Von der Reich Gottes Verkündigung zum Jawort zur modernen pluralistischen Gesellschaft – eine Grobskizze
In der Jesusforschung, was hat er wirklich gepredigt und wie verstand er sich selbst verbunden mit dem kritischen Unterton, daß vielleicht schon die Evangelien und die Briefe des Neuen Testamentes Jesu von Nazareth Anliegen fehldeuteten und verzeichneten, existieren doch einige Konsens, daß er den Einbruch des Reich Gottes baldigst erwartete und daß er predigte: Kehret um.damit ihr eingehen könnt in dies Reich!
Der „alte Äon“ glich der Titanic kurz vor ihrem Untergang und es galt nun: Nur die in den Rettungsboten werden gerettet werden, die also in der neuen Arche Noah, der Kirche sich gerettet Habenden. Damit wäre schon der Kerngedanke der frühen Kirche charakterisiert. Die beliebte Polemik, Jesus verkündigte das Reich Gottes, aber die Kirche kam, verkennt, daß die ursprüngliche Bedeutung der Kirche die der Arche war, die die Christen aus dem Weltuntergang retten sollte und konnte, aus dem Untergang der die Niederkunft des Reich Gottes einleiten würde.
„Die Gestalt dieser Welt vergeht“(1.Korintherbrief 7,31) lautete nicht nur bei dem Apostelfürsten Paulus die Grundüberzeugung, sondern so glaubte das Urchristentum.
Die Konstantinische Epoche zeigt uns nun grob skizziert ein anderes Gesicht: Im Bund mit dem Kaiser wurde die Welt nun zu einer Gestaltungsaufgabe, es galt die Gesellschaft als eine bestimmte vorgefunden Weltgestaltung zu christianisieren. Zu erforschen wäre, ob nun der Reich Gottes Idee eine Entwickelungstendenz innewohnte als einem Wachsen zum Reich Gottes hin.Die Kirche stand mit dem Staat der Gesellschaft gegenüber und wurde von ihnen als ihre Gestaltungsaufgabe begriffen.
Das Ende der Konstantinischen Epoche, als die drei großen christlichen Monarchien Europas, die Österreichs, Rußlands und Deutschlands untergingen führte zu einer neuen Situierung der Kirche, vollzogen im 2.Vaticanum. Sie bejaht sich jetzt als ein Subsystem der modernen pluralistischen Gesellschaft. Sie legitimiert sich nun durch ihre Systemleistungen, die sie für die Gesellschaft erbringt. Sie will dabei teilhaben an dem Projekt der Moderne, dem der Humanisierung der Welt und offeriert dazu religiöse Vorstellungen zur Motivationssteigerung für ein Engagieren für dies Projekt der Moderne.Als ein Element der pluralistisch strukturierten Gesellschaft rangiert nun für die Kirche der Staat neben der allgemeinen Öffentlichkeit als der Adressat seiner moralisch- sozialethischen Anliegen. Das eigentlich Christliche, die christliche Erlösungsreligion wird so zu einem innerweltlichen Humanitarismus transformiert,das Eigentliche nicht mehr kommuniziert.
Der „alte Äon“, dem das Reich Gottes sein Ende bereiten sollte, wird nun zu der zu bejahenden und im Kampf gegen seine Kritiker zu verteidigenden modernen Gesellschaft, der die Kirche subordiniert dient.
Das Urchristentum ersehnte den Untergang der alten Welt, damit das Reich Gottes einbräche, jetzt kämpft die Kirche um den Erhalt dieser Welt: "Schöpfung bewahren!"
Aus dem "Ich bin die Wahrheit" Jesu Christi wird: "Eine von vielen Wahrheiten bin ich."
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