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Freitag, 14. November 2025

Wen warum die Kolpingfamilie ausschließen will oder wie wenig das mit dem christlichen Glauben etwas zu tuen hat

Wen warum die Kolpingfamilie ausschließen will oder wie wenig das mit dem christlichen Glauben etwas zu tuen hat



Nun wurde endlich ein Beschluß gegen Rechts, konkreter gegen die AfD gefaßt, daß eine Mitgliedschaft in dieser Partei unvereinbar sei mit einer Mitgliedschaft. Damit will die Kolpingfamilie extremistischer gegen ihr unliebsame politische Meinungen vorgehen als es der Radicalenerlaß zur Sicherstellung des Berufsbeamtentumes vorsah, daß eine Mitgliedschaft in einer vom Verfassungsschutz observierten Organisation noch nicht allein ein Grund zur Nichtzulassung in ein Beamtenverhältnis sei, sondern daß noch eine Einzelfallprüfung vorzunehmen sei. Aber man hat vom Radicalenerlaß gelernt und will nun in diesem Sinne die Famillie von unliebsamen Mitgliedern säubern, bzw ihren Eintritt verhindern.

Das war so zu erwarten und wird auch keinen irritieren. Aber die Begründung für diesen Unvereinbarkeitsbeschluß irritiert nun doch. Als erster und damit wohl besonders hervorgehobener Anklagepunkt wird in diesem Beschluß deketiert: „Rückwärtsgewandtes Gesellschaftsbild: Die AfD bezieht sich in ihrem Grundsatzprogramm explizit auf >traditionelle Rollenbilder< und betont ein Familienbild, das moderne Gleichstellungs- und Gleichberechtigungskonzepte infrage stellt. Die Forderung nach einer „Wiederherstellung der natürlichen Geschlechterordnung“ steht im Gegensatz zu der Haltung von Kolping Deutschland, das sich schon in der Nachkriegszeit für die Gleichberechtigung von Frauen stark gemacht hat.“1

Seit wann widerspricht die traditionelle Vorstellung von der Ordnung der Familie und die natürliche Geschlechterordnung der Lehre der Kirche? Eine Familie, in der der Mann arbeitet und die Frau eine Ehefrau ist und die Erziehung der Kinder übernimmt, statt berufstätig zu sein und ihre Kinde zur Kita und dann zur Kindertagesstätte bringt widerspricht also den Grundsätzen von Kolping! Diese Ordnung sei rückwärtsgewand! Ob die Beschließer mal nachgedacht haben, ob nicht gerade diese Ordnung für die Kinder die beste ist und daß so viele Frauen statt sich der Famillie zu widmen, arbeiten gehen, weil das Gehalt des Mannes nicht ausreicht?

Das Urgestein des Feminismus, Simone de Beauvoir bringt das zeitgemäße Rollenverständnis der Frau so auf den Punkt: „Keine Frau sollte berechtigt sein, zu Hause zu bleiben und ihre Kinder zu erziehen. Die Gesellschaft sollte anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, gerade weil, wenn es eine solche Wahl gibt, zu viele Frauen diese Wahl treffen werden.“2

Diese Wahl haben nun viele Frauen nicht mehr, weil das Lohnniveau entsprechend gesenkt worden ist, daß die Frauen arbeiten müssen, obzwar sie nach dem Urteil dieser Feministin lieber traditionell leben möchten.Die „Gleichnerechtigung“ der Frau bedeutet so nichts anderes als daß auch sie primär der Wirtschaft als einer Arbeitskraft zur Verfügung zu stehen habe wie der Mann und ihr das Familienleben nur etwas Sekundäres sein dürfe.

Nicht geht es so der Kolpingorganisation um das Wohl des Kinder oder das der Frauen sondern in erster Linie um das Interesse der Wirtschaft, auch über die Frau als Arbeitskraft verfügen zu können: Der Mensch ist eben für die Wirtschaft da.

Als zweiten Punkt führt nun der Unvereinbarkeitsbeschluß aus: „Nationalismus und Ausgrenzung statt Solidarität und Inklusion.Die AfD forciert in ihrem Programm ein stark nationalistisches Gesellschaftsbild, das kulturelle Vielfalt nicht als Bereicherung, sondern als Bedrohung begreift.Kolping Deutschland steht hingegen für internationale Solidarität, interkulturelle Zusammenarbeit und ein christlich motiviertes Bekenntnis zur Nächstenliebe über nationale Grenzen hinweg.“

Es verundert nun niemanden, daß die Kolpingfamilie nicht nur die Ordnung der Familie ablehnt sondern auch die des Volkes,sind beides doch Schöpfungsordnungen Gottes und die gelten nun mal als etwas Rückgewandtes. Daß für die Praktizierung der christlichen Nächstenliebe der Ordo amoris zuständig ist, wird hier geflissentlich verdrängt und so aus der Nächstenliebe ein kosmopolitischer Universalismus, der die Ordnung des Sozialstaates zerstört, indem nun die ganze Welt zum Betreuungs- und Versorgungsobjekt des deutschen Sozialstaates werden soll: Jeder Mensch, der in Deutschland leben möchte,wo immer er auch beheimatet ist, hätte auch das Recht dazu, voll vom deutschen Staat versorgt zu werden, auch wenn das zu Lasten der eigenen Staatsbürger ginge. Daß die kulturelle Vielfalt zu einer Bedrohung der Einheimischen geworden ist, beweist nun jede Kriminalitätsstatistik, wenn sie nicht politisch korrekt zensiert wird, aber Sorge zu tragen für Deutsche ist ja praktizierter Nationalismus. So sündigt ja auch eine Mutter, sorgt sie in erster Linie für ihre eigenen Kinder, statt sich um die in Afrika zu sorgen. Zudem: Ob die Flucht aus der eigenen Heimat nun selbst mit dem Gebot zur Nächstenliebe vereinbar ist, wird nicht reflektiert!

Als dritter Grund wird nun angeführt: „Der Landesvorsitzende der AfD Thüringen, Björn Höcke, beispielsweise wurde 2024 rechtskräftig wegen der Verwendung einer NS-Parole verurteilt (§ 86a StGB). Dennoch wurde er nicht von führenden Parteivertreter*innen kritisiert oder ausgeschlossen. Im Gegenteil: Er bleibt nicht nur Mitglied, sondern prägt die Partei programmatisch maßgeblich mit.“ Der Landesvorsitzende wurde wegen der Äußerung: „Alles für Deutschland“ verurteilt.Damit ist selbstredend gemeint: Alles Gute für Deutschland! Daß diese Aufforderung bei uns krininalisiert wird, dagegen; „Deutschland verrecke“ der Gruppe „Feine Sahne, Fischfilet“ als politisch korrekte nicht beanstandet wird, sagt viel über unser Land aus. Die Kolpingfamilie stellt damit in wohltuenender Klarheit fest: Wer alles Gute unserer Heimat wünscht, kann nicht ein Mitglied der Kolpingfamilie sein. Damit stellt sich diese katholishe Organisation in die Tradition der „vaterlandslosen Gesellen“, so Bismarck über die SPD und in die der jetzigen „Antideutschen“, das ist ihre Eigenbezeichnung. die sich ja aus Protest wider die Wiedervereinigung gründeten.

Bedauerlicherweise steht nun im jetzt gültigen Katechismus: „Die Heimatliebe und der Einsatz für das Vaterland sind Dankespflichten und entsprechen der Ordnung der Liebe.“ 2239. Aber diese Aussage gehört sicher auch zum Rückwärtsgewandten und smit Inakzeptablen des Katholischen Glaubens.

Wer also die Ordnung der Ehe und Familie bejaht und die daß die Menschheit in Völker aufgegliedert ist, die so als Volkstümer zu bewahren sind, kann kein Mitglied von Kolping sein!







1Zitier wie auch alle weiteren Zitate nach der Interntseite von Kolping: Kolping Deutschland – Bundesversammlung Beschluss – Die Mitgliedschaft bei Kolping ist unvereinbar mit einer Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland

2Zitiert nach: „Tagespost“ : Männer sind anders, 8.3.2025.


Montag, 10. November 2025

Wir leben jetzt in der christlichsten Gesellschaft aller Zeiten!

 

Wir leben jetzt in der christlichsten Gesellschaft aller Zeiten!


Damit meint ein Mitglied der neugegründeten Vereinigung: „Compass Mitte“ der CDU unser jetziges Deutschland! In dem Jubelartikel auf Kath de am 9.11.2025 liest sich das so: Unsere Gesellschaft würde geprägt durch die Werte der Nächstenliebe,der Solidarität und der Verantwortung. So erklärt dann der Rottenburger Oberbürgermeister als Mitglied dieser Vereinigung:

Ich bin zudem davon überzeugt, dass wir heute in vielerlei Hinsicht die christlichste Gesellschaft aller Zeiten haben: Menschen ohne gesichertes Einkommen werden unterstützt, Arbeitslose und Menschen mit Behinderung erhalten Hilfe, niemand soll ohne Krankenversicherung leben müssen. Diese sozialen Sicherungssysteme sind Ausdruck christlicher Traditionen und Werte.“ 1

Warum ruft nun die Gründung dieser CDU- Organisation auf Kath de soviel Begeisterung hervor, sind doch deren Lieblingsparteien eher die „Grünen“, die „Linke“ und die SPD? Das wichtigste Anliegen dieser Vereinigung sei der Kampf gegen die AfD: Die „Brandmauer“ müsse fest stehen, der „Antifachistische Schutzwall“ dürfe nicht rissig werden. Jedes Reden mit einem AfDler ist, um es theologisch auszudrücken eine Todsünde.

Als einen besonderen Feind erkennt dabei diese Vereinigung den Conservatismus: Die CDU ist in dem Wissen gegründet worden, dass Faschismus immer nur mit Hilfe von Konservativen an die Macht gekommen ist.“ 2 Deswegen müsse die conserative Srömung in der CDU unter eine besondere Aufsicht gestellt wird, daß sie keine Gemeinsamkeiten oder Ähnliches wie die AfD verträte. „Die CDU ist keine konservative Partei. Die CDU vereint soziale, liberale und konservative Strömungen, denen das ‚C‘ die Fließrichtung vorgibt“, heißt es in dem Appell.3

Unter der „C“-“Fließrichtung“ wird nun die Zustimmung zum Multikultikurs der Katholischen Kirche und der EKD verstanden und die Gemeinsamkeit im Kampf gegen alles, was rechtsstehend von der Politik der Bundeskanzlerin Merkel positonierbar ist. Das ist der christliche Markenkern. Außenpolitisch werden klar drei Hauptfeinde der Demokratie und unserer so wunderbar christlichen Gesellschaft benannt: Putin, Trump und die in deren Dienste stehende AfD.

Innenpolitisch müsse die AfD bekämpft werden, dazu sei es gut,daß NGOs finanziell großzügig unterstützt werden in ihrer Bekämpfung der AfD. Ihr Herzensanliegen ist dabei aber die Prolongierung der Politik der offenen Grenzen: „Deutschland braucht Einwanderung. Ohne Einwanderung verliert unser Land jährlich 1,5 Millionen Menschen.“ 4Das heißt dann wohl, daß wir pro Jahr 1, 5 Millionen Migranten aufzunehmen hätten, in 10 Jahren also 15 Millionen!

In den Medien wird diese Vereinigung rechtens als eine dem jetzigen Bundeskanzer gegenüber kritisch eingestellte markiert, die die CDU eindringlich davor warnen will, zu einer conservativ orientierten Partei zu werden. Sie solle sich stattdessen an der links ausgeichteten Politik der CDU unter Merkel orientieren, aber im Puncto Rußland klar die Politik des „Kalten Krieges“ revitalisieren. Da die USA unter dem antidemokratischen Präsidenten Trump kein verläßlicher Partner im Kampf gegen Rußland mehr sei, verlange dies, daß Deutschland und Europa wieder kriegsfähig zu machen ist. Hierin müsse sich somit die Partei von der Politik Merkels klar absetzen.

Nun frägt sich natürlich, wie denn ein CDU-Politiker auf die Idee kommen kann, daß wir uns nun in einer so christlich geprägten Gesellschaft befänden, wie vordem noch nie? Die 100.000 getöteten Kinder pro Jahr dürfte er wohl übersehen haben, die 3 Millionen Arbeitslosen ebenso wie die über 1 Million Bürger, die auf die Armenspeisungen der Tafel angewiesen sind. Auch solche Banaliäten wie die Wuchermieten, die explodierenden Lebensmittelkosten zählen wohl nicht. Es drängt sich der Verdacht auf, daß das eigentlich Christliche negativ der hl. Kampf gegen Rechts und seinem Steigbügelhalter, gegen den Conseratismus ist und daß positiv das Wichtigste das Projekt der Auflösung des deutschen Volkes durch die massenhafte Aufnahme von Asylanten ist. Grün-Roter geht es nicht mehr! Das Eigene zu bewahren, das würde die CDU in eine zu große Nähe zur AfD bringen, denn alles Conservative trägt ja in sich eine Affinität zum Faschistischen, wie es diese Vereinigung klar formuliert. Der „Antifschistische Schutzwall“ wird so weit nach vorne verlegt, gilt nun schon alles Conservative als tendentiell Gefährliches, wobei den NGO-Mauerschutztruppen eine wichtige Rolle zugewiesen wird, als sie herorisch den CDU-Bundeskanzler attackierten ob seines Fehltrittes mit seiner Rede über die deutschen Stadtbilder. 

Corollarium

Sehr zweifelhaft ist es, die Christlichkeit einer Gesellschaft an der Trias: Nächstenliebe,Solidarität und Verantwortung festzumachen, ohne die Bedeutung  der christlichen Religion für die Gesellschaft zu berücksichtigen. Ob des Trendes zum Säkularismus kann unsere heutige Gesellschaft nicht mehr als eine christlich geprägte angesehen werden, das Kaiserreich 1871 bis 1919 war "christlicher" und angesichts von 1 Million in 10 Jahren mit staatlicher Erlaubnis getöteter Kinder kann von einer durch die Nächstenliebe bestimmten Gesellschaft nur ein Zyniker sprechen.

1Rottenburger Oberbürgermeister unterstützt Initiative "Compass Mitte" Neher: Die CDU sollte ihren christlichen Markenkern wieder stärken. Kath de am 9.11.2025


2 Zitiert nach:Dafür setzen wir uns ein: Plattform „Compass Mitte“

3Zitiert nach: „Süddeutsche Zeitung: „UnionCDU streitet über neue Mitte-Gruppe.“ 2.November 2025,


4 Zitiert nach:Dafür setzen wir uns ein: Plattform „Compass Mitte“

Dienstag, 28. Oktober 2025

„Die Kirche darf nicht um jeden Preis neue Mitglieder wollen“ oder wer in der Synodalkirche unerwünscht ist!

 

Die Kirche darf nicht um jeden Preis neue Mitglieder wollen“ oder wer in der Synodalkirche unerwünscht ist!


So lautet die Neuerkenntnis des Standpunktkommentars vom 27.10.2025,nur daß dies Überschrift über das hier Gemeinte täuscht:Nicht ist damit gemeint, daß die Kirche nicht zu viel Geld ausgeben solle,um eine Neuevangelisation zu beginnen, hier etwas despektierlich als neue Mitglieder gewinnen wollen verzeichnet. Sie habe auf die Qualität ihre neuen Mitglieder zu achten, wen sie denn als ein Neumitglied wolle und wen nicht!

So gäbe es Menschen,die das „Anhalten zum sexuellen Verzicht vor der Ehe“ das dieser Standpunkt als „völlig aus der Zeit gefallen“ansieht,attraktiv finden. Solche Menschen dürfe die Kirche nicht als neue Mitglieder gewinnen wollen. Weiter heißt es dann im Text: „Plötzlich muten traditionalistische und längst überwunden geglaubte Wertvorstellungen, die eng verbunden sind mit einer hierarchischen Ordnung, seltsam progressiv an. Es könnte sein, dass gerade die katholische Kirche in einer Zeit starker Autoritäten, einer Schwächung des Minderheitenschutzes und der Frauenrechte und eines neuen Gehorsams- und Standesdünkels (diesmal nicht des Adels, sondern der Geldelite) wieder anziehend wird.“

So wirke die Kirche jetzt „wieder anziehend“ auf Menschen, die sie nicht in ihren Reihen sehen wollen darf! Das sind Traditionalisten, an „längst überwunden geglaubte Wertvorstellungen Festhaltende und Befürworter der kirchlichen Hierarchie.Erklang bisher in linksliberalen Kreisen die Klagelitanei, daß niemand mehr zur Kirche kommen wollte, weil sie so ewiggesterich sei, so tönt es nun: Gerade deswegen sei nun die Kirche wieder attraktiv, aber die so zu ihr Wollenden dürfe die Kirche nicht aufnehmen wollen. Ein ganz anderes Klientel habe die Kirche anzusprechen:Menschen,die in Jesus primär den sich bedingungslos den Schwachen Zuwendenden. Aber die Fortsetzung macht erst klar, was genau damit gemeint ist: „Wenn meine Kirche sich allerdings nicht entschieden davon distanziert, auf der Welle neuer rechtskonservativer, populistischer Strömungen mitzuschwimmen, kann ich nicht mehr für diese Kirche stehen.“ Rechtskonservativ und populistisch Eingestellte, das sind die, die das Gegenteil zu Jesu Hinwendung zu den Schwachen propagieren,hätten in der Kirche nichts zu suchen. Die Kirche dürfe also auf keinen Fall, versuchen, solche für sich zu gewinnen! Simpler formuliert: Christsein heißt politisch linkssein und wer nicht links ist, hat nichts in der Kirche verloren! Praktisch gewendet hieße das,daß wenn jemand in die Kirche eintreten möchte, sollte er gefragt werden, welche Partei er bei der letzten Bundestagswahl gewählt habe, und hat er weder Grün,SPD oder die Linke gewählt, sollte der nicht aufgenommen werden.


Am 27.10.2025 beglückte Kath de seine Leserschaft mit einem weiteren Artikel mit einer Warnung vor falschen Sympathisanten der Kirche: „Nach wachsenden Taufzahlen junger Menschen in westlichen Ländern Polak: Rückkehr zu Religion bei Jugendlichen nicht unkritisch bejubeln.“ Der Verdacht lauter dabei, daß sich hier Falsche taufen ließen,Menschen, die die Kirche besser nicht aufnehmen sollte. Daß plötzlich viele junge Menschen taufen ließen,habe primär etwas mit der „Sehnsucht nach ambivalenzbefreiten und sicheren Zugehörigkeiten in Gesellschaften“ zu tuen. Die heutige Zeit mit ihren vielen Krisen lasse „viele junge Menschen nach Halt, Orientierung und Refugien suchen“. Aber solche Suchende habe die Kirche keine Heimat zu sein. Eine Suche nach einem Halt, einer Orientierung und nach Zufluchtsorten, sei eben etwas aus sozialpsycholigischer Sicht kritisch zu Beurteilendes.

Den Alltag strukturierende Rituale, eindeutige Antworten auf komplexe Fragen, spirituelle Erfahrungen und unbekannte alte Traditionen machten Religion als Option interessant.“ Die Formulierung, „eindeutige Antworten au komplexe Fragen“ 1markiert deutlich, wer da alles gemeint ist: alles, was irgendwie nach conservativ und traditionalistisch klingt.Angesprochen werden soll stattdessen ein Klientel, das sich durch seine Bereitschaft zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Religion und besonders mit ihren Schattenseiten auszeichnet,simpler formuliert: Kirchenkritische sollen angesprochen werden, und nur sie, damit die dann mithelfen, die Kirche zu modernisieren, statt daß noch mehr in sie hineinströmende Conservative den innerkirchlichen Fortschritt aufhalten.


Am 26.10.2025 eröffnete Bischof Meier den Kampf um die Ausgrenzung Mißliebiger aus der Kirche in dem Kath de Artikel: „Bischof Meier: Ausgrenzung in jeder Form unchristlich.“ Dieser Bischof weiß klar und eindeutig den Feind zu benennen, den es nun in und außerhalb der Kirche zu bekämpfen gilt: „Weltkirche-Bischof Bertram Meier hat eindringlich dafür geworben, an der Vision der Einen Welt festzuhalten. Diese sei gefährdet durch Egoismus und eine ausbeuterische Wirtschaft, aber auch durch einen neu erstarkenden Nationalismus, sagte der Augsburger Bischof am Sonntag in Memmingen. Populisten schürten Ängste und Aggressionen. Völkischer Nationalismus sei jedoch mit dem Christentum unvereinbar. Dies gelte auch für alle Formen der Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe und Religion.“

Für ihn gehört die „Vision der Einen Welt“ zum Glaubensgut der Kirche, obgleich sie eher eine Freimauerervision ist,und verurteilt nun jeden Kritiker so einer Einheitsweltutopie als einen Egoisten, wenn er für den Erhalt seiner eigenen Kultur plädiert oder gar eine nationale Selbstständigkeit für bejahenswert hält. Dann gibt er sich etwas kapitalismuskritisch,um dann sogleich den Hauptfeind zu markieren: den Nationalismus und den Populismus. Das sind zwei Bewegungen, die das Projekt der Einheitswelt ablehnen und deswegen von diesem Bischof daimonisiert werden. Stattdessen fordert er um des Zieles der Einheitswelt die Auflösung der bisher noch bestehenden mehr oder weniger noch homogenen Gesellschaften durch ihre Multiethnisierung und Multikultivierung. In jedem Staate habe jeder Erdenmensch das Recht, zu leben und als Bürger des Staates anerkannt zu werden. Damit sollen alle Nationen und Nationalstaaten aufgelöst werden zugunsten einer einzigen Weltbürgerrepublik.

Mit der christlichen Religion oder der Lehre der Kirche hat das nun gar nichts gemein,denn die Gnade Gottes zerstört nicht die Natur und die natürlichen Ordnungen, wobei dann hier die Natur nicht den Gegenpol zur Kultur sondern zur Gnade bedeutet.Aber Bischof Meier stellt damit fest, wer alles nicht in die Synodalkirche hineingehört, die nun in Deutschland unter der Führung des Laien-ZKs und des Bischofsvorsitzenden das Licht der Welt erblickt.

Diese drei Artikel passen von ihrer Tendenz zusammen:Es soll geklärt werden, wer nicht zur Kirche gehört,nicht in sie hineinkommen und aus ihr möglichst ausgegrenzt werden soll.Wo andere das Schrumpfen der Kirche beklagen, wird hier für eine Säuberung und eine Reinhalteaktion geworben.


Dabei ist zu bedenken, daß das Ja zur Einheitswelt sich zumindest in Deutschland primär speist aus dem Nein zum eigenen Volke mit seiner Kultur "Stefanie Drese SPD, stellvertretende Fraktionsvorstzende der SPD im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns:

"Den Antrag der NPD-Fraktion,den biologischen Fortbestand des deutschen Volkes  zu bewahren,lehnen die Vertreter der demokratischen Fraktionen, in deren Namen ich heute spreche,mit aller Nachdrücklichkeit und aufs Schärfste ab. Dieser Antrag ist 

rassistisch  und menschenverachtend"

.(zitiert nach W. Hackert, Antigermanismus, Globalismus,Multikulti, 2015, S.210).




1

Dienstag, 19. August 2025

„Kirchenasyl in Deutschland untergräbt Rechtsstaat“

 

Kirchenasyl in Deutschland untergräbt Rechtsstaat“


So konnte man es tatsächlich auf der stets hundertprozentig politisch korrekten Internetsauftrittseite der deutschen Bischöfe Kath de am 18.8.2025 lesen. „Gemeinden dürften sich nicht über staatliche Verfahren hinwegsetzen.“ ,ergänzt der Sozialethikprofessor Nass dann noch.

Ich erlaube mir nun, durch diesen Artikel Ergänzendes die These, daß die Gewährung des sogenannten Kirchenasyles den Rechtsstaat untergrabe,zu untermauern.

Die Intention des Asylrechtes, wie es in unserem Staate gilt, ist es,aus ihrer Heimat Geflohenen einen Schutz zu gewähren vor den ihnen in ihrer Heimat drohenden unrechtmäßigen Diskriminierungen und Verfolgungen. So wäre eine verhängte Gefängnisstrafe für eines des Mordes Verurteilen kein Grund für die Gewährung eines Asyles: „Ich will nicht ins Gefängnis!“ In einem Gerichtsverfahren wird nun über einen Antrag auf die Gewährung eines Asyles entschieden. Wird der Antrag letztinstanzlich als nicht begründet abgelehnt, ist der Asylantragsteller in seine Heimat zurückzuführen- das nennt man vulgär: ist abzuschieben.

Kirchengemeinden, aber auch Klöster gewähren nun endgültig abgelehnten Asylantragsstellern ein sog.Kirchenasyl,um ihre Repatriierung zu verhindern und um eine Revision des letztinstanzlichen Urteiles zu bewirken, daß der Abgelehnte doch noch weiterhin in Deutschland leben dürfe.

Das nötigt zu der Anfrage: Mit welchem Recht bzw ob welcher Kompetenz die ein Kirchenasyl Gewährenden die Legitimität der Gerichtsentscheidung in Frage stellen? Bei einem Fußballspiel ist die Kompetenzfrage eindeutig geklärt: Wenn ein Schiedsrichter ein Tor nicht als Tor anerkennt und es so nicht gilt,können noch so viele gegen diese Schiedsrichterentscheidung protestieren: Es gilt die Schiedsrichterentscheidung kraft der Autorität seines Amtes. In einem Rechtsstaat darf zwar jeder Bürger eine letztinstanzliche Gerichtsentscheidung für unrichtig halten, er muß aber die Geltung anerkennen. Man möge sich diesen Fall einmal vorstellen: Ein Gefängnisdirektor weigerte sich, einen zu einer Haftstrafe Verurteilten in das Gefängnis einzusperren mit der Begründung, er halte den Täter für unschuldig und er könne es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, einen Unschuldigen in die Gefängnishaft zu nehmen! Er würde ihm dann Daheim ein Asyl gewähren,um ihn vor der Abschiebung in ein Gefängnis zu bewahren!

Offenkundig ist weder ein Gefängnisdirektor, der nur die Verurteilten in Haft nimmt, die er selbst für schuldig erachtet noch eine Gemeinde, die letztinstanzliche Gerichtsentscheide für nicht gültig erklärt, mit dem Rechtsstaat vereinbar.Vereinbar ist nur die Meinungsäußerung, daß hier eine Fehlentscheidung vorläge, die dann aber doch anzuerkennen sei.

Mit welchem Recht beanspruchen denn nun Gemeinden und Klöster das Recht, daß sie Gerichtsurteile nicht anerkennen und die Repatriierung der abgelehnten Antragsteller verhindern dürften? Daß man Gott mehr zu gehorchen hätte als Menschen, ist eine theologisch wahre Aussage,1aber es ist nicht begründbar, warum Gottes Gebote einer Ablehnung eines Asylantrages und der Repatriierung des Abgelehnten widersprechen würde.


Oder sollte man meinen, daß die Menschenrechte als ein funktionaler Ersatz für das altehrwürdige jus naturae fungieren könnte, sodaß geurteilt werden müsse, daß eine Ablehnung eines Asylantrages der Menschenwürde bzw den Menschenrechten widerstreite.Aber es gibt kein Menschenrecht, daß jeder in dem Lande seiner Wahl leben dürfe und daß jeder Staat dieses Wohnrecht anerkennen müsse und gar jedem dann noch die Bürgerrechte zu gewähren habe, aber zumindest eine Vollversorgung für ein menschenwürdiges Leben.


Denken wir uns mal Folgendes: Ein Armer beantragt, von einer reichen Familie adoptiert zu werden, alle Rechte eines leiblichen Kindes dieser Eltern zu erlangen, da er nicht weiterhin als ein Armer in Deutschland leben möchte.Den Antrag darf er bei den Eltern stellen aber diese sind in keinster Weise verpflichtet, den Antragsteller zu adoptieren, mag er auch noch so eindrucksvoll und Mitleid erregend seine Lage darlegen.So wie diese Familie ob der Ordnung der Liebe (vgl Thomas von Aquin dazu) für ihre eigenen Kinder zu sorgen hat, aber nicht verpflichtet ist, für fremde zu sorgen,indem sie Fremde adoptiert,so ist der Staat ob dieser Ordnung für seine Staatsbürger zuständig, aber ist nicht verpflichtet, Fremden die Bürgerrechte zu gewähren oder zumindest sie zu versorgen,nur weil sie in ihm leben möchten.

Weder Gottes Gebote noch die Menschenrechte als ein Substitut des Naturrechtes geben so Gemeinden oder Klöstern das Recht, letztinstanzliche Gerichtsurteile nicht anzuerkennen und einer Repatriierung der abgelehnten Antragsteller sich entgegenzustellen.

Frägt man sich nun aber, wie denn dann das Kirchenasyl gerechtfertigt wird, wenn es weder rechtsstaatlich noch mit den Geboten Gottes noch durch die Menschenrechte legitimierbar ist, so muß eine ideologische Rechtfertigung vermutet werden.

Meine These dazu:Unverkennbar ist in der Gegenwart, der Postmoderne die Tendenz, alles, was nicht als ein Ergebnis von Selbstbestimmungsakten begriffen werden kann als die Freiheit des Einzelnen unzumutbare Einschränkungen seiner Freiheit zu kritisieren.

Jeder Mensch wird als ein Mann oder einer Frau, also mit einem bestimmten Geschlecht, als Glied eines bestimmten Volkes und einer bestimmten Rasse geboren. Das sind Bestimmungen, die sich kein Mensch frei erwählt hat. Die Befreiung des Menschen bestünde dann darin, daß er sich frei zu diesen Bestimmtheiten verhalten solle, sie bejahen oder verneinen darf. Dem Menschen stünde so das Freiheitsrecht zu, sein Geschlecht frei zu ändern, daß ein Mann eine Frau wird, daß Menschen sich ein eigenes Geschlecht erfinden können, wenn sie weder männlich oder weiblich sein wollen und daß sie so auch ihre ethnische Identität abstreifen dürfen, wenn sie lieber statt in ihrer Heimat in einem anderen Lande leben wollen.Alle Identitäten, die nicht selbst frei erwählt worden sind, dürften abgestreift und durch frei erwählte substituiert werden.Wenn alles, was nicht ein Produkt meiner freien Selbstentscheidung ist, alles was so als schicksalhaft2 fremdbestimmt erscheint, der Freiheit des Menschen widerspricht, dann ist es konsequent, jedem das Recht zuzusprechen,in jedem Lande seiner Wahl leben zu dürfen und da wie ein Staatsbürger versorgt zu werden.

Mit der christlichen Religion ist diese ideologische Vorstellung aber unvereinbar, erkennt der Christ doch in diesen Bestimmungen,daß ich Mann oder Frau bin und einem bestimmten Volke angehöre und das inkludiert auch ein Leben in der dem eigenen Volke gegbenen Lebensraum, Gottes Bestimmungen an mich im Raume der Schöpfungsordnungen Gottes.



1Diese Aussage ist aber nicht ungefährlich, fand ich doch Berichte im Internet, daß indische Eltern eines ihrer Kinder getötet hätten, da die Göttin Kali dies Menschenopfer verlangt hätte. Zum Thema der Menschenopfer vgl: Robert Kraft:“Um die indische Kaiserkrone“.

2Die Theologie wird darum Nitzsches: „Amor fati“ nie nur nnegativ gegenüberstehen können.

Montag, 18. August 2025

Der Ausverkauf des Religionsunterrichtes – ein erschreckendes Beispiel

 

Der Ausverkauf des Religionsunterrichtes – ein erschreckendes Beispiel



In dem Land Niedersachen soll nun der schulische Religionsunterricht neu konzipiert werden,es soll keinen katholischen und keinen evangelischen Religionsunterricht mehr geben sondern das Fach: christlicher Religionsunterricht. Die Kultusministerin der Rot-Grünen Regierung, eine Grünenpolitikerin hat dazu die Grundsätze dieses neuen Faches dargelegt. Die „TAZ“, ein bekanntes Kanonenboot der politischen Korrektheit, alles niederkatätschend, was deren Dogmen widerspricht läßt nun dieses Konzept durch eine evangelische Theologin kommentieren.1

Die Euphorie ist grenzenlos! In medias res: „Das ist ein gelungener Neustart, bei dem nicht mehr die Systematik katholischer und evangelischer Theologie im Mittelpunkt steht.“ Die systematische bzw dogmatische Theologie ist das Produkt des sich selbst reflektierenden christlichen Glaubens, bzw der christlichen Religion. Diese Theologie soll also nicht mehr im Zentrum des Religionsunterrichtes stehen. Was dann? „Die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lebenswelt in Form einer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft sind konsequent ins Zentrum gerückt.“

Unter einer multikulturellen Gesellschaft wird nicht mehr wie einst im soziologischen Diskurs die Ausdifferenzierung in schichtenspezifischen Kulturen, die der Ober-, Mittel- und Unterschicht, schon gar nicht die Differenz zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Kultur und auch nicht eine Ausdifferenzierung nach verschiedenden Milieus gemeint, etwa die Jugendkultur, die Hippie Kultur, die Gothickultur sondern daß Menschen-gruppen aus verschiedenen Ethnien in Deutschland leben, die ihre jeweilige ihnen eigene Volkskultur und dortigen Religion beibehalten.

Der Religionsunterricht soll nun die Schüler dazu befähigen, mit dieser Lage gut zurechtzukommen! Dazu gälte es, Kompetenzen zu erlernen: „Die fünf Bereiche, für die erwartete Kompetenzen formuliert wurden, sind nunmehr Identität, Gemeinschaft, Sinn und Glaube, Handeln sowie Freiheit und Zukunft.“ Diese fünf Größen sollen nun den Unterricht ausmachen. Nur in dem Punkt: „Sinn und Glaube“ kommt die Religion ins Spiel, alles andere sind rein säkulare Begriffe, in die, wenn man es wünscht, auch religiöse Gehalte einfließen lassen kann, es geht aber auch ganz ohne die christliche Religion. Meint das den Glauben, daß das Leben, das Ganze einen Sinn hat, meint das, daß durch einen Glauben, welchen den, dem Leben ein Sinn gegeben werden kann oder daß im Glauben sich dieser Sinn offenbart? Wahrscheinlich ist damit alles irgendwie mitgemeint.

Es geht aber in diesem neu konstituierten Religionsunterricht um Wesentlicheres:“Dahinter steht die Überzeugung, dass unsere demokratische Gesellschaft von Menschen lebt, die nicht im Gegensatz von Eigenem und Fremdem verharren. Sie müssen ambiguitätstolerant sein oder es werden, sich also in andere hineinversetzen und Differentes aushalten können. Und sie sollen ihre Beurteilungsmaßstäbe entwickeln statt beibehalten und in Sachen Religion mit verschiedenen Wahrheitsansprüchen leben können.“

Das hätte man auch einfacher formulieren können: Alle Religionen behaupten von sich, wahr zu sein. Es gilt, diese Geltungsansprüche als problematische zu erkennen und sich einzuüben in den religiösen Indifferentismus, daß jeder das für wahr halten könne, was ihm gefalle, sofern er das auch jedem anderen zubilligt.

Wichtig ist dabei, daß jeder Schüler alle Religionen, besonders die, denen er nicht selbst angehört, als eine potentielle Bereicherung ansieht:“Die „anderen“ Religionen und Weltanschauungen, explizit auch säkulare, sind nicht nur Appendix, sondern durchgehende Bezugsgrößen.“ Dem Schüler ist also eine breite Palette von Religionen und Weltanschauungen in diesem Religionsunterricht zu offerieren,aus denen er als ein Konsument das ihm passende sich erwählen kann, wenn er nur respektiert, daß die anderen Schüler und andere Menschen überhaupt sich für andere Optionen entscheiden. Das Ziel ist also der auf dem Markt der Religionen und Weltanschauungen sich mündig verhaltende Konsument, der sich auswählen kann, wie es ihm beliebt. Die Wahrheitsansprüche einer Religion bzw einer Weltanschauung entmaskiert dieser Religionsunterricht dann letztlich als eine Marketingstrategie, das je eigene Produkt als das allein wahre und seligmachende zu verkaufen. Nun dürfe jeder sich erwählen, was ihm gefalle, wenn er dann nur die Entscheidung der Mitmenschen für andere „Wahrheiten“ respektiere.

Die fünf Zentren des neuen Religionsunterrichtkonzeptes: „Identität, Gemeinschaft, Sinn und Glaube, Handeln sowie Freiheit und Zukunft.“ zeigen aber auch deutlich an, daß die genuin religiösen Gehalte hier kaum noch eine Rolle spielen! Die Sytematik der evangelischen wie der katholischen Theologie hat in dieser Unterrichtskonzeption nichts mehr zu suchen. Das Lernziel heißt: das Erlernen des Lebenkönnens in einer multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft, die nur noch durch die wechselseitige Anerkennung der Differenten zusammengehalten werden kann, weil es substantialiter nichts Gemeinsames mehr gibt und geben soll.

1TAZ,Debatten um Religionsunterricht Religiöse Bildung für alle Gastkommentar von Bärbel Husmann, 17.8.2025.

Freitag, 25. Juli 2025

Ein nicht mehr tragbarer Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz!

 

Ein nicht mehr tragbarer Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz!



Keine Sorge, Bischof Bätzing ganz auf der Höhe des Zeitgeistes angekommen, in seiner Kampfgemeinschaft mit dem Laien-ZK, bleibt der Kirche erhalten und wird weiterhin die Lehre der Kirche bekämpfen. Aber es gab einmal einen Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, der Dinge sagte, die heute nur noch in AfD-nahen Milieus gesagt wird. So verwundert es nicht, daß er auf der Internetsseite: „europa aeternae“ zitiert wird, und daß diese Seite, die sich der politischen Philosophie widmet als rechts,als gar extrem rechts diffamiert wird. So titelt die Internetseite „feinschwarz“, deren Leitmoto heißt: Alles niederkartätschen, was nicht politisch korrekt ist!: "Europa aeternae extrem rechts“.1

So geben wir nun diesem einstigen Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz das Wort, das heute wohl nur noch in politisch nichtkorrekten Kreisen zitiert wird:

Nach christlichem Verständnis gründet die Liebe zum Vaterland in der Verbundenheit und Verehrung jenen gegenüber, denen wir unseren Ursprung verdanken: Gott, unseren Eltern und dem Land unserer Väter; dem Land, dem wir zugehören durch gemeinsame Abstammung, Geschichte, Kultur und Sprache. Die christliche Vaterlandsliebe ist nicht nur ein Gefühl, erst recht kein Vergeltungsdrang, auch keine rührselige Volkstümelei, sondern eine sittliche Pflicht, die uns zur lebendigen Anteilnahme am Wohl und Wehe des Volkes antreibt“ (Kardinal Höffner)“

Für die heutigen Bischöfe ist das ein Exzeß völkisch-nationalistischen Denkens. In erster Linie hätten wir doch die „Fremden“, die „Flüchtlinge“ und „Asylanten“ zu lieben. Der Ordo amoris, wie ihn der hl. Thomas noch lehrte, der neben dem hl. Augustin bedeutendste Kirchenlehrer, verstößt eben auch gegen die Dogmen der politischen Korrektheit, daß es nicht erlaubt sei, die einem Näherstehenden mehr zu lieben als die Fernen: Wo kämen wir denn auch hin, liebte eine Mutter ihre eigenen Kinder zuerst und sorge sich dann nur in zweiter Linie um die Nachbarskinder. Obzwar nun der Modetheologe der Kirche zur Genesung das Studium der Schriften Kants anempfiehlt, rezipiere sie diesen Aufklärer nicht, ginge sie unter, bzw versekte sich, will man auch nichts von Pfllichten, gar sittlichen wissen. So polemisiert der BDKJ ja gegen eine mögliche Einführung eines sozialen Pflichtjahres für jeden Staatsbürger, denn man wohle zwar Rechte haben, aber keine Pflichten!

Aber dieser Bischof sündigte noch schlimmer: „Im Januar 1987 erklärte er, die Grünen seien eine für Christen nicht wählbare Partei.“2 Eine Partei, die für das Recht auf die Kindestötung im Mutterleibe sich einsetzt, sei für einen Christen unwählbar. Diese Partei ist inzwischen zur Lieblingspartei des linkdliberalen Katholizismus avanciert, die Kirchentage zu Huldigungs-spektakeln der „Grünen“ und der „linken“ Parteien verkommen und nur noch als rechts kritisierte Christen reden vom Recht auf Leben. Mann müsse eben, um nicht in den Verruf zu kommen, mit Schmuddelkindern, mit Rechten gemeinsame Sache zu machen, in der Causa des Lebensschutzes sehr zurückhaltend agieren!3 So votiert nicht nur der jetzige zeitgeist-surfmeisterliche Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz.

Völlig indiskutabel ist es aber, wenn dieser Vorsitzende den kulturellen Fortschritt, den uns die Studenrevolte der 68er bescherte so kritisiert: „ Bereits zuvor hatte er angesichts gesellschaftlicher Umbrüche von „verwirrendem Pluralismus der permissiven Gesellschaft“ und „Subjektivismus“ gesprochen. Kardinal Höffner erklärte, „Gehorchenkönnen“ gehöre „zum christlichen Menschenbild“.4 Der Pluralismus wird heute auch und gerade in kirchlichen Kreisen als „bunte Republik“ gefeiert und die LGBTQ- Bewegung als die Befreiung aus der Monotonie einer uniformierten Geselllschaft. Statt die völlige Beliebigkeit des Wie- Sexhabens als Permissivität zu verurteilen, wird auch diese nun als zu praktizierende Diversität und Pluralität gefeiert, die es gegen conservative und rechte Einsprüche zu verteidigen gälte.

In einem Wort: Ein Kardinal Höffner könnte in der heutigen Kirche wahrscheinlich nicht mal ein Ministrant werden, da er ob seines Patriotismus und Neins zur Abtreiung untragbar geworden ist.



1Am 18.7.2025.

2Wikipedia: „Bischof Höffner.

3Dieser Frage widmet sich eigens der „Communio“ Artukel vom 24.7.2025: Diffamieren statt diskutieren: „Wie die Verrohung der Debatten im Internet den radikalen Rechten in die Hände spielt .Einstmals gemäßigt konservative Positionen werden heute auch von radikal Rechten vereinnahmt. Bringt das jeden, der sie vertritt, ins Zwielicht?“ Einfacher formuliert: Darf man die Abtreibung noch als eine Sünde bezeichnen,, wenn das Rechte auch so sagen?


4Wikipedia, Bischof Höffner.