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Donnerstag, 11. September 2025

Eine neue Kriegstheologie braucht das Land - „Der Frieden ist nicht immer das höchste Gut.“

 

Eine neue Kriegstheologie braucht das Land - „Der Frieden ist nicht immer das höchste Gut.“1

Erläuternd wird hinzugefügt: „Oder richtiger: Für den dauerhaften und gerechten Frieden ist manchmal Konflikt unvermeidlich. Der billige Kompromiss, die faule Schein-Einmütigkeit kann geradezu der Feind des gerechten, wahrhaftigen Friedens sein.“ Unter dem unvermeidlichen Konflikt versteht der Taxt hier den Krieg. Man müsse also in besonderen Lagen um des Zieles des gerechten Friedens willen einen Krieg führen. Als die Alternative für einen um des gerechten Friedens willen zu führenden Kriege gilt der „billige Kompromiss“, „die faule Schein-Einmütigkeit“. Damit soll das Streben nach einer diplomatischen Lösung aktuell des Ukrainekrieges und des Gazakrieges diffamiert werden. Nur durch das Mittel des Krieges sei ein gerechter Friede erreichbar.

Carl Schmitt urteilte schon in seinem Essay: „Der Begriff des Politischen“ 1932: „daß heute der schrecklichste Krieg nur im Namen des Friedens, die furchtbarste Unterdrükung nur im Namen der Freiheit und die schrecklichste Unmenschlichkeit nur im Namen der Menschheit vollzogen wird.“2 Selbstverständlich hat die Theologie niemals behauptet, daß der irdische Friede das höchste Gut sei, höchstens der Friede mit Gott. Die von der Kirche vertretende Lehre vom gerechten Krieg beinhaltet ja gerade die gut begründete Lehre, daß es gerechtfertigte Kriege geben kann. Aber stets hat die Kirche den Krieg nur als das ultima ratio Mittel zur Wiederherstellung eines Friedens bejaht und stets den Vorzug diplomatischer Lösingen. Genau diese Präferenz will nun die zeitgenössische Kriegstheologie außer Kraft setzen.

Wie fast jede heutige politische Theologie setzt auch dieser mit dem Nationalsozialismus und Hitlers 2.Weltkrieg an und begibt sich dabei in eine gefährliche Nähe zu den Thesen revisionistischer Historiker, die unsere Alleinschuld am 2.Weltkrieg in Frage stellen. Es wird nun konstatiert, daß Hitler nach dem Ende des Polenfeldzuges alles unternahm, um den Krieg zu beenden. England und Frankreich hatten ja ob des deutschen Angriffes auf Polen Deutschland den Krieg erklärt und die deutsche Diplomatie versuchte nun, den Ausbruch des Krieges mit England und Frankreich zu verhindern.3

Der Theologe Hartl sieht das nun aber so:“Wäre es besser gewesen, die Alliierten hätten sich aus dem Krieg herausgehalten und "Frieden" mit Deutschland bewahrt? Oder müsste man nicht viel unbequemer, aber ehrlicher zugeben: Der Frieden ist nicht immer das höchste Gut.“ Damit sagt er, daß Churchil gut gehandelt hat, als er alle Vorschläge Deutschlands zur Beendigung des Krieges abgelehnt hatte und stattdessen mit den anderen Verbündeten zusammen den Krieg gegen den Diktator Hitlers geführt hatte bis zur endgültigen Besiegung Deutschlandes. Nur dieser militärische Sieg konnte einen gerechten Frieden herbeibringen, denn die Diplomatie hätte nur einen faulen Scheinfrieden erwirken können. Wie viele Millionen an Menschen hat dieser Krieg um eines gerechten Friedens willen dann das Leben gekostet! Und was war an dem Frieden nach der Kapitulation Deutschlands gerecht? Etwa die Millionen an Vertriebenen aus den Ostgebieten Deutschlandes und der Raub dieser Gebiete durch die Siegermächte?

So müsse nun auch gegen Rußland als dem Agressor und gegen die Palästinenser ein Krieg geführt werden, und man müsse auf diplomatische Lösungen verzichten, weil auch hier gälte, daß der Feind vernichtet werden müsse. „Wäre es zum Beispiel also Friede, wenn die Ukraine einfach die Niederlage gegen den Aggressor akzeptierte? Wäre es Friede, wenn Israel auf einen völligen Sieg über die Hamas verzichten würde, damit die Geiseln freikommen und die internationale Kritik abebbt?“ Der wahre Friede ist also der „völlige Sieg“ über den Feind! Und den kann nun eine diplomtische Lösung niemals erwirken, denn das Wesen einer diplomatischen Lösung ist nun mal der Kompromiß, daß den Existenzrechten aller Konfliktparteien Rechnung getragen wird.

Aber für den Theologen mutieren hier Kriege zu Endschlachten des Reiches des Lichtes gegen das Reich des Bösen, die nur in der völligen Vernichtung des Bösen enden können! Aber in den menschlichen Kriegen kämpfen nicht Rein-Gute gegen Rein-Böse, denn Gott allein ist rein gut und der Teufel allein vollkommen böse.4 Deswegen kann es auch für politische Konflikte Kompromißlösungen geben, die Kriege beendigen und daß dann der diplomatisch gewirkte Frieden „nur“ das Ende der militärischen Gewalt ist.

So könnte es auch für den Ukraine- wie für den Gazakrieg diplomatische Lösungen geben, wenn auf das Ziel der Vernichtung des Feindes verzichtet wird. Dazu gehörte aber auch, wahrzunehmen, daß in der Regel in Kriegen nicht die einen die völlig Unschuldigen und die Anderen nur die Übeltäter sind! Ein schlichtes Schwarz-Weiß-Malen behindert dagegen das Vermögen, Kompromisse für einen diplomtisch zu erringenden Frieden zu finden. Nur, wer den „völligen Sieg“ will, kann keine Kompromisse gutheißen. Das macht die neue Kriegstheologie aus!



1Johannes Hartl, Mehr als das Schweigen der Waffen: Was Frieden wirklich bedeutet, „Communio“ 10.9.2025

2Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen, 6.Auflage der Ausgabe von 1963, S.64.

3Gut rekonstruiertt findet sich dies diplomatische Unterfangen in: Helmut Schröcke, Der Jahrhundertkrieg 1939-1945. Lesenswert ist auch:Gerd Schulze-Rhobdorf: Der Krieg,der viele Väter hatte, Compact- Geschichte Nr.4.

4Man darf nicht außer Acht lassen, daß der jetzige Krieg zwischen Israel und den Palästinensern seinen Irsprung hat in der Eroberung Palästinas durch das jüdische Volk, als es aus der Wüste kommend das heutige Staatsgebiet Israels und noch mehr Gebiete militärisch eroberte und die dort Heimischen tötete und vertrieb, Hier stand das Recht der dort Beheimateten dem Recht des jüdischen Volkes, dies Land von Gott her als ihren Besitz anzusehen, gegenüber.Das Heimatrecht der Palästinenser ist auch ein Recht und das Tragische, daß beide zugleich Recht haben.

Dienstag, 24. Juni 2025

Zu den aktuellen Kriegen: Der Krieg und die Politik – oder über eine fast vergessende Lehre zur Reduzierung des politischen Mittels des Krieges

 

Zu den aktuellen Kriegen: Der Krieg und die Politik – oder über eine fast vergessende Lehre zur Reduzierung des politischen Mittels des Krieges



Die Katholische Kirche zeichnet(e) sich dadurch aus, daß sie allen Utopismen gegenüber stets skeptisch gegenübersteht, scheitern doch alle Realisierungsversuche an zwei bitteren Wahrheiten, daß es den Teufel nicht nur nicht gibt, sondern daß er auch kräftig mitregiert in der Welt und das wohl nicht primär im Bereich der Sexualität, wie manche zur Prüderie Neigende meinen und daß des Menschen Herz von Natur aus, seit dem Sündenfall zum Bösen geneigt ist. Daß die Politik einmal gänzlich auf das Mittel des Krieges verzichten würde, ist somit nichts anderes als ein frommer Wunsch, der unwahrscheinlicher in Erfüllung geht als sechs Richtige im Lotto.

Eine der Aufgaben der Theologie als auch der Philosophie besteht also darin, die Anwendung des politischen Mittels des Krieges zu reduzieren, indem zwischen gerechten und ungerechten Kriegen distinguiert wird: Wann unter welchen Conditionen es einem Staat erlaubt sei, einen Krieg zu führen und wann nicht. Dabei präsumiert die Theologie wie auch die Philosophie, daß der Staat als Gewaltstaat prinzipiell das Recht zur Gewaltandrohung und Gewaltanwendung besitzt. Die Theologie lehrt, daß Gott durch zwei Schwerter die Welt mittelbar regiert, durch das geistliche Schwert der Kirche und durch das weltliche des Staates. Die Kirche steht aber auch unter dem Anspruch Gottes, dem Staat sein Recht zu lehren, aber auch ihm zu sagen, wo er sein Recht mißbraucht.

Nun erleben und erleiden wir aktuell eine fast schon als Veralltäglichmachung zu charakterisierende Anwendung des politischen Mittels des Krieges. Auf den terroristischen Angriff auf Israel reagierte der jüdische Staat mit seinem Krieg gegen Palästina und gegen deren religiös-politischen Führung. Dieser Verteidigungskrieg als die Reaktion auf den terroristischen Angriff ist nach der Lehre vom gerechten Krieg angemessen, denn wie jede Privatperson, so hat auch jeder Staat das Recht, sich gegen Angriffe zu verteidigen, auch gewaltsam. Aber doch evoziert die jetzige Weise der Kriegsführung Israels gegen die Palästinenser Bedenken, ob hier noch das Gebot der Verhältnismäßigkeit bewahrt wird. Auch wenn die Rede von einem jüdischen Völkermord an den Palästinensern als eine rhetorische Übertreibung angesehen werden muß.kann man nicht umhin, daß die palästinensische Zivilbevölkerung schwerpunktmäßig bekriegt wird und nicht die Soldaten, die islamistischen Kämpfer.Zu einem gerechten Krieg gehört aber die Unterscheidung von dem feindlichen Militär, das zu bekämpfen ist und der Zivilbevölkerung.1

Nun griff zuerst Israel und nun auch die USA den Iran an, um seine Atomanlagen zu zerstören. Es wird aber in den Medien auch gesagt, daß das Ziel ein Umsturz im Iran sei, daß die jetzige Regierung durch eine prowestliche substituiert werden solle. Es muß aber konstatiert werden, daß es keinen Beweis dafür gibt, daß der Iran im Besitz von Atombomben ist, noch dafür, daß er dabei sei, die zu entwickeln. Überhaupt liegt kein Beweis dafür vor, daß der Iran, wenn er denn Atombomben besäße,sie gegen Israel einsetzen wolle, zumal ja Israel selbst im Besitz von Atombomben sich befindet und somit mit einem atomaren Gegenschlag reagieren könnte. Ein Präventivkrieg setzt eine reale Bedrohung durch den dann Angegriffenden voraus. Zur Veranschaulichung: Wenn ein Mann mit einem gezucktem Messer vor einer Frau steht und ihr droht, sie zu vergewaltigen, dann darf sie etwa ihn mit Pfefferspräy attackieren, sodaß er seinen Eingriff einstellen muß. Aber jetzt ging vom Iran gegen Israel gar keine reale Bedrohung aus. Zudem war Israel nun schon so erfolgreich gegen die Aggressoren in Palästina, daß auch hier nicht mehr von einer akuten Bedrohung gesprochen werden kann. Auch gibt es keinen Beweis dafür, daß der Iran den Terrorangriff militärisch unterstützt hätte.

Nach der Lehre vom gerechten Kriege kann man so weder den Angriff Israels noch den der USA gegen den Iran als einen gerechten Krieg beurteilen. Das Kriegsziel, eine einem nicht genehme Regierung zu stürzen, ist auf jeden Fall ein illegitimes. Würde man das aber als ein legitimes ansehen, dürfte ja jeder islamische Staat demokratisch regierte Staaten bekriegen, da diese Staaten aus islamischer Sicht irreguläre Staaten sind.

Die israelisch- amerikanische Kriegsführung hat faktisch sehr viel mehr mit der Praxis der Lynchjustiz als mit der Praxis der Führung eines gerechten Krieges gemein. Man weiß einfach, wer der Böse, der Feind ist und der ist als solcher rechtlos.

Ein politischer Utopismus wollte rigoristisch das Mittel des Krieges aus der Welt der Politik exkommunizieren, jetzt stürzen wir in Deutschland in das andere Extrem, daß der Krieg zu dem Vorzugsmedium des Krieges avanciert ist. Die einstig pazifistisch gestimmten „Grünen“ agieren jetzt als vehementeste Propagndisten des Endes der Diplomatie und des Vorranges des Krieges als die Mittel der Politik. Wer in Deutschland für eine diplomatische Lösung des Ukrainekrieges plädiert, wie jüngst einige SPD-Politiker in einem Friedensmanifest es taten, werden als Putinversteher diffamiert, da man allein auf das Schlachtfeld setzt, daß die Ukraine mittels unserer Waffen den Krieg gegen Rußland gewinnen wird. Aber die Lehre vom gerechten Krieg verlangt den Primat diplomatischer Lösungen, daß nicht zuvörderst auf das Mittel des Krieges gesetzt wird.

Aber von einem anderen Narrativ muß nun endgültig Abschied genommen werden, von der Vorstellung, daß demokratisch regierte Staaten nur in extremen Ausnahmen zum Mittel des Krieges greifen würden, da in ihnen das Volk so viel Einfluß auf die Regierungspolitik hätte, daß Kriege nur sehr selten führbar sind, wohingegen Diktaturen häufig Kriege führten, da die keine Rücksicht auf ihr Volk nehmen müßten. Seit 1945 sind aber die meisten Kriege von demokratischen Staaten geführt worden, von China keiner und auch nicht vom Iran und selbst Rußland hat weniger geführt2! Ein Präsident kann eben im Wahlkampf versprechen, er würde keine Kriege anfangen, aber kaum gewählt, das als sein Geschwätz von Gestern abtuen, wie es jetzt ganz demokratisch der Präsident Trump praktiziert.

Aber theologisch muß auch an der Zwei-Schwerter Lehre der Kirche festgehalten werden, daß der Staat das Schwert von Gott selbst verliehen bekommt, um damit die Welt zu regieren! Der Staat ist und soll Gewaltstaat sein! 

Zusatz: 

In der "Jungen Freiheit" ist am 24.6.2025 zu lesen:

"Bekommt der Iran einen neuen Schah Pahlavi?

Während die Luftschläge von Israelis und US-Amerikanern gegen den Iran anhalten, wird bereits über eine neue Regierung des Landes spekuliert."  Es muß befremden, mit welcher Selbstverständlichkeit hier den USA das Recht zugebilligt wird, im Iran eine Regierung nach ihrem Geschmack einzusetzen und das dann noch als das legitime Ziel der amerikanischen Kriegspolitik zu verkaufen. Ein "neuer Schah" würde wohl dann an die proamerikanische Politik des vom iranischen Volk gestürzten Schahs anknüpfen. In Afghanistan ist diese Installation einer proamerilanischen Rehierung aber kläglich gescheitert, auch wenn sich da wie wohl auch im Iran Kollaboteure finden ließen.

 





1Dieser Unterscheidung berücksichtigte die Bombenkriegsführung Englands und Amerikas gegen Deutschland im 2.Weltkriege schon nicht mehr, aber als Sieger des Krieges wurden die dafür Verantwortlichen nie zur Rechenschaft gezogen.

2Die westliche Behauptung, die Sowjetunion sei völkerrechtswidrig in Afghanistan einmarscht, ist eine Falschbewertung, da „vergessen“ wird, daß die Regierung Afghanistans Rußland um eine Miltärhilfe wider die damals vorrückenden islamistischen Kämpfer erbetten hatte. Es bleibt so nur der jetzige Ukrainekrieg und auch diese Causa ist nicht so eindeutig, wie die westlichen Medien das darstellen, da der Krieg der Ukraine gegen die sich unabhängig erklärten russischen Republiken auf dem Staatsgebiet der Ukraine „vergessen“ wird, daß das Hauptproblem der Ukraine das seiner Multiethnizität ist. Rußland kam den bedrängten Russen in der Ukraine zur Hilfe gegen die antirussische Politik der Ukraine.

Montag, 31. März 2025

Neue Rekordverschuldung – startet die neue Regierung mit einem Wahlversprechen-betrug? Ist überhaupt noch was Christlich an der CDU?

 

Neue Rekordverschuldung – startet die neue Regierung mit einem Wahlversprechen-betrug? Ist überhaupt noch was Christlich an der CDU?


Unbestreitbar ist, daß die C-Parteien in ihrem Wahlkampf verhießen, gigantisch aufzurüsten gegen Rußland und da nun die USA unter der Führung Trumps kein verläßlicher Unterstützer des ukrainischen Krieges gegen Rußland ist, müssen die europäischen Staaten weit mehr als bisher Kriegswaffen an die Ukraine liefern, damit die den Krieg gegen Rußland gewinnen kann oder zumindest so lange führen kann, bis die jetzige russische Regierung destablisiert gestürzt wird. Der Leiter des Bundesnachrichtendienstes schätzt, daß dafür wohl weitere 5 Kriegsjahre nötig seien.

Welche Möglichkeiten gibt es denn nun, diese erstrebte Hochrüstung zu finanzieren? Aufmerksamen Wahlkampfbeobachtern dürfte aufgefallen seien, daß diese Frage keiner der Hochaufrüstungsbefürworter vor der Auszählung der Stimmten beantwortete, außer der Partei: „Die Linke“, die suggerierte, daß sie durch eine Reichensteuer zu finanzieren sei, also sozialverträglich. Da diese Partei ein Regierungsbündnis von SPD,Grünen und ihr anstrebt, war ihr klar, daß sie dafür bereit sein mußte, die aggressive Außenpolitik dieser 2 Parteien mitzutragen, nur sollte das eben sozialverträglich und nicht nach dem Motto: „Kanonen statt Butter“ gestaltet werden. Nur, auch wenn die Reichen mehr als jetzt besteuert würden, reichte das nie zur Finanzierung aus.

Realistisch gab es so für die C-Parteien nur 3 Optionen: Erstens: Steuererhöhungen, zweitens: rabiate Kürzungen des Sozialstaates oder drittens eine sehr hohe Neuverschuldung, die gar eine Grundgesetzänderung erheischte und für die es nur im alten Parlament die dafür notwendige Mehrheit gab. Drastische Steuererhöhungen würden eine Senkung der Binnenkaufkraft bewirken, die sich sehr negativ auf das jetzt schon minimale Wirtschaftswachstum auswirken würde. Rabiate Einschnitte in das „Soziale Netz“ würden dann noch mehr Wähler in die Arme der AfD treiben, die ja jetzt schon nach dem Urteil der FAZ die Partei der Arbeitslosen und Arbeiter geworden ist, was diese Zeitung pejorativ versteht: Arbeiter und Arbeitslose, das seien eben die Ungebildeten!

Also blieb nur die extreme Neuverschuldung als eine politisch machbare Variante. Das schließt dann aber nicht aus, daß flankierend es doch noch zu Steuererhöhung und rabiaten Einschnitten in das Soziale Netz kommt. Die großen demokratischen Parteien setzten eben auf die Dummheit der Wähler, daß sie schon nicht nach dem Wie der Finanzierung dieses Hochaufrüstungsprogrammes fragen würden, es reiche, ihnen Moskau als den altbewährten Feind des „Kalten Krieges“ aktualisiert vorzusetzen. Die antirussische Kriegspropaganda lief dann ja auch auf Hochturen, nicht nur in den großen regierungstreuen Medien, sondern auch auf Kath net und der „Tagespost“, aber auch auf der Internetseite des „Dritten Weges“, einer wirklich national- sozialistischen Partei.

Wir erleben hier eine Epochenwende: Die Zeit der Entspannungspolitik, der Alternative zur Epoche des „Kalten Krieges“ gilt nun als eine Fehlkalkulation, obgleich doch am Ende von ihr die Staaten des sog, Real existierenden Sozialismus implodiert waren und nun Schritt für Schritt alle einstigen Ostblockstaaten in den kapitalistischen Westen reintegriert wurden.Nur Rußland blieb als der letzte Feindstaat übrig, der als nicht verwestlicht angesehen wurde.

Man muß sich angesichts dieser Lage die Gründungsintention der NATO und der EU, anfänglich. Europäische Wirtschaftsgemeinschaft erinneren: Deutschland solle klein gehalten werden als der Alleinverschuldner des 1.und 2.Weltkrieges, Rußland aus Europa herausgehalten werden, das heißt, Rußland sollte nun als ein nicht-europäisches Land gelten,das so aus diesem so politisch defienierten Europa ausgeschlossen werden sollte, damit dieses so konzipierte Europa unter die Vorherrschaft der USA gestellt werden sollte, daß also die USA in Europa bleibt. Die Einheit dieses Europas konzipiert sich so durch den Ausschluß Rußlands als dem gemeinsamen Feind.1

Das Novum ist nun, daß die USA diesen Konfrontationskurs nicht mehr mitträgt und sich gar von dem Spielfeld Europa verabschieden möchte, da die jetzige amerikanische Regierung ganz andere Prioritäten im Felde der Außenpolitik setzt. Jetzt wollen die europäischen Staaten, verstärkt durch die neu dazu gewonnenen Ostblocktaaten allein ihren Konfrontationskurs gegen Rußland fortsetzen. Das erheischt nun eine gigantische Aufrüstung, die finanziert werden muß.Das haben die C-Parteien verheißen und nun wird uns die Rechnung für dieses Programm auf den Tisch gelegt: eine gigantische Neuverschuldung und als flankierende Maßnahmen wird es wohl auch zu Steuererhöhungen und Einschnitten in das Soziale Netz kommen: Die Armen werden mal wieder die Zeche für diese Politik bezahlen müssen.

Geschichtlich orientiert sich diese antirussische Außenpolitik nicht an Deutschlands Krieg gegen das stalinistische Rußland2sondern an Napoleons Willen, ganz Europa und dann isb die reaktionären Staaten Preußen und das zaristische Rußland ganz neu auf das Fundament der Französischen Revolution aufgebaut zu ordnen, einfacher gesagt: Es ging um einen militärischen Revolutionsexport der Französischen Revolution, das was wir heute als die „Westliche Kultur“ bezeichnen. Thomas Mann beurteilt ja den 1.Weltkrieg als den Selbsterhaltungskampf des Deutschen Volkes wider den Versuch seiner Feinde, es zu verwestlichen, zu verfranzösisieren in seinen „Betrachtungen eines Unpolitischen“. Dies Programm der Verwestlichung wird nun auch auf Rußland übertragen, dem letzten noch nicht verwestlichen Staat Europas, obzwar auch Ungarn und zum Teil auch Polen noch eine Renitenz gegen diese Verwestlichung aufweisen. Dieses Projekt der Verwestlichung ganz Europas, das seinen Ausgangspunkt in der Französischen Revolution hatte als dem Beginn der bürgerlichen Epoche, ist nun selbst kein christliches Konzept. Das Projekt der Westens ist in erster Linie das der Emanzipation von der christlichen Religion und damit die Verabschiedung vom Abendland hin zu einem neuen sökularistischen Lebens- und Weltverständnisses. Die C-Parteien geben nun die Ideologie des Liberalismus mit ihrem Primat des personalistischen Denkens als das Christliche des Westens aus, das es gegen jede Art von Kollektivismus zu verteidigen gälte und verteidigen damit nur den bürgerlichen Egozentrismus als das wahre Menschsein.

Corollarium 

Zum Parlamentarismus gehört es konstitutiv, daß der einmal gewählte Parlamentarier im Parlament nur noch nach seinem Gewissen entscheiden soll und damit davon entpflichtet ist, seine vorherigen Wahl versprechen (Vesprecher) zu halten. Er ist aber dann der Fraktionsdisziplin und der Parteidisziplin unterworfen,sodaß er im Regelall gemäß der Fraktion und der Partei,der er angehört, abstimmt. So soll der Einfluß der Wähler auf die Politik sehr gering gehalten werden, aber der der Parteien gestärkt werden. Unter der Demokratie wird so die Herrschaft der demokratisch gesonnenen Parteien verstanden. 




























1In Zukunftsromanen, in denen die Einheit der Menschheit vorausgesetzt wird, wird, wo über die Entstehung dieser Einheit reflektiert wird, wie etwa in der „Perry Rhodan“ Serie, entsteht diese Menschheitseinheit durch die Konfrontation mit einem nichtmenschlichen Feind, um ihn zu bekäämpfen.

2Es ist eine noch nicht endgültig geklärte Frage, ob der Angriff auf Rußland 1941 nicht ein Präventivkrieg war, wofür aber vieles spricht.

Donnerstag, 27. März 2025

Die Bischöfe Europas – ganz auf der Linie der Eurokraten, wenn es um Krieg geht

 

Die Bischöfe Europas – ganz auf der Linie der Eurokraten, wenn es um Krieg geht



Es gehört wohl immer noch zum guten Ton der Kirchengeschichtsschreibung, Eusebius von Caesarea einer zu großen Nähe zu Kaiser Konstantin vorzuwerfen, ohne dabei zu berücksichtigen, daß dieser Kaiser nicht nur die Christenverfolgung durch den römischen Staat beendete und die Konstantinische Epoche eröffnete, in der die Kirche in ihrer Cooperation mit dem Staat die Welt christlich zu gestalten versuchte.Ja, profilierte Kritiker dieses Kirchengeschichtsschreibers sahen in der Kritik dessen politischer Theologie gar das Ende jeder politischen Theologie, daß es keine legitime politische Theologie mehr geben könne.1

Aber was soll man denn nun sagen zu der aktuellen politischen Theologie der Bischöfe Europas, die sich so vollkommen den politischen Vorgaben der Eurokraten unterwerfen und dabei auf jegliche Selbstständigkeit verzichten? „Bischöfe in der EU: Kirche muss bei Aufrüstungsdebatte mitreden“ lautet so die Meldung zu dieser Causa auf der quasi offiziellen und stets hundertprozentig korrekten Internetsauftrittsseite: Kath de. Übersetzte die „Einheitsübersetzung“ noch, ganz vom Geiste der Friedensbewegung verführt die Seligpreisung: „Selig sind die Sanftmütigen“ mit: „“Selig, die keine Gewalt anwenden“(Mt 5,5), so würde man jetzt am liebsten übersetzen; „Selig, wer das Aufrüstungsprogramm der EU unterstützt und wer diplomatische Friedenslösungen des Ukrainekonfliktes ablehnt.“ Die 2 politischen Parteien, die sich für den Primat einer diplomatischen Lösung dieses Konfliktes aussprechen, die AfD und die Partei von Frau Wagenknecht, werden als für uns Katholiken unwählbare diffamiert, nur der Primat des Schlachtfeldes sei bejahbar.

Die Bischöfe machen sich dabei ganz einfach die Sichtweise der Nato zu eigen, die die gesamte Vorgeschichte dieses Krieges ausblendet, um der russischen Regierung allein die Schuld an diesem Kriege zuzuschreiben, daß sich als unabhängig erklärte russische Republiken Rußland um eine militärische Hilfe gegen die Ukraine baten, die versuchte, diese Republiken militärisch zurückzuerobern und seit zig Jahren ihren Krieg gegen diese russischen Republiken führte. Es wird dabei völlig die Expansionsolitik der Nato und der EU ausgeblendet, nach der Implosion des Ostblockstaaten den ganzen Osten in die Nato und die EU zu integrieren als ein einziges Bollwerl gegen Rußland, daß dabei isb die Ukraine als ein Frontstaat gegen Rußland ausgebaut werden sollte.

Stattdessen wird von dem Friedensprojekt der EU und der Nato geredet und dabei war die Gründungsintention dieser 2 Organisationen die, erstens Deutschland klein zu halten, und zweitens Rußland aus Europa herauszudrängen und drittens alle Ostblockstaaten in das westliche Europa zu integrieren2, um dies Europa unter die Vorherrschaft der USA zu stellen. Dies Konzept wird nun aber durch die neue amerikanische Regierung selbst infrage gestellt. Idealtypisch lassen sich zwei Verständnisse der amerikanischen Außenpolitik unterscheiden: Das erste versteht die USA, um es in der christlichen Sprache auszuformielern, als das neue Land, in dem die Menschen leben wollen, die den Kontinent des Alten Adams hinter sich lassen wollen, um ganz neu anzufangen als neu geborene Bürger. Eine Konzentration ganz auf sich und die Abschottung von der alten Welt, der adamitischen soll so das Verhältnis der USA zur Restwelt bestimmen. Der jetzige US-Präsident kann als ein gemäßigter Vertreter dieser Option angesehen werden. So sind Schutzzölle, die Abwehr von einer massenhaften Einwanderung und die Abkehr von der Nato Elemente dieser politischen Ausrichtung. Das zweite ist weltmissionarisch expansistisch: Die ganze Welt soll veramerikanisiert, verwestlicht werden, denn die amerikanische Kultur sei die allerbeste für alle Menschen der ganzen Welt. In diesem Geiste führte die USA den „kalten Krieg“ gegen den Osten und wollte die Integration aller Staaten des Warschauer Paktes in die Nato und die EU als von der USA beherrschte Bündnisse. Der amerikanische Präsident Biden vertrat diese Linie und suchte deshalb die Konfrontation mit Rußland, indem er die Ukraine zu einem Frontstaat gegen Rußland aufbauen wollte.

Nun muß die EU ihre Außenpolitik neu konzipieren, indem sie nun neu aufgestellt den aggressiven Kurs gegen Rußland selbstständig weiterführen will. Das verlangt eine gewaltige Aufrüstung, will man doch kriegsfähig gegen Rußland werden. Das reicht aber nicht, es muß auch eine Kriegsbereitschaft gegen Rußland erzeugt werden. Das ist nun eine vorangige Aufgabe der Medien. Das alte und neue Feindbild Rußland muß agitiert werden. Der Ruf wird erhört: Selbst Internetseiten, die sich eher durch eine kritische Distanz zu den Bischöfen Deutschlands mit ihrer Kirchenreformagenda auszeichnen,wie „Kath net“ und die „Tagespost“ propagieren dies alte und nun neu reaktivierte Feindbild: Rußland.

Die Bischöfe Europas erklären nun, vgl dazu den obigen Kath de Artikel ihre vollste Zustimmung zu diesem Kriegskurs und betonen, daß sie aktiv dabei mitmachen möchten3. Die Zeiten der Sympathie für die deutsche Friedensbewegung ist vorbei, jetzt müßten eben alle den Gürtel enger schnallen für die Neuauflage der „Kalten Kriegspolitik“, für das dazu notwendige Aufrüstungsprogramm. Dabei will die Kirche in Deutschland isb den Kampf wider die AfD und auch gegen das Bündnis Wagenknecht verschärfen, denn die Zeiten des Miteinanderredens und Dialogisierens seien zuende. Es gälte nun, den Feind im Inneren und und im Osten zu bekämpfen. Aber es kann nicht einfach die Kalte Kriegsrhetorik repristiniert werden, es muß auch der neue Feind: die USA unter ihrem Präsidenten Trump attackiert werden.So viel von der Kirche gutgeheißene Feindschaft war schon lange nicht mehr! Das soll nun der kirchliche Beitrag zur EU-Politik sein. Selbst einem Eusebius von Caesarea wäre das ein Zuviel an Unterwerfung unter den Staat gewesen! 

1.Zusatz:

Eusebius sah in dem Kaiser Konstantin einen christlichen Kaiser, aber was hat der "Freie Westen" noch mit der christlichen Religion gemein? Faktisch setzt die heutige Theologie die Ideologie des Liberalismus mit der christlichen Religion ineins.

2.Zusatz

Für die deutschen Bischöfe ist die Frage nach unseren eigenen deutschen Interessen in diesem Ukraoniekonflikt eine völkisch-nationalistiches Anliegen, als ob das Gebot der Nächstenliebe die Liebe zu sich selbst verböte. 

3.Zusatz:

"Zuerst" meldet am 27.3.2025: "BND-Chef gegen Ukraine-Frieden: „Am besten, wenn der Krieg noch fünf Jahre weitergeht“

 



1Carl Schmitt behandelt ausgiebig und tiefgründig dies Thema in seiner „Politischen Theologie“.

2Deshalb verhinderte die EU ja auch die Kandidatur eines nicht prowestlich gesonnenen Kandidaten zur Präsidenschftswahl in Runänien, da er drohte, die Wahl zu gewinnen. Ein solcher Präsident paßte eben nicht in die Antirußlandpolitik der EU.

3In dem Bistumsblatt Passau wird so inzwischen jetzt regelmäßig auf der Seite 2 gegen den US-Präsidenten Trump polemisiert, evtl gar häufiger als gegen den Feind Putin. Daß die Russisch-Orthodoxe Kirche in den Medien nur noch verabscheut wird, ist schon eine selbstverständliche Praxis, mit ihr gibt es keine Ökumene mehr.

Donnerstag, 12. September 2024

Bischof Bätzing mit klarem Kurs und einer neuen kreativen Kampfparole

 

Bischof Bätzing mit klarem Kurs und einer neuen kreativen Kampfparole


Man sagt ja gelegentlich den deutschen Bischöfen nach, sie verstünden sich perfekt auf das „Jein“-Sagen, der Kunst, um sich bei niemanden unbeliebt zu machen nie klar und bestimmt eine Position zu vertreten. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz ist da aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Im Beisein des Bundeskanzlers bezog er uneindeutig eindeutig Position auf dem Michaelsempfang und bekam dafür sicher nicht nur bei den Regierungsparteien Beifall. Er kredenzte dem Bundeskanzler und allen anderen eine kreative Begriffsneuschöpfung, der des „Weltgemeinwohles“.

Der Standpunktkommentar von Kath de am 12.9.2024 jubelierte geradezu: „Weltgemeinwohl – ein Begriff, der hoffentlich weiter Karriere macht.“ Der Jubelkommentar führt dazu aus: „Ein Begriff, der offenbar den multiplen Krisen zu trotzen versucht: In seiner Rede beim Michaelsempfang forderte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, mehr Orientierung am "Weltgemeinwohl".

Unter den „multiplen Krisen“ sind dann drei Krisen gemeint: a) der Ukrainekrieg,b)die Flüchtlingskrise und c) das Erstarken rechter Parteien, in Deutschland fokussiert sich der Kampf dabei auf die AfD. Bischof Bätzing möchte nun auf diese drei Krisen diesen Begriff applizieren. In Hinsicht auf den Ukrainekrieg assestierte ihm dabei ein ukrainischer Erzbischof. Kath net schreibt dazu: „Bischof Bätzing und Großerzbischof Shevchuk sprechen auf St. Michael-Jahresempfang - Shevchuk warnt davor, dass weder die Demokratien der Welt noch die Kirche einen Frieden gutheißen dürften, der Aggression als erfolgreiche Methode akzeptiere“.Der Artikel ist zwar überschrieben mit: „Wir wollen Frieden aus ganzem Herzen und ganzer Seele“ (12.9.2024), aber meint: nur einen Frieden, wie er der ukrainischen Regierung zusagt. Seit dem die ukrainischen Truppen erstmals russische Gebiete erobert haben, mehrere 1000 Quadratkilometer und das eroberte Gebiet halten können dank der großzügigen Waffenhilfe durch den Westen scheint die Wahrscheinlichkeit eines Sieges über Rußland zu wachsen, sodaß nun noch vehemter als bisher die Ukraine militärisch untertützt wird. Der SPD-Kanzler muß dabei endgültig den Abschied nehmen von der einst von der SPD initierten Entspannungspolitik der Regierungsperiode des Kanzlers Brandt und die Katholische Kirche verabschiedet sich endgültig von ihrer Liaison mit der deutschen Friedensbewegung. Das „Weltgemeinwohl“erfordere nun eben die Unterstützung des Krieges der Ukraine gegen Rußland, die Regierung der Ukraine führt ihn ja stellvertretend für die ganze westliche Welt.

Geradezu obskur ist nun, wenn der ukrainische Großerzbischof davor warnt, daß bei einem Sieg Rußlandes Putin die christlichen Kirchen der Ukraine verbieten würde, während die ukrainische Regierung nicht nur fast alle Oppositionsparteien wegen prorussischer Aktivitäten verboten hat und nun die Russisch-Orthodoxe Kirche verbietet, nachdem er sie schon zu einer Namensänderung zwang. Es soll in der Ukraine nur noch hundertprozentig regierungstreue antirussisch auserichtete Kirchen geben. Also das „Weltgemeinwohl“ verlangt jetzt den Krieg gegen Rußland. Kritisierte nun wer, wie die Sarah Wagenknechtspartei oder die AfD diese Kriegspolitik, dann wirft ihr dieser Begriff vor, dem „Weltgemeinwohl“ sich zu widersetzen, gar aus nationalitischen Gründen.

Der Kampfbegriff dient nun auch zur ideologischen Unterstützung des Programmes der Auflösung aller nationalen Identitäten.Das „Weltgemeinwohl“ verlange eben den Verzicht auf die Souveränität aller Völker, daß alle ihre Grenzen öffnen, um unbegrenzt „Flüchtlinge“ aufzunehmen.Wenn das den einzelnen Völkern schadet, müßten die Geschädigten, isb wir Deutschen das in Kauf nehmen, denn wir hätten kein Recht dazu, an unser eigenes Wohl zu denken.Wie wir den Krieg gegen Rußland zu unterstützen haben so auch die Selbstschädigung durch die Politik der offenen Grenzen.

Den dritten Anwendungsbereich ergibt sich nun automatisch aus dem zweiten Anwendungsfall: Deutschland dürfe keine dem eigenen Volke nützende Politik betreiben, das wäre eine völkische, sondern es müsse unser Volk sich dem „Weltgemeinwohl“ unterordnen zum eigenen Nachteil. Patriotische an unser Eigenwohl orientierte Parteien widersagen sich eben diesem „Weltgemeinwohl“. Daß nun dieses Gemeinwohl mit den Interessen zur Weltbeherrschung durch die USA ineinsfallen, beunruhigt Bischof Bätzing und alle Prowestler nicht, denn Amerika ist ja der Hort der Freiheit und des Friedens, auch wenn noch viele Kriege gegen die Schurkenstaaten der Welt zu führen sind um des Endsiegfriedens willen. 

 1.Zusatz:

"Russland braucht den Sturz Putins"-Die "Tagespost" spricht leicht verhüllt das Kriegsziel des Westens aus: Wir wollen seinen Sturz,indem die Ukraine Rußland besiegt.(12.9.2024)Nicht um einen Verteidigungs- sondern um einen Eroberungskrieg geht es also.War das usprüngliche Ziel der Nato, die Ukraine  als einen Frontstaat gegen Rußland aufzubauen, so ermöglicht jetzt die russische Miliärintervention die Nato, direkt zum Krieg gegen Rußland überzugehen.

 2.Zusatz:

Ob sich Bischof Bätzing seine Reden wohl von einem Regierungssprecher vorschreiben läßt? 




Dienstag, 29. August 2023

Papst Franziskus fällt in Ungnade – er vergaß die Feindschaft gegen...

Papst Franziskus fällt in Ungnade – er vergaß die Feindschaft gegen... Wie konnte Papst Franziskus nur vergessen, daß Rußland der Hort des Bösen ist, der mit allen Mitteln des Wirtschaftskrieges und militärisch zu bekämpfen ist. Stattdessen sprach der Papst zu jungen Russen: „“Vergesst niemals das Erbe. Sie sind die Erben des großen Russlands: des großen Russlands der Heiligen, der Herrscher, des großen Russlands von Peter I., Katharina II., diesem Reich – groß, aufgeklärt, [einem Land] mit großer Kultur und großer Menschlichkeit. Geben Sie dieses Erbe niemals auf, Sie sind die Erben der großen Mutter Russland, machen Sie weiter damit. Und danke – danke für Ihre Art zu sein, für Ihre Art, Russen zu sein.“ Das sagte Papst Franziskus vor einigen Tagen auf italienisch in freier Rede am Schluss seiner Video-Telefonkonferenz mit russischen katholischen Jugendlichen. (zitiert nach Kath net vom 29.8.2023:Papstworte an russische Jugendliche ziehen internationale Kritik nach sich“. Wer kritisiert nun den Papst? Hauptsächlich: Ukrainische Stimmen werden zitiert. Daß die den Papst kritisieren für diese Äußerung, verwundert nun nicht, befindet sich doch die Ukraine mit Rußland im Kriege, sodaß dort niemand irgendetwas Positives über Rußland hören will. Schließlich gehört es zur Kriegsrhetorik, den politischen Feind als moralisch verwerflichen zu verteufeln. Was hat nun aber Papst Franziskus so Verwerfliches hier gesagt? Er sagte zu jungen Russen, daß das russische Volk ein großes Kulturvolk sei, daß es ein von der christlichen Religion tief geprägtes Land sei und daß sie, die Jugend nun in der Tradition und Pflicht stehen, diese russische Tradition fortzusetzen. Ja, ganz gegen die Ideologie der propagierten Eineweltuniformität sieht der Papst hier gar in dem dem russischen Volke eigenen Volkscharakter und seiner Kultur etwas sehr Bewahrenswertes. Sie sollen das bleiben, was sie sind. Dies Votum ist nun mehr als erstaunlich, sollen doch alle nationale Eigentümlichkeiten überwunden werden in dem Großprojekt der Einewelt.der neuen Weltordnung. Damit stärkt der Papst nicht nur die Kräfte Rußlands, die nicht an die Normativität der westlichen Kultur glauben, daß die ganze Welt zu verwestlichen sei, sondern alle Kräfte, die für ihre Völker eigene ihnen gemäße Wege als erstrebenswert ansehen. Darin artikuliert sich der aktuelle Grundkonflikt: Ob es eine für die ganze Welt verbindliche Ordnung gibt, die weltweit zu realisieren sei, oder ob eine Vielheit von Kulturen geben soll, weil das gerade der Reichtum der Menschheit im Ganzen wäre, wenn jedes Volk seine besondere Art bewahrt und weiterentwickelt. Papst Franziskus plädiert hier ganz im Geiste des Ethnopluralismus für ein Eigenrecht der nationalen Kulturen. Die russische Kultur ist dafür sicher ein besonders gediegenes Anschauungsbeispiel; der Papst fand hier wirklich schöne und gute Worte, um den jungen Russen, seiner Zuhörerschaft die Größe ihrer eigenen Kultur vor Augen zu führen. Daß daran Anstoß genommen wird, zeigt nur mal wieder, wie die Kriegspropaganda auch und gerade in unserer Medienzeit einen vorurteilsfreien Blick jetzt auf die russische Kultur verumöglicht: Man sieht nur noch den Russen als Feind. In der TAZ, einst die Zeitung der Friedensbewegung stand vor kurzem zu lesen: Dieser Ukrainekrieg ist längst unser Krieg! Wir führen Krieg gegen Rußland, jubelte diese Zeitung nun. In solchen Zeiten darf Rußland eben nur noch als das Reich des Bösen wahrgenommen werden. Ein ukrainischer Politiker forderte gar, daß wir Deutschen Dostojewski nicht mehr lesen dürften, weil er ein russischer Schriftsteller sei. Papst Franziskus ist gewiß kein „Mozart der Theologie, aber kirchenpolitisch überrascht er immer wieder positiv, indem er die Lage der Christen in China durch eine kluge Diplomtie verbessert und jetzt auch den Kontakt zur Russisch Orthodoxen Kirche nicht völlig abbrechen läßt. Rußland hat kulturell, aber gerade auch religiös der Welt viel Gutes zu bieten, von dem wir alle profitieren könnten, ließen wir uns nicht völlig von der westlichen Kriegspropaganda vereinnahmen. Man denke nur an den deutsch-russischen Dialog, den Thomas Mann in den "Betrachtungen eines Unpolitischen" so geistvoll führt. 1.Zusatz: "Debatte um Dostojewski: Ist er ein Prophet Putins, den wir nicht mehr lesen dürfen? Der ukrainische Ex-Botschafter in Deutschland behauptet, die russischen Klassiker seien Inspirationsquellen der heutigen Kriegstreiber." Tagblatt 4.7.2023 2-Zusatz Warum kritisiert die ukrainische Regierung den Papst so heftig? Kath de enthüllt dies in dem Artikel "Lob aus Moskau" am 30.8.Der Papst sucht nach einer diplomatischen Lösung für diesen Konflikt, die lehnt diese Regierung ab: "Bei allem Respekt für Seine Heiligkeit, wir brauchen keine Vermittler. Wir brauchen einen gerechten Frieden. Wir laden den Papst ebenso wie alle anderen Führer ein, für einen gerechten Frieden einzutreten, aber vorher müssen wir alles Übrige erledigen", so Selenskyj im Mai. Mit Blick auf einen möglichen Verhandlungsfrieden sagte er: "Mit Putin kann man nicht verhandeln, kein Staat der Welt kann das machen." (fxn)"Vorher müssen wir das Übrige erledigen" heißt also: Wir wollen den Krieg gewinnen. Wir verhandeln nicht. Der Rückzieher:

Mittwoch, 17. August 2022

Irritierendes: Eine moralische Gewißheit gibt es doch noch: Jeder Angriffskrieg ist verwerflich!

 

Irritierendes: Eine moralische Gewißheit gibt es doch noch: Jeder Angriffskrieg ist verwerflich!


In unseren Zeiten des moralischen Relativismus, wo anscheinend alles als jetzt erlaubt propagiert wird, was einst als moralisch verwerflich verurteilt worden ist, existiert noch eine moralische Wahrheit: Jeder Angriffskrieg ist verwerflich. Darum sind sich auch alle Anständingen eins in der moralischen Verurteilung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Ja, das Zeigen des Buchstabens „Z“ kann sogar strafbar sein, wenn dies Zeigen als eine Zustimmung zu diesem Angriffskrieges gemeint ist. Die Theologen, die sich zu dieser Causa äußern, stimmen dem, so weit ich es überblicke, vorbehaltlos zu. Soviel Übereinstimmung in einer Causa in einer auf Meinungsfreiheit insistierenden pluralistischen Gesellschaft muß aber irritieren. Sieht das wirklich Niemand anders?

Halten wir uns die Kriegserklärungen Englands und Frankreichs des Jahres 1939 gegen Deutschland mal vor Augen! Hat Deutschland nach oder vor seinem Krieg gegen Polen diese beiden Länder in irgendeiner Weise bedroht oder Absichten gehegt, gegen diese einen Krieg führen zu wollen? Dafür gibt es keinerlei Hinweise oder gar Beweise. In Hitlers Schrifttum und dem der Partei wird zwar von der Gewinnung von neuem Lebensraum im Osten geschrieben, aber nirgends wird von Eroberungsabsichten gen Westen. Nach den ergangenen Kriegserklärungen versuchte die deutsche Diplomtie, den Ausbruch des Krieges zu verhindern. Josef Stalin urteilte gar, daß der 2.Weltkrieg erst mit diesen Kriegserklärungen begonnen hätte, denn davor war es nur ein Krieg zwischen 2 Staaten und somit noch nicht ein Weltkrieg.

Nun herrscht ein vollkommener Konsens darüber, daß der Krieg Englands und Frankreichs gegen Deutschland moralisch und auch völkerrechtlich legitim gewesen sei. War das denn nicht auch ein Angriffskrieg? Er sollte zur Befreiung Polens von der Deutschen Besatzung dienen, das sei die moralische Legitimation dieser Kriegserklärung. Aber der Sowjetunion, die im Bunde mit Deutschland dann den östlichen Teil Polens besetzte, wurde von diesen Zweien nicht der Krieg erklärt, sondern nur uns Deutschen. Warum? Das ist sonnenklar: Frankreich und England strebten schon vor 1939 mit Rußland zusammen ein antideutsches Bündnis an, das aber wohl am Veto des mitbeteiligten Polens scheiterte. Warum ist nun diese englisch- französische Kriegserklärung keine eines Angriffkrieges? Auch auf diese Frage gibt es eine klare und eindeutige Antwort: Die Sieger schreiben die Geschichte und ihre Kriege sind so niemals ungerechtfertigte Angriffskriege.Denn rein sachlich gesehen war es eine Angriffskriegserklärung, denn auch der Zweck der Befreiung Polens ist ja eine Kriegszielbestimmung eines vorgesehenen Angriffskrieges. Zudem wurde jeder Versuch einer diplomatischen Lösung von diesen 2 Staaten abgelehnt. Von deutscher Seite lag ja immer noch der Vorschlag auf den Tisch, daß Polen auf eine Integration Danzigs in das polnische Territorium verzichten solle und einen freien Zugang Deutschlands zur deutschen Staat Danzig zu gewähren habe. Das hatte Polen ja vor dem Kriegsanfang abgelehnt. Darüber hätte wieder verhandelt werden können.

Blenden wir zu einem anderen Krieg um, den gegen Afghanistan! Als Legitimation dieses Krieges galt die Weigerung der afghanischen Regierung, einen islamistischen Terroristenführer an die USA auszuliefern, der angeblich für den Terroranschlag am 11.9. 2001 maßgeblich beteiligt gewesen sein sollte. Nur konnte die USA für diese Anschuldigung keine Beweise vorlegen, schon gar keine für eine Beteiligung der afghanischen Regierung an diesem Attentat. Mehr als fragwürdig ist aber auch, ob hier die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt worden ist. Niemand darf einen Buben am Apfelstehlen hindern, indem er mit einem Gewehr auf ihn schießt. Ein ganzes Land zu bekriegen, um einen vermeintlichen Terroristen gefangen zu nehmen, ist so nicht als verhltnismäßig zu beurteilen. Den Terroriten ergriff man dann ja auch gar nicht sondern stürzte die dortige Regierung, um dann eine proamerikanische zu installieren, die nach dem Abzug der Besatzungstruppen wie ein Kartenhaus zusammenfiel. Das ist ein klarer Fall eines Angriffskrieges. Nur wird der als gerechtfertigt anerkannt und kein Kirchenvertreter protestierte gegen diesen offensichtlichen Angriffskrieg. Jetzt wäre noch an den Angriffskrieg gegen Jugoslawien zu erinnern: Jugoslawien wurde angegriffen, weil die serbische Führung angeblich die Albaner und die Kroaten als ethnische Minderheiten diskriminiere, ja gar bekämpfe. Wenn aber Rußland die Ukraine angreift, weil dort die russische Minderheit bekämpft wird und die um eine Militärhilfe bat ob der Angriffe auf die als autonom sich erklärten russischen Volksrepubliken, dann ist das ein verwerflicher Angriffskrieg. Ja, das ist sachlich gesehen, absurd.

Offenkundig sind alle Angriffskriege der USA und ihrer Verbündeten erlaubte Kriege, auch die Kriegserklärung gegen Deutschland 1939, aber nur alle russischen Kriege nach 1945 und alle deutschen bis 1945 gelten als moralisch verwerflich. Es kommt eben nicht auf die Tat an, sondern allein darauf, wer es tat, ob der Kriegsverursacher gut oder böse war oder ist. Soviel zum Thema Moral und Krieg.

Und noch etwas Besonderes für die Theologen: Wie hat den das Volk Israel das ihm von Gott verheißende Land Kanaan erobert, wenn nicht durch Angriffskriege!

Samstag, 25. Juni 2022

Immer dem Zeitgeist hinterher hechelnd....

Immer dem Zeitgeist hinterher hechelnd...


Sollte das die heutige Kirche in Deutschland Auszeichnende in einem einzigen Satz ausformuliert werden, eine treffendere Beschreibung ließe sich wohl nicht finden. In der Falschübersetzung: „Selig, die keine Gewalt anwenden,denn sie werden das Land erben“ (Mt 5,5) triumphierte dieses Hören auf den Zeitgeist. Aus den „Sanftmütigen“ wurden die, die keine Gewalt anwenden. Daß Sanftmut nicht gleich Nicht-Gewalt-Anwenden ist, ist offenkundig; es hätte dann auch Moses nie der Sanftmütigste genannt werden können, hatte er doch selbst einen ägyptischen Aufseher getötet.

Aber ganz erfüllt von den Parolen der Friedensbewegung und ihres Pazifismus „übersetzte“ die ökumenische Einheitsübersetzung eben so. Daß diese Aussage nicht in Einklang zu bringen war mit der Bibel zu dem Problem der Gewalt interessierte diese Übersetzung auch nicht, hatte man doch hier Jesus als Pazifisten entdeckt, ganz zeitgeistkonform.

Aber was nun angesichts des Ukrainekrieges? Jetzt müßte übersetzt werden: Selig die, die zu den Waffen greifen im Kampfe gegen die Bösen, denn ihrer ist das Reich Gottes. Denn jetzt hören wir es jeden Tag aus kirchlichem Munde, nicht nur auf Kath de, sondern auch auf Kath net und der „Tagespost“ in erstaunlicher Eintracht: Wir müssen den Ukrainern Waffen, Waffen liefern, damit sie damit den Krieg gegen Rußland gewinnen. Rußland sei böse, weil es einen Angriffskrieg führe gegen die Ukraine. Die seien nun die Guten, die sich des Angriffskrieges erwehrten und darum müsse der Westen unter der Führung der USA jetzt den Ukrainern so viel an Kriegsgerät ausliefern, daß die guten Ukrainer den Krieg gegen die bösen Russen unter ihrem „Führer“ Putin gewönnen. Da Putin genaugenommen eine Reinkarnation des Kriegsverbrechers Hitler sei,ist der Krieg der Ukraine eben ein guter Krieg.

Aber was bleibt dann von der Bergpredigt übrig, die doch den christlichen Pazifismus so sehr beflügelte? Nein, die immer noch in der Einheitsübersetzung vorfindliche Übersetzung muß schnellst möglichst revidiert, der neuen politischen Lage eingepaßt werden: „Selig sind die, die Gewalt anwenden gegen die Bösen!

Aber warum sind denn nun die Russen die „Bösen“? Weil sie einen Angriffskrieg führen? Aber der amerikanische Angriffskrieg gegen Afghanistan war doch kein böser Angriffskrieg und deshalb beteiligte sich doch auch die Deutsche Armee an ihm. Als England und Frankreich Deutschland 1940 den Krieg erklärten, war das nicht auch ein Angriffskrieg? Es gab keinerlei Hinweis darauf, daß Deutschland beabsichtigte, gegen diese 2 Länder einen Krieg zu führen. Aber diese 2 wollten doch nur dem von Deutschland angegriffene Polen zur Hilfe kommen mit ihrem angekündigten Kriege. Warum erklärten dann diese 2 nicht auch Rußland den Krieg, denn Stalin griff ja auch Polen an, gemäß dem Hitler-Stalin-Pakt? Aus einem simplen Grunde unterblieb eine Kriegserklärung gegen Stalin, wollten doch England und Frankreich die Sowjetunion als Kriegspartner gegen Deutschland gewinnen. Aber trotzdem: Der Deutschland erklärte Krieg war ein gerechtfertigter, weil hier die Guten gegen die Bösen Krieg führen wollten.

Also nicht weil wer einen Angriffskrieg führt, ist er der Böse, sondern ein Angriffskrieg ist nur dann ein böser Angriffskrieg, wenn er von Bösen geführt wird. Als die Amerikaner Afghanistan bekriegten, reichte der Vorwand die Behauptung aus, daß die afghanische Regierung den Terroristen bin Laden unterstütze, obzwar zu dem Zeitpunkt des Militärangriffes es keinen Beweis dafür gab, daß bin Laden der Verantwortliche für den 11.9. war noch dafür daß die afghanische Regierung bin Laden helfe. Wenn aber eine führende ukrainische Politikerin erklärte: „Gebt uns Waffen, damit wir die Russen abschlachten“, dann ist das kein legitimer Angriffsgrund, auch wenn die Ukrainische Regierung die sich von der Ukraine unabhängig erklärten russischen Gebiete militärisch angreifen ließ und diese dann Rußland um einen Militärbeistand gegen die ukrainischen Aggressoren baten.

Aber warum sich mit einer so komplexen Materie beschäftigen, mit den 3 Ebenen dieses Ukrainekrieges: der Ebene des innerukrainischen Konflikt zwischen den Mehrheitsukrainern und den sich diskriminiert ansehenden Minderheitsrussen, der Ebene des sehr komplizierten Verhältnisses von Rußland zur Ukraine und der des Konfliktes zwischen der Nato unter der Führung der USA und Rußland,der 1945 als „Kalter Krieg“ anfing.


Viel einfacher fällt es da doch, sich dem westlichen Standpunkt anzueignen: Die Russen sind seit 1945 die Bösen und darum kämpfen wir zu recht gegen sie. Vordem waren sie ja noch die Guten, solange sie gegen Hitler kämpften, aber das änderte sich, aber genaugenommen kämpft der Westen ja immer noch nur gegen Hitler, den Putin ist ja nur ein Wiedergänger dieses Kriegsvebrechers. Die Katholische Kirche Deutschlands schließt sich nun – wen wundert es- umstandslos der amerikanisch-westlichen Sicht an, ganz der Deutschen Regierung folgend. Dabei gerät sie nun aber auch in dieser Causa in einen Widerstreit zur Rom, den Papst Franziskus urteilt hier viel differenzierter und hält fest an dem Ziel einer diplomatischen Lösung, während bei uns die militärische Lösung auf dem Schlachtfeld präferiert wird. Darum heißt es nun: Selig, wer der Ukraine zu den Kriegswaffen für den Endsieg verhilft!