Posts mit dem Label BDKJ werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label BDKJ werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 7. Februar 2026

Phantasien des „BDKJ- Chefs“ über den Synodalen Weg

 

Phantasien des „BDKJ- Chefs“ über den Synodalen Weg


Dieses Phantasiestück, nicht bitte zu verwechseln mit den Phantasiewerken E.T.A. Hoffmanns, wird dokumentiert in dem Kath de Artikel:“So blickt die Jugend auf den Synodalen Weg -BDKJ-Chef: Basis wartet nicht mehr auf Bischöfe und Rom“ am 31.Jänner 2026.

Die Zentralaussage lautet nun: Der Synodale Weg ist gestartet, um sich mit den strukturellen Ursachen des sexuellen Missbrauchs zu beschäftigen – und das ist der Maßstab, an dem wir diesen Weg messen können. Wir haben uns den Ursachen nicht ausreichend gewidmet. Das Grundproblem, die Macht der Kleriker, der Umgang mit Homosexualität, die Gleichstellung von Frauen – in all diesen Punkten ist ehrlicherweise zu wenig passiert.“

Dies Konglomerat an den allseits bekannten linksliberalen Reformanliegen soll nun mal genauer unter die Luppe genommen werden. Da wird also die Forderung nach „der Gleichstellung von Frauen“erhoben. Gemeint ist damit vor Allem die Forderung, daß Frauen zu Diakonen, Priestern und Bischöfen zu weihen sind. In der EKD ist das schon seit langem die gängige Praxis und in der EKD ereigneten sich sexuelle Mißbräuche, die sich von der Quantität und Qualiät nicht von denen in der Katholischen Kirche unterscheiden. Nur das Medieninteresse war an den Fällen in der Katholischen Kirche weit größer, auch weil das Linksliberale Reformlager geschickt diese Vorfälle für ihr Anliegen medienwirksam instrumentalisierten.

Warum soll eine der Ursachen der sexullen Mißbräuchsfälle in der Katholischen Kirche die Nichtgleichstellung der Frau sein, wenn das Gleiche sich in der EKD ereignet, wo die Frauen gleichgestellt sind? Und warum solten Diakonin, Priesterin und Bischöfin dazu führen, daß es weniger Mißbräuchsfälle geben wird? In unserer heutigen Gesellschaft ist die Frau weitestgehend gleichgestellt mit dem Mann, in einigen Bereichen wird sie sogar bevorzugt durch Quotenregeln, aber niemand wird ernsthaft behaupten wollen, daß diese Emanzipation der Frau zu weniger Vergewaltigigungen geführt hätte.

Was soll nun „der Umgang mit der Homosexualität“ mit den Mißbräuchsfällen zu tuen haben. Die Kirche lehrt, daß eine praktizierte Homosexualität eine Sünde sei. Das wird verurteilt, wenn der Kirche ein unangemessener Umgang mit der Homosexualität vorgeworfen wird. Wie soll denn nun diese moraltheologische Beurteilung der praktizierten Homosexualität eine Ursache der sexuellen Mißbräuchsfälle sein? Wollte man etwa behaupten, Homosexuelle mißbräuchten andere Menschen, weil die Kirche so lehrt? Das wäre so sinnwidrig wie die Behauptung, weil die Straßenverkehrsordnung die Trunkenheit am Steuer verbietet, so viele betrunken Auto führen und dann die Verkehrsunfälle bedingt durch die Betrunkenheit verursachten. Unmöglich ist es, einen sinnvollen Zusammenhang zwischen der Beurteilung der praktizierten Homosexualität und den sexuellen Mißbrauchsfällen zu konstruieren.

Es bleibt nun nur noch der Kandidat der „Macht der Kleriker“. Hier ist es von Nöten, zuvörderst einer Perhorreszierung der Macht entgegenzutreten: Wir glauben an Gott als den Allmächtigen, dessen Sohn ebenso allmächtig ist, der so im Kontrast zu den anderen Schriftgelehrten vollmächtg lehrte, der Macht hatte über die Daimonen, Naturgewalten und Krankheiten der Menschen, der Wunder vollbringen konnte. Die von ihm gegründete Kirche, dessen lebendiges Haupt er ist, wäre nicht seine Kirche, wenn sie nicht an seiner Vollmacht partiziperte, indem der Priester Sünden vergeben kann, das Wunder der Wandlung in der Eucharistie bewirkt und indem die Kirche vollmächtig lehrt. Wäre ihr das nicht gegeben, wäre sie nicht die Kirche Jesu Christi. Gemäß der hierarischen Struktur der Kirche wird nun diese Vollmacht in ihr differenziert ausgeteilt. Dem so gern in unseren Zeiten als Kleriker diffamierten Priester ist so genau die Vollmacht gegeben, die ihm ob seines Amtes zukommt.

Selbstverständlich gehört zur Vollmacht eines Priesters nicht das Vermögen, andere Menschen sexuell zu mißbrauchen. Aber es muß ihm die Vollmacht, die nötig ist, seinen Dienst auszuüben, zuerkannt werden. „Die Macht des Klerikers“ gehört so konstitutiv zur Kirche Jesu Christi, wie ja auch der Priesterstand im Alten Bund notwendig für diesen Bund gewesen war.

Keine Macht für Niemand“, ein bekanntes Lied der Musikgruppe: „Ton,Steine, Scherben“ verlangt im anarchistischen Sinne die Abschaffung aller Macht, aber es ist keine hatlose Unterstellung, daß die Intention der Klerikermacht die des eigenen Willens zur Macht ist: „Weil ich herrschen will, mußt Du abdanken!“

Verdächtig ist diesbezüglich ja die Verwendung des Begriffes: „Basis“. Im Regelfall meint der, der von der „Basis“ redet, sich selbst damit und seine Gesinnungsgenossen. Die „da Oben“, die wollen nicht, wie ich will, aber Ich bin die „Basis“, nach denen die „da Oben“ sich zu richten haben. Der Synodale Weg ist in erster Linie ein Kampf um die Macht, wer darf wie in der Kirche regieren. Der Klerus soll dabe seiner Macht beraubt werden, weil das Laien-ZK und andere innerlirchlich mächtige Vereinigungen selbst nun für sich die Macht usurpieren wollen. So fixiert sich die Reformdebatte auf die einfache Formel: Die jetzt in der Kirche Mächtigen sollen durch uns als besere Kirchenregierer ersetzt werden- wie kann das uns gelingen?

Die in diesem Artikel angezeigten Gründe für die sexuellen Mißbräuchsfälle haben mit den Gründen dieser Fälle nichts zu tuen, sondern sind nur erphantasiert worden, um dem schon in die Tage gekommenen Reformpropgramm von „Wir sind Kirche“ mit ihrem „Kirchenvolksbegehren“ eine neue Legitimierung zu verschaffen

Donnerstag, 30. Januar 2025

"Menschenfeindlichkeit“ -ein Vorwurf nicht nur des BDKJ gegen jede nicht politisch korrekte Asylpolitik

 

Menschenfeindlichkeit“ -ein Vorwurf nicht nur des BDKJ gegen jede nicht politisch korrekte Asylpolitik


Wer dem linksliberalem Katholizismus Glauben schenkt, man denke an die Polemik des BDKJ gegen die Vorschläge zur Neugestaltung der Asylpolitik durch den CDU Kanzlerkandidaten Merz als menschenfeindlich, der muß zu dem Ergebnis kommen, daß nur eine Politik der offenen Grenzen, die jeden in unser Land einreisen und dann auch hier dauerhaft leben lassen will, human sei. Es bedarf nun keiner detailierten Kenntnisse des deutschen Asylrechtes, um zu erkennen, daß die Intention des Asyles nicht die ist,jedem, bloß weil er meint, hier besser leben zu werden als in seiner Heimat ihm das möglich ist, diesen Wunsch zu gewähren. Die Asylgesetzgebung hatte in wirklicher Not sich Befindender vor Augen, Menschen, die aus religiösen, politischen oder rassischen Gründen in ihrer Heimat verfolgt werden. Aber nicht war daran gedacht, durch das Asyl jedem einen Anteil an der deutschen Wohlstandsgesellschaft zu gewähren, nur weil er auch so gut leben möchte, wie wir Deutschen.

Aber in kirchlichen Kreisen wird so die Intention des Asylrechtes misdeutet. Deutlich wird das an der aus der rechtsstaatlich gesehen mehr als bedenklichen Praxis der Gewährung von sog. Kirchenasylen, wenn Asylanträge in letzter Gerichtsinstanz als nicht berechtigt abgelehnt werden und dann einem so abgelehnten Asylantragsteller in Kirchen oder Klöstern aufgenommen wird, um seine Remigration zu verhindern. Dabei maßen sich die so Vorgehenden an, letztinstanzliche Gerichtsentscheide für ungültig zu erklären, da sie der „humanitären“ Idee, jeder habe das Recht dazu, wenn er es nur möchte, unter uns zu leben und so auch eine Vollversorgung seitens des deutschen Staates einfordern zu dürfen, widerstreite.

Nur beinhaltet die Idee der Humamität so wenig das Recht, in jeder Familie, deren Familienmitglied jemand werden möchte, adoptiert werden zu müssen, wie es kein Recht gibt, in jedem Staate, in dem man leben möchte, auch leben zu dürfen und dann gar noch die Staatsbürgerrechte einfordern zu dürfen. Wie die Ordnung der Familie so konstituiert sich die Ordnung des Staates durch die Setzung der Differenz zwischen Dazu- und Nichtdazugehörigen. Würde diese Differenz faktisch liquidiert dadurch, daß jeder Glied jeder beliebigen Familie oder jedes beliebigen Staates werden könnte, dann lösten sich diese zwei Grundordnungen des Lebens auf.

Den Selbsterhaltungswillen der staatlichen Ordnung als eine Art von Unmenschlichkeit zu verteufeln, setzt somit voraus, daß die staatliche Ordnung selbst als eine inhumane verurteilt wird. Das Wollen und Begehren des Einzelnen wird dabei so verabsolutiert, daß eine jede Rücksichtsnahme auf das Gemeinwohl der Völker, in die Fremde so massenhaft einwandern wollen, als widermenschlich diffamiert wird. Es wäre so, als wenn das Gebot der Nächsten- besser der Fremdenliebe das Recht zur Selbstliebe außer Kraft setzen würde. Wer sein eigenes Volk liebe, praktiziere so einen inhumanen Lebensstil, denn ein guter Christ sei nur der sich selbst mißachtende.

Seit der Wiedervereinigung 1989f treten einst Linksradicle nun unter der Selbstbezeichnung als „Antideutsche“ auf: Nicht mehr der Kapitalismus sondern der Deutsche als Deutscher sei der Urgrund allen Bösen.Damit ersetzen nun biologistische Denkvorstellungen den einstigen Primat des soziologischen Denkens: Der weiße Mann und der Deutsche gelten nun als der Feind allen, was gut ist. Erst von diesem biologistischen Denken her wird die Vehemenz verstehbar, mit der die unlimitierte Einwanderung Fremder in unsere Heimat gefordert wird. Die Fremden sind eben, weil sie keine Deutschen sind, bessere Menschen, die deshalb hier auch das Recht haben zu leben. 

Den politischen Gegner der Menschenfeindlichkeit zu bezictigen, dient dazu, den politischen Raum zu verlassen, um nur noch rein moralistisch zu agieren, indem man dem Gegner einfach Amoralität vorwirft. Das ermöglicht dann den Verzicht auf sachpolitische Argumente und einer Auseinandersetzung mit den Argumenten des Andersdenkenden.

 

Freitag, 8. November 2024

Die antifaschistische Kampftruppe BDKJ zum neu gewählten Präsidenten der USA, Donald Trump

 

Die antifaschistische Kampftruppe BDKJ zum neu gewählten Präsidenten der USA, Donald Trump


Der BDKJ ruft die Jugend zu Zusammenhalt auf. „Wir müssen jetzt die Zukunft in unsere eigene Hand nehmen, entschlossen und stark zusammenstehen – als Demokrat*innen und Antifaschist*innen in Deutschland, Europa und der ganzen Welt“, schreibt der Verband bei Instagram.Die Welt sei mit der Wahl Trumps „deutlich unsicherer geworden“. Das US-Wahlergebnis könne „menschenfeindliche Kräfte“ in Deutschland anstacheln. Daher komme es nun auf ein starkes Bündnis für eine bessere Welt in Europa an, so der BDKJ.“ So vermeldet es „Kirche und Leben“ :“BDKJ warnt“am 7.11.2024.

Der demokratisch gewählte Präsident ist so im Urteil des BDKJ weder ein Antifaschist noch ein Demokrat. Aber es kommt noch schlimmer: Er mache die Welt „deutlich unsicherer“. Für die Kinder im Mutterleibe wird die Wahrscheinlichkeit, nicht getötet zu werden, durch diesen Präsidenten geringer, hatte er sich doch als die Alternative zu der fanatischen Kinderabtreibungsbefürworterin, der amtierenden Präsidentin pofiliert. Unter die Menschenrechte zählt diese feministische Präsidentin das Recht auf die Kindestötung im eigenen Mutterleibe. Wenn es „menschenfeindliche Kräfte“ gibt, die durch dies Wahlergebnis gestärkt werden, dann ist es das Lager der Lebensschutzbewegung: Auch in anderen Ländern könnten den Lebensschutz befürwortende Kandidaten Wahlen gewinnen. Das Leben von Kindern im Mutterleibe zu schützen ist also etwas Menschenfeindliches.

Aber erinnern wir uns doch an das Entsetzen, daß die Ankündigung Trumps in den Medien hervorrief, als er verhieß, den Ukrainekrieg zu beenden. Ja, hellsichtig erkante diese Amerikaner, daß gerade erst der Konfrontationskurs der jetzigen Regierung gegen Rußland den Ukrainekrieg evoziert hat. Die Ukraine war ja dabei, zu dem Frontstaat gegen Rußland ausgebaut zu werden, auch unterstützte die USA die ukrainische Regierung in ihrem Krieg gegen die separatistischen russischen Republiken, die die Ukraine gewaltsam zurückerobern wollte, da sie deren Willen , eine selbstständige Existenz zu führen, nicht anerkennen will. Die russische Intervention gegen die Ukraine war ja veranlaßt worden durch ein Hilfegesuch der russischen Republiken zum Beistand wider die ukrainischen Militärangriffe.

Nun droht also eine Einstellung der amerikanischen Militärhilfe an die Ukraine. Wie soll nun aber ohne diese Militärhilfe die Ukraine diesen Krieg gewinnen können? Die Antwort fällt eindeutig aus: Alle Parteien außer dem Bündnis Wagenknecht und die AfD votieren dafür, nun viel mehr Waffen der Ukraine zu geben, damit sie so doch auch ohne die Hilfe der USA siegen können. Einen diplomtisch herbeigeführten Frieden lehnen sie ab, denn auf dem Schlachtfeld allein soll die Entscheidung fallen zugunsten der Kriegsziele der Ukraine.

Wenn die neue amerikanische Regierung den klaren antirussischen Kurs nicht mehr weiterführt, müsse eben Europa mehr aufrüsten. Die Kriegswaffenproduktion müsse gesteigert werden, damit der Bedarf an den Kriegswaffen der Ukraine gedeckt werden könne. Das „Bündnis für eine bessere Welt“ ist somit nichts anderes als eine euphemitische Umschreibung der Rückkehr zur Politik des „Kalten Krieges“ mit seiner Hochrüstung wider den Feind im Osten. Frägt man sich nun aber, wie diese Hochaufrüstung finanziert werden soll, bleiben dafür nur 2 Optionen übrig: Entweder müssen die Steuern erhöht werden oder die sonstigen Ausgaben des Staates gekürz werden und für eine Kürzungspolitik ist der Haushaltsposten: Soziales prädestiniert. „Kanonen statt Butter auf dem Brot“ heißt das dann für die vielen Armen in unserem Lande und auch in den anderen Staaten Europas.

Das Ziel einer „besseren Welt“ bezeichnet dabei darüber hinausgehend das Ziel der Einen-Neuen-Weltordnung, in der alle Nationen und Nationalstaaten aufgelöst werden sollen, indem ein einziger Weltstaat hervorgebracht werden soll, der dann die ganze Welt beherrschen wird, um die liberal-kapitalistische Ordnung als die einzige der Welt einzusetzen. Ein Friedensprogramm ist das nicht, sondern ein Programm des Kampfes um die Weltbeherrschung.

Der BDKJ steht eben stramm angesichts dieses Welteroberungskonzeptes, aber jetzt gilt es zuvörderst, die Ukraine zum Sieg über Rußland zu befähigen, daß Deutschland im Bund mit allen anderen antirussischen Kräften dazu die nötigen Waffen liefert und vielleicht auch gar die Soldaten, um das Reich des Bösen zu besiegen. Man kann eben auch des Friedens überdrüssig Trumps Verheißung, er beende den Ukrainekrieg, als eine Drohbotschaft hören. Dazu paßt eben auch das Ja zur Kindertötung im Mutterleib.

Vgl: 

Trump wird wieder Präsident, Lindner wird entlassen … Was folgt daraus? Mehr Geld für Rüstung! (NachDenkseiten 7.11.2024)

Sonntag, 12. Mai 2024

Pflichten widersprechen den „Freiheits- und Grundrechten: Der BDKJ auf Abwegen

 

Pflichten widersprechen den „Freiheits- und Grundrechten: Der BDKJ auf Abwegen


Der BDKJ Vorsitzende Herr Podschun klärte über Kath de die Öffentlichkeit über diese seine neue Erkenntnis auf. Die CDU hatte den Vorschlag unterbreitet, einen allgemeinen Pflichtdienst einzuführen und darin den Wehrdienst zu integrieren als besonderen Dienst. Der „BDKJ-Vorsitzender Podschun gegen CDU-Vorschlag zum Pflichtdienst“titelte Kath de am 11.5.2024. Nur ein Freiwilligendienst sei akzeptabel. "Wir glauben, dass ein Pflichtdienst der Idee von Solidarität in der Gesellschaft widerspricht", weil dieser Freiheits- und Grundrechte junger Menschen einschränke, erklärte BDKJ-Vorsitzender Gregor Podschun“.

Tatsächlich sagt damit der Präses des BDKJ, daß Pflichten den „Freiheits- und Grundrechten“ der Menschen und somit auch der jungen Menschen widersprächen. Es kann eine moralische Verpflichtung zur „Solidarität“ geben, aber eine moralische Anforderung ist keine rechtliche staatsbürgerliche Pflicht, sondern beruht auf der Freiwilligkeit. Staatliche Gesetze dagegen sind keine Moralappelle des Staates sondern jeden Staatsbürger verpflichtende Anordnungen und Gesetze. Möchte nun etwa dieser BDKJler sagen, daß somit staatliche Gesetze den Freiheitsrechten des Menschen widerstritten? Auch wenn man kein Marxist ist, kann man der marxschen Kritik der Menschenrechte zustimmen, daß ihr Substanz der Egoismus des Bourgeois ist,wobei sich die Egoismen wechselseitig anerkennen,so daß diese Egoismen sich wechselseitig begrenzen. Das macht die Substanz der bürgerlichen Zivilgesellschaft aus, der der Staatsphilosoph Hegel die Sphäre des Staates als dem Allgemeinwohl verpflichtete entgegenstellt. Die Aufgabe des Staates ist es so, das Ganze auf das Allgemeinwohl hin zu steuern auch gegen die Partikularinteressen der bürgerlichen Gesellschaft.

Aber genau das verwirft dieser Radicalliberale, für den es nur „Freiheitsrechte“, aber keine Pflichten geben dürfe, schon gar nicht ein staatliches Gesetz, daß den Bürger dazu verpflichtet, seinen Egozentrismus dem Allgemeinwohl gegenüber zurückzustellen. Hierin manifestiert sich die Entfremdung des Bourgeois dem Allgemeinwohl gegenüber, erkennt er doch im Allgemeinwohl sein eigenes Wohl nicht wieder. Die „Solidarität“,die statt der Pflicht den Bürger zum Dienst motivieren soll, kann somit auch nur eine Praxis des egozentrischen Bourgeois sein,daß er das gerne tut oder wie man heute es so gern formuliert: „Das muß Spaß machen, sonst mache ich das nicht.“ Daß ein Katholik, gar der Vorsitzende einer katholischen Vereinigung nicht mehr weiß, daß die Pflichterfüllung eine Tugend ist, demonstriert, wie weit sich der BDKJ vom Katholischen entfremdet hat. Er kennt nur noch den Egoismus einer: „Ich will Spaß-Jugend.“ Man lebt aus der Allgemeinheit, aber will ihr nicht dienen. Der Pflichtdienst wäre nämlich gerade eine gute Schule zum Erlernen des Vorranges des Allgemeinwohles gegenüber einem ausgelebten Egozentrismus.

Irritierend ist nun, daß modernistische Theologen wie Magnus Striet Kant entdecken, den Philosophen des Ideales der Pflichterfüllung um dann aber dies Zentrum der praktischen Philosophie Kants zu mißachten, weil der Pflichtgedanke der postmodernistischen Spaßgesellschaft widerspricht, wie auch dieser BDKJ nichts von Pflichten wissen will. 

Zudem:Früher sprach man von der Nächstenliebe in der Kirche, aber der aus der Arbeiiterkampfbewegung stammende Begriff der "Solidarität" klingt eben zeitgeistgemäßer. Außerdem gelten Ämter in der kirchlichen Reformdebatte mehr als eine Möglichkeit der Selbstverwirklichung als der Pflichterfüllung. So erkämpften sich die Laien das Recht, auch die hl. Kommunion austeilen zu dürfen mit der Begründung, so den Kommunikanten unzumutbar langes Stehen und Warten für den Empfang der Hostie zu vermeiden und jetzt wirken sie immer noch als Austeiler, obzwar in den allermeisten Fällen nur so wenige zur Kommunion kommen, daß ihr Dienst überflüssig ist, sie aber darauf bestehen, dies Recht ausüben zu dürfen als ihr eigenstes Privileg.



Dienstag, 19. Dezember 2023

Ein schwarzer Tag in der Geschichte der Katholischen Kirche: „Katholische Kirche erlaubt Segnung für homosexuelle Paare“ 3 Zusätze

Ein schwarzer Tag in der Geschichte der Katholischen Kirche: „Katholische Kirche erlaubt Segnung für homosexuelle Paare“


Nicht nur Kath de jubelte am 18.12. 2023 über dies Weihnachtsge-

schenk des Papstes, die ganze Weltöffentlichkeit: ein erster großer Erfolg des Synodalen Irrweges und der unermüdlich tätigen Homolobby! Mehr als verdienstvoll wäre eine Rekonstruktion des Erfolges dieser Lobby in der Kirche im Kontext ihres Reüssierens in der westlichen Medienwelt. Ihr Kampf ist eine Geschichte des Erfolges, wobei ihr größter die völlige Verschleierung des Zusammenhanges zwischen der Homosexualität und den Mißbräuchsfällen in der Kirche bisher war. Der Popanz des „Klerikalismus“ als die Quelle allen kircheninternen Übels wurde ja eigens aufgeführt, um den Zusammenhang zwischen der Homosexualität und den Mißbräuchsfällen zu verdecken. In keiner Mißbrauchsstudie wird so das Faktum analysiert, daß nur in der Kirche die Mehrzahl der Opfer männlichen Geschlechtes ist,stattdessen soll die kirchliche Morallehre an dem die Schuld tragen samt dem Zölibat.

Die antikatholische Organisation: „Wir sind Kirche“ legte mit ihrem sog. „Kirchenvolksbegehren“ die Blaupause für die jetzige Deformagenda des Synodalen Irrweges, die nichts mit dem Problemkomplex der jetzig offenbar gewordenen Mißbräuchsfällen zu tuen hat, die nun aber als die notwendige Reaktion auf diese Vorfälle inszeniert wird. Das Abstruse dabei: Die Mißbräuche hätten gar nicht sich ereignen können, wenn alle sich an die Morallehre der Kirche gehalten hätten, nun soll sie aber schuld sein, sodaß sie reformiert werden soll. Papst Franziskus reformiert das auf seine Art und Weise: Die Morallehre läßt er bestehen, nur erlaubt er nun die Segnung von Homosexpaaren, sozusagen „seelsorgerlich“ motiviert. Die Theologie steht halt in dicken Lehrbüchern, aber die kirchliche Praxis kann die einfach ignorieren,weil sie sich allein auf den Menschen zu kaprizieren hätte.

Zur Deformagenda von „Wir sind Kirche“ gehörte nun schon die Positivbewertung gelebter Homosexualität, ja der Homosexuelle ist in der Medienwelt neben den Transgendermenschen zum „homo superior“ hochstilisiert worden. Papst Franziskus beugt sich nun diesem Zeitgeist, indem er Grünes Licht für die Homopaarsegnungen gibt. Das dürfte nun nicht der Höhepunkt dieser feindlichen Übernahme sein, nein das ist nur der 1.Schritt zur kirchlichen Segnung von Homoehen,wie es nun in den nicht nur in diesem Punkte progressiveren Protestantismus üblich geworden ist. Der Papst startet wohl das nähere Ende seines Pontifikates vor Augen habend eine Art Reformschlußoffensive: Seine „Feinde“ schickt er in die Wüste, und nimmt noch mal einen großen Anlauf zum Kampfe wider die Lehrtradition der Kirche. Er steht damit nicht allein, auch wenn im Vatican wohl nicht jeder über diesen päpstlichen Modernismus erfreut sein dürfte.

Es sei an ein paar der Höhepunkte seines Kampfes erinnert: Gegen das Zeugnis der hl. Schrift und der Lehre der Kirche erklärte er die Todesstrafe für unzulässig, gegen Jesu Christi Vater Unser kämpfte er für eine Falschüberstzung des: „Und führe uns nicht in Versuchung“, weil ihm die Aussage, Gott führe in Versuchung, ihm mißfällt und dann betete er öffentlich gar die Götzin „Pachamama“ an während der „Amazonassynode“.

Eine Frage drängt sich hierbei auf: Wie konnte Gott nur diesen Destrukteur der Kirche Papst werden lassen und ihn nun auch weiter wirken lassen? Will Gott etwa so die Gläubigen auf die Probe stellen, ob sie an dem wahren Glauben festhalten, wenn sie gar der Papst selbst zu verführen sucht? Von einer Hoffnung muß man sich jetzt aber wohl verabschieden, daß der Papst wirklich den Irrweg der Katholischen Kirche Deutschlandes stoppen will. Hart, energisch bekämpft der Papst nur alles Conservative und an der Lehre der Kirche Festhaltenden, linksliberalen Reformern gegenüber ist er nachsichtig, ist er doch mit denen eines Geistes.

Der Synodale Irrweg hat im Kampf um Rom so eine Schlacht gewonnen, nicht den Endsieg über die Kirche, aber Gott hat seiner Kirche als ecclesia militans auch nicht verheißen, daß ihr Weg durch die Geschichte ein Weg von einem zum nächsten Sieg sein wird. In einem Text der Musikgruppe: „Varg“ heißt es: „Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man!“ - das gilt auch für die Kirche bis zum Ende der Geschichte, wenn sie dann erst endgültig triumphieren wird. Bis dahin wird ihre Geschichte auch eine sein, in der immer wieder die „Rotte Korach“ und Judas Ischariot,der als Apostel Jesus verriet, mitten in ihr aufstehen, um sie zu bekämpfen! 

1.Zusatz:

Wie es weitergeht in dieser Causa und den Kampf wider die Kirche zeigt dieser "Tagespost"Artikel des 19.12.2023 über die Stellungnahme des "BDKJ": 

"Das BDKJ begrüßt das Dokument „Fiducia supplicans“, mit dem das Glaubensdikasterium die Segnung von homosexuellen und unverheirateten Paaren erlaubt hat, wie aus einer Pressemeldung des Verbandes hervorgeht. Laut laut dem Bundesvorsitzenden des BDKJ, Gregor Podschun, könne das Dokument nur ein erster Schritt sein. „Der Text aus Rom beinhaltet zudem weiterhin eine Haltung und Theologie, die diskriminierend und queerfeindlich ist“, so Podschun. Er fordert eine grundlegende Reform und die komplette Gleichberechtigung von homosexuellen Paaren."  

und dieses bischöfliche Votum:

"Der Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers sprach von einem „ersten Schritt“ und räumte im „Morgenmagazin“ der ARD ein, dass gleichgeschlechtliche Paare damit noch nicht die Akzeptanz in der katholischen Kirchen erführen, die sie sich wünschen. Aber wer wisse, was in zehn, was in 15 Jahren sei, sagte der Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Papst Franziskus könne nicht von heute auf morgen mit einem Federstrich wegschieben, was die Kirche über Jahrhunderte gelehrt habe."   (zitiert nach RP-Online Maria 2.0 mit Segen- Erklärung des Vatikans unzufrieden.Es sei also die Aufgabe der Kirche, wegzuwischen, was sie über Jahrhunderte gelehrt hat.

  2.Zusatz:

Auch wenn es keine zuverlässigen Zahlen darüber gibt, wie hoch der Prozentsatz der Homosexuellen unter den Klerikern und sonstigen Hauptamtlichen der Kirche ist, es ist anzunehmen, daß er überproportional ist. Auch deshalb konnte und kann die Homolobby in der Kirche so reüssieren. 

3.Zusatz

Die Vizevorsitzende des Laien ZKs, sie  hat die Pointe des päpstlichen Elaborates erfaßt:

Mock: Bisher bestand immer die Frage, ob erst die Lehre der Kirche in Bezug auf Paarbeziehungen und Sexualität geändert werden muss, bevor man segnen kann. In der jetzigen Erklärung ist das genau umgekehrt: Die Lehre der Kirche ist (noch) nicht verändert worden, aber der Segen ist möglich. Das eröffnet aus meiner Sicht eine sehr wichtige Brücke in die Praxis – eine Praxis, die wir in Deutschland ja schon seit vielen Jahren haben und die dadurch sehr gestärkt wird.  (Kath de am 20.12.2023)

 


 

Freitag, 15. September 2023

"Auch "unter sogenannten christlichen Fundamentalist*innen beobachten wir anti-demokratische und menschenfeindliche Einstellungen". Zum innerkirchlichen Kirchenkampf

"Auch "unter sogenannten christlichen Fundamentalist*innen beobachten wir anti-demokratische und menschenfeindliche Einstellungen".


Wer urteilt da so über wen? Das erwählte Haßobjekt ist der diesjährige „Marsch für das Leben“ in Berlin und Köln, die sogar die deutsche Bischofskonferenz unterstützt.Und wer betätigt sich hier so als Haßprediger? Der BDKJ. „Der/Die/Das BDKJ attackiert den "Marsch für das Leben' - wie linksradikale Gruppen!“ titelt kath net am 15.9.2023. Für diese Organisation ist also das Eintreten für das Lebensrecht „menschenfeindlich“! Zudem sei es "nicht hinnehmbar, dass Christ*innen Seite an Seite mit Rechtsextremist*innen auf die Straße gehen oder gar zusammenarbeiten".Ganz gewiß hegt aber diese Organisation keinerlei Berührungsängste, wenn es darum geht, mit Linksextremisten Seite an Seite gegen die AfD und sonstige Nichtpolitischkorrekte zu demonstrieren.


Zum Linksextremismus: Der Revolutionsführer Lenin war es, der als erster Regierungschef das Recht auf die Kindestötung nach der erfolgreichen Revolution aus seiner Sympathie für die Anliegen des Feminismus einführte. Bis heute bejahen so heute alle Linksextremisten dies Recht auf die Kindestötung.Nur J.Stalin fungiert da als das schwarze Schaf in der Familie, verbot er doch nach Lenin diese Kindestötungen. So verwundert es nicht, daß der politisch klar links ausgerichtete BDKJ gegen die Anliegen des Lebensschutzes polemisiert.


Wer sich dafür einsetzt, daß Kinder im Mutterleibe nicht getötet werden dürfen, in den letzten Jahren wurden circa 100.000 Kinder so umgebracht, ist menschenfeindlich gesonnen. Das Nein zum Recht auf die Kindestötung im eigenen Mutterleibe wird gar als"wiederkehrende frauenfeindliche Rhetorik“verunglimpft.


Als ich einst in München lebte, zwischen 1996 bis 2003 las ich auch immer die dort damals noch reichhaltig verteilten Flugblätter, denn manchmal sind solche Texte der politischen Ränder interessanter als das Übliche, und Uniforme der „seriösen“ Medien. Linke und linksextremistische Flugblätter wiesen dabei oft eine Vielzahl linksgerichteter Unterstützer und Mitherausgeber auf, die allermeisten einem politisch Interessierten wohl bekannt. Nur das regelmäßig auftretende Kürzel:BDKJ konnte ich nicht zuordnen: Bund Deutscher Kommunisten - Jugendverband? Aber ich wurde aufgeklärt: Der BDKJ sei die Jugendorganisation der Katholischen Kirche! Völlig verblüfft dreinschauend wurde ich dann vollends aufgeklärt: Der BDKJ lasse sich seine linksradicale Politik von der Kirche finanzieren; das Geld von der Kirche sei das Einzige, was die mit der Kirche verbinde! Aber das habe doch Klasse – sich als linke Kampforganisation von der Kirche finanzieren zu lassen! Und die Kirche?Die freue sich, daß es überhaupt noch Jugendliche gäbe, die sich irgendwie in ihr engagierten!

Ein jüdisches Gebet: Gott schütze mich vor meinen Freunden – mit meinen Feinden komme ich selbst zurecht. Eine Kirche, deren Jugendorganisation der BDKJ ist, braucht keine Feinde mehr, sie wird von ihren „Freunden“ zugrunde gerichtet! 

Zusatz:

Auf der quasi offiziösen Internetauftrittsseite der deutschen Bischöfe las man zu dieser Causa dies:

" Köln ‐ In diesem Jahr findet der umstrittene "Marsch für das Leben" erstmals in zwei Städten statt, neben Berlin auch in Köln. Der BDKJ der Erzdiözese ruft nun dazu auf, nicht an der Demonstration teilzunehmen – und nennt schwerwiegende Gründe."  14.9.2023

 

Dienstag, 1. August 2023

Die reinste Horrorvision: „Weltjugendtag beginnt: Abgrenzung statt einladender Offenheit“

Die reinste Horrorvision: „Weltjugendtag beginnt: Abgrenzung statt einladender Offenheit“ Stephen King hätte keine entsetzlicheres Szenario entwerfen können als der Präses der Jugendseelsorge des Bistumes Görlitz, P. Isaak M. Kaefferlein Ocist, Kath de enthüllte exclusiv dies Horrorszenario im Standpunktkommentar des 1.8.2023. Es ist so schockierend, daß ich mich ernsthaft frug, ob ich das meinen Lesern zumuten kann. Was passiert am Weltjugendtag? Laut diesem Jugendselsorger: "Was machen die Jugendlichen dort? Sie sind katholisch, sie beichten, verehren den Herrn in der Eucharistie und beten den Rosenkranz." Eine Klimax des Schreckens: schlimm, sie sind katholisch, noch schlimmer: sie beichten und das Allerschlimmste: sie „verehren den Herrn in der Eucharistie“, aber selbst das Allerschlimmste wird noch überboten durch die Horrorhöhepunkt: sie „beten den Rosenkranz." Und dann noch das: „Und über das Nachdenken: "Die Begegnung mit Christus […] geschieht […] nicht dadurch, dass Jugendliche diskutieren, was sich alles ändern muss." Schließlich über das Engagement: "Unsere Aufgabe ist es, für die zu beten, die sich noch nicht für die Gnade Gottes öffnen und sich nicht erlösen lassen." Das ist abgrenzend, und lädt Jugendliche nicht ein! Nun versuche man sich das Entsetzen nicht nur dieses Standpunktkommentarschreibers vorzustellen, wenn das hier Angedrohte wirklich sich auf dem Weltjugendtag ereignete! Da hilft nur noch das Gebet: Gott schütze uns vor solch katholischen Jugendlichen! Aber es gibt trotzdem Zeichen der Hoffnung, z.B. die Musterschüler-jugendorganisation des BDKJ. In einem Interview vom 30.7.2023 auf Kath de dürfen wir lesen: „Frage: Was hat der BDKJ für das Programm in Lissabon geplant? Ottersbach: Beim sogenannten International Youth Hearing, einem Podium, wollen wir mit jungen Menschen über den Zusammenhang von Klimagerechtigkeit und Kolonialgeschichte ins Gespräch kommen. Seit dem 15. Jahrhundert wurden von Portugal aus viele Länder kolonialisiert - insbesondere in Afrika, aber auch in Asien und Lateinamerika. Beim Youth Hearing kommt es uns insbesondere auch auf die Perspektiven von Menschen aus dem globalen Süden an.“ Als richtiger Jugendlicher fährt man zum Weltjugendtag, um die imperialistische Geschichte des Gastgeberlandes zu entlarven und über Kolonialismus und Ökologie zu reden! Was für eine abscheuliche Figur geben dazu im Kontrast die frommen Jungkatholiken des Görlitzer Jugendseelsorgers ab! Der christliche Glaube sei eben nichts anderes als ein politisch korrektes Engagement.

Dienstag, 23. Mai 2023

Ein Synodaler des Synodalen Irrwges tritt aus der Kirche aus, will aber weiter seine Stelle beim BDKJ behalten und behält sie trotz seines Abfalles vom Katholischen Glauben

Ein Synodaler des Synodalen Irrwges tritt aus der Kirche aus, will aber weiter seine Stelle beim BDKJ behalten und behält sie. Von diesem Fall berichtet kat net am 22.5.2023 unter dem Titel: „Lasset uns austreten!“Der Münsteraner BDKJ-Referent Färber erklärte nun so seinen Austritt aus der Kirche: „Mein Engagement hat mir auch gezeigt, dass mein Verständnis von Christ*insein, von Glauben, von Kirche wenig mit dem zu tun hat, was die Amtskirche lehrt und was sich in ihrem Handeln niederschlägt.“ Das verdiente nun wirklich Anerkennung, daß hier ein BDKJler erkennt, daß sein Privatglaube mit dem der Kirche wenig gemein hat. Er glaubt eben anders.“Im Fall des Münsteraner BDKJ- Referenten muss von einer Apostasie ausgegangen werden. Das ist keine boshafte Unterstellung, vielmehr beruht diese Einschätzung auf den eigenen Aussagen Färbers.“ Dieser Bewertung dieses Austrittes muß man zustimmen: Ohne Schnörkel und Einschränkungen bekennt hier ein BDKJler, daß er nicht im Geiste der Katholischen Kirche glaubt. Ja, es muß davon ausgegangen werden, daß so mancher der Synodalen dieses Irrweges genauso wenig im Sinn hat mit dem Glauben der Katholischen Kirche, nur daß diese dann leider nicht aus ihr austreten. Im Internetportal: Youpax: Glaube-Liebe-Hoffnung findet sich weiteres über diesen Referenten: »Jesus ist ein bisschen vorbildmäßig für mich. Ich finde es unglaublich wichtig, ohne Vorbehalte und Scheu an Menschen heranzutreten, mit ihnen zu sprechen und sie anzunehmen. .«Lukas Färber Das darf man wohl als ein Unglaubensbekenntnis qualifizieren, wenn Jesus nur noch dafür steht, Menschen ohne Vorbehalt und Scheu zu begegnen. Es darf auch gemutmaßt werden, daß nicht politisch korrekt Denkende nicht so angenommen werden und Herr Färber so auch mit solchen nicht spricht. Aufschlußreicher ist nun aber diese Äußerung: „Eines hat Lukas Färber schon als Kind verinnerlicht: „Wir sind alle Kinder Gottes – und damit alle gleich und gleichwertig.“ Und das, obwohl er heute sagt, dass er mit dem Bild von Gott als „Vater“ nicht viel anfangen könne. Der 21-Jährige sagt: „Ich kann am ehesten mit dem Heiligen Geist eine Verbindung aufbauen. Ich denke, dass Gott durch den Heiligen Geist in jedem Menschen ist“, antwortet Lukas Färber. Gott ist für ihn der Antrieb, der ihn in dem, was er macht, bestärkt. „Gott ist derjenige, der einem die Richtung weist, der einem Feuer gibt.“ Hier stimmt theologisch nichts mehr: Alle Menschen sind zwar Geschöpfe Gottes, aber als Kinder Gottes werden nur die an Christus Glaubenden bezeichnet. (Joh,1,12), auch verwechselt er hier die Französische Revolutionsparole der Gleichheit mit dem Glauben, daß Gott der Herr aller Menschen sind, die gerade nicht alle gleich sind. Mit Gott, dem Vater,könne er nichts anfangen.Jesus Christus lehrt uns nun selbst, Gott als unseren Vater anzurufen im „Vater Unser“-aber er sagt ja selbst, daß Jesus für ihn nur ein bißchen vorbildlich ist, also nicht als der Lehrer des „Vater Unsers“. Daß der „Heilige Geist“ in jedem Menschen sei, ist auch keine durch die Theologie gedeckte Aussage, ja widerspricht ihr gar. Wer eine Todsünde begeht, in dem ist der Heilige Geist gewiß nicht (mehr). Zudem lehrt die Kirche, daß der Getauftwerdende wohl durch den Heiligen Geist von der Sünde gereinigt wird, aber der Heilige Geist wird erst durch das Sakrament der Firmung vermittelt. Beide Äußerungen zusammen erwecken den Eindruck, daß hier eher an den Menschen geglaubt wird, als an den dreifaltigen Gott. In jedem Menschen sei Gott irgendwie präsent und darum sollen wir alle menschlich uns zu allen Menschen verhalten. Aber nun kommt das Skandalöse: Dieser BDKJ-Referent geht dabei davon aus, daß er weiter für diese katholische Organisation als Referent arbeiten kann: ein Apostat, das ist ein völlig vom Katholischen Glauben Abgefallener kann so weiter beim BDKJ als Referent arbeiten. Der BDKJ Diözesanvorsitzende Elbers erklärte dazu, daß Färber der Projektreferent für die 72 Stunden Sozialaktion 2024 bleibe. Beim BDKJ nimmt man es wohl nicht so genau mit dem Katholischen Glauben, ja er dürfte in dieser Organisation als unwichtig angesehen werden: Hauptsache man ist politisch korrekt gesinnt! Schlußsatz: Eine Kirche, die sich so eine Jugendorganisation leistet, gräbt ihr eigenes Grab. ein jüdischer Witz: "Gott schütze mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden komme ich selbst zurecht." Die "Freunde" sind hier falsche Freunde, werden aber nicht so genannt, weil hier die falschen Freunde gemeint sind, die nicht als solche erkannt sind, so wie der BDKJ.

Mittwoch, 12. Oktober 2022

So sehen „Progressive“ die Kirche und die Welt oder der Kampf des BDKJ gegen die Kirche

So sehen „Progressive“ die Kirche und die Welt oder der Kampf des BDKJ gegen die Kirche


Der Bundespräses des BDKJ gab dem nicht offiziellem Zentralorgan des katholischen progressiven Modernismus ein Interview. (12.10.2022) Da wurde gesagt:


Der BDKJ setzt sich für progressive Werte in der Kirche ein. Geschlechtergerechtigkeit, Frauenweihe etc. sind Punkte, die sich gerade junge Menschen in der Kirche dringend wünschen.“


Der BDKJ spricht eben nicht nur für sich, sondern ist zugleich die Stimme der deutschen Jugend. Junge Menschen seien eben von Natur aus progressiv.Das ist natürlich eine sehr naive Vorstellung, als wäre a) die Menschheitsgeschichte von selbst eine kontinuierliche Weiter- und Fortentwickelung und b) wäre die Jugend so dann natürlich das Subjekt, das das Werk der jetzt Erwachsenen übernehmen und fortschrittlich weiterentwickeln wird. Wenn Papst Franziskus seine Restriktionen gegen die Alte Messe auch damit begründet, daß zu seinem Entsetzen gerade jüngere Priester eine Liebe zur Tridentinischen Messe entwickelten, dann muß es sich hier um eine Falschmeldung handeln, denn junge Priester haben von Natur aus progressiv zu sein.

Warum denn nun das Frauenpriestertum etwas Progressives sein soll, ist für die heutigen Modernisten nicht erklärungsbedürftig, weil für sie der Trend der Gleichmacherei und der Nivellierung einfach etwas rein Positives ist. Daß (post)moderne Gesellschaften sich durch ihren Grad an Ausdifferenzierung auszeichnen, daß so die Subsysteme der Gesellschaft eine ihnen eigene Binnenstruktur aufweisen, ist für diese Totalitätsanhänger inakzeptabel: Alle Subsysteme müssen uniform gestaltet werden, es dürfe eben keine eigengesetzliche Ordnung der Kirche geben.


Als Bundespräses stünde er ja so zwischen den Stühlen: „zwischen einer Jugend, die sich eine progressive, aufgeschlossene Gesellschaft wünscht, und einer Kirche, für die Sie ja als Kleriker für kirchliche, festgeschriebene Werte und Hierarchien einstehen.“ Daß die Kirche etwas Negatives ist in den Augen von Progressiven, verwundert nicht, aber die Plumpheit dieser Negativbeurteilung: Die Werte der Kirche seien schon deshalb negativ, weil sie festgeschrieben seien und das in einer hierarischen Ordnung. Darin verbirgt sich der simple Dualismus von Bewegung versus Organisation. Jede Organisation lebt aus ihren Strukturen und fixierten Grundsätzen, wohingegen jede Bewegung solch Fixiertes wieder auflösen will, um Neues zu erschaffen. Damit Neues entstehen könne, müsse so alles Gewordene wieder aufgelöst werden. Das ist ein radicaler Antitraditionalismus, dem die Vorstellung eines normativ verpflichtenden Ursprunges etwas Irrationales ist.


Die Welt schreitet eben „Vorwärts“, so hieß schließlich das inzwischen eingestellte Zentralorgan der SPD, aber der BDKJ glaubt immer noch an das „Vorwärts“ und möchte so die letzte Bastion der Fortschrittsfeinde, die Kirche schleifen. Das „System“ Kirche ist eben zu überwinden und wie? Ja, wenn die Kirche erst so gut demokratisch organisiert ist wie etwa ein Kaninchenzüchterverein, dann wäre schon viel gewonnen! 

Zusatz:

Einen inneren Widerspruch kennzeichnet aber diesen progressiven Modernismus: Ein Spezificum der Modernisierung ist die Auflösung der Gesellschaft als Ganzes in relativ selbstständige Subsysteme: das System der Politik, das der Ökonomie, das des Rechtes mit jeweils ihnen eigenen Weisen der Kommunikation. (vgl N.Luhmann). Daß es nun ein Ordnungsmodell für alle Subsysteme verbindlich geben soll, ist ein Rückfall in vormoderne Gesellschaftsvorstellungen, in denen die Gesamtgesellschaft als ein Körper begriffen wurde, der einheitlich regiert wird.

 


 

Freitag, 3. Juni 2022

"Bei uns entscheidet die Demokratie und nicht der Papst"

Bei uns entscheidet die Demokratie und nicht der Papst“


Wer vertritt wohl diese Position? Natürlich ist diese Aussage keine simple Tatsachenfeststellung sondern ein Werturteil: Gut ist es, daß bei uns nicht der Papst entscheidet. Ob so provokant zeitgenössische Protestanten, vielleicht luthernostalgisch gestimmt ihr Proprium gegen die Katholische Kirche ausspielen oder „Freidenker“, die endlich den demokratisch strukturierten Staat von jeglicher Manipulationsversuchen durch die Kirche freihalten wollen? Mitnichten: So spricht der BDKJ auf dem „Katholikentag“ zu Stuttgart. (Tagespost 2.6.2022: Viel Aktivismus,wenig Jesus war auf dem Katholikentag zu finden.)

Diese Parole läßt aufhorchen, denn in ihr wird der Begriff der Entscheidung in den Vordergrund gestellt.Dezision bedeutet daß das objektive Recht durch eine Autorität gesetzt wird. Als wahr gilt das, was die dazu berechtigte Autorität als wahr bestimmt. Es könnte so sein, daß diese BDKJ-Parole mehr aussagt, als der Autor dieser Parole sich bewußt war, als er sie verfaßte. Der Dezisionismus als bedenkenswerte Theorie des Rechtes besagt nämlich, daß es kein objektives wahres Recht gibt, das dann von der Rechtswissenschaft er- und anerkannt wird, um es dann zu explizieren.Erst durch die Entscheidung, gleichsam durch eine creatio ex nihilo wird das Wahre, das Gute und das Schöne gesetzt. Ideengeschichtlich ist der Vater dieser Vorstellung der in seiner Bedeutsamkeit oft unterschätzte Wilhelm Ockham, daß Gott in seiner vollkommenen Freiheit erst die Unterscheidung von Wahr und Unwahr, Gut und Böse und Schön und Häßlich hervorbrachte; es gibt kein Wahr-Gut- und Schönsein an sich, unabhängig von Gottes Dezision, das als das Wahre, Gute und Schöne zu bestimmen.

Da nun Gott diese Entscheidung getroffen hat, kann kein anderer mehr entscheiden, denn die göttliche Entscheidung ist für alle verbindlich von Gott selbst gefällt worden. Gott als der Dezisionist verunmöglicht jede andere Entscheidungsinstanz. Das Papstamt ist und kann so kein kreatives sein, das autonom entscheidet, was wahr und was nicht wahr ist.Nur Dostojewskijs Großinquisitor versteht das Lehramt der Kirche als die einzige Instanz, die zu entscheiden hat, was für den Gläubigen als wahr zu gelten habe. (Seine ihm eigene Tragik ist dann aber die, daß er genau weiß, das er mit seinen Entscheidungen Gottes Entscheidungen nicht außer Kraft setzen kann, deshalb kann er nur simulieren, daß er der Entscheider ist.)

Nur diese BDKJ-Parole versteht das päpstliche Lehramt völlig, denkt es als das Vermögen, autonom das Recht zu setzen.Somit revolutioniert diese Parole zuerst das Papstamt, daß es frei lehren kann, was es will und daß das dann so Gelehrte als die Wahrheit für alle Gläubigen zu gelten habe, um dann im zweiten Schritt dies Papstamt nicht etwa abzuschaffen sondern auf das Kirchenvolk zu übertragen. Das Kirchenvolk ist der Souverän in der Organisation des BDKJ und soll es auch in der ganzen Kirche werden.

Daß von Jesus auf diesem „Kirchentag“ so wenig zu hören war,ist dann nur konsequent: Wie sollte das Kirchenvolk demokratisch herrschen, solange noch Jesus Christus als der Herr über seine Kirche sie regiert? Impiziert sagt man somit, daß schon das Papstamt die Entthonung Jesu Christi gewesen war und daß nun diese Entthronung konsequent zu Ende zu führen sei, indem nun das Volk die Kirche zu regieren habe. Das Volk und nur es darf und kann bestimmen, was als wahr und verbindlich in der Kirche zu gelten habe. Die Autorität der Mehrheit der Stimmen bringt so die Wahrheit der Kirche hervor. So kann es keine objektive Wahrheit mehr geben, die von Gott offenbarte Wahrheit, sondern nur noch von Menschen produzierte Wahrheiten, die weil sie von der Mehrheit der Abstimmungsberechtigten hervorgebracht werden, als wahr gelten, bis sie von neuen Mehrheitsentscheidungen wieder revidiert werden.

Wahrheit wird so zu etwas Auszählbarem. Das ist der Triumph der Demokratie über die von Gott selbst offenbarten Wahrheiten. 

 

Zusatz:

Seit 1945 werden wir demokratisch regiert, regierten die Kaiser vor dem uns wirklich so viel schlechter, ist die faktische Parteienherrschaft real besser als die der Habsburger und der Hohenzoller? 


 

Dienstag, 24. August 2021

Zur Instrumentalisierung der Menschenrechte im Kampf gegen die Katholische Kirche

(oder daß die Kirche immer noch nicht sich dem Zeitgeist völlig unterwirft)

So tönen die offiziellen Jugendverbände Österreichs,Deutschlands und der Schweiz: "Die Verletzung von Menschenrechten durch die katholische Kirche insbesondere mit Blick auf homosexuelle sowie trans*-, inter- und queere Menschen ist nicht länger hinnehmbar und widerspricht dem Evangelium", erklärte der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Gregor Podschun, am Montag in Düsseldorf. "Insbesondere die Kirche ist eigentlich gefordert, verletzliche Gruppen zu schützen und die gleiche Würde und Rechte aller Menschen zu verwirklichen."

Also, die Katholische Kirche müsse im Einklang mit den Menschenrechten lehren und ihre Innenleben gestalten. Es gälte, „die gleiche Würde und Rechte aller Menschen zu verwirklichen.“ Kirchengeschichtlich betrachtet stieß die Proklamation der Menschenrechte in der Katholischen Kirche auf wenig Gegenliebe, um es vorsichtig zu formulieren. Denn zu offensichtlich war die antikirchliche Intention dieser Proklamation, verlangte sie doch, daß die berühmte Gretchenfrage, Faustus, wie hältst Du es mit der Religion?“ als bedeutungslos anzusehen sei, daß bei der Beurteilung eines Menschen seine Religiösität keine Bedeutung spielen dürfe. Eine rein vernünftig zu gestaltende Welt, in der die Religion nur noch in der Privatsphäre eine Rolle spielen darf, bildet den ideologischen Hintergrund der Menschenrechtsideologie. Ihr materialer Kern bildet das Zentrum der modern bürgerlichen Gesellschaft: das Geschäftemachen, daß der freie Markt das einzige Ordnungsprinzip der Moderne sein soll und daß durch die Menschenrechte fundiert wird, daß jeder auf ihm frei als Verkäufer und Käufer agieren könne. Um des jeder willen muß die Gleichheit und Gleichberechtigung aller gefordert werden.

Erst nach der Erfahrung der Unterdrückung der Katholischen Kirche in totalitären Staaten, daß im Namen von Staatsideologien die Wahrheit der christlichen Religion unterdrückt wurde, begann die Kirche, die Menschenrechts positiv zu rezipieren als Abwehrrechte staatlicher Übergriffe der Freiheit der Kirche gegenüber.

Ein Problem hat dies aber notwendig zur Folge: Die Lehre der Kirche, die auf göttlicher Offenbarung sich aufbaut, korreliert nicht mit der Menschenrechtsideologie. Ist aus Sicht der Kirche die Frage, wie hältst Du es mit den Wahrheiten der christlichen Religion?, so verlangt die Menschenrechtsideologie diese Frage als gleichgültige zu beurteilen. Das Endgericht Gottes, in dem er nach dem Glauben der Menschen frägt, ist so inkompatibel mit den Menschenrechten. Auch harmonisieren die Gebote Gottes nicht einfach mit den Menschenrechten. So ist es aus bürgerlicher Sicht kein Problem, daß ein Mann sich scheiden läßt um eine andere Frau zu ehelichen. Aus Sicht der Gebote ist aber eine gültig geschlossene sakramentale Ehe unscheidbar, sodaß der Geschiedene sündigt, heiratet er wieder, solange seine Ehefrau noch lebt. Auch im Raume der Sexualität beurteilen die Gebote Gottes manches als Sünde, was der liberal Gesonnene als Menschenrecht ansieht. Im moralphilosophischen Diskurs zeigt sich gar die Unvereinbarkeit von den Menschenrechten und den Geboten Gottes das heutzutage nicht nur von Feministin proklamierte Menschenrecht auf die Tötung von Kindern in dem Mutterleibe.

Von all dem wissen aber die katholischen Jungfunktionäre vom BDKJ und den anderen deutschsprachigen Jugendorganisationen nichts. Für sie sind eben einfach die Menschenrechte und das Evangelium ein und das selbe.

So sehen diese Jungfunktionäre etwa den kirchlichen Segen als ein Recht an, daß jeder Mensch qua seines Menschseins von der Kirche einfordern könne.Auch wird dabei die Differenz des Segnens einer Einzelperson und eines Paares leichtfertig übersehen. Bei den eingeforderten Segnungen für Homosexuelle soll ja nicht einfach der Einzelne gesegnet werden sondern ihre Beziehung, die aber eindeutig dem Gebot Gottes widerspricht. Ein verheirateter Mann kann selbstredend für sich gesegnet werden,verlangte er aber eine Segnung für seine Beziehung mit seiner Geliebten, darf hier die Kirche nicht segnen, denn eine ehebrecherische Liebesbeziehung widerspricht eindeutig den Geboten Gottes und darf und kann so auch nicht gesegnet werden. Etwas Sündhaftes kann nämlich nicht gesegnet werden. Feuerwehrfahrzeuge können und werden von Priestern gesegnet, aber das Einbruchswerkzeug eines professionellen Einbrechers nicht.

Aber von dieser Differenz von erlaubten und nichterlaubten Liebesbeziehungen wollen eben diese Jungfunktionäre nichts wissen: Für sie sind eben alle gleichgültig.

Nun soll es gar „verletzte Gruppen“ von Menschen geben. Wenn jede Morallehre und somit auch die katholische zwischen erlaubtem und unerlaubten Verhalten unterscheidet, dann wird automatisch der unerlaubt sich Verhaltende so diskriminiert. Der alkoholisiert Autofahrende wird dem nüchtern Fahrenden gegenüber diskriminiert, evt gar durch einen Führerscheinentzug. Eine Moral, die nicht diskriminiert, wäre keine Moral.Die Jungfunktionäre sind sicher auch prinzipiell für eine Diskriminierung von moralisch sich Fehlverhaltenden: Wie viele würden wohl gerne jedem Mitglied einer „rechten“ Partei die Kommunion verbieten wollen, aber im Punkto Sex urteilen sie, daß hier alles allen erlaubt werden solle. Die Gebote Gottes, die das anders beurteilen, seien so als nicht mehr zeitgemäß ad acta zu legen.

Eines könnte nun doch noch irritieren. Ein Klischee besagt doch, daß junge Menschen zum Nonkonformismus, zu Reformen oder gar zu Revolutionen neigen, die Älteren dann aber zum Gemäßigten und Konformen: Wir machen das, wie es immer schon usus war, wozu Neues einführen? Die heutige Kirchenjugend, zumindest die Jugendfunktionäre werfen nun den Kirchenoberen ein Zuwenig an Konformismus vor, daß die Kirche sich nicht bereitwillig genug dem jetzt vorherrschenden Zeitgeist anpasse. Sie dagegen, ganz eins mit dem Zeitgeist verlangen so ein Mehr an Einfluß auf die Kirche, um so sie besser dem Zeitgeist einzupassen.

Berücksichtigt werden muß dabei aber, daß der Vorwurf des Opportunismus diesen Funktionären gegenüber zu kurz greift. Die kirchliche Sozialisation hat nämlich bei ihnen versagt, es gelang nicht,in ihnen ein positives Verhältnis zur Kirchenlehre zu erwecken, sodaß sie ganz eingebunden in dem Zeitgeist der Lehre der Kirche distanziert und abweisend gegen-überstehen. Opportunisten könnten sie ja nur sein, ständen sie der Lehre der Kirche positiv gegenüber, würden aber trotzdem für ihre weitestgehende Auflösung votieren, um der Welt zu gefallen. Mitnichten, sie sind selbst so weltlich ausgerichtet, daß ihnen das Christliche etwas völlig Fremdes ist. Deshalb soll eben die Kirche nun verweltlicht werden, damit sie so zu ihnen paßt.



 

Freitag, 2. Juli 2021

Kirche ohne Zukunft- oder die Selbstsäkularisierung der Kirche

(Die Jugend ist die Zukunft der Kirche- aber wie betreibt sie in Deutschland ihre Jugendarbeit?)

Lisi Maier gibt ihr Führungsamt beim BDKJ ab, Anlaß genug für sie, eine Rückschau zu halten auf ihre erfolgreichen Jahre gut geleisteter Arbeit im BDKJ. Diese Organisation ist ja nicht irgendeine sondern die, die offiziell die gesamte Jugendarbeit der Katholischen Kirche Deutschlands trägt. Da die Zukunft der Kirche ihre Jugend ist, verlangt dieser Selbstrückblick eine aufmerksames Lesen. „Kath de“ berichtet:

Innerhalb des BDKJ hat es einen starken Ausbau beim Thema Mädchen- und Frauenpolitik gegeben. Wir haben Themen der Gleichstellungspolitik verstärkt in den kirchenpolitischen, aber auch in den gesellschaftspolitischen Bereich eingebracht. Ganz aktuell tut sich sehr viel beim Thema Geschlechtervielfalt: Der BDKJ hat sowohl innerkirchlich als auch gesellschaftspolitisch die Perspektiven von LGBTQI*-Jugendlichen sichtbar gemacht. Wir haben natürlich auf das Erstarken rechtsextremer Parteien und Strömungen mit einer entsprechend starken Abgrenzung, mit viel Bildungsarbeit, Unterstützung für die Ehrenamtlichen in der Geflüchtetenarbeit und kreativen Kampagnen gegen Rechtsextremismus reagiert.“

So wird die Arbeit der letzten Jahre des BDKJ zusammengefaßt. Klar werden die Schwerpunktthemen benannt:

Mädchen und Frauenarbeit mit dem Ziel der Gleichstellungspolitik

Geschlechtervielfalt: es gibt eben mehr als die zwei der Frau und des Mannes

LGBTOJ-Jugendliche

Kampf gegen Rechtsextremer

Asylarbeit

Eines fällt sofort auf: Diese Schwerpunktthemen hätten genauso die Schwerpunktthemen jeder beliebigen linksorientierten Jugendorganisation sein können. Nichts Religiöses, gar Christliches oder gar Katholisches findet sich da.

Wie versteht sich nun der BDKJ in der Katholischen Kirche? „Lisi Maier über die politische Lobbyarbeit des BDKJ“- treffender kann es nicht formuliert werden. Diese Organisation ist einfach die politische Lobbyorganisation der jungen Menschen in der Kirche. Ihr Ziel, daß die Jugendlichen mehr Einfluß auf die Kirche nehmen können.

So formuliert Frau Maier dies: (Kath de 1.7.2021): „Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder, wir organisieren uns selbstbestimmt und gestalten auf allen Ebenen wertgebundene Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit. Wir stehen auf dem Fundament des katholischen Glaubens, und gerade deshalb ist es unser Auftrag, die Lebenswirklichkeit, die Interessen und die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen und unsere Arbeit danach auszurichten.“

Der BDKJ ist also die organisierte Interessenvertretung ihrer Mitglieder. Das klingt etwas nach Gewerkschaft, Mitbestimmung und Betriebsrat. Aber dann taucht wie ein Fremdkörper der Begriff der Wertgebundenheit auf. Das soll etwas mit dem Katholischen Glauben zu tuen haben, aber was wie? Der Text läßt uns nicht im Unklaren. Unter der Wertgebundenheit wird verstanden:

Die Lebenswirklichkeit, die Interessen und die Bedürfnisse ernst zu nehmen und danach die Arbeit auszurichten. Das dürfte jeder Verein genauso formulieren bezüglich ihrer Vereinsmitglieder. Die Wertgebundenheit reduziert sich so auf die Ausrichtung der Arbeit auf das subjektiv von ihren Mitgliedern Gewollte. Was soll nun daran Katholisch oder auch nur religiös sein? Zudem: Was sind denn die Interessen und Bedürfnisse der Mitglieder? Die Antwort ist klar: Frauengleichberechtigung, Geschlechtervielfalt, Förderung der Homosexualität und das Engagement für andere sexuelle Orientierung von Minderheiten und die Unterstützung von Asylanten und nicht zu vergessen: Der Kampf gegen Rechts. Das sind also die Interessen und Bedürfnisse der Vereinsmitglieder. Offensichtlich versteht sich der BDKJ als eine Gutmenschorganisation, die politisch korrekte Vereinsarbeit leistet und leisten will.

Hierfür schlägt dann das Herz des BDKJ: „Wenn wir als BDKJ nicht authentisch versuchen würden, die Rolle der Frau in der Kirche zu stärken, dann würde uns auch nicht abgenommen, dass wir authentisch für mehr Frauen in den Parlamenten oder in Führungspositionen eintreten.“ Es geht einfach um den Kampf um Machtpositionen in der Kirche, der Gesellschaft und der Politik. Frauen begehren nach mehr Macht. Wozu sie diese dann nutzen wollen, bleibt ungesagt- wozu auch, wenn der Wille zur Macht(beteiligung) das Zentralanliegen ist. Die Macht wird um der Macht willen erstrebt. Offenkundig haben die Vereinsmitglieder des BDKJ keinerlei religiöse, gar christliche oder gar noch katholische Interessen: Diese Organisation hat sich eben so vollständig säkularisiert, daß nichts Religiöses oder gar Christkatholisches in ihr noch einen Platz fände.

Eine Kirche, die solch eine Jugendarbeit praktiziert, hat nach menschlichen Ermessen keine Zukunft mehr.



Zusatz:

Als politisch korrekte Jugendorganisation fordert sie natürlich eine strikte Abgrenzung gegen Rechts und somit Katholikentage ohne Afdler. Mit politisch Andersdenkenden redet man nicht- nur mit Gleichgesinnten.





 

Dienstag, 11. Mai 2021

Hauptsache, Homopaare werden gesegnet, egal wie abstrus auch die Begründungen ausfallen.



(Oder der BDKJ als Musterknabe politischer Korrektheit)



Wir fordern, dass der Segen Gottes in unserer Kirche keinem homosexuellen Paar verweigert wird. Denn ein Segen ist Ausdruck der unerschütterlichen Treue Gottes zum Menschen in der Schöpfung. Und diese Treue Gottes gilt uneingeschränkt jedem Menschen“, so die Bundesvorsitzende des BDKJ, Frau Ottersbach.

Was ist dazu noch zu sagen? Unter Segen wird hier verstanden, daß er ein Ausdruck der Treue Gottes zu dem Menschen sei! Der Begriff des Ausdruckes besagt nun, daß durch die Segnung nur zum Ausdruck gebracht wird, was schon unabhängig von dieser Handlung die Realität ist, so als wenn ich ein Namensschild an meiner Brust anhefte, damit andere sehen können, wie ich heiße. Ich heiße aber nicht so, weil da nun mein Namensschild prunkt, sondern der Name steht da, weil ich so heiße.

Die Segnung erwirkt so für den Gesegneten nichts, er könnte sich genauso gut einen Knoten in sein Taschentuch machen, um bei jeder Berührung an diesen daran erinnert zu werden, daß Gottes Treue auch ihm gelte.

Confessionskundlich ist dies Verständnis in dem Protestantismus zu verorten und insbesondere in der reformierten Tradition beheimatet. In der Katholischen Kirche bewirken Segnungen etwas, für aufgeklärte Protestanten sind das Rückfälle in magische Praktiken.

Weiter im Text: Es sollen Homosexpaare gesegnet werden; die BDKJlerin spricht hier aber nur von Einzelpersonen, die so „gesegnet“ werden sollen. Gottes Treue ist aber eine Relation zu dem Einzelmenschen und nicht zu einem Paar. Die Kirche lehnt es ja nicht ab, einen Homosexuellen zu segnen, wohl aber eine homosexuelle Partnerschaft, da diese eine sündige ist und etwas Sündhaftes nicht gesegnet werden kann.

Zum Schluß stehen wir vor einerm diagnostischen Problem: Kennt diese Frau die Lehre der Katholischen Kirche so wenig, daß sie nicht weiß, daß kirchliche Segnungshandlungen etwas Bewirkendes sind und nicht nur etwas zum Ausdruck bringen? Oder wird hier das katholische Verständnis verworfen, weil man inhaltlich schon längst eine Protestantin geworden ist?

Und wie ist diese Fehlleistung zu deuten, daß die Homosexpaarsegnung legitimiert werden soll mit einem Argument, daß nur die Segnung einzelner Person rechtfertigt, nicht aber die eines Paares? In den heutigen Zeiten reicht es wohl aus, für diese Segnungen zu sein, wobei es dann völlig gleichgültig ist, wie die Bejahung begründet wird, denn der rauschende Applaus für jedes Ja, egal wie unsinnig die Begründung dafür auch ausfällt, ist ja sicher.

Auf den BDKJ ist eben Verlaß in seinem unermüdlichen Kampf gegen die Katholische Kirche




 

Donnerstag, 30. Juli 2020

Jugendarbeit ohne Gott und Religion: der BDKJ

Wer sich über den Niedergang der Katholischen Kirche Klarheit verschaffen möchte, dem sei wärmstens das Interview mit der ehrenamtlichen BDKJ Vorsitzenden Frau Norpoth (Kath de am 30.7.2020) zur Lektüre empfpohlen :“Ex-Bundesvorsitzende: BDKJ kann Vorbild für kirchliche Reformen sein.“
Was macht das Besondere dieses Rückblickes auf ihre fünfjährige Tätigkeit aus? Daß dieser Bericht genauso von einem Jugendarbeitsfunktionär des DGB, eines Kaninchenzüchtervereins oder Gesangvereins abgefaßt hätte werden können! Eine Vorsitzende sagt hier nur eines, daß sie sich für die Belange junger Menschen einsetzt habe, daß überall Reformen nötig seien und daß junge Menschen daran beteiligt werden sollten. Sie persönlich habe gar in diesen Jahren mehr gelernt als in manchem Semester ihres Studiumes.
Christliche Religion, wie war das noch, hatte die nicht was mit Gott, Jesus und Glauben zu tuen? Völlige Fehlanzeige!Das völlige Fehlen auch nur der kleinsten Spuren der christlichen Religion, das muß entsetzen, auch wenn man von dem BDKJ ja eigentlich nichts anderes erwartet. Aber, daß diese Negativerwatung so hundertprozentig erfüllt wird! Es ist aber genauso frappierend, daß Niemandem auf dieser quasi offiziellen Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz der rein säkularstische Charakter des BDKJ auffällt, vielleicht, weil man selbst schon so sökularistisch geworden ist! 

Wer dies nun als polemische Verzeichnung vorkommt, der lese bitte diesen Eigenbericht über die BDKJ Haupttversammlung dieses Jahres auf ihrer Internetseite:

Mit einem Beschluss zum Thema Inklusion erweitert der BDKJ sein Engagement im Bereich Diversität. Schon jetzt ist das gemeinsame Verbandsleben von Menschen mit und ohne Einschränkungen gelebte Realität. Der Beschluss soll vorhandene Strukturen fördern und neue Inklusionslösungen schaffen. Außerdem fordert der Dachverband der die katholischen Jugendverbände flexible und unbürokratische finanzielle Mittel für inklusive Projekte von Engagierten vor Ort.
Die BDKJ-Hauptversammlung erteilt der Strategie der AfD, Jugendverbände unterwandern zu wollen und den Versuchen, die Begriffe Tradition und Heimat nationalistisch und rassistisch umzudeuten eine klare Absage. Dieser Beschluss ist eine Ergänzung zu dem 2016 gefassten Beschluss „Wir widersprechen, weil wir glauben“. Hintergrund der Ergänzung ist, dass die AfD in einem Strategiepapier dazu rät auf Verbände und Vereine, die „Traditionen pflegen“ zuzugehen. Explizit benannt werden hierbei Schützenvereine, christliche Gemeinschaften und Brauchtumspflege. „Eine Mitgliedschaft in der AfD, in der Jungen Alternative oder anderen rechtspopulistischen, rechtsradikalen und rechtsextremen Organisationen ist mit der Mitgliedschaft in einem BDKJ-Jugendverband unvereinbar“, sagt Lisi Maier.
Des Weiteren fasste die BDKJ-Hauptversammlung Beschlüsse zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und zum kürzlich veröffentlichten Schreiben aus dem Vatikan zur Rollenverteilung von Lai*innen und Klerikern.
Der zweite Tag der Hauptversammlung stand im Zeichen der Wahlen. 
 
Drei Themen: Mehr Inklusion (ein Thema für jeden Verein),der Kampf gegen Rechts und ein Protestschreiben gegen die Stellung des Pfarres als Leiter der Gemeinde, der BDKJ will es demokratischer haben. 
Findet sich da irgendetwas Christliches? Nichts, außer wenn man den Kampf gegen Rechts für etwas Christliches hielte. Aber der BDKJ ist eben hundertfünfzig prozentig politisch korrekt und darum schließt er alle politisch Unkorrekten aus. Ob wohl ein Atheist, der gegen Rechts und für  den  Umweltschutz ist, ausgeschlossen werden würde, wie es Unkorrekten angedroht wird?