Phantasien des „BDKJ- Chefs“ über den Synodalen Weg
Dieses Phantasiestück, nicht bitte zu verwechseln mit den Phantasiewerken E.T.A. Hoffmanns, wird dokumentiert in dem Kath de Artikel:“So blickt die Jugend auf den Synodalen Weg -BDKJ-Chef: Basis wartet nicht mehr auf Bischöfe und Rom“ am 31.Jänner 2026.
Die Zentralaussage lautet nun: Der Synodale Weg ist gestartet, um sich mit den strukturellen Ursachen des sexuellen Missbrauchs zu beschäftigen – und das ist der Maßstab, an dem wir diesen Weg messen können. Wir haben uns den Ursachen nicht ausreichend gewidmet. Das Grundproblem, die Macht der Kleriker, der Umgang mit Homosexualität, die Gleichstellung von Frauen – in all diesen Punkten ist ehrlicherweise zu wenig passiert.“
Dies Konglomerat an den allseits bekannten linksliberalen Reformanliegen soll nun mal genauer unter die Luppe genommen werden. Da wird also die Forderung nach „der Gleichstellung von Frauen“erhoben. Gemeint ist damit vor Allem die Forderung, daß Frauen zu Diakonen, Priestern und Bischöfen zu weihen sind. In der EKD ist das schon seit langem die gängige Praxis und in der EKD ereigneten sich sexuelle Mißbräuche, die sich von der Quantität und Qualiät nicht von denen in der Katholischen Kirche unterscheiden. Nur das Medieninteresse war an den Fällen in der Katholischen Kirche weit größer, auch weil das Linksliberale Reformlager geschickt diese Vorfälle für ihr Anliegen medienwirksam instrumentalisierten.
Warum soll eine der Ursachen der sexullen Mißbräuchsfälle in der Katholischen Kirche die Nichtgleichstellung der Frau sein, wenn das Gleiche sich in der EKD ereignet, wo die Frauen gleichgestellt sind? Und warum solten Diakonin, Priesterin und Bischöfin dazu führen, daß es weniger Mißbräuchsfälle geben wird? In unserer heutigen Gesellschaft ist die Frau weitestgehend gleichgestellt mit dem Mann, in einigen Bereichen wird sie sogar bevorzugt durch Quotenregeln, aber niemand wird ernsthaft behaupten wollen, daß diese Emanzipation der Frau zu weniger Vergewaltigigungen geführt hätte.
Was soll nun „der Umgang mit der Homosexualität“ mit den Mißbräuchsfällen zu tuen haben. Die Kirche lehrt, daß eine praktizierte Homosexualität eine Sünde sei. Das wird verurteilt, wenn der Kirche ein unangemessener Umgang mit der Homosexualität vorgeworfen wird. Wie soll denn nun diese moraltheologische Beurteilung der praktizierten Homosexualität eine Ursache der sexuellen Mißbräuchsfälle sein? Wollte man etwa behaupten, Homosexuelle mißbräuchten andere Menschen, weil die Kirche so lehrt? Das wäre so sinnwidrig wie die Behauptung, weil die Straßenverkehrsordnung die Trunkenheit am Steuer verbietet, so viele betrunken Auto führen und dann die Verkehrsunfälle bedingt durch die Betrunkenheit verursachten. Unmöglich ist es, einen sinnvollen Zusammenhang zwischen der Beurteilung der praktizierten Homosexualität und den sexuellen Mißbrauchsfällen zu konstruieren.
Es bleibt nun nur noch der Kandidat der „Macht der Kleriker“. Hier ist es von Nöten, zuvörderst einer Perhorreszierung der Macht entgegenzutreten: Wir glauben an Gott als den Allmächtigen, dessen Sohn ebenso allmächtig ist, der so im Kontrast zu den anderen Schriftgelehrten vollmächtg lehrte, der Macht hatte über die Daimonen, Naturgewalten und Krankheiten der Menschen, der Wunder vollbringen konnte. Die von ihm gegründete Kirche, dessen lebendiges Haupt er ist, wäre nicht seine Kirche, wenn sie nicht an seiner Vollmacht partiziperte, indem der Priester Sünden vergeben kann, das Wunder der Wandlung in der Eucharistie bewirkt und indem die Kirche vollmächtig lehrt. Wäre ihr das nicht gegeben, wäre sie nicht die Kirche Jesu Christi. Gemäß der hierarischen Struktur der Kirche wird nun diese Vollmacht in ihr differenziert ausgeteilt. Dem so gern in unseren Zeiten als Kleriker diffamierten Priester ist so genau die Vollmacht gegeben, die ihm ob seines Amtes zukommt.
Selbstverständlich gehört zur Vollmacht eines Priesters nicht das Vermögen, andere Menschen sexuell zu mißbrauchen. Aber es muß ihm die Vollmacht, die nötig ist, seinen Dienst auszuüben, zuerkannt werden. „Die Macht des Klerikers“ gehört so konstitutiv zur Kirche Jesu Christi, wie ja auch der Priesterstand im Alten Bund notwendig für diesen Bund gewesen war.
„Keine Macht für Niemand“, ein bekanntes Lied der Musikgruppe: „Ton,Steine, Scherben“ verlangt im anarchistischen Sinne die Abschaffung aller Macht, aber es ist keine hatlose Unterstellung, daß die Intention der Klerikermacht die des eigenen Willens zur Macht ist: „Weil ich herrschen will, mußt Du abdanken!“
Verdächtig ist diesbezüglich ja die Verwendung des Begriffes: „Basis“. Im Regelfall meint der, der von der „Basis“ redet, sich selbst damit und seine Gesinnungsgenossen. Die „da Oben“, die wollen nicht, wie ich will, aber Ich bin die „Basis“, nach denen die „da Oben“ sich zu richten haben. Der Synodale Weg ist in erster Linie ein Kampf um die Macht, wer darf wie in der Kirche regieren. Der Klerus soll dabe seiner Macht beraubt werden, weil das Laien-ZK und andere innerlirchlich mächtige Vereinigungen selbst nun für sich die Macht usurpieren wollen. So fixiert sich die Reformdebatte auf die einfache Formel: Die jetzt in der Kirche Mächtigen sollen durch uns als besere Kirchenregierer ersetzt werden- wie kann das uns gelingen?
Die in diesem Artikel angezeigten Gründe für die sexuellen Mißbräuchsfälle haben mit den Gründen dieser Fälle nichts zu tuen, sondern sind nur erphantasiert worden, um dem schon in die Tage gekommenen Reformpropgramm von „Wir sind Kirche“ mit ihrem „Kirchenvolksbegehren“ eine neue Legitimierung zu verschaffen
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