Samstag, 15. August 2026

Es gibt sie noch im heutigen Deutschland: bekennende und praktizierende Rassisten!

 

Es gibt sie noch im heutigen Deutschland: bekennende und praktizierende Rassisten!


Der Tatort: ein Schwimmbad in Berlin, die Idee: ein Schwimmtag ausschließlich für „Schwarze“- alle anderen sollten ausgespert werden! Die Rassenzugehörigkeit sollte also das Kriterium sein, wer an diesem Tage rein dürfe und wer nicht! Wie berichtet nun die „TAZ“, eines der führenden Journaillen der Politischen Korrektheit über dies dann doch ob ihres rassistischen Charakters abgesagten Vorhabens?

Volksbad“ in Berlin„Für die gesamte Stadt beschämend“ Nach der Absage einer Veranstaltung für Schwarze Menschen wegen rechter Hetze betonen die Berliner Spitzenkandidaten von Grünen und SPD die Bedeutung sicherer Orte.“ am 14.8.2026.

Also der neueste Stand im Kampfe gegen Rechts: Zum Schutz vor „Rechten“ müßten Veranstaltungen durchgeführt werden, bei denen der Zutritt von Nichtschwarzen untersagt wird, damit die „Schwarzen“ da ungestört von „Weißen“ eine Freizeitveranstaltung genießen könnten! Die antirassistische Kritik an diesem Apartheitsvorhaben wird nun als rechte Hetze verteufelt und die Spitzenkandidaten der SPD und der Grünen gelobt für ihr Engagement für dieses Rassentrennngsvorhaben.

Anders ausgedrückt: Einwanderer und Asylanten fordern nun, daß ihnen in Deutschland Freiräume zugebilligt werden, in denen sie ungestört von Deutschen leben können, denn das Faktum, daß wir Deutschen der Weißen Rasse angehören und nicht der ihrigen, stellt für sie schon eine Bedrohungslage dar!

Die „Junge Freiheit“ berichtet nun am selben Tage in dem Artikel: „Widersetzen“-Sprecher startet Spendenaufruf nach Volksbühnen-Absage“ : „Wegen der abgesagten Schwimmveranstaltung für ausschließlich schwarze Badegäste ruft der Sprecher von „Widersetzen“ zu Spenden für den Veranstalter auf. Auch die Queerbeauftragte der Bundesregierung setzt sich dafür ein.“ Die rassistische Schwimmveranstaltung hätte auf dem Gelände der „Volksbühne“ stattfinden sollen und die Initiative ging von dieser Organisation:“Widersetzen“ aus. In der „Jungen Freiheit“ wird dazu erklärt: „Ursprünglich wollte Eoto am Freitag zwischen 12 und 18 Uhr ausschließlich Schwarzen im von der Berliner Volksbühne eingerichteten temporären „Volksbad“ eine Schwimmveranstaltung zur Verfügung stellen. Weil das öffentlich finanzierte Becken eigentlich als kostenloses Angebot für alle beworben worden war, löste die Ausladung weißer Menschen Kritik aus.“

So höflich deeskalierend formuliert die um eine politische Mäßigung bemühte „Junge Freiheit“: Weiße seien ausgeladen worden! So kann man ein Eintrittsverbot für Weiße umschreiben. Außerdem: Wenn diese Veranstaltung eine rein private in Privaträumen gewesen wäre, wäre dann ein Zutrittsverbot für Weiße hinnehmbar? Wie wäre es dann, wenn in Deutschland Gaststätten Schilder anbrächten: „Weißen ist der Zutritt zu dieser Restauration verwehrt! Schwarze brauchen Schutzräume für sich - nicht durch Weiße kontaminierte Räume?“

Dabei gilt es nun zwischen den Initiatoren dieses Unterfangens, die Privilegien für ihre Rassengefährten erkämpfen Wollenden und den deutschen Unterstützern zu unterscheiden. Sind die einen schlichte Rassisten, so sind ihre Unterstützer antideutsch eingestellte „Antirassisten“, indem sie sich zuvörderst gegen die Lebensinteressen des eigenen Volkes stellen, auch gegen die Lebensinteressen der Weißen Rasse. Diese Antieinstellung läßt sie nun zu Befürwortern der rassistischen Politik solcher Initiativen werden.

Eigentlich sind die politischen Diskurse der Linken geprägt durch das Vokabular der Soziologie aber seit dem Ende des Real existierenden Sozialismus schleicht sich das Vokabular eines biologistischen Denkens ein: Der Feind, der politische ist nicht mehr der Bourgeoise, nicht mehr der Imperialist sondern der „Weiße Mann“, das revolutionäre Subjekt des Umsturzes der bürgerlichen Gesellschaft ist nicht mehr die Arbeiterklasse sondern die vom „Weißen Mann“ unterdrückten Völker, isb die „Schwarzen“ und dann auch alle „Flüchtlinge“ aus der Dritten Welt.1 Da kann dann selbst der Islam als die antibürgerliche Religion, die der Nichtweißen auf ihre Solidarität hoffen.

Man kann nicht umhin: SPD- und Grünen Politiker legitimieren so nachträglich das Apartheitssystem Südafrikas, in dem ja auch nur Schwarzen wie Weißen Schutzräume zugewiesen worden sind zum Wohlergehen aller, da eine Rassenvermischung ja für sie eine Bedrohungssituation erbrächte!





1Tiefgründigeres findet sich dazu in: Slavoj Zizek: Der neue Klassenkampf: Die wahren Gründe für Flucht und Terror.

Freitag, 14. August 2026

Peinliche Erinnerungen an einen Maria Himmelfahrtsgottesdienst- oder sich schämen, noch katholisch zu sein

 

Peinliche Erinnerungen an einen Maria Himmelfahrtsgottesdienst- oder sich schämen, noch katholisch zu sein



Tatort: Göttingen, eine Universitätsstadt im südlichen Niedersachsen gelegen, der Täter: ein Jesuit, der zu diesem Festtag predigte:Zuerst entschuldigte er sich ausgiebigst dafür, daß wir noch Mariae Himmelfahrt feierten, da dies doch den Protestanten ein Greuel sei, dieses Ereignis sei ja gar nicht in der Bibel bezeugt.Dann, nach einer langen Entschuldigungslitanei erklärte er, daß Gott den Menschen als Ganzes bejahe und nicht etwa nur unsere Seele als etwas dem Körperlichen gegenüber Höherwertigem. Maria Himmelfahrt besage so nur, daß Gott jeden Menschen als Seele/Körper Einheit bejahe – dagegen könne nun doch auch ein Protestant keine Einwände erheben!

So beraubt man dem Dogma der leiblichen Aufnahme der Mutter Gottes ihrem ganzen Gehalt zugunsten der Phrase, daß Gott uns ganz bejahe.



Ein Szenenwechsel: das Fronleichnamsfest. Wir Katholiken glaubten doch wie die Protestanten an die Realpräsenz Jesu Christi, denn er lebt und lebt so auch unter uns. Die Verheißung Jesu Christi: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich unter ihnen“ wird nun dazu mißbraucht, die grundlegende Differenz zwischen dem katholischen Glauben und der lutherischen Lehre zu übertünchen. Denn nach Luther entschwindet Jesus Christus nach dem Ende des Gottesdienstes aus den im Gottesdienst konsekrierten Elementen des Brotes und des Weines, in der er in der Konsekration sich einwohnte, sodaß nur noch das Brot und der Wein zurückbliebe, wohingegen die katholische Lehre besagt, daß Brot und Wein transsubstantioniert werden und so Leib und Blut Christi dauerhaft bleiben. So können sie dann auch in einer Monstranz verehrt werden und in Prozessionen durch die Städte geführt werden. Für den Lutheraner dagegen stellt das eine Götzenverehrung da, da nun etwas Kreatürliches, ein Brot wie der Sohn Gottes verehrt wird. In der Monstranz ist nur ein Stück Brot, in dem einst Jesus zwar gewohnt habe, das er nun aber verlassen habe.

Aber ganz ökumenisch gesonnen übersieht man diese Differenz, um zu erklären, daß man doch da den in der Prozession anwesenden Jesus verkünde, der nun da sei, weil sich da so viele, mehr als zwei in seinem Namen versammelten. Ob Jesus Christus nun in dem gewandelten Brot real gegenwärtig sei, sei nun doch nur eine Nebensächlichkeit, es reiche doch der Glaube, daß er mitten unter uns in der Prozession sei.

Auch hier wird wiederum das spezifisch Katholische eskamotiert um der Ökumene willen.

Sind das nun einfach Manifestationen einer weitgehenden Kompromiß - bereitschaft unserer katholischen Seite den Protestantismus gegenüber? Eine andere Vermutung drängt sich da doch auf, daß man so sich all der Elemente der katholischen Religion entledigen möchte, die im Verrufe stehen, nicht mehr zeitgemäß zu sein, dem Aufgeklärten nicht mehr zumutbar zu sein. Das Protestantische erscheint moderner bzw modernitätsfähiger zu sein, wohingegen das Katholische in dem Mittelalterlichen so verwurzelt zu sein, daß es nicht mehr recht in die Modere transformierbar sei.

Dabei verwandelt sich das Verständnis von dem Begriff der Reform, der Reformation:Bezeichneten diese Begriffe ursprünglich eine Rückkehr zur verloren gegangen normativen Urform, so bezeichnet jetzt der Begriff der Reform ein Mitgehen mit dem allgemeinen Fortschritt, reformerisch zu sein, heißt progressiv zu sein, das Alte hinter sich lassend, stets auf das Neue sich zu orientieren. Die katholische Theologie und Kirche habe nun seit der Reformation diesen Fortschritt verschlafen, sich an Überholtes festhaltend, statt mit dem Fortschritt voranzuschreiten.

Das hieße, das nicht ein simpler Opportunismus die katholische Haltung in der Ökumene charakterisiert sondern die Meinung des Überholtseins des Katholischen, daß die der Moderne gemäße Gestalt des Christentumes die des Protestantismus, natürlich nur des liberalen sei. Die Ökumene, um ihretwillen bietet so den Anlaß zur Entkatholisierung der Katholischen Kirche. Im tiefsten schämt man sich des Katholischen wegen seines mittelalterlichen Wesens und schaut neiderfüllt auf den so modernisierungsfähigen Protestantismus.

Donnerstag, 13. August 2026

„Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...“

 

Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...“



Prägnanter und zutreffender kann man die Haltung der Neusynodalkirche Deutschlands nicht erfassen als mit dieser Artikelüberschrift von Kath net am 12.8.2026. „Der Vatikan hat die Laienpredigt verboten. Bischof Kohlgraf, der Bischof von Mainz, interessiert dies aber nur wenig. Mitarbeiter, die dagegen verstoßen, müssen nicht mit Maßnahmen rechnen.“

Darf nun jeder in diesem Bistum machen, was und wie es ihm gefällt? Das sei ferne: Würde ein Priester eine „Tridentinische Messe“ auf die Anfrage von Interessierten zelebrieren, er müßte gewiß mit Sanktionen rechnen. Aber Progressiven ist alles erlaubt, weil diese Bischof selbst ein Modernist ist. „Ich höre nur auf Rom, wenn es mir zusagt!“, ist die Devise des linksliberalen Reformlagers. Im Zentrum des Neins zu Rom steht das Nein zur hierarischen Struktur der Kirche, die dem Ideal des bürgerlichen Vereinswesens widerspricht. Die Kirche konstituiere sich wie ein Verein aus Bürgern mit gemeinsamen Interessen. Die Weise der Ausübung setze man dann in einer Vereinsordnung fest. Prinzipiell gälte dabei, daß jedes Vereinsmitglied die gleichen Rechte habe und jeder jede Aufgabe in dem Verein übernehmen könne. Die Kirche Jesu Christi versteht sich dem gegenüber organologisch, als ein Gesamtkörper, in dem jedes Glied seine ihm eigene Aufgabe zugeordnet ist: Die Augen sind zum Sehen, die Ohren zum Hören etc bestimmt.

Die Revolte gegen diese Ordnung: Die Nase will nun sehen und die Ohren sehen! Wir seien doch alle gleich! Nur, das Ganze kann nur ein Ganzes sein, weil es aus Teilen sich auferbaut, die verschiedene Aufgaben des Gesamtkörpers übernehmen. So kann keine Fußballmannschaft ein Spiel gewinnen, bestünde sie nur aus Stürmern und wenn keiner die Aufgabe des Torwartes übernehmen wollte.

Man denke nur an die absurde Praxis der Kommunionausteilhelfer: Ursprünglich legitimierten Laien dies Recht zur Kommunionausteilung mit der Notwendigkeit, zu lange „Wartezeiten“ beim Empfang der Kommunion zu vermeiden. Jetzt sind die Kirchen fast leer, nur noch wenige empfangen die Kommunion, aber die Laienausteiler bestehen auf ihr Recht, austeilen zu dürfen, auch wenn diese Beihilfe bei fast allen Gottesdiensten überflüssig ist. Man will nicht dienen, sondern ein Amt innehaben. So will man nun auch predigen, obschon die meisten Messen keine Predigt vorsehen, nur an den Sonntagen und Hochfesten gepredigt wird und dafür reichen die Priester aus. Wenn aber keine Eucharistiefeier stattfindet sondern nur ein Wortgottesdienst dürfen Laien predigen - warum reicht das nicht? Der Neid führt hier eben die Feder: Alles was andere dürfen, will ich auch!



Mittwoch, 12. August 2026

Ein großer Sieg des Feminismus – ein Einordnungsversuch

 

Ein großer Sieg des Feminismus – ein Einordnungsversuch



Massachusetts-Gouverneurin Maura Healey von den Demokraten hat gestern ein Gesetz für das Töten ungeborener Kinder bis zur Geburt unterschrieben.“ So meldet es Kath net am 11.8.2026.1 Damit hat der Feminismus zumindest in Massachusetts sein wichtigstes Ziel erreicht, das Recht, Kinder bis einschließlich des 9.Schwangerschaftsmonates töten lassen zu dürfen in der Form eines Auftragmordes, wie es Papst Franziskus treffend formulierte.

Ein Einordnungsversuch:

Zwei verschiedene Erlösungsvorstellungen gibt es, die der Erlösung des Lebens und die der Erlösung vom Leben. Die der Erlösung des Lebens beinhaltet die Idee, daß das jetzige Leben nicht so ist, wie es sein sollte und daß so es in das wahre Leben umzugestalten sei. Die drei großen monotheistischen Religionen sind so Vertreter dieser Erlösungsvorstellung, im philosophisch politischen Raum ist das isb der Marxismus in all seinen Spielarten: Ist ein Gott der, von dem wir die Erlösung erhoffen oder hoffen wir auf die Erlösung als einer rein menschlichen Aufgabe, diese Unterscheidung markiert die grundlegende Differenz innerhalb der divergierenden Erlösungsvorstellungen.

Die Alternative dazu ist die Erlösung vom Leben, daß das Leben selbst zu verneinen ist, denn letztendlich bringt nur der Tod die Erlösung. Diese Vorstellung ist die tragende des Buddhismus, wie es gerade der Philosoph Schopenhauer kongenial erfaßt hat. Der Feminismus ist als eine andere Version dieses Erlösungskonzeptes zu begreifen, da er „Nein“ sagt zum Leben! Das menschliche Leben verlangt nach seiner Prolongierung durch die Fortpflanzung, denn nur durch die Hervorbringung von Nachwüchsen kann sich der Mensch wider sein Todesschicksal behaupten.

Es hat noch nie auf Erden eine Weltanschauung gegeben, in deren Namen so viele Menschen getötet worden sind wie im Namen des Feminismus. Selbst wenn man alle Toten des Nationalsozialismus und Kommunismus zusammenaddiert, sind das weit weniger als die des Feminismus. Aber die Tötungsgewalt allein macht noch nicht die Erlösungskonzeption der Lebensverneinung aus. Es gibt nun mal in jeder Erlösungskonzeption einen Feind, den Feind, der endgültig besiegt werden muß, damit das Leben zum wahren Leben erlöst werden kann: In den Erlösungsreligionen ist das der Teufel und seine Anhänger, die Feinde der Wahrheit, in den politischen Erlösungskonzeptionen wird dann der Feind entmythologisiert zum politischen Feind, den es zu vernichten gilt. Es ist der Feind des Lebens, der um des Lebens willen, zu vernichten ist. So unterschiedlich dann in der politischen Theorie dieser Feind bestimmt wird, er ist nur die säkularisierte Fassung des Glaubens an den Feind schlechthin, dem Teufel, für den es in keiner Religion eine Erlösungsmöglichkeit gibt sondern nur die Hoffnung auf sein endgültiges Ende.

Wo aber das Leben selbst vom Leben erlöst werden soll, da ist das Töten des Lebens selbst der Endzweck. Die Vorraussetzung der Weitergabe des Lebens ist es nun mal, daß Frauen ihren Beruf der Mutterschaft ausüben, denn nur so kann das Todesgeschick des Menschen überwunden werden. Darum kapriziert sich der Feminismus auf das Nein zur Mutterschaft. Die Befreiung der Frau sei ihre Verneinung der Berufung zur Mutterschaft. Das bildet das Zentrum der feministischen Ideologie, Ideologie als in sich reflektierte Weltanschauung.



Diese Ideologie kann sich mit anderen verbinden, etwa zur ´Zeit Lenins mit der kommunistischen Ideologie, aber das war und ist nur ein mögliches Bündnis, daß z.B. Stalin aufgelöst hat mit seinem Verbot der Abtreibung und seinem Familienförderungsprogramm aber auch mit dem Liberalismus, der jetzt der Vorzugspartner des Feminismus ist, seitdem die traditionelle Linke seit dem Ende des realen Sozialismus keine relevante Rolle mehr spielt2. Dabei kann sich der Feminismus dem Anliegen des Vorranges des Einzelnen vor allem Gemeinschaftlichen zu Nutze machen. Wichtig ist nun aber, die feministische Ideologie als etwas Selbstständiges zu begreifen und nicht als eine besondere Version einer politischen Weltanschauung. Eine vulgäre Soziologie neigt dazu, alle Weltanschauungen und Ideologien als letztendlich durch die materielle Basis des gesellschaftlichen Lebens bestimmt rekonstruieren zu wollen, als seien das nur Phänomene des „Überbaues“, wie man es gerne marxistisch formulierte . Damit wird aber die Selbstständigkeit des Denkens nicht erfaßt und die Macht, die dann die Weltanschauungen ausüben können.

Einen großen Sieg erlangte der Feminismus durch seine Infiltration in die Kirche und den Protestantismus: Es gelang, einer mit der christlichen Erlösungsvorstellung inkompatiblen Weltanschauung in ihnen zu beheimaten. Die Einführung „feministischer Lehrstühle“ muß als eine Bravourleistung raffiniertester Strategie des Kampfes um die Macht angesehen werden. Erfolgreich war der Feminismus dabei mit dem Narrativ der Diskriminierung der Frau isb in und durch die Kirche, verbunden mit dem Appell, die Kirche habe Partei zu ergreifen für alle „Unterdrückten“.

Es ist wohl keine ärgere Perversion der Frau denkbar als die der zur Mutterschaft bestimmten Frau, die das Recht zur Kindestötung im Mutterleibe als ihr höchstes Recht feiert. Das „Nein“ zum Leben triumphiert hier. Das zeigt aber auch, daß der Mensch ein höchst gefährdetes Wesen ist, denn er will nicht notwendig leben und sein Leben erhalten, er braucht Gründe zum Jasagen zum Leben, denn er kann auch Nein zum Leben sagen! Dabei sagt er nicht einfach zu seinem persönlichen Leben: Nein, sondern zum Leben, das sich erhalten will durch die Hervorbringung von Kindern. Darin aber wird das Leben verneint.







1 "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

2Der Nationalsozialismus eignet sich aber nicht zu einem Bündnispartner, da in ihm ein Zuviel an nietzscheanischer Lebensbejahung virulent ist.

Dienstag, 11. August 2026

Der Personalismus – ein Gift für die Katholische Kirche und ihre Theologie?

 

Der Personalismus – ein Gift für die Katholische Kirche und ihre Theologie?



Um ein mögliches Mißverständnis sofort abzuwehren: Nicht ist hier damit gemeint, daß die wahre Theologie rein biblisch zu sein hätte und daß dann durch die Einflüsse der Philosophie die Theologie und dann auch die ganze Kirche kontaminiert worden seien. Denn die Theologie ist eine Denktätigkeit und da die Philosophie die Wissenschaft oder die Kunst des Denken ist, kann eine Theologie schon immanent nie ohne ein philosophisches Denken auskommen; das Philosophische ist und kann ihr nichts Äußerliches sein.

Aber nicht jede Philosophie ist gleichermaßen geeignet für die Theologie. Der Personalismus ist nun eine unter vielen Philosophien, die aber durch den polnischen Papst Johannes Paul II und mit der Unterstützung französischer Theologen in die Kirche sich eingeheimatet hat.


Hier soll nun eine Grobskizze der Anliegen dieser philosophischen Schule versucht werden. M.W reüssierte diese Philosophie in Polen wie auch in Frankreich an den Universitäten, in den polnischen, die vom orthodoxen Marxismus bestimmt wurden und in den französischen, in denen diverse nicht dogmatische Marxismen den Ton angaben als einer Alternativkonzeption. In der Tradition des Marxkritikers Stirner und des Hegelkritikers Kirkegaard wurde den großen Sytemdenkern der Vorwurf gemacht, daß sowohl der Mensch in seiner individuellen Eigenart wie auch jedes einzigartige Ereignis in ihrem Systemdenken zugrunde ginge. Die politische Praxis der Verabsolutierung des Staates und das kollektivistische Denken zerstöre die Freiheit des Einzelnen. Daraus generiert sich die große Nähe zum Liberalismus als der antisozialistischen Ideologie.

Das Besondere ist nun, daß im Zentrum der Einzelmensch als einer Person steht, die erst durch ihre Interaktion mit einem „Du“ zu einem wahren „Ich“ würde. Der KI faßt dies Anliegen so zusammen, ohne dann aber auf die Bedeutung der Begegnungsrhetorik einzugehen:

Der Personalismus ist eine philosophische Strömung, die den Menschen als Person und dessen absolute Würde in den Mittelpunkt stellt. Er betrachtet die Person als den höchsten Wert und als Schlüssel zum Verstehen der Wirklichkeit.

  • Die Person als höchster Wert: Jede einzelne Person besitzt eine unverletzliche, absolute Würde, die nicht an Nützlichkeit, Leistung oder gesellschaftliche Funktionen gebunden ist.

  • Der „Dritte Weg“: Der Personalismus entstand vor allem im 20. Jahrhundert als Gegenentwurf sowohl zum egoistischen Individualismus als auch zum unterdrückerischen Kollektivismus (wie Kommunismus oder Faschismus).

  • Beziehungsfähigkeit: Eine Person ist für den Personalismus kein isoliertes Wesen, sondern lebt wesentlich in Gemeinschaft, Verantwortung und Solidarität mit anderen (Mitmenschen und Gott).“


Für die Theologie sind nun diese Folgen des Personalismus gravierend: Die Struktur: Gott – Kirche – Gläubiger wird ersetzt durch die: Gott – Gläubiger- Kirche. Die Kirche vermittelt nicht mehr zwischen Gott und dem Einzelnen sondern der von Gott unmittelbar Affizierte vergeselligt sich mit den anderen Gläubigen zu einer Kirche. Der persönlich- individuelle Glaube ist das Zentrum dann auch der Vergeselligung ähnlich Glaubender. Diese persönliche Glaube generiert sich entweder direkt aus einer Begegnung mit Jesus, bzw aus der Begegnung mit vom Jesusglauben Erfüllter.Gott, bzw Jesus offenbarte dann auch keine Glaubenswahrheiten, Wahrheiten, die in der Form von Aussagesätzen gar zu einem Lehrsystem der Kirche verobjektiviert werden könnten, sondern in der personalen Begegnung erlebt und erfährt der Mensch sein unbedingtes Angenommensein von Gott in seiner Liebe zu uns. Das konstituiert den Wert des Menschen als einer einzigartigen Person, die so nun zum Zentrum der Morallehre und des ganzen politischen Lebens aufzusteigen habe.


Das ist so, als wenn sich 7 Menschen mit je einer eigenen Privatsprache ausgestattet, begegneten, um dann, um sich wechselseitig verständigen zu können, aus ihren Privatsprachen eine gemeinsame erschüfen, die sie dann in ihrem Verein als die Gemeinsprache verwendeten. Aber diese Gemeinsprache signalisiere dann auch schon einen Verlust an der ganz individuellen Sprache, die nur der Person wirklich gerecht wird. Der „persönliche Glaube“ zähle, sei der „wahre“ und nicht der der Kirche. Gilt in der katholischen Kirche, daß die notwendige Voraussetzung des persönlichen Glaubens der Glaube der Kirche ist, der individuierend sich anzueignen ist, so degradiert nun der Glaube der Kirche zu einem Abstraktum, das genau genommen dem persönlichen, dem wahren nie ganz gerecht würde.1


In der Moraltheologie führt der Personalismus zu dem Problem, daß ein Gemeinwohl nicht mehr denkbar ist, das über das Ziel des Wohlergehens aller Einzelpersonen hinausgeht. Wenn es kein Volk gibt, aber auch keine Familie, sondern nur Personen, die Beziehungen eingehen, dann entschwindet das Sozialleben, es wird verprivatisiert.Frappierend ist dabei, das die Ordnung des Staates dann primär als eine Gefährdung der Privatfreiheit vorgestellt wird und nicht als das Organisationszentrum eines gemeinsamen Lebens. 

Im Alten Bund ist der Bund Gottes Beziehung zu seinem Volke Israel, der Neue Bund ist der mit dem neuen Volk der Kirche, stets ist der Einzelne als ein Glied des jeweiligen Volkes, des Volk Gottes gemeint. Die "personale" Beziehung ist dagegen eine abgeleitete. 



Diese Grobskizze soll später erweitert werden und dient nur einer ersten Orientierung..


1In dieser Perspektive könnte auch Adornos „Nagative Dialektik“ kritisch gelesen werden.

Montag, 10. August 2026

"Wenn man sich die Welt macht, wie sie einem gefällt“

Wenn man sich die Welt macht, wie sie einem gefällt“



In diesem Kath de Artikel, publiziert am 10.8.2026 zeigt uns ein Dogmatik-professor vorbildlich, wie man sich die Welt politisch korrekt zurechtlegt, wie Ereignisse, die nicht ins eigene Weltbild passen passend gemacht werden. Zwei aktuelle Ereignisse stören nun die Welt der politischen Korrektheit und stellen so eine wahre Herausforderung dar: der Anschlag auf die Homosexkundgebung in Berlin, der CSD- Veranstaltung und die massiven Grenzüberquerungen in Ceta.

Der schreckliche Anschlag beim CSD am 25.07. in Berlin und der massive Grenzübertritt am 30.07. in Ceuta scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben. Was beide Ereignisse verbindet, sind die reflexhaften Reaktionen, die in eine fatale Richtung gehen: Das Problem seien >Islamismus<, wo es doch um ein homophobes Hassverbrechen geht, das zufällig von eine IS-Sympathisanten verübt wurde, und >Massenmigration"<junger (muslimischer) Männer, die ganz Europa stürmen würden.“

Das Problem ist in beiden Fällen nicht die jeweilige Tat, die des Anschlages oder die des illegalen Einwanderungsversuches, sondern die Täter, nämlich, daß es „falsche Täter“ sind. Im politisch korrekten Weltbild ist doch ein Muslim immer ein guter Mensch, der nur im Status des rassistisch -islamitisch Diskriminierten auftreten kann, aber niemals als ein Täter.

Nun war aber der den Anschlag auf den CSD- Event ein gläubiger Muslim, der aus religiösen Gründen diesen Anschlag verübte. „Was tun?“ Ein Dogmatiker findet darauf eine Antwort, die sich aber nicht gerade durch ihre Originalität auszeichnet, aber in linken Kreisen sich größter Beliebtheit erfreut: „An allem sind die Rechten schuld!“ (Unter progressiven Dogmatikern ersetzt Adolf Hitler, die Alt- und Neonazis die einstige Funktion des Teufels, der ja entmythologisiert worden ist, um nun in Hitler sein wahres Antlitz zu zeigen.)

Homophobe Gewalt ist hauptsächlich dem Milieu (deutschtümelnder) martialischer Männlichkeit (im Alter zwischen 14 und 23) eigen und beeinflusst(e) längst die Politik unter Orbán, Nawrocki, Putin oder Trump, wo Diversitätsprogramme gestrichen werden.“ Da tritt uns nun die unheilige daimonische Dreieinigkeit von Orban, Putin und Trump entgegen, zusätzlich der weniger bekannte Nawrocki, um klar zu machen, daß letztendlich diese die wahren Verantwortlichen des Anschlages seien. Die Ausführenden seien dann rechte Männer gewesen, deutschtümelnde. „Deutschland verrecke“ singt die unter den Linken so beliebte Musikband: „Feine Sahne, Fischfilet“ und da leuchtet es jedem linken Verschwörungstheoretiker ein, daß die wahren Täter rechte Deutsche sein müssen. So ist es ein Skandal, daß die Staatsgelder für die dem Kampf gegen Rechts sich verschrieben habenden Antifa-Organisationen gekürzt würden.

Der reale Täter, der nur „zufällig“ dies Attentat verübte, ist somit gar nicht der wahre Täter, denn dies Attentat ist durch ein Komplott dieser unheiligen Dreieinigkeit, Putin, Orban und Trump in einer Cooperation mit Deutschtümlern verursacht worden.

Da Muslime prinzipiell gute Menschen sind, die dann aber das Vorzugsopfer der bösen Rechten werden, und junge Muslime besonders zu Unterstützende und Hilfsbedürftige sind, ist es völlig abstrus, hier von einem „Sturm“, einer Erstürmung Europas durch uns feindlich Gesonnene zu schreiben. Wir wissen ja, daß nach den neuesten Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft es gar keine Belagerung Wiens durch muslimische Truppen gegeben hat, denn die wollten ja nur in da einen Kaffee trinken und wurden dann von rassistischen Deutschen daran gehindert. Unsere Christenpflicht wäre es also, alle Einwanderungswilligen freudig bei uns aufzunehmen und ihnen ermöglichen, ihre Religion zu praktizieren! Wagen wir mal zu träumen: Wenn erst der Kölner Dom in eine Moschee transubstantioniert ist und wir Christen in kleinen Autogaragen subkutan unsere Gottesdienste feiern, dann erfüllen sich die Träume alle Multikultigläubigen!

Nein, ein Dogmatiker kann die wahren Feinde von den angeblichen unterscheiden: Es gibt nur einen, den Rechten in all seinen Maskeraden und isb gilt es. jede Art deutschen Patriotismus zu bekämpfen: Je mehr Nichtdeutsche, je mehr Muslime einwandern, desto besser ist es. 

Wenn man sich die Welt macht, wie sie einem gefällt“, das ist das Procedere der nachkonziliaren Theologie und Kirche.


 

 

Samstag, 8. August 2026

Eine Verlustanzeige: Was unter anderem der heutigen Kirche und der Theologie abhanden gekommen ist

 

Eine Verlustanzeige: Was unter anderem der heutigen Kirche und der Theologie abhanden gekommen ist


Oft scheint es fast so,als ob die Vorsehung sich entschlossen habe,den Frevler entkommen zu lassen und die wohlberechtigten Pläne des Guten zu Schanden zu machen.Aber Gottes Wege sind nicht unsere Wege.“ So steht es in dem Roman: „Waldröschen“, 6.Band, S.3471 von Karl May geschrieben. In dieser Großerzählung zeigt sich, daß am Ende es doch „gut“ ausgeht, daß das, was ein Christ glaubt, wenn er an die Vorsehung Gottes glaubt, sich nun auch ereignet: Durch alle menschlichen Confusionen und Widrigkeiten hindurch setzt Gottes Gerechtigkeit sich durch. In diesem Roman wird so sichtbar, was der Gläubige nur erhofft, da wir noch im Glauben und noch nicht im Schauen der Wahrheit leben.

Das Vertrauen auf die Vorsehung Gottes ist das Vertrauen darauf, das sowohl das Leben des einzelnen Menschen wie auch die ganze Menschheitsgeschichte etwas Ganzes ist, das auf sein von Gott bestimmtes Ziel hingeführt wird und daß dies ein gutes Ziel ist.

Kleinformatiger findet sich dies auch in Liebesfilmen wieder, daß die zwei Protagonisten, die füreinander bestimmt sind, das ist ihr Schicksal, am Ende auch zueinander finden. (Vgl dazu die 1.Stafel: „Sturm der Liebe“, Laura und Alexander)

Aber außerhalb dieser fiktionalen Erzählungen finden wir in der Regel eine so zielgerichtete Vorsehung Gottes nicht, wir können nur an sie glauben! Nur scheint die Realität diesem Vorsehungsglauben so sehr zu widersprechen: Wir wollen seine Wahrheit schon schauen und nicht nur auf die göttliche Vorsehung vertrauen. Die Kunstwerke, die uns nun in diesem Vertrauen stärken könnten, werden nun als „kitschig“ abgeurteilt und als „realistisch“ gilt eigentlich nur noch der von seinen Hoffnungen Desillusionierte, der das Leben so zu nehmen weiß, wie es eben ist, der „coole Typ“.

Damit zerfällt uns aber unsere eigene Lebensgeschichte wie die ganze als eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die kein ganzes Sinnvolles ist. Jede Erzählung impliziert, daß das Ganze ein sinnerfülltes Ganzes ist, das macht erst die literarischen Texte zu einem Werk, aber damit wird uns das literarische Werk etwas Wirklichkeitsfremdes, als wenn nur durch die Erzählkunst das Erzählte zu einem sinnvollen Ganzen wird. Wird das auf unser reales Leben übertragen, heißt das, daß wir erst unser Einzelleben wie das Ganze der Menschheitsgeschichte zu etwas Sinnerfülltem machen – wir entdecken nicht mehr im Vertrauen auf die Vorsehung Gottes den Sinn der Ereignisse sondern fabrizieren ihn selbst durch unser Deuten und somit auch Verdeuten von etwas an sich Sinnlosen.

Das Vertrauen in die Vorsehung Gottes verlangt von uns, zu glauben, ohne schon das Geglaubte sehen zu können. Weil das dem modernen Menschen zu wenig ist und er es schon so erleben will, bekommt er nun viel weniger: Geschichten, die als Ganzes keinen Sinn mehr ergeben, weil er den Sinn nicht an ihnen ablesen kann. Ist das vielleicht das Geheimnis der Romane von Franz Kafka? Sie gelten uns als größte Leistungen der modernen Literatur, Werke, die aus dem Vertrauen auf die Vorsehung Gottes verfaßt werden, als Trivialliteratur.

Die Weltgeschichte wie die des Einzelnen gleicht ohne die Vorsehung Gottes Schauspielern auf einer Theaterbühne ohne ein aufzuführendes Theaterstück und ohne einen Regisseur. Sie müssen sich ihr Stück und ihre Rolle selbst schreiben, weil es keinen Regisseur mehr gibt,der das Gesamtstück des Welttheaters schreibt.

Freitag, 7. August 2026

Ein großer Sieg der LGBTQ in der Katholischen Kirche

 

Ein großer Sieg der LGBTQ in der Katholischen Kirche



Der Magdeburger Bischof Feige klärt uns auf in dem Kath de Artikel: „Bischof Feige: Keine Gemeinsamkeiten zwischen der AfD und Kirche“ am 6.8.2026:


Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige sieht keine Gemeinsamkeiten zwischen dem Weltbild der AfD und der katholischen Kirche. Mit Blick auf queere Menschen und das Segnen homosexueller Paare habe die Kirche sicher eine Entwicklung hinter sich, sagte Feige in einem Podcast der "Mitteldeutschen Zeitung" und der "Volksstimme". Aber die große Tendenz sei, "dass wir da offen sind für jeden Menschen und jeden Menschen achten in seiner Art und Weise, in seiner Sexualität und in seiner Selbstbestimmung". In ihrem Parteiprogramm setzt sich die AfD primär für die klassische Kernfamilie ein.“

Das ist nun wahrhaft revolutionär: Weil die AfD sich für die klassische Kernfamilie einsetze, sei sie für einen Katholiken nicht wählbar, da diese die sexuelle Selbstbestimmung bejahe und somit auch alle frei gewählten Gestaltungen einer Zweisamkeit! Jeder Mensch hätte eben das Recht, frei sein Geschlecht sich zu erwählen und zu verändern und intim zusammenzuleben mit wem und wie auch immer. Das habe die Kirche dazugelernt und verabschiede sich deswegen von ihrer gesamten Ehe- und Sexualmorallehre, um zeitgeistgemäß zu erscheinen. Die AfD verträte stattdessen in dieser Causa Positionen, die die Kirche längst überwunden habe und so sei sie für die heutigen Katholiken völlig inakzeptabel! 

Unübersehbar: Keine andere Lobby reüssiert in den heutigen Tagen so sehr wie die der LGBTQ! 

Ein Musterbeispiel der Selbstdestruktion der Katholischen Kirche

 

Ein Musterbeispiel der Selbstdestruktion der Katholischen Kirche


Sehr löblich ist nun die Intention des Kath de Artikels vom 6.8.2026, zum zigsten Male der Piusbruderschaft und allen Conservativen in der Katholischen Kirche den Krieg zu erklären: „Kritik an Piusbruderschaft. Dogmatikerin: Es gibt keine fixierte katholische Identität.“ Diese Kräfte behaupten ja, daß durch das 2.Vaticanum bzw deren Weiterentwickelung die Identität der Kirche gefährdet sei. So repliziert dieser Kath de Artikel nun diese Kritik.

Letztlich sei die Identitätsbildung Aushandlungssache – auch wenn es Eckpfeiler gebe, an denen sich die Aushandlung orientieren müsse. Als Beispiele nannte sie die Anerkennung eines universalen Heilswillen Gottes, der auf das Heil aller Menschen und nicht nur einer exklusiven Gruppe ziele, das gemeinsame kirchliche Wirken zugunsten einer Einheit der Menschheit, die Anerkennung der >Geschichtlichkeit der Offenbarung< sowie den Einsatz für soziale Gerechtigkeit und das Gemeinwohl.“

Findet sich in diesem Zitat eine spezifisch katholische oder christliche Aussage? Nein, was hier ausgesagt ist, das hätte im Namen jeder monotheistischen Religion ausgesagt werden können. Daß Gott das Heil aller wolle, das bestreitet nun weder die Piusbruderschaft noch sonst ein Katholik, nur die Anhänger der doppelten Prädestinationslehre des Calvinismus bestritt das, die aber von der Kirche reprobiert worden ist.

Bestritten wird aber, daß jeder Mensch das Heil erlangen wird und zwar durch Jesus Christus selber, wenn er lehrt: „Wer an mich glaubt und getauft ist, wird im Endgericht gerettet werden, wer nicht glaubt, wird verdammt werden.“ Mk 16,16.

Die Aufgabe der Kirche ist nun die Evangelisation, die Verkündigung des Evangeliumes und nicht die Hervorbringung einer Einheitsmenschheit, denn es wird bis zum Jüngsten Gericht die Differenz zwischen den Gläubigen und den Nichtgläubigen geben, die diese Einheit nicht zuläßt. Die Kirche hat das Reich Gottes zu verkünden und nicht eine Sozialutopie einer gerechten Welt.

Der Terminus der „Geschichtlichkeit der Offenbarung“ dient nun dazu, das Offenbarsein der Offenbarung in Frage zu stellen, da sowohl die Offenbarung selbst als auch ihre Aneignung so sehr geschichtlich bedingt sei, daß daraus keine ewigen Wahrheiten herauskristallisierbar seien.

Die christliche Religion rediuziert sich somit auf einen schlichten Humanitarismus mit etwas theologischem Dekor, daß es da einen jeden Menschen liebenden Gott gäbe. Die Identität der Katholischen Kirche sei die einer humanitaristischen NGO, die sich dann noch in katholisch anmutende Kleider aufschmücken mag, solange sie dabei humanitaristisch bleibt.

Für diese Dogmatikerin ist das 2.Vaticanum nichts anderes als die Selbsterkenntnis der Katholischen Kirche, sich selbst liquidieren zu haben, um als eine Links-NGO dann von den Toten aufzuerstehen!Das hier skizierte Kirchenprogramm scheint auch mehr dem Geiste des Freimaurertumes zu entsprechen,daß alle Religionen gleich wahr wären und daß es hauptsächlich um die Humanisierug der Welt ginge  als daß es katholisch wäre.


Donnerstag, 6. August 2026

Eine provokante These zur monogamen Ehe in der Bibel

 

Eine provokante These zur monogamen Ehe in der Bibel


Uns Modernen ist es eine Selbstverständlichkeit, daß es ursprünglich die Idee der Monogamie gab und daß die dann sekundär auf das Verhältnis des Volkes Israel zu seinem Gott übertragen wurde: So wie es viele Männer, aber für eine verheiratete Frau nur einen Ehemann gibt, so existieren viele Götter, aber für das Volk Israel nur einen Gott, der sich mit ihm ehelich verband. Damit ist in beiden Fällen die Möglichkeit der ehelichen Untreue mitgesetzt, daß wie eine Ehefrau „fremdgehen“ kann auch das jüdische Volk „fremdgehen“ kann. Da es für eine verheiratete Frau nur einen Mann gibt, so gibt es für Israel nur einen Gott.

Die Sünde Israels ist so das Fremdgehen, nicht daß man sich ganz von dem Gott Jahwe abgewandt hätte, nur diente man daneben auch gern Fruchtbarkeitsgöttern als einer Art „Nebenfrau“.

Die eheliche Norm der Treue wäre so auf das religiöse Verhältnis zu dem Gott Israels übertragen worden: Auch hier gälte das Gebot der Bundes-Treue in einer Analogie zur ehelichen Treue.

Wie wäre es nun aber, verhielte es sich genau umgekehrt, daß die religiöse Vorstellung, daß das Volk Israel nur einem Gott verpflichtet sei, die der Monolatrie erst die Norm der ehelichen Treue der monogamen Ehe hervorrief?Man blättere mal das Alte Testament durch: Welcher König war nur mit einer Frau verheiratet, wie viele Nebenfrauen nahmen sie sich? Wenn eine Ehe kinderlos blieb, war die Ehefrau verpflichtet, ihrem Mann eine andere Frau zu geben, damit er mit ihr schliefe, bis sie von ihm schwanger wird, damit dann dieses Kind als ein Kind der Ehe angesehen wurde, obschon die Ehefrau nicht die leibliche Mutter war! Die Töchter Evas „heirateten“ leibliche Brüder, das waren alles Inzestehen, die nach der Morallehre der Kirche durch nichts rechtfertigbar gewesen wären. So wenig „ernst“ nahmen die ersten Menschen die Ordnung der Ehe.

Ist da nicht der Verdacht erlaubt, daß erst in der Folge der Monolatrie, daß es für das Volk Israel nur einen Gott gäbe, dem es verbunden sei, dem jedes Fremdgehen ein Greuel ist, die Ordnung der monogamen Ehe mit ihrem Treueverständnis entstanden ist?

Kann es dann uns noch irritieren, daß heutzutage die Ehe als ein aufkündbarer Bund wahrgenommen wird, daß es auch keine schwere Sünde sei, wenn einer der Eheleute fremd geht, wenn das weltanschauliche Fundament der monogamen Ehe der Glaube an einen Gott ist, der sich mit dem Volke Israel verbunden hat und der von ihm die eheliche Treue verlangt? Israel mußte ja auf das bitterste erfahren und erleiden, was die Folgen seines Fremdgehens waren: die Exilierung Israels in die babylonische Gefangenschaft 586 v.Chr!

In traditionellen Gesellschaften, vgl dazu etwa Julius Evola, bestimmen die Religion auch die scheinbar weltlichen Beziehungen, die in der Moderne säkularisiert worden sind. 

Auffallend ist doch, daß wie um einer Kinderlosigkeit einer Ehe gegen die Ordnung der Ehe verstoßen werden durfte Israel auch so gegen die Monolatrie sich versündigte, um Fruchtbarkeitsgöttern zu dienen.

Die Unauflöslichkeit einer gültig sakramental geschlossenen Ehe begründet sich ja in der Unauflöslichkeit des (Ehe)Bundes Jesu Christi mit seiner Kirche. 

Mittwoch, 5. August 2026

Zur Demokratisierung der Kirche – ein abschreckendes Fallbeispiel

 

Zur Demokratisierung der Kirche – ein abschreckendes Fallbeispiel


In einem öffentlichen Hörbeitrag einer Ruhrgebietspfarrei wünscht der Pfarrgemeinderatsvorsitzende die Streichung des Agnus Dei in der Messe. Hintergrund ist die angeblich nicht mehr vermittelbare Deutung des Todes Jesu als ein Sühnopfer für unsere Sünden. Eine Diskussion entsteht.“ 1

Ob das Agnus Dei noch theologisch akzeptabel oder zu streichen sei, das soll nun urdemokratisch der Pfarrgemeinderat entscheiden! Wie immer nun diese Entscheidung ausfiel, der Skandal ist die Anmaßung eines Pfarrgemeinderates, selbstherrlich über diese Causa entscheiden zu dürfen.Denn hier gilt nun, daß nur das als „wahr“ gelten dürfe, was eine Mehrheit dieses Gremiumes als wahr bestimmt.

Wie viele Pfarrgemeinderäte existieren in Deutschland? Soll es so so viele „Wahrheiten“ geben, wie es Pfarrgemeinderatsbeschlüsse gibt? Das wäre aber nun eine rabiate Umsetzung des Subsidaritätsprinzipes auf das Innenleben der Kirche, daß alles Relevante auf der untersten Ebene der Kirche entschieden würde und nur das dort nicht Entscheidbare auf eine höhere Entscheidungsebene hochdelegiert wird. Das wäre der Tod der Katholischen Kirche!

1Communioartikel: „War der Kreuztod Jesu ein heilswirksames Opfer?, 31.7.2026, Kommentar: Zimmerer.

Montag, 3. August 2026

Gott nicht so ernst nehmen?

 

Gott nicht so ernst nehmen?


Die Geschichte vom Streit zwischen den Jahwe-Verehren und den Baalspriestern ist bekannt: Auf dem Berg Karmel erwies sich Jahwe eindeutig als der wahre Gott, denn er erhörte das Opfer Elijas, das der Baalspriester wurde nicht erhört. 1.Könige 18.Weniger bekannt und meist überlesen heißt es dann im 1.Vers des 19. Kapitels: „Ahab erzählte Isebel alles, was Elija getan hatte,auch daß er alle Propheten (des Baals)mit dem Schwert getötet habe.“

Um des wahren Gottes willen läßt sein Prophet die Diener des falschen Gottes töten!

Im 2.Buch der Könige lesen wir über den großen Reformer Josia, er fand das Buch des Gesetzes im Tempel wieder und reformierte danach das ganze Land:“Und alle Priester der Höhen,die daselbst waren, tödtete er bei den Altären.“ 23,20. Die Priester der Höhen verehrten zwar Jahwe, aber an den falschen, nicht von Gott verordneten Orten, nämlich nur im Jerusalemer Tempel durften dem wahren Gott seine Opfer dargebracht werden.


Hier wird Gott so ernst genommen, daß um des wahren Gottes willen und um des einen Ortes willen, an dem Gott nur recht kultisch verehrt werden darf, Andersgläubige getötet wurden. Die innerchristlichen Religionskriege des 17.Jahrhundertes zeigen nun an, daß dies nicht etwas auf die Zeit des Alten Bundes Limitiertes ist: Um der wahren Gottesverehrung willen führte man in Europa Krieg. Erst nachträglich, nach der Domestizierung der christlichen Religion durch die Aufklärung kam das Narrativ auf, die christliche Religion sei hier nur von politisch Mächtigen mißbraucht worden.

Man nehme es bitte um des Friedens willen nicht so genau, so ernst mit der Religion: Jeder dürfe doch glauben, was er wolle und glaubt er nichts, ist das auch in Ordnung.

Wer über den Relevanzverlust des Glaubens an Gott nachdenkt, darf diese Verdomnestikationsstrategie, die sehr erfolgreich war, nicht wegdiskutieren: Um des innerweltlichen Friedens willen Gott nicht ernst nehmen, ihn und das Wie und gar das Ob seiner Verehrung für gleichgültig zu erklären! Der wahre Gott und die wahre Verehrung hätten zu vielen das Leben gekostet! 

Die Domestikation der christlichen Religion führt notwendig zu ihrer Devitalisierung: So ernst und wichtig bräuche man es mit Gott nicht zu nehmen! So ist ja ein zentrales Anliegen der Menschenrechte, daß bei der Beurteilung eines Bürgers seine Religion keine Rolle spielen darf, sie dürfe nur in seinen Privaträumen relevant sein. Gar in Benimmregelartikeln kann man den "guten Rat" bekommen: "Rede nicht über Religiöses, das sei etwas Konfliktträchtiges."

„War der Kreuzestod Jesu ein heilswirksames Opfer?:Gestorben für unsere Sünden: zur Heilsbedeutung des Kreuzes“

 

War der Kreuzestod Jesu ein heilswirksames Opfer?:Gestorben für unsere Sünden: zur Heilsbedeutung des Kreuzes“



In diesem „Communio“ Artikel vom 31.7.2026 wird das Buch des Neutestamentlers Trummer:“Jesus ohne Opfer“ rezensiert. Dessen Kernthese lautet, daß Gott keine Opfer bräuchte. „ >Sündenböcke seien "eine eklatante Fehlleistung menschlicher Projektionen" (ebd.) – "Ein solch blutrünstiges Monster hätte Jesu niemals Abba nennen können"<(78).“ Eine solche Vorstellung vergifte das „Gottesbild“. Das Kritikniveau dieses Buches ist an blauäugiger Naivität kaum noch unterbietbar: Gott ist so, wie ich ihn mir wünsche, das ist mein Gottesbild und ein Gottesbild, was dem widerspricht, muß somit unwahr sein. Dabei identifiziert dann der Exeget sein Idealgottesbild mit dem von Jesus, denn Jesus könne doch nicht etwas diesem „Exegeten“ Anstößiges und Inakzeptables vertreten haben.

Unter der Überschrift: „Gestorben für unsere Sünden: zur Heilsbedeutung des Kreuzes“ wird nun eine äußerst konfuse Kreuzestheologie skizziert:

Jedoch sein Zeugnis von der Grenzen überschreitenden Liebe Gottes nicht durch deren für ihn tödlichen Zurückweisung begrenzen, sondern betet sogar für seine Peiniger (vgl. Lk 23,34). Insofern er auf diese Weise sein Zeugnis göttlicher Barmherzigkeit sogar über die Grenze hinausträgt, die deren Zurückweisung errichtet, wird diese Barmherzigkeit auch in einer von der Sünde durchwirkten Welt lebendig. Sie gewinnt so die Qualität einer religiösen Opfergabe ("sacrifice"), denn Jesus ist in einem Akt der Solidarisierung mit denjenigen Sündern gestorben, die ihn in den Tod getrieben haben. Damit ist er auch für diese Sünder und um ihrer Sünde willen gestorben. Und der Gott, den er seinen Vater nannte, "brauchte" dieses Opfer, weil ihm auch dort am Menschen liegt, wo dieser sich in den Mechanismen der Sünde verfangen hat.“

Jesu Barmherzigkeit erstrecke sich somit sogar auf die, die seinen Tod gewollt haben und ihn kreuzigen ließen. Er habe sich so mit diesen Sündern solidarisiert.1 Aber was hat das mit dem Opfer im kultischen Sinne zu tuen? Nichts: Im Kult wird Gott das Opfer dargebracht mit einem Zweck, ihn günstig zu stimmen, um somit etwas von ihm zu erbitten. Wie bei der Frage: „Was ist ein Trabi?“ zuerst gewußt werden muß, was ein Automobil ist, um dann das Spezifische dieser Automarke zu begreifen, so verlangt das Begreifen des Opfers Jesu Christi zuvörderst einen Allgemeinbegriff von dem Opfer, um dann sein Spezificum zu begreifen.Die Opfer des Alten Testamentes, isb das alljährlich vom Hohenpriester dargebrachte Versöhnungsopfer sind sozusagen Vorabbildungen des wahren Kreuzaltaropfers Jesu Christi und somit legen diese Opfer sich wechselseitig aus.

Das Kreuz Christi besitzt so gar keine Heilsbedeutung, es besagt nämlich nur, daß Gott allen Sündern barmherzig eingestellt sei. Diese Verkündigung wäre auch wahr, wenn Jesus nicht gekreuzigt worden wäre.

Das Kreuz Christi ist eben nicht nur den Heiden eine Torheit, den Juden ein Skandal sondern unseren modernistischen Theologen etwas Unzumutbares. Um sich des Kreuzes Christi zu entledigen wird dabei gerne die Kultopferpraxis des Alten Bundes als ein Irrtum, etwas Primitives abgetan, obzwar Gott selbst diesen Opferkult eingesetzt hat. Letztendlich muß so auf einer Nichtidentität des Gottes, der Opfer wollte, mit dem Nurliebesgott Jesu insistiert werden: Marcion grüßt!








1Ob der Begriff der Solidarität ein guter Ersatz für den der Liebe bzw Nächstenliebe ist, läßt sich bestreiten, gehört er doch ursprünglich in das Vokabular der Arbeiterklasse und meint: „Setze Du Dich jetzt für die von einer Entlassung bedrohten Kollegen ein, damit die dann sich für Dich einsetzen.“ Es ist somit ein Begriff einer utilitarisrstischen Ethik, wohingegen die Nächstenliebe nicht auf einen irdischen Lohn hofft sondern auf ihn verzichtend auf den himmlischen.

Sonntag, 2. August 2026

Religion mal ganz einfach

 

Religion mal ganz einfach


Alle Herreach, zumindest die aus der weiteren Gegend,waren von der Existenz eines Gottes mit Namen Kummerog überzeugt.Mit einem Gott zu leben,das vereinfachte viele Dinge.Zufall existierte nicht mehr.Glück oder Pech ließen sich beeinflussen,indem man Kummerog günstig stimmte; was man nicht begreifen konnte,das war offenbar von Kummerog so eingerichtet.“1 Dem Perry Rhodan Autor gelingt es hier, mit wenigen Sätzen die Substanz einer monotheistischen Religion zu skizzieren,

Der hier geglaubte Gott wird als Geber aller guten Gaben geglaubt und daß er bereit ist, auf die Bitten seiner Gläubigen zu hören.Man kann diesen Gott günstig stimmen. Das, was nicht begreifbar ist, wird auf ihn hin zurückgeführt und verwandelt sich so in etwas Annehmbares. Selbstredend ist dies noch Lichtjahre entfernt von der Komplexität der christlichen Religion, aber auch sie ist als eine Religion auf diese einfache Struktur reduzierbar. Treffend ist auch das Verb: „überzeugt“ gewählt im Sinne von, daß man sich seiner Existenz gewiß ist und nicht meint: Man wüsse nicht, ob er existiert, aber man glaubt schon, daß er ist. In der Vorstellung, diesen Gott günstig stimmen zu können ist auch schon eine komplexere Vorstellung enthalten, daß dieser Gott seinen Gläubigen gegenüber ungünstig gestimmt sein könnte, da sie nicht so gelebt haben, wie er es von ihnen gewollt hat und daß er so zu versöhnen sei.

Wenn nun eingewandt wird, daß das doch eine recht primitive Religions-vorstellung sei, ist zu erwidern, daß jede monotheistische Religion auf dieser einfachen Vorstellung sich auferbaut, um dann allerdings weit über sie hinauszugehen, aber es darf dabei diese einfache Vorstellung nicht als eine zu primitive ad acta gelegt werden! Denn ohne diese einfache Vorstellung verliert jede Religion ihre Relevanz.

1Robertt Feldhoff, Die Herraach, Perry Rhodan Nr. 1801, S.30f. Die „Herreach“ sind nichttrrreistische Wesen.

Fragmentarische Erwägungen zum Relevanzverlust Gottes- oder: „Warum haben wir aufgehört, Gott zu vermissen?“

 

Fragmentarische Erwägungen zum Relevanzverlust Gottes- oder: „Warum haben wir aufgehört, Gott zu vermissen?“


Was müssen wir von Gott denken, damit er für uns relevant wird in einer der christlichen Religion angemessenen Weise?“ Von dieser Fragestellung her soll ein Versuch unternommen werden, seinen Relevanzverlust zu rekonstruieren.


Thesen dazu:


Gott ist als das höchste Gut zu denken, daß er einerseits selbst das summum bonum für uns Menschen ist und daß er andererseits der Geber von allem für uns Guten ist.


Religiös relevant wird Gott nun aber erst, wenn von ihm, wenn er so gedacht wird, gedacht wird, daß er auf unser Verhalten ihm gegenüber hin, sich auch reagierend verhält, daß er uns das höchste Gut sein will oder sich uns auch als höchstes Gut verweigern kann, und daß er so auch uns Gutes geben will oder auch nicht, je nach unserem religiösen Verhalten ihm gegenüber.

Würde Gottes Verhalten uns gegenüber nur als ein Verhalten Gottes zu uns gedacht ohne daß gedacht wird, daß er dann auf unser Verhalten ihm gegenüber kontingent reagiere, dann kann es keine Religion geben. Es entstünde ein Gott ohne eine religiöse Relevanz. Jede Religion setzt nämlich voraus, daß es eine Kommunikation zwischen dem Gott oder den Göttern und den Menschen möglich ist, eine nicht herrschaftsfreie sondern eine asymmetrische, in der Gott gibt und sich bitten läßt, etwas Gutes oder gar sich selbst zu geben. Das impliziert, daß uns Menschen offenbart ist, wie wir mit dem Gott oder den Göttern kommunizieren können und wie Kommunikationsstörungen zwischen uns und dem Gott behoben werden können, theologisch formuliert, wie uns unsere Sünden vergeben werden können.


Wenn der Gott der christlichen Religion so nicht mehr geglaubt wird, dann verliert er seine Relevanz und diese Religion stirbt ab. Mit diesen Thesen ist nun noch nicht das Spezifische der christlichen Religion erfaßt, aber wenn so der Gott der christlichen Religion nicht geglaubt wird, dann nichtet das das Wesen jeder Religion und damit auch die christliche.


Merke:

Wer wissen will, was ein „Trabi“ ist,muß wissen, was ein Automobil ist,um dann das Besondere dieser Automarke begreifen zu können. Das gilt ebenso für das Verhältnis der christlichen Religion als einer besonderen zum Begriff der Religion.


Freitag, 31. Juli 2026

Wer über die Krise der Kirche ernsthaft schreiben will, darf über den Relevanzverlust Gottes nicht schweigen- oder Ratlosigkeit

 

Wer über die Krise der Kirche ernsthaft schreiben will, darf über den Relevanzverlust Gottes nicht schweigen- oder Ratlosigkeit



Wann haben wir aufgehört, Gott zu vermissen?“ frägt der kath net Artikel "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne“ am 29.7.2026 und stellt damit die gewichtigste Frage zur aktuellen Krise der christlichen Religion. Geradezu naiv wirkt dagegen die gegenwärtige innerkirchliche Reformdebatte mit ihren schon längst verstaubten Parolen der Demokratisierung der Kirche, der Forderung nach der Einführung des Frauenpristertumes und der Forderung: „Sex für alle!“, als wenn dadurch die christliche Religion wieder in unserem Lande verlebendigt werden könnte. Das Zentrum der christlichen Religion ist nun mal der sich in Jesus Christus offenbart habende dreieinige Gott und sein Jesu Christi Erlösungswerk.

In Anlehnung an Martin Heideggers Geschichte der Seinsvergessenheit bräuchte es einer Rekonstruktion der Geschichte der Gottvergessenheit: „Wie kam uns Gott abhanden?“ Der Philosoph Hegel konnte noch urteilen,daß der einzige Gegenstand des Denkens Gott sei und daß die Religion mit ihrer Theologie und die Philosophie sich nur in verschiedener Weise dieses Gegenstandes annähmen. Heute interessiert fast jede Frage mehr als die nach Gott: Ist er, wie ist er und was ist er für uns? Die Antworten auf diese Fragen finden kaum noch Leser. Es ist ja nicht so, daß es keine Antworten auf diese Fragen gäbe,daß der Reichtum der gegebenen Antworten nicht ganze Bibliotheken anfüllte, aber wer sucht noch die Archive auf, in denen die Antworten gesammelt einstauben?

Es scheint so zu sein, daß der Diskurs über Gott sich erschöpft hat, daß eben alle möglichen Antworten schon gegeben worden sind und man nur noch schon gegebene nur noch zitieren kann, weil allem dazu schon Gedachtem nichts mehr hinzufügbar ist.

Auf der anderen Seite stößt selbst unter Theologiestudenten, zumindest nach meinen Beobachtungen die Gotteslehre kaum noch auf ein Interesse und geliebt wird das Fach „Dogmatik“ schon gar!

Außer Stande sehe ich mich nun, eine zureichende Erklärung für dies Desinteresse an Gott zu geben, aber es ist wohl schon etwas gewonnen, wenn der Kern der heutigen Krise so benennbar ist: Wir tapsen nicht im Dunklen! Einer großen Anstrengung des theologischen Denkens bedarf es dazu. 

Ich werde zukünftig versuchen, dazu vorläufige fragmentarische Erwägungen zu schreiben

Donnerstag, 30. Juli 2026

„Wann haben wir aufgehört, Gott zu vermissen?“ Hört der Himmel auf, eine Verheißung zu sein?

 

Wann haben wir aufgehört, Gott zu vermissen?“ Hört der Himmel auf, eine Verheißung zu sein?



"Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne“ , lautet die Definition der Hölle nach diesem kath net Artikel vom 29.7.2026 in der gegenwärtigen Theologie. Die Schreckensbilder unvorstellbarem Gequältwerdens in den Folterkammern der Hölle sind so in das Kirchenarchiv ausgelagert und durch diese Vorstellung substituiert worden. Aber welche Reaktion evoziert diese Vorstellung: Dem Menschen,dem sein ganzes Leben hindurch Gott gleichgültig war,läßt auch diese Höllenvorstellung kalt: Was vermisse ich schon, wenn Gott mir auch in einem möglichen postmortalen Leben fern ist, da ich ihn ja auch in meinem ganzen Erdenleben nie vermißt habe? Für wen Gott keine Rolle spielt in seinem Diesseitsleben, für den ist auch die Drohbotschaft eines postmortalen Lebens in der „größtmöglichen Gottesferne“ eine bedeutungslose Aussage.

Ist also die Hölle als der Ort der Gottesferne gar genauso bedeutungslos geworden für den modernen Menschen wie der Himmel als der Ort der größtmöglicher Gottesnähe, da Gott uns gleichgültig geworden ist?

Statt einer Drohbotschaft habe die Kirche den jeden Menschen liebenden Gott zu verkünden und nur ihn. Diese Zentralforderung des sogenannten „Kirchenvolksbegehrens“ von „Wir sind Kirche“ ist inzwischen zur Standardmaxime der Kirche geworden, ja die Gattung der Höllenpredigt ist als unzeitgemäß abgeschafft.

Aber diese Predigt des: „Ich lieb Euch alle Gott“ setzt negative Folgen aus sich heraus: Menschlich, allzumenschlich ist es, daß ein Mensch nur von dem geliebt werden möchte, den er auch selbst liebt. In was für eine Bedrängnis gerät ein verheirateter Mann,wenn ihm eine andere Frau bekennt, daß sie ihn liebe und sie ihn auch wirklich liebt? Nur Politiker und Stars wollen von allen „geliebt“ werden. Wem bedeutet so schon die Aussage, daß Gott ihn liebe, etwas? Nur dem, dem Gott etwas sehr Relevantes ist.

Gesund zu sein, den Wert des Gesundseins erfaßt wirklich nur der Kranke. Ein kleines Experiment dazu: Der Leser möge sich bitte vorstellen: Ich erwache und bin plötzlich blind. Nichts kann ich mehr sehen! Hätte ich dann nicht nur noch einen Wunsch, daß Gott mir mein Sehenkönnen zurückgibt? Erst im Kontrast zur Blindheit ergreife ich den Wert des Sehens! Wie nun, wenn das auch für den Kontrast von der Hölle und dem Himmel gilt?Die Verheißung des Himmels verblast, wenn sie nicht mehr kontrastiert wird mit der Drohung der Hölle!

Der Terminus der „Gottesferne“ ist außerdem ein sehr zweifelhafter! Gott selbst ist niemandem fern, aber er ist nicht jedem positiv zugewandt nahe. In seinem Strafgericht über Sodom war Gott dieser Stadt sehr nahe in seinem Zorn über sie. Der in der Bibel so oft erwähnte „Gottlose“1 ist nie jemand, dem Gott selbst fern wäre. Er kann nur „gottlos“ sein, insofern er selbst nicht an Gott glaubt. Die Hölle kann so kein gottferner Ort sein, sondern ist der,in dem Menschen den Zorn Gottes über sie erleiden, der ihnen in seinem Zorne nahe ist.

1Die Vulgata übersetzt mit „impius“ und das bedeutet eigentlich: „unfromm“, das ist: Man glaubt an Gott und lebt aber so, als wenn es ihn nicht gäbe!

Mittwoch, 29. Juli 2026

„Aktuelle Bertelsmann-Studie: Deutsche bewerten Demokratie überwiegend negativ“ - oder sind wir umerzogen worden?

 

Aktuelle Bertelsmann-Studie: Deutsche bewerten Demokratie überwiegend negativ“ - oder sind wir umerzogen worden?



Das Magazin: „Zuerst“ berichtet unter dieser Überschrift über diese Negativstimmung am 22.7.2026,aber der Artikel bringt dann klar zum Ausdruck, daß wir Deutschen nur ob einer idealisierten Vorstellung von der Demokratie der jetzigen real existierenden nicht positiv gegenüberstünden.

Ich bekenne mich tief überzeugt,daß das deutsche Volk die politische Demokratie niemals wird lieben können,“. So urteilt niemand anderes als Thomas Mann in seiner „Vorrede“ zu: „Betrachtungen eines Unpolitischen“.1 Knapp 100 Jahre später gilt uns die Demokratie selbstverständlich als die beste denkbare Staatsform, nur daß viele urteilen, die jetzige sei keine zufrieden stellende Realisierung der Idee der Demokratie.Eine Bejahung der Demokratie setzte so „die völlige Umwandlung des Volkscharakters“ voraus. Denn die Demokratie sei etwas zutiefst Westliches und passe so nicht zu unserem deutschen Volkscharakter. Ja,Thomas Mann versteigt sich gar zu der Aussage, „daß der vielverschriebene >Obrigkeitsstaat< die dem deutschen Volke angemessene zukömmliche und im Grunde gewollte Staatsform ist und bleibt.“ 2

Mann setzt sich dabei primär ab von der französischen Demokratie und sekundär von der russischen Despotie. Ihm schwebt dabei keine Idealgstalt des Staates vor, die für alle Völker die wahre sei, sondern insistiert darauf, daß wegen der Verschiedenheit der Volkscharaktere auch ihre Staatsgestaltungen verschieden auszufallen haben. So bestimmt nun Man die Differenz zwischen dem Westlichen und uns Deutschen: „Der Unterschied von Geist und Politik enthält den von Kultur und Zivilisation, von Seele und Gesellschaft, von Freiheit und Stimmrecht, von Kunst und Literatur; und Deutschtum, das ist Kultur, Seele,Freiheit, Kunst und nicht Zivilisation,Gesellschaft, Stimmrecht, Literatur.“

Den ersten Weltkrieg begreift so Thomas Mann als den Selbstbe-hauptungskampf unseres Volkes zur Wahrung unserer Eigenart. Ja, so rekonstruiert er die wahren Gründe dieses Weltkrieges: „Die Geschichsforschung wird lehren,welche Rolle das internationale Illuminatentum, die Freimaurer-Weltloge, unter Ausschluß der ahnungslosen Deutschen natürlich, bei der geistigen Vorbereitung und wirklichen Entfesselung des Weltkrieges, des Krieges der >Zivilisation< gegen Deutschland gespielt hat.“3

Wenn uns heutigen Deutschen das alles nur noch als obskur und abwegig vorkommt, könnte das daran liegen, daß zumindest wir Westdeutschen so erfolgreich umerzogen worden sind.

1Ich gebe keine Seitenzahlen an, da dies Werk in so vielen verschiedenen Ausgaben publiziert worden ist.

2Alle Zitate aus der „Vorrede“.

3Die Geschichtsforschung brachte wirklich die hier von Thomas Mann angekündigten Erkenntnisse, etwa: Friedrrich Hasselbacher: Entlarvte Freimaurerei, aber sie werden nach 1945 als Verschwörungstheorien abqualifiziert und als unwissenschaftlich verurteilt.

Dienstag, 28. Juli 2026

Verdrängtes und Vergessenes in der heutigen Kirche

 

Verdrängtes und Vergessenes in der heutigen Kirche


Perry,glaub ganz fest daran: Wie viele Millionen Lichtjahre uns auch trennen, wie viele Jahre vergehen – eines Tages sehen wir uns wieder. Es ist uns bestimmt. Ich bin fest davon überzeugt, dass es im Universum ein Schicksal gibt. Dieses Schicksal steht auf unserer Seite.“1

Der Glaube ist hier eine feste Überzeugung, nicht ein: „Ich weiß es nicht, aber es wird wohl so sein.“ Der Begriff des Schicksales ist nun ein Begriff aus der Welt der Religion, aber kein spezifisch christlicher. Da nun aber die christliche Religion eine Religion ist, gehört er auch zu ihr, auch wenn es die Tendenz gibt, statt von der christlichen Religion von dem christlichen Glauben zu sprechen, auch um zu verdecken, daß sie eine Religion ist. Dietrich Bohnhoefers fragmentarischen Erwägungen zu einem „religionslosen Christentumsverständnis wirkten sich dabei destruktiv aus ob der dem erwachsenden Tendenz, die christliche Religion auf eine Morallehre und Praxis zu reduzieren.

Hinter dem Glauben an das Schicksal steht der Glaube an einen die Welt im Allgemeinen und im Besonderen regierenden Gott. Würde an mehr als einen Gott geglaubt, könnte nicht mehr mit Gewißheit geglaubt werden, daß das Schicksal, für den ein Gott Menschen bestimmt hat, sich auch erfüllen wird, da ja die anderen Götter dies verhindern könnten. So verlangt der Schicksalsglaube eine monotheistische Religion.

In allen monotheistischen Religionen wird ihr Gott als sich offenbart habender und sich so bekannt gemacht habender geglaubt. Der Begriff des Schicksales entfaltet hier nun eine zu bedenkende Differenzierung: Der Gott, wie er sich offenbart und somit zu erkennen gegeben hat, kann nicht direkt in seinem Wirken an uns recogniziert werden, er erscheint als ein anderer Gott . Luther entfaltete dies in seiner Lehre vom „verborgenem Gott“. Der Begriff des Schicksales verdankt sich ebenso dieser Differenzerfahrung.Wer einen „Schicksalsschlag“ erleidet, etwa daß eine Mutter ihr eigenes Kind beerdigen muß, da es durch einen Unfall zu Tode kam, der kann in diesem Ereignis nicht das Wirken des uns Menschen doch liebenden Gottes wiedererkennen. Aber dieses Schreckliche wird nicht als ein Ereignis außerhalb des Regierens Gottes gedeutet, sondern daß auch hier Gottes Wille sich ereignet hat.

Aber das „Warum“, das „Wozu“ bleibt den davon Betroffenden und es Erleidenden unerforschlich. Es widersetzt sich nun aber der Schicksalsglaube dem, indem er darauf setzt, daß auch dies Schreckliche einen guten Sinn hat, da dies Schicksal von Gott selbst verhängt worden ist.

Die Frau von Perry Rhodan kann nicht erkennen, warum sie nun so lange und so weit von ihrem Manne getrennt ihre besondere Pflichten, ihre ihr zugemutete Aufgabe zu erfüllen hat, aber sie vertraut darauf, daß das Schicksal es gut mit ihnen beiden meint und somit sie auch wieder zusammenführen wird.

Der Schicksalsbegriff hat in der Frömmigkeit so eine zentrale Bedeutung, wird durch ihn die Serie unserer kontingenten Ereignisse unseres Lebens mit dem Glauben, daß Gott nicht nur die ganze Welt sondern auch unser besonderes Leben regiert. Die Verhältnisbestimmung zwischen Gottes Regieren isb als dem Bestimmer unseres Schicksales und unserer Freiheit, gehört zu den schwierigsten Aufgaben des sich reflektierenden Glaubens, der Theologie,aber in der Frömmigkeit wird beides geglaubt: unsere Verantwortlichkeit für unser Leben und daß doch Gott regiert.

Ein großer Verlust stellt es so dar, wenn dieser Begriff in der Theologie und Kirche fast völlig vergessen ist!

1Robert Felddorf, Das Sternenfenster, Perry Rhodan Nr 2100.