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Samstag, 10. Januar 2026

Unsere Kriege für die Marktwirtschaft und die Menschenrechte- eine neue Kriegstheologie

 

Unsere Kriege für die Marktwirtschaft und die Menschenrechte- eine neue Kriegstheologie


Carl Schmitts Bemerkungen zu der ideologischen Begründung der zeitgenössischen Kriege, jetzt der USA und seiner Verbündeten ist nun durch den Kath net Leitartikel: „Gott schütze Venezuela“ vom 8.Jänner 2026 bedenkenswert bereichert und konkretisiert worden. Es geht erstmal um die Militäraktion der USA gegen Venezuela, daß nachdem die USA schon ein beachtliches Kopfgeld auf den Regierungschef Venezuelas ausgesetzt hatte, sie ihn nun gekidnapt haben, um ihn in den USA vor Gericht zu stellen.Der US- Präsident stellte auch eindeutig klar, daß dessen Hauptverbrechen die Verstaatlichung der Ölindustrie sei, zu der nun die amerikanischen Firmen keinen Zugriff mehr hätten, obschon ihnen die dortige Ölindustrie gehöre.Daneben soll die dortige Regierung einen Rauschgifthandel zu Lasten der Bevölkerung der USA betreiben, wofür aber bis jetzt keine Beweise vorgelegt worden wären und es wird behaupte, daß die letzte Wahl gefälscht sei, sodaß die USA die jetzige Regierung nicht anerkenne.(Wahlen,in denen nicht Prowestler gewinnen, werden in der Regel vom Westen als manipuliert verurteilt.)

Aber diese militärische Angriff dient eben nicht nur dazu, einen für die USA inakzeptablen Präsidenten zu stürzen und gerichtlich verurteilen zu lassen.sondern es soll so auch ein Regimewechsel in Venezuela erwirkt werden.

Diese Militäraktion veranlaßt nun eine neue Debatte um die Erlaubtheit von Kriegen und Militäraktionen unter der Schwelle von Kriegen. Hierfür liefert nun der Kath net Leitartikel einen Beitrag. Steil ist nun die Hauptthese:Das Völkerrecht sei ad acta zu legen, es wird von der „Heuchelei des Völkerrechtes“ gesprochen. Das heißt im Klartext: Es gilt nur noch das Recht des Stärkeren! Die USA haben so das „Recht“, Venezuela einer ihr genehmen Politik zu erzwingen!

So heißt es dann in diesem Kommentar: „Die Lage ist daher relativ einfach: Die USA möchten den ÖL-Preis möglichst niedrig haben, Länder wie Russland oder auch die OPEC möchten das nicht. Mit der Macht über das Öl in Venezuela haben die USA die Macht, auf Jahre den Öl-Preis niedrig zu halten und das ist gut für die USA und für die ganze Welt und mit dem Tech-Know-How der US-Firmen könnte Venezuela wieder auf die Beine kommen.“

Weil die USA das Interesse haben, den Ölpreis in ihrem Sinne zu beeinflussen, hätten sie auch das Recht, die Ölquellen Venezuelas sich selbst anzueignen.

"Es geht ums Öl und das ist gar keine so schlechte Botschaft für die Welt und auch für uns UND die Heuchelei vom 'Völkerrecht'."Eine Analyse von Roland Noé.“

Aber eine so nackte Machtpolitik braucht doch noch einer ideologischen Ummäntelung, damit sie zumindest in der Kath net Leserschaft und unter den Staatsbürgern, die noch meinen, daß die Politik auch moralisch zu sein habe, bejahbar wird. Die wird nun so präsentiert:Mit der Wiedereinführung einer freien Marktwirtschaft durch eine demokratische Regierung könnten das Land und auch die Menschen in einigen Jahren wieder eines der reichsten Länder der Region werden. Das wird nicht einfach und wird dauern, doch besser ein durchaus großer Schritt in die richtige Richtung als gar keiner.“

Das Argument lautet also: Das Ziel der Einführung der Marktschaft und der Etablierung der Demokratie rechtfertige es, wenn die USA andere Länder bekriege und mit ihrer Macht dann diese Ziele durchsetze1. Daß dabei die USA vorrangig ihre Eigeninteressen verfolge, delegitimiere einen Krieg bzw Militäraktionen nicht, da ja die dann eingesetzte Marktwirtschaft und die Demokratie dem angegriffenen Volke zugute kommen würde. Um der Universalisierung der Marktwirtschaft und der Demokratie willen sind Kriege damit „gerechte Kriege“!

Das widerstreitet dem Völkerrecht auf das Elementarste. Nehmen wir mal an, die Regierung des Irans wäre fest davon überzeugt, daß nur in einer islamistischen Staatsordnung die Menschen und alle Völker gut regiert würden, dann dürfte diese Regierung gegen die ganze Welt Krieg führen, weil sie ja nur das Allerbeste für alle Menschen möchte. Ihr Pech ist nur, daß sie dazu nicht die Militärmacht hat, aber Gott sei es gedankt die USA!2 Wer so das Recht des Stärkeren propagiert, will die ganze Welt in „Wildwest“ verwandeln, in der stets besserer Revolverschießer siegt und deswegen auch im Recht ist. Denn Gott ist mit den Siegern.Vulgärer kann man den amerikanischen Imperialismus, sein Recht, alle anderen Völker sich zu unerjochen nicht legitimieren.

Aber schon jeder Cowboy weiß ja, daß Recht,Gesetze alles nur bureaukratische Hindernisse für den Freiheitsliebenden sind: Der Revolver schafft das einzig gültige Recht! 

Das Gebet: "Gott schüze Venezuela" hat sich nun auch erübrigt da "Gottes eigenes Land" (God's Own Country) die USA diese Aufgabe zufriedenstellend erledigt.

72 Prozent der Deutschen sollen nach einer Umfrage die Militäraktion der USA als nicht gerechtfertigt ansehen! Ein erfreulich hohes Maß an Verstänndnis für Recht. 

Zusäze: 

"Das US-Justizministerium hat kurz vor der ersten Anhörung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro vor dem Bundesgericht in New York die Anklageschrift massiv überarbeitet und einen der zentralen Vorwürfe, dass Maduro Chef des Drogenkartells „Los Soles“ sei, zurückgenommen. Kanzler Merz hatte bei seiner ersten Stellungnahme zum US-Angriff ebenfalls auf die angeblich zentrale Rolle von Maduro und Venezuela im internationalen Drogengeschäft verwiesen. Gleichzeitig spricht das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) davon, dass Venezuela, sowohl was Drogentransfer als auch Drogenproduktion angeht, nur eine marginale Rolle spielt, insbesondere was den Export in die USA angeht."  zitiert: "NachDenkseiten" 9.Jänner 2026:

Ich möchte noch auf die sehr guten Artikel der "NachDenkseiten" zu dieser Causa verweisen, etwa am 8.Jänner 2026: "Der wilde Westen kehrt zurück"


1Die zwei Opiumkriege, 1839 bis 1842 und 1856 bis 1860 , die England gegen den Schurkenstaat China führte, um den freien Verkauf von Rauschgiften in China zu erwirken, waren so Menschenrechtskriege, da China das Recht, unbehindert Geschäfte zu machen, behinderte und so gegen die Marktwirtschaftsordnung verstieß.

2Nun war der amerikanische Präsident bei Kath net aber auch in der „Tagespost“ob seines nichtkonfrontativen Kurses gegen Rußland, dem Hort des Bösen,,in Kritik geraten, aber jetzt begeistert man sich für dien imperialistisch regierenden Trump.

Dienstag, 6. Januar 2026

Wie man sich die Welt nach den zwei Weltkriegen zurecht legen könnte und an der Realität kläglich scheitert

 

Wie man sich die Welt nach den zwei Weltkriegen zurecht legen könnte und an der Realität kläglich scheitert


Eine schöne Erzählung, daß nach den zwei Weltkriegen die Einsicht unter den Politikern gewachsen sei, daß der Krieg kein Mittel der Politik mehr sein dürfe und daß so supranationale Vereinigungen,die UNO etwa und Institutionen den Krieg aller Staaten gegeneinander bändigen können, wie der leviatanische Staat den Bürgerkrieg ein Ende gesetzt habe, abgesehen vom Problem der innerstaatlichen Kriminalität, die nur irgendwie nicht stimmte.Als wir Westdeutschen noch vehement , vielleicht von Kants Erwägungen zur Möglichkeit eins ewigen Friedens in einer Weltrepublik beflügelt träumten, ging die reale Politik des Willens zur Macht weiter.

Der „Kalte Krieg“ stelle uns West- wie Ostdeutsche vor die Möglichkeit, uns gegenseitig bekriegen zu müssen und stellte die ganze Welt vor die reale Möglichkeit,die Erde als Ganzes vernichten zu können durch die Atombombe.

Aber das hätte man sich in Westdeutschland ja noch so zurecht dichten können, daß es da den „Freien Westen“ als das „Friedensreich“, auferbaut auf den Säulen der Demokratie, der Menschenrechte und der Marktiwirtschaft existiere, das leider von der „barbarischen Macht des Kommunismus“ bedroht sei, aber in sich selbst schon die Barbarei des Nationalismus überwunden hätte. Europa sei das Friedensprojekt, dem das Christentum, der.Liberalismus und der Antitotalitarismus ein festes Fundament gegeben hätte.

Der Zusammenbruch des Ostens, die Auflösung des sozialistischen Lagers rief gar die Utopie des Endes der bisherigen Geschichte hervor in der nun im Liberalismus vereinten einen Welt. Aber aus was für einem Traum erwachten wir da? Die reale Geschichte der Politik, daß es einen ideologischen und machtpolitischen Kampf zwischen dem Westen und dem Osten seit 1945 gegeben hat, in dem der Westen siegte, indem nun fast ganz Osteuropa in die westliche Welt, die kapitalistische reintegriert wurde und Rußland aus Europa rausgedrängt wurde. Daß die EWG, die EU und die Nato genau zu diesem Zwecke errichtet worden ist, uns klein zu halten, den Osten zu reintegrieren und dabei Rußland herauszuhalten und die USA als die Hegemonialmacht Europas einzusetzen, vergißt man da zu gerne angesichts des Erfolges wider die Expansionsziele des Ostens, die Welt mit ihrem Sozialismus zu beglücken.

Aber da nun der eine die westliche Welt bedrohende Feind Sowjetunion besiegt und Rußland sich als unfähig erweist, militärisch den Ukrainekrieg siegreich zu beenden, steht die USA wieder als einzige reale Weltmacht dar, auch wenn China andeutet, hier eine Konkurrenz sein zu können, zumindest ökonomisch. So gestaltet sich die Außenpolitik der USA neu. Als einzige reale Weltmacht zeigte sie nun, daß es für sie nur noch eine Politik des Rechtes des Stärksten gibt. Unter völliger Mißachtung des Völkerrechtes griff die USA Venezuela an, setzte die dortige Regierung ab, um ihr in den USA einen Schauprozeß angedeihen zu lassen mit dem klar benannten Ziel, so das Erdölvorkommen Venezuelas sich zu eigen zu machen. Ganz Lateinamerika wird zum Besitzstand der USA erklärt, mit dem Recht,in jedem dieser Staaten ganz nach Belieben ihr gemäße Regierungen installieren zu dürfen.

Die „Zeit“ berichtet am 5.Jänner 2026: „Donald Trump bekräftigt Anspruch der USA auf Grönland >Wir brauchen Grönland<, wiederholt der US-Präsident nach dem Schlag in Venezuela. Grönland und skandinavische Länder weisen die Äußerung als respektlos zurück.“ Die Großmacht USA hat es nicht mehr nötig,irgendeinem anderen Staat einen Respekt zu erweisen und selbst einst Verbündete des Kampfes gegen die Sowjetunion können nun in das Fadenkreuz der rein imperialistischen Politik der USA geraten!

Die deutsche Regierung hat diese Lexion schon gelernt und verzichtet auf jede Kritik an der völkerrechtswidrigen Politik der USA.Das Völkerrecht scheint sein Ablaufdatum überschritten zu haben, denn nun, da die Sowjetunion als die Gegenmacht ausgeschaltet ist,un durch den Ukrainekrieg in die Defensive gedrängt ist, kann die USA zu einer reinen Machtpolitik zurückkehren, der alles Recht nur bureaukratische Hindernisse ihrer Machtpolitik ist.

Die Machtpolitik ist wieder da, da die Epoche der sich wechselseitig in Schach haltenden Supermächte, der USA und der Sowjetunion beendet ist.Und wir haben uns nun als vereintes Deutschland den USA subordiniert, hierbei war die Entscheidung des „Kanzlers der Alliierten", Adenauer: „Nein“ zum Angebot Stalins für ein neutrales wiedervereintes Deutschland 1952 zu sagen, der Verzicht auf die Möglichkeit eines souveränen Deutschlandes. Aber die USA ist eine Macht, die nur Politik für ihre eigenen Interessen mach ohne irgendeine Rücksichtsnahme gegenüber uns und andere.

Daß die Welt nach 1945 vernünftiger und friedlicher geworden sei, diesen Anschein verdankt sich so nur der zeitweiligen Pattsituation der zwei Supermächte. Jetzt zeigt die USA wieder, wer der Herr der Welt ist. 

Man wird auch mutmaßen dürfen, daß die Einheit der EU zerfallen wird, wo es den einenden Feind faktisch nicht mehr gibt, auch wenn die jetzige Propaganda an dem Feindbild Rußland festhält. 

Zum Schluß: Solange Jesus Christus nicht wiedergekommen sein wird, zu richten die Lebenden und die Toten, wirkt der Teufel in der Welt,sodaß es keinen dauerhaften Frieden geben kann.  







Mittwoch, 24. Juli 2024

Frieden droht – unfaßbar, aber wahr: Über die Drohbotschaft eines möglichen Friedens in der Ukraine

 

Frieden droht – unfaßbar, aber wahr: Über die Drohbotschaft eines möglichen Friedens in der Ukraine



Moskau setzt auf Trump: „Er ist für Frieden- das können wir nur begrüßen“, meldet die Internetseite: „Zuerst“ am 22.7.2024. Gewönne der Expräsident die nächste Präsidentenwahl der USA, droht ein Frieden in der Ukraine. Der jetzige Amtsinhaber hatte sich ja klar als ein Vorkämpfer einer Neuauflage des „Kalten Krieges“ gegen Rußland und China profiliert, Trump den Vorwurf machend, den Feinden des Westens zu nachgiebig sich zu verhalten. Nun kämpft die heldenhafte Ukraine gegen den Feind des Westens, dank der massiven Militärunterstützung. Aber wie sollte die Ukraine ihre politischen Kriegsziele verwirklichen und gar die der Nato ohne die kraftvolle Unterstützung der USA?

Michael Kretschmer (CDU) sorgt sich, dass Trump den Ukraine-Krieg beenden könnte »Stellen Sie sich mal vor, dieser Trump wird gewählt. – Man will es sich gar nicht vorstellen! – Und der sorgt dann dafür, dass dieser Krieg beendet wird! Wie stehen wir da? Was machen wir mit diesem Chaos dann?« So ist es auf der Internetseite „Freie Welt“ am 22.7.2024 zu lesen. Beatrix von Storch kritisiert ungeheuerliche Aussagen von Michael Kretschmer“.Die größte Sorge dieses christlichen Politkers ist es, daß ein wiedergewählter Trump den Ukrainekrieg beenden könnte, daß Rußland zu Friedensverhandlungen bereit sei und daß so der Friede auf der Tagesordnung stünde. Die ungarische Regierung sondierte just in Moskau die Möglichkeiten einer diplomtischen Lösung dieses Konfliktes und wurde deshalb mit Sanktionen durch die EU abgestraft. Die „Tagespost“ polemisierte als wortgewaltiger Unterstützer des Natokriegskurses so wider Orbans Friedens-gespräche: „Orbáns Moskau-Reise dient nicht dem Frieden“.

Stärker noch als Scholz ist Baerbock eine entschiedene Befürworterin nicht nur immer mehr und immer durchschlagenderen Waffenlieferungen an die Ukraine. Und anders als der Kanzler vertritt Baerbock die Meinung, die Ukraine müsse den von Wladimir Putin begonnenen Angriffskrieg gewinnen.“. Meldet „Focus Online“ am 16.7.2024.

Um diese Angst vor einem Frieden zu verstehen, ist es vonnöten, die Kriegsziele der ukrainischen Regierung und der Nato zu erfassen. Das gerade ist nun ein prinzipielles Problem, da im Verlaufe eines Krieges die sich ändern können, politisch also neu fixiert werden können. So liegt es nahe, anzunehmen, daß das anfängliche Ziel der Ukraine die Zurückdrängung des russischen Angriffes und die Eroberung der sich als selbstständig erklärten russischen Republiken war, daß jetzt aber angesichts der massiven Unterstützung durch den Westen mehr erstrebt wird, möglichst viele Gebiete, auch wenn die Wohnbevölkerung da mehrheitlich Russen sind, der Ukraine einzugliedern. Das erforderte dann auch eine Politik der sog ethnischen Säuberungen, wie sie etwa Polen erfolgreich gegen die Deutschen nach dem 2.Weltkrieg praktizierte in den nun von ihr beanspruchten deutschen Ostgebieten. Die Natokriegsziele sind davon klar zu unterscheiden. Am klarsten tritt dabei das amerikanische Interesse hervor, Rußland als ein gewichtiges Hindernis für ihre Eine-Welt-Ordnung zu beseitigen, indem in Rußland eine Amerika genehme Regierung an die Macht gebracht wird. Es wird eben auf einen langen Zermürbungskrieg gesetzt, hofffend daß dann in Rußland, ähnlich wie zum Ende des 1.Weltkrieges hin, die russische Regierung durch einen Putsch gestürzt wird. Ein Kriegsverbrecherprozeß gegen die russische Regierung, ähnlich den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, bildete dann der triumphalen Schlußpunkt dieses Krieges.

Mit den Mitteln der Diplomtie lassen sich nun weder die ukranischen noch die amerikanischen Kriegsziele erreichen und darum wird auf den Krieg bis zum Sieg über Rußland gesetzt. Die Partei der „Grünen“, einst sich als friedensbewegt inszenierend identifiziert sich inzwischen so sehr mit den Interessen der amerikanischen Vormacht, daß sie deren Kriegspolitik vorbehaltlos bejaht, Die grüne deutsche Außenministerin hatte ja schon ganz euphorisch Rußland den Krieg erklärt, mußte dann aber doch zurückrudern. Die „Tagesschau“ vom 26.1.2023 vesuchte dann, wie viele anderen Medien auch, diesen „freudschen“ Versprecher der Grünenpolitikerin wieder aus der Welt zu schaffen: „Kriegserklärung gegen Russland? Wie Annalena Baerbock in einem verrutschten Statement mal eben vom Krieg des Westens mit Russland spricht - und was das mit der Realität zu tun hat.“ Man wird doch mal von einem Krieg gegen Rußland träumen dürfen, der dann eben besser ausgeht als der Napoleons.

Einst demonstrierte die deutsche Friedensbewgung gegen die aggressive Aufrüstungspolitik der Nato und auch die „Grünen“ waren dabei, jetzt, wo die gefahr eines 3.Weltkrieges größer ist als damals, existiert faktisch keine Friedensbewegung mehr und die „Günen“ stellen sich an die Spitze der Kriegswilligen. Daß „Compact“ nun von der Regierung verboten wurde, hängt eben auch, nicht nur damit zusammen, daß dies Mgazin so energisch sich gegen die Natokriegspolitik stellte. Die Politik der Entspannung ist eben vorbei, jetzt gilt es, aus den Archive des „Kalten Krieges“ abzuschreiben um einer Neuauflage des bewährten Feindbildes Rußland willen.

In bewundernswerter Schneidigkeit entdeckt so nun auch die katholische Presse das dazu gehörige Feindbild der Russisch-Orthodoxen Kirche, mit der man nun jeden Kontakt aussetzt: Mit Feinden reden Christen nicht!Und wer der Feind ist, läßt sie sich von der Regierung vorschreiben. Der Friede wird so zur größten Bedrohung, weil man den Krieg will, bis die politischen Ziele erreicht sind.







Montag, 15. Juli 2024

„Den letzten Bus – Donald Trump – leider knapp verpaßt.“

 

Den letzten Bus – Donald Trump – leider knapp verpaßt.



So kommentiert der Mitarbeiter des großen Kämpfers gegen Rechts, dem ZDF-Mann Böhmermann das Attentat auf den Ex-US- Präsidenten Trump: „Hotz, der auch für den RBB-Radiosender „Fritz“ arbeitet, hatte unmittelbar nach dem Mordanschlag geschrieben: „Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben.“ Eingeleitet hatte der ZDF-Mann, der für Böhmermann auch als Ghostwriter tätig ist, seinen Post mit der Bemerkung: „Den letzten Bus – Donald Trump – leider knapp verpaßt. („Junge Freiheit am 15.7.2024)

In seriöseren Medien lamentiert man nun darüber, daß die Partei des Präsidentschaftskandidaten Trump dies Attentat zu Wahlkampfzwecken instrumentalisiere. Selbstverständlich sei der Täter ein Einzeltäter und diese Tat habe überhaupt nichts mit der Hetze der Medien in den USA gegen diesen Kandidaten zu tuen. Für die ganze westliche Welt ist eben Donald Tump völlig inakzeptabel und muß so bekämpft werden, nur daß eben der Mitarbeiter des Medienvorzeigekämpfers gegen Rechts die Feindschaft gegen diese Unperon zu drastisch ausgedrückt habe.

Was macht denn Trump so inakzeptabel. Hier muß deshalb an den klar profilierten Wahlkampf des jetzigen US-Präsidenten Biden erinnert werden, der Trump eine zu große Nachgiebigkeit Rußlands gegenüber vorwarf. Der Epoche der Entspannungspolitik müsse ein Ende gesetzt werden und der Kalte Krieg neu infacht werden. So tönte es vor dem Angriff Rußlands auf die Ukraine. Jetzt entsetzt Drump die westliche Welt, daß er für ein Ende des Ukrainekrieges sorgen werde, daß er eine diplomatische Lösung des Konfliktes anstrebe. Da die Wiederwahlaussichten für Trump günstig sind, läuft der Westen Amok. Man will jetzt den Konfrontionskurs gegen Rußland und den Wirtschaftskrieg gegen China. Da paßt das außenpolitische Konzept Trumps nicht, der sich primär auf die Innenpolitik kaprizieren will, um Amerika innerlich zu erneuern, während die Bidenregierung primär außenpolitisch engagiert die Vormachtstellung der USA in der Welt behaupten will gegen den ökonomischen Herausforderer China und den noch Machtstaat Rußlands.

Trump steht so für eine jetzt als einen Fehlweg verurteilten Epoche der Entspannungspolitik, man will zurück in die Zeit des „Kalten Krieges“. Wollte man diesem Paradigmenwechsel der westlichen Politik wirklich angemessen interpretieren, müßte man diesen Bruch im Kontext des großen Planes der Globalisierung, der Etablierung einer neuen Weltordnung unter dem Primat der USA diskutieren, daß nun die Staaten, die dem sich widersetzen als sog. Schurkenstaaten bekämpft werden sollen: China und Rußland, dann aber auch der Iran. Dem liegt aber schon das ursprüngliche Expansionskonzept der sich zur Nato und EWG (Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft) zusammengeschlossen habenden westeuropäischen Staaten zu Grunde, ganz Osteuropa in die EWG und Nato zu integrieren und Rußland rauszuhalten aus diesem zu erwirkenden Europa, damit es dann von den USA dominiert werden kann. Deutschland als der besiegte Feindstaat sollte dabei klein gehalten werden, mußte dann aber als Westdeutschland zu dem Frontstaat gegen den Osten stark gemacht werden. Da Rußland sich nun dem widersetzte und den Ausbau der Ukraine als einem neuen Frontstaat gegen sich nicht akzeptieren wollte, avanciert Rußland zum Hauptfeind des Westens. Der Präsidentschaftskandidat Trump steht nun diesem Aggressionskurs entgegen und darum ist er eben völlig inakzeptabel.

Irritierend ist nun, daß doch spontan die politische Rechte mit einer aggressiven Außenpolitik assoziiert wird, die auch vor dem politischen Mittel des Krieges nicht zurückschrecke, wohingegen Links mit eher einer friedliebenden und gar pazifistischen Politik assoziiert wird. Einfacher gesagt: Die Rechten sind doch die Militaristen und Kriegstreiber! Aber der Realität entspricht das nicht, denn seit der Französischen Revolution existiert im linken politischen Diskurs die Vorstellung eines Revolutionsexportes durch das Mittel des Krieges. Die kommunistische Führung Rußlands setzte eben auch nach dem Scheitern aller Revolutionsversuche in Deutschland nach dem 1.Weltkrieg einen neuen Weltkrieg, in dem dann die „Rote Armee“ Deutschland und andere Länder zum Sozialismus befreien sollte, wenn die Völker kriegsmüde geworden sein werden, wenn der neue Weltkrieg nur lang genug anhalten wird. Die westliche Version dazu lautet, daß alle nichtdemokratischen Staaten eben eine Gefährdung des Weltfriedens darstellten, denn die neigten zum Kriege und deshalb müßten die, wenn es nicht anders geht, auch durch Kriege beseitigt werden um des Weltfriedens willen. Man denke hier an die Angriffskriege des Westens gegen Afghanistan , gegen Jugoslawien und den Irak und wie durch die militärische Unterstützung der Opposition gegen die Libysche Regierung diese geradezu weggebombt worden ist, immer um der Demokratie zum Siege zu verhelfen. M.E wird man auch Napoleons Kriegen nicht gerecht, wenn sie nicht auch als Exportversuche der Errungenschaften der Französischen Revolution verstanden werden.Auch damals hieß der Haupfeind das antirevolutionäre zaristische Rußland im Bunde mit Preußen und Österreich- der späteren hl. Allianz wider alle Revolutionsbestrebungen. 

Der aggressiven Außenpolitik des freien Westens korreliert so der aggressive Kampf gegen die Opposition im Inneren, der "Rechten", an die man sich schon gewöhnt hat, etwa an die Parole: "Nazis töten". Das ist nur die Spitze des Eisberges der Ausgrenzung allen rechten Denkens aus dem öffentlichen Diskurs: Mit wem man nicht redet! 

Zusatz:

Eine Leseempfehlung:   "Bedford-Strohm: Attentat auf Trump ist eine Zäsur" Kath de am 17..5.2024. Der Ex-EKD-Vorsitzende polemisiert hier nur gegen das Attentatsopfer Trump!












Donnerstag, 27. Juli 2023

Die Bergpredigt und der Revolver

Die Bergpredigt und der Revolver Die Seligpreisung: „Selig,die Frieden stiften“ (Mt 5,9) ist allseits bekannt, aber doch ist ihre Auslegung sehr kontrovers. Übersetzt man diese Verheißung ins Lateinische, ergibt das: „pacem facere“, was einige Friedensbewegte als „Pazifismus“ deuten: Jesu Bergpredigt verlange so den gelebten Pazifismus. Das „pacem facere“ ist aber resultativ gemeint und nicht gesinnungsethisch. Ein Pazifist müßte so nachweisen, daß die pazifistische Gesinnung Frieden erwirkt. Die praktische Lebenserfahrung widerspricht dem aber: Am meisten werden in der Schule und im Beruf und sonstwo die gemobbt, die von ihrem Naturell her sanftmütig und wenig aggressiv sich verhalten. Wie auf der Mikroebene so auch im Großen: Ein Staat, der nicht kriegsfähig und kriegsbereit ist, wird eher von Nachbarstaaten angegriffen als zur Selbstverteidigung fähiger Staat. Man denke an die Kriege gegen Afghanistan,gegen Jugoslawien, aber auch gegen Libyen. Wenn man nun das „pacem facre“ ins Amerikanische übersetzt, ergibt das den „Peace Maker“. Googelt man nun, offenbart sich, daß darunter ein Revolver verstanden wird. Wie schafft man nun mit dem Revolver Frieden? Die pragmatische Antwort: indem man seine Feinde totschießt. Der Philosoph Kant verfaßte dazu eine eigene Schrift über die Möglichkeit eines ewigen Friedens, dem amerikanischen Geist ist das viel zu philosophisch unpraktisch: Der Revolver ist einfach effektiver.Den Hintergrund bildet dabei der Mythos vom „Wilden Westen“, als jeder richtige Mann, mit dem Revolver schußbereit im Halfter ausgestattet sich sein Recht selbstständig erkämpfte, da es nur einen sehr schwachen Staat gab. Das Gewaltmonopol des Staates beeinträchtigt eigentlich die persönliche Freiheit: Frei ist so ein Bürger nur, wenn er das Recht auf eine eigene Waffe besitzt.Und so setzt auch der amerikanische Staat seine Politik durch: mit dem Revolver. Es ist die pragmatische Kultur einer Cowboykultur. Die praktische Umsetzung dieser Seligpreisung ist so der Revolverfrieden. Uns Deutschen, von unserer Natur mehr philosophisch ausgerichtet ist diese Praxis des Friedens zu vulgär, wir schätzen da Kant mehr. Nun geht aber eine Schreckensbotschaft durch die Medienwelt: Der Expräsident der USA, Trump erklärte, daß, wenn er wieder Präsident sein wird, er in kürzester Zeit den Ukrainekrieg beenden werde. Im vorherigen Wahlkampf war er ja von seinem Herausforderer und dessen Unterstützern heftigst kritisiert worden, daß er Rußland gegenüber viel zu kompromißbereit sei, daß ihm die nötige Härte fehle. Der neue Präsident verhieß stattdessen einen aggressiven Konfrontationskurs gegen Rußland. An dem will nun der Freie Westen festhalten und darum ist Trump eine Gefährdung der jetzigen antirussischen Ausrichtung der Natopolitik.Es könnte irritieren, daß nun ein sich so amerikanisch gebende Präsident so sehr auf eine diplomatische Lösung des Ukrainekrieges setzt, wohingegen der linksliberale jetzige Präsident so eindeutig auf eine Revolverlösung setzt. In Amerika existieren 2 grundverschiedene Optionen der Außenpolitik, versimplifiziert die des: Wir sind die Neue Welt, die sich vom alten Europa abgewandt hat, um hier etwas ganz Neues zu erbauen und so zu einem Isolatismus neigt und einer, daß es die Aufgabe der USA sei, die ganze restliche Welt mit ihrer Kultur zu beglücken. Die USA sei eben das fortgeschrittenste und kultivierteste Volk,das seine Kultur zu globalisieren habe. In dieser 2.Option versteht sich eben der linksliberale Präsident Biden, der so einen Kulturkampf gegen Rußland und China führen will, bei dem auch der Revolver einzusetzen ist im Namen der „westlichen Freiheit“. Und dies Unterfangen stünde ganz im Einklang mit der Bergpredigt, denn so bringe doch die USA der Welt den Frieden. Corollarium Der ehemalige Präsident Trump könnte so recht haben, wenn er urteilt, daß bei ihm der Ukrainekrieg nicht sich ereignet hätte, da der russische Angriff eine Reaktion auf die neue agggresive Außenpolitik der USA gewesen sei.

Freitag, 30. Juni 2023

„Historisches Urteil: USA beenden Bevorzugung Schwarzer“ oder politisch korrekter Rassismus

„Historisches Urteil: USA beenden Bevorzugung Schwarzer“ So konnte die „Junge Freiheit“ am 30.6. 2023 einen großen Sieg gegen den politisch korrekten Rassismus verkünden. „Sensationelle Zeitenwende: Der Supreme Court erklärt die „Affirmative Action“ für verfassungswidrig. Präsident Biden ist über das Ende der jahrzehntelangen Diskriminierung von Weißen empört.“ Worum geht es? Bei der Vergabe von Studienplätzen mußten schwarze Bewerber bevorzugt aufgenommen werden. Damit sollten die Chancen für nichtweiße Studienplatzbewerber zu Lasten weißer verbessert werden. Um mehr Chancengleichheit zu erwirken wurden so weiße Bewerber benachteiligt, nur weil sie der weißen Rasse angehören. Daß politisch korrekte Rassisten von diesem Gerichtsurteil nicht begeistert sind, verblüfft nicht: „US-Urteil zur Bevorzugung von Schwarzen: Supreme Court dreht das Rad zurück Die konservative Mehrheit am Obersten Gerichtshof kippt die „Affirmative Action“ an den Unis. Damit dürfen Minderheiten nicht mehr gefördert werden.“ titelt so die Taz am 30.6.2023. Daß die Rassenzugehörigkeit darüber entscheidet, ob man eine gute Chance hat, einen Studienplatz zu bekommen, ist offensichtlich eine rassistische Praxis.Aber im linksliberalen Milieu, der US-Präsident Biden ist dem wohl zuordnerbar, stößt diese rassistische Praxis auf Zustimmung, werden doch Weiße und nicht Schwarzafrikaner damit in den USA diskriminiert. Nicht ganz erstaunlich ist nun, daß Klagen weißer Studenten gegen diese Rassendiskrminierung erfolglos blieben, jetzt aber die Klage von asiatischen Studenten Erfolg hatte, daß sie als Asiaten so benachteiligt werden. (vgl Junge Freiheit dazu). Dem Phänomen des Rassismus und auch dem des politisch korrekten kann man nicht gerecht werden, wenn man diese Phänomene rein sozialwissenschaftlich interpretiert und dann moralisch be und verurteilt. Den Rassendifferenzen wie auch völkische und geschlechtliche sind nicht reduzierbar auf Phänomene des Soziallebens. Die Geschlechterpolarität wie auch die Diversität der Ethnien und der Rassen sind nun einmal auch unabhängig vom Sozialleben existierende Größen, die dann aber auch auf das gesellschaftliche Leben ihren Einfluß nehmen. Aus einer humanitären Perspektive aus beurteilt sollen solche natürlichen Differenzen für das gesellschaftlich-kulturelle Leben keine Rolle spielen: hier sollen nur noch Menschen oder Bürger agieren. Dem liegt die Entnatürlichungstendenz jeder Kultur zugrunde. Das Natürliche gilt als das Zuüberwindende: Es dürfen keine Rassen, keine Ethnien und keine Geschlechterdifferenzen in einer kultivierten Gesellschaft existieren. Aber die so verdrängte Natur taucht wieder auf, meldet sich im sozialen Leben zurück. Unter der Tarnung der Forderung nach mehr Chancengleichheit und nach mehr Diversität bzw Buntheit an den Universitäten, aktualisieren sich in den USA und wohl nicht nur dort Rassenkonflikte durch die Praxis der „Affirmative Action“: Bürger verlangen, daß sie ob ihrer Rassenzugehörigkeit anderen gegenüber bevorzugt werden. In einem so multiethnisch strukturierten Land verwundert es so nicht, daß es in ihm auch Rassenkonflikte gibt, die nicht auf Probleme des Soziallebens zurückführbar sind, wie auch nicht alle Probleme der Geschlechterbeziehung auf eine angeblich von Männern dominierte Kultur reduzierbar sind. Eine Allmachtsphantasie der Sozialwissenschaften ist es nun mal, alles auf die Probleme des Sozialleben zurückzuführen, das Natürliche als Agens in der Kultur völlig verdrängend. Verfassungswidrig, bzw grundgesetzwidrig ist somit jede Affirmative Action, aber sie wird auch in Deutschland begeistert praktiziert, indem nun Frauen ob ihrer Geschlechtes bei der Vergabe von gut dotierten Arbeitsstellen zu bevorzugen sind: die Quotenfrauen! Die humanistische Ideologie kennt nur noch den Menschen und den Bürger abstrahiert von all seinen natürlichen Besonderheiten des Geschlechtes, des Volkstumes und der Rasse, aber im realen Leben agieren die Menschen als so Besonderte, als Nichtabstrakte. Die Affirmative Action in den USA weist so zwei verschiedene Träger auf: die Rassenangehörigen, die sich so Privilegien erkämpfen wollen und Weiße, die in typischer Dekadenzhaltung das Eigene mißachtend nur noch das Fremde lieben. Zusatz: Der politisch korrekte Rassismus ist so das Produkt der Dekadenztendenz Linksliberaler und des Rasseninteresses nach Priviegierungen Strebender.

Samstag, 7. Mai 2022

Von der Leyen: Wir wollen, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt

Von der Leyen: Wir wollen,dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt“


So meldete es die FAZ am 6.5.2022 um 10:54. Was bedeutet dabei nun: diesen Krieg zu gewinnen? Der dortige Kommentar fand auf diese Frage keine Antwort. Zu aller erst fällt dies auf: Nicht wird der Friede, eine Wiederherstellung des Standes vor dem Krieg erstrebt, sondern der Sieg der Ukraine. In einem Krieg definiert eine Kriegspartei ihre militärischen und politischen Ziele, sodaß unter dem erstrebten Sieg die Erreichung dieser Ziele verstanden wird. Die politische Führung der Ukraine soll nach dem Urteil dieser führenden EU-Politikerin also ihre Kriegsziele selbst definieren und die EU, bzw die NATO wollen sie dann so unterstützen, daß diese definierten Ziele realisiert werden.

Nur frägt sich, ob nicht die jetzigen Waffenlieferer durch diese Lieferungen einen Einfluß auf die Realisierbarkeit der Ziele der ukrainischen Regierungen nehmen. Die Politik definiert zwar die Kriegsziele, aber die militärische Stärke ermöglicht dann doch erst die Realisierung des politisch Gewollten.

Welche politischen Ziele könnte so die ukrainische Politik erstreben und welche die NATO, die von den USA hegemonisiert wird? Und: Welche politischen Ziele erstrebte die russische Regierung durch diesen Krieg, die nun von der Ukraine im Kampfverbund mit der NATO verhindert werden sollen? Eines muß dabei präsumiert werden: So gerne Humanisten und Friedensfreunde Kriege als sinnlos, irrational und unmenschlich verurteilen mögen, für die staatliche Politik ist der Krieg ein Instrumentarium der Außenpolitik, das rational, politisch abgewogen eingesetzt wird. Daß dann Staaten in ihrer Kriegspolitik scheitern, ihre Kriegsziele nicht erreichen, widerlegt in keinster Weise den politischen Willen zum Kriege. Die EU-Politikerin stellt somit klar, daß dieser Krieg nun auch einer ist, der von der Ukraine geführt wird, um politische Ziele militärisch durchzusetzen.

Auf der mikrokosmischen Ebene könnten die divergierenden Ziele so erfaßt werden: Die ukrainische Regierung sah es als ihr Problem an, daß die russische Minderheit in der Ukraine die ukrainische Regierung nicht als die ihrige ansah, sondern nach einer Autonomie gegenüber dieser Regierung strebte. Unanhängige russische Republiken entstanden so, die die Ukraine nicht anerkannte und militärisch bekämpfte. Als diese ihre Existenz militärisch bedroht sahen, riefen diese Rußland zur Hilfe, militärisch ihre Existenz abzusichern. Daraus ergibt sich ein klares politisches Ziel der ukrainischen Regierung: die russischen Truppen aus dem eigenen Lande zurückzudrängen um dann die unabhängigen russischen Republiken zu beseitigen. Die Ukraine will so ein rein ukrainischer Staat werden, am einfachsten, indem dann die Russen aus der Ukraine vertrieben werden nach dem militärischen Sieg.

Für die russische Außenpolitik ist das politische Ziel ebenso klar: Rußland soll das Vaterland aller Russen sein, sodaß die in der Ukraine diskriminierte russische Minderheit in Rußland aufgenommen werden sollte in der Gestalt von formal unabhängigen russischen Volksrepubliken auf dem ukrainischen Staatsgebiet, die aber faktisch nur durch ihre Verbindung zu Rußland überlebensfähig wären.

Der Konflikt ist also einer zwischen zwei souveränen Staaten,in der die Ukraine um ihrer staatlichen Einheit willen, den Seperationswillen der russischen Minderheit nicht akzeptiert und bekämpft und des russischen Staates, der in die inneren Angelegenheiten der Ukraine sich militärisch einmischt zum Schutze der dortigen russischen Minderheit. Es sei an den politischen Wunsch der ehemaligen Regierungschefin der Ukraine erinnert: Gebt uns Waffen, damit wir die Russen abschlachten! Damit waren natürlich zuvorderst die in der Ukraine lebenden Russen gemeint: eine Politik der ethnischen Säuberung also war ihr politisches Ziel.


Auf der makrokosmischen Ebene ist dieser Krieg komplexer strukturiert. Die Vierteljahreszeitschrift: „Gegenstandpunkt“ (1-22) bringt dies so auf den Punkt: „Russland ringt um seine Behauptung als strategische Macht- Amerika um deren Erledigung“. Diese pointierte Formulierung ist bedenkenswert: Seit der Liquidierung des sogenannten „sozialistischen Lagers 1989ff gelang der EU und der NATO eine Integration fast aller einst mit Rußland verbundenender Staaten in die EU und die NATO.Die einstige Sowjetunion, als Weltmacht Nr.2 in einer zweipolarigen Welt wurde so Schritt für Schritt entmachtet und auf sich selbst zurückgedrängt. Nachdem nun in der Ukraine eine prowestliche Regierung an die Macht gekommen war, begann der Westen, die Ukraine in sich als einen Frontstaat gegen Rußland zu integrieren. Wie weit diese Integration schon progressiert war, wie stark sie von den USA gefördert wurde, ist nicht ganz klar erkennbar, denn auch dem Westen war das Risiko einer solchen Expansionspolitik klar, schließlich ist Rußland immer noch ein Atombombenmacht.

Seit dem Sieg des jetzigen US-Präsidenten wurde aber der antirussische Kurs verschärft, Trump, dem Vorgänger eine zu große Nachgiebigkeit Rußland gegenüber vorgeworfen. Die einstige zweite Weltmacht soll eben keine mehr sein, weil die USA die einzige sein will. Darum muß Rußland entmachtet werden. Die Ausschaltung aller seiner einstigen Verbündeten ist dazu der Weg. In der Ukraine gelang das, in Weißrußland scheiterte bisher der Versuch, eine prowestliche Regierung mit einer antirussischen Ausrichtung zu installieren.

Was könnten so makrokosmisch die politischen Ziele der Akteure dieses Krieges sein? Für Rußland kann das Ziel eigentlich nur sein, die Integration der Ukraine in die EU und die NATO zu verhindern, um einen westlichen Frontstaat direkt vor seiner Haustüre zu verunmöglichen. Für die USA und der NATO ist das Ziel die Schwächung Rußlandes, vielleicht durch einen lang währenden Krieg in der Ukraine in der Hoffnung auf einen Umsturz in Rußland, wenn der Krieg zu verlustreich für Rußland wird und die antirussischen Sanktionen Wirkung unter der Bevölkerung zeigen. Das politische Endziel ist eben die Unterwerfung Rußlandes unter die Weltmacht USA, die ihren Herrschaftsanpruch aber auch durch China beeinträchtigt sieht, sodaß neben der jetzigen antirussischen Außenpolitik mit einer antichinesischen zu rechnen ist.

Es darf eben bei der Diskussion um die Globalisierung nicht vergessen werden, daß sich da nicht eine Ausdehnung global ausdehnt, sondern der „freie Westen“ mit seiner Hegemonialmacht USA die Weltherrschaft erstrebt. Rußland soll hier nun als ein erster aber geschwächter Widerpart aus dem Rennen um die Weltbeherrschung ausgeschaltet werden. Die Ukraine dient dabei nur als Mittel zum Zwecke der Niederwerfung Rußlands.


Manchmal liest man, daß dieser Krieg auch etwas mit den Menschenrechten zu tuen habe, daß gegen das Land der Menschenrechtsverletzung, nämlich Rußland dieser Krieg zu führen sei. Das stimmt: Seit den Opiumkriegen Englands gegen den Schurkenstaat China, das sich damals gegen den „freien Welthandel“ stellte, sind alle Kriege der USA und des „freien Westens“ „Menschenrechtskriege“, denn es gilt das Menschenrecht des freien Kaufen- und Verkaufendürfens universell durchzusetzen, die ganze Welt also anzusehen als einen einzigen Markt, um Profite zu erwirtschaften.



 

Samstag, 12. März 2016

Die USA zu verstehen versuchen? Eine unlösbare Aufgabe?

Die USA ist der Hegemon der westlichen Welt, in die wir Deutschen, erst Westdeutschland 1945 und jetzt auch Ostdeutschland 1990 integriert worden sind. Auch ist die Katholische Kirche Deutschlands
somit in den Westen inkulturiert, und auch die Römisch Katholische in Folge des West-Ost-Konfliktes,
in dem auch der römische Katholizismus und der Protestantismus einer von orthodoxen Kirchen dominierten Kulturraum gegenüberstanden, mit der großen Ausnahme Polens. So sollen die Merkwürdigkeiten des jetzigen US- Wahlkampfes mit seiner eigentümlichen Kaprizierung auf den einen Kandidaten Donald Trump zum Anlaß genommen werden, ein paar sehr vorläufige Anmerkungen zu den USA zu versuchen, um Hilfen zum Verstehen zu präsentieren. 
These 1: 
Die USA ist nur verstehbar, wenn vom Mythos des "Wilden Westens" ausgegangen wird, der Kinderstube der heutigen USA. Merksatz: Ursprungsmythen bestimmen das kulturelle Selbstverständnis eines Volkes oft mehr als ihre Realgeschichte. Das Verhältnis des Amerikaners (im Sinne von dem Archetyp des Amerikaners, so wie er von Natur aus ist) zum Staat ist nur verstehbar, wenn sich der Mythos vom Cowboy mit seinem Revolver, dem immer schußbereiten vor Augen gehalten wird. Mobil, auf dem Pferde, den Revolver in der Hand erobert er sein Land, setzt sein Recht durch und glaubt daran, daß die moralisch Guten auch immer im Kampf -idealisiert im Duell zwischen dem Guten und Bösen als Shot-Down-sich durchsetzen. Der Staat ist dabei das Abwesende, der nicht sein zu braucht und der den freien Cowboy nur in seiner freien Entfaltung behindern würde. Daß hier nicht ein Krieg aller gegen alle sich ereignete, sodaß nach dem Leviathan-Staat im Sinne Hobbes gerufen wurde, verdankt sich a) der Tatsache, daß das erste Opfer der Wildwestgewalt der Indianer war, und die Weißen sich so nicht gegenseitig töteten und b) der Größe des Landes, das eben anfänglich nur dünn besiedelt wurde. Reduzierte Sozialkontakte reduzieren die Gewaltanwendung.  
These 2 :
Die USA ist nicht verstehbar ohne den Blick auf den inneramerikanischen Bürgerkrieg, in dem der protestantische Teil den katholischen Süden besiegte und so erst die Yankiekultur zu der Amerikas wurde. Die Katholische Kultur war und ist seit dem die der Besiegten in den USA. Besonderes Gewicht icht ist dabei auf den amerikanisch umgeformten Calvinismus zu legen. Das Luthertum ist ob seiner ihm eigenen Staatsfixierung, der urlutherischen Liebe zur Obrigkeit immer ein Fremdkörper, wenn er sich nicht amerikanisiert! Dem Reformiertentum ist nun die Prädestinationslehre das konfessionelle Besondere, sein theologisches Herzstück. Erst die Anerkenntnis der Dominanz calvinistischer Religiösität ermöglicht es, amerikanische Kultur zu verstehen. Am Anfang steht da ein einfaches theologisches Problem: Gott erwählt Menschen zum Heil und andere nicht. Wie kann ich erkennen, ob ich ein von Gott Erwählter bin? Der kontinentaleuropäische Kontinent rang in seinen calvinistischen Kreisen mit dieser Frage, ohne letztlich eine Antwort zu finden, bis dann Karl Barth in einem Geniestreich das Problem erledigte.In England, dem mehr pragmatisch als spekulativ veranlagtem fand sich eine erste Lösung: Wen Gott erwählt hat, dem gibt er auch Gelingen im Leben. Nicht weil jemand Erfolg hat, ist er erwählt von Gott, sondern weil er Erwählter Gottes ist, ist er erfolgreich im Leben. Man kann jetzt tiefsinnig fragen: Verdankt sich Englands Vormachtstellung in der Welt als Kolonialmacht bis zum 1. Weltkrieg, danach begann wohl der Niedergang, dieser calvinistischen Frömmigkeit oder setze die sich ob des englischen Handelsimperialismus mit seinen Erfolgen durch: der Glaube, daß am Erfolg Gottes Sein mit den Erfolgreichen zu erkennen ist. Darin gründet sich auch die tiefe Abneigung gegen den Sozialstaat, denn Gott ist nicht mit den Armen, den wäre er mit ihnen, wären sie nicht arm!  In den USA modifzierte sich das an den Glauben des Erfolges der von Gott Erwählten im Kampf und Krieg- der "Wilde Westen" mit seiner Revolverheldenkultur stand hier Pate. Das Shot-Down ist eben ein zutiefst religiös fundiertes Phänomen: Die Guten siegen da, weil Gott die Geschichte regiert und er immer auf der Seiten der Erwählten, das ist der Guten und somit der Erfolgreichen steht.  
These 3
Lange dominierte in den USA die Ideologie des "Schmelztiegels", daß in den USA alle Einwanderer zu neuen Menschen, dem Amerikaner synthetisiert werden- dem neuen Menschen. Faktisch meinte das aber die Dominanz der Kultur des Weißen Mannes angelsächsicher Kultur, dem sich die anderen zu subordinieren hatten. Die englische Sprache, amerikanisch modifiziert zeigt dies überdeutlich. Die Multikultiideologie ist nun die Reaktion auf das Auslaufen der Ideologie des Schmelztiegels und des Faktums, daß die anderen Kulturen nicht mehr unhinterfragt die Dominanz des Weißen Mannes englischer Kultur akzeptieren. Die kulturelle Einheit der USA löst sich auf in ein Gemengelange von verschiedendsten Kulturen. Daß ein Nichtweißer US Präsident werden konnte. symbolisiert so den Anfang der Auflösung der Hegemonie des Weißen Mannes. 
Donald Trump ist nun der Repräsentant des Willens zur Rückkehr zur Hegmonie des Weißen Mannes, und da diese umkämpft ist, reaktiviert er in seinen Auftritten den Mythos des Wilden Westens, des echt Amerikanischen gegen die verstädterte Dekadenzkultur der etablierten Politiker. Es ist die tiefe Abneigung des Natur- Cowboys gegen den städtischen Bureaumenschen, der Hosenträger trägt, statt einen Colt im Halfter. Die Unkultiviertheit und Derbheit der gut inszenierten Auftritte dieses Kandidaten zielen eben genau auf den archetypischen US- Cowboy im weißen amerikanischen Statsbürger, dem gerade der ökonomische Erfolg des Millionärs auch ein Zeichen dafür ist, daß der der rechte (einst von Gott Erwählte) ist.   Hillary Clinton setzt dagegen auf die postmodernistische Auflösung aller Kulturen in dem Massenmenschen und konkreter auf die Stimmen derer, die die Hegemonie des Weißen Mannes beenden möchten, sodaß die Massengesellschaft entsteht unter dem ideologischen Himmel der Multikultideologie.  Was in den USA das Ende der Dominanz der angelsächsischen Kultur des Weißen Mannes ist, das ist in Europa die Auflösung des Abendlandes mit ihrer christlich fundierten Kultur zur amorphen Massengesellschaft. 
Offenkundig setzt die Katholische Kirche in Europa wie in den USA auf die Auflösung kultureller Identitäten zugunsten der Herbeiführung einer universalen Massenmenschengesellschaft - seit dem 2. Vaticanum mit seiner Erklärung: Gaudium et spes mit seiner Sympathie für einen Universalstaat und einer dem subordinierten Massenmenschenwelt!  Daraus erklärt sich eben die Begeisterung der Stellungnahmen Katholischer Würdenräger Deutschlands  zur Asylpolitik der Kanzlerin Merkel.   

Corollarium 1
Deutschland gehört als Westdeutschland erst seit dem verlorenen 2.Weltkrieg zum "freien Westen", kulturell, in der Mitte Europas gelegen ist seine Kultur auch die der Mitte, zwischen Frankreich und Rußland in Distanz zu England. 1953 bot die Stalinnote, daß Deutschland wiedervereint werden könnte, wenn es sich außenpolitisch neutral verhielte, die große Chance, die Selbstständigkeit wiederzugewinnen, aber der C-Politiker Adenauer verzichtete auf die Souveränität und  Einheit Deutschlands, weil er Westdeutschland unbedingt zum Appendix des "freien Westens" machen wollte als Frontstaat gegen die Sowjetunion!  Der heutige Eindruck der selbstverständlichen Zugehörigkeit Deutschlands zum "freien Westen" ist die Folge der Verdrängung der Kontingenz der Subordination Deutschlands unter die USA.               

Freitag, 11. März 2016

Der US-Wahlkampf und seine moraltheologischen Verwirrungen

"Die USA müssten sehr «wachsam» sein und dürften Personen, die diesen Hass gegen die Vereinigten Staaten in sich trügen, keinesfalls die Einreise erlauben, so Trump."Kath net über den amerikanischen Präsidentenkandidaten Trump: "Der Islam hasst uns", am 11.3. 2016. Eigentlich das selbstverständlichste von der Welt, daß ein Staat seinen Feinden keinen Einlaß gewährt. Aber in den Medien wird alles, was dieser Kandidat von sich gibt, zum Negativen hin ausgelegt! Was hielte man den von einem Hirten, der Wölfen Zutritt in den Schafsstall ließe, einer Schuldirektion, die Rauschgifthändlern den Zutritt zum Schulhof erlaubte? Aber beim Islam wäre das eben anders: Nicht jeder Mohammedaner hasse doch Amerika. Nur, daß hat dieser potentielle Kandidat gar nicht gesagt.Er sagt nur, daß wenn Anhänger dieser Religion uns hassen, dann sollen sie nicht in das Land hineingelassen werden. Nun spricht eine simple Wahrscheinlichkeitberechnung dafür, daß unter Anhängern des Islams die Menge der den USA feindlich Gesonnen deutlich höher sein dürfte als unter einreisenden Juden oder Buddhisten. Daß dann Mohammedaner mehr und genauer zu kontrollieren sind als Juden und Buddhisten, ist staatspolitisch gesehen eine Selbstverständlichkeit! Daß es immer wieder Berichte gibt, daß der "Islamische Staat" und wohl auch andere islamische Kampfverbände getarnt ihre Kämpfer nach Europa und wohl dann auch den USA einsickern lassen wollen, ist bekannt und es spricht viel für die Glaubwürdigkeit solcher Berichte. Denn wie sollte der militante Islam sein Ziel, die ganze Welt dem Islam zu unterwerfen, erreichen wollen, ohne in Europa und in Amerika den heiligen Krieg zu eröffnen? So wie die USA den Willen des Kommunismus zur Weltherrschaft nie unterschätzt hat, so gibt es auch keinen  legitimen Grund, den islamischen Willen zur Weltbeherrschung zu unterschätzen. Genau das und nicht weniger verlangt dieser Präsidentschaftskandidat. Seltsam nur, daß er dafür von Katholiken kritisiert wird, ebenso sein Wille, die USA vor illegalen Einwanderungen zu beschützen, wohingegen Hillary Clintons radicale Abtreibungsbefürwortungspolitik keinerlei Kritik erfährt- ja selbst der Papst sich gegen Trump stellt und somit Hillary Clinton unterstützt, die nun wahrlich eindeutig antichristlich orientiert ist! Wie ein Staat sich vor seinen Feinden und illegalen Einwanderungen zu schützen hat, ist eine politische Ermessensfrage und kann so nicht eindeutig aus der christlichen Moralehre deduziert werden, daß aber eine Finanzierung von Kindestötungen mit Geldmitteln der Entwicklungshilfe nicht mit der christlichen Moral kompatibel ist, das kann nicht bestritten werden.     

Corollarium 1
Man bleibt immer ein Kind seiner Kinderstube; das gilt auch für Völker. Die Amerikaner werden wir Kontinentaleuropäer nie verstehen, wenn wir nicht begreifen, daß desAmerikaners Wiege der "Wilde Westen" ist und daß zu in dem Amerikaner immer der "Wildwestcowboy" steckt, dem sein bester Freund der immer schußbereite Revolver ist. Die Konflikt- und Überlebensstrategien des "Wilden Westens" bilden sozusagen die Basisprogramierung des Amerikaners, auf dem dann sein individueller Charakter sich aufbaut. Trump spricht eben diesen Urtyp des Amerikaners im heutigen amerikanischen Staatsbürger an und das macht ihn Amerikanern sympathisch, gerade solchen, die sich noch mit ihren kulturellen Ursprüngen identifizieren können. Hillary Clinton ist dagegen die typische Vertreterin der herrschenden politischen Klasse, die jeden Kontakt zum eigenen Volk verloren haben,und die nur viele Stimmen wollen, damit sie regieren können für die Interessen ihrer Klasse.   

Corollarium 2
Die Feindesliebe meint nicht den Irrglauben, daß es keine Feinde mehr gäbe seit Christi Versöhnungswerk. Die Feindesliebe zu praktizieren kann so nicht bedeuten, daß Hirten ihre Schafställe für Wölfe öffnen!