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Mittwoch, 12. August 2026

Ein großer Sieg des Feminismus – ein Einordnungsversuch

 

Ein großer Sieg des Feminismus – ein Einordnungsversuch



Massachusetts-Gouverneurin Maura Healey von den Demokraten hat gestern ein Gesetz für das Töten ungeborener Kinder bis zur Geburt unterschrieben.“ So meldet es Kath net am 11.8.2026.1 Damit hat der Feminismus zumindest in Massachusetts sein wichtigstes Ziel erreicht, das Recht, Kinder bis einschließlich des 9.Schwangerschaftsmonates töten lassen zu dürfen in der Form eines Auftragmordes, wie es Papst Franziskus treffend formulierte.

Ein Einordnungsversuch:

Zwei verschiedene Erlösungsvorstellungen gibt es, die der Erlösung des Lebens und die der Erlösung vom Leben. Die der Erlösung des Lebens beinhaltet die Idee, daß das jetzige Leben nicht so ist, wie es sein sollte und daß so es in das wahre Leben umzugestalten sei. Die drei großen monotheistischen Religionen sind so Vertreter dieser Erlösungsvorstellung, im philosophisch politischen Raum ist das isb der Marxismus in all seinen Spielarten: Ist ein Gott der, von dem wir die Erlösung erhoffen oder hoffen wir auf die Erlösung als einer rein menschlichen Aufgabe, diese Unterscheidung markiert die grundlegende Differenz innerhalb der divergierenden Erlösungsvorstellungen.

Die Alternative dazu ist die Erlösung vom Leben, daß das Leben selbst zu verneinen ist, denn letztendlich bringt nur der Tod die Erlösung. Diese Vorstellung ist die tragende des Buddhismus, wie es gerade der Philosoph Schopenhauer kongenial erfaßt hat. Der Feminismus ist als eine andere Version dieses Erlösungskonzeptes zu begreifen, da er „Nein“ sagt zum Leben! Das menschliche Leben verlangt nach seiner Prolongierung durch die Fortpflanzung, denn nur durch die Hervorbringung von Nachwüchsen kann sich der Mensch wider sein Todesschicksal behaupten.

Es hat noch nie auf Erden eine Weltanschauung gegeben, in deren Namen so viele Menschen getötet worden sind wie im Namen des Feminismus. Selbst wenn man alle Toten des Nationalsozialismus und Kommunismus zusammenaddiert, sind das weit weniger als die des Feminismus. Aber die Tötungsgewalt allein macht noch nicht die Erlösungskonzeption der Lebensverneinung aus. Es gibt nun mal in jeder Erlösungskonzeption einen Feind, den Feind, der endgültig besiegt werden muß, damit das Leben zum wahren Leben erlöst werden kann: In den Erlösungsreligionen ist das der Teufel und seine Anhänger, die Feinde der Wahrheit, in den politischen Erlösungskonzeptionen wird dann der Feind entmythologisiert zum politischen Feind, den es zu vernichten gilt. Es ist der Feind des Lebens, der um des Lebens willen, zu vernichten ist. So unterschiedlich dann in der politischen Theorie dieser Feind bestimmt wird, er ist nur die säkularisierte Fassung des Glaubens an den Feind schlechthin, dem Teufel, für den es in keiner Religion eine Erlösungsmöglichkeit gibt sondern nur die Hoffnung auf sein endgültiges Ende.

Wo aber das Leben selbst vom Leben erlöst werden soll, da ist das Töten des Lebens selbst der Endzweck. Die Vorraussetzung der Weitergabe des Lebens ist es nun mal, daß Frauen ihren Beruf der Mutterschaft ausüben, denn nur so kann das Todesgeschick des Menschen überwunden werden. Darum kapriziert sich der Feminismus auf das Nein zur Mutterschaft. Die Befreiung der Frau sei ihre Verneinung der Berufung zur Mutterschaft. Das bildet das Zentrum der feministischen Ideologie, Ideologie als in sich reflektierte Weltanschauung.



Diese Ideologie kann sich mit anderen verbinden, etwa zur ´Zeit Lenins mit der kommunistischen Ideologie, aber das war und ist nur ein mögliches Bündnis, daß z.B. Stalin aufgelöst hat mit seinem Verbot der Abtreibung und seinem Familienförderungsprogramm aber auch mit dem Liberalismus, der jetzt der Vorzugspartner des Feminismus ist, seitdem die traditionelle Linke seit dem Ende des realen Sozialismus keine relevante Rolle mehr spielt2. Dabei kann sich der Feminismus dem Anliegen des Vorranges des Einzelnen vor allem Gemeinschaftlichen zu Nutze machen. Wichtig ist nun aber, die feministische Ideologie als etwas Selbstständiges zu begreifen und nicht als eine besondere Version einer politischen Weltanschauung. Eine vulgäre Soziologie neigt dazu, alle Weltanschauungen und Ideologien als letztendlich durch die materielle Basis des gesellschaftlichen Lebens bestimmt rekonstruieren zu wollen, als seien das nur Phänomene des „Überbaues“, wie man es gerne marxistisch formulierte . Damit wird aber die Selbstständigkeit des Denkens nicht erfaßt und die Macht, die dann die Weltanschauungen ausüben können.

Einen großen Sieg erlangte der Feminismus durch seine Infiltration in die Kirche und den Protestantismus: Es gelang, einer mit der christlichen Erlösungsvorstellung inkompatiblen Weltanschauung in ihnen zu beheimaten. Die Einführung „feministischer Lehrstühle“ muß als eine Bravourleistung raffiniertester Strategie des Kampfes um die Macht angesehen werden. Erfolgreich war der Feminismus dabei mit dem Narrativ der Diskriminierung der Frau isb in und durch die Kirche, verbunden mit dem Appell, die Kirche habe Partei zu ergreifen für alle „Unterdrückten“.

Es ist wohl keine ärgere Perversion der Frau denkbar als die der zur Mutterschaft bestimmten Frau, die das Recht zur Kindestötung im Mutterleibe als ihr höchstes Recht feiert. Das „Nein“ zum Leben triumphiert hier. Das zeigt aber auch, daß der Mensch ein höchst gefährdetes Wesen ist, denn er will nicht notwendig leben und sein Leben erhalten, er braucht Gründe zum Jasagen zum Leben, denn er kann auch Nein zum Leben sagen! Dabei sagt er nicht einfach zu seinem persönlichen Leben: Nein, sondern zum Leben, das sich erhalten will durch die Hervorbringung von Kindern. Darin aber wird das Leben verneint.







1 "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

2Der Nationalsozialismus eignet sich aber nicht zu einem Bündnispartner, da in ihm ein Zuviel an nietzscheanischer Lebensbejahung virulent ist.

Dienstag, 14. Juli 2026

„Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen“ 1 oder die Sehnsucht nach dem Tode

 

Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen“ 1 oder die Sehnsucht nach dem Tode


Auf diesen Kath net Artikel möchte ich jetzt en detail näher eingehen, er spricht für sich, weit dies Bistum sich schon vom katholischen Glauben entfernt hat. Ursprünglich wurde das Subsidaritätsprinzip auch im Bildungsbereich verwendet, um gegenüber dem Staate, der als moderner die Bildung als seine ureigenste Aufgabe definiert, Freiräume sich zu erkämpfen, in denen im katholischen Geiste Kinder unterrichtet werden sollten. Dem modernen Nationalstaat traute man so ein positives Verhältnis zur Katholischen Kirche nicht zu- man denke an den Kulturkampf Bismarcks.

Jetzt lassen sich die katholischen Schulen Hamburgs gleichschalten, indem sie die von den Regierungen der Länder protegierte Ideologie der LGBTQ- Bewegung in sich implantieren lassen.

Im Geleitwort schreibt P. Sascha-Philipp Geißler SAC, der zuständige Generalvikar des Erzbistums folgende Sätze: >Wir treten ein für die Akzeptanz (nicht nur Toleranz, Anm. d. Red.) von Vielfalt hinsichtlich sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identität. Und wir treten ein für eine lebensbejahende und in diesem Sinne positiv besetzte Sichtweise auf Sexualität.<“

Daß diese Aussage sich selbst widerspricht, ist offenkundig: Denn lebensbejahend ist die Sexualität nur, wenn sie ihrem Wesen gemäß auf die Fortpflanzung ausgerichtet ist. Das verneint nun die Ideologie der Akzeptanz der „Vielfalt sexueller Orientierungen“. Die Zweigeschlechtlichkeit ist nun die notwendige Bedingung für die Geburt von Kindern und somit verneint die Rede von einer Vielzahl geschlechtlicher Identitäten eine lebensbejahende Sexualität.

Daß so dies Konzept unvereinbar mit der Lehre der Kirche ist, lautet doch das erste Gebot, daß Gott uns Menschen gab: „Seid fruchtbar, mehret Euch!“, ist nicht wegdiskutierbar. Irritieren muß aber, wie denn die LGBTQ- Ideologie in die Schulbücher der staatlichen Schulen einwandern konnten, die nun die Kirche Hamburgs so breitwillig sich unterwirft.Man könnte doch meinen, daß selbst ein atheistischer Staat um seiner Selbsterhaltung willen dafür Sorge trägt, daß das Staatsvolk sich hinreichend vermehrt, um sich zu erhalten und somit auch den Staat des Staatsvolkes. Wie kann dann der Staat eine so lebensverneinende Ideologie wie die LGBTQ oder den Feminismus unterstützen?

Die Krise des Sozialstaates, daß er nicht mehr finanzierbar ist, ist hauptsächlich der demographischen Fehlentwickelung zuzuschreiben, daß zu wenig Arbeitende zu viele Nichtmehrarbeitende finanzieren müssen, daß eben mehr Bürger sterben als geboren werden.

Ich finde dafür nur eine Antwort: Wir leben in einer Epoche der Dekadenz, der Schwächung des Lebenswillens. Im Feminismus wie in seinem Derivat, der LGBTQ- Ideologie manifestiert sich ein „Nein“ zum Leben. Diese Ideologien usurpieren nun den Staat, der eine Schöpfungsordnung Gottes zum Erhalt des Lebens ist und verkehren so den Staat zu einem Instrument der Lebensverneinung. Daß nun gar die Kirche sich von dem lebensbejahenden Gott Jesu Christi abgewandt einstimmt in „Spiel mir das Lied vom Tod“ zeigt, wie es um die Kirche steht. Man könnte denken, daß die Sehnsucht nach dem Tode diese Kirche erfüllt.




1 Kath net 14.7.2026

Samstag, 19. April 2025

Findet das Osterevangelium noch Glauben? Ist das eine Verkündigung, die nicht mehr ankommen kann?

 

Findet das Osterevangelium noch Glauben? Ist das eine Verkündigung, die nicht mehr ankommen kann?



Wenn die Botschaft des Osterfestes nur in der Aussage bestünde, daß da ein bedeutsamer Mensch vor circa 2000 Jahren hingerichtet worden sei und dann nach 3 Tagen von den Toten auferstanden, seinen Gefährten erklärte: „Ich lebe wieder!“ dann hätte das für uns kaum eine andere Bedeutung, als wenn wir hören, daß nach dem Zeugnis der Bibel Hennoch, ohne zu sterben in den Himmel aufgenommen worden sei, wie auch der Prophet Elia. 2 Menschen sei das widerfahren, das besagt aber in keinster Weise, daß nun auch uns es verhießen sei, ohne zu sterben in den Himmel aufgenommen zu werden. Ein singuläres Ereignis, das einem Menschen widerfuhr, zeigt nur an, daß es möglich ist, daß einem Menschen das widerfahren kann, nicht aber, daß es sich so für jeden Menschen ereignen wird. Wenn in der Stadt Salzburg ein Lottospieler 1 Million gewonnen hat, heißt das ja auch nicht, daß jeder Lottospieler Salzburgs 1 Million gewinnen wird,

Das Osterevangelium beinhaltet also die Verheißung, daß jeder von den Toten auferstehen wird zu einem ewigen Leben im Himmel. Nicht unplausibel ist nun der Einwand, daß diese Verheißung unrealistisch sei. Mit den scharfen Messern der historischen Kritik destruieren nun Exegeten die Zuverlässigkeit des österlichen Zeugnisses, daß Jesus von den Toten auferstanden sei. (Als ich noch Vikar der Reformierten Kirche war, wollte mir gar mein Vorgesetzter verbieten, in Beerdigungsfeiern diese österliche Verheißung zu predigen, da das ja nur eine mythologische Vorstellung sei, an die heutzutage niemnd außer ein paar Ewiggestrige noch glaubte.) So sicher Jesus von Nazareth keine Wunder gewirkt hätte, o sicher sei auch der Glaube an den auferstandenen Jesus ein Produkt der Phanatasietätigkeit der urchristlichen Gemeinden. Vulgärer formuliert: Das hätten sich die Autoren der Evangelien und die Anderen halt so zusammengedichtet, um ihre unerneßliche Trauer um den Verlust Jesu zu überwinden.

Man kann nun noch das moderne und einzig Wahrheit für sich beanspruchende naturwissenschaftliche Weltbild zitieren, oder noch beliebter die These der Natürlichkeit des Todes als das endgültige Lebensende, um zu erklären, daß es mit dem Tode aus sei. Ostern sei eben ein nur in vormoderenen Zeiten glaubbares Ereignis. Der modern aufgeklärte Mensch könne nicht an ein Leben nach dem Tode glauben und kapriziere sich so auf sein Leben vor dem Tode, daß dies ihm ein gutes werde.

Aber so plausibel all das auch klingen mag, so frägt sich doch, ob das denn nicht doch nur vorgeschobene Argumente sind. Denn es ist eine Tatsache, daß der moderne so Aufgeklärte regelmäßig Horoskope liest und manche Mütter bei der Frage, wie erziehe ich mein Kind, dessen astrologisches Horoskop mitberücksichtigten. In der Erfolgserie: „Sturm der Liebe“ heiratet wohl auch kaum ein Paar, ohne das Brauchtum, daß für das Gelingen der Ehe bei der Eheschließung 4 Dinge unbedingt notwendig sind, zu beachten, nämlich etwas „Altes“, etwas „Neues“, etwas „Ausgeliehenes“ und etwas „Blaues“. Dem modern aufgeklärte Bewußtsein mögen das zwar nur Relikte vormoderner Epochen sein, aber welcher Mensch ist denn nun ganz erfüllt von diesem modernen Bewußtsein? Da scheint in unserem modernen Bewußtsein doch ein Abstellkämmerlein vorhanden zu sein, in dem sich Voraufklärerisches stapelt, um jederzeit sich revitalisieren zu können1.

Nein, es spricht einiges dafür, daß wir Menschen das glauben, was wir glauben wollen und das nicht glauben, was wir nicht glauben wollen. Nicht entscheidet so die Wahrhaftigkeit von etwas, daß wir es dann auch für wahr halten, sondern unser Wunschdenken entscheidet, was wir für wahr halten. Ein bekannter Witz: Todsein, das ist nichts anderes als am Sonntagabend sich schlafen zu legen, ohne daß dann je am Montgmorgen uns der Wecker: „Aufstehen“ befiehlt, da die Arbeit uns ruft. Der Tod verheißt die ewige Ruhe eines alptraumlosen Schlafens.

Aber für wen ist das eine Verheißung? Für einen Lebensmüden, dem letztlich die Frage: „Ist es besser zu sein als nicht zu sein?“ nicht mehr selbstverständlich ein „Ja“ zum Leben entlockt. Ludger Lütkehaus, ein ausgewiesener Schopenhauerkenner widmet dieser Frage ein ganzes, fast 800 Seiten umfassendes Werk: „Nichts“, um aufzuzeigen, wie unselbstverständlich dem Menschen, befrägt er sich selbst, sein „Ja“ zum Leben ist. Die wohltemperierte Antwort heißt dann wohl, daß es gut sei zu leben, da man sich gewiß sein könne, daß es auch mal endgültig enden würde. Der Vorstellung eines Lebens nach dem Tode wohnt ja auch eine bedrohliche Ambivalenz inne: Christlich formuliert, kann dies ewige Leben das ewige im Himmel oder ein ewiges in der Hölle sein2. Wer vor der Wahl steht, auf ein ewiges Glück hoffen zu können, wobei dann aber diese Hoffnung verbunden ist mit der Möglichkeit, stattdessen auch ewig in die Hölle verurteilt werden zu können, der kann dann auch die Wahl bevorzugen, auf diese Hoffnung zu verzichten, um somit auch das Risiko der Hölle zu vermeiden, daß man so die Option des ewigen Todschlafes wählt.

In Zeiten der Dekadenz, des geschwächten Lebenswillens, Nietzsche ist der Diagnostiker dieses Lebensüberdrusses, der dann seine Aufgabe in der Überwindung dieser Lust am Nichtmehrleben sah, kann die Verheißung eines ewigen postmoratalen Lebens einfach nicht mehr gut ankommen. Zu sehr hat sich Dekadenzmensch mit seinem Schicksal, sterben zu müssen und daß der Tod immer das letzte Wort hat, versöhnt. Man mache mal dieses kleine Experiment: In wie vielen Todesanzeigen seiner Heimatzeitung findet sich auch nur der kleinste Hinweis auf die Hoffnung auf eine Auferstehung der Toten und eines ewigen Lesens. Wenn überhaupt, dann findet sich höchstens noch die Artikulation des Hoffens auf ein ewiges Ruhen in Gott, aber es frägt sich dann, was diesen Hoffnungsgehalt noch von der Hoffnung auf ein ewiges Schlafen im Grabe unterscheidet.Zur Erinnerung: Ursprünglich meint "Ruhe" im Alten Testament nur, daß Israel eine Zeit ohne Kriege erlebte, als eine Gabe Gottes, so daß dies Negative, was nicht war, die Voraussetzung für etwas Positivem war:in Frieden leben zu können.Die Ruhe ist so selbst nicht etwas Positives sondern nur die Abwesenheit von etwas Negativem!

Meine These lautet also, daß nicht die Unglaubwüdigkeit des Osterevangeliumes seine gläubige Annahme verhindet, sondern die dekadente Überdrüssigkeit am Leben: „Ewig zu leben, wäre das nicht sehr langweilig!“, hört o so mancher Religionslehrer als eine Schülerantwort auf die kirchliche Lehre vom ewigen Leben.































1Die Serie: „Sturm der Liebe“ ist auch zeitdiagnostisch von beachtlicher Qualität, daß in unserer Zeit Menschen modern aufgeklärt, aber auch gut katholisch sein können, in der Not wird doch zur Mutter Gottes gebetet, sie können aber auch ich die „Tarotkarten“ legen lassen und können an Wahrträume glauben. Diese Inkonsistenz des heutigen Bewußtseins verkannt zu haben, ist der Kardinalfehler des Entmythologisierungskonzeptes von R. Bultmann.

2Gerade für die Bibel gilt dies: Die Bibel bezeugt nicht ein Ganztodsein des Menschen nach seinem Sterben, sonderrn ein Weiterexistieren in der Unterwelt, sehr ähnlich der griechischen Vorstellung von den Existenz im Hades. Der 1.Petrusbrief beschreibt diesen postmoralen Zustandes als dem eines Gefangenseins der Seele in einem Unterweltsgefängnis (3,19), aus der sie der Erlöser befreien will, als er hinabgefahren ist in das Reich des Todes, in dem die Toten gar nicht einfach tot sind. Daß das Leben nach dem Tode irgendwie weitergeht, ist eben nicht nur eine frohmachende Hoffnung sondern kann auch als eine Drohbotschaft gehört werden.

Dienstag, 24. September 2024

Kath de entdeckt einen neues „Feindbild“: den reaktionären "Trad-Wife"-Trend“. Zum Kampf wider die Frau

 

Kath de entdeckt einen neues „Feindbild“: den reaktionären "Trad-Wife"-Trend“.

Der Kath de Standpunktkommentar vom 24.9.2024"Trad-Wife"-Trend: Rückwärts-gewandte Entwicklungen im Blick haben“ klärt die Leserschaft nun auf über diesen neuen Feind. „Haushalt, Kinder und Ehemann als Zentrum des eigenen Lebens: Für Friederike Frücht ist der konservative "Trad-Wife"-Trend ein Warnsignal. Wir müssen rückwärtsgewandte Entwicklungen in der Gesellschaft im Blick haben, fordert Frücht.“

Über die Autorin teilt Kath de mit, daß sie Leiterin der Abteilung Kommunikation des kfd ist und gar die Chefreadakteurin der Mitgliederzeitschrift „Junia“. Ursprünglich hieß das Zentralorgan dieser katholischen Frauenorganisation: „Frau und Mutter“, aber aus feministischer Perspektive wurde dieser Name abgeschafft und ersetzt durch „Junia“, die soll eine „Apostolin“ gewesen sein, so ein Ergebnis feministischer Exegese. (Mein Rat: Sollte irgendwer die Absicht hegen, eine Karriere im Gebiet des Neuen Testamentes oder überhaupt in der Kirche zu starten, der verfasse eine exegetische Studie, die beweist, daß Jesus weder ein Mann noch eine Frau gewesen sei, sondern ein Transgender, der wöchentlich sein Geschlecht wechselte, wenn er nicht gerade „divers“ war.)

Was auf den ersten Blick nach einer persönlichen und selbstbestimmten Entscheidung für ein “natürliches” Lebensmodell aussehen mag, ist in Wirklichkeit eine Rückkehr zu überholten und potenziell gefährlichen Geschlechterrollen, die überdies idealisiert und als erstrebenswert dargestellt werden.“

Solange diese Rückkehr nur eine Privatentscheidung sei, müsse das wohl toleriert weden, aber dürfe nicht als ein Ideal dargestellt werden. Die Familie,die Frau als Mutter eigener Kinder, und die Liebe zu einem Mann, dem Ehemann, das seien eben conservative rückwärtsgewandte Vorstellungen, die gar gefährlich seien, ja sie hülfen, „patriachale Strukturen“ am Leben zu erhalten, die zum Untergang bestimmt sind wegen des allgemeinen Menschheitsfortschrittes, der die Frauen aus der Rolle der Mutter und der Ehefrau befreie! Darum heißt das Zentralorgan dieser Frauenorgnisation ja auch nicht mehr: „Frau und Mutter“! Das geschichtsphilosophische Konstrukt eines unaufhalsam voranschreitenden Fortschrittes bildet den Hintergrund zur Verurteilung alles Traditionellem, weil alles, was gestern noch wahr war, heute es nicht mehr sein kann: „Alles fließt“ (Heraklit)

Das feministische Ideal der Frau ist das der berufstätigen Frau, die nur, wenn es ihr als Berufstätige möglich ist, auch Mutter von Kindern sein will und auch als Alleinerziehende ein Vorbild der Emanzipation aus der frauenunterdrückenden Ordnung der Familie ist. Dank der Möglichkeit der Ganztagsbetreuung von Kindern in den Kindertagesstätten, den Kindergärten und den Ganztagsschulen kann und soll die Frau sich von ihrer Fixierung auf die Mutterrolle und auf ein Familienleben emanzipieren. Sie solle eben ganz wie der Mann in erster Linie für die Wirtschaft dasein und wenn überhaupt, dann nur noch nebenbei Mutter sein dürfen. Das feministische Ideal ist natürlich die lesbische Frau, die so ihre Fixierung auf den Mann überwinde.

Es ist kein Witz, aber ich habe selbst ein Referat einer feministischen Theologin gehört, daß die Fixierung der Frau auf den Mann ein Produkt der patriachalistischen „Erziehung“ der Frau sei, denn von ihrer Natur aus strebe sie nach dem Liebesglück mit einer anderen Frau. Die kritische Anfrage, wenn dem so wäre, würde die Menschheit ja aussterben, da so es keine Kinder mehr geben könne, erwiderte die Feministin: Das sei ein pures Männerargument, es gäbe für die Frau keine Verpflichtung, zum Erhalt der Menschheit etwas beizutragen durch eigene Kinder. Der lebensverneinden Charakter des Feminismus manifestiert sich eben nicht nur in dem behaupteten Frauenrecht auf die Tötung der Kinder im Mutterleibe sondern in der prinziiellen Verneinung der Mutterschaft. Auch wenn uns Heutigen das noch nach einer puren Science Fiction Utopie erscheinen mag, es ist schon heute vorstellbar, daß Menschen künstlich erzeugt in künstliche Brutkästen versetzt werden, um dann in Kitas und Kindergärten aufzuwachsen, ganz ohne eine leibliche Mutter. Endlich wäre so die Frau ganz und gar von der Mutterschaft emanzipiert, befreit von der patriachelistischen sprich frauenunterdrückerischen Zwangsvorstellung, daß das Lebensglück der Frau in der Liebe zu einem Mann und in gemeinsamen Kindern bestünde. Sie solle stattdessen nur noch arbeiten, Geld verdienen und im Konsumieren ihr Glück finden.

Linke Kapitalismuskritiker, die gab es mal, urteilten, daß das Recht der Frau, erwerbstätig sein zu dürfen wie auch der Mann, nur die ideologische Veridealisierung sei, daß nun auch die Frau gezwungen sei., ihren Lebensunterhalt durch Arbeiten zu verdienen. Die Frau wie auch der Mann sollen eben nur noch eine Funktion für die Ökonomie sein als Warenproduzent und Warenkonsument. Eine Mutterschaft und ein Leben als einer Familienmutter passen nicht zu diesem Verständnis des Menschen als einem Funktionselement der kapitalistischen Ökonomie. Der Feminismus soll so die Frau kapitalismuskompatibel umformen und ihr ihr natürliches Ideal, Mutter von eigenen Kindern zu sein und in ihrer eigenen Familie zu leben, perhorreszieren. Darin bestünde der kulturelle Fortschritt der Menschheit: Nur, wenn alle Frauen so ihr Leben führen würden, stürbe die Menschheit baldigst aus. So ist die Substanz des Feminismus sein Nein zum Leben.“Wenn Maria abgetrieben hätte, wäre uns das (das Lebensrecht und die christliche Religion) erspart geblieben!“, das ist die Wahrheit des Feminismuses. 

Theologisch geurteilt ist der Feminismus eine große Aufstandsbewegung gegen den lebenwollenden, lebensbejahenden Gott, der uns als erstes das Gebot gab: Seid fruchtbar und mehret Euch! Der Feminismus ist der Kristallisationspunkt der Dekadenz, der Lebensverneinung. Aber im Feminismus verneint sich die Frau auch selbst, daß sie keine mehr sein will.  



Donnerstag, 8. August 2024

LGBTQ-Propaganda an den Schulen Bulgariens gestoppt- Grenzen der Erfolgsgeschichte dieser Bewegung

 

LGBTQ-Propaganda an den Schulen Bulgariens gestoppt


In der heutigen Zeit ereignet sich auch noch Positives: Nach dem großen Propagandaerfolg der LGBTQ- Bewegung in Olympia erlitt diese Bewegung nun eine Niederlage und es ist wohl bezeichnend, daß diese in einem osteuropäischen Land sich ereignete. Die linksliberale Internetseite: „Zeit-Online“ stellt ihrer Leserschaft diesen Skandal am 7.8.2024 so dar:

In Bulgarien werden LGBTQ-Inhalte (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer) an Schulen künftig verboten. Das Parlament in Sofia stimmte mit großer Mehrheit einer von der prorussischen nationalistischen Partei Wasraschdane vorgeschlagenen Änderung des Bildungsgesetzes zu. Demnach sprachen sich 159 Abgeordnete für ein Verbot der Verbreitung von Ansichten zu "nicht traditionellen sexuellen Orientierungen" sowie einer "vom biologischen Geschlecht abweichenden" Identität aus.“

Die Überschrift nimmt die eindeutige Tendenz der Kommentierung schon voraus: „Diskriminierung: Bulgarien verbietet LGBTQ-Inhalte an Schulen“.Die Qualifizierung der Antragsstellerpartei als prorussisch und als nationalistisch reicht für die Leserschaft schon aus,um dieses Gesetzesvorhaben als etwas zutiefst Verwerfliches abzuurteilen. Kinder vor einer Beeinflussung durch eine LGBTQ-Propaganda zu beschützen, gilt nun als eine Diskriminierung.Die Kinder sollen eben vorurteilsfrei über die diversen Möglichkeiten zu praktizierender Sexualität „aufgeklärt“ werden. Das heißt konkret über die Möglichkeit des Vaginal- oder Analverkehres, über den Oralverkehr und die Masturbation: Dies verbirgt sich hinter dem Gerede über die sexuelle Vielfalt.Zudem sollten schon die Schulkinder dazu animiert werden, frei sich entscheiden können,ob sie die Liebe bzw den Sex mit dem anderen Geschlecht oder dem eigenen bevorzugen wollen und daß sie frei ihr Geschlecht sich erwählen können, daß ihr Geschlecht, das ihnen jetzt zu eigen ist, sie nicht dazu verpflichte,so zu bleiben.

Die bulgarische Regierung hat nun beschlossen, die Schulkinder von solch eine Unterrichtung zu schützen. Kinder sind eben vor der Pornographie wie auch vor solchen Manipulationen zu bewahren. Politisch Korrekte sehen das ganz anders.So wurde eine zeitlang propagiert,daß Kinder ein Recht auf Sex auch mit Erwachsenen hätten, wenn sie den einvernehmlich mit dem Sexpartner wünschten.

In der linksradicalen Zeitung: „Junge Welt“ liest sich das am 7.8.2024 so: „Homophobes Gesetz passiert Parlament in Bulgarien“, aber die prorussische Antragspartei gilt hier nur noch als eine nationalistische, da diese Zeitung in den antirussischen Kurs nicht miteinstimmt, sie wird wohl auch deshalb vom deutschen Verfassungsschutz observiert.

Zur Wertegemeinschaft des Westens gehört die LBGTQ-Ideologie dazu, so erfolgreich war sie und sie reüssiert weiter.Nur noch osteuropäische Staaten widersetzen sich ihr! Ob das nicht doch etwas mit der Dekadenz des Wesens zu tun hat nach dem Motto: die Sitten, wie im alten Rom? Schon die basalsten Grundlagen des Menschen, daß er zweigeschlechtlich ist und daß die Sexualität um der Fortpflanzung zum Erhalt der Gattung Mensch willen ist, sollen nun als etwas Ewiggestriges verurteilt werden und schon Schulkindern suggeriert werden, daß das alles nur eine Frage eigenen Entscheidens sei.

Dabei wird dann nicht ungeschickt das Ideal der freien Selbstbestimmung,auch als Autonomie vermarktet, propagiert,um möglichst viele auf solche Irrwege zu verführen. Denn man kann sich darauf verlassen,daß hier nicht einfach sachlich informiert wird. NVA-Offiziere und Bundeswehroffiziere kamen ja auch nicht in die Schulen,um rein sachlich über den Beruf des Soldaten zu informieren. Das dürfte genauso für LGBTQ-Aktivisten gelten, denen nun aber die ungarische Regierung Schulbesuche untersagte, was ja in den politisch korrekten Medien auch schärfstens kritisiert wurde.

Wer sich die Frage stellt, wie viel Christliches ist in Europa noch lebendig, wird nicht umhinkommen,sich einzugestehen, daß wenn dann noch in Osteuropa Christliches lebendig ist,daß da die schlimmsten Exzesse wenigstens noch aufgehalten werden.Könnte das auch darin liegen, daß die Orthodoxen Kirchen weniger anfällig für das Zeitgeistsurfing sind als die protestantischen und nun auch zusehens die Katholische Kirche? 1

1.Zusatz:

Naiv ist die Vorstellung, daß es dem Menschen selbstverständlich ist,leben zu wollen, weil er nicht durch seine Triebe determiniert ist, auch nicht durch seinen Überlebenswillen. Die Dekadenz ist so die Schwächung des Lebenswillens, der Verdacht, daß es vielleicht besser wäre,nicht zu sein. Vgl dazu brillant: Ludger Lütkehaus, Nichts! 

2.Zusatz

Eine erfolgsversprechende Marketingstrategie : sich als Opfer von Diskriminierungen zu inszennieren, um so dann zur Macht zu kommen, die aber unter der Maske des: "Wir sind doch Opfer" verborgen wird.



Montag, 5. Februar 2024

Was ist „frauenfeindlich“ und daß die Kirchen dagegen zu protestieren haben: die Mutterschaft!

 

Was ist „frauenfeindlich“ und daß die Kirchen dagegen zu protestieren haben!



Die Süddeutsche Zeitung, ein altehrwürdiges Schlachtschiff der politischen Korrektheit klärt ihre Leserschaft auf: „Die AfD gibt sich frauenfreundlich, doch im Grundsatzprogramm und in den sozialen Medien propagiert sie ein Menschenbild, das traditionelle Geschlechterrollen einfordert, Abtreibung ablehnt und die Mutterschaft als politisches Ideal definiert.“ „Frauenbild der AfD:Reproduziert euch“ lautet dann auch der Titel dieses Kampfartikels. Zur Unterstreichung liefert dann die Zeitung noch ein Bild eines Elternpaares mit zwei blonden Kindern! So etwas Abscheuliches propagiert die AfD: eine Familie mit Kindern und dann noch blonde. Blond soll hier wohl für deutsch stehen, für Kinder ohne erkennbaren Migrationshintergrund. Eine multiethnische Familie mit farbigen Kindern wäre wohl noch akzeptabel gewesen.

Frauenfeindlich ist also die Betonung der Geschlechterdifferenz und daß Frauen Frauen und Männer Männer sein sollen. Den Gipfel der Frauenfeindlichkeit erwähnt dieser Artikel aber nicht. Der Apostelfürst Paulus schreibt nämlich im 1. Timotheusbrief: Die Frau „wird aber dadurch gerettet werden,daß sie Kinder zur Welt bringt,wenn sie in Glaube,Liebe und Heiligkeit ein besonnenes Leben führt.“ (2,15) Nein, gut ist es für die Frau, wenn sie, sofern sie schwanger wird, ihr Kind töten läßt und uneingeschränkt berufstätig ist,ohne sich durch ein traditionalistisches Familienverständnis davon abhalten zu lassen: Keine Kinder und keine Familie! Und schon gar keine Kinder, die wie Deutsche aussehen!

Das Ideal der Mutterschaft ist eben ein frauenfeindliches! Wenn aber nun die Frauen keine Kinder mehr bekämen, dann würde die Menschheit in kürzester Zeit aussterben. Ist die „Süddeutsche“ so lebensfeindlich eingestellt? Wahrscheinlicher gilt die Parole: Keine Kinder, keine Familie!, nur der deutschen Frau oder der weißen, daß so die weiße, gar die blonde Rasse aussterben soll, um Platz zu machen für die anderen Rassen. Das wäre ein politisch korrekter Rassismus und so bejahenswert.

Nun appellieren katholische Bischöfe, aber auch Kath de und viele andere: Kämpft gegen Rechts,kämpft gegen die AfD. Ihr Menschenbild sei mit dem christlichen unvereinbar. So verwundert es auch niemanden,mit welcher Begeisterung die neue polnische Regierung gefeiert wird, da sie nun die „Abtreibung“ liberalisieren will, um endlich auch in Polen dem Menschenrecht auf der Kindestötung im Mutterleibe Rechnung zu tragen. Aber in Deutschland droht nun die AfD mit einer drastischen Einschränkung dieses Menschenrechtes. Die Propagierung des Ideales der Mutterschaft demonstriere gar den Willen, das eigene Volk am Leben zu erhalten!

"Stefanie Drese SPD,stellvertretende Fraktionsvorstzende der SPD im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns:

"Den Antrag der NPD Fraktion,den biologischen Fortbestand des deutschen Volkes zu bewahren,lehnen die Vertreter der demokratischen Fraktionen, in deren Namen ich heute spreche,mit aller Nachdrücklichkeit und aufs Schärfste ab. Dieser Antrag ist rassistisch und menschenverachtend".

(zitiert nach W.Hackert,Antigermanismus, Globalismus,Multikulti,2015,S.210).

Das Nein zur Mutterschaft, das Ja zur Kindestötung im Mutterleibe, daß die Frau um der Erwerbstätigkeit willen Nein zur Familie sagen soll, ist so entweder lebensfeindlich oder zumindest antideutsch motiviert, daß unser Volk aussterben soll. Darum ist nun die AfD zu bekämpfen als eine Lebensschutzorganisation. Die Katholische Kirche und die EKD sollen nun diesen Kampf gegen Rechts mittragen und gehorchen auch.Nur, damit bekämpfen sie ihr eigenes Fundament, den lebensbejahenden Gott, indem sie so Ja sagen zum Kampf wider Mutterschaft, wider das Recht auf Leben und wider die Lebensordnung der Familie. Oberflächlich beurteilt soll der Mann und nun auch uneingeschränkt die Frau der Ökonomie subordiniert werden gemäß der liberalen Ideologie des Primates der Wirtschaft, der Mensch sei für sie da als ein notwendiges Funktionselement, aber hintergründiger geht es um die Verneinung des Lebens durch die Destruktion der Grundlagen des Lebens, der Mutterschaft und der Familie. 

Das Nein zum Leben steht so im Zentrum des Kampfes gegen Rechts. 




Mittwoch, 6. Dezember 2023

Ein Ausverkauf des christlichen Glaubens

Ein Ausverkauf des christlichen Glaubens


Der Apostelfürst Paulus urteilte: „Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben,sind wir erbärmlicher als alle anderen Menschen“. (1.Korin-ther 15,19). In der „TAZ“ konnte man nun am 29.11.2023 ein sehr aufschlußreiches Interview mit dem evangelischen „Theologen“ Steffensky lesen, (Theologe Fulbert Steffensky: „Wir müssen nicht die Letzten sein“) dem Ehemannes der allseits bekannt-berüchtigten verstorbenen „Theologin“ Dorothee Sölle,deren Kernanliegen eine radicale Modernisierung des Glaubens war, damit er für die Zeitgenossen wieder zumutbar würde. Der 90 jährige Exehemann sagt nun:

„… ja, sie und die vielen Toten, die vor mir gestorben sind, sie lehren mich, dass man sterben kann. Sie haben es gekonnt, so werde ich es auch können, mehr oder weniger gut. Es muss ja nichts vollkommen gelingen, nicht einmal das Sterben. Ich bin, wie sie, gegen­ die nur scheinbar tröstende Idee vom ewigen Weiterleben. Zur Größe des Menschen gehört es, die eigene Vergänglichkeit anzuerkennen, so sollten wir es auch mit dem Tod halten.“

Klarer und eindeutiger kann ein Nein zur christlichen Verheißung des ewigen Lebens nicht ausgesprochen werden. Der Tod, daß jeder Mensch sterben muß, das muß bejaht werden. Die Hoffnung auf ein ewiges Weiterleben wird dabei als Scheintrost abgetan: Wer wolle den wirklich ewig leben! Ob zu leben wirklich etwas Gutes oder ob nicht viel mehr das Nichtsein dem Sein vorzuziehen sei, diese Frage bildet den Hintergrund dieser Verneinung des ewigen Lebens. Der benutzte Terminus des Weiterlebens signalisiert, daß das Leben, so wie wir Menschen es auf Erden nun mal erleben und erleiden, als nicht ewig lebbar erwünschenswert erscheint.Daß das postmortale ewige Leben nicht einfach die Prolongierung unseres Erdenlebens meint,(wie es sich die „Zeugen Jehovas imaginieren), sondern ein erlöstes Leben verheißt, wird dabei völlig ausgeblendet. Das Leben, wie es nun mal ist, ist nicht erstrebenswert, ewig gelebt zu werden.

Nietzsche formulierte dazu seine Antithese mit dem Postulat der ewigen Wiederkehr des Gleichen: „Lebe jeden Augenblick Deines Lebens so, daß Du ihn ewig wiederholen möchtest“ als seine Strategie der Überwindung einer nihilistischen Lebensverneinung. Nicht ewig leben zu wollen, darin manifestiert sich die Dekadenz unserer Zeit, denn letztlich ist es doch gut, nicht mehr zu leben und deswegen den Tod zu begrüßen.

Wenn es nun kein Leben nach dem Tode gibt, kann dann Jesus jetzt noch leben? Bei modernistischen Theologen wie Frau Sölle findet sich darauf auch die verklausulierte Antwort: Nein. Jesu vorbildliches Leben soll weiterwirken, aber auch für ihn gilt die Endgültigkeit des Todes. Im Protestantismus hat die sogenannte „dialektische Theologie“ Anfang des 20.Jahrhundertes dies präfiguriert durch ihren Kampf wider die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele. Gaarder bringt das in seinem Buch: „Sofies Welt“ in dem Pauluskapitel so zum Ausdruck: „Aber das Christentum lehrt,daß es im Menschen nichts gibt - zum Beispiel auch keine >Seele<- was von sich aus unsterblich sei.“

Zur Natürlichkeit des Menschen gehöre so seine Sterblichkeit, besser gesagt sein Sterbenmüssen. (Zur Verdeutlichung: Nymphen können eines gewaltsamen Todes sterben, müssen aber nicht sterben, und könnten so auch unbegrenzt leben - so nach der zwölfteiligen finnischen Erfolgsserie: „Nymphs“, mehr als sehenswert) . Gott könne dann zwar aus reiner Gnade den Verstorbenen ein ewiges Leben gewähren, aber das wäre dann eine Zusatzgabe, die nicht zum natürlichen Leben des Menschen gehörte. Ja, dies postmortale Leben wäre genau genommen ein unnatürliches Leben und somit nicht mehr die Vollendung des natürlichen, da der Mensch ohne eine unsterbliche Seele zu sein, von seiner Eigennatur her zum endlichen Leben bestimmt ist. Wer also sein Todwerdensein bejaht, bejaht sein natürliches Leben als ein zum Sterbenmüssen bestimmtes. Die christliche Hoffnung auf das ewige Leben wird damit aufgegeben, aber damit auch die des Reich Gottes, denn kein schon Verstorbener kann daran noch einen Anteil bekommen, selbst wenn sich einmal in der Zukunft ereignen sollte.

 

Dienstag, 29. August 2023

Praktizierte Dekadenz in der Kirche, in Deutschland oder die „Gay-Mission“ des Bistums Münster“

Praktizierte Dekadenz in der Kirche, in Deutschland oder die „Gay-Mission“ des Bistums Münster“ „Haltern sieht bunt“, so stand es auf Kath net am 29.8.2023 geschrieben:“Eine Pfarre im Bistum Münster veranstaltet eine "Christopher-Street-Day"-Schwulenparade und das Bistum verkauft dies in naiver Weise als "farbenfrohes und fröhliches Fest." Wer einmal die Geschichte der Dekadenz in Westeuropa rekonstruieren möchte, wird wohl als eine kleine Fußnote dies Ereignis erwähnen, da es so symptomatisch für diese unsere Dekadenzepoche ist. Wer sich im politischen Diskurs auskennt, kennt die Bedeutung der Worte: „bunt“ und „farbenfroh“. Nur Rot-Grün und die Homofahne sind gestattet, alles, was schwarz, also conservativ und braun, also rechts ist, ist ausgeschlossen. Man feiert eben nur unter sich, unter Gleichgesinnten. Wehe dem, der auf diesem fröhlichen Fest auf die hl.Schrift, deren Aussagen zur Homosexualität und die Lehre der Kirche über diese Causa verwies, der wäre hier persona non grata. Eintönige Einfarbigkeit dominiert so dies bunte Fest. Aber warum ist nun dies Fest auch eine Manifestation der Dekadenz in den Zeiten der Potmoderne? Jede Kultur steht vor der fundamentalen Aufgabe, in ihr die gelebte Sexualiät so zu regulieren, daß der Fortbestand der Gesellschaft gesichert ist. Der Mensch lebt nicht einfach natürlich seine Sexualität, denn dazu ist er durch seine Eigennatur unterbestimmt. Seine Triebe, auch sein Geschlechtstrieb determinieren den Menschen nicht so, daß von Natur aus die Erhaltung seiner Gattung durch die Fortpflanzung garantiert wäre. Er verhält sich nämlich seiner Natur gegenüber frei, sodaß er auch wider seine Natur leben kann. Die Möglichkeit zum Widernatürlichen ist so ihm als einzigem Wesen von seiner Eigennatur her angelegt. Darum muß die Sexualität des Menschen kulturell reguliert werden,darum gibt es auch eine Bevölkerungspolitik des Staates.Die Homosexualität sagt nun „Nein“ zur Fortpflanzung und damit verneint sie das Leben. Zu allen Zeiten gab es nun Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, kinderlos blieben. Für das Alte Testament galt dabei, daß die Kinderlosigkeit das größte Unglück für eine Frau war.Gerade für die jüdische Frau galt das ob der Verheißung Gottes, Israel zu einem großen Volk wachsen zu lassen. Heutzutage erleben wir in den westlichen Ländern aber etwas Einzgartiges: In allen westlichen Ländern sterben jährlich mehr Menschen als neu geboren werden. Die westliche Kultur ist so wahrhaftig eine des Todes. Existierten nicht noch nichtwestlich lebende Kulturen, die Menschheit reduzierte sich jetzt schon drastisch. Jetzt aber wird der Mangel an dem Eigennachwuchs durch den massenhaften Import von Menschen aus den nichtwestlichen Ländern kompensiert. Dies kann aber nur solange praktiziert werden, wie lang in diesen Ländern noch ein Überschuß hervorgebracht wird. Ist erst die ganze Welt verwestlicht, droht so ihr Untergang. Das Nein zum eigenen Nachwuchs ist so die praktisch umgesetzte Dekadenz: Das Leben will seine eigene Zukunft nicht mehr. Der Christopher-Street-Day feiert diese Lebensverneinung. Der Gott Jesu Christi, der Gott, so wie ihn die hl. Schrift bezeugt, ist dagegen der Gott des Lebens: Er will, daß seine Geschöpfe leben und ihre Gattung erhalten. So will er auch das Leben der Menschen, daß sie sich fortpflanzen und so sich erhalten. Dies bunt-fröhliche Fest der Gemeinde zu Haltern feiert dagegen das dekadente Nein zum Leben, die Überdrüssigkeit am Leben.

Dienstag, 22. November 2022

"Eine Liebe" -verboten! Der "Freie Westen" tobt!

„Eine Liebe“- verboten! Der „Freie Westen“ tobt! Unfaßar aber wahr: Die Fußballer der Deutschen Nationalmannschaft dürfen in der Fußballweltmeisterschaft in Katar keine Werbung für den Homosex auf ihren Trikots tragen! Der ganze freie Westen und nicht nur die „Bildzeitung“ ist empört. Wäre es nicht am besten, wenn die Mannschaft so nicht zu ihren Spielen anträte! Die TZ schreibt dazu am 22.11. 2022: „Das Verbot der „One Love“-Binde durch die FIFA und das damit verbundene Einknicken der sieben Verbände löste weltweit Reaktionen hervor. Während in Europa die Empörung auf vielen Seiten groß ist und vor allem gegen den Fußball-Weltverband geschossen wird, gilt die Aktion in den arabischen sozialen Netzwerken als „heldenhafter Sieg“ von Katar „über den westlichen Zwang“ Aber es gibt noch wirklich mutige Kämpfer, die für die Grundwerte des „Freien Westens“ eintreten: „Der dreimalige Rodel-Olympiasieger Felix Loch hat das DFB-Team nach der Eskalation der Diskussion um die „One Love“-Kapitänsbinde zur Abreise von der WM in Katar aufgefordert. „Wir alle lieben den Fußball – unsere Freiheit, Demokratie und Menschenrechte aber mehr! Packt‘s zam und kommt‘s nach Hause!“, twitterte der 33-Jährige.“ Ob wir den Wirtschaftskrieg gegen Rußland und den anhebenden gegen China nicht auch auf Katar und alle arabisch-islamischen Länder ausdehnen sollten, die immer noch nicht die Homosexualität als die höchste Entwickelungsstufe der Sittlichkeit und Freiheit bejubeln? Wenn nun eingewandt würde, daß doch auf den Trikots von Nationalmannschaften nie Werbung für politische Anliegen stehen durften, verkennt eben die Bedeutung frei ausgelebter Homosexualität für das Wohlergehen der Menschheit! Leider konnten sich die „One-Love“-Bischöfe Deutschlands ja in Rom nicht durchsetzen, aber Homosexpaare sollen weiterhin gesegnet werden! Nein, am Homosex wird die Welt genesen, auch wenn sich so Reaktionäre wie Rom, Katar und ein paar Restkatholiken damit nicht abfinden wollen. Summa summarum: Kann noch an der Dekadenz des „Freien Westens“ gezweifelt werden,daß wir so zugrunde gehen werden wie einst das „Alte Rom“? .Zusatz: Gesetz den Fall, daß Spieler erklärten,bei den Spielen eine Binde zu tragen mit: "Jesus-Gottes Liebe zu uns!" und die Fifa hätte das untersagt, hätte irgendwer im "Freien Westen" dagegen protestiert oder auch nur die Kirche? Aber der Discounter "REWE" hat die Cooperation mit dem DFB eingestellt, weil die Spieler nicht für die Homosexualität werben durften! Die Prioritäten des "Freien Westens" sind klar. Eigentümlich, daß jetzt ein Element der Dekadenz des "Alten Roms" als ein konstitutives Element der modernen aufgeklärten Gesellschaft gelten soll!

Donnerstag, 28. April 2022

Wie man den Erlöser Jesus Christus überflüssig macht

(auch über Dekadenz, die Vernaturalisierng des Todes und über postmoderne Beliebigkeit=Toleranz)


Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben;wer aber dem Sohne nicht gehorcht,wird das Leben nicht sehen,sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.“ So belehrt uns Jesus selbst. (Joh, 3,36) Ewiges Leben oder nicht ewig leben, glauben oder nicht glauben=nicht gehorchen und dann der Zentralbegriff des Zornes Gottes, diese Begriffe bestimmen diese Aussage Jesu:

Der Zorn Gottes ist über den Menschen. Darum leben sie nicht ewig. Wenn sie aber an Jesus Christus glauben, dann sind sie nicht mehr unter dem Zorn Gottes sodaß sie dann ewiges Leben haben. Glauben sie aber nicht an ihn, verbleiben sie unter dem göttlichen Zorne. Zu beachten ist dabei, daß Gottes Zorn nicht Gottes Reaktion auf den menschlichen Unglauben ist, sondern der göttliche Zorn ist schon vor dem Unglauben auf ihnen seiender. Der Glaube an den Erlöser wendet so den Zorn Gottes ab. Das ist vergleichbar mit einer Medizin, die den Erkrankten vorfindet, aber nur den gesunden läßt, der sie auch einnimmt.

In dem Psalm 105,23 f steht geschrieben: „Da gedachte Gott, sie zu vertilgen, wenn nicht Moses, sein Auserwählter in den Riß vor ihm hingetreten wäre, um Gottes Zorn abzuwenden,daß er sie nicht vertilge.“ So furchtbar ist Gottes Zorn, daß er sein erwähltes Volk um dessen Sünde willen vertilgen wollte. Moses aber wendete diesen göttlichen Zorn ab. Die Existenz des Menschen wird so zu einem Drama, wenn der Mensch als ob seiner Sünde unter dem Zorne Gottes Stehender begriffen wird. Ihm droht seine Vertilgung durch seinen Tod, daß er das ihm eigentlich zugehörige ewige Leben nicht schauen wird, Erst durch Gottes Zorn wird er ja zu einem zum Sterbenmüssendem verurteilt. (So ist die volkstümliche Vorstellung vom Sensemann als dem Bringer des Todes theologisch nicht gänzlich falsch, unterstreicht sie doch in ihrer Bildhaftigkeit doch den richtigen Gedanken, daß das Sterbenmüssen und der Tod des Menschen etwas Widernatürliches ist: Er wird getötet durch den Sensemann.)

Wer rettet wie den Menschen aus diesem Todesverhängnis?Jesus gibt darauf eine klare Antwort: Er selbst, wenn man an ihn glaubt. Was geschieht dann aber, wenn der Mensch meint, daß sein Sterbenmüssen und sein Todseinwerden etwas ganz Natürliches sei, daß es so auch von diesem Geschick keiner Erlösung bedürfe? Er wird sich für gesund haltend zum göttlichen Arzt sagen: „Dich brauche ich nicht!“

Vielleicht fügt er dann noch eingedenk des Erfolgsliedes von Freddy Mercury hinzu: „Wer will denn schon ewig leben!“ Irgendwie sei es doch auch gut, wenn es mal zu Ende geht, das Leben. Die Dekadenz unserer Zeit, diese Schwächung des Lebenswillens ist so eine der größten Hindernisse zum Glauben an Jesus Christus. Die Vernaturaliserung der Todesgeschickes ist dabei als eine Konsequenz des geschwächten Lebenswillens zu begreifen.

Aber der Heiland Jesus Christus kann auch in einer anderen Weise überflüssig gemacht werden. Die Ausgangsthese lautet dabei, daß Gott gar kein zorniger Gott sein könne, da er ja als die Liebe jeden Menschen liebe. Zu dieser göttlichen Liebe gehöre es dann dazu, daß dieser Gott auch jedem ein ewiges Leben schenken werde. Jeder wird also ewig leben, zu glauben heißt dann nur noch, darauf zu vertrauen, daß Gott jedem dieses Leben schenken wird. Deshalb bedürfte es gar keinen Erlöser, sondern nur eines, der die Menschheit über diesen Sachverhalt aufkläre, daß Gott als uns alle Liebender uns alles gewähren wird, was für uns wirklich gut sei. Somit ist genau genommen nicht nur der Glaube an Jesus Christus überflüssig sondern er selbst auch, denn er lehrt uns ja nur etwas, was auch ohne diese Aufklärung für uns wahr ist. Es gliche einem Arzt, dessen Aufgabe darin bestünde, Gesunden zu sagen, daß sie gesund seien. Dies Aufgabe ist so die Aufgabe des Arztberufes.

Daß dann in den Zeiten postmodernistischer Toleranz Jesu Christi Lehre, daß nur der wahre Glaube, der an ihn, Menschen vom Todesschicksal erlösen könne, nicht auf Zustimmung rechnen kann, ist eine Selbstverständlichkeit: Jeden religiösen Glauben belohne Gott mit dem ewigen Leben und wer Atheist sei, aber anständig lebe, dem wird Gott auch nicht das ewige Leben vorenthalten. Damit ist dann Jesus auch überflüssig geworden.

Es könnte einem so vorkommen, als wolle man in den nachkonziliaren Zeiten nur noch eines beweisen, daß dieser Jesus genau genommen überflüssig sei: Wir bräuchten eben keinen Erlöser mehr!


 

Mittwoch, 26. Januar 2022

Ist der "Freie Westen" am Ende- erleben wir unseren Untergang?

Ist der „Freie Westen“ am Ende- erleben wir unseren Untergang?


Seit Oswald Spenglers WerK: „Der Untergang des Abendlandes“ gilt nicht nur der Mensch sondern auch ganze Kulturen als sterblich. Paul Valery versicherte, „daß sogar die großen,durch Sprache, Recht und Arbeitsteilung integriertenn Kollektivgebilde sterblich seien“. P.Sloterdijk; Götterdämmerung, in: ders: Nach Gott, 2017, S.7. Fragen wir einfach: Erleiden wir das jetzt? Unter dem Titel: „Spätrömische Dekadenz“ schreibt P.Helmes:

Wir- Deutschland und die meisten Länder Westeuropas -stehen am Abgrund,kurz vor dem Niedergang. Da kommt einem schnell der Begriff >spätrömische Dekadenz< in den Sinn, denn auch Rom ist weniger durch fremde Mächte als vielmehr durch inneren Zerfall zerstört worden. Das trifft auch auf unsere Überfluß-und Überduß Gesellschaften zu.“

Westeuropa aber auch Amerika erscheinen uns so als die Zentren der heutigen Dekadenz, wohingegen etwa Ungarn, Polen und Rußland und isb das aufstrebende China von dieser Dekadenz (noch) nicht infiziert sind. Ob nun Deutschland wirklich ein Überflußland ist, das ließe sich aber in Frage stellen, beachtete man die sehr unterschiedliche Teilhabe am Reichtum in unserem Lande. Aber ein Überdrußland, das trifft schon eher. Aber das Eigentliche kommt erst in der weiteren Ausführung:

Hinzu kommt gerade bei den Linksgrünen ein abgrundtiefer Haß auf den Westen, auf die >alten weißen Männer<,die weiße Rasse- also Haß auf alles Deutsche, aber >Offenheit< zum Islam und dessen Eroberungs- und Unterwanderungsbestreben.“ Helmes, Die grüne Apokalypse, 2001,S.26f. Das „Hinzu“ verdunkelt nun aber nun die Dekadenz, die ja gerade in der Selbstverneinung ihr Zentrum hat. Auch ist diese Selbstverneinung nun nicht ein Alleinstellungsmerkmal der Partei der Grünen. „Die Antideutsche Bewegung“ ist erstmal ein Produkt linksextremistischer Kreise als Reaktion auf die Wiedervereingung Deutschlands 1989f, aber auch eine Reaktion auf die Enttäuschung über die nun wirklich sich ereignet habende Revolution in der DDR, die diesen sozialistischen Staat liquidierte: Nun macht das deutsche Volk endlich eine Revolution, aber mit dem Ziel, den Kapitalismus wieder einzuführen. Linksradicale waren also maßlos enttäuscht über dies Versagen des „revolutionären Subjektes“, das sich nun aus ihrer Sicht als rein konterrevolutionär erwies. Das deutsche Volk wurde so abgeschrieben.

Aber die von Helmes konstatierte Dekadenz wie im Alten Rom ist nun wirklich nicht limitiert auf die Grünenpartei.Und sie ist gerade der Selbstverneinungswille. Naiv könnte geglaubt werden, daß ein Selbsterhaltungswile und somit die Selbstbejahung etwas ganz und gar Natürliches sei, daß es dann aber oft an der Nächstenliebe fehle. So gingen Kulturen wohl trotz ihres Gemeinschaftsethos an einem Zuviel an ausgelebtem Egozentrismus zu Grunde.Jeder liebe sich zwar selbst, aber nicht jeder und nicht immer wird der Mensch dem göttlichen Gebote: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selber“ gerecht.

Aber wie nun, wenn nicht nur einzelne Menschen, sondern ganze Kulturen des Lebens überdrüssig geworden ihre Selbstnichtung als erstrebenswert ersehnen? Ein Bürger des Deutschen Staates ist ausgezeichnet wie auch jeder Bürger eines anderen Staates durch einen Komplex von Identitäten: Er ist männlich oder weiblich, er ist Deutscher oder Nichtdeutscher im ethnischen Sinne, er ist aber Deutscher Staatsbürger oder einer ausstaffiert mit mehreren Staatsbürgerschaften, sodaß diesbezüglich seine Identität unklar ist, er kann einer Religionsgemeinschaft oder auch einer politischen Partei angehören und noch basaler einer Rasse, im Regelfall der „Weißen Rasse“.

Wenn ein solcher Multiidentitärer nun sich selbst verneinen will, dann verneint er sich bestimmt, etwa als Deutscher oder als Weißer oder als Teilhaber der abendländischen Kultur. Er kann sich aber auch als Mensch verneinen in der extremsten Form des Freitodes aber auch weltanschaulich, indem er sich nur als höher entwickeltes Säugetier verstehen will oder als Vorstufe zum Übermenschen, der so das einfache Menschsein evolutionär hinter sich läßt.

Das Spezifische der Dekadenz bei uns ist nun die Verneinung als Deutscher. Das Deutsche Volk gilt -politisch korrekt beurteilt- als „massa perditionis“, um es augustinisch zu formulieren, als ein völlig moralisch verdorbenes Volk, das im Holocaust seinen wahren Volkscharakter der Welt offenbart hat. Aus diesem Volke muß man sich emanzipieren, will man als ein „Guter Mensch“ gelten. Darum hat man ein Anti-Deutscher zu sein. So denken heute politisch Korrekte völkischer als selbst die heutigen Rechten, denn sie glauben an die Bestimmtheit jedes Deutschen durch sein eigenes rein negatives Volkstum.

Diese spezifische deutsche Selbstverneinug wird nun auf den „Weißen Mann“ ausgedehnt, daß nun diese Rasse als Ganzes eine solche „massa perditionis“ sei. Wie sich diese Ausdehnung ereignete, das zu eruieren, wäre eine mehr als lohnende Aufgabe.

Aber dies sind doch nur Oberflächenphänome.Zu Grunde liegen dürfte dem etwas viel Tieferes,nämlich eine Schwächung des Lebenswillens. Das Leben kann als nicht lebenswert empfunden werden. Daraus kann dann eine produktive Haltung dem Leben gegenüber entspringen: das Streben nach einem besseren Leben und eine negative, daß das Leben an sich als ein Leidenmüssen wahrgenommen wird und so die Idee der Lebenswillenüberwindung entsteht, wie es Schopenhauer entfaltete. Die christliche Religion ist so auch ein Protest gegen das Leben,wie es real ist im Hoffen auf ein wahres jenseitiges, wohingegen der Buddhismus der Wille zur Erlösung vom Leben ist. Nicht das bestimmte Leben sondern das Leben als solches soll so negiert werden.

Die jetzige Dekadenz im freien Westen ist somit nicht eine Verneinung des Lebens selbst sondern eine bestimmte Verneinung, die des weißen abendländischen Mannes. Dieser soll seinen Platz in der Geschichte räumen, um Platz den Anderen zu machen, dem Nichtweißen, dem Nichtmann, dem Niichtchristen, dem Nichtabendländer. Dazu wird dann die Kulturgeschichte des Abendlandes völlig umgeschrieben: Sie soll nur noch eine der Unterdrückung und Ausbeutung der anderen Menschen und der Natur sein. Dabei nimmt dann der Deutsche die Sonderrolle ein, unter den Bösen wirklich der Böseste zu sein.

Die Schwächung des Lebenswillens ist so einerseits ein Produkt der hypermoralistischen Selbstkritik der Geschichte des „Weißen Mannes“, der nur noch für das Negative steht, aber die Schwächung des Lebenswillens ist auch die Voraussetzung einer solchen selbstestruktiven Geschchtsbetrachtung. Der darin sich manifestierende Überdruß am Leben ist eben der alt gewordener Völker, die nicht mehr an eine eigene Berufung glauben. Der Westeuropäer will wohl noch als Einzelindividuum leben und sein Leben genießen wollen, aber er will nicht das Weiterleben seines eigenen Volkstumes oder seiner Rasse.

Der Feminismus spielt so gesehen in der allgemeinen Dekadenz eine Sonderrolle, da er mit seinem Nein zum Leben, noch nie sind im Namen einer Ideologie so viele Menschen getötet worden wie in seinem, eher eine prinzipielle Verneinung des Lebenswillens ist, der so gerade im Töten der Kinder im Mutterleibe seine authentische Praxis hat. Die Feministin praktiziert so ihr Nein zur Zukunft des Lebens, indem so die Nachkommenschaft abgetrieben wird. So ist der Feminismus die radicalste Gestalt der Dekadenz mit seinem Nein zum Leben überhaupt in der Spannung zu bestimmten Verneinungen des Lebens, des Neins etwa zum Deutschen Volkstum oder der „Weißen Rasse“.




 

Donnerstag, 22. April 2021

Die EKD und die politisch korrekte Gewalt. Über antifaschistische Seenotrettungsschiffe


Am 21.4.2021 berichtet das immer hundertprozentig politisch korrekt ausgerichtete Katholisch de, daß der EKD-Ratsvoesitzende das von einer evangelischen Landeskirche gesponserte „Seenotrettungsschiff“ ohne die „Antifa-Fahne“. Diese war von der Besatzung dieses Schiffes gehißt worden, um so ein klares Bekenntnis ihrer politischen Gesinnung abzugeben.

Die „Antifa-Fahne“ steht dabei für den militanten Antifaschismus, die in der Fahne gezeigten 2 Fahnen, die rote und die schwarze fungieren dabei als Symbol für den Kommunismus und den Anarchismus. (Die Coooperation von Kommunisten und Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg gegen Franco funktionierte zwar nicht immer optimal, manches mal bekämpfte man sich auch gegenseitig- umso wichtiger also die heutige Beschwörung der Einheit von Kommunisten und Anarchisten in ihrem Kampfe gegen Rechts.

Gewaltanwendung gegen Personen gehört zur Praxis dieser Antifa: So wurde bekanntermaßen Horst Wessels von Antifaschisten ermordet in seiner Wohnung und jetzt wurde der Vorsitzende der Jungen Nationaldemokraten in seiner Wohnung aufgesucht und krankenhausreif geschlagen von Antifaschisten. Der Tagesspiegel berichtete darüber am 11.3.2021:

Getarnt als Polizisten sind Unbekannte am Donnerstagmorgen in die Wohnung eines 30-Jährigen im sächsischen Eilenburg, nordöstlich von Leipzig, eingedrungen. Der Wohnungsinhaber sei körperlich angegriffen worden und habe laut Pressemitteilung des sächsischen Landeskriminalamtes Verletzungen erlitten, die später im Krankenhaus behandelt wurden .

Nach Informationen des Nachrichtenportals „TAG24“ handelt es sich bei dem Opfer der Attacke um den Bundesvorsitzenden der rechtsextremen Nachwuchsorganisation der NPD „Junge Nationalisten“ Paul Rzehaczek. Nach Polizeiangaben sollen die Angreifer dunkel gekleidet und vermummt gewesen sein. Durch gelbe Westen mit der Aufschrift „Polizei“ hätten sie den Anschein erweckt, sie seien Beamte.

Das Nachrichtenportal „TAG24“ berichtet, dass fünf Personen offenbar gezielt beide Sprunggelenke des JN-Vorsitzenden mit einem Hammer zertrümmert hätten.“

Wenn der EKD-Vorsitzende erklärt, daß für ihn der wirkliche Antifaschismus nichts mit Gewalt zu tuen habe, dann ist das eine absurde Behauptung: Der Antifaschismus war immer militant und schreckte auch nie vor einer Gewaltanwendung zurück. Man denke doch an die im Spanischen Bürgerkrieg von Antifaschisten ermordeten Priester und Nonnen, um jeder Illusion über einen nicht Gewalt praktizierenden Antifaschismus zu desa-vouieren. Antifa heißt Gewalt gegen Rechts! Das ist eben politisch korrekte Gewalt.

Aber wenn der Ratsvorsitzende dann (Kath de am 21.4. 2021) sagt:

"Als EKD haben wir eine glasklare Position für den Schutz von Menschenleben und für Gewaltfreiheit. Wo Menschen unter dem Label des Antifaschismus Gewalt anwenden oder dazu aufrufen, macht mich das zornig. Mit wirklichem Antifaschismus hat das für mich nichts zu tun." ,dann steckt darin ein Pferdefuß: Wie erst nimmt es denn die EKD mit dem Schutz des Lebens? Das Ja der EKD zum Töten von Kindern im Mutterleibe als Grundrecht der Frau, zeigt überdeutlich an, daß diese „Kirche“ mit dem Schutz des Lebens sehr wenig im Sinn hat, bejaht sie ja die Tötung von unschuldigen Kindern im Mutterleibe, spricht sich aber gegen die Todesstrafe an Verbrechern aus, weil die unmenschlich wäre.

Bei so viel Gewaltbejahung passen EKD und Antifa doch gut zusammen. 

 

Corollarium

Bedenkenswert ist aber auch der Zusammenhang von Antifaschismus und der "Seenotrettungshilfe" für Flüchtlinge. Ist diese Seenotrettung ein antifaschistisches Projekt, dann ist nach dem ideologischen Zusammenhalt zu fragen. These: Der Antifaschismus erhoffte sich die Überwindung der bürgerlichen Gesellschaft durch die Revolution der Arbeiterklasse. Da diese Hoffnung sich als Trug erwies, wird jetzt darauf gesetzt, durch die Multiethnisierung und Multikultivierung die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören: die Asylanten und Migranten als neues revolutuionäres Subjekt der Zerstörung unserer jetzigen Ordnung.  





 

Samstag, 6. März 2021

Leben wir in Zeiten der Dekadenz- Sagen wir Nein zum Leben? Irritierendes!

In den Sprüchen Salomons (8,35) steht geschrieben: „Omnes, qui me oderant, diligunt morten“= Alle, die mich (die Weisheit)hassen, lieben den Tod: ein auslegungsbedürftiger Spruch Salomons.

In welchem Verhältnis stehen hier der Haß und die Liebe? Wird die Weisheit gehaßt, weil der Tod geliebt wird? Oder ist die Folge des Hassens der Weisheit die Liebe zum Tode? Man könnte diese Aussage aber auch ganz anders deuten: Denen, die Weisheit hassen, wird gesagt, daß sie so unbeabsichtigt den Tod lieben, weil die Folge der Verachtung der Weisheit der Tod ist.

Spontan wird man meinen, daß jeder ganz natürlich sein eigenes Leben liebt und so als erhaltenswert erachtet, nur daß eben diese Liebe egozentrisch ist und so der Nächstenliebe ein Hindernis ist. An einem Mangel an praktizierter Nächstenliebe leide so die Menschheitsgeschichte. Es wäre so eine Aufgabe der Kultur, die egozentrische Selbstliebe zugunsten einer Selbstliebe, die auch einen Raum läßt für die Nächstenliebe umzuformen.

Aber Salomon mutet uns hier den Gedanken zu,Menschen uns zu imaginieren, die den Tod lieben, die die Weisheit als Kunst guten Lebens verachten, weil sie den Tod, den ihrigen und den anderer lieben.S. Freud sprach ja von einem Todestrieb des Menschen. Der Titel Jenseits des Lustprinzips der 1920 verfassten Schrift, in der Freud seine Überlegungen zum Todestrieb ausführt, deutet Freuds Verständnis desselben an: Er strebt nach Zurückführung des Lebens in den anorganischen Zustand des Unbelebten, der Starre und des Todes.“ Wikipedia, Todestrieb.

Könnte so dieser Spruch Salomons als Beleg für einen solchen Todestrieb angesehen werden?

Noch verwirrender wird es, wenn man Versucht, zwischen diesem Todestrieb und der Vorstellung von der Liebe Tolstois einen Zusammenhang zu sehen. Denn so kritisiert E. Hirsch Tolstoi: „Zunächst jener dumpfe Liebesdrang, der das eigene Leben mit dem Leben aller Menschen, ja des Alls,verschmelzen möchte und sich zerstörend gegen alle Formen des Einzellebens wendet.“ Hirsch, Deutschlands Schicksal, 1920, S.134f.

Diese Verschmelzungsphantasie inkludiert ja die Verneinung des Einzellebens, es ersehnt seine Zerstörung. Wenn jedes bewußte Leben notwendig die Trennung des Iches von allem anderen mit sich zieht, weil alles Nicht-Ich dann dem Ich zu seinem Objekt wird, von dem er so als Ich abgesondert existiert, dann kann es diese Verschmelzung und dies Aufgehen in allem nur als Selbstnegation des Iches vollzogen werden- so wie das Ich im buddhistisch gedachten Nirvana sich nichtet. Ist solch eine Selbstauflösungsvorstellung nicht faktisch der Wunsch nach dem eigenen Tode? Wie könnte denn auch sonst das Belebte oder gar bewußte Leben eins werden mit dem Unbelebten?

Kulturkritisch formuliert, liegt es nahe, einen solchen Todestrieb nicht als eine Konstante im Menschen anzusehen wie etwa seinen Fortpflanzungstrieb, sondern als ein Phänomen dekadent gewordener Kulturen, daß nur der Kulturmensch des Lebens überdrüssig den Tod für sich und gar für alle ersehnt. Ist nicht Nietzsche einer der feinsinnigsten Kritiker solcher dekadenten Todessehnsucht, die er in Schopenhauers Lehre von der Verneinung des Lebenswillens wahrnimmt, sodaß er den Willen zur Macht als gesteigerte Lebensbejahung dieser Todesmelancholie entgegensetzt?

Die Weisheit Salomos erfaßte so eine dunkle Möglichkeit des Menschen, die sein, gar das ganze Leben zu hassen und so kein Ohr mehr haben zu können für die göttliche Weisheit als Lebenskunst.

Leben wir den nun, 100 Jahre nach Freud und Hirsch wieder in Zeiten der Dekadenz, jetzt auch in der Ausgestaltung des Selbsthasses des „Weißen Mannes“ auf sich selbst, daß nun die westliche Kultur, die abendländische ihren eigenen Untergang will?

 

Dienstag, 12. November 2019

Eine fast vergessene Wahrheit: der Verlust der christlichen Hoffnung!

"Mit der Frage über die "Auferstehung der Toten" kannst du heute irgendwie keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken. So kommt es mir zumindest im Alltag vor. Kommt man – und das nicht nur im typischen Totenmonat November – auf die Frage, was denn nach dem Tod sein wird, dann erntet man Kopfschütteln, zweifelnde Blicke oder gar die Antwort, dass man da nichts Genaues weiß und sich deshalb darüber auch keinen Kopf zerbrechen sollte." Dem kann leider nicht widersprochen werden. (Katholisch de am 10.11.2019 in der Auslegung des Sonntagsevangeliums)
Als ich noch Vikar der Reformierten Kirche war und da auch "beerdigte" sprach mein Mentor, ein erfahrener Pfarrer, der vor Ort mich auszubilden hatte, zu mir: Ich solle doch die Rede von einem ewigen Leben, einer Totenauferstehung und allem Jenseitigen unterlassen, denn das wolle keine Trauergemeinde bei einer Beerdigungsansprache mehr hören; es glaube sowieso fast keiner mehr an solch mythologisches Zeugs. Der Pfarrer versicherte mir, daß er noch nie am Grabe sowas gepredigt habe und daß nie wer daran einen Anstoß genommen hätte. Selbst zu  Ostern predige er nicht, daß Jesus von den Toten auferweckt oder auferstanden sei, denn auch das sei doch nur eine Illusion der Jünger gewesen. Er war eben wirklich liberal und so intolerant gegen alles Conservative. Ich durfte dann aber doch noch so Mythologisches predigen, weil man auf der Kanzel authentisch zu predigen habe. Verzichtete ich auf diese Predigtgehalte, würde ich nicht mehr authentisch predigen. 

Eines ist offensichtlich: Die Hoffnungsbotschaft vom ewigen Leben nach dem Tode erhält seit längerem eine Konkurrenz durch Epikurs Todesverständnis: Wenn ich bin, ist der Tod nicht und wenn der Tod ist, bin nicht ich; ergo gibt es meinen Tod gar nicht so daß gilt: In meiner Todesfurcht ängstigt mich etwas, was es gar nicht geben kann, meinen Tod. 
Der moderne Mensch frägt sich: Lohnt sich das Leben? Das ist eine Fragestellung im Kontext des Primates der Ökonomie. Ich betrachte, so fragend, mein Leben wie ein Geschäft, ob es schwarze Zahlen (Gewinn) oder rote (Verlust) schreibt. Schreibt es kontinuierlich rote und muß ich davon ausgehen, daß es so bleiben wird, dann meldet der Geschäftsann den Konkurs an oder er sperrt einfach sein Geschäft zu. Das ist die schwarze Null, wo weder ein Gewinn noch ein Verlust gemacht wird. Das auf das Leben übertragen heißt: Todsein. 
Das Todsein kann nicht erlitten werden, da es  im Todsein kein Ich mehr gibt, das sich das Todsein als sein Todsein zuschreiben kann.(Ganz anders in der Bibel, wo die Verstorbenen als Schemen in der Unterwelt weiterexistieren- sehr ähnlich der griechischen Vorstellung vom Hades.)
Meinen Tod gibt es so für mich nicht, es gibt ihn nur für andere, für die ich nun nicht mehr bin. Warum kann das eine positive Botschaft für Lebende sein? Sie kann es nur sein, weil der Glaube, daß es sich lohnt zu leben, selbst in eine  Krise geraten ist. Das ist die signifikanteste Manifestation der Dekadenz des einstigen christlichen Abendlandes, daß es des Lebens müde geworden ist. Ewig leben- lieber nicht, das ist doch zuviel an Leben. 
Arthur Schopenhauer mit seiner Erlösungsphilosophie als der Lehre von der Überwindung des Lebenswillens markiert den Einbruch dieser Dekadenz in den philosophischen Diskurs, Albert Camus urteilte, daß die Frage des Freitodes, warum sich nicht das Leben nehmen, die einzig relevante Frage der Philosophie sei. Das sind aber nur die Eisbergspitzen der im freien Westen herrschenden Dekadenz, dieses allgemeinen Gefühles, der Stimmung, daß es doch gut sei für uns Menschen, daß wir nur endlich zu leben haben, daß es ein Ende für das Leben gibt. 

Corollarium 1
Diese Dekadenz hat auch etwas damit zu tuen, daß die großen Hoffnungspotentiale, der von der christlichen Religion verheißende Himmel,daß dort der Mensch paradiesisch leben werde, der aufgeklärte säkularisierte Mensch als seine Aufgabe übernahm, die Welt zu einem Paradiese des ewigen Friedens und der Gerechtigkeit umzuformen und daß diese Hoffnungen alle scheiterten, sodaß nun der  Verzicht auf alles Hoffen den postmodernen Menschen bestimmt. Die Säkularisation war nicht einfach die Negation der religiösen Hoffnung auf eine jenseitige Erlösung,sondern die Aufhebung dieser Verheißung zu einem Auftrag des Menschen, die Erlösung nun selbst zu erwirken. Das Scheitern an dieser Aufgabe führt nun aber nicht zu einer Revitalisierung der religiösen Hoffnung auf eine Erlösung sondern zur Aufgabe dieser Hoffnung auf Erlösung überhaupt.Und dem so Desillusionierten kann dann Epikur tröstlich werden, daß unser Leben einmal zu Ende gegangen sein wird.         


Mittwoch, 10. Juli 2019

Zur Todeskultur: "Das Geheimnis Europas ist, daß es das Leben nicht mehr liebt."

"Das Geheimnis Europas ist, daß es das Leben nicht  mehr liebt." Albert Camus,nach 1945, zitiert nach: Sloterdijk,Henrichs, Die Sonne und der Tod.Dialogische Untersuchungen,2001, S.33.Sloterdijk meint, daß diese Äußerung in dem Kontext der antideutschen Äußerungen von Georges Clemenceau zu interpretieren sei, über den deutschen Charakter, der das Leben nicht liebe (S.32). Alle Menschen liebten natürlich das Leben, nur die Deutschen nicht. Georges Benjamin Clemenceau (1841 - 1929), »Der Tiger«, franz. sozialistischer Politiker, Ministerpräsident von 1906-1909 und 1917-1920, verwirklichte als Ministerpräsident die Trennung von Kirche und Staat. Vertreter einer Politik der Revanche gegen Deutschland, war einer der Väter des Versailler Vertrags.

Prägnant formulierte dieser französische Politiker ja: "Es gibt in Europa zwanzig Millionen Deutsche zuviel." Aber es darf wohl bezweifelt werden, daß Camus nun einfach die Charakterisierung von uns Deutschen auf alle Europäer mit diesem Zitat vollzogen hätte: Alle seien wie die Deutschen geworden. Es muß wohl eher an Camus Diktum erinnert werden: "Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord. Die Entscheidung, ob das Leben sich lohne oder nicht". So eröffnet ja Camus seinen großen Essay: "Der Mythos von Sisyphos. Ein Versuch über das Absurde. Wie, wenn ein Kollektivsubjekt wie "Europa" zum Urteil kommt, daß das Leben sich nicht lohne? (Sebstredend meint Camus Westeuropa, wenn er von Europa spricht.)
Könnte nicht die Legalisierung der Abtreibung, daß es ein Menschenrecht sei, daß Mütter ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen dürfen (so Amnesty International) eine direkte Manifestation des Neins zum Leben sein?  Dazu paßt, daß in allen westeuropäischen Staaten pro Jahr mehr Menschen sterben als geboren werden. Kann diese Kultur des Todes, wozu auch die Glorifizierung der Homosexualität gehört, verstanden werden als direkter Ausdruck des Neins zum Leben, daß Europa das Leben nicht mehr liebt. Dies Nein zum Leben wäre dann nicht ein Produkt irgendeiner dunklen Verschwörung sondern die Praxis der  Dekadenz, des geschwächten oder ganz erloschenen Willens zum Leben.

Die Hl. Schrift irritiert ja manchen Leser, da sie als erstes Gebot, das Gott den Menschen gab, bekundet: Seid fruchtbar und mehret euch !   Wozu gebietet Gott das, wenn doch das Sichfortpflanzen das Natürlichste der Welt sei? Alles, was lebt, trägt in sich den Willen zur Fortpflanzung. Nur,weil es natürlich ist, ist es noch lange nicht auch das von Gott Gewollte. Gott sagt hier somit: So soll es auch sein. Der Mensch hat nun zum Natürlichen ein komplexes Verhältnis. Er kann auch sich dazu entscheiden,widernatürlich zu leben. Zudem ist es das Wesen des Menschen, nicht einfach natürlich zu leben, sondern das Natürliche zu kultivieren. Aber die Kultivierung der Sexualität zur gelebten Sexualität in der Formung der Ehe ist nicht etwas Widernatürliches, wohl aber die Erfindung der Homoehe.
So kann der Mensch sich auch individuell zum Freitod entscheiden, wenn er sein Leben als nicht mehr lebenswert beurteilt. Kann nun aber eine ganze Kultur, die westliche Nein sagen zum Leben? Praktiziert sie das schon jetzt in der aktuellen Politik? Ist die Politik der offenen Grenzen, die Politik des Massenimportes von Nichteuropären nach Europa nur die andere Seite der Lebensverneinung: Wir wollen nicht mehr und übergeben so unsere Heimat Fremden? Camus könnte mit dieser Aussage auf erschreckendster Weise nun recht bekommen!   

Zusätze:
Zu dieser Selbstverneinungskultur gehört auch der Selbsthaß des Westeuropäers. In dem Vortrag: "Was ist Europa" von Josef Kraus (Der Fels Juli 2019) finden sich dazu interessante Belege:
Kardinal Ratzinger sprach vom "Selbsthass des Abendlandes" im Jahre 2000
Sarte: Nach ihm habe der Europäer sich nur zum Menschen machen können, indem er Sklaven und Monstren hervorgebracht hätte,
der Philosoph Pascal Bruckner: "Die ganze Welt hasst uns, und wir haben es verdient:Das ist die feste Überzeugung der meisten Europäer, zumindest im Westen."
Alle Zitate, Der Fels Juli 2019, S.216) Der Hypermoralismus, sich selbst als für schuldig am ganzen Elend der Welt zu fühlen, führt zu einer Kultur der Selbstverneinung, des Neinsagens zum eigenen Leben, da die christliche Konzeption der Vergebung aus dem öffentlichen Bewußtsein verschwunden ist und somit auch die Praxis der Beichte.  
        





Samstag, 9. März 2019

"Wollt Ihr den totalen Umweltschutz?"


Wir verdanken Frau Brunschweiger viel- endlich eine Sozialdemokratin, die sich an die Spitze der Umweltschutzbewegung stellt, nicht einer "selbsternannten"- so sind nur Lebensschutzinitiativen abzuqualifizieren, den Grünen den Wind aus den Segeln nimmt:
  »Ein Kind ist das Schlimmste, was man der Umwelt antun kann«, meint die deutsche Autorin Verena Brunschweiger in einem Interview. Die Feministin erklärt im Gespräch mit der österreichischen Tageszeitung »Krone«, dass sie auch der Umwelt zuliebe kinderfrei bleibe, da jeder Nachwuchs einen ökologischen Fußabdruck hinterlasse"
"Die Regensburgerin sieht in allem einen Beitrag gegen den Klimawandel und empfiehlt auch anderen Frauen so wie sie zu handeln: »Jedes nicht in die Welt gesetzte Kind bedeutet eine CO2-Einsparung von rund 50 Tonnen im Jahr.« Eine Studie würde gar von 58 Tonnen pro Jahr sprechen." Freie welt 6.3 2019
Da nur der Mensch der Urheber aller Umweltzerstörungen ist, ist eben der effektivste Umweltschutz die Abschaffung des Menschen. Es heißt nun nicht mehr: "No women, no cry" (Bob Marley), sondern: kein Mensch, keine Umweltbelastung.
Damit steht diese Sozialdemokratin nicht allein in der SPD:

Ute Sacksofsky, SPD Mitglied und Juraprofessorin:
"Gehen wir davon aus, daß es um die Weitergabe deutschen Erbgutes nach der natiolsozialistischen Gewaltherrschaft nicht mehr gehen kann. Was wäre eigentlich so schlimm daran, wenn die Deutschen aussterben sollten?[...]Das Territorium, auf dem sich derzeit Deutschland befindet, könnte der Natur zurückgegeben oder (das ist wahrscheinlicher) von anderen Menschen besiedelt werden." zitiert nach: Jürgen Graf, Der geplante Volkstod, 2016, S.413f)

Wir Deutschen sollten am besten aussterben, der Natur zu liebe.Zudem verhinderten wir so die Weitergabe deutschen Nazierbgutes. Ist Frau Sacksofsky eine bekennende Antideutsche, so  eskaliert das bei der Sozialdemokratin Brunsweiger zum allgemeinen Menschenhaß: Der Tod der Menschheit ist der beste Umweltschutz
 

Dienstag, 5. März 2019

Zur Asylantenflut- Warum kommen sie?


"Keine noch so soziale Rhetorik kann verschleiern,daß es sich bei der Migrations-Ideologie und der Masseneinwanderung um eine logische Folge des Globalkapitalismus mit seiner Forderung nach weltweit freier Bewegung von Gütern,Kapital und eben auch von Menschen handelt." Björn Höcke, Nie zweimal in denselben Fluss, 2.Auflage 2018, S.244. Wegen solcher klaren Äußerungen ist nun dieser AfD- Politiker zum "Schmuddelkind" der Nation avanciert. (Degenhardt: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern). 
Daß es in der Geschichte eben auch logische Folgen, logische Entwickelungen gibt, das zu erkennen, ist schon eine beachtliche Erkenntnis.Ja, es gibt eine Logik der Entwickelung des Kapitalismus,der die Gestalt des nationalen Sozialstaates auflöst, indem ein unlimitierter weltweiter freier Markt sich etabliert, auf dem Alles zur Ware wird, frei verkäuflich, eben alle Güter, das Kapital selbst  und die Menschen als Arbeitskraft. National begrenzte Märkte, sozialstaatlich reguliert, werden dann so zu einem Hindernis für den sich globalisierenden Kapitalismus. Das Ideal wäre eine Massenproduktion für entindividualisierte Massenkonsumenten,dem auf der Produktionsseite eine so sehr standartisierte Arbeitswelt zur Seite steht, daß jede Arbeitskraft überall eingesetzt werden kann als jeweils  spezifizierte Fachkraft.
So klar diese logische Entwicklungstendenz auch erkennbar ist, so wird sie doch auch überzeichnet durch andere Tendenzen, sodaß das gegenwärtige Gesamtbild keines einer logischen Entwickelung abgibt. 
Eine andere Tendenz ist die, daß Völker ohne ausreichenden Lebensraum und ohne qualifizierte Lebensperspektiven neue Lebensräume für sich zu gewinnen versuchen. Es wandern ja nicht einfach Individuen ein, die hier für sich ein besseres Leben suchen, sondern Glieder von Völkern, die dann in Europa, in Deutschland isb für sich neue Lebensräume gewinnen im konsequenten Aufbau von ethnisch homogenen Parallelwelten. Es entstehen so ja nicht einfache Subkulturen in der Gesellschaft (wie etwa die Gothickultur, die Motoradfankultur), sondern ethnisch Gemeinschaften, die im Sinne der Multikultiideologie gleichberechtigt neben der einheimischen Kultur leben wollen, sozusagen als exterrritorialer Raum in dem Deutschen Staat.
Davon ist nun noch zu unterscheiden eine bewußt antinationale Politik, dessen Ziel die Auflösung aller Völker erstrebt aus ideologischen Gründen. Nicht alles Ideologische ist auf ökonomische Interessen rückführbares Denken. Aus solch einer ideologisch motivierten Politik des Importes von Massenflüchtlingen erklärt sich, daß Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden, die für Arbeitgeber ob ihrer völlig unzureichenden Qualifikation als Arbeitskräfte gar nicht in Frage kommen, den Sozialstaat aber viel kosten, und somit der Wirtschaft auch, da auch sie Steuern zahlen muß.Eine solche Ideologie gründet sich nun nicht in ökonomischen Interessen, sondern in der Dekadenz alt gewordener Völker, an einem Lebensüberdruß, der sich direkt in der Glorifizierung der Homosexualität und der Begeisterung für das Töten der Kinder im Mutterleibe manifestiert als Verneinung des Willens zum Weiterleben des eignen Volkes.
Diese beiden Tendenzen überlagern so sehr die Tendenz der logischen Entwickelung des Kapitalismus, daß nur auf Basis sorgfältiger Analyse diese Tendenz erkennbar ist. Die Fähigkeit dazu zeichnet den Politiker Höcke aus und macht dieses Buch so lesenswert.