Auf
die Jugend sei kein Verlaß mehr – die neuen sozialen Medien müssen
besser kontrolliert werden!
Fast
ist es schon vergessen worden, daß der Wahlgang zur Präsidentenwahl
in Rumänienen durch das dortige für Wahlüberprüfungen zutändige
Gericht als ungültig erklärt wurde, da der rechtsgerichtete Sieger
seinen Erfolg der unerlaubten Wahlunterstützung durch „Tic Toc“
verdanke. Um einen weiteren Erfolg dieses Kandidaten zu verhindern,
wurde ihm dann per Gerichts-entscheid das passive Wahlrecht entzogen,
er durfte nicht mehr kandidieren. Es bedarf keiner hellseherischen
Begabung, um sicher zu sein, daß dieser Entzug des passiven
Wahlrechtes auf die Initiative von Eurokraten zurückzuführen ist,
die neben dem renitenten Ungarn nicht noch einen zweiten
Renitentenstaat akzeptieren wollten. „Tic Toc“ sei eben schuld,
daß Bürger ihr Stimmrecht mißbrauchen und deswegen muß nun der
Kampf gegen „Tic Toc“ und andere politisch nicht korrekten Medien
verschärft werden.
Denn
es besteht ein Handlungsbedarf: „Unglaublich
starker Rechtsruck“: Lehrerinnen berichten von wachsendem
Extremismus an deutschen Schulen“ berichtete
nicht nur die „Frankfurter Rundschau“ (26.5.2025). Da nun in den
Schulen und in den seriösen Medien der Kampf gegen Rechts zu dem
wichtigsten Anliegen gehört und trotzdem rechtes Gedankengut sich so
gefährlich unter den Schülern verbreitet, müssen daran die Medien
schuld sein, die von den Schülern viel benutzt werden und die zur
Erfolgslosigkeit der antifaschistischen Erziehung durch die Schule
und die seriösen politisch also korrekten Medien führen!
Läge
da nicht ein Nutzungsverbot für Schüler für diese unkontrollierten
nicht politisch korrekten Medien nahe? „Rußland heute“ wurde so
ja schon verboten, da deren Aussendungen die Richtigkeit der
Darstellung des Ukrainekrieges in den seriösen Medien in Frage
stellte.
Aber
es gibt auch andere, die ein solches Nutzungsverbot für Schüler und
Kinder fordern! Die Broschüre: „Digitale
Kindheit – Digitaler Albtraum“ , „eine Aufklärungsbroschüre
der AktionDEmofürAlle“ des
Jahres 2025 greift nun auch ein in den Kampf um die Bevormundung der
entarteten Kinder. Diesmal geht es aber nicht um die politische
Fehlentwickelung der jungen Menschen, sondern um eines der
Lieblingsthemen conservativer Pädagogik: das Horrorinszenario der
Frühsexualisierung.
Das dieser naiven Kampagne zugrunde liegende Narrativ ist das von
Kindern und Jugendlichen ohne eine eigene Sexualität, daß dann aber
diese durch sie infizierende Medien mit sexuellen Begierden
kontaminiert würden. Um eine solche Kontaminierung zu vermeiden,
müßten den Schülern im Idealfall der Zugang zu solchen Medien
verboten werden. Dabei wird in dieser Broschüre tatsächlich: Tic
Toc mehrfach als besonderer Übeltäter erwähnt. So sähen
besonders junge Frauen wohl solche Videos besonders gern: „Hohe
Reichweiten erzielen Tanzvideos mit freizügiger Kleidung und
körperbetonten Posen.“
(S.13)
Dabei wußten wir doch schon immer, daß Tanzen etwas Unanständiges
ist und Diskotheken und Volksfeste Horte der Unmoral sind. (Besser
wäre es doch, säßen die Mädchens Daheim, Socken für die
frierenden Kinder in Afrika strickend, um es polemisch auf den Punkt
zu bringen!) Die heutige Permissibität evoziert als eine Reaktion
eben die Propagierung der Prüderie als Ideal.
Daß
Mädchen circa zwischen 12 und 14 geschlechtsreif werden, daß damit
ihr Sexualität erwacht und sie spätestens jetzt Freude daran
finden, sich schön zu machen, von diesem Allernatürlichsten will
diese conservative Pädagogik nichts wissen. Lange galt unter
Feministin die Parole, eine Frau dürfe sich nicht schön machen, da
sie so sich zum Sexobjekt der Männer degradiere und zudem wäre es
unmoralisch, Geld für die Kosmetik auszugeben, während in Afrika
kleine Kinder hungerten, sodaß eine e-mann-zipierte Frau wie ein
Aschenputtel herumzulaufen habe. Linksradicale orientierten sich an
den Mao-Einheitslook, der alle Geschlechtsunterschiede zum
Verschwinden bringen sollten, da es nur noch den kommunistischen
Einheitsmenschen geben sollte. Auf Zustimmung stößt solch eine
Kampagne natürlich zuvörderst unter den Frauen, die, um es
heidnisch auszudrücken, sich von Fortuna im Puncto Schönheit
vernachlässigt sehend ihre schöneren Konkurenzfrauen beneiden:
„Wenn ich nicht schön bin, dürfen es die Anderen auch nicht
sein!“ Das Ressentiment gegen die Vornehmen, Schönen und Starken
ist nun mal ein wesentliches Element jeder Kultur, in der der Neid
moralisch bemäntelt den Ton angibt, wie Nietzsche es so brillant
aufweist.
Aber
diese Kampagne wider die Frühsexialisierung verkennt noch etwas
Wesentlicheres: Die Homosexlobby, szw die LGBTQ- Lobbyisten wollen ja
gerade in den Kindergärten anfangend bis in die Schulen Werbung für
ihre Interessen machen! Die Schüler sollen ja aus der natürlichen
Sexualität befreit werden, um offen zu werden für alles, „was Im
Bett Spaß macht“, mit wem und wie auch immer. Diese
sexualpädagogischen Intentionen finden sich nun nicht nur in
Grün-Roten Unterrichtskonzepten wieder sondern auch in CDU/CSU
regierten Ländern. Das Problem der neuen Medien ist nun aber, daß
sie die natürliche Sexualität propagieren, daß die Mädchen sich
schön zu machen hätten und daß die Jungen danach streben sollten,
(kleine oder große) Helden zu sein, damit sie den Madels gefallen.
Es werden also in ihnen traditionalistische „Rollenklischees“
vermittelt, aus der sie die progressive Sexualpädagogik zu befreien
hätte!
Wie
sehr ist doch die moderne Schulpädgogik gescheitert, wenn die Madels
die Kosmetikabteilungen aufsuchen, fachfraulich über die Vor- und
Nachteile der Kosmetiken
sich austauschen und dann gar noch auf die Volksfeste gehen in Tracht
und mit (tiefem) Ausschnitt zum Tanz, statt davon zu träumen, eine
KFZ-Mechanikerin zu werden in ölverschmierter Latzhose! Und so
verquerre Schülerin und Schüler sind dann auch nicht
linksausgerichtet! Daran müssen die neuen sozialen Medien schuld
sein, denn nur in ihnen wird so Reaktionäres noch vermittelt.
Nur
erwies sich bis heute die ewige Natur der Frau, ihre Freude daran,
sich schön zu machen und schön sein zu wollen
als stärker als alle Umerziehungsversuche, von der
christlich-asketischen Polemik wider die Aufputzsucht der Frau über
die kommunistische Propagierung des geschlechtlosen Menschen bis zur
feministischen Diffamierung der schönem Frau, gespeist aus dem Neid
den schönen Mädchen und Frauen gegenüber.
Zusatz:
Getreu
der pädagogischen Maxime, daß die Kinder in der Schule für das
Leben und nicht ausschließlich für die Schule lernen sollen, ist es
kontrproduktiv, zu lamentieren, daß die neuen Medien die Kinder
überfordere,
süchtig mache und entfremde, (Seite 1) sondern
sie müssen lernen, mit diesen Medien sinnvoll umzugehen. Das
erreicht man aber nicht durch Nutzungsverbote. Der postmoderne Mensch
lebt nun mal in den Medien und dazu Kinder zu befähigen ist eine
pädagogische Aufgabe der Lebensertüchtigung. „Waldspaziergänge“
im Geiste Ernst Jüngers, „Zurück
zur Natur“ (S.23)
klingt da wohlfeiler, ist aber kontraproduktiv für eine Erziehung
mit dem Ziele der Lebensertüchtigung!