Dienstag, 15. September 2026

Der Kampf eines Musterschülers der politischen Theologie gegen die Eucharistie

 

Der Kampf eines Musterschülers der politischen Theologie gegen die Eucharistie





Professor Paul Zulehner ist nun nicht einfach ein linksliberaler immer hundertprozentig politischer Korrekter sondern auch ein Musterschüler der politischen Theologie.Mit gemischten Gefühlen erinnere ich mich an einen (Wahlkampf)Vortrag dieses Professors, wo ich am Ende nur noch eine Frage hatte: Hat uns Jesus Christus oder die aller- aller christliche Bundeskanzlerin Merkel erlöst?

Kath de berichtet nun von einem neuen Einfall dieses „Pastoraltheologen“, von seinem Kampf wider die Eucharistie. Im Hintergrund könnte eine gewisse Renaissance der eucharistischen Frömmigkeit stehen, es sei an die Heiligsprechung von Carl Acutis und an die Widerbelebung der eucharistischen Anbetung erinnert. Schon der Reformator Luther polemisierte gegen diese Anbetungspraxis mit dem phantastischen Argument: Jesus wolle von uns im Abendmahl gegessen und getrunken und nicht angebetet werden.

In dieser Tradition steht wohl auch diese Äußerung des Pastoraltheologen: „Laut Paul Zulehner ist die Eucharistie ein Auftrag zur Veränderung von Kirche und Gesellschaft. Wenn Menschen sich von der Eucharistiefeier tatsächlich verwandeln ließen, müsste dies Folgen für den Umgang mit Geflüchteten, für den Schutz der Schöpfung und für den Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit haben, sagte der Pastoraltheologe“.1

Also, nicht ist die Eucharistie ein gnadenvermittelndes Sakrament und schon gar nicht das Meßopfer der Kirche, sondern ein Appell an die Empfänger, sich selbst zu verändern. Theologegeschichtlich Interessierte könnten hier eine Rezeption der reformierten Theologie Karl Barths vermuten, der die letzten zwei Sakramente innerhalb des Protestantismus abschaffen wollte, um sie neu zu erfinden als das Fundament der Ethik, daß der Christ auf das ihm zugekommende Heil antwortet, gemäß Jesus Christus leben zu wollen. Ein Sakrament wäre so ein Eid, christlich leben zu wollen und nicht etwas Gnadenvermittelndes.

Unter dem Terminus des: Umganges mit den Geflüchteten versteht dieser politische Theologe, daß die Politik der offenen Grenzen der Kanzlerin Merkel prolongiert werden solle und daß jede Kritik an dem Projekt der Multiethnisierung der Völker Europas widerchristlich sei.

Für den Schutz der Schöpfung“ ist natürlich ein völlig unsinniges Anliegen, da Gottes Schöpfung das ganze Universum umfaßt und nicht nur den Planeten Erde. Gott allein ist der Schöpfer des Universums, er allein kann es auch erhalten und wenn er seine Schöpfung wirklich nichten wollte, dann hätte Gott dafür gewiß gute Gründe, sodaß wir als Christen nicht gegen ihn zu protestieren hätten.

Und dann soll der Christ sich verpflichtet fühlen, „für Frieden und Gerechtigkeit“ einzutreten. Das klingt gut, aber vor kurzem las ich in einem sehr klugen Buch: „Heute dient Demokratie samt Menschenrechtsforderungen in erster Linie der Sicherung des Weltbeherschungsanspruches der USA, der Legitimierung von Interventionen in die Angelegenheiten anderer Staaten, der Aufhebung ihrer Grenzen, dem Abbau ihrer Souveränitätsrechte und der Auslöschung der nationalen Kulturen zugunsten jener westlichen Zivilisationen und >Wertegemeinschaft<, die mit ihren oft genug gewaltsamen Interventionen die Freiheit ganzer Völker und Staaten mit Füßen tritt.“2,

Meint der politische Theologe nicht genau dies, wenn er von dem Ziel des Friedens und der Gerechtigkeit schreibt? Daß der Umgang mit den „Geflüchteten“ das Ziel der Auslöschung der nationalen Kulturen verfolgt, ist ja unübersehbar.

Augenfällig ist das völlige Unverständnis für den religiösen Charakter der Eucharistie, daß die Eucharistie der Gottesdienstkult der christlichen Religion ist in der Tradition des Jerusalemer Tempelkultes .

Der Empfang der Kommunion soll nur noch ein Appell und eine Selbstverpflichtung zu einem politischen Engagement sein gemäß den Vorgaben der politischen Korrektheit. Dann darf wohl auch gemutmaßt werden, daß der geforderte Schutz der Schöpfung meint, daß das Volk den „Gürtel enger zu schnallen habe“, da es bis jetzt in einer ihm nicht zukommenden Weise konsumiere und genieße! Wenn die Eurokraten große Kriege planen für die westliche Wertegemeinschaft, dann muß der „gemeine Mann“ eben zu verzichten lernen, müssen wir Europäer doch kriegsbereit gegen Rußland werden!



1 Theologe Zulehner fordert eine "Europaverwandlung" durch Eucharistie, Kath de 15.9.2026.



2Friedrich Romig, Die Rechte der Nation, 2002, S.101.

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