Der alternativlose Weg der Deformagena des Synodalen Weges – auch wenn er nichts nützt“
Ein Hoftheologe des Synodalen Weges bekennt offenherzig,daß zur Behebung der gegenwärtigen Kirchenkrise die Reformagenda des Synodalen Weges nicht hilfreich sei, aber es müsse an ihr festgehalten werden. Die jetzt von der Katholischen Kirche und der EKD vorgelegten Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den evangelischen „Kirchen“, in denen schon längst all die Reformvorhaben des Synodalen Weges vollständig realisiert sind, sieht die Lage kein Deut besser aus als in der reformunfreudigen Katholischen Kirche, ja die EKD weist gar schlechtere Werte auf.
Aber das tangiert einen reformgläubigen Theologen wie den Professor Hoff nicht: „Da sehe er keine kirchliche Alternative – >vor allem weil es um menschenrechtsbestimmte Themen wie den Zugang von Frauen zum kirchlichen Amt und die umfassende kirchliche Anerkennung von Menschen in homosexuellen Partnerschaften geht<".1 Das Anliegen der Reformagenda sei also, daß die Kirche den Menschenrechten gemäß gestaltet würde. Das Wichtigste wäre dabei die Einführung des Frauenpiestertumes und die Spendung des Ehesakramentes für homosexuelle Paare. Wie selbstverständlich wird damit gesagt, daß die Kirche auf daß ihr vom Staate zuerkannte Recht auf eine selbstständige Eigenordnung zu verzichten habe. Denn den sogenannten Tendenzbetrieben ist es erlaubt, um der Bewahrung ihrer ihnen eigentümlichen Tendenz, Abstriche in dem Punkte der Menschenrechtskompatibiltät zu machen. So darf jede politische Partei bei der Ausschreibung von Stellen Nichtparteimitglieder als Bewerber ausschließen und genauso darf ein Kindergarten in einer kirchlichen Trägerschaft Atheisten als Mitarbeiter ablehnen. So darf von der Kirche auch nicht im Namen der Menschenrechte der Kirche versagt werden, bestimmten Menschen die Spendung eines Sakramentes zu verwehren oder Frauen die Weihe zum Diakonen-, Priester- und Bischofsamt zu verweigern.
Aber auf das staatlich der Kirche zugebilligte Recht, ihr Innenleben selbstbestimmt zu gestalten, habe die Kirche zu verzichten! Nähme man das aber ernst, dürfte kein Atheist mehr als ein Bewerber auf eine Pfarrstelle abgelehnt werden, da er ein Atheist ist und was für unsere linksliberalen Reformer noch viel schlimmer wäre: Niemand dürfte ob seiner politischen Weltanschauung in der Kirche diskriminiert werden, aber dafür setzen sich ja nun vehement die deutschen Bischöfe ein: Ein patriotisch Gesonnener darf kein kirchliches Amt bekleiden2.
Aber was würde denn nun die Umsetzung des Projektes der menschen-rechtsgemäßen Kirche der Kirche nützen? „Religiöse Fragen sprächen viele Menschen heute nicht mehr an, so Hoff weiter. "Es geht von religiösen Glaubensfragen kaum Faszination, meist nicht einmal eine Beunruhigung aus", sagte der Theologe.“ Das heißt im Klartext: Das von der Kirche Angebotene, die religiösen Fragen interessieren die Kunden nicht (mehr) und so verlöre die Katholische Kirche wie auch die EKD kontinuierlich an Mitgliedern. Die Lage der Kirche wäre so mit einem Autohändler vergleichbar, der die einst in Ostdeutschland beliebte Automarke „Trabant“ exclusiv führe und sich wundere, daß keiner bei ihm ein Auto käufte außer ein paar Ewiggestrigen der einstigen DDR. Aber auf solche Nostalgiker, die noch ein Interesse an dem Religiösen hätten, könne die Kirche um ihrer Zukunftsfähigkeit willen nicht setzen. Die Kirche habe so nach neuen Kontaktzonen zu suchen, da ihr religiöses Angebot nicht mehr ankäme. Wie wäre es mit einem Mixangebot aus Menschenrechten, Multikulti und Umweltschutz und einer steifen Prise Feminismus und kämpferischen Sonntagsappellen: „Vorwärts im Kampf gegen Rechts“?
1 „Hoff zu neuen Austrittszahlen: Von Trendumkehr kann keine Rede sein“, Kath de am 28.3.2025.
2Die Kirche lernt hier von der Patriotenverfolgung durch Metternich- es gibt halt nichts Neues unter der Sonne, sagte schon der Prediger Salomon.
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