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Samstag, 5. September 2026

Lesefrüchte: „Was bedeuten Volk und Nation für einen Katholiken?“1

 

Lesefrüchte: „Was bedeuten Volk und Nation für einen Katholiken?“1



Johannes Messner schreibt in seinem Buch: Das Naturrecht: „daß die Nation >nicht treffender als mit Hegels Ausdruck objektiver Geist gekennzeichnet werden (kann),weil sie unabhängig von jedem Einzelnen besteht,während doch jeder Einzelne darin geistig wurzelt<. Im Volkstum,den Lebensformen,Sitten, Gebräuchen und Traditinen, >erlebt sich das Volk als Gemeinschaft, lebt es die Gemeinschaft kraft institutioneller Bindungen und gibt es der geistigen Welt seiner Gemeinschaft die Dauer über die Generationen hinweg<.Hier wird es sich >seiner Verbundenheit im gemeinsamen Schicksal< bewußt,nährt es die >Erinnerung … an seine gemeinsame Geschichte, an gemeinsame Bedrängnisse,Kriege und Siege,an seine Heldengestalten, in näherer und fernerer Vergangenheit,an die Krieger,Heiligen und Staatsmänner, durch die sich das Volk zu gemeinsamen Idealen aufgerufen sieht<.“ 2

Zur Katholischen Kirche schreibt er dann dies,das heute völlig von der Kirche daimonisiert wird: Die Kirche wüsse, „daß der Glaube durch die Brechung oder Spiegelung im Volkstum an Lebendigkeit gewinnt.“ 3

(Das ist m.E die Stärke der Russisch-Orthodoxen Kirche, die jetzt völlig zu Unrecht so heftig angegriffen wird, nicht etwa aus theologischen sondern aus pur politischen Gründen.)

1Friedrich Romig, in: Die Rechte der Nation,2002, S.17- 21,

2A.a.O. S.19.

3A.a.O. S.19.

Freitag, 28. August 2026

Gott und die Götter, das Volk und die Völker – oder eine Falschübersetzung? Zur Individualität der Völker

 

Gott und die Götter, das Volk und die Völker – oder eine Falschübersetzung?Zur Individualität der Völker.



So lautet der ursprüngliche Text, 5.Mose 32,8f: „Als der Höchste die Völker als Erbe verteilte, / als er die Menschheit aufteilte, / legte er die Gebiete der Völker / nach der Zahl der Gottessöhne fest; der HERR nahm sich sein Volk als Anteil, / Jakob wurde sein Erbteil.“

Die Vulgata liest nun aber: „Als der Höchste die Völker schied,als er die Söhne Adams sonderte,bestimmte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israels.“ Die entscheidende Differenz ist hierbei nun die, ob die „Zahl der Gottessöhne“ oder die „Zahl der Söhne Israels“ maßgebend war.Die Septuaginta liest: „nach der Zahl der Engel Gottes“.


Der KI informiert uns in auch dieser Causa erfreulich klarsichtig:

“Bedeutung und Hintergrund:Der alte hebräische Text (Qumran und Septuaginta): Ältere Textzeugen (wie Handschriften aus Qumran und die griechische Übersetzung des Alten Testaments) sprechen im Urtext von den „Söhnen Gottes“ oder „Gottessöhnen“ (hebräisch bene elohim). Damit war im altorientalischen Denken der Götterrat gemeint – nach späterer jüdischer und christlicher Auslegung auch Engel oder Völkermächte.

Die spätere jüdische Tradition (Masoretischer Text): Spätere jüdische Schriftgelehrte änderten den Text oft zu „nach der Zahl der Söhne Israels“. Damit sollte vermieden werden, dass der Eindruck entsteht, es gäbe neben Gott noch andere himmlische Götter. Der Sinn war dann: Die Zahl der Völker orientiert sich an der Nachkommenschaft Jakobs (Israel).

Der direkte Kontext (Vers 9): Direkt im Anschluss (Vers 9) heißt es in der Einheitsübersetzung: „Denn der Anteil des HERRN ist sein Volk, Jakob der Bezirk seines Erbteils.“ Gott selbst übernimmt Israel als seinen direkten Anteil, während die anderen Völker anderen himmlischen Instanzen (Engeln/Gottessöhnen) zugeordnet wurden.“

Ursprünglich wird hier also eine entscheidende Differenz gesetzt: Das eine Volk, das jüdische unterstellt sich Gott selbst, er regiert es, während alle andere Völker „anderen himmlischen Instanzen“ subordiniert werden. Sie können als Gottessöhne oder als Engel bezeichnet werden.

(M.E. Ist es nicht völlig auszuschließen, daß es ursprünglich noch gehießen haben könnte: Der höchste der Götter gab den anderen, ihm subordinierten Götter die Völker zu ihrem Herrschaftsbereich, er aber erwählte sich das jüdische Volk.)

Was bedeutet es nun aber für die nichtjüdischen Völker, daß ihnen Engel, präziser formuliert Völkerengel voranstanden?

In dem Wikipediaartikel: „Volksgeist“ heißt es dazu, politisch korrekt:

„Die idealistischen Begriffe vom Volksgeist wurden in der Folge zum Spiritualismus überhöht. Eine Bedeutung haben die Begriffe Volksgeist oder Volksseele in der Esoterik, etwa bei Rudolf Steiner, der 1910 in Kristiania (Oslo) in elf Vorträgen die „Mission einzelner Volksseelen“ zur Darstellung gebracht hat. Er meint, dass jedem Volk ein Erzengel zugewiesen ist, dessen moralische Dignität sich in der Verfassung des Volkes offenbare.“

Man sollte nicht a priori alles, was Rudolf Steiner geschrieben hat, mit dem Verdikt: esoterisch= Unsinn aburteilen, denn bestünde die Esoterik ausschließlich aus Unwahrheiten, könnte sie nie erfolgreich sein.Denn ihre Melange aus Unwahren und Wahren verhilft ihr zu ihren Erfolgen.

Gemeint ist damit wohl, daß der jeweilige Volksengel dem ihm zugeordneten Volke ein spezifisches Gepräge vermittelt, das man auch als sein ihm eigenes Volkstum bezeichnen könnte. W. Stapels Konzeption des Nomos für jedes Volk ließe sich von daher auch rekonstruieren.

Hätte dies auch eine Auswirkung auf das Begreifen der heidnischen Religionen, daß sie etwa von dem jeweiligen Völkerengel initiiert seien? Jede Religion muß ja, wenn sie eine Religion ist, auch wahr sein, weil Gott die Religion wollte und sie muß auch eine falsche Religion sein, denn sonst wären alle Religionen gleich wahr, ineinsfallend mit der wahren, der christlichen.

Könnte man dann vielleicht alle heidnischen Religionen als auf die wahre Religion hin ausgerichtete verstehen, als pädagogische Instrumente hin zur Erziehung auf Jesus Christus, daß so sie in der wahren Religion nicht einfach negiert sondern hegelisch aufgehoben werden.

Die Vielfalt der Völker ist so eine von Gott selbst gewollte und durch die Völkerengel gibt er dann jedem Volke sein besonderes Gepräge, seine Individualität. Da die Gnade die Natur nicht zerstört sondern vollendet, einer der wichtigsten Grundsätze der katholischen Gnadenlehre, wird durch eine Christianisierung der heidnischen Völker ihr natürlicher Charakter, ihr Geprägtwordensein durch ihren Volksengel nicht einfach negiert, sie bewahren ihre Eigenart.

Das wäre dann die Alternative zu allen Eineweltkonzeptionen, die eine Vereinerleihung aller Völker einfordern neben der Liquidierung aller Geschlechtsdifferenzen. Die Völker sollen das ihnen Eigentümliche bewahren und nicht in einem Einerlei nichten lassen, wäre so die Folgerung an dem Glauben an die Völkerengel, die in diesem Mosetext grundgelegt wird.

Donnerstag, 27. August 2026

Ein verwegener Gedanke: Gibt es nicht nur endlich viele Iche, sondern auch Wirs? - Ein Beitrag zur Entwöhnung an zu viel Gewohntem

 

Ein verwegener Gedanke: Gibt es nicht nur endlich viele Iche, sondern auch Wirs? - Ein Beitrag zur Entwöhnung an zu viel Gewohntem


„Nicht mit einem Gedanken ist erwogen worden, daß wie der Mensch,so auch die Nation eine Seele hat, und daß am letzten Ende bei Individuen wie bei Nationen diese Seele das allein Wertvolle ist.“ Diesen so ganz und gar ungewohnten Gedanken verdanken wir Paul Lagarde1. Das das Individuum als ein Individuum Konstituierende ist sein Vermögen, sich als „Ich“ zu denken, das in autobiographischem Schreiben stets als ein sich gleich Bleibendes gedacht wird, was immer es dann auch tuen und erleiden mag. Substanzontologisch gewendet ist das die „Seele“.

Existiert also auch ein „Ich“ oder vielleicht ein „Wir“ jedes Volkes, wie es das Ich bzw die Seele des Menschen gibt? Hier wird nun nicht der Versuch unternommen, zu eruiren, wie Lagarde dies wohl gemeint haben könnte, sondern es ist ein rein systematischer Versuch.


Die Übersicht des KI, zum Stichwort der „Seele des Volkes“ teilt dazu mit: „Der Begriff >Seele des Volkes< (oft auch Volksseele oder Volksgeist genannt) beschreibt den vermeintlichen, kollektiven Charakter, das Gemüt oder das gemeinsame Bewusstsein einer Nation oder Volksgruppe.“

Zur Herkunft und Bedeutung: „Geistesgeschichte: Der Ausdruck stammt vor allem aus der Philosophie des 19. Jahrhunderts (und den Vorläufern der Romantik wie Johann Gottfried Herder). Er besagt, dass ein Volk neben seiner körperlichen oder politischen Existenz auch eine unsichtbare, geistige Identität besitzt.“

Der kulturelle Ausdruck: „Sichtbar werden soll dieser angebliche Volksgeist in Sitten, Bräuchen, Mythen, Liedern, Sagen und vor allem in der Sprache.“

Ich möchte mich nun auf das „vor allem in der Sprache“ konzentrieren mit der Fragestellung, ob der Terminus des Ausdruckes angemessen ist. Dieser Terminus impliziert ja, daß es zuerst ein Denken, ein nichtsprachliches gäbe, das dann sekundär sich in einer bestimmten Sprache manifestiere. Das Subjekt des Denkens wäre so zwar unmittelbar sich selbst als ein Ich bewußt, aber da es mit anderen kommunizieren möchte, entwickele es eine bestimmte Sprache dazu.Wenn man diese Vorstellung ad acta gelegt, weil ein un- oder vorsprachliches Denken nicht vorstellbar ist, dann könnte man urteilen, daß die jeweilige bestimmte Sprache, in meinem Falle also die deutsche mein „Wir“ ausmache.

„Eine Sprache repräsentiert eine Weise des Weltverständnisses,eine Art der Unterscheidung von Dingen und ihrer In-Beziehung-Setzung zueinander.“2 Dieser Gedanke könnte sehr fruchtbar sein, wenn man ebenso den Begriff des Repräsentierens kritisierte. Die Sprache sei das Medium, in dem das Ich sich bewußt werde als ein Ich und diese Sprache ist immer eine „Wir-Sprache“, die eines Volkes.

Catherine Belsey führt dazu in ihrem Buch: „Poststrukturalismus“ aus: Ein kenianischer Schriftsteller verfaßte seine Erstlingswerke in der englischen Sprache. „Später hatte er den Eindruck,dass diese Vorgehensweise dem Einfluss der ehemaligen Kolonialmacht und dem fortgesetzten ökonomischen und kulturellen Neokolonialismus des Westens zu viel zugestand. Wie >afrikanisch< der Inhalt und die Themen seiner frühen Romane auch immer sein mochten, so war doch der Roman selbst eine europäische Gattung, und seine Struktur reproduzierte ein westliches Denkmuster.Außerdem konnte die englische Sprache den kenianischen Wahrnehmungen der Welt nicht gerecht werden.“

Es soll sich nun auf die letzte Aussage konzentriert werden, daß die englische Sprache nicht der Weltwahrnehmung der kenianischen Sprache gerecht werden könne. Das hieße, daß jede bestimmte Sprache eine bestimmte Weltwahrnehmung erst hervorbringe, sie sozusagen subjektiviert. Und damit könnte man auf ein „Ich“ in jeder Volkssprache kommen, das so subjektiv ist wie das Ich eines jeden Einzelmenschen. Dieses Ich wäre dann gegenüber dem Einzelich ein „Wir“.

Was meinen wir denn, wenn wir sagen: „Den 1.Weltkrieg haben wir verloren“, oder „wir galten als das Volk der Dichter und Denker“, oder wenn wir unsere deutsche Geschichte bedenken? Dieses „Wir“ ist doch etwas Reales, und es kann nicht auf die Einzeliche reduziert werden. Aber in der Sprache konstituiert sich dieses „Wir“ als eines, das autobiographisch seine eigene Geschichte bedenken und reflektieren kann. Dies „Wir“ ist nun real, weil wir es im Denken als ein unabhängig vom Denken Existierendes denken. Es ist sozusagen eine nur im Denken uns zugängliche Entität, aber sie ist eine.

Könnte dann die Seele eines Volkes seine Sprache sein, in der es sich und seine Relationen zu allen anderen denkt? Die Sprache ist ja jedem Einzelich vorgegeben wie das Volk dem Einzelnen seines Volkes oder wie der Katholische Glaube dem persönlichen, dem privatisierten.

Das würde nun auch bedenkenswerte Perspektiven für die Geschichtsschreibung ergeben: Mit welchem Recht kann die Geschichte unseres Volkes autobiographisch geschrieben werden, wenn es das Subjekt: deutsches Volk gar nicht gäbe, da es nur Einzeldeutsche gäbe.Die Geschichtsschreibung ist so das Selbstbewußtsein eines Volkes. Es agiert wirklich als ein Subjekt in der Geschichte seines Tuens und Erleidens.


Dies sind nun wahrlich erst sehr fragmentarische Gedanken zum Begriff der Volksseele, des Volksgeistes, sie müssen weiterentwickelt werden.Dabei muß diese Aussage der Bibel durchdacht werden:

„Als der Höchste die Völker als Erbe verteilte, / als er die Menschheit aufteilte, / legte er die Gebiete der Völker / nach der Zahl der Gottessöhne fest; der HERR nahm sich sein Volk als Anteil, / Jakob wurde sein Erbteil.“ 5.Mose 32,8f. Gott selbst gliederte die Menschheit in Völker auf, und es besteht eine Relation zwischen den Gottessöhnen, damit sind die Volksengel gemeint, und den einzelnen Völkern. Man könnte von einem Bestimmtsein der einzelnen Völker durch ihren besonderen Volksengel sprechen und das gälte es dann zu durchdenken, auch in der Hinsicht auf die Volkssprachen und eines möglichen Volksnomos - vgl dazu Wilhelm Stapel..






1Zittiert nach: Hermann Helleer, Sozialismus und Nation, 2019, S.43.

2Catherine Belsey, Poststrukturalismus, 2013, S.19.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Westdeutsche: ganz und gar von sich selbst entfremdet – oder das „Nein“ der Kirche zu Gott

 

Westdeutsche: ganz und gar von sich selbst entfremdet – oder das „Nein“ der Kirche zu Gott


Anfang Juni wies Björn Höcke im „Weltwoche“-Interview auf die unterschiedlichen Mentalitäten hin: Westdeutsche seien lediglich „deutsch sprechende Amerikaner“ mit einer „Ersatzidentität“, während im Osten noch „Deutsch sprechende Deutsche“ lebten.1 Daß dies Votum dieses Spitzenpolitikers der AfD in den Medien nicht positiv aufgenommen wurde, wenn es überhaupt beachtet wird, wird niemanden irritieren. Nur, wer erwartet denn überhaupt noch etwas Be- und Nachdenkenswertes aus dem Munde eines Parteipolitiker! Aber verwirren muß die hier implizite aufgestellte These, daß dies Votum etwas mit Gott zu tuen habe, zumal doch die Kirche lautstark uns erklärt, daß die AfD eine antichristliche sei.

Ab ovo: Wenn ein Christ sich befrägt: „Was will Gott konkret von mir?“ dann findet er in seinem Bestimmtheiten eine Antwort, die konkreter ausfällt als die abstrakteren etwa der Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe. „Sei, was Du bist!“, sagt Gott zu mir. Denn daß ich bin und was ich bin, das ist nicht das Resultat von zufälligen Ereignissen, sondern Gott selbst wollte mich so. Womit Gott mich begabt, daß ich nicht ein abstraktes Menschsein sondern ein konkret bestimmter Mensch bin, das ist Gottes Gabe an mich, die so meine Aufgabe ist. Gott gibt mir ein bestimmtes Geschlecht, eine bestimmte Volks- und Rassenzugehörigkeit.

Was nun, wenn wer nicht sein will, wozu Gott ihn so bestimmt hat? Fatal ist es, wenn diese Frage auf die reduziert wird: Will ich Gottes Geschöpf sein oder mehr als das oder weniger als das?2, so gewichtig diese Frage auch ist. Dem Ideal der Selbstbestimmung liegt die Annahme zugrunde, daß ich rein zufällig ein bestimmter Mensch bin und so das Recht habe,mich völlig neu zu bestimmen und somit mich als so bestimmter abzulehnen. Der Mensch gliche einer Puppe, der man Kleider angezogen habe, die sie aber ausziehen und durch andere ersetzen dürfe. Der Mensch sei und solle nur ein Abstraktum sein, daß sich selbst seine Kleider auswählen dürfe, welches Geschlecht, welche Volkszugehörigkeit und welche Rassenzughörigkeit ihm halt gefalle.

Will der Deutsche ein Deutscher sein? Auf diese Frage antwortet der AfD- Politiker: Der Westdeutsche wolle das nicht (mehr), er habe sich eine Surrogatsidentität erwählt! Die Frage nach dem Warum drängt sich damit auf. Und eine Antwort wird durch die These, daß dies ein spezifisches Problem der Westdeutschen sei, präfiguriert. Thomas Manns Deutung des 1.Weltkrieges als unserem Kampf um unsere Identitätswahrung, dem auch ein innere Feind entgegen trat, daß wir aufhören sollten, Deutsche sein zu wollen um uns stattdessen uns verwestlichen, soll so nicht ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden. (Thomas Mann, Betrachtungen eines Unpolitischen)

Die spezifische Geschichte Westdeutschlands muß hier betrachtet werden. Die Geschichte Österreiches soll hier auch nicht bedacht werden: Es gelang dort, den Anschluß Österreiches an Deutschland zu einer Überwältigung Österreiches durch das “Nazideutschland“ umzudeuten,als wenn nun die Österreicher keine Deutschen wären, die stattdessen das erste Opfer des deutschen Imperialismus wurden.Das Resultat dieser Umdeutung: Österreicher, die meinen, keine Deutsche zu sein und es auch nicht sein wollen. (Ein Unglück war es, daß Bismarck nicht 1871 die großdeutsche Lösung, der Zusammenschluß mit Österreich gelang!)

Das Besondere der Entwickelung Westdeutschlands war nun die These der Willenseinheit der Nationalsozialisten mit unserem Volke: Hitler verwirklichte nur, was wir als Deutsche eigentlich immer schon wollten. Deshalb war der Krieg nicht zu führen als ein Krieg zur Befreiung des deutschen Volkes aus der Hitlerdiktatur, wie es Stalin verkündete, sondern als ein Krieg gegen das deutsche Volk. Der Deutsche sollte aufhören, ein Deutscher sein zu wollen, so lautete dann das volkspädogogische Lernziel der Umerziehung, der uns die USA unterwarfen, um uns zu zivilisieren, das hieß, zu verwestlichen.

Anfällig dafür wären alle Deutschen gewesen, aber nur in Westdeutschland wurde dies Umerziehungsprogramm durchgeführt, mit sehr viel Erfolg. Die Westdeutschen verwestlichten sich so sehr, daß aus der Sicht von Ostdeutschen die „Wessis“ als Nichmehrdeutsche erscheinen!

Die Katholische Kirche sagt nun „Ja“ zu dem Resultat dieser Umerziehung, indem sie den Willen zur Selbstbejahung als „völkischen Nationalismus“ perhorresziert. Aber dabei verharrt sie nun nicht: Sie propagiert selbst die Entdeuschung duch die massenhafte Aufnahme von „Flüchtlingen“, daß wir Deutschen zu einer Minderheit in unserem eigenen Staate werden sollen. Wir sollen aufhören,zu sein, was wir sind.Die Kirche propagiert eben nicht nur ein Nein zum Schöpfergott, indem sie hier die Genderideologie vertritt sondern auch indem sie die deutsche Identität verwirft.



1 Compact 15.72026 Knaller: Chrupalla und Steimle singen DDR-Hymmne

2Heute dominiert das Weniger als Gottes Geschöpfsein wollen, da der Mensch nur noch ein besonderes Tier sein will.

Donnerstag, 4. Dezember 2025

Verwirrungen in der aktuellen katholischen Soziallehre oder der Personalismus als ein protestantischer Fremdkörper

 

Verwirrungen in der aktuellen katholischen Soziallehre oder der Personalismus



In dem Beitrag: „Raymund Fobes: Gerechtigkeit,Barmherzigkeit und Gottesliebe.Die Katholische Soziallehre von der Zeit seit 1989“1 lautet das Credo der personalistischen Philosophie: „Der Mensch wird auf diese Weise zu einem Bündel gesellchaftlicher Beziehungen verkürzt,es verschwindet der Begriff der Person als autonomes Subjkt moralischer Entscheidung,das gerade dadurch die gesellschaftliche Ordnung aufbaut.“2 Daß der Mensch hier als ein „autonomes Subjekt“ gedacht wird, das durch seine moralischen Entscheidungen die „gesellschaftliche Ordnung aufbaut“ ist nun aber eine völlig aburde Vorstellung. Erstens geht die „gesellschaftliche Ordnung“ den Entscheidungen der Personen voraus. Ein einfaches Beispiel kann das veranschaulichen: Das Regelsystem des Schaches ist die notwendige Bedingung dafür, daß ein Schachspieler dann überhaupt einen Spielzug machen kann und er muß ein regelkonformer sein, sonst ist er kein Spielzug. Das gilt fundamentaler noch für das Sprechen: Nur weil es eine bestimmte Sprache gibt, das Regelsystem der deutschen Sprache etwa kann ich in ihr einen einzelnen Satz formulieren. So ist jedes Subjekt immer auch ein einem System Untergeordnetes, das ist die Bedeutung des subjectum als ein Unterlegtes, das so dann aber auch nur das Subjekt gedachter, gsprochener und geschriebener Sätze sein kann.

Zweitens: Eine moralische Entscheidung setzt genauso eine moralische Ordnung voraus, in der dann eine moralische Entscheidung erst getroffen werden kann. Wenn es nun in einer pluralistisch strukturierten Gesellschaft mehrer divergierende Morallehren gibt, entscheidet ein Subjekt eben zuerst sich für eine Morallehre und dann fällt er gemäß ihr eine Entscheidung. Aber nie bringt eine „Person“ selbst die gesellschaftliche noch die moralische Ordnung hervor!

Papst Johannes Paul II, der in diesem Artikel als der Überwinder des Kommunismus gefeiert wird, als einer der wichtigsten, habe nun so die kommunistische Ideologie kritisiert: „Johannes Paul ii schreibt,dass der Kommunismus >den einzelnen Menschen lediglich als ein Instrument und Molekül des gesellschaftlichen Organismus (sieht),so dass das Wohl des einzelnen dem Ablauf des wirtschaftlich-gesellschaftlichen Mechanismus vällig untergeordnet wird;gleichzeitig ist man der Meinung,dass eben dieses Wohl unabhängig von freier Entscheidung und ohne eine ganz persönliche und unübertragbare Verantwortung gegenüber dem Guten verwirklicht werden könnte.“3

Aber diese Argumentation wirkt nun in sich konfus. Die Ideologie des Organismus, antipersonalistisch ausgerichtet, denkt die Gesellschaft in einer Analogie zum menschlichen Körper, daß jedes Glied in ihm eine Aufgabe habe, die es zu erfüllen habe und daß nur so der Körper als Ganzes leben könne. Paulus denkt so die Kirche und von daher wurde dies organologische Denken dann auch auf den Gesellschaftskörper übertragen. Die Wohlgeordnetheit des Kosmos korreliert im Mikrokosmos mit der des Menschen und dann auch mit der der Gesellschaft als Makrokosmos. Der antiplatonische und antihegelianische Philosoph Popper ist das das Denken der Feinde der offenen liberalen Gesellschaft.

Aber dies organologische Denken paßt nun gar nicht zur kommunistischen Ideologie, für die der Klassenkampf, der antagonistische Charakter der Gesellschaft das Bestimmende ist und wird so von dieser Ideologie als eine reaktionäre Täuschung über den antagonistischen Charakter der Gesellschaft kritisiert auf das Allerheftigste. Mechanisch ist das organologische Denken nun überhaupt nicht, denn für dies Denken sind die Beziehungen der Teile zum Ganzen natürlich-biologistisch gedacht.Das soll die Alternative sein zu allen Vertragskonstruktionen des personlistischen Denkens, daß zuerst Einzelmenschen existieren, die sich dann sekundär durch Vertragsbeziehungen vergesellschaften. Die elementarste ist dabei das Geschäft des Kaufens und Verkaufens. Gegen diese Künstlichkeit der zwischenmenschlichen Beziehungen setzt das organologische Denken die Natürlichkeit der Beziehungen der Glieder zum Gesamtkörper.

Aber das soll nun eine Kritik der kommunistischen Ideologie sein, ist aber faktisch nur ein Credo des Liberalismus. Der Mensch solle nun aber kein „Rad im Getriebe“ sein.4 Der Text suggeriert nun, daß nach dem Urteil dieses Papstes nur die Marktwirtschaftsordnung die Alternative sei, in der allein der Personalität des Menschen, daß er frei, autonom, selbstverantwortlich Entscheidungen zu treffen habe, gerecht würde.5 Aber so ist nun zu fragen, nicht diese Ordnung die der völligen Subordination des Menschen unter den Primat der Ökonomie? In dieser Ordnung fungiert der Mensch nur noch als ein Warenproduzent und als ein Warenkonsument und er muß sich selbst als eine auf dem Arbeitsmarkt sich anzubieten habende Ware zu begreifen.Was er wie konsumieren will, wie er auf dem Arbeitsmarkt eine ihm genehme Anstellung findet.das sind dann seine freien autonomen Entscheidungen. Ob er dann noch heiraten will, eine Familie gar gründen will, hängt dann eben von seinem Erfolg im Berufsleben ab. In erster Linie ist er eben eine Funktion der Ökonomie. Seine Freiheit ist dann die des Konsumierens, die aber von der Fülle seines Geldbeutels als seine Hndlungsfreiheit limitiert wird.

Was bedeutet das für die Ordnung der Geschlechter?
Das Urgestein des Feminismus, Simone de Beauvoir bringt diese Erkenntnis auf den Punkt: „Keine Frau sollte berechtigt sein, zu Hause zu bleiben und ihre Kinder zu erziehen. Die Gesellschaft sollte anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, gerade weil, wenn es eine solche Wahl gibt, zu viele Frauen diese Wahl treffen werden.“6 Also aus der Sicht dieser Feministin würden zu viele Frauen, wenn sie ihr Leben selbst frei bestimmen könnten, das Falsche wählen: Sie würden nämlich das Leben als einer Familienmutter einem Berufsleben gegenüber bevorzugen.

Also muß dafür gesorgt werden, daß die Gehälter der Familienväter so niedrig sind, daß die Frau „mitarbeiten“ muß, möglichst schon 40 Stunden pro Woche, wenn die Kinder noch unter 3 Jahren sind.



Was bedeutet das für die Ordnung der Völker und ihren Nationalstaaten? Sie sollen aufgelöst werden für den globalisierten Weltmarkt. Es soll eben nur noch atomisíerte Individuen geben, die ihre Sozialbeziehungen nur noch frei vertraglich regeln.Die Migrationsbewegungen stellen faktisch eine Nomadisierung einst seßhafter Menschen dar.

Aber dieser Text hat auch die Zeichen der Zeit erkannt, daß es dem gemeinen Volk zu gut gehe: Man müsse schon mal zum Verzichten bereit sein7 und auch mal unbezahlte Überstunden leisten.8

Somit endet dieser Personalismus einfach in der Ökonomisierung des Menschen,daß er nur noch eine Funktion für die Ökonomie sein soll. Und das soll seine Würde sein!




1„Der Fels“ 12/2025, S.344f.

2A,a.O. S.344. Dies Zitat konnte ich aber weder in der Schrift: „Lborem excercens“ noch in „Sollicitudo rei socialis“ verifizieren, aber beide Texte liegen mir nur verkürzt vor.

3A.a,O. S.344. Auch dieses Zitat konnte ich nicht verifizieren.


4A,s.O- S.344.

5Es ist bezeichnend, daß alle kapitalismuskritisvhen Aussagen der zwei Texte: Laborem exerrcens“ und „Sollicitudo rei socialis“ nicht erwähnt werden.

6Tagesspiegel, 8.3.2025: Männer sind anders.

7Fobes, S.344.

8AaO. S.345.

Freitag, 14. November 2025

Wen warum die Kolpingfamilie ausschließen will oder wie wenig das mit dem christlichen Glauben etwas zu tuen hat

Wen warum die Kolpingfamilie ausschließen will oder wie wenig das mit dem christlichen Glauben etwas zu tuen hat



Nun wurde endlich ein Beschluß gegen Rechts, konkreter gegen die AfD gefaßt, daß eine Mitgliedschaft in dieser Partei unvereinbar sei mit einer Mitgliedschaft. Damit will die Kolpingfamilie extremistischer gegen ihr unliebsame politische Meinungen vorgehen als es der Radicalenerlaß zur Sicherstellung des Berufsbeamtentumes vorsah, daß eine Mitgliedschaft in einer vom Verfassungsschutz observierten Organisation noch nicht allein ein Grund zur Nichtzulassung in ein Beamtenverhältnis sei, sondern daß noch eine Einzelfallprüfung vorzunehmen sei. Aber man hat vom Radicalenerlaß gelernt und will nun in diesem Sinne die Famillie von unliebsamen Mitgliedern säubern, bzw ihren Eintritt verhindern.

Das war so zu erwarten und wird auch keinen irritieren. Aber die Begründung für diesen Unvereinbarkeitsbeschluß irritiert nun doch. Als erster und damit wohl besonders hervorgehobener Anklagepunkt wird in diesem Beschluß deketiert: „Rückwärtsgewandtes Gesellschaftsbild: Die AfD bezieht sich in ihrem Grundsatzprogramm explizit auf >traditionelle Rollenbilder< und betont ein Familienbild, das moderne Gleichstellungs- und Gleichberechtigungskonzepte infrage stellt. Die Forderung nach einer „Wiederherstellung der natürlichen Geschlechterordnung“ steht im Gegensatz zu der Haltung von Kolping Deutschland, das sich schon in der Nachkriegszeit für die Gleichberechtigung von Frauen stark gemacht hat.“1

Seit wann widerspricht die traditionelle Vorstellung von der Ordnung der Familie und die natürliche Geschlechterordnung der Lehre der Kirche? Eine Familie, in der der Mann arbeitet und die Frau eine Ehefrau ist und die Erziehung der Kinder übernimmt, statt berufstätig zu sein und ihre Kinde zur Kita und dann zur Kindertagesstätte bringt widerspricht also den Grundsätzen von Kolping! Diese Ordnung sei rückwärtsgewand! Ob die Beschließer mal nachgedacht haben, ob nicht gerade diese Ordnung für die Kinder die beste ist und daß so viele Frauen statt sich der Famillie zu widmen, arbeiten gehen, weil das Gehalt des Mannes nicht ausreicht?

Das Urgestein des Feminismus, Simone de Beauvoir bringt das zeitgemäße Rollenverständnis der Frau so auf den Punkt: „Keine Frau sollte berechtigt sein, zu Hause zu bleiben und ihre Kinder zu erziehen. Die Gesellschaft sollte anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, gerade weil, wenn es eine solche Wahl gibt, zu viele Frauen diese Wahl treffen werden.“2

Diese Wahl haben nun viele Frauen nicht mehr, weil das Lohnniveau entsprechend gesenkt worden ist, daß die Frauen arbeiten müssen, obzwar sie nach dem Urteil dieser Feministin lieber traditionell leben möchten.Die „Gleichnerechtigung“ der Frau bedeutet so nichts anderes als daß auch sie primär der Wirtschaft als einer Arbeitskraft zur Verfügung zu stehen habe wie der Mann und ihr das Familienleben nur etwas Sekundäres sein dürfe.

Nicht geht es so der Kolpingorganisation um das Wohl des Kinder oder das der Frauen sondern in erster Linie um das Interesse der Wirtschaft, auch über die Frau als Arbeitskraft verfügen zu können: Der Mensch ist eben für die Wirtschaft da.

Als zweiten Punkt führt nun der Unvereinbarkeitsbeschluß aus: „Nationalismus und Ausgrenzung statt Solidarität und Inklusion.Die AfD forciert in ihrem Programm ein stark nationalistisches Gesellschaftsbild, das kulturelle Vielfalt nicht als Bereicherung, sondern als Bedrohung begreift.Kolping Deutschland steht hingegen für internationale Solidarität, interkulturelle Zusammenarbeit und ein christlich motiviertes Bekenntnis zur Nächstenliebe über nationale Grenzen hinweg.“

Es verundert nun niemanden, daß die Kolpingfamilie nicht nur die Ordnung der Familie ablehnt sondern auch die des Volkes,sind beides doch Schöpfungsordnungen Gottes und die gelten nun mal als etwas Rückgewandtes. Daß für die Praktizierung der christlichen Nächstenliebe der Ordo amoris zuständig ist, wird hier geflissentlich verdrängt und so aus der Nächstenliebe ein kosmopolitischer Universalismus, der die Ordnung des Sozialstaates zerstört, indem nun die ganze Welt zum Betreuungs- und Versorgungsobjekt des deutschen Sozialstaates werden soll: Jeder Mensch, der in Deutschland leben möchte,wo immer er auch beheimatet ist, hätte auch das Recht dazu, voll vom deutschen Staat versorgt zu werden, auch wenn das zu Lasten der eigenen Staatsbürger ginge. Daß die kulturelle Vielfalt zu einer Bedrohung der Einheimischen geworden ist, beweist nun jede Kriminalitätsstatistik, wenn sie nicht politisch korrekt zensiert wird, aber Sorge zu tragen für Deutsche ist ja praktizierter Nationalismus. So sündigt ja auch eine Mutter, sorgt sie in erster Linie für ihre eigenen Kinder, statt sich um die in Afrika zu sorgen. Zudem: Ob die Flucht aus der eigenen Heimat nun selbst mit dem Gebot zur Nächstenliebe vereinbar ist, wird nicht reflektiert!

Als dritter Grund wird nun angeführt: „Der Landesvorsitzende der AfD Thüringen, Björn Höcke, beispielsweise wurde 2024 rechtskräftig wegen der Verwendung einer NS-Parole verurteilt (§ 86a StGB). Dennoch wurde er nicht von führenden Parteivertreter*innen kritisiert oder ausgeschlossen. Im Gegenteil: Er bleibt nicht nur Mitglied, sondern prägt die Partei programmatisch maßgeblich mit.“ Der Landesvorsitzende wurde wegen der Äußerung: „Alles für Deutschland“ verurteilt.Damit ist selbstredend gemeint: Alles Gute für Deutschland! Daß diese Aufforderung bei uns krininalisiert wird, dagegen; „Deutschland verrecke“ der Gruppe „Feine Sahne, Fischfilet“ als politisch korrekte nicht beanstandet wird, sagt viel über unser Land aus. Die Kolpingfamilie stellt damit in wohltuenender Klarheit fest: Wer alles Gute unserer Heimat wünscht, kann nicht ein Mitglied der Kolpingfamilie sein. Damit stellt sich diese katholishe Organisation in die Tradition der „vaterlandslosen Gesellen“, so Bismarck über die SPD und in die der jetzigen „Antideutschen“, das ist ihre Eigenbezeichnung. die sich ja aus Protest wider die Wiedervereinigung gründeten.

Bedauerlicherweise steht nun im jetzt gültigen Katechismus: „Die Heimatliebe und der Einsatz für das Vaterland sind Dankespflichten und entsprechen der Ordnung der Liebe.“ 2239. Aber diese Aussage gehört sicher auch zum Rückwärtsgewandten und smit Inakzeptablen des Katholischen Glaubens.

Wer also die Ordnung der Ehe und Familie bejaht und die daß die Menschheit in Völker aufgegliedert ist, die so als Volkstümer zu bewahren sind, kann kein Mitglied von Kolping sein!







1Zitier wie auch alle weiteren Zitate nach der Interntseite von Kolping: Kolping Deutschland – Bundesversammlung Beschluss – Die Mitgliedschaft bei Kolping ist unvereinbar mit einer Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland

2Zitiert nach: „Tagespost“ : Männer sind anders, 8.3.2025.


Dienstag, 14. Oktober 2025

Irrwege des Caritasverbandes München und Freising: „Empfehlung an den Papst: „Homosexualität von Gott mitgeschaffen“

 

Irrwege des Caritasverbandes München und Freising: „Empfehlung an den Papst: „Homosexualität von Gott mitgeschaffen“


Am 13.10.2025 berichtet die „Tagespost“ in diesem Artikel über die aktuellen Verirrungen in diesem Caritasverband. „Ende September hat der „Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.“ einen Fachvormittag zum Thema „LGBTIQ+“1 für „Trägerverantwortliche und Einrichtungsleitungen“ veranstaltet.“ Daß die LGBTIQler zu den Vorzugsnächstenliebeobjekten neben den Asylanten und Flüchtlingen der Kirche aufgestiegen sind,ist nicht mehr überlesbar. Ja, es könnte ja hyperkritisch mal eruiert werden,wer denn noch ein Adressat der organisierten Nächstenliebe der Kirche sein möchten, wenn davon auszugehen ist,daß viele zwar die Kirche als eine Institution der organisierten Nächstenliebe bejahen, aber mit der Einschränkung, daß sie froh darüber sind, solche Dienste nicht beanspruchen zu müssen, hoffend, dazu auch nie genötigt sein zu werden. Endlich findet nun die Kirche doch noch ein Klientel,das auf ein Entgegenkommen auf sie zu hin hofft.

In einem Referat zu dieser Causa finden sich nun diese Äußerung laut dieses Tagespostartikels: „Der Synodale Weg habe „der katholischen Lehre vom Menschen eine neue Grundlage gegeben“, indem er „homosexuelle Orientierung, transgeschlechtliche Identität und Intergeschlechtlichkeit als natürliche Varianten in die Schöpfungstheologie eingeordnet“ habe. Darum laute die Empfehlung an den Papst, weltkirchliche Verständigung darüber einzuführen, dass homosexuelle Orientierung von Gott mitgeschaffen wurde, steht in der Präsentation.“

Dogmatisch wahr ist nun, daß alles, was in der Welt ist und sich ereignet, von Gott,dem Schöpfergott zumindest ermöglicht worden ist, daß es in der Welt sein kann und sich so ereignen kann, aber nicht alles ist von ihm so geschaffen.So hat Gott zwar den Engel Lucifer erschaffen, aber Gott hat ihn nicht als den Teufel erschaffen, dazu hat dieser Engel sich selbst erst gemacht kraft seiner Freiheit, gegen Gott zu rebellieren.Zur Freiheit der Engel gehört konstitutiv auch das Vermögen,gegen Gott sich zu stellen, zur Insubordination,denn gäbe es die Freiheit zum Sündigen nicht,dann könnten Engel auch nicht freiwillig das Gute wollen und realisieren und so auch gute Engel im moralischen Sinne sein. Aber Gott gab seinen Engeln die Freiheit, damit sie gute Engel sein können und deswegen ermöglicht Gott auch das Wollen der Sünde,damit der Glaubensgehorsam ermöglich ist.

Das Mitgeschaffen kann deshalb nur bedeuten, daß Gott das Negative zuläßt,um das Positive als frei erwähltes Positive zu ermöglichen.Jede Ordnung, die auf den Menschen als ein mit einem freien Willen ausgestattes Wesen ausgerichtet ist, ist so eine, die ob dieser Freiheit mißbraucht werden kann.Die erste Bestimmung des Menschen, das 1.Gebot, das Gott dem Menschen gab,lautet:“Seid fruchtbar und mehret Euch!“ Daraufhin hat Gott als der Schöpfer die Natur des Menschen in ihrer Zweigeschlechtlichkeit und sexuellen Ausrichtung erschaffen.

Da Gott uns Menschen nicht als durch ihn determinierte Roboter erschaffen hat, denen es unmöglich ist,gegen ihre Programmierung zu agieren,es sei denn es läge eine technische Störung vor,ist dem Menschen die Möglichkeit,gegen diese göttliche Ordnung zu revoltieren. Das Volk Israel konnte sich eben von ihrem Gott, der sie aus Ägypten befreit hatte,abwenden und sich ihrem selbstgemachten „Gott“ zuwenden,Moses Gebotstafeln verwerfen und autonom sich eigene Gesetze geben.

Aber der Sündenfall zeitigte noch andere Folgen: Wegen der Ursünde veränderte Gott auch die anfänglich gut geschaffene Welt! Denn Gott hat sie der „Nichtigkeit“ unterworfen. (Röm 8,20).Als aus dem Nichts von Gott erschaffene war sie sozusagen immer umgrenzt von dem Nichts, von dem was Gott nicht wollte, daß er nicht wollte, daß der Mensch sterben muß. Das Schicksal des Sterbenmüssens des Menschen, das ist das von Gott zugelassene Eindringen des Nichts in seine ursprünglich gut geschaffene Welt. Die Ordnung des Lebens wird so durch Manifestationen des Nichts teilweise aufgelöst, etwa durch die Krankheiten. Daß alles, was natürlich ist oder natürlich sich ereignet,gut ist, das gilt so auch im Raume der Natur nicht mehr! Eine so schreckliche Krankheit wie der Krebs gehört eben nicht zur ursprünglichen guten Schöpfung!2

Die ideele Schöpfung, so wie sie ursprünglich gedacht war, und die Welt, so wie sie nun erscheint, sind nicht identisch, die ideele Welt ist nur noch in einer depravierten Gestalt existierend.Darum schreibt der Apostelfürst auch, daß diese Gestalt der Welt vergehen wird. (1.Kor 7,31) Zur ideelen Welt gehört,daß sie auf die Vervielfältigung des Lebens ausgerichtet ist.Zu allem Lebendigen sagt Gott,daß es sich vermehren solle.Dazu gehört die geschlechtliche Fortpflanzung des Menschen, also das Frau- und Mannsein des Menschen! Alles Lebensfeindliche,diese Fortpflanzung Behindernde und das Leben Gefährdende gehört so nicht zur guten Schöpfung sondern stellt Einbrüche des Nichts, des so Nichtenden in die Ordnung des Lebens dar.Das ist alles, was nicht sein soll!

Die LGBTQ- Bewegung ist somit eine Revolte gegen den Leben bejahenden Gott, der uns Ordnungen für das Leben eingestiftet hat,durch und in denen uns unser Leben ermöglicht wird!

1In diesem Artikel heißt es dazu: „Die Buchstaben im Akronym „LGBTIQ+“ stehen für lesbian (lesbisch), gay (schwul), bisexual (bisexuell), trans* (wer sich nicht oder nur teilweise mit seinem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifiziert), inter* (wer sich zwischen zwei Geschlechtern bewegt) und queer (von „questioning“, also fragend). Das „+“ symbolisiert alle nicht aufgeführten „Label“, mit denen Menschen sich womöglich identifizieren, so die einleitende Erklärung.“

2Zur Kontroverse zwischen der christlichen Religion mit der Gnosis,der sich auch diese Paulusaussage,daß der Kosmos der Nichtigkeit durch den Schöpfergott verdankt, gehört, daß die christliche Religion nicht einfach naiv das Gutsein der Welt behauptete gegen die Gnosis,daß es gälte, sich aus dem Kosmos durch einen Erlöser befreien zu lassen, sondern die Negativität des Kosmos und damit auch der Natur wahrnahm, sie aber als eine kontingente begriff, daß sie nur in der Folge des Sünde so depravierte.Das darf nicht verwechselt werden mit der antithetischen Gegenüberstellung von dem Natürlichen als dem Guten, das dann durch den Menschen destruiert würde.

Dienstag, 7. Oktober 2025

Papst Leo XIV – folgt er nun Papst Franziskus Globalismus oder :Der Tod der missionarischen Kirche!

 

Papst Leo XIV – folgt er nun Papst Franziskus Globalismus? oder :Der Tod der missionarischen Kirche!



Auf Kath mußten wir dieses am 5.10.2025 lesen unter der Überschrift: „Ein neues missionarisches Zeitalter. Mission der Nähe: der Ruf zu einer Kirche, die bleibt.“ Der Papst habe gesagt: „Wir sind hier, weil jeder von uns am Grab des Apostels Petrus mit Freude sagen können muss: Die ganze Kirche ist missionarisch“, begann Leo XIV. Er erinnerte an die Worte von Papst Franziskus aus Evangelii gaudium: Die Kirche müsse „hinausgehen, um allen an allen Orten und bei allen Gelegenheiten ohne Zögern, ohne Widerstreben und ohne Angst das Evangelium zu verkünden“ (EG 23). Doch Leo XIV. interpretierte dieses „Hinausgehen“ im Licht der gegenwärtigen Weltlage neu: „Es geht nicht so sehr darum aufzubrechen, sondern vielmehr darum zu bleiben, um Christus durch Annahme, Mitgefühl und Solidarität zu verkünden“. In einer Zeit globaler Migration bedeute Mission nicht Flucht in den Individualismus, sondern „zu bleiben, um denen ins Gesicht zu schauen, die aus fernen und leidgeprüften Ländern kommen, um sie mit offenen Armen und Herzen als Brüder und Schwestern aufzunehmen“.

Der Reihe nach: Erstens kann die Kirche nicht als Ganzes missionarisch sein, da die Mission eine Teilaufgabe der Kirche neben der Liturgie und der Diakonie ist, sodaß es in der Kirche Zuständigkeiten für diese drei Kernaufgaben der Kirche gibt. Es drängt sich hier schon der Verdacht auf, daß die Behauptung, die ganze Kirche sei für die Mission zuständig damit endet, daß keiner mehr für sie zuständig sei, weil alle dafür zuständig seien.Erklärt eine Mutter, daß alle Familienmitglieder für die Entsorgung des anfallenden Altpapiers zuständig seien, wird keiner es wegbringen, weil ja alle,und somit nicht „Ich“ dafür zuständig seien!

Zweitens: Wie interpretiert Papst Leo XIV nun das Hinausgehen? Er verkehrt es in das glatte Gegenteil: Die Missionare sollen Daheim bleiben.Das leuchtet ad hoc ein, wenn jeder Christ missionarisch tätig sein soll, denn den allermeisten Christen ist es unmöglich,ihre Heimat, ihre Familie und ihren Beruf zu verlassen,um dann irgendwo im Ausland missonarisch tätig werden zu können.

Drittens: Wie interpretiert nun der Papst: „das Evangelium zu verkünden“? Wir hätten alle Christus zu verkündigen,indem wir: „Christus durch Annahme, Mitgefühl und Solidarität zu verkünden“. Wird das in das zu praktizierende Alltagsleben eines Christen übersetzt,heißt das nichts anderes, als daß wir Christen sich unseren Mitmenschen gegenüber anständig zu benehmen haben, wozu auch das Zeigen des Mitgefühles für Trauernde und eine gewisse Hilfsbereitschaft für die Mitmenschen gehört, etwa einer älteren Frau das Schneeschüppen vor der Haustüre abzunehmen. Daß dadurch Christus verkündigt wird, ist nun nur bloßes Wunschdenken,denn der Mitmensch wird in der Regel überhaupt nicht erkennen können, daß ein Mitmensch ihm gegenüber sich so im christlichen Glauben motiviert verhält, es sei denn er offenbare ihm das.

Vor einiger Zeit ereignete sich in Indien eine heftige Kontroverse um den dort agierenden Orden der heilig gesprochenen Mutter Theresa: Sie dürfe keine Spenden mehr annehmen,da der Orden unerlaubt missioniere.Er dürfte nur diakonisch tätig sein. Als nun der Orden glaubwürdig versicherte,niemals missionarisch tätig gewesen zu sein,noch dieses zukünftig beabsichtige, wurde ihnen die Annahme von Spenden erlaubt. Dies zeigt,daß die praktizierte „Annahme“, ein „Mitgefühl“ und auch eine getätigte „Solidarität“,das alles mach der Orden dort, keine missionarische Praxis ist, kein Jesus Christus Verkündigen, denn das wäre dem Orden in Indien nicht erlaubt:Nur Hinduisten dürfen da missionieren!

Summa summarum: Aus der Aufgabe der ganzen Kirche, zu missionieren wird so das Aufgeben der Mission zugunsten eines humanitären Umgehens mit den Mitmenschen!

Jetzt wendet sich der Papst eines der Lieblingsthemen Papst Franziskus zu und erweist sich dabei als ein treuer Jünger der Politik der offenen Grenzen der Bundeskanzlerin Merkel: Wir lassen jeden rein und gewähren ihm dann ein gutes Leben bei Vollversorgung und liebevoller Rundumbekümmerung. So tönt das bei dem jetzigen Papst: „In einer Zeit globaler Migration bedeute Mission nicht Flucht in den Individualismus, sondern >zu bleiben, um denen ins Gesicht zu schauen, die aus fernen und leidgeprüften Ländern kommen, um sie mit offenen Armen und Herzen als Brüder und Schwestern aufzunehmen<“.

Hier verwechselt der Papst das die „Brüder und Schwestern“ im Sinne Jesu Christi mit der Parole der „Brüderlichkeit“ der Französischen Revolution.Jesus versteht unter den Brüdern und Schwestern immer nur die Mitchristen, niemals alle Menschen! 1 Außerdem ist es nur eine Behauptung des Papstes, daß die Migranten aus „leidgeprüften Ländern“ kämen. Man denke nur an die vielen Migranten, die all ihre Ausweisdokumente zufällig „verloren“ haben, wenn sie hier ihre Asylanträge stellen, weil sie wissen, daß sie, wenn sie ihre wirkliche Heimat angäben,keine Chance hätten, als ein Asylant anerkannt zu werden. Kein Staat ist und kann dazu verpflichtet werden, jeden Menschen bei sich aufzunehmen und eine Vollversorgung zu gewähren,bloß weil er lieber statt in seinem Heimatland2 in dem Land seiner Wahl leben möchte. Eine solche Aufnahmepraxis verstieße auf das gröbste wider die Ordnung der Liebe.So kann ja auch eine Mutter nicht dazu verpflichtet werden, statt ihre eigenen Kinder alle Kinder der Welt zu lieben und so ihrer Mutterpflicht ihren eigenen gegenüber nicht mehr gerecht zu werden.

"Möget Ihr immer willkommen sein!" titelt Kath de am 5.10.2025. Diese Bundeskanzler Merkelparole hat mit der missionarischen Aufgabe der Kirche überhaupt nichts zu tuen sondern zeigt nur das Ja dieses Papstes zum Projekt der Auflösung der Ordnung der Völker durch ihre Vermultiethnisierung. Das Projekt der Globalisierung verlangt eben ein Nein zur Schöpfungsordnung der Völker. Dies Projekt hat nun aber mit dem freimaurerischen Endziel einer Weltrepublik viel mehr gemein als mit dem Auftrag zur Missionierung, denn die Mission zerstört nicht die natürlichen Ordnungen, wozu auch die Aufgegliedertheit der Menschheit in Nationen gehört.

Aber theologisch kommt es noch ärger! Papst Franziskus versteigt sich gar zu der Behauptung, daß in den Migranten das Antlitz Christi zu erkennen sei. (laut dem Kath net Artikel) Es gibt nirgendwo in dem Neuen Testament diese Behauptung.In jedem Bild von Jesus Christus erkennen wir ihn und in ihm Gott als das Urbild seines Abbildes in seinem bildlichen Abbild, das gilt isb für das Bild des barmherzigen Jesu, das wir der hl. Faustyna zu verdanken haben! Aber tuen wir mal so, als hätte der Papst mit dieser Aussage recht. Dann hieße das: In einem leidenden Flüchtling recognizierten wir das Leiden Jesu Christi am Kreuze. Jesus erlitt das Kreuz als das Sühnopfer für unsere Sünden.Erleidet also jeder Flüchtling auch sein Leiden als ein Sühnopfer für unsere Sünden? Gottes Wille war es ja, daß er für uns das Kreuz erlitt! Will Gott also, daß auch die Flüchtlinge leiden sollen,um so eine Sühne für unsere Sünden zu erbringen? Dann dürften wir auf keinen Falle,mithelfen, dies Sühneleiden zu verringern oder gar zu beenden!

Ein grober Vergleich: Ein Christ muß mitansehen, wie ein Chirurg einem auf einem Operationsisch Liegenden ein Bein amputiert, er setzt gerade mit einer Säge an. Soll er da dazwischen springen: „Halt, Sie dürfen diesen Menschen nicht so mißhandeln!“? Aber die Amputation ist überlebensnotwendig für den Patienten.So ist für unser aller Sündenvergebung das Kreuzesleiden Jesu Christi auch heilsnotwendig. Sähen wir also in einem leidenden Flüchtling das Sühneleiden Jesu,dürften wir sein Leiden nicht beenden wollen sondern müßten es als ein Sühneleiden bejahen.Papst Leo dagegen will genau das Gegenteil, indem er dazu aufruft, dieses Leiden zu beseitigen, daß man den „Flüchtlingen“ helfe! Diese Intention ist aber unvereinbar mit der These, daß wir in den leidenden Flüchtlingen das Kreuzesleiden Jesu zu recognizieren hätten.

Auf der Internetseite:“Einsprüche“ ist in dem Artikel vom 6.10.2025 :„Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen?“ (Lk 12, 51) - Versuch einer ersten theologischen Einordnung des Pontifikates Leos XIV.“ zu lesen: „Über Leo ist die Ansicht geäußert worden, dass er kein Theologe sei. Damit ist wohl gemeint, dass Prevost zwar – an einem liberalen Ausbildungsinstitut – Theologie studiert und sich vor allem mit dem Kirchenrecht beschäftigt hat, aber kein derart kenntnisreicher und eigenständiger Theologe ist, wie es etwa Ratzinger war.“ Diese päpstliche Äußerung scheint dieses Negativurteil zu bestätigen.



1Wenn Jesus Christus von den Gefangenen spricht,daß der, wer sie besucht,ihn da besuche: „Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen“ (Mt 25,36) Christen, die um ihres Glaubens willen verhaftet worden sind. Im1.Petrusbrief wird dazu noch konkretisierend ausgeführt:“Wenn einer von euch leiden muß, soll es nicht deswegen sein,weil er ein Mörder,oder ein Dieb, weil er Böses tut oder sich in fremde Angelegenheiten einmischt“,dann meint hier leiden müssen in einem Gefängnis bestraft einzusitzen. Wer also einen Mörder im Gefängnis besucht, auch wenn der Mörder ein Christ ist,kann nicht damit rechnen, daß nun gilt:Was Du ihm getan hast, das hast Du Christus getan. Denn für Jesus gilt,daß nur die, die den Willen Gottes tuen, seine wahren Verwandten, seine Brüder und Schwestern sind. (Mk 3,34f)

2Daß ein Flüchten aus der eigenen Heimat stets auch eine Pflichtverletzung gegen die Heimat bedeutet, vergißt der Papst hier völlig wie auch sein Vorgänger,Papst Franziskus.

Mittwoch, 27. August 2025

Eine unerhörte Wahrheit: der Ordo salutis der Frau – oder was nicht im Neuen Testament stehen dürfte

 

Eine unerhörte Wahrheit: der Ordo salutis der Frau – oder was nicht im Neuen Testament stehen dürfte



Der Apostelfürst Paulus hat es wirklich getan, er schrieb in seinem erstn Timotheusbrief: Die Frau „wird aber dadurch gerettet werden,daß sie Kinder zur Welt bringt,wenn sie in Glaube,Liebe und Heiligkeit ein besonnenes Leben führt.“ (2,15). Das Futur:wird gerettet werden verweist auf das Endgericht Gottes.Die Reihenfolge, daß zuerst das Kinderkriegen und danach das Leben in „Glaube,Liebe und Heiligkeit“ genannt wird, gibt zu denken.Sachlich evoziert diese Aussage die Anfrage, ob denn nicht ein frommes Leben als die Bedingung für das Gerettetwerden ausreicht.

Eines ist aber äußerst wahrscheinlich, daß, hätte ein Synodaler des Synodalen Weges diesen Vers aus dem ersten Timotheusbrief zitiert,dieser von den Anderen niedergebrüllt worden wäre.Aber das Allerskandöleste dieser frauenfeindlichen Äußerung versteckt in dem „aber“,das auf den 12.Vers verweist,lautet: „Daß eine Frau lehrt,erlaube ich nicht“. Statt daß sie in der Kirche lehrt, soll sie Kinder zur Welt bringen, und nun erhellt sich auch dem Leser der Sinn der Reihenfolge des 14.Verses: Statt daß eine Christin in der Kirche lehrt und so ihr Glaubensleben praktiziert, soll sie als Mutter ihr Glaubensleben praktizieren, und das heißt dann hier als die Antithese zum Lehren in der Kirche die religiöse Erziehung ihrer Kinder auf sich zu nehmen.

Es muß aber eingeräumt werden, daß die von Paulus hier angeführte Begründung in den Versen 12b bis 14 theologisch nicht so recht überzeugen mag: Daß die Frau nicht lehren und auch nicht über den Ehemann herrschen soll wird so begründet: „Denn zuerst wurde Adam erschaffen,danach Eva.“ (V13) Aber ein Mann konnte der Ersterschaffene erst werden durch seine Oppositionsstellung zu der Frau Eva. Am Anfang war also ein Mensch, der durch die Setzung der Frau erst zu einem Manne wurde1. In eine philosophische Sprache übersetzt heißt das, damit das Erzählte begriffen wird, daß erst die Idee des Menschen Gott setzte und dann die Differenz des Mann – und des Frauseins, daß der Urmensch in dieser Dualität sein sollte. Jeder Mensch ist somit entweder eine individuierte Realisation der Idee des Mann – oder des Frauseins. Im 14 Vers heißt es dann gar: „Und nicht Adam wurde verführt,sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gebot.“ Hier hat nun die feministische Theologie ein leichtes Spiel, da sie jetzt nur aus der Bibel zu zitieren braucht, daß dann Adam sich ebenso verführen ließ.



Soll und kann also nun die Theologie leichten Herzens diese Aussage des Apostelfürsten als bedauerliche Kuriosität ad acta legen? Aber vielleicht wird so zu schnell etwas Bedeutsames aus der hl. Schrift entfernt. Das erste Gebot Gottes lautet bekanntlich,oder müßte ich eher sagen unbekanntlich: „Und Gott segnete sie, und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch“ und ann wird das zweite Gebot Gottes gleich hinzugefügt: „und erfüllet die Erde,und machet sie euch unterthan“.Die Vulgata liest hier: „subjicite eam“ = subjektiviert sie! (1.Mose,1,28)

Die erste Aufgabe des Menschen ist also die der Vermehrung. Vor dem Sündenfall, als es also noch nicht das Schicksal des Menschen war, sterben zu müssen, sollte der Mensch sich vermehren, damit er sich die von Gott geschaffene Welt „unterthan“ machen sollte. Das gleicht einer Mutter, die ihrem Kinde Legosteine gibt, damit es dann daraus alle Mögliche erbauen kann. Die von Gott geschaffene Welt ist somit keine einfach fertige sondern ist dem Menschen als seine Aufgabe, sie zu gestalten,übergeben worden.Durch den Sündenfall hat sich nun aber die Bedeutung der Fortpflanzung erweitert: Da es nun sein Schicksal geworden ist,sterben zu müssen, muß er sich fortpflanzen, da er sonst ausstirbt.(Lebten alle so enthaltsam wie Jesus Christus, stürbe die Menschheit in Kürze aus.)

Damit avanciert der Beruf der Mutter zu dem wichtigsten aller Berufe. Bekämen die Frauen keine Kinder mehr,stürbe die ganze Menschheit in Bälde aus. Deswegen ermahnt der Timotheusbrief die Frauen, diesen Beruf nicht zu vernachlässigen.2 Wenn sie nun meinten, sie wollten lieber in der Kirche lehren, statt Kinder zu gebären und sie zu erziehen,dann sagt dieser Brief: „Seid Lehrerin Eurer Kinder!“ Aus religionspädagogischer Perspektive ist zu sagen, daß Kindern, die keinerlei religiöse Erziehung zu Hause erfahren haben und auch keine gelebte Religion, schwerlich noch im schulischen Religionsunterricht einen Zugang zur Religion vermittelbar ist. Für die Vermittelung der christlichen Religion ist so der Dienst der Mutter fast unersetzbar.Gerade Frauen, die in der Kirche lehren möchten, sollen deswegen ihren Lehrerberuf an ihren eigenen Kindern ausüben.

Jetzt steht die Menschheit aber vor einem noch gravierendem Problem: Nicht nur in der westlichen Welt sterben jährlich mehr Menschen als geboren werden,sodaß der Experten der Bevölkerungsentwickelung prognostizieren, daß nicht erst in fernerer Zukunft die Menschheit zu schrumpfen beginnen wird.Für das Sozialleben zeitigt dieser Geburtenmangel schon jetzt bedrohliche Folgen: Die Krise unseres Sozialstaates, die jetzt täglich in den Medien beschworen wird, gründet sich zuallererst in den zu wenigen Geburten:Immer weniger Berufstätige müssen immer mehr Nichtarbeitende, Rentner und Pensionäre finanzieren. Und es fehlt dann auch das nötige Pflegepersonal. Auf Dauer kann dies Problem nicht durch den Import von Menschen aus der 3.Welt gelöst werden, da auch dort in Bälde mit einem Geburtenrückgang zu rechnen sein wird.

Vielleicht erschließt uns jetzt erst in Gänze die Bedeutung des ersten Gebotes, das Gott uns gab, angesichts dieser weltweit sich anbahnenden demographischen Fehlentwickelung und somit auch des Ordo salutis der Frau.

1Es heißt ja in 1.Mose 1,27: „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde“, (das ist selbst als Abbild Gottes das Urbild des Menschen) „als Mann und Weib erschuf er sie.“ Das Urbild des Menschseins differenzierte Gott so aus als das Mann – und das Frausein,,das ist sozusagen die Substanz der Männlichkeit und der Fraulickeit, die Idee davon ante rem, die sich dann in den vielen Männern und Frauen individuiert realisiert.

2Es könnte auch sein, daß einige Fauen ob ihrer Naherwartung der Wiederkunft Christi,meinten, keine Kinder mehr bekommen zu wollen und stattdessen lieber Christi Wiederkunft lehren wollten.