Dienstag, 3. Februar 2026

„León XIV verteidigt die synodale Kirche „ >Niemand besitzt die gesamte Wahrheit<“ - eine Kritik

León XIV verteidigt die synodale Kirche „ >Niemand besitzt die gesamte Wahrheit<“ - eine Kritik



Die Internetseite: „infovaticana“ zitiert wie folgt Papst Leo XIV am 26.Oktober 2025: „Synodale Kirche zu sein bedeutet, anzuerkennen, dass die Wahrheit nicht besessen wird, sondern zusammen gesucht wird, indem wir uns von einem unruhigen und in die Liebe verliebten Herzen leiten lassen.“1 Auf Kath net heißt es dann am 28.Jänner 2026 „Kardinal Fernández erinnert vor Mitgliedern des Glaubensdikasteriums an Worte von Papst Leo XIV., wonach "niemand die ganze Wahrheit besitzt."2

Wenn Gott sich in Jesus Christus offenbart hat und die Kirche Jesu sich auf dies Fundament auferbaut, verbunden mit der natürlichen Gotteserkenntnis und der Tradition und dem Lehramt, wie kann dann geurteilt werden, in ihr wäre nicht die ganze Wahrheit als erkennbare präsent? Ist es doch die Aufgabe des Heiligen Geistes, das Offenbarsein der Offenbarung in der Kirche zu erwirken.

Die ganze Wahrheit“: Sollte denn da unter der „ganzen Wahrheit“ eventuell mehr verstanden werden als die Wahrheiten, die zum Heile des Menschen notwendig sind? Das wären dann aber keine Wahrheiten für uns Menschen, da sie für unser Heil irrelevant wären. Zudem: Warum sollte dann die Kirche diese Wahrheiten gemeinsam suchen? Als die Kirche vor der Frage des Wies der Heidenmission stand, entschied das erste Apostelkonzil, bestehend aus den Aposteln und Presbytern in der Kraft des Heiligen Geistes das Wie dieser Mission. Die Laien, die Gemeinde waren daran nicht beteiligt und seit dem wird die Kirche auf ihren Konzilien so durch den Heiligen Geist geführt. Was für Wahrheiten seien denn da noch zu erkennen, etwa zu unserem Heile notwendige?

Wer sucht, der hat noch nicht gefunden. Aber Gott hat sich doch schon längst in Jesus Christus finden lassen! Ist es denn dann wirklich ein Akt der Demut, wenn zur offenbarten Wahrheit gesagt wird, daß wir Christen so sie noch suchen haben? Das wäre so, als wenn ein Freund zu mir sagte, daß er ab 21 Uhr in Hofbräuhaus anzutreffen sei und ich ihn dann von 6 Uhr früh bis 20 Uhr in ganz München suchte, um dann erschöpft die Suche nach ihm aufzugeben!

Die Theologie weiß von der Differenz zwischen der Erkenntnis Gottes im Glauben zur Gotteserkenntnis im Schauen, die uns erst postmortal zuteil werden wird, aber deswegen sagt sie nicht, daß die Kirche nicht über eine klare Gotteserkenntnis verfüge. Gott selbst kennt sich nämlich selbst und gibt uns Menschen unseren Anteil an seiner Selbsterkenntis durch seine Offenbarung. Deswegen existiert in der Kirche die wahre Gotteserkenntnis, die alles umfaßt, was zum Heile des Menschen notwendig zu wissen ist.

Die Vollständigkeit der Erkenntnis des zum Heile Notwendigen ist nun aber wirklich ein Problem für den wissenschaftlichen Diskurs, denn der lebt aus immer neuen Erkenntnissen, aus innovativen Ideen. Aber für die Theologie gilt der Grundsatz: Es gibt nichts Neues unter der Sonne! Dieser Diskurs will die Wahrheit nicht schon als eine erkannte vorfinden, sondern sie erst noch hervorbringen wollen, um sich am Leben zu erhalten. Zu diesem Zwecke werden dann alle bisherigen Erkentnisse als noch nicht genügend, als noch nicht hinreichende kritisiert, um weiter suchen zu können! Im Idelfall findet man die Wahrheit nie, um sie ewig suchen zu können!

Praktisch werden dann alle schon in der Kirche gefundenen Wahrheiten als die Hervorbringungen früherer Zeiten dekonstruiert, die so keine Wahrheit mehr für uns Jetzige beanspruchen könnten. Alles sei eben relativ, zeit(geist)bedingt und ferne von der Wahrheit!



Man bedenke doch einmal, aus wie vielen und qualifizierten Quellen die Kirche ihre Erkenntnisse schöpft: aus der Vernunfterkenntnis, aus der Selbstoffenbarung Gottes, dem Zeiugnis der hl. Schrift und der Tradition, und dem Lehramt und sie darf auf das Wirken des Heiligen Geistes setzen, daß er sie führt, vom ersten Apostelkonzil an. Bei einer so guten Quellenlage ist die Klage, die Kirche besäße nicht die ganze Wahrheit als in ihr erkannte eine grobe Gotteskritik, als wenn es ihm nicht gelungen sei, sich uns klar zu vermitteln durch diese Medien, die Quellen der Theologie! Gott muß wohl ein sehr schlechter Pädagoge sein! 

Zusatz:

Nach "infovatica" scheint Papst Leo die Liebe gegen die Wahrheit ausspielen zu wollen, als wenn der Mangel an Erkentnis durch eine Praxis der Liebe kompensiert werden könnte. Nur, nicht alles, was aus Liebe getan wird, ist auch gut getan! So handelte König David aus Liebe, er beging einen Ehebruch und ließ den Ehemann der Frsu, die er liebte, töten, um sie zu ehelichen. Man kann aus Liebe sündigen, "Kann den Liebe Sünde sein?" muß die Theologie leider bejahen. Die Erfolgsserie: "Sturm der Liebe" bietet dafür reichliches Anschauungsmaterial," 





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2 Kardinal Fernández erinnert vor Mitgliedern des Glaubensdikasteriums an Worte von Papst Leo XIV., wonach "niemand die ganze Wahrheit besitzt"


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