Montag, 21. September 2026

Was die Kirche einst lehrte und von dem sie jetzt nichts mehr wissen will!

 

Was die Kirche einst lehrte und von dem sie jetzt nichts mehr wissen will!


In dem Buch: „Der Glaube der Kirche in den Urkunden und ihren Lehrverkündigungen“, des Jahres 19911 steht noch in der Glaubenslehre Nr. 369 geschrieben: „So verwerfen und verabscheuen Wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen, die auch der Vernunft widerstreitet.“

Die These von der „Gleichwertigkeit“ aller Religionen bildet nun das Fundament des sog. „interreligiösen Dialoges“ und führt zur faktischen Einstellung jeglicher kirchlicher Missionstätigkeit. Die Mission ist inzwischen vollständig durch die Diakonie substituiert, wobei die Diakonie dabei oft nur eine nichtstaatlche Entwickelungshilfe für unterentwickelte Regionen meint. Wenn doch noch mehr darüber Hinausgehendes getan wird, dann ist es das Eintreten für die Menschenrechte, wobei das Engagement für die Religionsfreiheit selbst wiederum nur die These der „Gleichwertigkeit“ aller Religionen bestätigt.


In der Glaubenslehre Nr. 382 heißt es gar: „Die Kirche hat kraft ihrer göttlichen Einsetzung die Pflicht, auf das gewissenhafteste das Gut des göttlichen Glaubens unversehrt und vollkommen zu bewahren und beständig mit größtem Eifer über das Heil der Seelen zu wachen.Deshalb muß sie alles entfernen und ausmerzen,was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil schaden könne...“.

Schon die Aussage, daß Gott die Katholische Kirche eingesetzt habe, dürfte heute einen Widerspruch provozieren, denn Jesus habe doch nur das Reich Goettes verkündet und als das sich verzögerte entstand die Kirche, die er nicht gründen wollte. Das „Gut des göttlichen Glaubens“ existiert genau genommen auch nicht mehr, denn der Glaube sei doch nur die menschliche Antwort auf die Offenbarung Gottes und deswegen sei sie selbst zeitgeschichtlich bedingt und in jeder Zeit neu auszuformulieren. „Das Heil der Seelen“- gibt es denn noch eine menschliche Seele? Ist das nicht ein Konstrukt der platonischen Philosophie? Gewiß sei doch, daß Gott jeden Menschen liebe, seine ihm eigene Menschenwürde zuerkenne und so erübrige sich doch jede Sorge um das Heil des Menschen. Relevant sei stattdessen die Frage, ob der Mensch gemäß seiner Würde in der jetzigen Weltgesellschaft leben könne und ob nicht Reformen der Weltgesellschaft nötig seien, um die Welt zu humanisieren.

So stünden heute alle Gläubigen jeder Religion und alle Atheisten guten Willens vor der Aufgabe, zur Humanisierung der Welt beizutragen und deswegen seien alle Differenzen untereinander hintenanzustellen: Alle Religionen seien gleich wahr. Es existiere so nur ein Feind, der Fundamentalismus, den es leider in allen Religionen gäbe, das ist der Irrglaube, daß nur eine Religion die wahre sei, statt daß die Gleichgültigkeit aller Religionen bekannt wird.

Letztendlich wird so auch die Verkündigung des Evangeliumes unwichtig, da der Verkündigungsauftrag der Kirche sich auf die Verkündigung der Würde des Menschen, den Gott ja liebe so wie er sei, zu reduzieren sei.

Die Katholische Kirche sei so für das Heil der Seelen irrelevant und Gott hätte auch nicht Mensch werden brauchen um für uns am Kreuze zu sterben, denn es reichte doch aus, Gott als den Schöpfer und Bejaher jedes Menschen zu verkündigen um so den Glauben an die unverlierbare Menschenwürde proklamieren zu können. .





1J.Neuner, H.Roos, Der Glaube..., 1991, 13.Auflage. Leider liegt mir diese Quelle nicht vor, ich kann sie nur nach :Armin Risi, Machtwechsel auf der Erde, 6.Auflage 2006, S.167 zitieren.

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