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Donnerstag, 1. Mai 2025

Ein Blick in die nahe Zukunft der Katholischen Kirche Deutschlands: die Zukunftswerkstatt des evangelischen „Kirchen“tages

 

Ein Blick in die nahe Zukunft der Katholischen Kirche Deutschlands: die Zukunftswerkstatt des evangelischen „Kirchen“tages

Die Minderwertigkeitsgefühle des deutschen Katholizismus dem Protestantismus gegenüber ist ein allseits bekanntes Phänomen, daß der große Luther die Kirche aus dem Mittelalter herausführen wollte1 wie einst Mose sein Volk aus der ägyptischen Versklavung, daß aber die Kirche im Mittelalter verharrte bis zum 2.Vaticanum, das einen ersten zarten Versuch darstellte, endlich in der Moderne anzukommen. So schauen alle katholischen Augen bis auf ein paar Ewiggestrige auf die zukunftsorientierte EKD mit ihrer experimentellen Zukunftswerkstatt des sog.“Kirchentages“! Hier erblickt die Kirche ihre Zukunftsgestalt.

Einer der großen Stars dieses Kirchentages wird der aus Südafrika importierte Pfarrer Quinton Ceasar sein, der die bisherige Gotteserkenntnis durch seine fulminante Predigt auf einem evangelischen „Kirchen“tag 2023 revolutionierte: „Gott ist queer“. Im „Deutschlandfunk Archiv“ ist zu dieser Causa zu lesen:“Pastor Quinton Ceasar: Ich würde diese Predigt wieder so halten.“ Weiter erläuterte dieser Zeitgeistsurfmeister : „Er hätte nicht gedacht,dass seine Aussage, >Gott ist queer< sowohl viel Kritik als auch viel Zustimmung hervorrufen würde. Offenbar habe er mit diesem Satz bei einigen Teilnehmenden einen Nerv getroffen. Für ihn sei es beruhigend, dass Gott selbst die Zweigeschlechtlichkeit sprenge. Der Satz „Gott ist queer“ sei eine Absage an patriarchale Strukturen.“ Diesmal wird dieser Queerfan über eines der wichtigsten Themen des zeitgenössischen Christentumes sprechen, über „rechte Narrative im digitalen Raum“, laut der „Tagespost“ vom 30.4.2025:“Die Karikatur der NGO-Kirche“.

Aber das wird nicht der einzige Höhepunkt dieser Zukunftswerkstatt sein. Die „Tagespost“ berichtet weiter: „Bibelarbeit mit Angela Merkel, Bodo Ramelow oder Luisa Neubauer (Thema: „Mut zum Widerspruch“), Empowerment-Workshop für – „ausschließlich“ – „Black, Indigenous und Kinder of Color“. Die Überschrift des Kath net Artikels vom 1.5.2025 zu diesem Workshop übersetzt uns Deutschsprachigen dieses Anliegen so: „Evangelischer Kirchentag - weisse Kinder bei einer Veranstalung unerwünscht.“ Der politisch korrekte Rassismus, daß Weiße unerwünscht sind, gehört eben wie der Kampf gegen Rechts, und die Genderideologie und der Umweltschutzfanantismus zu den Kernanliegen des evangelischen Christentumsverständnisses.

Auch Kindergottesdienste werden angeboten: „Queere Tiere auf der Arche“. Da aber die Bibel im Protestantismus nicht ganz bedeutungslos ist, halten die Exbundeskanzlerin Merkel und der Linkenpolitiker Ramelow Bibelarbeiten. Bis 1989 durfte kein Christ Mitglied der SED werden, da diese Partei den Atheismus zu ihren Fundamenten zählte, jetzt umbenannt in: „Die Linke“ hat sie linksorientierte Christen für sich neu entdeckt und mauserte sich so zu einer der Lieblingsparteien der Kirche und der EKD. Als dritte Bibelexegetin wird die Sprecherin der deutschen Sektion von „Freitags für die Zukunft“ benannt: Luisa Neubauer. Ob den Planern dieses „Kirchentages“ entgangen ist, daß diese Freitagsdemoorganisation als tndentiell antisemitisch kritisiert wird? Na ja zum politisch korrekten Rassismus2 gehört eben auch der Antizionismus und die Verteufelung des jüdischen Staates als rassistisch, isb seit ein Rechter da regiert.

Das Resümme fällt eindeutig aus: In diesem „Kirchen“tag wird die vollständige Transsubstantion der christlichen Religion in einen linksliberalen Humanitarismus vollzogen, die Verwandelung einer einst sich als christlich verstehenden „Kirche“ in eine vom Staat per Kirchensteuereinzug finanzierten NGO, in der der Zeitgeist alles Christliche zum Verschwinden gebracht hat. Zu bedenken ist dabei, daß die Reformation mit ihrem Nein zu den „guten Werken“ und darunter verstanden die Reformatoren in erster Linie die religiösen Werke, das Beten, das Zur Messe gehen, das Ablässeerbeten usw die Säkularisation selbst einleiteten und nun aber von der Säkularisation selbst getrieben werden zu ihrer Selbstsälularisierung.

Wenn nun aber dieser Pseudokirchentag nur die Zukunftsperspektive der EKD wäre, bräuchte uns das nicht zu beunruhigen, aber es ist zu befürchten, daß nicht nur in Deutschland die Kirche unter dem Banner der „Synodalisierung“ dieses Projekt der Transsubstantion in einer NGO nacheifern wird.

Zusatz

Die "Junge Freiheit" dokumeniert den politisch korrekten Rassismus des "Kirchen"tages am 2.5.2025: "Kirchentag: Darum sind weiße Kinder unerwünscht. Vor Gott sind alle Kinder gleich – nicht aber auf dem Kirchentag. Da dürfen weiße Kinder nicht „mutig und stark“ sein. Die Kirche schließt sie ausdrücklich vom entsprechenden Workshop aus."  

 





1Aus dem Reformator Luther, der die aus der Form gefallene Kirche zurückführen wollte in ihre Ursprungsform, wird so ein Reformator im Sinne der geschichtsphilosophischen Fortschrittsvorstellung: Luther habe die Kirche modernitätsfähig machen wollen.Darum gebiert sich der katholische Modernismus stets auch als ein Kryptoprotestantismus.

2Das Phänomen des politisch korrekten Rassismus muß dabei in dem Kontext des heutigen Primates der Naturwissenschaft und der Bilogie interpretiert werden: Das Feindbild des „Weißen Mannes“ ist ein Produkt des biologistischen Denkens, daß die Rassenzugehörigkeit und die Geschlechtszugehörigkeit einen Menschen bestimmt, in dem Fall der Weißen Rasse und des männlichen Geschlechtes zum Negativen. Dies Feindbild ersetzt ja das aus der Mode gekommenen vom „westlichen, amerikanischen Imperialismus“, das sich einer marxistisch gefärbten Soziologie verdankte. Dieser Feindbildwechsel markiert die Differenz zwischen der „traditionellen Linken“ und dem was unpassend als „Kulturmarxismus“ betitelt wird.Die Ex"bischön" Frau Käßmann implantierte den politisch korrekten Rassismus in einer Bibelexege auf einem ev."Kirchen"tag, daß wir Deutschen die braune Gesinnung vererben würde, er uns also im Blute oder moderner in den Genen läge.

Dienstag, 1. April 2025

Die EKD klärt vorbildlich auf: Was ich nicht mehr denken und sagen darf und woran ich den Feind erkenne

 

Die EKD klärt vorbildlich auf: Was ich nicht mehr denken und sagen darf und woran ich den Feind erkenne


Die Tagespost widmet sich am 1.4.2025 in aufklärerischer Intention der Frage, was laut der neuesten Studie zur AfD ein Christ nicht denken darf und woran er den Feind erkennen kann, mit dem er als ein Gutmensch keine Kontakte mehr unterhalten sollte.1

Das seien nicht akzeptable populistische Äußerungen: „es wird fürchterlich enden, ihr seid zurecht unzufrieden“, es existierten „Denkverbote“, es ereigne sich eine „Deindustrialisierung“ oder auch „Explosion der Kriminalität“. Besonders paradox ist die Verunlaubung de Behauptung; Es existierten „ Denkverbote“: Weil es die nicht gäbe, dürfe man nicht sagen, daß es sie gibt und damit entsteht dies Denkverbot, daß es sie nicht gibt.

Daß ein Blick in jede Kriminalitätsstatistik ein starkes Ansteigen der Kriminalität aufweist, kann nun die EKD nicht bestreiten, aber sie will damit sagen, daß es nicht erlaubt ist, das zu sagen, denn die Rückfrage nach den Ursachen dieses Anstieges würde die Antwort zeitigen, daß die Ausländerkriminalität für den Anstieg maßgeblich ist und das dürfe nun wirklich nicht gesagt werden. Merke: Nach dem Glauben der EKD können nur Deutsche im ethnischen Sinne Straftäter sein, denn nur die können böse Menschen sein.2

Daß die grüne Wirtschaftspolitik zu einer Deindustrialisierung Deutschlands führt, ist auch unverkennbar, aber auch dies Unverkennbare darf nicht geäußert werden. Denn zumindest sich in unserer Geschichte Auskennende wird der Begriff der Deindustrialisierung an den amerikanischen Deindustrialisierungsplan Morgenthaus erinnern, Deutschland nach der militärischen Besiegung endgültig niederzuwerfen, indem es völlig deindustrialisiert werden sollte. Diese Erinnerung dürfe aber nicht geweckt werden und schon gar nicht die naheliegende Frage,ob es denn wohl einen Zusammenhang zwischen der Grünen-Industriepolitik und dem Morgenthauplan gibt3.

Aber das Tollste ist doch nun, daß wir Christen nicht urteilen dürfen,daß es fürchterlich enden wird. Aber das rufen doch uns die selbsternannten Umweltschützer Tag und Nacht in die Ohren! Die können damit nicht gemeint sein, sondern nur irgendwie politisch Rechtsstehende, vielleicht die, die Oswald Spenglers „Untergang des Abendlandes“ zitieren. Ein Christ dürfe eben nicht urteilen, daß er rechtens unzufrieden sei, auch und gerade nicht mit dem Hinweis auf das fürchterliche Ende.

Warum darf ein Christ all das, was nur Rechte sagen, nicht sagen? Die christliche Botschaft baue nämlich auf „Gottvertrauen und Zuversicht“ und sagt deshalb: Fürchtet Euch nicht! Unser christliches Gottvertrauen schließt es also aus, zu urteilen, daß die Grünen eine Deindustrialisierungspolitik betrieben, daß die Kriminalität stark ansteige und daß man zurecht unzufreiden sei!

Aber auch andere Aufklärer kommen uns in unserer Orientierugslosigkeit zur Hilfe, was wir nicht denken dürfen und woran wir den politischen Feind erkennen: „Die „Mitte-Studie“ der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung definiert als menschenfeindlich zum Beispiel die Aussage „Frauen sollten sich wieder mehr auf die Rolle der Ehefrau und Mutter besinnen.“ In erster Linie ist natürlich die Vorstellung, daß die Berufung der Frau die des Lebens in der Familie als Ehefrau und als Mutter sei, frauenfeindlich, soll sie doch wie der Mann in erster Linie für die Wirtschaft leben als Arbeitskraft. Eigne Kinder wollen und gar noch als Familienmutter leben wollen, das sind eben rechtsradicale frauenfeindliche Positionen. Für uns Katholiken heißt das, daß wir in Maria, der Gottesmutter das Anschauungsbeispiel eines völlig verfehlten Frauenlebens vor Augen gestellt bekommen. Sie hätte eben abtreiben und dann als eine Geschäftsfrau ihren Lebensunterhalt sich verdienen sollen.

Ja, die EKD wie auch die deutschen Bischöfe wissen eben, daß die Systemrelevanz der einstigen Volkskirchen darin besteht, sich als nützlich in dem Kampf gegen Rechts zu erweisen und in unerschütterlicher Nibelungentreue die Grün-Rote Politik zu unterstützen, zu der sich nun wohl auch die Merz-CDU bekennen wird. Denn die Substanz der christlichen Religion ist die Grün-Rote-Gesinnung.






1 Unchristlich, wer „Deindustrialisierung“ sagt

Pathologisieren statt dozieren: Die Evangelische Kirche hat ein Papier zum Umgang mit Populismus erstellt, das überheblicher nicht sein könnte“

2Es müssen da aber doch Ausnahmen gemacht werden: die bösen Russen mit Putin an der Spitze, die Amerikaner,die Trump wählten und noch ein paar mehr!

3An diesen Plan darf auch nicht erinnert werden, da er nicht zum politisch korrekten Geschictsnarrativ, daß die Amerikaner uns vom deutschen Faschismus befreien wollte, paßt. Nur Stalin wollte uns befreien, aber das darf auch nicht gesagt werden. In Spanien versucht nun die linke Regierung, per Strafgesetzbuch festzulegen, wie die Geschichte des Bürgerkrieges zu schreiben ist mit Franco als dem schlimmsten aller schlimmen Diktatoren.

Freitag, 28. März 2025

Der alternativlose Weg der Deformagena des Synodalen Weges – auch wenn er nichts nützt“

 

Der alternativlose Weg der Deformagena des Synodalen Weges – auch wenn er nichts nützt“



Ein Hoftheologe des Synodalen Weges bekennt offenherzig,daß zur Behebung der gegenwärtigen Kirchenkrise die Reformagenda des Synodalen Weges nicht hilfreich sei, aber es müsse an ihr festgehalten werden. Die jetzt von der Katholischen Kirche und der EKD vorgelegten Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den evangelischen „Kirchen“, in denen schon längst all die Reformvorhaben des Synodalen Weges vollständig realisiert sind, sieht die Lage kein Deut besser aus als in der reformunfreudigen Katholischen Kirche, ja die EKD weist gar schlechtere Werte auf.

Aber das tangiert einen reformgläubigen Theologen wie den Professor Hoff nicht: „Da sehe er keine kirchliche Alternative – >vor allem weil es um menschenrechtsbestimmte Themen wie den Zugang von Frauen zum kirchlichen Amt und die umfassende kirchliche Anerkennung von Menschen in homosexuellen Partnerschaften geht<".1 Das Anliegen der Reformagenda sei also, daß die Kirche den Menschenrechten gemäß gestaltet würde. Das Wichtigste wäre dabei die Einführung des Frauenpiestertumes und die Spendung des Ehesakramentes für homosexuelle Paare. Wie selbstverständlich wird damit gesagt, daß die Kirche auf daß ihr vom Staate zuerkannte Recht auf eine selbstständige Eigenordnung zu verzichten habe. Denn den sogenannten Tendenzbetrieben ist es erlaubt, um der Bewahrung ihrer ihnen eigentümlichen Tendenz, Abstriche in dem Punkte der Menschenrechtskompatibiltät zu machen. So darf jede politische Partei bei der Ausschreibung von Stellen Nichtparteimitglieder als Bewerber ausschließen und genauso darf ein Kindergarten in einer kirchlichen Trägerschaft Atheisten als Mitarbeiter ablehnen. So darf von der Kirche auch nicht im Namen der Menschenrechte der Kirche versagt werden, bestimmten Menschen die Spendung eines Sakramentes zu verwehren oder Frauen die Weihe zum Diakonen-, Priester- und Bischofsamt zu verweigern.

Aber auf das staatlich der Kirche zugebilligte Recht, ihr Innenleben selbstbestimmt zu gestalten, habe die Kirche zu verzichten! Nähme man das aber ernst, dürfte kein Atheist mehr als ein Bewerber auf eine Pfarrstelle abgelehnt werden, da er ein Atheist ist und was für unsere linksliberalen Reformer noch viel schlimmer wäre: Niemand dürfte ob seiner politischen Weltanschauung in der Kirche diskriminiert werden, aber dafür setzen sich ja nun vehement die deutschen Bischöfe ein: Ein patriotisch Gesonnener darf kein kirchliches Amt bekleiden2.

Aber was würde denn nun die Umsetzung des Projektes der menschen-rechtsgemäßen Kirche der Kirche nützen? „Religiöse Fragen sprächen viele Menschen heute nicht mehr an, so Hoff weiter. "Es geht von religiösen Glaubensfragen kaum Faszination, meist nicht einmal eine Beunruhigung aus", sagte der Theologe.“ Das heißt im Klartext: Das von der Kirche Angebotene, die religiösen Fragen interessieren die Kunden nicht (mehr) und so verlöre die Katholische Kirche wie auch die EKD kontinuierlich an Mitgliedern. Die Lage der Kirche wäre so mit einem Autohändler vergleichbar, der die einst in Ostdeutschland beliebte Automarke „Trabant“ exclusiv führe und sich wundere, daß keiner bei ihm ein Auto käufte außer ein paar Ewiggestrigen der einstigen DDR. Aber auf solche Nostalgiker, die noch ein Interesse an dem Religiösen hätten, könne die Kirche um ihrer Zukunftsfähigkeit willen nicht setzen. Die Kirche habe so nach neuen Kontaktzonen zu suchen, da ihr religiöses Angebot nicht mehr ankäme. Wie wäre es mit einem Mixangebot aus Menschenrechten, Multikulti und Umweltschutz und einer steifen Prise Feminismus und kämpferischen Sonntagsappellen: „Vorwärts im Kampf gegen Rechts“?







1 „Hoff zu neuen Austrittszahlen: Von Trendumkehr kann keine Rede sein“, Kath de am 28.3.2025.


2Die Kirche lernt hier von der Patriotenverfolgung durch Metternich- es gibt halt nichts Neues unter der Sonne, sagte schon der Prediger Salomon.

Freitag, 3. Mai 2024

Eine Kirche, die in Ordnung ist und die alles richtig macht...

 

Eine Kirche, die in Ordnung ist und die alles richtig macht...


Existiert so eine Kirche wirklich auf Erden und dann gar noch in Deutschland? Wer aufmerksam die innerkirchliche Reformdebatte verfolgt, kumulierend im „Synodalen Weg“, stößt auf eine klare Antwort: Die Kirchen der EKD! Das Übel aller Übel, der Klerikalismus existiert da nicht, Pfarrer werden oft gar demokratisch gewählt,es gibt kein „überhöhtes Priesteramtsverständnis, da es auch keine Priesterweihen gibt! Die Morallehre der Kirche befindet sich auf der Höhe der Zeit, vorbildlich sagt die EKD der AfD den Kampf an, alle Dogmen der Kirche dürfen in Zweifel gezogen werden und: Homosexuelle und Lesben dürfen kirchlich heiraten und dann Pfarrer werden. Die Kirche ist durch und durch demokratisch!

Das zahlt sich auch aus: Während die Medien die Mißbräuchsfälle der Katholischen Kirche zu einer großen Kampagne wider sie ausnutzten,kam die evangelische mit ihren Mißbräuchsfällen glimpflich davon. Die Medien lieben eben die ihr gleichgesonnene EKD und verschonen sie so.

Nun publizierte die EKD ihre Zahlen für das Jahr 2023, Kath net berichtet am 3.5.2024. Die Zahlen: 380.000 Austritte - 340.000 Todesfälle Die Austrittsrate stieg
+ 140.000 Taufen+ 20.000 Eintritte! Und das Allerschlimmste:Das Kirchensteueraufkommen sank in diesem Jahre! Fast 600.000 Mitglieder verlor so die Kirche! Wie ist das nur möglich in einer Kirche, die alles richtig macht?

Sicher werden die Kirchendeformer auch in diesem Falle den Trick anwenden,den sie schon in der Causa der Mißbräuchsfälle angewandt hatten: Für die Katholische Kirche gälte, daß Spezifika der Katholischen Kirche für die Mißbräuchsfälle ursäächlich seien, wohingegen in der EKD für die dortig sich ereignet habenden Mißbräuchsfälle ganz andere Ursachen verantwortlich wären, da die spezifisch katholischen da nicht vorlägen. Also: Für die Austritte aus der Katholischen Kirche seien der Klerikalismus, die Sexualmoral und das Fehlen des Frauenpriestertumes verantwortlich zu machen, wohingegen bei der EKD völlig andere Gründe anzunehmen seien.

Wenn erst die Katholische Kirche ganz den evangelischen gleichförmig gestaltet worden ist, dann begönne der Frühling der Katholischen Kirche in Deutschland!Nur,glauben das unsere Reformenthusiasten wirklich oder streben sie nur nach einer Kirche, die ihnen selbst mehr gefällt,daß sie dann selbst lieber in ihr wirken wollen, etwa daß man in ihr angestellt sein kann und nicht der Morallehre der Kirche dabei verpflichtet zu sein?




Samstag, 10. Februar 2024

Scheitert die Reformagenda des Synodalen Weges an ihrem Legitimationsnarrativ?

 

Scheitert die Reformagenda des Synodalen Weges an ihrem Legitimationsnarrativ?


Fast vergessen ist das „Kirchenvolksbegehren“, initiiert von der antikatholischen Vereinigung: „Wir sind Kirche“ mit ihrer Reformagenda der Abschaffung des Zölibates,der Einführung des Frauenpriestertumes, der Liberalisierung der Sexualmorallehre der Kirche und der Forderung der Verdemokratisierung der Kirche.(Vgl dazu mein Buch: Der zensierte Gott), aber dann kamen die sexuellen Mißbräuchsfälle in der Katholischen Kirche ans Tageslicht. Das sollte sich nun als der größt mögliche Glücksfall für diese inzwischen schon eingestaubte Reformagenda erweisen. Nun wurde nämlich diese Reformagenda als die einzig angemessene Reaktion auf diese Mißbräuchsfälle revitalisiert: Der Zölibat, die bisherige (Sexual)Morallehre der Kirche und der kirchliche Klerikalismus verschuldeten diese Mißbräuchsfälle. Permanent wiederholt, mit viel Emphase vorgetragen setzte sich diese Deutung der Mißbäuchsfälle durch. Nicht irritierte es dabei, daß die jetzige Reformagenda ursprünglich völlig unabhängig von der Kenntnis der sexuellen Mißbräuchsfälle erstellt worden waren und daß sie nun das Heilmittel für dies Problem sein sollen.

Aufmerksameren hätte auch auffallen können, daß das eigentliche Problem dieser Fälle, daß hier Täter auf nicht akzeptabler Weise ihre Sexualität auslebten, in den Hintergrund gedrängt wurde, um stattdessen über die nicht demokratisch regulierte Machtverteilung in der Kirche zu debattieren. Eine Vergewaltigung ist nun mal eine Handlung, in der ein Mann den Geschlechtsverkehr gegen Willen einer Frau erzwingt, um sich sexuell zu befriedigen ohne eine Rücksichtsnahme auf die Frau.

Aber das wurde einfach ausgeblendet, selbst die offensichtliche Tatsache, daß diese Mißbräuchsfälle sich nur ereignen konnten, weil die Täter die Sexualmorallehre der Kirche mißachteten. Oder was hielte man von der Meinung, daß das Verbot, alkoholisiert Auto zu fahren, Schuld an den Verkehrsunfällen in Folge von Alkohol am Steuer wäre? Aber dem Narrativ, der katholische Klerikalismus, der Zölibat, die conservative Sexualmorallehre der Kirche sei schuld schenkte man Glauben.

Nun ereignete sich dieser Super-Gau für dies so wunderbare Narrativ: Die EKD begann, ihre Mißbräuchsfälle publik zu machen: So viele Opfer sexuellen Mißbrauches. Nur in der EKD gibt es keinen Zölibat, keine reaktionäre Sexualmorallehre, keinen Klerikalismus, keine geweihten Priester, die über den Laien sich erhöben und da geht alles so wunderbar demokratisch zu!

Jetzt haben wir 2 Organisationen vor unseren Augen stehen, in denen das Selbe sich ereignete, diese sexuellen Untaten, aber für die Fälle in der Katholischen Kirche sollen nun Gründe verantwortlich sein, die es nur in der Katholischen und die es nicht in der EKD gibt. Wie soll das nachvollziehbar sein, daß das Selbe in 2 Organisationen völlig verschiedene Ursachen haben soll? Man kann es nun drehen und wenden, wie man es will: Die EKD ist demokratisch strukturiert, kennt keinen Zölibat und vertritt eine sehr liberale Sexualmorallehre, bejaht uneingeschränkt die Homosexualität, ist eben für alles offen.

Was bleibt nun nach diesem Super-Gau von dem Legitimationsnarrativ der Reformagenda übrig? Ein Blick auf die quasi offizielle Internetauftrittsseite klärt uns auf: „Vorsitzender der Freiburger Aufarbeitungskommission zu Forum-Bericht Striet: EKD-Missbrauchsstudie entlastet katholische Kirche nicht.“ (25.1.2024)“Zollner nach EKD-Studie: Ideen des Synodalen Wegs sind nicht falsch“ (29.1.2024) „Behauptung, katholische Reformdebatten seien Irrweg, falsch Forscher: EKD-Missbrauchsstudie entlastet katholische Kirche nicht“. (31.1.2024)

Unerschüttlich müsse an dem Legitimtionsnarrativ der Reformagenda festgehalten werden, denn dies Narrativ sei eben wahr. Man ist eben so begeistert von diesen Reformvorhaben, daß man nicht einen Milimeter von diesem Narrativ abweichen will, daß eben der Zölibat, der Klerikalismus und die hierarische Struktur der Kirche und nicht zu vergessen die conservative Sexualmorallehre an allem Schuld sei. Mit einer wissenschaftlichen Analyse dieses Problemes hat das aber nichts gemein, es wird einfach dem Narrativ Glauben geschenkt, weil man so nun endlich die Ziele der antikatholischen Bewegung: „Wir sind Kirche“ umsetzen kann.







Montag, 27. November 2023

Siegt nun Luther endgültig in und über die Katholische Kirche Deutschlands?

Siegt nun Luther endgültig in und über die Katholische Kirche Deutschlands?



Die FAZ titelte am 26.11,2023: „Katholische Kirche : Den Papst ignoriert“: „Bischöfe und Laien scheren sich nicht um das Verbot des Papstes, sein Lieblingswort „Synodalität“ auf Deutsch auszubuchstabieren.“ Treffender kann die Nichtreaktion der Tagung des Laien-ZKs und der deutschen Bischöfe auf die „Roten Karten“ Roms nicht auf den Punkt gebracht werden. Auf Kath de durfte ein Hoftheologe des ZKs gar jubeln: „Theologe Müller: Katholiken lassen sich nicht mehr von Rom belehren“! (26.11.2023) Über die ZK-Sitzung jubelierte Kath de dann so:

Mit Blick auf die innerkirchlichen Probleme zeigte sich der Laiendachverband robust. Betont unbeeindruckt reagierte man auf die am Freitag bekanntgewordene Note aus dem Vatikan, mit der Rom erneut mitteilte, die den Männern vorbehaltene Priesterweihe und die Lehre der Kirche zur Homosexualität seien nicht verhandelbar. Im Plenum war weder das noch der jüngste Papstbrief mit scharfer Kritik am deutschen Reformweg und dem neuen Synodalen Ausschuss wirklich Thema.“ (Kath de am 25.11.2023:

Luthers Kampf gegen Rom und die römische Theologie, sein Nein zum Papstamt, zu dem Lehr- und Regierungsamt findet nun im Wirken des Laien-ZKs und der dem ZK angeschlossenen Bischöfen seinen größten Sieg. Ganz losgelöst von der Katholischen Kirche, ihrer Lehrtradition und dem jetzigen einst als Reformer bejubelten Papst Franziskus soll nun die Kirche ganz neu erfunden werden.

Ginge es nach dem „Theologen“ Müller, diskutiert man nicht einmal mehr über die strittigen Punkte mit dem Papst. Diesem Homolobbisten ist dabei der Homosex ein besonders gewichtiges Anliegen: „Die Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern – auch da, wo sie sexuell zum Ausdruck gebracht werde – sei Liebe und bleibe Liebe. "Diese Liebe steht grundsätzlich genauso unter dem Segen Gottes, wie das für die Liebe heterosexueller Partner und Partnerinnen zutrifft. Darüber muss auch nicht mehr diskutiert werden", so Müller weiter.“ (Kath de 25.11.2023 „ZdK beendet Vollversammlung in Berlin: Keine Panik auf der Titanic“)

Diskutiert werden müsse aber noch über die Causa der Zulassung der Frauen zu allen Weiheämtern, wobei nicht nur für diesen „Theologen“ das Ergebnis der Diskussion schon festgesetzt ist:

Die Zulassung der Frauen zu allen Weiheämtern stehe dagegen noch aus. "Darüber wird diskutiert und muss diskutiert werden, auch wenn Papst Johannes Paul II. das untersagt hat, soweit es um die Zulassung von Frauen zum Priesteramt geht", betonte der Theologe. Wenn hier keine Änderung erfolge, werde es mit der Kirche weiter rapid abwärtsgehen.“

Nun könnten sich das Laien-ZK, die Reformbischöfe und ihre „Theologen“ es sich ja einfach machen, denn sie bräuchten doch nur anzuerkennen, daß all das von ihnen Erstrebte schon längst in der Lutherkirche verwirklicht ist. Die Katholische Kirche könnte katholisch bleiben und diese fänden dann in der EKD ihre wahre Heimat. Aber das reicht ihnen nicht, denn sie wollen nun eben die Katholische Kirche zerstören, indem sie sie verluthern: „Los von Rom“, nicht mehr Römisch-Katholisch sein sondern eine „Kirche“ ganz ab ovo neu zu gründen, das befriedigt die Destruktionsgelüste dieser Kirchenbekämpfer.

Merke: In der Katholischen Kirche Deutschlands gibt es wohl mehr "gläubige Protestanten" als katholisch Gläubige. Zudem: Der überwältigenden Mehrheit der Kirchenmitglieder ist das Gechick der Kirche gleichgültig, sodaß sie verprotestantisiert werden kann und kaum wer einen Einspruch dagegen erhebt.



 

Dienstag, 31. Oktober 2023

„Darum will die EKD noch mehr Asylbewerber nach Deutschland lotsen“

Darum will die EKD noch mehr Asylbewerber nach Deutschland lotsen“


So titelt die „Junge Freiheit“ am 30.10.2023. Eigentlich müßte diese Positionierung der EKD mehr als irritieren, zeichnet sich die EKD doch durch ihre unerschütterliche Treue zur jeweiligen Regierungspolitik aus und nun setzt sie sich so uneindeutig von der Kehre der Regierung in der Asylpolitik ein. Die Regierungspartei und die einzig legitimen C- Oppositionsparteien, verängstigt ob der zunehmenden Zustimmung zur AfD, versuchen nun ja eine Kurskorrektur in der Asylpolitik, daß nun dem zigtausendfache Mißbrauch des Asylrechtes ein Einhalt geboten werden soll.

Aber die EKD, sonst stets zum Bejubeln der jeweiligen Regierungspolitik bereit, stellt sich quer:


Die Ratschefin der EKD verlangt weitere ungezügelte Migration nach Deutschland. Die Bundesrepublik sei schließlich reich und habe noch viel Platz. Daß es eine Überforderung der Kommunen gebe, höre sie nicht von den Ehrenamtlichen ihrer Kirche. Künftig soll es noch mehr Asylgründe geben.“


Jeder, der bei uns in dem Lande, wo für ihn Milch und Honig fließt,leben möchte, dürfe hier also als Asylant leben, Warum? Weil wir reich seien und das dürfen wir nicht sein. Wir haben jedem Fremden von unserem Besitz so viel abzugeben, wie er haben will, bis wir dann auch arm geworden sind. Oder meint diese Ratschefin etwa, daß unser Reichtum unbegrenzt groß sei, sodaß wir unendlich vielen Migranten ein gutes Leben hier gewähren können? Da ein unbegrenzter Reichtum aber eine Unmöglichkeit ist, muß dies anders gemeint sein, nämlich doch so, daß es uns Deutschen nicht zukommt, gut zu leben und daß wir deshalb den Migranten alles abgeben sollen.

Da sehr viele der bei uns gestellten Asylanträge abgelehnt werden müssen, weil sie ungerechtfertigt gestellt wurden, möchte nun die EKD die Gründe für eine Gewährung eines Asyles so weit ausdehnen, daß faktisch niemands Antrag mehr abgelehnt werden kann.

Was würde wohl die Ratsvorsitzende sagen, stünde morgen vor ihrer Haustüre ein deutscher Sozialhilfeempfänger und verlangte von ihr die Hälfte ihres Einkommens, damit er nicht weiterhin als Armer hier leben müsse und wenn dann übermorgen ein weiterer vor ihrer Haustüre stünde mit der selben Geldforderung? Würde sie dann noch sagen: „Da ich reich bin, viel verdiene, verschenke ich das geforderte Geld und lasse jeden kostenfrei in meinem Hause wohnen“? Natürlich nicht. Die Zeche für die gefoderte unlimitierte Einwanderung von Migranten zahlt natürlich in erster Linie der kleine Mann, der keine Wohnung mehr bekommen kann, da die wenigen noch freien bevorzugt Asylanten gegeben werden, die dann auch noch zu der „Tafel“ gehen, sodaß es für die bedürftigen Deutschen nicht mehr reicht. Wir haben Schulen, auf denen die Schüler kaum noch etwas lernen können, weil die Mehrzahl der Zuunterrichtenden so gut wie kein Wort Deutsch können, aber die Besserverdiener ihre Kinder dann auf Privatschulen unterrichten lassen. Nicht nur der Besitz und der Reichtum ist in unserem Lande sehr ungerecht verteilt, die Vermögensdifferenzen lassen sich nicht mehr durch: „Die Reichen,die leisten halt viel mehr“, legitimieren, sondern auch die Lasten dieser Liebespolitik den Migranten gegenüber wird den in erster Linie den Ärmeren unseres Landes aufgebürdet.

Aber sozial ist die EKD halt nicht mehr ausgerichtet sondern primär antideutsch! Denn der Leidtragende einer solchen: „Wir lassen jeden bei uns leben, der nur will“ ist das deutsche Volk im Ganzen, dem so seine Existenzgrundlage zerstört wird. Wir leben wirklich in einem Land, in dem die Maxime: „Alles (Gute)für Deutschland“ strafbar ist, weil das eine nationalsozialistische Parole gewesen war, aber „Deutschland verrecke, Deutschland ist Dreck“ als politisch korrekt anerkannt und gar offiziell begrüßt wird. Dieser antideutschen Ideologie hat sich nun die EKD auch verschrieben, es sei nur an die Rassentheorie der Ex“bischöfin“Käßmann erinnert, daß wir Deutschen unsere rechtsradicale Gesinnung an unsere Kinder vererben würden, daß eben der Deutsche als solcher böse und somit abschaffungswürdig sei. Dankenswerterweise hat ja gar ein Aktivist seine antideutsche Motivation zur Rettung von vermeintlichen in Seenot geratenen Flüchtlingen selbst offenbart: Der Deutsche, dies „Weißbrot“ solle zum Verschwinden gebracht werden.Wir leben in einem Lande, in dem viele ihr eigenes Volk gern abschaffen möchten und deshalb für eine unbegrenzte Aufnahme von „Flüchtlingen“ sich engagieren. 

Wer wirklich etwas für die "Flüchtlinge" übrig hätte, würde mithelfen, daß sie in ihrer Heimat leben können. Würde der freie Westen die militante Opposition Syriens aufhören, militärisch zu unterstützen, könnte da zum Beispiel das Land wieder aufgebaut werden und die Flüchtlinge heimkehren.  

Corolarium 1

Eine Kritik der Politik der offenen Grenzen, die daran festhält, daß die Motivation die der Hilfe für die Flüchtlinge ist, verbleibt im Oberflächlichen, da sie die Verneinun, die Ablehnung des Eigenen als den Grundtrieb dieser Politik verkennt. Der Deutsche, der"Weiße Mann" werden eben als die Quelle des Negativen konstruiert: An allem schuld.

Corolarium 2

Irritieren könnte aber auch die Staatsfeindlichkeit der EKD, denn gehört doch die Differenz von Staats-und Nichtstaatsbürgern zu den Konstitutiva des Staates und die evangelische "Kirche" zeichnete sich doch im Gefolge Luthers Obrigkeitslehre als sehr staatsfrom aus. Aber die deutliche Schwächung der lutherischen Tradition dem weniger staatstreuen Reformiertentum gegenüber erklärt dies einerseits und andererseits die Tendenz der Bejahung zur Einsetzung eines Universalstaates. Schon E. Hirsch diskutierte diese Idee nach dem 1.Weltkrieg in seiner Schrift: "Deutschlands Schicksal".

 

Sonntag, 27. März 2022

Eine Kriegserklärung an die Katholische Kirche und ein Dornengestrüpp voller Häresien

(daß es auch viel besser geht, zeigt die Stellungnahme Erzbischof Viganos)

Die jetzige EKD-Ratsvorsitzende Kurshus gibt den Lesern von Kath de Anteil an ihren Tagträumen: „EKD-Ratsvorsitzende Kurschus wäre gern Päpstin für einen Tag“. (25.3.2022) Nur einen Tag bräuchte sie, um sämtliche alten Zöpfe in der Kirche kurzerhand abzuschneiden. Für diese Ratsvorsitzende ist eben das Katholische der Katholischen Kirche nur ein Sammelsurium „alter Zöpfe“, derer sich diese Kirche schnellstmöglich entledigen sollte. Auch wenn nun in diesem Interview nicht der Leserschaft offenbart wird, was denn dezidiert unter den „alten Zöpfen“ zu verstehen sei, geht ein Leser wohl nicht fehl, denkt er an den Zölibat, die Einführung des Frauenpriestertumes, der Forderung nach Sex für alle und daß endlich die Katholische Kirche sich verdemokratisiere.

Aber bei einer aufmerksamen Lektüre stieße man auf noch viel Fundamentaleres, das nun abzuschaffen sei, bzw von dieser Ratsvorsitzenden schon in dem Biomülleimer der Dogmatik entsorgt worden ist. Erteilen wir also Frau Kurshus das Wort:

Auf die Frage, warum Gott ein Grauen wie den Krieg in der Ukraine zulasse, sagte Kurschus: >Unser christlicher Glaube ist aus der Erfahrung entstanden, dass ein Unschuldiger und Wehrloser umgebracht wurde und kein Gott eingegriffen hat und die Leute fragten: 'Wo ist nun dein Gott?'< In dieser Passionszeit lasse sich Christus in denen sehen, die in der Ukraine der Gewalt ausgeliefert seien sowie in denen, die in Russland inhaftiert würden. >Und in alledem glauben wir und halten trotzig an der Gewissheit fest, dass die Gewalttäter nicht das letzte Wort in der Geschichte haben werden.<“

Diese Aussagen sollen nun ernst genommen werden, auch wenn der Verdacht nicht von der Hand zu weisen ist, daß hier nur phraselogiert wurde, das heiß, daß sich die so Antwortende dabei überhaupt nichts gedacht hat. Ein üppiges Reservoir an Phrasen entnötigt eben vom Nachdenken.

Jesus sei also als „Wehrloser“ umgebracht“ worden. Jesus ist der Sohn Gottes und somit Allmächtig. Als solcher kann er nicht wehrlos sein. Einen Allmächtigen gegen seinen Willen zu etwas zwingen, ist eine völlig absurde Aussage, genauso gut könnte von schwarzen Schimmeln oder eckigen Kugeln gesprochen werden. Jesus ist auch nicht umgebracht worden, sondern er wurde zu Tode verurteilt und dann gekreuzigt. Eine Todesstrafe vollstrecken ist kein Morden.

Jesus sei ein „Unschuldiger“. Wäre dieser EKD-Ratsvorsitzenden Luthers Theologie nicht völlig unbekannt, wüßte sie, daß gerade Luther in seiner Kreuzestheologie expliziert, daß der Sohn Gottes alle Sünde auf sich genommen ans Kreuz getragen hat, damit er da den Tod erleidet, den wir Menschen ob unsres Sünderseins verdient haben. Im Kreuz wurde so der Sündlose zu dem Sünder. Wenn ein Freund sagt: „Ich übernehme Deine Schulden, Du bist ja zahlungsunfähig“, dann wird so dieser Freund zum Schuldner, denn jetzt muß er die Schulden abzahlen. Aber was hat die EKD noch mit Luther oder der christlichen Kreuzestheologie im Sinn? Gravierender aber als das hier dokumentierte völlige Unverständnis des Kreuzes ist die Absage an Jesus als dem Sohn Gottes. Er darf eben für diese Ratsvorsitzende nur ein unschuldig ermorderter Mensch sein.

Die Behauptung, daß Gott nicht eingegriffen hätte, als der Sohn Gottes am Kreuze starb, offenbart nun ferner, daß hier nicht begriffen wird, daß Gott das Kreuzaltaropfer seines Sohnes selbst gewollt hatte, daß hier nun wirklich Gottes Wille sich ereignete. So hatte sein Sohn zwar gebetet, Vater, laß diesen Kelch an mir vorübergehen aber dann betete er: „Aber Dein Wille geschehe!“ Und der geschah. Diese Ratsvorsitzende will eben nicht nur die Katholische Kirche abschaffen, nein sie beseitigt so auch das Zentrum der christlichen Religion, daß der Sohn Gottes für uns am Kreuze starb.

Aber dann versucht sich diese Dame auch noch zur Causa der Ukraine politisch zu äußern. Aber damit ist sie wie viele Theologen eben fachlich überfordert. Sie sieht in der Ukraine nur Menschen, die der Gewalt ausgeliefert seien und Menschen, die in Rußland inhaftiert würden. Nun wird es aber völlig absurd. Es wird nämlich jetzt behauptet, daß sich in den so Leidenden Christus sehen ließe! Der Apostelfürst Paulus schreibt zwar, daß er sich nun der Leiden freue, da er so an den Kreuzesleiden Christi ergänze, was denen fehle, zum Heile der Kirche (Kol 1,24),aber selbst er versteigt sich nicht zu der Behauptung, daß nun in ihm Jesus Christus erschiene. Wenn aber die Leiden der Ukrainer in eine Relation zu den Leiden Christi gesetzt werden sollten, dann könnte das nur in der hier von Paulus angezeigten Weise geschehen. Dann wären diese Leiden als Sühneleiden zu qualifizieren, was ganz gewiß so diese „Theologen“ nicht sagen möchte.

Das Unvermögen, das Kreuz Christi theologisch zu begreifen, verführt so zu einer vertheologisierten Betrachtung des Leidens in der Ukraine, als leidete Jesus in den dort Leidenden wieder unschuldig, menschlicher Gewalt ausgeliefert.

Aber dann kommt noch ein Happy-End:„dass die Gewalttäter nicht das letzte Wort in der Geschichte haben werden“. Schöne Liebesfilme enden so,von Hedwig Courths Mahler bis Rosamunde Pilcher, aber das gute Ende erwartet die christliche Hoffnung nicht als das letzte Wort in der Geschichte sondern jenseits der Geschichte. Und es kann nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, daß es im göttlichen Endgericht Gewalttäter geben kann, die Gott begnadigen und vermeintlich gute Christen verurteilen wird, weil sie durch ihre Häresien das Seelenheil anderer verwirkten.

 

Zusatz:

 

Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden. (2 Korinther 5,21)

Was bedeuten diese Worte von Paulus? Wie kann es sein, dass Gott einen Menschen „zur Sünde“ macht?

Stimmt das, was Luther 1 schrieb?

Das haben alle Propheten gesehen, daß der zukünftige Christus der größte Räuber, Mörder, Ehebrecher, Dieb, Tempelschänder, Lästerer etc. sein würde, der durch keinen Verbrecher in der Welt je übertroffen wird. 

Natürlich meinte Luther nicht, dass Jesus alle diese Sünden begangen habe. Aber dadurch, dass Jesus alle Sünden auf sich genommen habe, sei er zum Räuber, Mörder, Ehebrecher … gewordedudn.

zitiert nach: wasglaubstdu info Zur Sünde  gemacht

 

Donnerstag, 22. April 2021

Die EKD und die politisch korrekte Gewalt. Über antifaschistische Seenotrettungsschiffe


Am 21.4.2021 berichtet das immer hundertprozentig politisch korrekt ausgerichtete Katholisch de, daß der EKD-Ratsvoesitzende das von einer evangelischen Landeskirche gesponserte „Seenotrettungsschiff“ ohne die „Antifa-Fahne“. Diese war von der Besatzung dieses Schiffes gehißt worden, um so ein klares Bekenntnis ihrer politischen Gesinnung abzugeben.

Die „Antifa-Fahne“ steht dabei für den militanten Antifaschismus, die in der Fahne gezeigten 2 Fahnen, die rote und die schwarze fungieren dabei als Symbol für den Kommunismus und den Anarchismus. (Die Coooperation von Kommunisten und Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg gegen Franco funktionierte zwar nicht immer optimal, manches mal bekämpfte man sich auch gegenseitig- umso wichtiger also die heutige Beschwörung der Einheit von Kommunisten und Anarchisten in ihrem Kampfe gegen Rechts.

Gewaltanwendung gegen Personen gehört zur Praxis dieser Antifa: So wurde bekanntermaßen Horst Wessels von Antifaschisten ermordet in seiner Wohnung und jetzt wurde der Vorsitzende der Jungen Nationaldemokraten in seiner Wohnung aufgesucht und krankenhausreif geschlagen von Antifaschisten. Der Tagesspiegel berichtete darüber am 11.3.2021:

Getarnt als Polizisten sind Unbekannte am Donnerstagmorgen in die Wohnung eines 30-Jährigen im sächsischen Eilenburg, nordöstlich von Leipzig, eingedrungen. Der Wohnungsinhaber sei körperlich angegriffen worden und habe laut Pressemitteilung des sächsischen Landeskriminalamtes Verletzungen erlitten, die später im Krankenhaus behandelt wurden .

Nach Informationen des Nachrichtenportals „TAG24“ handelt es sich bei dem Opfer der Attacke um den Bundesvorsitzenden der rechtsextremen Nachwuchsorganisation der NPD „Junge Nationalisten“ Paul Rzehaczek. Nach Polizeiangaben sollen die Angreifer dunkel gekleidet und vermummt gewesen sein. Durch gelbe Westen mit der Aufschrift „Polizei“ hätten sie den Anschein erweckt, sie seien Beamte.

Das Nachrichtenportal „TAG24“ berichtet, dass fünf Personen offenbar gezielt beide Sprunggelenke des JN-Vorsitzenden mit einem Hammer zertrümmert hätten.“

Wenn der EKD-Vorsitzende erklärt, daß für ihn der wirkliche Antifaschismus nichts mit Gewalt zu tuen habe, dann ist das eine absurde Behauptung: Der Antifaschismus war immer militant und schreckte auch nie vor einer Gewaltanwendung zurück. Man denke doch an die im Spanischen Bürgerkrieg von Antifaschisten ermordeten Priester und Nonnen, um jeder Illusion über einen nicht Gewalt praktizierenden Antifaschismus zu desa-vouieren. Antifa heißt Gewalt gegen Rechts! Das ist eben politisch korrekte Gewalt.

Aber wenn der Ratsvorsitzende dann (Kath de am 21.4. 2021) sagt:

"Als EKD haben wir eine glasklare Position für den Schutz von Menschenleben und für Gewaltfreiheit. Wo Menschen unter dem Label des Antifaschismus Gewalt anwenden oder dazu aufrufen, macht mich das zornig. Mit wirklichem Antifaschismus hat das für mich nichts zu tun." ,dann steckt darin ein Pferdefuß: Wie erst nimmt es denn die EKD mit dem Schutz des Lebens? Das Ja der EKD zum Töten von Kindern im Mutterleibe als Grundrecht der Frau, zeigt überdeutlich an, daß diese „Kirche“ mit dem Schutz des Lebens sehr wenig im Sinn hat, bejaht sie ja die Tötung von unschuldigen Kindern im Mutterleibe, spricht sich aber gegen die Todesstrafe an Verbrechern aus, weil die unmenschlich wäre.

Bei so viel Gewaltbejahung passen EKD und Antifa doch gut zusammen. 

 

Corollarium

Bedenkenswert ist aber auch der Zusammenhang von Antifaschismus und der "Seenotrettungshilfe" für Flüchtlinge. Ist diese Seenotrettung ein antifaschistisches Projekt, dann ist nach dem ideologischen Zusammenhalt zu fragen. These: Der Antifaschismus erhoffte sich die Überwindung der bürgerlichen Gesellschaft durch die Revolution der Arbeiterklasse. Da diese Hoffnung sich als Trug erwies, wird jetzt darauf gesetzt, durch die Multiethnisierung und Multikultivierung die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören: die Asylanten und Migranten als neues revolutuionäres Subjekt der Zerstörung unserer jetzigen Ordnung.  





 

Sonntag, 11. April 2021

Hegen zumindest Teile der EKD Sympathien für den Kommunismus und den Anarchismus?

(der Marsch durch die Institutionen und ihre Folgen; Antifa oder die komunistische und anarchistische Lust am Zerstören)

Eigentlich hätte dieser Artikel am 1.April erscheinen müssen, aber er erscheint heute,weil es kein Aprilscherz ist. Der Landes“bischof“ der „Evangelisch-Lutherischen Landeskirche, Herr Bilz segnete das „EKD-Flüchtlingsschiff“; der „Bischof“ möchte eben die Einschleusung von „Flüchtlingen“ aktiv unterstützen. Die Cooperation funktioniert dabei so: Schlepperorganisationen schicken die zukünftigen Asylanten in seeuntüchtige Boote aufs Mittelmeer, wo sie dann programmgemäß in Seenot geraten, sodaß dann die „Flüchtlingsrettungsschiffe“ diese Seenotopfer nicht etwa in den nächsten Hafen bringen, sondern nach Europa, damit sie dort dann Asyl beantragen können. Gelegentlich im Meer dann Ertrinkende beflügeln dabei das Geschäft, da so der Ruf nach noch mehr "Rettungsschiffen" legitimiert wird.  Das nun nennen nicht nur EKD Christen praktizierte Nächstenliebe.

Dies EKD-Schiff hißte nun die „Antifa-Flgge“ (neben einer Homosexflagge). Die „Junge Freiheit“ berichtete davon am 9.4.2021:“EKD-Flüchtlingsschiff hißt >Antifa<-Flagge, auch bekannt unter der Parole: „Antifaschistische Aktion“. Über diese Fahne liest man auf Wikipedia:

Das Logo vieler Antifagruppen stammt vom Signet der „Antifaschistischen Aktion“ von 1932, dessen zwei rote Flaggen für Sozialismus und Kommunismus standen. Die heute geläufige Variante enthält eine größere rote Fahne für Sozialismus, eine kleinere schwarze für Anarchismus.“

Zu dem Aufziehen dieser Antifafahne mit ihrem Bekenntnis zum Kommunismus und Anarchismus äußerte sich die EKD wie folgt:

Die EKD äußerte sich ebenfalls zu dem Vorgang. „Die EKD wendet sich entschieden gegen rechtspopulistische, rechtsextreme, rassistische, minderheitenfeindliche und völkisch-nationalistische Einstellungen“, sagte eine Sprecherin.  Dabei setze sich die EKD ausdrücklich für gewaltfreie Lösungen ein.“

Bei dem Thema der Legitimität der Gewaltanwendung liegt die Antifa und die EKD noch auseinander, praktiziert die Antifa doch selbstverständlich Gewalt gegen Rechts, aber sonst ist man ganz eins mit der linksextremistischen „Antifa“!

Was besagt aber nun das Hießen dieser kommunistisch/anarchistischen Flagge auf dem „Flüchtlingsrettungsschiff“ über die Intention dieser Helfer? So unterschiedlich die beiden Ideologien, die kommunistische und die anarchistische auch sind, eines ist ihnen gemein: der unbedingte Wille zur Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft. Daß nun unter der Antifaflagge „Flüchtlinge“ gerettet werden, steht so gesehen in einem Zusammenhang mit dieser Zerstörungsintention: Was einst von der Arbeiterklasse erhofft wurde, daß sie die bürgerliche Ordnung revolutionär überwinde, daß wird nun von den „Asylanten“ erhofft, daß sie diese verhaßte Ordnung bekämpfen und beseitigen. In Frankreich ergibt das ein auf den ersten Blick befremdliches Zusammenwirken von Linksextremisten und Islamisten, vereint im Kampfe gegen die noch bürgerliche Ordnung Frankreichs.

Man importiert so nicht nur Kämpfer gegen „Rechts“, sondern hofft auf die „Asylanten“ als neues „revolutionäre Subjekt“, nachdem die Arbeiterklasse die Linke so maßlos enttäuschte. Träumen nun auch EKDler vom Untergang der bürgerlichen Gesellschaft? Der konsequente Linkskurs der EKD seit ihrer Infiltration von Linken (der Marsch durch die Institutionen) läßt das nicht als völlig ausgeschlossen erscheinen. Dabei soll dann die Linksideologie die christliche Religion ersetzen, da die als veraltet, nicht mehr an den Mann bringbar angesehen, aufgegeben wird. 

 

Zusatz:

Allerdings hat man jetzt seitens der Besatzung den beteiligten kirchlichen Würdenträgern einen Bärendienst erwiesen. Denn man setzte auf der Seawatch IV die Flagge der Antifa, einer nachweislich verfassungsfeindlichen Organisation, die in manchen Ländern sogar als Terrororganisation eingestuft ist. Es dürfte die Kirchenoberen in Deutschland in Erklärungsnot bringen, die gewaltorientierte, gewaltbereite und gewaltbejahende Ausrichtung der Antifa im Einklang zu bringen ist mit der christlichen Lehre des Gewaltverzichts und der Nächstenliebe. Wohl auch deshalb hört man derzeit so wenig aus den oberen Etagen der deutschen Amtskirchen. (Freie Welt Kommentar am 9.4.2021)

 



 

Dienstag, 20. Oktober 2020

Zur Deutschen Schuldkultur- "kirchliche" Bekenntnisse

Karlheinz Weissmann weist in seinem sehr gediegenen Kommentar zum sogenannten „Stuttgarter Schuldbekenntnis“ (Junge Freiheit, 19.10.2020) auf die Problematik dieser Erklärung des Protestantismus zur Niederlage Deutschlands im 2.Weltkriege und zum Verhalten der evangelischen „Kirche“ zum nationalsozialistischen Staat hin. Die reformierte Theologie Karl Barths habe sich in diesem Schuldbekenntnis durchgesetzt: „Für ihn war der Kern des Übels jener deutsche Nationalgeist, der von Friedrich dem Großen über Bismarck zu Hitler geführt hatte. Nur dann könnten die Deutschen – „aller anderer Völker mit Recht verhaßter und bekämpfter Feind“ – in den Kreis der Zivilisierten zurückkehren, wenn sie sich von diesem Erbe lossagten.“ Dies Zitat stammt aus der der Karl Barth Schrift: Karl Barth: Zur Genesung des deutschen Wesens. Ein Freundeswort von draußen, Stuttgart 1945, S. 90.

Eines ist dabei offenkundig, daß mit solch einer Äußerung die Kollektivschuldthese fundiert werden soll in dem unserem Volke spezifischen Nationalcharakter. Dies übersieht Prof. Dr. Knütter in seiner Schrift: „Deutschland als Feindstaat. Deutschfeindlichkeit gestern und heute“ 2020, indem er da undifferenziert von der „Deutschfeindlichkeit“ spricht. So verweist er rechtens auf die Vernichtungspläne N. Kaufmanns: „Deutschland muß vernichtet werden“ 1941 und auf Morgenthaus Plan zur Deindustrialisierung Deutschlands 1945- diese Pläne werden mit dem Negativcharakter des Deutschen Volkes begründet- und meint dann, daß die Kampagnen der DDR, Westdeutschland als Land ewiggestriger Nazis zu verunglimpfen, genauso deutschfeindlich gestimmt gewesen seien. Hier wird verkannt, daß einmal der Hitlerismus als die Erscheinung des Deutschen Volkscharakters bekämpft wird und daß andererseits der deutsche Faschismus, so die kommunistische Lesart, als ein Phänomen des Kapitalismus begriffen werden müsse, als eine besondere Herrschaftsform der Bourgeoisie. (Dimitroff, auf der Tagung der Kommunistischen Internationale 1934)

Erst nach der Wiedervereinigung der BRD mit der DDR setzte sich die ethnische, eher völkische Beurteilung, daß der Nationalsozialismus als aus dem Deutschen Charakter her zu erklären sei, durch. In dieser Tradition steht dann auch das bekannte Votum der protestantischen Ex“bischöfin“ Frau Kässmann, daß die rechte bzw rechtsradicale Gesinnung unter Deutschen vererbt wird: Wenn die Eltern und die Großeltern mütterlicher- und väterlicherseits Deutsche seien, entstammen daraus braun gesinnte Kinder. Einfacher gesagt: An allem sind irgendwie wir Deutschen schuld ob unseres verdorbenen Volkscharakters. Der hl. Augustin spräche da von einer „massa perditionis“.

Darum müssen wir für alle Ewigkeit büßen, ohne je auf eine Vergebung hoffen zu dürfen. Darum muß nun auch die Auflösung des Deutschen Volkes durch den Import von Flüchtlingen zum Aufbau einer multiethnischen Kultur von uns Deutschen begrüßt werden, weil wir so von unserem Deutschsein erlöst werden sollen.

 

Montag, 3. August 2020

Wie eine Zukunftsplanung die Kirche zugrunde richtet

Ein Zukuftsprogramm der Kirche


Ja, in der Kirche wird ihre Zukunft diskutiert und gar Zukunftspapiere erstellt. Ein solches stellte Katholisch de am 31.7.2020 vor, bzw die Kritik an einem Zukunftspapier: „Gott nur noch als >Chifffre<: Theologen kritisieren XY-Zukunftspapier“ . Fehlender Gottesbezug, kein klares christliches Profil.“ XY setze ich statt des Namens der Kirche- der geneigte Leser möge selbst mal überlegen, wer so die kirchliche Zukunft sieht.
Der praxisrelevante Teil des Papieres verblüfft durch seine Trivialität: Angesichts der Annahme sinkender Nachfrage soll das kirchliche Angebot reduziert und nicht mehr rentable Filialen geschlossen (wo also der Aufwand zur Erbringung der Dienstleistungen in keinem akzeptablen Verhältnis zu der Teilnahme an den Angeboten sich befindet) und stattdessen Versorgungszentren errichtet werden.So einfach geht Zukunftsgestaltung!
Aber wenn das ein kirchliches Programm sein soll, müßte ein solches Zukunftsprgramm nicht auch mit etwas Theologischem dekoriert werden? Ja, entschieden die Verantwortlichen. Und diese Dekorationstheologie provozierte nun -überraschend?- Kritik. „In dem Papier komme Gott nur noch als "Chiffre" für ein ethisch-humanitäres Programm vor, "das sich auch ganz säkular vertreten lässt", kritisierte der Wiener Theologe Ulrich Körtner. "Von Gottes lebendigem Wirken in der Welt und in der Kirche ist praktisch nicht die Rede."
Wenn es in dem Papier hieße, daß die Kirche missionarisch zu sein habe, so sei doch "nicht an Verkündigung und Seelsorge, sondern in erster Linie an ein sozialpolitisches Handeln gedacht", schrieb Körtner: "Kein Wort hingegen von Tod und Auferstehung Jesu, seiner Heilsbedeutung für den Einzelnen wie die Welt im Ganzen."
Das theologische Urteil fällt vernichtend aus: „Doch Kirche als >religiös angehauchte, aber ganz diesseitsorientierte soziale Bewegung< schaffe sich ab.“
Wessen Zukunftsprogramm mag das nur sein? Eines der Katholischen Kirche oder eines der EKD. Nach kurzem Überlegen:Es muß eines der EKD sein (und ist es auch!), denn wäre es ein katholisches, müßte da etwas gegen den Zölibat, für das Frauenpriestertum und für mehr Demokratie in der Kirche stehen. Da diese Forderungen in der EKD schon vorbildlich gelöst worden sind, kann die EKD sich ganz auf ein Reduzierungskonzept konzentrieren, während in der Katholischen Kirche noch die katholischen Traditionsbestände aufzulösen sind, um dann erst marktgemäß, nachfrageorientiert das kirchliche Angebot umzustrukturiern.
Es herrscht wohl Übereinstimmung darin, daß die christliche Religion ein nicht mehr an die Frau und den Mann zu bringendes Produkt ist, sodaß eine Umstrukturierung zu einer links-humanitaristischen NGO zu erstreben sei.

Zusatz:
Die Hauptkraft der Säkularisierung der Kirche ist heutzutage die Kirche selbst, die sich der Welt einpassen will, damit sie in ihr überleben kann. Dabei wiederholt sie in sich nur die Welt, sodaß sie ihr nichts mehr zu sagen hat, weil sie nur das Gerede der Welt wiedergeben will, ihr Eigenes als nicht mehr vermittelbar aufgebend. 

Samstag, 7. März 2020

Eine gute Nachricht - Gott kehrt in die Politik zurück

"(Moskau) Rußlands neue Verfassung wird zwei sensationelle Neuerungen enthalten. Sie wird einen Gottesbezug haben und die Ehe wird als Bund zwischen einem Mann und einer Frau festgeschrieben.
Während es in Westeuropa manchen Bischöfen gefällt, Politiker zu kritisieren, denen es noch ein Anliegen ist, Bezug auf das Christentum oder christliche Symbole zu nehmen, weil sie das „falsche“ Parteibuch haben, freuen sich die russisch-orthodoxen Bischöfe über die anstehende Verfassungsänderung im größten Flächenstaat der Welt. Wladimir Putin macht es möglich." Kath info am 5.3.2020
Eine kleine Orientierungsskizze dazu: Es muß distinguiert werden zwischen der idealen Verhältnisbestimmung von Kirche und Staat in den christlichen Confessionen und der faktischen Realisierung in der Wirklichkeit. 
Für die Katholische Kirche ist das Ideal eindeutig, daß der Subordination des Staates unter die Kirche, daß es kein rein vernünftiges gutes Regieren des Staates geben kann, wenn der Staat die übernatürlichen Wahrheiten der Offenbarung also als für sich irrelevant ansieht, die in der Katholischen Kirche und nur in ihr in Gänze präsent sind. Im 2.Vaticanum kam die Kirche zu dem Ergebnis, daß nach dem Ende der Konstantinischen Epoche dies Ideal nicht mehr für sie realisierbar sei und die Kirche sich neu jetzt als Organisation in einer pluralistisch verfaßten Gesellschaft zu verorten habe, die als solche auch einen Einfuß auf die staatliche Politik wie die anderen Organisationen der Zivilgesellschaft nehmen will. 
Für die "Kirchen" der Reformation ist das Ideal das der Bereichstrennung. Die Kirche und der Staat sind auf prinzipiell Grundverschiedenes ausgerichtet, die Kirche auf das  Seelenheil und der Staat auf das weltliche Gemeinwohl. Wenn die Beiden das je ihr Eigenes wirken, kann es so keine Konflikte geben, die entstehen nur, wenn die Kirche sich ins Staatliche und der Staat sich ins Kirchliche einmischt. Dies fundiert sich in der reformatorischen Rechtfertigungslehre, daß allein der Glaube das Heil wirkt und daß somit die Sphäre der Politik, das Reich der Werke allein der politischen Vernunft zu überlassen sei. 
Die reformierten "Kirchen" wandten sich aber seit Barmen 1934 schrittweise davon ab  und verlangten eine politische Kirche, die dem Staat sagt, wie er zu regieren habe. Deutlich wurde das in dem friedenspolitischen Engagement der Reformierten, gipfelnd in der Meinung, daß die Atombombe eine Bekenntnisfrage sei, ob ein Staat zur Sicherung des Friedens solche Bomben besitzen dürfe.  Heute hat sich der reformierte Standpunkt in der EKD durchgesetzt, zumal jetzt die Bundesregierung geradezu "christlich" regiert mit ihrer Politik der offenen Grenzen und der Umwandlung Deutschlands in eine multikulturelle Gesellschaft und der Förderung der Islamisierung Europas.
Die Anglikaner sehen das Ideal in der Subordination der Kirche unter den Staat an; diese "Kirche" ist ja auch nur vom englischen König gegründet worden, weil die Katholische sich erdreistete zu lehren, daß auch er sich der Ehelehre der Kirche unterzuordnen habe. Da schuf er sich eine, die ihm in allem, was er wollte, recht zu geben hatte. Seitdem das Königshaus nicht mehr das Machtzentrum Englands ist, sondern, wer eigentlich?- die veröffentliche Meinung(= der Zeitgeist) subordiniert sie sich dem Zeitgeist, und lehrt nur noch, was mit dem kompatibel ist.
Die Orthodoxen Kirchen und dabei wohl isb. die Russische sieht das Ideal des Verhältnisses von Kirche und Staat in einem harmonischen Miteinander. Seit der bolschewistischen Revolution war dies Ideal nicht mehr realisierbar, auch wenn Stalin unter der Parole des "Vaterländischen Krieges" das Verhältnis zur Russisch-Orthodoxen Kirche verbesserte. Jetzt ist aber die Zeit gekommen, in der schrittweise sich beide Partner, der Staat und die Kirche diesem Ideal wieder annähern. Das ist gewiß ein großer Verdienst der Klugheit der Führung der Russisch-Orthodoxen Kirche aber auch der Klugheit Putins zu verdanken, die beide wissen, daß gerade ein harmonisches Verhältnis zwischen Staat und Kirche für  das Volk das Beste ist.   

Mittwoch, 29. Januar 2020

Der Untergang lutherischer Theologie ?

Der Untergang lutherischer Theologie ?

Wird nach einem möglichen oder gar real schon geschehenen Untergang der lutherischen Theologie gefragt, muß eine Rechenschaft abgegeben werden darüber, was denn nun unter dieser Theologie verstanden wird. These: Der Kern der lutherischen Theologie ist die Rechtfertigungslehre Luthers. In ihrem Zentrum steht die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium, ohne die die lutherische Theologie nicht möglich ist. Das müßte aber ad hoc irritieren, denn wo hört man in der EKD noch von dieser Unterscheidung. Luthers Kritik des Gesetzes bildet dabei die Voraussetzung seines Verständnisses des Evangeliumes. Wenn nach Immanuel Kant das moralische Gesetz uns sagt, das, was wir sollen, das können wir auch kraft unserer Freiheit, unserers freien Willens, denn sonst wäre das Gesetz sinnwidrig, forderte es von uns uns nichts Mögliche, so  ist Luther dazu die Antithese.
Das göttliche Gesetz verlangt von uns, was wir als sündige Menschen nicht vollbringen können. So konstituiert dies Gesetz aber erst den Menschen als Sünder, der das, was er von Gott her soll, nicht vermag. (Warum der Mensch das, was er soll, nicht vermag, diese Frage respondiert Luther verschieden: a) weil er erbsündig ist, b) weil er keinen freien Willen hat, denn sein Wille ist zum Sündigen determiniert oder c) daß, weil Gott monergistisch alles wirkt, der Mensch als Kreatur keinen freien Willen haben kann.)
Das Gesetz ist so von Gott nicht dazu gegeben worden, damit der Mensch es erfülle und so gerecht wird vor Gott, sondern Gott gab es, damit der Mensch erkenne, daß er durch die Werke des Gesetzes nicht vor Gott gerecht werden kann, daß er in Gottes Urteil so notwendig ein Sünder sein muß. Diese Erkenntnis und nur sie führt den Menschen darauf, seine ganze Hoffnung auf Jesus Christus zu setzen, denn seine Gerechtigkeit rechnet uns Gott als die unserige an, wenn wir nur auf Christus vertrauen, glauben, daß er am Kreuze für unsere Sünden gestorben ist. Fordert das Gesetz das Tuen des Menschen, verlangt das Evangelium, daß Jesus Christus für uns gestorben ist, allein den Vertrauensglauben an sein Heilswerk am Kreuze. 
Der  lutherische Glaube erhält so seine eigentümliche Lebendigkeit gerade aus diesem Widerstreit zwischen Gesetz und Evangelium. In der Kirche ist immer das Gesetz zu predigen, damit so der Hörer wieder zum Evangelium getrieben wird als einzige Hoffnung für den am Gesetz sich stets scheiternd Erfahrenen. 
Neben diesem sogenannten "theologischen" Gebrauch des Gesetzes lehrt Luther dann noch einen politisch-moralischen: Um die Sünde einzudämmen, ist das Gesetz auch von der Kirche zu predigen, auch wenn sein eigentlicher Ort der Staat ist, der durch das Gesetz und sein Schwert die Welt äußerlich wenigstens in Ordnung erhalten soll. 
Das Ende dieses genuin lutherischen Konzeptes läutete die Barmer Erklärung ab, von dem Reformierten Theologen Karl Barth inspiriert. Dieses Bekenntnis, 1934 verfaßt war nun nicht nur eine Kampfansage an die mit der nationalsozialistischen Ideologie sympathisiernden Deutschen Christen, (in den evangelischen Landeskirchen sehr stark vertreten), sondern auch ein Angriff auf die lutherische Theologie. Auf das eine Wort (Jesus Christus) sei allein zu hören. Die lutherische Lehre dagegen kennt das Wort Gottes immer nur in der zweifachen Gestalt von Gesetz und Evangelium. Auf das Gesetz und auf das Evangelium sei zu hören. Dieses Konzept griff nun Karl Barth an mit der These, daß dies zweifache Wortverständnis den Boden für die Zustimmung zum Nationalsozialismus bereite. Denn nun würde die Ordnung der Weimarer Republik als Auflösung der göttlichen Gesetzesordnung zur Abwehr der sündigen Neigungen des Menschen gedeutet, wohingegen der Nationalsozialismus eine Wiederherstellung der Gesetzes- und Schöpfungsordnungen Gottes verspräche in Familie, Volk und Rasse. Diese aus dem politisch moralischen Verständnis des göttlichen Gesetzes abgeleiteten Normvorstellungen seien nun gerade keine evangelischen, aus dem Evangelium deduzierte Vorstellungen, denn dies verkünde ja nur die Rechtfertigung des Sünders allein durch seinen Vertrauensglauben. Der Christ bleibt so gerade auch als Gläubiger dem Gesetz als Gottes Wille zugeordnet, das er um seiner politisch moralischen Intention auch bejaht. So konnte der lutherische Christ Ja sagen zu dem Evangelium und die Gesetze des nationalsozialistischen Staates bejahen, da diese die aus der Ordnung geratene Republik wieder in Ordnung brächten.
Seit dem wurde in evangelischen Kreisen kolportiert, daß eigentlich nur reformiert gesonnene Theologen wirkliche Anti-Nazis waren, während die lutherischen eher zu Hitler neigten ob ihres lutherischen Gesetzesverständnis. Nach 1945  setze sich dann schrittweise diese Deutung des Kirchenkampfes durch, das genuin lutherische ist seit dem mit dem Makel einer Affinität zum Nationalsozialistischen behaftet. So verschwand dann die lutherische Unterscheidung von Gesetz und Evangelium. Stattdessen trat das Indikativ-Imperativ Schema. Was einst das Evangelium war, wandelte sich zur indikativischen Aussage: Gott liebt uns (alle), und aus dem Gesetz wurde der Imperativ, aus diesem Indikativ Folgerungen zu ziehen: Weil Gott uns alle liebt, haben wir auch alle zu lieben. Weil wir von Gott Geliebte sind, können wir auch alle lieben. Galt Luther das Gesetz als uns als Sünder Überführendes, so ist jetzt der Imperativ das von uns Vollbringbare, weil wir aus dem Indikativ, Gott liebt uns, leben. Dies neue Leben aus dem Glauben bedarf nun genau genommen auch nicht mehr des Gesetzes Gottes, denn nun wird allein hinreichend aus dem Indikativ das von uns zu Tuende ableitbar. 
So kann eben Gottes Allliebe den evangelisch Glaubenden zur Bejahung der Homosexualität wie zu der Auflösbarkeit der Ehe verpflichten, weil das sich aus Gottes Liebe ergäbe. Auch gilt dann der Wille zum Erhalt des eigenen Volkes als lieblos, weil dabei die Fremden ausgegrenzt würden als nicht zum eigenen Volke Gehörige. Ja, selbst die staatliche Ordnung, daß der Staat eine Gewaltordnung ist, daß er mit dem Schwerte regiert, kann plötzlich als unchristlich empfunden werden, weil es keine Ordnung der Liebe ist. (Vgl den christlich motivierten Pazifismus der einstigen deutschen Friedensbewegung) So ist eben gerade die Ablehnung der Todesstrafe ein Ausfluß eines in die Politik einwirkenden Indikativ-Imperativ Schemas.    
Vielleicht war der Bundeskanzler Helmut Schmidt der letzte  lutherisch Denkender im Raum der Politik:
„Mit der Bergpredigt kann man keine Politik machen!“ Bismarck soll das gesagt haben. Helmut Schmidt hat es auf jeden Fall gesagt. Dieser Satz meint doch: Der Bergpredigt – und damit der Bibel überhaupt – geht es um den Menschen vor Gott und um sein ewiges Seelenheil. Die Politik hat es dagegen mit der Verantwortung für die Gestaltung der Welt zu tun. Beide Bereiche gilt es feinsäuberlich auseinanderzuhalten, weil in beiden unterschiedliche Regeln gelten."


Mit der Bergpredigt – womit sonst! -

 Dies Bergpredigtchristentum, das der Staat Politik aus dem Geiste des Evangeliumes zu gestalten habe, ist ein typisches Beispiel für die Auswirkung des Indikativ-Imperativ Schemas, während Bismarck und Schmidt die Politik aus dem Gesetz, dem Auftrag zur Erhaltung der Welt und der  Eindämmung des Bösen her gestalten wollten. Mit dem feinsäuberlich Auseinanderhalten ist ja genau das gemeint, was Luther als die Kunst der Unterscheidung von Gesetz und Evangelium lehrte. 

   

Mittwoch, 1. Januar 2020

Fragen an Lutheraner

Die "Evangelische Kirche" ist in Deutschland zum größten Teil eine lutherische; so große Bedeutung mißt sie ihrem Gründer zu, daß sie auch einfach die "Lutherkirche" genannt wird, nicht unrechtens.Früge nun wer, ob denn nicht auch für diese Kirche gelten würde, daß ihr Haupt Jesus Christus sei, so müßte, wenn diese Anfrage wahrheitsgemäß respondiert werden soll, die Antwort heißen: Jesus Christus, aber nur so, wie ihn Luther interpretiert!
Was ist denn nun das Besondere, ja geradezu Revolutionäre an Luther, sodaß er der Namensgeber einer neuen Kirche werden konnte. Es soll nun mal, irenisch gesonnen, dazu Fragen gestellt werden!

1. Was berechtigte Luther, den fast 1500 Jahre gültigen Kanon der hl. Schrift außer Kraft zu setzen, um einen neuen zu kreieren, dem einige Schriften des Alten Testamentes  fehlen? Ist die Begründung, daß die Texte des AT, die nicht ursprünglich in der hebräischen Sprache verfaßt wurden, nicht zum AT gehören, irgendwie plausibel, isb. wenn bedacht wird, daß das Urchristentum die griechische Übersetzung des AT benutzte, die Septuaginta und die enthielt die von Luther entfernten Texte. Das heißt ja, daß die ganze Kirche bis zu Luther hin sich geirrt hat, und nur er richtig erkannt hat, was in das AT hineingehört und was nicht.

2. Als wichtigste Errungenschaft Luthers gilt seine neue Rechtfertigungslehre, die seinem Urteile nach die einzig schriftgemäße ist. Wie kann diese Selbstbeurteilung Luthers bejaht werden, wenn Luther selbst konzediert, daß der von ihm deshalb so geschmähte  Jakobusbrief das Gegenteil von Luther lehrt, daß nur der in guten Werken wirkende Glaube rechtfertigt? Aber es kommt noch schlimmer, denn selbst die evangelischen Exegeten räumen ein, daß Luthers Rechtfetigungslehre sich nur in 2 Paulusbriefen, dem Galaterbrief und dem Römerbrief fände und im Johannesevangelium!
 Ist es denn nun sicher, daß Luther wenigstens den Apostelfürsten Paulus richtig wiedergibt? Die Zentralaussage, über die mit Luther zu streiten wäre, lautet nun: Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht, nicht ich,sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir. 1.Kor, 15,10. 
Hätte Luther recht, hätte Paulus schreiben müssen, statt mit mir: durch mich. Das ist der Kern der Differenz zwischen der revolutionären Theologie Luthers und dem, was die Katholische Kirche immer  und überall gelehrt hat und lehrt. Die Gnade mit der menschlichen Natur zusammen wirken das Heil, nach Luther die Gnade allein, deshalb wirkt für ihn die göttliche Gnade nur instrumentell durch die Natur aber nicht zusammenwirkend mit ihr. Nach Paulus wirkt der freie Wille mit, kraft zwar der Gnade, aber er wirkt mit, während Luther den freien Willen für den größten Irrtum der katholischen Theologie ansieht. Der Kampf gegen die Vorstellung, der Mensch verfüge über einen freien Willen, ist so für Luther sein wichtigste Anliegen- so schreibt er es selbst in seinem Kampfe gegen den humanistisch gesonnenen Erasmus von Rotterdamm. 

3. Wie kann Luthers These, daß es nur ein wahres Opfer, daß des Kreuzaltaltares geben, vertreten werden, wenn Gott doch selbst den Opferkult des Alten Bundes angeordnet hat? Nach Luther dürfen und können dann alle Opfer dieses Bundes keine gültigen Opfer sein, sodaß konsekutiert werden muß. daß Gott selbst ungültige Opfer verlangt hat. Und wie soll man es sich vorstellen, daß Gott den Alten Bund mit dem Jerusalemer Opferkult als dem Zentrum dieses Bundes auszeichnete, aber  für den neuen Bund keinen neuen Opferkult einsetzte? So wäre dann der neue Bund ärmer als der alte? Damit einher geht Luthers Abschaffung des Priestertumes und die Ersetzung der Priester durch Gemeindebelehrer, Pastoren, die nicht mehr Priester sein können und dürfen, weil die Eucharistie nun keine kultische Opferfeier mehr ist. Mit welchem Recht durfte Luther das Priestertum der Kirche abschaffen, das ja selbst die Prolongierung des Priestertumes des Alten Bundes ist? Luther kreierte so eine Kirche ohne einen Opferkult, dem Zentrum jeder Religion! 

Nun gäbe es noch viele weitere Fragen an Luther zu stellen, aber hier soll es sich auf die wichtigsten limitiert werden!