Welcher
Torwart kennt dies nicht, wenn Stürmer, übereifrig und ungeschickt
im eigenen Strafraum aushelfend den Ball dann unhaltbar ins eigene
Tor versenken: gescheiterte Apologeten. Das gibt es auch in der
Kirche. Ein peinliches Beispiel dafür präsentiert kath de mit dem
Artikel: Die Kirche und die Hexen: Sollten "weise
Frauen" vernichtet werden? ,
am 2.8.2020. Es geht also um den antikirchlichen Klassiker der Hexen
verfolgenden Kirche in apologetischer Intention.
„Wettermagie, Teufelspakt,
Schadenszauber – das ist natürlich Unsinn. Wie auch so vieles, was
man über die Hexenverfolgung bis heute hören und lesen kann. Denn
so falsch die damals unterstellten Zusammenhänge und so
haarsträubend der Aberglaube, so falsch und haarsträubend sind
manche Unterstellung der Römisch-Katholischen Kirche gegenüber. Sie
habe die Verfolgung betrieben, sie habe damit "weise Frauen"
unterdrücken wollen. Doch an der Hexen- und Zaubererverfolgung hat
die katholische Kirche und die von ihr eingesetzte Inquisition nur
einen geringen Anteil.“
„Wettermagie, Teufelspakt,
Schadenzauber“ das
sei „natürlich Unsinn“.
Wenn das aber nur Unsinn war,
warum beteiligte sich die Kirche dann an der Bekämpfung der
Verursacher dieser Zauberpraktiken, wenn auch nur geringfügig? Dann
wird es noch richtig vulgärsoziologisch:
„Mitteleuropa, beginnende
Neuzeit. Der Klimawandel trifft die Menschen hart. Irgendjemand muss
Schuld sein an Missernten und langen, harten Wintern. Der Sündenbock
ist schnell gefunden: Hexen und Zauberer hätten, so die populäre
Vorstellung, durch böse Wettermagie die klimatischen
Extremereignisse hervorgerufen und die Ordnung zerstört. Die Macht
für diese negativen Interventionen käme direkt vom Teufel, so der
Aberglaube im Volk, das zum Schutz vor diesen schädlichen
Umtrieben die Verfolgung von angeblichen
Hexen und Zauberern verlangte, wenn sie nicht gleich Selbstjustiz
betrieb.“
Also
so entsteht der Aberglaube: Menschen stehen vor einem Phänomen, dem
Klimawandel, das sie nicht begreifen können. Deshalb greifen sie zu
abergläubischen Verschwörungstheorien, daß Hexen und Zauberer im
Bund mit dem Teufel diesen Klimawandel herbeigezaubert hätten. Hier
wird einfach das religionskritische Narrativ, Religionen gäbe es,
weil Menschen Naturkatastrophen noch nicht naturwissensschaftlich
sich erklären konnten, ummoduliert zur Kritik eines populären
Aberglaubens an das Wirken des Teufels, daß der Pakte mit Menschen
schlösse: Ich tue Dir das, wenn Du mir das gibst. Wo also Religion
ist, da soll Wissenschaft werden, denn die abergläubige Religion
lebt ja nur, solange der Mensch unwissend ist, noch nicht hinreichend
die Naturwissenschaften entwickelt hat.
Sollte
das dann heißen, daß auch Teile der Kirche diese abergläubige
Vorstellung geteilt haben und so- wenn auch nur geringfügig- an der
Hexenverfolgung mitwirkten? Hätte der Verfasser statt dieser
vulgärsoziologischen Religionskritik, die Religion verdanke sich der
Unwissenheit, die hl. Schrift befragt, woher die Vorstellung eines
Teufelspaktes käme, dann hätte er- o Graus- Jesus Christus selbst
als den Urheber der Teufelspaktvorstellung erkennen müssen. Denn der
Leibhaftige schlug ja in verscherischer Intention Jesus selbst einen
Teufelspakt vor: Ich mache Dich zum Herren über alle weltlichen
Mächte, wenn Du mich dafür anbetest. Das ist die Struktur des
Teufelspaktes:
a)
Er beruht auf der Freiwilligkeit. Der so Angesprochene kann Ja oder
Nein zum vorgeschlagenen Pakt sagen.
b)
Der Teufel bietet ein Gut an, das dem so Versuchten als begehrenswert
erscheint. Wichtig ist dabei, daß Jesus nicht urteilt: Was Du
verheißt, kannst Du gar nicht realisieren, Du betrügst einfach.
Nein, der Sohn Gottes traut dem Teufel wirklich zu, das Verheißende
realisieren zu können. Der Teufel ist ja ein gefallener Engel und so
sehr mächtig, nicht allmächtig wie Gott aber übernatürlich
mächtig.
c)
Jesus kennt aber auch den Preis, den er dann dem Teufel dafür zu
zahlen hat: Er gehört dann dem Teufel. Und darum sagt er Nein zu
diesem Pakt mit dem Teufel. (Es wird Dostojewskis Großinquisitor
vorbehalten sein, darum Jesus zu kritisieren: Wenn er doch nur diesen
Pakt eingegangen wäre zum Wohle der Menschen!)
Sollte
nun auch der Sohn Gottes in abergläubigen Vorstellungen verhaftet
sich diese Versuchung nur erphantasiert haben, da er noch nicht
wissenschaftlich gebildet erkannte, daß hier nur sein
Unterbewußtsein zu ihm spricht in der Maskerade des Versuchers.
Jesus kannte eben noch nicht Sigmund Freuds Unterbewußtsein!
Zu
allen Zeiten hat die Kirche gelehrt, daß es den Teufel gibt und daß
er Menschen zum Sündigen verführt und daß er dabei die Menschen
nicht so versuchten kann, daß sie gezwungen Ja sagen müssen. Der
Teufel kann nur verführen, wo der Verführte auch sich verführen
lassen will, er also sein Ja spricht zum Teufel.
So
reagierte die Kirche auf die populär- „abergläubige“
Vorstellung von Teufelspakten, die zum Nachteil von Menschen von
Hexen und Zauberen vollzogen worden sind, gemäß ihrer eigenen Lehre
vom Teufel. Der Teufelsglaube ist aus christlicher Sicht eben kein
Aberglaube, sondern gehört selbst zur Lehre der Kirche. Es gibt
zudem keinen legitimen theologischen Grund, auszuschließen, daß der
Teufel nicht nur Jesus sondern auch anderen Menschen einen so
gearteten Pakt vorschlägt und daß Versuchte dann ihr Ja sagen!
Gibt
es das heute noch? Sicher, da wo Satanismus drauf steht, gerade auch
bei einschlägigen Schwermetallmusikgruppen ist das in der Regel eher
eine PR-Werbemaßnahme, aber das schließt nicht aus, daß es
wirkliche Satanisten gibt, die ihrem Gott schwarze Messe feiern, die
dann auch von dem Leibhaftigen erhört wird, daß er mit ihnen ist.
Der praktizierte Satanismus wird maßlos verkannt, wird die Wahrheit
verdrängt, daß der Teufel wirklich lebt und Menschen für sich in
seinem Kampfe gegen Gott als Verbündete sucht, gerade auch in der
Form des Teufelspaktes.Dem großen französischen Lyriker
Boudelaire,(Die Blumen des Bösen) wird der Ausspruch zugeschrieben,
daß noch nie der Teufel so erfolgreich war, seit dem man aufhörte,
an ihn zu glauben.
Es
ist wirklich ein Unglück, daß die Kirche aufgehört hat, dies Gebet
zum Abschluß jeder Messe zu beten:
Heiliger Erzengel
Michael, verteidige
uns im Kampfe; gegen die Bosheit und
die
Nachstellungen des Teufels sei unser
Schutz. "Gott gebiete
ihm", so bitten wir
flehentlich; du aber, Fürst der
himmlischen
Heerscharen, stoße den Satan und die
anderen bösen
Geister, die in der Welt
umhergehen, um die Seelen zu
verderben,
durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.
Es muß aber festgehalten werden, daß mit dieser plumpen Vulgärsoziologie, die abergläubige Religion verdanke sich der Unwissenheit die christliche Religion sich selbst attackiert und so den Atheismus fördert.
Welcher
Torwart kennt dies nicht, wenn Stürmer, übereifrig und ungeschickt
im eigenen Strafraum aushelfend den Ball dann unhaltbar ins eigene
Tor versenken: gescheiterte Apologeten. Das gibt es auch in der
Kirche. Ein peinliches Beispiel dafür präsentiert kath de mit dem
Artikel: Die Kirche und die Hexen: Sollten "weise
Frauen" vernichtet werden? ,
am 2.8.2020. Es geht also um den antikirchlichen Klassiker der Hexen
verfolgenden Kirche in apologetischer Intention.
„Wettermagie, Teufelspakt,
Schadenszauber – das ist natürlich Unsinn. Wie auch so vieles, was
man über die Hexenverfolgung bis heute hören und lesen kann. Denn
so falsch die damals unterstellten Zusammenhänge und so
haarsträubend der Aberglaube, so falsch und haarsträubend sind
manche Unterstellung der Römisch-Katholischen Kirche gegenüber. Sie
habe die Verfolgung betrieben, sie habe damit "weise Frauen"
unterdrücken wollen. Doch an der Hexen- und Zaubererverfolgung hat
die katholische Kirche und die von ihr eingesetzte Inquisition nur
einen geringen Anteil.“
„Wettermagie, Teufelspakt,
Schadenzauber“ das
sei „natürlich Unsinn“.
Wenn das aber nur Unsinn war,
warum beteiligte sich die Kirche dann an der Bekämpfung der
Verursacher dieser Zauberpraktiken, wenn auch nur geringfügig? Dann
wird es noch richtig vulgärsoziologisch:
„Mitteleuropa, beginnende
Neuzeit. Der Klimawandel trifft die Menschen hart. Irgendjemand muss
Schuld sein an Missernten und langen, harten Wintern. Der Sündenbock
ist schnell gefunden: Hexen und Zauberer hätten, so die populäre
Vorstellung, durch böse Wettermagie die klimatischen
Extremereignisse hervorgerufen und die Ordnung zerstört. Die Macht
für diese negativen Interventionen käme direkt vom Teufel, so der
Aberglaube im Volk, das zum Schutz vor diesen schädlichen
Umtrieben die Verfolgung von angeblichen
Hexen und Zauberern verlangte, wenn sie nicht gleich Selbstjustiz
betrieb.“
Also
so entsteht der Aberglaube: Menschen stehen vor einem Phänomen, dem
Klimawandel, das sie nicht begreifen können. Deshalb greifen sie zu
abergläubischen Verschwörungstheorien, daß Hexen und Zauberer im
Bund mit dem Teufel diesen Klimawandel herbeigezaubert hätten. Hier
wird einfach das religionskritische Narrativ, Religionen gäbe es,
weil Menschen Naturkatastrophen noch nicht naturwissensschaftlich
sich erklären konnten, ummoduliert zur Kritik eines populären
Aberglaubens an das Wirken des Teufels, daß der Pakte mit Menschen
schlösse: Ich tue Dir das, wenn Du mir das gibst. Wo also Religion
ist, da soll Wissenschaft werden, denn die abergläubige Religion
lebt ja nur, solange der Mensch unwissend ist, noch nicht hinreichend
die Naturwissenschaften entwickelt hat.
Sollte
das dann heißen, daß auch Teile der Kirche diese abergläubige
Vorstellung geteilt haben und so- wenn auch nur geringfügig- an der
Hexenverfolgung mitwirkten? Hätte der Verfasser statt dieser
vulgärsoziologischen Religionskritik, die Religion verdanke sich der
Unwissenheit, die hl. Schrift befragt, woher die Vorstellung eines
Teufelspaktes käme, dann hätte er- o Graus- Jesus Christus selbst
als den Urheber der Teufelspaktvorstellung erkennen müssen. Denn der
Leibhaftige schlug ja in verscherischer Intention Jesus selbst einen
Teufelspakt vor: Ich mache Dich zum Herren über alle weltlichen
Mächte, wenn Du mich dafür anbetest. Das ist die Struktur des
Teufelspaktes:
a)
Er beruht auf der Freiwilligkeit. Der so Angesprochene kann Ja oder
Nein zum vorgeschlagenen Pakt sagen.
b)
Der Teufel bietet ein Gut an, das dem so Versuchten als begehrenswert
erscheint. Wichtig ist dabei, daß Jesus nicht urteilt: Was Du
verheißt, kannst Du gar nicht realisieren, Du betrügst einfach.
Nein, der Sohn Gottes traut dem Teufel wirklich zu, das Verheißende
realisieren zu können. Der Teufel ist ja ein gefallener Engel und so
sehr mächtig, nicht allmächtig wie Gott aber übernatürlich
mächtig.
c)
Jesus kennt aber auch den Preis, den er dann dem Teufel dafür zu
zahlen hat: Er gehört dann dem Teufel. Und darum sagt er Nein zu
diesem Pakt mit dem Teufel. (Es wird Dostojewskis Großinquisitor
vorbehalten sein, darum Jesus zu kritisieren: Wenn er doch nur diesen
Pakt eingegangen wäre zum Wohle der Menschen!)
Sollte
nun auch der Sohn Gottes in abergläubigen Vorstellungen verhaftet
sich diese Versuchung nur erphantasiert haben, da er noch nicht
wissenschaftlich gebildet erkannte, daß hier nur sein
Unterbewußtsein zu ihm spricht in der Maskerade des Versuchers.
Jesus kannte eben noch nicht Sigmund Freuds Unterbewußtsein!
Zu
allen Zeiten hat die Kirche gelehrt, daß es den Teufel gibt und daß
er Menschen zum Sündigen verführt und daß er dabei die Menschen
nicht so versuchten kann, daß sie gezwungen Ja sagen müssen. Der
Teufel kann nur verführen, wo der Verführte auch sich verführen
lassen will, er also sein Ja spricht zum Teufel.
So
reagierte die Kirche auf die populär- „abergläubige“
Vorstellung von Teufelspakten, die zum Nachteil von Menschen von
Hexen und Zauberen vollzogen worden sind, gemäß ihrer eigenen Lehre
vom Teufel. Der Teufelsglaube ist aus christlicher Sicht eben kein
Aberglaube, sondern gehört selbst zur Lehre der Kirche. Es gibt
zudem keinen legitimen theologischen Grund, auszuschließen, daß der
Teufel nicht nur Jesus sondern auch anderen Menschen einen so
gearteten Pakt vorschlägt und daß Versuchte dann ihr Ja sagen!
Gibt
es das heute noch? Sicher, da wo Satanismus drauf steht, gerade auch
bei einschlägigen Schwermetallmusikgruppen ist das in der Regel eher
eine PR-Werbemaßnahme, aber das schließt nicht aus, daß es
wirkliche Satanisten gibt, die ihrem Gott schwarze Messe feiern, die
dann auch von dem Leibhaftigen erhört wird, daß er mit ihnen ist.
Der praktizierte Satanismus wird maßlos verkannt, wird die Wahrheit
verdrängt, daß der Teufel wirklich lebt und Menschen für sich in
seinem Kampfe gegen Gott als Verbündete sucht, gerade auch in der
Form des Teufelspaktes.Dem großen französischen Lyriker
Boudelaire,(Die Blumen des Bösen) wird der Ausspruch zugeschrieben,
daß noch nie der Teufel so erfolgreich war, seit dem man aufhörte,
an ihn zu glauben.
Es
ist wirklich ein Unglück, daß die Kirche aufgehört hat, dies Gebet
zum Abschluß jeder Messe zu beten:
Heiliger Erzengel
Michael, verteidige
uns im Kampfe; gegen die Bosheit und
die
Nachstellungen des Teufels sei unser
Schutz. "Gott gebiete
ihm", so bitten wir
flehentlich; du aber, Fürst der
himmlischen
Heerscharen, stoße den Satan und die
anderen bösen
Geister, die in der Welt
umhergehen, um die Seelen zu
verderben,
durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.