Bischof Feige kämpfte und fiel – aber er kämpft gewiß unangefochten weiter: „Mein Kampf gegen Rechts“.
Bischof Feige hat sich, ganz im Widerspruch zu seinem Namen als ein wahrhaftiger Kämpfer gegen Rechts und vor allem gegen die AfD profiliert, viele Meritien unter allen Antifaschisten sich erarbeitet, streitet er doch sozusagen als Frontsoldat direkt in Ostdeutschland gegen die braunen Fluten. So verwundert es auch nicht, daß für diesen Bischof sein Fastenbrief des Jahres 2026 eine gute Gelegenheit bot, wieder seiner Berufung zum Kämpfer gegen Rechts nachzukommen.
Da predigte er: „Im Prinzip des Gemeinwohls drückt sich schließlich die Überzeugung aus, dass es über alle menschlichen Konflikte und Gegensätze hinweg gemeinsame Werte und Ziele gibt, die Achtung und Berücksichtigung beanspruchen und häufig sogar Vorrang vor Einzelinteressen haben. Gesellschaftliches Zusammenwirken wird hierbei nicht als„Null-Summen-Spiel“ angesehen, bei dem der eine nur das gewinnen kann, was der andere verliert, sondern bringt für alle Vorteile, wenn auch in verschiedenem Umfang.Man könnte auch sagen: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz.“
Diese Aussage aus dem Brief des Magdeburger Bischofes zur österlichen Bußzeit „Von christlichen Prinzipien gesellschaftlichen Zusammenlebens“ hat es nun wirklich in sich! Es muß hier nun der 24. Programmpunkt der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zitiert werden:
„Wir
fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat, soweit
sie nicht dessen Bestand gefährden oder gegen das Sittlichkeits- und
Moralgefühl der germanischen Rasse verstoßen.
Die Partei als
solche vertritt den Standpunkt eines positiven
Christentums,
ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. Sie
bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und außer uns und
ist überzeugt, daß eine dauernde Genesung unseres Volkes nur
erfolgen kann von innen heraus auf der Grundlage:“
Und dann benennt diese Partei die Grundlage ihres Gesamtprogrammes in dem vorletzten Programmpunkt:“Gemeinnutz vor Eigennutz“. Es ist mit hundertprozentiger Sicherheit prognostizierbar, daß, wenn ein AfD- Parteimitglied diese NS-Parole zustimmend zitiert hätte, a) er angezeigt worden wäre, b) vehement ein Parteiverbot gefordert werden würde: „Jetzt reicht es!“ und c) das Parteimitglied aus der AfD ausgeschlosen worden wäre wegen dieses parteischädigenden Verhaltens.
In Deutschland ist ja die Parole: „Alles für Deutschland“, gemeint ist natürlich: „Alles Gute für Deutschland“ verboten1, da das auch die NSDAP vertrat und so müßte auch diese Parole: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ verboten sein.
Wie konnte nun ein so profilierter Kämpfer gegen Rechts so arg sich vertuen? Hat da niemand seinen Brief kontrolliert, hätte dieser antifaschistische Bischof nicht den braunen Stall richen müssen, aus dem diese Kloakenparole entstammt? Zudem paßt der Terminus des Gemeinwohles nicht in den heutigen politischen Diskurs, gilt doch die Parole: „ Wenn jeder zuerst an sich selbst denkt und für sich selbst sorgt, dann geht es letztendlich allen gut“: Das Gemeinwohl könne doch nur die Summe aller egozentrischen Interessensverwirklichungen sein, da es ja keine über den Einzelnen hinausgehende Entität wie etwa das Volk oder die Gemeinschaft, gibt, der sich der Einzelne zu subordinieren hätte. Das wäre doch eine antiliberale Idee.
Bischof Feige sündigte also, als er im Übereifer des Kampfes gegen Rechts selbst einen der wesentlichen Punkte des Parteiprogrammes der NSDAP sich zu eigen machte. Aber ihm wird man das verzeihen, besteht doch kein Zweifel an seiner hundertprozentigen antifaschistischen Gesinnung, daß er seinen Kampfauftrag gegen Rechts ernst nimmt als staatsstreuer Hofprediger und bischöflicher Regierungssprecher! Die österliche Kreuzesnachfolge verlangt nämlich zuvörderst sein Kreuzmachen bei den Regierungsparteien!
1Die Parole: „Deutschland verrecke“ der Band: „Feine Sahne, Fischfilet“ ist dagegen politisch korrekt und erfreut sich unter den Antifachisten großer Beliebtheit.
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