„Völkisches Gedankengut ist inhumanes Gift“1 – oder nicht jeder Antisemitismus ist ein Antisemitismus
"Es ist statistisch belegt, dass rechtsextremer Antisemitismus, wie wir ihn von der AfD erfahren, die größte Gefahr für jüdisches Leben in Deutschland darstellt" wird eine Jüdin in diesem Standpunktkommentar vom 19.10.2026 zitiert. Daß für die Erstellung der Statistik über antisemitische Straftaten offiziell die Regel gilt, daß wenn ein Täter nicht erfaßt werden kann, pauschal Rechte, Rechtsextreme anzugeben seien in der Statistik , wird dabei verschwiegen: Wenn eine Synagoge brennt und kein Brandstifter gefaßt werden kann, zählt diese Untat als eine von Rechten begangene.
Daß die Linken-Politikerin Vanessa Emde das Existenzrecht Israels bestreitet, ist keine antisemitische Äußerung. Kein einziger AfD- Politiker bestreitet das Existenzrecht Israels, nur Linkenpolitiker.2
Worum geht es nun in dem Standpunktkommentar:“Sorge um Palästina ist kein Judenhass“3 Der stets politusch 100 prozentig korrekte Dogmatik- und Fundamentaltheologie-professor stellt fest, daß die Quelle allen Übel das „völkische Gedankengut“ sei, das es gleichermaßen unter Deutschen wie unter Juden gäbe. „Ein Blick auf den nationalistischen Extremismus in Israel selbst: Fakt ist, dass Minister im Kabinett Netanjahu, Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich, völkischem Gedankengut huldigen.“
Also, so denkende Juden seien die Bösen wie in Deutschland eben die AfD! Die Palästinenser dagegen sind die Guten, sie kämpfen gegen die Bösen! „Völkischen Nationalismus gibt es nicht nur in Deutschland, sondern auch in Israel, kommentiert Oliver Wintzek. Kritik daran sei aber kein Antisemitismus.“ heißt es dann in der Einleitung zu diesem Kath de Standpunktkommentar.Eine Frage provoziert nun aber dieses Verdammungsurteil über jeden „völkischen Nationalismus“:
Ist das Alte Testament nicht selbst völkisch inspiriert? Es gibt viele Völker, aber nur ein von Gott Erwähltes, nämlich Israel. Das kämpft seit König Saul um seine Existenz und ist nur, weil Gott sein Volk bewahrt, auch wenn es von Gott auch immer wieder um seines Abfalles vom Glauben bestraft wird. Der Apostelfürst Paulus rühmt in einer Predigt an die Juden Gottes Wohltaten an sein erwähltes Volk: „Sieben Völker hat Gott im Lande Kanaan vernichtet, und ihr Land ihnen zum Besitz zu geben.“ Apg 13,19. Gott vernichtete diese Einwohner Palästinas, um seinem Volke dessen Land zum ewigen Besitz zu geben! Gott gab seinem Volk die Verheißung, ein großes Volk zu werden und daß er ihm das Land schenken wird, das anderen Völkern gehörte, die Gott aber vernichtete oder aus ihrer Heimat vertrieb. Wenn das kein völkisches Denken ist, was dann? Israel habe sich von allen Heidenvölkern zu separieren, um seine religiös-kulturelle Identität zu bewahren. In der nachexilischen Zeit mußten alle Mischehen aufgelöst werden um der Identitätswahrung des jüdischen Volkes willen.
Wer pauschal ein völkisches Denken verdammt, der muß auch die hebräische Bibel verwerfen! Denn diese bildet noch heute das religiöse Fundament des heutigen jüdischen Staates mit seiner Politik, die nie eine sein kann,die sich gänzlich von der jüdischen Religion emanzipieren kann.
Augenfällig ist nun, daß der Standpunktkommentar mit keinem Wort den islamistischen Antisemitismus erwähnt oder gar kritisiert, und nicht erwähnt, daß nicht mehr die marxistisch orientierte PLO sondern islamistisch-fundamentalistische Organisationen den palästinensischen Krieg gegen Israel führen! Diesen Feind gibt es eben für Politisch Korrekte nicht, nur Rechte.
Wer von einer „Schuldkultur4“ spricht sei ein Antisemit wie der AfD Politiker Tillschneider, aber Frau Emde ist keine Antisemiten, wenn sie dem Staat Israel das Existenzrecht abspricht, denn sie gehört der Gutmenschpartei: „Die Linke“ an! Sie hegt gar Sympathien für eine Einstaatenlösung, daß also der jüdische Volksstaat aufgelöst wird und die Juden dann als eine ethnisch- religiöse Minderheit in einem (islamischen) Palästninenserstaat zu leben hätten! Das wäre der Tod des jüdischen Volkes! Aber warum wollen die Juden auch einen völkischen Nationalstaat.
Bezeichnend ist, daß diesem Standpunktkommentar jegliches theologische Verständnis für das Volk Israel fehlt, daß es das von Gott erwählte Volk ist, das nun wieder in dem Lande lebt, das ihm Gott selbst verheißen und gegeben hatte und nun dahin wieder zurückgeführt hat.
1Katth de Standpunktkommentar 19.10.2026: Sorge um Palästina kein Judenhass
2 Ostdeutsche Zeitung 9.10, 26: „Vanessa Emde
Besondere Aufmerksamkeit erregte Emde jedoch mit einer grundsätzlichen Aussage über das Existenzrecht von Staaten.Bei einer Veranstaltung im Mai 2026 erklärte sie: „Es gibt kein Existenzrecht für Staaten – Menschen haben ein Recht zu existieren.“Zugleich bezeichnete sie die Forderung nach einer demokratischen Einstaatenlösung, in der alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan gleiche Rechte besitzen, als politisch legitim.Auf die ausdrückliche Frage nach dem Existenzrecht Israels gab sie gegenüber der Berliner Morgenpost kein eindeutiges Bekenntnis ab.“
3Kath de Standpunkt vom 19.10.2026. Oliver Wintzek ist Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Katholischen Hochschule in Mainz.
4 Daß zwischen einem Schuldbekenntnis und einer Schuldkultur zu unterscheiden ist, liegt diesem Theologen völlig fern: Wenn die Kirche eine Mitschuld an den Holocaust träfe, hätte sie sich dafür als schuldig zu bekennen, aber eine Schuldkultur ist es, wenn sie wegen der angeblichen Mitschuld auf die Judenmission verzichtet: Es ist irrational, weil, wenn man mitschuldig am Bösen wider die Juden sei nun darauf zu verzichten, ihnen Gutes zu tuen, indem den Juden die Wahrheit, die christliche Religion verkündet wird. Als Schuldkultur ist als ein irrationales Reagieren auf die eingestandene Schuld zu verstehen.