Samstag, 21. September 2019

Eine neue Kirche soll geboren werden! Taugt die Katholische nichts mehr?

"Der Generalobere des Jesuitenordens, Arturo Sosa, sieht Kritik an Papst Franziskus und Bischofssynoden als Ausdruck eines Kampfs innerhalb der Kirche. "Ich glaube der Kampf ist, ob man wirklich die vom Zweiten Vatikanischen Konzil erträumte Kirche will, oder nicht", sagte er am Montag vor internationalen Journalisten in Rom. Papst Franziskus sei ein "Kind des Vatikanischen Konzils" und tue alles für dessen Umsetzung." So verkündet es Katholisch de am 16.9.2019: Jesuitengeneral Sosa: Es gibt einen Kampf in der Kirche.
Es muß sich hierbei auf das Verb: erträumen konzentriert werden, denn der Begriff der im 2.Vaticanum erträumten Kirche ist von zentraler Bedeutung. Nicht steht hier die Kirche Jesu Christi, die er gegründet hat und dessen lebendiges Haupt er ist, im Zentrum, sondern eine Alternativkirche, die in den Texten dieses Konziles als Traumkirche präsent ist.
Diese Traumkirche nun zu realisieren, darin läge die Aufgabe des jetzigen Jesuitenpapstes, erklärt der Generalobere der Jesuiten.Diese erträumte Kirche ist dann selbstredend keine Weiterentwickelung der Katholischen Kirche sondern es wird auf eine neue gesetzt. Für diese neue Traumkirche ist das Neue Testament keine zuverlässige Quelle der Wahrheit mehr, wie dieser Jesuitenoberst ja schon fachkundig bewiesen hat, denn zu Lebzeiten Jesu gab es noch keine zuverlässigen Aufahmegeräte, sodaß ungewiß sei, ob Jesus das wirklich so gesagt habe, wie es nun in der Hl. Schrift niedergeschrieben steht.
Auch enthalte die Bibel fatale Irrtümer, so etwa den Irrglauben, daß es den Teufel wirklich gäbe, den leider auch Jesus geteilt habe, meínte er doch, vom Leibhaftigen versucht worden zu sein. Was könnte dann ein wirklich zuverlässiges Fundament für die neue Kirche sein? Hier braucht nicht lange gesucht zu werden, da die Antwort auf der Hand liegt: Der Zeitgeist, denn der zeigt uns eindeutig an, was jetzt für die neue Kirche ansteht.
So kann der Papst eben gegen das eindeutige Zeugnis der Hl. Schrift und der Lehre der Kirche die Todesstrafe als mit der Menschenwürde inkompatibel verurteilen und auch die ihm nicht genehme Vaterunserbitte: Und führe uns nicht in Versuchung! abändern.
Aber das sind nur die augenfälligsten Neuerungen der neuen Kirche: Ihr Nein zur Judenmission und faktisch die Einstellung jeglicher Mission der Kirche stellen da schon grundsätzliche Brüche mit der alten vorkonzliaren Kirche Jesu Christi dar. So leben wir in vielem schon in der neuen Kirche, aber die hat sich nach dem Urteile des Jesuitenoberst noch nicht gänzlich durchgesetzt: Es gibt noch zu viel Katholisches in ihr, was wegmodernisiert werden muß.

Kardinal Marx ist in diesem Punkte wohl ein Kampfgefährte des jesuitischen Generaloberen, auch wenn es jetzt Unstimmigkeiten zwischen ihm und dem Papst über die Geschwindigkeit des einzuleitenden Deformkurses der Kirche gibt, daß vielleicht der synodale Weg zu avantgardistisch voranpreschen will in seinem Willen zur konsequenten Verweltlichung der Kirche.   
So liest sich das auf kath net am 17.9. 2019: "München (kath.net) Laut Kardinal Reinhard Marx steht das Christentum in Europa vor der Aufgabe, eine neue Art des Sprechens über Gott zu entwickeln: „Es geht nicht nur darum, das und jenes zu verändern. Es geht darum, neu voranzugehen und die alte Austauschreligion zu beenden, die in unseren Köpfen und Herzen stark geblieben ist: Da ist jemand, dem muss ich etwas geben", sagte der Erzbischof von München und Freising am Sonntag, 15. September, in der Pfarrkirche St. Sylvester in München-Schwabing."
Die alte Austauschreligion zu beenden, so formuliert es dieser Kardinal, wenn er sagen will, daß die Katholische Kirche abzuschaffen und durch eine neue zeitgemäße zu ersetzen sei. Die Gotteslehre muß geändert werden, denn der Gott der Bibel und der Kirche passen eben nicht in unsere Zeit. Wie wird dann der neue Gott der neuen Kirche aussehen, wenn der alte Gott nicht mehr zeitgemäß ist? Das bleibt im Unklaren, aber es darf gemutmaßt werden, daß es der Gott ist, den der liberale Protestantismus schon im 19 Jahrhundert entdeckt hat: den des Humanitarismus, der nur noch der Appell zur Humanisierung der Welt ist.  Marx: Vielleicht „treten wir in eine neue Epoche des Christentums ein“- ein vorsichtiger Optimismus, das Hoffen auf eine neue Epoche des Christentumes, die die alte, veraltete Katholische Kirche hinter sich läßt, um ein zeitgemäßes Christentum mit einem neuen Gott zu kreieren.




Freitag, 20. September 2019

Antideutsch und Ja zu Multikulti?



So schrieb der Dichter Erich Mühsam, ein paar Jahre nach seinem Agieren in der "Münchener Räterepublik 1919 das Deutschlandlied Haydns um:

Strömt herbei, Besatzungsheere,
schwarz und rot und braun und gelb,
dass das Deutschtum sich vermehre,
von der Etsch bis an den Belt!

Schwarzweißrote Jungfernhemden
wehen stolz von jedem Dach,
grüßen euch, ihr dunklen Fremden
sei willkommen, schwarze Schmach!

Jungfern, lasset euch begatten ,
Beine breit, ihr Ehefrauen
und gebäret uns Mulatten,
möglichst schokoladenbraun!

Schwarze, Rote, Braune, Gelbe,
Negervolk aus aller Welt,
ziehet über Rhein und Elbe,
kommt nach Negerschönenfeld!

Strömt herbei in dunkler Masse,
und schließt los mit lautem Krach:
säubert die Germanenrasse,
sei willkommen schwarze Schmach!


Ein enthusiastischer Multikultifan im Jahre 1923! Aber wer genau liest, kann eines hier nicht überlesen: Der Haß auf das deutsche Volk ist hier die treibende Kraft. Durch die erstrebte Rassenvermischung soll das deutsche Volk zum Verschwinden gebracht werden. Ganz selbstverständlich ist diesem Schriftsteller das deutsche Volkstum nicht ewas rein Kulturelles und Geistiges: Das Volkstum fundiert sich biologisch in der "Germanenrasse". Die soll aufgelöst werden durch deutsche Frauen, die schokoladenbraune Mulatten gebären sollen. Darum sollen Besatzungsheere in Deutschland einmarschieren, um mit den deutschen Frauen Mulattenkinder zu erzeugen, damit so das deutsche Volk verschwinde. 
Das ist nun doch ein anderes Konzept als das offizielle Multikultipogramm, das vorsieht, daß Fremde sich dauerhaft in Deutschland niederlassen, dabei ihre Kultur unvermischt beibehalten sollen, sodaß es keine gemeinsame Kultur in Deutschland mehr geben wird, sondern viele verschiedene, die dann auch durch nichts Gemeinsames mehr zusammengehalten werden. Die Auflösung des Nationalstaates ist so das Zentralanliegen, die Umwandlung in einen Vielvölkerstaat das positive Ziel. Es soll keinen Deutschen Staat mehr geben, der dem Wohlergehen dieses Volkes verpflichtet ist.
Nein, Erich Mühsam gehört in das Lager der Antideutschen, der, die den Untergang des deutschen Volkes wollen und für die so die Fremden, die Deutschland besetzen sollen, nur ein Mittel zur Zerstörung des deutschen Volkes ist. Nicht sollen die Fremden hier unsere Kultur bereichern, sondern dafür sorgen, daß sie mit dem deutschen Volke ausgelöscht wird. 

Zu beachten ist, daß diese Anti-Deutsche-Einstellung schon 10 Jahre vor der nationalsozialistischen Regierung proklamiert wurde, daß also dieser Antigermanismus eben nicht einfach eine Reaktion auf den Hitler-Faschismus ist und somit auch nicht auf seine Untaten   sondern ihm vorausging. Es gab schon 1923 eine antideutsche Linke, eine Linke, die nicht für Sozialismus und Kommunismus eintrat, weil sie meinten, das wäre etwas Gutes für das deutsche Volk, sondern es wurde der Untergang dieses Volkes  ersehnt aus Haß gegen es selbst. Wie viel von diesem Haß auf Deutschland ist wohl in den heutigen Multikultiideologen lebendig? Wie viele geben diesem Gedicht recht: So soll es sein!       

Donnerstag, 19. September 2019

Untergang des Abendlandes Notizen

Die Differenz zwischen der mittelalterlichen und der modernen bürgerlichen Gesellschaft erfaßt Ernst Nikiesch so: "Die mittelalterliche Gesellschaft war auf ein überirdisches Gut, auf das >Seelenheil< ausgerichtet; so mußten auch die Dinge des Alltags irgendwie eine übersinnliche Seite hervorkehren,um vor dem alles beherrschenden Wertmaßstab bestehen zu können." Ernst Niekisch, Die dritte imperiale Figur, Kapitel 18:Die liberale Versuchung.Das ist sicher eine sehr abbreviaturhafte Erfassung des Mittelalterlichen, trifft aber doch den Kern, wenn diese Aussage eingeschrieben wird in den Vorstellungsraum eines Zwei-Welten Schemas, dem "Unten" und dem "Oben", dem irdischen und dem himmlischen, dem Diesseitigen und dem Jenseitigen. Das Eigentliche und Wahre ist das Jenseitige, von dem das Diesseitige getrennt und doch auch verbunden ist. Das platonische Urbild-Abbild- Schema ist dafür das markanteste Vorstellungsmodell. 
Das Einzelne wird dann begriffen als eine individuierte Realisation der ewigen Idee, und somit ist auch das Diesseitige in seinem Getrenntsein vom Überirdischen verbunden. Die ideele Welt ist somit auch der normative Maßstab für das Irdische. Die Idee des Menschen soll eben in den Einzelrealisationen der Idee des Menschen herausgebildet werden. Die Frage: Was ist das? war so die Frage nach der Idee, die sich in diesem Etwasse zur Erscheinung gebracht hat. Sein Begreifen ist seine Rückführung zu seiner Idee. In diesem Vorstelungsraum ist es dann auch selbstverständlich, daß die Aufgabe des Menschen sein Weg in die jenseitige Welt ist. Salopp formuliert: Die Erde gleicht einem Trampolin, durch das der Mensch versuchen soll, den Himmel zu erreichen, nur daß die irdischen Verlockungen ihn an die Erde binden, ja gar fesseln, um so seinen Aufstieg zu verhindern.
Im Tiefsten war so der mittelalterliche Mensch davon überzeugt, daß es seine Aufgabe war, sich zu überwinden, um zum wahren Leben im Jenseitigen zu gelangen. 
Das war nun die Substanz des christlichen Abendlandes und selbst die Frage des (so modern anmutenden)Luthers: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? ist ohne diesen Vorstellungsraum nicht verstehbar. 
Was ändert sich nun in der Moderne? " daß es der Sinn der Welt sei, dem Bürger Profit und Rente abzuwerfen." (a.a.O.)"der >Profit< wurde auf den Platz erhoben, den bisher das >Seelenheil< eingenommen gehabt hatte. Mit diesem Austausch wurde eine Achsendrehung um einhundertachtzig Grad vollzogen; der >Profit< ist als Grundwert so diesseitig, wie das >Seelenheil< jeseitig war. Das Diesseitige wird nun zu dem wahren Lebensort des Menschen, der Himmel zu etwas, was man getrost den Spatzen überlassen kann (Heinrich Heine), oder wie es Ludwig Thoma sagt: Der wahre Himmel ist im Hofbräuhos (Ein Münchner im Himmel)  

Wie kann aber nun noch dies so Konträre unter einem Begriff, dem des christlichen Abendlandes subsumiert werden? Oder sollte das christliche Abendland schon in der Moderne untergegangen sein? Aber nach der Einsicht von Max Weber verdankt sich die Moderne ja gerade dem Christentum, und zwar dem protestantischen. Es sei an sein Werk "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" erinnert. Ja, es könnte noch tiefer geschürt werden: Bildet nicht der Auftrag zur Beherrschung der Natur, von Gott dem Menschen gegeben, das Fundament dieser Moderne? Könnte so gesehen das Mittelalterliche auch  eine Vereinseitigung der Aufgabe des Menschen darstellen, daß die Beauftragung zur Weltbeherrschung vernachlässigt worden ist?

Dann  wäre die Moderne selbst wiederum  eine Vereinseitigung dieses Beherrschungsauftrages. Aber in ihm sind doch noch Grundüberzeugungen der christlichen Religion lebendig: daß die Welt und isb. die Natur als etwas von Gott Erschaffenes nicht selbst göttlich ist (gegen postmoderne Tendenzen der Vergöttlichung der Natur, pantheistisch influenziert), daß die Welt so das Material der menschlichen Pflicht ist, daß er sie zu gestalten hat und daß der Mensch das auch kann, weil er zwar als  Körper irdisch, aber als Seele überirdisch ist und so zur Beherrschung des Irdischen befähigt ist. Die exzeptionelle Stellung des Menschen in der Natur ist so eine genuin monotheistische Vorstellung, die im christlichen Abendland den modernen Menschen hervorrief, insbesondere dann aber durch die Um- und Verformung der christlichen Religion durch die Reformation und den Protestantismus. So bleiben selbst noch Spuren des Zwei-Welten-Schemas in der Moderne erhalten, indem der Mensch sich als Jenseits der Natur versteht.
Aber mit Nietzsche wird gerade dem Zwei-Welten-Schema der Krieg erklärt. Es gibt nur eine. (Pantheistische Tendenzen hatten das vorbereitet.)Ist damit nicht faktisch das Ende des christlichen Abendlandes zumindest im philosophischen Denken angesagt? Ja, das kann so gesehen werden. Nietzsche ist eben ein prophetischer Denker, seiner Zeit voraus, vielleicht sogar noch für uns ein Zukünftiger, ein Nichtzeitgenosse.
Ging somit das christliche Abendland mit dem Ende der letzten drei christlichen Monarchien, der Rußlands,Österreichs und Deutschlands zu Ende? Die Moderne kam dann aber erst mit dem Ende des letzten Experimentes der Moderne, eine rein vernünftige Welt zu erschaffen, die des Kommunismus 1989f.       

Mittwoch, 18. September 2019

Ein schwarzer Tag für die Katholische Kirche: Die Verramschung des Leibes und Blutes Christi

"Evangelische und katholische Christen können wechselseitig an den liturgischen Feiern von Abendmahl und Eucharistie teilnehmen. Dies meint zumindest der „Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen“ (ÖAK) in einer neuen Studie, die gestern in Frankfurt vorgestellt wurde." Ein "katholischer" Bischof, der Limburger Bischof Bätzing schließt sich diesem Votum der Theologen an, berichtet kath net dazu am 12.9.2019.

1.Evangelische Christen sind sich untereinander uneins, ob der Kommunikant in, unter und zwischen dem konsekrierten Brot und Wein den Leib und das Blut Christi empfangen, daß er real in Brot und Wein gegenwärtig ist, (die lutherische Lehre) oder ob sie mit Brot und Wein, aber nicht durch Brot und Wein den Leib und das Blut Christi empfangen, aber nicht mit dem Mund sondern allein im Herzen des Gläubigen, denn der Ungläubige empfängt nichts außer Brot und Wein (die Lehre der Reformierten nach dem Heidelberger Katechismus) oder ob (die populärste Vorstellung unter Reformierten) man sich in der Abendmahlfeier nur an Jesus erinnert (Zwingli).
Sollen nun alle, egal welche der drei Positionen sie vertreten zur Kommunion zugelassen werden? Da hier von evangelischen Christen die Rede ist, ist das so gemeint. Der Text dagegen erlaubt nur Lutheranen den Empfang der hl. Kommunion, weil nur sie an die Realpräsenz Christi in den konsekrierten Elementen glauben. 
Keiner teilt den Glauben, daß Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt wird, wie es das Trienter Konzil als verbindliche Lehre festgeschrieben hat. Nach der Lehre der Katholischen Kirche ist so der Glaube an die Wandlung in den Leib und das Blut Christi die Voraussetzung zum erlaubten und nichtsakrilegischem Empfang der hl.Kommunion. (Bei Katholiken setzt die Kirche den Glauben der Kirche, explizite oder implizite voraus und läßt sie so kommunizieren.) Evangelische können deshalb nur zur hl. Kommunion zugelassen werden, wenn sie diesen katholischen Glauben teilen, der einfache Glaube an einer Irgendwie Realpräsenz Christi in der Eucharisteier ist nicht hinreichend für einen erlaubten und nichtsakrilegischen Empfang.

2. Nach katholischer Lehre ist ein gültig geweihter Priester die notwendige Voraussetzung für die Realpräsenz Jesu Christi in dem konsekrierten Brot und dem Wein. Da es unter den Evangelischen keine gültig geweihten Priester gibt, sondern nur zu Pfarrern ordinierte Laien, kann in der evangelischen Abendmahlsfeier nur Brot und Wein und sonst nichts empfangen werden.Daß Lutheraner meinen, daß bei ihnen Jesus realpräsent sei in Brot und Wein während der Abendmahlsfeier, ist eine Irrmeinung. Jesus Christus setzt nicht in der Katholischen Kirche den geweihten Priester als notwendige Bedingung seiner Realpräsenz und vergegenwärtigt sich dann bei den Lutheranern ohne diese von ihm gesetzte Condition. Wer als Katholik zu einer lutherischen Abendmahlsfeier geht, empfängt so nichts außer Brot und Wein.

3. Nach katholische Lehre bringt die Kirche Gott in der Eucharistie ein wahrhaftiges Opfer da, das auch zugunsten Verstorbener appliziert wird. Der Empfänger ist aber zuerst immer der dreieinige Gott, der dann um des Opfers willen auch die Gebete der Kirche erhören will.
Einig sind sich alle Evangelischen, daß das Abendmahl kein Opfer der Kirche ist. Hier kann es unmöglich einen Kompromiß geben, denn beide Lehren, die daß die Eucharistie ein Opfer ist und daß es keines ist, schließen sich wechselseitig aus. Faktisch verwerfen dann die "katholischen" Ökumeniker die Lehre vom kirchlichen Meßopfer, um den Evangelischen zu gefallen. Das ist eindeutig häretisch!  Nur um diesen Preis willen klappt diese Ökumene, daß die Katholische Kirche ihre eigene Lehre reprobiert.

4. Gerne wird dann die Verheißung Jesu, wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen! mißbraucht. Denn diese Zusage meint nicht die sakramentale Präsenz  in der Eucharistie. Für die Katholische Kirche gilt zudem, daß ein Priester allein die notwendige und auch hinreichende Bedingung für die Realpräsnz Christi in der Eucharistie ist und nicht erst zwei oder drei.   

Die Ökumene, so wie sie nachkonziliar praktiziert wird, ist nichts anderes als die Selbstaufgabe der Katholischen Kirche, nur um den Evangelischen zu gefallen.  



Dienstag, 17. September 2019

Ein Gutmensch spricht sich aus

Gerade Künstler tragn ja eine besondere Verantwortung im Kampf gegen Rechts. Nachdem der Bundespräsident Gauck 2015 die Deutschen in zwei Klassen aufteilte: die Dunkeldeutschen und die Gutmenschdeutschen, gehört das Engagement gegen Dunkeldeutschland zum Pflichtprogramm eines jeden Künstlers. (So wird gegen die erfolgreiche Sängerin Hellen Fischer ja gelegntlich der Vorwurf mangelnden Eintretens gegen Rechts zum Vorwurf erhoben.) 
Dunkeldeutschland:   " Geht es nach Bundespräsident Joachim Gauck, hat Deutschland eine helle und eine dunkle Seite: das Engagement für Flüchtlinge auf der einen, rechtsextreme Anschläge, Gewalt und Hetze auf der anderen. "Es gibt ein helles Deutschland, das sich leuchtend darstellt gegenüber dem Dunkeldeutschland", sagte Gauck bei seinem Besuch einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin und warnte vor Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus."Faz am 26.August 2015. Den Begriff "Dunkeldeutschland" hat nun der Bundespräsident nicht selbst kreiert, sondern er wird seit 1989 benutzt, um die ehemalige "Zone", die Ex-DDR zu diffamieren. Die guten Westdeutschen gegen die bösen Ossis. Dieser Dualismus erfreut sich nun bei Gutmenschen nach den Wahlerfolgen der AfD in Ostdeutschland steigender Beliebtheit. Eine Nachwuchskomikerin forderte gar im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen die Bombardierung Sachsen mit Napalmbomben.

Also kämpft auch der Veteran Grönemeyer gegen Rechts:(Faz vom 15.9.2019):
Grönemeyer sagt in dem Konzertvideo etwa, auch wenn Politiker schwächelten, und das sei in Österreich nicht anders als in Deutschland, „dann liegt es an uns, zu diktieren, wie ’ne Gesellschaft auszusehen hat. Und wer versucht, so ’ne Situation der Unsicherheit zu nutzen für rechtes Geschwafel, für Ausgrenzung, Rassismus und Hetze, der ist fehl am Platze (...)

Wir Gutmenschen müssen "diktieren",wie die Gesellschaft Deutschlands auszusehen hat. Und wem das nicht paßt, der ist in dieser von uns vordiktierten Gesellschaft "fehl am Platz". Selten spricht sich ein Gutmensch so offenherzig für eine Diktatur ("diktieren) aus. Genau genommen war dann doch die DDR der bessere Staat, den in ihm gab es kein "rechtes Geschwafel, keine Ausgrenzung und keinen Rassismus".  War also die DDR das lichte, das helle Deutschland, das sich durch einen "Antifaschistischen Schutzwall" vor dem im Westen grasierenden rechten Gedankengut schützte?

 Zur Erinnerung (Wikipedia: Antifaschistischer Schutzwall): "Am 31. Juli 1962 erklärte das Politbüro der SED die Worte „antifaschistischer Schutzwall“ zur verbindlichen Bezeichnung der Berliner Mauer in der DDR".

Zusatz zu Helen Fischer:

"Seit Jahren steht die Sängerin für ihre unpolitische Haltung in der Kritik. Kurz nach dem großen Protestkonzert in Chemnitz bezieht die Sängerin nun Stellung. Faz 5.9.2018.
Helene Fischer hat sich bei ihrem Berlin-Konzert am Dienstagabend und in den sozialen Netzwerken zur #wirsindmehr-Bewegung bekannt. Auf einem Mitschnitt, der auf Twitter verbreitet wurde, appelliert sie für mehr Toleranz: „Ich gebe selten politische Statements ab, denn meine Sprache ist die Musik. Heute Abend setzen wir ein Zeichen. Erhebt mit mir die Stimmen gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit!“  Ihr Pflichtprogramm. Auch Udo Lindenberg kämpft gegen den Rechtspopulismus. Glücklich der Staat, der so viele willfährige Untertanenkünstler sein eigen nennen kann. 

 

Montag, 16. September 2019

Politisch korrekte Volksverhetzung-oder Spitzenleistungen öffentlich rechtlicher Propagandasender

Politisch korrekte Volksverhetzung-oder Spitzenleistungen öffentlich rechtlicher Propagandasender

Die politisch korrekte Komikerin Clara Groppler, ein mit dem Talent Award 2018 ausgezeichnete  
Nachwuchskünstlerin schlug kräftig zu angesichts des nicht politisch korrekten Wahlverhaltens der 
Sachsen bei der letzten Lanndtagswahl:im WDR forderte sie: "Napalm auf das braune Sachsen, 
auf die braunen Chemnitzer."
Aber damit steht dies Nachwuchstalent nicht alleine dar:Jan Böhmermann in seiner Sendung: "Neo Magazine Royal"  "Das einzige, was dieses Bundesland noch retten kann, ist eine Koalition aus RAF und Royal Air Force.“ Also, dieser Gutmensch ersehnt sich also eine Cooperation zwischen 
der Roten Armee Fraktion, (die wohl zu diesem Zwecke neu zu gründen wäre) und der englischen Luftwaffe, daß sie gemeinsam das Land Sachsen terrorisieren sollen als Strafe für ihr inkorrektes Wahlverhalten. (zitiert nach Compact vom 9.9. 2019)
Beide fordern so die Todesstrafe für Sachsen, die Nachwuchskomikerin durch ein Einsatz von Napalmbomben, Herr Böhmermann durch Bomben der Roten Armee Fraktion und durch englische Bomber. So ist der Gutmensch eben: Andersdenkenden wünscht er den Tod (durch Napalbomben oder andere). Das wäre natürlich eine strafbare Handlung, wenn diese Beiden das Asylanten gewünscht hätten, da sie das aber Sachsen, also Deutschen wünschen, ist das politisch korrekte Kultur.

Eines ist dabei augenfällig: Gaben sich vor 1989 Kulturschaffende gerne gesellschaftskritik und somit auch regierungskritisch, ja, zeigte man gelegentlich gar seine Ablehnung des politischen Systemes, wie es nun war, so überbieten sie sich jetzt als in Regierungstreue nicht mehr übertreffbare Unteranen, die nur noch eine Aufgabe kennen, die Herrschenden im Kampfe gegen die rechte Opposition zu unterstützen, um so mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen alles politisch nicht Korrekte zu kämpfen, ja da wünscht man sich gar Napalmbomben und den RAF- Terror herbei, da mit Argumenten man nicht mehr kämpfen kann, man verfügt über keine und setzt stattdessen auf pure Gewalt gegen Andersdenkende.  





Sonntag, 15. September 2019

Verdrängte Wahrheiten der Kirche

Für Bischof Overbeck ist das ein klarer Fall, daß nach der Amazonassynode nichts mehr in der Kirche so sein wird wie vorher. Das ist eine klare Kriegserklärung an die Katholische Kirche. Aber die Kaprizierung auf diesen erneuten Angriff des Modernismus auf die Wahrheit der Kirche läßt leicht übersehen, wie sehr die nachkonziliare Kirche sich schon modernisiert hat, indem sie große Teile der verbindlichen Lehre der Kirche faktisch außer Kraft gesetzt hat. 
"Hölle.Dazu hatte er keine Beziehung. Hölle.Das war etwas Irrealles für ihn. Hölle.Des Teufels Zuhause.
Er zweifelte daran, ob es das überhaupt gab. Die Menschen sind diesbezüglich im Erfinden sehr phantasievoll.Die Hölle soll abschrecken, und das tut sie in den meisten Fällen auch. Die meisten Menschen haben Angst davor, nach ihrem Tod in der Hölle zu landen, deshalb bemühen sie sich, ein gottgefälliges Leben zu führen.Ein Leben voller Regeln." 
Aber:"Arno Beymer fand das lächerlich." A.F.Morland, Der Silbermann, Tony Ballard Bd 12, S.5f Im Jahre 1983 konnte das noch geschrieben werden, jetzt stimmen sicher die meisten Menschen Arno Beymer zu, daß das nur eine lächerliche Horrorphantasie der Kirche war, um Menschen zu verängstigen um sie so zu einem moralischen Leben zu  zwingen. Die antikatholische Bewegung: "Wir sind Kirche" kämpfte dann ja sehr erfolgreich gegen solch eine Drohboschaft als etwas mit dem Evangelium Unvereinbares. 
Papst Franziskus lehrte ja schon, daß es keine Hölle gebe, weil es nur eine Auferstehung zum ewigen Leben gäbe und daß so die Seelen der anderen einfach in Nichts sich auflösten, daß es also keine Hölle für sie gäbe.Und der jetzige Jesuitengeneral fügte hinzu, daß es auch gar keinen Teufel gäbe. (Hier hat sich eben der Sohn Gottes geirrt, als er meinte, vom Teufel versucht zu werden.)
Welche Folgen hat nun aber das Verschwinden der Höllenvorstellung? Der obig zitierte Text sagt es uns: Die Menschen bemühten sich aus Furcht vor der Hölle, ein gottgefälliges Leben zu führen. " Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.", lehrte noch der Sohn Gottes selbst (Math, 10.28), aber auch in diesem Punkte irrte Jesus Christus, wie nun die modernistische Theologie erkannt hat. 
Der Christ braucht so weder Gott noch die Hölle zu fürchten. Verliert er dadurch aber seine Furcht? Bismarck sagte einmal, wir Deutschen fürchten nichts außer Gott,der heutige Christ sagt dagegen: Wir fürchten alles, nur nicht Gott. So bestimmt den Kurs der nachkonziliaren Kirche nicht mehr die Gottesfurcht, sie fürchtet nur noch die Menschen und die Welt: Was muß ich tuen. damit die Welt mich liebt?,das wird so zu der Frage der modernistischen Kirche. 
 

Freitag, 13. September 2019

Auf der Suche nach dem Bürgerlichen

Plötzlich ist es en vogue, bürgerlich zu sein. Auch der AfD-Parteivorsitzende Gauland versucht sich in dieser Disziplin. Gauland über Bürgerlichkeit : „Ich kann ja nichts dafür, wenn einige Leute spinnen“  FAZ am 8.9.2019. Also, da gibt es Bürgerliche und Spinner, entweder ist man das eine oder das andere. In Anlehnung an Rolf  Dahrendort stünde für ihn Bürgerlichkeit dafür, daß man den Nationalstaat  "für den Resonanzboden von Freiheit, Recht und Demokratie hält. Dass man nicht den Versuch macht, auf übernationale Konstrukte auszuweichen. Dass man die Eigentumsordnung und die rechtliche Grundordnung respektiert. Dass man nicht auf die Idee kommt, mit einer Ökodiktatur die individuelle Mobilität einzuschränken. Dass man nicht auf die Idee kommt, Wohnungsbaugesellschaften zu enteignen. Das sind alles unbürgerliche Dinge.
Stimmen Sie zu, dass der Gegner des Bürgerlichen, des Konservativen immer der Radikale, der Revolutionär sein muss?
Ja. Das ist das Gegensatzpaar: Das Revolutionäre, das Utopische, das Nicht-Skeptische, das die-Gesellschaft-verändern-wollen, das halte ich für nicht bürgerlich." 

Nun muß aber gefragt werden: Ist die bürgerliche Gesellschaftsordnung nicht aus der Revolution gegen die durch Adel und Klerus bestimmte Gesellschaft entstanden? War die Französische Revolution keine bürgerliche und wollte die keine Gesellschaftsveränderung? Waren nicht alle Philosophen der Aufklärung Utopisten, indem sie nun eine neue Welt, bestimmt durch die Vernunft ersehnten, um so endgültig das finstere Mittelalter zu überwinden? Waren die Aufklärer Skeptiker? Mitnichten. Die Bürgerlichen wurden erst konservativ, als sie die Errungenschaften der bürgerlichen Revolution gegen den 4.Stand verteidigten. Sie wurden erst zu Skeptikern, als sie vor der Realität der neuen bürgerlichen Ordnung stehend, einräumen mußten, daß sie sehr wenig den utopischen Erwartungen der bürgerlichen Revolutionäre entsprach. Daß keine Revolution sein soll, war so zuvörderst auch die Parole wider die sich herausbildende Arbeiterklasse, die nun ihrerseits die Revolutionierung der bürgerlichen Gesellschaft forderte.  
So bejaht der Bürgerliche die bürgerliche Revolution und erschrickt doch über das Revolutionäre dieser Revolution (den Terror der Französischen Revolution) und er sagt sein Nein zu allen Revolutionsabsichten des einstigen 4. Standes, nachdem der Adel und der Klerus (1. und 2. Stand) entmachtet und faktisch die Herrschaft des Geldadels (die Plutokratie) die alte des Schwert- und Blutadels ersetzte.Es ist so aber auch die Privatisierung der christlichen Religion in dem sich herausbildenden Nationalstaat als ein revolutionäres Moment anzusehen, denn so startete das Experiment, Gesellschaften und Staaten nicht mehr religiös zu fundieren. Der Patriotismus und Nationalismus sollte so die Funktion der christlichen Religion übernehmen, wobei sich faktisch aber die christliche Religion mit dem Patriotismus und Nationalismus synthetisierte und so  als öffentliche Religion am Leben blieb.
Der Glaube an das höchste Menschenrecht des Eigentumes ist nun der Kerngedanke des Liberalismus. Es könnte hinzugefügt werden, des bürgerlichen, aber wäre das nicht eine Tautologie? Könnte es einen nichtbürgerlichen Liberalismus geben? Ja, wenn man den linken Anarchismus als antibürgerlichen Liberalismus deuten würde.  Das Bürgertum kann aber conservativ und somit antiliberal werden, besonders dann, wenn es seine Privilegien als Geldadel gefährdet sieht. Das Bürgertum als Geldadel setzt sich ja von den "Neureichen", den Parvenüs ab, zählt zu ihm doch nur der schon von Geburt an Dazugehörige dazu, in diesem Punkte den alten Blutadel imitierend.
Das Bürgerliche ist eben nur bürgerlich in seiner Entgegensetzung zum Nichtbürgerlichen, dem Adel und dem Klerus einerseits und dem Proletariat und dem Subproletariat andererseits. Fällt diese doppelte Entgegensetzung zur Konstituierung des Bürgerlichen fort, dann verliert das Bürgerliche seine Identität. Es vergißt sich selbst dabei als revolutionäre Kraft wider die Adels- und Klerusherrschaft und als Gegenüber zu der arbeitenden Klasse. Das Bürgerliche verdünnt sich so zu einem blasierten Liberalismus, der immer noch in dem starken Staat eine Bedrohung seiner bürgerlichen Freiheit sieht, statt ihn als den Ermöglichungsgrund individuelller Freiheit anzuerkennen.

Eines wird beim Diskurs über das Bürgerliche beflissentlich überlesen: die romantische Kritik am Bürgerlichen, dem Philister, der für die Romantik der Bürgerliche schlechthin ist. Diese Kritik sieht im Bürgerlichen und nicht erst in der marxistischen Arbeiterbewegung den Materialismus als dessen Grundprinzip an, daß alles ein Geschäft zu sein hat, und zwar ein lohnendes. Die bürgerliche Kultur hat so in sich selbst ein kompliziertes Verhältnis zur Kunst: Kann man Bürger und Künstler in einem sein? So einer der Zentralfragen Thomas Manns. Oder ist der Künstler ein antibürgerlich Lebender, der aber so nur in der bürgerlichen Welt existieren kann? Man möge an so eine schillernde Gestalt des Künstlerlebens wie die des Lord Byron denken, um sich dies Problem vor Augen zu halten.

Das Bürgerliche ist immer nur ein Teil des ganzen Volkes und es ist nur durch sein Sich-in- Opposition -Setzen zu den anderen Teilen des Volkes. Alles ist nur durch sein Gegenteil. Eine bürgerliche Partei kann so nie eine Volkspartei sein, sie könnte höchstens als Liberale Nichtbürger für diese bürgerliche Ideologie zu gewinnen versuchen. Aber mit wenig Erfolg, wie die Geschichte der F.D.P. zeigt.

Eines muß aber gesehen werden, daß das Bürgerliche selbst nicht die Heimat der christlichen Religion ist. Der protestantische Theologe Schleiermacher versuchte noch, die gebildeten Verächter der christlichen Religion in den postaufklärerischen Zeiten für die Religion zurückzugewinnen durch eine aufklärungskompatible Umformung der christlichen Religion, aber faktisch begann nach Kant der Auszug des Bildungsbürgertumes aus der Religion. So ist das Verhältnis des Bürgerlichen zu dem, was die Abendländische Kultur genannt wird, auch ein komplexes in dem Zusammenspiel von Bewahrung und Überwindung dieser Kultur.

Corollarium 1
Kann der Terror der Französischen (bürgerlichen)Revolution bejaht, der der Bolschewistischen (des 4.Standes)   Revolution aber verneint werden ?             


 


 



Der synodale Weg- der Weg in den Abgrund

"Wer meint, er wisse bereits alles und müsse den anderen nur mitteilen, wie es mit der Kirche weiterzugehen habe, ist für den 'synodalen Weg' ungeeignet. Zitat: Erzbischof Heiner Koch" So proklamiert es Erzbischof Koch in seinem Gastkommentar auf Katholisch de am 11.9.2019:  "Koch: "Synodaler Weg" wird schon vor Beginn in Misskredit gebracht
In einem Gastbeitrag für katholisch.de nennt Berlins Erzbischof Heiner Koch seine Erwartungen an den "synodalen Weg". Zugleich beklagt er den Versuch mancher "Personen und Gruppen", schon im Vorfeld des Prozesses eigene Überzeugungen durchsetzen zu wollen." Politisch ganz korrekt fordert er jetzt gar eine "bunte" Katholische Kirche.
          Was siehst Du den Splitter in den Augen der Anderen, den Balken im eigenen Auge 
           aber nicht, sollte dieser Erzbischof gefragt werden. Denn die Ergebnisse des "syno-
           dalen Weges" stehen doch schon fest, bevor der erste Redner überhaupt das Wort 
           ergriffen hat:
           1. Der Zölibat soll abgeschafft werden- Differenzen kann es nur geben, wie radical       
               man vorgehen will, ob jetzt Verheiratete zur Priesterweihe zulaßbar werden sollen
               oder ob man jetzt schon alle Priester freissprechen will vom "Pflichtzölibat".
           2. Einig sind sich alle Diskutanten in ihrem Nein! zur jetzt noch gültigen Sexualmoral-
                lehre der Kirche.Reicht es aus, sie zwar so bestehen zu lassen, aber es jedem frei-
                stellen, im Namen seines individuellen Gewissens, sie für sich als nicht verbindlich
                zu erklären, oder muß sie doch materialiter geändert werden? Soll die Kirche Ja 
                zur Homosexualität sagen und die Ehe von Wiederverheiratet Geschiedenen nicht
                mehr als Ehebruch und Sünde ansehen?
            3. Daß Frauen zu Diakonen und Priestern geweiht werden sollen, bejaht sicher die
                 Mehrheit, aber unklar ist, ob diese Forderung machtpolitisch durchgesetzt werden
                 kann.  Hier könnte es ein gespaltenes Votum geben.
            4. Konsens besteht darin, die hierarische Struktur der Kirche aufzulösen zugunsten 
                 eines protestantischen Synodalismus.
            5. Einig ist man sich in der Generallinie: Je protestantischer und je verweltlichter die
                Katholische Kirche wird, desto besser!   


Wozu braucht es da noch den synodalen Diskurs, wenn sowieso schon alles feststeht, bevor der erste Teilnehmer das Wort ergreift? Wozu überhaupt noch diskutieren bei so viel homogener Gesinnung? Die Kirche soll eine bunte werden- das ist wahr. Denn bunt heißt 
heutzutage, daß nur noch Rot-Grün erlaubt ist, weil alle anderen Farben als politisch inkorrekt ausgeschlossen werden: die Conservativen, die Traditionalisten, die Rechten, die 
Fundamentalisten. 

Nur, wenn man Erzbischof Kochs Votum wörtlich nähme,müßte ja die überwältigende Mehrzahl der Teilnehmer am synodalen Weges ausgeschlossen werden! Das wird aber doch nicht gemeint sein. Was dann aber? Es gibt dafür eine einfache Erklärung: Ausgeschlossen werden sollen all die, die meinen, daß es auch für diesen synodalen Diskurs verbindliche Wahrheiten gäbe, die so nicht zur Disposition gestellt werden können, etwa das klare Nein des Lehramtes zur Frage der Weihe von Frauen zu Priestern, daß der Zölibat nicht abgeschafft werden könne. Nein, mitdiskutieren darf nur der, der alles, was die Kirche bisher für verbindliche Wahrheiten erklärt hat, bereit ist, in Frage zu stellen, um so der angestrebten Verweltlichung der Kirche keine Hindernisse in den Weg zu stellen. 

Der synodale Weg erhofft sich für sein Destruktionsprogramm Aufwind durch die Amazonassynode. Papst Franziskus hat hier schon klare Worte gesprochen: Wenn nicht alle seinem Modernisierungskonzept zustimmen wollen, es ablehnen, er scheue kein Schisma, daß eventuell die Conservativen ihm den Gehorsam verweigern, denn er ist die Wahrheit und wer sich von ihm trennt, trennt sich von der Kirche. Hierin zeigt sich einmal wieder sein päpstlicher Absolutismus: Die Kirche bin ich! Nicht die Einheit der Kirche, sondern die progressive Erneuerung ist das Zentralanliegen dieses Pontifikates. Um dieser Modernisierung willen wird der Bruch mit der Tradition der Kirche nicht nur in Kauf genommen, sondern gewollt. Denn nur so kann die Kirche wirklich verweltlicht werden, umgeformt werden zu einer links-humanitaristischen NGO. Wie weit diese Transformation schon gediehen ist, kann daran gesehen werden, daß der Einsatz für die Auflösung der Völker durch das Projekt der Multikultivierung und Multiethnisierung die höchste Priorität in der Kirche besitzt und jetzt der Kampf ums Klima: Tod dem CO2! 
Dazu paßt es, daß der ZK-Vorsitzende der Laienkatholiken Deutschlands zu den Themen des synodalen Weges erklärt (Katholisch de am 12.9.2019): Forum Neuevangelisierung ist "überflüssig".    

So bitter es auch ist: Hier wird der Satan eine große Schlacht gegen die Kirche seines Erzfeindes Jesus Christus gewinnen, aber- das uns zum Troste: Eine verlorene Schlacht ist noch kein verlorener Krieg! Am Ende wird die Kirche triumphieren, aber erst am Ende nach der Zeit furchtbarster Schrecknisse und des massenhaften Glaubensabfalles.   


Zusatz:

Die antikatholische Avantgardorganisation kfd bringt sich schon machtvoll in Stellung:

Fordern Sie mit uns eine Kirche, in der Frauen Priesterinnen, Bischöfinnen, Kardinälinnen und Päpstinnen werden können.“ Mit dieser Aufforderung geht die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in ihre Aktionswoche in Fulda vom 23. bis 29 September unter dem Titel „Macht Euch stark für eine geschlechtergerechte Kirche“.
„kfd – die macht. für dich. für alle. Die Rotte Korach (4.Mose 16) ist begeistert ob solch würdiger Nachfolger.(Vgl dazu: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott)
Katholisch info am 12.9.2019 
          
           

Donnerstag, 12. September 2019

Ist Geschichte begreifbar? Anfragen zur Geschichtswissenschaft

Was hielte man von einer minutiösen Beschreibung aller Züge eines Schachspielers einer Schach-partie, der Berichterstatter aber ob seiner vollkommenen Unkenntnis des Regelwerkes dieses Brettspieles keinen einzigen Zug begreifen kann? Er konstatiert, daß als erster Zug eine weiße Figur 2 Felder nach vorn gerückt wurde, weiß aber nicht, daß diese Figur ein Bauer ist, die anfänglich nur 1 oder 2 Felder gradeaus gezogen werden kann und daß es für den ersten Zug jeder Schachpartei nur 20 mögliche Züge gibt, von denen nun ein möglicher realisiert wurde. Wir hätten so eine Beschreibung einer Schachpartie vor uns, die bei noch so präziser Beschreibung dies Geschehen in keinster Weise begreift.
Ein Naturwissenschaftler beschreibt exakt, wie eine Feder, losgelassen zu Boden schwebt und wie dagegen ein Stein, losgelassen zu Boden fällt, aber unterließ jede Erklärung, warum einmal der losgelassene Gegenstand herunterschwebt und einmal herunterfällt. Eine pure, wenn noch so genaue Deskription der beiden Fälle wäre noch keine wissenschaftliche Beschreibung dieser zwei Fälle.
Limitiert sich die Geschichtswissenschaft nicht auch darauf, Einzelereignisse, so gut es geht, aus Quellen zu rekonstruieren, um zu erzählen, was der Fall war. Die Wissenschaftlichkeit resultiert dann einzig aus dem historisch-kritischen Umgang mit den Quellen. Um auf die Schachpartie zurückzukommen: Der Berichterstatter war nicht selbst ein Augenzeuge der gespielten Partie, sondern es lägen ihm diverse Berichte und Augenzeugenaussagen vor, und er müßte dann aus diesen Quellen den wahrscheinlichsten Verlauf der Partie rekonstruieren.   
Aber wenn die Geschichte der Menschheit, eines Volkes oder einer Person nur aus kontingenten Einzelhandlungen bestünde, wie sollte dann ein Begreifen der Handlungen möglich sein? Reicht zum Begreifen einer Handlung eines Subjektes die Beantwortung der Frage nach dem Sinn, dem intendierten Ziel einer Handlung aus? 
Es drängt sich so doch der Verdacht auf, daß so die Geschichte nicht begriffen wird. Es verbleibt eine solche Geschichtsbetrachtung beim bloßen Erzählen des Geschehenen. Die einzelnen Züge, die Taten werden nacherzählt, aber das ist noch kein Begreifen.
(Es verblüfft dann nicht, wenn etwa Louis Althusser behauptet, daß erst seit Marx Entdeckung der Gesetzmäßigkeiten der Geschichte, dem sog.historischen Materialismus die Geschichte ein Objekt der Wissenschaft geworden ist. Auch könnte mit dem selben Recht oder Unrecht auch erst Hegels Geschichtsphilosohie als den Ermöglichungsgrund einer wirklich begreifenden Darstellung der Geschichte würdigen.)
Nur, könnte die Geschichte wirklich begriffen werden, bevor sie zu Ende gegangen ist und verlangte ein Begreifen nicht auch die Erkenntnis des Anfanges der Geschichte, warum und wie es überhaupt zu einer Geschichte kommen konnte. Die christliche Theologie könnte das leisten, weiß sie doch vom Anfang der Geschichte, dem Herausfall aus dem Paradiese und dem Ende der Geschichte, dem Reich Gottes. Kann so die Geschichte begriffen werden?          

Mittwoch, 11. September 2019

Frauenpriestertum? Machbar?

 Für die Generloberin der Oberzeller Franziskanerin . Katharina Ganz ist das eine klare Sache "Generaloberin über Frauenweihe: Es ist fünf nach zwölf" (Katholisch de 9.9.2019). Ihre Begründung besticht durch ihre theologische Qualität:"Ist es in Deutschland noch vermittelbar, dass Frauen die Tür zu den Weiheämtern verschlossen bleibt? Für Schwester Katharina Ganz ist die Antwort klar: Nein. Deshalb wünscht sich die Generaloberin "einschneidende Veränderungen" in der Kirche."  Nicht wird gefragt, ob der Wille zur Einführung des Frauenpriestertumes theologisch legitim ist, ob das dem Willen des Stifters und Herren der Kirche entspricht- nein nach dem Willen Gottes zu fragen, der uns ja seinen Willen offenbart hat, danach zu fragen, ist einfach nur noch antiquiert.

Was der Welt zumutbar bist, was für sie akzeptabel ist, das ist die Frage, nach der sich die Kirche auszurichten hat. Denn die Kirche darf sich doch nicht von der Welt isolieren. Denn sie ist die Norm für die Kirche. Aber das Lehramt der Kirche hat doch eindeutig Nein zum Frauenpriestertum gesagt! Auch das ist für diese Suffragettennonne kein Problem. Mit einer rhetorischen Frage löst sie dies Problem:  "Deshalb stelle sie sich auch die Frage, "ob der Papst angesichts der immer noch absolutistisch-monarchistischen Struktur der Kirche nicht die Befugnis und das Recht hätte, aufgrund der Zeichen der Zeit eine bisher vertretene Lehrposition zu ändern", so die Schwester." Schließlich habe der Papst doch auch die bisher gültige Lehre der Kirche über die Todesstrafe geändert. Wenn er das durfte, warum soll er dann nicht auch jetzt das Frauenpriestertum erlauben können! Diese Suffragette versteht das Papstamt als absolutisisch-monarchistisch. Liest man den Gesamttext aufmerksam. kann einem die Abneigung gegen diesen Absolutismus nicht entgehen, aber jetzt erweist sich für diese Suffragette dies Inakzeptable der Kirche als etwas Positives: Kraft seiner absolutistischen Macht könnte der Papst die Lehre der Kirche auch in dieser Causa für null und nichtig erklären. Denn: "Die Kirche bin ich!", dieser Absolutismus ist eben auch der Absolutismus dieses Papstes. Wenn er also gegen das Zeugnis der hl. Schrift und der Lehre der Kirche die Todesstrafe für illegitim erklären kann, dann kann er auch so in der Causa des Frauenpriestertumes verfahren.

Und warum kann er das? Weil in beiden Fällen die (ver)öffentlichte Meinung dem Papst zustimmt, wenn er die Todesstrafe jetzt ablehnte und nun das Frauenpriestertum einführen würde. Ist der erste Leseeindruck der, daß hier -aus rein kirchenpolitischen Erwägungen heraus- für ein absolutistisch-monarchisisches Papstamtsverständnis votiert wird, so zeigt sich nun, daß das doch anders gemeint ist: Wenn der Papst im Einklang mit der Weltmeinung eine bisher verbindliche Lehre der Kirche verwerfen und durch eine entgegengesetze ersetzen will, dann darf er das qua Amt, weil er da dann ganz mit der Welt übereinstimmt. Denn die wichtigste Norm für die Kirche ist die Weltmeinung.

Denn an der Welt wird die Kirche genesen- wenn sie sich ihr nur gänzlich einpaßt.Das vertritt heute eine Nonne, eine Generaloberin.        

 

Dienstag, 10. September 2019

Was ist (keine)Haßsprache?

Was ist (keine)Haßsprache?

"Jeder dritte männliche Wähler in Sachsen hat mußmaßlich Scheiße im Kopf (weil er entweder ein Drecksnazi ist oder weil er glaubt, eine Drecksnazipartei wählen zu wollen, ohne Nazi sein zu wollen.)" Wer nun meint, das wäre ein Musterbeispiel für Haßsprache, der befindet sich in einem großen Irrtum. So äußerte sich nämlich ein Politikwissenschaftsprofessor! In der "Freien Welt" (6.9.2019) wird diese Causa dann wie folgt erläutert:
"Wer als Politikwissenschaftler und Demokratieforscher sein Salär durch Auftritte beim per Zwangsabgabe finanzierten Staatsfunk aufbessern will, muss sich kritisch zur AfD äußern. Das ist hierzulande ein ungeschriebenes Gesetz. Wer sich positiv äußert, hat zwei Auftritte: zeitgleich den ersten und letzten! Mchael Lühmann ist ein gern gesehener Gast beim ZDF, beim WDR, bei der ARD, beim Deutschlandfunk und noch anderen regierungsnahen Medien. Die Erwartungen an ihn hat er stets und gerne erfüllt: die AfD hat er durchweg kritisiert, angegriffen und angefeindet." 
Diesen Erwartungen entspricht so der Politikwissenschaftler Lühman aufs vortrefflichste auch in diesem Votum .Er spricht hier eben nur volkstümlich populär, um so auch Nichtakademiker zu erreichen. Nazi= Scheiße im Kopf und: Jeder, der rechts von der Bundeskanzlerin steht, ist ein (Drecks)Nazi. So einfach geht die politisch korrekte Politikwissenschaft. In akademischen Vorlesungen und Seminaren mag das etwas wissenschaftlicher formuliert zu werden, aber es wird das Selbe ausgesagt.
Lernen können wir daraus zweierlei: Was ist die wesentlichste Aufgabe der Politikwissenschaft? Die Apologetik der westlichen Demokratie als die beste aller denkbaren Regierungssysteme und die Perhorreszierung aller Kritiker.Tagespolitischer engagiert:Daß die Opposition im Unrecht und die Regierung im Recht ist.
Zweitens soll die Politikwissenschaft aber auch außeruniversitär wirken. Im Namen der Wissenschaft, in ihrer Autorität tritt sie in Talkshows auf, um hier dem populär volkstümlichen Kampf gegen Rechts universitäre Weihen zu verleihen. Dabei darf dann ruhig mal hemdsärmelig formuliert werden. Wichtig ist dabei,um Carl Schmitt etwas zu persiflieren, daß die regierungsamtliche Entscheidung: Wer ist der Feind? einerseits wissenschaftlich legitimiert  und andererseits auch popularisiert wird. Eine kräftige Wählerbeschimpfung ist da dann ganz in Ordnung, wenn es gilt, gegen das Dunkel(Scheiß)Deutschland zu streiten, um so auch die Lichtgestalt des Gutmenschen umso mehr zum leuchten zu bringen. Für diesen Kampf gegen das Reich der Finsternis ist so dies Votum:      "Jeder dritte männliche Wähler in Sachsen hat mußmaßlich Scheiße im Kopf (weil er entweder ein Drecksnazi ist oder weil er glaubt, eine Drecksnazipartei wählen zu wollen, ohne Nazi sein zu wollen.)" geradezu mustergültig. Und darum ist das keine Haßsprache sondern Gutmenschsprache.
 

Montag, 9. September 2019

Kardinal Marx Radio-Eriwan Theologie

Kardinal Marx sagt: Es werde "keinen deutschen Sonderweg" geben.
 Und er sagt: "Regionale Einschränkung des Zölibats denkbar". 
Wir lernen daraus: Wenn der synodale Weg den Zölibat abzuschaffen beschließt, indem er ihn als zukünftig freiwillig deklariert, dann ist das kein deutscher Sonderweg sondern eine regionale Einschränkung des Zölibates
Der Begriff des deutschen Sonderweges ist nun selbst ein Begriff der politisch korrekten Geschichtsschreibung. Vgl dazu: "Deutscher Sonderweg und Siegerperspektive, R.P. Sieferle,  Finis Germania. Damit wird die geschichtliche Entwickelung Englands und Frankreichs im 19. und 20. Jahrhundert zur Norm erklärt und somit die deutsche als Fehlentwickelung. 
Bei Wikipedia liest das sich so: "Die These vom Deutschen Sonderweg, auch Sonderwegsthese genannt, besagt, dass sich die Entwicklung demokratischer Strukturen in Deutschland wesentlich vom europäischen Regelfall unterscheide, der u. a. von Frankreich und Großbritannien repräsentiert werde. Diese Sonderentwicklung sei aus der Geschichte Deutschlands ableitbar. In der Geschichtswissenschaft ist es strittig, ob es sich dabei wirklich um einen Sonderweg handelt oder nur um einen Eigenweg. Die These vom Sonderweg setze voraus, dass es eine Norm für die historische Entwicklung zur liberalen Demokratie gebe." 
Eine politisch korrekte Geschichtswissenschaft bejaht selbstredend die Normativität der Entwickelung Englands und Frankreichs, denn diese Geschichtssicht ist eben auch die der  westlichen Sieger über Deutschland, die durch ihren endgültigen Sieg 1945 nun die Hinkehr Deutschlands  zur liberalen Demokratie als Ende des deutschen Sonderweges feiert. Die Eingliederung der ehemaligen DDR in die westliche Demokratie stellt dann das endgültige Ende jedes deutschen Sonderweges dar. Selbstverständlich war der deutsche Sonderweg ein der Besónderheit Deutschlands gemäßer Eigenweg, aber das Recht auf einen solchen Eigenweg widersprechen ja die westlichen Siegermächte  mit der ihnen eigenen Geschichtswissenschaft.
Darum ist es jedem politisch korrektem Bischof eine Selbsverständlichkeit, jede Art von deutschem Eigenweg zu verurteilen. Was Kritiker so als einen deutschen Sonderweg in der Katholischen Kirche perhorreszeren wollen, ist aber nun aus Sicht der Re(De)former stattdessen eine avantgardstische Vorwegnahme des Weges, denn dann Schritt für Schritt die ganze Kirche zu beschreiten habe: die konsequente Verweltlichung der Kirche. 
Und so kann dann Kardinal Marx ohne Bedenken urteilen, daß Niemand in Deutschland die Absicht habe, den Zölibat als deutschen Sonderweg abzuschaffen, sondern man wolle ihn nur erstmal für Deutschland abschaffen in der Erwartung, daß die ganze Kirche dann dem Avantgardismus der deutschen Bischöfe  Schritt für Schritt folgen werde.       

Sonntag, 8. September 2019

Ein Bischof greift an: Sein Kampf gegen die Offenbarung Gottes

"Kohlgraf kritisierte in seiner Ansprache auch die Vorstellung, Evangelisierung mit Belehrung gleichzusetzen. Dahinter stecke ein Kirchenbild, nach dem die Kirche und eine bestimmte Gruppe von Katholiken im Besitz einer Wahrheit ist, die an andere weitergegeben werden müsse. Die Menschen müssten sich dann entscheiden, ob sie diese Wahrheit annähmen oder nicht. Dabei handele es sich um Kommunikation von oben nach unten. Von kirchlicher Selbstkritik sei dabei nicht vernehmbar die Rede, so der Mainzer Bischof." So steht es am 7.9.2019 auf Katholisch de geschrieben: "Bischof Kohlgraf verteidigt "synodalen Weg" gegen Kritik".
Die Kirche befindet sich also nach der Meinung dieses Bischofes nicht im Besitz der Wahrheit. Also: Entweder hat Jesus Christus die Wahrheit selbst gar nicht offenbart, sodaß nun auch seine Kirche die Wahrheit nicht kennen kann oder Jesus Christus hat zwar die Wahrheit offenbart, aber so, daß sie die Kirche nicht erkennen konnte und so auch nicht besitzt. Das eine Mal würde die Offenbarung Gottes verleugnet, das andere Mal das Offenbarsein der Offenbarung in der Kirche, daß somit der Glaube der Kirche nicht der wahre Glaube ist, denn sonst wäre ja in diesem Glauben die Wahrheit offenbar. 
Wenn aber die Kirche selbst nicht mehr weiß, was die Wahrheit ist, dann darf sie natürlich niemanden mehr missionieren, denn das setzt die Erkenntnis der Wahrheit voraus.
Jesus Christus verkündigte, von Oben kommend die Wahrheit und er konnte das nur als von Oben Gekommender. (Das ist die Zentralaussage des Johannesevangeliumes.) Die Kirche nun vermittelt dann die ihr so offenbarte Wahrheit an die Welt. Damit soll nun aber Schluß sein: Da es keine erkannte Wahrheit gibt, die in der offenbarten fundiert ist, kann es keine Kommunikation von Oben nach unten geben. Alle sind nämlich gleich Unwissende und können so gleichberechtigt miteinander diskutieren. Das ist das Ideal der Synode. Daß die Wahrheit unerkennbar ist, bildet dabei die Präsumption des synodalen Weges.Was ist wahr? Die Antwort kann da dann nur noch lauten: Als wahr habe zu gelten, was sich mehrheitlich im Dialog durchsetzt. 

Dazu paßt Bischof Kohlgrafs Fundamentalangriff auf die Katholische Morallehre. Nicht einzelne Aussagen der Morallehre will er kritisieren, sondern ihren Wahrheitsanspruch selbst entwerten.Wenn die Wahrheit in der Kirche nicht erkannt wird, die Gott selbst offenbart hat, dann kann ja auch die Lehre der Kirche nicht wahr sein, vielmehr stellt die Behauptung des Wahrseins nur eine illegitime Anmaßung der Kirche dar. "Kohlgraf stellt kirchliche Machtansprüche in Frage"   katholisch de 30.12.2018 

Stattdessen: "Im Kern geht es auch um die Frage, ob wir eigenständige Gewissensentscheidungen von Menschen unterstützen und damit den Menschen zugestehen, mit Hilfe des Wortes Gottes und auch mit Hilfe seelsorglicher Begleitung zu eigenen Entscheidungen zu kommen - oder ob wir im letzten die Deutungshoheit beanspruchen, der sich die anderen Menschen dann einfügen.Die Kirche darf sich nicht selbst mit Christus gleichsetzen, denn der soll zwar die Wahrheit sein, aber die ist nicht in der Kirche offenbar und so erkennbar. Das individuelle Gewissen ist dagegen der Ort der Wahrheitserkenntnis!Ihm hat jeder zu gehorchen und somit nicht der in der Kirche offenbaren Wahrheit. Wenn mein Gewissen mir sagt, daß ich, obgleich im Ehebruch lebend, die hl.Kommunion empfangen darf, dann darf ich das und-warum nicht- wenn ein Vater Sex mit seiner eigenen leiblichen Tochter hat und sein Gewissen ihm sagt: Das ist in Ordnung!, dann ist das in Ordnung. So wird die ganze Morallehre der Kirche abgeschafft, und das nur, um der Welt zu gefallen, der die Kirche ja nichts mehr zu sagen hat, weil für sie die offenbarte Wahrheit unerkennbar ist. Die Wahrheit zu kennen, ist eben ein illegitimer Machtanspruch der Kirche, der einen Dialog auf gleicher Augenhöhe mit der Welt verunmöglicht.

Zusatz: Eine nicht erkennbare Offenbarung ist keine Offenbarung. Und so muß dieser Bischof die Offenbarung verneinen, um auf Augenhöhe mit der Welt dialogisieren zu können.   

 


 

Samstag, 7. September 2019

Die Morallehre der Schwachheit des Menschen anpassen?

Ein Verdacht: Wenn in der Kirche von der Sünde des Menschen gelehrt und gepredigt wurde und noch wird, dann wird da der Archetypus des Hochmütigen entfaltet, dem Gott und seine Gebote eine Beschneidung seiner Freiheit sind, sodaß er als Freiheitsrebell gegen sie verstößt. Die Insubordination ist so der Akt des Sündigens, daß er mehr sein  will, als ihm zukommt. Ja,Luther konnte einmal sagen, daß der Mensch nicht an Gott glauben kann, weil er selbst Gott sein wolle. Aber wie nun, wenn das nur eine mögliche Form des Sündigens erfaßt? Ergänzend könnte erwogen werden, ob in der heutigen Leistungsgesellschaft das Gefühl, nicht genug zu leisten, nicht genug leisten zu können, die Selbstwahrnehmung mehr prägt als daß sich Menschen als zur Hybris Neigende wahrnehmen. 
In einer Zusammenfassung der diesbezüglich bedenkenswerten Sündenlehre Karl Barths  (https://www.reformiert-info.de › Die_Lehre_von_der_Suende-212-0-56-3) liest sich das so:  

Des Menschen Trägheit

"Der Unglaube, bzw. die Gottesvergessenheit, setzt aber noch eine zweite Gestalt sündigen Verhaltens aus sich heraus. K. Barths hat diese andere Gestalt in seiner Sündenlehre nachdrücklich in Erinnerung gebracht (vgl. KD IV, 2, 452-545). Sie ist gleichsam die Kehrseite des Hochmuts, nämlich des Menschen "Trägheit". Seine Selbstabgespaltenheit von Gott treibt den Menschen nicht nur in einen Allmachts-, sondern ebenso in einen Ohnmachtswahn. Ohnmachtswahn, das bedeutet: Der Mensch bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Er bläht sich nicht nur auf, er macht sich auch klein. In seinem Unglauben vergisst er, dass er von Gott wunderbar gemacht ist (Psalm 139,14), dass er wenig niedriger gemacht ist als Gott (Psalm 8,6). Er vergisst, dass er in Gott einen starken Bundespartner hat, der ihm, dem Menschen viel zutraut. Er vergisst schließlich, dass sein Bruder Jesus an seiner Stelle und ihm voran nicht nur der Gekreuzigte, sondern auch der Auferweckte, der von Gott gegen die Macht der Sünde ein für alle Mal aufgerichtete und erhöhte ist."

In der aktuellen Moraltheologiediskussion manifestiert sich diese Haltung in der These, daß die Kirche mit ihrer Morallehre auch die gläubigen Christen überfordere, daß  so die Verbindlichkeit der Lehre in Frage zu stellen sei.Das individuelle Gewissen zeige dann dem Einzelnen an, inwieweit er die Lehre praktizieren könne und wo sie ihn wirklich überfordere, sodaß er sich von ihrer Verpflichtung für sich freisprechen könne. Ein Ehemann ist eben von der Ordnung der Ehe überfordert, wenn er seine Frau nicht mehr liebt, und mit ihr weiterhin ehelich zusammen zu leben habe, obzwar er eine andere Frau liebt.Läßt er dann seine nicht auflösbare Ehe durch ein weltliches Gericht scheiden, heiratet darauf die Frau, die er liebt, dann könne ihm die Kirche das nicht dauerhaft als Sünde anrechnen. So ist er dann trotz seines dauerhaften Lebens im Ehebruch zur hl. Kommunion wieder zulaßbar- so die Intention des jetzigen Papstes. Schon Dostojewskis Großinquisitor kritisiert so die Morallehre Jesu, daß es eben die wichtigste Aufgabe der Kirche sei, die von Jesu Überforderten eine für sie praktizierbare Moral zu lehren. Die Kirche habe eben die Lebensrealität als Norm der kirchlichen Morallehre zu bejahen, um so moralistischen Überforderungen zu vermeiden.
Der Christ ist eben, trotz seines Glaubens und des Empfanges der hl. Sakramente der alte Adam geblieben, der eben nicht nur ein Rebell wider Gottes Gebote ist sondern genau so einer, der diese als ihn Überforderndes ablehnt. Er fühlt sich für zu klein geraten für ein heiliges Leben. Er will als Christ so weiter weltlich leben. 
In der aktuellen Debatte kapriziert sich diese Grundhaltung der Trägheit in dem Urteil, daß der Zölibat auf jedem Falle die Priester überfordere und so nur noch als freiwilliger geboten werden sollte. Der, der Priester werden möchte, gar meint, sich dazu berufen zu fühlen, aber  ein zölibatäres Leben sich nicht zutraut, soll so auch ein Priester werden können. Dieser Tendenz korrespondiert so die Selbstwahrnehmung des Menschen in der Leistungsgesellschaft, daß er sich von ihn Überforderndes bedrängt sieht und so auch die Gebote Gottes und die Morallehre der Kirche als nicht lebbar verwirft.

Dem korrespondiert dann auch ein postmodernes Menschenbild, daß der Mensch selbst nicht Herr sei im eigenen Hause. Könnte Freuds Theorie des Unterbewußten auch noch aufklärerisch gelesen werden als Appell, hier diese Region des menschlichen Lebens zu erforschen, zu erhellen, damit das Ich die Estriebe und das im Unterbewußtsein Vitalem lerne zu beherrschen, so scheint sich in der Postmoderne das Bild des sich selbst nicht beherrschen könnenden Menschen durchzusetzen. Der Aufgeklärte bildet sich selbst nur ein, sein eigener Herr zu sein oder sein zu können.Und so müsse fast jede Morallehre scheitern, die an die Vernunft des Menschen glaubt, daß er fähig zu einem vernünftigen Handeln sei. Die Lebenswirklichkeit als neue Norm der kirchlichen Morallehre anzuerkennen, wie es so jetzt nicht nur Bischof Bode verlangt, setzt eben die Bejahung dieses Menschenbildes voraus. So kann eben der von Geburt an homosexuell Orientierte nicht anders als daß er seine "natürliche" Neigung lebt, denn Niemand sei ein Herr über seine ihn bestimmenden Leidenschaften, besonders der sexuellen. Das wußte eben Jesus Christus noch nicht und so müsse nun im Geiste des Goßinquisitors die Morallehre der Kirche der natürlichen Trägheit des Menschen und auch des Gläubigen angepaßt werden.  

Freitag, 6. September 2019

Bürgerlich- eine untergegangene Kultur? Was ist dann noch "bürgerlich"?

 Da versprach sich eine Fernsehmoderatorin, indem sie die AfD als eine "bürgerliche" Partei bezeichnete, plötzlich avancierte der Begriff der "Bürgerlichkeit" zu etwas Positivem: Alle waren sich deshalb einig, daß diese Partei, was immer sie auch sein mag, nicht als bürgerlich zu qualifizieren sei. Und warum wollten nun doch einige AfDler ihre Partei als bürgerlich ansehen?  Für den "Spiegel" ist das eine klare Angelegenheit: "AfD nennt sich bürgerlich" Das ist Bürgerbeleidigung". (2.9.2019) Der "Focus" formuliert es politisch korrekt: "AfD ist weder bürgerlich noch konservativ, sondern rechtsradikal". 
Nüchtern betrachtet verstieß die Moderatorin, indem sie von der Möglichkeit einer bürgerlichen Regierungsbildung durch die CDU und die AfD sprach, gegen das Grundgesetz politischen Journalismus, daß die AfD als Schmuddelkind zu betrachten ist, mit dem kein Anständiger zu spielen hat. ( Franz Josef Degenhardt: Spiel nicht mit Schmuddelkindern)Aber als was sie dann in abqualifizierender Weise zu betiteln ist, da darf der Journalismus kreativ sich betätigen. 
So weit ist nun alles wieder in Ordnung, da der öffentlich rechtliche Sender sich auch schon bei den etablierten Parteien für diesen Versprecher entschuldigte: So etwas kommt nicht wieder vor, Schmuddelkinder als bürgerlich zu bezeichnen.
Aber was ist denn nun eigentlich "bürgerlich"? Wikipedia gibt uns dazu eine klare Antwort: " bürgerliche Parteien werden im politischen Sprachgebrauch der deutschsprachigen und skandinavischen Länder Parteien bezeichnet, die eine im Bürgertum fußende Ausrichtung der Politik vertreten. Wesentliche Merkmale sind der Vorrang des einzelnen Staatsbürgers gegenüber dem Staat, die Betonung der Subsidiarität, der Schutz von Eigentum und eine zurückhaltende Steuer- und Defizitpolitik."
Wer das aufmerksam liest, erkennt sofort, daß hier bürgerlich mit liberal gleichgesetzt wird. (Wie wahr  urteilt doch Dugin in seiner 4.politischen Theorie, daß der Liberalismus die Ideologie der Gegenwart ist, sodaß sie nun auch das Bürgerliche ganz in sich aufnimmt, um sich damit zu identifizieren. 
Aber wie armselig ist dieser Liberalismus geworden: Er kennt nur noch das Individuum, das vor einem starken Staat geschützt werden möchte, das einen subsidär organisierten und somit schwachen Staat erstrebt, der möglichst wenig Steuern erheben soll. Hier triumphiert das Individuum, dem das Gemeinschaftsleben nur als eine Bedrohung seiner individuellen Freiheit erscheint, das den Mitmenschen nur als Limitierung seiner persönlichen Freiheit ansieht.Von der bürgerlichen Kultur ist hier nichts mehr übrig geblieben als der nackte Egozentrismus. Daß dieser Egozentriker nur so leben kann, weil der Staat eine Ordnung schafft, in der er so existieren kann, das verkennt er aber. Denn erst das Gewaltmonopol des Staates schafft es, daß die einzelnen Staatsbürger ihre Konflikte untereinander, die aus ihren Egoismen entspringen, in der Regel bürgerlich und nicht gewaltsam lösen. Die Abkehr vom Adel als der Schwertgewalt hin zum Gewaltmonopol des Staates ermöglicht ja erst das friedliche Bürgerleben, das sich nun in einer Verkennung seiner Lage durch seinen Ermöglichungsgrund selbst bedroht sieht! Eine plutokratisch organisierte Gesellschaft setzt eben die Überwindung des Primates des Schwertadels voraus. 
Wenn alles als käuflich gilt, sodaß die Frage, über wie viel Kaufkraft verfügst du?, zur wichtigsten Frage wird, dann ist das der vollständige Sieg der Ordnung der Marktwirtschaft. Aber eine bürgerliche Kultur gibt es in dieser Ordnung dann nicht mehr. Denn sie kann es nur solange geben, wie das Bürgertum über sich den Adel und den Klerus und unter sich die Arbeiterklasse und das Subproletariat hatte, wobei es sich von unten abgrenzend versuchte, die adelige Kultur zu imitieren. Aber wenn die bürgerliche Kultur untergegangen ist, dann bleibt nur noch die asoziale Einstellung der Besserverdiener übrig, selber gut leben zu wollen ohne eine Rücksichtsnahme an das Allgemeinwohl. Das nennt sich dann bürgerlich liberal, ist aber nur asozial egoistisch. 
Völlig verständnislos steht dieser egozentrische Liberalismus dem Wesen des Staates gegenüber, der gerade das Allgemeine dem Particularinteressen gegenüber ist. Jeder Mensch ist ja einerseits ein Einzelwesen und zugleich ein Teil eines Ganzen, seines Volkes. Insofern er sich nur als Einzelwesen sieht, also abstrakt wahrnimmt, erscheint ihm der Staat als Negation seiner individuellen Freiheit,seiner Willkür nämlich. Sieht er sich stattdessen als Konkretes an, dann ist ihm das Volksleben sein Leben, an dem er durch den Staat partizipiert, als das die Einzelnen Überdauerndes. In dem Volksstaat ist eben das vergangene Leben der vor ihm gelebt Habenden und auch das der zukünftig nach ihm Lebenwerdenden präsent, und er als Teil des Volkes wird in diesen Lebensstrom hineingenommen. Das ist nach Moeller van den Bruck das antiliberale Lebensverständnis.  

Zusatz:
Wenn eine sich christlich nennende Partei für  einen liberalen, das ist einen schwachen Staat plädiert, muß sie sich fragen lassen, ob sie so wirklich dieser Ordnung  Gottes gerecht werden kann.      

Donnerstag, 5. September 2019

Wie Missionierung im 21. Jahrhundert aussieht

 Wie Missionierung im 21. Jahrhundert aussieht

Gäbe es nicht die inoffiziell offizielle Internetseite: Katholisch de, (2.9.2019) was würden wir uns für seltsam antiquierte Vorstellung von der Mission der Kirche machen! Aber wir werden sofort beruhigt:
 "Hat Missionierung im 21. Jahrhundert noch etwas mit dem Aufzwingen einer Religion zu tun? Weit gefehlt. Was es wirklich damit auf sich hat, zeigt die Missionszentrale der Franziskaner in Bonn." Fast 2000 Jahre lang zwang also die Kirche Menschen die christliche Religion auf!Aber dann, wir mutmaßen, kam die Wende dank des 2.Vaticanumes:
"Mittlerweile betreuen 27 Mitarbeiter in der Zentrale jährlich rund 700 Projekte in 78 Ländern: Schulunterricht in Brasilien, Familienunterstützung in Kenia oder der Bau von Sanitäranlagen in Mali. Im vergangenen Jahr wurden rund 11.940.700 Euro an Spendengeldern für Projekte eingesetzt." Mission heißt, Sanitäranlagen zu bauen! Hat also Jesus Christus seine Schüler, die Kirche dazu berufen: Gehet in alle Welt, damit alle Menschen Badezimmer mit Dusche und WC bekommen? Wie sehr hat doch die Kirche ihren Herrn mißverstanden. Der Germanenmissionar Bonifatius hätte eben die Germanen nach ihren Toiletten fragen müssen, ob sie damit zufrieden sind!
Was bewegt nun franziskanische Mönche?
"Hinter allem steht die Frage "Haben die Armen etwas davon?", fasst Bruder Matthias zusammen. Derartige Projekte gibt es in Afrika, Asien, Mittel- und Osteuropa, Lateinamerika und eben Syrien. Inhaltlich geht es in diesen Projekten etwa um Ausbildung, Baumaßnahmen, Gesundheit, Frauen und Kinder sowie Ökologie und Menschenrechte." 
Wiederholen wir es: Mission heißt, sich mühen um Ausbildung, Gesundheit, und Ökologie und Einsatz für die Menschenrechte. Dabei engagiert man sich besonders um Frauen und Kinder. Der Mensch wird hier ganz auf seine materiellen Bedürfnisse reduziert und in deren Dienst stellt sich nun auch die franziskanische Mission. Im Prinzip also nichts anderes als Entwickelungshilfe! Die christliche Religion ist dabei völlig überflüssig, denn der Mensch dieser Mission ist einer, der nur noch vom Brot allein, aber bitte mit Aufschnitt lebt, der kein höheres Interesse mehr kennt, als gesund zu sein, eine gute Berufsausbildung  zu haben und in einer gesunden Umwelt zu leben und zu arbeiten.Und diesen Menschen darf die Mission nicht mit der christlichen Religion in seinem rein weltlichen Leben stören!  

Mittwoch, 4. September 2019

kath.net veröffentlicht die Botschaft von Papst Franziskus zum V. Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung:

Papst Franziskus predigt zum Weltgebetstag der Schöpfung. Kat net dokumentiert dies Ereignis des Niederganges des Katholizismus. (1.9.2019) So fängt die Predigt an:

»Gott sah, dass es gut war« (Gen 1,25). Am Anfang der Bibel ruht der Blick Gottes sanft auf der Schöpfung. Vom bewohnbaren Land bis zu den Wassern, die das Leben nähren, von den Bäumen, die Frucht tragen bis zu den Tieren, die das gemeinsame Haus bewohnen, alles ist vor den Augen Gottes wertvoll, und er gibt dem Menschen die Schöpfung als eine kostbare Gabe, die zu hüten ist." Das klingt schön naturromantisch idyllisch, aber die Schöpfungserzählung weist dem Menschen eine ganz und gar andere Stellung zu: Nicht ist er der Hüter der Natur, sondern er soll sie sich unterwerfen. So verkennt auch der Begriff des gemeinsamen Hauses die exzeptionelle Stellung des Menschen in der Natur. Die Welt ist hierarchisch auf den Menschen hin geordnet. Das "subjicitee" und das "dominamini" 1.Mose, 1,28 sprechen hier eine ganz andere Sprache: unterwerfen und dominieren.Zudem,daß Adam allem ihren Namen gab, dazu hatte ihn Gott beauftragt, 2, 20, zeigt nochmals die dominierende Stellung des Menschen an: Durch die Namensgebung beginnt der Mensch schon mit seinem Herrschen. Die Papstpredigt verzeichnet diese Stellung aber zum Klischeebild des Hüters. 
Und nun kommt der Sündenfall, so wie ihn der Papst sieht! 
"Tragischer Weise antwortete der Mensch auf diese Gabe mit dem Missklang der Sünde, des Sich-Verschließens in die eigene Autonomie und der Gier nach Besitz und Ausnutzung. Egoismen und Eigennutz haben aus der Schöpfung, die ein Ort der Begegnung und des Miteinanderteilens sein sollte, einen Schauplatz von Rivalitäten und Auseinandersetzungen gemacht. So ist die Umwelt selbst in Gefahr geraten. Das, was in den Augen Gottes gut war, wurde zu einer in den Händen des Menschen nutzbaren Sache. Die Umweltschäden haben sich in den letzten Jahrzehnten vermehrt: Die beständige Verschmutzung, der unaufhörliche Gebrauch von fossilen Brennstoffen, die intensive landwirtschaftliche Nutzung, die Gewohnheit der Abholzung der Wälder erhöhen die Globaltemperatur bis zur Alarmstufe." 
Was für eine Confusion des theologischen Denkens! 1. Weil Adam und Eva gesündigt hatten, verstieß Gott sie aus dem Paradies und verfluchte dann das menschliche Leben außerhalb des Paradieses. "so sei die Erde verflucht, ob deiner That; mit vieler Arbeit sollst du dich von ihr nähren, dein Leben lang.Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen".1.Mose 2,17.Die ganze Schöpfung unterwirft Gott so dem Schicksal des Sterbenmüssens. So erst wurde dem Menschen die Erde zum Ort seines Exilslebens als verbanntes Kind Evas. Das vergißt diese Predigt völlig. Aber zu welchen Absurditäten versteigert sich dann diese Predigt: Die Natur dürfe dem Menschen nicht zu einer nutzbaren Sache werden! Wenn also der Menschen Pflanzen aufißt, sie so zu einer ihm nutzbaren Sache macht, zu etwas der Ernährung Nützlichem, dann sündigt er? Wie schlimm, wenn er dann sich noch ein Wohnhaus baut und dazu in der Natur Nutzbares vorfindet! Wenn er dann noch fossile Brennstoffe benutzt! Der Papst stellt so fest, daß faktisch die Zivilisation des Menschen sein Sündenfall war, als er aufhörte, wie ein Naturmensch zu leben. 
Daß Europa und Amerika den Sieg über den Hunger der intensiven Nutzung der Landwirtschaft und nur ihr zu verdanken haben, davon weiß diese Predigt nichts, genauso wenig davon, daß es den Hunger in der 3.Welt noch gibt, weil dort die Landwirtschaft nicht industrialisiert ist. Stattdessen predigt der Papst dem Volke Wasser und Brot, den Konsumverzicht. 
Und da sind wir schon zum Kern dieser Predigt vorgestoßen. Wahrscheinlich ist das Weitere dann aus irgendeinem grünen Parteiprogamm abgeschrieben worden. Ich erspare es uns allen, dies nachzuerzählen. Relevant ist hier nur eines, daß der Papst hier wie ein Rot-Grüner Politiker redet. 
Wo bleibt da Gott, der Schöpfer und Erhalter seiner Schöpfung?   
"Unsere Gebete und unsere Appelle sind vor allem darauf gerichtet, die politischen und gesellschaftlichen Verantwortlichen zu sensibilisieren. Ich denke dabei besonders an die Regierungen, die in den nächsten Monaten zusammenkommen". Wozu dient also das Gebet? Es soll die Verantwortlichen sensibilisieren! Das Gebet ist also nicht an den dreieinigen Gott gerichtet, nein, das Beten ist ein Appellieren an die Mächtigen in der Politik und Wirtschaft! Nicht Gott, Politiker sind zu sensibilisieren. 
Gott hat also nach seinem Schöpfungswerk sich schlafen gelegt, sein Werk in Menschenhände gelegt, die dann alles verdorben haben und die nun es wieder gut machen sollen. Und Gott? Fehlanzeige! Aber wer, außer Gott kann den die Schöpfung erhalten oder vernichten? Niemand. Zudem: Der Planet Erde ist nur ein winziger Teil der Schöpfung Gottes: Die ganze Milchstraße, ja alle Galaxien sind Gottes Schöpfung. Und das soll der Mensch zerstören können? Es ist reine Hybris, sich so zum Negativen hin maßlos überzuschätzen und zum Positiven ebenso   zu überschätzen: Nur Gott kann die Schöpfung und all Teile der Schöpfung bewahren.

Dienstag, 3. September 2019

Kulturmarxismus

Kulturmarxismus?

Wer in der "Freien Welt" diesen Begriff in das Suchfeld eingibt, wird auf viele sehr lesenswerte Artikel verwiesen; auch anderen Ortes, etwa auf "Gegenstrom" findet sich dieser Begriff. Aber er bereitet doch, wird dieser Begriff nicht einfach als polemische Formel verstanden, ernsthafte Probleme. Vladimir Palko erfaßt den Wandel der Linken nach der Implosion des real existierenden Sozialismus treffend in seinem Buch:  " Die Löwen kommen: Warum Europa und Amerika auf eine neue Tyrannei zusteuern". Die Kernthese lautet, daß die Linke auf das marxistiche Projekt der Überwindung des Kapitalismus seit 1989 verzichtet, um sich der Revolutionierung, sprich der Überwindung der bürgerlichen Kultur zu widmen. Abtreibung, Frauenemanzipation, die Förderung der Homosexualität, die Abschaffung der Ordnung der Familie ersetzen so den einstig propagierten Klassenkampf, das Ideal der multikultivierten und multiethnisierten Gesellschaft tritt so an die Stelle des einstigen Zieles der klassenlosen Gesellschaft. (Es fällt ad hoc ins Auge, daß das auch die politischen Ziele des Zeitgeistchrisentumes sind- sind die so alle zu Kulturmarxisten geworden?)
Nun ist aber es offensichtlich, daß der Grundsatz der marxistischen Theorie die Unterscheidung von "Basis" und "Überbau" ist, daß die gesellschaflichen Produktionsverhältnisse das Wesentliche jeder Gesellschaft ausmachen und daß der "Überbau" als letztlich durch die Basis Bestimmtes nur zu begreifen ist. Als revolutionäre Politik könne deshalb nur eine solche angesehen werden, die die gesellschaftlichen Produktionsverhältnisse verändern wolle, also den Kapitalismus abschaffen. Dagegen beschränke sich die bürgerliche Reformpolitik auf Reformen des Überbaues, so auch der Kultur und könne so keine wirklichen Verbesserungen der Verhältnisse bewirken.
Der Begriff des Kulturmarxismus widerspricht sich so selbst. Denn es ist eine antimarxistische Vorstellung, den Kapitalismus Kapitalismus sein lassen zu wollen, um nur noch die bürgerliche Kultur überwinden zu wollen. 
Liegt es da nicht näher, von nichtmarxistischen Linken zu sprechen? Denn alle Grundsätze des Marxismus haben ja diese Kulturmarxisten ad acta gelegt. Dugins: "Die vierte politische Theorie" könnte hier zu  mehr Klarheit verhelfen. Der Weltanschauungskampf zwischen Sozialismus/Kommunismus, Faschismus/Nationalsozialismus habe 1989f zum Endsieg des Liberalismus geführt. Diese Ideologie sei nun die alle Diskurse beherrschende. (Die vierte politische Theorie soll nun die Alternative zum Liberalismus , aber keine Wiederholung der beiden besiegten Ideologien sein.) 
Ist der Kulturmarxismus so nicht eher eine linksliberale Variante der vorherrschenden liberalen Ideologie? Sind nicht alle Vorhaben des Kulturmarxismus nur radicale Formen der Emanzipation des Individuumes aus jeder verbindlichen Ordnung? Ist nicht auch die Überwindung der bürgerlichen Kultur nur die Emanzipaton des homo oeconomicus aus allen kulturellen Ordnungen und Bindungen, damit er nur noch als homo oeconomicus lebt? Die Kultur wird dabei zu einem Meer von der Kulturindustrie erstellten Proukten zum freien Konsum.Der durch den Nationalstaat regulierte Arbeits- und Warenmarkt soll dann eben dereguliert werden, indem der Naionalstaat abgeschafft wird, sodaß jeder überall auch sich als Ware Arbeitskraft anbieten kann: der universalisierte Arbeitsmarkt- Multikulti. Genau diese Erkenntnis ließ ja Jürgen Elsässer seinen Abschied  von der Linken nehmen: Der Nationalstaat und die Globalisierung. Moeller van den Bruck Votum: Am Liberalismus gehen die Völker zu Grunde! könnte so sich gerade als Wahrheit erweisen, indem nun vermeintliche Kulturmarxisten den Untergang der Völker mit ihren Eigenkulturen einleiten, ganz liberal.    
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