Sonntag, 1. März 2026

„Erwachsenentaufen in Frankreich – Hoffnungszeichen für Deutschland?“-oder doch ein Warnzeichen?

 

"Erwachsenentaufen in Frankreich – Hoffnungszeichen für Deutschland?“-oder doch ein Warnzeichen?  

 Der Jesuitenpater Stefan Kiechle kommentiert auf Kath am 26.Februar 2026 dies Ereignis so: „Wie ist die Entwicklung für Frankreich zu deuten? Der gegenwärtige Aufschwung ist noch neu, und es gab manches Auf und Ab in den letzten Jahrzehnten. Insgesamt gibt es eine Hinwendung junger Menschen zur Religion: zu evangelikalen Kirchen, zum eher konservativen Katholizismus, auch deutlich zum Islam – eine Suche vorrangig nach Radikalität, nach dem Absoluten? Nach Sicherheit in einem festen sozialen Korpus mit klaren Regeln? Manche der Neugetauften wenden sich übrigens bald wieder ab von Glaube und/oder Kirche.“

Junge Menschen wendeten sich Evangelikalen, dem conservativen Katholizismus zu und dann verstößt der Jesuit noch gegen die politische Korrektheit, indem er nun den Islam hinzufügt als ein Objekt jugendlicher religiöser Begierde.Nein, so Gesonnene sollte die Kirche nicht aufnehmen. Aber es gibt ein Hoffnungszeichen, daß solche dann auch schnell wieder das Interesse an der Religion verlören. Da könnte ja eine gute Jugendarbeit nachhelfen, einer politisch korrekten, für die alles Conservative und Rechte nicht in unsere Kirche gehört.Das Streben nach „klaren Regeln“ und nach „Sicherheit“, sind das nicht schon antidemokratische, rechte Neigungen?

Der Kath de Standpunktkommentar vom 20.Februar 2026 von Stefan Ost benennt dann etwas verklausuliert das Kernproblem, daß die wachsende Zahl der Erwachsenentaufen ein Argument gegen die Notwendigkeit der Verprotestantisierung der Kirche sein könnte: Die treten ja in diese Kirche ein, so wie sie ist, statt zu sagen: „Erst wenn die Katholische Kirche sich hinreichend dem Protestantismus angeähnelt hat, trete ich da ein!“

Eigentlich ist die Sachlage klar: Wer jetzt in die Kirche sich hineintaufen lassen läßt, mit dem kann was nicht stimmen. Er muß kirchlich inakzeptabel gesonnen sein, denn sonst würde er sich nicht taufen lassen und andererseits müsse die Kirche erst modernisiert werden, bevor sie überhaupt neue Mitglieder aufnehmen dürfe: Also treten da Jugendliche in eine faktisch inakzeptable Kirche ein!

Ob nicht das neue Leitungsgremium der deutschen Synodalkirche der Aufgabe sich anzunehmen habe, solche falschen Kandidaten von der Kirche fernzuhalten? Ein Grundkursus: „Das Wollen der LGBTQ- Bewegung“ als Basismodul für Taufbewerber dürfte dazu doch ausreichen.



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