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Montag, 17. August 2020

Mißbrauchte Freiheit- wenn falsch gewählt wird



Wo Freiheit gewährt wird, da kann sie auch mißbraucht werden.So konnte es passieren, daß in unserem demokratischen Land eine FDP-Politiker zum Ministerpräsidenten gewählt wurde und zwar mit den Stimmen der AfD-Parlamentarier. Da diese die „Paria“ des deutschen Parlamentarismus sind und so der gewählte Ministerpräsident dadurch kontaminiert war, mußte er auf Anweisung von ganz Oben zurücktreten und es wurde dann noch mal gewählt, Auch auf der kleinsten Ebene gilt das, wenn etwa ein Parteimitglied der AfD in einen Kirchenvorstand gewählt wird; auch das ist ein Freiheitsmißbrauch und so muß auch da neu gewählt werden.

Was passiert nun aber, wenn ein ganzes Volk falsch wählt, wie es jetzt in Weißrußland geschah. Der Bösewicht:

„Als eine der ersten Maßnahmen nach seiner Wahl wurden Staatssymbole eingeführt, die deutlich an die Sowjetzeit erinnern. Lukaschenka wandte sich vom Westen ab, stoppte die Privatisierungen und strebte eine Neuauflage der Sowjetunion unter Einschluss Russlands, der Ukraine und Weißrusslands an. Dazu unterzeichnete er mit Boris Jelzin in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre verschiedene, meist folgenlos gebliebene Unionsverträge wie jenen für die Russisch-Weißrussische Union. Lediglich die Verteidigungs- und vorübergehend die Zollunion wurden umgesetzt. (Wikipedia weiß eben über Lukaschenko Bescheid.)

Jetzt hat er schon wieder eine Wahl gewonnen. Das kann aber nicht mit rechten Dingen zugegangen sein, weil, wenn es demokratisch zugegangen wäre, ein prowestlicher Politiker die Wahl gewonnen hätte. Da die Wahl nicht so ausfiel, war es eine manipulierte. Selbstverständlich ist dann auch der Regierungschef ein Diktator, wie es auch Gadaffi und Hussein waren, denn die regierten auch nicht prowestlich. Dann ist die Opposition zu unterstützen in ihrem Versuch, die gewählte Regierung zu stürzen, damit eine prowestliche installiert werden kann. So ereignete es sich ja vorbildlich in Afghanistan, wo unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung Afghanistan erobert wurde und eine prowestliche Regierung eingesetzt wurde von den Siegern. Nur der Sturz der syrischen Regierung klappte nicht so gut, jetzt verwüstet ein Bürgerkrieg dies Land.

Soll nun Weißrußland auch so „befreit“ werden? Zur antirussischen Ausrichtung der Nato würde das passen. Nachdem in der Ukraine eine prorussische Regierung gestürzt wurde, sie hatte sich geweigert, Wirtschaftsverträge zuungunsten ihres Landes mit der EU abzuschließen, und jetzt eine ukrainisch prowestliche Regierung die Ukraine zu einem antirussischen Frontstaat ausbauen soll, würde doch eine prowestliche Regierung in Weißrußland sehr förderlich sein. Also, jetzt gilt es, die Opposition zu unterstützen.

Wie wäre es, wenn vom Ausland her die Antimerkel Kundgebungen gegen ihre Coronapolitik unterstützt würden und der Sturz dieser Regierung gefordert würde, weil sie undemokratisch die Coronademomstranten behindere und nicht bereit sei, ob dieser Demonstrationen abzutreten? Völlig unvorstellbar- aber doch nur, weil sie eben eine hundertprozentig prowestlich ausgerichtete Regierungschefin ist- eine Chefin, die weiß, daß, wenn ein ihr subordiniertes Parlament mal falsch wählt, dann dies Ergebnis sofort als ungültig zu qualifizieren ist. Und manchmal kann auch ein ganzes Volk falsch wählen, wie jetzt das Weißrußlands. Offensichtlich muß doch ein Regierungschef, der die Privatisierung der Wirtschaft stoppt, einer Schurkenregierung voranstehen, denn damit verstößt er doch gegen das heiligste Bürgermenschenrecht, überall auf der Welt gewinnbringend Geschäfte zu machen.



Zum Schluß möchte ich noch einen Leserbrief der Jungen Freiheit zu dieser Causa wiedergeben, einen sehr treffenden:


Thomas M sagt:

14. August 2020 um 20:02 Uhr

Nun, ich bin da sehr vorsichtig. Erinnern wir uns an den Soros-finanzierten Maidan und die Einflussnahme des Westens dort? Geht es den Menschen in der Ukraine heute besser? Oder den Libyern mit ihrem vom Westen begeistert gefeierten „Arabischen Frühling“? Gut, da demonstrieren einige Leute, vielleicht sogar freiwillig und nicht bezahlt. Und vielleicht wurde die Wahl auch gefälscht, seit es das in Deutschland auch gibt, will ich das gar nicht ausschließen. Aber können wir das von hier einschätzen? Ich kann nicht sagen, ob Lukaschenko (unter aktiver Mitwirkung des Westens und diverser NGOs) vielleicht gestürzt wird, was ich aber mit großer Sicherheit sagen kann, ist dass es den Menschen in seinem Land anschließend nicht besser gehen wird.

Zusatz:

Auf Kardinal Marx ist Verlaß: "Kardinal Marx solidarisiert sich mit Demonstranten in Belarus.In Weißrussland gehen tausende Menschen auf die Straße und protestieren gegen Diktatur und Unterdrückung. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx solidarisiert sich mit ihnen – und verweist dabei auch auf die Botschaft des Magnificat." Kath de 16.8.2020



 

Sonntag, 15. April 2018

"Katholische Kirche feiert Katholikentag mit Kirchenfeinden" "Freie Welt"


Es gibt eben in Deutschland eine Partei, die für jeden guten Katholiken inakzeptabel ist. Das Zentralorgan des katholischen Gutmenschentumes informiert uns nun am 15.4. über diese Partei non grata. Es ist, wen wundert es, die AfD. 
"Fünf Jahre alt wird die AfD an diesem Samstag – und fast genauso lange steht die Partei schon auf Kriegsfuß mit den Kirchen in Deutschland. Spätestens seit der Flüchtlingskrise scheint das Verhältnis zwischen der AfD und den Kirchen irreparabel gestört." Nun könnte doch geurteilt werden, daß die Katholische Kirche nicht nur, wie es Kardinal Woelki immer wieder zum Ausdruck bringt, für die euphorische Begeisterung für die Politik der offenen Grenzen der Kanzlerin steht. Gibt es da nicht noch anderes, wofür die Kirche eintritt, etwa den Schutz der Familie, der Ehe, des ungeborenen Lebens? 
Auf dem Katholischen Kirchentag wird auch ein Europatag inszeniert. Parteipolitiker wurden dazu eingeladen. Die Namensliste ist auf der Internetseite "Freie Welt" nachesbar. Diese Internetseite forschte nun über die da Eingeladenen: Wie stimmten die in aus kirchlicher Sicht wichtiger Themen ab? Das Forschungsergebnis ist sehr erhellend:
 "Aus den vom EP veröffentlichen Abstimmungsergebnissen (Dokument PE 619.035) geht hervor: die zum Katholikentag eingeladenen Europa-Abgeordneten stimmen namentlich (also nachweisbar) für Abtreibung, für die Homo-Ehe, für die Gender-Ideologie in Schulen („Lehrpläne der Toleranz“), und gegen den Schutz verfolgter Christen. Sie stimmen auch gegen den Respekt der nationalen Identität und der Rechtsordnungen der Mitgliedsstaaten.(Freie Welt am13.4.2018-www.freiewelt.net/)
Also Politiker, die für Abtreibung, für die Genderideologie, gegen den Schutz verfolgter Christen und gegen den Respekt vor der nationalen Identität der Völker Europas stimmen, sind gern gesehene Gäste auf dem Katholikentag! Hauptsache, sie treten für Multikulti ein, verlangen die Multiethnisierung der Völker Europas! Dagegen sind Abtreibung,  Genderideologie und das Nein zu der nationalen Existenz der Menschen akzeptable politische Voten!Oder sollen wir realistischer sagen, daß eine große Mehrheit des Katholikentages diese antikatholischen Positionen von Herzen bejaht, daß eben die Übereinstimmung mit der Politischen Korrektheit das wichtigste Kriterium der Beurteilung einer politischen Partei für einen Katholiken zu sein hat? 

1.Zusatz:
Die C-Politikern und Bundeskanzlerin erklärte, daß sie den militärischen Angriff gegen Syrien voll unterstütze. "105 Raketen flogen auf Syrien" jubelt "Am Sonntag" am 15.4. Nachdem es nicht gelang, in Syrien durch den sog. "Arabischen Frühling" eine prowestliche Regierung zu installieren und da nun die Staatsregierung zusehens die Lage militärisch zu beherrschen beginnt, setzen die USA, England und Frankreich auf  die Kriegsoption. Ein "Geschenk des Himmels" in Gestalt eines angeblichen Giftgasangriffes durch die syrische Armee bietet dafür die moralische Legitimierung. Warum aber die Staatsregieung Syriens, jetzt, wo sich die militärische Lage für sie so günstig entwickelt, Giftgas einsetzen sollte, ist völlig unbegreiflich. Viel wahrscheinlicher war dies eine Aktion der vom Westen unterstützen Opposition, die so auf eine Militäraktion zu ihren Gunsten sich erhoffte. Das passierte nun. 
Eines ist aber sicher: Selbst das Jawort der Kanzlerin zu diesem Kriegseinsatz wird keinen Gutmenschkatholiken dazu verleiten, kriegswillige CDU Politiker vom Kirchentag auszuladen! Sicher ist aber auch, wenn es doch noch gelingt, die syrische Regierung zu stürzen, daß dann der Tod der Christen in Syrien eingeleitet wird. Aber auch das stört weder die Kanzlerin noch die Gutmenschchristen!       

2.Zusatz
"Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hatte am Samstag  Verständnis für die Reaktion auf den Giftgaseinsatz gezeigt." Katholisch de am 15.4.2018 . Wenn die Kanzlerin eine Kriegsaktion als gut befindet, dann kann ihr Regierungssprecher Kardinal Marx nicht schweigen: Wie die Kanzlerin sehe ich das!

Donnerstag, 12. Mai 2016

Syrische Kriegsflüchtlinge- Gut gmeint- aber nicht gut getan

"Stattdessen sollte sich der Westen für ein Ende des Bürgerkrieges einsetzen - Erzbischof Jeanbart hat den Westen dazu aufgerufen, nicht weiter syrische Bürgerkriegsflüchtlinge aufzunehmen", berichtet Kath net am 12.5. 2016. "Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut getan! Der Gutmensch meint, Gutes zu tuen, plädiert er für die Aufnahme von syrischen Kriegsflüchtlingen. Was ist nun daran falsch. Eine einfache Tatsache wird übersehen: So sehr sich die islamistische Opposition gegen die Assadregierung in allem uneins ist, in einem stimmen sie überein: Der laizistisch orientierte Assad muß weg und in Syrien nach Assad wird es keinen Platz mehr für Christen geben! Wer jetzt, aus was für moralisch guten Gründen auch immer für die Aufnahme syrischer Kriegsflüchtlinge plädiert, unterstützt damit die islamische Opposition in zwei Hinsichten: a) je mehr Christen ins Ausland fliehen, desto schneller entsteht ein christenfreies Syrien und b) je mehr wehrfähige Männer, statt den laizistischen Staat gegen seine Feinde zu unterstützen, in Europa Asyl gewährt bekommen, desto mehr stärkt das den Islamischen Staat bei seinem Versuch, Syrien für sich zu gewinnen. 
So traurig es auch ist: Nur das Assad-Regime (vom freien Westen aber auch maßlos verteufelt) ist der einzige Garant dafür, daß es Christen eine Zukunft in Syrien geben kann! Die Assadregierung übernimmt dabei genau die Rolle, die ihm der Staatsphilosoph Thomas Hobbes angesichts des religiösen Bürgerkrieges des 17. Jahrhundertes in Europa zuwies: als autoritärer Staat den Frieden gegen die Lust der Bürger, sich aus religiösen Gründen gegenseitig zu töten, zu erzwingen. 
Anbei: In der Schweiz, um 1530 herum hatte in einigen Kantonen die Reformation gesiegt,es blieben aber auch Kantone altgläubig; sie untersagten reformatorische Predigten in ihren Gebieten! Da schlug Zwingli und andere reformierte Reformatoren der Schweiz vor, einen militärischen Kriegszug gegen altgläubige Kantone durchzuführen, um so die reformatorische Predigt in den altgläubigen Kantonen zu erzwingen! Zwingli, der Schweizer Reformator fiel dann auf dem Kriegszug! Danach beschlossen die Schweizer Politiker, daß fortan um des innerschweizerischen Friedens willen Pfarrer keinen Einfluß mehr auf die Politik haben sollen, weil diese zu sehr für den Religionskrieg sich engagierten! 
Merksatz: Religionen, nicht nur der Islam sind nicht von Natur aus friedlich gewaltverneinend. In einem religiös so überhitzten Land wie Syrien kann wirklich nur noch eine religionsneutrale Regierung Frieden schaffen und das ist in Syrien allein Assad! 
Wer also das Ende des Krieges in Syrien will und daß es dort eine Zukunft für Christen gibt, muß diese Regierung unterstützen- und das tut bis jetzt leider nur Rußland unter ihrem Staatsmann Putin!
Der freie Westen setzt weiter auf islamische Oppositionsgruppen, denen jeder Christ ein Feind ist! Und so wird ein weiteres mal der "Arabische Frühling" zum Unglück für die dortigen Menschen!    

Sonntag, 18. Oktober 2015

Ist jeder Krieg eine Sünde? Zum Syrienkrieg

Der syrische Erzbischof Hidno kritisierte energisch die Befürwortung der russischen Militärintervention in Syrien durch das Moskauer Patriachat. Kat net, leider oft negativ auffallend durch seiner antirussische Tendenz, als wolle man da den Kalten Krieg wieder herbeischreiben, berichtete darüber am 18.10. 2015. Der syrische Kirchenmann verstieg sich gar zu der These, daß jeder Krieg eine Sünde sei! Da wäre es nun doch die Aufgabe von Kath net gewesen, die Leser daran zu erinnern, daß diese Meinung unvereinbar ist mit dem Glauben der Kirche, die eben zwischen gerechten und ungerechten kriegen zu unterscheiden lehrt und so sehr wohl Kriege kennt, die keine Sünde sind. Nun behauptet der Erzbischof gar, daß der Moskauer Patriach  gar von einem "heiligen Krieg"  gesprochen habe. (Mir ist es nicht möglich, die Richtigkeit dieser Behauptung zu überprüfen, auch wenn mir das recht unwahrscheinlich vorkommt- aber ich will nun mal so tuen, als hätte der russische Patriach tatsächlich von einem "heiligen Krieg" gesprochen. 
Zuerst muß vorbemerkt werden, daß es zur Lehre und Tradition der Russisch-Orthodoxen Kirche gehört, ein harmonisches Verhältnis zum Russischen Staat zu erstreben. Dies gelingt der Kirche in Rußlands zusehens wieder, gerade weil ihr in Putin ein dialogbereiter Staatsmann gegenübersteht der auch seinerseits - gemäß der russischen Staatstradition- in der Orthodoxen Kirche den Partner für sich sah zum gemeinsamen Regieren. Daß die Zaren dann "Minister" der Russischen Kirche gewesen sind, wie Rousseau in "Staat und Gesellschaft" in dem Kapitel :"Über die staatsbürgeliche Religion" urteilte, dürfte dabei eine genauso arge Übertreibung sein wie das andere Extrem, daß die Russische Kirche nur der Befehlsempfänger des Staates gewesen sei. Es ist schon befremdlich, wie wenig diese Kritiker einmütig sich kein partnerschaftliches Verhältnis von Kirche und Stat imaginieren können, sondern dies sich immer nur vorstellen wollen als das eines Über-und Unterordnungsverhältnisses! Es muß dann angemerkt werden, daß die Katholische Kirche niemals dem Staate prinzipiell das Recht, Kriege zu führen abgesprochen hat- wie könnte sie auch, verstieße das doch eindeutig der in der hl. Schrift selbst enthaltenden Staatslehre, isb. des Apostelfürsten Paulus in Röm 13 und dem ganzen Zeugnis des Alten Testamentes. Wenn man das Töten im Kriege trotzdem als Sünde bezeichnen wollte, dann kann das nur so gemeint sein, daß damit der tragische Charakter des Krieges zum Ausdruck gebracht wird: daß das im gerechten Kriege erlaubte und notwendige Töten doch ein Tuen ist, das doch unmoralisch ist und trotzdem dann getan werden muß.  
Es gibt nun gute politische Gründe für das militärische Eingreifen Rußlands zugunsten des syrischen Staates- angefangen von dem völkerrechtlichen sehr einsichtigem, daß es in Syrien eine militante Opposition gegen die Regierung gibt, die versucht, durch Anzettelung und Führung eines Bürgerkrieges die Regierung zu stürzen, um  selbst die Regierung zu übernehmen. Warum dürfte ein ouveräner Staat einem anderen nicht militärisch zur Hilfe kommen, wenn dieser sich einer militärisch operierenden Opposition gegenüberstehen sieht, die massivst vom Auslande unterstützt wird!  
Daß in den westlichen Medien diese Opposition dann auch propagandistisch unterstützt wird, daß sie die Menschenrechte mißachte, ist dann eine Absurdität ohne seines gleichen, wenn man sich frägt, wie denn wohl der Islamische Staat und die sonstigen islamischen Freiheitskämpfer in Syrien es mit den Menschenrechten halten! Es bedarf keiner prophetischen Begabung, um für den Fall des Endsieges des Islamischen Staates den Tod aller Christen in Syrien vorauszusagen. Und so ist tatsächlich Putins Militärintervention für die Christen in Syrien das beste, was ihnen da jetzt passieren kann. Eine Zukunft haben die Christen in Syrien nämlich nur, wenn die jetzige Regierung wieder die Kontrolle über das ganze Land zurückgewinnt und dann für Ruhe und Ordnung sorgt! Und dieses Ziel ist in dem Bürgerkrieg, der jetzt in Syrien herrscht, nicht ohne militärische Gewaltanwendung zu erreichen!          
Merksatz: es gibt Zeiten, in denen der Staat diktatorisch regieren muß,um die untereinander in Todfeindschaft sich gegenüberstehenden Bevölkerungsteile daran zu hindern, sich gegenseitig umzubringen. Das wußte schon Thomas Hobbes ! 
Und ein Krieg und eine autoritäre  Regierung sind dann, um den totalen Bürgerkrieg zu beenden, Übel, aber kleine angesichts des dort jetzt herrschenden Elends!
Ob es nun klug und theologisch legitim ist, diese russische Militärintervention einen heiligen Krieg zu nennen, darüber kann man geteilter Meinung sein.  Versteht man unter "heilig", daß etwas ausgesondert wird aus der profanen Welt, um es ausschließlich in den Dienst Gottes zu stellen, wie eben der Kelch der Eucharistie nur als Gefäß für das Trinken des Blutes Christi hergenommen wird und nicht zum profanen Weintrinken, dann verbietet sich dieser Ausdruck. Verstünde man darunter aber, daß die Kirche damit zum Ausdruck bringen will, daß diese Militärintervention mit Gottes Willem und uns gegebenen Ordnungen sich im Einklang befindet, dann wäre der Begriff akzeptabel.

Corollarium 1
Politisch korrekter als korrekt Denkende neigen dazu, zu urteilen, daß jeder Krieg eine Sünde und etwas Unmoralisches sei. Frägt man sie aber dann, was sie vom Krieg gegen Hitlerdeutschland halten,dann ist ihnen der das beste, was uns Deutschen und der Welt passieren konnte und eigentlich war es- moralisch geurteilt- schon ein heiliger Krieg der Allianz aller Gutmenschen gegen das Böse schlechthin!        

Montag, 9. März 2015

Kirche in Not-oder Seltsamkeiten westlicher Politik

"Wir Christen sind die Verlierer des Arabischen Frühlings" resümiert S. Faddoul, Katholischer Priester, früherer Präsident der Caritas Libanons. (Kirche in Not, Christen in großer Bedrängnis, Diskriminierung und Unterdrückung, 2013, S.151) Die Frage: "Welche Zukunft sehen Sie für Syrien und den Nahen Osten ((S.153), respondiert dieser Priester so: " Ich sehe ehrlich gesagt ziemlich schwarz. In Syrien setzt sich ein Dominoeffekt fort, der bereits im Irak und in Ägypten stattgefunden hat, und von dem ich hoffe, dass er nicht noch augfJordanien und den Persischen Golf übergreift. Ich glaube, dass da draußen die Landkarte des Nahen Ostens ohne Rücksicht auf Menschenleben und Schicksale neu zeichnet." (S.153f) Den obligatorischen Einwand: "Das klingt ja beinahe nach einer Verschwörungstheorie. Wer würde denn von so einer Neuordnung profitieren" (S.154) respondiert der Priester: " Ich weiß nicht [...]Aber was ich feststellen muss, ist, dass wir Christen die größten Verlierer und Sündenböcke dieser ganzen Entwicklung im Nahen Osten sind."
Es soll nun versucht werden, angesichts der Komplexität und Vielschichtigkeit ein Grundschemata in dem Phänomen des "Arabischen Frühlings" zu rekonstruieren. Als erstes ist da ein politisches System in einem Land, daß durch eine Mehrzahl von religiös und teilweise auch ethnisch verschiedenen Staatsbürger"gruppen" sich zusammensetzt, wobei der Staat mehr oder wenig diktatorisch-reppressiv die Einheit des Landes sicherstellt. Das gemeinsame aller vom Arabischen Frühling infizierten Staatswesen war-außenpolitisch-eine Distanz zum Block des freien Westens und innenpolitisch -auch wenn zusehens verblassend- ein arabischer Sozialismus, mehr oder weniger einst von der Sowjetunion unterstützt mit einer stark laizistischen Tradition: die Trennung von Staatspolitik und Religion. So konnte im  mehrheitlich islamisch geprägten Irak ein bekennender Christ das wichtige Amt des Außenministers innehaben! Allerdings gab sich in der jüngerer Zeit nicht nur der lybische Staatschef öffentlich zusehens islamisch frömmer wohl der zunehmenden Islamisierung der Bevölkerung Tribut zahlend. 
Dann setzte eine Opposition auf den Sturz des jeweiligen Regimes, deren Einheit erstmal nur im Nein zum Bestehenden bestand. Dank mehr oder weniger tatkräftiger Unterstützung durch den freien Westen siegte dann die Opposition, in Lybien nur dank massivster Bombardierung durch den Westen, im Irak erst nach dem militärischen Sieg über S. Hussein, und Sadat verteidigt immer noch sein Regime gegen die vom Westen unterstützte Opposition. 
Oberflächlich betrachtet: Dem Westen nicht hundertprozentig wohlgesonne Regime werden weggeputscht und sollen durch prowestliche Regierungen ersetzt werden. A. Dugin (Die vierte politische Theorie)benennt das die Globalisierung des Westens mit ihrem ideologischen Konzept von freiem Markt, Demokratie und Menschenrechten. Daß dies von den Medien als "Verschwörungstheorie" gern abgetan wird, spricht nicht gegen diesen ersten Leseeindruck, sondern spricht nur dafür, daß eben die Massenmedien den Willen zur Macht des freien Westens propagandistisch uneingeschränkt unterstützen! 
Ein Kollateralschaden ist dann aber nicht zu übersehen:die Nutznißer des Sturzes der bisherigen repressiven Staatsführungen vom Irak bis zu Lybien scheinen radicale Islamisten zu sein. Überall stehen sie, gut ausgerüstet, hoch motiviert vor den Toren der Macht, von der Errichtung islamischer Staaten träumend. Und die Staaten, die bisher als repressive Staaten, als wäre ihr Grundgesetz direkt von dem Staatstheoretiker Hobbes verfaßt worden, den Krieg aller gegen alle unterdrückten, gehen nun im Bürgerkrieg zugrunde. Einen Verlierer gibt es überall in den in der Auflösung sich befindenden Reststaaten: das dortige Christentum! Es profitierte ja auch von der Repression der autoritären Regime, indem sie die Christen vor der Intoleranz des sich radicalisierenden Islam schützten, gerade durch ihre arabisch-sozialistisch geprägte Neigung zur strikten Trennung von Staat und Religion.
Der Westen und der Islam, das sind auf den ersten Blick zwei Konkurrenzunternehmungen im Kampf um die Weltherrschaft, westlich Globalisierung genannt und islamisch: der islamische Weltstaat. Ernst Nolte wird man dabei recht geben, daß der freie Westen die progressiv aggressive Partei des Weltkonflktes ist und daß der islam den Part einer Widerstandsform gegen die Globalisierung darstellt. (Vgl die sehr gediegene Studie von Ernst Nolte:Die dritte Widerstandsbewegung : der Islam" 2009. Als erste und zweite bezeichnet Nolte den Kommunismus und den Nationalsozialismus). Aber das Verhältnis dieser beiden Weltbeherrschungskonzptionen ist doch komplexer. Man erinnere sich an die Unterstützung islamischer Bewegungen und Tendenzen in der gesamten Arabischen Welt durch die USA als "Gegengift" zu prosowetisch-kommunistischen Bewegungen dort. Das beste Bollwerk gegen den atheistischen Kommunismus sei die Religion des Islam. Das wurde dann ja auch sehr tatkräftig in der Unterstützung der islamischen Freiheitskämpfer gegen die prosowjetische Regierung in Kabul praktiziert bis zum Endsieg des Islam dort über den Kommunismus. Afghanistan stand so für die Unbesiegbarkeit  des frommen Islams über den bolschewistischen Imperialismus Rußlands, bis die USA die Talibans zum Feind Nr. 1 deklarierten! Vorher waren sie die besten Freunde des Westens! Man erinnere sich doch noch der wunderschönen Bilder aus dem Freiheitskampf Afghanistans, als "wilde Männer" irgendwie eine Neuauflage von Robin Hood  und den Seinen gegen die Kommunisten Kabuls kämpften, ein Schrotgewehr in der Hand gegen die russische Panzerübermacht, allein stark durch ihr Gottvertrauen-so damals nicht nur das "ZDF-Magazin" ! Aber dann stürzten in den USA Türme zusammen und da avancierten die afghanischen Freiheitskämpfer zu den schlimmsten Feinden von Freiheit und Menschenrechten!  
Befremdlich: sollen nun mehr oder weniger starke islamistisch geprägte Staaten das Wunschprogramm der USA sein als die Alternative zu den relativ stabilen repressiv geführten Staaten davor? Einerseits wird offiziell zum Kampf gegen den islamischen Terror aufgerufen und andererseits verhilft gerade das amerikanische Engagement überall in der Welt Islamisten zum Machtantritt! 
Und man denke an die Rede des amerikanischen Präsidenten zum Islam, in der er sehr engagiert jede Mitverantwortung der Religion des Islam am islamistischen Terrors bestritt! So viel Liebe zum Islam! 
Eines ist-bei dieser verwirrenden Lage nicht übersehbar: das Christentum droht in der gesamten arabischen Welt ausgelöscht zu werden- und das wäre nicht möglich, wenn nicht vorher der Westen die das dortige Christen
tum schützenden Regime mitgestürzt hätten!
"Was ist der Sinn in diesem Spiel?" könnte nun in Anlehnung an die große Sängerin Alexandra gefragt werden! Sollte dem doch irgendeine Verschwörung wider das Christentum zugrunde liegen? Das darf man natürlich nicht denken, will man sich nicht sofort aus der Gemeinschaft der ernst zu nehmenden Disputanten ausschließen! Alles eben nur eine Reihe von Zufällen in der Geschichte und der aktuellen Gegenwart.
Und wie war das noch im Fall Jugoslawiens? Da gab es diesen Staat, in dem laut sozialistischer Weltanschauung es keine ethnisch-religiösen Spannungen zwischen Serben, serbisch-.orthodox, Kroaten, römisch-katholisch  und den Albanern (islamisch) gebe, weil alle sozialistische Brüder und Schwestern waren. Die föderalistische Struktur erleichterte dann die Islamisierung und Albanisierung des Kosovo: die Serben, dort einst die Mehrheitsbevölkerung wurden zur Minderheit im eigenen Lande, durch die Mehrgeburten der dortigen Albaner und den Zuzug aus dem Staate Albanien. Man nannte das wohl die sozialistische "Willkommenskultur", bis die islamischen Albaner, im Kosovo die Mehrheit geworden die Minderheit der Serben dort anfing zu unterdrücken, was auch möglich war ob der föderalistischen Struktur des jugoslawischen Staates. Als diese der damalige Staatspräsident, ein Serbe beseitigen wollte zum Schutze der Serben im Kosovo begann der "Freiheitskampf" der islamischen Albaner gegen das serbische Jugoslawien. Der Westen intervenierte und führte Krieg gegen den serbischen Teil Jugoslawiens. Und der Staat Jugoslawien ging unter, Kroatien wurde selbstständig und die Albaner bekamen faktisch ihren Kosovo, nachdem die Restserben dort von ihnen vertrieben wurden! Auch hier ein Sieg des Islam! Aber auch ein Sieg des katholischen Kroatiens, das aber heuer wider zu den Pariavölkern zählt, weil man ihm Nationalismus vorwirft, statt sich ganz dem freien Westen zu unterwerfen! (Man erinnere sich des kroatischen Fußballnationalspielers, der in Freude ob der Qualifikation zur letzten Fußball-WM von der Teilhabe ausgeschlossen wurde vom Weltfußballverband, nur weil er gerufen hatte: Bereit fürs Vaterland!) Also auch hier eine massive Unterstützung des Islam gegen das orthodoxe Serbien-nur Deutschland unter dem Kanzler Kohl unterstützte mehr die katholischen Kroaten! Alles nur Zufälle? 
Der Islam marschiert voran in der arabischen Welt. Aber eines muß dazu gesagt werden: ohne die massive Unterstützung durch die USA und ihre Verbündeten könnte der Islam nicht so erfolgreich dort sein!