Samstag, 20. April 2019

Papst Franziskus Irrsinnskreuzestheoogie

"Franziskus bat darum, dass die "Kreuze der Welt" erkannt würden - darunter vor allem das "Kreuz der Migranten, die auf verschlossene Türen stoßen, verursacht durch Angst und von politischem Kalkül gepanzerte Herzen". Das Kirchenoberhaupt spielte auch auf Misshandlungen Minderjähriger an, "das Kreuz der Kleinen, verletzt in ihrer Unschuld und Reinheit".  Kath net am 20.4.2019. Und so beginnt dieser Rapport: "Papst Franziskus am Karfreitagabend beim traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom an 14 Stationen des Leides und Sterbens Jesu sowie der Not von Migranten und Flüchtlinge heute gedacht."
Wer hätte das gedacht! Wenn Migranten leiden, dann leiden sie wie Jesus Christus! Das heißt, sie leiden für unsere Sünden als Sühnopfer. Es ist also Gottes Wille, daß sie leiden, wie auch Christus das Kreuz erlitt, weil sein göttlicher Vater es so wollte. Denn das Leiden Christi ist ja keines, von dem die hl. Schrift sagt, das er nicht hätte leiden sollen, sondern daß es die Bestimmung des Christus ist, durch sein Kreuzesleiden die Welt zu erlösen. 
Wenn also der Papst beim Gedenken des Kreuzleidens Christi an das Leiden andere Menschen denkt, so sagt er damit, daß auch sie wie der Sohn Gottes zu unserem Heile leiden würden. 
Es könnte vielleicht an die Aussage des Apostelfürsten Paulus erinnert werden: "Für den Leib Christi,die Kirche ergänze ich in meinem irdischen Leib das, was an den Leiden Christi noch fehlt." (Kolosserbrief, 1,24). Meint das der Papst so, daß nun sich auch die leidtragenden Migranten mit dem Apostel Paulus über ihr gottgewolltes Leiden freuen dürfen:"Jetzt freue ich mich in den Leiden"(1,24)?  
Das sei ferne. Was meint dann der Papst? Er meint, daß so wie es ein Unrecht war, daß Jesus das Kreuz erlitt, es jetzt ein Unrecht sei, wenn Migranten ein Unrecht erleiden. Mit dem Sprecher der 12 Apostel, Petrus stimmt er ein in dessen Nein! zum Leidenmüssen des Messias. Daß der Christus leiden müsse- für unsere Sünden- das sei ferne, rief Petrus aus, angesichts der Leidensankündigung Jesu. Und Jesus erwidert: "Weiche von mir Satan", denn das Heilswerk Christi ist sein Kreuzweg. Er geht den Weg des Kreuzes, weil und nur weil so der Sohn den Willen seines Vaters erfüllt zum Heile der Menschen. 
Was macht aber daraus der humanitaristische Papst? Weder hätte Jesus leiden sollen noch sollten die Menschen heute leiden! Das Kreuz Christi verkommt zum rein moralischen Appell: Menschen sollen nicht leiden müssen- für eine humane Welt ohne Kreuze! 
Daß der Papst den Kreuzweg mißbraucht zur Propaganda für sein politisches Programm der Auflösung der Nationalstaaten Europas durch eine Politik der Masseneinwanderung, ist dabei die eine Sache, aber viel gravierender ist seine "Theologie" des Kreuzes, daß er das Heilswerk Jesu Christi völlig verkennt, daß Christus uns durch sein Kreuzesleiden, sein Sühnopfer erlöst hat, daß er daraus ein Beispiel macht für Menschen, die unrechtens leiden und die unsere Solidarität einfordern: Helfet, daß wir nicht mehr leiden müssen! 
Auch dieser päpstliche Kreuzweg ist so ein Beispiel für den konsequenten Umformungsversuch der Katholischen Kirche in eine linkshumanitaristische NGO! 

Ein kleiner Zusatz: Durch Liebe erlöst
Es gibt eine wunderschöne Verfilmung des Romanes von Hedwig Courths-Mahler: Durch Liebe erlöst. Der erste Teil der Verfilmung findet seinen Höhepunkt in dem Liebesbekenntnis, daß der Graf die als Erzieherin seiner Tochter eingestellte Frau liebe, er aber ein Mörder sei und darum könne er als Mörder nicht die Liebe der Frau,die ihn wirklich auch liebt, annehmen. Daß er ein Mörder ist, mache ihre Liebe zu einer Unmöglichkeit. 
Die Erzieherin bekennt: Wenn er wirklich ein Mörder ist, dann kann sie ihn nicht lieben, aber da sie ihn liebt, kann er kein Mörder sein. Ihre Liebe bezeugt ihr die Unschuld des geliebten Mannes und im zweiten Teil beweist dann diese Frau die Unschuld des  Grafen. Erst dann können sie wirklich zueinander finden, nachdem der unüberwindliche Abgrund des Mordes aus dem Wege geschafft wurde. Allein die Liebe der Frau zu diesem Grafen konnte die Sünde des Mordes als Hindernis ihrer Liebe nicht aufheben- erst als der Graf wirklich als unschuldig erkannt wurde, konnten die sich Liebenden zueinander finden. 
Hier wäre so die Liebe an der (vermeintlichen) Schuld gescheitert, wenn nicht die Unschuld des Grafen erwiesen worden wäre. Könnte es sein, daß hier diese Schriftstellerin klarer als mancher modernistischer Theologe das Verhältnis von Liebe und Sünde erfaßt, daß eben die Liebe nicht einfach die Sünde (des Mordes) übersieht und so den Sünder liebt und ihn so Sünder sein läßt, daß Gottes Gerechtigkeit Sühne für die Sünde verlangt, damit darauf Gott den gesündigt Habenden wieder in Liebe annimmt?          

Freitag, 19. April 2019

Papst Franziskus Kampf wider das Altarsakrament am Gründonnerstag- oder eine neue NGO entsteht

. Franziskus wusch dabei zwölf Häftlingen aus vier Ländern - Italien, Brasilien, Elfenbeinküste und Marokko - die Füße. Mit dem am Gründonnerstag begangenen Ritual der Fußwaschung wird an eine Geste Jesu beim letzten Abendmahl erinnert. Die Botschaft dabei sei, "dass es ums Dienen geht, nicht um Macht", erklärte der Papst in seiner frei gehaltenen Predigt. Jeder solle dem Nächsten dienen."
So berichtet Kath net am 19.4. 2019 über Papst Franziskus Gründonnerstags-messe. Vergegenwärtigen wir uns kurz, was die Kirche am Gründonnerstag feiert. Die Einsetzung der Eucharistie, die Einsetzung des hl. Meßopfers und des Sakramentes- ja, es ist das Herzstück der christlichen Religion, daß sich Jesu Christi Kreuzopfer in diesem christlichen Kult vergegenwärtigt. Damit die Kirche dies Opfer Gott darbringen kann, weihte der Sohn Gottes die 12 Apostel (nicht seine Freunde, denn Judas Ischariot war sicher nicht sein Freund, und auch nicht die Jünger, besser übersetzt, die Schüler zu Priestern,verlieh ihnen also die geistliche Vollmacht, das Opfer darzubringen, konkreter: die Wandlungsvollmacht.  
Es war wohl nicht die klügste Entscheidung der Kirche, hier die Fußwaschung Jesu, die uns nur das Johannesevangelium berichtet, als Bestandteil der Gründonnerstagsliturgie einzusetzen. Das Johannesevangelium entfaltet ja seine Lehre der Eucharistie im 6. Kapitel, 22-71, auch wie Judenchristen ob dieser Lehre Jesu nicht mehr folgten. Die theologische Intention ist, daß die Heilswirksamkeit von "Brot" und "Wein" darin liegt, daß es göttliche Speise von "Oben" ist. Dies setzt den Dualismus von "Oben" und "Unten", von "wahrer Welt", dem Licht und der unwahren Welt voraus: Der in dieser falschen Welt des Todes Gefangene kann nur durch einen Erlöser von "Oben" gerettet werden und gegen Bultmann ist festzuhalten, daß sich das Sakramentsverständnis der Eucharistie in diesen Dualismus harmonisch einzeichnet: Die "Speise" von "Oben" erlöst den Menschen und keine irdische. Also: Nicht durch das Kreuz wird der Leib und das Blut Christi für uns zum Heile, wenn wir es würdig genießen, sondern weil dieser Leib und dies Blut göttlich, das ist von "Oben" ist.
Darum entfaltet das Johannesevangelium seine Eucharistielehre nicht vor dem Karfreitag. Die so entstehende Lücke füllt dann dies Evangelium  mit der Erzählung von der Fußwaschung. Sie steht anstatt des Einsetzungsberichtes der Eucharstie. 
Ein Mißbrauch dieser Fußwaschung ist somit präfiguriert für glaubensschwache Zeiten: Statt die Einsetzung des Altarsakramentes und die Einführung des Priestertumes zu feiern, rückt die Fußwaschung in das Zentrum der Liturgie, denn die läßt sich sozialcaritativ leicht umdeuten zu einem Aufruf zu humanitärer Nächstenliebe. Das paßt ja zu dem Umstrukturierungsversuch der Neugestaltung der Kirche zu einer links-humanitaristischen NGO, der das Christliche nur ein Appell zur Humanität ist. Das Meßopfer, das christliche Priestertum als Prolongierung des Priesterumes des Alten Bundes hat darin aber keinen sinnvollen Platz mehr und wird so verdängt. Es ist ja bezeichnend, daß der Papst das Wozu des Priesterdienstes mit keinem Worte erwähnt,nämlich den Opferdienst!   

Donnerstag, 18. April 2019

Wie die Bibel unter die Räuber fiel, oder daß Biblisches unzumutbar ist,obgleich das sola scriptura gilt.

"Youtuberin Jana Highholder (20) führt mit offiziellem EKD-Auftrag einen Youtube-Kanal, macht sich aber dabei mit ihren biblischen Positionen in der EKD keineswegs nur Freunde -" meldete lakonisch kath net am 8.4.2019. Das müßte doch einen jeden Leser irritieren, wenn er an einen der wichtigsten Grundsätze der Reformation denkt, das: sola scriptura. Müßten in der EKD nicht biblische Positionen geradezu ein Heimatrecht haben, ja müßten wir da nicht in Folge dieses Aufbauprinzipes nur biblische Aussagen erwarten, bzw. von ihr abgeleitete? 
Aber wer die EKD kennt, der weiß, das dort Biblisches so selten vorkommt wie Vitamine in Fastfood. Nur, was ist denn da aus diesem Grundsatz der Reformation geworden? Wer so frägt, übersieht das Wesentliche dieses Grundsatzes: Nicht geht es primär um die positive Seite, nun die Theologie biblisch zu fundieren, sondern um die negative Seite, daß nun der ganze theologische Diskurs bis zur Reformation hin als für die neuen Bibeltheologen als unverbindlich galt. 
Anders gesagt: Der Grundtext war so sehr umgeben von kommentierenden, auslegenden und systematisierenden Sekundärtexten, daß es fast schon zur Unmöglichkeit geworden war, einen Bibeltext auszulegen, ohne den Vorwurf sich einzuhandeln, daß das doch längst schon wer anders ebenso geschrieben hätte. Zudem: Wie könnte ein Theologe noch etwas zu einem biblischen Thema schreiben, wenn er, bevor er zur Feder greift, erst das bisher schon dazu Geschriebene zu lesen hätte: Er käme vor lauter Lesen nie zum selbstständigen Schreiben. Die scholastische Theologie hatte sich sozusagen erschöpft, indem alles, was in ihr aussagbar war, schon geschrieben worden war. 
Mit einem Federstrich sollte nun dieser ganze Diskurs als nicht mehr relevant verurteilt werden, damit nun wieder selbstständig Theologie getrieben werden konnte. Diese Negationskraft war das Anziehende dieser Parole:jungfräuliche Theologie sollte wieder möglich sein- man wollte die biblischen Texte so lesen dürfen, als wäre man ihr Erstleser.
Es ist die Entkirchlichung des heiligen Textes, der nun der Privatlektüre  der neuen Bibeltheologen unterworfen wurde. 
Und da die heiligen Texte so privatisiert wurden, wurden sie zu einem Warenkorb an Aussagen, aus denen sich jeder seiner Privatleser das ihm Gefällige sich heraussuchte. Schon Luther fing damit an, indem er ihm mißfallende Texte des Vulgatakanons entfernte und so für die Evangelischen eine neue, reduzierte Bibel kreierte. Und da er seine biblische Rechtfertigungslehre nicht in Einklang mit dem Jakobusbrief bringen konnte, war er auch der erste Bibeltheologe, der "erkannte", daß die Bibel auch Unwahres enthielte. Die Bibel als Zeugnis von Jesus Christus geriet so schon ab ovo unter den Verdacht, die Person Jesu und seine Verkündigung unangemessen, verfälschend dargelegt zu haben. So erweitert sich der Verdacht gegen die Theologie und die Lehre der Kirche, Jesus unwahr zu lehren zu dem Verdacht, daß selbst schon das Neue Testament Jesus mißdeute.So kann auch die heilige Schrift nicht mehr unüberprüft als der wahre Grundtext angesehen werden. Biblisch fundierte Aussagen können so, gerade weil sie biblisch sind, so unwahr sein. 
Jetzt entscheidet nur noch der Privatleser, wie was in der Bibel als wahr anzusehen ist. Da dieser Privatleser nun ein Subjekt in einer kommunizierenden  Gemeinschaft ist, unterwirft dieser so private Leser Bibeltexte dem, was im  öffentlichen Gerede als das Schickliche und Angemessene angesehen wird. Und darum wird Frau Highholder der Vorwurf gemacht: "In einem von mehreren Statements in „Christ und Welt“ bezeichnete die Pfarrerin Hanna Jacobs Highholder als „trojanische Influencerin“, die im Namen der Evangelischen Kirche „biblizistische und evangelikale Positionen“ vertrete, aber vom „evangelischen Mainstream“ weit entfernt sei." Kath net am 8.4.2019. Wahr ist nur dann eine theologische Aussage, wenn sie dem evangelischen Mainstream  konform gestaltet ist. Merke: Es gibt eben Aussagen in der Bibel, die diesem Mainstream nicht entsprechen und so unwahr sind. 
Das ist nun nicht einfach ein Abfall vom sola scrptura Prinzip, sondern es nimmt dies Prinzip in seiner Negativintention ernst, daß alle christliche Tradition unverbindlich ist für den heutigen Christen, damit er die Bibel so,herausgerissen aus der Kirche, wie sie den heiligen Text las und liest,  ganz seinen Privatwünschen unterwerfen kann. Und die Privatwünsche der so gearteten Bibelleser erschaffen dann den evangelischen Mainstream     

Mittwoch, 17. April 2019

Probleme mit dem Gott des Alten Tesamentes: Ist das der Gott Jesu?

Das Narrativ vom bösen Gott des Alten Tesamentes, dem der gute des Jesus von Nazareth gegenübergestellt wird, von Marcion erfunden, um einen von allem Alttestamentlichen befreiten Kanon von christlichen  Evangelien einzufordern, findet immer wieder Sympathisanten, den neuesten in Horst Mahler in seinem Buch: "Das Ende der Wanderschaft", 2018 erschienen. Ihm ist der Gott des Alten Testamentes, der jüdische der schlechthin negative. Das ist der Gott, der nur ein Volk zu dem seinigen sich erwählt, ihm irdische Güter zu Hauff verheißt, aber sein Volk auch mit schlimmsten Strafen bedroht, wenn es ihm ungehorsam ist, und der allen anderen Völkern gegenüber rein feindlich gesonnen sei.  
Dieser rein negative Gott überwinde sich nun aber selbst, indem er sich in der jüdischen Gestalt als sich selbst verkennender Gott begreife, der sich als durch anderes limitierter Gott mißverstehe, der seine Schöpfung als etwas von ihm selbst Verschiedenes ansieht, durch das er selbst begrenzt würde. So will Gott das ihn Begrenzende durch sein erwähltes Volk nichten. Aber in der christlichen Religion begreife sich Gott als der, der sich selbst als sich erkennender in und durch die Religionen hervorbringe- die Religionen seien das jeweilige Selbstbewußtsein Gottes auf der jeweiligen Entwickelungsstufe-und nur in der christlichen, wenn sie sich philosphisch begreift, erfaßt sich Gott selbst in diesem christlich-philosphischen Denken- so weit diese hegelische Religionsphilosophie, die Mahler in seinem Buch skizziert. so sei dann der negative Gott des AT eine notwendige Zwischenstufe im Prozeß der Selbstentwickelung Gottes zu  dem sich selbst begreifenden Gott: also nicht entwickelt sich der Mensch -humanistisch gedacht- vom Dunklen zum Lichtwesen der Aufklärung, sondern Gott käme erst durch diese Entwickelung im religiösen Bewußtsein der Religionen zu sich selbst als sich begreifender. 
Also, ein Neohegelianer ergreift hier das Wort. Dies könnte als ein Beispiel für die allgemeine Sympathie fürs Nostalgische in postmodernen Zeiten abgetan werden, wenn nicht in dieser Hegelei allerlei Bedenkenswertes anzutreffen wäre. 
Intelligente  Fragen werden gestellt und das ist schon etwas Beachtliches in so geistarmen Zeiten: Die traditionelle Gottesvorstellung denkt sich Gott als "schon von Ewigkeit her als der Vollkommende, Allwissende, Allmächtige usw., der die Geschicke der Menschheit lenkt und die Menschheit nach seinem "Heilsplan" erlöst." (S.138). Nun frägt Mahler, warum und wozu habe dann dieser Gott die Welt und die Menschheit überhaupt geschaffen? Als sein Spielzeug? Warum als Erlösungsbedürftige und warum gibt es dann so viel Leid, so viel unschuldig Leidende? (S.138). 
Bedeutsamer ist dann aber noch Mahlers These, daß dieser so gedachte Gott selbst den Grund für den Atheismus gelegt habe! Denn wenn das von ihm Geschaffene etwas von dem allmächtigen Gott Verschiedenes sei, dann könne Gott ohne die Welt und so auch die Welt ohne Gott gedacht werden, weil  sie als zwei Getrennte gedacht würden.  
Mahlers Alternative: "Aber Gott als Geist,der sich erst zu dem machen muß, der er ist, schafft sich als Mensch und Welt,um daran einen Spiegel zu haben, in dem er sich anschaut und erkennt.Der Mensch ist so Gehilfe Gottes, selbst göttlich und deshalb von absolutem Wert." (S.138). Das ist die philosophische Negation der Religion als ihre Aufhebung, daß so erst der wahre Gehalt der Religion zu Tage tritt, aber es ist auch die Negation der Religion, weil nun in der Religion der Mensch sich zu sich selbst verhaltend gedacht wird, nur eben, daß er erst im wahren Denken sich als das Selbstbewußtsein Gottes begreift und den Weg durch die Religionen als den Prozeß der Selbstentwickelung des Selbstbewußtseins Gottes begreift: Gott wird, was er ist, am Ende aber als sich selbst erkennend. Das heißt für die Theodizeefrage, daß das Negative notwendig ist für diese Selbsterkenntnis, was Gott nicht ist. 
Erstaunlich ist nun, daß von einem Autor, von dem eher ein politisches Buch erwartet würde, so ein  religionsphilosophishes verfaßt wird. Nehmen wir es als Anstoß, daß vielleicht zu schnell die Akte Hegel geschlossen worden ist, daß er uns als um die Gotteserkenntnis Ringender doch noch etwas zu sagen haben könnte!  

Aber in einem ist und bleibt Mahler, wie wohl auch Hegel ein Kind des liberalen Protestantismus. Ihm fehlt jedes religiöse Verständnis von Gott, dem Göttlichen, wie es Rudolf Otto so einzigartig auf den Begriff gebracht hat: Gott als die Einheit von tremendum und faszinosum. Es muß eben so wahrgenommen werden, daß Hegel so auch das liberal-protestantische Problem, wie kann der Gott des AT der Gott Jesu sein, versuchte zu lösen, vor dem auch Mahler steht. Aber dies ist nicht nur ein Problem des Protestantismus! Der zeitgenössische Katholizismus löst dies Problem ja einfach, indem alle biblischen Aussagen über Gott, die nicht kompatibel sind mit dem liberal gedachten Gott, Gott ist nur die Liebe, einfach überlesen werden.
   

Dienstag, 16. April 2019

Papst Benedikt schrieb und alles brüllt

Kaiser Wilhelm II. rief und alle, alle kamen, Papst Franziskus schrieb zum Mißbrauchsskandal und alle, alle brüllten: "So nicht!".Die inoffizielle offizielle Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz  Katholisch de jubelt:"Die Kritik an der Analyse Benedikts XVI. zur Kirchenkrise reißt nicht ab". So tönt diese linksliberale Kampfpostille:
"Die deutsche Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie hat den Text Benedikts XVI. zur Missbrauchskrise scharf kritisiert. "Die Analyse von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. beruht auf einer Reihe von falschen Annahmen und wird von uns im Ganzen als ein misslungener und untauglicher Beitrag zur Aufarbeitung der Missbrauchskrise bewertet", heißt es einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme.
Am Donnerstag hatten mehrere Medien einen Aufsatz des emeritierten Papstes mit dem Titel "Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs" veröffentlicht. Darin bezeichnet Benedikt XVI. den "Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie" und eine zunehmende Gottlosigkeit in Kirche und Gesellschaft seit den 1960er Jahren als Hauptursachen der Missbrauchskrise. Die ersten Reaktionen auf das Schreiben fielen mehrheitlich negativ aus." 
Was hat der emirtierte Papst nur verbrochen, daß nun alle schreien: Kreuzigt ihn!, daß nun auch diese Internetseite angefüllt ist mit Polemiken wider diesen Papst? Er tat etwas Unverzeihliches, denn er sagte die Wahrheit. Dabei lief doch alles bisher so wunderbar: In einer gelungenen Desinformaionskampagne wurde der Zusammenhang zwischen der Homosexualität und den Opfern völlig vernebelt und tabuisiert. Stets wurden neue für die Mißbräuche Verantwortliche gefunden, am liebsten "Strukturen", damit ja die Täter aus dem Blickfeld gerieten. Dann baute darauf eine beachtliche Offensivkampagne an, daß nun die katholische Morallehre für die Mißbräuchsfälle verantwortlich sei, daß sie also im Geiste der 68er liberalisiert werden müsse. Daran schlossen sich dann die Lieblingsparolen der modernistischen Reformer an: Weg mit dem Zölibat, Ja zum Frauenpriestertum, Demokratisierung der Kirche oder klarer formuliert: Wir wollen protestantisch werden. In diese protestantische Euphoprie hinein, nur die Entkatholisierung und die Protestantisierung gäbe der Kirche noch eine Überlebenschance widerspricht nun Benedikt XVI diesem schönen Modernisierungsprogramm, indem er die Wahrheit sagt, die doch nun so tatkräftig unter den Teppich gekehrt, tabuisiert war!
Daß eben die Entkräftung der Morallehre der Katholischen Kirche durch den Ungeist der 68er und  die zunehmende Gottlosigkeit auch und gerade in der Kirche  diese Mißbräuche erst in diesem Ausmaße ermöglichte. Dann verwies  er noch auf die Homosxualität in der Kirche, deren Ausleben zu diesen Mißbräuchsfällen führte. So viel Licht, das könnte Verwirrungen in die wohlgeordnete Desinformationskampagne bringen, ja den Reformeifer: Wir wollen die Protestantisierung der Katholischen Kirche! bremsen und so wird scharf gegen Papst Benedikt emeritus geschossen.
Das Niveau der Gegenargumente ist dabei von durchschlagendster Qualität. Mantrahaft wird da gebrüllt, daß in seiner Analyse neue sozial- und humanwissenschaftliche Erkenntnisse nicht berücksichtigt worden seien, welche wird tunlichst verschwiegen  und daß nicht erkannt wird, daß die Morallehre der Kirche sich der geänderten Lebenspraxis anzupassen habe, denn sie habe nicht die Aufgabe zu normieren, sondern die Realität, so wie die Heutigen ihre Sexualität leben, gutzuheißen.
Im Klartext heißt das: Den grundlegendsten Fehler einer doktrinären Morallehre offenbart uns Johannes, der Täufer, der die Ehe des Königs Herodes verurteilte, weil er aus moraltheologischen Gründen seine Frau nicht hätte heiraten dürfen, statt diese Ehe seelsorgerlich motiviert gut zu heißen und abzusegnen. Der emeritiete Papst ist eben ein Nachfolger des Täufers, unsere  Modernisten dagegen wissen, daß es nur eine wirkliche Todsünde gibt, die, dem herrschenden Zeitgeist zu widersprechen.  

 

Montag, 15. April 2019

Papst wirbt für Organspende

"Papst Franziskus hat für die Organspende geworben. Der Bedarf sei weiterhin hoch; eigene Organe für Kranke zur Verfügung zu stellen, entspreche nicht nur der sozialen Verantwortung, sondern sei auch ein Zeichen umfassender Solidarität und der Nächstenliebe."  Kath net 14.4.2019. So sehr Papst Franziskus sonst zum Nachdemmunderden neigt, in diesem Punkte vertritt er couragiert die Lehre der Kirche. Die Organspende widerspricht so sehr dem natürlichen Egoismus des bürgerlichen Menschen, daß es kein Wunder ist, daß die Forderung der Organspende Widerstand evoziert. Gutes tuen, damit mir dann auch Gutes getan wird, die Nächstenliebe als Solidarität praktizieren, wenn und nur weil das mir dann auch einen Nutzen bringt, das ist noch akzeptables Christentum.
Aber zu opfern, das ist zu viel. Konkret kapriziert sich die Polemik auf den Fall der Diagnose des Gehirntodes, daß, wenn der diagnostiziert worden ist, dem Gehirntoten noch lebende Organe entnommen werden dürfen zum Nutzen von anderen Menschen, die auf die entnommenden Organe angewiesen sind. Denn tote Organe können nicht mehr sinnvoll implantiert werden. Das Faktum nun, daß das Gehirn tot ist, aber noch nicht sofort dann auch schon alle Organe des Menschen tot sind, wird dann gegen diese Organspende instrumentalisiert.Denn nun könnte der Tod aller anderen Organe eventuell nicht als Folge des Gehirntodes eintreten, sondern als Folge der Organentnahme. Das sei aber inakzeptabel und darum wird die Organspende abgelehnt. 
Es soll also unchristlich sein, wenn ein im Sterben sich Befindender, dessen Gehirn schon tot ist, bei dem aber noch einige Organe leben, diese für Mitmenschen spendet! Er habe den Tod aller Organe durch den Gehirntod abzuwarten, obwohl dann kein Organ mehr gespendet werden kann. Sich opfern für den Nächsten, und wenn dies Lebensopfer auch nur darin besteht, daß eventuell dem durch den Gehirntod unweigerlich eintretender Tod der Tod in Folge einer Organentnahme zuvor kommt, sei unchristlich. Das kann nur vertreten, wem die christliche Nächstenliebe nur eine Chiffre für einen vernünftig ausgelebten Egoismus ist. (Vgl ausführlich dazu: Uwe C. Lay: Der zensierte Gott)

Sonntag, 14. April 2019

Bischof Franz-Josef Overbeck kritisiert Jesus- er passe nicht in die moderne Zeit

"Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat sich kritisch zu theologischen Positionen der Piusbruderschaft geäußert. Es gehe bei der Auseinandersetzung mit ihnen nicht zuerst um eine liturgische Frage, sondern um die Einsicht, dass Religionsfreiheit und Menschenrechte "für uns alle" gelten, sagte Overbeck am Freitag in Berlin.Die katholische Kirche habe sich mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil der modernen Welt geöffnet, so der Bischof. Dazu gehöre auch die Akzeptanz inklusivistischer Positionen, wonach auch andere Religionen zu Gott führen."
Dieser Bischof stellt also fest, daß auch andere Religionen zu Gott führen. Das bedeutet, daß Jesus Christus eben nur ein Weg zur Wahrheit, zu Gott ist, daß es aber daneben noch andere gäbe. Ja, die Anerkennung der Religionsfreiheit setzt das tatsächlich voraus, daß alle Religionen zu dem einen wahren Gott führten, denn sonst würden ja unwahre Religionen als rechtens frei zu wählende und zu lebende anerkannt. 
Es könnte zwar der Standpunkt eingenommen werden, daß die Religionsfreiheit nur bedeute, daß der Staat nicht per Gesetz die Ausübung bestimmter Religionen untersagen dürfe, daß jede frei ausgeübt werden dürfe und daß dies nicht bedeute, daß alle Religionen als wahr vom Staate anerkannt werden, sondern daß er sich für inkompetent erklärt, die wahre von den falschen Religionen zu unterscheiden. Nur diesen Standpunkt will Bischof Overbeck nicht einnehmen, denn er will sagen, daß auch die anderen Religionen wahr sind, weil auch in und durch sie Menschen zum wahren Gott finden können.Dies Bekenntnis zur Wahrheit der anderen Religionen gehöre konstitutiv zur Hinwendung der Kirche zur modernen Welt. Selbstverständlich war diese revolutionäre Erkenntnis der Kirche bis zum 2. Vaticanum nicht bekannt und auch Jesus Christus nicht. Er verkündigte sich nicht als einen Weg zu Gott neben anderen. Ja, die Erkenntnis des dreifaltigen Gottes, die wahre Gotteserkenntnis gibt es nur durch ihn in der christlichen Religion. 
Für Bischof Overbeck gibt es so eine wahre Gotteserkenntnis, zu der andere Religionen führen, die nicht Gott als den Dreifaltigen erkennt und die doch für das Seelenheil ausreichend sei. Von dieser Gotteserkenntnis wußte nun der Sohn Gottes nichts, nein er lehrte, daß nur da, wo der Sohn Gottes wie der Vater geehrt wird, Gott geehrt wird. Also gibt es keine wahre Gotteserkenntnis, wenn der Sohn nicht als Sohn des Vaters erkannt wird.
Bischof Overbeck setzt damit Jesus Christus und die ganze ihm da gefolgt habende Kirche ins Unrecht, nur um der modernen Welt zu gefallen! Das ist wohl diesem Bischof das wichtigste. 

Zusatz:
Zu der Menschenrechtsideologie gehört konstitutiv die Meinung, daß niemand wegen seiner Religion diskriminiert werden darf. Nun besagt aber die christliche Religion, daß für das eschatologische Endgericht die Gretchenfrage wirklich heißen wird: Wie hieltest Du es in Deinem Leben mit der wahren Religion? daß das die Frage Gottes an uns sein wird. Die Menschenrechtsideologie klagt dagegen ein, daß auch Gott, wenn es ihn denn überhaupt gibt, dieser Ideologie unterworfen zu sein hat, sodaß auch ihm die Religion der Menschen gleichgültig zu sein hat.        

Samstag, 13. April 2019

Confusionen: Die EU, Europa, das Europaparlament und das christliche Abendland

Den Untergang des Abendlandes sagte uns schon Oswald Spengler voraus, und wenn Novalis recht hätte mit seiner These, daß die Substanz Europas die christliche Religion ist, expliziert in seinem Essay: "Christenheit oder Europa", dann dürfte es angesichts des Verlöschens der Lebenskraft der christlichen Religion in Europa kein abendländisch geprägtes Europa mehr geben. Trotzdem gibt es nun eine Europaparlamentswahl, ein Europa, die Europäische Union, die davor sich EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) nannte.
Die Europäische Union versteht sich als Wertegemeinschaft:
"Die europäischen Werte sind auf Unionsebene ausdrücklich vertraglich verankert. So heißt es in Artikel 2 des Vertrages über die Europäische Union (EUV):
„Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet." zitiert nach:
 https://esf.rlp.de/europa-und-ich/.../die-europaeische-union-als-wertegemeinschaft.htm 
Haben diese da genannten Werte noch einen spezifisch christlichen Charakter? Nein, das sind die Grundwerte der Ideologie des Liberalismus. Mündet also die christliche Religion einfach in die Ideologie des Liberalismus ein? Das könnte so vertreten werden, wenn der Kulturprotestantismus des 19 Jahrhndertes bis zum Ausbruch des 1.Weltkrieges als die Krönung der christlichen Religion angesehen würde.Aber der Fall liegt wohl enfacher:Westeuropa wollte sich gegenüber den sozialisischen Ostblockstaaten als das liberale Europa präsentieren.Daß dieses liberale Europa somit alle osteuropäischen Länder und insbesondere Rußland aus Europa ausschloß, macht den aggressiven Charakter dieses Europas aus, denn obgleich es nur aus westeuropäischen Staaten gegründet wurde, versteht es sich als ganz Europa, das auch so für die osteuropäischen Staaten spricht. Nur Rußland wurde ausgesperrt, daß es nicht zu diesem Europa gehöre.Geographisch und kulturell ist diese Ausgrenzuug eine Absurdität, aber rein politisch gewollt. Es war eben der westliche Konfontationskurs gegen den Osten und besonders gegen Rußland.
Europa, das einstige Abendland wurde so gespalten in das westliche und das östliche Europa, wobei der Westen den Anspruch  erhob, das einzig wahre Europa zu sein. Erst seit dem gilt, daß europäisch gleich westlich gesetzt wird verbunden mit der Aufforderung  daß der Osten sich zu verwestlichen habe. Dies Projekt wird nun nach der Implosion des real existerenden Sozialismus 1989f umgesetzt.
Ist das christliche Abendland denn so schon in der Spaltung in West- und Osteuropa untergegangen? Siegt nun die liberale Ideologie, die nun auch die christliche Religion austrocknet? Es ist ja bezeichnend, daß Kardinal Marx den Begriff des christlichen Abendlandes ganz im Geiste des Liberalismus perhorresziert als ein Konzept, das ausgrenzt, das eben nicht liberal sei.
"Davon halte ich nicht viel, weil der Begriff vor allem ausgrenzend ist." Dies meinte Kardinal Reinhard Marx vergangene Woche bei einer Rede in Berlin zum Begriff "christliches Abendland".  Kath net  12.Jänner 2019.
Was ist nun Europa: Das ist der europäische Kontinent, der politisch Rußland als illiberales Land ausgrenzt aus Europa, um ein von der Ideologie des Liberalismus geprägtes Europa zu schaffen, es einfacher gesagt zu verwestlichen.
Das Deutsche Volk als Volk der Mitte Europas verliert dabei seine kulturelle Besonderheit, indem es verwestlicht wird, (Thomas Manns unpolitische Betrachtungen bilden den tiefsinnigsten Protest gegen diese Verwestlichung Deutschlands)   indem nun auch Ost- bzw. Mitteldeutschland verwestlicht wird. Eine neue Uniformität prägt so dies neu sich formierende Europa, daß jetzt seine kulturelle Identität in der Multikultiideologie, der Förderung der Homosexualität und der Genderideologie findet, als radikalisierter Liberalismus. Dabei ersetzt die Politische Korrektheits-ideologie die christliche Religion als die Substanz dieses Europas. Das sich nicht alle osteuropäischen Völker widerstandslos in dies liberalistische Europa integrieren lassen wollen, zeigt dabei nicht nur Ungarn sondern auch Polen und Kroatien, die darum von den Eurokraten auch heftigst angegriffen werden, daß sie sich eben ideologisch dem Westen zu unterwerfen haben, wie das auch das besiegte Westdeutschland nach 1945 mustergültig tat. 

     
 
 

Freitag, 12. April 2019

Aus „Respekt vor anderen Religionen“ die christlichen Symbole auf dem Friedhof verhüllen?

"Auf einem italienischen Friedhof wurden die Kreuze auf den Gräbern der Verstorbenen zugedeckt, „um die Gefühle von Angehörigen anderer Religionen nicht zu verletzten“. Der skandalöse Vorfall ereignet sich in Pieve di Cento, einer Gemeinde mit rund 7.000 Einwohnern in der Provinz Bologna.".Unter obiger Überschrift berichtete Kath info am 11.4.2019 über den neuesten Einfall im Kampfe gegen die christliche Religion. Linke Politiker zeichnen dafür verantwortlich. Ob sie sich da an dem leuchtenden Vorbild Kardinals Marx erinnerten, der ja auch aus Respekt vor dem Islam sein Kreuz abhängte? 
Der Respekt vor anderen Religionen soll also das Zeigen und die Präsenz christlicher Symbole verbieten! Gilt das auch für die Symbole anderer Religionen, daß auch sie zu verhüllen seien aus Respekt vor der christlichen Religion? Das ist sicher so nicht gemeint, denn es gehe doch um die Gefühle von Angehörigen anderer Religionen: Die sind eben empfindlicher als die Christen, denen eben so Symbole anderer Religionen zumutbar seien. Eine komische Konstruktion- aber so ist das eben auch nicht gemeint. 
Genau genommen hat die politische Linke seit der Französischen Revolution ihren Feind im Christentum und isb. in der Katholischen Kirche verortet. Daran hält sie bis heute fest und das trotz der vielfältigsten Liebesbeweise des amtierenden Papstes für alles Linke. Auch wenn "Kirchentage" in Deutschland wie linke Kulturfestivals daherkommen, die Euphorie in der Kirche für die antideutsche Multikultipolitik der Bundesregierung geradezu überschäumt, die Katholische Kirche und die christliche Religion bleibt für Linke ihr Feind. Aber die Kirche unter Papst Franziskus bleibt auf ihrem Anbiederungskurs gegenüber der Linken, indem sie lautstark mitkämpft gegen alles, was rechts ist. 
Zu bedenken ist dabei aber auch dieses: Eigentlich meint ja das Multikultiprojekt, daß verschiedene Kulturen und somit auch Religionen friedlich nebeneinander leben sollten in einer Gesellschaft. Aber wenn es konkret wird, soll die christliche Religion aus der Öffentlichkeit verbannt werden aus Rücksicht auf die anderen Religionen, also dies Multikultikonzept die christliche Religion ausschließt.        

Donnerstag, 11. April 2019

Papst Franziskus befreiungstheolgischer Ansatz oder sein Kampf wider Europa und Amerika

Ein Verdacht: Der Vatican manipuliere Reden des Papstes, er publiziere sie in gegenüber dem Original veränderter Weise, wenn der Papst mal zu viel Klartext geredet hat. Kath net berichtete darüber am 11.4.2019:Hat der Vatikan eine Rede von Papst Franziskus manipuliert?  
"Ein Vergleich zwischen dem später veröffentlichen offiziellen Manuskript der Ansprache und dem Video zeigt, dass nicht nur grammatikalische Schwächen verbessert wurden, sondern auch ganze Passagen. So meinte Franziskus mit großer und ärgerlicher Stimme, dass reiche Europäer und Amerikaner Waffen verkaufen, um Kinder und Menschen zu töten. Im Manuskript wurde "Europäer und Amerikaner" gestrichen und mit "anderen Ländern" ersetzt."
Wie kann ein Papst auf die Idee kommen, daß reiche Europäer und Amerikaner Waffen verkäuften, damit dann Kinder und Menschen getötet werden? A)  Warum verkaufen nur Europäer und Amerikaner Waffen mit dieser Intention? B) Warum sind es reiche? C) Wenn Rüstungskonzerne Waffen verkaufen, denn deshalb weil sie so ihr Geld verdienen. Wie dann die Käufer die gekauften Waffen nutzen, interessiert den Verkäufer in der Regel nicht. Warum soll das nun bei diesen Waffenverkäufern anders sein? D) Und wer tötet denn nun mit den gekauften Waffen? Trägt nicht der, der die Waffen zum Töten gebraucht, die Hauptschuld am Töten? 
Aber all das sieht dieser Papst eben anders: Für ihn sind eben die reichen Europäer und Amerikaner Schuld an allem Leid und Elend in Lateinamerika und dem Rest der Welt. Das ist nun das Basiscredo der marxistisch fundierten Befreiungstheologie in ihrer popularistischen Gestalt. Die befreit die Lateinamerikaner von jeder sebstkritischen Analyse des eigenen Verhaltens: Wer tötet denn mit den gekauften Waffen-doch nicht die reichen Waffenverkäufer? und zeigt in diesem klaren Feindbild auf, wer der allein Schuldige ist. Es sind die Reichen, also Menschen, die es gar nicht mehr nötig hätten, etwas zu verkaufen, um einen Gewinn zu erzielen. Aber sie verkaufen trotzdem weiter noch Waffen. Warum? Weil sie den Tod von Kindern und Menschen in Lateinamerika und den Rest der Welt wollen.Warum? Weil für die Vulgärmarxisten die Reichen eben einfach böse Menschen sind. 
Papst Franziskus schöpfte also aus den trüben Quellen der Befreiungstheologie. Dieser ideologische Hintergrund bestimmt dann wohl auch des Papstes Haltung zu Europa und Amerika. Ganz im Geiste der linken  Musikgruppe Ton  Scheibe Scherben: "Macht kaputt, was euch kaputt macht!"  kämpft der Papst gegen den Feind seiner Heimat: Europa und die USA. Das sind eben für ihn die bösen Mächte. Und wie kämpft er nun gegen sie? Indem er sich an zu dem Jubilator der Politik der offenen Grenzen  aufschwingt, im Namen der Nächstenliebe den Untergang Europas und der USA fordernd. Dazu gehört es dann auch, daß dieser Papst nicht etwa den Amerikanischen Präsidenten für sein Engagemet für den Lebensschutz lobt, sondern ihn verteufelt, weil er die USA vor illegaler Masseneinwanderung schützen will. 
Das war dem Vatican wohl ein zuviel an marxistischer Befreiungstheologie vulgärster Gestalt.Also verbesserte der Vatican den Papst. Ob das wirklich nur in diesem einen Falle so geschehen ist? 

Mittwoch, 10. April 2019

Kardinal Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst: »Gott wollte keine Migration«

"Kurienkardinal Robert Sarah ist der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Er ist sich sicher: wenn Geistliche Migration verteidigten, handelten sie auf Grundlage einer Fehlinterpretation des Evangeliums."
"Der Westen riskiere zudem aufgrund seiner niedrigen Geburtenraten sich aufzulösen. Verschwände Europa und mit ihm die unschätzbaren Werte des alten Kontinents, so würde »der Islam vordringen und wir werden unsere Kultur, Anthropologie und Moralvorstellungen komplett verändern«Freie Welt am 4.4.2019.
Sehr selten sind so klare und wahre Worte aus dem Munde eines Kardinales zu hören, aber dieser Kurienkardinal ist eben ein Rufer in der Wüste,auf den nicht gehört wird, während die Katholische Kirche unter der Anleitung von Papst Franziskus den Untergang Europas und Amerikas vorantreiben zu versucht durch ihre Forderung nach offenen Grenzen, daß alle "Flüchtlinge" aufzunehmen sind. So empfahl der Papst Europa, "das „große Migrationsproblem“ nicht durch Schließung von Grenzen, sondern durch Großmut zu lösen. „Es ist wahr, daß nicht ein Land allein die ganze Welt aufnehmen kann, aber Migranten können ja auf ganz Europa verteilt werden.“ Die Aufnahme der Einwanderer solle mit offenem Herzen erfolgen, später müsse es um Integration gehen." Junge Freiheit:"Papst Franziskus spricht sich gegen Grenzsicherung aus"  2.4. 2019.
Deutlicher kann der Widerstreit in der Katholischen Kirche nicht zum Ausdruck kommen:Kardinal Sarah versus Papst Franziskus. Der eine sieht die Aufgabe darin,Europa und die USA als von der christlichen Religion geprägte Kulturräume zu erhalten, Papst Franziskus will sie multikulturell auflösen.Für den Kardinal ist die Migration nicht etwas Gottgewolltes, Papst Franziskus schließt sich hier dem extremistischen Liberalismus an, daß es ein Menschenrecht gäbe, leben zu wollen, wo es einem gefalle und daß die Staaten kein Recht hätten,nicht gewollte Einwanderer abzulehnen. Jedes Haus müsse ein offenes sein ohne verschlossene Türen, jedes Land eines ohne Grenzen und Mauern, damit "Migranten" sich frei ihr Daheim aussuchen könnten, wo sie dann ein Anrecht auf eine Vollversorgung durch die Gemeinschaft hätten,in der sie nun leben möchten. Die Einheimischen dagegen haben kein Recht auf ihre Heimat, sie müßten sie für die Fremden aufgeben,indem sie sich multiethnisieren lassen.
Aber,seit wann ist es denn Gottes Wille,daß die Schöpfungsordnung der Völker aufgelöst werden soll, daß es nur noch eine Einerleiwelt atomisierter Individuuen geben soll? 
Aber es geht nicht nur um die Völker! Wenn Papst Franziskus sich durchsetzt,wird Europa bald islamisch werden und das Christentum in Europa verschwinden.   
 

Dienstag, 9. April 2019

Das verschwundene Gericht und die Freude am Sündigen

"Gedenke,o Mensch deiner letzten Tage, und du wirst in Ewigkeit nicht sündigen!" (Sir 7,40).Wer würde wohl je sündigen,wenn er von dem Gedanken an den nahen Tod und das darauf folgende Gericht durchdrungen wäre!-Gedenke oft jenes schrecklichen Augenblickes,wo du vor dem göttlichen,allwissenden Richter erscheinen mußt, um Rechenschaft über dein ganzes Leben zu geben. So Kraftvolles steht in der Betrachtung:Vom Gericht in dem Gebetsbuch: "Maria,meine Zuflucht und mein Trost", 1919, von Michael Sintzel, S.200f. 
100 Jahre später ist eine solche theologische Aussage über Gottes Gericht unvorstellbar geworden, denn Gott liebe doch jeden Menschen und das schlösse ein schreckliches Gericht über den gesündigt Habenden aus.
Und überhaupt: Was heißt schon sündigen? Was viele Meschen praktizieren, das kann die Kirche doch nicht als Sünde qualifizieren- nein, sie habe die geänderte Lebenswirklichkeit anzuerkennen,sodaß sie ihre Morallehre, was als Sünde bezeichnet wird, der Realität anzupassen habe, also soll sie endlich die praktizierte Homosexualität, den "Ehebruch" der Geschieden-Wiederverheirateten und die Abtreibung aufhören, zu verurteilen. Die Kirche verkündige eben nur menschliche Meinungen über das, was Sünde sei, aber das habe für uns Heutige keine Bedeutung mehr, denn nur das individuelle Gewissen sei für den Einzelnen verbindlich. 
So leicht und lieblich ist das Christenleben für den Zeitgenossen geworden, daß er guten Gewissens sagen kann, daß Sünde eigentlich nur noch als Eßsünde gegen die Figur von einer Relevanz sei. 
Was hat so unsere Zeit verloren? Daß unser Erdenleben ernst ist, daß wir über unser: Wie habe ich gelebt? rechenschaftspflichtig sind und das vor Gott, der all unsere Taten und Unterlassungen kennt, keine übersieht oder vergißt. Die christliche Religion wird so zur Unterhaltungskultur, alles Ernste abstreifend. So inszeniert sich dann auch die Kirche in unterhaltsamen, hoffentlich bei der Gemeinde gut ankommenden Gottesdienstevents.
Alle reden jetzt über die Mißbräuchsfälle in der Kirche. Aber eines sagt niemand: Daß die Fälle, daß so unmoralisch gehandelt werden konnte von Christen, entscheidend damit zu tuen hat, daß das Gericht Gottes die zeitgenössische Theologie abgeschafft hat. In Zeiten, in denen Milly Willowitsch als der Kirchenlehrer unserer Zeit faktisch verehrt wird: "Wir sind alle kleine Sünderleins und kommen alle in den Himmel", da kann das Sündigen keine ernste Sache mehr sein. Kein göttliches Gericht droht dem Sünder sondern nur ein göttliches: Ich hab euch alle lieb! hat er zu erwarten. Nun werden dadurch nicht alle zu nihilistischen Hedonisten, denn man hat ja mit menschlichen Verurteilungen für begangene Untaten zu rechnen, aber nun weiß man eben auch: Alles ist erlaubt, nur erwischen lassen darf man sich nicht. Wie viele der Täter in der Kirche haben wohl darauf vertraut, daß ihre Untaten nie ans Tageslicht kommen werden und der "Ich hab euch alle lieb Gott" alles schon problemlos vergeben wird. Gott ist der Kirche abhanden gekommen und darum wird jetzt in ihr so viel gesündigt.
Denn die Verkündigung:Gott liebt uns Menschen alle! hindert ja keinen daran, seinen Nächsten statt zu lieben, umzubringen, wenn er weiß, daß es für Gottes Liebe zu uns gleichgültig ist, ob wir unseren Nächsten lieben oder hassen.        

Montag, 8. April 2019

"Das Christentum ist die Mutter, das Judentum die Tochter"

"Papst Johannes Paul II. hat die Juden als ältere Geschwister der Christen bezeichnet. Israel Yuval glaubt, dass es genau andersherum ist, und sagt, das Christentum ist die Mutter des heutigen Judentums."Mit dieser Aussage verblüfft katholisch de sicher nicht nur ihre Leserschaft (8.4.2019). Aber was wäre denn die Alternative: daß es zuerst eine jüdische Religion gegeben hätte, die sich im hebräischen Kanon manifestiert hätte, auf der aufbauend dann Jesus eine neue Religion, die christliche gestiftet hätte? Dann wäre die christliche Religion selbst ein Hybridwesen, in dem es in sich selbst einerseits die jüdische Religion  enthielte als Altes Testament und dann zusätzlich noch die neue christliche als Neues Testament. Nur, müßte dann nicht der hebräische Kanon in der christlichen Religion ein Fremdkörper sein? 
Oder sollen wir mit Nietzsche urteilen, daß erst der Apostel Paulus die christliche Religion erschuf, indem er Jesus mißdeutete? Dann wäre aber die christliche Religion eine Fehlgeburt, in einem Mißverstehen sich gründend.
Stand dem Christen Jesus Christus in den Pharisäern und Schriftgelehrten die jüdsche Religion gegenüber, sodaß daraus die bekannten Konflikte sich generierten? Aber mit welchem Recht deutete sich dann Jesus von der hebräischen Bibel her und wurde dann von ihr her gedeutet, wenn er als Gründer der neuen Religion der jüdischen als einer anderen gegenüberstand? Glaubten also Abraham, Mose usw jüdisch, wie könnten sie dann uns Christen als Zeugen des christlichen Glaubens gelten? 
Wer die jüdische Religion als die ältere bezeichnet, auf der dann die christliche auferbaut worden sei, der kann die Einheit der Bibel, daß sie aus dem AT und dem NT besteht, nicht mehr legitimieren; es müßte nämlich das AT aus der christlichen Religion exkommunizert werden, (wie es Marcion schon vorschlug). 
Anders sieht es aus, wenn die jüdische Religion als Reaktion auf das christliche Bekenntnis gelesen wird, diese Religion also voraussetzt, um dann Nein zu sagen zu diesem Bekenntnis und das AT nun so zu deuten, als wenn noch nicht der da verheißende Messias gekommen wäre. Zudem: Die christliche Religion deutet ihre Eucharistiefeier als die Prolongierung des Jerusalemer Tempelkultes, als seine Aufhebung im kirchlichen Meßopfer. Die jüdische Religion steht auch auf den Trümmern des Jerusalemer Tempels, und liest nun Mose und die Propheten neu, so, als wenn nicht der Tempelkult das religiöse Zentrum gewesen wäre, sodaß nun die jüdische Religion eine ohne einen Tempel ist. Das stellt gegenüber Mose und den Propheten eine revolutionäre Erneuerung dar: eine Religion ohne Opfer wird kreiert. Darin zeigt sich ein unüberwindbarer Riß zwischen dem hebräischen Kanon (Mose und die Propheten) und der nun neu geschaffenen jüdischen Religion als der Antithese zur christlichen, in der der jerusalemische Kult in dem Meßopfer der Eucharistie weiterlebt.    
 

Sonntag, 7. April 2019

Irritationen: Kann die Welt an christlchen Moral zu Grunde gehen? Auch ein Beitrag zu den Mißräuchsfällen

Die spontane Antwort: natürlich nicht, denn gerade diese Moral ist ja eine aus dem Geiste der Liebe und so eine lebensdienliche und keine das Leben zerstörende. An einem zu Wenig an Moral, daß sie nicht praktiziert wird, kann das Leben zu Grunde gehen, aber doch nicht an einem Zuviel. Aber wie steht es dann um diese Spitzenformulierung aus Jesu Christi Bergpredigt: "Ego autem dico vobis, non resisetere malo"? (Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Böswillgen nicht widerstehen)
Was also tuen? Stellen wir uns diese Szene vor: Ein Ehemann kommt nach Hause, sieht seine Frau am Boden liegen, einen Mann über sich, der sie gerade vergewaltigt. Die Vergewaltigung ist etwas Böses, der Vergewaltiger ein Böswilliger. Was heißt in diesem Falle: nicht widerstehen? Zuzusehen, wie dieser Mann die Ehefrau vergewaltigt, um sie dann umzubringen? Ein solches Nichtwiderstehen ist unmöglich mit dem Gebot der Nächstenliebe vereinbar, ja wäre sogar ein sehr grober Verstoß gegen die Nächstenliebe; ja, müßte da nicht gar von einer schweren Sünde gesprochen werden, widerstünde in diesem Falle der Ehemann nicht dem Vergewaltiger? 
Bedenken wir nun den selben Fall aus der Perspektive der Frau. Soll das Nichtwiderstehen hier nun darin bestehen, daß sie sich vergewaltigen läßt?Das wäre doch unvereinbar mit der gebotenen Selbstliebe. Und wenn dann die Vergewaltigte noch eingedenk der Forderung, nicht 7 mal sondern 77 mal sollst du den gegen dich gesündigt Habenden vergeben (Math 18,22) ihm vergäbe: Nicht werde ich dich wegen dieser Untat anzeigen!, dann würden so die Tore zur Hölle weit aufgestoßen. Denn dann könnte jeder sich sagen: Ich kann Christin so viel vergewaltigen wie ich will: Sie lassen sich vergewaltigen unwd dann verzeihen sie mir, sodaß sie mich nicht anzeigen werden, und ich kann dann frohen Mutes weiter vergewaltigen, so wie es mir gefällt. So würden die Böswillgen immer böser werden, weil sie das Nichtwiderstehen zu immer mehr Bösemtuen ermutigt. 
Ginge nicht die Welt zu Grunde, wenn dem Bösen nicht widerstanden würde?
Also müßte gefolgert werden, daß dem Bösen nur dann nicht widerstanden werden soll, wenn das mit der gebotenen Selbst- und Nächstenliebe kompatibel ist. Aber wann ist das der Fall: Kann es einen Fall geben, wo Böses erlitten wird und es der Liebe zu sich selbst nicht widerspricht, dem zu widerstehen? Oder gilt das nur für Fälle, in denen das angetane Böse so klein ist, daß auf ein Widerstehen verzichtet werden kann? Etwa, wenn ein Arbeitskollege aus Antipathie einen nicht grüßt und immer, wenn irgendwie möglich, aus dem Wege geht? Nur, es besteht dabei doch immer das Problem, daß so der Täter, weil ihm kein Widerstand entgegengebracht wird, sich ermutigt sieht, sein Bösestuen fortzusetzen, ja es noch zu intensivieren. Wie viele sexuelle Mißbrauchsfälle mag es wohl in der Kirche gegeben haben, die ihren Anfang in "kleinen" Übergriffen hatten, dem das Opfer sich nicht widersetzte, sodaß der Täter sich zu mehr ermutigt sah? Wer sich nicht wehrt, wer es mit sich geschehen läßt, mit dem kann ich ja machen, was mir gefällt- zumal, wenn das Opfer sich verpflichtet fühlt,mir immer wieder zu vergeben. 
Wie immer Jesus Christus dies: Widerstehe nicht dem Bösen! gemeint haben mag, es kann nicht in seinem Sinne sein, wenn durch unser Nichtwiderstehen die Welt zu einer Hölle wird.
Eines macht diese Causa aber auch überdeutlich, daß die Kirche keine biblizistische Moral verkündigen darf, denn es bedarf unbedingt einer theologischen Klärung zu einer Morallehre.  

Aktueller Zusatz katholisch de am 7.4.2019:
In Indien sind vier Ordensfrauen Opfer von massiver Gewalt durch eine Gruppe von Hindu-Nationalisten geworden. Die Franziskanerinnen wurden von einigen der etwa 200 Täter mit ihren Rosenkränzen gewürgt sowie geschlagen und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, berichtete das Nachrichtenportal "Vatican News" am Samstag.
Hätten diese Nonnen, wenn sie es gekonnt hätten, nicht diesem Bösen widerstehen dürfen, müßten sie es verzeihen und so nicht anzeigen dürfen bei der Polizei? Würde das die radicalen Hinduisten nicht zu immer mehr Gewalt gegen Christen ermutigen?
    

Samstag, 6. April 2019

Dialog statt Mission- oder der Dialog als Quelle der Unwahrheiten?


Kennen Sie das: Sie fragen, wie es denn geht? und es kommt die Antwort:Gut? Seltsam: Jeder,den ich so frage, respondiert mit Gut! Auch macht jedem die Arbeit, wenn er denn eine hat, Spaß. Können das ehrlich gemeinte Antworten sein? Mitnichten, denn diese Antworten sind standardisierte, die so gegeben werden völlig unabhängig davon, wie es sich wirklich verhält.
Wieviele Anteile eines real stattfindenden Dialoges bestehen wohl aus so standardisierten Sätzen: So hat man eben zu reden. 
Was auch immer jemand über einen bestimmten anderen denken mag, steht der vor ihm in einem Dialog, es wird zu ihm doch nur das gesagt, was die Höflichkeit zuläßt. Denken wir an die allseits beliebten Höflichkeitslügen: "Ja, ihr selbstgebackener Kuchen schmeckte außerordentlich gut!" "Ihr Vortrag war sehr interessant". So sagt auch niemand eine Einladung ab mit der Begründung: "Ich will sie nicht annehmen, sondern mit: "Gern käme ich, aber da habe ich schon einen unverschiebbaren Termin." In jeder Geselligkeit gehört so ein legerer Umgang mit der Wahrheit zum Selbstverständlichen guten Benehmens. 
Ist es nun wahrscheinlich, daß der ökumenische Dialog, der Dialog mit den Religionen, der Dialog mit wem auch immer ganz anders ist? 
Offensichtlich gehört es zur Kultur der Konfliktvermeidung, um des Friedens willen, Wahrheiten zurückzustellen. Das kann man doch einem Lutheraner, Juden, Muslim oder Atheisten nicht sagen, das wäre doch zu provokannt. Menschen lächeln sich im Dialog an, aber gerade dann zeigen sie auch ihre Zähne (Man beachte mal, auf wie vielen Photographien der Abgebildete in die Kamera lächelnd zugleich die Zähne zeigt- die Zähne waren auch beim Menschen ursprünglich immer auch seine Angriffswaffen!) 
Zudem: Es gibt asymmetrische Kommunikationsverhältnisse: Frägt der Chef einen seiner Angestellten: "Sie sind doch zufrieden mit ihrer Arbeit hier?", welcher Subordinierte verneinte das seinem Chef gegenüber!
Im christlich-jüdischen Dialog herrscht seit dem Holocaust selbstredend ein solch asymmetrisches Kommunikationsgefälle, das dem christlichen Dialogteilnehmer die Position des Angeklagten als irgendwie Mitschuldigen an dem Holocaust zuweist und dem jüdischen den der Anklage. So nur ist es erklärlich, daß nun die Katholische wie die Evangelische Theologie übereinstimmend von dem ungekündigten Bund Gottes mit Israel spricht, daß also Jesus Christus nicht ihnen zu verkündigen sei, weil sie ohne den Glauben an ihn Gottes erwähltes Volk sind und bleiben und am eschatologischen Heil teilhaben werden. Daß Jesus Christus das noch nicht gewußt hat, irritiert dann keinen Dialogchristen, indem Jesus Juden das Evangelium verkündete. Aber der christlich-jüdische Dialog läßt solche Wahrheiten nicht zu. 
So muß dann auch im christlich-islamischen Dialog die Dreifaltigkeit Gottes verschwiegen und der Islamismus als etwas nichts mit dieser Religion Ver-bundendes thematisiert werden.
Was darf alles nur in  diesen Dialogen nicht ausgesprochen werden, damit der Dialog überhaupt stattfinden kann. Die Mission ist kein Dialog, weil die Mission davon lebt, daß dem Missionierenden die Wahrheit als ihm bekannte präsent ist, während sie dem anderen noch unbekannt ist.Der Dialog dagegen setzt alle als der einen Wahrheit gleich nahe und ferne voraus, den Kreis, in dessen Mitte die unerkannte Wahrheit verborgen ist. Die Wahrheit bleibt dann auch das dem  Dialog  Entzogene, damit der Dialog als ewiges Gespräch prolongiert werden kann. Man bestätigt sich nur gegenseitig, auf der Suche nach der Wahrheit zu sein, ohne sie je erkennen zu wollen, damit nicht das Wahre vom Unwahren unterschieden  und somit diskriminiert werden kann. Der Dialog ist eben nichts Unstrukturiertes, das sich einfach zwischen Personen ereignet, sondern eine durch Regeln normierte kommunikative Praxis. 
Für den christlich-jüdischen Dialog heißt das, daß "fundamentalische" Positionen a priori vom Dialog ausgeschlossen sind, das ist der Glaube, daß Jesus die Wahrheit ist.
 "Fundamentalistische Christen hingegen fühlen sich aufgrund ihres Bibelverständnisses dazu berufen, Juden zu evangelisieren, d.h. sie zum Glauben an Jesus als den Messias und G'ttessohn zu bringen.
Sie sind von der Struktur ihrer Glaubensüberzeugungen her nicht in der Lage, die jüdische Religion als vollwertig und gleichwertig zu akzeptieren, da sie den alleinigen Anspruch auf die Wahrheit erheben. Eine solche Einstellung führt dazu, dass ein gleichberechtigter Dialog nicht möglich ist, denn das Judentum wird von ihnen auf die Stufe einer unvollständigen Religion herabgesetzt." 





        

Freitag, 5. April 2019

„Mitschüler sagt, er schneidet uns Kopf ab, weil wir Christen sind“

Der islamisch christliche Dialog läuft und läuft und ist nicht mehr aufzuhalten. Kath net berichtet über ihn, basierend auf einen Bericht der Bildzeitung zu diesem Dialog am 5.4.2019. "Mobbing" an Schulen? Ist das noch unter dem Begriff des "Mobbens" subsumierbar, wenn islamische Schüler Mitschüler christlichen Glaubens  so bedrohen: „Mitschüler sagt, er schneidet uns Kopf ab, weil wir Christen sind“?
Die politisch korrekte Reaktion  darauf: "An der Schule werde dies bagatellisiert: man solle Verständnis für die syrischen Kinder haben, denn sie hätten es nicht leicht." Aber es kommt noch besser:  "Der Schulleiter meinte nur: ‚Ihre Tochter muss ja nicht sagen, dass sie Deutsche ist. Außerdem können Sie ihr ja ein Kopftuch geben!‘“ Also, wenn "Flüchtlingskinder" islamischen Glaubens oder andere Muslime Mitschüler bedrohen, weil sie Deutsche und Christen sind, dann empfiehlt ein Schulleiter, daß die Deutschen Kinder doch für unsere Kulturbereicherer als Christen und Deutsche unkenntlich gemacht werden sollen. Die Eltern sollen halt ihre Mädchens verschleiern. Den christlichen Glauben sollten dann die Schulkinder in Klassen mit vielen Muslimen besser auch verschweigen, um nicht angegriffen zu werden. Wehe aber, ein Schüler ist als Katholik erkennbar:
„Mein Sohn geht als praktizierender Katholik auf eine weiterführende Schule, die überwiegend von Kindern und Jugendlichen muslimischen Glaubens besucht wird. Er erlebt oft verbale Angriffe von Mitschülerinnen und Mitschülern als auch Benachteiligungen von Lehrkräften, die ebenfalls Muslime sind.
So sieht die Realität von Multikulti aus. Es war eben kein zufälliger Lapsus, daß der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx aus Respekt vor dem Islam das Kreuz ablegte, Christus so verleugnete, denn es gehört zu dem Klima der Politischen Korrektheit wie auch die Schulleiterempfehlung, Schülerin zu verschleiern, damit sie von ihren muslimischen Mitschülern nicht als Christen erkannt werden, um Drangsalierungen so zu entgehen.     

Donnerstag, 4. April 2019

Anfänge der Genderideologie-oder der Kampf um den Menschen

Was ist der Mensch, das ist keine harmlose Frage, denn wie sie respondiert hat, das hat gewichtige Folgen! Eine der für die Gegenwart folgenreichsten Antworten gab Jean-Paul Sartre: "Der Mensch ist nichts als sein Entwurf, er existiert nur in dem Maße, in welchem er sich verwirklicht, er ist also nichts anderes als die Gesamtheit seiner Handlungen, nichts anderes als sein Leben." Sartre, Ist der Existentialismus ein Humanismus?, in: Jean-Paul Sartre, Drei Essays, 1981, S.22. 
Wenn jeder Mensch erst  nur sein Entwurf ist und dann präzisierend nur das ist, inwieweit er seinen Entwurf realisierte, dann schließt diese Bestimmung des Menschseins aus, daß der Mensch vor seinem Sichentwerfen etwas ist, das seiner Selbstbestimmung vorausgeht. Daß damit das Fundament der heutigen Genderideologie gelegt ist, ist offensichtlich, wenn nun unter dem Entwurf auch die Wahl des Geschlechtes subsumiert wird: Jeder müßte sein Geschlecht sich frei wählen können, damit so das Geschlecht erst zu meinem wird als von mir frei erwählten. Das gesellschaftliche Verständnis von Mann und Frau zu erwählen, ist dann auch noch nicht das meines Entwurfes, wenn ich es nicht selbst frei kreiere, sondern es als gesellschaftlich fremdbestimmt übernehme. Wird diesem Zusatz zugestimmt, ist das ideologische Fundament der Genderideologie somit freigelegt.
Eines nur irritiert: Wie kann zugleich vom Menschen ausgesagt werden, daß er nichts ist und daß er frei ist zum Sichselbstentwerfen? Ist also das Nichtssein zugleich die Freiheit zum freien Entwurf? Dann muß hier die Aussage, daß der Mensch nichts ist, nicht bedeuten, daß er nicht ist, sondern daß er als reine Unbestimmtheit ist und daß das seine Freiheit ist. 
Kann der Mensch nur seine Handlungen sein? Wenn ich etwas tue, dann ist das nur eine menschliche Tat, wenn ich das auch unterlassen hätte können. Denn so erst ist es eine freie Tat. Die Wahrheit zu sagen, ist nur dann eine menschliche Tat, und im Regelfalle auch moralische, wenn es die Möglichkeit gegeben hatte, auch zu lügen.Etwas Bestimmtes zu tuen bekommt erst für das menschliche Subjekt seine Bedeutung, wenn mitreflektiert wird, was, wenn das eine getan wurde, was alles nicht getan wurde. Ein Mensch ist somit auch immer das, was er nicht getan hat, was er aber hätte tuen können. Hier offenbart sich einmal wieder der Mangel an dem konjunktivischen Denken in der Philosophie.
Sartre will dabei die Eigenverantwortlichkeit des Menschen für sein Leben herausstreichen. Kritisiert wird damit dieser Umgang mit seinem Leben, mit einem mißglückten: "Die Umstände waren gegen mich, ich hätte zu viel Besserem getaugt als was ich gewesen bin"(S.22). Das ist die Konsequenz des verdrängten Konjunktives, daß das, was ein Mensch hätte realisieren wollen, eben nicht nur durch den Menschen selbst verhindert wird, sondern eben durch andere Menschen: was, wenn ein Mensch sein Werk nicht vollenden kann, weil er vor dem an einer Krankheit starb. Dieser Tod kann schwerlich wohl als ein Element seines Lebensentwurfes verstanden werden.Sartre will so aber alles  Fremdbestimmte aus dem Leben des Menschen eskamotieren, um es als reine Selbstbestimmung zu explizieren. 
Zu fragen ist aber, ob diese Redukion legitim ist. Ist die menschliche Freiheit nicht immer eine durch das Schicksal umgrenzte Freiheit? So verfügt jede Figur im Schachspiel Möglichkeiten, so oder so gespielt zu werden und das ist ihre Freiheit. Das Regelsystem des Schaches eröffnet so erst die Freiheiten und ohne dies Regelsystem gäbe es ja gar keine Freiheiten, sondern nur eine belanglose Willkür: oder wie sollte man mit den Schachfiguren spielen können, sinnvolle Züge gar unternehmen, wenn es kein Spielregelsystem gäbe, das erst sinnvolle Züge, Akte der Freiheit zuläßt. 
Wenn ein Mensch geboren wird, dann wird er als Kind von bestimmten Eltern geboren, er wird als männlich oder weiblich geboren, als Glied eines bestimmten Volkes in einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort. Das sind alles Vorgegebenheiten, in deren Raum er sich dann bestimmen kann. Aber sie selbst entziehen sich seiner Selbstbestimmung. Dies Fremde gehört aber zu jedem Menschen. Es ist ihm nichts Äußerliches. Ja, er ist so schon ein Bestimmter, bevor er sich selbst bestimmt. 
Theologisch heißt das, daß Gott schon über jeden bestimmt hat, bevor er sich bestimmt.Gott läßt den einen Mann, den anderen Frau, den einen Deutscher, den anderen Russen werden, er läßt den  einen im Mittelalter, andere jetzt leben- das alles ist das Schicksal, das Gott jedem gibt als sein besonderes. Jede gläubige Existenz wird dann dies Schicksalhafte als sein Los von Gott her bejahen und zu seinem Entwurf machen. Die Genderideologie will nun alles Schicksalhaftes negieren, damit er nur noch reine Selbstbestimmung ist. Aber so verneint der so sich Entwerfende Wesentliches, was konstitutiv zu seiner Individualität dazugehört.
(vgl dazu auch mein Buch: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott, die Kritik der Genderideologie)
Die Genderideologie nun konfundiert diesen Sartreansatz: der Mensch ist nichts und ist nur das, wozu er sich macht, mit dem Sozialmilieuansatz, was wäre alles aus mir geworden, wenn nicht die Umstände gegen mich gewesen wären, zu der These, daß der fremdbestimmte Entwurf der Geschlechterrolle die Freiheit der Frau unterdrücke, sich selbst ganz frei zu entwerfen. Die Frau konnte also noch nicht das sein, was nach Sartre ihr Menschsein ausmacht, nichts zu sein und so nur sich frei entwerfen zu können.

Zusatz:
Aufmerksame Leser werden bemerken, daß hiermit Sartre sich auch vom Marxismus absetzt, den der sagt, daß jeder Mensch in einer objektiven Lage in der Klassengesellschaft lebt und daß die seinen Entwurf bestimmt. Hier geht das Sein in der Realität dem Freisichentwerfen voraus und ein Entwurf ist nur ein wahrer, wenn er dem Sein entspricht, daß also der Arbeiter gemäß seiner objektiven Rolle im Kapitalismus sich entwirft als der, der diese Realität revolutionär zu negieren hat.             

Mittwoch, 3. April 2019

Die Katholische Kirche in einen Verein verwandeln?

Was brächte es denn für Vorteile, wenn die Kirche zu einem Verein umstrukturiert würde? Wen diese Frage nun sehr irritiert, dem sei schon vorab angezeigt, daß die Re/Deformagenda, die jetzt nicht nur in Deutschland diskutiert wird, so auf den Begriff gebracht werden kann: Wo Kirche ist, da soll ein Verein werden! Verein heißt, das alle Heteronomie abgestreift und die neue "katholische" Organisation, die nicht mehr wie die Kirche strukturiert ist, sich selbst bestimmt gemäß den Wünschen der Vereinsmitglieder. 
Die Kirche hat ihre Aufgabe und ihre Struktur von ihrem Herrn Jesus Christus her. Darüber kann sie als Kirche nicht verfügen. Anders gesagt, dem Freiheitsliebenden ist das eine Fremdbestimmung: Warum sollten wir Heutigen an der Anordnung des Herrn festhalten, etwa nur Männer zu Priestern zu weihen? Das widerspricht doch der kulturellen Errungenschaft der Frauenemanzipation. Wenn aber die "Kirche" wie ein Verein zu strukturieren ist, dann könnte diese einstige Ordnung doch leicht durch eine zeitgemäßere ersetzt werden. 
Wenn Jesus Christus die Kirche zur Mission beauftragte, wir Heutigen aber lieber jedem seine Religion belassen wollen, damit alle Menschen verschiedener Religionen friedlich miteinander leben, wie kann dann der Auftrag Jesu Christi außer Kraft gesetzt werden? Entweder durch eine komplizierte Uminterpretation des Missionsauftrages, oder einfacher mit der These, daß dies Vereinsziel nicht mehr in die heutige Zeit passe, denn jetzt wäre die wichtigste Aufgabe die der Humanisierung der Welt. Das Entscheidende ist dabei die dem Verein eigene Souveränität, sich selbst Aufgaben und dazu passende Strukturen zu geben, daß es für den Verein keinen Gehorsam ihrem Gründer gegenüber gibt: Sein Wollen kann eben als nicht mehr zeitgemäß abgetan werden.
Und daß Jesu Verkündigung nicht mehr in unsere Zeit paßt, das ist doch offensichtlich. Zum Beispiel führte er Exorzismen durch und beauftragte dazu auch seine Nachfolger- wir Heutigen wissen aber, daß es weder den Teufel noch Daimonen gibt. Da mühen sich dann modernistische Theologen nachzuweisen, daß darunter jetzt Therapien gegen Suchtkrankheiten zu verstehen seien. Da verkündigte Jesus den Weltuntergang und den Einbruch des Reich Gottes nach dem Ende des alten Äons und wir Heutigen engagieren uns für den Erhalt und die Optimierung der Welt, von der der Erlöser den Untergang verkündete. Statt die wahre Religion zu verkündigen, wollen die modernistischen Nachfolger nur noch in der Cooperation mit allen anderen Religionen die Welt gerechter und humaner gestalten.
Daran kann gesehen werden, wie weit die "Kirche" sich schon davon entfernt hat, Kirche zu sein, das heißt, einen göttlichen Auftrag erfüllen zu haben und wie sehr sie schon zu einem Verein geworden ist, der sich nun selbst Aufgaben gibt und dazu passende Strukturen, die eines Vereines, damit so demokratisch die Mitglieder sich selbst regieren, statt daß sie sich führen lassen von ihrem Herrn. Die Demokratisierung der Kirche, daß sie zu einem Verein werden soll, ist so in erster Linie die Entmachtung des Monarchen Jesus Christus, daß nun die vereinsmäßige Gremienherrschaft beginnt.        

Dienstag, 2. April 2019

Ein antikatholisches Bekenntnis von Papst Franziskus

"Denn Christ sein bedeutet nicht, einer Lehre zuzustimmen, oder zu einem Gotteshaus gehören oder zu einer ethnischen Gruppe. Christ sein ist eine Begegnung. Wir sind Christen, weil wir geliebt wurden und uns jemand begegnet ist." So bestimmt dieser Papst, was das Christsein ausmacht. Kath net am: 31 März 2019, 12:17 Die Bedeutung des heilsmäßigen Dialogs.
Nun bildet das Zentrum der christlichen Religion nicht einfach die Person Jesus, die eben alle Menschen liebt und so uns begegnet als Gottes Liebe zu jedermann, sondern das Bekenntnis, daß Jesus der Christus ist. Dies inkludiert, daß, damit dies Bekenntnis wahrhaftig gesprochen und danach gelebt werden kann,  gewußt wird, was der Christus ist, daß an einen Amtsträger geglaubt wird, daß Jesus der wahre König und Prophet und Priester ist. Was das bedeutet, expliziert die Christologie der Katholischen Kirche. Papst Franziskus entkleidet Jesus nun all dieser Ämter, er läßt ihn nur noch eine Privatperson sein, die alle Menschen, denen er begegnete, liebte und liebt. 
Wozu dies Manöver? Papst Franziskus kämpft hier mal wieder gegen den Auftrag der Kirche, zu missionieren. Um den Auftrag zur Mission, durch Jesus Christus seiner Kirche selbst gegeben, zu diskreditieren, verurteilt er die christliche Mission beständig als Prosylitenmacherei. Stattdessen fordert er die Praxis des Dialoges. In diesem Dialog soll nun die Erfahrung des Geliebtwerdens vermittelt werden und das ereignet sich durch und in der caritativen Arbeit der Kirche. So soll eben das Engagement der Kirche für die Humanisierung der Welt ihre wahre Mission sein. Nicht gilt es, das Evangelium zu verkünden, zu bekehren, daß Jesus der Sohn Gottes ist, sondern einfach nur, das erfahrene Geliebtwerden weiter zu vermitteln- ja, das kann die Katholische Kirche sogar in einer Cooperation mit den zwei anderen monotheistischen Religionen, dem Islam und der jüdischen Religion, da auch die den Menschen als von Gott geliebt glauben und das ist ja der einzig relevante Gehalt auch der christlichen Religion, in der Jesus Menschen begegnet als: "Ich hab euch alle lieb!"

Montag, 1. April 2019

Es gib kein Jüdisches, es gibt kein Deusches Volk! Neueste Erkenntnisse!



In einem im April auf dem Debatten-Kanal "Informr" veröffentlichten Interview war Habeck nach seiner Assoziation zum Begriff "Volksverräter" gefragt worden. Seine Antwort: "Ist ein Nazibegriff. Es gibt kein Volk, und es gibt deswegen auch keinen Verrat am Volk. Sondern das ist ein böser Satz, um Menschen auszugrenzen und zu stigmatisieren." "Es gibt kein Volk" . Nicht ganz klar ist bei diesem Antideuschen, dem amtierenden Parteivorsizenden der Grünen, ob nur der Begriff des Volksverräters eine Erfindung der Nazis sei oder schon der Begriff des Volkes an sich. 
Sicher treffen wir aber wohl die Intention dieses Antideutschen, wenn geurteilt wird, daß jeder, der von dem Deutschen Volke spricht ein Nazi ist. So gab es eben schon Nazis vor Hitler, weil eben so viele vor der Gründung der NSDAP vom Deutschen Volke sprachen. So ist eben auch Goethe ein Nazi gewesen, spricht er doch von etwas, was es gar nicht gibt: Auch liegt mir Deutschland warm am Herzen; ich habe oft einen bittern Schmerz empfunden bei dem Gedanken an das deutsche Volk, das so achtbar im Einzelnen und so miserabel im Ganzen ist.
Johann Wolfgang von Goethe
Was nun aber verblüfft, daß es auch Juden gibt, die bestreiten, daß es ein jüdisches Volk gebe.Eine sehr lesenswerte Zusammenfassung diese Verneinung des Jüdischen Volkes durch Shlomo Sand bietet der Aufsatz: "Ist das jüdische Volk eine >Erfindung<? von Friedrich Romig in dem Aufsatzband: "Der Sinn der Geschichte", 2011, S.45-54. Was ist nun aber die Intention der Verneinung des Jüdischen wie des Deutschen Volkes? (Sicher ist der Verdacht berechtigt, daß diese Dekonstruktion des Volksbegriffes in ähnlicher Intention durchgeführt wird, wie die Genderideologie die Differenz von Mann und Frau als ein bloßes soziales Konstrukt bezeichnet, um so diese Differenz abzuschaffen: Es gibt nur Menschen, es darf nur noch Menschen geben, keine Frauen und keine Männer.) Sand dekonstruiert den Begriff des Jüdischen Volkes mit dieser Intention: "Ein völkischer, religiöser oder gar rassistischer >Judenstaat<sei ein Anachronismus aus dem 19.Jahrhundert." "In der globalisierten multikulturellen Welt, in der Nationen und nationale Grenzen verschwinden, habe ein >jüdischer Staat< keine Zukunft. Nur als Staat für all seine Bürger, für Juden wie für Nichtjuden, könne und dürfe Israel existieren." Romig, S.51. Um des Zieles der Auflösung des Jüdischen Staates in einen multikulturellen soll also das Jüdische Volk zum Verschwinden gebracht werden. Aber wie  kann etwas zum Verschwinden gebracht werden, das es gar nicht gibt? Und wie könnte es in dem neuen Staat Israel noch Juden geben, wenn es gar kein jüdisches Volk gibt? Die Existenz eines Juden im ethnischen Sinne präsumiert notwendig die Existenz des Jüdischen Volkes, von dem der Einzeljude dann eine Individuation dieses Volkes ist. Oder will der Volksverneiner sagen, daß die Vorstellung eines Jüdischen Volkes ein reines Konstrukt des 19.Jahrhundertes ist und daß nun diese Vorstellung zu überwinden sei, wie etwa der Atheist die Vorstellung von Gott auflösen möchte. Dann könnte es in dem mulikulturellen Israel  nur noch Bürger geben, die trotzdem noch an der verkehrten Vorstellung des Seins des Jüdischen Volkes festhielten. 
Wenn die Genderideologie die Differenz von Mann und Frau abschaffen will, weil es nur noch Menschen geben darf, will dieser Mulikuliideologe das Jüdische Volk abschaffen, damit es im neuen Staat Israel nur noch Bürger geben darf. Und das ist auch die Intention des antideutschen Grünenpolitikers: Das Deutsche Volk soll abgeschafft werden, damit es im neuen Grünen-Staat nur noch Bürger geben darf. 

Anbei: Im sozialistischen Staat Jugoslawien gab es auch keine Völker mehr, kein serbisches, kein kroatisches und kein albanisches, sondern nur noch Genossen und Staatsbürger. Aber dieser Illusion machten diese nicht existenten Völker bald ein Ende  in einem grausam geführten Krieg der drei Völker gegeneinander, um so  blutig wieder Volksstaaten zu erschaffen, für jedes seinen eigenen. 

Zusätze:

1.Ob das Jüdische Volk noch das von Gott erwählteVolk ist, oder ob an seiner Stelle das neue Volk der Kirche getreten ist (letzeres ist aus theologischen Gründen anzunehmen),tangiert nicht die Existenz des Jüdischen Volkes, daß es als Volk, wie jedes andere auch von Gott gewollt und bejaht ist, auch wenn es seiner Berufung, in dem neuen Gottesvolk als Judenchristen sich zu vollenden, nicht gerecht geworden ist. Gott erhält aber auch dieses Volk in seinem Volkstum, weil die Aufgliederung der Menschheit wie das Mann-und Frausein zu den Schöpfungsordnungen Gottes gehört.

2. So  lebt das Jüdische Volk in einer ihm eigentümlichen Spannung, einem Widerspruch zwischen seinem Volkstume,das seine  Vollendung in der christlichen Religion findet und der Jüdischen Religion, die aus dem Nein zu Jesus als dem Christus sich entwickelte und so als Negation der christlichen Religion in der wahren Religion nur ihre Verneinung sehen kann. So ist das, was dem  Jüdischen Volkstume die Vollendung ist, ihrer Jüdischen Religion pure Negation. Das besonders Problematische nun dieser Jüdischen Existenz, daß zu ihrem Volkstume auch die Jüdische Religion gehört, die aber selbst im Widerstreit zu ihrem Volkstume so existiert. Vielleicht hat deshalb das Judentum so profilierte Atheisten hervorgebracht, man denke nur an Karl Marx, Sigmund Freud, aber auch an den  Philosophen Lenin, der oft nur als revolutionärer Politiker  wahrgenommen wird. .       
    


Sonntag, 31. März 2019

Bekenntnisse eines politisch korrekten Demonstranten gegen Rechts

"Im Nachgang sprach ich einen der Gegendemonstranten nett an, was für ihn eigentlich der Anlass war, bei der Veranstaltung mitzumachen. Dieser antwortete mir: „Deutsche sind genetisch veranlagte Mörder. Sie sind für fast alle Kriege in der Welt verantwortlich. Deshalb muss das deutsche Volk abgeschafft und durch eine diverse, multikulturelle Gesellschaft ersetzt werden.“ So berichtet Heiko Schrang auf seiner Internetseite: https:www.heikoschrang.de/de/neuigkeiten/tag/afd/ über seinen Dialog mit einem Anti-AfD-Demonstranten. 
Optimisten meinen ja, daß es allen politischen Parteien und politisch Engagierten um das Gemeinwohl ginge,  nur daß sie eben verschiedene Vorstellungen von dem hätten, was denn für das Gemeinwohl das Richtige sei. Ganz anders dieser politisch Korrekte: Für ihn ist der Deutsche aus rein biologisch- genetischen Gründen der Böse schlechthin, selbst an dem 1. und 2. Weltkrieg und an wohl noch viel mehr Kriegen (für fast alle Kriege) sind die Deutschen Gene schuld. Darum müsse das Deutsche Volk abgeschafft werden. Dieser Antideutsche weiß auch wie: Was Pest und Cholera, zwei verlorene Kriege nicht schafften, daß soll nun das Projekt der multikulturellen Gesellschaft schaffen, daß das Deutsche Volk  beseitigt wird. 
Nicht ist dieser Anti-AfD- Demonstrant für dies Multikultiprojekt, weil er glaubt,daß dies Projekt unserem Gemeinwohl gut täte, sondern weil es dem Deutschen Volke schade, ja er erhofft sich so gar den Untergang des Volkes. Unklar ist dabei nur, wie er sich den ersehnten Untergang des Volkes erwartet: durch eine Rassenvermischung, daß eben durch Nichteuropäer die Deutschen Gene in den Kindern so verdünnt werden, daß sie keine Deutschen mehr sind oder daß in einer multiethnischen Gesellschaft das Deutsche Volk so marginalisiert wird, daß es faktisch aufhört zu leben (wie etwa die Ureinwohner Amerikas, die Indianer in der heutigen USA). Aber eines weiß er: Deutschland muß vernichtet werden!  

Samstag, 30. März 2019

Joschka Fischer und der Papst- ihre Gemeinsamkeiten!

" Joschka Fischers Vereidigung bleibt unvergessen Tabubruch: Das Bild ist unvergessen: In weißen Turnschuhen legte Joschka Fischer vor 25 Jahren als erster grüner Minister den Amtseid ab. Es war eine Provokation."
Und Papst Franziskus provoziert so auch: "In sozialen Netzwerken wird viel über ein Video diskutiert, in dem Papst in Loreto offensichtlich verhindert, dass Irgendjemand seinen Fischerring küsst - Der Vatikan verweigert eine Stellungnahme." Kath net vom 27.3.2019.Die Hofberichts-internetseite katholisch de erklärte dazu dann in ihrem Standpunkkommentar am selbigen Tage:" Der Papst hat Gläubigen, die seinen Ring küssen wollten, die Hand entzogen. Für Gabriele Höfling ein Anlass zu hinterfragen, ob solche Gesten in Zukunft überhaupt noch sinnvoll sind." 
Das Gemeinsame: Es gibt da zwei Privatpersonen, denen ein Amt übertragen worden ist, das des Umweltschutzministeriums und das des Papstamtes und diese Zwei drücken durch eine symbolträchtige Handlung ihre Distanz zu diesem ihnen übertragenen Amt aus: Ich bin nicht und ich will nicht zur Amtsperson werden, denn ich bin etwas anderes, ich werde dies Amt neu und anders interpretieren.Das will ich nicht heimlich diskret machen, nein, das kündige ich offen an.

Hat nun Joschka Fischer diesen Weg verlassen oder haben sich die Etablierten an ihm angepaßt? Äußerlich treten die Grünenpolitiker kleidungsmäßig nicht mehr antibürgerlich alternaiv auf, aber sie haben es geschafft, daß heutzutage die etablierten Parteien in allen wesentlichen Punkten die Grüneninhalte sich zu eigen gemacht haben. Papst Franziskus provoziert noch äußerlich symbolisch gegen das traditionelle Amtsverständnis der Kirche, aber ist ihm nicht auch wesentlicher die Auflösung des hierarischen Amtsverständnisses, daß nicht mehr das Amt geehrt werden soll, sondern die Person, die das Amt zu seiner Spielwiese seiner Egozentrik herabwürdigt. Des Papst Hand soll geküßt werden, denn dieser Kuß gilt ihm, der Amtsring aber nicht, denn dieser Kuß gilt dem Amt. 

Zusatz:Da nun diese Verweigerung des Ringkusses zu viel Kritik provozierte, läßt der Vatican nun verlauten, daß der Papst den Ringkuß aus "hygenischen" Gründen verwehrt habe.     

Freitag, 29. März 2019

Die gleichgschalteten Gewissen- oder wie ein Jesuit Merkels Asylpolitik verteidigt

Der neu gewählte Junge Unions Vorsitzende Herr Kuban verblüffte die Öffentlichkit mit dem freimütigen Bekenntnis: "es habe 2015 eine >Gleichschaltung< gegeben: Es sei Druck ausgeübt und ein Tabu errichtet worden. Man habe in der CDU nicht gegen die Politik von Frau Merkel sein dürfen." Das kann natürlich der Jesuitenpater Mertes nicht unwidersprochen stehen lassen als inoffizieller Hofprediger der Bundeskanzlerin. Und so tönt er dann auf katholisch de im Standpunktkommentar am 29.3. 2019:
"Wenn ein Ertrinkender mit der Planke winkt, bin ich nicht einfach frei zu sagen: "Geht mich nichts an!" Man kann das Gefühl, das sich da einstellt, auch als "Druck" bezeichnen." Propagandistisch nicht ungeschickt verwechselt dieser Jesuit die Politik der offenen Grenzen der Bundesregierung mit dem Faktum, daß Schlepperorganisationn "Flüchtlinge" mit nicht seefähigen Boten ins Meer fahren, in der Erwartung, daß dann die "Flüchtlinge" nach dem vorausgesehnden Schiffbruch von Bergungsschiffen gerettet und zur Küste Europas gebracht werden. Die Pointe, daß so die "Schiffbrüchigen" illegal nach Europa gelangen, da die Regierungen massivst unter Druck gesetzt werden, "Schiffbrüchigen" doch eine Notaufnahme nicht verweigern zu dürfen. Dieses  Geschäftsmodell mit seiner gut funktionierenden Coopperation von Schlepper-organisaionen und humanitaristichen Nichtregierungsorganisationen, den NGOs, die für den moralischen Druck auf die betroffenen Regierungen sorgen, verkauft nun der Jesuitenpater als Akte barmherziger Nächstenliebe! Die Ausblendung der ganzen Realität zugunsten des das Gefühl der Leser ansprechenden Bildes eines Ertrinkenden, der sich gerade noch an einer Planke festhält und so kurzfristig sein Leben rettet,soll dabei jede nüchtern realistische Erörterung dieser Praxis von Schlepperorganisationen verhindern und als moralisch illegitim verurteilen.Auch wird so völlig verdrängt, daß so das Recht auf Asyl massenhaft mißbraucht wird, indem  hier Wirtschaftsflüchtlinge für sich durch inszenierte Seenotfälle versuchen, ein Bleiberecht in Deutschland und anderen Staaten Europas zu erwirken, das ihnen nicht zusteht, wenn das geltende Asylrecht zu Grunde gelegt wird. 
Das eigentliche mit dieser couragierten Aussage des JU-Vorsitzende angezeigte Problem umschifft dieser Hoftheologe dabei:Welche Folgen hat es für die Demokratie, wenn die innerparteiliche Demokratie zumindest der größten Regierungspartei faktisch in einer so wichtigen Causa außer Kraft gesetzt wird. Nicht setzte ja der moralische Druck von Bildern Ertrinkender die innerparteiliche Demokratie in diesem Punkte außer Kraft, sondern die eingeforderte Parteidisziplin,die jede Kritik an der Bundeskanzlerin als parteischädigendes Verhalten perhorresziert. 
Aber der jesuitische Hoftheologe sieht da, wo Kritik an dieser Politik der Kanzlerin  als parteischädigend verteufelt wird, einen Triumph der Gewissen! Denn die Parteimitglieder, der eisernen Parteidisziplin unterworfen, mutieren für diesen Jesuitenpater zu Menschen, die nur ihrem Gewissen gehorchten. Das habe mit einer Gleichschaltung nichts zu tuen, sondern sie gehorchten ganz freiwillig.  

Zusatz:
Modernistische Theologen zitieren gerne das freie Gewissen herbei,wenn es gilt,die Morallehre der Kirche außer Kraft zu setzen, vertrauend darauf,daß dann das Gewissen als Letztentscheidungsinstanz politisch korrekt sozialisiert sich schon für das Richtige entscheiden wird, ist es erstmal von der Lehre der Kirche befreit.