus abschaffen wollte, um sie neu zu erfinden als das Fundament der Ethik, daß der Christ auf das ihm zugekommende Heil antwortet, gemäß Jesus Christus leben zu wollen. Ein Sakrament wäre so ein Eid, christlich leben zu wollen und nicht etwas Gnadenvermittelndes.

Unter dem Terminus des: Umganges mit den Geflüchteten versteht dieser politische Theologe, daß die Politik der offenen Grenzen der Kanzlerin Merkel prolongiert werden solle und daß jede Kritik an dem Projekt der Multiethnisierung der Völker Europas widerchristlich sei.

Für den Schutz der Schöpfung“ ist natürlich ein völlig unsinniges Anliegen, da Gottes Schöpfung das ganze Universum umfaßt und nicht nur den Planeten Erde. Gott allein ist der Schöpfer des Universums, er allein kann es auch erhalten und wenn er seine Schöpfung wirklich nichten wollte, dann hätte Gott dafür gewiß gute Gründe, sodaß wir als Christen nicht gegen ihn zu protestieren hätten.

Und dann soll der Christ sich verpflichtet fühlen, „für Frieden und Gerechtigkeit“ einzutreten. Das klingt gut, aber vor kurzem las ich in einem sehr klugen Buch: „Heute dient Demokratie samt Menschenrechtsforderungen in erster Linie der Sicherung des Weltbeherschungsanspruches der USA, der Legitimierung von Interventionen in die Angelegenheiten anderer Staaten, der Aufhebung ihrer Grenzen, dem Abbau ihrer Souveränitätsrechte und der Auslöschung der nationalen Kulturen zugunsten jener westlichen Zivilisationen und >Wertegemeinschaft<, die mit ihren oft genug gewaltsamen Interventionen die Freiheit ganzer Völker und Staaten mit Füßen tritt.“2,

Meint der politische Theologe nicht genau dies, wenn er von dem Ziel des Friedens und der Gerechtigkeit schreibt? Daß der Umgang mit den „Geflüchteten“ das Ziel der Auslöschung der nationalen Kulturen verfolgt, ist ja unübersehbar.

Augenfällig ist das völlige Unverständnis für den religiösen Charakter der Eucharistie, daß die Eucharistie der Gottesdienstkult der christlichen Religion ist in der Tradition des Jerusalemer Tempelkultes .

Der Empfang der Kommunion soll nur noch ein Appell und eine Selbstverpflichtung zu einem politischen Engagement sein gemäß den Vorgaben der politischen Korrektheit. Dann darf wohl auch gemutmaßt werden, daß der geforderte Schutz der Schöpfung meint, daß das Volk den „Gürtel enger zu schnallen habe“, da es bis jetzt in einer ihm nicht zukommenden Weise konsumiere und genieße! Wenn die Eurokraten große Kriege planen für die westliche Wertegemeinschaft, dann muß der „gemeine Mann“ eben zu verzichten lernen, müssen wir Europäer doch kriegsbereit gegen Rußland werden!



1 Theologe Zulehner fordert eine "Europaverwandlung" durch Eucharistie, Kath de 15.9.2026.



2Friedrich Romig, Die Rechte der Nation, 2002, S.101.

Bischof Bätzing profiliert sich weiterhin als Vertreter einer politischen Theologie und als regierungstreu

Bischof Bätzing profiliert sich weiterhin als Vertreter einer politischen Theologie und als regierungstreu


Wikipedia informiert uns über den Ursprung des Begriffes der „politischen Theologie“:

Der Begriff der Politischen Theologie geht auf den römischen Gelehrten Varro zurück. Dieser grenzte mit dem Begriff >theologia civilis< die den Kaiserkult legitimierende >bürgerliche Theologie< von der >mythischen Theologie („theologia mythica und der >natürlichen Theologie< (>theologia naturalis<) ab. In der Übersetzung wurde der Begriff >theologia civilis< im deutschen Sprachraum in der Regel als >Politische Theologie< wiedergegeben. Es handelt sich aus heutiger Sicht dabei eher um für politische Zwecke benutzte >Mythologie<.“

Bürgerlich meint hier: staatsbürgerlich und soll eine religiöse Legitimierung des Staates,seiner Ordnung benennen. Man könnte nun spontan meinen, daß eine wie dann auch immer materialiter ausgeführte theologische Legitimierung der Staatsordnung durch ihre jetzige demokratische obsolet geworden ist. Eric Peterson versuchte gar in seiner Kritik an den angeblich Kaiser Konstantin hoferierenden und beweihräuchernden Eusebius von Caesarea das Ende der „politischen Theologie“ erblickt zu haben, denn der Glaube an den dreieingen Gott ließe keine politische Theologie zu.1

Aber die „politische Theologie“ erhielt im Geiste der 68er einen ganz anderen Gehalt: In ihrem Namen wurde das politische System kritisiert und oft eine radicale Systemveränderung eingefordert, daß eben Reformen keine qualitative Verbesserung des Bestehenden erwirken könnten. Die marxistische Befreiungstheologie und viele Spielarten von „Christen für den Sozialismus“ revitalisierten so das Konzept einer „politischen Theologie“, nun aber in einer systemkritischen Akzentuierung.

Aber diese kritische Theologie verschwand mit dem Ende des „real existierenden Sozialismus“, da nun der Kapitalismus als die alternativlose Gesellschaftsform anerkannt wurde und nur noch Reformen eingefordert wurden in einem sozialdemokratischen Sinne: Der Staat solle den Kapitalismus als „soziale Marktwirtschaft“ humanisieren.

Nun aber erleben wir eine Renaissance der politischen Theologie im ursprünglichen Sinne, im Geiste Varros! Nach Carl Schmitt ist für den politischen Diskurs konstitutiv die Bestimmung des „Feindes“. Das ist der, der so eine wesentliche These Michel Foucaults, aus dem regelgesteuerten Diskurs ausgeschlossenen ist: Nicht jeder ist ein legitimer Teilnehmer eines bestimmten Diskurses. Ein komplexes Regelsystem bestimmt, was ein legitimes Element eines Diskurses ist und wer ein legitimer Teilnehmer eines Diskurses ist.

Mit dem Feind redet man nicht, man redet nur über ihn! Diesen Standpunkt hat sich Bischof Bätzing und nicht nur dieser Amtsinhaber der Kirche zu eigen gemacht. Die Zeiten der Idee eines „herrschaftsfreien Diskurses“ im Geiste Habermas sind ad acta gelegt, Die Kirche hat heute den Liberalismus als einzig legitime Ideologie anerkannt und verwirft so jedes Gespräch mit Vertretern einer anderen Ideologie. Sah die sog vorkonziliare Kirche noch den Liberalismus als eine kirchenfeindliche Ideologie an, so änderte sich das durch den „Kalten Krieg“. Als die antisozialistische Ideologie im Widerstreit mit den sozialistischen Staaten reüssierte der Liberalismus zu der einzig anerkannten Ideologie des „freien Westens“, der sich die Kirche auch unterwarf angesichts der Bedrohung durch einen atheistischen Marxismus.

Nach dem Untergang des „real existierenden Sozialismus“ fand der Liberalismus sich in einer politischen Welt ohne ideologische Feinde wieder und ermöglichte es so dieser Ideologie, sich als eine Nichtideologie zu maskieren: Ideologien hätten nur die „Feinde“, nicht wir.

Aber auch wenn ein amerikanischer Philosoph gar euphorisch das „Ende der Geschichte“ proklamierte angesichts dieses Endsieges des Liberalismus erwuchs dem politischen System des Liberalismus ein alter neuer Feind: die Wiedergeburt der politisch Rechten. In Deutschland offenbarte sich dieser alte und doch so neue „Feind“ in den Demonstranten gegen die SED- Regierung in der patriotischen Parole: „Wir sind ein Volk“,das die demokratische: „Wir sind das Volk und nicht die SED“ ersetzte. Seit dem avancierte der Kampf gegen Rechts zu der Aufgabe für den politischen Diskurs, als 1989 f viele Antideutsche, nicht nur die „Grünen“ gegen die Wiedervereinigung protestierten und ein vereintes Deutschland als die Gefahr für den Weltfrieden deklarierten.2


Die neue Sternstunde der politischen Theologie gründet sich so direkt aus dem ideologischen Kampf des Liberalismus gegen jede conservative und rechte Liberalismuskritik. Dabei gelingt es sehr simpel, die ganze Ideologie des Liberalismus in die Theologie und Kirche zu implantieren durch die Aussage, daß Gott als der Schöpfer des Menschen der Grund seiner Menschenwürde und der Menschenrechte sei, sodaß die Lehre von der Menschenwürde nun die Substanz der Kirche ausmache und die wird im Geiste des Liberalismus ausgelegt.

Die Kirche offeriert so dem politischen System eine kontingente Letztbegründung, daß nur die Demokratie,eine von der christlichen Religion bejahbare Staatsform sei. Deshalb muß die Herrschaft der demokratischen Blockparteien von jedem Christen gegen jede Kritik verteidigt werden. Da nun die westliche Demokratie sich in einer Legitimierungskrise befindet, will nun die Kirche dem Staate zur Hilfe eilen, ihn gegen jede Kritik zu verteidigen. Dazu gehört nun konstitutiv die Ausgrenzung des „Feindes“ aus dem öffentlichen Diskurs: Mit solchen reden wir nicht! „Spiel nicht mit Schmuddelkindern“ hieß das einst bei J. Degenhardt, nur damals kritisch gemeint.

Die Kirche wie auch die EKD gehen dabei vorbildlich innerkirchlich gegen Rechts vor durch eine konsequente Ausgrenzung aller Nichtliberalen.

Der Primat der Politik wirkte sich auch auf die Ökumene aus: Dem Zusammenschluß von katholischen und evangelischen Christen in den C-Parteien korrelierte das ökumenische Anliegen, die innerchristlichen Glaubensdifferenzen als unwesentlich zu beurteilen im gemeinsamen Kampf gegen den „Osten“. Der alte Feind des „Kalten Krieges“ Moskau wird nun auch wieder revitalisiert in der Renaissance des Kalten Krieges und die „Russisch- Orthodoxe Kirche“ zur Feindkirche erklärt aus rein politischen Gründen. Der politische Diskurs bestimmt, wen die Kirche dann auch selbst zu ihrem Feind deklariert.

Bischof Bätzing erweist sich so als ein wahrhaftiger Bischof einer politischen Theologie, die ihre Aufgabe in der Apologetik des herrschenden politischen Systemes und der Bekämpfung jeder Kritik an ihm ansieht. 

Corollarium

"Bischof Bätzing führte nun aus, es gehe in der Debatte zum einen um das Selbstbestimmungsrecht für ungewollt schwangere Frauen und zum anderen um den Schutz ungeborenen Lebens. Die derzeitige Praxis - Paragraf 218a garantiert Straffreiheit unter bestimmten Bedingungen - bedeute aus seiner Sicht eine "kluge Balance", so der Bischof von Limburg. " Domradio 17.7.25: In dieser Debatte ist viel schief gelaufen. Dieser Bischof beurteilt die Tötung von 100.000 Kindern pro Jahr, 1 Million in 10 Jahren für eine "kluge Balance",aber den Willen zur Repatrierung illegal Eingewanderter für inhuman. 


1Vgl dazu: Carl Schmitt, Politische Theologie I und II.

2So etwas der Grünenpolitiker und Exaußenminister J. Fischer in seinem antideutschen Elaborat: „Risiko Deutschland“.

Montag, 14. September 2026

Wie man sich das Sonntagsevangelium Mt 28,21-35 kommod zurechtlegt und ohne Gott dabei auskommt

 

Wie man sich das Sonntagsevangelium Mt 28,21-35 kommod zurechtlegt und ohne Gott dabei auskommt



Dieser Bibeltext kann als eine Ausführung zur VaterUnser Bitte: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben“,indem dieser Text uns belehrt, welche Folgen es hat, wenn wir, denen Gott uns unsere Sünden vergibt, unseren Mitmenschen nicht vergeben wollen.

Pater Christoph Kreitmeir über das Sonntagsevangelium :Über die Kunst der Vergebung“ ist auf Kath de am 13.9. 2026 nachzulesen.Bedeutsam ist nun in erster Linie nicht, was der Ausleger da nun zu Papier gebracht hat, sondern was er völlig uns verschweigt: daß Gott, die erteilte Sündenvergebung widerruft, wenn dem er sie vergeben hatte, selbst seinem Nächsten seine Sünden ihm gegenüber nicht vergibt. „Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern,bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.“

Bedeutsam ist hier zunächst, daß von dem „Bruder“ gesprochen wird und somit nicht von jedem Mitmenschen, denn in den Evangelien meint der Bruder stets einen Christgläubigen und nicht jeden Menschen.1

Ich kann mich an keine Predigt zu diesem Evangelium erinnern, indem nicht hier statt vom Mitchristen von allen Menschen die Rede gewesen ist! So wird dies auch in der Auslegung auf Kath de verschwiegen.

Aber es wird noch seltsamer: „Kennen Sie unversöhnliche Menschen, die sich selbst, anderen, dem Schicksal, ja vielleicht sogar Gott nicht vergeben können? Wenn ja, dann wissen Sie, dass diese Menschen nicht nur unglücklich und bitter sind, sie vergiften um sich herum auch die Atmosphäre.“

Es geht also nicht darum, daß Gott uns vergibt, sondern daß wir gar gegen Gott murren, und daß Nichtvergebungsbereite sich selbst und ihren Mitmenschen damit schädigen. Sie vergiften so sich selbst und ihre Mitmenschen.

Aber Jesus Christus lehrt uns hier etwas ganz anderes: Nicht, daß der Nichtvergebungsbereite sich selbst damit vergiftet sondern daß Gott ihm dann die Vergebung widerruft. Gott zürnt dem Nichtvergebungsbereiten. Von „Gottes Zorn“ spricht hier der Sohn Gottes und nicht von einer Selbstschädigung, wenn wir nicht zum Vergeben bereit sind.


Diese Auslegung schafft es, Gott aus dem Text herauszudrängen und aus dem Vergeben ein psychologisches Phänomen zu machen: „Vergib und versöhnt wirst Du dann besser, da nicht sich selbst vergiftest, leben!“ Daß Gott vergibt aber sein Vergeben revozieren kann, wenn wir nicht bereit sind, zu vergeben, das wird aber nicht nur in dieser Auslegung verschwiegen. In der von mir gehörten Sonntagspredigt wurde immerhin von Gottes Vergeben unserer Sünden gepredigt, aber auch kein Wort darüber verloren, wie Gott reagiert, wenn wir unseren Brüdern (und Schwestern) die Sünden uns gegenüber nicht vergeben!


Dabei ist dieser Text eine Explikation der VaterUnserBitte: wie wir vergeben wird auch Gott uns vergeben, sodaß gilt: Wenn wir nicht vergeben, obschon Gott uns unsere Sünden vergeben hat, dann revoziert Gott seine Sündenvergebung.


Ganz modernistisch streicht die Kath de Predigt Gott ganz aus, um aus dem Vergeben einen rein zwischenmenschliches Tuen zu machen, gemäßigter ist es, zwar von Gottes Vergeben zu predigen, aber Jesu Rede vom Zorn Gottes über den Nichtvergebenden wegzustreichen. Gott vergebe uns, egal wie wir dann uns den Mitchristen gegenüber verhalten, ob wir ihnen vergeben oder auch nicht vergeben. Jesus lehrt hier genau das Gegenteil aber mit solch einer Wahrheit will wohl kein Prediger mehr seine Hörer inkommodieren.

1Es ist wohl heutiger Standard, „Brüder“ im Geiste der Französischen Revolution auszulegen, dabei aber zu verschweigen, daß die Kritiker dieser Revolution ganz „brüderlich“ durch die Guillotine enthauptet wurden.

Sonntag, 13. September 2026

Ein gravierendes Problem der kirchlichen Ehemorallehre

 

Ein gravierendes Problem der kirchlichen Ehemorallehre


Was tun?“, wenn einer der Ehepartner zu dem anderen sagen muß: „Ich liebe Dich nicht mehr – einen Anderen liebe ich!“ Die wechselseitige Liebe gilt für unser heutiges Eheverständnis als das Fundament der Ehe. (Eine Vernunftehe dagegen erscheint als problematisch, wenn nicht gar als eine Nichtehe, da das Wesentliche, das Sichwechselseitiglieben fehlt!)

Bekannte nun etwa der Ehemann: „Dich liebe ich nicht mehr, könnte dann die Ehefrau erwidern: „Du hast mich zu lieben, das ist Deine Pflicht als mein Ehemann, also liebe mich wieder“? Von jedem Angestellten kann im Berufsleben sein Vorgesetzter verlangen, daß er seinen Berufspflichten nachkommt, der Staat, daß wir unsere staatsbürgerlichen Pflichten erfüllen, aber kann die eheliche Liebe als eine Pflichterfüllung eingefordert werden?

Oder sollte die Ehefrau in diesem Falle so argumentieren: „Du hast mich geliebt und mich ewig zu lieben geschworen, also kann es nicht sein, daß Du aufgehört hast, mich zu lieben“? Das ist so, als wenn ein Autofahrer in der Folge eines Frontalzusammenstoßes mit einem Geisterfahrer auf einer Autobahn erklärte: Er könne nicht da gestorben sein, da es auf einer Autobahn a) keinen Geisterfahrer geben dürfe, b) es also auch keinen gegeben habe, sodaß c) dieser Unfall nicht geschehen sei und er d) nicht in der Folge des Unfalles verstorben sei! Nur, das was nicht sein durfte, ist doch geschehen.

Der Imperativ: „Liebe“ ist ein erfüllbarer, wenn darunter ein Willensakt verstanden würde, etwa im Sinne Thomas von Aqiuns, daß lieben hieße, den man liebt, Gutes tuen zu wollen. Wenn ein Arzt seinen Patienten Gutes tuen will, indem er sie gesund machen will, erfüllt er wohl seine ärztlichen Pflichten dem Erkrankten gegenüber, aber niemand urteilte: „Er liebt seinen Patienten!“

Die Liebe ist nun mal ein Gefühlt, neben dem Haß das stärkste, wozu ein Mensch befähigt ist, aber seinen Gefühlen kann niemand befehlen.


Was hielte man von dieser Aussage: „Da beschloß ich,diesen Mann zu lieben!“? „Was muß ich tuen, damit ich mich in einen Jungen verliebe?“, mag ein junges Mädchen ihre Freundin fragen, aber was sollte und könnte sie ihr darauf respondieren? Die Römische Kultur wußte, daß das Verlieben die Folge eines Amorpfeiles ist, der im Herzen von Menschen es zum Verlieben und zur Liebe entzündet. Jetzt leben wir in einer wissenschaftsgläubigen Zeit, aber im Punkte des Sichverliebens sind wir nicht über den Amorpfeil hinausgekommen. (Die Erfolgsserie: „Sturm der Liebe“ illustriert dies auf das überzeugendste!)

Die Ehefrau kann um des katholischen Glaubens an die Unauflösbarkeit einer gültig geschlossenen sakramentalen Ehe zum Ehemann sagen: „Du hast mir gegenüber Deine Ehepflichten weiter zu erfüllen!“, aber die Liebe, die verloschene kann sie nicht einfordern, daß der Mann sie zu lieben habe. Nur die Nächstenliebe ist einforderbar, als den Willen, dem Nächsten Gutes tuen zu wollen, also seine Pflichten nachzukommen.

Gilt aber die wechselseitige Liebe als das Band der Ehe, das das Ehepaar Zusammenbindende, dann wird die Ehe, in der der Eine den Anderen nicht mehr liebt, zum gravierenden Problem. Der Gesetzeslehrer Moses hatte ein Einsehen in dies Problem und erlaubte so in bestimmten Fällen eine Ehescheidung, aber unser Gesetzeslehrer Jesus Christus hat zu dieser Ermäßigung sein „Nein!“ gesprochen. Die Reaktion seiner Schüler: Dann sei es nicht gut, zu heiraten!, zeigt, daß schon die ersten Christen das Problem dieser Ehelehre ad hoc vor Augen hatten.

Die Protestanten streichen Jesu Ehelehre und kehren zu Mose zurück, die Katholische Kirche hält an Jesu Ehelehre fest- trotz dieser gravierenden Problematik.