Posts mit dem Label Hitler werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hitler werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Gewißheiten im Meer des postmodernistischen Relativismus:Totalitäre Staaten bekämpfen die Kirche, liberal ausgerichtete Staaten schützen die Freiheit der Kirche

 

Gewißheiten im Meer des postmodernistischen Relativismus:Totalitäre Staaten bekämpfen die Kirche, liberal ausgerichtete Staaten schützen die Freiheit der Kirche



In unserer Epoche der Postmoderne scheint es nur noch wenige Gewißheiten zu geben, zumindest werden die traditionellen außer Kraft gesetzt, die der christlichen Religion insbesondere. Die Kirche habe so nach den Erfahrungen mit dem Konzept des totalitären Staates eines dazugelernt: Für sie ist nur das System der liberalen Demokratie bejahbar. Die stalinistische und die nationalsozialistische Diktatur bewiesen das hinlänglich.

Um diese Entscheidung der Kirche für das System der westlichen Demokratie zu legitimieren,lag es nahe, sowohl den Nationalsozialismus als auch den Stalinismus als nihilistische Ideologien zu deuten, denen dann das auf die Menschenrechte und Menschenwürde im christlichen Sinne sich auferbauende westliche System gegenübergestellt wird.

Unübersehbar ist nun aber,daß diese zwei Ideologien auch ganz anders interpretierbar sind, daß im Geiste der Postmoderne beide totalitäre Systeme als Wahrheits-diktatuen verstehbat sind, die im „Besitz der Wahrheit“ sich wähnend alles davon abweichende Denken bekämpften: „Es gibt nur eine Wahrheit und jeder, der die nicht anerkennt, ist ein Feind, der zu bekämpfen ist!“ Das könnte auch als die Substanz des Konstruktes jedes totalitären Systemes gedeutet werden. Dann aber gerät die Kirche und somit auch die christliche Religion unter einen Totalitarismusverdacht, da auch sie von der Erkenntnis der Wahrheit ausgeht: In der Kirche ist die Wahrheit als erkannte und als von jedem zu erkennende präsent. Man schaue auf die immer wiederkehrende Kampagne in den Medien, daß der christlicher Fundamentalismus die Demokratie gefährde, da dieser Fundamentalismus von sich behauptet, daß die christliche Religion die einzig wahre sei!

Aber eines so doch sicher: Beide Diktaturen, die stalinistische wie die nationalsozialistische wollten doch die Kirche und die christliche Religion vernichten.

Stimmt das so? Sicher war in der Anfangsphase der Entstehung der Sowjetunion, der leninistischen Phase der Kampf gegen die christliche Religion und die Russisch- Orthodoxe Kirche ein wesentliches Anliegen der Revolutionsregierung. Aber man wird das Verhältnis des Revolutionsstaates unter Stalin zur Russisch-Orthodoxen Kirche als diffiziler betrachten müssen.

Mein Verdacht: Stalin hat von unserem Kaiser Wilhelm gelernt, als der erklärte, daß er nun keine Parteien sondern nur noch Deutsche kenne. Er erklärte den Krieg gegen Deutschland zum großen vaterländischen Krieg, nicht als den Verteidigungskrieg der Errungnschaften des Kommunismus wider den deutschen Faschismus. Zu diesem Kriegskonzept gehörte dann auch die Einbindung der Kirche in diesen Vaterlandsverteidigungskrieg. Meine These lautet also, daß die Russisch- Orthodoxe Kirche seit der stalinistischen Phase nicht mehr von der Kirche unterdrückt und gar verfolgt wurde, solange sie politisch sich dem sowjetischen Staat gegenüber loyal verhielt.Wie im heutigen China die Katholische Kirche nicht verfolgt wird, wenn sie als patriotisch ausgerichtete das chinesische System bejaht und nur die sogenannte „Untergrundkirche“ verfolgt wird, da ihr aus Sicht des Staates eine staatsfeindliche und antipatriotische Haltung vorgeworfen wird.

Das ist nun ein sehr grobes Schema und wird in seiner Abstraktheit nicht der wirklichen Beziehung zwischen diesen zwei kommunistischen Staaten und der Kirche ganz gerecht, aber dies Schema reicht aus, um die simple These, daß jeder totalitäre Staat wesensnotwendig kirchenfeindlich sein muß, in Frage zu stellen.

Aber bei Hitler sei die Sache doch klar: Der wollte von Anfang an die Kirche zerstören. Als der Kronzeuge dafür gilt Rauschnings Deutung des Nationalsozialismus als einer rein nihilistischen Ideologie, die Hitler nur benutzte, um seinen Machtwillen durchzusetzen und da er der Alleinherrscher sein wollte, mußte er die Kirche darum zerstören wollen.

Aber das Parteiprogramm der NSDAP besagte genau das Gegenteil, es bejaht die christlichen Kirchen Deutschlands. Dann muß man eben seine Zuflucht nehmen zu der These,daß die Partei ihr eigenes Programm nicht ernst genommen hätte und in Wirklichkeit etwas ganz anderes vertreten hätte. Dann liegt es ja nahe, in Hitlers Schrift: „Mein Kampf“ die wahre Absicht Hitlers erkennen zu können, die in dem Parteiprogramm dann verschleiert worden sei.

Nur enttäuscht dieses Buch den noch so kritisch Lesenden noch mehr. Hitlers These lautet, daß der Niedergang der christlichen Religion für Deutschland fatale Folgen zeitige, daß um der Abwehr gegen nihilistische Tendenzen die christliche Religion gar notwendig sei! „Die breite Masse eines Volkes besteht nicht aus Philosophen;gerade aber für die Masse ist der Glaube häufig die einzige Grundlage einer sittlichen Weltanschauung überhaupt:“ 1

Ja, da heißt es auch noch darüber„hinaus: „Bemerkenswert ist auch der immer heftiger einsetzende Kampf gegen die dogmatischen Grundlagen der einzelnen Kirchen,ohne die aber auf dieser Welt von Menschen der praktische Bestand eines religiösen Glaubens nicht denkbar ist.“ Hitler urteilt hier also, daß die Dogmenkritik die sittliche Substanz der christlichen Religion destruiere, daß die von der Kirche gelehrte Moral alo in ihrer Dogmatik fundiert sei und deshalb auch zu bewahren sei. Es heißt dann da auch: „Die verschiedenen Ersatzmittel haben sich im Erfolg nicht als so zweckmäßig erwiesen,als daß man in ihnen eine nützliche Ablösung der bisherigen religiösen Bekenntnisse zu erblicken vermöchte.“

Ja, er ermahnt die Kirche, statt in Afrika zu missionieren, Sorge dafür zu tragen, daß nicht noch mehr Menschen sich von der Kirche abwendeten!

Wenn man nun noch beachtet, daß diese Aussagen in dem Kapitel: „Ursachen des Zusammenbruches“ = Ursachen der Niederlage im 1.Weltkrieg getätigt sind, müssen sie den Leser irritieren, hätte man doch mutmaßen müssen, daß ein so antichristlich eingestellter Hitler den Kirchen eine Mitschuld an dieser Niederlage zuschreibt.

Meine These: Der nationalsozialistische Staat war nicht an sich kirchen- und religionsfeindlich, aber er bekämpfte Christen dann, wenn sie aus ihrem Glauben politische Konsequenzen zogen, die dieser Staat nicht bereit bereit war, zu tolerieren.

Politisch wäre es auch sehr unklug, wenn die Partei sich als die antikommunistische Kraft profilieren wollte, ich folge hier Ernst Nolte, die Kirche als Feind anzusehen, statt sie als einen Verbündeten gegen den kommunistischen Atheismus anzuerkennen, was im Gefolge des Präventivkrieges gegen Rußland 1941 dann auch getan wurde.



Weder ist der Stalinismus noch der Nationalsozialismus wesensnotwendig antichristlich bzw antikirchlich, es sind politische Ideologien, die dann aber Christen bekämpft, wenn diese politisch oppositionell agieren.

Erst nach 1945 wurde der Mythos von dem Nazi-Staat, der die Kirche bekämpfte, hervorgebracht, um im Kampfe gegen den Kommunismus in der Kirche die guten Deutschen zu finden, die nicht für Hitler waren und so nun gute Verbündete gegen Stalin sein konnten.Bis 1945 galten ja alle Deutschen als „Nazis“- wie hätte dann der Westen mit uns Westdeutschen Front gegen den Osten machen können? Es mußten erst „gute Deutsche“ gefunden werden, die Antinazis waren, keine Kommunisten und keine preußischen Militärs, da das Preußische ja als der Hort des Bösen von den Siegermächten verteufelt wurde- da fand man nur die Christen, die objektiv die Feinde des Nationalsozialismus waren, weil dieser sie vernichten wollte und die dann auch teilweise subjektiv den Kampf aufgenommen hatten wider Hitler und jetzt so gegen die Kommunisten zu kämpfen hätten.

Der Liberalismus avancierte nach 1945 dann zu der antitotalitären Ideologie, der die Kirche dann auch zustimmte. Damit verschob sich aber die Interpretation der totalitären Ideologien im postmodernen Denken dann: Sie galten nicht mehr als nihilistisch sondern als totalitär, weil sie antiliberal ausgerichtet Wahrheitsdiktaturen waren , da sie von ihrer Wahrheit als der einzig wahren überzeugt alle anderen Weltanschauungen bekämpften im Namen ihrer Wahrheit.

































1Adolf Hitler, Mein Kampf, Kapitel: Religiöse Verhältnisse, im 10.Kapitel: Ursachen des Zusammenbruches.

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Ist der christliche Glaube die Alternative zum Nihilismus in Europa?

 

Ist der christliche Glaube die Alternative zum Nihilismus in Europa?



Kardinal Joseph Ratzinger scheint diese Position zu vertreten. So schreibt er: „So ist schon über Jahrzehnte hin ein Zertreten des moralischen Sinns vor sich gegangen,das zum vollständigen Nihilismus werden muss,in dem keines der vorherigen Ziele mehr galt und Freiheit nur als Möglichkeit stehen blieb,alles zu tun,was ein leer gewordenes Leben einen Augenblick spannend und interessant machen kann.“1

Diese KardinalsAussage ist nun wahrlich nicht leicht verständlich: Da gibt es einerseits einen moralischen Sinn, dann vorherige Ziele und dann eine irgendwie falsch verstandene Freiheit. Der Nihilismus generiere sich nun aus der Destruktion des moralischen Sinnes. Die Ziele, die vorher noch als erstrebenswert galten und die Moral suspendierten, hätten ihre Bedeutung verloren, und das erbrächte nun ein nihilistisches Freiheitsverständnis.

Klarer wird dieser Gedankengang, wenn man sich Kardinal Ratzingers Analyse des Nationalsozialismus und der kommunistischen Ideologie vor Augen hält. In Übereinstimung mit Rauschning bestimmt er den Nationalsozialismus als eine „Revolution des Nihilismus“2 und den Kommunismus, dem ebenso ein Nihilismus zugrunde läge.3

Nun verfolgen beide Ideologien Endziele, das der Errichtung der deutschen Volksgemeinschaft oder das der universalen klassenlosen Gesellschaft. Solche Endziele schließen nun aber einen Nihilismus a priori aus, es kann im Raume solcher endzielausgerichteten Ideologien zwar wohl eine Moral des; „Der Zweck heiligt die Mittel“ geben,aber der Glaube an ein höchstes Ziel, ein summum bonum also schließt jeden Nihilismus aus.

So sagt Hitler selbst: „Das Höchste aber,was mir Gott auf dieser Welt gegeben hat,ist mein Volk! In ihm ruht mein Glaube,ihm diene ich mit meinem Willen, und ihm gebe ich mein Leben.“1

Nun wird die These aufgestellt: „In der nationalsozialistischen wie in der kommunistischen Diktatur gab es keine Handlung, die als an sich schlecht und immer unmoralisch angesehen worden wäre.“4 Nicht „an sich“ gilt eine Handlung moralisch oder unmoralisch, sondern in Hinsicht auf das Kriterium der Hinordnung auf das höchste Ziel. Wäre etwa die Position: Alles, was dem Ziele, in das ewige Leben zu erreichen, diene,sei moralisch gut und alles, was das Erreichen dieses Zieles verunmögliche, sei unmoralisch, verwerflich?

Der Kardinal meint nun aber, daß eine so auf ein Endziel ausgerichtete Moral unmoralisch sei und daß sie den Nihilismus vorbereite, wenn dann ihre Endziele, die der Volksgemeinschaft oder der klassenlosen Weltgemeinschaft ihre Glaubwürdigkeit verlören.

Rauschning behauptet nun aber, daß die Natinalsozialisten gar kein Endziel gehabt hätten, an das sie geglaubt hätten: „Der Nationalsozialismus war nur ein Instrument,dessen sich der Nihilismus bediente,das er aber auch jederzeit wegzuwerfen und durch andere zu ersetzen bereit war.“5

Das ist nun eine Variante des plumpen Priester-betrugsnarratives,daß die Priester ihre Götter nur erfunden hätten, an die sie selbst selbstverständlich nicht glaubten, nur um mit diesen Göttern das Volk zu beherrschen. Außer den angeblichen Gesprächen Rauschnings mit Adolf Hitler,6 in denen der sich als purer Nihilist offenbart haben soll, existiert kein Beleg, daß Hitler und die anderen Nationalsozialisten nicht an ihre eigene Ideologie geglaubt haben! Das gilt genauso für alle Leninisten, Stalininisten und Maoisten. Sie alle waren viel mehr Jakobiner, die mit Gewalt das von ihnen als das Wahre Erkannte durchsetzen wollten, und die so die Feinde der Wahrheit bekämpften.

Gerhard Szczenys Buch: „Das sogenannte Gute:Vom Unvermögen der Ideologen“ wird eventuell diesen politischen Welterlösern gerechter als ein Nihilismusvorwurf: Sie wollten die Welt erlösen und erachteten den Terror als ein notwendiges Mittel zur Erreichung ihrer Weltopti-mierungsprogramme.

So wie Kardinal Ratzinger hier versucht, dem Nihilsmus zu Grunde zu gehen, geht es nicht. Die großen Ideologien des Kommunismus wie des Nationalsozialismus haben nichts Nihilistisches an sich, sie verneinen nur das Gebot der Feindesliebe im politischen Raum, den sie glauben an einen Feind, der vernichtet werden muß.

Auch und gerade eine „Der Zweck heiligt die Mittel Moral“ ist kein Nihilismus. Wenn etwa in einer Religion geglaubt wird, daß die Kultprostitution für die Fruchtbarkeit notwendig ist, dann ist das keine unmoralische Praxis für die, die das so glauben! Als unmoralisch kann nur der diese Kultpraxis verurteilen, der sich gewiß ist, daß dieser Glaube ein Irrglaube ist.

Aber es gibt doch in der heutigen Zeit eine Tendenz zum Nihilismus. In diesem Punkte könnte man doch dem Kardinal zustimmen, auch wenn man seine Genealogie des Nihilismus als falsch beurteilen muß!

Aber auch in diesem Punkte muß dem Kardinal widersprochen werden! Die christliche Moral wird zwar in das Abseits gedrängt und ist zu einer bloßen Privatsache geworden, aber doch nur, um Platz zu machen für eine neue Moral, die der politischen Korrektheit! Die avanciert zur neuen öffentlichen Religion, der sich auch die Kirche unterworfen hat! Im Kern ist das die Ideologie der Menschenwürde, der Menschenrechte, die seit der Französischen Revolution ihren Siegeszug gegen die Kirche und die christliche Religion eröffnete und jetzt umfassend siegt. Diese Ideologie macht nun aber die christliche Religion als dem Fundament des Abendlandes für das heutige Europa überflüssig. Nicht der Nihilismus ist unser Schicksal, sondern eingedenk Nietzsches Willen zur Überwindung des Nihilismus der neue Werte- und Moralhimmel, der die christliche Religion in das Abseits stellt.

Den Feind des Nihilismus gibt es nicht, da dieser Feind schon längst überwunden worden ist durch die neue öffentliche Religion, der sich nun selbst die Kirche subordiniert. 

Um es überspitzt provokannt zu formulieren: Stalin und Hitler waren "Gläubige", die um der Wahrheit willen die Feinde der Wahrheit, die, die sie dafür hielten, bekämpften- sie waren so keine Nihilisten!  

1Zitiert nach: Wofür kämpfen wir?, 1944, S.77. 

1Joseph Kardinal Ratzinger, Werte im Zeichen des Umbruchs, 2005, S.46.

2A.a.O. S.46. Er bezieht sich dabei auf: H.Rauschning, Die Revolution des Nihilismus, 1938.

3A.a.O. S.46.

4A.a.O. S.46.

5A.a.O. S.46.

6Es spricht sehr viel dafür, daß die Gespräche zwischen dem Autoren und Hitler eine pure Fälschung ist. Rauschning wird aber in kirchlichen Kreisen gern zitiert, weil nur in diesem Buch ausgesagt wird, daß Hitler selbst die Absicht geäußert habe, die Kirchen zu vernichten.

Montag, 10. August 2026

"Wenn man sich die Welt macht, wie sie einem gefällt“

„Wenn man sich die Welt macht, wie sie einem gefällt“



In diesem Kath de Artikel, publiziert am 10.8.2026 zeigt uns ein Dogmatik-professor vorbildlich, wie man sich die Welt politisch korrekt zurechtlegt, wie Ereignisse, die nicht ins eigene Weltbild passen passend gemacht werden. Zwei aktuelle Ereignisse stören nun die Welt der politischen Korrektheit und stellen so eine wahre Herausforderung dar: der Anschlag auf die Homosexkundgebung in Berlin, der CSD- Veranstaltung und die massiven Grenzüberquerungen in Ceta.

„Der schreckliche Anschlag beim CSD am 25.07. in Berlin und der massive Grenzübertritt am 30.07. in Ceuta scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben. Was beide Ereignisse verbindet, sind die reflexhaften Reaktionen, die in eine fatale Richtung gehen: Das Problem seien >Islamismus<, wo es doch um ein homophobes Hassverbrechen geht, das zufällig von eine IS-Sympathisanten verübt wurde, und >Massenmigration"<junger (muslimischer) Männer, die ganz Europa stürmen würden.“

Das Problem ist in beiden Fällen nicht die jeweilige Tat, die des Anschlages oder die des illegalen Einwanderungsversuches, sondern die Täter, nämlich, daß es „falsche Täter“ sind. Im politisch korrekten Weltbild ist doch ein Muslim immer ein guter Mensch, der nur im Status des rassistisch -islamitisch Diskriminierten auftreten kann, aber niemals als ein Täter.

Nun war aber der den Anschlag auf den CSD- Event ein gläubiger Muslim, der aus religiösen Gründen diesen Anschlag verübte. „Was tun?“ Ein Dogmatiker findet darauf eine Antwort, die sich aber nicht gerade durch ihre Originalität auszeichnet, aber in linken Kreisen sich größter Beliebtheit erfreut: „An allem sind die Rechten schuld!“ (Unter progressiven Dogmatikern ersetzt Adolf Hitler, die Alt- und Neonazis die einstige Funktion des Teufels, der ja entmythologisiert worden ist, um nun in Hitler sein wahres Antlitz zu zeigen.)

„Homophobe Gewalt ist hauptsächlich dem Milieu (deutschtümelnder) martialischer Männlichkeit (im Alter zwischen 14 und 23) eigen und beeinflusst(e) längst die Politik unter Orbán, Nawrocki, Putin oder Trump, wo Diversitätsprogramme gestrichen werden.“ Da tritt uns nun die unheilige daimonische Dreieinigkeit von Orban, Putin und Trump entgegen, zusätzlich der weniger bekannte Nawrocki, um klar zu machen, daß letztendlich diese die wahren Verantwortlichen des Anschlages seien. Die Ausführenden seien dann rechte Männer gewesen, deutschtümelnde. „Deutschland verrecke“ singt die unter den Linken so beliebte Musikband: „Feine Sahne, Fischfilet“ und da leuchtet es jedem linken Verschwörungstheoretiker ein, daß die wahren Täter rechte Deutsche sein müssen. So ist es ein Skandal, daß die Staatsgelder für die dem Kampf gegen Rechts sich verschrieben habenden Antifa-Organisationen gekürzt würden.

Der reale Täter, der nur „zufällig“ dies Attentat verübte, ist somit gar nicht der wahre Täter, denn dies Attentat ist durch ein Komplott dieser unheiligen Dreieinigkeit, Putin, Orban und Trump in einer Cooperation mit Deutschtümlern verursacht worden.

Da Muslime prinzipiell gute Menschen sind, die dann aber das Vorzugsopfer der bösen Rechten werden, und junge Muslime besonders zu Unterstützende und Hilfsbedürftige sind, ist es völlig abstrus, hier von einem „Sturm“, einer Erstürmung Europas durch uns feindlich Gesonnene zu schreiben. Wir wissen ja, daß nach den neuesten Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft es gar keine Belagerung Wiens durch muslimische Truppen gegeben hat, denn die wollten ja nur in da einen Kaffee trinken und wurden dann von rassistischen Deutschen daran gehindert. Unsere Christenpflicht wäre es also, alle Einwanderungswilligen freudig bei uns aufzunehmen und ihnen ermöglichen, ihre Religion zu praktizieren! Wagen wir mal zu träumen: Wenn erst der Kölner Dom in eine Moschee transubstantioniert ist und wir Christen in kleinen Autogaragen subkutan unsere Gottesdienste feiern, dann erfüllen sich die Träume alle Multikultigläubigen!

Nein, ein Dogmatiker kann die wahren Feinde von den angeblichen unterscheiden: Es gibt nur einen, den Rechten in all seinen Maskeraden und isb gilt es. jede Art deutschen Patriotismus zu bekämpfen: Je mehr Nichtdeutsche, je mehr Muslime einwandern, desto besser ist es. 

„Wenn man sich die Welt macht, wie sie einem gefällt“, das ist das Procedere der nachkonziliaren Theologie und Kirche.


 

 

Donnerstag, 23. Oktober 2025

Mythen zum Thema: Die Katholische Kirche und ihr (nicht)gekämpfter Kirchenkampf gegen den Hitlerfaschismus

 

Mythen zum Thema: Die Katholische Kirche und ihr (nicht)gekämpfter Kirchenkampf gegen den Hitlerfaschismus


„Die Katholiken und das Dritte Reich“, ein von Hummel und Kißner herausgegebener Essaysammlungsbrief zu dieser Causa, verleitete mich nun dazu, ein kleines mythenkritisches Vorwort zu einer fruchtbringenden Lektüre solcher wissenschaftlich sich gebenden Literartur zu verfassen.

Der Urmythos: 1963 wurde das Theaterstück; „Der Stellvertreter“ uraufgeführt, dessen Wirkkraft für die Frage: „Wie verhielt sich die Kirche im Dritten Reich gar nicht überschätzt werden kann.1 Mit dem Stellverteter wird ironisch auf den Papsttitel: Stellvertreter Christi auf Erden angespielt und die Intention des Theaterstückes ist nun nicht einfach nur die Diffamierung dieses Papstes als „Hitlers Pope“2, sondern es soll die ganze Kirche als ein williger Helfer des Nationalsozialimus enttarnt werden.

Im Zentrum steht ein fiktives Gespräch, in dem Papst Pius XII das ganze antisemitische Vernichtungsprogramm Hitlers offenbart wird: „Das habe dieser Diktator vor mit den Juden“ und obschon somit die ganze Kirche das ganze Programm kannte, sie geschwiegen hätte und nichts zur Rettung der Juden unternommen hätte. Dem obligatorischen Einwand, Katholiken hätten sich diesem Programm widersetzt und auch der Papst habe nicht wirklich geschwiegen, wird dann stets entgegengesetzt, daß diese wohl erfolgten Reaktionen in keinster Weise dem Vernichtungsprogramm angemessen ausgefallen seien.

Nur, dieses oder ein ähnliches Gespräch, in dem dem Papst das ganze Vernichtungsprogramm durch einen zuverlässigen Informanten offenbart worden sei, hat nie stattgefunden! Bis heute ist nicht geklärt, ab wann der Papst, die Kurie zuverlässige Informationen über dies Ver-nichtungsprogramm besaß! Michael Feldkamp behauptet in seinem Buch: „Pius XII“: „Das päpstliche Staatsekretariat war seit dem Frühjahr 1942 – früher als mehrfach behauptet – über die Organisation des Judenermordung informiert und hatte die Nachrichten auch als glaubwürdig eingetuft.“3 Zumindest stimmt diese Behauptung mit dem Forschungsergebnis Hans Mommsens überein, daß das Vernichtungsprogramm zwischen 1941 bis 42 beschlossen worden sei in einem Prozeß sich radicalisiernder „Lösungsprogramm“ für das „Judenproblem“. Aber Herr Feldkamp kann für diese These keinen Beleg anführen, außer der Behauptung: „im März 1943 kamen aus Preßburg Nachrichten, daß deportierte Juden durch Vergasung getötet wurden und dann zur Seifenfarikation gelangten.“4 Kein Historiker behauptet heute noch, daß Juden zu Seife verarbeitet worden seien, sodaß somit die Zuverlässigkeit dieser Preßburger Nachricht als ganzer nicht als zuverlässig gelten kann.

Offenkundig soll unbedingt an der These festgehalten habe, daß die Kirche schon recht früh das nationalsozialistische Vernichungsprogramm gekannt habe, um darauf aufbauend die Reaktionen der Kirche darauf als völlig unangemessen aburteilen zu können! Nur lebt diese These primär aus der Suggestivkraft des Theaterstückes von Hochhuth und wird bis jetzt nicht durch Quellen verifiziert.

Der Leser möge sich bitte dies Szenario vorstellen: In einem Bierlokal treffe ich einen Bekannten, wir plaudern über Gott und die Welt und trinken dazu ein paar Gläser Bier. Dann verabschiede ich mich, der Bekannte bleibt. Am nächsten Morgen erfahre ich nun, daß er, volltrunken am Auto einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe: Er und andere kamen zu Tode. Wenn nun jemand mich anklagen würde: „Wie konntest Du es nur zulassen, daß Dein Freund betrunken mit seinem Auto nach Hause fahren wollte?, müßte ich mich dann schuldig im Sinne der Anklage sprechen. Wenn vom Ausgang, dem des tödlichen Verkehrsunfalles her der ganze Abend vom ersten bis zum letzten ausgetrunkenen Bier rekonstruiert wird, wird das erste Bier das erste, das dann mit den anderen zusammen zu diesem Unfall führte. Für mich war das erste Bier nur eines von ein paaren und ich hatte nicht einmal bemerkt, daß der Bekannte angetrunken gewesen war noch wußte ich, daß dieser die Absicht hegte, mit seinem PKW nach Hause zu fahren. Erst vom dem Wissen von dem Ausgang her erschließt sich mir jedes von dem Bekannten ausgetrunkenes Bier als ein Schritt auf den dann erfogten Ausgang hin. Aber von diesem Ausgang, dem tödlichen erfuhr ich erst am nächten Tag.

Eine mythologische Geschichtsschreibung betrachtet nun jede Handlung der nationalsozialistischen Regierung wider die Juden als eine Vorbereitung auf die Vernichung der Juden in den Konzentrationslagern und behaptet, daß jeder Zeitgenosse und somit auch die Kirche jede Einzelmaßnahme so hätte wahrnehmen können und müssen.Das wäre so, als wenn ich spätestens nach dem zweiten Bier erkannt haben müßte, daß ich nun meinem Bekannten seinen Autoschlüssel zu entwenden habe, um seinen tödlichen Unfall zu verunmöglichen! Die Öffentlichkeit und auch die Kirche nahm aber nur die Einzelmaßnahmen war, ohne aber darin eine Telelogie auf dies Ende zu erkennen – und das konnte sie auch gar nicht, da das Vernichungsprogramm wohl erst 1941 oder 42 beschlossen worden ist und selbst dann nur wenigen bekannt gewesen sein.

Seit dem 2.Vaticanum hat die Kirche die Menschenrechte anerkannt, aber nicht schon davor. Nun verwendet aber die Kritik des Verhaltens der Kirche im und zum Dritten Reich zwei hitorisch unhaltsame Prämissen, daß a) die Kirche schon immer die Menschenrechte anerkannt hätte, sodaß sie jede Politik, die mit der Menschenrechtsideologie inkompatibel ist, verurteilen müsse und daß sie b) die Demokratie als der auf die Menschenrechtsideologie basierenden Staatsform gegen die nationalsozialistische Diktatur hätte verteidigen müssen.

Verkannt wird dabei völlig, daß die bolschewistische Revolution mit ihrem militanten Atheismus als die Bedrohung gegen die Kirche von ihr so wahrgenommen wurde, sodaß dann der spanische Faschismus als Retter vor einem spanischen Bolschewismus gewürdigt wurde und auch das mit dem Faschisten ausgehandelte Konkordat als ein Erfolg der Kirche angesehen wurde. Daß dann der Krieg gegen die Sowjetunion als der Verteidigungskrieg gegen den nach der Welteroberung strebenden kommuistischen Atheismus wahrgenommen wurde, verstärkte dann eher noch die Sympathien für Hitler. Erst seit der deutschen Wiedervereinigung und dem dann anhebenden Kampf gegen Rechts verschob sich diese Sichtweise völlig: Jetzt gelten die „Nazis“ die „Rechten“ als die einzig wahren Feinde der Kirche und nun erst wird gesagt: Die Kirche hätte schon 1933 das wissen müssen, daß sie jetzt erst weiß, daß sie nur einen Feind hat: alles was „rechts“ ist. Nun fällt es der Geschichtsschreibung leicht, nachzuweisen, daß die Kirche ab 1933 nicht so agiert hatte, wie sie es getan haben müßte,denn da hätte sie schon wissen müssen, daß es nur einen wahren Menschheitsfeind gäbe, alles, was „rechts“ ist.


Nun könnte aber eingewandt werden, daß das alles doch nur sophistische Spitzfindigkeiten seien, denn eine Kirche, die an einen menschenfreundlichen Gott glaube, müßte doch jeder Art von Diskriminierung von Juden widersprechen, einfach, weil auch sie von Gott erschaffene und geliebte Menschen seien. Das klänge überzeugend, wenn nicht jetzt schon wieder Juden, nur weil sie Juden sind, diskriminiert werden. So wird jetzt eifrig debattiert, ob israelische Künstler beim nächten europäischen Singwettbewerb auftreten dürfen, wenn sie jüdische Staatsbürger mitverantwortlich für die Regierungspolitik seien. Wissenschaftler fordern den Ausschluß jüdischer Wissenschaftler, an Sportveranstaltungen sollen sie auch ausgeschlossen werden – ich halte es nicht für ganz ausgeschlossen, daß wenn Albert Einstein heute noch lebte und er sich nicht 100 prozentig gegen Netanjahu stellen würde,er an einem Physikerkongreß noch teilnehmen dürfte - und eine Boykottinitiative ruft auch in Deutschland dazu auf: „Kauft keine jüdischen Waren!“ Und auf Demonstrationen wird gebrüllt: „Tod den Zionisten!“ Nur sind das alles linke bzw propalästinensish islamistische Kritiker des jüdischen Staates, aber was sagt die Kirche jetzt zu diesem Antisemitismus? Ganz fixiert auf das Feindbild:“Rechts“ wird dieser Antisemitismus kaum wahrgenommen!



1So in: Thomas Brechrenmacher. Die Kirche und die Juden“, in: Hummel,Kißner: Die Katholiken und das Dritte Reich, 2.Auflage. 2010, S.125.

2A.a.O. S.125.

3Michael Feldkamp, Pius XII und Deutschland, 2000, S.142.

4Feldkamp, A.a.oO. S.143. Peinlich wird es dann aber, wenn er in der Fußnote 427 dazu schreibt: Undatiertes Schreiben, ADSS,Bd 9,177f.Anm6.

Freitag, 18. Juli 2025

„Wir können diesen Kulturkampf nicht gebrauchen“ sagt Bischof Bätzing und führt ihn doch vehement! Sein Kampf gegen das Lebensrecht!

 

„Wir können diesen Kulturkampf nicht gebrauchen“ sagt Bischof Bätzing und führt ihn doch vehement!

Von einem Kulturkampf berichten die Medien jetzt ganz aktualistisch. Am 16.7.2025 hieß es in der (Agit-Prop-Desinformationssendung) „ZDF heute“: Regenbogenfahne -der Druck auf queere Menschen wächst“: Kritiker der LGBTQ werden da als „Nazis“ diffamiert aber im Zentrum steht der Kampf um das Tötungsrecht, daß Frauen ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen dürfen. Die SPD und alle sie unterstützenden Linksparteien erlitten in ihrem Kulturkampf gegen das Leben eine gravierende Niederlage, als ihre Kronjuristin nicht zur Bundesverfassungsrichterin durch das Parlament gewaählt wurde, Die C-Parteien vertagten, bedrängt durch die parteiinterne Kritik und die Vehemens der außerparlamentarischen Opposition die Wahl. Auch katholische Bischöfe stellten klar, daß diese Kandidatin nicht wählbar sei, da sie den Menschen einschließlich des 9.Monates die Menschenwürde und Menschenrechte abspricht und somit sie prinzipiell als für tötbar erklärte: „Die Annahme, dass die Menschenwürde überall gelte, wo menschliches Leben existiert, ist ein biologistisch-naturalistischer Fehlschluss. Menschenwürde- und Lebensschutz sind rechtlich entkoppelt.“ 1 Man könne also Menschen die Menschenwürde und somit auch das Lebensrecht aberkennen. Das wußte und praktizierte schon der Revolutionär Robespierre, der die Feinde der Freiheit einfach enthaupten ließ durch die Guillotine und die Feministen wollen so den Kindern im Mutterleibe ihr Lebensrecht aberkennen. Die Wahl dieser SPD- Kandidatin wäre so ein beachtlicher Sieg für den Feminismus, zumal sie auch sich für ein Verbot der AfD ausspricht, der einzig nichtfeministischen Partei im Bundestag.

Aber nach dieser Niederlage gehen die Verlierer in die Gegenoffensive, geben diesen Kulturkampf noch nicht verloren. Und wer engagiert sich nun lautstark in dieser Gegenoffensive? Ja, Bischof Bätzing kämpft. Er fällt damit nicht in erster Linie „Pro-Life- Bischöfen“ in den Rücken, sondern streitet mit den feministischen rot-grünen Kampfbataillonen gegen das Lebensrecht der Kinder, solange sie noch im Mutterleibe sind. „Gegenüber der Zeitung lobte der Kirchenmann den Paragraf 218a StGB, mit dem de facto ungeborene Kinder ohne Probleme umgebracht werden können und dafür in Deutschland nicht bestraft werden. Für Bätzing ist das "kluge Balance".2 100.000, sehr wahrscheinlich sogar noch mehr getötete Kinder jährlich, in 10 Jahren 1 Million bezeichnet dieser Bischof als eine bejahenswerte Praxis. So tief wie dieser Bischof ist wohl noch nie ein Bischof der Kirche gefallen.

Aber das reicht ihm noch nicht: Jetzt stellt er sich hinter die SPD- Wunschkandidatin für das Bundesverfassungsgericht3, die den Menschen vorgeburtlich gar das Menschenrecht und die Menschenwürde aberkennen möchte. Er behauptet nun: "Wir können diesen Kulturkampf nicht gebrauchen“, aber führt ihn selbst vehement gegen die Lehre der Kirche und für seine Rot-Grünen Gesinnungsfreunde. Zu diesem linken Kulturkampf gehört als eine Selbstverständlichkeit die Diffamierung der Angegriffenen als AfD-nah! Eine Nähe zur AfD ist ein unverzeihlicher Verstoß gegen das Kontaktverbotsgesetz: In wessen Nähe darf ich auf keinen Fall mich bewegen! „Der Limburger Bischof behauptet dann auch, dass es der AfD nicht um den generellen Schutz von ungeborenem Leben, sondern nur für den "völkischen Teil" gehe. Auch deshalb wolle sich Bätzing nicht auf diese Debatte einlassen, um der der AfD kein Forum (!) zu geben und zur Spaltung beizutragen.“ Merke: Wer also meint, daß das Lebensrecht auch für deutsche Kinder gälte, denkt völkisch! Gerade die Kirche will sich so für die Aufrechterhaltung des „antifaschistischen Schutzwalles“ engagieren, wie dieser Rot-Grüne Bischof es jetzt vorexerziert.

Wenn die AfD für irgendetwas eintritt, muß die Kirche sich davon distanzieren, auch wenn das übereinstimmt mit der Lehre der Kirche. Der BDKJ- München hat daraus ja schon die angemessene Konsequenz gezogen und demonstriert mit Feministin und anderen Linken gegen eine Kundgebung für das Recht auf Leben!

Nun müßte man diesen Bischof auf diese Aussage Adolf Hitlers verweisen: „Die Prostitution ist eine Schmach der Menschheit“, die beseitigt werden müsse!4 Um hier nicht den Anschein eines Verstoßes gegen das Kontaktverbot aufkommen zu lassen, müsse die Kirche doch ihre Verurteilung der Prostitution revozieren, denn was Hitler verurteilt muß ja etwas Gutes sein.

Bischof Bätzing führt die Kirche in den Kulturkampf gegen das Menschenrecht auf Leben und auch im Kampf für die Anliegen der LGBTQ engagiert er sich energisch. Daß er dabei auch gegen die Lehre der Kirche ankämpft, verunsichert diesen Bischof nicht, steht er doch in Deutschland dem Synodalen Irrweg voran, die Katholische Kirche zu entkernen und somit zu entkatholisieren, wie selbst Papst Franziskus es schon ironisch bemerkte, als er sagte: Es gäbe doch schon eine gut funktionierende protestantische Kirche in Deutschland,wozu noch eine zweite gründen.

Als vorschnell und unüberlegt ist m.E das Urteil anzusehen, daß hier Bischof Bätzing opportunistisch agiere, nein, er handelt hier eher als ein Überzeugungstäter, der in seinem Theologiestudium halt nur eine antikatholische Universitätstheologie5 kennen gelernt hatte, der er sich dann selbst aber auch anschloß und bis heute vehement vertritt. 

1.Zusatz

Zu diesem Kulturkampf gegen das Leben gehört auch das energische Drängen deutscher Bischöfe, homosexuelle Paare kirchlich zu segnen! 

2.Zusatz:

Junge Freiheit vom 18.7.2025 

"Dient die Richterwahl wirklich als Vorbereitung für das AfD-Verbot? Immer mehr renommierte Experten warnen, die SPD bereite mit ihren vorgeschlagenen Verfassungsrichterinnen Brosius-Gersdorf und Kaufhold eine rot-rot-grüne Republik vor, in der die AfD verboten und die Union entmachtet ist."

 







1Kath net: Bezing fällt den Pro-Life-Bischöfen in den Rücken. 17.7.2025

2Zitiert nach Kath net a.a.O.

3Das Hauptmotiv für die SPD, diese Juraprofessorin zu küren, ist aber ihr Ja zum AfD- Verbot, entreißt die Afd ihr doch zu viele Stimmen ihrerWählerschaft, den Arbeitern und den „kleinen Leuten“, so daß sie statt 30 nur noch 15 Prozent der Wählerstimmen bekommt. Da sie die nicht wiederzugewinnen erhofft, setzt sie auf das Verbot der AfD, sodaß ihre Wähler dann nicht mehr zur Wahl gehen und die SPD so Wahlen wieder gewinnen kann ohne mehr Stimmen zu bekommen.

4Hitler, Mein Kampf, 1,Buch, 10.Kapitel, Kampf gegen die Prostitution.

5Wer sich auch nur ein wenig in der universitären Theologie auskennt, weiß, daß es fast unvorstellbar ist, daß ein nichtlinksliberal Gesinnter eine Promotion oder Habilitation erfolgreich abschließen kann oder gar eine Professur erlangen kann. Der Linksliberalismus beherrscht die Universitäten.

Freitag, 16. Mai 2025

Ein (eigentlich)völlig überflüssiger Beitrag: „Wurden wir befreit?“

 

Ein (eigentlich)völlig überflüssiger Beitrag: „Wurden wir befreit?“



In jedem Jahr wird am 8.5. wie bei einer Totenbeschwörung eine Debatte revitalisiert, die völlig sinnlos ist, die aber zu dem Schibboleth der Unterscheidung der Anständigen von den Unanständigen avancierte: Wurde Deutschland 1945 befreit oder nicht? In Thomas Mann Roman: Doktor Faustus findet sich im Anfang des 5.Kapitels1 eine Reflexion darüber, was mehr zu fürchten sei, unsere Niederlage oder ein deutscher Sieg im 2.Weltkrieg: Wir könnten gar nicht anders: „so daß wir gar nicht umhin können,sie ((gemeint ist unsere Niederlage))mehr zu fürchten,als alles auf der Welt.“ Dann wird dieser Gedanke aber mit diesem konfrontiert: „Dennoch gibt es etwas,was einige von uns in Augenblicken,die ihnen selbst als verbrecherisch erscheinen,andere frank und permanent ,mehr fürchten als die deutsche Niederlage,und das ist der deutsche Sieg.“ In dieser Reflexion wird nicht bestritten, daß der Sieg der Allierten über Deutschland für Deutschland selbst eine Niederlage wäre, nur wird hier erwogen, ob ein Sieg Deutschlandes noch schlimmer wäre als seine Niederlage. Der Gedanke, so denn doch die Niederlage Deutschlandes als das kleinere Übel zu bejahen, wird selbst als ein verbrecherische Gedanke qualifiziert.

Jetzt stellt sich diese Causa aber in der offiziösen Geschichtsdarstellung ganz anders da: Wir wurden 1945 befreit! Eingeschränkt wird diese Beurteilung höchstens durch den Zusatz, daß Ostdeutschland wohl nicht befreit worden sei, da es von den Russen besetzt wurde, wohingegen Westdeutschland befreit worden sei, weil es von den westlichen Siegermächten besetzt worden ist. Der US-Präsident Truman stellte aber eindeutig in der US-Direktive 1067 fest: Deutschland wurde nicht besetzt zur Befreiung sondern als besiegter Feindstaat.“2 Als solcher wurde er dann auch behandelt: Eingedenk der römischen Weisheit: „Teile und herrsche“ wurde Deutschland in drei Teile zerspalten: West- und Ostdeutschland und Österreich3. Dann mußte Deutschland große Gebiete des Ostens Deutschlands abtreten, die die polinische Regierung sich aneignete, sodaß sie nun ihre Kriegsziele weitestgehend zumindest gegen Deutschland erreichte4.Wenn es um unsere Befreiung gegangen wäre, warum wurde dann Deutschland so dreigeteilt und warum uns so viele Gebiete weggenommen? Der tatsächliche Umgang mit dem besiegten Deutschland nach dem Kriegsende zeigt eindeutig, daß hier die angeblichen Befreier sich wie Besieger Deutschland gegenüber verhielten. Die Sieger setzten auch fest, daß es in Deutschland ein Bundesland Preußen nie mehr geben dürfe, da Preußen und alles Preußische als das Böse schlechthin von ihnen verdammt wurde.Bis heute gilt völkerrechtlich Deutschland als auch Japan als „Feindstaaten“, sodaß es den Siegern erlaubt ist, einen Krieg gegen sie zu führen, wenn in den Ländern eine Regierung an die Macht käme, die sie als gefährlich beurteilten. Die Intention des Völkerrechtes nach 1945 ist es, den Krieg nur noch in Ausnahmefällen als ein legitimes Mittel der Politik anzuerkennen. Deswegen erhielten Deutschland und Japan einen Sonderstatus, damit gegen sie leichter legitim ein Krieg geführt werden könne.

Diese klaren Verhältnisse wurden nun aber durch den West-Ost-Konflikt vernebelt, als Westdeutschland als der Frontstaat gegen den Osten aufgebaut wurde. Die Intention der Gründung der Nato wie der EU, ursprünglich: „Europäische Wirtschaftsunion“ betitelt war, Deutschland klein zu halten, Rußland rauszuhalten und Amerika reinzubehalten. Aber da nun Westdeutschland als der Frontstaat gegen den Osten ausgebaut werden sollte, konnte man ihn nicht gleichzeitig kleinhalten. Nun erst kam das Narrativ auf, die westlichen Siegermächte hätten uns befreit im Gegensatz zu dem Russen,der uns nur unterdrücken wolle, und nun gälte es deswegen, daß wir im Bund mit den Westmächten unsere Freiheit gegen den Feind, den Osten zu verteidigen hätten. Daß Stalin uns 1952 die Wiedervereinigung angeboten hatte, wenn wir uns wie Österreich außenpolitisch für neutral erklärten, paßt dann nicht recht in diese Geschichtsdeutung, daß wir von den westlichen Mächten befreit worden seien, aber faktisch dreigeteilt wurden.

Die Behauptung, Amerika wollte uns von der Nazi-Diktatur befreien, kann nun schon dedhalb nicht stimmen, da aus der amerikanischen Sicht es eine Willenseinheit des deutschen Volkes mit Hitler, dem deutschen Politiker schlechthin gegeben hätte: Wenn man dann von einer Hitler-Diktatur sprach, meinte man damit, daß Hitler für Deutschland die ganze Welt erobern wollte. Er wollte der deutsche Weltdiktator werden. Wenn wir Deutschen sozusagen von unserem Charakter her zum Nazihaften neigen würden, wäre ja eine Demokratie für unser Volk nichts Gutes, es sei denn es würde vordem völlig entnazifiziert werden, also entdeutscht. Deshalb sollte auch Westdeutschland nach der angeblichen Befreiung unter Aufsicht gestellt werden, damit es nicht seine Freiheit mißbrauche. Von einer Befreiung kann so auch nicht gesprochen werden. Das Narrativ von der Befreiung sollte somit nur dazu dienen, uns als Mitkämpfer gegen die vermeintliche Bedrohung durch Rußland zu gewinnen! Daß die Nato und die EU von vornherein dazu gegründet wurden, die Länder des Ostblockes in den kapitalitischen Weltmarkt zu reintegrieren und Rußland aus dem noch zu schaffenden Europa auszuschließen, damit die USA der Hegemon dieses Europas sein kann, überließt dieses Narrativ selbstverständlich.



1Auf eine Seitenangabe wird verzichtet ob der unzähligen Ausgaben dieses Werkes. Außerdem sollte der Leser sich hüten, in einem Roman getätigte Aussagen einfach mit der Meinung des Autoren zu dem Ausgesagten zu identifizieren.

2Zitiert nach: „Freie Welt“ vom 9,5.2025: „Deutschland wurde nicht besetzt zum Zwecke der Befreiung sondern als besiegter Feindstaat.“

3Daß der Zusammenschluß Deutschlands mit Österreich in der offiziösen Geschichtsschreibung als eine Besiegung Österreichs dargestellt wird, ist eine besondere Absurdität der Geschichtsschreibung der Sieger.

4Vgl dazu: Stefan Scheil:“Polens Zwischenkrieg.“

Sonntag, 11. Mai 2025

Sag mir, wer etwas sagt, und ich sage Dir, wie das zu beurteilen ist! Oder wie ist jede Art von Mission und Evangelisation endgültig moralisch zu dysqualifizieren?

 

Sag mir, wer etwas sagt, und ich sage Dir, wie das zu beurteilen ist! Oder wie ist jede Art von Mission und Evangelisation endgültig moralisch zu dysqualifizieren?


Argumente oder auch nur Tatsachenbehauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu prüfen, das ist ein mühseliges Geschäft, da fällt es doch viel leichter, auf den Aus-sagenden zu schauen: Was der gesagt hat, kann nicht stimmen,denn den kennen wir doch und wissen, was wir somit von seinen Aussagen, egal was er sagt, zu halten haben1. Es herrscht nun nicht nur in Deutschland ein Konsens darüber, daß zumindest eine Person existiert(e), mit der kein anständiger Mensch auch nur in einem Punkte übereinstimmen dürfe. Diese Unperson ist selbstredend Hitler.

Diese Unperson schreibt nun in seiner Betrachtung über die Ursachen unserer Niederlage im 1.Weltkrieg Unerhörtes2: „Wie sehr die allgemeine Zerrissenheit um sich greift,zeigt eine Betrachtung der religiösen Zustände vor dem Kriege. Auch hier war eine einheitliche und wirksame weltanschauungsmäßige Überzeugung in großen Teilen der Nation längst verlorengegangen.Dabei spielen die sich offiziell von den Kirchen lösenden Anhänger eine kleinere Rolle als die überhaupt Gleichgültigen.“Deutschland sei also im Kriege an seiner eigenen inneren Uneinigkeit gescheitert.

Dann steht da:“Während die beiden Konfessionen in Asien und Afrika Missionen aufrechterhalten,um neue Anhänger ihrer Lehre zuzuführen,- eine Tätigkeit, die gegenüber dem Vordringen besonders des mohammedianischen Glaubens nur sehr bescheidene Erfolge aufzuweisen hat,- verlieren sie in Europa selber Millionen und abermals Millionen von innerlichen Anhängern,die dem religiösen Leben entweder überhaupt fremd gegenüberstehen oder doch ihre eigenen Wege wandeln.“

So wird nun dies beurteilt: „Die Folgen sind besonders in sittlicher Hinsicht keine günstigen.“ Aber es kommt noch ärger: „Bemerkenswert ist auch der immer heftiger einsetzende Kampf gegen die dogmatischen Grundlagen der einzelnen Kirchen,ohne die aber auf dieser Welt von Menschen der praktische Bestand eines religiösen Glaubens nicht denkbar ist.“ Dem widerspricht heutzutage jeder liberale Theologe, denn die Dogmen der Kirche seien doch höchst überflüssig, wenn nicht gar contraproduktiv für das sittliche Leben.

Hitler zieht nun praktische Konsequenzen: „Die breite Masse eines Volkes besteht nicht aus Philosophen; gerade aber für die Masse ist der Glaube häufig die einzige Grundlage einer sittlichen Weltanschauung überhaupt.“ Wo nämlich die Religion mit ihren Dogmen angegriffen und gar zerstört würde, da drohe ein wertloser religiöser Nihilismus. Also müßten die Kirchen ihre Anhänger neu für ihre Lehren gewinnen,um einem wertverachtenden Nihilismus zu wehren. Dabei sollten sie gar ihre Dogmen lehren, ohne die keine Religion und Kirche auskommen könne3.

Wenn aber Hitler in der Religion und isb in der christlichen und ihren Kirchen etwas Positives gesehen hat, dann muß doch das von ihm Gelobte etwas Negatives sein. Kann man dann noch die Mission oder Evangelisation begrüßen oder gar fördern, wenn die Kirchen aus Sicht Hitlers etwas Gutes waren? Müßten dann nicht alle Dogmen der Kirche auf eine Naziaffinität hin untersucht werden, um so ab ovo die Kirchen vollständig zu entnazifizieren? Sollte nicht die Katholische Kirche deswegen auf jegliche Neuevangelisation verzichten? So abstrus das alles klingen mag, das wäre die einzig politisch korrekte Antwort auf Hitlers positive Bewertung der Religion und der Kirchen!

Wenn nun aber auf das strikte Nein zu jedem Versuch, das christliche Abendland, oder das, was von dem noch übrig geblieben ist, gegen den expandierenden  Islam zu verteidgen oder auch nur dem Säkularismus etwas entgegenzusetzen, könnte das nicht ein Reflex darauf sein, daß einst das nationalsozialistische  Deutschland sich als der Verteidiger gegen den bolschewistischen Atheismus interpretierte, isb seit dem Präventivkrieg gegen die Sowjetunion, sodaß nun jede Art von Selbstverteidigunng als etwas Unmoralisches empfunden wird?  


Zusatz:

Aber wie entstand dann das Narrativ vom Christenvernichter Hitler, dem die Kirchen tapfer und manchmal vielleicht auch weniger couragiert von Anfang an Widerstand geleistet haben? Nach 1945 brachte das Problem Churchill so auf den Punkt: Das falsche „Schwein“ hätte man geschlachtet,Hitler statt Stalin. Entwarf man bis 1945 noch Pläne, wie das deutsche Volk nach der militärischen Niederlage endgültig zu besiegen und niederzuhalten sei, erkannte die westlichen Siegermächte, daß sie Westdeutschland als den neuen Frontstaat gegen den Osten brauchten und die Westdeutschen als Soldaten gegen Rußland. Also brauchte man neben dem „bösen Deutschen“ auch den „guten Deutschen“, mit dem man nun Seit an Seit gegen die Sowjetunion kämpfen wollte. Dieser „gute“ mußte nun ein Antinazi und Antikommunist sein, damit er als ein „guter Deutscher“ gelten konnte. Das war die Geburtsstunde des Narratives von den Kirchen, die von Anfang an gegen den nihilistischen Hitler standen und nun genauso gegen den nihilistischen Stalin standen. Die wirklichen Widerstandskämpfer, die Kommunisten wie die preußischen Militärs konnte man nicht zu“guten Deutschen“ machen, galt doch auch das Preußische als der Urgrund alles Bösen in Deutschland, sodaß als der Kandidat für „gute Deutsche“ nur die Christen übrigblieben. Die Kommunisten fielen ja a priori aus, waren sie doch der neue zu bekämpfende Feind. Das verlangte nun aber eine Verzeichnung Hitlers zu einem antichristlichen Nihilisten, der in Stalin seinen kommunistischen Partner im Kampf gegen den christlichen Glauben gefunden hatte: Beide galt es zu bekämpfen. 

Was der Nationalsozialismus ist bzw gewesen ist, wird so primär durch politische Interessen bestimmt als durch seine sachliche Analyse.  


1Bischof Bätzinger monierte so die Praxis einiger Synodaler, Rednern, die nicht dem liberalen Lager zuzurechnen gewesen seien, die „Rote Karte“ (das ist: „Sie dürfen hier nicht sprechen!“)zu zeigen, bevor sie auch nur ein erstes Wort geredet hätten, statt damit zu warten, bis sie zu Ende geredet hätten.

2Adolf Hitler, Mein Kampf, 1.Buch, 10.Kapitel: „Ursachen des Zusammenbruchs“. „Religiöse Verhältnisse“

3Nun lehrt uns nicht nur Rauschning in seinen „Gesprächen mit Hitler“, daß dieser ein machtbesessener Nihilist gewesen sei, der die Kirchen und die christliche Religion völlig vernichten wollte. Deswegen hätten die Kirchen von Anfang an in einem Widerstandskampf gegen die Nationalsozialisten gestanden, auch wenn dann nicht alle so couragiert waren, offen sich gegen Hitler zu stellen. Es darf aber dies Narrativ in Frage gestellt werden, denn diese Äußerungen Hitlers vertragen sich damit überhaupt nicht.

Mittwoch, 16. April 2025

Habeamus Papam – noch viel erfreulicher: Wir haben wieder einen Feind, den Teufel!

 

Habeamus Papam – noch viel erfreulicher: Wir haben wieder einen Teufel!



Was für ein klägliches Evangelium ist doch der Ausruf: „Wir haben einen (neuen) Papst, oder: „Jesus ist wahrhaftig auferstanden, ER lebt!“, denn der jetzige zu dem Reformpapst hochstilisierte Franziskus hat nicht das Frauenpriesterum eingesetzt und noch nicht alle Dogmen der Kirche für irrelevant erklärt und so seine enthusiastischen Jünger enttäuscht und wer interessiert sich noch für das ewige postmortale Leben,aber daß die teufelslose Epoche ihr Ende gefunden hat, das ist doch das wahre Evangelium! Jetzt ist Schluß mit der postmodernistischen Unübersichtlichkeit, die der staatstreue Philosoph Habermas1 verurteilte, wir leben wieder in einer klaren Welt, in der den Guten die Bösen gegenüberstehen, in der alle Übel der Welt auf diese bekannten Urheber zurückzuführen sind.Jeder weiß, wo er zu stehen hat und gegen wen er zu kämpfen hat. Die Medienwelt überfordert ihre Konsumenten nicht mehr sondern offeriert uns ein klares Weiß-Schwarz- Bild, eine konsumentenfreundliche Kompexitätsreduktion ermöglicht nun jedem,klar zu sehen, wo er sich zu positionieren habe, will er zu den Gutmenschen gehören.

In einem aufklärerischen Überschwang wurde zwar eine zeitlang der Abschied vom Teufel proklamiert und auch praktiziert, aber dann drängte sich doch die Einsicht auf, daß wir nicht ohne einen Teufel auskämen. Da der ursprüngliche und wahre Teufel dem Programm der Entmythologisierung der Kirche zum Opfer fiel wie auch die Engel, bedurfte es eines Ersatzteufels. Die Verteufelung von bestimmten Menschen schuf so die Surrogatsteufel. Als erfahrener Horrorromanleser2 weiß man natürlich, daß auch im Reich des Bösen eine hierarchische Ordnung existiert, daß der Haupteufel von seinen niederen Chargen zu unterscheiden ist. Da sich aber dieser Hauptteufel in seinen Subalternen wirklich manifestiert, sind diese wirklich von daimonischter Qualität.

Daß Adolf Hitler die Rolle des Teufels in den Medien und nicht nur in ihnen übernommen hat, ist so offenkundig, daß es dafür keinen Beleg bedarf. Für Historiker ist nur die Frage relevant, seit wann er denn die Funktion des Teufels übernommen hat.Die politische Korrektheit verbietet es nun, Stalin im gleichzusetzen, denn damit würde die Einzigartigkeit des daimonischen Charakters Hitlers in Frage gestellt. Deswegen kann die einst selbst an den Universitäten beliebte Totalitarismustheorie, der Stalinismus sei genauso schlimm gewesen wie der Nationalsozialismus, nicht mehr gelehrt werden. Aber Hitler wäre kein Teufel, wäre er 1945 gestorben und damit aus dem Erdenleben verschwunden, nein, er muß stets neu sich inkarnieren, um in solchen Inkarnationen immer wieder auf das Neue sein Unwesen zu treiben.

Aktuell gelten als die Manifestationen dieses Teufels Putin3 und Trump. Sie sind geradezu aus der Hölle Aufgestiegene, die nun ihren bestialischen Krieg gegen das Gute in der Welt führen. Von katholischen Bistumsblättern angefangen bis zur Tagesschau, in allen seriösen Medien werden uns nun diese Zwei als Ausgeburten der daimonischen Unterwelt, also Hitlers präsentiert.Als die Unterteufel dieser unheiligen Dreieinigkeit fungieren dann alle „Rechten“, die „Ultraconservativen, die (Rechts)Populisten,die Traditionalisten usw. Ja ganze Heerscharen des Bösen treiben auf Erden ihr Unwesen, aber die mutigen Kämpfer gegen Rechts, des Aufstandes der Anständigen, so der damalige Kanzler Schröder, widerstehen: Sie führen ihre hl. Kreuzzüge gegen Rechts, gilt es doch, nun die Welt zu exorzieren4.

Die Epoche des miteinander über alles Reden ist passe, es gilt nun zuvörderst zu bestimmen, mit wem man nicht redet, wer auszuschließen ist. Die Katholische Kirche praktiziert dies nun wahrlich vorbildlich, aber auch die EKD kommt dieser neuen staatsbürgerlichen Pflicht überzeugend nach. Die Welt ist so nicht mehr komplex und unübersichtlich, sondern klar strukturiert, seitdem wir wieder wissen, wo der Teufel haust. Aber es bleibt nicht nur bei der Rhetorik: Ein gewaltiges Aufrüstungsprogramm gegen Rußland, durch eine gigantische Neuverschuldung finanziert, haben die zukünftigen Regierungsparteien, sekundiert von den „Grünen“ beschlossen, denn Deutschland soll nun auch kriegsfähig gemacht werden. Seit dem im politischen Diskurs der Feind Rußland wieder allgegenwärtig ist, ist auch der Krieg als ein Mittel der Politik wieder rehabilitiert. Mit einem „Diktator“ könne man nicht verhandeln, der verstünde nur die Sprache des Krieges. So war es gut, daß England alle Vorschläge Hitlers zur Beendigung des Krieges 1939f abgelehnt und stattdessen ganz auf die Karte des Krieges gegen ihn gesetzt habe. Aber nun ist da noch der andere Feind Donald Trump: Soll gegen den auch Krieg geführt werden, oder soll der Gutmensch seine Hoffnung auf dessen Sturz durch die Antirechtskämpfer der USA setzen?

Wie naiv mutet da R.Bultmanns Behauptung an, daß der modern-aufgeklärte Mensch keinen Sinn mehr für mythologische Vorstellungen haben könne,kommt er doch offensichtlich nicht ohne einen veritablen Teufelsglauben aus.

1.Corollarium 

Wir leben wohl in einer Zeit, in die Antwort auf die Frage, wenn siehst du als den hassenswerten Feind an,mehr über den Gefragten aussagt, als früge man ihn, wen oder was er liebe.  

2.Corollarium

Die "Freie Welt" schreibt am 15.4.2025 in dem Artikel zu Calin Gorgescu:  "Der rechte rumänische Präsidentschaftskandidat Călin Georgescu, der an der Wiederholung der im Dezember annullierten Wahl nicht mehr teilnehmen darf, hat seinen Widerstand gegen die Kriegspläne der NATO bekräftigt. Dem renommierten US-Journalisten Tucker Carlson sagte er jetzt im Interview, die NATO brauche Rumänien und wolle „den dritten Weltkrieg von Rumänien aus starten“. Er sei auch der Meinung, daß seine klare Haltung in der NATO-Frage einer der Hauptgründe gewesen, warum seine Teilnahme an der Präsidentschaftswahl verhindert wurde."













1Der Philosoph des herrschaftsfreien Diskurses, in dem nur die Qualität des Argumentes zählen dürfe, war nun aber auch der, der energisch den Ausschluß Ernst Noltes aus dem Diskurs forderte, da ihm seine Thesen zum Nationalsozialismus mißfielen.

2Ich verweise hier auf die sehr populären Horrorromanserien: „Tony Ballard“, „Professor Zamorra“ und „John Sinclair“, Edgar A. Poe und H.P.Lovecraft sind diesbezüglich unergiebig.

3So beglückte das ZDF uns mit der sensationellen Erkenntnis: „Steckt Rußland hinter der Terrorwelle?

 Wenn das ZDF Verschwörungstheorien sendet“.Junge Freiheit am 15.4.2025: Putin sei der Auftraggeber des islamistischen Terrors!

4 „ Die Linksextremistin Hanna Schiller, Hammerbande, angeklagt wegen versuchten Mordes, erhält 27.Bundespreis für »Kunststudierende«, dotiert mit 30.000 Euro.“ berichtet die „Freie Welt“ am 15.4.2025 in einem Art zur aktuellen Kunst; das Opfer war ein „Rechter“, der Mordversuch so ein Kunstwerk!



Montag, 20. Januar 2025

Eine obskure Debatte: War Hitler Sozialist? -mit theologischer Relevanz

 

Eine obskure Debatte: War Hitler Sozialist?



Man könnte nun meinen, daß das eine rein politische Frage sei, die so auf katholischen Internetseiten keine Berücksichtigung finden bräuchte, aber gerade so dezidiert katholische Seiten wie: Kath info: „War Hitler ein Sozialist?“ (18.Jänner 2025) und die „Tagespost“ am 16.Jänner 2025: „Die Nazis – rechts oder links“ debattierten diese Frage, obschon es doch näher läge, zu fragen, war Hitler ein Katholik, gehörte er doch zeitlebens dieser Kirche an, denn er ist nie aus ihr ausgetreten. Aber da die Spitzenkandidaten der Partei AfD die These aufstellte, Hitler wäre sozialistisch gewesen,verlangt ja geradezu der jetzige Wahlkampf, klarzustellen, was immer auch ein Vertreter dieser Partei von sich gibt, ist falsch. Es gilt hier nämlich das Lied: „Die Partei, die Partei, die immer Unrecht hat!“

Für jeden Linken ist die Frage gar nicht fragbar, da die Antwort von vornherein klar ist: Sozialist zu sein, ist etwas Gutes. Hitler war nur böse, also kann er kein Sozialist gewesen sein. Wenn die NSDAP sich selbst als sozialistisch bezeichnete, dann war das nur eine versuchte Wählertäuschung ihres Kampfes gegen die fortschrittlichen linken Kräfte.

Aber nun gibt es auch noch Anhänger der Totalitarismustheorien, die die große Ähnlichkeit des Stalinismus mit dem Nationalsozialismus betonen, um schlußzufolgern, es gäbe einen rechten und einen linken Sozialismus, die beide gleich furchtbar seien, denn nur der Liberalismus sei eine menschenfreundliche humane Denkweise.

Methodologisch stellt jeden Nachdenklichen die Frage, war die NSDAP sozialistisch oder nicht, vor ein gravierendes Problem. Um diese Frage respondieren zu können, bräuchte man eine Definition dessen, was den Sozialismus ausmache, um daraufhin zu prüfen, ob diese Partei dieser Sozialismusdefinition entspräche. Wie ist denn nun eine solche Definition konstruierbar, wenn doch im politischen Diskurs die Frage, was sozialistisch ist und wie er zu bewerten sei, gerade eine der Streitfragen dieses Diskurses ist. Jede vertretende Definition bekämpft so alle anderen und es existiert keine Instanz, die nun definitiv entscheiden könnte, was denn die wahre Definition des Sozialismus sei.

Er ist somit zu einem politischen Kampfbegriff geworden, der in denunziatorischer Weise verwendet wird, wenn gemeint wird, Hitler sei ein Sozialist gewesen oder wenn das bestritten wird, dann aus einer apologtischen Intention, den Sozialismus als etwas ganz anderes als den Nationalsozialismus erscheinen zu lassen.Um einer solchen Reinwaschung des Begriffes des Sozialismus willen wird im aktuellen politischen Diskurs nur noch von „Nazis“ gesprochen, daß die sich als nationalistische Sozialisten verstanden soll so verdrängt werden.

Eines macht dieser Diskurs aber deutlich, daß hier nicht nach der Wahrheit gefragt wird, sondern primär wird versucht, die Antwort auf diese Frage politisch zu vernutzen und daß um des Nutzwertes willen die einem passende Antwort ausgesucht wird. Daß ein Diskurs immer ein auf die Wahrheitsfindung hin ausgerichteter sei, ist wohl einer der meistverbreiteten Irrtümer über das Wesen der Diskurse. Faktisch existieren nur diverse politische Interessen, die dann Sozialismusverständnisse hervorbringen, die dann den jeweiligen Interessen entsprechen. Wen interessiert schon, was wahr ist in einer Zeit, in der die Frage nach dem Nutzwert von etwas die Frage nach seiner Wahrheit dispensiert ist. Damit offenbart uns dieser obskurantistisch geführter Diskurs die Abkehr von der abendländischen Kultur, die von der Frage nach der Wahrheit bestimmt war in eine nachmetaphysische, die nur noch nach der Nützlichkeit von etwas, seinem Gebrauchswert frägt: Schlechte Zeiten für die Theologie und die Philosophie, gute für Marketingexperten!

Dabei könnte eine simple Antwort gegeben werden auf diese Frage: Was der Begriff des Sozialismus sei, ist im Raume des politischen Kampfes umstritten und somit verfügen die Kontrahenten über sich wechselseitig ausschließende Verständnisse, ohne daß es möglich sei, hier ein wahres von einem falschen zu unterscheiden. Ob der Sozialismus der MLPD1 der einzig wahre ist oder der des „Dritten Weges“2, das entscheiden eben die jeweiligen Parteimitglieder und ihre Wähler stimmen dem dann zu. Hält man sich aber die völlige Unbedeutentheit dieser beiden Parteien vor Augen, provoziert dies die Frage, warum denn noch so leidenschaftlich diese Frage in den Medien debattiert wird.

Corolilarum

 

Daß nicht jedes Verständis von Sozialismus von vornherein abzulehnen ist, möge die Darlegung dazu von Emanuel Hirsch in „Deutschlands Schicksal“ 1925 bezeugen:

„Wenn die Eigentümer mit unbedingter Willkür walten können,so erkrankt das Ganze.Solch schrankenlose Gewalt des einzelnen widerspricht aber auch schlechthin dem Wesen des Staates als der Macht über alle Mächte,der Person über alle Personen.Alles einzelne, auch das Eigentum,steht unter ihm und ist in seinem Willen normiert. Es gehört zu seinen Aufgaben,nichts in seinen Grenzen geschehen zu lassen, was dem Wohle des Ganzen widerspricht, was der Entfaltung der Nation zu Leben und Freiheit in all ihren Gliedern entgegensteht.Mithin ist es sein Recht und seine Pflicht, zugleich,die Macht des Eigentumes einzuschränken und unter Regeln zu stellen.Er ist verantwortlich für den Schutz der Schwachen und soll die Gesetzgebung zu ihren Nutzen handhaben.Er soll die wirtschaftlichen Großgewalten unter seine Aufsicht nehmen und ihnen für ihre Tätigkeit Vorscgriften machen..“ Emanuel Hirsch zu „Eigentum und Staat“ in: „Deutschlands Schicksal, S.123.

„Man mag diese ganzen Maßnahmen als Staatssozialismus kennzeichnen, oder nicht,jedenfalls steht es einem natonal gesinnten Manne übel an,gegen einen Schutz der nationalen Lebensnotwendigkeiten sich aufzulehnen im Namen der unbedingten Freiheit des Privateigentums.“ (S.124)














1Marxistlisch-leninistische Partei Deutschlands

2Die Partei des deutschen Sozialismus