Sonntag, 15. Dezember 2019

Enttäuscht oder desillusioniert Gottes Menschwerdung?

Ein jüdischer antichristicher Witz soll in diese Problematik einführen: Eine jüdische Religionsstunde. Der Rabbiner wird von einem seiner Schüler angefragt: "Herr Rabbiner, es gibt Leute, die behaupten, daß der lang ersehnte Messias schon gekommen sei, er wäre dieser Jesus aus Nazareth!"Der Gefragte schaut aus dem Fenster, sieht ein kleines weinendes Kind und respondiert: "Nein, er ist noch nicht gekommen. Denn wenn er schon gekommen wäre, weinte kein Kind mehr!"
Wahrscheinlich war nicht nur der zelotisch gestimmte Judas Ischariot von dem Messias Jesus enttäuscht, hatte er doch von dem Messias die Befreiung Israels aus der römischen Fremdherrschaft erhofft, ja, das war doch die Primäraufgabe des ersehnten Messias, der dann aber wohl darüber hinaus nicht einfach eine Repristination des untergegangen Königreiches David und Salomos erhoffte, sondern daß nun aus Israel wirklich ein Land wird, in dem für alle überreich Milch und Honig fließen werden. Aber nüchtern betrachtet, erfüllten sich diese messianischen Hoffnungen nicht. Daß die Welt nun aber seit Weihnachten oder Ostern erlöst sei, hier darf aus rein moralischen Gründen dem Rabbiner nicht widersprochen werden: Ein einziges weinendes Kind widerlegt dies: Wir sind schon erlöst. 
Ein einfacher pragmatischer Ansatz löste dies Problem der ersehnten Erlösung der Welt, indem es Jesus als Auftrag zur Erlösung der Welt umdeutet, daß also wir Christen evtl in Cooperation mit anderen das Heilungswerk Jesu fortzusetzen haben, bis die ganze Welt erlöst sei.Faktisch reduziert sich das dann auf Programme zur Welternährung, eingedenk der Aufforderung Jesu, gebet ihnen zu essen und auf Weltgesundheitsprogramme, eingedenk der jesuanischen Heilungen von Kranken.Einfacher gesagt: Was der Messias nicht leistete, das ist nun unsere Aufgabe. 
Aber was für Erwartungen hegte man denn in Israel und so auch die Schüler Jesu, wenn sie glaubten, daß der Messias kommen wird oder was wurde erwartet, wenn er endlich da ist? Enttäuschung meint doch, daß eine berechtigte Erwartung nicht erfüllt wurde. So ist eine Ehefrau zu recht enttäuscht von ihrem Mann, wenn sie erfährt, daß er eine Geliebte hat. Kann dann aber auch so von einer Enttäuschung  gesprochen werden, wenn ein Woche für Woche Lotto Spielender nach einem Jahr feststellen muß, keinmal 6 Richtige gehabt zu haben? Ist  hier nicht eher von einer Desillusion zu sprechen, daß hier auf etwas äußerst Unwahrscheinliches gehofft wurde, sodaß zu erwarten war, daß dies erhoffte Ereignis nicht eintreten wird!
Warum kamm der Messias nicht in Bethlehem zur Welt, um dann gleich die ganze Welt auf einen Schlag zu erlösen, warum hat er stattdessen sein Heilswerk auf zwei Ankünfte aufgeteilt, daß die Kirche einerseits seine Ankunft feiert, die zu Weihnachten und daß sie andererseits sein Wiederkommen am Ende erwartet, daß er kommen wird zu richten die Lebenden  und die Toten, daß er dann erst das  ewige Gottesreich auf Erden errichten will?  Oder anders gesagt: Warum endet die Bibel nicht mit den Ostererzähungen, daß er nun bei uns ist als den Tod Überwundender. Warum ist das letzte Buch das der  Johannesoffenbarung, das uns das Ende dieser Welt verkündet und Jesu Christi endgültige Ankunft? 
Jesus von Nazarteth enttäuscht nur dann, wenn von seiner ersten Ankunft schon die vollständige Erlösung erwartet wird, daß es keine zweite Ankunft geben wird und geben kann, weil er schon hier auf Erden gelebt habend das Werk der Erlösung vollständig zu erfüllen habe.Nur, könnte das nicht selbst eine Illusion sein, daß eben das Erlösungswerk des Messias nicht durch einen Akt vollbracht werden konnte. Es müßte also Anselm von Canterburys Opus: "Warum wurde Gott Mensch?" ergänzt werden durch die Frage: "Warum muß der Messias zur Erlösung der Welt in zweifacher Weise erscheinen, zuerst so, wie es die Evangelien berichten und dann, wie  es die Johannesoffenbarung uns verheißt? Der erste Advent, daß Gott Mensch geworden ist in Bethlehem befreite uns so auch aus der Illusion, daß das ganze Heilswerk in einem einzigen Akt vollbracht werden konnte! Das wäre vergleichbar mit dem Wunschdenken eines Schwerkranken, daß ein Arzt durch eine einzige Behandlung auf Anhieb ihn vollständig wieder gesund machen könnte.
Könnte es nun Gründe dafür geben, daß das Erlösungswerk Christi in zwei Akte aufgeteilt wurde? Oder sollte Gott das ganz frei willkürlich so angeordnet haben? Meines Erachtens könnte darauf so respondiert werden: Das eine Opfer Jesu Christi, durch das alle Menschen erlöst werden sollen, ist nicht einfach nur das Karfreitagsopfer sondern die Einheit des Kreuzaltaropfers mit den kirchlichen Meßopfern.Das kirchliche Meßopfer erinnert nicht einfach an ein einst vergangen geschehenen Opfer, sondern in ihm ist das Karfreitagsopfer so gegenwärtig, daß einerseits gilt, daß das Meßopfer nicht sein könnte ohne das Karfreitagsopfer, daß aber auch das Karfreitagsopfer nicht sein könnte ohne die Meßopfer. Das Eine ist nur, indem es in Vielfältigkeit erscheint und darin mit sich identisch bleibt. Das eine heilsgenügsame Opfer ist eben die dialektische Einheit des Urbildes des wahren Opfers mit seinen vielen Abbildern des kirchlichen Kultes des Alten wie des Neuen Bundes.  Einfacher formuliert: Erst durch die Kirche vollendet sich das Heilswerk Christi, bis zu  dem Punkt, wo der Messias die Frucht dieses Erlösungswerkes dann heimbringen wird zu Gott in seiner endgültigen Wiederkehr.      

Samstag, 14. Dezember 2019

Zum Kampf gegen die Frau, auch etwas zum Feminismus

Die Frauenfrage ist als Begriff jedermann bekannt und mancher meint, das wäre etwas so Grundlegendes wie etwa  die  "soziale Frage". Was frägt denn nun eine Frau, wenn sie diese Frage stellt und wem stellt sie sie? Es darf nämlich gemutmaßt werden, daß Frauen sie anders stellen als man (Mann) es gewohnt ist, sie zu stellen. Verlassen wir also den öffentlichen verpublizierten Diskurs der Frauenfrage , um sich auf die intime Fragestellung zu kaprizieren. 
Die wirkliche, intime Frage lautet nämlich: "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Das Streben nach Schönheit ist das die Frau Auszeichnende, so wie der Mann danach strebt, ein Held zu werden. Das mögen Atavismen sein, so könnte es scheinen, aber diese  beiden Strebebewegungen verschwanden nicht einfach in der Aufklärung, in der auf sie errrichteten Moderne oder gar Postmoderne, sie maskieren sich nur jeweils dem kulturellen Kontext gemäß. So veränderte die Kosmetik das Streben der Frau nach Schönheit, sie kann nun ihre natürliche Schönheit kultivieren und der Mann kämpft heute nicht mehr gegen Feuer speiende Drachen, um sich als Held zu erweisen, denn sportliche und berufliche Erfolge stellen das moderne Heldentum dar.
Aber wo es sich vom Durchschnitt Abhebende gibt, da wächst auch der Neid, die Abneigung gegen die "Schöneren" und "Heldenhafteren".
In der christlichen Religion gehörte so der Kampf gegen die "Putzsucht" der Frau wohl zu den Konstanten spezifisch an Frauen adressierter Moralpredigten. Unter dieser "Putzsucht" ist nun nicht die Liebe zum Frühjahrsreinigen gemeint, sondern der Wille der Frau, sich schön zu machen, daß ihr  in der Regel ihre natürliches Schönsein nicht genügt, sie möchte es künstlich optimieren. Statt nach äußerlicher Schönheit habe sie nach der wahren Schönheit zu streben, nach einem tugendhaften Leben, das dann ihre wahre Schönheit sei. Es liegt nun nahe, hier einen von vielen Fällen der Frauenunterdrückung im Patriachat wahrzunehmen, daß halt die Männer die armen Frauen unterdrücken wollen. 
Nur, ist diese Vorstellung denn nun auch plausibel, so gut sie sich auch in den feministischen Diskurs der Unterdrückung der Frau einzeichnen läßt? Welches Interesse sollten Männer daran haben, den Willen der Frau, sich zu verschöneren, zu verurteilen, zumal es gute, sehr gute Gründe für die Annahme gibt, daß Frauen sich  schöner machen wollen, um Männern zu gefallen, um dann einen ihnen passenden zu heiraten. Kein Unterdrücker unterdrückt ja nicht einfach um des Unterdrückens willen.  
Blicken wir also zurück auf die Frauenfrage: "Wer ist die schönste im ganzen Lande?" und kaprizieren uns nun auf das mit dieser Fragestellung mitgesetzte Problem: Es gibt auch weniger schöne Frauen, wenn es die schönste gibt, ja, einigen wird der Spiegel gar respondieren: "Du bist nicht schön!" Eingedenk Nietzsches Moralkritik, etwa in "Jenseits von Gut und Böse" und seiner "Genealogie der Moral" könnte vermutet werden, daß die Kritik an der "Putzsucht" der Frauen eine Kritik von Frauen an Frauen ist! Die Frauen, denen der Spiegel immer nur die Antwort gibt:"Du nicht! Du bist nicht schön und Du kannst aus  Dir keine schöne Frau  machen!, die erstreben dann eine Umwertung der Werte, daß nun das Schönsein und Schönseinwollen etwas moralisch Verwerfliches sei. Die natürliche Liebe gilt dem Schönen (der Frau) und dem Starken (dem Manne).Jetzt soll das verwerflich sein! (Ist denn vielleicht der Kampf des Bürgertumes gegen den Adel nicht auch ein Kampf gegen das Ideal der Stärke- der Adel war  zuerst der Schwertadel?) 
Der Feminismus wäre so auch der Aufstand gegen die elementarste Frauendiskriminierung im Namen des Ideales der Schönheit. Denn was ist für eine Frau diskriminierender (einen Unterschied machend) als der Anblick einer Frau, die der anderen sagt: "Nie kannst Du so schön sein wie ich!"So wäre der Feminismus eben auch (nicht nur) ein Kampf von Frauen gegen alle durch ihr Schönsein privilegierten Frauen. 
Für den demokratischen Geschmack darf es eben keine Privilegierten geben, denn alle haben gleich zu sein. Daß kann im Vorstellungsaum der Ästhetik, des Schönen nur erreicht werden, wenn das Streben nach dem Schönsein perhorresziert wird. In der feministischen Sprache heißt das: Eine Frau, die sich schön macht, degradiert sich herab zum Sexobjekt des Mannes. Nur das Unschönsein ist so aus dieser Frauenperspektive her tugendhaft. 
Aus katholischer- antifeministischer Sicht gilt aber, daß ein natürliches Streben nichts Sündiges sein kann, denn das Natürliche ist von Gott gewollt, aber auch ist es Gottes Wille, daß der Mensch das Natürliche nach seinem Willen formt, das ist sein Herrschaftsauftrag, denn die Frau auch darin erfüllt, daß sie ihre natürliche Schönheit kunstfertig optimiert. So ist es ein fataler Irrtum, wenn gemeint wird, daß das Streben der Frau nach einem Sichverschönern das Produkt manipulativer Werbung der Kosmetikindustrie sei, nein, die kann nur so erfolgreich sein, weil sie an dem natürlichen Bedürfnis am Schönsein der Frau anknüpfen kann. Der Feminismus ist dagegen ein Aufstand gegen das Natürliche der Frau von Frauen selbst inszeniert. Dazu paßt es dann auch, daß das Kernanliegen des Feminismus der Kampf gegen die Mutter  ist, daß Frauen das Recht für sich beanspruchen, ihre Leibesfrucht im Mutterleibe töten lassen zu dürfen- der Kampf der Frau gegen sich selbst!  

Freitag, 13. Dezember 2019

Eine Theaterinszenierung namens Seenotrettungsschiff

Seenotrettung- was ist das?
"Die Wahrheit ist in diesem Fall ganz einfach: Diese Leute im Mittelmeer zahlen professionellen Firmen viel Geld dafür, dass sie in hochseetüchtige Spezialschlauchboote gesetzt werden und dann mit diesen Schlauchbooten bis außerhalb der Hoheitsgewässer Libyens schippern. Dort angekommen, stellen sie den Außenbordmotor ab, funken einen Notruf und spielen „Seenot“, damit eines der vielen Schlepperschiffe aus Europa sie aufnimmt und kostenlos weiter nach Italien fährt. Sobald sie in Italien angekommen sind, beantragen sie mit irgendeiner ebenfalls gelogenen Geschichte Asyl, reisen anschließend nach Deutschland und erhalten so Zugang zum großzügigsten, lebenslang zahlenden Sozialsystem  der Welt. Die Leute sind in ihrem Schlauchboot also nicht in „Seenot“, und sie werden auch nicht „gerettet“, sondern alles ist ein abgekartetes, von A bis Z verlogenes Spiel." Politically incorrect 12.12.2019.

Und die EKD? 
 "Berlin (epd). Die evangelische Kirche will gemeinsam mit anderen Organisationen ein Schiff zur Rettung von Menschen aus Seenot ins Mittelmeer schicken. Dass dort weiterhin Menschen ertrinken, sei etwas, das man nicht hinnehmen könne, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, in Berlin. Er kündigte an, dass ein Verein gegründet werden soll, der ein eigenes Schiff kauft." epd-news 13.9.2019

Eines muß hier irritieren: 

1. Sollte die EKD- Führung wirklich diese Seenotrettungsinszenierung nicht durchschauen und wirklich glauben, daß es um eine Rettungsaktion von in Seenot Geratenen handelt? Aber warum werden dann die in Seenot Geratenen aus dem Meer "gefischt", um dann nach Europa transportiert zu werden, statt sie zu nahe gelegenden Häfen zu bringen? Und mit welchem Recht stellen diese Seenotopfer dann, kaum europäischen Boden betretend, Asylanträge, wenn es nur darum ginge, sie aus einer Seenot zu retten? Es ist zu offensichtlich, daß hier nur mit inszenierter Seenot eine illegale Einreise  erwirkt werden soll. Wenn dann noch in der Seenot alle Ausweisdokumente verloren gehen, damit nicht mehr recognizerbar ist, aus welchem Lande der in Seenot Geratende geflohen ist, damit er nicht repatriiert werden kann, dann wird der versuchte Asylbetrug so offensichtlich, daß auch die EKD das unmöglich übersehen kann. Also will die EKD mit diesem gestifteten Seenotrettungsschiff nur den Asylbetrug fördern. Wenn nämlich wirklich legitime Gründe für ein Asyl vorlägen, warum verschwinden dann die Ausweisdokumente, sodaß die Antragsteller nicht einmal mehr angeben können und wollen, in welchem Lande sie verfolgt worden sind, sodaß sie daraus geflohen sind. 

2. Wie konnte es dazu kommen, daß die Evangelischen, für die der Patriotismus, die Liebe zum Vaterland eine christliche Selbstverständlichkeit war, nach 1945 so einen eindeutigen antideutschen Kurs fährt? Naheliegend ist die Antwort: Die Vergangenheitsbewältigung hat dazu geführt, daß man als Deutscher nur noch als anständiger Mensch gilt, wenn man antideutsch sich gibt. Das Eigene verachten und nur das Fremde lieben, das ist nun die erste Tugend des evangelischen Christen, dem aber zusehens auch die Katholische Kirche zustimmt.  Emanuel Hirschs Essay: "Liebe zum Vaterlande" ist  nach 1945 ein unmöglich gewordenes Buch, nicht nur für Evangelische.     

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Das Ende der Mission? Papst Franziskus Missionsprofil

Anläßlich der Ernennung von Kardinal Luis Antonio Tagle zum Präfekten der Römischen Kongregation für die Evangelisation der Völker brachte Katholisch info am 9.12. 2019 diese Zusammenstellung über Papst Franziskus und die Mission, die hier vollständig wiedergegeben wird:
  • der hartnäckige Kampf von Papst Franziskus gegen den „Proselytismus“, der wie eine Ablehnung der Mission wirkt;
  • die Absage von Papst Franziskus an den Atheisten Eugenio Scalfari, den er „nicht bekehren“ wolle;
  • das Dokument vom Dezember 2015 der Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum, die dem Vorsitzenden des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen untersteht, mit dem eine „Ablehnung“ einer „institutionellen Judenmission“ durch die Kirche erklärt wird;
  • die Aussage von Papst Franziskus bei einer Eine-Welt-Veranstaltung der Fokolarbewegung in Rom, daß es „nicht wichtig“ sei, welcher Religion man angehört;
  • die Unterzeichnung des Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen in Abu Dhabi, in dem die „Vielfalt der Religionen“ als Ausdruck des Göttlichen Willens behauptet wird, was Franziskus seither mehrfach wiederholte;
  • die Errichtung Hohen Rates zur Umsetzung dieser Zielsetzungen;
  • die Unterstützung des Projekts Abrahamic Family House in Abu Dhabi mit einem gemeinsamen Kultzentrum für die drei „abrahamitischen“ Religionen durch die Errichtung einer Kirche, einer Synagoge und einer Moschee;
  • die Anerkennung heidnischer Götzen im Zuge der Amazonassynode und deren ehrerbietig Behandlung durch Kirchenvertreter und ihre Präsenz im Petersdom und einer anderen Kirche. 
Die Tendenz ist leider eindeutig: Die Religion, welche auch immer, sei eigentlich unwesentlich, wichtiger, daß alle trotz verschiedener Religionszugehörgkeit miteinander wirken zur Humanisierung der Welt oder jetzt aktueller zum Erhalt der "Schöpfung". 
Daß die christliche Religion im wesentlichen der Aufruf zur praktischen Nächstenliebe sei, muß wohl als die Grundüberzeugung der meisten heutigen Christen angesehen werden. Nicht nun, daß deshalb diese nun massenhaft praktiziert würde, sondern in erster Linie dient dies Christentumsverständnis dazu, zu legitimieren, daß man als Christ nicht zum Gottesdienst geht, faktisch kein religiöses Leben führt, schon gar nicht sich mit Fragen der Religion beschäftigt, oder gar ein Interesse an Theologischem hegt. Nein, man kann ein guter Christ sein, und ist es auch, wenn man sich bemüht, anständig zu leben und irgendwie dann auch an (einen) Gott glaubt. Schon was dann ein "anständiges" Leben ausmache, hat kaum noch etwas mit der spezifisch christlichen oder irgendwie religiösen Moral zu tuen, denn auch der Christ orientiert sich da einfach an dem, was allgemein als anständig empfunden wird. Eine spezifisch christliche Moral, die sich klar von der allgemeinen, was man für anständig hält, unterschiede, käme selbst vielen Christen sektiererhaft fundamentalisisch vor.

Will Papst Franziskus so nur das "offizielle" noch gültige Verständnis vom Christsein diesem populären anpassen, daß  jede Art von Mission als unangemessen und sektiererisch empfunden wird?Oder verbirgt sich hier doch ein größeres Vorhaben des Papstes, etwa das der Erschaffung einer Einheitsreligion für die globalisierte Welt? 

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Ehebruch-warum nicht? Kurz und bündig

Kurz und bündig: "Wann wirst du begreifen,daß es heute um die Summe des menschlichen Glücks geht und daß der Ehebruch gerechtfertigt ist, weil er zwei Menschen glücklich und nur einen unglücklich macht?" Claude des Olbes, Emilienne, in dem Kapitel: "Schatten in der neuen Ehe", 1970, S.206. Es ist doch bezeichnend für unseren menschlichen Verstand, daß er für jede Sünde eine Rechtfertigung findet, sodaß mit gutem Gewissen gesündigt werden kann.

Dienstag, 10. Dezember 2019

Über den Kampf des "synodalen Weges" wider die Vernunft

 Ein Vorbereitungstreffen des "synodalen Weges" offenbart es: Nicht nur soll hier eine neue Kirche kreiert werden, da die alte nicht mehr zeitgemäß sei, auch muß gegen die Vernunft gekämpft werden, wenn es gilt, die bisherige Lehre der Kirche etwa zum Thema: "Homosexualität" außer Kraft zu setzen. Wissenschaftler und Bischöfe konferierten, um der Wissenschaft Gehör zu schenken für das große Deformvorhaben des "synodalen Weges".
"Expertentreffen der Familienkommission der Deutschen Bischofskonferenz Bischöfe mit Wissen-schaftlern einig: Homosexualität ist etwas Normales". Kath de am 6.12.2019. "Einverständnis herrschte darüber, dass die sexuelle Präferenz des Menschen sich in der Pubertät ausprägt und eine hetero- oder homosexuelle Ausrichtung annimmt. Beide gehörten zu den normalen Formen einer sexuellen Prädisposition, die durch keine spezifische Sozialisation veränderbar sei oder verändert werden müsse."
Kurzkommentar: An Deutschen Universitäten gibt es keinen freien wissenschaftlichen Diskurs über die Homosexualität. Die Homosexlobby diktiert faktisch, was diesbezüglich geforscht und gelehrt werden darf. Das führt auch dazu, daß Thesen vertreten werden, die jeder Vernunft widersprechen. Das Ziel gelebter Sexualität ist die Hervorbringung von Nachkommen. Eine sexuelle Ausrichtung, die der Homosexualität verunmöglicht nun die Realisierung dieses Zweckes der gelebten Sexualität und kann so nicht als normal bezeichnet werden. Das ist genauso absurd, als wenn eine angeborene Blindheit oder Taubheit als normal bezeichnet werden. Denn wie die Augen zum Sehen, die Ohren zum Hören so ist die Sexualität zur Fortpflanzung bestimmt.
Der Lustgewinn,, der mit gelebter Sexualität in der Regel verbunden ist, ist nun nicht der Zweck der gelebten Sexualität,sondern soll die Menschen dazu motivieren, in der Erwartung des Lustgewinnes geschlechtlich zu verkehren, damit so der Nachwuchs  entsteht. Wäre die einzige Motivation zur Fortpflanzung die Einsicht in die Pflicht, zum Erhalt der Menschheit durch die Fortpflanzung zu sorgen, wäre wahrscheinlich die Menschheit schon ausgestorben an Mangel an Nachwüchsen.Nur plunpe Hedonisten werden das Motivationsmittel des zu erwartenden Lustgewinnes für den Zweck der gelebten Sexualität erachten. Oder soll der Zweck der Nahrungsaufnahme etwa der des Geschmacksgenusses sein und nicht der der Ernährung des Körpers, sodaß er lebendig bleibt?Aber die Wissennschaft wird eben heteronom durch die politische Korrektheitsidologie und die machtvolle Homosexlobby diktiert, was sie für "Ergebnisse" zu erzielen hat, selbst wenn sie vernunftwidrig sind. In der DDR sang die Wissenschaft: "Die Partei, die Partei hat immer recht", das neue Lied heißt nun:"Die Homosexlobby, die Homosexlobby, hat immer recht." Kein Wunder, daß angesichts von so viel Lobbymacht die anwesenden Bischöfe zustimmten.    

Montag, 9. Dezember 2019

Fenster zu einer anderen Wirklichkeit: Religion und Kunst

"Leicht ließe sich denken, daß ihr [der Kunst]  autonomes Reich mit der auswendigen Welt nicht mehr gemein hat als entlehnte Elemente,die in einem gänzlich verändertem Zusammenhang treten." Dieser Gedanke stammt von Adorno, Ästhetische Theorie, stw 1973, S.15. 
"Der Psychlogismus ästhetischer Interpretationen versteht sich nicht schlecht mit der philiströsen Ansicht vom Kunstwerk als einem harmonisch die Gegensätze Beschwichtigendem, dem Traumbild eines besseren Lebens, ungedenk des Schlechten, dem es abgerungen ist." (S.25)
Kunst als Flucht vor der Realität? Adorno dazu: "Anpassung an die Realität wird zum summum bonum [des Realitätsprinzipes]. Die Realität liefert zu vielen realen Grund, sie zu fliehen,als daß eine Entrüstung über Flucht anstände,die von harmonischer Ideologie getragen wird;" (S.21)Wahrlich, tiefsinnige Gedanken über das Kunstwerk. Spontan: Diese hier von Adorno zitierte Kunstkritik erinnert auch an eine populäre Religionskritik als Fluchtbewegung aus der Realität in imaginäre Traumwelten. Aber verweilen wir beim Kunstwerk und seiner Relation zur Wirklichkeit. Der Gedanke, die Kunst als autonomes Reich zu verstehen, besticht. Darin reflektiert sich die Emanzipation der Kunst aus dem Leben des religiösen Kultes, des ersten Ortes seines Seins. Wenn aber die Kunst nicht mehr dem Kult subordiniert ist und sie sich auch nicht wieder andrem gegenüber subordinieren läßt als Propagandakunst für politische Ideologien oder der Werbung, dann ist sie autonom. Das heißt aber seit der Moderne, daß ihre Autonomie nur ein anderes Wort ist für ihr Unterworfensein unter die Gesetze des freien Marktes. 
Wenn das Realitätsprinzip das aller Wissenschaften ist, dann ist die Kreativität das Prinzip der Kunst: Sie schafft im Kunstwerk ein nichtwirkliches Reich, das aber für den sie Wahrnehmenden zur Realität wird, solange das Kunstwerk genossen wird. Das wäre die Differenz zur Religion, in der der Mensch sich in Beziehung setzt mit der Wahrheit jenseits der Scheinwelt des Wirklichen. 
Nur, was macht dann die ästhetische Qualität eines Kunstwerkes aus? Seine Qualität kann dann ja nicht seine angemessene Widerspiegelung der Wirklichkeit sein.  
Eines dürfte aber mit Adorno wohl gesagt werden, daß der Tod der Kunst nicht einfach sich ereignen würde, wenn die Welt so gut wäre, daß sie kein Flüchten aus ihr mehr sinnvoll erscheinen ließe. Die Kreativität, künstliche Reiche zu schaffen, versandete nicht in einer gerechten und guten Welt, wenn denn überhaupt je eine solche von Menschen erschaffbar wäre.  
Näher liegt es doch, gerade in dieser menschlichen Kreativität des Hervorbringens von Kunstwerken die Ebenbildlichkeit des Menschen zu erkennen, daß er an der göttlichen Kreativität des Weltenerschaffens in derMiniaturform des Kunstwerkes partizipiert. Könnte es so doch noch auch für das autonome Kunstwerk einen Bezug zur Religion geben, daß in und durch sie Fenster zu jenseitigen (künstlichen) Welten erschaffen werden, die den Kunst Genießenden aus der Eindimensionalität des Wirklichen herausführt zur Vorstellung von anderen Wirklichkeiten jenseits der uns gegebenen Realität.      

Sonntag, 8. Dezember 2019

„und sie folgten einem leuchtenden genderstar“ oder auf den BDKJ ist Verlaß

Einst in München lebend,auch am politischen Leben interessiert, sammelte ich gern Flugblätter ein, um auch über den politischen Rand mich zu informieren. Linke Organisationen mit ihren Themen dominierten da. Unter Aufrufen standen dann die vielen linken und linksradicalen Unterstützer, die meisten bekannt. Nur eine Abkürzung irritierte mich damals: BDKJ. Hieß das: "Bund demokratischer/deutscher Kommunisten,Jugend" oder "Basisdemokratische kommunistische Jugend" oder...Einer, der sich besser auskannte, klärte mich dann auf. Das stünde für den  "Bund der Deutschen Katholischen Jugend" oder so ähnlich, aber mit "Katholisch" hätten die wirklich nichts im Sinne, nur daß sie einen Haufen Geld von der Kirche bekämen, das sie dann für linke Politprojekte ausgäben. Und das ließe die Kirche zu, frug ich. "Die ist eben so dumm!" erhielt ich als Antwort.
Heutzutage hat sich da vieles geändert. Der politische Linksradicalismus hat sich umgeformt zu einer militanten Anti-AfD- und Antirechtsbewegung, von den vielen Gutmenschen und Politisch Korrekten mit klammheimlicher Sympathie begleitet. Und der jetzige BDKJ: Selbstverständlich engagiert er sich auch vorbildlich im Kampfe gegen Rechts.  
Aber der BDKJ kämpft auch an anderen Fronten!  Der BDKJ-Köln startete eine beeindruckende Postkartenagitationskampagne. Kath net berichtete darüber am 4.12. 2019. „und sie folgten einem leuchtenden genderstar“lautete die Parole einer dieser Agitationspostkarten. Damit kann einerseits der Stern von Bethlehem gemeint sein, oder aber auch Jesus Christus, dem dann seine Schüler wie einem "genderstar" hinterher gelaufen wären. Wie dem auch sei, Hauptsache, daß für die Genderideologie Propaganda betrieben wird.
Ein weiterer Agitatonshöhepunkt vermeldet Kath net: Zum Motiv „Ausschlafen ist meine Sonntagspflicht“ informiert der BDKJ Köln, dass die Sonntagspflicht nicht zur „Pflichtübung“ des Sonntagsgottesdienstes „verkommen“ dürfe, denn der Sonntag sei für den Menschen da und nicht der Mensch für den Sonntag. Es schlafen nun schon Sonntag für Sonntag circa 90 Prozent der Katholiken Deutschlands aus,statt zur hl. Messe zu gehen, aber  diese Quote ist optimierbar. Bei den Evangelischen gehen nur noch 3 Prozent und in der progressiven Katholischen Kirche der Niederlande nur 1 Prozent zum Gottesdienst. (vgl zu den Niederlanden: Katholisch de am 6.12.2019, der Standpunktkommentar) Es lassen sich in Deutschland eben noch zu viele durch die  Rede von der Sonntagspflichtmesse vom sonntäglichen Ausschlafen abhalten. Schlafen, heißt es doch im Volksmunde, wer schläft, der sündigt nicht, ist eben besser als zur hl. Messe zu gehen.
Ach ja, was uns noch an zeitgenössischer Polemik gegen die Kirche fehlte, daß sie männerdominiert sei: Und auch von künftigen Päpstinnen zu träumen ermuntert der BDKJ Köln beim Motiv „Wenn ich groß bin, werde ich Papst… Oder auch Päpstin. Weder Traditions- noch Autoritätsargumente können die Forderung nach den Zugangsmöglichkeiten zu allen Ämtern für alle Gläubigen verhindern. Gott ist Mensch geworden und nicht Mann. Weil er uns alle in seinen Dienst ruft, hat die Kirche kein Recht, diesem Ruf entgegenzustehen.
Der BDKJ verfügt eben über besondere Kenntnisse über Jesus von Nazareth, daß er kein Mann war sondern ein geschlechtsloser Mensch. Er  war eben ein genderstar, sich mal männlich, mal weiblich und mal androgyn und mal geschlechtslos gebend.Wir erinnern uns: Anhänger der "Deutschen Christen" entdeckten in den 30er Jahren, daß Jesus gar kein Jude sondern ein Arier gewesen sei- man wollte halt zeitgeistgemäß antisemitisch sein, jetzt entdeckt der BDKJ-Köln, daß dieser Jesus kein Mann war, man will ja zeitgeistgemäß feministisch sein.
Und was die Theologiekenntnisse dieser Vereinigung angeht, so spricht er sich hier selbst sein Armutszeugnis aus: 1. Gott beruft nicht alle Menschen in seinen Dienst, sondern nur die, die er dazu erwählt hat und 2. schon gar nicht erwählt er alle Menschen zum Priesterdienst.  Jesus selbst hat nur Petrus zum Petrus/Papstamt erwählt und nur die 12  zu Priestern. Schon im Alten Bund erwählte Gott nur das Volk Israel und nicht alle Völker zu seinem Volke und er erwählte nur den Stamm Levi zum Priesterstamm und nur ganz wenige zu Hohenpriester!
Das Resümee: Wem solch ein Jugendverband zu eigen ist, der braucht keine Feinde mehr!

Samstag, 7. Dezember 2019

Eine sinnlos gewordene Orgaisation: Die Nato

"Geradezu wie ein Befreiungsschlag wirkt dagegen die NATO-Erklärung, China künftig als potentielle Bedrohung zu sehen. Das freut nicht nur Washington, sondern gibt der NATO einen gemeinsamen strategischen Gegner, der als Bedrohung inszeniert werden kann." Freie Welt am 5.12.2019: "Gipfel offenbart die Gegensätze. 70 Jahre Nordatlantikpakt: NATO zerstritten wie nie zuvor"
Nach 1989 schrieb ein deutsches Satiremagazin: Der Super-Gau; die Nato hat keinen Feind mehr! Vorschläge für einen neuen bitte an die Nato adressiert einsenden.30 Jahre später steht diese Militärorganisation immer noch vor diesem Problem: Was rechtfertigt ihre Existenz, wenn es keinen gemeinsamen Feind mehr gibt? Bei ihrer Gründung war noch alles klar: Da stand der "freie Westen" gegen das "sozialistische Lager", da war die Welt bestimmt durch die ideologische Differenz zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Nur unsere deutsche Lage war unklar,da wir als BRD zum westlichen und als DDR zum sozialistischen Lager gehörten und als Österreich neutral waren. 
Der  große Kampf um die Vorherrschaft Europas zwischen Spanien,England und Frankreich ausgefochten, seit 1871 spielte Deutschland dann auch noch mit, vereinfachte sich auf die West-Ostkonfrontation. Die Interessenskonflikte innerhalb der beiden Blöcke wurden bei Seite geschoben ob der Konzentration auf diesen Gegensatz hin. Aber jetzt, wo dieser Gegensatz aufgelöst ist, revitalisieren sich eben diese Interessengegensätze. 
Eine Intention der Gründung der NATO und der EWG, der späteren EU  war natürlich die Niederhaltung Westdeutschlandes ob seiner Vergangenheit als Hitlerdeutschland. Einerseits sollten wir klein gehalten werden, damit von uns keine Bedrohung mehr ausgehen kann, andererseits wurde aber auch ein starkes Deutschland gebraucht als Frontststaat gen Osten in defensiver wie in offensiver Hinsicht.
Aber was bleibt nun von dieser Konstruktion noch übrig seit der Beseitigung des "östlichen Lagers"? Die Nato ist überflüssig geworden! Sie ist ob ihres Erfolges überflüssig geworden, soll aber doch noch aufrecht erhalten werden, nur zu welchem Zwecke?
China als gemeinsamen Feind zu proklamieren, wirkt doch sehr an den Haaren herbeigezogen; zudem ist dies Feindbild für uns Deutsche völlig abstrus ob unseren traditionell guten Beziehungen zu China. Aber die Nato braucht eben einen gemeinsamen Feind, denn ohne einen solchen würde diese Militärorganisation sinnlos werden! Oder hat dies Bündnis für die Eurokraten doch noch einen Sinn, vielleicht den der Überwindung der Nationalstaaten Europas?   

Corollarium 1
Problematisch ist aber eine einfache Identifikation der Nato und der EU mit dem "christlichen Abendland", denn a) gehörte Rußland immer zu diesem Abendland dazu, gerade als so christlich geprägtes Land- man denke an die Russisch-Orthodoxe-Kirche und b) ist die Ideologie des  "freien Westens", der Liberalismus nicht einfach christlich-abendländisch, ist er doch eher antikirchlich ausgerichtet.    
 

Freitag, 6. Dezember 2019

Seinen eigenen Tod herbeiführen wollen per Patientenverfügung?

"Wer eine Patientenverfügung ausfülle, müsse nicht "an Schläuchen hängen und anderen ausgeliefert sterben", so Käßmann. "Ich kann festlegen, dass ich keine Magensonde bekomme. Dann wird der Sterbeprozess zügig sein: Ohne Flüssigkeit und Nahrung geht es nur noch um Tage." So die Ex-EKD-Vorsitzende Frau Käßmann:"Habe alle Vorkehrungen" für eigenen Tod getroffen" katholisch de am 4.12. 2019. Diese Erklärung stellt nun der Moraltheologie bzw Moralphilosophie vor ernste Fragen.
Ist dies Vorhaben unter dem Begriff des Freitodes zu subsumieren? Die betreffende Person wil ihren Tod herbeiführen durch Verdursten und Verhungern. Ihr Ziel ist es, so einem Weiterleben an Schläuchen hängend und anderen ausgeliefert seiend zu vermeiden. Vorausgesetzt ist dabei, daß sie, um zu überleben künstlich ernährt werden müßte. Da urteilt sie nun, daß sie lieber  tot sein möchte als so zu leben. Zu beachten ist dabei, daß die Notwendigkeit einer künstlichen Ernährung keines Falls notwendig voraussetzt, daß der Patient so schwer erkrankt ist, daß in Bälde sein Tod zu erwarten ist. 
Die Patientenverfügung, verfaßt zu einem Zeitpunkt, wo es keinen Zweifel daran gibt, daß dies der freie Wille der Frau Käßmann ist, ist so eine Aufforderung zur Tötung ihrer Person durch das Unterlassen einer künstlichen Ernährung, damit sie so verdurstet und verhungert. In der Meinung, daß das Verdursten und Verhungern nur ein paar Tage währen würde, will sie lieber so sterben als künstlich ernährt weiter zu leben. 
Tötungsakte bestehen ja nicht nur durch aktives Tuen, etwa jemanden erschießen, sondern auch durch  Unterlassungen, wenn etwa eine Mutter ihr Kind verhungern ließe. So gesehen stellt diese  Patientenverfügung einen Fall einer beabsichtigten Selbsttötung dar, indem dazu aufgefordert wird, unbedingt zum Überleben notwendige Maßnahmen nicht zu ergreifen. 
Ist es also moralisch legitim, sich so das eigene Leben nehmen zu lassen? Zu beachten ist ja die besondere Begründung: nicht anderen ausgeliefert zu sein. Jeder Pflegepatient ist in der Regel anderen, seinen Pflegern "ausgeliefert", sein Leben ist von ihnen abhängig, wenn etwa der Patient nicht mehr selbstständig die Nahrung zu sich nehmen kann, sodaß er gefüttert werden muß. Sollte das schon einen Freitod rechtfertigen?  
Nach der Katholischen Lehre ist jeder Freitod eine moralisch unerlaubte Handlung. Selbst wenn diese Position als zu rigoristisch abgelehnt wird, denn nähme man es ernst, hätte dann auch der hl. Maximilian Kolbe gesündigt, als er sich dazu entschied, sich töten zu lassen, um einen anderen zum Tode Verurteilten das Leben zu retten, wird man schwerlich diese Gründe, nicht künstlich ernährt werden  und nicht in Abhängigkeit von anderen leben zu wollen, als triftige Gründe für einen Freitod anzuerkennen. Eine triftiger Grund wäre es dagegen, sich töten zu lassen, wenn so nur das Leben anderer gerettet werden kann. 
Bonhoeffer konstruiert dazu den Fall, daß jemand in Kriegsgefangenschaft geraten, befürchtet, gefoltert zu werden, um kriegsrelevante Geheimnisse zu verraten, wobei dieser Verrat dann den Tod vieler Kameraden verschulden würde, sodaß es legitim sei, sich zu töten, um so den Verrat zu verhindern. Aber sich töten lassen wollen, um nicht künstlich ernährt werden zu wollen und in Abhängigkeit von Pflegern weiterleben zu wollen, das ist schwerlich akzeptabel.  

 

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Funkioniert der Deutsche Rechtsstaat noch?

GIESSEN. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Gießen erfüllt die Aussage „Migration tötet“ nicht den Straftatbestand der Volksverhetzung. „Nach vorstehenden Ausführungen ist der Wortlaut des inkriminierten Wahlplakats ‘Migration tötet’ nicht als volksverhetzend zu qualifizieren, sondern als die Realität teilweise darstellend zu bewerten“, heißt es in dem Beschluß aus dem Urteil von Anfang August. Junge Freiheit vom 2.12.2019 
Daß wir noch in einem Rechtsstaat leben, beweist dies Urteil, aber es ist doch zu erwarten, daß dies Urteil, wenn in Revision gegangen wird, aufgehoben wird. Denn hier behauptet ein Gerichtsurteil etwas als wahr, zumindest teilwahr, das laut der Regierung und aller relevanten politischen Kräften nicht wahr ist. Von der Partei "Die Linke" bis zu den C-Parteien, von der Deutschen Bischofsknferenz, der EKD, den Gewerkschaftlern, den Unternehmerverbänden sind sich doch alle einig, daß die Migration ein Segen ist und daß nur Rechtspopulisten und Abendlandsverteidiger da Probleme halluzinieren, die es in der Realität gar nicht gibt und geben kann.  
Da behauptet dies Gerichtsurteil contrafaktisch: "Seit der Flüchtlingskrise 2014 habe sich die Gesellschaft verändert. Die unkontrollierte Masseneinwanderung habe zum Tode von Personen geführt und könne langfristig zum Ende der freiheitlich demokratischen Grundordnung in Deutschland führen." (JF 2.12.2019) Dabei wissen wir als Gutmenschen doch, daß nur die Kritiker der Politik der offenen Grenzen, der unkontrollierten Masseneinwanderung unserer Demoratie gefährden. Wie konnte es nur geschehen, daß ein Gericht so sachgemäß urteilte?  
Daß dies Wahlplakat gar eines der verteufelten Nationaldemokratischen Partei Deutschands ist, steigert die Ungeheuerlichkeit dieses Urteiles noch. Es darf doch keine Meinungfreiheit für Rechte geben, gilt dies Grundrecht doch nur für Gutmenschen! 

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Kampf wider das Kreuz Christi

In  den Zeiten, in denen der Kampf wider den Zölibat, die Sexualmorallehre der Kirche und das Eintreten für das Frauenpriestertum in das mediale Aufmerksamkeitszentrum gerückt ist, erstaunt es nicht, daß der Kampf wider das Kreuz Christi, fast schon zur kirchlichen Alltagspraxis heruntergekommen, kaum noch zur Kenntnis genommen wird. Das "Pfarrblatt der Stadtpfarrei Vilshofen", Ausgabe 1.Dezember- 31 Januar offeriert uns nun einen typischen Angriff auf das Kreuz, indem es einfach eskamotiert wird. (S.2f)
Es wird festgestellt, daß seit der weihnachtlichen Geburt Jesu Christi die Welt nicht wirklich besser geworden ist. Gewalt, Ungerechtigkeit und Unfrieden beherrschen auch jetzt noch, 2000 Jahre nach der Geburt des Erlösers die Welt. Aber:
"Die Geburt Jesu aber markiert einen Unterschied: Nicht mit Gewalt und Macht wird sich die Welt verändern, sondern durch Selbstdemütigung, durch unbedingte Liebe und durch selbstlose Hingabe.So hat es Gott vorgemacht". Das ist jetzt kein Werbetext für Hedwig Courths-Mahler Romane, der ungekrönten Königin des Genres der Liebesromane, denn so könnte wirklich die Quintessenz ihrer Werke erfaßt werden, es sei an die sehr gelungene Verfilmung: "Durch Liebe erlöst" erinnert, nein das soll das Heils- und Erlösungswerk Jesu Christi erfassen. Und das Kreuz, durch das wir erlöst wurden? Es wird einfach vergessen. Es ist das unbezweifelbare Verdienst des Filmes: "Passion" von Mel Gibson, daß er die christliche Kernaussage, daß wir  durch das Leiden Christi am Kreuze erlöst werden,  in das Zentrum dieses Jesusfilmes  rückt und dabei die grauenhafte Gewalt, die der Erlöser am Kreuze erleiden mußte so bildkräftig in Szene gesetzt hat. 
Jedes Opfer ist immer auch ein Gewaltakt gegen das Gott Geopferte. Das Töten von Tieren macht dies überdeutlich, aber erst wenn Menschen Göttern oder einem Gott  geopfert werden, wird  es geradezu skandalös. Das Kreuz Christi  ist nun aber gar das Opfer des Gottessohnes, der als wahrer Gott und Mensch für unsere Sünden als Sühnopfer geopfert wurde und sich auch selbst aufopferte.Durch dies  gewaltsame Opfer sind wir erlöst! Wieviel Gewalt! Und Pontius Pilatus hatte die Macht, den Sohn Gottes töten zu können,  gar von Gott selbst, von "Oben", wie Jesus ausdrücklich es aussagt: "Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben her gegeben wäre". (Joh 19,11)af

Thesen: 
1.Wie bei einer gelungen Operation zu unterscheiden ist zwischen der Motivation des Chirugen ( etwa die Nächstenliebe) und dem Tuen, wodurch der Patient geheilt wird (Operieren ist immer ein gewaltsames Tuen, bei dem Blut fließt), so muß auch beim Heilswerk Christi distinguiert werden zwischen der Motivation Jesu (die Liebe und der Gehorsam dem göttlichen Vater gegenüber) und der Tat, (das Kreuzaltaropfer) durch die er die Menschen erlöst hat. Etwas Gemeinsames haben nun die Operation und das Kreuz: Beides male wird Gewalt ausgeübt, fließt Blut, wird auch gelitten, zum Heile einmal des Patienten, einmal zur Erlösung der Menschheit. Ohne Gewalt und Macht hätte es das Erlösungsopfer Jesu Christi nicht geben können. Die Motivation Jesu, seine Liebe zu seinem Vater und zu den Menschen hat aber für sich niemanden erlöst, erst durch das Kreuz geschieht die Erlösung. Nur, daß das Leiden Jesu eben nicht erst am Kreuze anfing, schon seine Geburt unter so widrigen Umständen bildete den Anfang seines Leidens, durch das wir erlöst sind. Jedes Leiden setzt aber nun auch eine Gewalt voraus, die dies Leiden bewirkt. 
2. Es ist kein kontingenter Zufall, daß der römische Staat in der Person des Pontius Pilatus an diesem Erlösungswerk mitbeteiligt war. Als Staatsgewalt kreuzigte er den Sohn Gottes. Jesus hätte ja auch wie der erste christliche Märtyrer von Juden einfach gesteinigt werden können, um dann Ostern wieder aufzuerstehen. Es muß also theologisch danach gefragt werden, warum Jesus vom römischen Staat gekreuzigt wurde, also zu Tode verurteilt wurde. Hierauf gilt es nun, eine theologische Antwort zu geben, um sich nicht mit einer historisch politischen zu Frieden zu geben. Weil Gottes Gerechtigkeit die Bestrafung derSünder verlangte und weil nun der völlig Schuldlose stellvertretend diese Strafe auf sich nahm, sie zu erleiden, tat der Staat das, wozu er von Gott her bestimmt ist: um der Gerechtigkeit willen zu strafen. Das Schwert ist dafür sein Symbol, das die von Gott verliehene Gewalt des Staates ausdrückt. Und so regiert auch heute noch Gott die Welt nicht nur durch die Kirche als geistliches Schwert sondern auch durch das weltliche Schwert. 
Gäbe es die Staatsgewalt nicht, wäre die Welt schon längst in Chaos und Anarchie zu Grunde gegangen. Aber Gott erhält eben unsere Welt gerade durch den Macht- und Gewaltstaat. Daß nun aber ein Staat auch pervertieren kann, wie ein Mensch durch sein Sündigen, beseitigt nicht sein metaphysisches Sein, von Gott her geschaffen zu sein zum Guten des Menschen als Schhwertgewalt. 

3. Als Privatpersonen mögen wir Christen ruhig demütig, hingebungsvoll und von selbstloser Liebe motiviert leben und handeln, als Staatsbürger müssen wir aber um des Friedens und der Gerechtigkeit willen die staatliche Gewalt bejahen und dürfen dem Staate gerade auch als Polizist und Soldat dienen und so gerade auch der göttlichen Gerechtigkeit  mit dem weltlichen Schwert gerüstet.

4. Die endgültige Erlösung der Welt hat uns Gott bei der Wiederkunft Jesu Christi am Ende der Welt verheißen.Bis dahin aber muß die Welt im Kampfe gegen die Destruktionskräfte des  Bösen eine mit staatlichen Gewalten sein.  Auch das gehört zu den Wahrheiten des Kreuzes Jesu Christi !   

Dienstag, 3. Dezember 2019

Zur Diskusionskultur in Deutschen Landen....oder was an einer Universität möglich iist


An der "Freien Universität Berlin" sollte eine Veranstaltung zum Thema: "Klimawandel&Gender stattfinden. Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch bekundete nun auch ihr Interesse an dieser Veranstaltung. Sie käme und wolle mitdiskutieren: „Mich interessiert brennend, was Klimawandel mit Geschlechterverhältnissen zu tun hat und ob Frauen und Männer unterschiedlich von den Folgen betroffen sind“  Politically incorrect am 28.11.2019.
Die Veranstalter forderten daraufhin, daß die Universität ein Hausverbot für Frau von Storch für diese Veranstaltung ausspreche. Gutmenschen diskutieren halt nur mit Gutmenschen, Andersdenkende sind von der Diskussion auszuschließen. Das ist ihr Toleranz- und Vielfältigkeitsverständnis. Nur, es erhörte sie die Universität nicht. Dabei wurde, was wohl niemanden wundert, die kritische Anfrage,ob denn der Klimawandel sich unterschiedlich auf Frauen und Männer auswirke als "rechte Hetze" perhorresziert. Nach der Absage der Universität kündigten daraufhin die Veranstalter "handgreiflche Maßnahmen" an, um Frau von Storch an einer Teilnahme zu hindern. Mangels Argumenten setzen diese Gutmenschen eben auf Gewalt. Aber die Universität setzte dann- ob dieser Gewaltandrohung- diese  Veranstaltung aus. So fand dieses fridays for future "Diskussionsevent"  nicht statt.
Bitter aber wahr: Auch an der "Freien Universität Berlin" wie wohl an den meisten Deutschen Universitäten gibt es faktisch keine Meinungsfreiheit mehr.Die politisch Korrekten diktieren, wer über was wie an der Universität reden darf und wer nicht. Wenn es dann nicht anders geht,dann gehen sie halt gewaltsam gegen Andersdenkende vor: Keine Freiheit für Andersdenkende, denn jeder, der nicht in allem mit ihnen übereinstimmt sei ein "Nazi" und "rechter Hetzer".





Montag, 2. Dezember 2019

Ein Bischof redet Klartext: Mein Kampf gegen das Priestertum! Oder die Liebe zur Hausfrau

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck:  "Persönlich kann ich es mir mittlerweile vorstellen, dass Frauen Priesterinnen werden", sagte Overbeck der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Samstag). Das träfe indes noch auf breiten Widerstand in der Kirche. Ein erster Schritt auf diesem Weg wäre seinen Worten zufolge, wenn auch verheiratete Männer Priester werden könnten. "Das würde manchen den Weg zum Priesteramt ermöglichen", wird der Bischof in dem Blatt zitiert. (kath de 2.12.2019)
Ein Bischof, der Klartext redet. Verheiratete Priester sind eben nicht einfach das Endziel der Demontage des Priesteramtes sondern auch eine Vorstufe zur Einführung des Frauenpriestertumes. Die Intention ist klar: Wie einst die Reformation den Pfarrberuf zu einem rein weltlichen Beruf machte als Lehrer und Leiter einer Gemeinde, darum schuf ja die Reformation auch die priesterlichen Gewänder für den Pfarrer ab, so soll nun auch das katholische Pfarramt verweltlicht werden. Da es in heutiger Zeit als inakzeptabel gilt, Frauen, weil sie Frauen sind, einen Beruf zu verwehren, darf das auch die Kirche nicht, denn sie ist wie jeder anderer Arbeitgeber eben verpflichtet, niemanden ob seines Geschlechtes zu diskriminieren. Daß ein Arbeitgeber Männer zu einem zölibatären Leben verpflichten könne als Condition dafür, eine bestimmte Anstellung bei ihm erlangen zu können, ist selbstredend noch absurder. 
Aber wie ist das möglich in der Katholischen Kirche, einer Organisation, die ihre Ordnung nicht aus Menschenhand und nicht per Mehrheitsentscheid per Abstimmzettel bekam, sondern als von Gott gewollte Ordnung? Ganz einfach, indem behauptet wird, daß die Kirche auch nur ein weltlich Ding ist (so Luthers Demontage des Ehesakrametes und jetzt können Homosexuelle den Ehesegen empfangen, da nun auch die Ordnung der Ehe der menschlichen Willkür unterworfen ist ), die wir Menschen ganz nach unserem Belieben wie jede Vereinssatzung auch verändern können. Nur, dieser Bischof sieht da nun noch ein Problem: Zuviele sträubten sich noch gegen solche Verweltlichungsversuche. Als Realpolitiker befürwortet er so eine Schritt für Schritt Demontagetaktik und eben als ersten Schritt, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. 
Im Hintergrund steht natürlich die Auflösung des Verständnisses vom kultischen Priestertum, das immer schon von diesem eine Absonderung vom weltlichen Leben forderte, damit  sie als Heilige, als also von dem Weltlichen Abgesonderte ihren kultischen Dienst nur vollziehen können. Wo aber wie im Luthertum das Kultopfer abgeschafft wurde, da braucht es keine Priester mehr sondern nur noch Lehrer ihrer Gemeinden (so Philipp Melanchton). Die nachkonziliare Kirche- gerade im Lutherland Deutschland steht seit dem Konzil mit der Lehre vom kirchlichen Meßopfer auf Kriegsfuß, man schämt sich eigentlich dafür und möchte so gern- um der Ökumene willen- das Meßopfer ganz zum Verschwinden bringen. Dann bräuchte es keine Priester mehr, sondern nur noch hauptamtliche Gemeindeleiter, und da ist es dann problemlos vorstellbar, dieses Amt Frauen zu übertragen. 
Insbesondere sind natürlich Frauen zur Leitung der Abendmahlsfeier prädestiniert, ist doch der "Vorsitz" beim Mittags- und Abendtisch, beim gemeinsamen Essen und Tinken etwas  spezifisch Hausfrauliches! Wenn die Eucharistie erst ökomenisch zu einem reinen Gemeinschaftsessen degradiert ist, liegt es wirklich nahe, Frauen da dem vorstehen zu lassen als Hausfrauen.     

Sonntag, 1. Dezember 2019

Irritierendes: Die Frage nach dem Sinn und irgendwie habe das was mit Glaube zu tuen

Der Mensch sei ein Wesen, dem es nicht reiche, zu leben, es müsse auch einen Sinn des Lebens geben, damit sein Leben ihm ein gutes sei. Die Religionen und insbesondere die christliche wäre dann die Antwort auf diese Sinnsuche. Eine Konkurrenzsituation in einer pluralistisch strukturierten Gesellschaft verschlechtere dann zwar die Lage der Kirche, da es auch andere "Sinnanbieter" auf dem freien Markt gäbe, aber der christliche Glaube sei eben doch ein besonders gutes, auf den Menschen optimal zugeschnittenes Produkt. Die Nachfragesituation sei hervorragend, den jeder Mensch sei ja qua seines Menschseins ein Sinnsucher.
So wurde eine zeitlang in der Kirche gedacht und als dann der real existierende Sozialismus der DDR implodierte, sah man eine große Ernte vor sich, daß nun die vielen vom Sozialismus Enttäuchten auf der Suche nach einer neuen Sinngebung wären und die könne nun die Kirche als Glaube anbieten. Nur, irgendwie klappte das dann nicht: Für das kirchliche Angebot des Glaubens als Sinngeber fanden sich kaum Abnehmer. 
Könnte irgendetwas an diesem ganzen Gedankengang nicht stimmen? Für eine marktwirtschaftlich orientierte Kirche, und auf dies Selbstverständnis hin will sich ja auch die Katholische Kirche neu entwerfen (das ist auch ein Anliegen des synodalen Weges ) lautet die erste Frage: Gibt es für das beabsichtigte Produkt eine Nachfrage? Satuierten kann man schlecht etwas verkaufen, es muß also ein Mangel gesucht werden, den dann das Produkt beheben kann. Gibt es also einen Mangel an Sinn in unserem Leben?
Fangen wir ganz einfach an:
1. Jeder kann autobiographisch von sich reden. Die kleinste Einheit eines solchen Redens ist der Satz. ( Es sei an den französischen Philosophen Lyotard erinnert, der in seinem Hauptwerk: Der Widerstreit feststellt, daß nicht an der Existenz von Sätzen gezweifet werden kann, denn der Zweifler kann dies auch nur durch Sätze.) Ein autobiographischer Satz ist immer ein sinnvoller Satz, sonst wäre er kein Satz. Auch ein unwahrer Satz: "Gestern las ich Thomas Manns Zauberberg" ist ein sinnvoller Satz. Entsteht so schon  in dem Ereignis einer Ichrede ein Sinn für den Redenden, sodaß eine Autobiographie sozusagen ein Kompendium des Lebenssinnes des Autoren wäre? Decken die Sätze dabei nur den Sinn auf, der in dem Ausgesagten steckt oder wird das Ausgesagte erst durch die Satzformulierung sinnvoll? Eine schwer zu beantwortende Frage. 
2. Menschen handeln. Entweder hat die Handlung seinen Sinn in sich, dann wird sie um ihrer selbst willen vollzogen oder sie hat ihren Sinn außer sich, dann ist sie sinnvoll ob ihrer Ausrichtung auf das Ziel. So ist es sinnvoll, griechisch zu erlernen, um das Neue Testament in der Originalsprache zu  lesen; es gibt aber auch die Möglichkeit, diese Sprache aus Freude an einer schönen Sprache zu erlernen. Genossen wird das, was um seiner selbst willen getan wird, gebraucht wird das, das seinen Zweck nicht in sich trägt sondern das nur ein Mittel dazu ist, einen Zweck zu erreichen. So ist das Handeln des Menschen immer schon sinnvoll in diesem zweifachen Sinne. 
3. Kann es dann auch sinnloses Handeln geben? Ja, wenn eine Handlung den Zweck, der außer der Handlung ist, nicht erreicht.So ist ein Schuß auf das Tor sinnlos, wenn der Fußball über das gegnerische Tor geschossen wurde. Oder eine in sich sinnvolle Handlung, das ist eine, die weil sie um ihrer selbst willen vollzogen wurde eine zu genießende ist, nicht genossen wird.Dann raubt dies Nichtgenießen den Sinn der selbstzecklichen Handlung, wenn etwa ein Roman um des Genießens willen gelesen wird (und nicht um damit einen anderen Zweck zu erfüllen, etwa einen Artikel über das Gelesene zu schreiben) und er bereitet keinen Lesegnuß dem Lesenden, dann wird dies Lesen als sinnlos empfunden. Das legt den Schluß nahe, daß die Empfindung des Sinnlosen verursacht ist durch ein Unvermögen, selbstzwecklich Getanes zu genießen. 
Wäre dem so, dann könnte ein so Nichtgnießenkönner nichts Selbstzweckliches mehr genießen, sodaß für ihn tatsächlich ein sinnloses Leben entsteht. 
4. Sollte nun erwidert werden, daß dann der christliche Glaube die rettende Antwort wäre, müßte gefragt werden, was den in unserer Religion als Selbszweckliches gedacht wird, um dann weiter fragen zu müssen, wie denn dies Selbstzweckliche genossen werden kann von einem Nichtgenießenkönnenden. Sagen wir, daß der letzte Zweck der des von Gott Geliebtwerdens oder auch des Gottliebens sei. (Nebenbei: Es ist kein Wunder, daß die christliche Religion bei Frauen besser ankommt als bei Männern, denn spezifische Frauenromane enden meist mit dem Bekenntnis: "Ich liebe Dich! Ich Dich auch!) Aber was, wenn die Vorstellung, von Gott geliebt zu werden oder ihn zu lieben, gar nicht als höchstes Glück wahrgenommen wird, wenn diese Vorstellung den Adressaten gar nicht begeistert, ja er entgegnet, sich Besseres vorstellen zu können? Es entsteht ja eine sinnlose Welt erst durch das Nichtgenießenkönnen! Wie könnte da, um mit dem hl. Augustin zu reden, die Verheißung, im ewigen Leben Gott zu genießen und alles andere so zu gebrauchen, daß dieser Endzweck erfüllt werden kann, Zustimmung, ja gar Glaubensfreude evozieren? 
5. Es muß wohl davon ausgegangen werden, daß im Regelfall Sinn in so großen Mengen vorhanden ist, einfach schon durch die Ichrede in Sätzen und durch das Handeln, daß es kaum eine Nachfrage nach Sinn gibt, außer wenn das Vermögen, selbstzwecklich Getanes zu genießen verloren gegangen ist, aber dann kann auch der christliche Glaube kaum noch aufgenommen werden, denn auch er zielt auf Selbstzweckliches, das dann zu genießen sei, so etwa  der hl. Augustin. 

Appendix
Es könnte eingewandt werden, daß nur Gott als das summum bonum, also als das höchste Gut zu genießen sei, weil alles andere nur zu gebrauchen sei auf dies Endziel willen. Nur,anderes als Gott kann als Selbstzweckliches genossen werden, etwa eine schöne Musik. Diese Realität kann nicht wegdiskutiert werden.   
   

Samstag, 30. November 2019

Zum "synodalen Weg"- ein zweijähriges Spektakel

Zwei Jahre will nun die Katholische Kirche diskutieren- intensiv und kreativ! Die Ergebnisse dieser Inszenierung stehen schon fest, bevor der erste Redner seinen Mund geöffnet haben wird, um den Kampf die Katholische Kirche zu eröffnen.
Der Kampf wird sich kaprizieren auf 

a) die Zölibatsfrage, 

b) die Einführung des Frauendiakonates als Vorstufe zum Frauenpriestertum, 

c) die Liberalisierung der Sexualmorallehre der Kirche unter besonderer Berücksichtigung der Bewertung der Homosexualität und 

d) der  Frage der Demokratisierung der Kirche.

Der Trend der Meinungsbildung ist eindeutig: Die Zukunft der Kirche steht und fällt mit ihrer Bereitschaft, sich zu verprotestantisieren und zu verweltlichen. Kontroversen sind nur zu erwarten auf der Ebene der Strategie und Taktik. Soll jetzt schon das Frauenpriestertum gefordert werden oder erstmal nur die Diakonatsweihe für Frauen? Soll vom Zölibat nur ausnahmsweise dispensiert werden, wenn eben wer Priester werden möchte, aber sich nicht zu einem zölibatären Leben berufen fühlt, oder können nun auch  amtierende Priester vom Zölibat befreit werden? Soll die Morallehre der Kirche in Gänze liquidiert werden, indem in allen Fragen  das individuelle Gewissen als Letztentscheidungsinstanz proklamiert wird oder reichen  Detailänderungen, etwa das Gutheißen gelebter Homosexualität  mit der Möglichkeit einer kirchlichen Segnung. (In der EKD war das das Vorspiel dafür, jetzt Homosexuellen den Ehesegen zu spenden.)
Wichtigster Punkt ist aber das Anliegen der Demokratisierung der Kirche. Das heißt im Klartext, daß der monarchischen Herrschaft Jesu Christi über seine Kirche ein Ende gesetzt wird und daß so stattdessen das Kirchenvolk, genauer gesagt, seine Repräsentanten  bestimmen werden, was als wahr und was als unwahr in der Kirche zu gelten  hat. 

Bei so viel Gesinnungshomogenität frägt sich aber, wie dadrüber 2 Jahre lang debatiert werden soll? Will man evtl mal einen Conservativen mitreden lassen, um zu demonstrieren, wie liberal man sei oder um zu zeigen, daß solche Positionen in der heutigen Kirche keinen Platz mehr haben? Oder soll das Kirchenvolk durch die Dauerwiederholung des immer Gleichen daran gewöhnt werden, nur noch dies als Wahrheit anzuerkennen?

Eines ist aber gewiß, daß auch bei noch so großer Anähnelung an den real existierenden Protestantismus der  Niedergang der Kirche nicht aufgehalten wird, ja er eher noch sich beschleunigen wird. Wenn in der EKD circa 3 Prozent der Kirchenmitglieder noch zum Gottesdienst kommen, erscheinen in der Katholischen Kirche noch 9 Prozent. Ob eine konsequente Verprotestantisierung uns dann auch in Bälde 3 Prozent Kirchenbesucher bescheren wird? 

Gibt es überhaupt über das Konzept der Verweltlichung und Verprotestantiserung der Kirche hinaús noch eine Zukunftsvision für die Kirche? Vielleicht hat die sich uns in der Amazonassynode angedeutet, daß aus der Kirche eine linkshumananitaristische NGO werden soll, die in sich  multireligiös ist, wo eben neben Gott auch eine Pachamamagöttin verehrt werden kann, wenn es nur der Schöpfungsbewahrung dienlich ist.     

Aber: Würde es statt dieses sehr teure Spektakel durchzuführen, nicht vollauf genügen wenn die weniger und die mehr Progressiven ein Kompromißpapier erstellen, worin sie alles übereinstimmen und worin es noch Dissenze gibt, wenn man sich doch einig ist, welchen Kurs die Kirche zu steuern hat, den der Verprotestantisierung und Verweltlichung der Kirche!    

Freitag, 29. November 2019

Ein patriotisches Lied, das uns zu denken gibt

Das Mädel mit der Fahne

Im Mai '45 in Hamburg es war
Ich sing Euch ein Lied von dem was geschah
Es ist die Geschichte und viele sind gleich
Von dem Mädchen mit der Fahne vom deutschem Reich

Das Mädel war fünfzehn als der Feind im Reich stand
Doch ihr Herz gab nicht auf Ihren Kampf für das Land
Und so nahm sie zur Hand in der bittersten Not
Die Fahne des Reiches SCHWARZ, WEISS und ROT

Auf einem Motorrad ein Engländer kam
Und sah nun das Mädel mit der Fahne im Arm
Doch es durfte nicht sein - das in seinem Bereich
Man die Fahne noch zeigte vom deutschem Reich

Er lacht über sie, noch mahnend er schreit
Komm, gib mir die Fahne, sei brav und gescheit
Komm, gib mir die Fahne, hör' auf mein Gebot
Hier zeigt niemand die Farben SCHWARZ, WEISS und ROT

Von der Fahne zu lassen das zwingst Du mich nicht
Eher färbt sie mein Blut, so trotzig sie spricht
Noch trag ich ein Messer, und das Leben ist gleich
Wenn ich sterbe so fall' ich für die Fahne vom Reich

Er stieg auf sein Krad, mit bleichem Gesicht
Und fuhr seinen Weg als noch leise er spricht
Warum geht nur ein Kind noch jetzt in den Tod
Warum nur dieses Opfer für SCHWARZ, WEISS und ROT

Und noch an dem Abend sank die Fahne dahin
Das bewaffnete Mädel kam ihm nicht aus dem Sinn
Ihr Leib war zerschossen, die Lippen ganz bleich
Sie starb noch am Abend fьr die Fahne vom Reich

Das Opfer des Mädchens - vergesst Ihr es nie
Verliert nie den Stolz und kämpfet wie sie
Bis es endlich soweit das auch hier irgendwann
Die Zeichen des Reiches man zeigen kann
Die Zeichen des Reiches man zeigen kann

Dieses Lied von Frank Rennicke ist bekannt und doch stellt es dem Hörer Fragen-oft wird uns das zu Bekannte zum Fraglosen und verliert so auch an Qualität. Dies Lied könnte als engagierte Kunst bezeichnet werden, daß da eine klare politische Botschaft die Substanz dieses Textes ausmacht, sodaß die künstlerische Form nur das Vermittelungsmedium ist, durch das die politische Botschaft an das Ohr des Hörers gebracht werden soll. Das wäre so, als wenn ich meinen geschriebenen Brief (als Substanz) in einen Briefumschlag ( als Vermittlungsmedium) lege, damit er beim Adressaten ankommt, der aber den Briefumschlag erst öffnen müßte, damit er den Brief lesen kann. Der Briefumschlag ist dabei dann für den Briefgehalt irrelevant, denn das Kuvert ist dem Brief gegenüber nur äußerlich. 
Applzierte man das auf diesen Liedtext, dann hieße das, daß die Musik für dies Lied, für den Gehalt rein äußerlich wäre, ja daß es für den Empfänger gleichgültig wäre, ob er nur den Text des Liedes läse oder ob er das Lied sich anhörte. Spätestens hier müssen wir "Halt" rufen, denn zu offensichtlich ist diese Vorstellung von der Substanz des Liedes irrig. Es mag politische oder  auch religiöse Kunstprodukte geben, die so sehr auf ihre textliche Botschaft kapriziert sind, daß das Künstlerische wirklich nur noch ein Beiwerk ist. Solche Werke würden dann rechtens als Agitations- und Propagandakunst kritisiert werden, daß es eigentlich keine Kunstwerke sind.
Aber was macht dann den Unterschied aus, ob ich den Text dieses Liedes nur lese oder ob ich mir das Lied anhöre? Ändert sich der Gehalt, wenn das Lied gespielt und gehört wird? Oder ist das Singen des Liedes nur ein Mittel dafür, daß der Gehalt des Texte beim Hörer besser ankommt? 
Es ist geradezu erschreckend, wie selbstverständlich Musik gehört wird und wie wenig wir wissen von dem, was es bedeutet, eine Musik zu hören! Ist die Musik ein Medium, durch das eine nichtmusikalische Botschaft vermittelt werden soll oder ist die bestimmte Musik selbst die Botschaft, wobei dann der gesungene Text selbst zur Musikbotschaft dazugehört? 
Eines fällt ja auf: Wird ein Text gesungen, findet eine Verschiebung statt von dem Primat der Bedeutung des Textes zum Primat des Klanges. Der Klang der gesungenen Worte steht im Hören eines Liedes im Vordergrund, so sehr, daß in bestimmten Musikrichtungen, etwa der Schwermetallmusik die Bedeutung des Textes fast ganz verschwindet,weil es nur noch auf den Klang des Gesungenen ankommt. 
Aber was ist dann der Gehalt eines Musikwerkes? Angesichts der Schwierigkeit, den zu erfassen, ist es nur zu verständlich, dann doch wieder auf den Text des Liedes zurückzugreifen, weil sich der Gehalt eines Musikwerkes irgendwie entzieht, soll er benannt werden. Ich vermute, das liegt daran, daß ein Musikwerk uns in einen jedem Werke eigenen Gefühlsraum hineinführt, sodaß wir, solange wir hören, in diesem Gefühlsraum uns befinden, den wir, ist das Musikwerk zu ende gehört, nicht mehr klar benennen können, weil wir dann schon nicht mehr in ihm sind. Musikhören wäre so eine exstatische Existenz, des Außersichsein im Medium der Musik als einen künstlerisch komponierten Gefühlsraum. Der gesungene Text dieses Liedes würde dann dazu führen, daß der Hörer die Gefühlswelt dieses Liedes als patriotisch empfindet. Durch das Hören würde so der den Text tragende Patriotismus zu einem Gefühlserlebnis. Aber ob das schon eine hinreichende Bestimmung des Bedeutung des Gesungenwerdens dieses Textes ist, wage ich zu bezweifeln- Musik ist mehr!     

Donnerstag, 28. November 2019

Vorwärts im Kampf gegen das Deutsche Volk

„Die Forderungen von Kevin Kühnert und seinen Jusos, dass jeder Mensch dort leben können soll, wo er möchte, und dass Deutschland oder die EU den Transport der Migranten hierher organisieren und finanzieren sollen, ist brandgefährlich für die gesellschaftliche Stabilität unseres Landes und für unserer Sozialsysteme" So antwortete Herr Frei (CDU-CSU-Bundestagsfraktion auf diese Forderung des SPD-Nachwuchses. (Christliches Forum 25.11.2019). 
Ist es vorstellbar, daß der SPD-Nachwuchs sich nicht im Klaren dadrüber ist, daß, wenn diese Forderung eine Bundesregierung umsetzen würde, der Deutsche Sozialstaat kollabieren würde,er ruiniert wäre? Daß ein solcher Massenimport von Einreisewilligen für die "gesellschaftliche Stabiltät unseres Landes" "brandgefährlich"wäre, muß aber als verharmlosend beurteilt werden. 

Eines wird bei dieser linkssozialdemokratischen Forderung besonders deutlich: Es geht hier in keinster Weise um Armutsflüchtlinge oder aus politischen, religiösen oder ethnischen Gründen Verfolgte, sondern jeder soll von uns aufgenommen und versorgt werden, bloß weil er hier leben möchte. Das wäre so, als wenn jeder das Recht bekäme, in jede beliebige Wohnung oder Haus einziehen zu dürfen, nur weil er da leben möchte und daß dann jeder  diesen Zuzug wie ein Familienmitglied aufzunehmen hätte mit allen Rechten, isb, des kostenlosen Wohnens und einer Vollversorgung und das auf unbegrenzte Zeit! Wer das von dem Deutschen Staate fordert, der will nichts anderes als seine Vernichtung! Jeder Staat lebt von der Unterscheidung von zu ihm Dazugehörigen und Nichtdazugehörigen. Negiert er diese Differenzierung indem er jeden faktisch als Staatsbürger aufnimmt, nur weil er in diesem Staate leben möchte, dann wird damit die staatliche Ordnung an sich nihiliert. 
Diese Jusoforderderung ist eindeutig antideutsch, weil so nicht nur der Deutsche Staat  zerstört werden soll sondern auch das Deutsche Volk. Denn kein Volk kann überleben, wenn es unlimitiert Fremde in sich aufnimmt. Es würde damit die Identität des Deutschen Volkes genichtet und das ist wohl das Kernanliegen dieses linkssozialdemokratischen Programmes. 

Schon 1989 erfaßten Antideutsche ein  politisches Konzept, daß die Parole: "Nie wieder Faschismus- nie wieder Deutschland" in ein politisches Projekt umsetzte. "Linke Utopie könne angesichts dieser Perspektive nur in der Zerstörung des deutschen Staates und  seiner Ersetzung durch einen Vielvölkerstaat sowie der Auflösung des deutschen Volkes in eine multikulturelle Gesellschaft liegen." M.Steffen, Geschichten vom Trüffelschwein. Politik und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971 bis 1991, 2002, S.325.  Hat der SPD- Nachwuchs davon inspiriert diese Forderungen erhoben zur "Auflösung des deutschen Volkes"?



Mittwoch, 27. November 2019

Der völlige Ruin der christlichen Mission

Bruder Ansgar Stüfe leitete ein Krankenhaus in Tansania als Missionsbenediktiner. Rückschau haltend bekennt er auf Katholisch de am 24.11.2019:2 Missionar: Würde heute nicht nach Afrika gehen." Aber ein anderes Bekenntnis: Was ist Mission? ist viel bedeutsamer, denn hier spricht sich authentisch ein christlicher Missionar aus:
"Trotzdem sagt Stüfe, er würde heute nicht als Missionar nach Afrika gehen. "Die ganze Frage der Mission, also der Entwicklungshilfe, ist eigentlich vorbei", sagt er. Er ist kritisch geworden. Es wäre nicht mehr so, dass "wir Europäer kommen und die Lösungen bringen". Auf der anderen Seite könne man die Menschen dort ebenso nicht alleine lassen, sagt er."
Die Mission sei eigentlich vorbei. Und was ist die Mission? Mission= Entwicklungshilfe. Die Entwickelungshilfe bestünde darin, daß Europäer in anderen Kontinenten Lösungen bringen. Auch wenn das eigentlich vorbei sei, wir Europäer könnten die Menschen da auch nicht alleine lassen- vielleicht doch noch eine Prise Entwickelungshilfe?
Und was sagt der heute noch gültige Katechismus zur Mission? Er zitiert Mt 28,19-20: Geht zu den Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."  (849 des Katechismus).
Wie weit sich die Mission der Katholischen Kirche von ihrem Auftrage entfernt hat, das zeigt uns ausdrücklich dieser katholische Missionar, für den eben selbstverständlich die Mission nur ein anderes Wort für Entwickelungshilfe ist.  


Dienstag, 26. November 2019

"Millionen für Moscheen"

"CSU-Minister Horst Seehofer befeuert die Islamisierung Deutschlands. Der Bundesinnenminister will Moscheen in Deutschland auf Steuerzahlers Kosten unterstützen. Die Moscheen erhalten bereits Millionen aus dem islamischen Ausland, wie der Türkei oder Saudi-Arabien. Auf diese Weise üben diese Länder Einfluss auf die muslimischen Gemeinden in Deutschland aus. Minister Seehofer greift den Moscheen nun mit sieben Millionen Euro für fragwürdige unter die Arme: Seehofer: Millionen für Moscheen."  Sven von Storch, Freie Welt, 22.11.2019,12:10. 
Gerüchteweise soll das "C" bei den C-Parteien für "christlich" stehen, auch wenn wenige meinen, das stünde auch für "conservativ".Auch wollen die C-Parteien als "bürgerlich" gelten. Und nun das! Klarer können Eurokraten nicht zum Ausdruck bringen, daß sie a) ein entchristlichtes und b) islamisch geprägtes Europa wollen. Nur, warum?  Sollten die Eurokraten etwa meinen, daß die christliche Religion in Europa keine Zukunft mehr habe, daß so vielleicht der Islam die neue Leitkultur Europas werden soll? Augenfällig ist, wie energisch der Islam in Deutschland und in den EU-Staaten durch den Kampf gegen den Mißbrauch der Meinungsfreiheit jetzt schon geschützt wird. Die Kampagne gegen den Haß in den "sozialen Medien" richtet sich ja nicht gegen Haßreden wider die christliche Religion sondern schwerpunktäßig gegen die Kritik am Islam und gegen Homosexkritik und Kritik an der Asylpolitik der Bundesregierung. 
Ein erstaunliches Phänomen: Nirgends kann in Deutschand noch öffentlich Kritik am Islam artikuliert werden,ohne daß linke Gutmenschen zu Gegendemonstrationen aufrufen unter deren Lieblingsparole: "Nazis raus! "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda". Was begeistert nun linke Gutmenschen so sehr am Islam, daß sie eine Kritik an dieser  Religion als Nazipropaganda verteufeln? Noch abstruser  ist nun aber noch die Behauptung, jede Islamkritik sei "rassistisch".  Sind die Linken etwa fromm religiös geworden? Mitnichten, denn wenn Christen für das Lebensrecht von Kindern im Mutterleibe demonstrieren, wird ihnen ja regelmäßig entgegen gebrüllt:" Hätte Maria abgetrieben, wär das uns erspart geblieben."  
Angesichts solcher Konfusionen: Wie ist hier Klarheit zu erreichen? könnte mit Shakespeare nun ausgerufen werden: "Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode." Wahnsinn wäre es, würde ernsthaft gemeint, daß die linken Gutmenschen oder die C-Parteien den Islam selbst als etwas Positives, mit ihren politischen Anliegen Kompatibles erachten würden. Aber warum wird dann der Islam so energisch von ihnen gefördert, einmal durch starke Finanzunterstützung, das andere mal durch das Verteufeln jeder Islamkritik als "Nazipropaganda"?  Wenn das nichts Willkürliches ist, sondern etwas Methodisches, dann müßte das eine Negativmotivation sein, daß der Islam nicht gefördert wird, weil etwas Positives dadurch erreicht werden soll sondern etwas Negatives! Für die Linke  könne dies so erfaßt werden: Nachdem die altmarxistische Hoffnung auf eine Zerstörung der so verhaßten bürgerlichen Ordnung sich als Trug erwies, wird jetzt auf die Destruktionskraft des Islam gesetzt, daß er das vernichten will und kann, was die Arbeiterklasse sträflichst unterließ zu zerstören. Nicht so sehr die positive Utopie einer gerechten Gesellschaft der  Klassenkampfideologie als die Lust an der Zerstörung der bürgerlichen Ordnung begeisterte so seit 1968  manchen aus gutbürgerlichen Verhältnissen kommenden Akademikermarxisten, und nun wird auf die negierende Kraft des Islam gesetzt, dem Bestehenden endlich ein Ende zu bereiten. 
Aber die C-Parteien sind doch keine Revolutionsparteien, die die bestehende Ordnung zerstören möchten. Gleichen sie dann eher "Biedermännern", die sich Brandstifter ins eigene Haus holen in völliger Ahnungslosigkeit? Ich vermute, daß um hier zu Klarheit zu kommen, uns nötigt, die fast schon vergessenen Schriften von Coudenhove-Kalergi neu zu lesen, dem Vordenker der Paneuropaunion. Bei Wikipedia liest man dazu:
"Das Paneuropäische Manifest wurde von Richard Coudenhove-Kalergi zusammengestellt und 1923 publiziert. Es „bildet den Startschuss für die Einigungsbewegung der Europäischen Föderalisten. Coudenhove-Kalergi machte den Europagedanken während einer Zeit der wirtschaftlichen und politischen Stagnation und Resignation wieder populär“. 1950 wurde ihm der Europäische Karlspreis verliehen. 
Der vorläufige Verdacht: daß in seinem Geiste ein neues Europa geschaffen werden soll als einer Synthese von allen möglichen Ethnien und Kulturen, die dann von einem neuen "Adel", den Eurokraten regiert werden würde. (Vgl dazu seine Schrift: Der Adel) Dies neue Europa verlangte dann nach der Überwindung der abendländischen Kultur hin zu einer europäischen außereuropäischen Mischkultur, der "Synthese" von Verschiedenem zu so einer vitaleren europäischen Vergemeinschaftung.

 

Montag, 25. November 2019

Christkönig: Ein politisches Fest - oder Demokratie in der Kirche

So betitelt Katholisch de am 24.11.2019 seinen Artikel zum 1925 von Pius XI.eingesetzte Christkönigfest. Erstaunliches steht dort geschrieben.

"Zum anderen waren nach dem Ersten Weltkrieg viele europäische Monarchien durch Demokratien abgelöst worden. Die Herrschaft der Kaiser und Könige war der Herrschaft des Volkes gewichen. Das christliche Königtum in Europa hatte sich traditionell als von "Gottes Gnaden" verstanden."
"Da Pius XI. durch den Siegeszug der Demokratie den christlichen Glauben und seine eigene Position geschwächt sah, führte er ein Fest für Christus den König ein."

So eine sachgemäße Darlegung der Einsetzung dieses Christusfestes auf Katholisch de erstaunt uns nun doch. Kardinal Schönborn, der politisch immer korrekte weiß das natürlich richtig zu stellen:
"Kardinal Schönborn in Zeitung "Heute" über erst 1925 eingeführtes "Christkönigsfest": "Bekenntnis zu Christus war eine klare Demonstration gegen Hitler und seinen Anspruch auf Allmacht". Kath net am 24.11. 2019. 1925 nahm also Papst Pius XI. den Kampf gegen Rechts, gegen Hitler auf und den führt die Kirche bis jetzt weiter. So kann auch über dies Christusfest phantasiert werden, nur historisch liegt hier Katholisch de richtig. Nur ist die eigentliche Aussage dieses Christusfestes,seine demokratiekritische Intention für die heutige Kirche eben unzumutbar. Das Fest muß umgedeutet werden. Da die Demokratie die beste aller denkbaren Staatsformen ist, wie heute die Kirche wie auch der Protestantismus  lehren, kann Papst Pius Meinung, daß gerade diese Staatsform die christliche Religion schwächen würde, nicht wahr sein.
Zu simpel denkt da doch dieser Papst, wenn er meint, daß der demokratische Glaube an die Volksherrschaft, daß die demokratische Mehrheit bestimmt, was wahr und falsch sei, den christlichen
Glaube, daß Gott bestimmt, was wahr und was falsch ist, delegitimieren könnte. Und wenn heute, ganz erfüllt vom demokratischen Geist, katholische Kirchenreformer die Überwindung der Morallehre der Kirche verlangen, weil sie dem Kirchenvolke nicht mehr gefällt, dann ist das ja nur ein deutliches Zeichen dafür, wie gut auch der Kirche ihre Entmonarchisierung und Demokratisierung tut. Daß Christus wie ein Monarch in seiner Kirche und über seine Welt herrscht, ist eben eine antidemokratische Vorstellung, die ad acta gelegt gehört.
Ja, moderne Theologen, wie etwa Magnus Striet stellen ja schon kämpferisch fest, daß Gottes Herrsein von uns Menschen nur akzeptiert werden kann, wenn er demokratisch, unsere Menschen- und Freiheitsrechte respektierend regiert. Dazu gehört eben auch, daß wir uns von einer heteronomen Moral, von Gott uns autokratisch auferlegt, emanzipieren, um uns ganz autonom demokratisch  eine uns genehme geben. Denn für uns kann nur das demokratisch-vernünftig Legitimierte und so Hervorgebrachte Autorität besitzen. Die göttliche Autorität darf und kann für uns so kein Argument sein. So kommt dieser Theologe zu dem Ergebnis in Einklang mit Kant, daß Abraham niemals Gottes Befehl, opfere deinen Sohn, gehorchen wollen durfte. Abraham sündigte so, weil er bereit war, Gott hier zu gehorchen. So sehr belebt der demokratische Geist die moderne Theologie und auch bald die Kirche,wenn auf dem "Synodalen Weg" die Demokratie siegen wird: Ja zur Homosexualität, Nein zum Zölibat, Nein zur Morallehre der  Kirche und vielleicht als Krönung ein beherztes Ja zum Frauenpriestertum! Das ist die demokratisierte Kirche in ihrem Nein zur Monarchie Jesu Christi, der ja nur noch unser demokratischer Mitbruder sein darf. 

Sonntag, 24. November 2019

"Götzendienst in der Kirche ist gegen das göttliche Recht"

Kardinal  Müller mußte in Erinnerung bringen: »Götzendienst ist gemäß dem ersten Gebot eine schwere Sünde.«Wie schlimm muß es um die Katholische Kirche stehen, daß ein Kardinal an diese Grundwahrheit erinnern muß!
In einem Interview mit dem amerikanischen katholischen Fernsehsender EWTN ging Kardinal Müller auf die Debatte um die »Pachamama«-Affäre ein. Er kritisiert dabei das Aufstellen der Holzfiguren der Fruchtbarkeitsgöttin in einer römischen Kirche.

»Der eigentliche Fehler war gewesen, die Götzenbilder IN die Kirche zu bringen, nicht, sie wieder daraus zu entfernen. «  Freie Welt am 22.11.2019. Es muß konzediert werden, daß selbst noch die schlimmsten Befürchtungen dieser Amazonasynode übertroffen worden sind mit der dortigen Götzenverehrung. (Aber das erwartete postsynodale Schreiben ist noch nicht erschienen, auch wenn gemutmaßt werden darf, daß es im Wesentlichen schon fertig geschrieben war, bevor der erste Redebeitrag der Synode gehalten wurde.)
Eingedenk des brillanten Essays: "Die geistesgeschichtliche Lage des Parlamentarismus" von Carl Schmitt erlaube ich mir, ein paar oberflächlichere Anmerkungen hinzuzufügen. Der Grundgedanke des Parlamentarismus war ja die, daß der regierende König seinen Haushalt (seine Ausgaben) nicht allein aus seinem Privathaushalt finanzieren konnte, er also Steuern erheben mußte und das Parlament als Bund der Steuerzahler nun diese Ausgaben zu bewilligen hatte und so das Parlament die Regierung kontrollierte. Noch heute findet sich in der "Haushaltsdebatte" davon ein Überrest, nur daß jetzt, da im Regelfall die Regierung eine Mehrheit auch im Parlament besitzt, keine Kontrolle mehr durch das Parlament ausgeübt wird. Vor jeder Debatte steht das Ergebnis schon fest, daß die Regierungspolitik ihr Ja bekommt. 
Eine Synode sollte nun etwas ganz anderes sein. Hier sollten alle gleichberchtigt über etwas diskutieren, wobei es allein auf das bessere Argument ankäme. Wäre die Katholische Kirche rein parlamentarisch- demokratisch organisiert, beschlösse dann die Synode verbindlich, was nun in der Kirche zu gelten habe. Die hierarchische Struktur konterkariert nun diesen demokratischen  Parlamentarismus (wie ihn etwa die EKD lebt), indem  "Beschlüsse" einer Synode erst für die Kirche Gültigkeit bekommen, wenn der Papst sie als gültig qualifiziert, wobei der Papst aber nicht an die Entscheidungen der Synode gebunden ist. Der demokratische Zeitgeist macht es aber schwer vorstellbar, daß sich heute noch ein Papst gegen "Beschlüsse" einer Synode stellen könnte. 
So gehört es heute eher zum Management eines Papstes, eine Synode so vorzubereiten, daß die richtigen Ergebnisse herauskommen und dazu gehört auch die Auswahl der Synodalen. Papst Franziskus hat e offensichtlich diese Synode gut gemanagt, denn es lief alles wie geplant, bis auf die Pachamamaaffaire.Ist  da der Regie des Papstes ein Fehler unterlaufen, daß in der Präparation der Synode mit ihrem Zentralkampf gegen den Zölibat und den Kampf für die Einführung der Diakoninweihe  die Bedeutung der Pachamamastatuen unterschätzt wurde?  
Wer so frägt, übersieht das zweite Herzstück dieser Räubersynode: den Kampf um die Etablierung einer Ökoreligion, die um die Begriffe der "Schöpfung" und des Erhaltes der Vielfalt des Lebens, verbunden mit romantischer Zivlisationskritik sich kapriziert, gegangen ist. So unvereinbar diese Anbetung dieser Götzenstatuen auch mit der christichen Religion ist, denn es handelt sich hier um ein gröbstes Mißachten des 1. Gebotes, hier hat Kardinal Müller uneingeschränkt recht, so paßt diese kultische Aktion sehr wohl zu einer Ökoreligion mit ihrer  Tendenz zur Apotheose der Natur und ihrer Verteufelung der menschlichen Technik als das Naturwidrige, das Böse.  
Wikipedia schreibt zu diesem Aspekt der Pachamamaverehrung: "Pachamama wird heute als Faktor für Identität, sozialpolitischen Widerstand und als Hoffnung auf ein umfassenderes Leben angesehen. Im Jahre 2008 wurde Pachamama neben Sumak kawsay („gutes, harmonisches Leben“) als ein Grundprinzip in die aktuelle Verfassung von Ecuador aufgenommen."  Daß Pachamama als Symbol eines sozialpolitischen Widerstandes fungiert ist sicherlich eine zutreffende Feststellung, nur verkennt sie hierbei etwas Wesentliches: Wenn in Lateinamerika sich ein Widerstand gegen das Bestehende gespeist mit der Hoffnung auf ein gutes Leben marxistisch-revolutionär artikulierte, so formte sich dieser Widerstand nach der Implosion des Sozialismuses 1989f jetzt religiös. Religiöse Traditionen werden nun revitalisiert im Kampfe gegen die gegenwärtige Zivilisation. Das hat auch innere sachimmanente Gründe. Die marxistische Zukunftshoffnung basierte nämlich auf das Vertrauen in den technischen Fortschritt, daß der Mensch immer  besser die Natur zu beherrschen lerne, und wenn dann der technische Progreß politisch vernünftig gestaltet würde, also sozialistisch, dann könnte am Ende das Wohlergehen und das Glück aller eine  reale Möglichkeit werden. 
Seit Adornos/Horkheimers "Dialektik der Aufklärung" ist dieser dem Marxismus innewohnende Optimismus des Vertrauens auf die vernünftige Beherrschbarkeit der Natur zum Nutzen aller zweifelhaft geworden. Linke wurden romantisch technikfeindlich. Dem korreliert die Neigung, statt die Natur marxistisch als Gestaltungsmaterial für die Arbeit des Menschen anzusehen, sie als etwas an sich Wertvolles, ja gar Heiliges, als "Schöpfung" zu deuten, um sie so dem Verfügungs- und Machtwillen des Menschen zu entziehen. Zu solch einem postmodernen Romantizismus paßt nun wirklich jeder Mutter- Erde Kult und so auch Pachamama als religiöses Fundament  eines sozialpolitischen Widerstandes. Und so kommt die Pachamama in die Katholische Kirche gerade weil sie sich selbst unter der Führung von Papst Franziskus zusehens als linkspolitisch agierende NGO profilieren will jetzt mit dem  Schwerpunkt: Bewahrt die Schöpfung!