Die „armen Seelen“ und das Helloweenfest – oder wird vor einem zutiefst katholischen Fest gewarnt?
„Arme Seelen sind nach Lehre und Tradition der römisch-katholischen Kirche Seelen im Fegefeuer (Purgatorium), wohin sie durch die Entscheidung des Partikulargerichts (mit seiner Seelenwägung) – das Eingangsportal des Fegefeuers – gelangt sind. Dort erleiden sie Qualen, dies aber hoffnungsfroh, weil sie nicht endgültig im Fegefeuer festgehalten werden, sondern immer die Gewissheit haben, daraus in den Himmel entlassen zu werden, den einzigen Ausgang des Fegefeuers. Gebete von Lebenden, besonders im Rahmen des Memorialwesens, helfen, diese Zeit zu verkürzen und sie aus ihren Qualen zu erretten. In der Liturgie wird der Armen Seelen vor allem zu Allerseelen und im Requiem gedacht.“1
Das ursprüngliche Anliegen des Helloweenfestes vor seiner Veramerikanisierung: daß es den „armen Seelen“ an dem Tag des Helloweenfestes gestattet ist,uns zu erscheinen, um uns um unsere Hilfe für sie zu beten. Die Masken sollen uns dabei an das wirkliche Leiden der „armen Seelen“ erinnern mit der Bitte: Helft uns!, symbolisch durch ein Süssigkeitengeschenk an sie, realiter durch unser Beten und Messelesenlassen für sie.
In diesem Fest feiert der Katholik die Gnade Gottes, daß er uns die Möglichkeit gewährt, den „armen Seelen“ helfen zu können!
Eine Bekannte von mir erklärte mir, daß doch die Kirche im 2.Vaticanum das „Fegefeuer“ abgeschafft hätte und: Sie habe noch nie eine Predigt gehört, in der dies „Fegefeuer“ auch nur mit einem Worte erwähnt werden würde. Sie als eine Religionslehrerin würde selbstverständlich so etwas Obskures auch nie erwähnen im Religionsunterricht! Daß Tote uns Lebenden erscheinen würden, sei doch auch nur etwas völlig Mittelalterliches – das elektrische Licht habe dem dann doch sein wohlverdientes Ende bereitet.
Sicher steht diese progressive Katholiken mit dieser Meinung nicht allein, daß die Kirche das Mittelalter in sich selbst noch scheinlebendig zu überwinden habe.
So protestiert die Kirche mit ihrem „Nein“ zu „Helloween“ gegen eine ihr eigentümliche religiöse Vorstellung, die fest in dem Katholischen Glauben verankert ist.
Aber: „Drei von vier Deutschen werden im Laufe ihres Lebens Zeuge eines paranormalen Phänomens. Häufig erscheinen den Betroffenen verstorbene Angehörige.“ 2
Dem „Focus“-Magazin kann man gewiß weder eine Neigung zum Spiritismus noch gar zum Katholischen vorwerfen, aber in diesem Magazin stand dieser Bericht. Erstaunlich ist,daß in repräsentativen Befragungen so viele sich zu so etwas Mittelalterlichem bekennen.
Wenn heutzutage gefordert wird, die Kirche habe auf die Menschen zu hören, statt auf die Dogmen der Kirche, dann sind damit diese Dreiviertel nicht gemeint, denn die erleben etwas, daß es nach dem Reformkonzil nicht mehr geben dürfe.
Nur, was tuen, wenn die Seelen der Verstorbenen sich nicht nach den modernistischen Meinungen verhalten?
Es dauert noch, bis „Helloween“ angesagt ist – aber es wäre gut, begönnen wir jetzt schon damit, in diesem Fest ein zutiefst katholisches zu recognizieren und das zum Anlaß nähmten, Ablässe für unsere Verstorbenen zu erbeten, statt gegen dieses Fest zu polemisieren!
Zusatz aus dem Leben des hl. Pater Pio:
Eines abends war Pater Pio in einem Zimmer, im Erdgeschoß des in eine Pension umgewandelten Klosters. Er war allein und hatte gerade die Liege bezogen, als ihm plötzlich ein Mann erschien, eingehüllt in einem schwarzen Umhang. Pater Pio war erstaunt und erhob sich, um den Mann zu fragen, wer er sei und was er wolle. Der Fremde antwortete, er sei eine Seele aus dem Fegefeuer. "Ich bin Pietro Di Mauro", sagte er, „ich starb in einem Feuer am 18. September 1908 in diesem Kloster. In der Tat war dieses Kloster nach der Enteignung des kirchlichen Guts in ein Altenpflegeheim verwandelt worden. Ich starb in den Flammen, als ich auf meiner Strohmatratze schlief, genau in diesem Zimmer. Ich komme aus dem Fegefeuer: Gott hat mir gewährt, hierher zu kommen und Sie zu bitten, für mich morgen früh eine Messe zu lesen. Dank einer Messe ich werde bereit sein, ins Paradies zu gelangen". Pater Pio teilte dem Mann mit, daß er die heilige Messe für ihn lesen wuerde,..., "aber…" sagte Pater Pio: "Ich wollte ihn zur Tür des Klosteres begleiten. Ich war gewiss, daß ich mit einer toten Person gesprochen hatte. In der Tat, als wir in den Kirchhof hinaustraten, verschwand der Mann, der bei meiner Seite war, ganz plötzlich. Ich muß zugeben, daß ich sehr erschrocken wieder zurueck ins Kloster ging. Pater Paolino von Casacalenda, Abt meines Ordens, bemerkte meine Nervosität. Nachdem ich ihm erklärt hatte, was geschehen war, erbat ich die Erlaubnis, Heilige Messe für die verstorbene Seele zu feiern.“ Wenige Tage später wollte Pater Paolino, die Informationen nachprüfen. Er ging zum Büro der Registratur der Gemeinde von St. Giovanni Rotondo, und bekam die Erlaubnis, im Jahr 1908 das Register des Verstorbene zu konsultieren. Die Geschichte von Pater Pio Pater war wahr. Im Register der Verstorbenen des Monats September waren Namen, Nachnamen und Todesursache aufgeführt: "Am 18. September 1908, im Feuer des Pflegeheimes, starb Pietro Di Mauro."
zitiert nach:
Arme Seelen, die Unglücklichen, Pater Pio, Maria Simma, Emmerich
1Wikipedia: Arme Seelen.
2Focus am 10.7.2017: Fast drei Viertes der Deutschen sehen Geister.
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