Von den „drei Königen“, die keine Könige und die auch keine Astrologen sein dürfen
Geben wir der Vulgata zu dieser Causa das Wort: „ecce Magi ab Oriente venerunt Jerusalem“. Mt 2,1. So nun übersetzt der Jesuit Augustin Arndt in seiner Vulgataausgabe 1903 ? „da kamea Weise aus dem Morgenlande nach Jerusalem.“ Magier sind keine Weisen! Aber dem Übersetzer waren die Magier zu anstößig, also verwandelte er sie in Weise.
Ihnen war ein Stern erschienen und dem folgten sie. In der Fußnote 4 zum Text schreibt nun dieser Jesuit:“Die Weisen, Magier, waren Gelehrte, die sich insbesondere mit dem Studium der Weisheit und der Sternkunde beschäftigen“. Die Sternkunde, wissenschaftlich betrieben heißt Astronomie. Die Sternenkundler sollen nun aber zu der Berufszunft derer zählen, die „bei den Persern Rathgeber der Könige“, sind. Diese „Rathgeber“ sind keine Astronomen sondern Astrologen! Nur weil die Magier eben Astrologen waren, konnten sie einer Sternbewegung eine Bedeutung zuschreiben, daß der von ihnen gesehene Stern sie zu dem neugeborenen König der Juden führe. Die Astrologie kann nun auch nicht unter dem Begriff der Weisheit subsumiert werden. Auch frugen gewiß nicht nur persische Könige ihre Astrologen um einen Rat! Es ist wohl davon auszugehen, daß die Astrologie einer der ältesten Wissenschaften der Menschheit ist, bis sie dann zu einer Unwissenschaft erklärt und als Aberglaube verurteilt wurde.Gegen das Urteil des Kirchenlehrers Thomas von Aqiun schließt sich die Kirche dieser Verurteilung an und bekommt so ein gravierendes Problem mit den Astrologen, die sich durch einen Stern zum Kinde in der Krippe führen ließen. Denn nach dem Urteil des Katechismus müssen auch diese Astrologen und Christusfinder als Sünder verurteilt werden, sie praktizierten ja Astrologie. Wie konnte auch nur Gott auf die Idee kommen, praktizierenden Astrologen den Weg zum Kinde in der Krippe zu führen durch einen Stern!
Aber diese zu Weisen Umgeformten dürfen nun auch keine Könige mehr sein, dekretiert dieser Jesiut: Sie seien keine Könige gewesen, da dafür kein Beleg im Neuen Testament noch im Altertum es gäbe, auch nicht dafür, daß es drei gewesen seien, noch daß ihre Namen irgendwie bekannt gewesen wären.
Gut katholisch wäre es nun, zu urteilen, wenn die Kirche sagt, es seien drei Könige, wenn diese „Meinung“ so verbreitet ist in der Kirche, dann ist sie auch wahr. Denn Jesus Christus als der lebendige Herr seiner Kirche ließe es nicht zu, daß ein solcher Irrtum sich so sehr in der Kirche eingeheimatet hätte. Je verbreiteter ein bestimmter Glaube in der Kirche ist, desto wahrscheinlicher ist er auch wahr, weil die Kirche einen sie regierenden Herren hat, Jesus Christus.
Es spricht nichts dagegen, daß Könige auch selbst Astrologen sein können! Viel spricht aber dagegen, daß um des Anpassens an die moderne Welt willen die Astrologen keine Astrologen mehr sein dürfen und daß ein Theologe kryptoprotestantisch motiviert die Könige nicht mehr Könige sein lassen will.
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