Unerlaubte Meinungen zu unserer jüngeren Geschichte oder: Weniger Ansprüche stellen!
„Compact“ sollte verboten werden, aber die Bundesregierung scheiterte vor Gericht mit ihrem Verbotsanliegen. Frägt man sich nun, warum dieses Magazin samt ihrem Internetsauftritt verboten werden sollte, dann ist ein Grund wohl auch der, daß hier unter der Federführung von Herrn Jürgen Elsässer, einst aktiv im „Kommunistischen Bund“ und jetzt in den Medien als Rechtsextremist diffamiert, eine Querfront von Rechten und Linken gegen die liberale Mitte sich abzeichnet. Dazu gehört auch das Phänomen, daß die AfD in Ostdeutschland reüssiert,weil sie sich da nicht als eine Anti-DDR-Partei inszeniert,daß alles im Osten schlecht und im Westen alles besser war und ist.
Der in den Westmedien so vermaledeite AfD-Politiker Höcke sagte etwa in Cottbus am 19.September 2024: «Natürlich war die DDR eine Diktatur. Aber die Älteren von euch können sich daran erinnern: Es gab soziale Sicherheit, es gab Vertrauen, es gab Nachbarschaft, es gab Solidarität, gelebte Solidarität. Es gab innere Sicherheit. Die Zustände, die wir heute haben, wären in der DDR undenkbar gewesen. Es gab Bildung, und zwar gute Bildung, vor allen Dingen in den Naturwissenschaften.»1
Wäre dieser AfD- Politiker mit der Bibel vertraut, hätte er nun viele Bibelstellen des Murrens des aus der ägyptischen Sklaverei befreiten jüdischen Volkes zitieren können: Wie gut ging es unter bei den Fleischtöpfen Ägyptens einst im Vergleich zu unserer jetzigen Wüstenfreiheit.
Daß es in der DDR ein Mehr an sozialer Sicherheit aber auch einen besseren Schutz vor der Kriminalität gab, daß wird eine heute im freien Deutschland als extremistisch Meinungsäußerung verdammt,obzwar es tatsächlich sich so verhielt.
Ob die DDR eine Diktatur war, darüber ließe sich auch ernsthaft streiten.Es fehlt dazu eigentlich das Willkürmoment der SED- Herrschaft: Die Partei war so ideologisch determiniert durch ihren Marxismmus-Leninismus, daß ein willkürliches Regieren ausgeschlossen war. Denn diese Ideologie bestimmte ja die Wirklichkeitserfassung und die möglichen Handlungsoptionen. Willkürlich regieren könnte genau genommen nur eine an nichts glaubende nihilistische Regierung.
„Elsässer ergänzte:«Die Leute denken mit einer gewissen Nostalgie an die DDR zurück, aber nicht an die SED. Man unterscheidet das Alltagsleben und die soziale Sicherheit von den unterdrückerischen Elementen, die vom Parteiapparat und von der Stasi ausgingen.»“2
Damit dürfte die so leicht als eine „DDR- Nostalgie“ diffamierte Rückerinnerung an die alten Zeiten gut erfaßt sein. Es ist nun leicht verständlich,daß die jetzige Regierung samt ihrer regierungskonformen Medien davon nichts hören wollen, wissen sie doch nur zu gut, daß es in Bälde den meisten Deutschen nur noch noch schlechter als jetzt schon gehen wird. Der deutsche Staatsbürger stelle eben zu hohe Ansprüche an den Staat, statt eigenverantwortlich für sich selbst zu sorgen. Biblisch ausgedrückt: Der gute Hirte, der Staat, will keine Hirte mehr sein, jeder habe für sich selbst zu sorgen.
„Dann öffnete sich die Schleusen auf Youtube: Ungezählte Ostdeutsche meldeten sich zu Wort. Erinnerungen kamen zurück: An Mütter, die allein vier Kinder großzogen und nie ohne Arbeit waren. Unbeschwerte Sommer an der Ostsee. Dann kam die Treuhand, mit ihr das Sterben ganzer Landstriche. Gemeinschaften, die plötzlich verschwanden.“3
Das sind eben falsche Erinnerungen: Wehret den Anfängen, denn sonst werden AfD- Wähler noch sagen: Adolf Hitler habe auch gute Seiten gehabt, er habe doch 6 Millionen Arbeitslosen wieder Arbeit und Brot verschafft.Nein, die DDR war etwas nur Schlechtes, die DDR- Nostalgiker sind eben durch ihren einstigen Versorgungsstaat zu anspruchsvoll geworden, sie haben sich an das karge Essen der Freiheit in der Wüste zu gewöhnen!
1.Zusatz:
Für einen Christen muß aber ein ganz anderer Punkt eine Bestürzung hervorrufen: Wie konnte es dazu kommen, daß Ostdeutschland in 44 Jahren der SED- Herrschaft so entchristianisiert werden konnte! Die kommunistische Herrschaft Rußlands war weit aus weniger erfolgreich und jetzt blüht die Russisch- Orthodoxe Kirche wieder auf, während in Westeuropa die christliche Religion ausdörrt.
2.Zusatz
In Ostdeutschland durfte eine Frau Deutschlehrerin sein, obgleich ihr Ehemann ein evangelischer Pfarrer war, in Westdeutschland durfte ein Mann nicht ein Lehrer werden, weil seine frühere Frau eine Kommunistin gewesen war.
1Zitiert nach: Compact, 27.5.2026,DDR- Das sagen unsere Zuschauer.
2A.a.O.
3A.a.O.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen