Der Heiland selbst
warnt uns: Hütet euch vor den falschen Propheten;sie kommen zu
euch wie Schafe,in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. Mt,
7,15. Der Herr der Kirche läßt es also zu, daß solche
Falschpropheten in die Kirche eindringen, Propheten, die dann von
innen die Kirche zu zerstören versuchen. Im 1.Johannesbrief im
2.Kapitel wird dann sehr eindringlich vor Irrlehrern in der Kirche
gewarnt. Sie lehren, daß Jesus nicht der Christus, der Sohn Gottes
sei. Jeder, der nicht in der Lehre Christi bleibt, ist so ein
Irrlehrer. 2.Johannesbrief, 7-10.
Wenn Irrlehrer in
der Kirche auftreten können, ist es dann völlig ausgeschlossen, daß
ein solcher nicht auch Papst werden könnte? – natürlich nur, wenn
Jesus Christus, der Herr seiner Kirche das zuließe, denn gegen den
Willen des allmächtigen Sohnes kann niemand das Papstamt innehaben.
3 gewichtige Punkte
könnten für diese These eines Wolfes im Schafspelz auf dem
Papstthron sprechen, aber dies ist ein Konjunktiv des Zweifels.
Der erste Punkt:
Papst Franziskus lehrt, daß die Todesstrafe mit der Menschenwürde
unvereinbar sei und darum ist sie abzuschaffen. In der hl. Schrift
lesen wir aber, daß Gott selbst Mose aufforderte, die Todesstrafe an
Verführern des Volkes zu vollziehen. (4.Mose 25,1-4) Hänge sie an
den Galgen, „damit mein Grimm sich von Israel abwende.“ (V.4)
Der Vulgatatext erlaubt auch die Übersetzung: ans Kreuz! Gott zürnt
ob des Glaubensabfalles seines Volkes dem ganzen Volke, aber wenn
Mose nun die Verführer des Volkes hinrichtet, will Gott seinen Zorn
von dem ganzen Volke abwenden. Dies ist so eine deutliche
Präfiguration des Karfreitages.
Wie kann nun aber
Gott selbst die Todesstrafe einfordern, wenn sie der Menschenwürde
widerspräche? Wußte Gott als der Kreator des Menschen etwa nicht,
daß die Todesstrafe der Menschenwürde widerspricht? Das ist nun
wirklich eine absurde Vorstellung. Noch ärger: Wie kann dann Jesus
Christus im Endgericht Sünder zum ewigen Tod verurteilen, wenn die
Todesstrafe der Würde des Menschen widerspräche? Papst Franziskus
ist da dann auch konsequent, indem er in einem Gespräch mit seinem
Freund Scalfari erklärt, daß die Hölle leer sei, weil die nicht in
das ewige Leben Eingehenden einfach genichtet würden. Für sie würde
also gelten, was Epikur so formuliert: Wenn Ich bin, ist der Tod
nicht und wenn der Tod ist, bin Ich nicht, sodaß es meinen Tod nicht
geben kann. Diese Todesvorstellung ist nun aber beim besten Willen
nicht in Einklang zu bringen mit den Aussagen der Bibel über die
Unterwelt (Sheul) und mit der Lehre über die Hölle.
Offenkundig will
Papst Franziskus die Lehre der Kirche dem humanitaritischen Zeitgeist
einpassen und so verurteilt er die Todesstrafe eindeutig gegen die
hl.Schrift und die Lehre der Kirche, die er in diesem Punkte einfach
außer Kraft setzen will. Daß Kant, der Philosoph der Aufklärung
vehement für die Todesstrafe votierte, wird dann auch völlig
ignoriert, obgleich es immer eine gute Praxis der Kirche ward, die
Stimmen der Philosophie mitzubeachten.
Der zweite Punkt:
Papst Franziskus erklärt, daß die Vaterunserbitte: Gott, führe uns
nicht in Versuchung, ein nicht akzeptables Gottesverständnis, daß
Gott in Versuchung führen könne, beinhalte. Deshalb müsse hier das
von dem Sohn Gottes uns selbst gelehrte Gebet verändert werden.
Eventuell rekurriert hier der Papst auf die neuesten Erkenntnisse des
jetzigen Generals der Jesuiten, daß zu den Lebzeiten Jesu es noch
keine technischen Aufnahmegeräte gab, er auch aramäisch gesprochen
habe, sodaß die jetzt in den Evangelien anzutreffenden Jesusworte
nicht hundertprozentig sicher Jesus richtig wiedergäben! Der
griechische Text ist hier eindeutig, ganz wörtlich übersetzt: Trage
uns nicht hinein in die Versuchung! Der Papst kann so unmöglich
seine favorisierten „Übersetzungen“, etwa: Lasse nicht zu, daß
wir in eine Versuchung geraten!“ als Übersetzung des Griechischen,
gar einer besseren verkaufen.
Papst Franziskus
konstatiert hier, daß er eben besser über Gott Bescheid weiß als
der Sohn Gottes! Das Gottesbild des Papstes wird so zur Norm für die
Katholische Kirche, wenn dies dem Gottesbild Jesu widerspricht.
Der dritte Punkt:
Papst Franziskus erklärt in einem Gespräch mit seinem Freund
Scalfari, daß Jesus Christus nicht der Sohn Gottes sei, sondern eben
nur ein außergewöhnlicher Mensch. Scalfari publizierte dies und bis
heute hat Papst Franziskus dies nicht als eine Falschmeldung
dementiert.
Meine Thesen dazu:
Erstens nutzt der
Papst die Gespräche mit diesem Freund dazu aus,
Modernisierungsvorhaben in der Lehre der Kirche zu publizieren, um zu
prüfen, wie groß der Widerstand und der Protest gegen sie ist. So
signalisiert der Papst aber auch, was seiner Meinung nach in der
Lehre der Kirche verändert werden muß, damit die Kirche
zukunftsfähig wird.
Zweitens will Papst
Franziskus eine Cooperation aller Religionen und aller Menschen guten
Willens – wahrscheinlich sind damit Atheisten gemeint, die auf die
Stimme ihres Gewissens hören - im Kampf um eine neue gerechtere und
geschwisterliche Weltordnung. Damit in diesem Erwirken dieser neuen
Weltordnung die Katholische Kirche auf gleicher Augenhöhe mit allen
anderen Religionen wirken kann, muß sie christologisch abrüsten- so
hieß es in dem christlich-jüdischen Dialog, daß wir Christen
keinen mit der Synagoge führen könnten, solange wir daran
festhielten, Jesus als den Sohn Gottes zu glauben. Damit alle
Religionen sich wechselseitig als gleich wahr anerkennen können, muß
so die Katholische Kirche auf den Glauben, daß Jesus der Sohn Gottes
ist, verzichten. Die Vergleichgültigung aller Religionen gehört
dann konstitutiv auch zur neuen Weltordnung dazu, nicht nur, um die
geschwisterliche Welt hervorzubringen, sondern auch, damit nicht
Wahrheitsansprüche: „Meine Religion ist wahrer als Deine“ die
Geschwisterlichkeit beeinträchtigen können.
Aus Jesus Christus
Aussage: „Ich bin der Weg zum Vater“ muß so die Aussage werden:
Jesus ist einer von sehr vielen Wegen zum Vater, denn so viele
Religionen es gibt, so viele Wege existieren. Damit Jesu Weg nun aber
nicht als ein privilegierter zu stehen kommt, muß aus dem Gottessohn
Jesus ein bloßer Mensch werden, der rein menschlich uns einen Weg zu
Gott aufzeigt.
Muß angesichts
dieser drei Punkte von einem Papst als einem Wolf in einem Schafspelz
gesprochen werden, kann so geurteilt werden oder ist das ein zu
hartes Urteil?
Zusatz:
Papst Franziskus enttäuscht zusehens den linksliberalen Katholizismus, weil er mit seinem Programm einer politischen Linksausrichtung der Kirche mit dem Primärziel, daß alle Religionen und alle Menschen guten Willens (Linke) gemeinsam eine bessere Welt erwirken sollen, eine geschwisterliche, gerechte, solidarische etc den Zielen des linksliberalen Katholizmus: Kampf dem Zölibat, die Errichtung des Frauenpriestertumes und der Demokratisierung der Kirche, dem Sex für alle reserviert gegenübersteht, weil er so eine größere Aufgabe für die Kirche sieht.
Papst Franziskus –
ein Wolf im Schafspelz?
Der Heiland selbst
warnt uns: Hütet euch vor den falschen Propheten;sie kommen zu
euch wie Schafe,in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. Mt,
7,15. Der Herr der Kirche läßt es also zu, daß solche
Falschpropheten in die Kirche eindringen, Propheten, die dann von
innen die Kirche zu zerstören versuchen. Im 1.Johannesbrief im
2.Kapitel wird dann sehr eindringlich vor Irrlehrern in der Kirche
gewarnt. Sie lehren, daß Jesus nicht der Christus, der Sohn Gottes
sei. Jeder, der nicht in der Lehre Christi bleibt, ist so ein
Irrlehrer. 2.Johannesbrief, 7-10.
Wenn Irrlehrer in
der Kirche auftreten können, ist es dann völlig ausgeschlossen, daß
ein solcher nicht auch Papst werden könnte? – natürlich nur, wenn
Jesus Christus, der Herr seiner Kirche das zuließe, denn gegen den
Willen des allmächtigen Sohnes kann niemand das Papstamt innehaben.
3 gewichtige Punkte
könnten für diese These eines Wolfes im Schafspelz auf dem
Papstthron sprechen, aber dies ist ein Konjunktiv des Zweifels.
Der erste Punkt:
Papst Franziskus lehrt, daß die Todesstrafe mit der Menschenwürde
unvereinbar sei und darum ist sie abzuschaffen. In der hl. Schrift
lesen wir aber, daß Gott selbst Mose aufforderte, die Todesstrafe an
Verführern des Volkes zu vollziehen. (4.Mose 25,1-4) Hänge sie an
den Galgen, „damit mein Grimm sich von Israel abwende.“ (V.4)
Der Vulgatatext erlaubt auch die Übersetzung: ans Kreuz! Gott zürnt
ob des Glaubensabfalles seines Volkes dem ganzen Volke, aber wenn
Mose nun die Verführer des Volkes hinrichtet, will Gott seinen Zorn
von dem ganzen Volke abwenden. Dies ist so eine deutliche
Präfiguration des Karfreitages.
Wie kann nun aber
Gott selbst die Todesstrafe einfordern, wenn sie der Menschenwürde
widerspräche? Wußte Gott als der Kreator des Menschen etwa nicht,
daß die Todesstrafe der Menschenwürde widerspricht? Das ist nun
wirklich eine absurde Vorstellung. Noch ärger: Wie kann dann Jesus
Christus im Endgericht Sünder zum ewigen Tod verurteilen, wenn die
Todesstrafe der Würde des Menschen widerspräche? Papst Franziskus
ist da dann auch konsequent, indem er in einem Gespräch mit seinem
Freund Scalfari erklärt, daß die Hölle leer sei, weil die nicht in
das ewige Leben Eingehenden einfach genichtet würden. Für sie würde
also gelten, was Epikur so formuliert: Wenn Ich bin, ist der Tod
nicht und wenn der Tod ist, bin Ich nicht, sodaß es meinen Tod nicht
geben kann. Diese Todesvorstellung ist nun aber beim besten Willen
nicht in Einklang zu bringen mit den Aussagen der Bibel über die
Unterwelt (Sheul) und mit der Lehre über die Hölle.
Offenkundig will
Papst Franziskus die Lehre der Kirche dem humanitaritischen Zeitgeist
einpassen und so verurteilt er die Todesstrafe eindeutig gegen die
hl.Schrift und die Lehre der Kirche, die er in diesem Punkte einfach
außer Kraft setzen will. Daß Kant, der Philosoph der Aufklärung
vehement für die Todesstrafe votierte, wird dann auch völlig
ignoriert, obgleich es immer eine gute Praxis der Kirche ward, die
Stimmen der Philosophie mitzubeachten.
Der zweite Punkt:
Papst Franziskus erklärt, daß die Vaterunserbitte: Gott, führe uns
nicht in Versuchung, ein nicht akzeptables Gottesverständnis, daß
Gott in Versuchung führen könne, beinhalte. Deshalb müsse hier das
von dem Sohn Gottes uns selbst gelehrte Gebet verändert werden.
Eventuell rekurriert hier der Papst auf die neuesten Erkenntnisse des
jetzigen Generals der Jesuiten, daß zu den Lebzeiten Jesu es noch
keine technischen Aufnahmegeräte gab, er auch aramäisch gesprochen
habe, sodaß die jetzt in den Evangelien anzutreffenden Jesusworte
nicht hundertprozentig sicher Jesus richtig wiedergäben! Der
griechische Text ist hier eindeutig, ganz wörtlich übersetzt: Trage
uns nicht hinein in die Versuchung! Der Papst kann so unmöglich
seine favorisierten „Übersetzungen“, etwa: Lasse nicht zu, daß
wir in eine Versuchung geraten!“ als Übersetzung des Griechischen,
gar einer besseren verkaufen.
Papst Franziskus
konstatiert hier, daß er eben besser über Gott Bescheid weiß als
der Sohn Gottes! Das Gottesbild des Papstes wird so zur Norm für die
Katholische Kirche, wenn dies dem Gottesbild Jesu widerspricht.
Der dritte Punkt:
Papst Franziskus erklärt in einem Gespräch mit seinem Freund
Scalfari, daß Jesus Christus nicht der Sohn Gottes sei, sondern eben
nur ein außergewöhnlicher Mensch. Scalfari publizierte dies und bis
heute hat Papst Franziskus dies nicht als eine Falschmeldung
dementiert.
Meine Thesen dazu:
Erstens nutzt der
Papst die Gespräche mit diesem Freund dazu aus,
Modernisierungsvorhaben in der Lehre der Kirche zu publizieren, um zu
prüfen, wie groß der Widerstand und der Protest gegen sie ist. So
signalisiert der Papst aber auch, was seiner Meinung nach in der
Lehre der Kirche verändert werden muß, damit die Kirche
zukunftsfähig wird.
Zweitens will Papst
Franziskus eine Cooperation aller Religionen und aller Menschen guten
Willens – wahrscheinlich sind damit Atheisten gemeint, die auf die
Stimme ihres Gewissens hören - im Kampf um eine neue gerechtere und
geschwisterliche Weltordnung. Damit in diesem Erwirken dieser neuen
Weltordnung die Katholische Kirche auf gleicher Augenhöhe mit allen
anderen Religionen wirken kann, muß sie christologisch abrüsten- so
hieß es in dem christlich-jüdischen Dialog, daß wir Christen
keinen mit der Synagoge führen könnten, solange wir daran
festhielten, Jesus als den Sohn Gottes zu glauben. Damit alle
Religionen sich wechselseitig als gleich wahr anerkennen können, muß
so die Katholische Kirche auf den Glauben, daß Jesus der Sohn Gottes
ist, verzichten. Die Vergleichgültigung aller Religionen gehört
dann konstitutiv auch zur neuen Weltordnung dazu, nicht nur, um die
geschwisterliche Welt hervorzubringen, sondern auch, damit nicht
Wahrheitsansprüche: „Meine Religion ist wahrer als Deine“ die
Geschwisterlichkeit beeinträchtigen können.
Aus Jesus Christus
Aussage: „Ich bin der Weg zum Vater“ muß so die Aussage werden:
Jesus ist einer von sehr vielen Wegen zum Vater, denn so viele
Religionen es gibt, so viele Wege existieren. Damit Jesu Weg nun aber
nicht als ein privilegierter zu stehen kommt, muß aus dem Gottessohn
Jesus ein bloßer Mensch werden, der rein menschlich uns einen Weg zu
Gott aufzeigt.
Muß angesichts
dieser drei Punkte von einem Papst als einem Wolf in einem Schafspelz
gesprochen werden, kann so geurteilt werden oder ist das ein zu
hartes Urteil?