Samstag, 20. Juli 2019

Trumps Rassismus- oder darf man noch an die Herkunftsbestimmtheit von Menschen glauben?

Daß der Amerikanische Präsident Trump ein Rassist, das weiß jeder Gutmensch,denn jeder Nicht-Gutmensch ist ja ein Rassist. Jetzt empört sich die ganze Gutwelt über ihn? Was hat der Präsident denn nun so Schreckliches geschrieben? Er schrieb:  
 „So interessant zu sehen, wie progressive demokratische Kongress-Frauen, die ursprünglich aus Ländern kommen, deren Regierungen eine komplette und totale Katastrophe und die schlimmsten, korruptesten und unfähigsten irgendwo auf der Welt sind, jetzt lautstark und bösartig den Menschen in den USA, der größten und mächtigsten Nation auf Erden, sagen, wie unsere Regierung geführt werden soll.“  Und dann fügte er noch hinzu:
„Warum gehen sie nicht zurück und helfen, die total zerbrochenen und von Kriminalität verseuchten Orte zu reparieren, aus denen sie gekommen sind. Und danach können sie ja zurückkommen und uns zeigen, wie es geht.“ (zitiert nach Berliner Morgenpost 16.7.2019)
Hinter dieser polemischen Aussage steckt ein einfacher Gedanke: der der Herkunftbestimmtheit des Menschen. Das Woher meiner Existenz ist auch eine Verpflichtung für dies Woher. Ein politischer Engagierter sollte sich so für seine Heimat einsetzen und er praktiziert das auch so. Trumps Kritik kann deshalb so erfaßt werden: Weil diese Kongreßfrauen nicht ihre Heimat in den USA haben, engagieren sie sich auch nicht für die USA, sondern sie betreiben da eine Politik für ihre Heimat bzw für ihre Volksangehörigen, die ebenso wie sie fern der Heimat in den USA lebend nicht integriert sind in die
Erinnern wir uns an Joseph, den nach Ägypten verschleppten Israeliten, der dann in Ägypten eine außergewöhnliche Karriere machte. Als seine Landsleute ob der Hungersnot im eigenen Lande nach Ägypten sich wandten, um dort dann zu leben, agierte da Joseph als ägyptischter Staatsdiener oder mehr als Volksgenosse, der seinen Landsleuten helfen wollte? Ist die Geschichte Josephs in Ägypten nicht ein beredtes Beispiel für die Wahrheit: Blut ist dicker als Wasser?
Nehmen wir etwas weniger Spektakuläres: Ein Bürgermeister hat über einen Baugenehmigungsantrag zu entscheiden und der Antragsteller ist sein Bruder. Wird er da nicht wegen einer möglichen Befangenheit nicht an der Entscheidung über diesen Bauantrag mitabstimmen? Kann jemand Richter in einem Mordprozeß sein, wenn der Angeklagte mit ihm eng verwandt ist, etwa der eigene Sohn? Es gibt Befangenheiten, resultierend aus Verwandtschaftsverhältnissen, die eine sachgemäße Ausübung eines Amtes in Frage stellen. 
Ist nun jeder, der mutmaßt, daß Joseph in Ägypten mehr das Volkswohl seines Volkes im Auge hatte als das des ägyptischen Volkes ein Rassist, weil er an die Herkunftsbestimmtheit der Menschen glaubt? Oder ist der, dem das Wohlergehen  der Angehörigen seines Volkes wichtiger ist als die Wohlfahrt des Volkes, in dem er nun lebt, ein Rassist? 
Ist es denn unmoralisch, Mitmenschen an ihre Verpflichtung für ihre eigene Heimat zu erinnern und den Verdacht zu hegen, daß sie, nun in der Fremde lebend, nicht so sehr das Wohl ihres Gastlandes als das ihrer Volksgenossen in der Fremde im Auge haben?  Einfacher gesagt, daß Afrikanern mit  einem amerikanischen Paß ausgestattet Afrika und die in den USA lebenden Afrikaner näher stehen als die Amerikaner, so wie ein Richter, wenn der Angeklagte sein eigener Sohn ist, eben auch aller Wahrscheinlichkeit befangen nicht objektiv richten wird?  
Ein pures Märchen ist ja die Erzählung von den USA als einem Schmelztiegel der Völker, daß aus Menschen aller Nationen da Amerikaner wurden, daß sie umgeschmolzen wurden zu Amerikanern. Sie blieben, was sie waren ob ihrer Herkunft. So entstand angesichts dieser Realität der Multiethnizität die Ideologie des Multikulturalismus in Amerika, als die angelsächsische Kultur in den USA ihre Vormachtstellung zu verlieren begann und die anderen Ehnien in den USA ihre Gleichberechtigung verlangten. Die USA sind durch den Vorrang der in der englischen Kultur ursprünglich Beheimateten und nach dem Sieg über die Südstaaten mit ihrer Kultur zur neuen Heimat  der angelsächsischen Kultur geworden, für die die Nichtangelsächsischen immer Fremde der USA blieben. Sie sind in den Augen des angelsächsischen Amerikaners Nichtamerikaner, da diese von ihrer Ursprungsheimat Bestimmte geblieben sind. Und als solche spricht diese der Amerikanische Präsident an. Aber das ist für einen Gutmenschen Rassismus!   

Merke: Wir sind und bleiben immer Kinder unserer Eltern und so Glieder des Volkes unserer Eltern.    

Wir werden immer weniger- die Kirche lehrt sich aber ist doch mit sich zufrieden

Im Jahr 2018 haben 216.078 Gläubige vor den staatlichen Behörden ihren Austritt erklärt, teilte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Freitag in Bonn mit. Gegenüber zum Vorjahr (2017:167.504) stiegen die Kirchenaustritte um nahezu 29 Prozent an. 
Aber auch Tröstliches weiß katholisch de zu vermelden: Stabil blieben die  Zahl der Taufen,Erstkommunionen,Firmungen und Bestattungen. Der Kirchenbesuch ging nur gering zurück, von 9,8 auf 9,3 Prozent. Katholisch de am 19.7.2019: "Zahl der Kirchenaustritte dramatisch angestiegen"
Für den aufmerksamen Leser dieser quasi offiziellen Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz sind die Ursachen dieser Entwickelung offensichtlich: Vordergründig.die Mißbräuchsfälle, aber die wahren Ursachen sind das Festhalten am Priesterzölibat, daß Frauen nicht Diakone, Priester und Bischöfe werden können, die nicht mehr zeitgemäße Sexualmorallehre der Kirche und daß sie noch nicht demokratisiert worden sei.
Aber es gäbe Hoffnungszeichen: "Initiativen wie "Maria 2.0" zeigten, "dass die Menschen sich Veränderungen in der Kirche wünschen". Diese Kritik werde der im Frühjahr 2020 beginnende "synodale Weg" aufgreifen, versprach der DBK-Sekretär. " 
Also, die Katholische Kirche müsse sich verprotestantisieren, je mehr Katholisches sie auflöst, desto mehr würden die Menschen zu ihr zurück finden.
Aber was lesen wir dann? Aber auch die evangelische Kirche verliert immer mehr Mitglieder. 2018 gab es rund 220.000 Austritte und damit 11,6 Prozent mehr als 2017. Kath net am 19.7.2019.In der evangelischen "Kirche" existieren doch all diese Mißstände der Katholischen Kirche nicht, ja da ist man doch noch progressiver als die Modernisten der Katholischen Kirche es einfordern!
Trotzdem wird auf Katholisch de unverdrossen an dem Alt68er Deformprogramm festgehalten:
"Es bleibt nichts anderes übrig als zu hoffen, dass die Bischöfe den Warnschuss dieses Mal endlich gehört haben: Sie müssen jetzt die Zügel in die Hand nehmen und schnell und sichtbar etwas ändern – sei es beim Zölibat oder bei der Rolle der Frauen."Katholisch de am 19.7.2019: "Kirchenaustritte 2018: Der letzte Warnschuss".
Trotzdem, der ganz und gar unaufgeregte Tonfall der bischöflichen Stellungnahmen fällt doch auf: Es klingt wie routinemäßig abgespieltes Betroffenheitsgerede. Die wirklich für die Kirchenleitungen relevanten Zahlen fehlen hier nämlich, die des Kirchensteueraufkommens. Was spricht auch gegen Kirchensteuerzahler, wenn sie die Dienstleistungen der Kirche nicht mehr in Anspruch nehmen, solange sie zahlen! 





Freitag, 19. Juli 2019

Zur Amazonassynode Eine Kritik einer überschäumenden Technikkritik


Das Axiom der platonischen wie die christlichen Ontologie sei der Kernsatz:"Alles Seiende ist gut". So urteilt wenigstens Sloterdijk (Sloterdijk, Heinrichs: Die Sonne und der Tod.Dialogische Untersuchungen, 2001, S.133.) Nun kritisierte die Gnosis dies Axiom schon und sprach von einem zweitklassigen Schöpfer, einem Demiurgen. Das ermöglichte nun die Vorstellung, daß, da das Seiende "aus der Hand eines Pfuschgottes" hervorgegangen sei, diese Schöpfung durch den Menschen zu optimieren sei. "In der Folge sind die Gedanken der frühen Europäer in bezug auf den ersten Macher gespalten in solche, die gutkatholisch die Optimalität der Schöpfung verteidigen, weswegen Eingriffe in die genetischen Tiefenstrukturen nicht in Frage kommen, und solche,die kritisch gegen das Seine meinen, daß die Schöpfung ein Ergbnis aus unzureichendem Können, also punktuell oder generell mißlungen ist." (S.133). Daraus ergäbe sich dann die Legitimität von Optimierungskonzepten. 
Das klingt beeindruckend, evoziert aber doch viele Anfragen. Versteht die Moderne die Natur wirklich in irgendeinem gnostischen Sinne als Hervorbringung eines schwachen Schöpfergottes, sodaß nun dessen Werk von uns Menschen zu optimieren sei? Meint der Begriff der Natur nicht im modernen Sinne einen noch nicht bearbeiteten Rohstoff, der zu etwas Wertollem erst durch die menschliche Arbeit wird? Wendete man ein, daß auch der Rohstoff im Verarbeitungprozeß einen Wert habe, (den Kaufpreis), dann resultiert ja auch der allein aus den Kosten seiner Bereitstellung als Rohstoff  für die Weiterverarbeitung, daß eben Bäume gefällt werden müssen, damit dann Holz als ein natürlicher Rohstoff für eine Weiterverarbeitung zur Verfügung stehen kann.
Was wird dann unter dem Gutsein des Seienden verstanden? Veranschaulichen wir uns das an einem simplen Beispiel. Ist ein Kaninchen ein gut Seiendes, sodaß seine Verarbeitung zu einem wohlschmeckenden Kaninchenbraten eine Verleugnung des Gutseins des Kaninchens ist? Oder besteht das Gutsein der Schöpfung gerade darin, daß es in ihr Tiere gibt, die dank menschlicher Zubereitungskunst in wohlschmeckende Speisen verwandelt werden können?
Bedenken wir daraufhin die Zentralaussage zur Stellung des Menschen in der von Gott gut geschaffenen Welt. Gott sagte: "Crescite et multiplicamini, et replete terram, et subjicite eam, et dominamini". (1.Mose 1,28) (= Seid fruchtbar und mehret euch, und erfüllet die Erde, und machet sie euch unterthan, und seid Herr über sie, Übersetzung Augustin Arndt SJ, Die Heilige Schrift, Vulgata 1903. Wie paßt das Gutsein der Schöpfung, des Seienden mit dem göttlichen Auftrage zusammen, dies gut Seiende sich zu unterwerfen und zu dominieren?  (In dem Vorbereitungsdokument der Amazonassynode wird dagegen diese göttliche Beauftragung des Menschen zur Beherrschung der Natur perhorresziert und so zurückgewiesen , damit der Mensch primär nur noch ein contemplativ die Natur in ihrem Gutsein Betrachtender sein darf!) 
Ein einfaches Beispiel gibt uns dafür eine Antwort: Ein Bube spielt mit Bausteinen. Schauen wir diesem kindlichen Architekten und Bauleiter zu, sehen wir, wie er mehr oder weniger geschickt aus den Bausteinen etwas erbaut, Türme, Häuser, Schlösser oder...Die Qualität der Bausteine ist ihre Potentialität, daß der Bub ganz Verschiedenes aus ihnen erbauen kann. Das Gutsein ist die Nützlichkeit für diesen Nachwuchsbaumeister, Gutes durch das Gute hervorbringen zu können. 
Nun tritt der Mensch auf dieser Bühne in zweifacher Weise auf, a) als Gegenüber zur Natur, das ist die Seinsqualität, die durch die Amazonassynode verdrängt werden soll  mit ihren pantheistischen Tendenzen, den Menschen in die Natur zu integrieren- also sein seelische Qualität zu verneinen  und b) als Teil der Natur, daß er als Leib zur Natur gehört. Nur als Seele ist er ein Gegenüber zur Natur. Das bedeutet nun, daß das Beherrschen und Dominieren sich auch auf den menschlichen Leib bezieht. Das fängt im Kleinen an, daß Frauen sich ihre Haare färben, um schöner auszusehen, geht bis zur Implantation von künstlichen Herzen, wenn das natürliche nicht mehr funktioniert und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis daß Eingriffe in die genetischen Tiefenstrukturen ein Routineeingriff sein werden. 
Zwei Momente sind dabei zu distinguiren: daß Menschen mit ihrer natürlichen Schönheit etwa unzufrieden, sich ästhetisch optimieren oder ob erkrankte Teile des meschichen Körpers durch künstliche Implantate ersetzt werden, damit die Funktionalität des menschlichen Körpers erhalten bleibt. So ist es gut vorstellbar, daß in der Zukunft Menschen, statt in Rollstühlen sich zu bewegen. mit künstlichen Beinen selbst wieder laufen können oder Blinde durch künstliche Augen sehen können werden. Es gibt hier prinzipiell keine Grenzen, außer denen des aktuell technisch Möglichen.Aber diese Grenzen verschieben sich. Jesus Christus entgrenzte die natürlichen Möglichkeiten der Heilung gar so sehr,  daß er gar durch Wunder Tote revitalisierte aus Liebe zu Menschen.  
Also: Durch eine Beherrschung des Körpers durch Techniken kann einerseits Defekte des menschlichen Körpers behoben werden, sodaß das natürlich Mögliche wieder vom Körper gekonnt wird, etwa das ein Erblindeter durch künstliche Augen wieder sehen kann oder aber andererseits, daß ein natürliches Vermögen durch künstliche Implantate optimiert werden kann. Es ist eine selbstverständliche Praxis, daß Objekte, die mittels der natürlichen Sehkraft nicht gesehen werden können, durch ein Mikroskop betrachtet werden, es riefe aber Empörung hervor,ließe sich ein Mensch seine Augen so optimieren, daß er, wenn er will, mit ihnen auch wie durch ein Mikroskop sehen könnte. Hier würde die Technik dem Menschen zu intim, könnte geurteilt werden- aber warum ist dann eine Installation eines Herzschrittmachers legitim, ist doch das Herz das Zentrum des Gefühlslebens des Menschen, war es zumindest, bis es in den Bauch verlegt worden ist: Bauchgefühle?
Oder sollte geurteilt werden, daß der Mensch eben natürlich zu leben habe, daß ihm seine Natur auch die  von Gott gesetzten Grenzen bilde. Der Mythos vom abstürzenden Ikarus bejaht das: Der hybrische Versuch des Menschen, wie ein Vogel fliegen zu wollen, sich so über die Grenzen seines Menschseins zu erheben, endet mit seinem Absturz. Aber das ist kein christlicher Mythos. Der Gott der Schöpfung sagt zum Menschen: Unterwerfe dir die Erde! und das realisiert er auch, indem er nun schneller und gewandter zu fliegen erlernt hat durch seine Flugzeuge. 
Die Welt, in die Gott den Menschen eingesetzt hat, ist deshalb gerade deshab eine  gute Welt, weil er sie optimieren kann, wie ein Bub aus einem Haufen von Bausteinen Häuser und Türme und was auch noch erbauen kann: Je vielfältiger das Baumaterial ist, desto besser ist es für das Kind.  
Aber von dieser Stellung des Menschen in der Natur will die Amazonassynode wohl nichts mehr wissen,  ganz naiv in neoromantischen Natur- und Edelindianerbetrachtungen  schwelgend. Der natürliche Edelindianer (vgl Karl May) fungiert dabei als Antithese zum durch Gott zur Naturbeherrschung berufenen Menschen der christlichen Kultur.            

Mittwoch, 17. Juli 2019

Was ist eine Haßrede?- jetzt wissen wir es!

Die Nachricht lautete: „Lasst uns niemals annehmen, dass unser Leben ohne Sünde sein wird, wenn wir ein gutes Leben führen; unser Leben soll nur gelobt werden, wenn wir ständig um Vergebung bitten. Die Menschen aber sind Verzweifelte und je weniger sie auf ihre eigenen Sünden schauen um so mehr interessieren sie sich für die Sünden anderer. Sie wollen kritisieren, nicht korrigieren. Unfähig, selbst um Verzeihung zu bitten, sind sie bereit, andere anzuklagen.“ (Sermo 19,2)  Kath net am 17.7.2019

Dies löschte Facebook als Haßrede!  Und wer wurde da zitiert? Der hl. Augustin. Die Zensur läßt eben nur noch 100 prozentig politisch Korrektes zu. Seit dem Zerfall der DDR, mitverursacht durch die in der DDR empfangbaren Westmedien weiß eben jede Regierung, daß unzensierte Medien eine Gefahr für eine Regierung bilden. Darum heißt jetzt die Parole nicht nur in der Türkei: Mehr Zensur!

Die neue Theologie der Kirche des "synodalen Weges" und der "Amazonassynode"- ein Fallbeispiel

Die neue  Kirche, die nun durch den synodalen Weg und die Amazonassynode hervorgebracht werden soll, wenn es nach den Initiatoren dieser beiden Vorhaben geht und Gott seine Kirche nicht doch noch vor ihrem Untergang bewahren will, beinhaltet auch eine neue Art des Theologisierens. Die neue Art präsentiert der Dogmatiker Bründl in einem Intervew mit katholisch de (14.7.2019, dem quasi offiziellen Organ der Deutschen Bischofskonferenz. Den  Anlaß,diese neue Art vorzuführen, bildet das bedauerliche Faktum, daß Past Franzisus so oft vom Teufel spricht.
So wird die Destruktion der Satanologie und damit der Predigt vom Teufel eingleitet:    
" Frage: Herr Bründl, Papst Franziskus redet oft über den Teufel, für manche Theologen zu oft. Wenn Sie an ihre Studenten oder die Gläubigen in den Gemeinden denken: Welche Rolle spielt der Teufel in deren Glaubensleben?"
Zu beachten ist,daß nicht gefragt wird, welche Bedeutung dem Teufel in der Lehre der Kirche vorkommt und wie diese Lehre durch das Zeugnis der hl. Schrift und der Tradition fundiert ist, sondern es wird danach gefragt, welche Rolle die Teufelsvorstellung heutzutage noch spielt.Diese Arrt des Herangehens an die Lehre vom Teufel ist hier nun nicht zufällig gewählt: Nicht mehr die hl. Schrift und die Tradition, schon gar nicht das Lehramt, sondern das, was jetzt geglaubt wird, bildet die Norm für die heutige Verkündigung und somit der Satanalogie.   
Es folgt die zu erwartende Antwort:
"Bründl: Gar keine, in der Regel. Als handlungsbestimmendes Moment hat der Teufel heute keine Aussagekraft." Dann muß aber eingeräumt werden: "Für einige Menschen ist er aber bisweilen noch eine angstbesetzte Figur," unter diese Gruppe fällt dann wohl der Papst und die ganze vorkonziliare Kirche, die stets den Satan als den Feind des Menschen und der Kirche thematisiert hat.Aber: " demgegenüber "das ist doch Schmarrn" eine gesunde Reaktion ist." Und da hat sich der Sohn Gottes noch eingebildet, vom Satan versucht zu werden, statt ganz aufklärerisch bayrisch ihm zu respondieren: "Du bist doch ein Schmarrn!" Also: "Dich gibt es gar nicht!" 
Woher weiß dieser Dogmatiker, daß es den Satan nicht gibt? Ganz einfach, weil die meisten heutigen Christen nicht mehr an ihn glauben. Die Wahrheit ist eben demokratisch: Was die Mehrheit nicht mehr glaubt, ist nicht mehr wahr, weil sie es nicht mehr glaubt.
"Frage: Welche Konsequenz hat es, dass der Teufel im Glaubensleben nicht mehr vorkommt?
Bründl: Es bedeutet einen rationaleren Umgang mit Schuld, der nach Zurechnung fragt. Es ist ein großer Vorteil, wenn man erkennt, dass man selbst Schuld trägt und nicht von einem bösen Geist – oder eben dem Teufel – zu etwas veranlasst wurde." Hier offenbart dieser modernistische Dogmatiker eine frappierende Unkenntnis der Satanologie, denn nie hat die Kirche gelehrt, daß der Mensch so vom Teufel zum Sündigen verführt wird, daß er der Versuchung nicht widerstehen könnend so exculpiert wäre: Für meine Sünde bin ich nicht verantwortlich.
Aber für diesen Dogmatiker ist diese kirchliche Lehre nur ein "Teufes-Aberglaube", der durch eine weltimmanente Erklärung des Bösen in der Welt zu überwinden ist. Und warum ist alles Böse in der Welt weltimmanent erklärbar? Weil die Mehrheit der Gläubigen den Teufel als Urheber des Bösen nicht mehr akzeptiert und die wissenschaftliche Theologie diesen Kundenwunsch zu respektieren hat. Die Serviveorientierung ist eben das Grundgesetz dieser zeitgenössischen Theologie.

Aufschlußreich für die Theologie der "neuen" Kirche ist auch das Interview, das Gloria TV am 17.9.2016 auszugsweise wiedergibt unter der irreführenden Überschrift: "Dogmatiker windet sich um die Hölle" Denn da sagt dieser Theologe klar aus, daß es keine gäbe, weil alle Menschen gerettet werden, nur die Täter anders als die Opfer. Die Sünder (Täter) würden durch das Gericht Gottes heil gemacht, sodaß sie so auch wie alle anderen gerettet werden werden. Da er so die Allversöhnung lehrt, verwirft er auch die Fürbitte für Verstorbene, denn die bedürfen keiner Fürbitte, weil ja alle gerettet werden.
Früge man diesen Theologen nun, woher er das wüsse, gegen das Zeugnis der hl. Schrift und der Lehre der Kirche, dann könnte er nur respondieren: Er könne doch nichts als wahr lehren, was der moderne Mensch nicht hören will. Denn die Theologie ist eben auch nur eine besondere Hervorbringung für die Unterhaltungsindustrie, für die Kirche als Freizeitangebotsanbieter.  





Dienstag, 16. Juli 2019

„Seenotrettung im Mittelmeer: nicht Seenotrettung, sondern Migration“

"Bild-Redakteur Ralf Schuler: „Die Herbeiführung lebensgefährlicher Notlagen“ sei „zentraler Bestandteil der Einreiseerzwingung“. Zitiert nach kath net am 16.7.2019. Klarer kann dies Phänomen der "Seenotrettung im Mittelmeer" nicht erfaßt werden. Genau genommen wird die "Seenot" simuliert, damit dann ein Gutmenschschiff die absichtlich in Seenot Geratenen aufnimmt und nicht etwa, wie es bei einem realen Seenotfall der Fall wäre, in den nächstgelegenden Hafen zu bringen, damit dort die Seenotopfer versorgt werden können, sondern das Schiff überquert dann das ganze Mittelmeer, um die "Seenotopfer" dahin zu bringen, wohin sie wollen, nach Europa, hoffend auf ein gutes Leben da. 
Normalerweise würde dem Schiff mit seinen illegal einreisen Wollenden es nicht erlaubt, ihre Passagiere an Land gehen zu lassen. Nun wird aber die simulierte Seenot ins Spiel gebracht: Der europäische Hafen dürfe Seenotopfern die Landung nicht erwehren. Je länger nun das Schiff mit seinen Seenotfällen vor der Einfahrt des europäischen Hafens weilt und je mehr sich so die Lage der "Seenotopfer" verschlechtert, weil sie nicht angemessen versorgt werden, wie diés nur am Lande geschehen könne, umso mehr wüten die politisch korrekten Medien und die Gutmensch-organisationen gegen diese Unmenschlichkeit, bis daß dann ein Hafen ihnen erlaubt, ihre Senotpassagiere an Land gehen zu lassen. 
Da stellen sie dann ihre Asylanträge und Europa kann sie nicht mehr zurückschicken, da sie im Regelfall alle Ausweisdokumente vernichtet haben, damit nicht festgestellt werden kann, von woher sie kommen, um eine Abschiebung, ihre Repatriierung zu verhindern. 
Ein perfektes Zusammenspiel zwischen den Schlepperorganisationen, den Gutmenschschiffen  und den politisch korrekten Medien produziert so diese "Seenotrettung", die nichts anderes ist, als ein erfolgreiches Konzept zur Durchführung von illegalen Einwanderungen. Die Auflösung Europas durch das Projekt der Multiethnisierung bildet dabei den Hintergrund für diese Art von "Seenotrettung".
Kath net meldet dazu: "Rom (kath.net/KAP) Die katholische Kirche Italiens will eine mit Papst Franziskus abgestimmte Mittelmeer-Initiative zu den Themen Migration und Frieden starten". 16.7.2019. Die Katholische Kirche will eben bei diesem Auflösungskonzept selbst eine Führungsrolle einnehmen unter Anleitung von Papst Franziskus. Diese Aktivität gehört eben konstitutiv zum Umformungswillen der Kirche zu einer links-humanitaristischen NGO dazu, auch wenn so die Islamisierung Europas mit vorangetrieben wird.  Der Papst hat ja selbst sein Konzept der Multiethnisierung und Auflösung der Ordnung der Völker zu einer globalisierten Einheitswelt so zusammengefaßt:
BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS
ZUM 104. WELTTAG DES MIGRANTEN UND FLÜCHTLINGS 2018

[14. Januar 2018]
„Die Migranten und Flüchtlinge aufnehmen,
beschützen, fördern und integrieren“
 

Eine nicht oberflächlich bleiben wollende Betrachtung dieses Phänomänes verlangt aber nach einer schlüssigen Theorie der Dekadenz, des Erschlaffens des eigenen Lebenswillens, die Europa und seine Völker nun dazu bringt, sich selbst aufgeben zu wollen  und Fremden das Eigene als Erbe zu überlassen.

Corollarium 1

Schon 1989 erfaßten Antideutsche ein  politisches Konzept, daß die Parole: "Nie wieder Faschismus- nie wieder Deutschland" in ein politisches Projekt umsetzte. "Linke Utopie könne angesichts dieser Perspektive nur in der Zerstörung des deutschen Staates und  seiner Ersetzung durch einen Vielvölkerstaat sowie der Auflösung des deutschen Volkes in eine multikulturelle Gesellschaft liegen." M.Steffen, Geschichten vom Trüffelschwein. Politik und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971 bis 1991, 2002, S.325.

Die Selbstbejahung ist keine Selbstverständlichkeit für den Menschen. Er kann sich als Mensch auch verneinen oder als bestimmter Mensch verneinen. "Ich bin als Mann geboren, will aber eine Frau sein- ich bin als Deutscher geboren, will aber kein Deutscher sein. Die treibende Kraft der Gutmenschen Deutschlands ist es eben, daß sie keine Deutsche mehr sein wollen, das Deutsche ablehnen und seinen Untergang ersehnen. Die Aufnahme unbegrenzter Flüchlingsströme ist so nur ein Mittel für das Ziel der Auflösung unseres Volkes.  Dies Gutmenschentum ist nicht etwas Gesinnungsethisches, (vgl dazu die Unterscheidung von der Gesinnungsethik von der Verantwortungsethik nach Max Weber) sondern ein Produkt der Selbstverneinung und nur erklärbar aus einer Besonderheit des Deutschen Charakters, das Fremde mehr zu lieben als das Eigene, nur daß diese Tradition nun zum Willen zur Selbstnegation gesteigert wird. Den Hintergrund dafür bildet die "Vergangenheitsbewältigung" mit der Lehre, daß der Deutsche das Grundübel sei.    

Montag, 15. Juli 2019

Die neue Kirche- die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern, soll kommen!

Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern: Da man mit der Katholischen Kirche, so wie sie heute ist, trotz des großen Modernisierungsschubes mit dem 2.Vaticanum nicht mehr ankommt, muß eine neue Kirche her. Der synodale Weg in Deutschland und die Amazonassynode sollen so den Aufbruch zur neuen Kirche markieren. Die Drohbotschaften ertönen nun: Nichts wird so bleiben, wie es war. Nun schien Papst Franziskus den progressiven Kurs der Deutschen Bischofskonferenz etwas bremsen zu wollen, aber der Bremsbrief fiel nun eigentümlich unklar aus. 
Katholisch info präsentiert dazu eine bedekenswerte These. Unter der Überschrift: Hat Kardinal Marx die Kontrolle über Papst Franziskus?(13.7.2019) steht geschrieben:

Zum Hintergrund, warum der Brief so zweideutig formuliert ist, beruft sich Hickson auf „glaubwürdige Quellen“. Der päpstliche Brief ist demnach an der Römischen Kurie gereift, weil „einige Mitglieder der Kurie“ der Überzeugung sind, daß die Kirche in Deutschland in ihren „Reformen“ bereits zu weit gegangen ist. Sie drängten den Papst, mit einem Schreiben Einhalt zu gebieten. „Im Verlauf seiner Bearbeitung sei der Brief aber verwässert worden“, so Hickson. Sie schreibt dazu:

„Als Kardinal Marx von Papst Franziskus erfuhr, daß der Brief geschrieben wurde, und daß ‚viele besorgte Kardinäle und Präfekten einen klaren Brief angefordert hatten‘, verlangte Marx, den Briefentwurf vor seiner offiziellen Versendung nach Deutschland zu lesen. Marx soll ‚wütend‘ gewesen sein und sich ‚gerühmt‘ haben, weil er den Brief in wesentlichen Punkten ‚aufgeweicht‘ hat.“
Daß diese Meldung Kardinal Marx dementieren ließ, verwundert nicht, aber das besagt nicht, daß es sich nicht so ereignet hat. Bedenkt man, daß Rom wohl das meiste Geld von der Deutschen Kirche bekommt, ist es gut vorstellbar, daß dem Papst klar gemacht wurde, daß jetzt diese Deformen der Kirche nötig sind, damit fernherhin so viel Geld aus Deutschland zum Vatican fließen wird.

Eine "neue" Katholische Kirche droht uns so und es scheint, daß gerade Deutsche Bischöfe im Bunde mit dem Laien-ZK und dessen progressiven Kräfte die treibende Kraft dieses Projektes einer neuen Kirche sind. ((Vgl dazu den Kath info Artikel vom 13.7. 2019) Die "neue" soll den "Bruch" des 2.Vaticanumes mit der traditionellen Kirche, so die liberale Deutung dieses Reformkonziles, vorantreiben, ja eine modern zeitgemäße sein.
Da stören eben die bisherigen normativen Quellen, die hl. Schrift, die Tradition und das Lehramt und so sollen die entwertet werden durch die These, daß die Wirklichkeit, so wie die Menschen eben realiter leben, auch eine normative Quelle für die Kirche zu sein hat. Wenn die Mehrheit der heutigen Katholiken eben verheiratete Priester und Frauen als Diakone sehen wollen, dann hat die Kirchenleitung dem nachzugeben. Denn es gilt die Gleichung: Vox populi=vox dei!
Die neue Kirche soll so eine der Kundenorientierung sein und zugleich soll sie eine sein, die sich gut mit den Mächtigen und Einflußreichen der Welt gut steht.So muß eben auf die mächtige Stimme der Homosexlobby gehört werden, aber auch der einflußreichen  Klimakatastrohenhysterie soll sie Rechnung tragen. Das darf natürlich nicht mit einem popularistischen Trend verwechselt werden, denn um bei den Eurokraten beliebt zu bleiben, wird jeder oppositionelle Popularismus, der rechte also verurteilt, aber auch nur dieser.
Und theologisch? Das Schlimmste an Papst Benedikt XVI. war ja, daß er ein Theologenpapst war. Die Theologie als normative Größe  aber hindert die Kirche daran, konsequent nachfrageorintiert sich zu gestalten, daß eben die Demoskopie die dogmatische Theologie in ihrer normativen Funktion zu ersetzen hat. Faktisch soll so die Verprotestantisierung der Kirche das Wort geredet werden, weil nur so sie noch eine Chance hätte, bei den modernen Menschen anzukommen. Nun meldet Kath net aber zur selben Zeit (am 13.7.2019):
"Der Gottesdienstbesuch in den evangelischen Landeskirchen in Deutschland wird immer weniger besucht und hat einen neuen Tiefststand erreicht. 2017 gingen durchschnittlich nur noch 3,3 Prozent der 21,5 Millionen Mitglieder in die Kirche, das sind nur rund 734.000 Menschen in ganz Deutschland." Gerade der Protestantismus, der so energisch die Verweltlichung vorangerieben hat, steht ja nun vor immer leerer werdenden Kirchen und dem Verlust der Lebensrelevanz des Protestantischen. Versagt hier etwa das Projekt der Kundenorientierung?
Eines ist aber sicher: Die "neue" Kirche des synodalen Weges und der Amazonassynode soll die einer konsequenten Kundenausrichtung sein. Nur, daß die Vermutung sich aufdrängt, daß sie so noch schneller, als jetzt schon ihrem selbstproduzierten Untergang entgegenmarschiert.
Könnte evtl die Lust am eigenen Untergang die treibende Kraft dieses Destruktionsprogrammes der Kirche sein, wie ja auch der Wille der Gutmenschen, unbegrenzt viele "Flüchtlinge" aufzunehmen, ihnen Asyl zu gewähren, sich aus der Lust der Selbstnegation speist. Heideggers berühmte Frage seiner Rektoratsrede: Wollen wir noch Deutsche sein, das Deutsche Volk sein?, verneinen diese Gutmenschen und vielleicht wollen die Deformer der  Katholischen Kirche auch das Katholischsein so einfach nur negieren und überwinden.   

Aber damit die neue Kirche kommen kann, muß die alte erst liquidiert werden: "Kardinal Müller: Kirche unter Franziskus arbeitet an eigner Auflösung"Katholisch de am 15.7.2019


   

Sonntag, 14. Juli 2019

Kardinal "Marx trauert vermeintlich besseren Zeiten für die Kirche nicht nach " Die neue Kirche zeigt Flagge

"Früher war alles besser? Besonders in der Kirche? Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sieht das nicht so. Die Zeiten, in denen man mit der Hölle gedroht habe, seien Gott sei Dank vorüber."(Katholisch de am 12.7.2019

Früher,das war als ein gewisser Jesus Christus noch verkündigte: "Und fürchtet euch nicht vor denen, welche den Leib tödten, die Seele aber nicht tödten können;sondern fürchtet vielmehr denjenigen, der Seele und Leib in´s Verderben der Hölle stürzen kann." (Math 10,28). Also, der Sohn Gottes mahnt hier uns, Gott zu fürchten, denn er allein kann nur uns als Leib und Seele in die Hölle stürzen, das ist, im Endgericht zur Verdammnis verurteilen. Alle anderen Mächte der Welt können nur unseren Leib töten, also unser endliches Leben verkürzen, Gott aber kann uns das ewige Leben nehmen und uns zum ewigen Existieren in der Hölle verurteilen. Man überfliege mal das Neue Testament, wie häufig da von der Hölle die Rede ist und wie energisch Jesus vor diesem möglichen Ausgang unseres Lebens warnt!  Ein Beispiel für viele. So predigt der Sohn Gottes: "Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reiche alle Ärgernisse sammeln, und jene, die Unrecht thun, und werden sie in den Feuerofen werfen.Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein." (Math 13,41f)

So lehrt deshalb der Katholische Katechismus, der auch für diesen Kardinal verbindlich ist:

1034 Jesus spricht öfters von der „Gehenna" des „unauslöschlichen Feuers" [Vgl. Mt 5,22. 29; 13, 42. 50; Mk 9,43-48], die für jene bestimmt ist, die bis zum Ende ihres Lebens sich weigern, zu glauben und sich zu bekehren, und wohin zugleich Seele und Leib ins Verderben geraten können [Vgl. Mt 10,28]. Jesus kündigt in ernsten Worten an, daß er „seine Engel aussenden" wird, die „alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und ... in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt" (Mt 13,41-42), und daß er das Verdammungsurteil sprechen wird: „Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!" (Mt 25,41).


1035 Die Lehre der Kirche sagt, daß es eine Hölle gibt und daß sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, „das ewige Feuer" [Vgl. DS 76; 409; 411; 801; 858; 1002; 1351; 1575; SPF 12]. Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott, in dem allein der Mensch das Leben und das Glück finden kann, für die er erschaffen worden ist und nach denen er sich sehnt.

Aber das hat in der neuen Kirche des Kardinales Marx keinen Platz mehr! Die neue Kirche, die nun durch den synodalen Weg und die Amazonassyonde das Licht der Welt erblicken soll, die kennt nur noch die Furcht vor einer CO2 Klimakatastrophe, die Furcht vor Rechtspopulisten und unver-besserlichen conservativen und traditionalistischen Katholiken. Ihre Heilige ist Greta Turnberg, die ja auch viel zeitgemäßer ist als der Sohn Gottes mit seiner Predigt von der Hölle. Es gibt für die neue Kirche nämlich nur eine Hölle, die zu fürchten ist, die der Klimakatastrophe, die den Leib töten könnte, aber die Seele? Die ist wohl auch schon wegmodernisiert worden.

Kardinal Müller: „Die Amazonassynode ist ein Vorwand, um die Kirche zu verändern, und die Tatsache, daß sie in Rom stattfindet, will den Beginn einer neuen Kirche unterstreichen.“ Mit diesen Worten kritisiert Kardinal Gerhard Müller die bevorstehende Sondersynode über das Amazonas-Tiefland, dessen Agenda dunkle Schatten vorauswirft." Kath info am 12.7.2019. Dieser Kardinal sieht den Beginn einer neuen Kirche. Das Programm der neuen Kirche ist aber nun gar nicht mehr so neu: Das Konzept dieser neuen Kirche hat schon "Wir sind Kirche" ausformuliert, etwa in ihrer Parole: Evangelium statt Drohbotschaft! (vgl dazu mein Buch: Der zensierte Gott). Das ist nun bei Kardinal Marx angekommen! 

 

 

 

  

Samstag, 13. Juli 2019

Eiin „Festival für Meinungsfreiheit und politische Visionen“ Was wird alles ausgeschlossen?

Was ist das Substantielle eines Festivales der Meinungsfreiheit? Es könnte gemeint werden, daß hier jede beliebige Meinung frei geäußert werden kann und daß die Zuhörer auch ihnen nicht genehme Meinungen insoweit tolerieren, daß auch sie da ausgesprochen werden können. Aber wie sah die Realität dieses Festivales der Meinungsfreiheit aus? Die "Junge Freiheit" berichtet das am 12.7.2019: 
„Wer die AfD hören will, soll zu deren Veranstaltung gehen“, sagte der Vorzeige-Sozialdemokrat. Die Leiterin des Veranstaltungsortes – das Museum Burg Linn – hatte Gottschalks Anfrage zunächst zugestimmt. Auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Otto Fricke sagte im Hinblick auf die Situation, er hoffe, daß der AfD-Politiker in Ruhe ausreden könne. Der Bürgermeister machte dem ganzen Redefreiheitsspuk dann aber ein Ende, indem er sein Hausrecht durchsetzte." 
Also, ein liberaler Politiker wollte auch einem AfDler ein Rederecht auf diesem Meinungs-freiheitsfestival zubilligen, befürchtete aber, daß damit die Toleranz zumindest eines Teiles des erwarteten Publikumes überfordert sei, daß sie den AfDler also nicht ausreden lassen werden.Ein Festival der Meinungsfreiheit- das ist heutzutage eine Veranstaltung, auf der abweichende Meinung nicht ausgesprochen werden können, weil zumindest Teile der Zuhörerschaft politisch nicht korrekte Meinungen nicht tolerieren.
Aber dann schritt der SPD-Bürgermeister ein: Er verbot die Meinungsäußrung eines AfD-Politikers. Denn die Meinungfreiheit hat für diesen SPDler seine klaren Grenzen: Keine Meinungsfreiheit für Andersdenkende. Was bleibt denn da von der so gepriesenen Meinungsfreiheit übrig, wenn sie nur für die Meinungen der Bockpartein von der Linken bis zur CDU/CSU gilt, die ja in allen wesentlichen Fragen einer Meinung sind?
Es bedarf keiner prophetischen Begabung, um vorauszusagen,  daß auch auf dem "synodalen Weg", von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Laien-ZK beschlossen genauso ausgegrenzt wird.Denn die Ergebnisse stehen schon fest, bevor dieser Dialog veranstaltet wird und damit er die vordem schon fixierten Ergebnisse auch hervorbringt, müssen eben dementsprechend die Teilnehmer ausgewählt werden.
Eine wichtige Rolle wird dabei sicher das Laien-ZK übernehmen. Erstaunliches weiß kath net am 9.7. 2019 über diese Organisation zu berichten:
"Das ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) verkauft sich in der deutschen medialen Öffentlichkeit gerne als offizielle Vertretung der deutschen Katholiken. Was nur wenige wissen: Der eingetragene Verein mit dem Sitz in Bonn hat nur 231 Mitglieder, davon kommt der Großteil (97 Mitglieder) von der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands und von den Laienvertretungen (84 Mitglieder) der deutschen Diözesen. Dazu kommen noch weiter 45 Mitglieder, die meisten davon sind Politiker von verschiedenen Parteien, die es oft mit dem Glauben nicht so ernst nehmen wie z. B. Andrea Nahles (SPD) oder Winfried Kretschmann (Grüne), für eine ZdK-Mitgliedschaft aber kein Problem. " Aber als katholischer Laie kann man nicht Mitglied werden! Es gibt keine Aufnahmemöglichkeit! Das ZK wählt sich selbst ihre Mitglieder aus! Und ihm reichen 231. Da kann man dann schnell eine Einheitsmeinung des ZK herstellen, die alles nicht dem ZK Nichtgefallene ausschließt. Das ist dann das innerkatholische "Festival der Meinungsfreiheit".
Ja, darauf ist heutzutage Verlaß: Wo Pluralität und Diversität lautstark gefordert werden, da wird als erstes immer der Ausschluß von allem, was nicht politisch korrekt ist, verlangt!             

Freitag, 12. Juli 2019

Der Gutmensch und die Zerstörung der Nächstenliebe

Der hl. Augustinus, wohl neben Thomas von Aquin der bedeutendste Kirchenlehrer schreibt über die Praxis der Nächstenliebe im 1. Buch, im 29. Kapitel von: Über die christliche Lehre Folgendes:

"29. Es sollen zwar alle Menschen in gleicher Weise geliebt werden; da man aber nicht jedermann nützen kann, so muß man vornehmlich für jene Sorge tragen, die einem durch die Verhältnisse des Ortes, der Zeit oder irgendwelcher anderer Umstände gleichsam schon durch das Los näher verbunden sind. Wenn du z. B. von deinem Überfluß etwas an einen Dürftigen mit teilen sollst und du könntest es, falls dir zwei gleich bedürftige und gleich nahestehende Menschen begegneten, nicht beiden geben, so wäre es am gerechtesten, durch das Los den Empfänger einer Gabe zu bestimmen, die nicht beiden zugleich mitgeteilt werden kann. So hat man unter den Menschen, denen man nicht insgesamt helfen kann, die Innigkeit des gegenseitigen augenblicklichen Verbandes für die Entscheidung des Loses zu halten."

Damit die Nächstenliebe eine praktizierbare sein kann, hat sie sich auf die Nächsten zu fokussieren. Wer allen und jedem helfen will, der kann niemandem mehr helfen. Der Nächste ist so erstmal ein räumlicher  Begriff, und meint so den mir Nahestehenden. Dann ist der Begriff aber auch in einem übertragenen Sinne zu verstehen: der Verwandte als mir Nahestehender. Diese Nähe darf nun moraltheologisch nicht einfach als etwas Zufälliges bezeichnet werden. Denn Gott, indem er mich an einem bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit zur Welt kommen läßt, bestimmt mir so, wer mein Nächster ist. Nicht ich erwähle mir meine Nächsten, sondern Gott durch mein Geborenwerden an einem bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit, in eine bestimmte Familie und ein bestimmtes Volk.

Der Sohn Gottes kann und will allen Menschen ihr Heiland sein, aber die ihm Nachfolgenden können das nur particular realisieren, nur die Kirche als Ganzes kann so auch nur für alle Menschen da sein, aber nicht ist jedes Glied der Kirche für alle verantwortlich. Aber ein Mangel an Christologie und Ecclesiologie führt nun zu den Überspanntheiten der Gutmenschen, daß jeder für alle Menschen verantwortlich wäre. Das ruiniert aber das praktische Vermögen der so Aufgeforderten. Die Ordnung der Menschheit in Rassen und Völker ist so auch selbst eine Ordnung Gottes, durch die so Näheverhältnisse geschaffen werden, sodaß so die geforderte Nächstenliebe lebbar wird. 

Ein einfaches Beispiel möge das veranschaulichen: Wenn die Objekte der Mutterliebe alle Kinder der Welt wären, könnte keine Mutter die Mutteriebe leben. Nur weil es die Unterscheidung von eigenen und fremden Kindern gibt, kann eine Mutter ihre Mutterliebe praktizieren.Eine unlimitierte Ausdehnung auf alle Kinder der Welt dagegen machte so die Mutterliebe zu einer reinen Unmöglichkeit. 

Faktisch ist aber das Anliegen des Gutmenschen nicht, alle Menschen zu lieben, sondern all die legitim hassen zu dürfen, die wie der hl. Augustin die Nächstenliebe praktizieren wollen. Es mag wohl so sein, daß alle Menschen geliebt werden möchten, wie es Augustin hier sagt, aber es darf nicht vergessen werden, daß der Mensch der Sünde lieber haßt als daß er liebt!       



Donnerstag, 11. Juli 2019

Eine neue Kirche! Was alles wegfällt- ein Beispiel von Erzischof Schick



"Bischof Overbeck: Die alte Zeit ist zu Ende!" (Katholisch de am 13.Jänner 2019.  So enthusiastisch proklamiert Bischof Overbeck die neue der Zeit eingepaßte Kirche. Er wolle deshalb über den Zölibat und das Frauenpriestertum reden.  "Gläubige und Öffentlichkeit erwarten eine ernsthafte Erneuerung der Kirche, sagt Essens Bischof Franz-Josef Overbeck. Und deshalb will er wirklich über alles sprechen: egal ob Weihe, Zölibat oder Frauenamt."

Aber die Kaprizierung auf diese Fragen verdeckt auch den Blick auf wesentlichere Modernisierungen in der Kirche, was alles schon ad acta gelegt worden ist, weil es nicht mehr in die Zeit paßt. Achten wir mal darauf, was ein amtierender Erzischof zur Frage nach dem Leben nach dem Tode uns heutzutage zu sagen weiß:"Das denkt Erzbischof Schick über den eigenen Tod." Katholisch de 9.7.2019: "Mit Blick auf die Vorstellung vom Leben nach dem Tod sagte Schick, alle seine nächsten Verwandten seien bereits verstorben. "Ich fühle nicht, dass sie weg sind, sondern die sind schon da." Nichts, was auf dieser Welt sei, verschwinde einfach. "Es wird in andere Energieformen, Lebensformen, Existenzformen umgewandelt." So spüre er etwa, immer noch eine Beziehung zu seinen verstorbenen Eltern zu haben. Wenn er an sie denke, komme er selbst oft auf neue Gedanken, erklärte der Erzbischof."

Also: Nichts auf der Welt verschwinde einfach. Denn es wird alles in eine andere Energieform, Lebensform und Existenzform umgewandelt. Was hat diese Vorstellung mit dem christlichen Glauben an das ewige Leben, an die Auferstehung der Toten und das Gericht Jesu Christi über die Lebenden und die Toten zu tuen? Nichts! Und Gott? Er spielt bei dieser Vorstellung des Erzbischofes auch keine Rolle! Es ist wohl eher an eine naturalistische Umformung des Irdischen zu denken.

So spricht der Apostelfürst Paulus, von dem der Erzischof ein Nachfolger ist,  über das Leben nach dem Tode: "Wir wissen: Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird,dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel. Im gegenwärtigen Zustand seufzen wir und sehnen uns danach, mit dem himmlischen Haus überkleidet zu werden." 2.Korinther 5, 1f. Wir leben fern der Heimat (V.6) und sehnen uns nach ihr, das ist die Zentralaussage nicht nur des Apostels Paulus, sondern die der christlichen Religion! (Nebenbei: Paulus setzt sich hier, wie im 1.Korintherbrief, Kapitel 15) mit der gnostischen Vorstellung vom ewigen Leben auseinander: Nicht nur als bloße Seele, sondern auch ausgestattet mit einem  neuen himmlischen Leib werden wir postmortal ewig leben. Er betont aber auch die Gemeinsamkeit, die Sehnsucht nach der Erlösung aus diesem Leben.) 

Und was findet sich davon bei dem Erzbischof Schick noch wieder? Nichts mehr! Wichtig ist ihm, daß für ihn seine Verstorbenen nicht einfach weg sondern irgendwie noch nahe sind und daß auch sie irgendwie verwandelt noch sind, nicht sich in Nichts aufgelöst haben. Irgendwie verlöscht nichts Irdisches sondern existiert weiter in irgendeiner Form! Ist das nicht der völlige Ausverkauf des christlichen Glaubens an das ewige Leben als eines in der Gemeinschaft mit Gott? Soll das nun eine zeitgemäße Version des Glaubens an das ewige Leben sein? Zu befürchten ist es! Nicht irgendetwas wird so hier aufgegeben, sondern das Wesen der christlichen Religion, daß sie eine Erlösungsreligion ist.      

 

Mittwoch, 10. Juli 2019

Zur Todeskultur: "Das Geheimnis Europas ist, daß es das Leben nicht mehr liebt."

"Das Geheimnis Europas ist, daß es das Leben nicht  mehr liebt." Albert Camus,nach 1945, zitiert nach: Sloterdijk,Henrichs, Die Sonne und der Tod.Dialogische Untersuchungen,2001, S.33.Sloterdijk meint, daß diese Äußerung in dem Kontext der antideutschen Äußerungen von Georges Clemenceau zu interpretieren sei, über den deutschen Charakter, der das Leben nicht liebe (S.32). Alle Menschen liebten natürlich das Leben, nur die Deutschen nicht. Georges Benjamin Clemenceau (1841 - 1929), »Der Tiger«, franz. sozialistischer Politiker, Ministerpräsident von 1906-1909 und 1917-1920, verwirklichte als Ministerpräsident die Trennung von Kirche und Staat. Vertreter einer Politik der Revanche gegen Deutschland, war einer der Väter des Versailler Vertrags.

Prägnant formulierte dieser französische Politiker ja: "Es gibt in Europa zwanzig Millionen Deutsche zuviel." Aber es darf wohl bezweifelt werden, daß Camus nun einfach die Charakterisierung von uns Deutschen auf alle Europäer mit diesem Zitat vollzogen hätte: Alle seien wie die Deutschen geworden. Es muß wohl eher an Camus Diktum erinnert werden: "Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord. Die Entscheidung, ob das Leben sich lohne oder nicht". So eröffnet ja Camus seinen großen Essay: "Der Mythos von Sisyphos. Ein Versuch über das Absurde. Wie, wenn ein Kollektivsubjekt wie "Europa" zum Urteil kommt, daß das Leben sich nicht lohne? (Sebstredend meint Camus Westeuropa, wenn er von Europa spricht.)
Könnte nicht die Legalisierung der Abtreibung, daß es ein Menschenrecht sei, daß Mütter ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen dürfen (so Amnesty International) eine direkte Manifestation des Neins zum Leben sein?  Dazu paßt, daß in allen westeuropäischen Staaten pro Jahr mehr Menschen sterben als geboren werden. Kann diese Kultur des Todes, wozu auch die Glorifizierung der Homosexualität gehört, verstanden werden als direkter Ausdruck des Neins zum Leben, daß Europa das Leben nicht mehr liebt. Dies Nein zum Leben wäre dann nicht ein Produkt irgendeiner dunklen Verschwörung sondern die Praxis der  Dekadenz, des geschwächten oder ganz erloschenen Willens zum Leben.

Die Hl. Schrift irritiert ja manchen Leser, da sie als erstes Gebot, das Gott den Menschen gab, bekundet: Seid fruchtbar und mehret euch !   Wozu gebietet Gott das, wenn doch das Sichfortpflanzen das Natürlichste der Welt sei? Alles, was lebt, trägt in sich den Willen zur Fortpflanzung. Nur,weil es natürlich ist, ist es noch lange nicht auch das von Gott Gewollte. Gott sagt hier somit: So soll es auch sein. Der Mensch hat nun zum Natürlichen ein komplexes Verhältnis. Er kann auch sich dazu entscheiden,widernatürlich zu leben. Zudem ist es das Wesen des Menschen, nicht einfach natürlich zu leben, sondern das Natürliche zu kultivieren. Aber die Kultivierung der Sexualität zur gelebten Sexualität in der Formung der Ehe ist nicht etwas Widernatürliches, wohl aber die Erfindung der Homoehe.
So kann der Mensch sich auch individuell zum Freitod entscheiden, wenn er sein Leben als nicht mehr lebenswert beurteilt. Kann nun aber eine ganze Kultur, die westliche Nein sagen zum Leben? Praktiziert sie das schon jetzt in der aktuellen Politik? Ist die Politik der offenen Grenzen, die Politik des Massenimportes von Nichteuropären nach Europa nur die andere Seite der Lebensverneinung: Wir wollen nicht mehr und übergeben so unsere Heimat Fremden? Camus könnte mit dieser Aussage auf erschreckendster Weise nun recht bekommen!   

Zusätze:
Zu dieser Selbstverneinungskultur gehört auch der Selbsthaß des Westeuropäers. In dem Vortrag: "Was ist Europa" von Josef Kraus (Der Fels Juli 2019) finden sich dazu interessante Belege:
Kardinal Ratzinger sprach vom "Selbsthass des Abendlandes" im Jahre 2000
Sarte: Nach ihm habe der Europäer sich nur zum Menschen machen können, indem er Sklaven und Monstren hervorgebracht hätte,
der Philosoph Pascal Bruckner: "Die ganze Welt hasst uns, und wir haben es verdient:Das ist die feste Überzeugung der meisten Europäer, zumindest im Westen."
Alle Zitate, Der Fels Juli 2019, S.216) Der Hypermoralismus, sich selbst als für schuldig am ganzen Elend der Welt zu fühlen, führt zu einer Kultur der Selbstverneinung, des Neinsagens zum eigenen Leben, da die christliche Konzeption der Vergebung aus dem öffentlichen Bewußtsein verschwunden ist und somit auch die Praxis der Beichte.  
        





Dienstag, 9. Juli 2019

Der Kampf gegen den Kongreß: "Freude am Glauben" geht weiter

 Die offiziell inoffizielle Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz schießt sich nun auf den Kongreß "Freude am Glauben" ein. Dem Granatwerfer der Politischen Korrektness, dem Anti-Rechts-Kämpfer Püttmann wurde nun die Ehre erteilt, einen Sturmangriff auf das conservative und rechte Christentum zu führen.Der Titel sagt schon alles: "Rechtspopulismus in der Kirche.Attentat und Pontifikalämter. Kongress"Freude am Glauben" ganz unten" (30.6. 2019) 
Dieser Anti-Rechts-Kämpfer limitiert sich nun aber nicht darauf, diesen Kongreß zu diffamieren, sondern er packt radical die Wurzel dieses Übels an, daß es schon in der  Weimarer Republik rechte Christen gegeben habe und die dann auch irgendwie schuld an Hitler waren.
So liest sich das auf Katholisch de am 30.6.2019:   
"Dieses dezidiert antiliberal, anti-sozialdemokratisch und nationalistisch ausgerichtete Milieu wird in der Heldengeschichte katholischer Resistenz gegenüber dem aufstrebenden Nationalsozialismus gern übersehen. Es tummelte sich in der preußisch-protestantisch dominierten Deutschnationalen Volkspartei oder trug in der Bayerischen Volkspartei zu deren verhängnisvoller Entscheidung bei, 1925 nicht den Zentrumspolitiker Wilhelm Marx, sondern den Kandidaten des "Reichsblocks" Paul von Hindenburg im Präsidentschaftswahlkampf zu unterstützen."
Die Bayrische Volkspartei habe also den falschen Kandidaten, Paul von Hindenburg unterstützt und der, so muß politisch korrekt ergänzt werden habe irgendwie eine Mitschuld an der Kanzlerschaft Hitlers 1933. Diese Partei war eben antiliberal, antisozialdemoratisch und nationalistisch. Also fast eine Nazipartei. Und in dieser unheiligen Tradition stünde nun auch dieser Kongreß, denn der ist ja auch antiliberal usw. Nur politisch Korrekte sind ja liberal, sozialdemokratisch und antinational.
Dies Milieu wird nun aber auch zu den Widerstandskräften wider Hitler gezählt. Dabei wird deren politisch inkorrekte Gesinnung aber übersehen. Das heißt im Klartext, daß der bürgerlich-conservative Widerstand gegen Hitler zu Unrecht zum Widertand gezählt wird, denn genau genommen unterschied sich dies Milieu gar nicht so sehr von der Geisteswelt Hitlers. Nun publiziert die Monatszeitschrift "Der Fels" fast in jeder Ausgabe einen Artikel über katholische Priester aus dem Widerstand gegen Hitler, aber auch das führt nicht dazu, die Vertreter dieses Kongresses, die dies Magazin herausgeben, aus der Schußlinie der politisch korrekten Antifa herauszunehmen. Denn der kirchliche Widerstand war eben aus dieser Sicht kein legitimer, war er doch conservativ, antiliberal und national gesonnen!
So entlarvt sich der bürgerlich-conservative Widerstand gegen Hitler ja selbst, wenn etwa Staufenberg für sein Tun die Maxime: "Lang lebe das heilige Deutschland" wählte. Politisch korrekt hätte er ausrufen müssen: "Deutschland verrecke!" So nationalistisch und somit politisch inkorrekt war etwa dieser Widerständler. Herr Püttmann führt den Kampf gegen alles Rechte eben gründlich und so kämpft er auch gegen den conservativen Widerstand gegen Hitler. Denn der  war nicht politisch korrekt.  

Anbei:
Es gehört heutzutage zu den Selbstverständlichkeiten der politisch korrekten Geschichtsschreibung, auch und gerade die militärischen Leistungen Paul von Hindenburgs zu verketzern (der Sieg in der Schlacht von Tannenberg) im Dienste einer Geschichtsschreibung aus der Perspektive der Sieger der  Weltkriege. Mustergültig der Wikipediartikel über ihn. 

Montag, 8. Juli 2019

Ein anderes Evangelium- eine andere Kirche

Beim Reformator Luther war das Verhältnis von der Theologie und der Gestaltgebung der Kirche klar: Seiner neuen Theologie gemäß entwarf er eine neue Kirche, eine ohne Priester. Der Pfarrer sollte und durfte nun nicht mehr ein Priester sein, weil die Eucharistie, das evangelische "Abendmahl" kein Meßopfer mehr sein durfte. Der Pfarrer wurde zum Lehrer und Verkünder der Gemeinde. So konnte es auch keiner Weihe mehr zum Priestertum geben. Das erst ermöglichte das "Frauenpriestertum", wie nicht nur Feministin meinen. Aber faktisch bleiben die zu Pfarrern avancierten Frauen Laien, denn sie sind ungeweiht und sind schon gar keine Priesterin.
Luther konzipierte so auch eine neue Gestalt des Gottesdienstes, in dem die Vormesse der vorkonziliaren Zeit zur Hauptmesse umgestaltet wird und die Abendmahlsfeier, die eigentliche Messe zum kontingenten Appendix des Gemeindegottesdienstes herabgestuft wurde. So viele theologische Neuerungen Luthers verlangten dann auch eine andere Kirche- die Geburt der antikatholischen evangelischen Kirche. 
Die Amazoniensynode und der "synodale Weg" verheißen nun auch den Zeitgnossen eine neue Kirche, oder zumindest eine, die sich aufmacht, eine neue zu werden. Ging dem nun auch eine neue Theologie voran, die nun eine Umgestaltung der Kirche, eine neue verlangt? So konnte auf Kath net am 3.5. 2019  unter der treffenden Überschrift: "Die wirren Träume des Bischofes Overbeck" gelesen werden: So meint Overbeck „Nichts wird mehr sein wie zuvor“ und erhofft sich offensichtlich, dass die die hierarchische Struktur der Kirche aber auch die Sexualmoral und das Priesterbild der katholischen Kirche auf dem Prüfstand stehe."
Bischof Overbeck hofft für die Erschaffung dieser neuen Kirche auf den "synodalen Weg" und die Amazonassynode. Könnte es ist nicht ein sehr oberflächlicher Eindruck sein,  wenn die wesentlichen Änderungen in denen der  hierarchischen Struktur der Kirche, der Sexualmoral und des Priesterbildes gesehen werden? Ging dem nicht eine viel radicalere Umformung der Theologie im und nach dem 2.Vaticanum voraus?
Die Substanz der Katholischen Theologie machte eine große Erzählung aus (vgl zum Begriff der Erzählung. Lyotard, Das postmoderne Wissen), die, daß Gott die Welt und den Menschen gut erschaffen hatte,daß der erste Mensch durch seine Sünde und die Strafe Gottes aus dem Paradiese herausgefallen ist, jetzt als Exilierter auf Erden lebt und wie Gott den Menschen aus diesem Elend durch das Erlösungswerk Jesu Christi und durch dessen Kirche wieder heimholen will, den Menschen erlösen will. Alle Gehalte des Katholischen Glaubens erhalten nun ihre Bedeutung durch ihr Eingezeichnetsein in diese Grunderzählung. Daraus erst resultiert die Gestalt der Katholischen Kirche. Als Luthers Theologie nun die Frage, wie der Mensch aus seinem Elende erlöst würde, ganz anders als die katholische Kirche beantwortete, erheischte das auch eine neue Kirchengestalt, die der Lutherischen Kirche.
Hat es denn nun im Gefolge des 2.Vaticanumes nicht wiederum eine radicale Änderungen der Theologie gegeben, die dann erst zu diesen jetzigen Reform- besser Deformvorhaben führen? Die neue Grunderzählung läßt sich auf eine Kernaussage reduzieren: Gott ist die Liebe und so liebt er alle und jeden Menschen. Der Mensch ist immer schon der von Gott Geliebte und Bejahte, auch wenn er das selbst nicht weiß. Die Aufgabe der Kirche besteht nun nur noch darin,dem Menschen das bewußt zu machen, was ihm objektiv schon immer gilt. Gelingt diese Vermittelung nicht, ist auch dadurch die Erlösung des Menschen nicht gefährdet, denn er wird immer schon von Gott bejaht, egal wie er sich selbst dazu verhält. Jetzt sieht die Kirche in jedem  Menschen den von Gott Bejahten, dem der Anspruch zu eigen ist, als solcher zu leben und von allen anderen anerkannt zu werden. So wird das aufklärerische Projekt der Humanisierung der Welt ihre wichtigste Aufgabe. Dem gemäß soll nun auch die Gestalt der Kirche umgewandelt werden.


   

Sonntag, 7. Juli 2019

Gibt es Grenzen der Vergebbarkeit der Sünden? Ein Bischof zeigt eine rote Linie auf!

"Pfarrer Ulrich Zurkuhlen hatte in seiner Predigt am vergangenen Wochenende dafür geworben, einander vergeben zu können und die Äußerung ausdrücklich auch auf Priester bezogen, die als Täter Minderjährige sexuell missbraucht haben." Katholisch de am 6.7.2019. Aber bei den Gläubigen des Gottesdienstes "kam das gar nicht gut an." 70 verließen gar protestierend die Messe.Der demokratisch gestimmte Bischof reagierte dann: Der Ruhestandspfarrer solle von nun bitte keine Predigten mehr halten. "Nach Protesten: Bischof Genn fordert Pfarrer zum Predigt-Verzicht auf."titelt die inoffiziel offizielle Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz.

Was lernen wir daraus? Wem seine Sünden vergebbar sind und wem nicht, das entscheidet bei uns einfach Volkes Stimme: Wenn also einige oder viele, hier reichten 70 Empörte ausrufen, das darf nicht vergeben werden, dann darf das nicht vergeben werden! Wenn ein Prediger etwas sagt, was einigen oder vielen in der Gemeinde nicht gefällt, dann soll der Prediger nicht weiterhin predigen.Denn das wichtigste Kriterium der Beurteilung einer Predigt ist, wie sie in der Hörergemeinde ankommt. Einem Humoristen, der bei seinem Publikum kein Lachen hervorbringt, dessen Witze nicht gut ankommen, würde ja auch bei jedem Fernsehsender gekündigt werden und so soll eben auch ein Prediger, der nicht gut ankommt, nicht mehr predigen.

Der Prediger verwies nun als Rechtfertigung seiner Predigt auf die bekannte Bitte des Vaterunsers:
"Wir beten ja nicht umsonst im Vaterunser: Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern." Aber das ist weder für die Protestierer noch für den Bischof akzeptabel. Vergeben darf nur dann einem Sünder, wenn das keinen Protest in der Gemeinde evoziert. Unbestreitbar ist der sexuelle Mißbrauch eines Minderjährigen eine schwere Sünde. Aber Jesus Christus hat ja gerade seiner Kirche die Vollmacht zur Vergebung schwerer Sünden gegeben, damit schwere Sünden auch vergeben werden können. Diese göttliche Vollmacht will nun dieser Bischof relativieren: Wenn das Vergeben einer Sünde Protest hervorruft, dann darf diese Sünde nicht vergeben werden, es sei denn, sie würde so heimlich vergeben, daß die Öffentlichkeit es nicht erfährt.

Was wird dann aber aus der Vaterunser bitte? Wenn wir einem Sünder nicht bereit sind, seine Schuld zu vergeben, dann wird Gott auch unsere Schuld uns nicht vergeben. Die in Ungnade gefallene Predigt zeigt uns unüberhörbar auf, wie schwer wirklich die Nachfolge Jesu zu leben ist: Sie verlangt von uns, Sündern zu vergeben, auch schwere Sünden. Daran  erinnert zu werden, das war aber zuviel für diese Predigthörergemeinde und der Bischof kam ihr zur Hilfe: Wer so was predigt, der soll in Zukunft nicht mehr predigen!
Aber ob der Demokratisierung der Kirche ist das ganz in Ordnung, denn nun bestimmt nicht mehr Gott sondern die Gemeinde, und wenn das auch nur 70 Protestler sind, welche Sünde vergebbar und welche nicht vergebbar sei.
    


Samstag, 6. Juli 2019

Priestermangel- ein kleiner Verdacht!

"Sowohl in Freiburg als auch in Fulda ist aber auch bisher ungefähr die Hälfte der ernsthaften Bewerber nicht aufgenommen worden. Denn wir hatten begründete Zweifel, dass das Entwicklungspotenzial der Betreffenden ausreicht, um verantwortlich Seelsorge betreiben zu können. Das ist eine Frage der menschlichen Reife."  Bischof Gerber: Priesteramt für Frauen wenig realistisch, Katholisch de am 5.7.2019.
Was wäre der größt mögliche Unglücksfall für die Reformkräfte in der Katholischen Kirche? Für den Berufsstand der Ärzte: Alle sind gesund und keiner wird krank! Das wäre ihr Ruin. Darum gilt eben nicht nur: Weil es Krankheiten gibt, gibt es Ärzte! sondern auch: Weil es Ärzte gibt, gibt es Krankheiten. Der Supergau für die Reformer: überall volle Priesterseminare und Anwärter,die Ja sagen zu der Katholischen Kirche, so wie sie ist:Zölibat, Sexualmoral, kein Frauenpriestertum etc.
Wenn aber die Priesterseminare leer sind, dann kann kraftvoll gerufen werden:Weg mit dem Zölibat, her mit dem Frauenpriesertum! Nur, was unternehmen, wenn trotz dieser Mißstände  viele ernsthafte Bewerber vor der Türe stehen? Circa 50 Prozent als ungeeignet nicht zuzulassen! 
Begründete Zweifel schlössen diese 50 Prozent aus. Ist es da völlig unzulässig zu mutmaßen,daß eine zu conservativ-katholische Frömmigeit eines Bewerbers, die so fest verankert erscheint,daß sie als nicht mehr auflösbar eingestuft wird, der Grund zur Nichtzulassung ist? Denn wie soll die Deform der Kirche vorangetrieben werden, wenn in den Priestersemiaren ein conservativer Nachwuchs sich ausbreitet? 
Genaugnommen können die Deformkräfte nur Bewerber gebrauchen, die erklären, trotz des Zölibates und des Ausschlusses der Frauen vom Priestertum, sich zu  Priestern weihen zu lassen.Und möglichst alle Conservativen von vornherein ausschließen. Und gibt es nicht Studien zu Hauff, die beweisen, daß eine conservative, gar traditionalistische Frömmigkeit ein Indiz einer Entwickelungsstörung sei? Reichte dazu nicht schon der Klassiker: Adorno: Studien zum autoritären Charakter?     

Freitag, 5. Juli 2019

"Erzbishof Heße: Kapitänin Rackete steht in der Nachfolge Jesu"

Und in welcher Nachfolge steht dieser Erzbishof?, frägt sich der Leser angesichts dieser Überschrift von kath de am 4.7.2019. Ein Blick in den Wikipediaartikel zu diesem Nachfolgebischof läßt uns schon Arges befürchten: " Im August 2015 forderte Heße eine Liberalisierung der katholischen Sexualmorallehre. So müsse die Kirche es wertschätzen, wenn in homosexuellen Beziehungen Werte wie Treue und Verlässlichkeit gelebt würden."  Ein echter Zeitgeistsurfbischof.

Worum geht es nun:  Die "Junge Freiheit   berichtet am 3.7.:"Die Sea Watch 3 ist entgegen italienischer Gesetze mit 40 illegalen Migranten an Bord in die Gewässer des Mittelmeerstaates eingedrungen, um dort, gegen den Willen des Landes und seiner Regierung, in Lampedusa anzulegen." Nachdem alle Versuche, eine Genehmigung, diese Flüchtlinge dort von Bord gehen zu dürfen, scheiterten, wurde die Kapitänin rabiat und drang in den Hafen ein: "Bei der Nacht-und-Nebel-Aktion kollidierte das Schiff mit einem italienischen Polizeiboot. Ob dieses nun gerammt oder lediglich „leicht gestreift“ wurde, sei dahingestellt. Beides wurde offensichtlich in Kauf genommen. Den Unterschied dürfte allenfalls der Zufall ausgemacht haben. " 

Also: Da schippert diese Kapiänin vor der Küste Lybiens herum, hofft in Seenot Geratene zu finden und bringt dann diese Seenotopfer in einen italienischen Hafen, um so ihnen zu einer illegalen Einreise nach Europa zu verhelfen. Wie geraten denn nun diese Flüchtlinge in Seenot? Dafür sorgen die Schlepperorganisationen. Sie stehen vor dem Problem, wie sie ihre Kunden, die ja schließlich gut bezahlt haben für den Transfer nach Europa, wo für sie Milch und Honig reichlich fließen, in einen europäischen Hafen bringen können, sodaß sie da einen Asylantrag stellen können. Die Lösung: Sie lassen ihre Schiffe mit ihren Kunden in Seenot geraten, damit dann die Privatseenotretter sie auffischen. Eigentlich wäre es nun die Aufgabe der Seenotretter, die in Seenot Geratenen zum nächsten Hafen zu bringen, damit sie dann da, wenn nötig behandelt werden. Das unterlassen diese Seenotretter aber. Sie fahren stattdessen durchs ganze Meer, bis sie vor einem europäischen Hafen angekommen, verlangen, daß ihre Passagiere dort aufzunehmen seien, damit sie da Asylanträge stellen können. Wird die Ausladung der Flüchtlinge aber nicht gestattet, da dies eine illegale Einreise ist, verharren diese Seenotretter vor dem Hafen und verlangen angesichts der Lage der Aufgenommenen immer energischer die Erlaubnis, sie an Land  bringen zu dürfen.

Selbstredend wissen die Kapitäne, daß dieser Transfer illegitim ist und daß es ein Leichtes gewesen wäre, die in Seenot Geratenen in einen in der Nähe gelegnen Hafen zu bringen, aber das wollen sie nicht, denn ihr Ziel ist ja die Erzwingung einer illegalen Einreise nach Europa. Die gut organisierten Gutmenschen übernehmen jetzt eine wichtige Funktion für den Erfolg der Schlepperorganisationen: "Man muß den Armen helfen! Man muß sie aufnehmen!" Diese moralische Erpressung ist nun sehr erfolgreich, da die geballte Medienmacht den politisch korrekten Massenmedien ihnen zur Hilfe eilt. Und die Schlepper feiern ihre Erfolge, wieder ein gutes Geld verdient. Ein erfolgreiches Geschäftsmodell. 

Die "Freie Welt" (1.7.2019) berichtet dann noch über eine sehr erfolgreiche Variante dieses Transfergeschäftes:"Ein Video-Beleg der Europäischen Grenz- und Küstenwache Frontex„Zu sehen ist ein unbekanntes Boot welches unscheinbar Richtung Lampedusa fährt. Im Schlepptau hat es ein kleines leeres Fischerboot. Nach kurzer Zeit stoppt der Tross und es kommen aus dem Bauch des Schleppers unzählige Personen zum Vorschein, welche nur teils mit Rettungswesten ausgerüstet, das kleinere Boot besteigen. Schnell ist der Wechsel vollzogen und der Schlepper dreht ab. Daraufhin setzt das Fischerboot mit ca. 80 zusammengequetschten Migranten die Reise fort. Frontex zufolge stammen die meisten illegalen Einwanderer auf Deck aus Bangladesh, Libyen und Marokko.“ Video-Beweis hier: https://www.youtube.com/watch?v=tJl_iLWSmtA"

Also, die Schlepper bringen ihre Kunden in sicheren Boten bis in die Bereiche des Meeres, wo die Privatseenotretter agieren, setzen sie dann in seeuntaugliche Schiffleins aus, damit dann die selbsternannten Retter die aus dieser simulierten Seenot retten! Aber die Rettung beseht nun nicht darin, sie aus dieser Seenot zu retten, sondern um ihnen unter dem Vorwand der Rettung aus einer Seenot zur illegalen Einreise nach Europa und dann isb. Deutschlands zu verhelfen. Hielten anfänglich die Gutmenschorganisationen noch noch die Fiktion aufrecht, daß es sich bei den Flüchtlingen um aus Not Fliehende handle, so ist man jetzt ehrlicher: Bloß weil sie bei uns leben wollen, müssen wir Deutsche sie aufnehmen und ihnen alles gewähren, was sie haben wollen, denn es gäbe  ein Menschenrecht, überall leben zu dürfen, wo es einem gefalle zu Lasten der Einheimischen, denn die haben nicht das Recht, selbst bestimmen zu dürfen, wenn sie als ihre Mitbewohner aufnehmen wollen und wen nicht. 

Merke: Jeder, der vor Deiner Haustüre steht und Einlaß und Vollverpflegung von Dir verlangt, hast Du in Dein Zuhause aufzunehmen, bloß weil der da auf Deine Kosten gut leben will!  

Aber politisch korrekte Medien, wie etwa Katholisch de (4.7.2019, der Tageskommentar) sehen das ganz anders."Die Tat der deutschen Kapitänin Carola Rackete zur Rettung von Geflüchteten steht im Kreuzfeuer der Kritik. Albrecht von Croy warnt vor einer Aufrechnung von "guter" und "schlechter" Rettung. Denn entscheidend sei allein, dass niemand mehr ertrinkt."Nein, für diese Seenotretter ist allein entscheidend, daß sie Menschen zur illegalen Einreise nach Europa verholfen haben. Und politisch? Daß endlich die Ordnung Europas als  Gemeinschaft von souveränen Nationalstaaten aufgelöst wird durch eine konsequente Politik des Volksaustausches und der Auflösung der Völker durch das Konzept der Multiethnisierung. Und wer dieses Multikutiprogramm unterstütze, der handelt im Geiste Jesu! Nur, seit wann war Jesus Christus ein Zerstörer der Schöpfungsordnungen Gottes, der Ehe und des Volkes? 



 

 

 

 

 


 

 

"Gute" Retter und "böse" Politik? So einfach ist das nicht!

Die Tat der deutschen Kapitänin Carola Rackete zur Rettung von Geflüchteten steht im Kreuzfeuer der Kritik. Albrecht von Croy warnt vor einer Aufrechnung von "guter" und "schlechter" Rettung. Denn entscheidend sei allein, dass niemand mehr ertrinkt.

Standpunktkommentar 4.7.2019


Donnerstag, 4. Juli 2019

Die Öffentlich-Rechtlichen und ihr Kampfauftrag- zur Causa: "hart aber fair"

"Die Redaktionen der Talksendungen bemühen sich insbesondere, AfD-Vertreterinnen kein Forum für ihre Zwecke zu bieten. Je nach Thema ist es aber von Fall zu Fall nötig, AfD-PolitikerInnen selbst zu Wort kommen zu lassen." So erklärte der ARD-Sender, daß nun doch ein AfD-Politiker bei einer Talkshow miteingeladen wurde. Schließlich lautete das Thema von "hart aber fair" ja:  „Aus Worten werden Schüsse: Wie gefährlich ist rechter Haß?“ Dazu war nun Uwe Junge von der AfD eingeladen worden. Der Zweck war natürlich, die AfD als "Schreibtischtäter" der Tötung des CDU-Politikers Walter Lübcke zu überführen. (Junge Freiheit am 3.7.2019)
Hier wird uns gleich ein wichtiger Unterschied vor Augen geführt: Hat der vermutliche Täter  einen islamistischen Hintergrund, wird er a) stets als Einzelfall behandelt und wird b) beteuert, daß der Islam mit dieser Tat nichts zu tuen habe, wohingegen bei einem Täter, der irgendwie Kontakte zu Rechten oder rechten Kreisen unterhielt, stets er als ein Ausführungsorgan einer rechten Ideologie gedeutet wird, sodaß jeder so geartete Fall den Appell evoziert, den Kampf gegen Rechts zu intensivieren. Und irgendwie ist dann immer die AfD schuld
So war die Talkshow gut präpariert, allen Teilnehmern und dem Moderator stand das Ziel klar vor Augen, die AfD als die (un)geistig Quelle allen Rechtsterrorismus zu überführen. Nur, dann ging diese Inszenierung daneben. Der Super-Gau: Es gelang nicht, Uwe Jung und die AfD als die Schreibtischtäter des Falles Lübcke zu entlarven. Jetzt fällt die politisch korrekte Presse über den Moderator her: Er hat es nicht geschafft, die AfD zu entlarven.
Wenn man das nicht schaffen könne, dann sollen die Verantwortlichen gefälligst keine AfDler mehr einladen. Alle politisch korrekten Parteien werden natürlich eingeladen, damit sie für ihre besonderen Anliegen so im Fernsehen ein Forum bekommen, auch und gerade auch, um für sich zu werben.Dies darf natürlich einer politisch nicht korrekten Partei nicht zugestanden werden. Sie darf nur am Diskurs in Fernsehsendungen teilnehmen als Objekt der Verurteilung- sie darf nur reden, damit dann ihre Gegner sie öffentlich als inakzeptabel und verwerflich  überführen können.
Die neue Parteivorsitzende der CDU stellte dann auch klar (Freie Welt am 3.7.2019):"AKK klagte nun: »Ich hatte nicht den Eindruck, dass es gelungen ist, dies zu entlarven. Man hat dagegen eine zusätzliche Bühne geboten.« Die CDU-Vorsitzende schließt sich der Kritik am Moderator also an und empfiehlt, dem Vertreter der AfD keine Bühne zu bieten."
Also, AfD- Politiker sind nur dann zu Sendungen des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkes zulaßbar, wenn sie in der Sendung entlarvt werden. Ist das nicht möglich, dann soll nur noch über sie geredet werden, ohne daß sie dabei sein dürfen. Die Angklagten könnten sich zu geschickt verteidigen oder gar die Angriffe gegen sie als haltlos entlarven.
Ein Aspekt an dieser Causa: "hart aber fair" ist nun doch besonders bedenkenswert: Schlichte Gemüter könnten ja meinen, daß ARD und ZDF Sender sind, die Bürger eben nicht nur unterhalten  sondern auch in politischen Fragen informieren wollen. Realiter verstehen sie sich aber als Bündnispartner im Kampf gegen Rechts, in dem sie Seit an Seit der etablierten Parteien stehend gegen alles politisch Unkorrekte ankämpfen. Nicht die Information sondern die Agitation steht im Vordergrund! So konnte man selbst bei der Übertragung des WM- Fußballspieles der USA gegen England erleben, wie eine USA-Spielern im Vorbericht über dies Spiel in den höchsten Tönen gelobt wurde für ihr Engagement gegen den amerikanischen Präsidenten Trump! Selbst eine Frauen Fußball-WM kommt in den Öffentlichen nicht ohne politische Agitation aus.
Natürlich können ARD und ZDF auch regierungskritisch sich verhalten, wenn sie etwa meinen, daß die Regierungsparteien nicht optimal ihren Kampf gegen Rechts führen. Gern berät man die dann gouvernantenhaft, aber doch respektvoll, verdanken diese Sender doch ihren Geldsegen  den Zwangsgebühren, daß sie faktisch Steuern erheben dürfen,dem Wohlwollen von CDU und SPD und den potentiell mitregieren könnenden anderen Parteien. Das verpflichtet eben zur Agitation gegen alles Rechte, denn man weiß ja, wem man sein vieles Geld verdankt.
Und so bekennt ja auch ganz offenherzig die ARD ihren klaren Standpunkt des politischen Kampfauftrages gegen alles, was rechts von der Bundeskanzlerin steht: "Die Redaktionen der Talksendungen bemühen sich insbesondere, AfD-Vertreterinnen kein Forum für ihre Zwecke zu bieten." Und wenn sie doch eingeladen werden, dann nur um sie so effektiver zu bekämpfen.

Zusätze
Die Welt (2.7.2019) stellte in ihrem Kommentar zu dieser Causa resignativ fest:
"Frank Plasberg diskutiert über die Gefahren von rechts – und sorgt mit der Einladung des AfD-Politikers Uwe Junge im Vorfeld für einen Eklat. Die Sendung zeigte: Rechtspopulisten lassen sich nicht stellen oder festnageln."  Das Entlarven gelang nicht nur dem Moderator nicht, es klappt irgendwie gar nicht. Wäre es so nicht das beste, nur noch über diesen Feind zu reden, ohne ihn zu Worte kommen zu lassen?



Mittwoch, 3. Juli 2019

"Kann sich die Kirche verändern?"


Dieser Frage wendet sich der Lieblingsprofessor der Modernisten, Professor Deutschlands nicht nur in seinem Buch, sondern auch in einem Interview, daß er Katholisch de gab. (28.6.2019) Es geht selbstredend nicht um irgendwelche Änderungen, sondern um substantielle. Professor Seebald behauptet nun, daß es immer schon wesentliche Änderungen im Laufe der Kirchengeschichte gegeben habe und daß es darum auch legitim sei, weitere zu erwarten. Als gelungenes Beispiel benennt er die Ächtung der Todesstrafe durch Papst Franziskus, die für ihn legitim ist, weil und nur weil sie der Papst anordnete. 
Daß der Papst sich hier eindeutig gegen die Hl. Schrift und die bis dahin gültige Lehre der Kirche, ihr Ja zur Legitimität der Todesstrafe stellt, macht eben für diesen Dogmatiker das Positive dieses Pontifikates aus. 
Als weiteres Beispiel benennt er die Position zur Religions- und Gewissensfreiheit:    
"Seewald: Denken Sie an die Position zur Religions- und Gewissensfreiheit. Hier hat das Zweite Vatikanische Konzil eine Wende im Vergleich zu dem vollzogen, was seit der Spätantike galt und seit dem 18. Jahrhundert von den Päpsten nachdrücklich gelehrt wurde. Heute tun einige Theologen so, als habe die Kirche die Menschenrechte quasi erfunden und sei schon immer für Gewissensfreiheit eingetreten. Das ist grotesk und nur möglich, wenn man die eigene Kurskorrektur durch Innovationsverschleierung verdeckt." 
Hier stoßen wir auf eine sattsam bekannte Konvergenz der Deutung der Position des 2. Vaticanumes zur Religions- und Gewissensfreiheit durch den Traditionalisten Lefebvre und  liberalen  Theologen: Das 2. Vaticanum mit seinen Aussagen zu diesem Komplex stünde im Widerspruch zur bisher gültigen Lehre der Kirche. Entweder habe so dies Konzil sich geirrt in dieser Causa (so Lefebvre) oder die Kirche habe sich bis zum 2. Vaticanum in dieser Causa geirrt. Beide stimmen so mit Martin Luther überein, daß Konzilien irren können, nur uneins sind sie sich in der Frage, welche sich irrten. Abgelehnt wird so die Position des Papstes Benedikt XVI., daß das Konzil als in der Kontinuität mit der Lehre der Kirche zu interpretieren sei. Dieser normativen Aussage gegenüber, wie sind die Texte dieses Konziles zu interpretieren, deklarieren beide den Bruch zwischen der Tradition der Kirche und der konziliaren Kirche. Die radicalste Deutung dieses Bruches offeriert der Sedisvakantist Rothkranz, daß das 2. Vaticanum den Abfall von der Katholischen Kirche bedeute. Liberal dagegen wird dieser Bruch als Fortschritt der Kirche gedeutet, daß eben jetzt erst die Kirche so weit sei, die alten Irrtümer zu überwinden. 
Theologisch ist diese Bruchdeutung nicht akzeptabel, denn es kann nicht wahr sein, daß die Kirche sich auf Konzilien irrt. Das verlangt aber eine katholische Deutung des "Bruches", der diesen "Bruch"als Position im Einklang mit der Tradition der Kirche begreift. Nur eine solche Deutung der Texte dieses Konziles kann als legitim angesehen werden. Dem gegenüber möchte der modernistische Katholizismus gerne daran festhalten, daß das 2. Vaticanum diskontinuierlich zur Tradition sich verhält, um so die Abkehr von Lehren der Kirche für die Zukunft zu legitimieren. Im Prinzip könne fast alles in der Kirche revidiert werden, akzeptiere man erstmal, daß die Kirche, ihre Konzilien und Synoden über der Hl. Schrift und der bisherigen Lehre der Kirche stünden.Das ist der Kerngedanke der Demokratisierung der Kirche, daß auch bei ihr, wie unter Politikern die Aussage gilt: Was schert mich mein Geschwätz von  gestern?  
So wird Dostojewskis "Großinquisitor" demokratisch umgeformt zu der Gestalt einer zeitgemäßen und menschenfreundlichen Kirche.


Dienstag, 2. Juli 2019

"Der Papst hat den deutschen Katholiken keinen Gefallen getan"

So titelt der Standpunktkommentar von Katholisch de am 2.7. 2019.Der "Chef vom Dienst" griff selbst zur Feder, um den sonst doch so bejubelten Papst Franziskus gehörig die Leviten zu lesen! Zuvörderst ist der Brief viel zu theologisch ausgefallen (das war doch die Hauptsünde seines Vorgängers Papst Benedikts und so ist doch extra ein Nichtliebhaber der Theologie zu seinem Nachfolger gewählt worden!)und enthalte das Schreiben auch zu viel Kirchenpolitisches. 
Dann verhaspelt sich der Kommentar, indem dem Papst der Vorwurf gemacht wird, er schreibe vom sensus ecclesiae, dem Zustimmen zu dem, was die Kirche immer und überall gelehrt hat, statt vom sensus fidei- nur übersetzt er dann sensus fidei falsch, denn das heißt: der Sinn des Glaubens, und bedeutet, daß mit dem Glauben der Kirche der Gläubige übereinzustimmen hat. 
Der Kommentator möchte diesen Terminus gerne demokratisch mißdeuten : Daß die Kirche hier in Deutschland das zu lehren habe, was ihre Kirchenmitglieder hören möchten. Und die möchte nichts Theologisches oder Kirchenpolitisches lesen, sondern klare Aussagen zu den Themen des "synodalen Weges",auf die es allein ankommt: "Die Themen, die im Vorfeld für den "synodalen Weg" festgelegt wurden und die die Gläubigen umtreiben – der Zölibat, die Sexualmoral und die Rolle der Frauen – werden nicht einmal erwähnt."   
Deutlicher und klarer kann das Anliegen dieses "Reform"- und Modernisierungsprojektes nicht bestimmt werden: Statt der Theologie sollen nun die Ergebnisse der Demoskopie den Kurs der Kirche bestimmen! Der sensus fidei soll eben  nicht mehr besagen, daß der Einzelkatholik in Glaubensfragen dem zuzustimmen hat,was die Kirche immer und überall gelehrt hat,  was alle Katholiken als die Wahrheit des Glaubens bekannt haben, sondern daß die Kirche das zu sagen hat, was die Mehrheit ihrer Kirchenmitglieder jetzt hören möchte. Und der "synodale Weg" ist eben ein Verfahren, um den Mehrheitswillen herauszukristallisieren als nun verbindlich für die Kirche Deutschlands.
Realistisch betrachtet dürfen unsere Modernisten davon ausgehen, daß das Kirchenvolk nicht diesen Weg mißbrauchen wird wie etwa die Engländer, als sie demokratisch für den Ausstieg Englands aus der EU votierten oder wie die Amerikaner, die den falschen Präsidenten wählten, den nun die Gutmenschen Deutschlands auf das entschiedenste ablehnen und bekämpfen müssen, sondern daß dieser Weg mit den richtigen Ergebnissen enden wird: Der Zölibat muß weg, die Sexualmoral als zu conservativ muß überwunden werden,isb.ist die praktizierte Homosexualität zu bejahen und es muß ein Einstieg in das Frauenpriestertum geschafft werden.
Dazu hätte der Papst klar sein Ja sagen sollen.. Stattdessen schreibt der Papst Theologisches. Das ist unzumutbar! Wozu bedarf es noch der Theologie, wenn wir demoskopisch  die Wünsche der Kunden der Kirche erforschen können, um darauf dann zu hören. Die Stimme der Kunden ist Gottes Ruf an die Kirche.  Serviceorientierung ist angesagt. Theologie: Nein Danke!