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Freitag, 5. Juni 2026

Kardinal Woelkis Verwirrungen über die Rede von der Menschenwürde

 

Kardinal Woelkis Verwirrungen über die Rede von der Menschenwürde



Der „Tatort“ ist die Kardinalspredigt vom 25.Dezember 2024 im Kölner Dom, die das „Fels“-Magazin auszugsweise unter der Überschrift: „Nur mit Gott kann die Würde des Menschen gesichert werden“ dokumentierte.1

Kraftvoll wird der Papst Leo, der Große aus einer seiner Weih-nachtspredigten wie folgt zitiert: „Christ, erkenne deine Würde! Du bist der göttlichen Natur teilhaftig geworden, kehre nicht zu der alten Erbärmlichkeit zurück und lebe nicht unter deiner Würde. Denk an das Haupt und den Leib,dem du als Glied angehörst!2 Bedenke,dass du der Macht der Finsternis entrissen und in das Licht und das Reich Gottes aufgenommen bist.“3

In der Kardinalspredigt wird diesem Zitat nun hinzugefügt: „Ja,Mensch, erkenne deine Würde!“4 Das, was von dem Christen gilt, daß er der „Finsternis entrissen“,in „das Reich Gottes aufgenommen“ sei, das seine Würde konstituiert, soll nun plötzlich von jedem Menschen gelten.Dann wird in der Predigt gleich darauf gar ganz humanistisch universalistisch proklamiert: „Erkenne die Würde aller deiner Mitmenschen!“ Offenkundig interessierte diesen Prediger an der Äußerung des Papstes nur der Begriff der Menschenwürde, um ihn dann humanistisch zu verwenden. Die christologische Begründung überliest er dabei geflissentlich und die Aufforderung,nicht zum alten adamitischen Lebensstil zurückzukehren, ergibt nun überhaupt keinen Sinn mehr, gilt die doch den Getauften, nun gemäß ihrem neuen Sein in Christo zu leben.

Was hat nun aber das Weihnachtsevangelium mit der Proklamation der allgemeinen Menschenwürde zu tuen, die ihren ideengeschichtlichen Ort in der Französischen Revolution hat, von dem Freimaurertum initiiert? Wenn theologisch von einer allgemeinen Menschenwürde die Rede sein kann,dann gehört diese Rede in die Schöpfungslehre, daß Gott den Menschen erschaffen hat, woraus eine allgemeine Menschenwürde deduzierbar ist.Das hat dann aber nichts mit dem Weihnachtsevangelium zu tuen!

Was versteht der Kardinal nun konkreter unter dem Abstraktum der Menschenwürde, die im politischen Raume doch nur in Sonntagsreden zitiert wird, und die ihre eifrigsten Verfechter, die Jakobiner nicht davon abhielt, die Feinde der Revolution massenhaft zu enthaupten?

Kein Mensch hat das Recht,menschlichem Leben ein Ende zu setzen.“5 Hätte der Kardinal, bevor er diese Predigt hielt,in den Katechismus der Kirche getätigt,hätte er erkannt, daß diese Aussage unwahr ist, denn das Töten von Menschen in einem gerechten Kriege erlaubt wie auch das Töten in einer Notwehrlage, wenn anders der Angegriffene sein Leben nicht erhalten kann.Zudem bejaht die hl.Schrift und das Lehramt die Todesstrafe,nur Papst Franziskus rebellierte dagegen.

Aber es kommt noch ärger: „Vergessen wir, liebe Schwestern,liebe Brüder,auch nicht die vielen Millionen, die aufgrund ungerechter Verhältnissen ihre Heimat verlassen müssen, die unter Krieg,Terror und Folter, die unter den Folgen von Flucht und Armut zu leiden haben.“6 Hier schmeißt nun die Kardinalspredigt alles und jedes durcheinander: Es gibt, Gründe, die eine Gewährung eines Asyles in Deutschland erlauben, wer vor der Gefahr des Gefoltertwerdens, eines Krieges oder des Terrors flieht.Armut und ein Erleiden von Ungerechtigkeit sind in der Regel keine Gründe zur Gewährung eines Asyles. Es gehört nicht zur Würde des Menschen, daß jeder, wem es in seiner Heimat nicht gefällt,in jedes andere Land auswandern dürfe um dann dort ein Recht auf eine Vollbeköstigung einfordern zu können. Völlig vergißt der Kardinal dabei, daß eine Flucht eben immer auch ein Verstoß des Flüchtenden gegen seine Pflichten der eigenen Heimat gegenüber darstellt und so schon allein nur eine ultima ratio sein darf.

Daß Kardinal Woelki dabei die katholische Lehre von der „Ordnung der Liebe“ mißachtet und statt der Nächstenliebe die Fernstenliebe predigt,die, wenn sie so praktiziert würde, wie es ihm vorschwebt, unser Gemeinwesen zerstören würde und uns Deutschen unser Recht auf unsere Heimat vernichten würde, ist offenkundig. Aber die Selbstliebe ist ja der Fernstenliebe eine Sünde!

Aber was hat nun Weihnachten mit dieser hier propagierten humanitaristischen Menschenliebe gemein? Eine größere Nähe zu der Ideologie des Freimurertumes als zur christlichen Religion scheint hier vorzufinden sein! Papst Leo der Große sprach von der Würde des Christen, die er durch das Sakrament der Taufe erlangt nicht mehr verlieren solle durch seine mögliche Abkehr von der christlichen Religion

 

 

Die Transformation der christlichen Religion in einen Humanitarismus  mit ein paar theologischen Ausschmückungen ist aber charakteristisch für unsere Zeit.


1Der Fels, 2/2025, S.35-37.

2A.a.O. S.37. Mit dem Haupt ist Jesus Christus gemeint, mit dem Leib seine Kirche.Durch die Taufe ist somit der Christ in die Kirche integriert worden und hat darin sein neues Leben.

3A.a.O.S.37.

4A.a.O.S.37.

5A.a.O.S.37.

6A.a.O. S.37.

Dienstag, 4. Februar 2025

Eine weihnachtliche Kardinalspredigt über die Würde des Menschen- oder was stimmt hier nicht?

 

Eine weihnachtliche Kardinalspredigt über die Würde des Menschen- oder was stimmt hier nicht?


Rainer Maria Kardinal Woelkis Weihnachtspredigt veröffentlichte das katholische Magazin:“Der Fels“ in seiner Februar Ausgabe des Jahres 2025 auszugsweise, S.35 bis 37 unter dem Titel: „Nur mit Gott kann die Würde des Menschen gesichert werden.“ Am Ende dieser Predigt wird Papst Leo der Große so zitiert: „Christ erkenne deine Würde! Du bist der göttlichen Natur teilhaftig geworden, kehre nicht zu der alten Erbärmlichkeit zurück und lebe nicht unter deiner Würde.Denk an das Haupt und den Leib,dem du als Glied angehörst! Bedenke, dass du der Macht der Finsternis entrissen und in das Licht und das Reich Gottes aufgenommen bist“ (Weihnachtsansprache 1,1), S.37. Mit dem „Leib“ wird hier die Katholische Kirche bezeichnet, dessen „Haupt“ Jesus Christus ist. Von den Christen, eingegliedert in die Kirche gilt nun, daß sie der „Macht der Finsternis entrissen“ in „das Reich Gottes aufgenommen“ sind. Als solche haben sie nun aber auch ihr Leben zu führen.

Was macht nun aber die Kardinalspredigt daraus? „Fügen wir,liebe Schwestern und Brüder,am heutigen Weihnachtsmorgen deshalb noch hinzu: Ja, Mensch erkenne deine Würde!“ Der Papst sprach von der Würde jedes Gliedes der Katholischen Kirche,Kardinal Woelki von der jedes Menschen! Indem Gott Mensch geworden sei, habe er das Menschsein angenommen und damit jedem Menschen seine Würde verliehen.

Der Dualismus von der „Macht der Finsternis“, aus der der Christ entrissen wird, und dem Reich des Lichtes, in das der Christ versetzt wird als ein Glied der Kirche, wird hier einfach ausgestrichen. Nun gilt einfach, daß jeder Mensch im Lichte der Menschenwürde lebte, weil Gott durch seine Menschwerdung das Menschsein jedes Menschen angenommen habe.

Deshalb lautet nun die wichtigste Aufgabe der Kirche: „Wehren wir uns deshalb gegen jede Entwürdigung und Herabsetzung des Menschen überall dort,wo ihr in unserer Gesellschaft das Wort geredet wird. Kämpfen wir für die Würde“jedes Menschen. (S.37)

Originell dabei ist, daß hier nicht die Würde des Menschen aus dem Geschöpftsein des Menschen durch Gott sondern aus der Inkarnation her abgeleitet wird. Aber beide Ableitungen zeitigen das gleiche Resultat: Die Aufgabe von uns Christen und der Kirche sei es, für die Würde des Menschen sich einzusetzen. Die Kritik an einem säkularistischen Humanismus reduziert sich dabei auf die Behauptung, daß ein säkularistischer Humanismus sich selbst nicht hinreichend begründen könne und daß dafür der christliche Glaube instrumentalisierbar sei: Die Weihnachtsbotschaft sei eben die der universalen Würde des Menschen, daß Gott unser Menschsein angenommen habe.

Eine „Macht der Finsternis“ gibt es so gar nicht, auch nicht eine Notwendigkeit eines Befreitwerdens aus dieser Macht, denn wir Menschen sind ja mit dieser Menschenwürde ausgestattet, sodaß es nun nur noch darauf ankäme, die Welt demgemäß human zu gestalten, jeden also gemäß dieser Würde zu behandeln. Es verwundert dann nicht, daß diesem Kardinal dabei die „Flüchtlinge“, die Asylanten besonders am Herzen liegen: „Wer sich heute für Geflüchtete und deren Rechte und Würde einsetzt,steht in der Gefahr,gesellschaftlich stigmatisiert zu werden.“ (S.37) Eine Weihnachtspredigt ohne einen Kampfaufruf gegen Rechts, stellt ja heutzutage eine Unmöglichkeit für einen politisch korrekten Bischof dar: Mit den Stigmatisierenden sind ja selbstredend alle rechts von der Exbundeskanzler Merkel politisch sich Positionierenden gemeint, gegen die gestern laut der „TAZ“ fast 1 Millionen Anständige demonstrierten.


Der Kardinal behauptet dann gar: „Kein Mensch hat das Recht,menschlichem Leben ein Ende zu setzen.“ Dem widerspricht der jetzt noch gültige Katechismus, indem er lehrt, daß Kriege zu führen in besonderen Situationen erlaubt sei, ja bis Papst Franziskus lehrte die Kirche noch die Erlaubtheit der Todesstrafe in Übereinstimmung mit der hl.Schrift. In Nr 2243 erlaubt der Katechismus gar einen "bewaffneten Widerstand gegen Unterdrückung durch die staatliche Gewalt" und somit auch das Töten von Menschen!

Gravierender ist aber etwas anderes: Daß das Proprium der christlichen Religion hier überhaupt nicht mehr vorkommt, stattdessen wird uns hier nur noch ein purer Humanismus gepredigt mit einer christologischen Begründung, daß Gott in Jesus zu allen Menschen sein Ja gesagt hätte, die aber auch vollständig substituierbar ist durch die Aussage, daß Gott als unser Schöpfer alle Menschen liebe und so die Humanisierung der Welt fordere.Wie anders redete da Papst Gregor der Große!

Die Verkündigung der Kirche auf die Bejahung der Menschenrechte und der Menschenwürde zu reduzieren führt eben automatisch dazu, alles Substantielle unserer Erlösungsreligion zu eskamotieren. 

Sonntag, 28. Januar 2024

Der Gipfel der Absurdität: „Auch Erzbischof Koch ruft zum Eintreten gegen Ausgrenzung auf"

 

Auch Erzbischof Koch ruft zum Eintreten gegen Ausgrenzung auf „


Mit dieser absurden Überschrift beglückt am 24.Jänner 2024 kath de ihre politisch korrekte Leserschaft. Selbst die persona non grata Kardinal Woelki wird wohlwollend zitiert: „Woelki zu Rechtsextremismus: Werden wir zu Widerstandskämpfern“. Für die Politikwissenschaft gilt natürlich, daß zwischen „rechtspopulistisch“,„rechts“, „rechtsradical“ und „rechtsextremistisch“ zu unterscheiden ist, aber für die Polemik gegen „Rechts“ sind das alles irgendwie „Nazis“ und „Neonazis“. So wird ja von Feministin das Recht auf Leben als eine „Naziparole“ diffamiert, zu hören auf jeder Abtreibungsbefürworterdemonstration. Faktisch wird heutzutage jede politische Position rechts von der ehemaligen Bundeskanzlerin Merkel als „rechts“ vermaledeit.

Wer wird denn nun faktisch ausgegrenzt? Jeder und jede Position, die in dieser Weise als „rechts“ diffamiert wird. Mit solchen Menschen redet man nicht, das ist die Maxime des sog. „Kontaktverbotes“, ja man sollte schon darauf achten, mit solchen Menschen nicht zusammen gesehen zu werden.

In der Polemik gegen „Rechts“ überbietet man sich in den Vorschlägen zum Kampf gegen diese Intolerablen: ob man die AfD als ganzes oder ob man „nur“ die ostdeutschen Landesverbände verbieten soll, oder erstmal nur deren Jungendverband, ob man prominenten AfD-Politikern die Grundrechte entziehen soll, isb das aktive und passive Wahlrecht, sodaß sie nicht mehr bei Wahlen als Kandidaten aufgestellt werden könnten. Die Zivilgesellschaft verhält sich dabei vorbildlich: Vom Lokalverbot: „Wir bedienen keine Rechte“, über Hotelverbote: „Hier darf kein Rechter wohnen“, bis zu Mitgliedsschaftverboten: „In diesem Verein sind Rechte unerwünscht“ bis zu der Parole: „Keinen Sex mit Rechten“, der Aufkleber verzierte eine zeitlang Lichtmäste und andere geeignete Aufkleborte.

In der Kirche wird nun eifrig debattiert, ob Rechte noch irgendwie in der Kirche ehernamtlich tätig sein dürfen, als Hauptamtliche kommen sie sowieso nicht in Frage. Bei so viel praktizierter Ausgrenzung, wie kann da ein Erzbischof gegen eine Ausgrenzung sich aussprechen, wenn er doch diese Ausgrenzungspraxis hundertprozentig bejaht? Nehmen wir einmal an, ein AfD-Parteimitglied wollte ein Mitglied eines katholischen Vereines werden, etwa des Katholischen Frauenbundes, der Landjungend, des BDKJ oder auch nur eines Kirchenchores- hätte das Parteimitglied eine Chance, in irgendeinem katholischen Verein aufgenommen zu werden? Wenn es aufgenommen würde, stände der Aufnahmeverein am nächsten Tage am Pranger: „Steinigt den Verein!“. Nein die Ausgrenzung politisch Unliebsamer ist inzwischen zu eine so selbstverständlichen Praxis geworden, daß kaum noch wer diese Ausgrenzung in Frage stellt. Ja, selbst die Forderung: „AfDler töten“ auf einer Antirechtskundgebung empört nur noch „Rechte“!

Man darf ja nichts sagen“, dieser stets nur leise gemurmelte Kommentar zeigt bestens, wie sehr „rechte“ Meinungen nicht mehr toleriert werden. Wer noch etwas zu verlieren hat, schweigt heute besser, als daß er als rechter Dissident sich zu erkennen gibt.

Kardinal Woelki inszenniert sich dabei nun besonders militant: Die Antirechten sollen Widerstandskämpfer gegen Rechts sein. Nähme man hier den Kardinal beim Worte, hieße das, daß selbst wie bei den Widerstandskämpfern gegen Hitler es erlaubt sei, jetzt Gewalt anzuwenden gegen die Neuhitlers. Konsequenter kann man politisch Unliebsame nicht ausgrenzen. Wenn bei Befragungen 20-30 Prozent sich für die Wahl der AfD aussprechen, dann sollen diese alle als unmoralische Personen, weil sie rechts denken, ausgegrenzt werden.

Wir haben den Stand erreicht, daß die uns regierenden Kartellparteien unter großer Zustimmung in der Bevölkerung dekretieren können: Oppositionell zu sein, ist moralisch verwerflich, nur Jasager sind gute Bürger. Heinrich Manns „Untertan“ reinkarniert sich nun in den 100.000 regierungstreuen Antirechtskämpfern, die dafür auch noch der Kirchensegen gespendet bekommen.

Völlig unverständlich muß aber einem Gläubigen die kirchliche Unterstützung des Kampfes gegen Rechts werden, wenn gefragt wird, für welche Politik den die Kartellparteien stehen. Was ist denn an über 100.000 getöteten Kindern, der Einführung der Homoehe, des Kampfes gegen die Ordnung der Familie und der Genderideologie und der vorbehaltlosen Bejahung des Natokriegskurses gegen Rußland so positiv, daß diese Politik so affirmiert wird gegen ihre rechten Kritiker? 

1.Zusatz:

Der Apostelfürst Paulus ermahnt durch die Verheißung Gottes: "Mein ist die Rache" (Röm  12,19)uns Christen, auf die eigene Rache, auf die Aggressivität selbst zu verzichten. So sehr diese Aggressionsdämmung auch in der christlichen Religion dominierend ist, konträr dazu heißt es im 15. Psalm, Vers 4, daß der von Gott Verworfene zu verachten sei.So kann nun ein Christ in  diesem Kreuzzug gegen Rechts mit gutem Gewissen hassen, weil er da als Guter die Bösen, die Verworfenen haßt.

2.Zusatz:

Die Internetseite "Zuerst" meldet am 26.Jänner 2024 eine weitere Maßnahme des Kampfes gegen "Rechts": ein Einreiseverbot für einen politisch Unliebsamen- wahrhftig praktizierte Ausgrenzug in ganz wörtlichem Sinne:

Damit Martin Sellner nicht mehr einreisen kann: Plötzlich heißt es „Grenzen dicht!“

Mit wem man nicht mehr reden will, sondern über den man nur noch redet, den läßt man gar nicht mehr einreisen,um jedes Reden mit ihm zu verhindern.

 

 


Mittwoch, 17. Januar 2024

Einmal katholisch — immer katholisch? Ist das Katholischsein verlierbar?

 

Einmal katholisch — immer katholisch? Ist das Katholischsein verlierbar?


Wer heutzutage Kardinal Woelki kritisiert, darf sich des Beifalles gewiß sein, auch wenn das nicht immer so war, als er noch der Liebling der Medien war in seiner rückhaltlosen Unterstützung der Politik der offenen Grenzen der Bundeskanzlerin Merkel, jeden „Flüchtling“ aufzunehmen. Jetzt aber ist er zum Donald Trump der Kirche aufgestiegen, auf den jeder Steine werfen darf,am besten Hinkelsteine des Obelixformates. „Erneut Kritik an Soldatengottesdienst im Kölner Dom“ und Kardinal Woelki steht im Fadenkreuz der Kritik, jubeliert Kath de am 16. Jänner 2024. „Pax Christi“ wirft nun dem Kardinal vor: „Die Gruppen riefen Woelki auf, die militärische Gewalt deutlich zu kritisieren. Stattdessen habe er bei dem Soldatengottesdienst im vergangenen Jahr das Töten im Kriegseinsatz gerechtfertigt.“

"Pax Christi" ("Der Friede Christi") ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet nach eigenen Angaben Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des Zweiten Vatikanischen Konzils.“ So informierte Kath de am 18.8.2023 über diese Vereinigung. Sie ist also katholisch, nur muß es erlaubt sein zu fragen, ob denn da, auch wenn da Katholisch draufsteht, auch der Inhalt wirklich katholisch ist. Es sei hier auf den vorzüglichen Artikel: Katholisch: Nur Etikett oder echter Inhalt? Einmal katholisch — immer katholisch? Nein, der Charakter indelebilis trifft auf das Katholisch-Sein nicht zu.“der „Tagespost“ vom 17.Jänner 2024 verwiesen.

Das 2 Vatikanische Konzil hat nicht die Lehre vom Staat, daß er rechtens Schwertgewalt ist, revidiert,kann es auch nicht, da das Zeugnis der hl. Schrift diesbezüglich eindeutig ist: Nie wird in ihr pauschal jedes Kriegführen als ein Handeln wider Gottes Gebote qualifiziert. Das Töten im Kriege durch Soldaten ist somit keine Sünde. Die Lehre vom gerechten Krieg führt dies dann näher aus. Nicht mit der Lehre vom Staate und vom Kriege im Besonderen vereinbar ist damit die pauschale Verurteilung des Tötens durch Soldaten im Kriege. Von einer katholischen Vereinigung muß man nun aber erwarten, daß sie in einer so zentralen Frage, daß die Kirche die Staatsgewalt bejaht auch in ihrem Recht zur Kriegsführung, mit der Kirche übereinstimmt.

Nun wird neuerdings allerdings behauptet, daß bei aller Kontroversität kein Katholik einem anderen das Katholischsein absprechen dürfe. Nicht nur Bischof Overbeck lamentiert so, aber es muß dagegen festgehalten werden, daß die Kirche von Anfang an Positionen markierte, die nicht mit dem Glauben der Kirche vereinbar sind,sodaß Vertreter solcher Positionen als nicht mehr katholisch beurteilt wurden. Marcion meinte der Gott des Alten Testamentes, der Schöpfergott sei nicht identisch mit dem Erlösergott Jesu Christi, sodaß man nicht an diese zwei Götter zugleich glauben könne. Diese Position wurde als nicht kompatibel mit dem wahren Glauben verurteilt und demzufolge gilt Marcion nicht mehr als katholischer Christ.

So muß auch gefragt werden dürfen, ob „Pax Christi“ noch katholisch ist, wenn das Töten im Kriege pauschal als widermoralisch verurteilt wird.Diese Position ist nun mal unvereinbar mit der kirchlichen Bejahung der Staatsgewalt mit seinem Recht, unter bestimmten Conditionen auch einen Krieg führen zu dürfen. Inakzeptabel ist es so, wenn Kardinal Woelki ob der Zelebration eines Soldatengottesdienstes kritisiert wird, in dem er nur das sagt, was die Kirche in dieser Causa lehrt. Aber Kath de jubelt eben über jede Kritik an diesen so verhaßten Kardinal. 

Schon im 2.Petrusbrief werden wir gewarnt vor den zukünftigen in der Kirche auftreten werdenden Irrlehrern, denen der Apostel Petrus selbstverständlich ihr Christsein abspricht.(2,1-3).

Corollarium

Wenn die Regel gelten würde,daß in innerkirchlichen Kontroversen niemand einem anderen das Katholischsein absprechen dürfe, hieße das, daß jede geäußerte Meinung so als prinzipiell katholische anzuerkennen sei. 


Sonntag, 18. Juni 2023

Ein großer Triumph der Neusynodalkirche: Kardinal Woelki muß Meßzelebration absagen!

Ein großer Triumph der Neusynodalkirche: Kardinal Woelki muß Meßzelebration absagen! Kath de jubelliert so über Kardinal Woelki: „Gottesdienst mit Kölner Kardinal Woelki wegen Protesten abgesagt“ (18.6.2023) Der Aachener Bischof Dieser hatte den Kardinal dringlichst gebeten, „an der heiligen Messe am morgigen Sonntag im Rahmen der Aachener Heiligtumsfahrt wegen befürchteter Störungen nicht teilzunehmen“. Kath net am 18.6.2023: „Kardinal Woelki: „Nicht dem Gift der Polarisierung erliegen, sondern Brücken bauen“ Ein in deutschen Landen allzubekanntes Phänomen: Politisch korrekte Antifaschisten bestimmen, wer was in unserem Lande sagen darf und wer nicht. Wird eine ihnen nicht genehme Veranstaltung angekündigt, drohen sie mit massiven Störmaßnahmen. Eingeschüchtert ob dieser Drohungen wird die Veranstaltung dann vom Veranstalter abgesagt zur Bewahrung des Friedens. So konnte in Berlin ein Vortrag über die biologische Zweigeschlechtigkeit des Menschen nicht stattfinden, in Frankfurt ein Vortrag über die Frage, ob die islamische Kopftuchtragepflicht eine Beeinträchtigung der Freiheitsrechte der Frau sei. Diese bewährte Kampfmethode gegen alles, was irgendwie nach „Rechts“ aussieht, wurde nun auch gegen Kardinal Woelki angewandt und gleich erfolgreich. Man drohte, die hl. Messe zu stören, wenn dieser Kardinal zelebriere. Der zuständige Bischof reagierte wie gewünscht durch die Ausladung des Kardinales. Nachdem nun dem Synodalen Irrweg von Rom in allen relevanten Reformvorhaben die „Rote Karte“ gezeigt wurde und das mit der Zustimmung des Papstes, auf den die Kirchendeformer so viel Hoffnung gesetzt hatten, kapriziert sich der Haß der Reformer auf den bekanntesten Kritiker der Reformagenda, dem Kardinal Woelki. Dabei war er einst zum Lieblingsbischof aller Gutmenschen avanciert durch seine bedingungslose Unterstützung der Regierungspolitik der „offenen Grenzen“, jeden, der wollte, hier in Deutschland Asyl zu gewähren und nun entpuppt sich dieser Hoffnungsträger antideutscher Politik als conservativer Kritiker der modernistischen Reformagenda. Ob dieser Enttäuschung wird nun gegen diesen Kardinal gehetzt. Dabei werden die Mißbräuchsfälle im Kölner Bistum für diesen Kampf gegen den Reformkritiker geschickt instrumentalisiert. Jedem ist dabei klar, daß niemand zu Störaktionen aufgerufen hätte, hätte sich Kardinal Woelki an die Spitze der Reformbewegung gestellt, hätte er gar eine Predigt über die Notwendigkeit der Einführung des Frauenpriestertumes angekündigt. Kardinal Woelkis Aufruf, statt zu polarisieren, Brücken zu bauen, ist nun so blauäugig naiv, daß man sich fragen muß: Glaubt er das wirklich? Nüchtern betrachtet errang das Lager der Feinde dieses Kardinales einen großen Erfolg: Sie schlugen den Feind aus dem Felde, auch dank der tatkräftigen Mithilfe des Aachener Bischofes. Das ermutigt zu Wiederholungsversuchen: Ob der Kardinal noch eine hl. Messe außerhalb seines Bistumes zelebrieren kann, wenn der jeweils zuständige Bischof durch Stördrohungen unter Druck gesetzt wird? Die hier praktizierte Nachgiebigkeit wird so die innerkirchliche Feindschaft nur noch verstärken, weil die Feinde des Kardinales jetzt gesiegt haben und so weitermachen werden in ihrem Kampf gegen diesen Reformkritiker. In der Neusynodalkirche ist eben kein Platz für conservative Katholiken. Zusatz: Wie ein Erpresser, wird ihm einmal gezahlt, ermutigt immer wieder Geld fordert und oft immer mehr, so gilt im Allgemeinen: Durch Nachgiebigkeit und Sanftmut werden die Feinde immer agressiver und rabiater.

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Danken die katholischen Bischöfe Deutschlands ab? + 2 Zusätze


Danken die katholischen Bischöfe Deutschlands ab?


Nein, dem Namen nach existieren sie noch, aber ihr Abdankungsdokument ratifizierten sie schon indem sie ihr Ja sagten zur Installation eines obersten Sowjets als dem zentralen Regierungsorgan der Neu-Synodalen-Kirche mit dem schön klingenden Titel: der Synodale Rat. In dem mit großer Mehrheit auf dem „Synodalen Irrweg“ beschlossenem Papier liest sich das so:


Der Synodale Rat berät als Beratungs- und Beschlussorgan über wesentliche Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft und trifft Grundsatzentscheidungen von überdiözesaner Bedeutung zu pastoralen Planungen, Zukunftsfragen und Haushaltsangelegenheiten der Kirche, die nicht auf diözesaner Ebene entschieden werden.“


Nicht mehr der Bischof, nicht mehr das Beratungsgremium der Vollversammlung der Bischöfe sondern dieser „Rat“ stellt faktisch die Regierung der Kirche. Er beschließt den Haushalt, für was wie viel Geld ausgegeben wird, die pastorale Planung und die Zukunftsfragen. Das ist mit wenigen dürren Worten formuliert ein Regierungsauftrag. Die diözesane Ebene wird dabei auf eine Regionalregierung reduziert, der Bischof zu einem Ausführungsorgan des Synodalrates. Die Dekrete dieses Rates sollen rechtsverbindlich sein. Präsidieren wird diesem Rat der jeweilige ZK-Vorsitzer und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Diese Doppelspitze hatte sich ja schon auf dem Synodalen Weg bewährt, isb in dem Augenblick der Krise, als eine Minderheit der Bischöfe sich weigerte, eines der vielen Reformpapiere abzunicken. Durch ein effektives Krisenmanagement und die Verweigerung von Geheimabstimmungen blieb es bei dieser einen Panne: Alles wurde, wie vorher festgelegt, abgestimmt.


Die Installation dieses Zentralrates soll nun vorbereitet werden, die Bischöfe haben dazu mit überwältigender Mehrheit ihr Ja gesagt. So triumphiert jetzt das Laien-ZK, dem es so gelang, die Macht der Kirche an sich zu reißen. Die Bischöfe wollen nicht mehr Bischöfe sein. Sie gleichen damit Kapitänen, die das Ruder ihres auf Grund gelaufenen Schiffes der Mannschaft anvertrauen: „Nach mir die Sintflut!“ Der Kurs der neuen Synodalkirche ist klar: Der Zeitgeist wird der Führer dieser Kirche sein. Ob Papst Franziskus diese Selbstdestruktion der Bischöfe noch aufhalten kann und will, ist fraglich, es wird ihm wohl eher darum gehen müssen, einen Flächenbrand zu verhindern, den Abfall vom katholischen Glauben auf die deutsche Provinz zu begrenzen.


Eine Frage bleibt und ist jetzt noch unbeantwortbar: Bleibt in Deutschland mehr als eine Fassade der Katholischen Kirche übrig? 

1.Zusatz:

Zu dieser neuen Synodalkirche gehört eben auch der entschlossene Kampf gegen alles Katholische in der Kirche. So heißt es auf Kath de am 25,10.2022: In Kirche große Demokratiebewegung von unten":

„Was ich besonders verwerflich und schlimm finde: Dass es in Köln einen Kardinal gibt, der bis zum heutigen Tag nach meinem Eindruck und nach meiner Beobachtung Dinge relativiert, Dinge partiell bagatellisiert und durch seine grundsätzliche Haltung auch in anderen gesellschaftlichen Fragen der katholischen Kirche Positionen bezieht, die unglaublich überholt sind.“

—  Zitat: Hajo Seppelt

Unglaublich überholt, so wird ein Kardinal diffamiert, wenn er in Übereinstimmung mit der Kirche lehrt. Der "Synodale Rat" wird soetwas zukünftig verhindern. 

2.Zusatz

Der Standpunktkommentar am 27.10.2022 jubelt: Der größte Erfolg gegen die hierarische Ordnung der Kirche: "die eigentliche Sensation. Schließlich könnte dadurch die "Leitungs-, Lehr- und Heiligungsgewalt" der Bischöfe (Lumen Gentium) qua Selbstbindung zumindest teilweise beschnitten werden."

 


 

Montag, 7. März 2022

Mit wem man nicht mehr redet – das Prinzip der „Roten Karte“

Mit wem man nicht mehr redet – das Prinzip der „Roten Karte“


Die „Rote Karte“, von einem Schiedsrichter einem Fußballspieler gezeigt, sagt unmißverständlich eindeutig: „Du darfst nicht mehr mitspielen. Du hast sofort das Spielfeld zu verlassen!“ Eigentlich dürfte es so gesehen in einer als sich „offen“ und „pluralistisch“ verstehenden Gesellschaft solche „Rote Karten“: mit dem reden wir nicht mehr, der darf nichts mehr am öffentlichen Diskurs teilnehmen, nicht geben. Dialogbereitschaft, die Bejahung der Pluralität und Diversität, die Forderung nach einer „bunten Republik, am liebsten in den Homosexfahnen gehört eben heute zum Standardrepertoire jedes anständigen Bürgers. Das Feindbild fällt ebenso klar aus, daß einer uniformierten Gesellschaft, in der der Staat oder die Kirche allen dekretiert, was sie zu glauben und zu denken haben.

Aber nun ereignet sich Irritierendes: Der russische Fernsehsender „Russland heute“ kann in Deutschland und wohl in ganz Europa nicht mehr empfangen werden. Die politische Begründung: Weil dieser Sender lüge,dürfe er nicht mehr gehört werden. Die Politik bestimmt, was war ist, und somit auch, was nicht wahr ist. Unwahres dürfe nun nicht mehr gesendet werden. In der DDR ist dies Prinzip so praktiziert worden: Die SED sagt: „Die Planwirtschaft funktioniert optimal. Also ist es eine Lüge, zu behaupten, sie funktioniere nicht gut. Lügen zu verbreiten habe aber nichts mit der Meinungsfreiheit zu tuen, also ist das Lügenverbreiten staatlich verboten und trotzdem ist davon die Meinungsfreiheit nicht tangiert durch dies Verbot. Aber das Politbureau der SED konnte dann doch nicht das Verbot, Westmedien zu sehen, durchsetzen, dazu fehlten ihr die technischen Möglichkeiten. Das Westfernsehen war eben anschaubar in der DDR.

Ganz anders jetzt im „freien Westen“: Hier ist dieser „Ostsender“ einfach aus dem Netz herauszensiert worden, damit die Bevölkerung nur noch sich von „Westmedien“ informieren lassen kann. Der gute Grundsatz, beide Seiten zu hören, bevor geurteilt wird, soll in der Causa der Ukraine nicht mehr gelten. Nur die einseitige Darstellung des Konfliktes ist erlaubt, weil nur sie die wahre ist.

Nun ist der Begriff des „Putinverstehers“ gar zu einem Vorwurf geworden: Wer den versteht, ist a priori ein unmoralischer Bürger. Eigentlich gilt das Verstehen, das Einanderverstehen als Ziel jedes Dialoges, aber jetzt gibt es Personen, ja ganze Personengruppen, die man nicht mehr „verstehen“ darf, weil nun jedes „Verstehen“ als ein Akzeptieren oder wenigstens tolerieren beargwöhnt wird. Zu dem Staatsmann Putin, wie zu „Coronaleugnern“, Verschwörungstheoretikern oder zu einem „Rechten“ darf eben nicht mehr gesagt werden: „Dich verstehe ich!“ Darf man denn noch mit Personen reden, die man nicht mehr verstehen darf,weil es unmoralisch ist, sie zu verstehen? Nein, solchen ist nur noch die „Rote Karte“ zu zeigen: Dich schließen wir aus unserer Kommunikation aus. Wir reden nur noch über Dich, aber niemals mehr mit Dir! Das ist die Kommunikationspraxis der Politischen Korrektheit.

Der Exbundeskanzler G. Schröder ist wohl nun ein besonderes Opfer dieser „Rote Karten“ Praxis. Als Kanzler setzte er die Entspannungspolitik des SPD-Kanzlers Brand fort und engagiert sich auch heute noch für gute deutsch-russische Beziehungen. Deshalb wird er jetzt, in den Zeiten der Renaissance der „Kalten Kriegs-Rhetorik“ nicht nur in allen Medien verteufelt sondern auch die Mehrheit der SPD will ihn aus seiner Partei ausschließen: Mit dem reden wir nicht mehr! Damit erklärt diese Partei ihre Entspannungspolitik für einen politischen Irrtum, um jetzt zurückzuschalten in die Epoche des „Kalten Krieges“ mit ihrem klaren Feindbild: dem Russen. Hier darf nicht mehr verstanden werden, hier ist nicht mehr die Diplomatie gefordert, hier zählt nur noch eines: Deutsche Waffen für die Ukraine. Schießen statt verstehen.

Auch schließt sich die Kirche dem an: Kardinal Woelki wird die „Rote Karte“ gezeigt, den Conservativen auf dem „Synodalen Irrweg“ und die Russisch Orthodoxe Kirche vermaledeit, weil sie sich nicht gegen die Politik Putins engagiert.

Eine klare Ordnung konstituiert sich so: Mit wem darf man noch reden und mit wem nicht. Die Ausgrenzung aller Andersdenkenden avanciert so zur höchsten Bürgertugend. Aber rühmen sich die westlichen Gesellschaften nicht permanent ihrer liberale Freizügigkeit? Es drängt sich der Verdacht auf, daß die liberalen Gesellschaften des „freien Westens“ ihre eigene Liberalität aufgeben wollen, sie glauben selbst nicht mehr an sie. Die „Neue Deutsche Härte“ (die Musikgruppe Rammstein steht dafür) verlangt eben wieder nach klaren Feindbildern und einer Gesellschaft, in der die Guten gegen die Bösen stehen.

 

Sondermeldungen aus dem "Kalten Krieg":

1.Sondermeldung von Kath de am 6.3. 2022:

"Ukraine-Krieg: Käßmann kritisiert Moskauer Patriarchen Kyrill"  Die Exlaienbishöfin und Rassenexpertin FrauKäßmann weiß eben, wen man wann zu verurteilen hat: uns Deutsche, weil wir "braune Gene"haben und die Russen, weil sie Russen sind.

2.Sondermeldung PiNews vom 6.3.2022

"Russenhaß":

"Dieser neue deutsche Hass auf russische Menschen und russische Kultur, selbst das bloße Wort „russisch“, hat in den letzten Tagen jedes Maß verloren: Russen werden im Lokal nicht bedient und verlieren ihren Arbeitsplatz, Deutsche meiden jeden Umgang mit russischen Bekannten. Deutsche Supermärkte werfen russischen Vodka, „Russischen Zupfkuchen“ und „Russisch Brot“ aus den Regalen".


 



 

Dienstag, 18. Januar 2022

Kurze Anmerkungen zur Causa Kardinal Woelki

Kurze Anmerkungen zur Causa Kardinal Woelki


Seit dem der Termin seiner ersten Predigt im Bistum Köln, am Aschermittwoch nach seiner wohl nicht ganz freiwillig angetretenden Pause bekannt gemacht worden ist, beginnt wohl die heiße Phase des „kirchlichen“ Aufstandes gegen diesen Bischof. Jedem ist klar, daß die Mißbräuchsfälle hier dazu instrumentalisiert werden, einen mißliebgen Bischof in die Wüste zu schicken.

Dieser Bischof hatte sich in den Hochzeiten der Asylantenkrise als treuer Apologet der Regierungspolitik einen Namen gemacht, predigte er doch die Asylantenliebe als höchste Tugend. Ein ganz und gar politisch korrekter Bischof! Wie konnte der nun zu einem der beliebtesten Feindobjekt im Kirchenkampf werden? Er stellte und stellt sich gegen die Re/Deformagenda des „Synodalen Irrweges“!

Jetzt steht so eine Frage im Zentrum des jetzigen Kirchenkampfes: Kann in Deutschland noch jemand Bischof oder Kardinal sein, der nicht der Re/Deformagenda dieses „Synodalen Irrweges“ zustimmt. Die geforderte Verdemokratisierung der Kirche verlangt eben, daß Amtsträger nur solange Amtsträger sein können, wie sie durch die Zustimmung der „Basis“ legitimiert werden. Im Idealfall sollen sie demokratisch gewählt und auch bei Mißfallen demokratisch abgewählt werden können. Von diesem Organisationsprinzip des bürgerlichen Vereinsleben ist die Katholische Kirche noch weit entfernt, ist sie doch eine Institution, die zwar in der Welt existiert, aber nicht aus ihr, weil sie ihren Grund und ihre Ordnung aus Gott empfangen hat. Aber der Wille zur Verprofanisierung der Kirche erheischt eben gerade auch die Angleichung ihrer inneren Ordnung an die Ordnungen der bürgerlichen Welt. Ein verbürgerlichtes Christentum will eben auch eine verweltlichte Kirchenordnung. In dem Versuch, diesen Kardinal zu stürzen wird so die Verdemokratisierungspaole selbst schon praktiziert.Der „Synodale Irrweg“ wird jetzt richtig praktisch.

Dabei tritt ein interessanter Doppelcharakter der Parole nach einer Pluralisierung und nach einer Diversität in der Kirche zu Tage: Einerseits wird die verbindliche Lehre der Kirche in Frage gestellt durch die Forderung einer Pluralisierung und andererseits soll alles Conservative und Traditionalistische aus der Kirche exkommuniziert werden. So wie im politischen Diskurs die Forderung nach einer „bunten“ Gesellschaft primär den Ausschluß der Farben: Schwarz für conservativ, Braun für rechts und Blau für die AfD meint und faktisch so nur Rot und Grün erlaubt, so führt die Forderung nach mehr Pluralität und Diversität auch nur zu einem Einheitschristentum Rot-Grüner-Färbung. Daß nun der einstige Liebling der politisch korrekten Medien zur persona non grata avancieren konnte, verdankt sich dem Sündenfall dieses Kardinales, kritisch sich zum „Synodalen Irrweg“ geäußert zu haben. Das Laien ZK verlangt eben gehorsame Bischöfe, die sich dem Revolutionsparlament des „Synodalen Irrweges“ unterwerfen.

Eine Frage steht nun im Vordergrund: Wird Kardinal Woelki seine anoncierte Aschermittwochpredigt halten können oder werden Reformenthusiasten das verhindern können als ihren ersten Sieg über die Katholische Kirche? Ein Prophet bin ich nicht, aber wenn ich auf die Haßkampagnen gegen Kardinal Woelki schaue, ich halte es für realistisch, daß er die Messe nicht lesen werden kann ob vielfältiger „kreativer“ Störaktionen vor und in der Kirche. Dieser Kardinal soll weg, denn in der Kirche des „Synodalen Weges“ ist kein Platz für Kritiker der Re/Deformagenda des Linksliberalismus! 

 

Corollarium 1

Diese Reformsynode hat mehr mit des Aufklärungsphilosophen Voltairs Parole: "Vernichtet die Infame" gemeint ist die Katholische Kirche gemein als mit einer Reform im eigentlichen Sinne, einer Zurückführung einer deformierten Kirche zu ihrer Ursprünglichkeit.  

 

Montag, 7. Juni 2021

Kardinal Marx: Die Kirche - am toten Punkt

Wir sind – so mein Eindruck – an einem gewissen »toten Punkt«, der aber auch, das ist meine österliche Hoffnung, zu einem »Wendepunkt« werden kann.“, schreibt Kardinal Marx in seinem Bittschreiben zu seiner Amtsenthebung. Kann die Kirche Jesu Christi an einen „toten Punkt“ angelangen? Wer so frägt, hat sich mit dieser Frage schon die Antwort gegeben: Da Jesus Christus das lebendige Haupt seines Leibes, das ist seine Kirche ist, kann es für sie keinen „toten Punkt“ geben, es sei denn, daß ihr Haupt, Jesus Christus verstorben wäre.

Irrt also hier der Kardinal einfach, will er nur die Lage der Kirche verdramatisieren, um dann die Deformagenda des „Synodalen Irrweges“ als einzig noch mögliche Rettung zu feiern. Also die Kirche erlebte ihre österliche Auferstehung, wenn die Frauen zu allen Weiheämtern zugelassen sind, die ausgelebte Homosexualität bejaht wird, überhaupt die ganze reaktionäre Sexualmorallehre der Kirche modernisiert würde und die Kirche endlich wie jeder ordentliche Kaninchenzüchterverein demokratisch organisiert wäre. Das wäre das wahre Osterfest der Kirche.

Offensichtlich sind für Marx Ostern Gott, Jesus Christus, der Hl. Geist, das Evangelium, die Sakramente usw völlig unwesentlich! Und das genau offenbart uns, warum die Katholische Kirche zumindest im deutschsprachigen Raum an einen „toten Punkt“ angelangt ist. Denn sie gleicht einer Rebe, die von ihrem Weinstock abgefallen am Boden liegend nun stirbt und keine Frucht mehr hervorbringen kann. Davor warnte Jesus in seiner Gleichnisrede vom Weinstock. Es ist eben leider möglich, daß einzelne Christen und wohl gar ganze Bistümer so von Christus abfallen, daß in ihnen der Glaube so sehr verdunstet, daß ihr geistliches Leben erstirbt. Die Kirchenorganisation Deutschlands lebt noch aus den reichen Geldzuflüssen, aber der Geist hat sich aus ihr verabschiedet, auch wenn hier und da es noch Einzelne und kleine Gruppen lebendigen Glaubens geben mag.

Nicht beweist so erschütternd wie der „Synodale Irrweg“ mit seiner Deformagenda, diesem österlichen Auferweckungsprogramm, wie tot diese Kirche schon ist, als hänge die Zukunft der Kirche vom Sex für Pfarrer, der Bejahung des Homosex und der Einführung des Frauenpriestertumes ab und damit all das umsetzbar wird: die Forderung der Verdemokratisierung der Kirche.

Daß es im Urchristentum, von dem sich ja angeblich die Katholische Kirche völlig entfremdet haben soll, so daß mit Luther die Repristination des Urchristentumes einzufordern wäre, nicht demokratisch zuging, verdrängen dabei diese „Reformer“ (reformieren heißt ja, in die ursprüngliche Form zurückzugestalten). Jesus wählte ganz autokratisch 12 zu seinen Aposteln aus, ohne daß er eine demokratische Entscheidung zuließ, er erwählte allein Petrus zum Hirten seiner Kirche ohne eine Konsultation mit den anderen 10 Aposteln, ja er lud nur die 12 Apostel zur Einsetzung seiner Eucharistiefeier ein, sonst niemanden und das erste Apostelkonzil: Auf ihm entschieden in der Kraft des Hl. Geistes die Apostel und die Presbyter und kein Laie wirkte mit! Die Kirche war so von Anfang an hierarisch strukturiert und so ist sie es deshalb auch heute noch, auch wenn der „Synodale Irrweg“ erfüllt vom Ungeist der Rotte Korach dagegen revoltiert. 

 

Zusatz:

Auf kath de (7.6.2021) wird dem seinen Rücktritt angeboten habenden Kardinal eine große Zukunft prophezeit: "Marx dagegen könnte bald als Berater des Papstes dessen weltweiten Synodalen Prozess begleiten und/oder Nachfolger des Ex-Finanzchefs Kardinal Pell im Vatikan werden. Attraktive Aussichten? In Deutschland, auch beim Synodalen Weg, sind nun wohl die Jüngeren dran."  Kardinal Woelkis Tage seien dagegen gezählt, denn er würde nun wegvisitiert werden, auch dank dieses Rücktrittsgesuches von Kardinal Marx.   

 

Dienstag, 15. Dezember 2020

Zur Causa: Kardinal Woelki

(auch ein Beitrag zum "Synodalen Irrweg": Oppositionelles unerwünscht)

Einst war er der Star alle Gutmenschen, denn energischer als jeder andere Bischof bejubelte er die Regierungspolitik der offenen Grenzen, daß wir jeden aufnehmen müßten, bloß weil er behauptet, ein Flüchtling zu sein. Aus der Kirchengeschichte zu lernen, weigerte sich dieser Kardinal beharrlich. In dem Urchristentum zogen viele Wanderprediger von Gemeinde zu Gemeinde, predigten dort das Evangelium und verlangten dann als Gegenleistung ihre Versorgung durch die Gemeinde, in der sie gerade wirkten.

Der Apostelfürst Paulus auf seinen Missionsreisen dagegen erwirtschafte sich seinen Lebensunterhalt durch seine Händearbeit,um den Gemeinden nicht zur Last zu fallen.

Aber es zogen doch viele die Versorgung durch die Gemeinde vor. „Ihr Gott ist ihr Bauch!“, diese Polemik Paulus an diese Versorgungsmentalität traf sicher nicht auf jeden dieser Wanderprediger zu, nur es gab eben Mißbräuche, daß eben zur Füllung des Bauches gepredigt wurde. So sahen sich schon früh die christlichen Gemeinden genötigt, diesem Mißbrauch zu wehren, nicht jedem eine Vollversorgung zu gewähren, bloß weil er erklärte, ein Wanderprediger zu sein. Merke: Wo Gastfreundschaft großzügig gewährt wird, wächst der Mißbrauch.

Kardinal Woelki reüssierte so nun ob seiner vorbehaltlosen Bejahung der Regierungspolitik zu dem Politisch Korrekten der Katholischen Kirche!

Aber so hoch er stieg, so tief scheint er nun zu stürzen, denn nun avancierte er zu einem der bedeutendsten Kritiker des „Synodalen Irrweges“: die Kirche auf dem Wege in die Zukunft, zeit(geist)gemäß, alles Katholische als nicht mehr Vertret- und Vermittelbare hinter sich lassend und dann dieser reaktionäre Fortschrittsbremser. Jetzt scheint die Stunde seiner Feinde gekommen zu sein: Er habe sich Fehler geleistet, evtl Mißbräuche vertuscht-das reicht: Nun hoffen alle Freunde des „Synodalen Irrweges“, daß er zurücktreten muß. Vielleicht läßt ihn der Papst Bischof Kölns sein, weil dem Papst selbst der Reformeifer der „Synodalen“ bedenklich wird, sie überstürzen wohl die Demontage der Kirche und sie verkennen sein Herzensanliegen, die Kirche politisch klar links auszurichten,auch und gerade in kapitalismuskritischer Hinsicht, sodaß ihm der Kampf gegen den Zölibat und für die Aufweichung der Sexualmorallehre nicht das wichtigste Anliegen ist.

Vielleicht wird nun aber doch einer der letzten Katholischen Kritiker des Irrweges kalt gestellt, der aber auch in der Kirche selbst ein Vorkämpfer der Subordination der Kirche unter die Vorgaben der Politischen Korrektheit ist.

 

Montag, 16. Dezember 2019

Kardinal Woelki: Kirche kann nicht demokratisiert werden

"Die Kirche ist in ihrem Wesen eine Hierarchie, und keine Demokratie. Eine »Demokratisierung des Glaubens wäre das Ende der Kirche« da sie sich damit in einen endlosen politischen Machtkampf verstricken würde." Freie Welt am 16.12.2019. Auch wenn die Begründung am Kern des Problemes vorbeigeht, nicht dürfe die Kirche demokratisiert werden, damit sie nicht in endlosen politischen Machtkämpfen unterginge, so muß in dieser Causa Kardinal Woelki recht gegeben werden. Aber es ist eben doch bezeichnend, daß hier die auf Gottes Offenbarung gegründete Ordnung der Kirche nicht als demokratisierbar qualifiziert wird, weil eine Demokratisierung eine Rebellion wider Gott wäre, sondern weil sie sich dysfunktional für die Kirche auswirken würde. 
Zudem, alle Vereine, politische Parteien und  vieles mehr ist demokratisch organisiert, ohne daß durch so geordnete Vereinigungen in politische Machtkämpfe verstrickt würden. Warum sollte so gesehen nicht auch eine Vereinigung religiös Interessierter demokratisch sich organisieren können?  Wenn aber die Kirche kein Verein ist, sondern von Gott kreiert und regiert, dann und nur dann darf sie sich nicht demokratisieren, weil sie die monarchische Herrschaft Jesu Christi abstreifen würde,damit dann der Mensch da herrschen will, wo Gott herrschen will. 
Wo die Forderung der Demokratisierung erhoben wird, wird die Hierarchie nicht mehr als von Gott gesetzte begriffen sondern nur noch als Anmaßung einiger, näher zu Gott zu stehen als die anderen, um so ein Mittleramt für sich zu beanspruchen. Den Urtypus dieser Insubordination wider  Gott bildet die Rotte Korach (4.Mose 16; vgl dazu: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott). 
Diese Hierarchiekritik paßt nun aber leider gut in unsere Zeit, die die Welt und alles Geschehen in ihr als einen in sich abgeschossenen Raum ansieht, in den nichts Übernatürliche, Göttliche einwirken kann. In dieser Perspektive gibt es in der Welt und so auch in der  Kirche nichts so von Gott Gewolltes und Geordnetes sondern nur geschichtlich kontingent Gewordenes, das so auch immer wieder geändert werden kann. 
Dann hat Gott nicht das Volk Israel als erstes erwählt, sondern diese Vorstellung spiegelt dann nur das besondere Selbstbewußtsein dieses Volkes wider und dann hat Jesus Christus auch nicht ausschließlich Männer zu Priestern erwählt, im Einklang mit der göttlichen Ordnung des Priesteramtes im  Alten Bund, sondern dann spiegelt das eben nur die privilegierte Rolle des Mannes in diesen Zeiten wider. Da die Zeiten sich nun ändern, müsse das Alte der veränderten Zeit eingepaßt werden. Dies Immer-Alles- Ändern-Dürfen,das sei dann auch das Recht in der Kirche, denn sie sei ja auch nur ein rein weltlich Ding.

Dienstag, 11. September 2018

Kardinal Woelki im Wahlkampfmodus

Besorgnis Erweckendes kündigt sich an: In den Landtagswahlen in Bayern und Hessen ist mit einem guten Abschneiden der AfD zu rechnen; das ruft unseren bischöflichen Woelki auf die Tagesordnung. Als bewährter Kämpfer gegen alles politisch Unkorrekte greift der Kardinal an: „Wenn Menschen nur wegen ihres Aussehens vom Mob mit Schlagstöcken durch die Straßen gejagt werden und um ihr Leben fürchten müssen, muß der Rechtsstaat mit all seiner Härte Recht und Ordnung wiederherstellen“, forderte. Gerade die Deutschen hätten in ihrer Geschichte die schmerzvolle Erfahrung gemacht, wie rechtsradikale Straftaten und menschenverachtende Propaganda die Macht ergreifen konnten." Junge Freiheit vom 10.9. des Jahres: "Erzbischof Woelki zeigt sich besorgt über Chemnitz und warnt vor AfD". 
Nun könnte es als nachteilig angesehen werden, daß es diesen Mob mit Schlagstöcken, Menschen jagend in Chemnitz gar nicht in der Realität gegeben hat, aber hier zeigt sich eben das Charakteristische postmoderner Kultur. Nicht- reale- Ereignisse werden so lange in den Medien zitiert, bis sie in der Mediennutzergesellschaft als real gelten. Dann kann noch so viel dementiert und richtig gestellt werden, die Propagandameldungen wirken.Für einen Gutmenschen wie Kardinal Woelki ist dabei a priori klar, daß da Rechte= böse, Linke= gut gilt, daß diese "Nachricht" vom rechten Mob wahr ist, denn es bestätigt ja sein ideologisches Feindbild. Die Ermordeten erwähnt der Kardinal mit keinem Wort (nach JF)- wozu  auch: Es sind eben keine Asylanten.  
Daß das Reale zur Bedeutungslosigkeit wird, daß stattdessen imaginäre Ereignisse den politischen Diskurs bestimmen, ist wohl das Besondere unserer Zeit. 

Sonntag, 15. April 2018

"Katholische Kirche feiert Katholikentag mit Kirchenfeinden" "Freie Welt"


Es gibt eben in Deutschland eine Partei, die für jeden guten Katholiken inakzeptabel ist. Das Zentralorgan des katholischen Gutmenschentumes informiert uns nun am 15.4. über diese Partei non grata. Es ist, wen wundert es, die AfD. 
"Fünf Jahre alt wird die AfD an diesem Samstag – und fast genauso lange steht die Partei schon auf Kriegsfuß mit den Kirchen in Deutschland. Spätestens seit der Flüchtlingskrise scheint das Verhältnis zwischen der AfD und den Kirchen irreparabel gestört." Nun könnte doch geurteilt werden, daß die Katholische Kirche nicht nur, wie es Kardinal Woelki immer wieder zum Ausdruck bringt, für die euphorische Begeisterung für die Politik der offenen Grenzen der Kanzlerin steht. Gibt es da nicht noch anderes, wofür die Kirche eintritt, etwa den Schutz der Familie, der Ehe, des ungeborenen Lebens? 
Auf dem Katholischen Kirchentag wird auch ein Europatag inszeniert. Parteipolitiker wurden dazu eingeladen. Die Namensliste ist auf der Internetseite "Freie Welt" nachesbar. Diese Internetseite forschte nun über die da Eingeladenen: Wie stimmten die in aus kirchlicher Sicht wichtiger Themen ab? Das Forschungsergebnis ist sehr erhellend:
 "Aus den vom EP veröffentlichen Abstimmungsergebnissen (Dokument PE 619.035) geht hervor: die zum Katholikentag eingeladenen Europa-Abgeordneten stimmen namentlich (also nachweisbar) für Abtreibung, für die Homo-Ehe, für die Gender-Ideologie in Schulen („Lehrpläne der Toleranz“), und gegen den Schutz verfolgter Christen. Sie stimmen auch gegen den Respekt der nationalen Identität und der Rechtsordnungen der Mitgliedsstaaten.(Freie Welt am13.4.2018-www.freiewelt.net/)
Also Politiker, die für Abtreibung, für die Genderideologie, gegen den Schutz verfolgter Christen und gegen den Respekt vor der nationalen Identität der Völker Europas stimmen, sind gern gesehene Gäste auf dem Katholikentag! Hauptsache, sie treten für Multikulti ein, verlangen die Multiethnisierung der Völker Europas! Dagegen sind Abtreibung,  Genderideologie und das Nein zu der nationalen Existenz der Menschen akzeptable politische Voten!Oder sollen wir realistischer sagen, daß eine große Mehrheit des Katholikentages diese antikatholischen Positionen von Herzen bejaht, daß eben die Übereinstimmung mit der Politischen Korrektheit das wichtigste Kriterium der Beurteilung einer politischen Partei für einen Katholiken zu sein hat? 

1.Zusatz:
Die C-Politikern und Bundeskanzlerin erklärte, daß sie den militärischen Angriff gegen Syrien voll unterstütze. "105 Raketen flogen auf Syrien" jubelt "Am Sonntag" am 15.4. Nachdem es nicht gelang, in Syrien durch den sog. "Arabischen Frühling" eine prowestliche Regierung zu installieren und da nun die Staatsregierung zusehens die Lage militärisch zu beherrschen beginnt, setzen die USA, England und Frankreich auf  die Kriegsoption. Ein "Geschenk des Himmels" in Gestalt eines angeblichen Giftgasangriffes durch die syrische Armee bietet dafür die moralische Legitimierung. Warum aber die Staatsregieung Syriens, jetzt, wo sich die militärische Lage für sie so günstig entwickelt, Giftgas einsetzen sollte, ist völlig unbegreiflich. Viel wahrscheinlicher war dies eine Aktion der vom Westen unterstützen Opposition, die so auf eine Militäraktion zu ihren Gunsten sich erhoffte. Das passierte nun. 
Eines ist aber sicher: Selbst das Jawort der Kanzlerin zu diesem Kriegseinsatz wird keinen Gutmenschkatholiken dazu verleiten, kriegswillige CDU Politiker vom Kirchentag auszuladen! Sicher ist aber auch, wenn es doch noch gelingt, die syrische Regierung zu stürzen, daß dann der Tod der Christen in Syrien eingeleitet wird. Aber auch das stört weder die Kanzlerin noch die Gutmenschchristen!       

2.Zusatz
"Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hatte am Samstag  Verständnis für die Reaktion auf den Giftgaseinsatz gezeigt." Katholisch de am 15.4.2018 . Wenn die Kanzlerin eine Kriegsaktion als gut befindet, dann kann ihr Regierungssprecher Kardinal Marx nicht schweigen: Wie die Kanzlerin sehe ich das!

Freitag, 12. Januar 2018

Die Heiligen Drei Könige= Fluchthelfer?

Fragen wir uns, wer wohl auf die Idee kommen könnte, die Heiligen Drei Könige in einer Predigt als "Fluchthelfer" zu qualifizieren, braucht nicht lange zu raten: Kardinal Woelki hat mal wieder zugelangt! Nun ist der historisch kritischen Exegese dieser Kardinalsbefund noch nicht geläufig. Gehörten die Könige, Magier, Sterndeuter oder Weisen etwa einer Geheimschlepperorganisation an, die dann Jesus samt Mutter und Stiefvatter nach Ägypten einschleusten, um ihnen da einen illegalen Aufenthalt zu gewähren? 
Die Bibel weiß nur, daß sie nicht zum König Herodes zurückkehrten, um ihm den Ort der Geburt des Messias bekannt zu machen. Der hatte sie ja gebeten,ihm anzuzeigen, wo die Geburt stattgefunden hatte, um angeblich dort den Messias anzubeten. Was hat das nun mit "Fluchthilfe" zu tuen?  
"Woelki rief dazu auf, dem Beispiel der Heiligen Drei Könige zu folgen, die für den neugeborenen Heiland zu "Fluchthelfern" und damit zu Lebensrettern geworden seien." Kath net vom 11.1.2018
Aber für diesen Kardial hat die ganze Bibel eigentlich nur eine Aussage: Sei ein Gutmensch! 
Gutmenschen sind wunderbare Menschen, für die es nur gute oder böse Menschen gibt und die Bösen sind eben alle Kritiker der Multikultiutopie, des Ideales einer multiethnischen Gesellschaft.
Der Deutsche Staat soll eben sich aufblähen zum Sozialamt für die ganze Welt, für alle, die angesichts der Tatsache, daß ihr Lebensstandart geringer ist als der eines Durchschnittsdeutschen, zu uns kommen wollen, um hier besser zu leben. Unserem Volke spricht er dabei selbstverständlich das Recht ab, selbst entscheiden zu dürfen, wen sie als Mitbürger im eigenen Lande wohnen lassen möchten und wen nicht. Stattdessen geht dieser Kardinal wohl von dem angeblichen Menschenrecht aus, daß jeder das Recht habe, leben zu dürfen, wo es ihm gefällt, und daß er dann dort auch noch den Anspruch auf eine umfassende Vollversorgung hat. Auch wenn der FDP Vorsitzende rechtens dies Menschenrecht als nicht existent bezeichnete, glaubt eben der Gutmensch Woelki daran. 
Und so will er den Deutschen Staat ruinieren, denn auch der bestmöglichst organisierte Sozialstaat kann nicht die Last aller Menschen schultern, aber vielleicht ist das ja gerade das heimliche Ziel aller politisch korrekten Gutmenschen. Es muß nämlich daran erinnert werden, daß es die Parole der 1989 angesichts der Deutschen Wiedervereinigung sich formierenden "Anti-Deutschen-Bwegung" der radicalen Linken war, die Auflösung Deutschlands durch seine Multiethnisierung zu fordern. "Nie wieder Deutschland", dazu sollten Herrscharen von Immigranten dienen!

Zusatz:
Auch wenn es nach einer Verschwörungstheorie klingt (aber wer sagt denn, daß all diese Theorien unwahr sind, nur weil sie in den Augen von Gutmenschen Lügengespinste sind)
Thomas Barnett plaudert in seinem Buch: "The Pentagons New Map" die großen Ziele der USA aus:
"Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde durch die Vermischung der Rassen mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa. Dazu sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der Dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis wird eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90 sein; zu dumm zu begreifen, aber intelligent genug, um zu arbeiten." (zitiert nach: W.Hackert, Antigermanismus, Globalismus, Multikulti, 2015,S.15)  

Corollarium 1
Könnte man nicht für unsere Gutmenschen die ganze Weihnachtsgeschichte neu deuten? Der göttliche Sohn, der verfolgt von seinem tyrannischen Vater auf die Erde floh, um hier Asyl bei Maria und Joseph zu finden und der dann von den irdischen Vertretern seines despotischen Vaters verfolgt wurde bis zum Tode, der dann aber nach Ostern eine Zuflucht in der Jerusalemer Fluchthelfergmeinde fand, bis er in sein himmlisches Asyl entfloh? 
   

Montag, 6. November 2017

Bismarck und Kardinal Woelki

"Woelki: Deutschland und Europa wollen sich abschotten
Deutschland und Europa wolle sich abschotten und die Situation "totschweigen". Es werde signalisiert, "wir haben alles fest im Griff", so Woelki. Dabei sei zu befürchten, dass die aktuelle Flüchtlingssituation nur "die Spitze des Eisbergs" darstelle. Woelki appellierte an die Bundesregierung, legale Wege der Einreise zu schaffen, damit Asylsuchende nicht weiter auf die lebensgefährliche Flucht angewiesen seien." Katholisch de am 6.11.2017
Den Kulturkampf führte Bismark im Rahmen der Herausbildung des Deutschen Nationalstaates nicht einfach aus einem protestantischen Ressentiment gegen das Katholische, sondern er sah ähnlich wie in der damals marxistisch und somit internationalistisch ausgerichteten SPD in der Katholischen  Kirche einen in nationalen Fragen zweifelhaften Kantonisten. Ist dem Katholiken Rom nicht näher stehend als das eigene Vaterland? Ist man katholisch doch so universalistisch, daß die nationalen Belange dann hinten angestellt werden? 
Läse der "Eiserne Kanzler" Bismarck die jetzigen Stellungnahmen des Kölner Kardinals Woelki, er sähe sich vollends bestätigt. Ohne jede Rücksicht auf die Interessen und das Wohlergehen verlangt dieser Kardinal, Wirschaftsflüchtlingen die Türen weit zu öffnen, damit sie in Deutschland dann besser leben können als Daheim. Sollte das Asylrecht ursprünglich Verfolgten Schutz gewähren vor staatlicher Verfolgung aus politischen, religiösen oder rassistischen Gründen, so wird jetzt dies Recht ja pervertiert zum Recht, da leben zu wollen, wo man leben will in der Erwartung der Teilhabe am dortigen Wohlstand. Der Deutsche Staat wird so aufgebläht und maßlos überdehnt zum Sozialamt für die Welt. 
Bismarcks Sozialpolitik legte das Fundament des heutigen Sozialstaates Deutschlands, aber nie wäre dieser Kanzler auf die Idee gekommen, daß der Deutsche Staat für die Wohlfahrt der ganzen Welt zuständig sei, wie es Kardinal Woelki vorschwebt. 
Die besondere Pointe: Da die Wirtschaftsflüchtlinge hohe Risiken bei dem Versuch der illegalen Einreise auf sich nehmen, um hier gut zu leben, soll der Staat ihnen diese Einreise erleichtern, sodaß sie ohne ein Risiko auf der Reise hierher kommen könnten. Das ist so, als verlangte man von Hauseigentümern, daß sie Einbrechern die Haustüre weit zu öffnen haben, da diese sonst beim  Einschlagen von Fenstern Gefahr liefen, sich ernsthaft zu verletzten. So sieht Kardinal Woelki die Welt! 
Daß die christliche Nächstenliebe Liebe zum Nächsten ist und nicht primär Fernstenliebe, davon hat dieser Kardinal wohl noch nie etwas vernommen. Er gleicht so einer Mutter, die ihre eigenen Kinder (ihre Nächsten) vernachlässigt, weil sie sich um alle fremden Kinder ringsherum so viel bemüht, daß sie für ihre eigenen nichts mehr übrig hat. Das soll nach diesem Kardinal christlich sein! 
Der Kanzler Bismarck war ein Mensch der Verantwortung, der Kardinal Woelki ist dagegen ein reiner Gesinnungsmensch ohne ein Auge für die Folgen des doch nur von ihm  Gutgemeinten.    

Corollarium 1
Die Aufgliederung der Menschheit in Völker hat auch den Zweck, daß so die christliche Nächstenliebe lebbar gemacht wird. Gott schafft dadurch Nahe und Ferne und verweist so jeden in ein Volk Hineingeborenen auf den Kreis seiner Nächsten. Denn wer theoretisch  für Alles und Jedes verantwortlich wäre, der ist  faktisch für nichts mehr verantwortlich.  

Sonntag, 8. Oktober 2017

Kardinal Woelki will kämpfen, mutig und entschlossen- nur gegen wen?

"Mutig wie der heilige Bonifatius: so will Kardinal Woelki den Glauben verkünden. Mit dem "Apostel der Deutschen" verbinde uns der Kampf gegen Götzen - auch wenn diese heute anders heißen würden." Ist das nicht geradezu heroisch, wie hier Kardinal Woelki sein Bischofsamt als Kampfauftrag gegen die "Götzen" dieser Zeit versteht. Nun fragen wir uns natürlich aufs äußerste gespannt, gegen welche "Götzen" dieser furchtlose Gottesstreiter nun wohl ankämpfen will? 
In Katholisch de werden wir da bestens aufgeklärt. (8.10.2017)
"Die Götzen von Kommerz und Konsum verführen uns überall", sagte der Kardinal. "Wir laufen selbsternannten Promisternchen oder Fußballgöttern hinterher. Einige von uns hören gar auf Hassprediger oder fallen auf nazistische Rattenfänger herein." 
Zu beachten ist die immanente Steigerung: sozusagen von dem kleinen Götzendienst von Kommerz und Konsum und Promi- und Fußballstarverehrung zu: "hören gar auf"- da werden die großen Götzen unserer Zeit uns offenbart. Völlig verblüfft, wer hätte das auch von diesem Kardinal erwartet erklärt er die Haßprediger und die nazistischen Rattenfänger für die großen Götzen unserer Zeit!Selbstredend unterlief hier Katholisch de kein Verschreibungsfehler, denn der Kardinal meint wirklch Nazi-Rattenfänger und nicht narzisstische Rattenfänger! Das "und" ist dann als explikatives zu lesen, also: die Haßprediger, das sind die Nazirattenfänger. 
Rattenfänger heißt somit, daß die Anhänger und Sympathisanten der Nazihaßprediger den Sozialstatus von Ratten innehaben. Sie  sind eigentlich Ungeziefer und somit keine Menschen. Es bedarf keiner ausschweifenden Phantasietätigkeit, um zu wissen, daß der Kardinal damit vor allem die AfD als Haßprediger und ihre Wähler als Ratten verteufeln will. Und gegen diese Teufelsbrut will nun der Kardinal in den Kampf ziehen.
Nur, jetzt drängt sich uns doch die Frage auf, wozu es dazu Mut gebraucht? Da kämpft doch dieser Kardinal im Kampfverband mit allen demokratischen Blockparteien, von der CSU bis zur Linken gegen Rechts, die Autonomen Antifaschisten greifen gar zur Gewalt gegen Rechts, die Medien kämpfen in trauter Einheit Tag und Nacht gegen alles, was rechts ist, und....wer kämpft nicht gegen die AfD? Ein Theaterintendant will keine AfD-Wähler mehr in seinem Theater sehen- was haben auch Ratten, um es mit dem Kardinal  zu formulieren, in Kulturhäusern zu suchen, wenn schon couragierte Gastwirte: "AfD- unerwünscht" verkünden? 
Wer so mit den Wölfen heult, wozu braucht der Mut? 
Und was hat es nun mit den kleineren Götzen auf sich, gegen die Kardinal auch zu Felde ziehen will? Reden wir Klartext: Einst war es ein Privileg des Adels und des zu Reichtum gekommenen Bürgertumes, zu konsumieren. Aber seit dem Lischen Müller und selbst Putzfrauen konsumieren und sich nicht darauf beschränken müssen, das Lebensnotwendige zu kaufen, ist die Kritik des Massenkonsumes en  vogue. Oder einfacher gesagt: Welcher Besserverdiener spielte noch Golf, wenn seine Haushaltshilfe im seinem Golfclub auch aktives Mitglied werden würde? Die Proletarisierung des Golfes wäre das Ende der Lust am Golfspielen wie der Massenkonsum das Ende privilegierten Konsumierens und Genießens ist. 
Ach ja, das Volk liebt seine Fußballstars und Prominenten! Brot und Spiele muß man dem Volke gewähren, damit es so zufrieden gestellt sich weiterhin regieren läßt. Das wußen schon die Römer und alle Regierenden der Welt praktizieren das so. Was hat der Kardinal dagegen einzuwenden? Sollte das etwa eine implizite Regierungskritik sein, daß sie dem Volke ein Zuviel an Brot und Spiele gewährt? Daß eben das Volk mit weniger zufrieden zu sein hat, daß vielleicht härtere Zeiten auf uns zukommen werden, in denen die Herrschenden nicht mehr so viel Konsum und Spaß dem Volke gewähren können, daß es halt den Gürtel enger schnallen muß, dies ach so verwöhnte Konsumenten- und Spaßvolk? 
Damit könnte der Kardinal recht haben. Die Politik der offenen Grenzen, daß Deutschland sich aufschwingt zum Sozialamt der Welt, muß bezahlt werden und die Zeche wird wie immer der Kleine Mann zu zahlen haben: Er muß den Gürtel enger schnallen, auf Konsum und Genuß verzichten um sich am neuen asketischen Lebensstil zu erfreuen. Als Kollateralschaden: Konsumieren wird endlich wieder zum Privileg der Besserverdiener. Darauf muß eben das verwöhnte Konsumvolk vorbereitet werden, indem die Kirche ihm die Vorzüge des Wassers predigt, selbst aber natürlich weiterhin nur Qualitätswein sich kredenzen läßt. Kardinal Woelki weiß eben für wen und gegen wen er zu predigen hat!  

Zusatz: 
Ist es christlich, Andersdenkende als Ratten  herabzuwürdigen?  Politisch ist das hundertprozentig korrekt und das ist diesem Gutmenschkardinal das Wesentliche.   

Montag, 4. September 2017

Marx und die Globalisierung

"Wenn die Wirtschaft im Vordergrund steht, wird die Politik populistisch und nationalistisch, warnt Kardinal Reinhard Marx. Um dem entgegen zu wirken, bräuchten Politiker eine andere Motivation." Katholisch de am 4.9.2017.
Wer in diesen Tagen "Katholisch de" anklickt, erlebt den Linkskatholizismus im heißen Wahlkampfmodus.  Ob man den reißerischen Artikel: "Die Kirche und die Rechten" liest, oder den Aufruf zur Wahlbeteilgung: "Bitte nicht politikmüde werden", immer steht der Feind rechts, stets wird er leidenschaftlich bekämpft. Und bitte nicht vergessen, unseren Vorzeigekardinal Woelki, Tag und Nacht an allen Fronten kämpfend, seinen heiligen Kreuzzug gegen alle politisch Unkorrekten.   
Man ist fast geneigt, sich zu fragen, wozu es noch den Erlöser Jesus Christus bedarf, wenn unsere Kanzlerin doch schon alles im Alleingang schafft. Und wenn erst alle Rechten, Populisten und Nationalisten besiegt sind, dann stehen wir eigentlich schon mitten im Reiche Gottes. Nur dieser letzte Feind des Guten, aller Gutmenschen muß noch besiegt und der Kanzlerin zu Füßen geworfen werden.
Da wollte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz auch mal wieder wortstark sich in diesem Endkampf einbringen. Aber irgendwie hat der Kardinal sich da gewaltig vergaloppiert! Denn wo die Wirtschaft im Vordergrund steht, da ist kein Platz mehr für irgendeinen Nationalismus! Im Kampf gegen die Kleinstaaterei Deutschlands verbanden sich die Interessen der Wirtschaft mit den nationalistisch Gesonnen in Deutschland. Die Patrioten ersehnten sich für das eine Deutsche Volk einen ihm eigenen Nationalstaat, mit oder ohne Österreich- kleindeutsch oder großdeutsch. Die Wirtschaft sah dagegen die Vielststaaterei als ein Hindernis für den freien Handel und das Wachstum der Wirtschaft.Der Nationalstaat wurde da nicht als etwas Positives gewollt sondern allein als Überwindung des durch die vielen Deutschen Kleinstaaten zu sehr regulierten Wirtschftsraumes. Jetzt ist der Wirtschaft der Nationalstaat selbst ein Hindernis der freien Entfaltung des Ideales des freien Kapital- und Arbeitsmarktes. Anders gesagt: Dem funktionierenden Nationalstaat liegt die Tendenz inne, die Wirtschaft unter die Regie der Politik zu stellen. Die Wirtschaft ersehnt dagegen den Primat der Ökonomie über die Politik. Je mehr sich der Primat des Ökonomischen durchsetzt, desto sicherer wird der Nationalstaat und alles Nationalistsche überunden, damit schlußendlich die ganze Welt nur noch ein einziger freier Markt ist, der sich allein nach den Gesetzten des freien Marktes selbst reguliert: die Utopie einer staasfreien Welt.
Daß die Globalisierung zu Lasten vieler Menchen geht, daß nicht alle Globalisierungsgewinnler sind, (vgl dazu excellent: Jürgen Elsässer, Nationalstaat und Globalisierung, 2009) evoziert als Antiglobalisieruungsbewegung den Populismus als rechte Bewegung als den Willen zur Bewahrung der nationalen Identität, der eigenen Kultur gegen den Moloch der Einen-Welt-Ideologie. Die linke Globalisierungskritik bejaht dagegen die Globalisierung, will sie aber sozialstaatlich verträglich gestalten. 
Der Primat der Wirtschaft also destruiert alles Nationale und evoziert als Gegenbewegung nationalistische und popularistische Tendenzen. 
Wem sollen nun die Politiker entgegenwirken, nach Kardinal Marx?  Marx ist hier kein Marxist- er sagt ja zum Primat der Ökonomie. Er will dann nur eben, daß die internationale Politik die gröbsten Kollateralschäden, der Kardinal denkt dabei an die ökologische und die soziale Krise,   dieser Globalisierung abmildert, damit die Menschen Ja sagen zur Globalisierung und der Auflösung ihres Eigenen. Aber er sieht eben auch die Gefahr, daß die Unkosten der Globalisierung von vielen als zu hoch eingeschätzt werden. Dem müßten die Politiker entgegenwirken, damit ungestört von nationalen und popularistischen Bewegungen der Schnellzug Richtung Einheitswelt weiter voranfahren kann.       

Anmerkung: Für Karl Marx wäre der globalisierte Kapitalismus, daß er zur einzigen Ordnung der Welt wird, die beste Voraussetzung für den Endsieg des Kommunismus, denn der soll ja nichts anderes sein als die Aufhebung des vollkommen entwickelten Kapitalismus und das wäre die Globalisierung und das Ende der Politik, weil dann es nur noch das Ökonomische gibt in der Gestalt des Kapitalismus.    
Warum ist aber Kardinal Marx unbedingt für die Globalisierung?  Mit der christlichen Religion hat dies sein Engagement nichts zu tuen. Warum dann? Ist er einfach gegen alles Nationale und insbesonders Deutsche als Musterschüler des politisch korrekten Gutmenschentumes? 

Donnerstag, 15. Juni 2017

Fronleichnam-so nicht! und eine Gutmenschfrohleichnamsansprache

"Doch der Bonner Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards warnt vor einem "magischen Verständnis" des Hochgebets. Nicht am Aussprechen einzelner Worte könne der Zeitpunkt der Realpräsenz Jesu Christi festgemacht werden, erläutert Gerhards. " Katholisch de vom 15.6.2017.Das Fronleichnamsfest nahm die offizielle Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz zum Anlaß, urrerformatorischer Polemik gegen die katholische Lehre von der Wandlung der Elemente in der Eucharistiefeier auszugraben und zu aktualisieren. Der Bonner Liturgieprofessor Gehards bot dazu die Steilvorlagen. Die Wandlung von Brot und Wein in den Leib und Blut Christi ist natürlich etwas "Magisches", besonders wenn gelehrt wird, wie es die Katholische Kirche immer tat, daß die Wandlung durch das Sprechen der Wandlungsworte durch einen geweihten Priester sich ereigne. Das sei ferne!
Es kommt aber noch schlimmer:  
"Die Einsetzungsworte im Hochgebet kämen ansonsten jedoch im fast allen Kirchen und liturgischen Traditionen vor, sagt Gerhards. Denn sie erfüllten eine katechetische Funktion: Sie erinnerten an den Grund der Eucharistie, das Letzte Abendmahl an Gründonnerstag sowie Jesu Tod und Auferstehung." War das nicht Zwingli, der auch im Gegensatz zu Luther die Bedeutung der Einsetzungsworte reduzieren wollte auf ein Erinnern an Jesus, der so gern Brot und Wein zu sich nahm? Auch der marxistisch inspirierte Befreiungsheologe Boff versuchte in seiner Sakramententheologie, so die Katholische Lehre zu nichten. Wenn ein Mann, der gerne Pfeife rauchte, und wenn er dann stirbt, dann sagt man manchmal beim Anblick seiner Pfeife: Das ist er! und meint damit, daß die Pfeife die um ihm Trauernden an den Pfeifenraucher, den Verstorbenen erinnern! Daß die Aussage: "Das ist mein Blut!" nur sagen will: Erinnert euch an mein Blut, daß für euch vergossen wurde, ist schon sehr seltsam- warum hat das dann der Lehrer der Wahrheit seinen Schülern nicht so gesagt? 
Aber angesichts von Fronleichnam wollte Katholisch de eben noch mehr polemisieren gegen dies Fest!   " Die seit dem Mittelalter gewachsene Anbetungsfrömmigkeit sei eine "Herauszögerung des eigentlichen Ziels", des Verzehrens der Gaben gewesen, so Gerhards."
In der Fronleichnamsprozession wird ja gerade der Corpus Christi hinausgetragen aus der Kirche, nicht nur, damit Christus so die Welt segnet sondern damit er so öffentlich angebetet wird. Diese katholische Anbetungspraxis wurde nun auch von Luther und alle ihm Folgenden aufs heftigste verurteilt genau mit dem Argument, daß nun dieser Bonner Liturgiker neu aufwärmt: Esset und trinket! sagte der Herr und darum soll Jesus Christus nicht in den gewandelten Elementen angebetet werden. Das ist das Todesurteil für die Fronleichnamsprozession! 
Ganz vom reformatorischen Geist erfüllt, erklärt uns dann dieser Pseudoliturgiker, daß das eigentliche Ziel ja auch nicht die Wandlug von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi sei. die er gar nicht bestreiten will, sondern die Wandlung der Gemeinde!
Ein Blick in die Tätigkeitsfelder  dieses Liturgieprofessors klärt uns aber über die Ursachen dieser Konfusion und über die Lust an der antikatholischen Polemik der Reformatoren auf: Er betreibt Liturgie im Geiste (besser gesagt im Ungeiste) der Ökumene: Ökumene ist nämlich die Freude der Katholiken an der Auflösung und Nichtung ihrer eigenen Identität und Lehre zugunsten der weitestgehenden Anähnelung an den Protestantismus.

Merke: In einem Lande, in dem Menschen als Verfassungsfeinde angesehen werden, weil sie sich für den Erhalt der Deutschen Kultur engagieren, liegt es nahe, es als Tugend  anzusehen, auch die Auflösung der Katholischen Identität zu fördern!  Wir wollen und dürfen nicht mehr sein, was wir sind!

Zusatz: Wenn  die modernitische Liturgiewissenschaft es auf sich nimmt, das Fronleichnamsfest zu entkernen, wie oben dargelegt unter Zurhilfenahme der antikatholischen Polemik gegen die eucharistische Anbetungspraxis, zeigten uns Deutsche Bischöfe  nun den positiven Gehalt des modernisierten Fronleichnamsfestes. Kardinal Woelki erweist sich dabei wieder als Musterschüler in der Disziplin des Zeitgeistsurfens, Goldmedaillien verdächtig:
"Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki prangerte erneut den massenhaften Tod von Flüchlingen im Mittelmeer an. Allein in den ersten Monaten dieses Jahres seien rund 1.800 Menschen in den Fluten umgekommen, sagte er in einem Gottesdienst vor dem Kölner . "
Katholisch de vom 15.6. 2017
 Selbstverständlich verliert dieser Gutmenschprediger kein Wort darüber, daß a)diese Flüchtlinge freiwillig  dieses Risikos eines Schiffsunterganges und des Ertrinkungstodes sich aussetzen, hoffend, in Europa ein besseres Leben führen zu können als in ihrer Heimat  und daß b) die Schlepperorganisationen für die oft seeuntauglichen Schiffe verantwortlich sind, hoffend  darauf, daß wenn die Flüchtlinge in Seenot geraten, sie von Hilfsschiffen gerettet werden, indem die sie dann nach Europa bringen und so ihre illegale Einreise gelingt. Ertrinken dann doch Flüchtlinge, verlassen sich die Schlepperorganisationen auf den Empörungeschrei der Gutmenschen Europas, daß alle in Seenot Geratenen von Hilfsschiffen zu bergen sind. So läuft eben das Geschäft der Schlepper dank dieser Gutmenschen hervoragend!