„Was bleibt,wenn der Glaube schwindet?“ Eine Bankrotterklärung
Eine Sonderausgabe des „Publik Forums“ stellte diese sich diese Frage und offenbarte dabei ihr völliges Unverständnis der christlichen Religion.1 Der Beitrag: „Wenn das religiöse Erbe verschwindet“2leistet wahrlich einen Offenbarungseid,wobei die Äußerungen des da zitierten pensionierten Religions- und Geschichtslehrers „Karl“ eine besondere Aufmerksamkeit verdienen. „Der Mensch von heute braucht die Kirche nicht mehr“,tönt es.3Der Mensch von heute“ besitzt hier eine normative Bedeutung, und ist so nicht einfach deskriptiv gemeint.
Wichtger als die Kirche und wohl auch die Religion sei: „dass die Kinder und Enkel >gute Staatsbürger< sind, wie er sagt.Ja, der Exreligionslehrer urteilt über seine Kinder und Enkel: „Sie sind gute Menschen“.4Sie bejahten zwar viele christliche Traditionen nicht mehr,aber ein vermittelter christlicher Grundwert sei es doch, zu versuchen „demütig zu sein und andere Menschen gut zu behandeln.“5 „Mitleid,Großherzigkeit und Rücksicht6nahme“sollen dann als weitere christliche Tugenden gelten. Dann wird gar eingeräumt, daß dieser pensionierter Religionslehrer sogar ein bißchen damit sympathisiere,“dass sich die Enkel von der Kirche abwenden.denn ihm ist sie zu unbeweglich und frauenverachtend.“ 7
Zustimmend wird der Pädagoge Christof Horst zitiert: „Das Beste für ein Kind ist,ihm beizubringen, selbst zu denken.“8 Die christliche Religion ist also in der 3.Generation fast völlig verschwunden, außer diesen Fragmenten und das obzwar anfänglich die Familie eine religiös praktizierende war. „In der Familie Hoffmann jedenfalls wird wenig über Gott gesprochen.“Ist das wirklich nur als eine deskriptive Aussage gemeint oder klingt da nicht ein präskriptiver Unterton mit: So ist es auch richtig für eine moderne Familie? „Werte ja, Glaube nein!,9das könnte als das Resümee des Was vom Glauben übrigbleibt, benannt werden. Das sei >eine ganz normale Erscheinung der Zeit,nicht eine persönliche Verantwortung“ wird dann auch noch resümiert.10
Der Strom der Zeit stellt eben einfach den christlichen Glauben in das Abseits und läßt als seine Konkursmasse nur noch ein paar gutbügerliche Tugenden übrig.
Der darauf folgende Artikel: „An Einhörner glauben“ stellt fest, daß es in der kindlichen Entwickelung zwei Phasen der Gläubigkeit gäbe.11 Anfänglich glaube man an Einhörner , Dinosaurier und Märchenprinzen. Darauf folge ein anderer Glaube:“dass die Welt im Kern gerecht ist. Dass die Leute in politische Ämter gewählt werden,die das Beste für alle wollen.Dass die Bösen am Ende im mer den Guten unterlegen sind.“ Aber als D,Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde und ob ihres Nachdenkens über Auschwitz löste sich auch dieser Glaube auf. Jetzt bliebe nur noch dies: „Wir müssen weiter hoffen,weiter demonstrieren,weiter darüber sprechen, wie die Welt war,wie sie ist und wie wir sie uns für die Zukunft wünschen.“ Nichts ist hier mehr von der christlichen Religion und dem Glauben übriggeblieben!
Die weiteren Artikel erspare ich meinen Lesern, nur dies Bekenntnis einer evangelischen Theologen sei zur Abschreckung zitiert: „Ich verstehe Religion als das, was aufbricht, wenn Menschen Sinnfragen stellen.“12
Kein Mal fand ich in dieser Sonderausgabe den Namen Jesus Christus oder irgendeinen christlichen Gehalt erwähnt!Die christliche Religion gilt faktisch als nicht mehr vermittelbar.
1Publik Forum.Sonderdruck, 11.2025.
2A,a.O, S.3-6.
3A.a.O. S.5.
4A,a,O. S,5.
5A.a.O.S.5.
6A.a.O.S.5.
7A,a.O. S.4.
8A:a.O: S:$:
9A.a.O. S.5
10A.a.O. S.5.
11A.a.O.S.7.
12A.a.O, S.16.
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