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Dienstag, 13. Oktober 2026

Papst Leo 14. auf Irrwegen – was er nicht sagte und was er sagte

 

Papst Leo 14. auf Irrwegen – was er nicht sagte und was er sagte



Angesichts der Millionen von getöteten Kinder im Mutterleibe in jedem Jahr appellierte er, diesem Töten ein Ende zu setzen. Er lobte die Politik des amerikanischen Präsidenten aber auch die des Irans1, diesen Kindestötungen, die Mordung so vieler Unschuldiger ein Ende zu bereiten.

Nein, so appellierte er nicht.

„Zum Welttag gegen die Todesstrafe hat Papst Leo 14. am Samstag eine klare Botschaft auf der Plattform X veröffentlicht: "Die Todesstrafe ist unzulässig, da sie die Unverletzlichkeit und Würde des Menschen verletzt."2

Laut Vatican news behauptet der Papst:„Die katholische Kirche hat stets gelehrt, dass jedes menschliche Leben vom Augenblick der Empfängnis bis zum natürlichen Tod heilig ist und geschützt werden muss“, beginnt der Papst seine kurze Ansprache mit einem Verweis auf die Tradition des Lehramts, und insbesondere seines Vorgängers Franziskus, der den Passus zur Todesstrafe im Katechismus der Katholischen Kirche 2018 nachgeschärft hatte. Seitdem kann kein Katholik sich mehr auf die Lehre der Kirche berufen, um die Todesstrafe zu rechtfertigen.

Wie auch Leo kategorisch hervorhebt, sei das „Recht auf Leben“ die „eigentliche Grundlage jedes anderen Menschenrechts“ und Voraussetzung für ein Gedeihen der Gesellschaft, die „Heiligkeit des menschlichen Lebens“ zu wahren – ein Gedanke, dem er bereits in seiner Ansprache an die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten Anfang des Jahres Ausdruck verliehen hatte.“3

Erstens hat die Katholische Kirche in klarer Übereinstimmung mit der hl. Schrift und der Tradition bis einschließlich dem 2.Vaticanum die Todesstrafe bejaht bzw nicht als mit dem „Recht auf Leben“ unvereinbar verworfen.So gehört das „Ja“ zur Lehre der Kirche. Erst Papst Franziskus hat gegen die Lehre der Kirche und dem Zeugnis der hl. Schrift diese kirchliche Lehre willkürlich, dem Zeitgeist folgend abgeschafft.

Zweitens hat einer der bedeutendsten Philosoph der Aufklärung, Kant selbst die Todesstrafe bejaht aus puren Vernunftgründen.

Drittens: Nie hat die Kirche gelehrt, daß das Töten in gerechten Kriegen dem „Recht auf Leben“ widerstreite noch das das Töten in einer Notwehrsituation, wenn anders der Angegriffene sein Leben nicht retten kann, diesem Recht widerstreite. So darf auch Zu Tode Verurteilten das Leben genommen werden.

Solange nicht behauptet wird, daß das Strafen selbst der Würde des Menschen widerstreite, muß gelten, daß ein gerechtes Bestrafen darin besteht, daß der Schwere der Straftat die Schwere der Strafe zu entsprechen habe. Die Ausgewogenheit ist das rechte Maß des Strafens. Die Waage ist so das Symbol der Gerechtigkeit, der Ausgewogenheit.

Wenn die Ermordung eines Menschen nicht mehr mit dem Tode bestraft wird, dann heißt das, daß ein Mord nicht mehr als so schwer angesehen wird, als daß es die Tötung des Mörders verlange. Der Mord wird eben „leicht“ genommen.Das heißt auch, daß der Wert eines Menschen als geringer eingeschätzt als wenn ein Mord zur Sühnung die Todesstrafe verlangt.(Seit den Weltkriegen mit ihren Millionen an Toten wird eben der Wert eines Menschen nicht mehr so hoch taxiert, er kann ja als eine Massenware leicht vernichtet werden.)

Wie viele Menschen werden wohl pro Jahr durch die Todesstrafe getötet und wie viele pro Jahr durch staatlich anerkannte Tötungen im Mutterleibe! Aber Papst Leo protestiert gegen die Todesstrafe, nicht aber gegen die Massentötung an den Kindern im Mutterleibe.Was soll den die Schuld der Ungeborenen sein, daß ihre Mütter sie zum Tode verurteilen dürfen? Gilt für sie das „Recht auf Leben“ nicht?

Aber der Papst sorgt sich um Schwerstkriminelle, daß die nicht zum Tode verurteilt werden dürften. Bezeichnend ist dabei, daß er mit keinem Worte der Opfer der Schwerstverbrecher gedenkt, hat denn ein Ermordeter kein Recht auf Gerechtigkeit?

Aber es drängt sich der Verdacht auf, daß wie schon sein Vorgänger so auch Papst Leo den Gedanken der Strafe ganz streichen will, als verlangte die Gerechtigkeit nicht eine Bestrafung des Täters.

Wie ein roter Faden durchzieht die ganze Bibel der Glaube, daß Gott die bösen Taten der Menschen bestraft, hier im Diesseits oder dann im Jenseits. Die Strafgerechtigkeit ist eben keine menschliche Willkürerfindung, sondern Gott straft durch den Staat um seiner Gerechtigkeit willen. So wie Gott der Kirche ihren Anteil am Recht zur Sündenvergebung gibt im Sakrament der Buße ausgeübt, so gibt Gott dem Staate als Staats-Gewalt einen Anteil am Recht, zu Tode zu verurteilen.Nicht verurteilt so der Staat aus einem Eigenrecht zu Tode, sondern dies Recht ist ihm von Gott selbst gegeben worden, wie Jesus Christus es selbst in seinem Dialog mit Pontius Pilatus lehrt: „Du hättest nicht das Recht, mich töten zu lassen, wenn es Dir nicht von Gott gegeben worden wäre!“

Ein Staat ohne die Ausübung der Todesstrafe ist so defizitär ein Staat wie eine Kirche defizitär wäre, wenn sie im Beichtstuhl nicht mehr die Sünden vergeben wollte in der irrigen Meinung, daß so wenig die Kirche die Vollmacht zur Sündenvergebung habe, so wenig der Staat das Recht zur Todesstrafe.

Außerdem: Wenn es dem Recht auf Leben widerstritte, einen Mörder zu Tode zu verurteilen, müßte es dann nicht auch dem Recht auf Leben widerstreiten, verurteilt Gott Sünder zur ewigen Verdammnis?

Dss "Nein" zur Todesstrafe widerspricht der hl.Schrift, der Lehre der Kirche und dem Urteil der Vernunft (Kant),und ist nur eine Willkürmeinung Papst Franziskus und seines ihm darin nachfolgendem Papstes. 



1Der Iran erlaubt eine „Abtreibung“ nur noch in extremen Aunahmefällen, den der Vergewaltigung, des Inzest und wemn das Leben der Mutter in Gefahr sei.

2. t-online am 10.10.2026.

3

Samstag, 30. Mai 2026

Papst Leos Enzyklika „Magnifica humanitas“ - ein erster Kritikversuch

 

Papst Leos Enzyklika „Magnifica humanitas“ - ein erster Kritikversuch


Auf der Internetseite „Kath info“ am 29.5.2026 findet sich eine gut fundierte Kritik: „ >Magnifica humanitas< und das zugrundeliegende metaphysische Problem“. Für die Leserschaft dieser Enzyklika dürfte das in dieser Kritik angezeigte Problem seiner nicht vorhandenen metaphysischen Fundierung keines sein, fokussiert sie sich doch vorrangig auf die „konkreten“ Positionierungen und nicht auf das vermeintliche Präludium, auf die theologische Fundierung.

Aber was geschähe, bekäme ich den Auftrag, ein Weltmeisterspiel unserer Fußballmannschaft zu kommentieren, wenn ich die Regeln des Spieles nicht kennte? Ich könnte zwar präzise die Einzelereignisse beschreiben,aber ich könnte sie in keinster Weise verstehen. Ohne eine metaphysische Fundierung könnte diese Schrift nur eine Aneinanderreihung von Problembeschreibungen sein, ohne daß sie verstanden würden.

Enthält nun etwa diese Enzyklika keine metaphysische Fundierung oder eine, die aber nicht eine theologische ist? In dem Kath info Artikel heißt es nun: „Die metaphysische Grundlage der Soziallehre der Kirche verweist nämlich auf die christliche Auffassung der Seinsordnung, die die Menschheitsgeschichte im Licht von Schöpfung, Sündenfall und Erlösung versteht.“ Man könnte es auch für postmetaphysisch gestimmte Leser anders formulieren: Die christliche Religion ist eine Großerzählung von der Schöpfung, des Falles des Menschen und seiner Erlösung. ( Vgl: Lyotard, Das postmoderne Wissen) In diese Erzählung werden nun alle Elemente der Erzählung eingezeichnet und erhalten dadurch ihre Bedeutung, wie jede Spielaktion eines Fußballspielers erst im Kontext des Fußballspieles die ihrige Bedeutung erhält.

Enthält nun diese Enzyklika keine oder eben eine andere als diese metaphysische Grundlage? ( M.E wäre es sinnvoll, die religiöse Großerzählung von der Metaphysik wie folgt zu unterscheiden: daß die Metaphysik die begriffliche Erfassung der Fundamente dieser Großerzähung ist, die Theologie dann die begriffliche Erfassung der Elemente der Erzählung.) Sehr pointiert heißt es dann in dem Kath info Artikel:

„Der Papst sagt in einem schönen Ausdruck: >Wenn das Geheimnis des Gottes der Liebe die Quelle der Soziallehre ist, betrachten wir sein konkretestes Gesicht in Jesus Christus, dem fleischgewordenen Wort< (Nr. 49). Doch Jesus Christus ist nicht Mensch geworden, um ein humanitäres Ideal zu bestätigen oder eine allgemeine universale Brüderlichkeit zu fördern, sondern um die durch die Sünde zerstörte Ordnung durch die Erlösung des Menschen und seine Wiedereingliederung in die übernatürliche Ordnung wiederherzustellen (Summa Theologiae, III, q. 1, a. 2). Wenn dieser metaphysische und übernatürliche Horizont verdunkelt wird, neigt das Christentum zwangsläufig zur Säkularisierung und reduziert sich auf eine rein horizontale und philanthropische Religion, deren Ziel nicht mehr die Rettung der Seelen und die Wiederherstellung der christlichen Ordnung ist, sondern lediglich die humanitäre Verwaltung der Probleme der Welt.“

Aus dieser Kritik läßt sich nun die diese Enzyklika fundierende Metaphysik rekonstruieren: Es ist die Metaphysik des Glaubens an die Menschenwürde, an die Menschenrechte. Aus dieser Perspektive werden dann alle thematisierten Probleme wahrgenommen und Handlungsperspektiven angedeutet. Gott fungiert dabei nur noch als eine kontingente Letztbegründung, durch die die Metaphysik des Humanitarismus in die christliche Religion implantiert wird.

Für den Humanitarismus ist eine religiöse Fundierung überflüssig, ja sogar dysfunktional, weil sie dem Allgemeingültigkeitsanspruch des Humanitarismus widerspräche: Nur was rein vernünftig ist, kann allgemeingültig sein.Die Enzyklika stellt nun dem allgemeingültigen Humanitarismus ein theologisches Präludium voran, um diesen Humanitarismus in die christliche Religion zu implantieren. Dies Implantat erscheint dann als eine Tendenz der Selbstversäkularisierung, da die christliche Großerzählung von der Schöpfung, vom Fall und der Erlösung durch diesen Glauben an die Würde des Menschen substituiert wird.

Zur Veranschaulichung füge ich hier die Titel des 2.Kapitels der Enzyklika hinzu:


„ZWEITES KAPITEL

GRUNDLAGEN UND PRINZIPIEN DER SOZIALLEHRE DER KIRCHE

DIE GRUNDLAGEN DER SOZIALLEHRE
Der Mensch als Abbild des dreifaltigen Gottes
Die gleiche Würde aller Menschen
Der sehr hohe Wert der Menschenrechte
DIE PRINZIPIEN DER SOZIALLEHRE
Das Prinzip des Gemeinwohls
Das Prinzip der allgemeinen Bestimmung der Güter
Das Subsidiaritätsprinzip
Das Solidaritätsprinzip
Das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit
DIE GANZHEITLICHE MENSCHLICHE ENTWICKLUNG
VERGEWISSERUNG FÜR DIE KIRCHE“



Der Kath-info Artikel stellt dazu fest, daß der Begriff der Sünde weitestgehend fehlt. Dann kann aber auch nicht sinnvoll von der Erlösungsbedürftigkeit des Menschen und seiner Erlösung etwas geschrieben werden, wozu auch angesichts des Glaubens an den Menschen! Ideengeschichtlich formuliert: Die Parole der Französischen Revolution wird getauft durch das Konstrukt des Bejahtseins jedes Menschen durch den Schöpfergott,um dann den Humanitarismus als die christliche Praxis zu konstruieren.

Zusätze

Genau zu prüfen wäre, ob nicht der Ausgang von der Ideologie der Menschenwürde und Menschenrechten einer Gemeinwohlorientierung hinderlich ist ob des damit gesetzten Primates des Einzeln  der Gemeinschaft gegenüber. Gesetz den Fall, ein armes Land bildet Ärzte aus für das eigene Gesundheitssystem und wenn die dann  gut ausgebildet ins Ausland gingen, da sie da viel mehr Geld verdienen, muß der Staat diese Auswanderung dulden, wenn er den Ärzten keinen so hohen Lebensstandard ermöglichen kann? 

Ist die kirchliche Ablehnung der Widerspruchslösung, daß der Staatsbürger sein Nein zur Organspendenbereitschaft ausdrüklich erklären muß, mit einer Gemeinwohlorientierung vereinbar.Manifestiert sich hierin nicht der Egoismus, der der Menschenrechtsideologie zu eigen ist? 


Dienstag, 24. März 2026

Papst Leo in der Kritik: Er versage als Kriegstheologe

 

Papst Leo in der Kritik: Er versage als Kriegstheologe



Das sagte nun Papst Leo XIV : „>Mit Besorgnis verfolge ich weiterhin die Lage im Nahen Osten sowie in anderen Regionen der Welt, die von Krieg und Gewalt heimgesucht werden<. Weiter sprach er vom Leiden >so vieler wehrloser Menschen<, die Opfer dieser Konflikte seien, und fügte hinzu: >Der Tod und der Schmerz, die diese Kriege verursachen, sind ein Skandal für die gesamte Menschheitsfamilie und himmelschreiend!<. Schließlich erneuerte er den Aufruf, >im Gebet auszuharren, damit die Feindseligkeiten ein Ende finden und sich endlich Wege des Friedens eröffnen, die auf aufrichtigem Dialog und der Achtung der Würde jedes Menschen beruhen<.“ 1

Dieser Papstappell findet nun auf Kath keine Zustimmung, was nun die Leserschaft dieser Internetseite nicht verwundern dürfte, unterstützt diese Seite doch vorbehaltlos den Kriegskurs gegen Rußland und wenn man dann in dieser Causa auch von dem Primat einer diplomatischen Lösung des Ukrainekrieges des amerikanischen Präsidenten enttäuscht war, ist man nun doch wieder mit seiner Politik ganz versöhnt, daß er mit Israel zusammen den Krieg gegen die Mächte des Bösen führt, konkret jetzt gegen den Iran.

Daß dieser Angriffskrieg mit dem Völkerrecht nicht vereinbar ist, kann selbst Kath net nicht bestreiten, darum muß nun eine andere moralische Legitimierung gesucht werden. Dieser Aufgabe stellt sich nun die in diesem Artikel skizzierte Kriegstheologie. Dem Papst wird nun einfach vorgeworfen, daß er nicht eindeutig sich auf die Seiten der Guten, Israels und Amerikas stelle, um diesen Krieg gutzuheißen.

Dazu muß nun dieser Krieg als ein Kampf der „Guten“ gegen die „Bösen“ gedeutet werden, sodaß der Feind daimonisiert wird:“Es muss sagen, ob hier bloß zwei Gewalten aufeinanderprallen oder ob ein verbrecherisches Regime bekämpft wird, das durch Ideologie, Terror, Stellvertreterkrieg, Drohung und systematische Destabilisierung einer Region, ja der Welt selbst zu den Ursachen des Konflikts gehört.“ Die hier aufgestellten Behauptungen werden nun in keinster Weise verifiziert, sondern es wird einfach die israelisch- amerikanische Kriegspropaganda zitiert. Es sei an die Horrorgeschichten über die die ganze Menschheit bedrohenden Massenvernichtungswaffen des Iraks erinnert, von denen dann nach dem Sieg über den Irak keine einzige, trotz intensivster Suche im Wüstensand aufgefunden werden konnte.

Gegen diesen Feind sei nun jedes Mittel seiner Bekämpfung erlaubt.Weder gab es für den Staat Israel und schon gar nicht für die USA eine reale Bedrohung durch den Iran, der diesen nun geführten Krieg als einen Verteidigungskrieg rechtfertigen könnte. Israel hat nun schon so erfolgreich auf den palästinensischen Terrorangriff militärisch reagiert, daß von keiner akuten Bedrohung mehr gesprochen werden kann.

Es wird so von der „sittlichen Struktur“ dieses Krieges gesprochen und damit wird einfach gemeint, daß hier die „Guten“, das sind Israel und Amerika gegen die „Bösen“ Krieg führten und daß deswegen dieser Angriffskrieg gerecht sei.

Was würde diese neue Kriegstheologie, daß die „Guten“ das Recht hätten, gegen die „Bösen“ Krieg zu führen, um die Bösen zu besiegen? Geben wir dazu dem amerikanischen Präsidenten das Wort: „Wir zerstören das terroristische Regime des Iran total – militärisch, wirtschaftlich und auf jede andere Weise. Und doch, wenn man die Failing New York Times liest, könnte man fälschlicherweise glauben, wir würden nicht gewinnen. Die Marine des Iran ist weg, ihre Luftwaffe existiert nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werden vernichtet, und ihre Führer wurden vom Antlitz der Erde getilgt. Wir verfügen über unübertroffene Feuerkraft, unbegrenzte Munition und reichlich Zeit – schaut euch an, was heute mit diesen verrückten Kerlen passiert. Sie töten seit 47 Jahren unschuldige Menschen auf der ganzen Welt, und jetzt töte ich sie als 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Was für eine große Ehre das ist!“2

Trump charakterisiert diesen Krieg hier als einen Vernichtungskrieg des Feindes.Nach Clausewitz ist der Krieg ein Mittel der Politik zur Erwirkung politischer Ziele. Ein Vernichtungskrieg ist dagegen kein politischer Krieg, sondern in seinem Vernichtungswillen des Feindes ein quasi- religiöser Krieg, der den Feind nur noch als zu vernichtenden ansieht. Trump sieht es als eine „ große Ehre“ an, den Feind zu töten.

Nun kann natürlich jeder Staat den Feind gemäß seiner ihm eigenen Ideologie bestimmen. Ein kommunistischer Staat könnte so jeden Krieg gegen einen kapitalistischen mit dem Ziel der Befreiung der Arbeiterklasse legitimieren, jeder islamistische den Krieg mit dem Ziel der Befreiung von einem Ungläubigenstaat und jeder Staat, in dem die Menschenrechte als verwirklicht gelten,könnte jeden Unrechtssaat bekriegen, da in ihm die Menschenrechte nicht respektiert würden.So könnte etwa der islamisch regierte Iran, in dem fast jede Abtreibung verboten ist, uns den Krieg erklären, da bei uns in 10 Jahren circa 1 Million unschuldiger Kinder im Mutterleibe mit einer staatlichen Erlaubnis getötet werden. Jeder kann und dürfte so mit der Behauptung, er sei der Gute und die Anderen die Bösen, Krieg gegen jeden führen.

Kath net sieht das aber politisch nüchterner: Es gibt nur noch eine reale Weltmacht, die der USA, und die sind die Guten und darum dürfen die so viele Kriege führen, wie es ihnen beliebt, weil nur sie die Guten sind. Mit der von der Kirche anerkannten Lehre vom „gerechten Kriege“ hat das nichts gemein sondern ist nur ein ein Geschenkpapier eingewickelter Machiavelismus: Dem Mächtigen ist alles erlaubt! Er allein definiert, wer die Guten und wer die Bösen sind und gegen wen so Krieg geführt werden dürfe.

Papst Leos Stärke: Er läßt sich nicht zum Parteigänger der amerikanisch- israelischen Imperialismus degradieren!

Corollarium 1

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker besagt, daß die Völker das Recht haben, das innere Leben ihres Volkes selbst zu bestimmen, sodaß es eine selbstverständliche Konsequenz ist, daß in der Völkerwelt differente politische Systeme hervorgebracht werden. Kein Volk ist nun so homogen, daß es für es eine Staatsordnung gibt, denen jeder Bürger zustimmt. Daß es also eine Opposition im eigenen Volke gegen sein politisches System gibt, widerstreitet so nicht dem Freiheitsrecht eines Volkes. Auch das Individualfreiheitsrecht wird nicht schon dadurch mißachtet, wenn in einer bestehenden Ordnung nicht jedem zugebilligt wird, so zu leben, wie es ihm selbst gefällt. Das gilt auch das politische System des Iran und es ist allein die Aufgabe des iranischen Volkes, wenn ihm seine jetzige Ordnung mißfällt, es durch eine andere zu ersetzen. Andere Völker durch Eroberungskriege zu befreien, widerstreitet so fundamental dem Recht der Völker auf ihre Selbstbestimmung! 

Corollarium 2

"Joe Kent: USA wurden über Falschinformationen in den Krieg getrieben18 verschiedene US-Geheimdienste erklärten: Vom Iran geht keine Atom-Gefahr aus.Joe Kent, der ehemalige Direktor des National Counterterrorism Centers, verurteilt den Iran-Krieg und wirft vor, dass die USA aufgrund falscher Informationen und außenpolitischer Einflussnahmen insbesondere durch Israel in den Krieg getrieben wurden."  Freie Welt 24.3.2026,

 



1Leo XIV.: Christliche Mahnung oder moralische Einebnung? Eine kritische Lektüre des päpstlichen Friedensaufrufs. Ein hoher Appell und seine Grenzen. Von Armin Schwibach, Kath net am 24.3.2026.

2 Donald Trump auf Truth Social: "Wir zerstören das terroristische Regime des Iran total" zitiert nach: Freie Welt 13.3.2026

Dienstag, 3. Februar 2026

„León XIV verteidigt die synodale Kirche „ >Niemand besitzt die gesamte Wahrheit<“ - eine Kritik

„León XIV verteidigt die synodale Kirche „ >Niemand besitzt die gesamte Wahrheit<“ - eine Kritik



Die Internetseite: „infovaticana“ zitiert wie folgt Papst Leo XIV am 26.Oktober 2025: „Synodale Kirche zu sein bedeutet, anzuerkennen, dass die Wahrheit nicht besessen wird, sondern zusammen gesucht wird, indem wir uns von einem unruhigen und in die Liebe verliebten Herzen leiten lassen.“1 Auf Kath net heißt es dann am 28.Jänner 2026 „Kardinal Fernández erinnert vor Mitgliedern des Glaubensdikasteriums an Worte von Papst Leo XIV., wonach "niemand die ganze Wahrheit besitzt."2

Wenn Gott sich in Jesus Christus offenbart hat und die Kirche Jesu sich auf dies Fundament auferbaut, verbunden mit der natürlichen Gotteserkenntnis und der Tradition und dem Lehramt, wie kann dann geurteilt werden, in ihr wäre nicht die ganze Wahrheit als erkennbare präsent? Ist es doch die Aufgabe des Heiligen Geistes, das Offenbarsein der Offenbarung in der Kirche zu erwirken.

„Die ganze Wahrheit“: Sollte denn da unter der „ganzen Wahrheit“ eventuell mehr verstanden werden als die Wahrheiten, die zum Heile des Menschen notwendig sind? Das wären dann aber keine Wahrheiten für uns Menschen, da sie für unser Heil irrelevant wären. Zudem: Warum sollte dann die Kirche diese Wahrheiten gemeinsam suchen? Als die Kirche vor der Frage des Wies der Heidenmission stand, entschied das erste Apostelkonzil, bestehend aus den Aposteln und Presbytern in der Kraft des Heiligen Geistes das Wie dieser Mission. Die Laien, die Gemeinde waren daran nicht beteiligt und seit dem wird die Kirche auf ihren Konzilien so durch den Heiligen Geist geführt. Was für Wahrheiten seien denn da noch zu erkennen, etwa zu unserem Heile notwendige?

Wer sucht, der hat noch nicht gefunden. Aber Gott hat sich doch schon längst in Jesus Christus finden lassen! Ist es denn dann wirklich ein Akt der Demut, wenn zur offenbarten Wahrheit gesagt wird, daß wir Christen so sie noch suchen haben? Das wäre so, als wenn ein Freund zu mir sagte, daß er ab 21 Uhr in Hofbräuhaus anzutreffen sei und ich ihn dann von 6 Uhr früh bis 20 Uhr in ganz München suchte, um dann erschöpft die Suche nach ihm aufzugeben!

Die Theologie weiß von der Differenz zwischen der Erkenntnis Gottes im Glauben zur Gotteserkenntnis im Schauen, die uns erst postmortal zuteil werden wird, aber deswegen sagt sie nicht, daß die Kirche nicht über eine klare Gotteserkenntnis verfüge. Gott selbst kennt sich nämlich selbst und gibt uns Menschen unseren Anteil an seiner Selbsterkenntis durch seine Offenbarung. Deswegen existiert in der Kirche die wahre Gotteserkenntnis, die alles umfaßt, was zum Heile des Menschen notwendig zu wissen ist.

Die Vollständigkeit der Erkenntnis des zum Heile Notwendigen ist nun aber wirklich ein Problem für den wissenschaftlichen Diskurs, denn der lebt aus immer neuen Erkenntnissen, aus innovativen Ideen. Aber für die Theologie gilt der Grundsatz: Es gibt nichts Neues unter der Sonne! Dieser Diskurs will die Wahrheit nicht schon als eine erkannte vorfinden, sondern sie erst noch hervorbringen wollen, um sich am Leben zu erhalten. Zu diesem Zwecke werden dann alle bisherigen Erkentnisse als noch nicht genügend, als noch nicht hinreichende kritisiert, um weiter suchen zu können! Im Idelfall findet man die Wahrheit nie, um sie ewig suchen zu können!

Praktisch werden dann alle schon in der Kirche gefundenen Wahrheiten als die Hervorbringungen früherer Zeiten dekonstruiert, die so keine Wahrheit mehr für uns Jetzige beanspruchen könnten. Alles sei eben relativ, zeit(geist)bedingt und ferne von der Wahrheit!



Man bedenke doch einmal, aus wie vielen und qualifizierten Quellen die Kirche ihre Erkenntnisse schöpft: aus der Vernunfterkenntnis, aus der Selbstoffenbarung Gottes, dem Zeiugnis der hl. Schrift und der Tradition, und dem Lehramt und sie darf auf das Wirken des Heiligen Geistes setzen, daß er sie führt, vom ersten Apostelkonzil an. Bei einer so guten Quellenlage ist die Klage, die Kirche besäße nicht die ganze Wahrheit als in ihr erkannte eine grobe Gotteskritik, als wenn es ihm nicht gelungen sei, sich uns klar zu vermitteln durch diese Medien, die Quellen der Theologie! Gott muß wohl ein sehr schlechter Pädagoge sein! 

Zusatz:

Nach "infovatica" scheint Papst Leo die Liebe gegen die Wahrheit ausspielen zu wollen, als wenn der Mangel an Erkentnis durch eine Praxis der Liebe kompensiert werden könnte. Nur, nicht alles, was aus Liebe getan wird, ist auch gut getan! So handelte König David aus Liebe, er beging einen Ehebruch und ließ den Ehemann der Frsu, die er liebte, töten, um sie zu ehelichen. Man kann aus Liebe sündigen, "Kann den Liebe Sünde sein?" muß die Theologie leider bejahen. Die Erfolgsserie: "Sturm der Liebe" bietet dafür reichliches Anschauungsmaterial," 





1Infovaticana com/wp-content/uploads/2025/11/!

2 Kardinal Fernández erinnert vor Mitgliedern des Glaubensdikasteriums an Worte von Papst Leo XIV., wonach "niemand die ganze Wahrheit besitzt"


Sonntag, 11. Januar 2026

„Papst warnt vor orwellscher Sprachzensur im Westen“ Oder die Subordination unter die neue öffentliche Religion

 

„Papst warnt vor orwellscher Sprachzensur im Westen“ Oder die Subordination unter die neue öffentliche Religion



So titelt die „Junge Freiheit“ am 10. Jänner 2026, um dann zu berichten: „Papst Leo XIV. hat eine zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit im Westen scharf kritisiert. In seiner jährlichen Ansprache vor dem beim Vatikan akkreditierten diplomatischen Korps sprach das Oberhaupt der katholischen Kirche von einer besorgniserregenden Entwicklung, bei der der Raum für offene Debatten zunehmend verenge. Es sei >schmerzlich zu sehen<, wie insbesondere im Westen echte Meinungsfreiheit immer weiter zurückgedrängt werde, erklärte der Papst.“

Am selben Tag berichtet Kath net: „Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland“ So lautet das Forschungsergebnis:‚“Deutschland hat einen Zensurkomplex, der größer ist als alles, was wir in den USA gefunden haben‘. Ein dichtes Netz an staatlich finanzierten Organisationen wachse langsam und ohne demokratische Debatte, sagt Lowenthal.“ So wird dies dann ausgeführt:
„In Deutschland existiert ein großes Netzwerk aus NGOs, Universitätszentren, Faktenchecker-Programmen, Thinktanks, Stiftungen und Regierungsabteilungen, die gemeinsam Online-Inhalte entfernen, meist unter dem Vorwand, gegen „Desinformation“ und „Hassrede“ vorzugehen. Es handle sich dabei um ein „organisches und zugleich staatlich gestütztes System“.

„Die Welt“ berichtete schon am 16.10 2025 als das Resultat einer Befragung zu dieser Causa: „Nur 46 Prozent der Deutschen glauben, ihre Meinung frei äußern zu können.“

Die Bekämpfung der Meinungsfreiheit ist offenkundig ein wesentliches Anliegen der EU. Dabei sind drei Momente wohl zu unterscheiden: a) der Kampf gegen alles Patriotische bzw Nationalistische, da die EU die Souveränität der Nationalstaaten Europas beseitigen möchten durch die Etablierung eines zentralistischen Europastaates, b) der Kampf um die Etablierung der Politischen Korrekhjeit als der neuen öffentliichen Religion nachdem die christliche verprivatiert worden ist als die einstige öffentliche des Abendlandes,und c) daß um des Projektes des Volksumtausches willen jede Kritik der Politik der offenen Grenzen verboten werden soll und die islamische Religion als die Religion der Einwanderer isb geschützt werden soll.

Das Recht auf die Meinungsfreiheit als das Kampfmittel gegen die Herrschaft des Adels und der Kirche sehr erfolgreich gewesen, erweist sich nun als kontraprodultiv für die jetzt etablierte Herrschaft einer Oligarchie aus Politik und Wirtschaft. Die Demokratie, schon längst umstrukturiert zur Herrschaft der sich als wechselseitig als demokratisch anerkennenden Parteien, wobei das Wahlvolk nur noch bestimmt, in welchem Zahlenverhältnis zueinander diese Parteien in den Parlamenten sitzen, sieht eben die bisher gewährte Meinungsfreiheit als die Gefahr für ihre Herrschaft an.

Daß nur noch 46 Prozent der Deutschen glauben, frei ihre Meinung äußern zu dürfen zu politisch brisanten Themen, zeigt, daß dieser Kampf schon recht erfolgreich ist: Die Angst, seine eigene Meinung frei äußern zu können, ist eben tatsächlich eine erwünschte und produzierte, wenn zu viele Bürger kritisch denken, statt der Regierungsolitik zuzujubeln,

Die christliche Religion gerät dabei ins Fadenkreuz, wenn sie sich nicht der jetzt etablierten öffentlichen Religion der Politischen Korektheit unterwirft, aber die Bischöfe Deutschands und die EKD erklären ja schon längst ihre Unterwürfigleit. Papst Leo nimmt das wahr, wie sehr in Europa und gerade auch in Deutschland auch die Religionsfreiheit eingeschränkt wird.

Ein einfaches Ereignis zeigt dies: Jede kirchliche Stellenanzeige wird jetzt versehen mit der Buchstabenfolge: m/w/d. Warum: Weil auch die Kirche zeigen muß, daß es nun neben dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht noch das diverse gibt und daß die Kirche auch Bewerber des diversen Geschlechtes anzunehmen habe und wolle. Privat darf ein Christ wohl noch meinen, daß es nur zwei Geschlechter gäbe, aber in der Öffentlichkeit muß sie das dementieren um der Unterordnung unter die neue öffentliche Religion! 

Eine Ergänzung

Die "Freie Welt" berichtet am 9.Jänner 2025: 

"Daniel Günther will mehr Zensur und Verbote in den Medien

CDU-Ministerpräsident Daniel Günther wirbt für Internetzensur, Medienregulierung und AfD-Verbot

Probleme mit Andersdenkenden: Der linke CDU-Politiker Daniel Günther will Nachrichtenmedien und die Sozialen Medien des Internets noch stärker regulieren und zensieren lassen. Außerdem spricht er sich für ein Verbot der AfD aus."



Dienstag, 16. Dezember 2025

Eine irrsinige Verkündigung: „Hoffnung hinter Gittern. Über Gefängnis, Gerechtigkeit und Neubeginn“ oder ein Freibrief für Verbrecher

 

Eine irrsinige Verkündigung: „Hoffnung hinter Gittern. Über Gefängnis, Gerechtigkeit und Neubeginn“



Befremdliches hat sich hier ereignet: Kath de schreibt unter dieser Überschrift am 14,12.2025: „Der Papst griff zudem den Wunsch von Papst Franziskus auf, im Heiligen Jahr auch „Formen der Amnestie und des Straferlasses“ zu ermöglichen, um Menschen zu helfen, „das Vertrauen in sich selbst und in die Gesellschaft wiederzugewinnen“ (Bulle Spes non confundit, 10) und ihnen reale Chancen auf Wiedereingliederung zu eröffnen.“

Die Confusion wird nun noch gesteigert durch diese Aussagen. „ Leo XIV.: Nicht Strafe, sondern Zukunft. Advent, Umkehr und Verantwortung im Licht des Jubiläums der Hoffnung. Gerechtigkeit als Weg der Wiedergutmachung und Versöhnung.“

Im Bistum Passau ist nun der Bericht über die Mißbräuchsfälle veröffentlicht worden und wie immer nun auch diese Fälle interpretieren mag und welche Konsequenzen man meint, daraus ziehen zu müssen, das Erste ist doch der Blick auf die vielen Opfer und auf die Täter, die solche Verbrechen Mitmenschen angetan haben. Wer heutzutage von in Gefängnissen Inhaftierten schreibt, kann und darf eines nicht verdrängen: Wegen kleiner Bagatellverbrechen wird keiner inhaftiert. Die recht bildliche Ausdrucksweise, daß da „schwere Jungens“ einsitzen trifft eben doch etwas Richtiges, daß wir es in der Regel mit Schwerstkriminellen zu tuen haben. „Nicht Strafe“ - soll das etwa heißen, daß Vergewaltiger nicht mehr bestraft werden sollen, daß Mördern die Strafe zu erlassen und eine Amnestie zu gewähren sei?

Wenn voruszusetzen wäre, daß viele der Verurteilten zu Unrecht bestraft worden wären oder zu hart, aber dafür gibt es keinen berechtigten Anlaß, wäre eine Amnestieforderung verständlich. Erscheckend ist, daß mit keinem Wort die Opfer der verbrecherischen Taten erwähnt werden. Dieser Ausblendung der Opfer korreliert dann die Idee, die Täter sollten nicht mehr bestraft werden. Das ist die völlige Verneinung der Gerechtigkeit Gottes und der davon abgeleiteten Strafgerechtigkeit des Staates.

Papst Franziskus meint nun allen Ernstes, daß etwa, um es zu konkretisieren und um die Opfer nicht zu verdrängen, ein Kinderschänder oder Vergewaltiger seine Strafe zu erlassen sei, damit ihm geholfen werde, das „Vertrauen in sich selbst und in die Gesellschaft wiederzugewinnen.“ Konkretisieren wir das: Ein Priester, der 10 Kinder mißbraucht hat, soll also amnestiert werden, und um ihm eine Chance zu gewähren, daß er sich wirklich gebessert hat, setzt der zuständige Bischof den Kinderschänder in die Kinder- und Jugendarbeit ein! Das ist keine Evangeliumsverkündigung, sondern ein Freudenfest für den Teufel, denn nur er wird da jubeln!

Zur Klarstellung: Was meint den die Verheißung Jesu Christi Lk 4,19: „den Gefangenen die Erlösung“? Augustin Arndt kommentiert in seiner Vulgataausgabe 1903 treffend: „den Gefangenen der Sünde“. Der KI bietet eine verblüffend gute Ausdeutung dieser jesuanischen Verheißung: „Jesus verkündet in Lukas 4,18-20, dass er die Gefangenen befreien wird, was die Hoffnung auf Erlösung für alle, die in der Sünde und Unterdrückung gefangen sind, darstellt.“ In der großen Gerichtsrede Jesu Mt 25, 36 meinen die Gefangenen die wegen ihres Glaubens und isb wegen der Evangeliumsverkündigung inhaftierten Christen, denn Jesus Christus hat nie alle Menschen als seine Brüder (und Geschwister) bezeichnet sondern nur die Christen.

Im 1.Petrusbrief findet sich zu den in Gefängnissen Einsitzenden diese Näherbestimmung. Da heißt es: „Wenn einer von euch leiden muß,soll es nicht deswegen sein, weil er ein Mörder oder ein Dieb ist, weil er Böses tut oder sich in fremde Angelegenheiten einmischt, Wenn er aber leidet, weil er Christ ist, dann soll er sich nicht schämen, sondern Gott verherrlichen“. 4,15f.

Damit wird ausgesagt, daß Christen ob ihres Glaubens Verfolgungen und Gefängnisstrafen erleiden und sich darüber freuen dürfen, daß aber Christen, die Böses getan haben rechtens zu leiden haben, wenn sie für ihre Verbrechen bestraft werden. Im Urchristentum wäre kein Christ auf die Idee gekommen, für Vergewaltiger, Mörder und Kinderschänder, aber auch nicht für Räuber einen Strafnachlaß oder gar eine Amnestie zu fordern!



Mittwoch, 29. Oktober 2025

„Papst Leo: Dialog der Religionen ist Hoffnung für die Menschheit“ - eine Kritik

 

„Papst Leo: Dialog der Religionen ist Hoffnung für die Menschheit“- eine Kritik



So betitelte Kath de am 28.10.2025 Papst Leo XIV Rede anläßlich einer Gedenkfeier zur Konzilserklärung: „Nostrae aetate“.Nun könnte man doch beim Lesen dieses Kath de Beitrages hier innehalten, um über das soeben Gelesene nachzudenken. Worin besteht denn die Hoffnung der Menschheit? Menschen hoffen auf so vieles, daß wohl keine Bibliothek auf Erden all die Bücher fassen könnte, würde man diese nur mit all den Hoffnungen von Menschen anfüllen. Aber die Näherbestimmung: „für die Menschheit“ und daß der „Dialog der Religionen“ mit dieser Näherbestimmung in eine enge Beziehung gesetzt wird läßt doch die Vermutung zu, daß es sich bei der Hoffnung um ein Hoffen auf eine Erlösung der Menschheit handelt, und daß dieser Hoffnungsinhalt etwas mit dem Gott oder den Göttern zu tuen haben dürfte, auf den oder auf die die Religionen ausgerichtet sind.

Aber von dieser Hoffnung findet sich in dem auf diese Ouvertüre folgenden Text nichts, weder von diesem doch zu erwartenden Hoffnungsinhalt noch daß hier dann von Gott oder von Göttern die Rede ist.(Der Plural muß hier mitverwerwendet werden, da ja auch der polytheistische Hinduismus mitgemeint ist, wenn von dem Dialog der Religionen geschrieben wird, zumal diese Religion in Indien eine Revitalisierung erlebt.)

Stattdessen wird von rein weltimmanenten Zielen geschrieben, wie denn die wechselseitige Anerkennung der Religionen einen Beitrag zur Humanisierung der Welt erwirken könnte. Dem liegt offenkundig eine Konfliktanalyse zugrunde, daß die von jeder Religion vertretenden Geltungs- und Wahrheitsansprüche zu Konflikten zwischen den Religionen führen könnten,bzw daß diese bestehende Konflikte verschärfen könnten. Die Hoffnung für die Menschheit bestünde also darin, daß die Religionsvertreter ihr Miteinander so gestalten, daß aus den Glaubensdifferenzen zwischen ihnen keine Konflikte mehr entstehen. Ein Seitenblick auf das sehr populäre Lied: „Imagine“ von John Lennon klärt uns auf die Intention dieses Religionendialoges auf, wird darin doch behauptet, daß für die Hervorbringung einer Welt des Friedens unbedingt neben der Abschaffung der Völker mit ihren Nationalismen die Abschaffung aller Religionen notwendig sei.

Für die Abschaffung der Völker votiert nun Papst Leo XIV mit der selben Vehemenz wie sein Vorgänger, Papst Franziskus durch ihre Propagierung der Auflösung der Nationen durch ihre Vermultiethnisierung bzw Vermultikultivierung. Aber die Religionen sollen nun nicht als zu auflösende zu stehen kommen,indem behauptet wird, sie könnten ihr Miteinander so gestalten, daß aus den Glaubensdifferenzen keine Konflikte sich entwickeln müßten, sondern daß stattdessen sie einen Beitrag zur Humanisierung und Befriedung der Welt erbringen könnten.Das Subjekt, das diese Befriedung der Welt erwirken soll und kann, ist dabei jeder Mensch guten Willens und besonders alle Gläubigen, da die ja an die Menschenwürde jedes Menschen glaubten, an die Menschenrechte als dem Fundament eines Weltbeglückungsprogrammes.

Deswegen muß nun präsumiert werden, daß Gott oder die Götter sich gleichgültig zu den divergierenden Vorstellungen über ihn oder sie und darüber wie er oder sie zu verehren sei, verhält oder verhalten. Wenn also alle monotheistischen Religionen hoffen, daß Gott die Menschheit erlösen wil, findet hier ein revolutionärer Subjektswechsel statt, denn nun wird die Aufgabe der Humanisierung der Welt den Menschen guten Willens zugetraut und vom Gottvertrauen bleibt so nur noch das Hoffen übrig, daß ihm alle Religionen gleichgültig seien.Die Gretchenfrage: „Wie hältst Du es mit der Religion?“ erhält so die irritierende Antwort: Es seien doch alle Religionen gleich wahr und so gleichgültig, Hauptsache sei es vielmehr, daß alle Menschen guten Willens sich für eine Humanisierung der Welt engagierten.

Dem Anliegen der Globalisten, daß es gälte eine Einheitswelt hervorzubringen und deswegen alle Völker mit ihrer ihnen eigenen Kultur aufzulösen entspricht so das Konzept der Vergleichgültigung aller Religionen des interreligiösen Dialogisierens.

Bedauerlicherweise hatte davon der Sohn Gottes noch nichts gewußt, denn sonst hätte er von sich ja lehren müssen: So viele Religionen existieren, so viele Wege zu Gott existieren, und ich bin gekommen,um einen weiteren den Menschen anzubieten, der aber genau genommen ob der jetzt schon vorhandenen Vielzahl der Religionen überflüssig ist. Aber wozu überhaupt soll nach einem Wege zu Gott gefragt werden, ist doch das summum bonum , das höchste erstrebenswerte Ziel das einer befriedeten human gestalteten Welt. Lehrte er noch:  "Die Wahrheit macht Euch frei" (Joh 8,32) so heißt es jetzt, daß die Vergleichgültigung aller Religionen, der Verzicht auf die Wahrheit die Hoffnung der Menschheit sei.


Dienstag, 7. Oktober 2025

Papst Leo XIV – folgt er nun Papst Franziskus Globalismus oder :Der Tod der missionarischen Kirche!

 

Papst Leo XIV – folgt er nun Papst Franziskus Globalismus? oder :Der Tod der missionarischen Kirche!



Auf Kath mußten wir dieses am 5.10.2025 lesen unter der Überschrift: „Ein neues missionarisches Zeitalter. Mission der Nähe: der Ruf zu einer Kirche, die bleibt.“ Der Papst habe gesagt: „Wir sind hier, weil jeder von uns am Grab des Apostels Petrus mit Freude sagen können muss: Die ganze Kirche ist missionarisch“, begann Leo XIV. Er erinnerte an die Worte von Papst Franziskus aus Evangelii gaudium: Die Kirche müsse „hinausgehen, um allen an allen Orten und bei allen Gelegenheiten ohne Zögern, ohne Widerstreben und ohne Angst das Evangelium zu verkünden“ (EG 23). Doch Leo XIV. interpretierte dieses „Hinausgehen“ im Licht der gegenwärtigen Weltlage neu: „Es geht nicht so sehr darum aufzubrechen, sondern vielmehr darum zu bleiben, um Christus durch Annahme, Mitgefühl und Solidarität zu verkünden“. In einer Zeit globaler Migration bedeute Mission nicht Flucht in den Individualismus, sondern „zu bleiben, um denen ins Gesicht zu schauen, die aus fernen und leidgeprüften Ländern kommen, um sie mit offenen Armen und Herzen als Brüder und Schwestern aufzunehmen“.

Der Reihe nach: Erstens kann die Kirche nicht als Ganzes missionarisch sein, da die Mission eine Teilaufgabe der Kirche neben der Liturgie und der Diakonie ist, sodaß es in der Kirche Zuständigkeiten für diese drei Kernaufgaben der Kirche gibt. Es drängt sich hier schon der Verdacht auf, daß die Behauptung, die ganze Kirche sei für die Mission zuständig damit endet, daß keiner mehr für sie zuständig sei, weil alle dafür zuständig seien.Erklärt eine Mutter, daß alle Familienmitglieder für die Entsorgung des anfallenden Altpapiers zuständig seien, wird keiner es wegbringen, weil ja alle,und somit nicht „Ich“ dafür zuständig seien!

Zweitens: Wie interpretiert Papst Leo XIV nun das Hinausgehen? Er verkehrt es in das glatte Gegenteil: Die Missionare sollen Daheim bleiben.Das leuchtet ad hoc ein, wenn jeder Christ missionarisch tätig sein soll, denn den allermeisten Christen ist es unmöglich,ihre Heimat, ihre Familie und ihren Beruf zu verlassen,um dann irgendwo im Ausland missonarisch tätig werden zu können.

Drittens: Wie interpretiert nun der Papst: „das Evangelium zu verkünden“? Wir hätten alle Christus zu verkündigen,indem wir: „Christus durch Annahme, Mitgefühl und Solidarität zu verkünden“. Wird das in das zu praktizierende Alltagsleben eines Christen übersetzt,heißt das nichts anderes, als daß wir Christen sich unseren Mitmenschen gegenüber anständig zu benehmen haben, wozu auch das Zeigen des Mitgefühles für Trauernde und eine gewisse Hilfsbereitschaft für die Mitmenschen gehört, etwa einer älteren Frau das Schneeschüppen vor der Haustüre abzunehmen. Daß dadurch Christus verkündigt wird, ist nun nur bloßes Wunschdenken,denn der Mitmensch wird in der Regel überhaupt nicht erkennen können, daß ein Mitmensch ihm gegenüber sich so im christlichen Glauben motiviert verhält, es sei denn er offenbare ihm das.

Vor einiger Zeit ereignete sich in Indien eine heftige Kontroverse um den dort agierenden Orden der heilig gesprochenen Mutter Theresa: Sie dürfe keine Spenden mehr annehmen,da der Orden unerlaubt missioniere.Er dürfte nur diakonisch tätig sein. Als nun der Orden glaubwürdig versicherte,niemals missionarisch tätig gewesen zu sein,noch dieses zukünftig beabsichtige, wurde ihnen die Annahme von Spenden erlaubt. Dies zeigt,daß die praktizierte „Annahme“, ein „Mitgefühl“ und auch eine getätigte „Solidarität“,das alles mach der Orden dort, keine missionarische Praxis ist, kein Jesus Christus Verkündigen, denn das wäre dem Orden in Indien nicht erlaubt:Nur Hinduisten dürfen da missionieren!

Summa summarum: Aus der Aufgabe der ganzen Kirche, zu missionieren wird so das Aufgeben der Mission zugunsten eines humanitären Umgehens mit den Mitmenschen!

Jetzt wendet sich der Papst eines der Lieblingsthemen Papst Franziskus zu und erweist sich dabei als ein treuer Jünger der Politik der offenen Grenzen der Bundeskanzlerin Merkel: Wir lassen jeden rein und gewähren ihm dann ein gutes Leben bei Vollversorgung und liebevoller Rundumbekümmerung. So tönt das bei dem jetzigen Papst: „In einer Zeit globaler Migration bedeute Mission nicht Flucht in den Individualismus, sondern >zu bleiben, um denen ins Gesicht zu schauen, die aus fernen und leidgeprüften Ländern kommen, um sie mit offenen Armen und Herzen als Brüder und Schwestern aufzunehmen<“.

Hier verwechselt der Papst das die „Brüder und Schwestern“ im Sinne Jesu Christi mit der Parole der „Brüderlichkeit“ der Französischen Revolution.Jesus versteht unter den Brüdern und Schwestern immer nur die Mitchristen, niemals alle Menschen! 1 Außerdem ist es nur eine Behauptung des Papstes, daß die Migranten aus „leidgeprüften Ländern“ kämen. Man denke nur an die vielen Migranten, die all ihre Ausweisdokumente zufällig „verloren“ haben, wenn sie hier ihre Asylanträge stellen, weil sie wissen, daß sie, wenn sie ihre wirkliche Heimat angäben,keine Chance hätten, als ein Asylant anerkannt zu werden. Kein Staat ist und kann dazu verpflichtet werden, jeden Menschen bei sich aufzunehmen und eine Vollversorgung zu gewähren,bloß weil er lieber statt in seinem Heimatland2 in dem Land seiner Wahl leben möchte. Eine solche Aufnahmepraxis verstieße auf das gröbste wider die Ordnung der Liebe.So kann ja auch eine Mutter nicht dazu verpflichtet werden, statt ihre eigenen Kinder alle Kinder der Welt zu lieben und so ihrer Mutterpflicht ihren eigenen gegenüber nicht mehr gerecht zu werden.

"Möget Ihr immer willkommen sein!" titelt Kath de am 5.10.2025. Diese Bundeskanzler Merkelparole hat mit der missionarischen Aufgabe der Kirche überhaupt nichts zu tuen sondern zeigt nur das Ja dieses Papstes zum Projekt der Auflösung der Ordnung der Völker durch ihre Vermultiethnisierung. Das Projekt der Globalisierung verlangt eben ein Nein zur Schöpfungsordnung der Völker. Dies Projekt hat nun aber mit dem freimaurerischen Endziel einer Weltrepublik viel mehr gemein als mit dem Auftrag zur Missionierung, denn die Mission zerstört nicht die natürlichen Ordnungen, wozu auch die Aufgegliedertheit der Menschheit in Nationen gehört.

Aber theologisch kommt es noch ärger! Papst Franziskus versteigt sich gar zu der Behauptung, daß in den Migranten das Antlitz Christi zu erkennen sei. (laut dem Kath net Artikel) Es gibt nirgendwo in dem Neuen Testament diese Behauptung.In jedem Bild von Jesus Christus erkennen wir ihn und in ihm Gott als das Urbild seines Abbildes in seinem bildlichen Abbild, das gilt isb für das Bild des barmherzigen Jesu, das wir der hl. Faustyna zu verdanken haben! Aber tuen wir mal so, als hätte der Papst mit dieser Aussage recht. Dann hieße das: In einem leidenden Flüchtling recognizierten wir das Leiden Jesu Christi am Kreuze. Jesus erlitt das Kreuz als das Sühnopfer für unsere Sünden.Erleidet also jeder Flüchtling auch sein Leiden als ein Sühnopfer für unsere Sünden? Gottes Wille war es ja, daß er für uns das Kreuz erlitt! Will Gott also, daß auch die Flüchtlinge leiden sollen,um so eine Sühne für unsere Sünden zu erbringen? Dann dürften wir auf keinen Falle,mithelfen, dies Sühneleiden zu verringern oder gar zu beenden!

Ein grober Vergleich: Ein Christ muß mitansehen, wie ein Chirurg einem auf einem Operationsisch Liegenden ein Bein amputiert, er setzt gerade mit einer Säge an. Soll er da dazwischen springen: „Halt, Sie dürfen diesen Menschen nicht so mißhandeln!“? Aber die Amputation ist überlebensnotwendig für den Patienten.So ist für unser aller Sündenvergebung das Kreuzesleiden Jesu Christi auch heilsnotwendig. Sähen wir also in einem leidenden Flüchtling das Sühneleiden Jesu,dürften wir sein Leiden nicht beenden wollen sondern müßten es als ein Sühneleiden bejahen.Papst Leo dagegen will genau das Gegenteil, indem er dazu aufruft, dieses Leiden zu beseitigen, daß man den „Flüchtlingen“ helfe! Diese Intention ist aber unvereinbar mit der These, daß wir in den leidenden Flüchtlingen das Kreuzesleiden Jesu zu recognizieren hätten.

Auf der Internetseite:“Einsprüche“ ist in dem Artikel vom 6.10.2025 :„Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen?“ (Lk 12, 51) - Versuch einer ersten theologischen Einordnung des Pontifikates Leos XIV.“ zu lesen: „Über Leo ist die Ansicht geäußert worden, dass er kein Theologe sei. Damit ist wohl gemeint, dass Prevost zwar – an einem liberalen Ausbildungsinstitut – Theologie studiert und sich vor allem mit dem Kirchenrecht beschäftigt hat, aber kein derart kenntnisreicher und eigenständiger Theologe ist, wie es etwa Ratzinger war.“ Diese päpstliche Äußerung scheint dieses Negativurteil zu bestätigen.



1Wenn Jesus Christus von den Gefangenen spricht,daß der, wer sie besucht,ihn da besuche: „Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen“ (Mt 25,36) Christen, die um ihres Glaubens willen verhaftet worden sind. Im1.Petrusbrief wird dazu noch konkretisierend ausgeführt:“Wenn einer von euch leiden muß, soll es nicht deswegen sein,weil er ein Mörder,oder ein Dieb, weil er Böses tut oder sich in fremde Angelegenheiten einmischt“,dann meint hier leiden müssen in einem Gefängnis bestraft einzusitzen. Wer also einen Mörder im Gefängnis besucht, auch wenn der Mörder ein Christ ist,kann nicht damit rechnen, daß nun gilt:Was Du ihm getan hast, das hast Du Christus getan. Denn für Jesus gilt,daß nur die, die den Willen Gottes tuen, seine wahren Verwandten, seine Brüder und Schwestern sind. (Mk 3,34f)

2Daß ein Flüchten aus der eigenen Heimat stets auch eine Pflichtverletzung gegen die Heimat bedeutet, vergißt der Papst hier völlig wie auch sein Vorgänger,Papst Franziskus.

Samstag, 5. Juli 2025

Wunder geschehen immer wieder: Wird der Kampf wider die Tridentinische Messe eingestellt?

 

Wunder geschehen immer wieder: Wird der Kampf wider die Tridentinische Messe eingestellt?



Kath net titelte am 4.7.2025: „Sogar die publizistische 'Links-Plattform' der DBK hat genug vom 'Alte Messe'-Bashing von Franziskus“,um dann gar ergänzend hinzuzufügen, daß selbst die deutschen Bischöfe sich gegen eine Außerkraftsetzung von Summorum Pontificium gewandt habe. Aber Papst Franziskus habe auch dieses Votum inoriert und man muß wohl sagen, daß er dann den Kampf gegen die Alte Messe eigenmächtig geführt hatte. Statt die Polemik weiterzuführen, wird dann auf Kath de gar gut marktwirtschaftlich argumentiert, daß eine liturgische Vielfalt der Kirche zugute käme.

Einem aufmerksamen Beobachter mußte es auffallen, daß Papst Franziskus Kampf gegen die Alte Messe in der Kirche doch nur recht halbherzig befolgt worden ist.Kein einziger deutscher Bischof verbot eine Zelebrierung der Alten Messe, wo sie bisher erlaubt war. Man könnte sagen,, daß sich faktisch marktwirtschaftlich pragmatisch Orientierte gegen den Linksdogmatismus Papst Franziskus und seiner Anhänger durchgesetzt hat. Man gewinnt eben nicht mehr Kunden, wenn man seine Angebotsproduktpalette reduziert. So nähme ein noch so progressiv eingestellter Buchgeschäftsbesitzer nicht die Klassiker aus seinen Regalen, solange auch noch die nachgefragt werden.

Es fällt sowieso auf, daß nun Papst Franziskus als ein Polarisierer wahrgenommen wid, wohingegen der neue Papst als der der Einheit! Damit wird ein wesentlicher Zug des Pontifikates Papst Franziskus erfaßt: Zuvörderst kämpfte er gegen die innerkirchlichen „Feinde“und das waren ihm alle Conservativen und Traditionalisten. Ob die Kirche nun in ruhigeren Gewässern fahren wird? Die Feindschaft der Welt der Kirche gegenüber wird bleiben, aber die Propagandisten der Einpassung der Kirche in die Welt haben nun wohl nicht mehr den Papst als ihren Fürsprecher auf ihrer Seite.

Aber eines darf nun gewiß gesagt werden: Die Feinde der Alten Messe erleiden jetzt eine große Niederlage und die Kirche wird gewinnen, reaktivierte sie ihren Goldschatz, die Tridentinische Messe!Nur dürfte man die Feindschaft wider die Alte Messe nun nicht so verpersonalisieren, als wäre nur der vorherige Papst der Feind der traditionellen Messe gewesen: Den Progressiven, am Narrativ des Fortschrittes Festhaltenden ist die Weiterexistenz der Alten Messe etwas Regressives, aber den pragmatischeren Marktwirtschaftskirchlern eine sinnvolle Angebotsbereicherung. Der Konflikt zwischen diesen zwei Richtungen wird die Zukunft der Alten Messe bestimmen, da das Lager der Conservativen und Traditionalisten in der Kirche schwach ist.





Sonntag, 1. Juni 2025

„Papst will >schmerzhafte< Geschichte mit Täuferbewegung aufarbeiten“ oder der Kampf wider das Taufsakrament.

 

„Papst will >schmerzhafte< Geschichte mit Täuferbewegung aufarbeiten“ oder der Kampf wider das Taufsakrament.

So wird in dem so betitelten Kath net Artikel vom 31.5.2025 das Anliegen der Täuferbewegung charakterisiert:„Die Täuferbewegung entstand als Versuch einer ganz am Evangelium orientierten Lebensweise, zu der für die meisten Mitglieder der Verzicht auf jede Gewaltanwendung1 und für viele die Gütergemeinschaft gehörte. Ihr Name rührt daher, dass sie die Säuglingstaufe ablehnten, weil nach ihrem Verständnis die Taufe als Eintritt in die Kirche einen bewussten Glaubens- und Willensakt des Täuflings voraussetzt. Heute ist die Erwachsenentaufe wieder geläufige Praxis im Christentum.“

Der entscheidende Punkt ist der der Behauptung dieser Bewegung, daß die von der Kirche gespendete Taufe ungültig sei, da sie gültig nur von Glaubenden, die sich bewußt für den Empfang der Taufe entschieden hätten, gültig empfangen werden könnte. Nun lehrt Jesus Christus selbst eindeutig die Heilsnotwendigkeit der Taufe, daß Niemand in das Reich Gottes eingehen könnte, wenn er nicht durch die Taufe neu geboren worden sei, so in seiner Taufsakramentskatechese im Nachtgespräch mit Nikodemus und in Mk 16,16: „Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden“.

Wenn nun Unmündige, die sich noch nicht bewußt dafür entscheiden können, das Taufsakrament empfangen zu können, ungetauft sterben, hieße das, daß sie nicht eingehen können in das ewige Leben. Da das die Täufer nun auch nicht lehren wollten, sie aber darauf insistierten, Unmündige nicht taufen zu wollen, mußten sie bestreiten, daß die Taufe heilsnotwendig sei. Wenn die Taufe nichts anderes wäre als ein Eintrittsritual in die Kirche und man dann noch behauptet, daß es außerhalb der Kirche auch ein Heil gäbe, etwa mit der populären These, daß Gottes Liebe es ausschlösse, daß irgendwer vom ewigen Heile ausgeschlossen werde, dann kann die Taufe völlig entwertet werden, dann wird es gleichgültig für das Heil, ob man getauft worden ist oder nicht. Diese Häresie hat die Kirche den Täufern zum Vorwurf gemacht.

Aber das Schlimmste ist nun, daß sie den Kindern die Taufe verweigert und sie so, wenn sie früh sterben, ungetauft sterben lassen, sodaß sie, nimmt man Jesu Worte zur Taufe ernst, nicht eingehen können in das ewige Leben.

Solange gelehrt wird, daß die Taufe etwas Gutes vermittelt, kann die Praxis der Mündigentaufe nur legitimiert werden, wenn man behauptet, daß sie von Kleinkindern empfangen nichts Gutes vermitteln könne. Damit wird durch die Täufer der Katholischen Kirche vorgeworfen, die Taufe nur zu simulieren! Oder aber man behauptet, daß das Taufsakrament gar nichts Gutes vermittelt, sodaß es dann gleichgültig sei, ob man getauft würde oder nicht. Mit der sehr populären Vorstellung, Gott liebe jeden Menschen, egal ob getauft oder ungetauft, läßt sich das gut begründen. Mit der Taufe verpflichte sich der Getaufte nur dazu, gemäß Jesu sein Leben zu führen.

Das ist nur möglich, wenn die Lehre von der Erbsünde geleugnet wird, daß jeder erbsündlich kontaminiert geboren werde, daß stattdessen gemeint wird, der Mensch käme frei von jeder Sünde zur Welt. Stürbe er dann, bevor er ein Alter erreicht hat, ab dem ihm sein Sündigen nicht zugerechnet werden kann, er noch strafunmündig sei, dann wäre er vor Gott gerecht, auch ganz ohne die Gnade Jesu Christi, da er von Natur aus sündenfrei sei. Jesus Christus sei so nicht zum Heile derer gekreuzigt worden, die als Unmündige, das ist als noch nicht Strafwürdige verstorben sind.

Das Insistieren auf eine Selbstverpflichtung zu einem christlichen Leben als dem Gehalt des Taufsakramentes, das sich in der Formel vom Eintrittsritual in die Kirche verbirgt, verkennt nun völlig das Wesen des Sakramentes als eines Gnadenvermittelungsinstitutes. Der Zutaufende besäße schon die Gnade Gottes, sodaß es keiner Vermittelung durch die Sakramente mehr bedürfe, dürfte die Standardantwort auf das Nein zur Taufe als ein Gnadenmittel sein. Vulgär formuliert: Da Gottes Liebe jedem gälte, bedürfe es überhaupt keiner Sakramente, die Gottes Liebe noch vermittelten.

Faktisch läuft das dann daraus hinaus, zu meinen, daß der Christ ein Mensch ist, oder sein sollte, der halt moralischer als die Anderen lebe und das zeichne ihn aus. Das führt dann zur Vorliebe zu allerlei extravaganten Morallehren, daß man etwa Pazifist ist, kein Fleisch ißt oder keinen Alkohol trinkt oder ….der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Die Attraktivität der täuferischen Position liegt nun in der Plausibilität des Neins zur Erbsündenlehre, daß jeder Mensch von Natur aus gut sei und er erst sündigen kann, wenn er tatsächlich für sein Tuen und Unterlassen verantwortlich sei. Wird die Taufe dann noch als ein Aufnahmeritual in die Kirche mißverstanden, ist dann die Ablehnung der Kindertaufe selbstverständlich, auch weil sie ja selbst nichts vermittelt außer einer Vereinsmitgliedschaft. Mit der Lehre der Katholischen Kirche ist all das aber unvereinbar und auch nicht mit dem, was Jesus Christus selbst gelehrt hat.



1Daß der Verzicht auf jede Gewaltanwendung mit dem Gebot der Nächstenliebe nicht vereinbar ist, aber auch nicht mit der Selbstliebe,oder muß man sich dann töten lassen, wenn man nur mt Gewalt einen Angriff auf sein Leben abwehren kann, auf diese Häresie soll hier nicht eingegangen werden, auch nicht auf die Vorstellung, ein Christ dürfe keinen Privatbesitz haben. Gravierender ist nämlich der Pelagianismus der Täufer, der zum Nein der Unmündigentaufe führt..