Samstag, 4. Juli 2026

„Die Piusbruderschaft will Sekte sein – soll sie es!“ Ein Jesuit kritisiert auf höchstem Niveau die Bischofweihen der Piusbruderschaft

 

Die Piusbruderschaft will Sekte sein – soll sie es!“ Ein Jesuit kritisiert auf höchstem Niveau die Bischofweihen der Piusbruderschaft



Wo anders als auf Kath de (3.7.2026) konnte diese Fundamentalkritik dieses skandalösen Vorfalles publiziert werden! Die zentrale Frage dieser Kritik lautet: „ist das meine Kirche?“ „mein“ ist hier besitzanzeigend gemeint: Es existieren also 2 Kirchen, die des Jesuiten und die der Piusbruderschaft. Der Kritiker frägt nun, ob er in der Kirche der Piusbruderschaft die seinige recognizieren könne.Darauf folgt die rhetorische Frage: „Will ich diese Kirche in meiner haben?“ Die Antwort lautet zwar: „Eher nein“, aber es ist doch ein „Nein“ gemeint!

Was ist nun so furchtbar an der Kirche der Traditionalisten? Der Standpunktkommentar bietet uns dazu eine wahrhaft überzeugende Argumente.

Wenn ich die Bilder der Bischofsweihe sehe:graust mir hätte eigentlich vor dem Doppelpunkt stehen müssen. „hunderte Männer, eher blass, ernst und streng die Gesichter, schwitzend in engen, irgendwie antiquiert wirkenden Gewändern, unverständliche lateinische Gesänge singend, weihrauchgeschwängert,“ Diese Fundamentalkritik verlangt nun unsere größte Aufmerksamkeit, um diesen Höhenflügen jesuitischer Kritik auch nur annähernd gerecht werden zu können.

hunderte Männer“: das ist ja schon an sich ein Skandal: Waren Frauen etwa von diesem Weiheakt ausgeschlossen? Und waren etwa keine „Diversen“ dabei? (Es sei an den usus kirchlicher Stellenausscheibungen: m/w/d erinnert!)

eher blass, ernst und streng die Gesichter“ So unsympathische Männer, dabei sollten doch wir Christen laut Nietzsche fröhlicher ausschauen!1

schwitzend in engen, irgendwie antiquiert wirkenden Gewändern“: Die liturgischen Gewänder passen einfach nicht zu den jetzigen hochsommerlichen Temperaturen, eine luftige Freizeitkleidung hätte doch das Schwitzen verhindern können! „antiquiert“ das heißt: nicht mehr zeit(geist)gemäß aber simpler, erst Mal: unmodisch!

unverständliche lateinische Gesänge singend“ : Was die Sprachkenntnisse eines Jesuiten überfordert, ist eben unverständlich, nur vergaß er dabei das relativierende: „für ihn“ hinzuzufügen. Daß das Latein die Sprache der Liturgie ist, ist den der Liturgie im Regelfall reserviert gegenüberstehenden Jesuiten sicher nicht bekannt, ist ihnen doch die Predigt, möglichst ohne davon Ablenkendes das Wesentliche eines Gottesdienstes und darum ist ihnen der Weihrauch auch ein Greuel, verunklart er doch das gepredigte Wort.

Weihrauchgeschwängerte Männer: Das ist selbstredend der Höhepunkt dieser Kritik: Die enthaltsam lebenden Männer lassen sich als Ersatz vom Weihrauch schwängern! Im (Un)Geist der Genderideologie kann es natürlich schwangere Männer geben, aber vom Weihrauch geschwängert, ist schon ein arges Stück jesuitischer Sophistik!

Das Resümee fällt klar aus: Die Kirche, die so einen Gottesdienst zelebriert, ist nicht die Kirche dieses, eines Jesuiten! Wie ist denn nun die Kirche dieses Jesuiten, der in der der Piusbruderschaft die seinige, besitzanzeigend gemeint, nicht recognizieren kann?

Die katholische Kirche ist ja ein großer Zoo mit vielen bunten, auch grellbunten Tieren, und das soll so sein, ist wunderbar, aber die hier gesehene bunte Farbe will ja die einzige sein, und sie spricht anderen Buntheiten das Katholischsein ab – damit ist diese Kirche gerade nicht mehr katholisch, sondern eine Sekte.“ Die Jesuiten-Kirche ist bunt! Diese Parole: „Bunt statt rechts/rechtspopulistisch/conservativ“ wird nun fast auf jeder Anti-Rechts- Demonstration gebrüllt und meint positiv gewendet,daß politisch korrekt die Buntheit nur aus zwei Farben bestehe: „Grün“ und „Rot“! Alle Andersfarbigen seien auszuschließen.

(Ich vermute, daß das Tragen des Trikots unsere Fußballmannschaft auf einer Anti-Rechts- Demonstration auch untersagt würde, aber Homosexfahnen bejubelt würden.) Die Kirche hat also ein bunter Zoo zu sein, die deswegen alle unerlaubten Farben auszuschließen habe. So nur verhindere sie, eine Sekte zu sein! Nicht Grün-Roten muß deswegen das Katholischsein abgesprochen werden! Das entspricht der Praxis der katholischen „Kirchentagen“, die faktisch Grün-Rote Bejubelungsfeste sind. Und zu einer Zookirche passen eben ernste Männer nicht, die statt Tierkostümen liturgische Gewänder tragen!

Wer solche Kritiker hat, braucht keine Apologeten!

1Friedrich Nietzsche kritisierte das Christentum scharf dafür, dass Christen seiner Meinung nach oft freudlos und unerlöst wirken. Sein berühmter Ausspruch lautet: „Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte.“ KI- Übersicht.

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