Posts mit dem Label Caritas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Caritas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 6. Oktober 2026

Versagt die Caritas in ihrem Kernbereich?

 

Versagt die Caritas in ihrem Kernbereich?


So bejubelt die Caritasvorsitzende den Wahlerfolg der „Linken“ in Berlin.„“Dass Elif Eralp als Spitzenkandidatin der Linken in Berlin so viel Unterstützung gewonnen hat, empfinde ich persönlich als Überraschung. Sie ist eine türkischstämmige, feministische Politikerin, die sich vernehmlich gegen Diskriminierung eingesetzt und Netzwerke gegen Rassismus gegründet hat. Angesichts der ständigen Verhetzung von Migranten und Migrantinnen durch die Rechtspopulisten und deren Vorliebe, sich über Geschlechtergleichstellung lächerlich zu machen, hätte ich es nicht mehr für möglich gehalten.“ 1

Frägt man sich nun aber, warum diese Linkspartei so sehr in Berlin reüssierte, dann fällt die Antwort sehr leicht: Sie kaprizierte sich auf das Thema der Wohnungsnot und rückte ihre linksradicalen Lieblingsideen in den Hintergrund. Sie tat so das,was ihr Sarah Wagenknecht empfohlen hatte, als sie selbst noch ein Mitglied dieser Partei war.

Die Stimmen für die „Linke“ sind so nicht in erster Linie Stimmen für ein feministisches multikulturelles Programm, sondern in ihnen manifestiert sich, daß man der Marktwirtschaft eine Lösung der Wohnungsnot nicht mehr zutraut.

Auch wenn es einem Theologen schwer fällt, aber den meisten Bürgern Berlins ist die Sorge um einen bezahlbaren Wohnraum weit wichtiger als alle theologischen Fragen. Nun wäre es dann doch die Aufgabe der Caritas, in diesem Problemfeld sich zu profilieren. Man muß sich dabei die Wahrheit vor Augen halten, daß die Akzeptanz der Kirche heute in Deutschland vorrangig sich in dem „Ja“ zur Caritasarbeit gründet, daß die Kirche eigentlich nichts anderes sei als eine Nächstenliebeorganisation.

Aber diese Zentralsorge der Bürger Berlins und auch vieler Bürger Deutschlands nimmt die Caritasvorsitzende nicht zur Kenntnis; sie ist begeistert von dem Feminismus und von dem antideutschen Programm der „Linken“.


Im Grundgesetz steht tatsächlich geschrieben:Artikel 14 „Absatz 3 des Grundgesetztes lautet:  

„Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.“

Daß die „Linke“ nun mit der Marktwirtschaft unvereinbare Lösungen für die Wohnungsnot in ihr Wahlprogramm aufnahm, spricht für die politische Klugheit gerade der Berliner Linkenpartei. Ob nun eine „Vergesellschaftung“, eine „Verstaatlichung“ oder eine „Enteignung“ großer Immoblienfirmen gefordert wird von dieser Partei, das sind diffizile Unterscheidungen, die wohl kaum die Bürger Berlins verstanden haben dürften, aber daß dies Wohnungsproblem nicht mehr marktwirtschaftlich gelöst werden kann, sodaß der Staat nun dies Problem in Angriff nehmen muß, das ist erkannt worden!


Unser Grundgesetz markiert in diesem Artikel eine Grenze des Liberalismus auf, daß um des Gemeinwohls willen, eine „Enteignung“ von Privatbesitz erlaubt ist. Hiermit wird dem Staate eine großer Handlungsspielraum eröffnet, allgemeinwohlorientiert zu agieren, auch wenn dafür eine particulare Negation der heiligsten Kuh der Marktwirtschaft, dem Recht auf Privateigentum notwendig ist.

Die Bestimmung: „Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen.“ ist sehr klug formuliert: Die Höhe der zu erbringenden Entschädigung darf nicht den Nutzen für das Allgemeinwohl beseitigen.

Es gibt wirklich gute Gründe, zwar an Gott zu glauben aber nicht an die Marktwirtschaft als das Alleinheilmittel für alle ökonomischen Probleme! Die Bürger Berlins votierten hier eben unideologischer als die Marktwirtschaftsideologen. Aber sie gaben damit ihr Stimme ab für ein Programm, das als für das Gemeinwohl mehr als destruktiv zu beurteilen ist. Diese Melange aus Feminismus, Multikulturalismus und Antideutschtum ist ein giftiger Mix, der aber so erfolgreich war, da die Partei so geschickt die Lösung der Wohnungsnot in den Vordergrund stellte.

(Eigentlich ist der Gedanke einer Verstaatlichung eher eine conservative denn eine linke Idee, denn der Conservatismus fordert einen „starken Staat“, um das Gemeinwohl auch gegen Particularinteressen durchzusetzen.)


Die Caritas kapriziert sich nun auf ihr Lieblingsklientel: die ach so unterdrückten Frauen und die „Flüchtlinge“ und „Asylanten“ und jetzt entdeckt die berlinerische Linke noch ihre Liebe zum Islam! Wird damit nicht die Caritas ihrer eigenen Aufgabe untreu, isb wenn sie die „Ordnung der Liebe“ als ihre eigentlichen Grundlage reprobiert und stattdessen antideutsch agiert.

1Vgl meinen Artikel vom 30.9.2026: „Wir sind längst zum Lieblingsfeind der AfD geworden“ oder daß der zum Feind Erklärte sich nicht wehren darf!