Dunkle Wahrheiten-eine Erinnerung an Hamlet
Der Geist des verstorbenen Hamlet erscheint seinem Sohn, um ihn über seine heimtückische Ermordung aufzuklären und ihn zur Rache zu berufen.
„Ich bin deines Vaters Geist;
Verdammt auf eine Zeitlang, nachts zu wandern
Und tags gebannt zu fasten in der Glut,
Bis die Verbrechen meiner Zeitlichkeit
Hinweggeläutert sind. Wär mir`s nicht untersagt,
Das Innre meines Kerkers zu enthüllen,
So höb ich eine Kunde an, von der
Das kleinste Wort die Seele dir zermalmte,
Dein junges Blut erstarrte, deine Augen
Wie Stern! Aus ihren Kreisen schießen machte,
Dir die verworrnen krausen Locken trennte,
Und sträubte jedes einzle Haar empor
Wie Nadeln an dem zorn`gen Stacheltier:
Doch diese ew´ge Offenbarung fasst
Kein Ohr von Fleisch und Blut,-
Horch, horch! o horch!
Dieser Text spricht für sich und bedarf keiner Kommentierung!
Zitiiert nach: Shakespeare, W., Hamlet, Prinz von Dänemark, Tragödie. 1.Aufzug, 5,Szene. Übersetzt von August Wilhelm Schlegel, Hrsgb: Klose, D, 2001, S.27f.
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