Dienstag, 24. März 2026

„Pastoralpsychologe: Gott hat nichts davon, dass ich faste“-oder die Bekämpfung der Religion

 

Pastoralpsychologe: Gott hat nichts davon, dass ich faste“-oder die Bekämpfung der Religion



Kath de offenbarte uns mitten in der Fastenzeit diese geradezu revolutionäre Erkenntnis am 21.März 2026. Der darauf folgende Artikel ist aber so belanglos, daß ich auf jede Kommentierung verzichte um mich auf diese einzig relevante Aussage dieses Artikels zu fokussieren. Jede religiöse Praxis ist immer auch ein Agieren in Hinsicht auf Gott, in der Hoffnung, daß er ob dieses Tuens im Sinne der religiösen Praxis reagieren wird. Sie setzt voraus, daß gewußt oder zumindest gehofft wird, daß die Praxis gemäß Gottes Willen ist und daß Gott so auf eine solche Praxis dann auch positiv reagieren wird, da sie gemäß seinem Willen ist, bzw sofern sie gemäß Gottes Willen praktiziert wird.

In keiner Religion wird so gesagt, daß Gott jedes ihm dargebrachte Opfer annehmen würde, egal wie es von wem dargebracht wird. Man liegt wohl nicht fehl in der Annahme, daß dies Wissen um das rechte Opfern die Berufskompetenz des Priesters ausmacht, auch wenn wohl nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, daß es priesterlose Religionen mal gegeben haben könnte als primitive Religionen, das ist eine Religion ohne eine interne Aufgabendifferenzierung. Den Religionen, die sich auf eine Offenbarung gründen, gehört so die Weise des Fastens selbst zum Offenbarungsgut, obzwar man den Eindruck haben könnte, daß die Praxis des Fastens eine jeder Religion bekannte Praxis ist. Es müßte jeden Leser der Geschichte des Propheten Jona irritieren, wie den die Bürger Ninives auf die Idee kamen, das ihnen vom Propheten Jona angekündigte Gericht durch ihr Fasten abwenden zu können, obschon der Prophet ihnen das nicht verkündet hatte: „Fastet und Gott wird euch nicht strafen!“ Sie dachten ja: „Wer weiß? Vielleicht läßt Gott es sich gereuen und wendet sich ab von seinem gimmigen Zorn,daß wir nicht verderben.“ (3,9) Sie hoften also, daß vielleicht ob ihres Fastens Gott seinen Zorn über sie abwenden würden, aber sie wußten das nicht, denn ihnen war das nicht offenbart worden.

Die Voraussetzung jeder religiösen Praxis und somit auch des Fastens ist die, daß Gott auf die Praxis reagiert und daß gehofft wird, daß Gott im Sinne der Fastenden reagieren wird. Eine magische, nichtreligiöse Praxis wäre das Fasten, wenn Gott nun nicht anders könnte, als gemäß der Intention der Fastenden zu reagieren. Gott bleibt Herr, er kann unser Fasten erhören, muß es aber nicht.Aber eines ist klar: Die religiöse Praxis des Fastens setzt notwendig voraus, daß es Gott selbst nicht gleichgültg ist, ob wie fasten oder ob wir nicht fasten. Er will nämlich, daß wir gemäß seinem Willen handeln und zu der von ihm gewollten Praxis gehört auch das Fasten.

Gott habe nichts von unserem Fasten, suggeriert dagegen, daß ihm unser Fasten gleichgültig sei, sodaß es nur ein Tuen zu unserem wie auch immer gearteten Vorteil sei, das heißt, daß es gar keine religiöse Praxis ist. Eine Religion ohne religiöse Praxtiken ist aber keine Religion!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen