Sonntag, 21. Juni 2026

Weiteres aus einem Gespräch mit einer evangelischen Christin

 





 vgl 13.6.2026 Aus Dialogen mit evangelischen Christen

 

Weiteres aus einem Gespräch mit einer evangelischen Christin 

 

Das hat mich gefreut, daß Du geantwortet hast und dann gar noch zustimmend,als wüßtest Du nicht, daß die Reformatoren eine Fürbitte an die Mutter Gottes verworfen haben und alle protestantischen Kirchen ihnen darin gefolgt sind.

Da unser Gespräch so gut anfängt, möchte ich es gerne fortsetzen.

Stelle Dir einmal vor, eine Deiner Töchter heiratete und ihr Zukünftiger erkläre, daß er zwar Deine Tochter heiraten wolle, Dich aber auf der Hochzeit nicht sehen wolle. Was würdest Du dazu sagen und wie würde Deine Tochter reagieren?

Stelle Dir vor, ein Prinz heiratet eine Bürgerliche, gar eine Magd und seine Untertanen erklärten, daß dies eine Mesalliance sei und verweigerten so der einstigen Magd den ihr als einer Prinzessin zukommenden Respekt.

Gott hat Maria zur Mutter seines Sohnes erwählt, sie wurde die Mutter Gottes. Kannst Du Dir vorstellen, daß es Gott und seinem Sohn gefallen könne, wenn sie nicht als Mutter Gottes respektiert und geehrt wird, da sie eine Magd gewesen sei, nun aber die Mutter Gottes ist? Mägde= Dienerin Gottes gibt es viele, aber nur eine ist die Mutter Gottes,

Selbstredend wird Maria nicht wie Gott angebetet sondern so respektiert und verehrt, wie es ihr als die Mutter Gottes zukommt.

Joh 19,26f: Jesus setzt dem Jünger, den er lieb hat, Maria zu seiner Mutter ein und sie als die seinige. Wozu bedurfte er einer Mutter, wenn er doch Gott zu seinem Vater und Jesus als seinen Erlöser hat? So wie Jesus Petrus als den Hirten seiner Kirche eingesetzt hat und nicht urteilte, er selbst genüge als der Hirte, so setzte er Maria als die Mutter des Jüngers ein, den er liebte, damit er nicht mutterlos als ein Halbwaise zu leben habe. Nun glauben wir, daß Jesus nicht nur diesen Jünger liebte sondern jeden Christgläubigen und daß er deshalb jedem Maria zu seiner Mutter eingesetzt hat.

Der terminus technicus dafür ist der der Akkommodation: Gott paßt sich uns an, damit wir ihn verstehen und wir mit ihm kommunizieren können. Da es für uns ein Unglück ist, mutterlos als eine Halbwaise leben zu müssen, gibt er uns eine Mutter, die dann nach ihrer Aufnahme in den Himmel als unsere Mutter im Himmel fungiert. Als solche ehren und respektieren wir sie und wenden uns in all unseren Nöten an sie wie ein Kind sich zu seiner Mutter verhält, denn wir sind ja als Christen Kinder Gottes, der Mutter bedürftig. .

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen