Samstag, 25. Juli 2026

Unerhörtes zum Gebet, zur Gebetserhöhung im 1.Johannesbrief

 

Unerhörtes zum Gebet, zur Gebetserhöhung im 1.Johannesbrief



uns was wir bitten,werden wir von Gott empfangen,denn wir halten seine Gebote und tun,was vor ihm wohlgefällig ist.“ (3,20) Der Grund dafür,daß Gott unsere Gebete erhört: daß wir seine Gebote halten. Das „und“ ist dann nicht addidativ sondern explikativ gemeint: das ist, das ihm Wohlgefällige zu tuen.Heißt das nun, daß uns Gott unsere Gebete nicht erhören wird, erfüllen wir diese Bedingung des Haltens seiner Gebote nicht? Das ist damit nicht notwendig mitausgesagt, denn es wird nur ausgesagt, daß wenn wir seine Gebote halten, er uns erhören wird, wohingegen es nicht gewiß ist, daß er unsere Gebete erhören wird, erfüllen wir diese Bedingung der Gesetzesbefolgung nicht.

In 5,14 heißt es nun: „Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen,so hört er uns.“ Das „hört uns“ bedeutet hier: erhört uns. „nach seinem Willen“ bedeutet hier, das Wie und das Worum wir beten. Das Worum meint im 1. Johannesbrief eine Bitte, die dem Gebot des „Liebet einander“ entspricht, das Wie ist nun schwieriger zu bestimmen.Im Jakobusbrief findet sich nun aber diese Erklärung dazu: „Er bitte aber im Glauben und zweifele nicht“. „Ein solcher Mensch denke nicht, daß er von dem Herrn empfangen werde.“ (1,5 und 7) Zweifeln bedeutet hier, nicht sich gewiß sein, ob Gott unsere Gebete erhören will.

Zweierlei ist damit gesagt: Erstens Gott kann und will unsere Gebete erhören und zweitens gibt es Kriterien, ob Gott ein Gebet erhört oder nicht. Welcher Christ, wenn er selbstkritisch sein Beten reflektiert, kann von sich sagen, daß er so betet? Diese Aussagen zur Erhöhung unseres Betens begründen so unsere katholische Gebetspraxis, die Heiligen und isb die Mutter Gottes zu bitten, in unseren Gebetsanliegen eine Fürbitterin zu sein. 

Zusatz:

Franz Diekamp.Katholische Dogmatik,Bd 2, 11/12 Auflage § 47, S.397:

"   1  Maria ist die Mittlerin aller Gnaden.. insofern sie die ganze Welt dem Erlöser gebracht hat.

 2.  insofern sie durch ihre Fürbitte bei Gott allen Menschen die Heilsgnaden zuwenden kann

3 insofern durch Gottes Anordnung seit ihrem in die himmlische Seligkeit kein Mensch irgendeine Heilsgnade empfängt, die sie ihn durch spezielle Fürbitte erwirkt hat."

(verschiedene Gewißheitsgrade) 

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